Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. www.wirtschaft-im-erzgebirge.de Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge. de-de Regionalmanagement Erzgebirge Sat, 05 Dec 2020 14:12:38 +0100 Sat, 05 Dec 2020 14:12:38 +0100 TYPO3 CMS news-5629 Sat, 05 Dec 2020 08:39:00 +0100 In diesen Taschen explodiert kein Akku https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/in-diesen-taschen-explodiert-kein-akku Es gibt nichts, was sie nicht einpacken könnten. Das sagt Firmenchef Lothar Göthel. Eine Entwicklung von Spezial- und Gerätetaschen Burkhardtsdorf sollten sich E-Bike-Nutzer aber ganz genau anschauen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 02. Dezember 2020, Katrin Kablau

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Newsmeldung
news-5564 Fri, 04 Dec 2020 08:40:00 +0100 Spitznamen Erzgebirgischer Dörfer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/spitznamen-erzgebirgischer-doerfer Das Erzgebirge ist einzigartig - nicht zuletzt wegen seiner Mundart. Und mancher Ort ist weithin bekannt. Manchmal auch nur unter anderem Namen. Kleine Rivalitäten zwischen den Einwohnern erzgebirgischer Dörfer hat es wohl schon immer gegeben- diesem Humor sind auch die Spitznamen für benachbarte Gemeinden entsprungen. Die Rede ist  von Sandhusn, Pfaarsammellaasern, Quarkquetschern, Staarn, Hodrlumpen und Mondputzern. Welche Geschichte und welcher Ort steckt aber hinter diesen Spitznamen? Neundorf. [Staarndorf]

Die Neundorfer mussten früher in die Kirche nach Schönbrunn gehen. Den weiten Weg legte man gemeinsam zurück, in bestimmter Anzugsordnung mit schwarzem Hut, Schoßrock und eng anliegenden schwarzen Hosen. Kam diese Gruppe im Kirchenstaat über die Falkenbacher Höhe und hoben sich als Silhouette gegen die helle Sonne ab, so sollen die Leute vor der Kirchentür gesagt haben: "S' sieht grod aus wie e Haardl Staarn. Aus diesem Grund findet sich der Star auch im Ortswappen wieder.

Geyer. [Sandhusn]

 Als der Bergbau keine Einkommensquelle mehr darstellte, sollen  die arbeitslosen geyrischen Väter mit ihren Kindern und Säcken voller Sand durch die Nachbarorte gezogen sein, um das feine Material zu verkaufen. Auch wenn die Geyrischen heute ohne den Sand auskommen, ihre Sandhosen tragen sie dem Namen nach immer noch.

Grumbach. [Mondputzer]

Dieser Spitzname stammt noch aus der Bergbauzeit. Im Frohnauer Hammer wurden Silbermünzen geprägt, welche von den Grumbacher Handwerkern poliert und veredelt wurden. Gold war das Zeichen für die Sonne und Silber das Zeichen für den Mond. So sind die Grumbacher zu ihrem Namen gekommen, der sich auch im Ortswappen wiederspiegelt.

Tannenberg. [Hodrlumpen]

Eines Tages verstarb ein Landstreicher zwischen Schönfeld und Tannenberg. Daraufhin entbrannte ein Streit welcher Ort den Toten zu bestatten hatte. Dieser ging zu Lasten der Tannenberger aus, welche seitdem scherzhaft Hodrlumpen gerufen wurden.

Mildenau. [Pfaarsammllaaser]

Mildenau war einst das größte Bauerndorf des oberen Erzgebirges. Jeder Siedler bekam ein Stück Land und jeder benötigte Dünger um sein Feld zu bestellen. So gab es eine allgemeine Aufforderung „Pfaarsammln aufzulaasn“ (Pferdeäpfel einzusammeln) um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Die Mildenauer waren ihrer Zeit voraus, denn Pferdemist gilt heute als hochwertiger Bio-Dünger und wird hochgehandelt.

Mauersberg. [Quarkquetscher]

Die Mauersberger Bauern lieferten Quark nach Annaberg zum Bau der St. Annenkirche als Zugabestoff zum Mörtel. So kam es, dass Mauersberg auch "Quarkstadt" genannt wurde und die Einwohner den Titel „Quarkquetscher“ bekamen.

Streckewalde. [Pflaumendorf]

Als junger Ehemann, war es laut der Ortssatzung verpflichtend, mindestens 6 Obstbäume auf einem erworbenen Grundstück zu pflanzen. Deshalb erfasste eine Obstbaumzählung  im Jahr 1900, 950 Pflaumenbäume im kleinen Streckewalde.

Königswalde. [Schladorf]

In Königswalde wurde schon immer gern und gut gefeiert. So auch im ehemaligen Gasthof zum Ratsgericht, später Volkshaus. Die Schachter aus der Wismutzeit hatten an Geld keine Not und so geriet auch die ein oder andere Feier außer Kontrolle. Aber wie immer ist am nächsten Tag wieder alles in bester Ordnung. Nur der Name „Schladorf“ ist den Königswaldern geblieben.

Zschorlau. [Mondputzer]

Noch eine Gemeinde „Mondputzer“ im Erzgebirge, mit ganz anderem Ursprung. Eine Eiskalte Nacht, ein Vollmond und Hochprozentiges spielen hier eine Rolle. In der Schänke herrschte reges Treiben und der Alkohol muss ebenfalls reichlich geflossen sein. Draußen jedoch fiel das Thermometer weit unter Null und der Mond zeigte sich am nächtlichen Himmel in voller Pracht. Auf dem Heimweg stutzte ein Trunkenbold über den Vollmond der ihn aus einer gefrorenen Pfütze her anblickte. Und schickte sich sogleich an, den spiegelnden Mond zu putzen, dieses Treiben blieb nicht unbemerkt. Und die Kunde vom nächtlichen Mondputzer verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Noch heute feiern die Zschorlauer ihren Spitznamen. 

ERZähl uns gern weitere Geschichten und Ursprünge von Suppen, Ziegnbaa und Katzenfrassern, wir nehmen das gern mit auf.

Quelle: "Sperrguschn" von Karl-Heinz Melzer 

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kurz ERZählt
news-5627 Fri, 04 Dec 2020 08:03:00 +0100 Schule im Erzgebirge gewinnt Sonderpreis beim Sächsischen Schülerfilm-Festival https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schule-im-erzgebirge-gewinnt-sonderpreis-beim-saechsischen-schuelerfilm-festival Das Sächsische Schülerfilm-Festival »Film ab!« fand in diesem Jahr erstmals online statt. Die Preisträger wurden am 1. Dezember digital ausgezeichnet. Der Sonderpreis ging ins Erzgebirge.   Im Rahmen des des 10. Sächsischen Schülerfilm-Festivals gab es einen Corona-Sonderwettbewerb. Den gewann der Ethik-Kurs des Beruflichen Schulzentrum für Technik Ernährung Wirtschaft des Erzgebirgskreises. Dotiert ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld von 300 Euro.

Der Sonderwettbewerb »OUT OF SCHOOL« befasste sich mit der kreativen Verarbeitung der Aussetzung der Schulbesuchspflicht, COVID-19, digitales Lernen, das Leben zu Hause mit der Familie oder die eigenen Gedanken zur Pandemie.

Von insgesamt 45 eingereichten Filmen (davon 13 im Sonderwettbewerb) wurden 20 nominiert. Die nominierten Filme können vom 26.11.2020 bis 10.12.2020 im »Online-Kinosaal« auf der Webseite des Sächsischen Schülerfilm-Festivals angeschaut werden. 

 

Das Sächsische Schülerfilm-Festival wird vom Sächsischen Kultusministerium und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) in Kooperation veranstaltet und findet seit einigen Jahren jährlich statt. Das Festival präsentiert und würdigt die Filmarbeit an sächsischen Schulen.

 

 

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news-5631 Thu, 03 Dec 2020 14:19:00 +0100 Weltneuheit in Annaberg-Buchholz CUBE filtert Schadstoffe auf neue Weise aus der Luft https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltneuheit-in-annaberg-buchholz-cube-filtert-schadstoffe-auf-neue-weise-aus-der-luft Saubere Luft ist grundlegend für die Gesundheit, saubere Luft sorgt für Lebensqualität, saubere Luft macht Städte attraktiver. Diesem wichtigen Ziel kommt man nun in Sachsen einen weiteren Schritt näher. Am 2. Dezember 2020 wurde im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz eine Weltneuheit präsentiert. Erstmals kommt an einer vielbefahrenen Ampelkreuzung im Stadtgebiet ein völlig neuartiger CUBE zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine patentierte, würfelartige Konstruktion, deren großflächiger Körper als Katalysator fungiert. Durch seine ganz spezielle Beschichtung ist er in der Lage, Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) aus der Umgebungsluft zu filtern und zu Nitraten abzubauen. Damit sorgt ein im urbanen Raum aufgestellter CUBE, beispielsweise an einem Verkehrsknoten mit hoher Schadstoffbelastung, für eine signifikante Verbesserung der Umgebungsluft. Bei Regen werden die gebundenen Schadstoffe abgewaschen und der CUBE reinigt sich selbst. Die Wirksamkeit der neuen Technologie wurde im Labor des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institutes für Materialanalytik und Innenluftchemie bereits nachgewiesen. Unter Laborbedingungen erzielte der innovative CUBE im modernen Design beeindruckende Effekte. Nun wird seine Wirkung in Annaberg-Buchholz erstmals unter Realbedingungen im Freien genutzt und vertieft getestet. Mit seinem Wirkprinzip hat er das Potential, einen bedeutenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Insbesondere an verkehrsreichen Punkten soll dabei die Luftqualität künftig deutlich erhöht werden.

Entwickler und Hersteller des CUBE ist die RGenau Industries KG aus Meerane. Sie ist auch Mitglied des Vereins SRCC e.V., der gemeinsam mit der TU Chemnitz und weiteren 140 Partnern in Annaberg-Buchholz und im Erzgebirge an der digitalen und nachhaltigen Zukunft der Bahn forscht. In diesem Rahmen will sich die Firma u.a. mit der Filterung von Schadstoffen bei Dieselloks befassen.

In Annaberg-Buchholz ist die Installation des CUBE Teil des städtischen Elektro-mobilitätskonzeptes, das durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird. Ziel ist es dabei, einerseits durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehr, wie z. B. der Förderung der Elektromobilität und des Fahrradverkehrs sowie andererseits durch die Verminderung von Schadstoffemissionen spürbare Effekte für Umwelt, Klima sowie die Gesundheit und die Lebensqualität von Bürgern zu erreichen. Stickoxide -vor allem Stickstoffdioxid reizen und schädigen die Atmungsorgane. Erhöhte Konzentrationen in der Atemluft haben nachweisbar negative Effekte auf die Lungenfunktion. Außerdem sind sie maßgeblich für die Entstehung des sauren Regens mitverantwortlich und können Pflanzen schädigen.   

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news-5630 Wed, 02 Dec 2020 09:01:11 +0100 Ins Start-up mit Patent gestartet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/ins-start-up-mit-patent-gestartet Veränderte Marktbedingungen erfordern ein Umdenken. Für Kolja Trautvetter liegt gerade darin der Reiz, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Erst im vergangenen Jahr gründete er seine Firma Trako Werkzeuge GmbH in Aue-Bad Schlema, ist seitdem mit einer festen Mitarbeiterin als Kleinstunternehmen im Metallhandwerk am Markt. So klein das Unternehmen ist, wurde es von Beginn an auf drei Säulen gestellt. Und nicht nur das: eine Patententwicklung, gezielte Netzwerkarbeit im Erzgebirge und Investitionen sollen den Betrieb weiter auf Erfolgskurs bringen. Kolja Trautvetter sitzt in seinem Multifunktionsbüro. Mit Skizzen von Bauteilen erläutert er voller Enthusiasmus, wie man Konturen von Werkzeugen noch effizienter fräsen kann. Durch die breite Glasfront hindurch schaut man in die angemietete Werkhalle, hört das Surren der CNC-Maschine, die aus abgewetzten, stumpfen Werkzeugen im Kundenauftrag quasi neue schleift. Die größte Maschine steht jedoch gerade still. Noch kein Jahr ist sie alt, das sieht man ihr an. Sie ermöglicht es, individuelle Konturwerkzeuge in der spanenden Bearbeitung von Sonderwerkstoffen, zum Beispiel Titan, herzustellen. Sie sei die modernste ihrer Art südlich von Berlin im Wert eines neuen Einfamilienhauses – und eine Investition in die Zukunft, die nur coronabedingt aktuell nicht mit der Auslastung fährt, wie das  zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung vorgesehen war. Für den Geschäftsführer der Trako Werkzeuge GmbH ist das kein Grund zu großer Sorge, die Nachfrage dazu steigt auf dem Markt prinzipiell. Sein noch junges Unternehmen, gegründet im Februar 2019, steht auf drei Beinen: als Dienstleister mit seiner Werkzeugschleiferei, als Hersteller von komplexen Konturenwerkzeugen und als Entwickler neuer Technologien. Eine eigene Patententwicklung mit mehreren Gebrauchsmustern beschäftigt den Tüftler bereits seit 2016.

Kleinwagenwert: Von der Idee zum Patent

Vorgänge optimieren, Werkzeuge besser machen, Dinge neu denken – bereits als Angestellter bei der Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis kreiselten Ideen im Kopf von Trautvetter. Durch seine Verantwortung für den Firmennachwuchs ergab sich die Verbindung zu einer Professur an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Dort werden unter anderem im hochschuleigenem Labor Leistungsvergleichstests für Werkzeuge von weltweiten Herstellern durchgeführt. Ein laufendes Projekt zur Herstellung von Gasturbinenschaufeln und ihrer speziellen Konturen erregte sein Interesse. Da kam ihm die Idee, in Kooperation mit der Hochschule einen völlig neuartigen Hochleistungsfräser zu entwickeln, der schließlich im Vergleich zu Referenzwerkzeugen eine Leistungssteigerung von 233 Prozent aufwies. „Der Markt in dem Bereich bewegte sich zu dem Zeitpunkt kaum mehr“, erklärt Trautvetter. Nach einem Termin zur kostenfreien Erstberatung beim Patentinformationssystem in Chemnitz war klar: „Wir gehen das gemeinsam an.“ Das Patent wurde 2016 angemeldet, kurz nach Weihnachten 2017 war das Patent erteilt. Dazwischen lag ein komplexer Weg an Formalitäten und Terminen mit der Patentanwältin, der ungefähr einen Kleinwagen kostete.

Seitenwechsel: Vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber

15 Jahre lang arbeitete der gelernte Zerspanungsfacharbeiter als Werkzeugschleifer und Konturentwickler bei der Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis. Der Arbeitsweg blieb auch nach Gründung seines Start-ups gleich, denn sein ehemaliger Arbeitgeber ist heute Vermieter der Firmenfläche der Firma Trako Werkzeuge GmbH. „Ich trug schon länger den Gedanken, etwas Eigenes zu machen, hatte Ideen im Kopf, aber auch die Frage: Macht es Sinn, in einem schon aufgeteilten Markt Fuß zu fassen?“, erzählt Trautvetter. Er startete zunächst einen Werkzeughandel im Nebengewerbe. Als Neuling Kontakte zu Unternehmen aufzubauen war eine anspruchsvolle Herausforderung, aber da war die Überzeugung: Es könnte funktionieren. Eine betriebsinterne Umstrukturierung bei der Blema gab ihm den ausschlaggebenden Kick, die Seite vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber zu wechseln. Ein Handelsunternehmen gründete er mit seiner Stieftochter, baute einen Kundenstamm auf. Heute ist der Kleinstunternehmer in der Metallbranche als Schneidwerkzeugmechaniker bei der Handwerkskammer gelistet. „Von dort bekam ich auch das nötige Rüstzeug rund um viele Gründungsfragen“, blickt er zurück. Und auch die Blema habe ihn sehr unterstützt. Maschinen konnte er herauskaufen und die Blema wurde zu einem der Kunden.

Herausforderung in veränderten Situationen

„Heutzutage verkauft man nicht nur ein Werkzeug sondern eine Technologie“, fasst Kolja Trautvetter zusammen, was von großer Tragweite ist. Es geht nicht nur darum, mit einer Neuentwicklung eines Hochleistungsfräsers mehrere Werkzeuge zu ersetzen und somit Kosten zu sparen. Neue Marktbedingungen generell sind es, die ihn herausfordern, weiter aktiv zu werden, zu tüfteln und umzusetzen. Seit neuestem ist er deshalb Mitglied im Netzwerk SmartERZ. Das ist ein branchenübergreifendes Technologiebündnis mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Heutzutage verkauft man nicht nur ein Werkzeug sondern eine Technologie

Das Netzwerk arbeitet konsequent daran, durch Innovationen den notwendigen Transformationsprozesse zu einem zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort zu begleiten und das Erzgebirge als führendes Technologiecluster für funktionalisierte, neuartige Verbundwerkstoffe, sogenannte Smart Composites zu etablieren. „Es hat mich gereizt dabei zu sein, wenn mit neuen Materialien Märkte erobert werden. Schließlich müssen diese neuen Materialien auch mit neuen Werkzeugkonzepten bearbeitet werden. Dort sehe ich mich mit meiner Erfahrung als Partner“, so Trautvetter. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Kolja Trautvetter einer der ersten Nutzer der eigens für Austausch, Kooperation und Vernetzung entwickelten Plattform innovERZ.hub wurde.

Als Start-up ein Rädchen im Getriebe sein

Für Leute, die sich mit dem Gedanken tragen zu gründen, hat Kolja Trautvetter einen Rat: „Wenn möglich, sollte man zunächst nebenberuflich prüfen, ob die Idee machbar erscheint. Man muss sich auch im Klaren sein, dass sich die Arbeitszeiten komplett verändern. Man schafft das nur, wenn man für seine Idee brennt.“ Auch sein Weg sei holprig gewesen, aber er hätte nie an ihm gezweifelt. Eine große Chance sieht er darin, regional zu agieren. Oftmals wüssten Firmenchefs gar nicht, dass in direkter Nachbarschaft der ideale Kooperationspartner sitzt. Nutzen möchte Trautvetter auch künftig mehr Synergien über Forschungsprojekte nutzen. Denn gerade bei Instituten wie dem Fraunhofer kämen Firmen zusammen, wenn es um angewandte Problemlösungen geht. Dort ein Rädchen im Getriebe zu sein, ist ein Ziel der Trako Werkzeuge GmbH. Dem Anspruch gerecht zu werden, weiterhin innovative Werkzeuge zu entwickeln, ist ein weiterer Baustein im Fundament des Start-ups, um sich in den nächsten Jahren in der erzgebirgischen Unternehmenslandschaft fest zu etablieren.

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Pressemitteilung Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5628 Wed, 02 Dec 2020 08:30:00 +0100 Scheibenberger Unternehmen setzt beim Bauen ganz auf Holz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/scheibenberger-unternehmen-setzt-beim-bauen-ganz-auf-holz Die Firma Holzbau Kretschmar hat von der Handwerkskammer eine Auszeichnung für ihr umweltorientiertes Agieren erhalten. Dem Inhaber geht es aber nicht nur darum, Neues zu erschaffen, sondern auch Altes zu erhalten. Und wer die Natur nutzt, blickt beim Thema Umwelt weit über den Tellerrand hinaus - sogar bis nach Teneriffa. [...]

Quelle: Freie Presse vom 01. Dezember 2020, Denise Märkisch

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Newsmeldung
news-5626 Tue, 01 Dec 2020 12:42:00 +0100 Austausch, Vernetzung, Kooperation – Eine digitale Plattform aus dem Erzgebirge für Kooperationen im Mittelstand https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/austausch-vernetzung-kooperation-eine-digitale-plattform-aus-dem-erzgebirge-fuer-kooperationen-im-mittelstand Der innovERZ.hub ist online und zielt auf eine stärkere, ortsunabhängige Vernetzung des Mittelstandes untereinander, aber auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen ab. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE), das Regionalmanagement Erzgebirge (RM) und die P3N MARKETING GMBH (P3N) haben ihre Kompetenzen gebündelt, um den KMU im Erzgebirge eine Möglichkeit zu bieten, Partner zur Entwicklung von Innovation und dem Transfer in die Praxis zu finden. Innovationen im Mittelstand sind der Motor der Wirtschaft. Sie garantieren die stetige Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen und tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum und dem Erhalt der Arbeitsplätze bei. Ohne Innovation droht Stillstand. Das Erzgebirge hat eine lange Tradition im Innovieren – Erfindergeist, Aufgeschlossenheit und Durchhaltevermögen gehören ebenso zur Region wie Handwerkskunst, Bergbau und Weihnachten. Nicht ohne Grund wurde das Erzgebirge bei der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe als „Silicon Valley Sachsens“ bezeichnet. „Im Erzgebirge kennt man Strukturwandel bereits seit mehr als 800 Jahren. Die große Branchenvielfalt ist ein Zeugnis der bewegten Geschichte unserer Region. Das Erzgebirge als Welterbe und Hochtechnologiestandort in einem sind nur oberflächlich betrachtet ein Widerspruch: bei genauer Betrachtung gehört beides untrennbar zusammen.“, sagt Jana Dost, Geschäftsführerin IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge und Beiratsvorsitzende im WIR!-Projekt SmartERZ.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Unternehmen häufig auf der Suche nach Partnern mit Know-how und entsprechender Technologiekompetenz sind, um Innovationen kosteneffizient und zeitsparend umzusetzen. Dabei werden jedoch kleine und mittelständische Unternehmen in der „Nachbarschaft“ oft aufgrund fehlender Bekanntheit übersehen. Hier soll die neue Kollaborationsplattform innovERZ.hub einerseits Abhilfe schaffen. Das zweite Problem kleiner Unternehmen ist der fehlende Kontakt zu Forschungseinrichtungen. Deshalb soll die Plattform andererseits auch dazu dienen, einen niederschwelligen Kontakt zu möglichen Partnern aus Forschung und Wissenschaft herzustellen, die gemeinsam Ideen praxisnah entwickeln oder Unternehmen im Rahmen eines Innovationsprojektes begleiten.

Das Herzstück der Plattform – der Marktplatz –  macht Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit ihren Angeboten sichtbar. Hier haben Unternehmen, Forschungsverbünde und wissenschaftliche Einrichtungen die Möglichkeit, Projektpartner für neuartige Produkte, Technologien oder Geschäftsmodelle zu suchen und zu finden.

Mit ersten Angeboten zum Einsatz von Holz im Maschinen- und Anlagenbau, patentierten Zerspanungstechnologien und ausgeklügelten Tiefziehverfahren ist die Plattform am 17. November 2020 online gegangen. Um die erfolgreiche Entwicklung durch Synergien zwischen erzgebirgischer Wirtschaft und Wissenschaft so einfach wie möglich zu gestalten, kommt der Marktplatz ganz ohne Anmeldung aus. Die offene Drehscheibe (Hub) für Innovationsvorhaben verzichtet auf das langwierige Anlegen von Firmenprofilen und ermöglicht so jedem kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugriff auf ein Netzwerk aus Experten und einer Vielzahl an Technologien. Ziel ist es, schnell und einfach die richtigen Umsetzungspartner für das eigene Vorhaben zu ermitteln.

So sucht zum Beispiel das deutsche Start-up-Unternehmen Luxardor GmbH einen Umsetzungspartner mit entsprechender Kompetenz in der CNC-Technologie zur Produktion hochwertiger Designleuchten des Designers Johannes Kessel. Die Produktentwicklung ist nahezu abgeschlossen. Pläne, CNC-Vorgaben, Halbwerkszeug-

Hersteller und Empfehlungen, Einkaufsquellen für Kunststoffe und Holz sowie die Webseite und der Luxardor-Webshop stehen in den Startlöchern. Jetzt fehlt nur noch der richtige Partner, der in einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit die Zielstellung von Luxardor umsetzen will: 5 Jahre nach Vertriebsstart im deutschsprachigen Raum führend zu sein.

Die Firma Trako-Werkzeuge GmbH aus Aue hat bereits erste Kontakte knüpfen können. Mit der Herstellung von innovativen, verschleißarmen Zerspanungswerkzeugen nach Kundenanforderungen für den Einsatz bei schwierig zu bearbeitenden Werkstoffen (z. B. CFK, Titan, hochfeste austenitische Stähle) und Sandwichstrukturen (z. B. Titan-Aluminium-CFK) spiegelt das Unternehmen den Erfindergeist und die Leidenschaft im Erzgebirge wider. In einem Projekt mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau konnte das Unternehmen eine Leistungssteigerung von 233 % bei der Bearbeitung von Gasturbinenschaufeln im Vergleich zum Referenzwerkzeug realisieren.

Neben dem Marktplatz bietet die von der Agentur PostYou aus Burkhardtsdorf technisch umgesetzte Plattform auch News, Know-how und Termine, die beim Innovieren und Netzwerken unterstützen. Die Umsetzung bahnbrechender und neuer Ideen geht oft mit erheblichen finanziellen und personellen Aufwendungen einher. Um diese zu stemmen, findet man zusätzlich zu den passgenauen Marktplatzeinträgen auch Informationen zu Fördermöglichkeiten, konkreten Ansprechpartnern für die Beratung und Unterstützung in verschiedenen Bereichen sowie Best-Practice-Beispiele.

Alle Partner, für die Innovationen zur Grundphilosophie gehören, sind herzlich willkommen, mit ihrem Eintrag die Kooperationsplattform innovERZ.hub zu bereichern und Teil des Strukturwandels im Erzgebirge zu werden.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

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Pressemitteilung
news-5625 Tue, 01 Dec 2020 08:33:31 +0100 Die beste Sattler-Azubine Deutschlands https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-beste-sattler-azubine-deutschlands Nina Uhl ist von der IHK Chemnitz ausgezeichnet worden. Ihr Handwerk hat sie bei einer Burkhardtsdorfer Firma gelernt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. November 2020, Georg Dostmann

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news-5624 Tue, 01 Dec 2020 08:20:24 +0100 Freistaat Sachsen plant Anmietung am Forschungscampus Annaberg-Buchholz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/freistaat-sachsen-plant-anmietung-am-forschungscampus-annaberg-buchholz Im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz soll der europaweit führende Entwicklungs- und Erprobungscampus für nachhaltige und automatisierte Mobilität im Schienenverkehr eingerichtet werden. Dieses Vorhaben unterstützt der Bund mit 22,05 Millionen Euro bis mindestens 2024 im Rahmen des »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC). Das Bundesverkehrsministerium stellt in diesem Rahmen zusätzliche Mittel für den 5G-Ausbau für Test- und Forschungszwecke entlang der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg zur Verfügung. Die Stadt Annaberg-Buchholz errichtet im Rahmen einer komplexen Baumaßnahme in enger Kooperation mit der TU Chemnitz sowie weiteren potenten Partnern am Standort Unterer Bahnhof ein Campusgebäude zur Bahnforschung. Das Vorhaben ist neben der Teststrecke der Erzgebirgsbahn Annaberg-Buchholz–Schwarzenberg, einem digitalen Stellwerk sowie weiteren mobilen und festen technischen Einrichtungen ein zentraler Bestandteil des »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC). Die bereits begonnenen Baumaßnahmen beinhalten die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, den Umbau des nördlichen Kopfbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes zu einem Verwaltungsgebäude mit integriertem Forschungscampus und den Neubau einer Forschungshalle. Auch der Freistaat Sachsen ist bei diesem Projekt ein wichtiger Partner.

Die TU Chemnitz wird dabei als einer der zentralen Akteure des SRCC direkt vor Ort präsent sein. Der durch die Stadt Annaberg-Buchholz umzubauende Bahnhofskopfbau bietet dafür die geeigneten Büroflächen, die der Freistaat Sachsen für die TU Chemnitz von der Stadt anmieten möchte.

Dieses Mietinteresse wurde nun durch eine gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) des damit beauftragten Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) und der Stadt Annaberg-Buchholz bekräftigt. Ziel ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne des Projekterfolges. Gleichzeitig wird so der Bahnhofskomplex für die Mobilität der Zukunft umgebaut und mit neuem Leben erfüllt.

Rolf Schmidt, der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz sagt: «Die Absichtserklärung mit dem Freistaat Sachsen zeigt, dass die Umsetzung des Bahncampus SRCC weiter Fahrt aufnimmt. Für uns ist diese Bahnforschung, insbesondere die Ansiedlung eines Campus der TU Chemnitz sowie weiterer Partner in unserer Stadt, eminent wichtig. Damit wird universitäre Forschung in unsere Region gebracht, die regionale Wirtschaft gefördert und der ländliche Raum gestärkt. Annaberg-Buchholz wird auf diese Weise insgesamt attraktiver. Forscher können auf eine einzigartige Infrastruktur und ideale Testbedingungen zurückgreifen. Darüber hinaus wird der Untere Bahnhof städtebaulich deutlich aufgewertet.«

Hintergrund:
Der »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC) ist ein bundesweites Modellprojekt zur praxisnahen Erforschung des automatisierten Zugbetriebs. In diesem umfangreichen Netzwerk arbeiten zahlreiche renommierte Partner an dem automatisierten Fahren auf der Schiene.

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news-5618 Mon, 30 Nov 2020 09:48:00 +0100 Schneeberger gewinnen mit Naturstadt-Idee https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberger-gewinnen-mit-naturstadt-idee In einem Wettbewerb ist die Stadt mit 25.000 Euro ausgezeichnet worden. Damit wird das Stadtjubiläum 2021 nachhaltig. [...]

Quelle: Freie Presse vom 26. November 2020, Thomas Mehlhorn

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news-5617 Fri, 27 Nov 2020 10:43:00 +0100 Kommunen schaffen Vielfalt! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kommunen-schaffen-vielfalt Oelsnitz/Erzgeb. als eine von 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen ausgezeichnet im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ Die Stadt Oelsnitz/Erzgeb. wird als eine von 40 Kommunen im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für die Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum gewürdigt. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Streuobstkindergarten“. Im Mittelpunkt des Projektes „Streuobstkindergarten“ steht die Wiederherstellung einer historischen straßenbegleitenden Streuobstanlage. Im Projekt sollen der noch erhaltene Baumbestand saniert, fehlende Bäume ergänzt, Informations- und Rastmöglichkeiten sowie verschiedene Brut und Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen werden. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die frühkindliche Umweltbildung und Erziehung. Im Garten des Kindergartens „PhoenixONE“ sollen die Kinder die Möglichkeit haben, das Aufwachsen und Veredeln von Obstbäumen mit zu erleben und beobachtend über Insekten, Vögel und andere Tiere zu lernen. Das geerntete Obst wird in der einrichtungseigenen Küche verarbeitet werden. Später soll das Projekt eine Fortsetzung im Schulgarten der Grundschule finden, wo Schulkinder das Bestimmen und Kartieren von Insektenarten erlernen können.

Auch in den anderen 39 ausgezeichneten Kommunen geht es darum, Stadtnatur und Insekten zu schützen, die biologische Vielfalt zu fördern und städtisches Grün zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Informationen zum Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur einzureichen. Besonders zur Teilnahme ermutigt wurden Kommunen, die bislang noch keine oder nur sehr wenige Projekte zum Wettbewerbsthema initiiert haben.

