Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. www.wirtschaft-im-erzgebirge.de Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge. de-de Regionalmanagement Erzgebirge Tue, 27 Oct 2020 11:56:17 +0100 Tue, 27 Oct 2020 11:56:17 +0100 TYPO3 CMS news-5597 Tue, 27 Oct 2020 05:56:00 +0100 Exklusive Hightech-Textilien mit Bundespreis geehrt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/exklusive-hightech-mit-bundespreis-geehrt-1 Die Curt Bauer GmbH aus Aue-Bad Schlema ist am Wochenende mit dem Sonderpreis Premier-Finalist des Großen Preises des Mittelstandes 2020 geehrt worden. Mit der Verleihung der Sonderpreise beim Bundesfinale nahm der Wettbewerb um den bedeutendsten deutschen Wirtschaftspreis der Mittelständler für dieses Jahr bei einer Gala in Düsseldorf seinen Abschluss. Es ist das 26. Jahr des Wettbewerbs, bei dem bundesweit 4.970 kleine und mittelständische Unternehmen sowie wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken von mehr als 1.400 Institutionen nominiert wurden. „Die Textilbranche ist schwierig, der Weltmarkt knallhart und viele deutsche Unternehmen sehen keine andere Überlebenschance, als in Niedriglohnländern zu produzieren. Trotzdem schaffen es einige Nischenhersteller, sich erfolgreich mit deutscher und europäischer Produktion zu behaupten. Zu ihnen zählt auch die Curt Bauer GmbH in Aue-Bad Schlema, ein traditionelles Familienunternehmen“ so hieß es in der Laudatio zur Preisverleihung in Düsseldorf. Das Unternehmen fertigt hochwertige Tisch- und Bettwäsche aus Damast und technische Textilien für Kunden weltweit, vom Großkunden bis zum Fachhändler, wobei Bekleidungsdamaste sogar für Westafrika produziert werden. Das Besondere: selbst Sonderanfertigungen in Kleinserie werden nach Kundenwunsch bis ins Detail umgesetzt. Und: Hightech-Entwicklungen werden ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, Beratungsbüros und Forschungsgemeinschaften. Aktuell versucht die Curt Bauer GmbH, den steigenden Anteil technischer Textilien noch besser in die Produktionsabläufe zu integrieren. Dazu nimmt der Textilprofi an zwei Verbundvorhaben (u.a. am Netzwerk Smart composites Erzgebirge, kurz: SmartERZ) zum Aufbau von Smart Factories in der Textilindustrie und zur Effizienzsteigerung durch Produktions- und Assistenzsysteme (smartMoTex) teil. Außerdem wird an zwei Projekten des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) zur Veredelung von Stoffen mitgearbeitet.

Die Curt Bauer GmbH arbeitet mit einer stabilen Stammbelegschaft, die seit drei Jahren bei 139 Mitarbeitern liegt. Auszubildende und Praktikanten ergänzen das Team, das von den beiden Geschäftsführern Michael und Gert Bauer geleitet wird. Neben einem herausragenden Produktportfolio und Knowhow flossen in die Bewertung auch Faktoren wie soziales Engagement und Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung ein. Ein weiterer Fakt: Der Geschäftsführer Michael Bauer wurde vom Landrat des Erzgebirgskreises im Jahr 2010 zum „Botschafter des Erzgebirges“ ernannt.

Die Curt Bauer GmbH wurde zum 14. Mal in Folge für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. Die Nominierung erfolgte in diesem Jahr durch die WFE Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. „Über viele Jahrzehnte hat das Unternehmen politische Krisen gemeistert und ist immer durch viel Marktnähe und Innovation aufgefallen“, resümiert Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice der WFE GmbH. Im Jahr 1998 wurde die Curt Bauer GmbH als „Preisträger“ ausgezeichnet und 2009 mit einer „Ehrenplakette“ geehrt.

Unmittelbar nach Abschluss des 26. Wettbewerbs beginnt am 1. November dieses Jahres - mit Veröffentlichung der neuen Ausschreibung - der 27. bundesweite Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2021“.
 

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Newsmeldung
news-5595 Mon, 26 Oct 2020 11:35:04 +0100 So is(s)t das Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/si-isst-das-erzgebirge Wer im Erzgebirge regional einkaufen möchte, findet eine reichhaltige Auswahl an authentischen, vor Ort hergestellten Lebensmitteln. Die Wege zwischen einzelnen Anbietern mit ihrem spezialisierten Angebot sind jedoch oft lang. Marktschwärmereien bündeln die Vielfalt an einzelnen Orten und erleichtern den Zugang zu regionalen, saisonalen Lebensmitteln. Im Erzgebirge gibt es gleich zwei solcher Orte. Freitagnachmittag, ich stehe in Lugau auf einer kleinen Nebenstraße, die in einen Feldweg übergeht. Vor mir ein einzelnes Gebäude. Irgendwo hier soll heute ein besonderer regionaler Markttag stattfinden: eine Marktschwärmer-Verkostung. Bin ich wirklich richtig? Mein Navi sagt, ja. Also warte ich. Kurz darauf biegt ein zweites Fahrzeug ein. Katharina Barth und Marlene Rosner steigen aus.

Schwärmen für regionale Lebensmittel

Die beiden jungen Frauen organisieren normalerweise regelmäßig in Schneeberg eine Marktschwärmerei. Heute in Lugau sind sie selber Gäste. Sie erklären mir, was genau eine Schwärmerei ist und wie sie funktioniert. Es ist eigentlich ganz einfach: Marktschwärmereien sind eine Art Wochenmarkt mit Vorbestellung. Kunden bestellen über eine Online-Plattform bei teilnehmenden, regionalen Erzeugern aus deren Sortiment und zahlen ihre Ware auch gleich online. Wöchentlich kommen alle an einem Ort zusammen und die Käufer holen ihre georderten Produkte direkt vom jeweiligen Anbieter ab. Die Kunden wissen so, wer ihre Lebensmittel herstellt und können Fragen zu Produkten und deren Herkunft stellen. Die Organisatoren betreuen die Online-Plattform und kümmern sich um einen Treffpunkt für die Schwärmereien. Außerdem bauen sie einen Stamm aus Erzeugern und Verbrauchern auf und erweitern ihn ständig. So auch Katharina Barth und Marlene Rosner. Im Herbst 2016 eröffneten sie in Schneeberg die zweite Marktschwärmerei in Sachsen. Die erste gab es in Chemnitz. Dort hatte Marlene Rosner etwa ein Jahr zuvor das erste Mal selber als Kundin eine Marktschwärmerei kennengelernt. Da sie schon länger Wert auf regionale Lebensmittel legte, war sie begeistert. „Ich wollte sofort selbst eine Schwärmerei im Erzgebirge organisieren“, erklärt die Schneebergerin,

Schließlich haben wir hier in der Region viele Erzeuger, die ihre Produkte direktvermarkten. Sie sind aber über ein großes Gebiet verstreut. Die Schwärmereien bündeln das Angebot der verschiedenen Erzeuger an einem Ort.

Wer sonst regional einkaufen möchte, muss das Brot beim Bäcker nebenan kaufen, den Honig beim Imker im Nachbarort und für den erzgebirgischen Käse vom Käsehof auch schon mal 15 Kilometer oder mehr fahren. Die Schwärmereien bündeln das Angebot der verschiedenen Erzeuger an einem Ort. Auf diese Weise bekommen die Kunden einen leichten Zugang zu einem viel größeren Angebot.“ Die Idee war geboren und Marlene Rosner machte sich daran, potenzielle Käufer für eine künftige Schwärmerei zu gewinnen. 150 Teilnehmer müssen sich auf der Online-Plattform registrieren, damit es losgehen kann. 

