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Vom Schutzengel zum harten Biker

09.04.2019

After-Work-Tour im Erzgebirge

Von der Werkhalle auf den Asphalt: Ein Hersteller von Sicherheitsanlagen genießt die Freiheit.

Team von Zabag Grünhainichen genießt zusammen die Freiheit auf der Straße

Wie eine Art Lichterbogen sprühen die Funken in der Werkhalle. Ralf Schaarschmidt, gelernter Metallbauer und Produktionsleiter, legt gerade selbst einmal Hand an und glättet ein paar Unebenheiten an einem riesigen Tor. Das Tor ist ein Teil der hochkomplexen Sicherheits- und Schutzanlagen, die in Grünhainichen von 103 Mitarbeitern gefertigt werden. 1990 – noch mit DDR-Mark – von Michael Simon in seiner Garage gegründet, agiert die Firma heute weltweit. Sie beliefert Flughäfen, Botschaften, das Militär, Polizeistationen, Kernkraftwerke, geheime Datencenter und Justizvollzugsanstalten mit Schutzeinrichtungen. Im Bereich ihrer ausgeklügelten Toranlagen und Drehkreuze gilt das Unternehmen als führender Hersteller. Und alles wird im eigenen Haus selbst erledigt – vom Kundenwunsch über die ingenieurtechnische Planung bis hin zur Umsetzung des Projektes. Doch nicht nur die ZABAG-Produkte haben es in sich, sondern auch das Team: Denn was liegt im Erzgebirge näher als hin und wieder gemeinsam nach der Arbeit die Natur zu genießen. Selbst nach getaner Arbeit kommen die Mitarbeiter deshalb gern in ihrer Freizeit zusammen. Ob beim gemeinsamen Wandern, einer Rad- oder sogar einer ausgedehnten Motorradtour.

Die Handschuhe werden angezogen, die Helme übergestülpt und einer nach dem anderen schwingt sein Bein über das Sitzpolster seines Motorrads. Gemeinsam ging es 2017 die Elbe entlang ins Elbsandsteingebirge, im Herbst 2018 nach Brno – der zweitgrößten Stadt in Tschechien. Von Grünhainichen aus schlängelt sich die Truppe zuerst durchs malerische Erzgebirge zum Erzgebirgskamm hinauf, über Karlsbad nach Brno.

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Meine Leute sollen sich einfach wohlfühlen

Mit dabei auch der Firmenchef Michael Simon. Er ist Motorradfahrer durch und durch, war lange Zeit als aktiver Enduro-Sportler unterwegs. Die über 300 km lange Strecke bietet dem 59-Jährigen einmal Zeit, den Kopf frei vom Alltagstrubel zu bekommen. Sie gibt auch genügend Möglichkeiten, mit seinen Mitfahrern ins Gespräch zu kommen. Fernab des Unternehmens, die Firma Firma sein zu lassen und „über Gott und die Welt zu quatschen“. Michael Simon erzählt schmunzelnd weiter: „So können wir den Spirit des Unternehmens pflegen. Meine Leute sollen sich einfach wohlfühlen.“ Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Hier als Bikergruppe, später im Alltag aber auch als Team im Unternehmen.

ZABAG Security Engineering GmbH

Am Wasserwerk 38

09579 Grünhainichen

Fon : +49 37294 / 939-0

Email : impressum@zabag.de

www.zabag.de

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Mit dabei auch Carsten Schmidt. Der 40-Jährige stammt aus Freiberg. Seit 2012 ist er Teil der ZABAG-Familie als Systemberater im Außendienst. Zur jährlichen Tour schwingt er sich gern auf sein Reisesportmotorrad: „Über 300 km – das ist schon viel. Aber es ist einfach schön, mit den Kollegen etwas zu unternehmen, mal außerberuflich zu sprechen. Ein Ausgleich zur Arbeit. Im Frühjahr gehe ich mit auf Rad- oder Wandertour und im Herbst ist die Motorradtour für mich ein Muss.“ Auch er betont das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Firma und dass man später im Alltag auch besser als Team funktioniere. Zustimmendes Nicken bei Egon Uhlig. Er hat extra seine Touringmaschine herausgeholt und freut sich, „einmal ungezwungen mit allen reden zu können – auch mit dem Chef “. Auch für Ralf Schaarschmidt ist die gemeinsame Freizeit ganz wichtig für einen echten Teamgeist im Alltag: „Wochentags redet man in der Firma nur über die Arbeit. Hier sind wir ausschließlich auf der privaten Schiene zusammen und durch dieses Gruppengefühl klappt´s dann später auch während der Arbeit noch besser.“

Genau dieses Gemeinschaftsgefühl macht das Unternehmen neben seinen innovativen Produkten aus. Für Geschäftsführer Michael Simon werden die Soft Skills heute immer entscheidender. Gerade in puncto Fachkräftegewinnung. Gemeinsame Aktivitäten sind heute oft das Zünglein an der Waage. „Denn Arbeit bekommt man im Erzgebirge mittlerweile überall. Die kleinen Aufmerksamkeiten, wie gemeinsame Unternehmungen, fördern das gute Arbeitsklima und das zählt“, so Michael Simon. Doch der Geschäftsmann betont, man solle es auch nicht übertreiben: „Wenn man als Arbeitnehmer etwas will, muss man auch was geben, leistungsbezogen arbeiten.“ Geben und nehmen – beide Seiten der Medaillen werden in der ZABAG Security Engineering GmbH gelebt.

Neben den Rad-, Wander- und Motorradtouren bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern auch Schulungen im Betrieb oder auch Erste-Hilfe-Kurse – z. B. für die Betreuung von Kleinkindern und Kindern – an. Beim Frühlingsfest wird die Lagerfeuer- romantik zelebriert. Und: Die Firma beteiligt sich auch immer an der Woche der offenen Unternehmen, lädt Schüler zu sich ein. Ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern – den Fachkräften der Zukunft.

Text: Manja Kraus-Blechschmidt
Fotos: Studio2 Media, Erik Wagler

Alle Infos zum Magazin „Herzland“

Herzland 2019 / © Mockup psdgraphics

Diese Gechichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Kein Zufall: Im Erzgebirge stimmt die Work-Life-Balance

Das Erzgebirge ist als Erholungsraum bekannt, die Region prägen aber vor allem fast 15.500 kleine und mittelständische Unternehmen. Eine Branchenvielfalt von der Metallerzeugung und –bearbeitung über die Elektrotechnik, von Automotive bis zur Textilindustrie ist typisch. Der Wirtschaftsstandort steht für das Spezielle: Nischenprodukte und Sonderanfertigen, so wie die Tore von ZABAG haben im Erzgebirge ihren Ursprung. So finden sich erzgebirgische Entwicklungen in jedem in Deutschland hergestellten Pkw oder sie kommen in der Raumfahrttechnologie zum Einsatz. Doch was ist das Geheimnis für diesen Innovationsgeist? Im Erzgebirge wurzelt man tiefer. Ländlich wohnen und Natur erleben – das sind die Kraftquellen, aus denen Erzgebirger schöpfen. Die abwechslungsreiche Landschaft lädt zu verschiedensten Freizeitaktivitäten – egal ob zu Fuß oder motorisiert - ein, von denen auch Unternehmen profitieren und die für Abwechslung im beruflichen Alltag sorgen.


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