Einsendeschluss war der 30. Juni 2020. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt. Die erfolgreichen Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

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news-5364 Thu, 26 Nov 2020 07:49:00 +0100 Aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH zur Corona-Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/corona Wichtige Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge zum CORONA-Virus WFE-Hotline zum Thema Tel. 03733 / 145 – 110 Aktuelles

Belegschaft / Kurzarbeit / Grenzpendler

Liquidität / Steuerliche Maßnahmen / Beitragsentlastungen

Info-Portale „Corona“ der Kammern, Verbände, des Freistaates Sachsen und des Bundes

WFE-Hotline zum Thema „Corona-Krise“: Tel. 03733 / 145 – 110

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news-5616 Wed, 25 Nov 2020 08:56:37 +0100 Weniger Autoverkehr wagen: Experimente in Stollberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weniger-autoverkehr-wagen-experimente-in-stollberg Die Stadt könnte zu einem Labor für moderne Verkehrsmodelle werden. Bald gibt die Verwaltung einen Antrag beim Bund ab - mit Ideen für eine neue App. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. November 2020, Christoph Pengl

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news-5615 Tue, 24 Nov 2020 09:31:52 +0100 Von positiver und negativer Ruhe und 68 glücklichen Kühen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/von-positiver-und-negativer-ruhe-und-68-gluecklichen-kuehen Ein Roboter im Kuhstall des Rößler-Hofes in Burkhardtsdorf erleichtert die Arbeit der Landwirte. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum die Juniorchefin sich nach der Zeit sehnt, wenn wieder alles beim Alten ist. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24. November 2020, Katrin Kablau

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news-5614 Tue, 24 Nov 2020 08:41:00 +0100 Bahncampus SRCC in Annaberg-Buchholz nimmt Fahrt auf https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bahncampus-srcc-in-annaberg-buchholz-nimmt-fahrt-auf Renommierte Firma Frauscher forscht im Erzgebirge    Seit mehr als 30 Jahren beschreitet die renommierte Firma Frauscher aus dem österreichischen Schärding innovative Wege in der globalen Eisenbahnindustrie. Einen Schwerpunkt bilden dabei die induktive Sensoren für Radsensoren, Achszähler sowie Komponenten für die Signaltechnik. Nun ist man mit dem Frauscher Innovation Centre auch im Erzgebirge aktiv geworden. Der Grund dafür ist der aktuell entstehende Bahncampus in Annaberg-Buchholz, der Smart Rail Connectivity Campus, kurz SRCC.

Konkret geht es beim SRCC um praxisnahe Spitzenforschung rund um die Mobilität und die digitale, automatisierte und nachhaltige Zukunft der Bahn. Dazu werden bereits eine Teststrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg sowie das europaweit erste digitale Stellwerk Europas sowie künftig u.a. ein Campus am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz sowie ein 5G-Mobilfunknetz genutzt. Maßgeblich beteiligt sind die TU Chemnitz, die Stadt Annaberg-Buchholz, Bund und Land Sachsen sowie rund 140 weitere Partner aus Wirtschaft und Forschung.

Das Technologieunternehmen Frauscher hat das Potenzial des SRCC, der ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet, schnell erkannt. Bereits auf der Innotrans 2018 wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ein Jahr später eröffnete Frauscher vor Ort einen Container und präsentierte FTS und seine Achszähltechnik.
Neben Frauscher testen auch andere bekannte Firmen wie Thales, Siemens, China Rail Signalling, Plasser & Theurer, Deutsche Bahn, verschiedene Universitäten sowie Bombardier - um nur einige zu nennen - auf dem Smart Rail Connectivity Campus.

Für Frauscher erfüllt das Innovation Centre in Annaberg-Buchholz drei Funktionen: 

Zum einen wird vor Ort die Funktionsweise der Radsensoren auf zwei Demogleisen gezeigt. Jeder Zug, der am unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz im Regelbetrieb die Strecke passiert, kann als solcher gesehen und identifiziert werden. Die durch das System generierten Informationen gehen weit über gängige Basisdaten hinaus.     

Zum anderen ist das Centre eine ideale Forschungsinstitution für Achszähllösungen und die Überwachung von Weichen und Bahnhöfen sowie Praxistests von Soft- und Hardware. Dank eines speziellen Systems können überwachte Gleisabschnitte visualisiert dargestellt werden.

Weiterhin plant das Technologieunternehmen, auch das SENSiS System der Raddetektion ausgiebig zu testen. Zudem ist die Abnahme des Achszählsystems FAdC durch das Eisenbahnbundesamt EBA ein weiteres großes Ziel.

All das zeigt, dass der Bahncampus SRCC (Smart Rail Connectivity Campus) in Annaberg-Buchholz wirklich Fahrt aufnimmt. Büros des SRCC sind seit 7. Juli 2020 im Gebäude Wolkensteiner Straße 27 offiziell in Betrieb, Planungsarbeiten für das Campusgebäude am Unteren Bahnhof von Annaberg-Buchholz laufen, Bauarbeiten beginnen in wenigen Wochen. 

Gemeinsam wird das ehrgeizige Bahnforschungsvorhaben nun mit konkreten Einzelprojekten im wahrsten Sinne  des Wortes „auf die Schiene“ gebracht.

Vernetzte, smarte Mobilität, umwelteffiziente Antriebsregelungen für Züge, KI-bezogene Test- und Zulassungsmethoden sowie die intelligente Erkennung des Bahnumfeldes stehen in diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt um das hoch automatisierte und ökologische Bahnfahren im Mittelpunkt.
 

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news-5613 Mon, 23 Nov 2020 07:40:32 +0100 Spatenstich in Scheibenberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spatenstich-in-scheibenberg Stadt im Erzgebirge bekommt multifunktionalen Schulcampus In Scheibenberg (Erzgebirgskreis) war heute (19. November 2020) mit dem ersten Spatenstich Start für den Bau des neuen Schulcampus. Das multifunktionale Gebäude wird rund 4,5 Millionen Euro kosten. Bund und Freistaat unterstützen den Bau mit rund 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.

 

»Ich freue mich, dass die Stadt Scheibenberg mit der Hilfe von Bund und Land gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann«, so Staatssekretär Dr. Frank Pfeil. »Zum einen erhalten Grund- und Oberschule endlich Ersatz für ihre denkmalgeschützte, aber nicht mehr zeitgemäße und deshalb nicht mehr dauerhaft nutzbare Schulsporthalle. Darüber hinaus aber wird das Gebäude auch Vereinen und Bürgern als Veranstaltungsort für Sport und Kultur zur Verfügung stehen. Eine solche vielseitige Nutzung ist beispielhaft!«

 

Bürgermeister Michael Staib ergänzt: »Auf diesem Wege wird es einer kleinen, finanzschwachen Kommune im ländlichen Raum ermöglicht, die Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu verbessern, aber gleichzeitig auch für Vereine. Erstmals wird es nach Fertigstellung der Halle möglich sein, größere Veranstaltungen wie Schulabschlussfeiern, städtische Veranstaltungen oder eine Bürgerversammlung stattfinden zu lassen. Dies ist ein großer Schritt für die Entwicklung des ländlichen Raumes«, so der Bürgermeister. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Planung und Eruierung der Finanzierung.

 

Der neue Schulcampus in Scheibenberg soll Ende 2022 fertig gestellt sein. Sein Bau ist die letzte Schwerpunktmaßnahme aus dem städtebaulichen Gesamtpaket »Erhaltungsgebiet«, für das die Stadt Scheibenberg seit dem Jahr 2002 bisher knapp fünf Millionen Euro von Bund und Land erhalten hat. Mit den Mitteln wurden unter anderem die Sanierung des Rathauses, die Instandsetzung des Turmes der St.-Johannis-Kirche sowie mehrerer innerstädtischer Wohngebäude und die Gestaltung des Friedhofsplatzes unterstützt.

 

Hintergrund:

 

Ziel der Städtebauförderung ist die Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der zukunftsfähigen, nachhaltigen und modernen Entwicklung. Dies gilt insbesondere für den Erhalt von lebendigen und identitätsstiftenden Stadt- und Ortskernen, Maßnahmen für den Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel sowie für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur. Mit den Mitteln der Städtebauförderung können Gebäude saniert, städtische Plätze neu gestaltet, Grün- und Freiflächen ausgebaut, Familienzentren, Kindertagesstätten oder Freizeittreffs für Jugendliche geschaffen werden. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel wird jährlich von Bund und Ländern vereinbart. Allein für das Programmjahr 2020 stehen in Sachsen 155 Millionen Euro für die Programme »Lebendige Zentren«, »Sozialer Zusammenhalt« sowie »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« der Städtebauförderung zur Verfügung.

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news-5612 Thu, 19 Nov 2020 11:26:00 +0100 Einwohner basteln sich Alternative zum Weihnachtsmarkt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/einwohner-basteln-sich-alternative-zum-weihnachtsmarkt Corona verhindert den Thumer Adventstrubel. Doch es gibt da eine Idee, wie es trotzdem etwas werden könnte mit vorweihnachtlicher Stimmung in der Stadt. Der Initiator sucht noch Mitstreiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 17. November 2020, Michael Urbach

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news-5611 Wed, 18 Nov 2020 11:41:00 +0100 „Spitzen-Azubis“ mit Zukunftsperspektiven https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spitzen-azubis-mit-zukunftsperspektiven 35 junge Frauen und Männer zeichnet die IHK Chemnitz als „Spitzen-Azubis“ aus, drei davon im Erzgebirge. Sie haben unter 4.006 Auszubildenden in der Region Chemnitz in 140 IHK-Berufen als Beste ihres Berufs abgeschnitten und dabei mindestens 92 von 100 möglichen Punkten erreicht. Aus dem Erzgebirge können sich Fabian Lasch / Azubi bei AWEBA Werkzeugbau Aue GmbH, Michael Mann / Azubi bei Zenner Ventilatoren und Nina Uhl / Azubi bei Spezial- und Gerätetaschen GmbH über die Auszeichnung freuen. Die frisch ernannte Sattlerin Nina Uhl zählt sogar zu den 206 Bundesbesten. Alle drei Absolventen sind auch nach der Lehre in ihren Ausbildungsbetrieben beschäftigt.

Die IHK Regionalkammer Erzgebirge blickt mit Stolz auf die Leistung der frischgebackenen Facharbeiter, aber auch auf die der Ausbildungsunternehmen, die so zur Fachkräftesicherung in der Region beitragen. Dass Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten jungen Leuten Zukunftsperspektiven geben und Ausbildungsplätze schaffen, lässt sich im Kammerbezirk der IHK Chemnitz belegen. Für das aktuelle Ausbildungsjahr konnten trotz Corona 131 neue Ausbildungsbetriebe gewonnen werden. Damit liegt die Zahl bei aktuell 2.740 aktiven IHK-Ausbildungsbetrieben in Südwestsachen.

Mehr Informationen www.chemnitz.ihk24.de/bestenehrung

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news-5610 Mon, 16 Nov 2020 11:02:44 +0100 Zwönitzer SPEICHER startet in das digitale Zeitalter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwoenitzer-speicher-startet-in-das-digitale-zeitalter Für die Zwönitzer ist der imposante Industriebau in einer Nebengasse vom Markt seit Jahrzehnten schlicht „Der Speicher“. Speichern im Sinne von beherbergen soll das mehrstöckige Gebäude zukünftig Innovationsdienstleister und Gewerbetreibende, die unter anderem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Stadt als Modellkommune „Smart City“ spielen.

Der Bau wurde in der Zeit der Industrialisierung der Region im Jahre 1912 als mechanische Buntweberei errichtet. Der Betrieb umfasste 300 Webstühle sowie alle Zubehörmaschinen bis zur Veredelung. Das Unternehmen beschäftigte über 200 Mitarbeiter und 250 Heimarbeiterinnen. Gewebt wurden Hemden, Bett- und Handtücher und weitere Produkte aus selbst produzierten Flanellen. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise wurde 1931 das Konkursverfahren eröffnet. 1938 wurde aus dem Industriegebäude dann der „SPEICHER“, da die Immobilie durch die Firma Emil Bauer, einem Getreide- und Futtermittelhändler aus Zwönitz, erworben und als Getreidespeicher, auch später durch volkseigene Betriebe, genutzt wurde.

Im Jahr 1993 erwarb das Unternehmen Gebr. Roth das Industriedenkmal und nutzte es für den Handel mit Baustoffen. 2018 veräußerte schließlich Gebr. Roth die Immobilie an die Stadt Zwönitz. Im künftigen Innovations- und Gewerbezentrum wird über allem das Wort Digitalisierung stehen und Gründern und Visionären ideale Räume und optimale Bedingungen für eine kreative Arbeitswelt geben.

Text: Sabine Schulze-Schwarz

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news-5609 Fri, 13 Nov 2020 13:44:00 +0100 Drebacherin setzt auf frische Lebensmittel aus der Region https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/drebacherin-setzt-auf-frische-lebensmittel-aus-der-region Im Erzgebirgischen steht "Frassgusch" für Feinschmecker. Gleichzeitig ist es der Name des neuen Ladens von Linda Heinze. In dem geht es durchaus um den Genuss, vor allem aber um Nachhaltigkeit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. November 2020, Andreas Bauer

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news-5608 Thu, 12 Nov 2020 10:56:31 +0100 Die Gunst der Stunde https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-gunst-der-stunde Am nördlichsten Zipfel des Erzgebirgskreises, unweit der Pfaffenhainer Länge und des Verkehrsflugplatzes Jahnsdorf, agiert ein Unternehmen gegen den Trend. „Andere lagern aus. markSTAHL holt sich mehr und mehr Technologie rein.“ Roland Markert, 35 Jahre alt, ist der Chef. Vor mir steht ein junger Mann, der viel wagte und viel gewonnen hat. Souverän im Auftreten, smart im Look, voll bei der Sache. Seinem Habitus nach könnte er ein Kapitän sein, dessen innerer Haudegen ab und zu aufblitzt. markSTAHL ist sein Schiff, mit dem er in den letzten Jahren enorm Fahrt aufgenommen hat. Er und markSTAHL, das wird schnell klar, verkörpern das „Gedacht. Gemacht.“ der Region. Obwohl zunächst alles in Chemnitz beginnt.

Ein junger Mann und seine Idee

Als Roland Markert 2010 sein Start-up auf die Beine stellt, ist er 26 Jahre jung und damit dem typischen Entrepreneur acht Jahre voraus. Der, so zeigen Statistiken, gründet nämlich erst mit Mitte dreißig. Markert hingegen kann nicht warten; er will an den Markt. Seine Idee ist es, mit Stahlrohren und Profilen zu handeln: klassischer Einkauf und Verkauf. Außer 50.000 € Startkapital benötigt er nicht viel. Einen Schreibtisch, einen Stuhl, einen Computer, ein Telefon – das 15 m2 große Büro ist fix eingerichtet. Die Beschaffung der nötigen Finanzen entpuppt sich hingegen als Thriller. „Wo sind Ihre Sicherheiten?“, fragte die Bank. „Ich bin jung, frisch verheiratet, wohne zur Miete. Meine Eltern? Auch kein finanzielles Polster“, flachst er und erzählt weiter: „Man wiegelte mich ab. Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich die Kontokorrentlinie bekomme. Material war eingekauft, es standen hohe Rechnungen aus, die bezahlt werden mussten.“ Sein Vorhaben scheint in diesem Moment zum Scheitern verurteilt zu sein. Doch dann geschieht das Unerwartete. Die Erzgebirgssparkasse klingelt an: Kundenbefragung. Man erkundigt sich, wie zufrieden er sei. Schnell wird sein Gegenüber wortkarg. Hoffnungen schöpft er daraus nicht, Hauptsache, der Unmut ist gesagt. Drei Tage später ruft der Chef des örtlichen Geldinstituts an und sagt: „Wir machen das!“ Danach legt Markert los, trifft sich auf Flughäfen mit potenziellen Lieferanten. Er nutzt deren Zwischenstopps, um seine Ein-Mann-Firma zu präsentieren. „Zum Glück fing ich nicht bei null an. Ich hatte Connections aus meinem vorherigen beruflichen Umfeld. Doch am Ende des Tages bekam ich von Leuten Unterstützung, von denen ich es am wenigsten erwartete.“

Das Start-up besetzt mit seiner konsequenten Ausrichtung auf das Endprodukt und überzeugendem Service eine echte Marktlücke. Dessen Konzept war und ist es, Rohre und Profile in gleichbleibender Qualität, möglichst in Sondergrößen oder mit Sondertoleranzen, zu liefern. „2011 kamen dann Anfragen: ‚Könnt ihr nicht ein Rohr zur Bemusterung anarbeiten? Ein Säge-, Biege- oder Laserteil mitmachen?‘ Ich habe mich umgehört, entsprechende Lohnbearbeiter ausfindig gemacht. Die meisten von ihnen sind spezialisiert auf nur eine Bearbeitung. Das bedeutete, wir schickten viele, viele LKW mit Zigtausend Tonnen Material von A nach B und C. Warum und wie das in seiner Komplexität bei uns funktionierte, war der Zulieferindustrie unverständlich.“ Roland Markert hat den Fahrplan dazu im Kopf. Als seine Firma „mehr und mehr Tonnen“ dreht, gleicht das Risiko mitunter einem Husarenritt. Möglich macht das die schöne neue Arbeitswelt. Fünf Schreibtische, eine stabile Internetverbindung reichen aus, um groß zu denken und zu handeln.

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

Das Zitat von Francis Picabia ist das Credo des gebürtigen Bad Schlemaers. Hartnäckig hinterfragt er sich und seine Firma. 2015 steht das schnelle Wachstum zur Diskussion: „Konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche oder stellen wir uns als komplexer Rohrbearbeiter auf?“ Die Entscheidung fällt zugunsten von Biegen, Schweißen, Lasern, Sägen, Veredeln. Das bedeutet: raus aus Chemnitz, Bauen in Jahnsdorf. Die gute Autobahnanbindung, kurze Arbeitswege und die Nähe zu seinem Wohnort sprechen u. a. für den Standort. Parallel dazu wird an Nischenprodukten, sprich Speziallösungen, getüftelt. Es sind u. a. Halterungsanker für Kabelschächte in Nuklearreaktoren oder rohrähnliche Bauteile für Bohrer, die 4.000 m unter Tage beim Kohleabbau in Australien zum Einsatz kommen.

Mit dem Umzug ins Würschnitztal erreicht markSTAHL sein nächstes Level. Vom Spatenstich bis zum Zeitpunkt, als der erste LKW in die Halle rollt, vergehen nur 150 Tage. „Von da an wurde allen Mitarbeitern klar, was wir hier täglich machen - und in welchem Ausmaß. Wenn sechs Sattelauflieger à 24 Tonnen nacheinander ihre Ladung löschen, dann ist das eine Hausnummer“, beschreibt Roland Markert den Alles-neu-Effekt. Sämtliche Prozesse, Arbeitsweisen,Strukturen mussten überdacht werden. Von nun an gehört auch das Thema Personal zum Tagesgeschäft. „Wir sind hier in der Hochburg der CNC-Dreher und CNC-Fräser. Wer zu uns kommt, muss Lust haben, sich auszuprobieren, entscheidungsfreudig sein und einen Sinn in seinem Tun sehen wollen.“ markSTAHL lebt davon und honoriert diese Denke z. B. mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Gesundheitsfürsorge, Kita-Zuschuss, anständiger Bezahlung. „Denn manchmal schlagen wir eine Richtung ein, die nach Monaten korrigiert gehört. Ein ‚Das-warschon- immer-so‘-Ansatz ist dem nicht zuträglich“, so lautet die Erkenntnis der letzten Jahre.

Wer zu uns kommt, muss Lust haben, sich auszuprobieren, entscheidungsfreudig sein und einen Sinn in seinem Tun sehen wollen. 

In solch einer Dynamik hat er ein Patentrezept: miteinander reden. Im Führungskreis, in den Abteilungen, an der Dartscheibe im Pausenraum, vor der Halle von Mann zu Mann. Was ihn triggert, teilt er am Abendbrottisch mit Ehefrau Madlen. Sie ist Vertraute, Kritikerin, Hinterfragerin, Motivatorin – kurz sein Sparringspartner. Die 32-Jährige hat den Blick von außen und innen. Sie steht hinter ihm, wenn er wieder groß denkt, allerhand riskiert und investiert, wie z. B. die Übernahme der Tannenberger Firma METAN im Juli 2019. „Blechbearbeitung und Oberflächenbeschichtung haben uns noch gefehlt. Die Synergien sind jetzt schon enorm“, freut sich einer, der weiß, dass er mit Mitte dreißig einiges erreicht hat. Diese Einstellung will er weitergeben, denn „wir sind eine Region, in der auf hohem Niveau geklagt wird. Was geschafft wurde, wird nicht gesehen. Was fehlt, schon.“

Er appelliert an Zufriedenheit und sozialen Zusammenhalt.

Text: Beatrix Junghans-Gläser

Foto: Georg Ulrich Dostmann

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Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5607 Wed, 11 Nov 2020 13:09:00 +0100 Unternehmer baut Ferienhäuser für mehr Touristen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/unternehmer-baut-ferienhaeuser-fuer-mehr-touristen In Eibenstock mangelt es an Übernachtungsmöglichkeiten. Dem will ein Firmenchef jetzt Abhilfe schaffen. Sein Plan findet Wohlwollen im Stadtrat. [...]

Quelle: Freie Presse vom 10. November 2020, Heike Mann

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news-5606 Tue, 10 Nov 2020 12:20:00 +0100 Sächsischer City-Wettbewerb 2020: Lugau und Stollberg prämiert https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/saechsischer-city-wettbewerb-2020-lugau-und-stollberg-praemiert „Buddeln, pflanzen und ernten mitten in der Stadt“ – die Lugauer Gemeinschaftsgärten gewinnen den 3. Preis im Sächsischen City-Wettbewerb „Ab in die Mitte“. Insgesamt hat die Jury 13 Preise vergeben – zu den fünf Hauptpreisen wurden noch zwei Anerkennungspreise und sechs Sonderpreise verliehen, von denen einer in die Stadt Stollberg geht. Die Lugauer Gemeinschaftsgärten überzeugten durch ihre funktionale und gestalterische Verbindung von Innen (neue grüne Mitte rund um den Bahnhof/ Stadtpark) und Außen (weiteres Stadtgebiet). Unattraktive Brachen in der Stadtmitte werden neuen Nutzungen zugeführt und eingebettet in einen kleinen regionalen Stoff- und Produktkreislauf, indem regional Lebensmittel erzeugt und verbraucht werden. Die Kombination von Aktivitäten im Zentrum, für die Stärkung des Zentrums durch verschiedene Akteursgruppen in der Stadt treffen das Motto zum Handeln, Teilen und Mitentscheiden besonders kreativ. Mit diesem integrierten Ansatz werden die Lugauer zu gemeinschaftlichem und vernetztem Handeln motiviert, um Angebote zu schaffen, gleichzeitig aber auch Verantwortung für die Mitte zu übernehmen. Der Wettbewerbsbeitrag zeigt bereits bemerkenswert, wie man zahlreiche unterschiedliche Akteure vom Kindergarten bis zu Hobbygärtnern einbinden kann.

VISION 2030 heißt das Stollberger Projekt, das mit dem Sonderpreis „Nachhaltige Stadtentwicklung“ ausgezeichnet wurde. Mit dem Projekt richtet die Stadt ihren Fokus auf ein Mehr an Attraktivität der Innenstadt für Bürger und Touristen. Zugleich wird die bislang unterentwickelte Verbindung zwischen Stadtzentrum und Stalburc/Hoheneck in Angriff genommen. Einbezogen wird in diesen, für die Stadt bisher beispiellosen, Beteiligungsprozess die gesamte Bürgerschaft der Stadt. Insbesondere das kreative Potential der ortsansässigen Gewerbetreibenden und der Schülergeneration wird als Initiativkraft genutzt. Die Jury sieht diesen Projektansatz beispielhaft für eine bürgerorientierte und damit im besonderen Maße nachhaltige Stadtentwicklung und daher unterstützenswert zur weiteren wissenschaftlichen Begleitung. Die Stadt Stollberg erhält den Sonderpreis für die wissenschaftliche Begleitung durch Studierende der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften der HTWK Leipzig im Studienjahr 2021.

Der City-Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ ist die sächsische Plattform für kreative Stadtentwicklung, den Ideenaustausch und unkonventionelle Möglichkeiten, Innovationen in die Innenstädte des Freistaates zu bringen. Das diesjährige Motto „Stadt gemeinsam stärken: Handeln, Teilen, Mitentscheiden…“ setzte den Fokus noch stärker auf das gemeinsame Engagement.

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news-5603 Mon, 09 Nov 2020 12:40:00 +0100 Handwerkskammer Chemnitz vergibt Umweltpreise ins Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/handwerkskammer-chemnitz-vergibt-umweltpreise-ins-erzgebirge Vier Hauptpreise und vier Anerkennungen vergibt die Handwerkskammer in diesem Jahr an umweltorientiert und innovativ agierende Mitgliedsunternehmen. Drei der Anerkennungen für Engagement in Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen ins Erzgebirge, in die Region mit den meisten Handwerksbetrieben und somit der größten Handwerksdichte in Sachsen.

„Alle Ausgezeichneten vertreten das Handwerk als Nachhaltigkeitsmotor in unserer Region auf hervorragende Weise“, sagt Kammerpräsident Frank Wagner. Wirtschaftlicher Erfolg, ein gutes Image und innovative Geschäftsstrategien bringen das Handwerk voran und sorgen nebenbei auch für zufriedene Mitarbeiter.

 

Die drei Anerkennungen gehen an:

Holzbau Kretschmar | Scheibenberg

Das kleine familiengeführten Holzbauunternehmen steht für ökologisches, abfallfreies Bauen. Der Inhaber beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Erhalt wertvoller, historischer Bausubstanz, sowie dem ökologischen und abfallfreien Bauen als regionaler Partnerbetrieb von Holz100. Mit seinen Mitarbeitern werden Projekte realisiert, bei denen ökologische und ökonomische Aspekte im Vordergrund stehen. Dabei wird auf das Bauen in nachhaltigen Kreisläufen geachtet. Durch den Einsatz von reinem Holz will das Unternehmen unsere Welt ein Stück enkelkindertauglicher machen und stellt sich aktiv dieser sozialen Verantwortung. Die Verarbeitung von leimfreien Massivholzbauteilen schlägt sich auch im Energieverbrauch der von Holzbau Kretschmar gebauten Häuser nieder. Ziel ist es, den nachwachsenden Rohstoff Holz so einzusetzen, das der Mensch den Nutzen durch die Natur im alltäglichen Leben spürt. Motto: „Leisten wir unseren Beitrag und bauen gemeinsam eine bessere Zukunft.“ www.holzbau-kretschmar.de

 

Polsterermeister Volker Queck | Stützengrün

Das Handwerksunternehmen wurde bereits für seine Innovation „Edelstahlclickboden E-Lina“ für den Sächsischen Innovationspreis 2019 und die Sonderschau „Innovation gewinnt! der IHM München 2020 nominiert. Die eigene Produktion in der Region wird derzeit vorbereitet. Bei der Entwicklung des Produkts wurde insbesondere auch auf die Umwelteigenschaften und die Nachhaltigkeit Wert gelegt. Im Umweltbereich punktet die Innovation insbesondere durch ihre Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit durch Auf- und Abbaufähigkeit. Das Edelstahllaminat ist ohne Kleber verlegbar. Als Träger dient ein wasserfestes, maßstabiles Green Board aus Holzwerkstoff, so dass es sich besonders auch zum Einsatz in Räumen mit hohen Hygienestandards eignet. https://www.queck-raumausstattung.de/

 

 

MEWA Metallwaren und Elektromaschinenbau GmbH | Oelsnitz/Erz.

Das Energie-Monitoring zeigt: bilanziell ist MEWA im Strombereich ein Energie-Plus-Unternehmen. Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW), eine Solarthermie- und eine Photovoltaik-Anlage, Elektro-PKW im Fuhrpark, die Beleuchtungsumrüstung auf LED und die Glättung der Stromspitzen an Schweißarbeitsplätzen sind nur einige der Maßnahmen, die die MEWA Metallwaren und Elektromaschinenbau GmbH im Laufe der Zeit umgesetzt hat. https://www.mewa-oelsnitz.de/

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news-5602 Wed, 04 Nov 2020 13:07:00 +0100 Zschopauer Tischlergeselle dringt in Sachsens Spitze vor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zschopauer-tischlergeselle-dringt-in-sachsens-spitze-vor Mit derWahl seines Berufs setzt Markus Weisflog eine Familientradition fort. Dass er damit genau die richtige Entscheidung getroffen hat, beweist sein Abschneiden bei der Meisterschaft des Freistaats. [...]

Quelle: Freie Presse vom 03. November 2020, Andreas Bauer

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news-5588 Tue, 03 Nov 2020 07:54:00 +0100 Thermalbad Wiesenbad gehört zu den Top-Kurorten 2021 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/thermalbad-wiesenbad-gehoert-zu-den-top-kurorten-2021 Das ist das Ergebnis einer Studie des Nachrichtenmagazins Focus. Thermalbad Wiesenbad überzeugt durch medizinische Kompetenz, eine gute Infrastruktur und abwechslungsreiche Freizeitangebote. „Für den optimalen Genesungseffekt während einer Kur müssen einige Faktoren zusammenkommen: natürliche Therapiemittel wie Moor, Luft, Salz und Wasser, eine gute medizinische Versorgung, ein motivierendes Sportprogramm und ein Ort, an dem man sich wohlfühlt.“ So preist der FOCUS GESUNDHEIT  in der Septemberausgabe die Top 21 Kurorte Deutschlands an. Zu welchen auch Thermalbad Wiesenbad gehört. Maßgeblich geprüft wurden dabei  Medizinische Versorgung, Infrastruktur, Freizeitangebote und Heilvorkommen (Vorhandensein spezieller Heilmittel wie Moor, etc.).

Quelle: Thermalbad Wiesenbad

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news-5598 Mon, 02 Nov 2020 10:58:00 +0100 Geschichte trifft Moderne: Hochwertige Museumseinrichtung für Neustadt an der Donau https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/geschichte-trifft-moderne-hochwertige-museumseinrichtung-fuer-neustadt-an-der-donau Rosskopf + Partner AG fertigt modernes, interaktives Interieur aus Mineralwerkstoff für das traditionsreiche Haus Storchenwirt Der Storchenwirt ist das neue „Schmuckstück“ in Neustadt an der Donau. Einst ein tristes Anwesen mitten in der Altstadt, hat die Stadt im historischen Gebäude mit dem „Kunst- und Kulturhaus“ einen neuen Anziehungspunkt für Touristen geschaffen.

Im Erdgeschoss des Gebäudes ist eine interaktive Ausstellung zur Stadtgeschichte entstanden. Sie vermittelt kulturhistorische Inhalte im modernen Design und ist beispielhaft für den Landkreis Kelheim. Besuchern und Einheimischen werden historische Aspekte der Stadt erlebbar gemacht und somit für die städtische Geschichte begeistert. Für die Exponateinrichtung und die Innenausstattung waren die Museumsbauexperten von Rosskopf + Partner aus dem benachbarten Freistaat Sachsen verantwortlich.