Etwa zur gleichen Zeit lernte Katharina Barth während ihres Mutterschaftsurlaubs bei einem Ideen-Workshop der Stadt Schneeberg die Marktleiterin der Stadt, Frau Schmidt, kennen. Mit der Geburt ihres Kindes war auch das Bewusstsein der 34-Jährigen für regionale, unverfälschte Lebensmittel gestiegen. „Den Ideen-Workshop hatte ich besucht, weil ich mich engagieren wollte. Schnell kam mir die Idee, die Einkaufssituation für regionale Produkte zu verbessern.“ Noch kannten sich die beiden künftigen Marktschwärmerei-Organisatorinnen nicht. Die Marktleiterin änderte dies kurzerhand und vermittelte den Kontakt zwischen den beiden Frauen. Von nun an arbeiteten sie gemeinsam an dem Ziel, eine Marktschwärmerei in Schneeberg zu organisieren. Vor allem in Sozialen Medien, wie Facebook, rührten sie die Werbetrommel und konnten die notwendigen Interessenten gewinnen.

Auf zum großen Probieren

Während wir uns unterhalten, rollen immer wieder Lieferwagen an uns vorbei. Es sind die Erzeuger der heutigen Verkostung. Wir beschließen, ebenfalls zur Rückseite des Gebäudes zu gehen, wo die Fahrzeuge verschwunden sind. Dort bauen sich die rund 20 Erzeuger bereits Tisch an Tisch zu einer langen Tafel auf. Es herrscht reger Betrieb, Kisten werden geschleppt, Honiggläser ausgepackt, Wurst, Käse und frisches Brot in mundgerechte Stücke zum Probieren geschnitten. Ein Barista poliert seine mobile Kaffeemaschine auf Hochglanz. Am Rand steht eine Tanne. Sie ist geschmückt mit Flyern: Christbäume können ab sofort bei einem der heutigen Anbieter vorbestellt werden. Mitten im Getümmel steht Jens Kaltofen. Genauso wie Katharina Barth und Marlene Rosner die Schneeberger Schwärmerei organisieren, hat er die Lugauer Marktschwärmerei initiiert und organisiert somit die heutige Veranstaltung.

Marktschwärmereien als Vertriebsweg Jens Kaltofen ist selber Erzeuger. Er stellt im Nebenerwerb Pasta und Liköre her. Die erste Lugauer Schwärmerei hat der Endfünfziger im November 2018 organisiert. Seine Eierlieferantin hatte ihn direkt angesprochen, ob er das nicht machen wolle. „Das war im Sommer 2018. Im Herbst hatten wir dann die notwendigen Teilnehmer und konnten starten.“ Auch Erzeuger waren schnell gewonnen. „Bei denen hat sich inzwischen ein regelrechtes Netzwerk entwickelt. Viele sind bei mehreren Schwärmereien auch über das Erzgebirge hinaus aktiv“, erklärt Kaltofen. „Die meisten Erzeuger sind Direktvermarkter. Da bietet die Schwärmerei große Vorteile.

Anders als bei einem Wochenmarkt müssen sie nur mitbringen, was im Vorfeld bestellt wurde.

Der Bäcker weiß genau, wie viele Brote er am Morgen für die Schwärmerei backen muss. Auch der zeitliche Aufwand lässt sich gut planen. Wichtige Aspekte für Direktvermarkter, die kaum Personal haben und nur schwer Aushilfskräfte finden.

Die Idee der Marktschwärmer stammt aus Frankreich. Die Veranstaltungen bringen regionale Lebensmittel-Erzeuger und Verbraucher zusammen, fördern regionale Wertschöpfung und nachhaltige Esskultur. Inzwischen haben sich insgesamt 1.264 Schwärmereien in Frankreich und den Nachbarländern gegründet. In Deutschland sind es bereits 64, davon 10 in Sachsen, weitere sind im Aufbau. Nach Chemnitz eröffnete 2016 die zweite sächsische Schwärmerei im Erzgebirge in Schneeberg. 2018 kam die Schwärmerei in Lugau hinzu. Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erzeugern und Schwärmerei beträgt etwa 27 Kilometer.

Den Geschmack des Erzgebirges erleben

Inzwischen trudeln die ersten Besucher ein. Das Publikum ist bunt gemischt, genauso wie die Beweggründe der einzelnen Kunden. Die einen legen besonderen Wert auf gesunde Ernährung, andere haben sich aus ökologischen Gründen bewusst für regionale Lebensmittel entschieden. Wieder andere wollen ehrliche Produkte, die mit Handwerkskunst hergestellt sind. Die meisten Besucher sind ausgestattet mit Beuteln, Taschen und Körben. Sie sind gekommen, um die bestellten Lebensmittel abzuholen. Aber auch viele Neugierige sind da, um sich ein Bild von einer Marktschwärmerei zu machen. Der heutige Markt mit seinen zahlreichen Kostproben an den einzelnen Ständen ist genau dafür gedacht. Es wird Zeit, selber eine Probierrunde zu drehen. Ich trinke einen vorzüglichen Kaffee, probiere mich durch herzhafte Wurst vom Rind, Schwein und Lamm – aufgezogen, geschlachtet und verarbeitet vom Anbieter. Käse, Honig, Wurst, Obst und Gemüse, Brot und Brötchen, Spezialitäten mit erzgebirgischen Wildkräutern – alles ist dabei. So unterschiedlich die Produkte sind, durch die ich mich probiere, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind frisch, stammen direkt aus der Region und jedes für sich hat seinen ganz eigenen Geschmack, um nicht zu sagen Charakter. So schmeckt also das Erzgebirge – im Supermarkt sucht man diesen einzigartigen Geschmack vergeblich.

Unser Tipp: RegioErz

RegioErz heißt ein weiteres starkes regionales Liefernetzwerk, um Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu beziehen. Und das funktioniert so einfach: Brot und Brötchen, Aufstriche, Obst, Gemüse, Kartoffeln, frisches Fleisch, Getränke … bestellt man im Online-Shop. Die Leute von RegioErz gehen dann auf Einkaufstour zu den Bauernhöfen, Imkern, Käsereien, sprich Herstellern ihres Vertrauens, und stellen den Warenkorb zusammen. Dieser wird dann gegen eine kleine Gebühr bis zum Kühlschrank nach Hause geliefert – dienstags, donnerstags und freitags. Und der Clou: Bestellungen werden entspannt bis zum Vortag 16:00 Uhr entgegengenommen.

Mehr Infos: www.regioerz.de

Text: Phillip Senge

Fotos: Josephine Leonhardt-Dietrich

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5594 Mon, 26 Oct 2020 10:30:05 +0100 1000 Quadratmeter mehr Platz für Handtücher, Bettwäsche und Co https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/1000-quadratmeter-mehr-platz-fuer-handtuecher-bettwaesche-und-co Die Wäscherei Textilservice Reichel in Schönfeld ist seit dem vergangenen Jahr um mehr als das Doppelte gewachsen - zumindest was die Fläche angeht. Nun sind die Bauarbeiten für die Erweiterung abgeschlossen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24. Oktober 2020, Denise Märkisch

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news-5593 Mon, 26 Oct 2020 10:19:25 +0100 Schneeberger Kino steht vorm Neustart https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberger-kino-steht-vorm-neustart Die ersten Sitze sind eingebaut, die Projektionstechnik kommt in Kürze. In der Stadt sind künftig wieder Filme auf großer Leinwand zu sehen. Aus dem genauen Starttermin macht die Betreiberin aber noch ein Geheimnis. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24. Oktober 2020, Heike Mann

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news-5591 Mon, 26 Oct 2020 09:37:00 +0100 Firmenparkplatz wird zur Lebensinsel https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/firmenparkplatz-wird-zur-lebensinsel Mit einem Projekt will der Landschaftspflegeverband Zschopau-/Flöhatal die Bedingungen für Hummeln, Schmetterlinge und Wildbienen verbessern. Ein Unternehmen aus Weißbach geht mit gutem Beispiel voran. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5592 Mon, 26 Oct 2020 05:56:00 +0100 Scharfensteiner Seiwo Technik GmbH gestaltet neue Dauerausstellung im Verkehrsmuseum Dresden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/scharfensteiner-seiwo-technik-gmbh-gestaltet-neue-dauerausstellung-im-verkehrsmuseum-dresden Am Freitag, den 23. Oktober 2020 öffnet im Verkehrsmuseum Dresden unter dem Titel „Abfahrt!“ die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Schienenverkehrs erstmals ihre Türen. Für den Ausstellungsbau verantwortlich war die Scharfensteiner Seiwo Technik GmbH. „Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine sehr lebendige Ausstellung freuen, die insbesondere durch die geplante Licht-Dampf-Inszenierung in einem klassizistischen Gebäude, in dem man dies gemeinhin nicht vermuten würde, Eisenbahner-Flair versprühen wird“, sagt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH.