Der Ausstellungsbereich wird dominiert durch runde, organische Formen, die hauptsächlich in hochwertigem Mineralwerkstoff ausgeführt wurden. Für die raumhohen 3D-geformten Wandverkleidungen und Bogenmodule wurde der Mineralwerkstoff Avonite® in der Farbe Snowfall verwendet. Mit Vitrinen und Bildschirmen verleihen sie der Installation einen dynamischen Charakter von der Geschichte bis in die Gegenwart. Die Wände der Vitrinen entstanden aus HPL Platten (High Pressure Laminate) in der Farbe Teal und sind in den Bogenmodulen mit 6 mm Verbundsicherheitsglas zum Schutz der Exponate verschlossen.

Das Zentrum des Raumes bildet eine kreisrunde Sitzgelegenheit. Sie wächst quasi aus dem Boden und öffnet sich nach oben hin zur Decke. Den Besuchern werden durch integrierte Tablet-Halter in den Armlehnen der Sitzbank mit Kopfhörern weitere Informationen ermöglicht. Der oberhalb der Rückenlehne in transluzentem Avonite® Ice White gefertigte Leuchtschirm erstrahlt den Raum mit seiner leuchtenden Fläche.

Für die drei von der Decke hängenden Bubble Chairs wurden Tablet-Halter aus Aluminium gefertigt und mit farblich passendem Filz bezogen. Ein Zeitstrahl aus Plexiglas illustriert in Verbindung mit Objekt-Vitrinen die Stadtgeschichte. Im hinteren Bereich des Raumes wurde ein großer Infotainmenttisch mit interaktiven Medieninhalten integriert. Aber auch klassische Flyer finden die Besucher in Regalen aus Avonite® Vintage Concrete. Der Storchenwirt ist historische Visitenkarte der Region und durch die integrierte Medientechnik zugleich Erlebnisraum.

Die geschwungenen Formen der Innenarchitektur fließen ineinander über, entwickeln sich aus der Bewegung in den Raum. Ein Ausstellungsmöbel entsteht aus dem anderen. Tresen und Monitorgehäuse etwa haben eine direkte Anbindung an die Wände, aus denen sie sich herausformen.

Dank der thermischen Verformbarkeit von Mineralwerkstoff sind dem Design fast keine Grenzen gesetzt. Die seidenmatte Oberfläche überzeugt durch porenlose, homogene und langlebige Eigenschaften – optimal für den Einsatz in hochfrequentierten Bereichen wie einem „Kunst- und Kulturhaus“.

Die Ausstellung verdeutlicht nicht nur die historischen Zusammenhänge, sondern ist auch Forum für aktuelle Themen der Stadt und trägt so zur Verständigung über Geschichte, Gegenwart und Zukunft bei. Als attraktiver Treff- und Informationspunkt fördert er die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Region und unterstützt bei der Bewahrung kultureller Werte.

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news-5601 Mon, 02 Nov 2020 07:53:38 +0100 Das große Backen 2020 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-grosse-backen-2020 Jennifer Tippner aus Schwarzenberg backt sich in der neuen Staffel seit Sonntag, dem 1. November 17:25 in SAT.1, durch die süßesten Verführungen Europa’s. Es ist mitten in der Nacht und die kleine Maus will einfach nicht schlafen. Endlos lang wiegt Jennifer ihre Kleine in den Schlaf. Und jetzt? An Schlaf ist nach dem kräftezehrenden nächtlichen Akt zumeist nicht mehr zu denken. Dann einfach produktiv sein, denkt sich die typische Erzgebirgerin. Etwas tun, was man liebt und womit man der Familie am nächsten Tag eine Freude machen kann. Reges Treiben also in der Küche, währenddessen draußen noch alles ruht.

So oder so ähnlich sahen viele Nächte für die Hobbybäckerin aus Schwarzenberg aus. Jennifer hat die Leidenschaft für das Backen und für feine Torten von klein auf mitbekommen. Sie wuchs in so einer Familie auf, bei der es einfach jedes Wochenende eine Torte gab. Auch ohne Anlass. Jedoch immer lecker. So eine Familie, wo man gern mal unangemeldet Samstagnachmittag vorbeischaut.

Beruflich viel unterwegs, auf den Meeren der Welt als Schiffscrewmitglied, hat sie die kulinarische Vielfalt hautnah erlebt. Mit diesen weitgereisten Ideen, Aromen, Kombinationsmöglichkeiten und dem heimischen Back-Know-How  im Hinterkopf probiert sie immer mehr aus und möchte ihr Können perfektionieren.

Den endgültigen „Schubs“ gab es zur eigenen Hochzeit. Jennifer hatte ganz genaue Vorstellungen wie ihre Hochzeitstorte auszusehen hat. Vergebens suchte sie nach einer Konditorei, die ihre Vorstellungen umsetzen konnte. Arrangiert mit einer super leckeren - aber eben nicht perfekten Hochzeitstorte, machte sie ihrem frischgebackenen Ehemann die Ansage: „Ich probiere das so lang bis ich das kann.“

In einer schlaflosen Nacht, wie so oft,  hat sie einmal nicht gebacken, sondern saß über dem Bewerbungsformular für die SAT.1-Show „Das große Backen“. Ohne damit zu rechnen, dass sie überhaupt ein Feedback bekommen würde, schickte sie die Bewerbung ab.

Für sie als Mama von zwei kleinen Kindern, stellte sich das Konzept allerdings als nicht einfach zu organisieren heraus. Vier Wochen am Stück weg von zuhause und die intensive Vorbereitungen ließen das Projekt für Jennifer erst einmal ein Jahr ruhen. Bis im Februar 2020 der Anruf kam, ob noch Interesse an der Teilnahme besteht. Jetzt war der Zeitpunkt perfekt. Die Unterstützung ihrer Familie ermöglichte ihr es, ihren Traum doch noch zu verwirklichen.

Zunächst musste sie beim Hauptcasting in Berlin ihr Können noch unter Beweis stellen. Die Meisterstücke sollten fertig mitgebracht werden. So fuhr sie 400km mit ihrer filigransten Torte, liebevoll „Erwachen im Erzgebirge“ genannt, nach Berlin. Und tatsächlich gehörte sie zu den 10 besten Hobbybäckern Deutschlands, die für die Sendung ausgewählt wurden.

Eine weitere Hürde und schon wieder Ungewissheit, ob das Format stattfinden wird, wartete erneut. Die Corona Pandemie sorgte für einen –glücklicherweise nur verschobenen Start der Staffel. Anfang Juli startete für Jennifer der Dreh  auf Schloss Stülpe. Wie ihr Weg weiterging, kann nun in SAT.1 mitverfolgt werden.

Foto: © SAT.1 / Claudius Pflug

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news-5600 Thu, 29 Oct 2020 11:17:53 +0100 1 Idee – 6 Firmen – 1 Camp https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/eine-idee-6-firmen-ein-camp Geht nicht – gibts nicht! Dafür gibt es gute Nachbarn: was im Erzgebirge am Gartenzaun gilt, ist auch im Mildenauer Gewerbegebiet die Devise. Gleich fünf Unternehmen, die vis-à-vis im Gewerbegebiet Nord in unterschiedlichen Branchen arbeiten sowie ein Unternehmen aus Schönfeld, haben sich für ein Camp ihrer Auszubildenden und Trainees zusammengefunden. Denn jeder für sich, hätte ein solches Angebot nicht, oder nur bedingt, leisten können. Ein Incentive für Nachwuchsfachkräfte war der Wunsch von Michael Fassbinder, dem Geschäftsführer der Bräuer Systemtechnik GmbH. Die Zielstellung war klar: Aktivitäten in der Natur, Grenzen austesten, gemeinsam Lernen und eine gute Zeit miteinander verbringen, damit sich die Auszubildenden einmal abseits des Berufes austauschen können. Ein solches Projekt, bzw. Camp lebt allerdings von seiner Gruppendynamik und diese ist mit 20 Jugendlichen eine andere, als mit fünf. Also ging der Unternehmer auf vier weitere Nachbar-Unternehmen zu, die sofort von der Idee überzeugt waren. Gemeinsam wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Die Nachwuchsfachkräfte der A-Form AG, der Autohaus Gebrüder Buschmann GmbH, der Norafin Industries (Germany) GmbH sowie der Bräuer Systemtechnik GmbH samt Unternehmenspartner abe-Industrietechnik GmbH aus Schönfeld traten zum Beginn des Ausbildungsjahres 2020/2021 die Reise zu einem dreitägigen Azubi-Camp nach Breitenbrunn auf den Rabenberg an.

Warum in die Ferne schweifen ...?

Mit dem Sportpark Rabenberg hat die Region einen starken Player, wenn es um Teambuilding geht. Dort werden seit Jahrzehnten der Profiathleten, Nachwuchstalente, Freizeitsportler, Schulklassen und Firmen fit gemacht – sportlich und als Team. Wie das geht? Der Sportpark auf dem Kamm des Erzgebirges ist als eine Sport- und Freizeitstätte historisch gewachsen. In über 30 Sportarten kann an der körperlichen Fitness gearbeitet werden und in 11 Tagungsräumen kommt die mentale Stärke nicht zu kurz. Geschulte Trainer wissen genau, welche Herausforderungen Gruppen brauchen, um zu einem Team zu werden.

Das alles konnten die Auszubildenden und Trainees aus Mildenau und Schönfeld erleben. Das Wichtigste für die Initiatoren war dabei das Knüpfen neuer Kontakte und der Aufbau von Netzwerken unter den Auszubildenden. So kann vielleicht die ein oder andere Fahrgemeinschaft entstehen und der Austausch über die Lehre in den Berufsschulen und zum Arbeitsalltag hilft in jedem Fall, um vielschichtige Eindrücke zu gewinnen.

Schlussendlich war das Camp ein voller Erfolg. Die Auszubildenden und Firmenverantwortlichen gleichermaßen wünschen sich alle eine Fortsetzung einer solchen Zusammenarbeit. Denn genau diese unkomplizierte Zusammenarbeit zeichnet die erzgebirgische Wirtschaft aus.

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Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5599 Thu, 29 Oct 2020 11:05:00 +0100 Vom Abfallprodukt zum weltweiten Exportschlager https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vom-abfallprodukt-zum-weltweiten-exportschlager Jeden Monat stellt das Bergarchiv Freiberg ein neues Dokument zur Montanregion Erzgebirge vor - in einer Sonderausstellung und in der "Freien Presse". Heute: Eine Urkunde für die Blaufarbenherstellung in Schindlerswerk bei Albernau. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. Oktober 2020, Eva-Maria Hommel

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news-5597 Tue, 27 Oct 2020 05:56:00 +0100 Exklusive Hightech-Textilien mit Bundespreis geehrt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/exklusive-hightech-mit-bundespreis-geehrt-1 Die Curt Bauer GmbH aus Aue-Bad Schlema ist am Wochenende mit dem Sonderpreis Premier-Finalist des Großen Preises des Mittelstandes 2020 geehrt worden. Mit der Verleihung der Sonderpreise beim Bundesfinale nahm der Wettbewerb um den bedeutendsten deutschen Wirtschaftspreis der Mittelständler für dieses Jahr bei einer Gala in Düsseldorf seinen Abschluss. Es ist das 26. Jahr des Wettbewerbs, bei dem bundesweit 4.970 kleine und mittelständische Unternehmen sowie wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken von mehr als 1.400 Institutionen nominiert wurden. „Die Textilbranche ist schwierig, der Weltmarkt knallhart und viele deutsche Unternehmen sehen keine andere Überlebenschance, als in Niedriglohnländern zu produzieren. Trotzdem schaffen es einige Nischenhersteller, sich erfolgreich mit deutscher und europäischer Produktion zu behaupten. Zu ihnen zählt auch die Curt Bauer GmbH in Aue-Bad Schlema, ein traditionelles Familienunternehmen“ so hieß es in der Laudatio zur Preisverleihung in Düsseldorf. Das Unternehmen fertigt hochwertige Tisch- und Bettwäsche aus Damast und technische Textilien für Kunden weltweit, vom Großkunden bis zum Fachhändler, wobei Bekleidungsdamaste sogar für Westafrika produziert werden. Das Besondere: selbst Sonderanfertigungen in Kleinserie werden nach Kundenwunsch bis ins Detail umgesetzt. Und: Hightech-Entwicklungen werden ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, Beratungsbüros und Forschungsgemeinschaften. Aktuell versucht die Curt Bauer GmbH, den steigenden Anteil technischer Textilien noch besser in die Produktionsabläufe zu integrieren. Dazu nimmt der Textilprofi an zwei Verbundvorhaben (u.a. am Netzwerk Smart composites Erzgebirge, kurz: SmartERZ) zum Aufbau von Smart Factories in der Textilindustrie und zur Effizienzsteigerung durch Produktions- und Assistenzsysteme (smartMoTex) teil. Außerdem wird an zwei Projekten des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) zur Veredelung von Stoffen mitgearbeitet.

Die Curt Bauer GmbH arbeitet mit einer stabilen Stammbelegschaft, die seit drei Jahren bei 139 Mitarbeitern liegt. Auszubildende und Praktikanten ergänzen das Team, das von den beiden Geschäftsführern Michael und Gert Bauer geleitet wird. Neben einem herausragenden Produktportfolio und Knowhow flossen in die Bewertung auch Faktoren wie soziales Engagement und Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung ein. Ein weiterer Fakt: Der Geschäftsführer Michael Bauer wurde vom Landrat des Erzgebirgskreises im Jahr 2010 zum „Botschafter des Erzgebirges“ ernannt.

Die Curt Bauer GmbH wurde zum 14. Mal in Folge für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. Die Nominierung erfolgte in diesem Jahr durch die WFE Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. „Über viele Jahrzehnte hat das Unternehmen politische Krisen gemeistert und ist immer durch viel Marktnähe und Innovation aufgefallen“, resümiert Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice der WFE GmbH. Im Jahr 1998 wurde die Curt Bauer GmbH als „Preisträger“ ausgezeichnet und 2009 mit einer „Ehrenplakette“ geehrt.

Unmittelbar nach Abschluss des 26. Wettbewerbs beginnt am 1. November dieses Jahres - mit Veröffentlichung der neuen Ausschreibung - der 27. bundesweite Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2021“.
 

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Newsmeldung
news-5595 Mon, 26 Oct 2020 11:35:04 +0100 So is(s)t das Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/si-isst-das-erzgebirge Wer im Erzgebirge regional einkaufen möchte, findet eine reichhaltige Auswahl an authentischen, vor Ort hergestellten Lebensmitteln. Die Wege zwischen einzelnen Anbietern mit ihrem spezialisierten Angebot sind jedoch oft lang. Marktschwärmereien bündeln die Vielfalt an einzelnen Orten und erleichtern den Zugang zu regionalen, saisonalen Lebensmitteln. Im Erzgebirge gibt es gleich zwei solcher Orte. Freitagnachmittag, ich stehe in Lugau auf einer kleinen Nebenstraße, die in einen Feldweg übergeht. Vor mir ein einzelnes Gebäude. Irgendwo hier soll heute ein besonderer regionaler Markttag stattfinden: eine Marktschwärmer-Verkostung. Bin ich wirklich richtig? Mein Navi sagt, ja. Also warte ich. Kurz darauf biegt ein zweites Fahrzeug ein. Katharina Barth und Marlene Rosner steigen aus.

Schwärmen für regionale Lebensmittel

Die beiden jungen Frauen organisieren normalerweise regelmäßig in Schneeberg eine Marktschwärmerei. Heute in Lugau sind sie selber Gäste. Sie erklären mir, was genau eine Schwärmerei ist und wie sie funktioniert. Es ist eigentlich ganz einfach: Marktschwärmereien sind eine Art Wochenmarkt mit Vorbestellung. Kunden bestellen über eine Online-Plattform bei teilnehmenden, regionalen Erzeugern aus deren Sortiment und zahlen ihre Ware auch gleich online. Wöchentlich kommen alle an einem Ort zusammen und die Käufer holen ihre georderten Produkte direkt vom jeweiligen Anbieter ab. Die Kunden wissen so, wer ihre Lebensmittel herstellt und können Fragen zu Produkten und deren Herkunft stellen. Die Organisatoren betreuen die Online-Plattform und kümmern sich um einen Treffpunkt für die Schwärmereien. Außerdem bauen sie einen Stamm aus Erzeugern und Verbrauchern auf und erweitern ihn ständig. So auch Katharina Barth und Marlene Rosner. Im Herbst 2016 eröffneten sie in Schneeberg die zweite Marktschwärmerei in Sachsen. Die erste gab es in Chemnitz. Dort hatte Marlene Rosner etwa ein Jahr zuvor das erste Mal selber als Kundin eine Marktschwärmerei kennengelernt. Da sie schon länger Wert auf regionale Lebensmittel legte, war sie begeistert. „Ich wollte sofort selbst eine Schwärmerei im Erzgebirge organisieren“, erklärt die Schneebergerin,

Schließlich haben wir hier in der Region viele Erzeuger, die ihre Produkte direktvermarkten. Sie sind aber über ein großes Gebiet verstreut. Die Schwärmereien bündeln das Angebot der verschiedenen Erzeuger an einem Ort.

Wer sonst regional einkaufen möchte, muss das Brot beim Bäcker nebenan kaufen, den Honig beim Imker im Nachbarort und für den erzgebirgischen Käse vom Käsehof auch schon mal 15 Kilometer oder mehr fahren. Die Schwärmereien bündeln das Angebot der verschiedenen Erzeuger an einem Ort. Auf diese Weise bekommen die Kunden einen leichten Zugang zu einem viel größeren Angebot.“ Die Idee war geboren und Marlene Rosner machte sich daran, potenzielle Käufer für eine künftige Schwärmerei zu gewinnen. 150 Teilnehmer müssen sich auf der Online-Plattform registrieren, damit es losgehen kann. 

Etwa zur gleichen Zeit lernte Katharina Barth während ihres Mutterschaftsurlaubs bei einem Ideen-Workshop der Stadt Schneeberg die Marktleiterin der Stadt, Frau Schmidt, kennen. Mit der Geburt ihres Kindes war auch das Bewusstsein der 34-Jährigen für regionale, unverfälschte Lebensmittel gestiegen. „Den Ideen-Workshop hatte ich besucht, weil ich mich engagieren wollte. Schnell kam mir die Idee, die Einkaufssituation für regionale Produkte zu verbessern.“ Noch kannten sich die beiden künftigen Marktschwärmerei-Organisatorinnen nicht. Die Marktleiterin änderte dies kurzerhand und vermittelte den Kontakt zwischen den beiden Frauen. Von nun an arbeiteten sie gemeinsam an dem Ziel, eine Marktschwärmerei in Schneeberg zu organisieren. Vor allem in Sozialen Medien, wie Facebook, rührten sie die Werbetrommel und konnten die notwendigen Interessenten gewinnen.

Auf zum großen Probieren

Während wir uns unterhalten, rollen immer wieder Lieferwagen an uns vorbei. Es sind die Erzeuger der heutigen Verkostung. Wir beschließen, ebenfalls zur Rückseite des Gebäudes zu gehen, wo die Fahrzeuge verschwunden sind. Dort bauen sich die rund 20 Erzeuger bereits Tisch an Tisch zu einer langen Tafel auf. Es herrscht reger Betrieb, Kisten werden geschleppt, Honiggläser ausgepackt, Wurst, Käse und frisches Brot in mundgerechte Stücke zum Probieren geschnitten. Ein Barista poliert seine mobile Kaffeemaschine auf Hochglanz. Am Rand steht eine Tanne. Sie ist geschmückt mit Flyern: Christbäume können ab sofort bei einem der heutigen Anbieter vorbestellt werden. Mitten im Getümmel steht Jens Kaltofen. Genauso wie Katharina Barth und Marlene Rosner die Schneeberger Schwärmerei organisieren, hat er die Lugauer Marktschwärmerei initiiert und organisiert somit die heutige Veranstaltung.

Marktschwärmereien als Vertriebsweg Jens Kaltofen ist selber Erzeuger. Er stellt im Nebenerwerb Pasta und Liköre her. Die erste Lugauer Schwärmerei hat der Endfünfziger im November 2018 organisiert. Seine Eierlieferantin hatte ihn direkt angesprochen, ob er das nicht machen wolle. „Das war im Sommer 2018. Im Herbst hatten wir dann die notwendigen Teilnehmer und konnten starten.“ Auch Erzeuger waren schnell gewonnen. „Bei denen hat sich inzwischen ein regelrechtes Netzwerk entwickelt. Viele sind bei mehreren Schwärmereien auch über das Erzgebirge hinaus aktiv“, erklärt Kaltofen. „Die meisten Erzeuger sind Direktvermarkter. Da bietet die Schwärmerei große Vorteile.

Anders als bei einem Wochenmarkt müssen sie nur mitbringen, was im Vorfeld bestellt wurde.

Der Bäcker weiß genau, wie viele Brote er am Morgen für die Schwärmerei backen muss. Auch der zeitliche Aufwand lässt sich gut planen. Wichtige Aspekte für Direktvermarkter, die kaum Personal haben und nur schwer Aushilfskräfte finden.

Die Idee der Marktschwärmer stammt aus Frankreich. Die Veranstaltungen bringen regionale Lebensmittel-Erzeuger und Verbraucher zusammen, fördern regionale Wertschöpfung und nachhaltige Esskultur. Inzwischen haben sich insgesamt 1.264 Schwärmereien in Frankreich und den Nachbarländern gegründet. In Deutschland sind es bereits 64, davon 10 in Sachsen, weitere sind im Aufbau. Nach Chemnitz eröffnete 2016 die zweite sächsische Schwärmerei im Erzgebirge in Schneeberg. 2018 kam die Schwärmerei in Lugau hinzu. Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erzeugern und Schwärmerei beträgt etwa 27 Kilometer.

Den Geschmack des Erzgebirges erleben

Inzwischen trudeln die ersten Besucher ein. Das Publikum ist bunt gemischt, genauso wie die Beweggründe der einzelnen Kunden. Die einen legen besonderen Wert auf gesunde Ernährung, andere haben sich aus ökologischen Gründen bewusst für regionale Lebensmittel entschieden. Wieder andere wollen ehrliche Produkte, die mit Handwerkskunst hergestellt sind. Die meisten Besucher sind ausgestattet mit Beuteln, Taschen und Körben. Sie sind gekommen, um die bestellten Lebensmittel abzuholen. Aber auch viele Neugierige sind da, um sich ein Bild von einer Marktschwärmerei zu machen. Der heutige Markt mit seinen zahlreichen Kostproben an den einzelnen Ständen ist genau dafür gedacht. Es wird Zeit, selber eine Probierrunde zu drehen. Ich trinke einen vorzüglichen Kaffee, probiere mich durch herzhafte Wurst vom Rind, Schwein und Lamm – aufgezogen, geschlachtet und verarbeitet vom Anbieter. Käse, Honig, Wurst, Obst und Gemüse, Brot und Brötchen, Spezialitäten mit erzgebirgischen Wildkräutern – alles ist dabei. So unterschiedlich die Produkte sind, durch die ich mich probiere, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind frisch, stammen direkt aus der Region und jedes für sich hat seinen ganz eigenen Geschmack, um nicht zu sagen Charakter. So schmeckt also das Erzgebirge – im Supermarkt sucht man diesen einzigartigen Geschmack vergeblich.

Unser Tipp: RegioErz

RegioErz heißt ein weiteres starkes regionales Liefernetzwerk, um Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu beziehen. Und das funktioniert so einfach: Brot und Brötchen, Aufstriche, Obst, Gemüse, Kartoffeln, frisches Fleisch, Getränke … bestellt man im Online-Shop. Die Leute von RegioErz gehen dann auf Einkaufstour zu den Bauernhöfen, Imkern, Käsereien, sprich Herstellern ihres Vertrauens, und stellen den Warenkorb zusammen. Dieser wird dann gegen eine kleine Gebühr bis zum Kühlschrank nach Hause geliefert – dienstags, donnerstags und freitags. Und der Clou: Bestellungen werden entspannt bis zum Vortag 16:00 Uhr entgegengenommen.

Mehr Infos: www.regioerz.de

Text: Phillip Senge

Fotos: Josephine Leonhardt-Dietrich

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5594 Mon, 26 Oct 2020 10:30:05 +0100 1000 Quadratmeter mehr Platz für Handtücher, Bettwäsche und Co https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/1000-quadratmeter-mehr-platz-fuer-handtuecher-bettwaesche-und-co Die Wäscherei Textilservice Reichel in Schönfeld ist seit dem vergangenen Jahr um mehr als das Doppelte gewachsen - zumindest was die Fläche angeht. Nun sind die Bauarbeiten für die Erweiterung abgeschlossen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24. Oktober 2020, Denise Märkisch

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news-5593 Mon, 26 Oct 2020 10:19:25 +0100 Schneeberger Kino steht vorm Neustart https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberger-kino-steht-vorm-neustart Die ersten Sitze sind eingebaut, die Projektionstechnik kommt in Kürze. In der Stadt sind künftig wieder Filme auf großer Leinwand zu sehen. Aus dem genauen Starttermin macht die Betreiberin aber noch ein Geheimnis. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24. Oktober 2020, Heike Mann

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news-5591 Mon, 26 Oct 2020 09:37:00 +0100 Firmenparkplatz wird zur Lebensinsel https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/firmenparkplatz-wird-zur-lebensinsel Mit einem Projekt will der Landschaftspflegeverband Zschopau-/Flöhatal die Bedingungen für Hummeln, Schmetterlinge und Wildbienen verbessern. Ein Unternehmen aus Weißbach geht mit gutem Beispiel voran. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5592 Mon, 26 Oct 2020 05:56:00 +0100 Scharfensteiner Seiwo Technik GmbH gestaltet neue Dauerausstellung im Verkehrsmuseum Dresden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/scharfensteiner-seiwo-technik-gmbh-gestaltet-neue-dauerausstellung-im-verkehrsmuseum-dresden Am Freitag, den 23. Oktober 2020 öffnet im Verkehrsmuseum Dresden unter dem Titel „Abfahrt!“ die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Schienenverkehrs erstmals ihre Türen. Für den Ausstellungsbau verantwortlich war die Scharfensteiner Seiwo Technik GmbH. „Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine sehr lebendige Ausstellung freuen, die insbesondere durch die geplante Licht-Dampf-Inszenierung in einem klassizistischen Gebäude, in dem man dies gemeinhin nicht vermuten würde, Eisenbahner-Flair versprühen wird“, sagt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH.

Obwohl die Planung des Ausstellungsbaus und die Fertigung von Vitrinen und anderen Installationen bei einem ohnehin schon engen Zeitplan genau in die Zeit der Coronabeschränkungen fiel, sei es für ihn und sein Team ein sehr dankenswerter Auftrag gewesen. „Das Thema Eisenbahn ist einfach immer wieder faszinierend“, so der Geschäftsführer. Sein „Lieblingsobjekt“ in der Ausstellung ist die Dampflokomotive Muldenthal. Die 1861 von der Chemnitzer Firma Richard Hartmann erbaute Maschine ist die älteste deutsche Dampflokomotive, die in weitestgehender Originalsubstanz erhalten ist. Sie war 1956 das erste Großexponat im vier Jahre zuvor gegründeten Verkehrsmuseum Dresden. „Chemnitz ist meine Geburts- und Heimatstadt. Mit der Lok wird ein besonderes Schlaglicht auf die Chemnitzer Lokomotivproduktion geworfen, die integraler Bestandteil der Geschichte der Stadt ist“, so Dr. Jan Wabst.

Die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Schienenverkehrs ist das aufwendigste Ausstellungsprojekt des Verkehrsmuseums der vergangenen Jahre: Tonnenschwere Lokomotiven, welche die vergangenen 18 Jahre in der bisherigen Eisenbahn-Ausstellung standen, wurden rangiert, neu arrangiert und neu inszeniert. „In der neuen Ausstellung können die Besucherinnen und Besucher eine spannende Reise durch die Zeit ab 1830 unternehmen und erleben, wie der Verkehr auf der Schiene die Welt revolutionierte und sie bis heute prägt“, sagt Benjamin Otto, Ausstellungsleiter des Verkehrsmuseums Dresden.

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news-5590 Fri, 23 Oct 2020 08:40:51 +0200 Je digitaler, desto zukunftsfähiger https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/je-digitaler-desto-zukunftsfaehiger Das Unternehmen PraxiMed ist ein medizinisches Fachhandelsunternehmen aus dem erzgebirgischen Zwönitz, das seit fast 30 Jahren als Dienstleister in der Medizinbranche agiert. Mit der fortschreitenden und fachgebietsübergreifenden Entwicklung des Gesundheitswesens hat sich das Portfolio nach und nach erweitert. Zu den traditionellen Produkten für Haus- und Facharztpraxen sind neue Marktbereiche wie Physiotherapie, Sportmedizin, Rehabilitation und Homecare hinzugekommen. PraxiMed steht dabei exemplarisch für den Mittelstand in Deutschland: sehr spezialisiert auf ein Branchensegment, familiengeführt, ein Unternehmen mittlerer Größe, außerhalb der Branche eher unbekannt und der Firmensitz liegt in der Tiefe des ländlichen Raums - fernab von Hubs oder Metropolen. Ein Gespräch mit Geschäftsführerin Nadine Flegel zeigt, wie mit Digitalisierung das Geschäftsmodell wirtschaftlich nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Wie definiert PraxiMed sein Geschäftsmodell?

Das Unternehmen versucht, seine Marktnische kontinuierlich auszubauen. Im ersten Schritt wurde das Produktsortiment für den Handel erweitert. Im zweiten Schritt wurde ein Dienstleistungssegment aufgebaut. Das heißt Schulungen für medizinisches Fachpersonal und Service für Gerätewartung und sicherheitstechnische Prüfungen bei den Kunden vor Ort gehören nun zum Leistungsspektrum. Dies ermöglicht eine tiefere Wertschöpfungskette als der reine Handel mit fertigen, externen Produkten. Die Dienstleistungen bringen wiederkehrende Umsätze, den kontinuierlichen Kontakt mit Kunden und damit Kundenbindung. Im dritten Schritt wird durch Digitalisierung eine nachhaltige Geschäftsmodellabsicherung und -Erweiterung aufgebaut.

Unsere Strategie ist eine Spezialisierung auf eine Marktnische, dort wollen wir einer der besten zu sein und Potentiale auszubauen. Die Spezialisierung hat den Vorteil, das Marktsegment gezielter und effizienter zu erreichen, als dass dies für einen Mittelständler im Konsumentenbereich möglich wäre. Die Anzahl der Wettbewerber ist geringer. . Das Unternehmen ist trotz der Spezialisierung relativ breit aufgestellt und hat damit Wachstumspotenzial.

Spätestens seit den 2000er Jahren reicht es nicht mehr aus, die richtigen Kundensegmente, Angebotspaletten und Einkommensarten zu einen, um ein wirtschaftlich-nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Die Digitalisierung der Prozesse, um mit der Leistung die Kunden zu erreichen und sichtbar zu sein, entscheidet heute über die Wettbewerbsfähigkeit eines mittelständischen Unternehmens.

Wo sehen Sie Ansatzpunkte, um Digitalisierung voranzutreiben?

Jedes Unternehmen muss für sich den Sammelbegriff Digitalisierung definieren. Für uns bedeutet Digitalisierung vor allem die Wandlung analoger Arbeitsprozesse in automatisierte Formate. So bilden immer mehr Bereiche des Unternehmens die Abläufe fast vollständig digital ab. Unsere Mitarbeiter arbeiten mit mindestens zwei Bildschirmen für eine bessere Übersicht über alle Prozesse. Das Ziel des papierlosen Büros ist fast durchgängig erreicht. Sei es der digitale Post- und Rechnungseingang oder die digitale Auftragsannahme. Rechnungen haben inzwischen die stolze Quote von rund 80 Prozent vollautomatisch geprüften Belegen erreicht. Im Vertrieb wird der nach wie vor notwendige klassische Außendienst durch einen Online Shop und verschiedene digitale Bestellportale, die speziell für Kunden konfiguriert werden, ergänzt. Zum Beispiel kann über ein auf Operationen spezialisiertes Portal während einer Operation in den OP-Saal ein Produkt just-in-time liefern.

Nächste Schritte sind die Verbesserung der optischen Texterkennung und der gekoppelten Workflows im Unternehmen, die momentan noch extern stattfinden. Des Weiteren ist geplant, die Kunden mit der Krankenhaustechnik direkt digital zu verbinden. Patientendaten werden bei der Untersuchung erfasst und direkt in der Patientenakte eingetragen. So hat jeder Arzt im Krankenhaus Zugriff auf die Ergebnisse der Voruntersuchungen.

Worin sehen Sie konkrete Vorteile aber auch Hürden der Digitalisierung?

Digitalisierung ist nur ein Instrument. Wir erwarten einen deutlichen Qualitätssprung im Bereich der erfassten Daten, Fehler sollen minimiert werden. Die Abarbeitung kann schneller erfolgen. Von digitalen Lösungen bei Kunden ist zu erwarten, dass eine engere Kundenbindung, das gemeinsame Wachsen mit den Kunden und natürlich der Anschluss an die Gegebenheiten der Zeit gelingen.

Die größten Hürden der Digitalisierung sind die engen rechtlichen Rahmenbedingungen, die gerade im Umgang mit Gesundheitsdaten sehr strikt sind, und natürlich auch gewisse Berührungsängste, funktionierende Abläufe auf digitale Wege zu bringen, da dann die Abhängigkeit von einer funktionierenden Technik noch wesentlich größer wird. Zudem sind der unendliche bürokratische Aufwand etwa bei Zertifizierungen, im Bankgeschäft und bei der Beantragung von Fördermitteln kritisch zu betrachten.

Wird der Mittelstand zerrieben in der Plattformökonomie?

Die These, dass kleinere Unternehmen durch Digitalisierung abgehängt werden und zwischen den großen Plattformen wie Amazon, Google oder Ali Baba zerrieben werden, lässt sich aus Sicht von PraxiMed nicht bestätigen. Als kleineres Unternehmen hat man viele Chancen, die den „Riesen“ verwehrt sind. Das Kleinsein wird dann zum Nachteil, wenn das Unternehmen über den Preis der Produkte differenzieren möchte. Dem kleineren Unternehmen fehlen oft die Größenvorteile für den Preiswettbewerb. Wir bieten dagegen unseren Kunden langfristige Konzepte, einen extrem hohen technischen Service, ein problemloses Bestellsystem, Lieferung innerhalb vertretbarer Fristen, kompetente Beratung vor Ort und am Telefon sowie kundenspezifische Lösungen, die es bei Internetriesen nicht gibt.

Natürlich verändert die Digitalisierung das Unternehmen,die Datenmengen wachsen und die Abläufe und Anforderungen an die Mitarbeiter werden komplexer. Fortwährende Schulungen zu Software und neuen Arbeitsabläufen sind unausweichlich.

Momentan findet bei PraxiMed ein Generationenwechsel statt, die „Urgesteine“ der Mitarbeiter gehen in den wohlverdienten Ruhestand und eine neue technikaffine Generation rückt nach. Dieser Wechsel wird aktiv genutzt, um Prozesse umzugestalten. Den Grundstein zur Digitalisierung hat unser Unternehmensgründer, mein Vater, gelegt. Bereits 2002 wurden die erste Produkte aufbereitet, um „shopfähig“ zu sein, erste Erfahrungen mit Suchmaschinen gemacht und als Ergebnis in 2012 unser Onlineshop frei geschalten. Natürlich sind auch Fehler passiert, sei es bei Zusammenarbeit mit großen Marktplätzen oder auch beim Aufbau von Datenbanken oder beim zur Rate ziehen externe Agenturen. Man muss viel lernen und eigene Kompetenzen im Bereich Digitalisierung aufbauen, um Dienstleister bewerten und beurteilen zu können. Und das Unternehmen gewinnt dadurch Unabhängigkeit.

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Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5589 Fri, 23 Oct 2020 08:21:37 +0200 Wie Unternehmen der Region klimaneutral produzieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-unternehmen-der-region-klimaneutral-produzieren In 30 Jahren soll in Deutschland der Ausstoß von Treibhausgas netto bei null liegen. Das erfordert auch bei Unternehmen der Region Investitionen in die Klimaneutralität. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22. Oktober 2020, Kathrin Neumann

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news-5587 Fri, 23 Oct 2020 06:41:00 +0200 Auf Mieternachfrage gebaut: ein "Kraftwerk" für Balkon https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auf-mieternachfrage-gebaut-ein-kraftwerk-fuer-balkon Das Oelsnitzer Unternehmen Mewa setzt auf Sonnenenergie und CO2-neutrale Produktion. Während Corona einen Versuchsstand zur Wasserstofferzeugung ausgebremst hat, wurde nun ein anderes Projekt umgesetzt. Quelle: Freie Presse vom 22.10.2020, Viola Gerhard

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news-5586 Thu, 22 Oct 2020 06:21:00 +0200 Zwei Frauen lassen Stil und Mode der 50er-Jahre lebendig werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwei-frauen-lassen-stil-und-mode-der-50er-jahre-lebendig-werden In der Annaberg-Buchholzer Innenstadt eröffnet Ende des Monats ein neues Geschäft namens "Zeitreise 1956". Der Name ist Programm. Erst vor knapp drei Jahren begann Claudia Enzmann mit dem Nähen von Kleidern und traf damit ins Schwarze bei den Damen. Quelle: Freie Presse, 21.10.2020, Denise Märkisch

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news-5585 Wed, 21 Oct 2020 08:53:01 +0200 Kurbad Actinon wird noch schöner https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kurbad-actinon-wird-noch-schoener Einen Förderbescheid in Höhe von 15,64 Millionen Euro hält die Kurgesellschaft Schlema mbH in den Händen. Der Freistaat Sachsen und der Bund unterstützen damit die Modernisierung und Erweiterung des Kurmittelhauses am Radonheilbad Actinon. Der millionenfache Zuschuss stammt aus dem Programm »Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (»GRW-Infra«). Unterstützt wird mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten, so dass die Gesamtsumme der Investition einschließlich Eigenanteil mehr als 19 Millionen Euro beträgt. Für die Kurgesellschaft Schlema mbH ist die Modernisierung des Kurmittelhauses das größte Bauprojekt seit der Eröffnung des Bades im Jahr 1998. Zu den geplanten Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen zählen u.a. der Neubau eines Schwimmerbeckens im Außenbereich sowie die Errichtung eines neuen Therapiebeckens für Menschen mit Handicap und für Gruppentherapien. Ziel ist es, ein zeitgemäßes Angebot für Einheimische und Gesundheitstouristen zu schaffen. Durch eine Steigerung der Besucherzahlen sollen bestehende Arbeitsplätze auf lange Sicht erhalten und zusätzliche Arbeitsplätze im Therapie- und Badbereich generiert werden. Geplant sind insgesamt vier Bauabschnitte, die sich bei laufendem Betrieb über fünf Jahre bis 2026 verteilen. 

 

"Die Kurgesellschaft sorgt für unser touristisches Image und war von der Intensität der Corona-Pandemie besonders betroffen. Nach ununterbrochenem Betrieb des ACTINON ohne einen einzigen Schließtag seit Eröffnung am 25. Oktober 1998 mussten nun die laufenden Kosten bei geschlossenem Betrieb abgefedert werden. Mit der Investition zur Modernisierung soll das Kurmittelhaus auf den neuesten Stand gebracht werden. Dass dies möglich ist, ist einerseits der kommunalen Ehe zwischen Aue und Bad Schlema und der Kraft der nun vermählten Kommunen zu verdanken, denn der Eigenanteil des kommunalen Konzerns ist bei der Gesamtsumme der geplanten Investition nicht unerheblich. Andererseits wäre das Vorhaben ohne diese besonders großzügige Förderung des Bundes und des Landes nicht möglich. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken", so Oberbürgermeister Heinrich Kohl.

 

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news-5583 Tue, 20 Oct 2020 10:37:53 +0200 Nah an der Autobahn und doch ein Leben auf dem Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nah-an-der-autobahn-und-doch-ein-leben-auf-dem-land Wo wollen Familien gerne leben? Susanne Lasch und André Prestin haben sich für Niederdorf entschieden und fühlen sich richtig wohl im Ort. Das hängt aber von vielen Faktoren ab. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Oktober 2020, Kathrin Neumann

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news-5582 Mon, 19 Oct 2020 12:17:48 +0200 Goldener Ski für drei sächsische Athletinnen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/goldener-ski-fuer-drei-saechsische-athletinnen Es ist die höchste Auszeichnung die der Deutsche Skiverband an Athleten/innen vergibt und dieses Jahr gehören gleich 3 Sportlerinnen aus Sachsen dazu. Jenny Nowak (SC Sohland), Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) und Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) wurden im Rahmen der DSV-Einkleidung für ihre herausragenden Leistungen der abgelaufenen Saison mit dem ,,Goldenen Ski“ ausgezeichnet.

Die 18-jährige Jenny Nowak gewann im Januar bereits Bronze bei der Junioren Olympiade in Lausanne. Doch der größte Erfolg der noch jungen Karriere folgte wenig später in Oberwiesenthal. Hier gewann die Kombiniererin vom Bundesstützpunkt Klingenthal im März bei den Junioren Weltmeisterschaften den Titel und wurde zur ersten Weltmeisterin gekürt.

Biathlon Ass Denise Herrmann gewann bei den Weltmeisterschaften 2020 in Antholz Silber in der Verfolgung sowie Silber in der Staffel. Mit Platz 3 im Gesamt Weltcup machte die aus Bad Schlema stammende Athletin ihre Saison perfekt.

Katharina Hennig, am Bundesstützpunkt Skilanglauf in Oberwiesenthal trainierend, erkämpfte sich in der Saison 2019/20 ihren ersten Podestplatz in einem Einzelrennen. Im Rahmen der Tour de Ski gewann sie Bronze über 10km Klassisch. Die Saison beendete sie auf Rang 18 der Gesamtwertung.

Quelle: skiverbandsachsen.de

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news-5580 Mon, 19 Oct 2020 12:06:47 +0200 Abgesagt: Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.Oktober in Zschopau https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/abgesagt-kooperationsboerse-zulieferindustrie-erzgebirge-am-21oktober-in-zschopau Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge, die am Mittwoch (21.10.2020) in Zschopau stattfinden sollte, ist abgesagt.   Angesichts des nach wie vor andauernden starken Anstiegs der Infektionszahlen kann die Kooperationsbörse in Abstimmung mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis nicht durchgeführt werden.

Die Kooperationsbörse ist eine Ein-Tages-Veranstaltung, die von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Erzgebirgskreis sowie mit der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge seit 15 Jahren organisiert wird.

 

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news-5581 Mon, 19 Oct 2020 12:06:47 +0200 Abgesagt: Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.Oktober in Zschopau https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/abgesagt-kooperationsboerse-zulieferindustrie-erzgebirge-am-21oktober-in-zschopau-1 Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge, die am Mittwoch (21.10.2020) in Zschopau stattfinden sollte, ist abgesagt.   Angesichts des nach wie vor andauernden starken Anstiegs der Infektionszahlen kann die Kooperationsbörse in Abstimmung mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis nicht durchgeführt werden.

Die Kooperationsbörse ist eine Ein-Tages-Veranstaltung, die von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Erzgebirgskreis sowie mit der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge seit 15 Jahren organisiert wird.

 

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Pressemitteilung Newsmeldung
news-5578 Fri, 16 Oct 2020 11:06:13 +0200 Innovation aus dem Schilderwerk Beutha bei Messe vorgestellt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovation-aus-dem-schilderwerk-beutha-bei-messe-vorgestellt Unter dem Titel " Sicherheit ist sichtbar" präsentierte sich jüngst das aus Stollberg stammende Schilderwerk Beutha auf der Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz in Dresden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Oktober 2020

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news-5574 Wed, 14 Oct 2020 13:49:00 +0200 Wie macht man aus der Krise eine Chance – Marketing und Kommunikation im Mittelstand https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-macht-man-aus-der-krise-eine-chance-marketing-und-kommunikation-im-mittelstand Erfolgreiches Duo – Friedrich GmbH und P3N MARKETING GMBH – tritt gemeinsam auf der Kooperationsbörse 2020 in Zschopau auf. Lange musste man auf die Durchführung von Messen warten, doch die Veranstalter aus dem Erzgebirge haben sich unter Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen für den Live-Kontakt entschieden. Die 15. Kooperationsbörse Zulieferindustrie findet am 21. Oktober 2020 (10.00–15.00 Uhr) in der Dreifeldsporthalle des BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Zschopau statt. Auch die P3N MARKETING GMBH (P3N) ist mit ihrem Kunden, der Friedrich GmbH (Friedrich), vor Ort.
Als im Frühjahr und Sommer Messen reihenweise abgesagt wurden und diese Situation auch noch weiter fortbesteht, musste jeder Geschäftsführer überlegen: Wie kann ich mit Kunden und Interessenten trotzdem in Verbindung bleiben und beispielsweise Innovationen in den Markt bringen?
Genau diese Herausforderung hatte auch Mathias Friedrich, Geschäftsführer der Friedrich GmbH. Die Firma fertigt als Zulieferer für internationale Unternehmen der Elektro-, Sanitär- und Automobilindustrie hochwertige Edelstahlteile im Sichtbereich. Darüber hinaus hat sich Friedrich auf die Konstruktion und den Bau von Transfer- sowie Folgeverbundwerkzeugen und Werkzeugsätzen spezialisiert. Als erzgebirgisches Traditionsunternehmen mit über 130 Jahren Erfahrung in der Metallverarbeitung wurde der Bereich Marketing und Kommunikation eher noch konservativ gehandhabt. Schrittweise waren durch P3N zwar schon Referenzen, wie ein XING-Kanal, Firmentexte und Messeunterlagen entstanden, aber die Herausforderung „zu den Kunden zu gehen“ konnte nur digital gemeistert werden. Mit der Marketing-Agentur P3N aus Chemnitz wurde in Rekordgeschwindigkeit ein Online-Kommunikationskonzept aufgestellt und umgesetzt. Neben einer komplett neuen Homepage wurden auch Kanäle wie digitale Kunden-Newsletter erschlossen und neue Produktentwicklungen hauptsächlich über Online-Kanäle sowie Gruppen und Foren im Internet bekannt gemacht.
„Ohne P3N wären wir nicht an der Stelle, wo wir heute sind“, resümiert Mathias Friedrich. War man anfangs eher skeptisch, da Marketing zahlenmäßig nicht greifbar ist, wie bespielsweise die Neuanschaffung einer Maschine, überzeugte die Resonanz von Kunden und Interessenten, darunter international tätige Unternehmen.
In sehr kurzem Zeitraum entstand ein Bündel an Kommunikationsinstrumenten, welches das Portfolio von Friedrich bekannter machte. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist gut eingespielt und bewährt sich gerade in der derzeitigen Krisensituation. P3N realisiert für die erzgebirgische Firma aus Grünhain-Beierfeld strukturiertes und zielorientiertes Marketing mit überregionaler PR- und Social Media-Arbeit.
Mathias Friedrich schätzt das Team von P3N für sein proaktives Agieren und Know-how im technischen Mittelstand: „Da kommen Vorschläge mit konkreten Umsetzungsplänen, die zeigen, dass man uns und unsere Kunden versteht und unsere Sprache spricht.“
Friedrich hat sich ebenfalls mit zwei eigenen Produktmarken für den Garten und den Innenausbau in der Nische profiliert. Die Erddämpfer der Marke BEGA sind im ökologischen Gartenbau gefragt und die acero-Duschrinnen kommen in modernen Bädern zum Einsatz. Ebenso sind die Desinfektionssäulen der Marke acero bereits bei mehr als 300 Einrichtungen, Geschäften, Schulen, Banken und Museen im Einsatz, so z. B. in der Westsächsischen Hochschule Zwickau und in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf. Um der Verbreitung von Infektionen vorzubeugen sowie die Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen wurde vor Kurzem eine Erweiterung des Produktspektrums um einen mobil einsetzbaren Desinfektionsmittelständer abgeschlossen.
Wenn Sie sich selbst überzeugen wollen, wie professionelle Kommunikation Ihr Geschäft voran treiben kann, besuchen Sie uns bei der 15. Kooperationsbörse Zulieferindustrie am 21. Oktober 2020 am Stand-Nr. 95 in Zschopau.
Seit Jahren hat sich dieses Konzept der Ein-Tages-Messe unter dem Motto „Informieren – Kontaktieren – Kooperieren“ an den jährlich wechselnden Standorten im Erzgebirge bewährt und ist bereits für viele mittelständische Unternehmen zu einem festen Termin im Kalender geworden.

Über die Friedrich GmbH
Mit über 50 qualifizierten Mitarbeitern, darunter 4 Lehrlingen, hat sich die Friedrich GmbH einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen.
Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Kundenbeziehungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

Über die P3N MARKETING GMBH – Die externe Marketing- und PR-Abteilung für den Mittelstand
Die P3N MARKETING GMBH hat sich in Marketing und Kommunikation in mittelständischen Fertigungsunternehmen und überregionalen Forschungseinrichtungen fest etabliert. Als externe Marketing- und PR-Abteilung übernimmt das Team aus Natur-, Betriebs-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern verantwortlich die Presse- und Medienarbeit, Social Media Betreuung, Fachartikel und Referenzen, Innovationsmarketing- und Messemanagement. Bei P3N wartet man nicht auf Texte vom Kunden, sondern schreibt diese selbst. Ganz gleich, wie erklärungsbedürftig oder beratungsintensiv Produkte und Dienstleistungen sind, mit Marktwissen, dem Verständnis für Zielgruppen und der Auswahl der richtigen Instrumente gestaltet P3N Maßnahmen für mehr Bekanntheit, Neukundengewinnung, Kundenbindung und Image.
Innovationen sind der Motor wirtschaftlichen Erfolgs. Damit es stets rund läuft, müssen alle Zahnräder optimal ineinandergreifen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die externe Kommunikation professionell bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen auf die Geschäftsziele abgestimmt. Immer wieder neu denken, unkonventionelle Wege gehen und die Kunden unserer Kunden stets im Blick haben, sind dabei Prämissen.

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news-5573 Wed, 14 Oct 2020 13:05:00 +0200 Boom statt Krise: Netzteile aus Drebach gefragter denn je https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/boom-statt-krise-netzteile-aus-drebach-gefragter-denn-je-1 Weil in der Medizin und im Online-Handel neue Geräte benötigt werden, steigt bei der Puls Vario GmbH die Zahl der Aufträge auch in Corona-Zeiten. Personell stößt die Firma dadurch jedoch an Grenzen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 10. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5568 Tue, 13 Oct 2020 08:20:00 +0200 Ein Roboter im Restaurant: Amy serviert im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ein-roboter-im-restaurant-amy-serviert-im-erzgebirge In einem Hotel in Eibenstock werden die Gäste jetzt auch von einer Maschine bedient und unterhalten. Ein Modell für die Zukunft? [...]

Quelle: Freie Presse vom 08. Oktober 2020, Heike Mann und Oliver Hach

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news-5569 Mon, 12 Oct 2020 09:30:00 +0200 Neue Ideen halten Mühlenrad in Schwung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/neue-ideen-halten-muehlenrad-in-schwung Von weitem schon ist es eine Augenweide: das historische Ensemble aus ehemaligem Blaufarbenwerk und Mühlenkomplex an der Zschopau. Was die Wenigsten wissen ist, dass sich hinter den historischen Mauern der erstmals 1563 erwähnten Mühle ein sehr erfolgreicher und prämierter Lebensmittelbetrieb verbirgt: das Familienunternehmen Rolle Mühle. Die Firma steht beispielhaft für viele im Erzgebirge, die moderne Firmenpolitik leben und sich dennoch ihrer großen Tradition bewusst sind. Im Mittelpunkt des Müllerhandwerks steht ein auf den ersten Blick ziemlich gewöhnliches Alltagsprodukt: Mehl. Doch Mehl ist nicht gleich Mehl und so steckt in jedem gemahlenen Korn immer jede Menge neuer Ideen, um am hart umkämpften Markt, seinen Platz zu finden.

Man lebt nicht nur für sich allein

– das Credo ihres Vaters wurde Anne Rolle-Baldauf quasi in die Wiege gelegt und auf ihrem Spielplatz, dem Mühleareal, von klein auf weitergegeben. Seit 164 Jahren schon liegt der Duft nach frischem Korn in der „Rolle-Mühle“ in Waldkirchen in der Luft. Bäckermeister Carl Friedrich Rolle, der Urururgroßvater von Anne Rolle-Baldauf, erwarb einst das Grundstück des ehemaligen Blaufarbenwerkes*, um immer für Nachschub an Mehl für seine eigene Bäckerei und die umliegenden Handwerker zu sorgen. In sechster Generation mit den Geschäftsführern Dr. Thomas und Frank Rolle in Familienhand gedenkt man heute nicht nur im Firmennamen C.F Rolle GmbH dem Gründer, sondern lebt die Familientradition mit großer Verantwortung und Weitblick weiter. Für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln, also umweltfreundliche und soziale Unternehmensführung, verlieh das Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr der Mühle den Umweltpreis. Zu Buche schlug dabei auch, dass man sich seit Jahren die Wasserkraft des Flusses zunutze macht und sich so, wenn genug Wasser fließt, eine autarke Komplettversorgung aus regenerativer Energie sichert. An arbeitsfreien Wochenenden kann sogar Strom ans Netz abgegeben werden. Sich die Natur zunutze machen – und ihr etwas zurückgeben, wie mit dem Einbau einer Fischtreppe, ist ein Gleichgewicht, das für die Familie Rolle selbstverständlich ist.

Der Spezialist für Spezialisten

Wir sind klein und mittelständisch. Eine große Industriemühle würde so nicht überleben,

40 Tonnen Getreide werden pro Tag vermahlen. Die Mühlenlandschaft hätte sich sehr verändert. Wo früher in jedem dritten Dorf mit „Wind- und Wasseranschluss“ eine Mühle stand, ist die Landschaft längst ausgedünnt. Zum Vergleich: Laut Verband Deutscher Mühlen gab es im Jahr 1950 19.000 Mühlen in Deutschland, heute sind es noch 550 – und die C.F. Rolle Mühle ist die einzige im Erzgebirge. Ideenreichtum ist gefragt, um am Markt zu bleiben und nicht dem Mühlensterben zum Opfer zu fallen. Die Waldkirchener Mühle hat sich deshalb zum Spezialisten für Spezialisten entwickelt. Was das heißt? Ein Blick in den Mühlenladen zeigt es: Backmischungen für Brote und Kuchen, eine Vielfalt an Mehlen aus regionalen Getreideernten, von Gelbweizenmehl über Emmer-Vollkornmehl bis hin zum Roggenmehl, Brot in Dosen bis hin zu Säcken mit ganzem Korn. Alles hübsch abgepackt für den Endverbraucher. Zwischen bekannten finden sich auch historische, sogenannte vergessene, Mehlsorten. Die handlichen Packungen sind bedruckt mit der Dachmarke „Landgemacht“. Es ist ein Label, das für unverfälschte Bio Produkte steht und gleich mehrere sächsische Bio Produzenten unter einem Dach vereint. Ein paar Türen weiter sind die Abpackungen größer – Mehlsäcke für Bäcker aber auch Kunden aus der verarbeitenden Industrie deutschlandweit. Und der fertig gebackene Bio-Stollen aus dem Erzgebirge wird gar EU-weit geliefert. Der Bioanteil insgesamt ist auf 45 Prozent gewachsen, der Rest sind konventionelle Spezialmehle. Die Bio-Tendenz ist steigend. Dazu braucht es natürlich eine solide Basis an Bio-Bauern. „Zum Glück besinnen sich immer mehr darauf. Aber der Umstellungsprozess von konventionell auf Bio ist aufwendig und dauert bis zur Anerkennung drei Jahre“, erklärt die Mühlen-Fachfrau. Der Rolle-Mühle gelang indes der Einstieg ins Biogeschäft gut, das Sortiment wurde konsequent seit dem ersten Bioprojekt mit sächsischer Ernte im Jahr 1993 stetig erweitert. Mitarbeiter wurden speziell zu dem Thema geschult. Schon 1994 eröffnete man den Mühlenladen, der heute eine Schatzkiste an regionalen Lebensmitteln ist, in dem auch Produkte von anderen regionalen Herstellen auf die Ladentheke kommen. Was über allem steht, ist, Authentizität und Ehrlichkeit. Hinzu kommt ein Produktionsanteil an Lohnabfüllung. Diese nutzen Landwirte, um ihr eigenes gemahlenes Korn unter ihrer Marke zu verkaufen.

Was das Mühlenrad immer weiter dreht

Vom anfänglichen Beliefern von Großhändlern bis zu vielen Hof- und Bioläden und Supermärkten in der ganzen Republik heute: Dahinter steckt eine Erfolgsgeschichte, die manche Hürde barg. So war beispielsweise der Weg in die hart umkämpften Supermarktregale ein langwieriger. Vielleicht sind es genau jene Herausforderungen, die das Mühlenrad der Familie Rolle und ihren 25 Mitarbeitern immer unermüdlich weiter dreht – und das in zwei Schichten, zu Hochzeiten in der Backsaison auch dreischichtig. Fachkräfte zu finden sei schwer, erzählt Anne Rolle-Baldauf. Vier ausgebildete Müller sind beschäftigt in dem Unternehmen, das Wert auf ein gutes und vor allem familiäres Arbeitsklima legt. Der Lehrberuf heißt Verfahrenstechnologe in Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, für den es in Deutschland nur zwei Schulen gibt. Um das Handwerks des Müllers zu erlernen, braucht es vor allem Fitness und ein Interesse für Natur und Umwelt. Der Mahlprozess vom Korn zum Mehl ist komplex und besteht aus mehreren Stufen. Deshalb wurde auch im Frühjahr diesen Jahres der Maschinenpark modernisiert, um den wertvollen Rohstoff der Natur, maximal auszunutzen. Und Mehl ist eben nicht gleich Mehl, variiert in Körnung und Mischung. Eine gleichbleibende Qualität ist dennoch das A und O für die Kunden, bei einem reinen Naturprodukt manchmal ein Drahtseilakt. Um immer höchste Qualität zu liefern, wird deshalb im betriebseigenen Labor jede Charge genau unter die Lupe genommen.

Was die Herzen der Müller lang schlagen lässt

Die Rolle-Mühle ist ein klassisches Familienunternehmen seit 1856, der Name des Urgründers Carl Friedrich Rolle bis heute im Firmennamen – mit dem Zusatz: Die Mühle mit Herz. Das Herz des Firmengründers schlug 101 Jahre lang, Anne Rolle-Baldaufs Großvater Hans Rolle trifft man mit über 90 Jahren noch heute ab und an im Unternehmen an. Trotz Enteignung 1972 blieb er durchgängig Direktor. . Was alle Vorfahren eint und das hohe Alter vielleicht dankt, ist der Wille, sich so gesund wie möglich zu ernähren. Anne Rolle-Baldauf hat ihre Kindheitserfahrungen mit dem Studium der Ernährungsökonomie fachlich auf breite Füße gestellt. Ein Job in Kanada lockte nach einer Praxiszeit dort. „Ich hätte es einfach nicht gekonnt, für immer zu bleiben, bin mit der Familie hier sehr verbunden. Und wer einmal zu Weihnachten nicht zuhause war, weiß: Da stirbt man fast als Erzgebirger“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern. Und da ist es nicht der Weihnachtsstollen aus dem speziellen Stollenmehl aus der familieneigenen Mühle mit Herz, der Sehnsüchte nach Heimat weckt – sondern auch die erzgebirgische Landschaft selbst, in die dieses architektonische Kleinod eingebettet ist.

*Blaufarbenwerk: Das Zschopenthaler Blaufarbenwerk war im Jahr 1649 gegründet worden. Es ist eine Cobalterzaufbereitung, also eine klassische Folgeindustrie des Bergbaus im UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Das Hergestellt blaue Kobaltfarbmehl, das zur Bemalung von Porzellan und Keramik genutzt wurde.

Hintergrund:

Das Erzgebirge ist ein starker Industriestandort im Grünen mit den meisten verarbeitenden Unternehmen in Sachsen. Mit 33 % der Beschäftigten liegt der Branchenanteil deutlich über den Vergleichszahlen von Sachsen (20 %) und von Deutschland (21 %). Ein oftmals jahrhundertelanger Erfahrungsschatz und ein daraus gewachsenes spezifisches Knowhow sind für viele Unternehmen eine solide Basis, auf die sie ihre neuen Ideen – Nischenprodukte und Sonderanfertigungen – stellen. „Innovation aus Tradition“ sozusagen in einer Region, der eine über 800jährige Bergbaugeschichte zugrunde liegt und die heute den Titel „UNESCO-Welterbe“ tragen darf.

Die Branche der Ernährungsindustrie macht am Gesamtmarkt des verarbeitenden Gewerbes mit mehr als 20 Beschäftigten im Erzgebirge 9 Prozent aus, sachsenweit sind es 13 Prozent. Das sind auf diese Unternehmensgröße bezogen etwa 21 Unternehmen von insgesamt 420.

Foto und Text: Sabine Schulze-Schwarz

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Geschichten Unternehmensgeschichten
news-5567 Mon, 12 Oct 2020 08:12:00 +0200 Urlaub in Auerbach bringt Hauskauf ins Rollen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/urlaub-in-auerbach-bringt-hauskauf-ins-rollen Einst Mädchenheim, später Vereins-"Stübchen", zuletzt Feuerlöscher-Lager - der Dreiseithof im Burkhardtsdorfer Weg 1 hat eine wechselvolle Geschichte. Nun will ein Ehepaar ein neues Kapitel aufschlagen. Das ist genau genommen ihren beiden Hunden zu verdanken. [...]