Obwohl die Planung des Ausstellungsbaus und die Fertigung von Vitrinen und anderen Installationen bei einem ohnehin schon engen Zeitplan genau in die Zeit der Coronabeschränkungen fiel, sei es für ihn und sein Team ein sehr dankenswerter Auftrag gewesen. „Das Thema Eisenbahn ist einfach immer wieder faszinierend“, so der Geschäftsführer. Sein „Lieblingsobjekt“ in der Ausstellung ist die Dampflokomotive Muldenthal. Die 1861 von der Chemnitzer Firma Richard Hartmann erbaute Maschine ist die älteste deutsche Dampflokomotive, die in weitestgehender Originalsubstanz erhalten ist. Sie war 1956 das erste Großexponat im vier Jahre zuvor gegründeten Verkehrsmuseum Dresden. „Chemnitz ist meine Geburts- und Heimatstadt. Mit der Lok wird ein besonderes Schlaglicht auf die Chemnitzer Lokomotivproduktion geworfen, die integraler Bestandteil der Geschichte der Stadt ist“, so Dr. Jan Wabst.

Die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Schienenverkehrs ist das aufwendigste Ausstellungsprojekt des Verkehrsmuseums der vergangenen Jahre: Tonnenschwere Lokomotiven, welche die vergangenen 18 Jahre in der bisherigen Eisenbahn-Ausstellung standen, wurden rangiert, neu arrangiert und neu inszeniert. „In der neuen Ausstellung können die Besucherinnen und Besucher eine spannende Reise durch die Zeit ab 1830 unternehmen und erleben, wie der Verkehr auf der Schiene die Welt revolutionierte und sie bis heute prägt“, sagt Benjamin Otto, Ausstellungsleiter des Verkehrsmuseums Dresden.

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news-5590 Fri, 23 Oct 2020 08:40:51 +0200 Je digitaler, desto zukunftsfähiger https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/je-digitaler-desto-zukunftsfaehiger Das Unternehmen PraxiMed ist ein medizinisches Fachhandelsunternehmen aus dem erzgebirgischen Zwönitz, das seit fast 30 Jahren als Dienstleister in der Medizinbranche agiert. Mit der fortschreitenden und fachgebietsübergreifenden Entwicklung des Gesundheitswesens hat sich das Portfolio nach und nach erweitert. Zu den traditionellen Produkten für Haus- und Facharztpraxen sind neue Marktbereiche wie Physiotherapie, Sportmedizin, Rehabilitation und Homecare hinzugekommen. PraxiMed steht dabei exemplarisch für den Mittelstand in Deutschland: sehr spezialisiert auf ein Branchensegment, familiengeführt, ein Unternehmen mittlerer Größe, außerhalb der Branche eher unbekannt und der Firmensitz liegt in der Tiefe des ländlichen Raums - fernab von Hubs oder Metropolen. Ein Gespräch mit Geschäftsführerin Nadine Flegel zeigt, wie mit Digitalisierung das Geschäftsmodell wirtschaftlich nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Wie definiert PraxiMed sein Geschäftsmodell?

Das Unternehmen versucht, seine Marktnische kontinuierlich auszubauen. Im ersten Schritt wurde das Produktsortiment für den Handel erweitert. Im zweiten Schritt wurde ein Dienstleistungssegment aufgebaut. Das heißt Schulungen für medizinisches Fachpersonal und Service für Gerätewartung und sicherheitstechnische Prüfungen bei den Kunden vor Ort gehören nun zum Leistungsspektrum. Dies ermöglicht eine tiefere Wertschöpfungskette als der reine Handel mit fertigen, externen Produkten. Die Dienstleistungen bringen wiederkehrende Umsätze, den kontinuierlichen Kontakt mit Kunden und damit Kundenbindung. Im dritten Schritt wird durch Digitalisierung eine nachhaltige Geschäftsmodellabsicherung und -Erweiterung aufgebaut.

Unsere Strategie ist eine Spezialisierung auf eine Marktnische, dort wollen wir einer der besten zu sein und Potentiale auszubauen. Die Spezialisierung hat den Vorteil, das Marktsegment gezielter und effizienter zu erreichen, als dass dies für einen Mittelständler im Konsumentenbereich möglich wäre. Die Anzahl der Wettbewerber ist geringer. . Das Unternehmen ist trotz der Spezialisierung relativ breit aufgestellt und hat damit Wachstumspotenzial.

Spätestens seit den 2000er Jahren reicht es nicht mehr aus, die richtigen Kundensegmente, Angebotspaletten und Einkommensarten zu einen, um ein wirtschaftlich-nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Die Digitalisierung der Prozesse, um mit der Leistung die Kunden zu erreichen und sichtbar zu sein, entscheidet heute über die Wettbewerbsfähigkeit eines mittelständischen Unternehmens.

Wo sehen Sie Ansatzpunkte, um Digitalisierung voranzutreiben?

Jedes Unternehmen muss für sich den Sammelbegriff Digitalisierung definieren. Für uns bedeutet Digitalisierung vor allem die Wandlung analoger Arbeitsprozesse in automatisierte Formate. So bilden immer mehr Bereiche des Unternehmens die Abläufe fast vollständig digital ab. Unsere Mitarbeiter arbeiten mit mindestens zwei Bildschirmen für eine bessere Übersicht über alle Prozesse. Das Ziel des papierlosen Büros ist fast durchgängig erreicht. Sei es der digitale Post- und Rechnungseingang oder die digitale Auftragsannahme. Rechnungen haben inzwischen die stolze Quote von rund 80 Prozent vollautomatisch geprüften Belegen erreicht. Im Vertrieb wird der nach wie vor notwendige klassische Außendienst durch einen Online Shop und verschiedene digitale Bestellportale, die speziell für Kunden konfiguriert werden, ergänzt. Zum Beispiel kann über ein auf Operationen spezialisiertes Portal während einer Operation in den OP-Saal ein Produkt just-in-time liefern.

Nächste Schritte sind die Verbesserung der optischen Texterkennung und der gekoppelten Workflows im Unternehmen, die momentan noch extern stattfinden. Des Weiteren ist geplant, die Kunden mit der Krankenhaustechnik direkt digital zu verbinden. Patientendaten werden bei der Untersuchung erfasst und direkt in der Patientenakte eingetragen. So hat jeder Arzt im Krankenhaus Zugriff auf die Ergebnisse der Voruntersuchungen.

Worin sehen Sie konkrete Vorteile aber auch Hürden der Digitalisierung?

Digitalisierung ist nur ein Instrument. Wir erwarten einen deutlichen Qualitätssprung im Bereich der erfassten Daten, Fehler sollen minimiert werden. Die Abarbeitung kann schneller erfolgen. Von digitalen Lösungen bei Kunden ist zu erwarten, dass eine engere Kundenbindung, das gemeinsame Wachsen mit den Kunden und natürlich der Anschluss an die Gegebenheiten der Zeit gelingen.

Die größten Hürden der Digitalisierung sind die engen rechtlichen Rahmenbedingungen, die gerade im Umgang mit Gesundheitsdaten sehr strikt sind, und natürlich auch gewisse Berührungsängste, funktionierende Abläufe auf digitale Wege zu bringen, da dann die Abhängigkeit von einer funktionierenden Technik noch wesentlich größer wird. Zudem sind der unendliche bürokratische Aufwand etwa bei Zertifizierungen, im Bankgeschäft und bei der Beantragung von Fördermitteln kritisch zu betrachten.