Quelle: Freie Presse vom 08. Oktober 2020, Viola Gerhard

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news-5570 Sat, 10 Oct 2020 10:19:00 +0200 Landessieger des Kinder-Garten-Wettbewerbs stehen fest https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/landessieger-des-kinder-garten-wettbewerbs-stehen-fest Kultusminister Piwarz zeichnet drei Landessieger mit je 2.500 Euro aus Dresden, Dohna und Oelsnitz, Sonderpreis geht nach Ebersbach. Die drei Landessieger des 6. Sächsischen-Kinder-Garten-Wettbewerbs stehen fest. Sie kommen aus Dresden, Oelsnitz und Dohna. Kultusminister Christian Piwarz hat ihnen heute (8. Oktober) in einer feierlichen Auszeichnung ihr Preisgeld von je 2.500 Euro überreicht. Auch ein Sonderpreis von 1.000 Euro wurde vergeben. Dieser geht nach Ebersbach. Der Garten der Kita ist ein generationsübergreifender Begegnungsort. Er steht nicht nur den Kindergartenkindern zur Verfügung, sondern auch anderen Kindern, Jugendlichen und Senioren von Ebersbach.

 

»Die Kinder, Erzieher und Eltern haben gemeinsam einen grünen, kreativen Daumen bewiesen. Mit viel Fleiß und Freude haben sie kleine Oasen geschaffen, die zum Entspannen und Lernen einladen. Nun können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten«, freute sich Christian Piwarz, der Schirmherr des Wettbewerbs ist. Der Minister machte deutlich, dass durch dieses Projekt bereits die Kleinsten an die Natur, den Umweltschutz und an gesundes Aufwachsen herangeführt werden. »Kinder lernen spielend und ein Garten bietet dafür viele Anreize", erklärte Piwarz.

 

Insgesamt haben 47 Kindertageseinrichtungen unter dem Motto »Unser Kinder-Garten – ein nachhaltiger Bildungsraum« am Wettbewerb teilgenommen. Die Idee wird nunmehr seit zwölf Jahren erfolgreich in einem dreistufigen Verfahren innerhalb von zwei Jahren durchgeführt. In der ersten Stufe erfolgt die Auswahl der 30 Besten, die ein Preisgeld von jeweils 400 Euro erhalten. Daraus werden dann in der zweiten Stufe die zehn besten Kitas mit jeweils 1.000 Euro gekürt. Am Ende stehen die drei Landessieger fest. Neben den Preisgeldern erhalten die Kitas vor Ort eine fachliche Beratung zu den Projekten. Bisher konnten über den Kinder-Garten-Wettbewerb und das Begleitprogramm über 1.000 Einrichtungen in Sachsen erreicht werden.

 

Der Wettbewerb wird vom Kultusministerium gefördert. Projektträger ist die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. Weitere Informationen stehen unter www.slfg.de oder auf dem Kita-Bildungsserver www.kita-bildungsserver.de.

 

Die drei Preisträger sind:

 

SPERRFRIST BIS DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2020, 16:00 UHR

Dresden:

Evangelischer Kindergarten »Regenbogen«, Dresden

 

Erzgebirgskreis:

Christliche Kita »Kastanie«, Oelsnitz

 

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Kita »Am Fuchsbau«, Dohna

 

Ein Sonderpreis über 1.000 Euro konnte vergeben werden an:

Evangelische Kita Ebersbach, Landkreis Görlitz

 

Herausgeber:

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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news-5565 Wed, 07 Oct 2020 11:49:58 +0200 Smart Rail Connectivity Campus: Projekt zieht weitere Firma nach Annaberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/smart-rail-connectivity-campus-projekt-zieht-weitere-firma-nach-annaberg Der Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) wächst weiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 07. Oktober 2020

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news-5562 Wed, 07 Oct 2020 10:27:00 +0200 Cowboys und Goldgräber bringen sich in Geyer in Stellung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/cowboys-und-goldgraeber-bringen-sich-in-geyer-in-stellung Die ersten Wild-West-Tage finden guten Zuspruch. Sie waren für die Investoren der künftigen Westernstadt "Old Miners Creek" eine Standortbestimmung. Die City soll 2022 unweit des Freizeitbades öffnen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. Oktober 2020, Lothar Müller

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news-5561 Tue, 06 Oct 2020 10:12:00 +0200 C 47 in Zschopau: Von der Ruine zur Kreativwerkstatt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/c-47-in-zschopau-von-der-ruine-zur-kreativwerkstatt "C 47" steht nicht nur für die Adresse eines alten Zschopauer Hauses, das saniert wird. Es ist zugleich die Bezeichnung einer Vision für dieses Objekt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5563 Mon, 05 Oct 2020 14:42:22 +0200 Chemnitz 2025 nimmt die Region mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/chemnitz-2025 Auf ihrem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 nimmt Chemnitz die Welterberegion Erzgebirge mit und verbindet geschickt das gemeinsame kulturelle Erbe sowie industrielle sowie die regionale Nähe für die gemeinsame Zukunft als Kulturregion. Am vergangenen Wochenende haben acht Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Annaberg-Buchholz, Aue- Bad Schlema, Augustusburg, Freiberg, Limbach-Oberfrohna, Oelsnitz, Schneeberg und Mittweida insgesamt zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler zu kurzen Stippvisiten ein, um die Region vorzustellen.  Geplant, für 2025, ist ein Skulpturen-Parcours der sich mit den wechselvollen und individuellen Geschichten auseinandersetzen soll. Auch wenn die Bewerbung nicht von Erfolg gekrönt sein sollte, so zeigt diese Idee doch ganz offensichtlich, dass gemeinsam besser geht, als einsam.

Gemeinsam entworfene Vorhaben und kulturelle Projekte können so - unabhängig vom finalen Erfolg der Bewerbung - weiterentwickelt werden und egal ob Kulturhauptstadt oder nicht: Chemnitz und das Umland, zu dem das Erzgebirge unzweifelhaft gehört, haben das Potenzial für eine starke Region und das wird schon mit der Bewerbung deutlich. 

Am 22. Oktober wird entschieden, welche deutsche Stadt in das Rennen um die Entscheidung  für die Europäische Kulturhauptstadt 2025 geschickt werden soll.

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news-5560 Sat, 03 Oct 2020 11:45:00 +0200 Baby vom 3. Oktober heute selbst Papa https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/baby-vom-3-oktober-heute-selbst-papa 30 Jahre Einheit: Wer, wie Timo Flor aus Rittersgrün, ab 1990 geboren wurde, kennt die DDR nur noch aus Erzählungen. Doch entgegen dem Trend, wollte Timo Flor nie von hier weg. [...]

Quelle: Freie Presse vom 02. Oktober 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5559 Fri, 02 Oct 2020 15:10:00 +0200 Gantner Instruments Zwönitz feiert 10-jähriges Firmenjubiläum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gantner-instruments-zwoenitz-feiert-10-jaehriges-firmenjubilaeum und setzt Spatenstich für Bau eines weiteren Firmengebäudes 25.09.2020 Im September 2010 im erzgebirgischen Zwönitz gegründet, ist die Gantner Instruments Environment Solutions GmbH in den vergangenen 10 Jahren zu einem Weltmarktführer für die Überwachung und Regelung von Solar-Großanlagen aufgestiegen.

Aktuell liefert Gantner Instruments eine Komplettlösung zur Überwachung und Solarparkregelung für den 187MW Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ der Energie Baden-Württemberg „EnBW“. Der Solarpark ist das größte ohne EEG-Förderung umgesetzte Photovoltaik-Projekt in Deutschland. Insgesamt werden rund 465.000 Solarmodule verbaut, durch den damit erzeugten Strom können jährlich etwa 129.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Gantner Instruments entwickelt und produziert Spitzentechnologie zu 100% in Deutschland, die bereits in 37 Ländern auf fünf Kontinenten eingesetzt wird. Geschäftsführer Jörg Scholz und seine Mitarbeiter sind mit Recht stolz darauf, Teil der rasanten und zukunftsweisenden Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energien zu sein.

Vor nur drei Jahren ist Gantner Instruments aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in ein hochmodernes, innovatives Firmengebäude „mit herausragendem Design“ eingezogen. Dies hat laut Jörg Scholz dazu beigetragen den Anspruch auf Qualität und Individualität der Produkte auch nach außen sichtbar zu machen. „Dadurch konnten wir deutlich mehr Kunden überzeugen, mit Gantner Instruments zusammenzuarbeiten. Mit dem Bau eines weiteren Firmengebäudes legen wir nun den Grundstein für das weitere beschleunigte Wachstum. Seit längerer Zeit arbeiten wir erheblich über unserer Kapazitätsgrenze und aktuell prognostizieren all unsere Großkunden ein deutliches Wachstum für die nächsten Jahre und erwarten von uns, unsere Kapazitäten deutlich zu erweitern. Gleichlautende Signale kommen aus der Politik und Finanzwelt.“ so Jörg Scholz in seiner Festrede zum Jubiläum, bei dem auch der Spatenstich für das weitere Firmengebäude gesetzt wurde. Realisiert wird das Projekt wie beim ersten Gebäude von der Zwönitzer Firma Gerlach Haus.

Jörg Scholz bedankte sich in seiner Rede bei allen am Erfolg Beteiligten, unter anderem bei den unter den Gästen weilenden Kooperationspartnern, der Stadt und dem Gewerbeverein Zwönitz, den Vertretern der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, sowie seinen Mitarbeitern, für die großartige Unterstützung.

Beim Festakt zum Firmenjubiläum würdigte Ehrengast Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer die Leistungen von Gantner Instruments und wünschte Jörg Scholz und seinem Team viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer ambitiösen Ziele.

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news-5558 Thu, 01 Oct 2020 07:10:00 +0200 From Zwäntz to Milan https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/from-zwaentz-to-milan Und dann New York! Was für ein Riesenerfolg für Designerin Ina Riedel! Auf der größten Modemesse Italiens hat das Zwönitzer Unternehmen „Kleiderwahnsinn“ abgeräumt. Mit Ihrer Kollektion „Black Pearl“ holte sie sich den European Fashion Award 2020. Der Erfolg hält aber noch eine Überraschung bereit. Das Ticket zur nächsten New York Fashion Week ist der Designerin damit sicher.

Seit über 13 Jahren führt Ina Riedel ihr Geschäft, zunächst in Lößnitz und seit 2018 in Zwönitz in der Bahnhofstraße 43. Seit 2013 bietet die findige Geschäftsfrau zusätzlich zu Brautkleidern von bekannten Herstellern auch eine eigene, selbst designte Kollektion an.

Unter dem Label „Black Pearl“ trifft sie den Trend mit märchenhaften, barocken, aufwendig-exotischen Kleidern mit einem Hauch Gothic. „Für Kundinnen die eben kein weißes Kleid suchen und das Kleid gern später zu einem anderen Anlass noch einmal tragen möchten“, betont Ina Riedel. „Ebenso können individuelle Wünsche berücksichtigt werden, so dass fast jedes gefertigte Kleid ein Unikat wird.“

Nach Mailand brachte die Zwönitzer Unternehmerin übrigens der Zufall: Bei Facebook wurde ein Fotograf auf die charakterstarken Modelle aufmerksam und lud so das Label nach Mailand ein.

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news-5556 Mon, 28 Sep 2020 13:55:19 +0200 120 Jahre, doch keines so verrückt wie 2020 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/120-jahre-doch-keines-so-verrueckt-wie-2020 Die Bäckerei Neubert in Erla-Crandorf investiert in die Zukunft und feiert eine lange Tradition. Ein Gewerk mit süßen Produkten zieht eine bittere Bilanz. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. September 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5555 Fri, 25 Sep 2020 11:36:43 +0200 Die besten Fans der Liga https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/die-besten-fans-der-liga – ein Motto, das in großen Lettern am Rand des Eisstadions prangt. Darunter stehen Hunderte wartende Fans, ausgestattet mit Schals, Wolfsmützen und Shirts sowie Trommeln und Tröten. Spielte sich dieses Szenario im letzen Jahr noch jedes Wochenende ab ist es derzeit ein Bild was aufgrund der aktuellen Situation verblasst ist und viele treue Fans mit Wehmut erfüllt. Wir berichten von unserem Besuch bei den Wölfen aus der letzten Saison und hoffen inständig auf bald wieder bessere Zeiten! Stimmungsvoll, laut vibrierend und voller Freude werden die Eishockey-Spieler der Schönheider Wölfe begrüßt. Auffällig: viele Familien – auch mit kleinen Kindern – sind ins Eisstadion geströmt. Beim Startschuss des Spiels gegen die Eisbären Juniors Berlin formiert sich im Schönheider Fanblock sofort eine riesige rot-blaue Fahne. Es ist ein Banner, das sich fast über den gesamten Block zieht. Daneben funkeln unzählige Wunderkerzen. Ich habe Gänsehautgefühl. Die Faszination Eishockey spüre ich hier überall, unter den Fans, den freiwilligen Helfern und natürlich den Spielern und Trainern. Mischt man sich wie ich mitten unter die Leute, hört man viel über die Erfolge der letzten Saison, die tollen Spiele, die familiäre Stimmung, den Trubel. Schließlich seien sie die besten Fans der Liga.

Dieses Fieber – das Brennen für den Verein – erlebe ich aber nicht nur hier im Fanblock, sondern auch hinter der Bande, und das bereits lange vor dem Spielanpfiff. Benjamin Fritzsch sorgt noch kurz vor Spielbeginn dafür, dass die Fans später an der Bande wirklich einen guten Durchblick haben. Er putzt die großen Scheiben oberhalb der Werbetafeln, einfach so: „Ich bin ein Fan und versuche so, meinen Verein zu unterstützen. So gut ich eben kann.“ Der 29-Jährige schmunzelt: „Das Putzen gehört dazu. Das ähnelt dem normalen Fensterputzen. Nur hier sind die Fenster eben größer.“ Und schon taucht er den Lappen wieder ins Wasser, dreht sich von mir weg. Ein paar Schritte weiter kommt mir Sanitäter Kai-Uwe Walther vor meinen Schreibblock gelaufen – den großen Sanitätsrucksack auf dem Rücken. Er stammt aus dem benachbarten Auerbach, trägt den Notfallrucksack heute vertretungsweise. Rufen die Schönheider Wölfe, ist der Sanitäter sofort zur Stelle: „Mein Sohn hat hier angefangen, Eishockey zu spielen. Jetzt ist er in Chemnitz aktiv. Da muss ich etwas zurückgeben.“ Der Vereinszusammenhalt sei hier in Schönheide etwas ganz Besonderes. Einfach, weil der Verein vergleichsweise klein ist, scheint jeder mit jedem verbunden zu sein. „Die Stimmung ist gerade bei einem Sieg einzigartig.“ Und heute beim Meisterschaftsauftakt der Regionalliga Ost ist die Spannung im Stadion mit Händen greifbar.

Seit über 80 Jahren wird in Schönheide Eishockey gespielt. Trainer Sven Schröder ist seit der Spielsaison 2017/2018 an Bord. Dazu gehören natürlich Spieler aus der Region Erzgebirge/Vogtland, aber auch aus Selb, Dresden, Crimmitschau und Tschechien. „Der Zusammenhalt hier ist toll, jeder kennt jeden, die Fanbase ist einfach unschlagbar. So viel unentgeltliche Hilfe, ehrenamtliche Bereitschaft. Das macht das Arbeiten hier so spannend“, erzählt mir der Trainer. Zustimmendes Nicken auch bei Spieler Christoph Rogenz [Spieler von 2017 - 2020] . Er kommt aus Bad Muskau hierher in den Schönheider Wolfsbau. Vor jedem Training, jedem Spiel nimmt er die lange Fahrtstrecke auf sich. Aus gutem Grund: „Der Teamspirit hier stimmt einfach und es macht Spaß, mit den Jungs zu spielen. Besonders in der letzten Saison.“ Mit diesem kleinen Nachsatz verweist der Spieler auf den Wahnsinnserfolg: In der Saison 2018/2019 wurden die Schönheider Wölfe Regional-Ost-Meister und Regional-Nord-Ost-Meister. Rogenz freut sich weiter: „Schönheide ist ein kleines Dorf und gefühlt unterstützt uns hier jeder.

Die Fans stehen hinter uns. Im positiven Sinne sind sie verrückt.

Der Verein ist eine Art Aushängeschild.“ Ein Aushängeschild für Zusammenhalt,
für die Region, für eine lange Eishockey-Tradition.

Auch Karl-Heinz und Irene Lenk – beide über 80 – sind Teil dieser großen Eishockey-Familie. Sie stehen zu ihrem Verein und helfen, wo sie nur können. Karl-Heinz ist die gute Seele des Vereins. Er bringt Werbebanner an, übernimmt Handwerksarbeiten jeglicher Art. Letztens hatte ein Puck die Kampfrichterscheibe durchschlagen. Lenk hat sie kurzerhand ausgewechselt. Heute treffe ich ihn draußen am Tor als Wächter. Er lässt den Bus der Eisbären Juniors Berlin aufs Gelände fahren. Seine Frau Irene kommt ein wenig später, dieses Mal nur zum Anfeuern am Rand der Eisfläche. Montags und mittwochs aber packt sie alle Trikots – gut 60 Stück – ein und beginnt ihren Waschmarathon. Und sie hilft, die Kabinen für die Jungs sauber zu halten. Bis vor zwei Jahren hat sie noch den Fan-Shop betreut. Beide stehen zu ihrem Verein und das, obwohl sie gar keine geborenen Schönheider sind. Nach 1990 kam Irene Lenk durch eine Beschäftigungsmaßnahme zu den Schönheider Wölfen. Sie infizierte ihren Mann mit dem Eishockey- Fieber. Beide blieben bis heute hängen: „Das hier ist eine Gemeinschaft positiv Bekloppter. Es ist eine Ehre, dabei zu sein“, ruft mir Karl-Heinz Lenk nach. Und er schwärmt weiter: „Eishockey ist eine Krankheit. Wenn du einmal mit dem Virus befallen bist, dann bleibt das so. Solange wir krabbeln können, machen wir hier noch etwas Nützliches. Das ist unsere Motivation.“ Vielleicht auch, weil der eigene Sohn Holger und ein Enkelsohn vom gleichen Virus befallen sind.

Holger Lenk trainiert zusammen mit Dana Reimann den Nachwuchs, der auch heute wieder in der Spielpause die Eisfläche erobert und zeigt, was er drauf hat. Dana war selbst Eishockey-Spielerin. Machte ihre ersten Schritte mit fünf oder sechs Jahren hier auf dem Eis, kam dann zum Nachwuchs nach Crimmitschau und dann nach Berlin. Von der Schülerbundesliga in die Frauenbundesliga. 2013 holte die ehemalige Nationalspielerin mit dem OSC Berlin den deutschen Meistertitel, wurde 2014 Pokalsieger. Doch trotz aller Erfolge in der Ferne – ihr Herz schlug immer für Schönheide. Die junge Frau ist nie weggezogen, immer zwischen ihrem Heimatort und Berlin gependelt. Trainiert hat sie wochentags mit den Schönheider Männern, am Wochenende mit den Berliner Frauen. Seit der Saison 2015/2016 trainiert sie die Kinder: „Das bedeutet mir sehr viel. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, dass damals sonst kein Kindertraining mehr hätte angeboten werden können.“ Parallel zu dieser Leidenschaft verfolgt sie ihren Traum vom Wunschberuf. In Chemnitz studiert sie Grundschullehramt. Fest steht, sie bleibt nach ihrem Abschluss in Schönheide, behält ihren Lebensmittelpunkt bei, formiert das neue Leben um den Eishockey-Verein herum. 60 Kinder verschiedener Altersklassen verlassen sich auf die junge Frau, lernen die Faszination für den Eishockey-Sport durch sie kennen. „Es ist schön, den Kindern den Spaß am Eishockey zu zeigen, sie auf den Weg zu führen, sie zu begleiten.“ Auch wenn das parallel zum Studium viel Zeit fordert. „Dreimal pro Woche haben wir Training. Einmal pro Woche trifft sich noch die Laufgruppe.

Natürlich muss ich mir die Zeit irgendwie abknapsen. Aber das ist eine Herzenssache. 

Die Augen der jungen Frau strahlen mich an. Auch sie ist Teil der großen Schönheider Wolfsfamilie hier im Wolfsbau, die ihre Spuren hinterlässt. Beim erfolgreichen Heimspiel wie heute – oder wenn die Erzgebirger ihre Leidenschaft und Spielfreude auswärts zeigen.

Text: Manja Kraus-Blechschmidt

Foto: Georg Ulrich Dostmann

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hERZgeschichten
news-5554 Fri, 25 Sep 2020 09:35:49 +0200 "Architektur macht Schule" Sachsen geht online https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/architektur-macht-schule-sachsen-geht-online Architektur ist gebaute Umwelt – überall und beständig erlebbar, auch in unwägbaren Zeiten Unter dem Motto „Architektur macht Schule“ wird seit 2016 in Kooperation mit fünf LEADER-Regionen in Sachsen und der Stiftung Sächsischer Architekten als Umsetzungspartnerin Architekturvermittlung an sächsischen Schulen durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Jugendliche für den besonderen Wert von Architektur und Baukultur zu sensibilisieren. Ermöglicht wird dies besonders durch die enge Zusammenarbeit mit externen Fachexperten, wie Architektinnen und Architekten, die die einzelnen Projektgruppen gemeinsam mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der Schulen fachlich anleiten und unterstützen.

Trotz des krisenreichen Jahresverlaufes 2020 konnten im vergangenen Schuljahr 2019/20 im Projekt „Architektur macht Schule“ erneut spannende Konzepte an insgesamt zehn verschiedenen Schulen Sachsens entwickelt und durchgeführt werden. Dabei entstanden spannende Herangehensweisen der Vermittlung von baukulturellen Werten des ländlichen Bauens und anregende Ideen und Konzepte für Neugestaltungen. So analysierten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Steegenwald Lugau beispielsweise die in den 1930er Jahren entstandene ehemalige Bergarbeitersiedlung Concordia in Oelsnitz. Dabei ging es in einem „künstlerischen Mitmachprojekt“ darum, neue Ideen für ein Quartier der Zukunft zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg wagten einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Wohnens. Dabei reflektierten sie ihre eigenen Ansprüche an Wohnen und setzten dies in Bezug zum minimalistischen Lebensstil in sogenannten Tiny Houses, die zunehmend Beachtung finden. Dadurch ergaben sich Einblicke in aktuelle Diskurse über Verzicht, Ressourcenschonung und zukünftiges Wohnen.

Leider konnten die Ergebnisse pandemiebedingt nicht mit allen knapp 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentiert und vorgestellt werden. Um die Resultate trotzdem für alle erfahrbar zu machen und festzuhalten, ist als digitale Präsentationsmöglichkeit eine neue Internetseite entstanden. Auf dieser können alle Ergebnisse des vergangenen Schuljahres nachvollzogen werden. Zukünftig wird die Homepage auch zur Ergebnissicherung nachfolgender Projekte und als Impuls für die Vermittlung von Architektur und Baukultur genutzt werden.

Teilnehmende Schulen im Erzgebirgskreis:

Oberschule am Steegenwald Lugau | betreut durch André Böhm

Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg | betreut durch Andreas Christian Ahner

Oberschule „Martin Anderson Nexö “ Zschopau | betreut durch Luise Bilz

Oberschule Oederan | betreut durch Johannes Voßler

Oberschule Olbernhau | betreut durch Heidrun Förster

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news-5553 Fri, 25 Sep 2020 05:46:00 +0200 Digitale Besucherzählung in der Smart City – Bauernmarkt in Zwönitz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/digitale-besucherzaehlung-in-der-smart-city-bauernmarkt-in-zwoenitz Mindestabstände, eine Abgrenzung des Areals, Nachverfolgung der Besucher – all diese Dinge schaffen einen gesicherten Rahmen, um trotz der Corona-Pandemie manch öffentliches Fest zu organisieren. Die Smart City Zwönitz macht am kommenden Wochenende auf dem Bauernmarkt vor, wie modernste Technik Hygienevorschriften noch einfacher umsetzbar macht.

Per digitaler Klickzähler werden an den fünf Ein- und Ausgängen die Besucher gezählt. So wird sicherstellt, dass sich nur die genehmigte Anzahl an Besuchern auf dem Bauernmarkt aufhält. Und dies transparent für Jedermann, denn die aktuelle Zahl wird in Echtzeit auf der Website der Stadt Zwönitz zu sehen sein. Technisch möglich wird dies durch die Installation einer LoRaWAN-Antenne auf dem Zwönitzer Rathaus, mit der die Klickzähler an den Zugängen vernetzt sind. Permanent wird die Gesamtbesucherzahl untereinander automatisiert abgeglichen. Wird eine bestimmter Schwellenwert überschritten, bekommt die Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Meldung auf das Handy, um kurzfristig reagieren zu können. Andererseits kann jeder Besucher mit Blick auf die Website direkt selbst entscheiden, ob sich gerade ein Besuch des Marktes lohnt oder die Obergrenze bereits erreicht wurde.

Das Team der Smart City Zwönitz hat sich für die Umsetzung der digitalen Besucherzählung stark gemacht. Smart City ist ein Modellprojekt des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das im November 2019 startete, um innerhalb von sieben Jahren eine Smart City Strategie in der Modellkommune zu entwickeln. Es geht darum, Zwönitzer Bürger und Unternehmen digital mobiler zu machen mit dem großen Ziel, die Stadt mit einem innovativen und lebenswerten Umfeld zur Vorreiterfunktion für andere Orte zu machen. Das Team setzt sich aus digitalaffinen Experten zusammen, die in Vorbereitung des Bauernmarktes verschiedene technische Varianten prüften – und sich schließlich für wirtschaftlichste und vor allem nachnutzbare Lösung der LoRanWan-Antenne entschieden. Darüber hinaus steht das Netzwerk künftig zur Nutzung offen, heißt, auch Bürger und Unternehmen können auf Basis der LoRaAntenne eigene (Hobby)Projekte realisieren.

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Hinter dem Begriffskürzel verbirgt sich ein Netzwerk, welches ein äußerst energieeffizientes Senden und Empfangen von Daten über lange Strecken ermöglicht. Mit LoRaWAN ist es möglich, mehrere hundert Sensoren innerhalb eines Netzwerkes zu verwalten und Sensordaten zu verarbeiten. Die Sensoren können bis zu zehn Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden, was den Wartungsaufwand erheblich einschränkt. Die vernetzten Besucherzähler für Großveranstaltungen, Parksensoren für die Zwönitzer Parkplätze, intelligente Geschwindigkeitstafeln, Hochwassersensoren oder auch Temperatur- und CO²-Sensoren – die Einsatzmöglichkeiten sind fast unbegrenzt und sollen in Zukunft auch in anderen Projekten der Smart City ihre Anwendung finden.

Die Entwicklung erfolgte durch engagierte Personen aus dem The Things Network Mitteldeutschland und The Things Network Erzgebirge. An diesem aktuellen Beispiel wird deutlich, was eine smarte Stadt künftig kann. Übrigens: In das Projekt dürfen sich auch Bürger mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen, um ihre Stadt Zwönitz noch smarter und lebenswerter zu machen.

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news-5552 Wed, 23 Sep 2020 11:15:22 +0200 Haus ist "Gästeliebling 2020" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/haus-ist-gaesteliebling-2020 Wegen Anti-Pandemie- Maßnahmen ging in der Johann'städter Jugendherberge nichts mehr. Diese Auszeichnung gibt jedoch Hoffnung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. September 2020, Mario Ulbrich

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news-5550 Tue, 22 Sep 2020 12:19:00 +0200 Hofladen im Herrenhof öffnet im Herbst https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hofladen-im-herrenhof-oeffnet-im-herbst Ab nächste Woche belebt eine "Schwärmerei" den Handel mit regionalen Produkten. Jetzt hat Familie Nestler aus Rittersgrün auch noch mehr zugesagt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 18. September 2020, Beate Kindt- Matuschek

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news-5548 Mon, 21 Sep 2020 07:43:00 +0200 Innovativer Werkzeugbau wirkt an Pumpen neuer Generation mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativer-werkzeugbau-wirkt-an-pumpen-neuer-generation-mit Die Werkzeugspezialisten der Friedrich GmbH entwickelten, planten und fertigten einen passgenauen Werkzeugsatz für die Zehnder Pumpen GmbH. Die Zehnder Pumpen GmbH (Zehnder) aus Grünhain-Beierfeld blickt bereits auf eine fast 50-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen aus dem Erzgebirge hat seine Kompetenzen im Bereich der Pumpentechnologie stetig ausgebaut und ist sehr aktiv in der Neuentwicklung von Pumpen für Haus und Garten, Industrie und Abwassertechnik. Gemeinsam mit regionalen Firmen, z. B. dem Elektromotorenwerk Grünhain, fertigt der Pumpenhersteller alle erforderlichen Bauteile vom Motor über die Elektrokabel bis hin zum Gehäuse selbst. Durch eine Empfehlung ist der Pumpenhersteller auf die Technologiekompetenz und Fachkenntnis der 200 m entfernten Friedrich GmbH (Friedrich) im Werkzeugbau aufmerksam geworden und es entstand ein erstes gemeinsames Projekt für die Herstellung von Motorengehäusen für Pumpen.

Die Herausforderung bestand darin, die Anzahl der Tiefziehstationen möglichst klein zu halten. Ursprünglich wurde das Projekt mit der Herstellung von fünf Werkzeugen und drei Tiefziehstationen geplant. Bei der softwareunterstützten Simulation des Tiefziehprozesses hat sich allerdings gezeigt, dass bei optimaler Konzeption und Abstimmung der Ziehstufen die Anzahl verringert werden kann. Den Spezialisten im Hause Friedrich gelang es, die Werkzeugkonfiguration auf vier Werkzeuge mit nur zwei Tiefziehstationen zu reduzieren. Im Rückschluss bedeutet das für Zehnder eine Zeit- und gleichzeitige Kostenersparnis. Als artikelspezifische Sonderanfertigung wird der Werkzeugsatz ausschließlich für die Herstellung des von Zehnder geplanten Motorengehäuses eingesetzt.

Das Erstmuster für den individuell gefertigten Werkzeugsatz konnte im Juli 2020 realisiert werden. Mitte August lief die erste Nullserie vom Band und im September konnte Zehnder schon in die Serienproduktion gehen. Schon während des Entwicklungsprozesses kam Zehnder mit wartungsbedürftigen Werkzeugen für in der Fertigung stehende Motorengehäuse auf Friedrich zu. Die Überarbeitung dieser teilweise jahrzehntealten Werkzeuge realisierte Friedrich parallel zur Neuentwicklung. „In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder auf der Suche nach einem kompetenten Partner, der sowohl die Herstellung unserer neuen als auch die Wartung unserer alten Werkzeuge für die Herstellung der Motorengehäuse stemmen kann. Wir freuen uns, diesen Partner mit der Friedrich GmbH in der Nachbarschaft gefunden zu haben. Das technologische Know-how der Mitarbeiter und die Qualität der Fertigung haben uns völlig überzeugt. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und der Leistung von Friedrich,“ sagt Hans-Jörg Herold, Geschäftsführer der Zehnder Pumpen GmbH.