Wird der Mittelstand zerrieben in der Plattformökonomie?

Die These, dass kleinere Unternehmen durch Digitalisierung abgehängt werden und zwischen den großen Plattformen wie Amazon, Google oder Ali Baba zerrieben werden, lässt sich aus Sicht von PraxiMed nicht bestätigen. Als kleineres Unternehmen hat man viele Chancen, die den „Riesen“ verwehrt sind. Das Kleinsein wird dann zum Nachteil, wenn das Unternehmen über den Preis der Produkte differenzieren möchte. Dem kleineren Unternehmen fehlen oft die Größenvorteile für den Preiswettbewerb. Wir bieten dagegen unseren Kunden langfristige Konzepte, einen extrem hohen technischen Service, ein problemloses Bestellsystem, Lieferung innerhalb vertretbarer Fristen, kompetente Beratung vor Ort und am Telefon sowie kundenspezifische Lösungen, die es bei Internetriesen nicht gibt.

Natürlich verändert die Digitalisierung das Unternehmen,die Datenmengen wachsen und die Abläufe und Anforderungen an die Mitarbeiter werden komplexer. Fortwährende Schulungen zu Software und neuen Arbeitsabläufen sind unausweichlich.

Momentan findet bei PraxiMed ein Generationenwechsel statt, die „Urgesteine“ der Mitarbeiter gehen in den wohlverdienten Ruhestand und eine neue technikaffine Generation rückt nach. Dieser Wechsel wird aktiv genutzt, um Prozesse umzugestalten. Den Grundstein zur Digitalisierung hat unser Unternehmensgründer, mein Vater, gelegt. Bereits 2002 wurden die erste Produkte aufbereitet, um „shopfähig“ zu sein, erste Erfahrungen mit Suchmaschinen gemacht und als Ergebnis in 2012 unser Onlineshop frei geschalten. Natürlich sind auch Fehler passiert, sei es bei Zusammenarbeit mit großen Marktplätzen oder auch beim Aufbau von Datenbanken oder beim zur Rate ziehen externe Agenturen. Man muss viel lernen und eigene Kompetenzen im Bereich Digitalisierung aufbauen, um Dienstleister bewerten und beurteilen zu können. Und das Unternehmen gewinnt dadurch Unabhängigkeit.

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Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5589 Fri, 23 Oct 2020 08:21:37 +0200 Wie Unternehmen der Region klimaneutral produzieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-unternehmen-der-region-klimaneutral-produzieren In 30 Jahren soll in Deutschland der Ausstoß von Treibhausgas netto bei null liegen. Das erfordert auch bei Unternehmen der Region Investitionen in die Klimaneutralität. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22. Oktober 2020, Kathrin Neumann

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5587 Fri, 23 Oct 2020 06:41:00 +0200 Auf Mieternachfrage gebaut: ein "Kraftwerk" für Balkon https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auf-mieternachfrage-gebaut-ein-kraftwerk-fuer-balkon Das Oelsnitzer Unternehmen Mewa setzt auf Sonnenenergie und CO2-neutrale Produktion. Während Corona einen Versuchsstand zur Wasserstofferzeugung ausgebremst hat, wurde nun ein anderes Projekt umgesetzt. Quelle: Freie Presse vom 22.10.2020, Viola Gerhard

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news-5586 Thu, 22 Oct 2020 06:21:00 +0200 Zwei Frauen lassen Stil und Mode der 50er-Jahre lebendig werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwei-frauen-lassen-stil-und-mode-der-50er-jahre-lebendig-werden In der Annaberg-Buchholzer Innenstadt eröffnet Ende des Monats ein neues Geschäft namens "Zeitreise 1956". Der Name ist Programm. Erst vor knapp drei Jahren begann Claudia Enzmann mit dem Nähen von Kleidern und traf damit ins Schwarze bei den Damen. Quelle: Freie Presse, 21.10.2020, Denise Märkisch

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news-5585 Wed, 21 Oct 2020 08:53:01 +0200 Kurbad Actinon wird noch schöner https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kurbad-actinon-wird-noch-schoener Einen Förderbescheid in Höhe von 15,64 Millionen Euro hält die Kurgesellschaft Schlema mbH in den Händen. Der Freistaat Sachsen und der Bund unterstützen damit die Modernisierung und Erweiterung des Kurmittelhauses am Radonheilbad Actinon. Der millionenfache Zuschuss stammt aus dem Programm »Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur« (»GRW-Infra«). Unterstützt wird mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten, so dass die Gesamtsumme der Investition einschließlich Eigenanteil mehr als 19 Millionen Euro beträgt. Für die Kurgesellschaft Schlema mbH ist die Modernisierung des Kurmittelhauses das größte Bauprojekt seit der Eröffnung des Bades im Jahr 1998. Zu den geplanten Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen zählen u.a. der Neubau eines Schwimmerbeckens im Außenbereich sowie die Errichtung eines neuen Therapiebeckens für Menschen mit Handicap und für Gruppentherapien. Ziel ist es, ein zeitgemäßes Angebot für Einheimische und Gesundheitstouristen zu schaffen. Durch eine Steigerung der Besucherzahlen sollen bestehende Arbeitsplätze auf lange Sicht erhalten und zusätzliche Arbeitsplätze im Therapie- und Badbereich generiert werden. Geplant sind insgesamt vier Bauabschnitte, die sich bei laufendem Betrieb über fünf Jahre bis 2026 verteilen. 

 

"Die Kurgesellschaft sorgt für unser touristisches Image und war von der Intensität der Corona-Pandemie besonders betroffen. Nach ununterbrochenem Betrieb des ACTINON ohne einen einzigen Schließtag seit Eröffnung am 25. Oktober 1998 mussten nun die laufenden Kosten bei geschlossenem Betrieb abgefedert werden. Mit der Investition zur Modernisierung soll das Kurmittelhaus auf den neuesten Stand gebracht werden. Dass dies möglich ist, ist einerseits der kommunalen Ehe zwischen Aue und Bad Schlema und der Kraft der nun vermählten Kommunen zu verdanken, denn der Eigenanteil des kommunalen Konzerns ist bei der Gesamtsumme der geplanten Investition nicht unerheblich. Andererseits wäre das Vorhaben ohne diese besonders großzügige Förderung des Bundes und des Landes nicht möglich. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken", so Oberbürgermeister Heinrich Kohl.

 

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news-5583 Tue, 20 Oct 2020 10:37:53 +0200 Nah an der Autobahn und doch ein Leben auf dem Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nah-an-der-autobahn-und-doch-ein-leben-auf-dem-land Wo wollen Familien gerne leben? Susanne Lasch und André Prestin haben sich für Niederdorf entschieden und fühlen sich richtig wohl im Ort. Das hängt aber von vielen Faktoren ab. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Oktober 2020, Kathrin Neumann

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5582 Mon, 19 Oct 2020 12:17:48 +0200 Goldener Ski für drei sächsische Athletinnen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/goldener-ski-fuer-drei-saechsische-athletinnen Es ist die höchste Auszeichnung die der Deutsche Skiverband an Athleten/innen vergibt und dieses Jahr gehören gleich 3 Sportlerinnen aus Sachsen dazu. Jenny Nowak (SC Sohland), Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) und Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) wurden im Rahmen der DSV-Einkleidung für ihre herausragenden Leistungen der abgelaufenen Saison mit dem ,,Goldenen Ski“ ausgezeichnet.

Die 18-jährige Jenny Nowak gewann im Januar bereits Bronze bei der Junioren Olympiade in Lausanne. Doch der größte Erfolg der noch jungen Karriere folgte wenig später in Oberwiesenthal. Hier gewann die Kombiniererin vom Bundesstützpunkt Klingenthal im März bei den Junioren Weltmeisterschaften den Titel und wurde zur ersten Weltmeisterin gekürt.