Hinweis: Die Friedrich GmbH und die P3N MARKETING GMBH kann man auf der Kooperationsbörse der Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.10.2020, 10–15 Uhr in der Dreifeldsporthalle des BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Zschopau besuchen.

Über die Friedrich GmbH

Mit über 50 qualifizierten Mitarbeitern, darunter 4 Lehrlingen, hat sich die Friedrich GmbH einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen.

Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Kundenbeziehungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

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news-5547 Thu, 17 Sep 2020 09:53:00 +0200 Die Veredler aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-veredler-aus-dem-erzgebirge Würde die Galvanische Veredlung Zimmermann GmbH (Gazima) heute gegründet, würde man sagen: Das Unternehmen ist ein Start-up am Puls der Zeit. Zu seiner eigentlichen Firmengründung vor über 120 Jahren war das der heutige Profi der Oberflächenbeschichtung eine „Nickelblechfabrik mit galvanischer Anstalt“. Und damit gehörte die Firma zu einer der ersten in diesem Industriezweig, denn die Galvanikindustrie hatte sich eben erst begründet. Der Erzgebirger Gustav Zimmermann wurde so mit seinem Unternehmen quasi zum Vorreiter auf diesem Gebiet. So reihen sich die aktuellen Investitionen in Neubauten und noch modernere Anlagentechnik ein in eine Firmenhistorie, die immer von Vordenken, Mut und ständig neuen Kompetenzen geprägt war und bis heute ist. Noch robuster, noch beständiger, noch schicker: die Ansprüche der Automobil-, Elektro- und Beschlagindustrie steigen ständig. Eine optimierte Oberflächenbehandlung  und –entwicklung veredelt die Produkte hin dazu, den höchsten Qualitätsanforderungen zu genügen. Um steigenden Ansprüche an Qualität und auch Umweltschutz gerecht zu werden, investierte das Familienunternehmen Gazima nun allein 1,5 Millionen Euro, auch mithilfe von Fördermitteln, in den Neubau einer Logistikhalle sowie Büro-, Sozial- und Laborräume sowie in ein weiteres angrenzendes Grundstück. „Besonders stolz sind wir auf unser neues Labor. Neben Messgeräten zur Material und Schichtanalyse, können wir mit Hilfe von sehr aufwendigen Analysegeräten auch die Beschaffenheit unserer Elektrolyte oder der Chemikalien feststellen“, betont Geschäftsführer Jörg Zimmermann. In die die Erweiterung und Modernisierung der Anlagentechnik wurden in den letzten Jahren zusätzliche 600.000 Euro gesteckt. Eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent in den beiden Jahren resultiert daher und ist der Beleg, dass das erzgebirgische Unternehmen mit dem richtigen Weitblick agiert.

Mitarbeiter - die Mischung macht´s

Fest im Blick hat Jörg Zimmermann auch seine 40köpfige Mannschaft, ein Team aus Fachkräften der Region – dies- und jenseits der Grenze. Die tschechischen Mitarbeiter erhalten im Unternehmen Deutschunterricht, von nun an im modernen Schulungsraum, der auch für Mitarbeiter- oder Kundenseminare genutzt wird, die mehrmals im Jahr als Service stattfinden.

Ökologisch hier verwurzelt

Mit modernsten Galvanikanlagen veredelt Gazima Werkstücke für fast alle Automobilhersteller. So fließen Teile in den Motorraum, Airbags oder Innenraum der Fahrzeuge ein. Aber auch Gehäuse für Computer und Schaltschränke werden beschichtet, sowie Maschinenbauteile für die Textilindustrie. Schon immer in der Region verwurzelt, liegt den beiden Geschäftsführern Hans und Jörg Zimmermann (beide Urenkel des Gründers Gustav) am Herzen, so umweltschonend wie möglich zu beschichten und die ökologischen Kreisläufe gesund zu erhalten. „Unter dem Neubau haben wir zwei Zisternen mit insgesamt 15m³ eingebaut für Regenwasser aus den Dachentwässerungen. Dieses Wasser wird für unsere Prozesse aufbereitet. Somit können wir noch mehr Trinkwasser sparen“, erklärt Jörg Zimmermann, der gemeinsam mit seinem Bruder vor 25 Jahren die Geschicke des Unternehmens übernahm.

Bereit für neue Projekte

Die frischen Räume sind bezogen, die neuen Maschinen laufen. Stillstand gibt es für die beiden Geschäftsführer dennoch nicht. Die nächsten Investitionen stehen in den Startlöchern. „So befinden wir uns im Genehmigungsverfahren zur Errichtung eines weiteren Blockheizkraftwerkes. Eine Besonderheit ist, dieses BHKW soll zukünftig eher Kälte erzeugen als Wärme, da wir für unsere Prozesse auch größere Kühlleistungen benötigen. Daher wird an das BHKW eine Kälteabsorberanlage angeschlossen. Wenn nicht so viel Kälte benötigt wird, dann können durch eine spezielle Lösung beide BHKW die Wärme für die Prozesse zur Verfügung stellen. Gleichzeitig werden wir mit Hilfe einer Verdampfungsanlage Wasser im Kreislauf führen können und somit ebenfalls die Umwelt entlasten. Diese beiden Anlagen sollen noch dieses Jahr installiert werden“, blickt Jörg Zimmermann in die Zukunft.

Der Blick nach vorn zieht sich in dem Galvanikunternehmen durch die Historie durch, die – für das Erzgebirge sehr typisch – als Nachfolgeindustrie des Bergbaus in der heutigen Welterberegion ihre Wurzeln hat. Zuerst Gustav, dann Henry, Horst und nun Hans und Jörg Zimmermann, öffneten sich immer für neue Dinge und passten ihre Verfahren den steigenden Kundenerwartungen an. Das fundierte Handwerk, das technische und unternehmerische Verständnis sowie das Verantwortungsgefühl, ein Baustein im wirtschaftlichen Rückgrat der Region Erzgebirge zu sein, wurde von Generation zu Generation weitergegeben – seit 120 Jahren.

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Unternehmensgeschichten
news-5546 Thu, 17 Sep 2020 05:46:00 +0200 Geehrt für hervorragende Ausbildung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/geehrt-fuer-hervorragende-ausbildung Mit dem Titel „Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft 2020“ darf sich nun die Trockenbau Wäntig GmbH aus Schneeberg schmücken. Bürgermeister Ingo Seifert gratulierte der Geschäftsführerin Stefanie Wäntig und Seniorchefin Gudrun Wäntig sowie dem gesamtem Team: „Für die Bergstadt Schneeberg, die Region und das Erzgebirge ist es immens wichtig, um einen gut aufgestellten Mittelstand zu wissen. Wenn diese Betriebe dann auch noch erfolgreich ausbilden und damit für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sorgen sowie unserer Jugend eine Bleibeperspektive schaffen, dann verdient das unseren allergrößten Respekt.“

Das Unternehmen macht sich seit Jahren für die Gewinnung von Nachwuchs stark und beteiligte sich auch in diesem Sommer an der StudienmesseERZ-virtualDay 2020, die zum ersten Mal aufgrund der Covid-19-Bestimmungen virtuell stattfand. Ihre Teilnahme an dem „Experiment´“ erklärte Stefanie Wäntig so: „Wir sind dabei, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Unternehmen zu lenken.“

Seit 2016 verleihen die Standorte des Bau Bildung Sachsen e. V. gemeinsam mit dem Bauindustrieverband Ost und dem Sächsischen Baugewerbeverband jährlich die Auszeichnung "Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft". Bewertet werden dabei unterschiedliche Kriterien. So zählen z. B. Aktivitäten der Nachwuchsgewinnung, die Kontinuität der Ausbildung, die Betreuung und Übernahme der Lehrlinge, ehrenamtliches Engagement und Engagement für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf als besonders hervorzuhebende Merkmale. An jedem Standort wird pro Kategorie ein ausbildendes Unternehmen ausgewählt und geehrt. Die Auswahl und Bewertung nimmt eine Jury vor.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel soll die Auszeichnung die hervorragenden Ausbildungsbedingungen in der sächsischen Bauwirtschaft sichtbar machen und ein positives Image der Bauwirtschaft befördern.

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news-5545 Wed, 16 Sep 2020 08:48:00 +0200 Greifensteine als Kulisse für neuen Erzgebirgskrimi https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/greifensteine-als-kulisse-fuer-neuen-erzgebirgskrimi Das ZDF dreht derzeit in der Region für seinen vierten regionalen Krimi - Arbeitstitel "Tödliches Spiel". Und in das ist auch der legendäre Karl Stülpner verstrickt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 15. September 2020, Antje Flath

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news-5542 Tue, 15 Sep 2020 08:39:00 +0200 Nickelhütte Aue setzt aufs Recyceln https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nickelhuette-aue-setzt-aufs-recyceln Industrieabfall aufarbeiten ist das Metier der Firma. Doch der Betrieb tut noch mehr für die Umwelt - und profitiert davon. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11. September 2020, Heike Mann

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news-5544 Mon, 14 Sep 2020 14:23:08 +0200 Goldene Statue für Firma markSTAHL https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/goldene-statue-fuer-firma-markstahl Eisen und Stahl – zwei für das Erzgebirge typische Werkstoffe erlangten am Samstagabend Bühnenreife. Das Unternehmen markSTAHL aus Jahnsdorf wurde zum Preisträger des diesjährigen „Großen Preis des Mittelstandes 2020“ der Oskar-Patzelt-Stiftung gekürt. Gemeinsam mit dem Finalisten GL Gießerei Lößnitz GmbH standen zur glanzvollen Auszeichnungsgala am in Würzburg somit zwei erzgebirgische Unternehmen im Rampenlicht. 335 hervorragende mittelständische Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Wettbewerbsregion Sachsen wurden im Jahr 2020 zur Teilnahme am Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes” nominiert, davon 30 aus dem Erzgebirge. Sechs von ihnen nahm die Jury in die engere Wahl, die analog des diesjährigen Mottos „Meilensteine setzen“ und Hervorragendes für die Gesellschaft leisten.

Die Firma markSTAHL ist eines von 14 Unternehmen der sechs Wettbewerbsregionen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen, die die begehrte „Preisträgerstatue“ erhielten. Die Auszeichnung als „Finalist“ nahmen 26 Firmen entgegen. Alle Ausgezeichneten haben die Juroren überzeugt und sich gegen 3.142 Mitbewerber erfolgreich durchgesetzt, die in den sechs Wettbewerbsregionen 2020 nominiert waren.

Hintergrund:

Bundesweit hatten für das Wettbewerbsjahr 2020 mehr als 1.000 Institutionen in den 16 Bundesländern (zwölf Wettbewerbsregionen) insgesamt 4.970 (2019: 5.399) kleine und mittlere Unternehmen sowie Banken und Kommunen für den Wettbewerb nominiert, von denen 533 (2019: 758) die „Juryliste“ erreichten.

Kein anderer Wirtschaftswettbewerb in Deutschland erreicht eine solch große und nun schon länger als ein Vierteljahrhundert anhaltende Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung seit 1994 ausgelobte Wettbewerb. Dabei ist der Preis nicht dotiert. Es geht für die Unternehmen einzig und allein um Ehre, öffentliche Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen, ohne finanzielle Anreize.

Unter den ausgezeichneten Firmen sind sowohl Newcomer, die erst in den letzten fünf Jahren gegründet wurden, als auch über 150 Jahre alte Unternehmen, die bereits zahlreiche Krisen, Währungsreformen und sogar Kriege überstanden haben.
 

markSTAHL:

Innovation – nicht nur in den hergestellten Produkten
 

Vor zehn Jahren gründete Roland Markert in Chemnitz seine Einzelunternehmung im Bereich Stahlverarbeitung. Im vergangenen Jahr folgte der Schritt zur markSTAHL GmbH am vor einigen Jahren bezogenen neuen Firmensitz in Jahnsdorf. Dort agiert das Unternehmen vollkommen entgegen dem üblichen Trend am Markt. Während die meisten Unternehmen outsourcen und zu Dumpingpreisen verkaufen, setzt markSTAHL auf Qualität statt Quantität und baut kontinuierlich sein Angebot aus.

Neben dem klassischen Laserschnitt sind jetzt auch High-Tech-Biegungen zu jeder möglichen Form möglich. Dafür sorgt eine Weltneuheit, die 3D-Laseranlage, mit Links-Rechts-Biegemaschinen verknüpft. Je nach den Eigenschaften, die die Rohre aufweisen sollen, werden die Daten für die Maschine von ihr berechnet und anschließend entsprechend geformt. Ein neuer Roboter schweißt zudem auf innovative Art mit kurzen und gezielten Wärmeeinwirkungen. So gibt es keine Schweißspritzer mehr und das Material verzieht sich nicht ungewollt.

Diese modernen Anlagen ermöglichten es der markSTAHL GmbH, zu einem systemrelevanten Unternehmen zu werden und medizin-technische Produkte herzustellen. Während der Coronavirus-Pandemie war deshalb auch keine Kurzarbeit bei dem Mittelständler im Erzgebirge notwendig.

Bei den vorgenannten Prozessinnovationen ist es nicht geblieben. markSTAHL entwickelte im vergangenen Jahr zwei eigene Produktreihen, die selbstständig vertrieben werden. Nun kann sich jedermann Möbel und Equipment für den Pferdesport von den Jahnsdorfern kaufen. Die Möbel-Produktreihe wurde gemeinsam mit Studierenden der Angewandten Kunst der Fachhochschule Zwickau entworfen und aus eigenem Blech geformt. Den bisherigen markSTAHL-Kundensteht es frei, ihre Produkte anhand der neuen Möglichkeiten des Unternehmens weiterzuentwickeln und fertigen zu lassen.

GL Gießerei Lößnitz GmbH

Alte Branche ganz modern
 

Auch wenn die Gründung der heutigen GL Gießerei Lößnitz GmbH bereits 171 Jahre zurückliegt, ist der familiengeführte Betrieb ganz und gar nicht eingestaubt. Der erst 26jährige Geschäftsführer Max Jankowsky versteht es wie kein Zweiter in der Branche, moderne Wege zu beschreiten. So ist der erzgebirgische Mittelständler nicht nur Vorreiter im Umweltschutz, sondern produziert seit 2019 komplett klimaneutral. Möglich machen das Investitionen in Ausgleichsprojekte wie die Aufforstung in Panama oder Windkraftbestrebungen in Indien.

Insgesamt 2.000 Klimaschutzzertifikate musste die Gießerei Lößnitz erwerben, um ihre Produktion klimaneutral zu gestalten. Auch am Standort selbst wird einiges getan, um die Schäden an der Umwelt zu reduzieren. So investierte der Betrieb fünf Mio. Euro in eine moderne Abluftreinigung und erneuert jedes Jahr ein paar weitere Industrieanlagen für mindestens eine Mio. Euro. Auch ein eigenes Bienenvolk unterhält die Gießerei.

Möglich ist das, weil das Unternehmen mit Kunden wie BMW, Audi, Porsche oder Daimler jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag umsetzt. Für die Autobauer und deren Zulieferer produziert die Gießerei Lößnitz handgefertigte Gussteile, Vollformguss nach Holz- und Styropormodellen sowie Werkzeuggussteile. Die Mittelständler besetzen dabei eine Nische am Markt: die des Prototypenbaus. Für die jeweiligen Projekte ist eine genaue Abstimmung mit den Kunden unerlässlich. Die Angestellten entwickeln deshalb die Gestaltung und wählen die richtigen Werkstoffe sowie Nachbehandlungs- und Weiterverarbeitungsprozesse genau nach den individuellen Anforderungen der Auftraggeber aus.

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news-5540 Mon, 14 Sep 2020 08:22:06 +0200 Junge Frau weist Motorradfahrern den Weg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-frau-weist-motorradfahrern-den-weg Mit Touren auf zwei Rädern will das Schloss Wildeck den Tourismus ankurbeln. Erstellt wurden sie von einer Mitarbeiterin, die weit abseits der Berge aufwuchs. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. September 2020, Andreas Bauer

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news-5539 Fri, 11 Sep 2020 12:00:00 +0200 Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ wächst weiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/kreis-der-botschafter-des-erzgebirges-waechst-weiter Der Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ ist heute um Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft und Kultur gewachsen. Im Rahmen der „Summer Lounge der Wirtschaft“ würdigte der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel die Unternehmer Michael Wiesehütter und Dr. Jan Wabst sowie aus dem Bereich Kultur den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. sowie das DJ- und Musikproduzenten-Duo Stereoact damit offiziell als engagierte Fürsprecher der Region. Zum siebenten Mal lud Frank Vogel zu dem Unternehmerabend ein, der in diesem Jahr auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf stattfand. Jahnsdorf/Erzgebirge, 11. September 2020. „Glück auf, Botschafter des Erzgebirges“ so stellen sich seit März 2010 Persönlichkeiten aus der Region nicht nur selbst vor, sondern auch ihre Heimat. 128 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport zählt damit die Liste der aktiven Erzgebirgsbotschafter, die mit besonderem Engagement und außergewöhnlichen Leistungen die Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region unterstützen und somit schon längst zu Fürsprechern der Region geworden sind. Sie sind Multiplikatoren und stehen stellvertretend für eine Vielzahl von engagierten Erzgebirgern, die im Herzen für diese Region brennen, die Macher und Mitgestalter der Region sind und dies überregional ausstrahlen. Somit ist die Auszeichnung zum Botschafter des Erzgebirges weniger eine Anerkennung der erbrachten Leistungen, sondern vor allem Ansporn in diesem Sinne weiterzumachen. Ob bei Kunden oder Partnern, in sportlichen Wettkämpfen, auf der Bühne, mit ihrem Handwerk oder in Gesprächen, die Botschafter des Erzgebirges liefern anschauliche Belege für die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Facetten der Region. Das Botschaftermarketing ist fester Bestandteil der Standortkampagne, das mit der heutigen Ernennung erfolgreich fortgeführt wird.

Die neuen Botschafter im Überblick:

Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) | Freiberg

Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) ist die Interessenvertretung von freiwillig vereinigten Bergbrüderschaften, Berg- und Hüttenknappschaften, bergmännischen Musik-, Geschichts- und Traditionsvereinigungen. Gegenwärtig repräsentiert er 65 Vereine mit mehr als 3.700 Mitgliedern aus Sachsen und der Tschechischen Republik. Sie alle gemeinsam bringen sich durch Erhaltung und Pflege des reichen berg- und hüttenmännischen Erbes Sachsens in die Gesellschaft ein.

Hervorgegangen ist der SLV aus dem im Jahr 1929 gegründeten Verband der Obererzgebirgischen Bergknapp- und Brüderschaften, der 1945 aufgelöst wurde. Sieben Jahre später firmierte sich die Arbeitsgemeinschaft „Erzgebirgische Bergbrüderschaften“ im Deutschen Kulturbund neu und wurde im Wendejahr 1990 zum SLV umgebildet. Somit stellt der Landesverband nicht nur die älteste sondern auch bedeutendste Standesvertretung innerhalb des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. dar.

Seit 2016 sind die „Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen“ Bestandteil des bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes. Und das aus gutem Grund. Gewürdigt wird damit die identitätsstiftende, lebendige Bewahrung bergmännischer Tradition in Sachsen sowohl vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des sächsischen Montanwesens, als auch im Hinblick auf das Engagement der Vielzahl an Vereinen zum Erhalt des Brauchtums. Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. fungiert als Koordinierungsstelle dieser Vereine. Durch die Vielfalt und die von vielen Aktiven vorangetragenen Bemühungen um die lebendige Pflege berg- und hüttenmännischen Brauchtums ist der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, Impulsgeber für die deutschlandweite Bewahrung dieser einzigartigen Kultur.

Bergparaden, Bergmusik, Bergmannslied sowie Berg- und Hüttenmännische Schauanlagen — stellvertretend für alle 65 ehrenamtlichen Vereine steht der SLV für die Bewahrung und Vermittlung der mehr als achthundertjährigen Geschichte des sächsischen Bergbaues, seiner einzigartigen Kultur. Bergmännische Werte sowohl gesellschaftlich als auch kulturell lebendig an die nächsten Generationen weiterzugeben, sind das Credo der engagierten Arbeit, die sich in einem großen Netzwerk an sozialen Bindungen und einem bewussten Miteinander widerspiegelt.

Diese tiefverwurzelte, im Herzen der Menschen verankerte bergmännische Traditionspflege ist prägend für das Erzgebirge und die Menschen die hier leben — der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. leistet dazu generationsübergreifend einen großen Beitrag, dass dies auch künftig so charakteristisch für das Erzgebirge bleiben wird.

Stereoact | Sebastian Seidel, Annaberg-Buchholz | Rico Einenkel, Gornsdorf

Einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat nicht jeder Botschafter des Erzgebirges. Das DJ- und Musikproduzenten-Duo Sebastian Seidel und Rico Einenkel teilt ihn unter seinem Erfolgs-Synonym „Stereoact“. Mit über 240 Millionen Streams ihrer deutschsprachigen Songs und über einer Million monatliche Hörer bei Spotify zählen sie zu den erfolgreichsten deutschen DJs. Dazu kommen Auszeichnungen wie 8-fach Gold, 4-fach Platin und der seltene Diamant Award für über eine Million verkaufte Singles mit ihrem Mega- Hit „Die immer lacht" mit Kerstin Ott sowie drei Echo Nominierungen. Das Video zum Song ist mit aktuell 180 Millionen Views das erfolgreichste deutsche Musikvideo aller Zeiten.

Als Hobby-DJs begannen sie unter den Namen Starpoppers und später als Ric & Rixx ihre musikalische Karriere, arbeiteten Remixe aus, die sie bei wöchentlichen Club-Shows präsentierten und begannen auch eigene Songs zu produzieren. 2014 entdeckte das Duo auf YouTube “Die immer lacht“ von Kerstin Ott. Sie mixten den Song, unterlegten ihn mit einem Beat und stellten ihn ins Internet. Die neue Version erregte schnell Aufmerksamkeit, so viel, dass nur wenige Monate später ein Plattenlabel die beiden unter dem Namen Stereoact unter Vertrag nahm. Seit August 2020 ist das Erfolgsduo beim Marktführer der Branche Universal-Music-Group unter Vertrag und bereitet ein neues Album vor, das im Herbst 2020 erscheinen soll.

Aber auch wenn es ein Song war, der die Freunde 2015 schlagartig ins Rampenlicht führte, lässt sich ihre Leistung nicht auf ein One-Hit-Wonder reduzieren. Von „Nummer Eins“ bis „Denkmal“ reicht die Liste der Single-Hits, welche folgten und in Clubs vom Norden bis in den Süden der Republik gespielt werden. „Nummer Eins“ feat. Chris Cronauer wurde für über 200.000 verkaufte Singles mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet und weist über 30 Millionen Streams bei YouTube & Spotify aus. Die Terminkalender und Kilometerkonten sind voll mit Trips quer durch Deutschland und darüber hinaus. Und dennoch sagen beide: Das Erzgebirge ist für uns Heimat, Herz und Liebe, hier sind Freunde und Familie. Sebastian Seidel und Rico Einenkel lieben die Region der ausgeprägten Jahreszeiten und der herzlichen Menschen wegen. Für sie gibt es keinen besseren Ausgleich zum stressigen Tourdasein als das Leben in den Bergen des Erzgebirges – nicht nur, aber auch in der bevorstehenden Weihnachtszeit.

Neben der Leidenschaft zur Musik haben die seit 2016 selbstständigen DJs und Produzenten eine weitere Gemeinsamkeit: beide erlernten ursprünglich einen soliden Handwerksberuf. Sebastian Seidel ist gelernter Tischler und absolvierte später gesundheitsbedingt eine Umschulung zum Bürokaufmann. Er ist 37 Jahre alt, lebt in Annaberg-Buchholz in einer Beziehung und ist Vater einer elfjährigen Tochter. Rico Einenkel ließ sich zum Gas-Wasserinstallateur ausbilden und arbeitete danach als Einzelhandelskaufmann. Der 41jährige wohnt in Gornsdorf, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Dr. Jan Wabst | Geschäftsführer SEIWO Technik GmbH | Drebach / Scharfenstein

Jan Wabst wurde 1975 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren. Nach seinem Abitur am Gottfried-Leibniz-Gymnasium in Chemnitz begann er ein Studium an der TU Chemnitz und qualifizierte sich dort zum Diplom-Kaufmann. Als Assistent der Geschäftsführung stieg er nach dem Studium ins elterliche Unternehmen ein, blieb bis 2001. Die folgenden fünf Jahre arbeitete Jan Wabst in den Wirtschaftsförderungen in Chemnitz und Gera, bevor es ihn dann in die Welt zog. Lebensstationen finden sich in der Schweiz, auf Malta und in Kroatien. In geschäftsführenden Positionen bekam er so den internationalen Blick über den Tellerrand — internationale Erfahrungen, die ihm bis heute zugutekommen. Ab 2007 war er im Beteiligungsmanagement der Trenkwalder Management AG in München und in der Schweiz und später als Geschäftsführer in Leipzig tätig und näherte sich der Heimat wieder an, in die er 2010 mit der neuen Aufgabe als kaufmännischer Geschäftsführer bei der Voith Engineering Chemnitz zurückging. Im Jahr 2013 promovierte er mit einem Thema zur Unternehmensethik an der LSE London School for Economics and Political Science.

Ein Schicksalsschlag Ende des Jahres 2013 war es, der Dr. Jan Wabst abrupt vor eine neue Herausforderung stellte. Sein Bruder Karsten starb, der bis dato das Scharfensteiner Unternehmen SEIWO Technik zehn Jahre lang erfolgreich geführt hatte. 1990 als Metallbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Werbetechnik gegründet, übernahm Karsten Wabst im Jahr 2003 die Firma. Unter seiner Führung verlagerte sich der Fokus auf den Museums- und Ausstellungsbau. Seit 2014 führt Dr. Jan Wabst gemeinsam mit seiner Schwägerin Jana Wabst die Geschicke seines Bruders mit Herz und Verstand weiter. Das Unternehmen ist inzwischen zum führenden Hersteller von Museumsequipment für Dauerausstellungen gewachsen. Das Porsche-Museum in Stuttgart, das Verkehrsmuseum Dresden, das Deutsche Museum in München und das Humboldtforum in Berlin sind nur einige bekannte Einrichtungen, in denen man die Handschrift der Erzgebirger erkennt. Doch nicht nur das. Mit der Übernahme der Firma Bühnenconcept Hohenstein-Ernstthal 2019 sorgt das SEIWO-Team auch dafür, dass die Studios und Veranstaltungen von ZDF, Pro 7 und 3Sat in schicker Optik beim Zuschauer ankommen. Die Entwicklung eines Protect Cubes als Antwort auf strengere Hygienevorschriften in diesem Jahr zeugt einerseits von der hohen Flexibilität der gewerksübergreifenden Arbeit bei SEIWO, aber auch vom Ideenreichtum, der immer neue und spannende Projekte hervorbringt.

So gern und viel Dr. Jan Wabst auch in der Welt zuhause war und ist, so sehr ist das Erzgebirge immer seine Heimat geblieben. Was ihn an der Region begeistert, sind die Erzgebirger selbst, die für ihren Innovationsgeist und ihre Zähigkeit im Verfolgen ihrer Ziele und Aufgaben stehen. Gepaart mit der Herzlichkeit und der Bescheidenheit der Menschen hier sagt Dr. Jan Wabst: „Das Erzgebirge ist eine sympathische Region auf den zweiten Blick.“

Dr. Jan Wabst ist verheiratet und hat einen Sohn.

Michael Wiesehütter | Geschäftsführer WESKO GmbH | Stollberg

Michael Wiesehütter, 1983 in Annaberg-Buchholz geboren, kehrte mit 26 Jahren beruflich ins Erzgebirge zurück. Vorher war der studierte Betriebswirt in einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Dresden tätig. Den Einstieg fand er hier als Prokurist und Kaufmännischer Leiter bei der WESKO GmbH, die zu dem Zeitpunkt ihren Sitz noch in Oelsnitz hatte. Zehn Jahre später, zu Jahresbeginn 2019, übernahm er die Geschäftsführung der WESKO GmbH, zunächst gemeinsam mit dem Gründungsgesellschafter und langjährigen Geschäftsführer Andreas Hildebrandt, der das Unternehmen als Ausgründung des Werkzeugbaus mit seinerzeit 23 Mitarbeitern in 2001 erfolgreich aufgebaut hat.

Namhafte Kunden aus den Bereichen Automotive/E-Mobilität, Elektro- und Automatisierungstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik oder Optik schätzen die Expertise der WESKO GmbH. Kunststofftechnik ist die Sparte, in der die 120 Mitarbeiter ihre Kompetenzen haben. Vom Werkzeug- und Formenbau über den Spritzguss bis hin zur Prüftechnik ist das Unternehmen ein starker Komplettanbieter für präzise Serienfertigung und Sonderlösungen, die anspruchsvolle Verfahren fordern. WESKO ist ein Unternehmen, das in den letzten Jahren kontinuierlich an Umsatz zugelegt hat. Erst kürzlich wurde eine neue Produktionshalle ihrer Bestimmung übergeben – 80 % mehr Fläche liefern nun genug Spielraum für die Fertigung.

Im Wettbewerb „Excellence in Production/Werkzeugbau des Jahres“ wurde die WESKO GmbH im Jahr 2015 als Finalist ausgezeichnet und führt darüber hinaus bei namhaften Kunden die Auszeichnung als bevorzugter Lieferant für Ausrüstungen und Serienlieferungen.

Michael Wiesehütter weiß, dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, die Mitarbeiter wertzuschätzen  und dass viele Faktoren zusammenspielen, um gute Mitarbeiter zu binden. Dabei ist nicht nur eine faire Entlohnung gemeint. Denn der 37jährige baut auf ein stimmiges Gesamtpaket, das beispielsweise flexible Arbeitszeiten, eine Weihnachtsfeier, einen Wandertag, einen Zuschuss zum Kitabetreuungsplatz sowie eine Guthabenkarte enthält.

Als gebürtiger Erzgebirger schätzt Michael Wiesehütter die Region besonders für den einmaligen Mix aus Lebensqualität und landschaftlich reizvoller Natur einerseits sowie einem mittelständisch geprägten wirtschaftlichen Umfeld andererseits, das 30 Jahre nach der Wiedervereinigung High-Tech, Weltmarktführer und hervorragende Fachkräfte kennzeichnen. Michael Wiesehütter ist Mitglied im Wirtschaftsbeirat Erzgebirge und engagiert sich im dortigen Arbeitskreis Fachkräfte, um der Wirtschaft der Region mit Herz und Verstand eine Stimme zu verleihen und deren Stärken nach außen zu kommunizieren.

Michael Wiesehütter ist verheiratet und Vater zweier Kinder und lebt in Ehrenfriedersdorf.

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news-5538 Wed, 09 Sep 2020 10:26:11 +0200 Investor aus dem Erzgebirge kauft Papierfabrik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/investor-aus-dem-erzgebirge-kauft-papierfabrik Das Insolvenzverfahren für die Firma Kübler & Niethammer ist beendet. Die Schönfelder-Gruppe übernimmt nun ein schuldenfreies Unternehmen mit 130 Mitarbeitern. [...]

Quelle: Freie Presse vom 9. September 2020, Jan Leißner

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news-5515 Wed, 09 Sep 2020 08:55:00 +0200 Uhiesige ERZählen was sie am Erzgebirge lieben https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/uhiesige-erzaehlen-was-sie-am-erzgebirge-lieben Wahlheimat Erzgebirge! Schon länger ist die Region nicht nur ein Rückkehr-Magnet. Inzwischen zieht es auch immer mehr „Uhiesige“ (erzgebirgisch für Nicht-Erzgebirger) in die Region. Es sind Menschen, welche die Landschaft und Menschen hier aus Urlaubstagen kennen, die Liebe ihres Lebens hier fanden oder einfach davon hörten oder lasen, das das Erzgebirge ein Region mit Zukunftspotential ist. Attraktive Jobs in modernen Industrieunternehmen, freie Entfaltungsmöglichkeiten für Lebensträume in einer ländlich geprägten Region mit Herz sind Dinge, die Menschen hier schätzen. Der freiberufliche Filmkünstler Nils Freiwald ist selbst ein Uhiesiger und erst seit ein paar Jahren Erzgebirger. Er sagt, es sei eine Gegend so einzigartig wie ihre Einwohner. In einem Kurzfilm stellt er drei neue Erzgebirger vor – unter anderem steht auch er selbst vor der Kamera. Mit dabei sind außerdem Tina Engeln, die der Liebe wegen kam und sich ihren Traum vom eigenen Second Hand-Laden erfüllte sowie Jürgen Wichert, der eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft für nachhaltige Hilfe im Erzgebirge aufgebaut hat.

Im Kurzfilm „Wessis im Erzgebirge“ erzählen die drei Protagonisten, was sie an der Region im Süden Sachsens begeistert. Dieser Film entstand im Rahmen des Programms #KulturDigital der Dachmarke des Freistaates Sachsen #sogehtsächsisch.

Nils Freiwald ist als freiberuflicher Filmkünstler im Bereich Event und Musik seit 2018 tätig. Mit seiner Agentur Erzfilm beleuchtet er in zumeist filmischen Stories, Dokumentationen und Impressionen seine neue Heimat: das Herzland Erzgebirge.

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kurz ERZählt
news-5534 Tue, 08 Sep 2020 09:12:00 +0200 Neues Therapieangebot für Kinder mit Handicap https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neues-therapieangebot-fuer-kinder-mit-handicap Die Physiotherapiepraxis von Bärbel Beyer in Neudorf steuert auf ihr 25-jähriges Bestehen zu - und erhält nun Zuwachs. Eine Rückkehr zu den Orten der Kindheit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. September 2020, Antje Flath

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5532 Mon, 07 Sep 2020 06:15:00 +0200 Gesellenstücke zeugen von Kreativität https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesellenstuecke-zeugen-von-kreativitaet Nachwuchs für die Holzspielzeugmacherbranche: 13 Auszubildende sind freigesprochen worden. Der Großteil bleibt der Region erhalten. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge

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news-5517 Thu, 03 Sep 2020 01:21:00 +0200 Mit Musik ins Herz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-musik-ins-herz Naoshi Takahashi ist ein Wanderer zwischen zwei Welten: Der Japaner im Erzgebirge ist Generalmusikdirektor am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz und Chefdirigent der Erzgebirgischen Philharmonie Aue. Die Sprache, die für ihn alles verbindet, ist die Musik. Bei einem Rundgang durch das Annaberger Theater erzählt er von Sushi und Neunerlei, Multikulti im Orchester und Engeln als Visitenkarte. 200 Meter mit ... Naoshi Takahashi

Herr Takahashi, wie sind Sie eigentlich ins Erzgebirge gekommen?

Ich lebe seit 1999 in Deutschland, bin damals als Musikstudent zum ersten Mal hierhergekommen. Nach Stationen in München, Osnabrück und am Brandenburger Theater habe ich gezielt nach einer Möglichkeit gesucht, als Dirigent zu arbeiten. Als 2003 am Eduard-von-Winterstein- Theater eine Stelle als 1. Kapellmeister ausgeschrieben wurde, habe ich mich darauf beworben und war sehr glücklich, dass es geklappt hat. Ich kannte die Philharmonie schon vorher, als Student hatte ich hier einen Meisterkurs belegt. Die hohe Qualität des Hauses hat mich damals schon begeistert.

Sind Sie sofort mit dem Erzgebirge und den Erzgebirgern warm geworden?

Der Erzgebirger zeigt sich erstmal etwas bescheiden, manchmal ein bisschen verschlossen. Es dauert, bis man die Menschen hier wirklich kennenlernt. Durch die Kinder ist es mir und meiner Frau recht leicht gefallen, Kontakte zu knüpfen. Hat man die Wand einmal durchbrochen, sind die Erzgebirger sehr treue, ehrliche und sympathische Menschen. Ich kenne viele Orte in Deutschland und auf der ganzen Welt – aber hier bin ich angekommen, hier fühle ich mich wohl.

Das Wort "Glück Auf" in Japanischer Schrift

Haben Sie ein erzgebirgisches Lieblingswort?

Mein erstes erzgebirgisches Wort war tatsächlich „Glück Auf“, und sowohl den Klang als auch die Bedeutung mag ich sehr. 

Mein erzgebirgisches Lieblingswort ist „Neinerlaa“ (spricht es mit perfekt erzgebirgischem Singsang) –

das „Neunerlei“ aus neun verschiedenen Leckerbissen erinnert mich ein bisschen an Sushi, wo man ja auch verschiedene Häppchen zu einem Gesamterlebnis komponiert.

Diese Auswahl ist mir lieber als nur ein Kloß mit Fleisch und Soße auf dem Teller (lacht). Wobei ich Rinderroulade und Sauerbraten auch sehr gern mag. Und Bratwurst natürlich. Und Kutteln! Wo wir gerade beim Essen sind: Ich liebe deutsches Brot. Auch hier wieder: diese Auswahl! Die Frühstücksvielfalt ist nirgendwo auf der Welt so groß wie in Deutschland. Es gibt nichts Besseres.

Neunerlei ist ja ein typisch erzgebirgisches Weihnachtsessen. Wie stehen Sie zu den erzgebirgischen Weihnachtstraditionen?

Erst einmal sind ja Weihnachten und Silvester in Deutschland und Japan von der Art zu feiern her komplett vertauscht: In Japan ist Weihnachten die wilde Party, Silvester ruhig und besinnlich. Aber das macht nichts – ich komme ja auch hier in den Genuss von beidem. Was ich ganz besonders finde, sind die erzgebirgischen Holzkunstfiguren, ohne die Weihnachten hier nicht zu denken wäre. Diese in die Welt hinauszutragen, ist mir eine große Freude. Ich reise nie mit leerem Koffer – immer habe ich ein Räuchermännchen, einen Nussknacker oder einen kleinen Engel dabei, den ich verschenke. Die Figuren sind wie meine Visitenkarte. In Japan wird das deutsche Kunsthandwerk sehr geschätzt. Die Menschen erkennen die Hochwertigkeit und würdigen die handgemachte Schönheit der Figuren.

Haben Sie einen Wunsch, wie sich das Erzgebirge in Zukunft entwickeln könnte?

Ich würde mir wünschen, dass das Erzgebirge noch bekannter ist bei den Menschen in der Region, dass Touristen sich noch besser in all der Fülle und Vielfalt zurechtfinden, die das Erzgebirge bietet. Bergbaugeschichte, Natur, Landschaft, Kunst, Kultur und Genuss – all das ist in unserer Region zu finden. Wenn wir das in Erlebnis-Pakete packen, die verschiedenen Angebote noch besser vernetzen, könnten wir noch mehr Menschen auf unseren schönen Landstrich aufmerksam machen. Unser Theater und die Philharmonie mit den verschiedenen Spielstätten sollten hierbei natürlich unbedingt Bestandteil sein. Wir sind ein hochprofessionelles Haus, wie man es in einer eher kleinen Stadt wie Annaberg-Buchholz nicht unbedingt erwarten würde.

Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH

Am Annaberger Theater arbeiten Künstler aus aller Welt: aus den USA, Ost- und Westeuropa, der Türkei, Korea und Japan. Wie bekommen Sie als Generalmusikdirektor die verschiedenen Mentalitäten unter einen Hut?

Ich finde kontinuierliche gemeinsame Arbeit sehr wichtig. Deshalb

ist Musik die Sprache, die uns verbindet.
Gemeinsam können wir diese Sprache in unserem Sinne
formen und gestalten.

Viele der Künstler sind hier sesshaft geworden, haben im Erzgebirge ihre Heimat gefunden. Das bringt Kontinuität, die ab und zu durch frischen Wind ergänzt wird, wenn ein Neuer zu uns kommt. Im Orchester darf jeder seine Persönlichkeit zeigen und dennoch fürs große Ganze wirken. Gemeinsam erleben wir wunderbare Momente. Wenn im Konzert alles in eine Richtung fließt – dieses Gefühl ist einfach großartig.

Ihre Frau stammt aus Riesa, Sie aus Nagoya. Welche Werte geben Sie Ihren Kindern mit auf dem Weg?

Diese Werte sind unabhängig von unserer Kultur. Wir möchten unseren Kindern zeigen, dass es nicht auf Materielles ankommt, sondern auf die schönen Dinge, die man im Kopf hat. Wissen, aus eigenem Antrieb lernen, selbst etwas tun und bewegen – niemals für andere, sondern immer, weil man es selbst so will. Unsere Kinder wachsen zweisprachig auf, und sie lieben die Musik. Wo das wohl herkommt …?

Ihre Frau Madeleine Vogt war als Sängerin am Eduard-von-Winterstein-Theater bereits in vielen großen Rollen zu hören. Wie meistern Sie Ihren Familienalltag mit drei Kindern?

Wir denken alle unsere Planungen zusammen. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Um die Kinder kümmert sich der, der gerade kann. Wenn wir abends beide im Theater Vorstellung haben, kommt unsere Ersatzoma zu uns nach Hause. Meine Frau ist meine wichtigste Stütze. Ohne ihre Hilfe könnte ich sowohl im Beruf als auch privat nicht überleben. Ich bin ihr unendlich dankbar, dass sie mich trotz Vollzeit- Berufstätigkeit immer unterstützt hat. Wir sind schon ein Super-Team!

Ist europäische Musik anders als in Ihrer Heimat Japan?

Musik ist Musik. Ich muss ein Musikstück mögen, um es dem Publikum zu vermitteln. Manche Stücke begeistern mich sofort, bei anderen brauche ich länger, bis ich Zugang finde. Dann lese ich die Noten, lasse die Klänge in meinem Kopf wirken, höre die verschiedenen Nuancen. Es gibt ja nicht nur laut und leise, es gibt auch die Farben des Klangs – sanft oder wild, süß oder traurig. Das ist wie auf einer Landkarte – wie grün ist das Grün?

Was macht das Musiktheater so besonders?

Das Musiktheater entblättert die ganze Palette der menschlichen Emotionen. Der Gesang erreicht die Menschen sehr direkt, das Orchester entfaltet eine ungeheure Kraft. Und doch entsteht das Gefühl, das wir beim Zuhörer erzeugen, erst aus dem Zusammenspiel von Künstler, Werk und Publikum. In der Probe klingt es zwar auch schön, was wir spielen, aber

echt wird Musik erst durch die Zuhörer.
Denn in ihnen erzeugen wir Momente, die bewegen.

Welche Einflussmöglichkeiten haben Sie als Dirigent auf den Klang des Orchesters?

Mein Ziel ist immer, dem nahezukommen, was sich der Komponist gedacht hat. Ich möchte möglichst originalgetreu nachbilden, wie er die Musik in seinem Kopf gehört hat.

Warum wollten Sie ausgerechnet Dirigent werden? Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Ich möchte mit unserer Musik Emotionen vermitteln. Als ich hierherkam, habe ich mir gewünscht, den Menschen mit Musik nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sondern sie im tiefsten Inneren zu bewegen. Ich möchte mit Musik ins Herz treffen. Wenn ich mich nach dem Konzert zum Publikum hin verbeuge, sehe ich direkt in die Augen der Zuschauer. Oft sehe ich darin eine Träne blitzen. Dann weiß ich: Wir haben die Menschen berührt.

Text: Sylva-Michèlè Sternkopf
Foto: studio2media/Erik Wagler

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news-5529 Wed, 02 Sep 2020 09:48:39 +0200 Industrie – in echt und hautnah: Erzgebirgische Unternehmen laden zur „Spätschicht“ ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/industrie-in-echt-und-hautnah-erzgebirgische-unternehmen-laden-zur-spaetschicht-ein-1 Es wird laut, vielleicht auch heiß und geruchsintensiv: Definitiv aber wird es spannend! Denn neun erzgebirgische Unternehmen öffnen am 25. September 2020 zur Spätschicht im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ ihre Tore für neugierige Besucher. Trotz der besonderen Situation unter „Corona-Bedingungen“ ist es den Unternehmern wichtig, an der etablierten Veranstaltung, die durch die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs GmbH organsiert wird, festzuhalten. Die Spätschicht als Format der „Tage der Industriekultur“ geht somit im Erzgebirge in diesem Jahr in die vierte Runde und erweitert im Jahr der Industriekultur in Sachsen den Blick auf die bestehende Lebendigkeit industrieller Produktion in der Region. „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, das Unternehmen ein Zeichen setzen und zeigen, dass hinter ihren Toren trotz strengerer gesundheitlicher und behördlicher Rahmenbedingungen die Produktion weiter läuft und nach wie vor hervorragende Produkte und Entwicklungen von hier aus in die Welt gehen. Denn auch ich als Wirtschaftsförderer staune bei Firmenbesuchen immer wieder über die enorme Vielfalt der Produkte, die im Erzgebirge entstehen. Das Fachwissen in der Region ist groß, weshalb hier innovative Ideen umgesetzt werden können und sich auch Hidden Champions hinter den Fassaden verbergen. Oftmals gründet diese Innovationskraft auf lange Traditionen und gehütete Wissensschätze, die seit Generationen weitergegeben werden. Die Spätschicht lädt nun alle Interessierten ein, Industrie von Maschinen, Werkzeug- und Automobilbau bis hin zur Textilverarbeitung zu erleben“, so Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.

Das Erzgebirge und Industriekultur – beide gehören als Teil der Industrieregion Chemnitz-Zwickau-Erzgebirge eng zusammen: Hier sind die meisten Industrieunternehmen in Sachsen angesiedelt. Eine einzigartige Industriekultur zeichnet das Erzgebirge aus. In mehr als 800 Jahren aus dem Bergbau heraus gewachsen hat sie die Wirtschaft, aber auch die Menschen und Landschaft der Region geformt. Die Jahrhunderte waren geprägt von Blüte und Niedergängen, von Krisen und immer neuen Aufbrüchen, die deshalb gelangen und bis heute gelingen, weil seit jeher Denker und Macher in der Region zu Hause sind. Und so nutzen auch jetzt, trotz manch vager Rahmenbedingung in der von Corona geprägten Zeit, Unternehmen der Region die Chance und öffnen im Rahmen der Spätschicht am 25. September 2020 ihre Türen. Sie wollen zeigen, dass Erfahrungen aus Jahrhunderten heute in modernen, innovativen Firmen neue Früchte tragen. Denn innovative Gedanken und Entwicklungen sind es, die einem Stillstand Paroli bieten.

Mit dabei sind aus dem Erzgebirge:

  • BGH Edelstahl Lugau GmbH, Lugau
  • DMB Metallverarbeitung GmbH, Grünhain-Beierfeld
  • EIDAM Landtechnik GmbH, Lößnitz
  • GAZIMA Galvanik Zimmermann GmbH, Grünhein-Beierfeld
  • Huss Maschinenbau GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Mennekes Elektrotechnik Sachsen GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau
  • omeras GmbH, Lauter-Bernsbach
  • PTF Pfüller GmbH  & Co. KG, Stollberg
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Pressemitteilung
news-5527 Wed, 02 Sep 2020 08:28:00 +0200 Hurra - Weihnachtsmärkte finden statt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hurra-weihnachtsmaerkte-finden-statt Seiffen will die Buden länger öffnen und mehr Parkplätze ausweisen. Auch der Sternenmarkt erwartet schon zeitig Besucher. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

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news-5526 Tue, 01 Sep 2020 08:38:00 +0200 Das Erzgebirge ist Sachsens Häuslebauer-Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-erzgebirge-ist-sachsens-haeuslebauer-land Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden in der Region ist groß. Die Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass das trotz Corona-Krise anhält. Eine Umfrage in Städten bestätigt das. Alle planen neue Flächen für Ein-, aber auch Mehrfamilienhäuser. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. August 2020, Anett Honscha

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news-5516 Mon, 31 Aug 2020 07:27:00 +0200 Liebhaber fürs Pawlow-Haus gefunden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/liebhaber-fuers-pawlow-haus-gefunden Über 20 Jahre steht das ehemalige Wismut-Sanatorium in Warmbad leer. Seit Anfang 2020 gibt es einen neuen Besitzer und Zukunftspläne. Ein wichtiger Teil des Hauses kann aber nicht gerettet werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Jana Klameth

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news-5514 Fri, 28 Aug 2020 10:25:16 +0200 Mehr als ein Notgroschen: Geheimer Gönner aus Aue gibt viel Geld https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/mehr-als-ein-notgroschen-geheimer-goenner-aus-aue-gibt-viel-geld Eine besondere Aktion soll Händlern in Aue-Bad Schlema helfen, die durch die Corona-Krise in eine Notlage geraten sind. Dank einer Überraschung fließt jetzt sogar noch mehr Geld als gedacht. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Anna Neef

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news-5509 Thu, 27 Aug 2020 14:52:00 +0200 Lok vom Rasenden Roland wird in Olbernhau wieder flott gemacht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/lok-vom-rasenden-roland-wird-in-olbernhau-wieder-flott-gemacht Eine Lok des Rasenden Rolands wurde im Erzgebirge komplett erneuert. Das Gefährt hielt Überraschungen parat. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Georg Müller und Kenny Langer

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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news-5500 Thu, 27 Aug 2020 06:38:00 +0200 Mit Herz zurück ins Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-herz-zurueck-ins-erzgebirge Das Rückkehrer- Café.  Warum ist das Erzgebirge ein Rückkehrer- Magnet? Lockte einst die Fremde, so folgten letztendlich viele dem Motto: „Vergass dei Haamit net.“ und kehren zurück. Genau solche Menschen haben wir an einen Tisch gebracht, eine bunte Mischung, jeder mit einer ganz persönlichen hERZgeschichte und einer großen Gemeinsamkeit: die Liebe zum Erzgebirge. Malerisch liegt der Stollberger Walkteich eingebettet in einen Park mit großem Abenteuerspielplatz und Laubbäumen, die sich heute Morgen im Wasser spiegeln. Die kleinen Boote sind angelegt, die große Sommerterrasse lädt geradezu zum Chillen ein. Claudia Paul steht in der Küche ihres Cafés Walkbeach, am Ufer des Walkteiches gelegen, und schneidet selbst gebackenen Kuchen. Sie trägt viele leckere Kleinigkeiten, Fingerfood, hinaus zum liebevoll hergerichteten Buffet auf der Terrasse. Rückkehrer und Zuwanderer ins Erzgebirge, wie sie selbst, werden sich nachher hier treffen, um sich über ihre persönlichen Lebenswege auszutauschen. Alle, die heute vom Regionalmanagement Erzgebirge eingeladen sind, teilen ähnliche Lebensgeschichten – gingen einst weg und fanden ihr Glück dann doch wieder im Erzgebirge. Oder kamen eben neu ins Erzgebirge – so wie die Chefin des Cafés, Claudia Paul. Sie wagte erst im Frühjahr 2019 den Schritt aus der Großstadt ins Erzgebirge: „Ich komme ursprünglich aus der Bautzener Ecke, dann folgten zehn Jahre München, drei Jahre Dresden und bin jetzt in Stollberg gelandet. Weil ich meinen Lebensgefährten kennengelernt habe und auch wegen dieses Platzes hier. Ich hatte mich damals gleich in den Walkbeach verliebt.“ Es habe einfach alles gepasst, der Plan mit dem eigenen Café, die Liebe zum Erzgebirge, erzählt sie, während sie noch ein bisschen Deko platziert. Die 41-Jährige fühlt sich im Erzgebirge heimisch: Claudia ist im Leben angekommen. Und dann sagt sie: „Weißt du, was mir eben am Erzgebirge auch sehr gefällt? Die Herzlichkeit der Menschen. Das kenne ich von der Großstadt nicht so.“

Und genau diese Herzlichkeit spürt man auch hier beim zwanglosen Treffen von Menschen, die sich zum großen Teil noch gar nicht kennen. Es ist ein bisschen wie ein Experiment, fremde Menschen einzuladen, die einen gemeinsamen Nenner – nämlich das Erzgebirge – haben und sich im Idealfall sehr persönliche Dinge erzählen. Man spürt schnell, dass es genau dieser Nenner, dieses Herzensbedürfnis nach Heimat ist, was alle schnell auftauen lässt – ganz so, als ob man sich doch ewig kennt. Egal, wohin es die Erzgebirger in ihrem Leben auch verschlagen hatte, das Besondere, das große Herz füreinander, für die Region, ist immer geblieben. Oder man hat es hier in der neuen Heimat gefunden. Jeder erzählt zum Kennenlernen kurz seine Geschichte – bunt verstreut in der ganzen Republik und auch über die Grenzen hinaus passiert. Eine schnell skizzierte Landkarte verdeutlicht die Lebensstationen. Der Start in der Fremde – oft gewählt wegen besserer Ausbildungschancen oder interessanter Jobs – war für alle eine Herausforderung. Von Heimweh ist oft die Rede, da fließen beim Erzählen sogar Tränen.

Das große Herz für die Region ist immer geblieben.

Je länger das gemeinsame Frühstück dauert, desto enger rutschen die Rückkehrer und Zuwanderer an der Frühstückstafel zusammen, lassen tiefere Einblicke in ihr Leben und Gründe für eine Entscheidung pro Erzgebirge zu. Fast freundschaftlich, familiär. Es wird viel gelacht, intensiv diskutiert und Emotionen liegen blank. So wie bei Sabine Brosch. In der Strumpffabrik Esda Thalheim hatte sie wie so viele junge Frauen zu DDR-Zeiten Facharbeiterin für Textiltechnik gelernt. Nach einigem Auf und Ab ging sie 1997 nach Stuttgart, lebte auch in Leipzig, Hamburg und München. Und dann rief die Heimat sie aus der Großstadt zurück: „Ich war und bin immer wieder überwältigt vom Erzgebirge. Ich hatte so Heimweh.“ Seit 2016 lebt sie ihren Traum in ihrer alten Heimat Thalheim und ist Chefin eines Feinkostladens „Aroma – Genuss erleben“.

                                                             Zur Geschichte von Sabine Brosch

Die Arbeitschancen, Jobangebote sind in den letzten Jahren wesentlich interessanter geworden, da sind sich alle einig. Doch oftmals sind noch andere Dinge ausschlaggebend: Bei dem einen ist es die Natur, die gelockt hat, beim anderen Freunde, Familie und manch familiäre Verpflichtung oder einfach der Wunsch, sich hier mit Herz und Verstand für die Region zu engagieren. Auch kann eine Krankheit ein Weg zurück in die alte Heimat sein. Anja Neuberg erzählt, wie sie nach dem Abitur zum Studium nach Chemnitz ging, später ihren Mann in München kennenlernte, beide in Nürnberg wohnten – und sie seelisch krank wurde. Neben einem Zuviel an manchen Alltagsdingen lag der Schlüssel zum Gesundwerden in der Rückkehr ins Erzgebirge. Ruhe und Beständigkeit fand sie mit ihrer Familie in Rittersgrün, ihrer Heimat,ihrem Ort der Kindheit und Jugend. Ihr Mann Frank kannte das Erzgebirge vor ihr gar nicht. Was ihn zusätzlich zum breiten Angebot zum Radeln und Skifahren in herrlichster Natur als Bauingenieur besonders beeindruckte: der bezahlbare Wohnraum. In Rittersgrün betreiben die beiden am Waldrand seit Kurzem ihre Maxhütte, eine gemütliche Pension. Von dort aus schreibt die Achtsamkeitstrainerin ihren Blog „Leben ist ansteckend“.

                                                                 Zur Geschichte von Anja Neuberg

Anstecken von ihrer Sehnsucht nach Hause ließ sich auch Susann Schubert. Die 33-Jährige arbeitet im Marketingbereich im Elldus Resort im Kurort Oberwiesenthal. Nach Stationen in Leipzig, Dresden, Halle und Berlin lebt sie nun in Marienberg, mittig zwischen ihrem ursprünglichen Heimatort Rechenberg- Bienenmühle und dem Arbeitsort am Fichtelberg. 16 Jahre lang war sie weg, doch bei jedem Besuch im Erzgebirge bohrte eine Frage immer mehr: „Was würde mir das Erzgebirge bieten?“ Die junge Frau wollte raus aus der Stadt. Während eines Heimatbesuchs zu den Weihnachtsfeiertagen besuchte sie den Pendleraktionstag Erzgebirge, die regionale Jobmesse. Neue Möglichkeiten lagen wie Geschenke vor ihr auf dem Gabentisch.Susann griff zu, folgte ihrem Herzen und kam zurück. Ihr ist es wichtig, die Chance zu ergreifen, im Erzgebirge mit anzupacken: „Ich habe hier die Möglichkeit, in vielen Bereichen mitzugestalten, Dinge voranzutreiben.“ Die meisten in der Frühstücksrunde nicken zustimmend. So auch Elli Graupner. Neun Jahre lebte sie in Dresden und Berlin, kam 2015 zurück und arbeitet nun in der elterlichen Männlmacher-Manufaktur „Graupner Miniaturen“ in Crottendorf. Sie gründete eine kleine Familie, baute direkt neben den Eltern ein eigenes Haus und engagiert sich im Vorstand eines Vereins.

                                                           Zur Geschichte von Elisabeth Graupner

Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal
stur und eigen
– aber eben auch unglaublich herzlich.

Und doch ist es nicht immer die Heimatliebe, die einen zurückholt, sondern ganz pragmatisch familiäre Verantwortung. Der Johanngeorgenstädter Mario Bauch stieg als Konstrukteur ins Familienunternehmen ein, weil seine Unterstützung gebraucht wird. Nach der Lehre bei einem Auspuffhersteller in seiner Heimatstadt zog er als 20-Jähriger aus, um die Welt kennenzulernen. „Ich wollte raus, ich wollte etwas erleben, fand in Stuttgart und München meine zweite Heimat.“ Jetzt sieht der junge Mann seine Zukunft in Schwarzenberg im Erzgebirge. Zwar sei am Anfang das Zurückkommen schwer und voller Zweifel gewesen, denn: „Das soziale Umfeld, meine Freunde von früher, haben gefehlt. Doch mit der Zeit gibt sich das auch.“

Sich im Erzgebirge einbringen, etwas verändern wollen, das bringt auch Hürden auf dem Weg mit sich. So hat jede Veränderung im Leben immer zwei Seiten. Als „Heimkehrer“ oder gar Zugezogener – von den Einheimischen „Uhiesischer“ genannt – muss man selbst aktiv auf die Menschen hier zugehen. Diesen Tipp würden die Teilnehmer dieser Kaffeerunde am Walkbeach gerne anderen mitgeben. Die Offenheit für Neues fehle vielen Erzgebirgern anfangs. Manche der Rückkehrer hier am Tisch sprechen sogar von einer fehlenden Weltoffenheit, machen sich auch Sorgen um die politische Entwicklung. Doch hätte man das Herz der Erzgebirger erst einmal erobert, dann für immer. So kommt die Rede auch auf kritische Themen, wie die immer älter werdende Bevölkerung, teils geringere Gehälter in einigen Branchen und dass noch immer zu viele Erzgebirger jobbedingt pendeln. Und das, obwohl es in der Region wieder viele interessante Jobangebote gäbe. Diskutiert wird auch über die Vielfalt von Kulinarik-, Kultur- und Shopping-Angeboten. Klar, das Erzgebirge kann mit dem Maß an Angeboten einer Großstadt nicht mithalten. Aber: Im Alltag spielen diese Möglichkeiten der Städte eben oft eine untergeordnete Rolle oder sind Grund für Überforderung. Die Zeit, alles auszuleben, fehle einfach. Und dann fällt zögerlich der Satz: „Wir kamen doch auch hierher, weil wir unsere Ruhe suchten. Und nein, wir haben keine Berliner Kultur – wir haben aber unsere eigene Kultur und müssen uns nicht verstecken.“ Alle, die mit Kindern leben, loben stattdessen die Angebote für Familien im Erzgebirge. Und dann sagt Anja Neuberg, was sie am Landleben besonders genießt: „Beim benachbarten Bauernhof hole ich mir meine Milch und Butter ganz frisch.“

Solch ein Lebenseinschnitt, der Umzug zurück in die alte Heimat und erst recht in eine neue Region, will gut überlegt sein. „Mir ging es ja nicht schlecht in München. Und es kam auch die Frage auf:

Ist man zu Hause nach den vielen Jahren nicht auch ein Fremder?

Und dann packte ich doch binnen vier Wochen meine Koffer. Es war die richtige Entscheidung. Ich fühlte mich nicht mehr so zerrissen. Jetzt bin ich wieder viel näher an meiner Familie in Bautzen dran als von München aus“, sagt Claudia Paul. Bei den „Neu-Erzgebirgern“ Marcel Dallinger und Maria Saul-Dallinger ist es umgekehrt, denn zumindest ihre Eltern aus dem thüringischen Eichsfeld werden perspektivisch mit ins Erzgebirge ziehen. Sie erzählen ihre Geschichte, die einfach alle rührt. Beide stammen nicht aus dem Erzgebirge, lernten sich in Leipzig als Studenten kennen, lebten in Leipzig, Dresden und auch ein Jahr in England. Archäologe Marcel hatte viel für Projekte im und rund um das Erzgebirge „gegraben“. Das Erzgebirge hatte ihn gepackt. Dann verbrachten sie ihre vorverlegte Hochzeitsreise in Gelobtland, einem verträumten Ortsteil oberhalb von Marienberg, wollten hier im „Nirgendwo“ in einem Ferienhaus Ruhe finden. Was sie aber fanden, war ihre neue Heimat. In Steinbach nahmen sie sich dem ehemaligen Braugasthaus nebst kleiner Pension an, bauten das Gasthaus zum Wohnhaus um. Hier wollen sie ihre Familie gründen. „Hier ist es landschaftlich schön. Das Pressnitztal ist traumhaft. Unsere Kinder sollen auf dem Land aufwachsen.“ Ein Statement, wo Susann König einhakt, weil sie es gleich unterschreiben würde. Die 44-Jährige aus Stützengrün zog 1991 aus, um eine Lehre zur Uhrmacherin zu machen. 2016 und zwei Kinder später kam sie zurück, übernahm das Elternhaus und entdeckte ihre Liebe zur Natur völlig neu – auch, dass in ihr ein echter Gartenfreak schlummert.