Biathlon Ass Denise Herrmann gewann bei den Weltmeisterschaften 2020 in Antholz Silber in der Verfolgung sowie Silber in der Staffel. Mit Platz 3 im Gesamt Weltcup machte die aus Bad Schlema stammende Athletin ihre Saison perfekt.

Katharina Hennig, am Bundesstützpunkt Skilanglauf in Oberwiesenthal trainierend, erkämpfte sich in der Saison 2019/20 ihren ersten Podestplatz in einem Einzelrennen. Im Rahmen der Tour de Ski gewann sie Bronze über 10km Klassisch. Die Saison beendete sie auf Rang 18 der Gesamtwertung.

Quelle: skiverbandsachsen.de

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5580 Mon, 19 Oct 2020 12:06:47 +0200 Abgesagt: Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.Oktober in Zschopau https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/abgesagt-kooperationsboerse-zulieferindustrie-erzgebirge-am-21oktober-in-zschopau Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge, die am Mittwoch (21.10.2020) in Zschopau stattfinden sollte, ist abgesagt.   Angesichts des nach wie vor andauernden starken Anstiegs der Infektionszahlen kann die Kooperationsbörse in Abstimmung mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis nicht durchgeführt werden.

Die Kooperationsbörse ist eine Ein-Tages-Veranstaltung, die von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Erzgebirgskreis sowie mit der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge seit 15 Jahren organisiert wird.

 

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news-5581 Mon, 19 Oct 2020 12:06:47 +0200 Abgesagt: Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.Oktober in Zschopau https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/abgesagt-kooperationsboerse-zulieferindustrie-erzgebirge-am-21oktober-in-zschopau-1 Die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge, die am Mittwoch (21.10.2020) in Zschopau stattfinden sollte, ist abgesagt.   Angesichts des nach wie vor andauernden starken Anstiegs der Infektionszahlen kann die Kooperationsbörse in Abstimmung mit dem Landratsamt Erzgebirgskreis nicht durchgeführt werden.

Die Kooperationsbörse ist eine Ein-Tages-Veranstaltung, die von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Erzgebirgskreis sowie mit der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge seit 15 Jahren organisiert wird.

 

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Pressemitteilung Newsmeldung
news-5578 Fri, 16 Oct 2020 11:06:13 +0200 Innovation aus dem Schilderwerk Beutha bei Messe vorgestellt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovation-aus-dem-schilderwerk-beutha-bei-messe-vorgestellt Unter dem Titel " Sicherheit ist sichtbar" präsentierte sich jüngst das aus Stollberg stammende Schilderwerk Beutha auf der Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz in Dresden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Oktober 2020

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news-5574 Wed, 14 Oct 2020 13:49:00 +0200 Wie macht man aus der Krise eine Chance – Marketing und Kommunikation im Mittelstand https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-macht-man-aus-der-krise-eine-chance-marketing-und-kommunikation-im-mittelstand Erfolgreiches Duo – Friedrich GmbH und P3N MARKETING GMBH – tritt gemeinsam auf der Kooperationsbörse 2020 in Zschopau auf. Lange musste man auf die Durchführung von Messen warten, doch die Veranstalter aus dem Erzgebirge haben sich unter Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen für den Live-Kontakt entschieden. Die 15. Kooperationsbörse Zulieferindustrie findet am 21. Oktober 2020 (10.00–15.00 Uhr) in der Dreifeldsporthalle des BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Zschopau statt. Auch die P3N MARKETING GMBH (P3N) ist mit ihrem Kunden, der Friedrich GmbH (Friedrich), vor Ort.
Als im Frühjahr und Sommer Messen reihenweise abgesagt wurden und diese Situation auch noch weiter fortbesteht, musste jeder Geschäftsführer überlegen: Wie kann ich mit Kunden und Interessenten trotzdem in Verbindung bleiben und beispielsweise Innovationen in den Markt bringen?
Genau diese Herausforderung hatte auch Mathias Friedrich, Geschäftsführer der Friedrich GmbH. Die Firma fertigt als Zulieferer für internationale Unternehmen der Elektro-, Sanitär- und Automobilindustrie hochwertige Edelstahlteile im Sichtbereich. Darüber hinaus hat sich Friedrich auf die Konstruktion und den Bau von Transfer- sowie Folgeverbundwerkzeugen und Werkzeugsätzen spezialisiert. Als erzgebirgisches Traditionsunternehmen mit über 130 Jahren Erfahrung in der Metallverarbeitung wurde der Bereich Marketing und Kommunikation eher noch konservativ gehandhabt. Schrittweise waren durch P3N zwar schon Referenzen, wie ein XING-Kanal, Firmentexte und Messeunterlagen entstanden, aber die Herausforderung „zu den Kunden zu gehen“ konnte nur digital gemeistert werden. Mit der Marketing-Agentur P3N aus Chemnitz wurde in Rekordgeschwindigkeit ein Online-Kommunikationskonzept aufgestellt und umgesetzt. Neben einer komplett neuen Homepage wurden auch Kanäle wie digitale Kunden-Newsletter erschlossen und neue Produktentwicklungen hauptsächlich über Online-Kanäle sowie Gruppen und Foren im Internet bekannt gemacht.
„Ohne P3N wären wir nicht an der Stelle, wo wir heute sind“, resümiert Mathias Friedrich. War man anfangs eher skeptisch, da Marketing zahlenmäßig nicht greifbar ist, wie bespielsweise die Neuanschaffung einer Maschine, überzeugte die Resonanz von Kunden und Interessenten, darunter international tätige Unternehmen.
In sehr kurzem Zeitraum entstand ein Bündel an Kommunikationsinstrumenten, welches das Portfolio von Friedrich bekannter machte. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist gut eingespielt und bewährt sich gerade in der derzeitigen Krisensituation. P3N realisiert für die erzgebirgische Firma aus Grünhain-Beierfeld strukturiertes und zielorientiertes Marketing mit überregionaler PR- und Social Media-Arbeit.
Mathias Friedrich schätzt das Team von P3N für sein proaktives Agieren und Know-how im technischen Mittelstand: „Da kommen Vorschläge mit konkreten Umsetzungsplänen, die zeigen, dass man uns und unsere Kunden versteht und unsere Sprache spricht.“
Friedrich hat sich ebenfalls mit zwei eigenen Produktmarken für den Garten und den Innenausbau in der Nische profiliert. Die Erddämpfer der Marke BEGA sind im ökologischen Gartenbau gefragt und die acero-Duschrinnen kommen in modernen Bädern zum Einsatz. Ebenso sind die Desinfektionssäulen der Marke acero bereits bei mehr als 300 Einrichtungen, Geschäften, Schulen, Banken und Museen im Einsatz, so z. B. in der Westsächsischen Hochschule Zwickau und in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf. Um der Verbreitung von Infektionen vorzubeugen sowie die Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen wurde vor Kurzem eine Erweiterung des Produktspektrums um einen mobil einsetzbaren Desinfektionsmittelständer abgeschlossen.
Wenn Sie sich selbst überzeugen wollen, wie professionelle Kommunikation Ihr Geschäft voran treiben kann, besuchen Sie uns bei der 15. Kooperationsbörse Zulieferindustrie am 21. Oktober 2020 am Stand-Nr. 95 in Zschopau.
Seit Jahren hat sich dieses Konzept der Ein-Tages-Messe unter dem Motto „Informieren – Kontaktieren – Kooperieren“ an den jährlich wechselnden Standorten im Erzgebirge bewährt und ist bereits für viele mittelständische Unternehmen zu einem festen Termin im Kalender geworden.

Über die Friedrich GmbH
Mit über 50 qualifizierten Mitarbeitern, darunter 4 Lehrlingen, hat sich die Friedrich GmbH einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen.
Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Kundenbeziehungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

Über die P3N MARKETING GMBH – Die externe Marketing- und PR-Abteilung für den Mittelstand
Die P3N MARKETING GMBH hat sich in Marketing und Kommunikation in mittelständischen Fertigungsunternehmen und überregionalen Forschungseinrichtungen fest etabliert. Als externe Marketing- und PR-Abteilung übernimmt das Team aus Natur-, Betriebs-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern verantwortlich die Presse- und Medienarbeit, Social Media Betreuung, Fachartikel und Referenzen, Innovationsmarketing- und Messemanagement. Bei P3N wartet man nicht auf Texte vom Kunden, sondern schreibt diese selbst. Ganz gleich, wie erklärungsbedürftig oder beratungsintensiv Produkte und Dienstleistungen sind, mit Marktwissen, dem Verständnis für Zielgruppen und der Auswahl der richtigen Instrumente gestaltet P3N Maßnahmen für mehr Bekanntheit, Neukundengewinnung, Kundenbindung und Image.
Innovationen sind der Motor wirtschaftlichen Erfolgs. Damit es stets rund läuft, müssen alle Zahnräder optimal ineinandergreifen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die externe Kommunikation professionell bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen auf die Geschäftsziele abgestimmt. Immer wieder neu denken, unkonventionelle Wege gehen und die Kunden unserer Kunden stets im Blick haben, sind dabei Prämissen.

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news-5573 Wed, 14 Oct 2020 13:05:00 +0200 Boom statt Krise: Netzteile aus Drebach gefragter denn je https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/boom-statt-krise-netzteile-aus-drebach-gefragter-denn-je-1 Weil in der Medizin und im Online-Handel neue Geräte benötigt werden, steigt bei der Puls Vario GmbH die Zahl der Aufträge auch in Corona-Zeiten. Personell stößt die Firma dadurch jedoch an Grenzen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 10. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5568 Tue, 13 Oct 2020 08:20:00 +0200 Ein Roboter im Restaurant: Amy serviert im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ein-roboter-im-restaurant-amy-serviert-im-erzgebirge In einem Hotel in Eibenstock werden die Gäste jetzt auch von einer Maschine bedient und unterhalten. Ein Modell für die Zukunft? [...]

Quelle: Freie Presse vom 08. Oktober 2020, Heike Mann und Oliver Hach

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news-5569 Mon, 12 Oct 2020 09:30:00 +0200 Neue Ideen halten Mühlenrad in Schwung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/neue-ideen-halten-muehlenrad-in-schwung Von weitem schon ist es eine Augenweide: das historische Ensemble aus ehemaligem Blaufarbenwerk und Mühlenkomplex an der Zschopau. Was die Wenigsten wissen ist, dass sich hinter den historischen Mauern der erstmals 1563 erwähnten Mühle ein sehr erfolgreicher und prämierter Lebensmittelbetrieb verbirgt: das Familienunternehmen Rolle Mühle. Die Firma steht beispielhaft für viele im Erzgebirge, die moderne Firmenpolitik leben und sich dennoch ihrer großen Tradition bewusst sind. Im Mittelpunkt des Müllerhandwerks steht ein auf den ersten Blick ziemlich gewöhnliches Alltagsprodukt: Mehl. Doch Mehl ist nicht gleich Mehl und so steckt in jedem gemahlenen Korn immer jede Menge neuer Ideen, um am hart umkämpften Markt, seinen Platz zu finden.

„Man lebt nicht nur für sich allein“

– das Credo ihres Vaters wurde Anne Rolle-Baldauf quasi in die Wiege gelegt und auf ihrem Spielplatz, dem Mühleareal, von klein auf weitergegeben. Seit 164 Jahren schon liegt der Duft nach frischem Korn in der „Rolle-Mühle“ in Waldkirchen in der Luft. Bäckermeister Carl Friedrich Rolle, der Urururgroßvater von Anne Rolle-Baldauf, erwarb einst das Grundstück des ehemaligen Blaufarbenwerkes*, um immer für Nachschub an Mehl für seine eigene Bäckerei und die umliegenden Handwerker zu sorgen. In sechster Generation mit den Geschäftsführern Dr. Thomas und Frank Rolle in Familienhand gedenkt man heute nicht nur im Firmennamen C.F Rolle GmbH dem Gründer, sondern lebt die Familientradition mit großer Verantwortung und Weitblick weiter. Für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln, also umweltfreundliche und soziale Unternehmensführung, verlieh das Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr der Mühle den Umweltpreis. Zu Buche schlug dabei auch, dass man sich seit Jahren die Wasserkraft des Flusses zunutze macht und sich so, wenn genug Wasser fließt, eine autarke Komplettversorgung aus regenerativer Energie sichert. An arbeitsfreien Wochenenden kann sogar Strom ans Netz abgegeben werden. Sich die Natur zunutze machen – und ihr etwas zurückgeben, wie mit dem Einbau einer Fischtreppe, ist ein Gleichgewicht, das für die Familie Rolle selbstverständlich ist.

Der Spezialist für Spezialisten

„Wir sind klein und mittelständisch. Eine große Industriemühle würde so nicht überleben“,

40 Tonnen Getreide werden pro Tag vermahlen. Die Mühlenlandschaft hätte sich sehr verändert. Wo früher in jedem dritten Dorf mit „Wind- und Wasseranschluss“ eine Mühle stand, ist die Landschaft längst ausgedünnt. Zum Vergleich: Laut Verband Deutscher Mühlen gab es im Jahr 1950 19.000 Mühlen in Deutschland, heute sind es noch 550 – und die C.F. Rolle Mühle ist die einzige im Erzgebirge. Ideenreichtum ist gefragt, um am Markt zu bleiben und nicht dem Mühlensterben zum Opfer zu fallen. Die Waldkirchener Mühle hat sich deshalb zum Spezialisten für Spezialisten entwickelt. Was das heißt? Ein Blick in den Mühlenladen zeigt es: Backmischungen für Brote und Kuchen, eine Vielfalt an Mehlen aus regionalen Getreideernten, von Gelbweizenmehl über Emmer-Vollkornmehl bis hin zum Roggenmehl, Brot in Dosen bis hin zu Säcken mit ganzem Korn. Alles hübsch abgepackt für den Endverbraucher. Zwischen bekannten finden sich auch historische, sogenannte vergessene, Mehlsorten. Die handlichen Packungen sind bedruckt mit der Dachmarke „Landgemacht“. Es ist ein Label, das für unverfälschte Bio Produkte steht und gleich mehrere sächsische Bio Produzenten unter einem Dach vereint. Ein paar Türen weiter sind die Abpackungen größer – Mehlsäcke für Bäcker aber auch Kunden aus der verarbeitenden Industrie deutschlandweit. Und der fertig gebackene Bio-Stollen aus dem Erzgebirge wird gar EU-weit geliefert. Der Bioanteil insgesamt ist auf 45 Prozent gewachsen, der Rest sind konventionelle Spezialmehle. Die Bio-Tendenz ist steigend. Dazu braucht es natürlich eine solide Basis an Bio-Bauern. „Zum Glück besinnen sich immer mehr darauf. Aber der Umstellungsprozess von konventionell auf Bio ist aufwendig und dauert bis zur Anerkennung drei Jahre“, erklärt die Mühlen-Fachfrau. Der Rolle-Mühle gelang indes der Einstieg ins Biogeschäft gut, das Sortiment wurde konsequent seit dem ersten Bioprojekt mit sächsischer Ernte im Jahr 1993 stetig erweitert. Mitarbeiter wurden speziell zu dem Thema geschult. Schon 1994 eröffnete man den Mühlenladen, der heute eine Schatzkiste an regionalen Lebensmitteln ist, in dem auch Produkte von anderen regionalen Herstellen auf die Ladentheke kommen. Was über allem steht, ist, Authentizität und Ehrlichkeit. Hinzu kommt ein Produktionsanteil an Lohnabfüllung. Diese nutzen Landwirte, um ihr eigenes gemahlenes Korn unter ihrer Marke zu verkaufen.