                                                Zur Geschichte von Maria und Marcel Dallinger

Im wahrsten Sinne: „Geerdet“ wird man hier im Erzgebirge – und lernt schnell Land und Leute (wieder) kennen, wenn man kontaktfreudig ist. Und so schmunzeln Marcel und Maria, als sie über die Einheimischen reden, mit denen sie ja den ganzen Vormittag am Walkbeach in gemütlicher und ehrlicher Runde sitzen: „Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal stur und eigen – aber eben auch unglaublich herzlich.“ Die Stunden hier auf der Terrasse am Café Walkbeach sind verflogen. Für Claudia Paul beginnt ein ganz normaler Spätsommertag, die ersten Kunden warten schon. Zuvor werden aber noch Nummern getauscht und der Platz für ein nächstes Treffen ist auch schon ausgemacht. Sabine Brosch lädt ein in ihren Feinkostladen, weil sich alle noch so viel mehr zu erzählen haben … dann aber ohne die neugierigen Initiatoren des ersten Treffens.

Autoren: Manja Kraus- Blechschmidt/ Sabine Schulze-Schwarz

Foto: studio2media/ Erik Wagler

Hinweis auf Herzland2020

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WCE-Newsmeldung (mit WCE teilen) Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5508 Wed, 26 Aug 2020 13:45:00 +0200 Neue Mobilität: Pedelecs zum Probieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-mobilitaet-pedelecs-zum-probieren Stollberg möchte seine Bürger dazu animieren, das Auto häufiger stehen zu lassen. Für Testprojekte und Umfragen gibt es viel Fördergeld. Nächstes Jahr startet die heiße Phase. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22. August 2020, Björn Josten 

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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news-5503 Tue, 25 Aug 2020 08:25:00 +0200 16 Quadratmeter zum Kochen, Wohnen, Schlafen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/16-quadratmeter-zum-kochen-wohnen-schlafen Philipp Siegel hat sich beruflich dem trauten Heim verschrieben oder besser dessen Planung und Projektierung. Die Ergebnisse sind alles andere als gewöhnlich. Wörtlich nimmt er dabei die Redewendung von den eigenen vier Wänden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Thomas Wittig

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news-5499 Tue, 25 Aug 2020 06:13:00 +0200 10 Gründe wieso das Erzgebirge ein echtes hERZland ist https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/10-gruende-wieso-das-erzgebirge-ein-echtes-herzland-ist Was macht das Erzgebirge eigentlich zum hERZland? Diese 10 Gründe stehen ganz oben, auf einer natürlich endlos langen Liste. 1. Wir lieben unsere Geschichte

…von Bergbau und Zechen, von der Sehnsucht nach der Silberader und dem unbändigen Willen seine Ziele zu erreichen. Wir Erzgebirger lieben unsere Geschichte, sind bis heute tief mit ihr verwurzelt und ziehen daraus Inspiration für Neues: Denn nicht lange reden, sondern machen ist die Devise.

2. Wir lieben unser Holz

Saachfieber, Spaltwut oder einfach: Holzkrankheit. Wir Erzgebirger lieben das Hacken, Spalten und Ansammeln des Naturrohstoffes in unmöglich aufzubrauchenden Mengen. In den meisten Fällen hilft nicht mal die supermoderne Erdwärmeheizung. Angefeuert wird trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen :-)

3. Wir lieben den Winter

Ja gut, der Winter in der Mittelgebirgsregion ist nicht mehr der, der er einmal war. Aber ab und zu sucht der Schnee das Erzgebirge doch mal heim… und JEDER Erzgebirger freut sich über den ersten verschneiten Morgen. Und ganz egal ob es nötig ist oder nicht… die Schippe wird feierlich aus’m Schuppn geholt und die Saison eröffnet.

 

4. Wir lieben unser Dorf

Und am Wochenende ist hier richtig was los. Überall wird gewerkelt, geschraubt, gebastelt. Es tut sich was! Und gefeiert wird sowieso immer gemeinsam.

5. Wir lieben Gemütlichkeit

Hutznohmd, Rachermannln, Schwibbugn, e Stickl Stolln und ein Wolkensteiner Glühwein… herrlich oder? Sei es wirklich die Sehnsucht der Bergmänner nach Helligkeit und Licht, die wir in die Wiege gelegt bekommen haben, oder einfach das besondere Verständnis von Heimeligkeit, mit dem wir aufgewachsen sind: Wir wissen wie man’s sich so richtig gemütlich macht. Einfach, aber soooo schön!

6. Wir lieben unser Welterbe

Der Bergbau – verbunden mit seinen Traditionen und die einzigartige Landschaft – ist eine authentische Kombination, die es eben nur hier gibt. Und die gilt es zu erhalten. Es sind die wahren Geschichten, die unsere Heimat erzählt: Geschichten von Freud und Leid, von Freiheit und Ehrgeiz, von Armut und Reichtum – und davon, Dinge einfach anzupacken. Eben gedacht, gemacht.

7. Wir lieben unsere Wälder

Der Wald ist immer unser Spielplatz gewesen. Später unser Ruheort. Immer da. Immer richtig. Immer gut.

8. Wir lieben unsern Dorfbäck

Auch wenn sich da die Geister scheiden, den besten Einback gibt’s beim Dorfbäck um die Ecke. Beutel hingeben, befüllen lassen und gehen – ohne zu bezahlen, mit Anschreiben! So läuft das.
...die neusten Infos aus dem Dorf gibt’s gratis dazu!

9. Wir lieben die Weite

Jeder Erzgebirger hat seinen ganz persönlichen Lieblingsort. Eine idyllisch gelegene Bank, ein schattiges Plätzchen unterm Baum, ein einsamer Fels. Aber eines haben alle Plätze gemeinsam: sie sind gemütlich, ruhig, meist mit bilderbuchhaften Sonnenuntergängen und man kann die Weite umarmen.

10. Wir lieben die Menschen hier

Nach außen hin wirken wir vielleicht etwas kühl (das macht das Wetter ;-), aber hat man einmal Freundschaft geschlossen, dann für immer und durch dick und dünn. Im Erzgebirge wohnen Menschen von einem besonderen Schlag. Mit einer harten Schale, aber einem hERZlichen Kern.

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kurz ERZählt WCE-Newsmeldung
news-5502 Mon, 24 Aug 2020 06:29:00 +0200 Berliner haucht altem Rittergut in Scharfenstein neues Leben ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/berliner-haucht-altem-rittergut-in-scharfenstein-neues-leben-ein Für sich selbst, aber auch für andere Menschen will Felix Kortung das historische Objekt wieder nutzbar machen. Obwohl noch keine Entscheidung über seinen Fördermittelantrag vorliegt, legt er bereits Hand an. Und sucht Mitstreiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. August 2020, Andreas Bauer

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5501 Fri, 21 Aug 2020 08:36:00 +0200 30 Jahre Freistaat Sachsen – Zentrales Festkonzert im Erzgebirgsstadion https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/30-jahre-freistaat-sachsen-zentrales-festkonzert-im-erzgebirgsstadion Festveranstaltung des Freistaates mit Sächsischer Staatskapelle und Landesbergmusikkorps Sachsen am 5. September in Aue-Bad Schlema Dresden/Aue-Bad Schlema (19. August 2020) - Am 3. Oktober 2020 jähren sich die Wiedergründung des Freistaates Sachsen und die Deutsche Einheit zum 30. Mal. Aus diesem Anlass findet am 5. September im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema die zentrale sächsische Festveranstaltung unter dem Motto „30 Jahre Freistaat Sachsen – Revolution und Demokratie“ statt.

In der Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue wird die Sächsische Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann gemeinsam mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen aus Schneeberg und weiteren Ensembles unter anderem Werke von Carl Maria von Weber und Richard Wagner präsentieren. Auch das Steigerlied wird erklingen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: „Das Jahr 2020 ist für uns alle auch ein Jubiläumsjahr. Der Freistaat feiert seine Wiedergründung vor drei Jahrzehnten und die vielen Erfolge, die die Sachsen seither gemeinsam erarbeitet haben. Wir haben Grund zur Dankbarkeit, zur Freude und zur Zuversicht. Denn wir leben heute im besten Deutschland, das wir je hatten.“ Er fügte mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu, es sei notwendig, weiterhin mit der gebotenen Vorsicht und Augenmaß zu handeln und so die nächsten Schritte zu gehen. „Es wird in den kommenden Wochen und Monaten vieles möglich sein, wenn wir uns an die Regeln halten und weiter auf der Hut sind.“
Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, erklärte: „Wir freuen uns darüber, dass die Festveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum der Wiedergründung des Freistaates Sachsen hier bei uns in der Region stattfindet und sehen dies auch als Wertschätzung der ländlichen Räume im Allgemeinen und der Erzgebirgsregion im Besonderen. In den vergangenen 30 Jahren waren die ländlichen Regionen von Anfang an der Motor der erfolgreichen Entwicklung des Freistaates. Zugleich ist der gemeinsame Auftritt der Sächsischen Staatskapelle mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen ein weiterer Mosaikstein in unserer sehr reichen Kulturlandschaft und bereichert unser Musikfest Erzgebirge, dass vom 4. bis 13. September unter dem Motto ‘Vom Berge her‘ stattfindet.“

Der Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle, Adrian Jones, sagte: „Die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann freuen sich sehr, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Freistaats Sachsen und der deutschen Wiedervereinigung erstmals im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema aufzutreten. Als Botschafter Sachsens in der Welt zu Hause, ist der Sächsischen Staatskapelle besonders auch die Verankerung und das Wirken vor Ort eine wichtige Herzensangelegenheit. Das musikalische Programm der Festveranstaltung mit Werken von Carl Maria von Weber und Richard Wagner schlägt die Brücke zur langjährigen und bedeutenden Kapellhistorie. Mit Klaus Florian Vogt als Solist ist zudem einer der herausragendsten Tenöre der Gegenwart und gern gesehener Gast des Klangkörpers zu erleben.“

Weil andere ursprünglich geplante Veranstaltungen rund um die Wiedergründung des Freistaates vor 30 Jahren wegen Corona nicht möglich waren, wurde mit der Festveranstaltung im Erzgebirgsstadion – bei der die Hygieneanforderungen gut eingehalten und Kontaktnachverfolgungen gewährleistet werden können - außergewöhnlicher Ersatz geschaffen. Bei den Planungen spielte auch eine Rolle, dass der „Tag der Sachsen“, der in diesem Jahr am ersten September-Wochenende eigentlich in Aue-Bad Schlema stattfinden sollte, aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste.

Vorgesehen ist, dass insgesamt rund 2.000 Besucherinnen und Besucher bei dem Festkonzert im Erzgebirgsstadion dabei sein können. Erwartet werden auch zahlreiche Ehrengäste, darunter auch mehrere Bürgerinnen und Bürger aus der Region, die sich in der Corona-Krise durch besonderen Einsatz ausgezeichnet haben.
Karten für das Konzert können vom kommenden Montag an auf den Seiten von sachsen.de erworben werden. Die Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sollen an soziale Einrichtungen in der Region gehen. Zum Hygienekonzept gehört unter anderem, dass eine Nachverfolgbarkeit gewährleistet ist und vorsorglich viele Plätze frei bleiben. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 16.000 Plätzen, knapp 9.000 davon sind Sitzplätze.

Damit möglichst viele Menschen die Festveranstaltung dennoch erleben können, überträgt der MDR das Konzert im Livestream ab 19 Uhr im Internet auf seinen Seiten. Außerdem wird die Aufzeichnung des Konzerts am späteren Abend um 22.35 Uhr im MDR-Abendprogramm ausgestrahlt.
 

Quelle: Sächsische Staatsregierung/ Medieninformation

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news-5497 Thu, 20 Aug 2020 08:51:00 +0200 Moore im Erzgebirge sollen wieder lebendig werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/moore-im-erzgebirge-sollen-wieder-lebendig-werden Auf Basis eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zu Mooren im Erzgebirge beginnt der Forstbezirk Eibenstock des Staatsbetriebs Sachsenforst im September/Oktober mit der Moorrevitalisierung im Rahmen seines Naturschutzkonzeptes. Konkret werden im »Großen Eisenstraßenmoor« am Auersberg bei Johanngeorgenstadt zunächst auf 15 Hektar alte Entwässerungsgräben verschlossen oder verfüllt. Durch die Maßnahmen soll das Moor auf möglichst großer Fläche wieder vernässt und so das Wachstum von Torfmoosen und anderen typischen Moorpflanzen angeregt werden. Umweltstaatssekretär Dr. Gerd Lippold betonte hierzu: »Moore sind ausgesprochen sensible und überwiegend durch menschliche Eingriffe stark gestörte Ökosysteme. Daher ist es unsere Aufgabe, die noch vorhandenen Moore zu revitalisieren. Denn sie sind für eine lebendige und intakte Kulturlandschaft genauso wichtig wie für den Klimaschutz. Mit der Umsetzung des Projektes wirken die Forstleute dem Verlust von Moor in Sachsen entgegen. Ich danke allen am Prozess Beteiligten für die engen Abstimmungen.«

 

Das Vorhaben zeigt: Auf einer Fläche von insgesamt etwa 100 Hektar können in dem Gebiet Moore revitalisiert werden. Für einen dauerhaft intakten Wasserhaushalt des Moores ist die Einbindung seines Zuflussgebietes entscheidend. Die Maßnahmen sollen eine sich selbst regulierende Moorentwicklung auslösen. Danach wird die natürliche Erneuerung des Moores durch ein Monitoring mit Methoden der Fernerkundung begleitet.

 

Die an der Moorrevitalisierung beteiligten Akteure kommen aus der Forst- und Wasserwirtschaft sowie dem Naturschutz Sachsens und Tschechiens. Der Staatsbetrieb Sachsenforst kümmert sich bereits seit über 15 Jahren erfolgreich um die Wiederherstellung der Moore und konnte vor allem im Erzgebirge bislang fast 700 Hektar wieder vernässen.

 

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

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news-5498 Wed, 19 Aug 2020 09:04:00 +0200 Weltpremiere für nachhaltige Spurbewässerung am Bergisel! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltpremiere-fuer-nachhaltige-spurbewaesserung-am-bergisel Der Bergisel setzt in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. Diese Woche wurde an der Bergiselschanze in Innsbruck ein neues ressorucenschonendes System für die Spurbewässerung verbaut, für das man, wenn einmal in Betrieb, kein zusätzliches Wasser mehr benötigt wird. An einem normalen Tag mit Sprungbetrieb werden am Bergisel derzeit ca. 25 Kubikmeter Wasser alleine für die Bewässerung der Anlaufspur benötigt, um die Gleitfähigkeit der Keramiknoppen zu erhalten. Bisher wurde das Wasser, das zuvor durch feine Düsen auf die Spur aufgesprüht wird, abgeleitet. Anschließend versickerte das Wasser im Boden. Mit dem neuen System wird das Wasser aufgefangen und wieder dem Bewässerungskreislauf zugeführt. Somit wird, wenn der Kreislauf einmal läuft, kein zusätzliches Wasser aus der Leitung mehr benötigt.

Wie das neue System genau funktioniert, erklärt Konstrukteur Peter Riedel. Er baute mit seinem Unternehmen Peter Riedel Sports Technology bereits die Anlaufspur am Bergisel, nun geht er mit dem neuen Bewässerungssystem den nächsten Schritt:

„Das neue Bewässerungssystem basiert darauf, dass unterhalb der Anlaufspur Wasserleitbleche zum Auffangen des Wassers verlegt wurden. Entlang dieser Bleche rinnt das Wasser von der Spurbewässerung dann in zwei Auffangbehälter, die unter dem Schanzentisch stehen und Insgesamt 4-5 Kubikmeter Wasser fassen. Aus diesen Auffangbehältern wird das Wasser dann wieder in das System eingespeist und zurück zum Anlauf gepumpt, wo es wieder für die Bewässerung zur Verfügung steht. Wir haben hier also ein Kreislaufsystem geschaffen, ein „Perpetuum mobile“ wenn man so will. Das Wasser, das durch Verdunstung verloren geht, wird durch Regenwasser, das auch von den Blechen aufgefangen wird, kompensiert. Somit wird kein zusätzliches Wasser für die Bewässerung mehr benötigt. Angesichts der Tatsache, dass Wasser ein kostbares und knappes Gut ist und die Kosten dafür immer weiter steigen, ist das Einsparungspotential für den Trainings- und Wettkampfbetrieb enorm“, so Peter Riedel.

Um das Potential des neuen Bewässerungssystems weiß auch der Wirtschaftsdirektor der Bergisel Betriebs GmbH, Bernhard Niggler: „Damit auch für die kommenden Generationen unser Wasser gesichert ist, ist ein verantwortungsvoller Umgang damit nötig. Aus diesem Grunde hat sich die Bergisel Betriebs Gmbh Gedanken gemacht, wie wir den Wasserverbrauch hier reduzieren können. Unser Partner Peter Riedel Sports Technology hat dieses neue Bewässerungssystem nun für uns umgesetzt. Die Kosten dafür werden sich in den nächsten Jahren amortisieren. Das wichtigste ist aber nicht der finanzielle Aspekt, sondern dass die Bergisel Betriebs Gmbh als weltweit erste Schanzenanlage dieses System verwendet und mit dieser Idee und geringem Budget Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt hat.“

Das neue System trifft durch die effiziente, wassersparende und dadurch ressourcenschonende Funktionsweise genau den Zeitgeist und ist ein wichtiger Beitrag, um Sportstätten und den Betrieb darauf naturverträglicher, nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Das System ließe sich auch auf allen weiteren Schanzen, auf denen im Sommer gesprungen wird und die mit einer Spurbewässerung ausgestattet sind, problemlos einbauen und darauf adaptieren.

In Innsbruck feiert die nachhaltige Spurbewässerung ihre Weltpremiere, der Bergisel setzt damit in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe und nimmt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Quelle: Peter Riedel

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news-5496 Tue, 18 Aug 2020 10:36:00 +0200 Eibenstocker Badegärten eröffnen erste Ferienhäuser https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eibenstocker-badegaerten-eroeffnen-erste-ferienhaeuser Passend zum russischen Saunadorf kann man in der Freizeiteinrichtung jetzt in Häusern aus sibirischer Kiefer schlafen. Zielgruppe sind Gäste mit hohen Ansprüchen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Georg Dostmann

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news-5495 Mon, 17 Aug 2020 10:29:00 +0200 Einzelhandel: Schwäche der Großen hilft kleinen Läden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/einzelhandel-schwaeche-der-grossen-hilft-kleinen-laeden Die Corona-Krise bietet den Händlern in Kleinstädten unverhoffte Chancen - diese These hat eine renommierte Beraterfirma aufgestellt. "Freie Presse" hat in Stollberg nachgefragt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Björn Josten

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news-5490 Thu, 13 Aug 2020 07:30:00 +0200 „Innovativ durch Forschung“ den Garten pflegen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativ-durch-forschung-den-garten-pflegen Das Unternehmen Mogatec Moderne Gartentechnik GmbH ist mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ausgezeichnet worden. Der Grießbacher Hersteller von elektrischen Garten- und Forstgeräten hat sich seit Jahren einen Namen gemacht, wenn es um die Weiterentwicklung der Kernprodukte wie Heckenscheren, Rasentrimmer und Motorsägen oder komplette Neuentwicklungen geht: Das Entwicklungsteam aus Konstrukteuren und CAD-Technikern zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft aus, mit der auch eine Vielzahl an Patenten einhergeht. Die neuen Produkte entstehen sowohl unabhängig als auch in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Externe Expertise erhält das Team durch die Kooperation mit Designern, Forschungsinstituten und Universitäten aus der Region. Insgesamt stehen etwa 250 Mitarbeiter gemeinsam für die Firma Mogatec und ihre Produkte, hochwertige und langlebige Gartengeräte, stehen.

Seit 2014 würdigt der Stifterverband forschende Unternehmen für ihre besondere Verantwortung, die sie übernehmen, mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung". Der Stifterverband ist einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Neben seinem Engagement für akademischen Nachwuchs, Hochschulen und Spitzenforschung ist es ebenfalls seine Aufgabe, das deutsche Forschungs- und Innovationssystem zu untersuchen und zu bewerten

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news-5489 Wed, 12 Aug 2020 07:41:05 +0200 Musikfest Erzgebirge 2020 trotzt Corona https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/musikfest-erzgebirge-2020-trotzt-corona Die gute Nachricht haben die Festivalmacher jüngst auf alle Banner und Plakate drucken lassen: "Wir finden statt!" Das Musikfest Erzgebirge wird den gewohnten zweijährigen Rhythmus trotz organisatorischer Herausforderungen aufrechterhalten. Vom 4. bis zum 13. September 2020 finden daher fast alle geplanten Konzerte statt, wenn denn auch teilweise an neuen, den Corona-Vorgaben entsprechenden Spielorten. So wurden etwa die Stadthalle Oelsnitz oder die Nicolaikirche Grünhain ins Musikfestprogramm aufgenommen, das dieses Jahr unter dem Motto »VOM BERGE HER« steht. Namenhafte Gäste des Musikfestes sind dieses Jahr – in der Reihe »Berühmte Knabenchöre« – der Tölzer Knabenchor (11. September) oder das Vokalensemble Sonat Vox (5. September). Das festliche Abschlusskonzert am 13. September wird die renommierte Cappella Amsterdam bestreiten.  

 

Für das traditionelle "Nachtklang"-Konzert des Musikfestes, das in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur stattfindet, haben sich dieses Jahr mehr Ensembles als je zuvor beworben. Die Veranstaltung, bei der das Publikum nach mehreren kleinen Ensemble-Kostproben seinen Liebling kürt, findet dieses Jahr in der Ritter-Georg-Halle Schwarzenberg statt.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Abstandsregeln und Hygienebestimmungen sind die Eintrittskarten für das Musikfest Erzgebirge 2020 ab sofort ausschließlich per Mail erhältlich. (Link: ticket@musikfest-erzgebirge.de)

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news-5486 Fri, 07 Aug 2020 08:23:00 +0200 Erzgebirgischer Bahnhof wird zu europäischem Eisenbahnlabor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgischer-bahnhof-wird-zu-europaeischem-eisenbahnlabor Bauarbeiten bestimmen derzeit die Szenerie auf dem Gelände in der Nähe des Gewerbegebietes. Dabei wird auch die historische Bausubstanz für das digitale Zeitalter vorbereitet. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. August 2020, Antje Flath

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news-5484 Fri, 07 Aug 2020 06:27:00 +0200 Erzgebierger genießen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/erzgebierger-geniessen Des Deutschen liebstes Getränk hat eine Heimat im Erzgebirge. Wir haben Braumeister besucht. Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s. Der jahrhundertealte Spruch gilt auch im Erzgebirge, wo dies nach dem Reinheitsgebot die einzigen Zutaten neben Hefe und Wasser sind, die den Braumeistern in den Kessel kommen. Bis zu den ersten Silberfunden im 13. Jahrhundert reicht die Tradition des Brauens im Erzgebirge zurück. Die Arbeit in den Bergwerken machte durstig, der Ausschank rentierte sich. Doch nicht nur das: So exportierten die Zschopauer ihr Bier im 16. Jahrhundert nach Oberbayern, woraufhin man in München das erste eigene Hofbräuhaus errichtete – um nicht das Geld außer Landes zu schaffen. Es wuchs im sächsisch-böhmischen Erzgebirge ein Brauhandwerk, aus dem junge und erfahrene Braumeister bis heute schöpfen und neu interpretieren. Echte Durstlöscher und gute Biere finden sich entlang des Gebirgskamms zuhauf, einige haben wir uns genauer angesehen.

Der Biersommelier Max mit Blick in die Welt

Das Brauen von Manufakturbieren, Craft Beers, hat Biersommelier Max, alias Uwe Gottwald, erst 2018 für sich entdeckt. Aber 2016 gründete er bereits in Pockau-Lengefeld seine Bierfabrik Erzgebirge als Laden, wollte zeigen, wie groß die Geschmacksvielfalt weltweit ist. Denn Bier ist nicht gleich Bier und unterscheidet sich in Farbe, im Herstellungsverfahren und im Geschmack. Wer seine Tastings besucht, spürt: Der Mann ist vom Fach. Seit 2013 ist er Biersommelier, war damals der zweite Sachsens. Der Begriff des Sommeliers ist Jahrhunderte alt, ursächlich war jener ein Vorkoster am Hof und prüfte Speisen und Getränke auf Qualität. Das tut Uwe Gottwald heute auch – immer dann, wenn in seinem Laden eine neue Sorte aus anderen Ländern einziehen soll oder er eines seiner eigens kredenzten Sorten abschmeckt. Während seiner Seminare erfährt man, wie der Brauprozess mit den Rohstoffen funktioniert und welche Craft-Beer-Komposition zu welchen Speisen schmeckt.

Der Brauer mit Gastlichkeit im Blut

75 Jahre lebten die Zwönitzer abstinent – ohne eigene Brauerei. Seit 1997 sind die Braukessel im Brauerei-Gasthof Zwönitz – dem ersten im Erzgebirge – wieder in Betrieb.

Seit 2015 schaut Braumeister Dominik Naumann, der bereits ein paar Jahre vorher das Unternehmen von seinem Vater übernahm, kritisch ins Glas. Seine Intention von Beginn an: die lange, bodenständige Brautradition seiner Heimat mit der weltoffenen Experimentierfreude eines Craft-Brauers zu vereinen. 5.000 Hektoliter Bier mit Namen wie „Zwönitzer Feieromd“, „Zwönitzer India Pale Ale“ oder „Zwönitzer Rauchbier“ werden aus dem Kupfersudkessel abgefüllt. So entstehen Braukreationen, die sich vom Massenmarkt abheben. An zwei, drei Tagen pro Woche werden die Sudkessel der Brauschauanlage angeheizt und man kann dem Meister über die Schulter schauen.

Der Braumeister mit Familienhistorie

Orgelpfeifenbräu und Dampflokbier heißen zwei Sorten, die in den Braukesseln der Privatbrauerei Christian Fiedler Erzgebirgsbier zu ihrer Vollendung kommen. Die Verbundenheit zur Heimat wird in dem Familienunternehmen aus Oberscheibe bereits über die Biernamen gelebt. Bis ins Jahr 1813 reichen die Wurzeln zurück, seit 1855 verflochten mit dem Namen Fiedler. Nach einer wechselvollen Geschichte startete Christian Fiedler 1990 mit dem Kauf der Firma und einem klassischem Pilsner neu durch, investierte kontinuierlich in modernste Brauereitechnik. Heute führt Christian Fiedler gemeinsam mit Sohn Thomas in sechster Generation die Brauerei, in der 19 Mitarbeiter jährlich 18.000 Hektoliter Bier herstellen – das sind 3,6 Millionen Flaschen bzw. 180.000 Kästen Bier. 2009 gewann die Spezialitätenbrauerei beim „European Beer Star“ den Silver Award fürs Magisterbräu. Das Geheimnis hinter dem Erfolg? Christian Fiedler:

Bier braucht Heimat.

Text: Sabine Schulze-Schwarz

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Hinweis auf Herzland2020

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hERZgeschichten
news-5485 Thu, 06 Aug 2020 08:47:00 +0200 Grünhainer Firma Gazima investiert in Neubau und Technik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gruenhainer-firma-gazima-investiert-in-neubau-und-technik Das Gewerbegebiet in Grünhain wächst weiter. So hat das Galvanikunternehmen Gazima eine neue Lager- und Logistikhalle errichtet. Doch die Firma tut noch mehr, um für die Zukunft und Krisen wie Corona gerüstet zu sein. [...]

Quelle: Freie Presse vom 04. August 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5482 Mon, 03 Aug 2020 08:01:38 +0200 Erforschung digitaler Bahntechnologie im Erzgebirge geplant https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erforschung-digitaler-bahntechnologie-im-erzgebirge-geplant Die Technische Universität Chemnitz und die Deutsche Bahn AG wollen zukünftig mit Fördermitteln des Bundes Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen testen. Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Strecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg soll dafür das "Digitale Testfeld Bahn" aufgebaut werden. Bundesminister Andreas Scheuer: Wir wollen die Menschen weiter und verstärkt von der Bahn überzeugen. Das geht nur mit mehr Digitalisierung - im Zug und auf der Strecke. Im Erzgebirge wollen wir diese Technologien erforschen und testen: von digitaler Leit- und Sicherungstechnik bis hin zu Maßnahmen für besseren Empfang.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: Ich freue mich über das Bekenntnis und die Unterstützung des Bundes für dieses einzigartige und ambitionierte Projekt. Hier in Annaberg-Buchholz geht es um praxisnahe Forschung rund um die Mobilität und das Bahnfahren der Zukunft. Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten stärkt nicht nur den Innovationsstandort Deutschland, es bringt auch die WirtschaftsregionErzgebirge und ganz Sachsen weiter nach vorn. 

Kretschmer verwies darauf, dass sich die Landesregierung bereits seit langem für das Forschungsvorhaben stark macht. In dem Zusammenhang kündigte er an, dass der Freistaat die Stelle eines Koordinators finanzieren wird, der die Technische Universität Chemnitz bei der Planung, Steuerung und Realisierung der örtlichen Forschungsinfrastruktur unterstützt.

DB -Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: Die digitale Zukunft der Bahn hat im Erzgebirge bereits begonnen. Seit 2018 steuert das europaweit erste digitale Stellwerk in Annaberg-Buchholz zuverlässig den Betrieb. Jetzt bauen wir das Testfeld weiter aus und arbeiten ganz intensiv an der Nutzung des Mobilfunkstandards 5G für den Bahnbetrieb.

Rolf Schmidt, Oberbürgermeister Stadt Annaberg-Buchholz: Wir sind sehr froh darüber, dass der Bund und das Land Sachsen die gemeinsame Idee der Stadt Annaberg-Buchholz und der TU Chemnitz zur Forschung im ländlichem Raum unterstützt. Mit dem Campus Projekt soll sowohl unsere Stadt Annaberg-Buchholz als auch das Erzgebirge zu einem führenden Standort für die Erforschung von neuen Bahntechnologien entwickelt werden. Dieses Projekt wird ein wirksamer Impuls für die Umsetzung eines nachhaltigen Strukturwandels in unserer Region sein.

Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz: Wir freuen uns außerordentlich, mit Unterstützung des Bundes und des Freistaats sowie in enger Kooperation mit der Stadt Annaberg-Buchholz an einer einzigartigen Teststrecke im Erzgebirge Spitzenforschung für den hochautomatisierten und nachhaltigen Bahnverkehr der Zukunft betreiben zu können.

Zur Etablierung einer entsprechenden Forschungsplattform stellt der Bund nach erfolgter Prüfung der haushalts- und beihilferechtlichen Randbedingungen Mittel für Bau- und Anschaffungsmaßnahmen von bis zu 15 Millionen Euro bereit. Es handelt sich im Kern um drei Elemente: 

  • den Aufbau von 5G -Funkmasten, versorgenden Medien und weiteren Feldelementen entlang der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz - Schwarzenberg 
  • Modernisierung und Ausbau bestehender Gebäude entlang der Strecke mit Arbeits- und Betriebsräumen mit modernster Technik
  • die Anschaffung und Umbau von Triebfahrzeugen als Testzüge

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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