Was das Mühlenrad immer weiter dreht

Vom anfänglichen Beliefern von Großhändlern bis zu vielen Hof- und Bioläden und Supermärkten in der ganzen Republik heute: Dahinter steckt eine Erfolgsgeschichte, die manche Hürde barg. So war beispielsweise der Weg in die hart umkämpften Supermarktregale ein langwieriger. Vielleicht sind es genau jene Herausforderungen, die das Mühlenrad der Familie Rolle und ihren 25 Mitarbeitern immer unermüdlich weiter dreht – und das in zwei Schichten, zu Hochzeiten in der Backsaison auch dreischichtig. Fachkräfte zu finden sei schwer, erzählt Anne Rolle-Baldauf. Vier ausgebildete Müller sind beschäftigt in dem Unternehmen, das Wert auf ein gutes und vor allem familiäres Arbeitsklima legt. Der Lehrberuf heißt Verfahrenstechnologe in Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, für den es in Deutschland nur zwei Schulen gibt. Um das Handwerks des Müllers zu erlernen, braucht es vor allem Fitness und ein Interesse für Natur und Umwelt. Der Mahlprozess vom Korn zum Mehl ist komplex und besteht aus mehreren Stufen. Deshalb wurde auch im Frühjahr diesen Jahres der Maschinenpark modernisiert, um den wertvollen Rohstoff der Natur, maximal auszunutzen. Und Mehl ist eben nicht gleich Mehl, variiert in Körnung und Mischung. Eine gleichbleibende Qualität ist dennoch das A und O für die Kunden, bei einem reinen Naturprodukt manchmal ein Drahtseilakt. Um immer höchste Qualität zu liefern, wird deshalb im betriebseigenen Labor jede Charge genau unter die Lupe genommen.

Was die Herzen der Müller lang schlagen lässt

Die Rolle-Mühle ist ein klassisches Familienunternehmen seit 1856, der Name des Urgründers Carl Friedrich Rolle bis heute im Firmennamen – mit dem Zusatz: Die Mühle mit Herz. Das Herz des Firmengründers schlug 101 Jahre lang, Anne Rolle-Baldaufs Großvater Hans Rolle trifft man mit über 90 Jahren noch heute ab und an im Unternehmen an. Trotz Enteignung 1972 blieb er durchgängig Direktor. . Was alle Vorfahren eint und das hohe Alter vielleicht dankt, ist der Wille, sich so gesund wie möglich zu ernähren. Anne Rolle-Baldauf hat ihre Kindheitserfahrungen mit dem Studium der Ernährungsökonomie fachlich auf breite Füße gestellt. Ein Job in Kanada lockte nach einer Praxiszeit dort. „Ich hätte es einfach nicht gekonnt, für immer zu bleiben, bin mit der Familie hier sehr verbunden. Und wer einmal zu Weihnachten nicht zuhause war, weiß: Da stirbt man fast als Erzgebirger“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern. Und da ist es nicht der Weihnachtsstollen aus dem speziellen Stollenmehl aus der familieneigenen Mühle mit Herz, der Sehnsüchte nach Heimat weckt – sondern auch die erzgebirgische Landschaft selbst, in die dieses architektonische Kleinod eingebettet ist.

*Blaufarbenwerk: Das Zschopenthaler Blaufarbenwerk war im Jahr 1649 gegründet worden. Es ist eine Cobalterzaufbereitung, also eine klassische Folgeindustrie des Bergbaus im UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Das Hergestellt blaue Kobaltfarbmehl, das zur Bemalung von Porzellan und Keramik genutzt wurde.

Hintergrund:

Das Erzgebirge ist ein starker Industriestandort im Grünen mit den meisten verarbeitenden Unternehmen in Sachsen. Mit 33 % der Beschäftigten liegt der Branchenanteil deutlich über den Vergleichszahlen von Sachsen (20 %) und von Deutschland (21 %). Ein oftmals jahrhundertelanger Erfahrungsschatz und ein daraus gewachsenes spezifisches Knowhow sind für viele Unternehmen eine solide Basis, auf die sie ihre neuen Ideen – Nischenprodukte und Sonderanfertigungen – stellen. „Innovation aus Tradition“ sozusagen in einer Region, der eine über 800jährige Bergbaugeschichte zugrunde liegt und die heute den Titel „UNESCO-Welterbe“ tragen darf.

Die Branche der Ernährungsindustrie macht am Gesamtmarkt des verarbeitenden Gewerbes mit mehr als 20 Beschäftigten im Erzgebirge 9 Prozent aus, sachsenweit sind es 13 Prozent. Das sind auf diese Unternehmensgröße bezogen etwa 21 Unternehmen von insgesamt 420.

Foto und Text: Sabine Schulze-Schwarz

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Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5567 Mon, 12 Oct 2020 08:12:00 +0200 Urlaub in Auerbach bringt Hauskauf ins Rollen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/urlaub-in-auerbach-bringt-hauskauf-ins-rollen Einst Mädchenheim, später Vereins-"Stübchen", zuletzt Feuerlöscher-Lager - der Dreiseithof im Burkhardtsdorfer Weg 1 hat eine wechselvolle Geschichte. Nun will ein Ehepaar ein neues Kapitel aufschlagen. Das ist genau genommen ihren beiden Hunden zu verdanken. [...]

Quelle: Freie Presse vom 08. Oktober 2020, Viola Gerhard

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news-5570 Sat, 10 Oct 2020 10:19:00 +0200 Landessieger des Kinder-Garten-Wettbewerbs stehen fest https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/landessieger-des-kinder-garten-wettbewerbs-stehen-fest Kultusminister Piwarz zeichnet drei Landessieger mit je 2.500 Euro aus Dresden, Dohna und Oelsnitz, Sonderpreis geht nach Ebersbach. Die drei Landessieger des 6. Sächsischen-Kinder-Garten-Wettbewerbs stehen fest. Sie kommen aus Dresden, Oelsnitz und Dohna. Kultusminister Christian Piwarz hat ihnen heute (8. Oktober) in einer feierlichen Auszeichnung ihr Preisgeld von je 2.500 Euro überreicht. Auch ein Sonderpreis von 1.000 Euro wurde vergeben. Dieser geht nach Ebersbach. Der Garten der Kita ist ein generationsübergreifender Begegnungsort. Er steht nicht nur den Kindergartenkindern zur Verfügung, sondern auch anderen Kindern, Jugendlichen und Senioren von Ebersbach.

 

»Die Kinder, Erzieher und Eltern haben gemeinsam einen grünen, kreativen Daumen bewiesen. Mit viel Fleiß und Freude haben sie kleine Oasen geschaffen, die zum Entspannen und Lernen einladen. Nun können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten«, freute sich Christian Piwarz, der Schirmherr des Wettbewerbs ist. Der Minister machte deutlich, dass durch dieses Projekt bereits die Kleinsten an die Natur, den Umweltschutz und an gesundes Aufwachsen herangeführt werden. »Kinder lernen spielend und ein Garten bietet dafür viele Anreize", erklärte Piwarz.

 

Insgesamt haben 47 Kindertageseinrichtungen unter dem Motto »Unser Kinder-Garten – ein nachhaltiger Bildungsraum« am Wettbewerb teilgenommen. Die Idee wird nunmehr seit zwölf Jahren erfolgreich in einem dreistufigen Verfahren innerhalb von zwei Jahren durchgeführt. In der ersten Stufe erfolgt die Auswahl der 30 Besten, die ein Preisgeld von jeweils 400 Euro erhalten. Daraus werden dann in der zweiten Stufe die zehn besten Kitas mit jeweils 1.000 Euro gekürt. Am Ende stehen die drei Landessieger fest. Neben den Preisgeldern erhalten die Kitas vor Ort eine fachliche Beratung zu den Projekten. Bisher konnten über den Kinder-Garten-Wettbewerb und das Begleitprogramm über 1.000 Einrichtungen in Sachsen erreicht werden.

 

Der Wettbewerb wird vom Kultusministerium gefördert. Projektträger ist die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. Weitere Informationen stehen unter www.slfg.de oder auf dem Kita-Bildungsserver www.kita-bildungsserver.de.

 

Die drei Preisträger sind:

 

SPERRFRIST BIS DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2020, 16:00 UHR

Dresden:

Evangelischer Kindergarten »Regenbogen«, Dresden

 

Erzgebirgskreis:

Christliche Kita »Kastanie«, Oelsnitz

 

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

Kita »Am Fuchsbau«, Dohna

 

Ein Sonderpreis über 1.000 Euro konnte vergeben werden an:

Evangelische Kita Ebersbach, Landkreis Görlitz

 

Herausgeber:

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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news-5565 Wed, 07 Oct 2020 11:49:58 +0200 Smart Rail Connectivity Campus: Projekt zieht weitere Firma nach Annaberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/smart-rail-connectivity-campus-projekt-zieht-weitere-firma-nach-annaberg Der Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) wächst weiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 07. Oktober 2020

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news-5562 Wed, 07 Oct 2020 10:27:00 +0200 Cowboys und Goldgräber bringen sich in Geyer in Stellung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/cowboys-und-goldgraeber-bringen-sich-in-geyer-in-stellung Die ersten Wild-West-Tage finden guten Zuspruch. Sie waren für die Investoren der künftigen Westernstadt "Old Miners Creek" eine Standortbestimmung. Die City soll 2022 unweit des Freizeitbades öffnen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. Oktober 2020, Lothar Müller

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news-5561 Tue, 06 Oct 2020 10:12:00 +0200 C 47 in Zschopau: Von der Ruine zur Kreativwerkstatt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/c-47-in-zschopau-von-der-ruine-zur-kreativwerkstatt "C 47" steht nicht nur für die Adresse eines alten Zschopauer Hauses, das saniert wird. Es ist zugleich die Bezeichnung einer Vision für dieses Objekt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. Oktober 2020, Andreas Bauer

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news-5563 Mon, 05 Oct 2020 14:42:22 +0200 Chemnitz 2025 nimmt die Region mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/chemnitz-2025 Auf ihrem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 nimmt Chemnitz die Welterberegion Erzgebirge mit und verbindet geschickt das gemeinsame kulturelle Erbe sowie industrielle sowie die regionale Nähe für die gemeinsame Zukunft als Kulturregion. Am vergangenen Wochenende haben acht Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Annaberg-Buchholz, Aue- Bad Schlema, Augustusburg, Freiberg, Limbach-Oberfrohna, Oelsnitz, Schneeberg und Mittweida insgesamt zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler zu kurzen Stippvisiten ein, um die Region vorzustellen.  Geplant, für 2025, ist ein Skulpturen-Parcours der sich mit den wechselvollen und individuellen Geschichten auseinandersetzen soll. Auch wenn die Bewerbung nicht von Erfolg gekrönt sein sollte, so zeigt diese Idee doch ganz offensichtlich, dass gemeinsam besser geht, als einsam.

Gemeinsam entworfene Vorhaben und kulturelle Projekte können so - unabhängig vom finalen Erfolg der Bewerbung - weiterentwickelt werden und egal ob Kulturhauptstadt oder nicht: Chemnitz und das Umland, zu dem das Erzgebirge unzweifelhaft gehört, haben das Potenzial für eine starke Region und das wird schon mit der Bewerbung deutlich. 

Am 22. Oktober wird entschieden, welche deutsche Stadt in das Rennen um die Entscheidung  für die Europäische Kulturhauptstadt 2025 geschickt werden soll.

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news-5560 Sat, 03 Oct 2020 11:45:00 +0200 Baby vom 3. Oktober heute selbst Papa https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/baby-vom-3-oktober-heute-selbst-papa 30 Jahre Einheit: Wer, wie Timo Flor aus Rittersgrün, ab 1990 geboren wurde, kennt die DDR nur noch aus Erzählungen. Doch entgegen dem Trend, wollte Timo Flor nie von hier weg. [...]

Quelle: Freie Presse vom 02. Oktober 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5559 Fri, 02 Oct 2020 15:10:00 +0200 Gantner Instruments Zwönitz feiert 10-jähriges Firmenjubiläum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gantner-instruments-zwoenitz-feiert-10-jaehriges-firmenjubilaeum und setzt Spatenstich für Bau eines weiteren Firmengebäudes 25.09.2020 Im September 2010 im erzgebirgischen Zwönitz gegründet, ist die Gantner Instruments Environment Solutions GmbH in den vergangenen 10 Jahren zu einem Weltmarktführer für die Überwachung und Regelung von Solar-Großanlagen aufgestiegen.

Aktuell liefert Gantner Instruments eine Komplettlösung zur Überwachung und Solarparkregelung für den 187MW Solarpark „Weesow-Willmersdorf“ der Energie Baden-Württemberg „EnBW“. Der Solarpark ist das größte ohne EEG-Förderung umgesetzte Photovoltaik-Projekt in Deutschland. Insgesamt werden rund 465.000 Solarmodule verbaut, durch den damit erzeugten Strom können jährlich etwa 129.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Gantner Instruments entwickelt und produziert Spitzentechnologie zu 100% in Deutschland, die bereits in 37 Ländern auf fünf Kontinenten eingesetzt wird. Geschäftsführer Jörg Scholz und seine Mitarbeiter sind mit Recht stolz darauf, Teil der rasanten und zukunftsweisenden Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energien zu sein.

Vor nur drei Jahren ist Gantner Instruments aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in ein hochmodernes, innovatives Firmengebäude „mit herausragendem Design“ eingezogen. Dies hat laut Jörg Scholz dazu beigetragen den Anspruch auf Qualität und Individualität der Produkte auch nach außen sichtbar zu machen. „Dadurch konnten wir deutlich mehr Kunden überzeugen, mit Gantner Instruments zusammenzuarbeiten. Mit dem Bau eines weiteren Firmengebäudes legen wir nun den Grundstein für das weitere beschleunigte Wachstum. Seit längerer Zeit arbeiten wir erheblich über unserer Kapazitätsgrenze und aktuell prognostizieren all unsere Großkunden ein deutliches Wachstum für die nächsten Jahre und erwarten von uns, unsere Kapazitäten deutlich zu erweitern. Gleichlautende Signale kommen aus der Politik und Finanzwelt.“ so Jörg Scholz in seiner Festrede zum Jubiläum, bei dem auch der Spatenstich für das weitere Firmengebäude gesetzt wurde. Realisiert wird das Projekt wie beim ersten Gebäude von der Zwönitzer Firma Gerlach Haus.

Jörg Scholz bedankte sich in seiner Rede bei allen am Erfolg Beteiligten, unter anderem bei den unter den Gästen weilenden Kooperationspartnern, der Stadt und dem Gewerbeverein Zwönitz, den Vertretern der Wirtschaftsförderung Erzgebirge, sowie seinen Mitarbeitern, für die großartige Unterstützung.

Beim Festakt zum Firmenjubiläum würdigte Ehrengast Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer die Leistungen von Gantner Instruments und wünschte Jörg Scholz und seinem Team viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer ambitiösen Ziele.

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news-5558 Thu, 01 Oct 2020 07:10:00 +0200 From Zwäntz to Milan https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/from-zwaentz-to-milan Und dann New York! Was für ein Riesenerfolg für Designerin Ina Riedel! Auf der größten Modemesse Italiens hat das Zwönitzer Unternehmen „Kleiderwahnsinn“ abgeräumt. Mit Ihrer Kollektion „Black Pearl“ holte sie sich den European Fashion Award 2020. Der Erfolg hält aber noch eine Überraschung bereit. Das Ticket zur nächsten New York Fashion Week ist der Designerin damit sicher.

Seit über 13 Jahren führt Ina Riedel ihr Geschäft, zunächst in Lößnitz und seit 2018 in Zwönitz in der Bahnhofstraße 43. Seit 2013 bietet die findige Geschäftsfrau zusätzlich zu Brautkleidern von bekannten Herstellern auch eine eigene, selbst designte Kollektion an.

Unter dem Label „Black Pearl“ trifft sie den Trend mit märchenhaften, barocken, aufwendig-exotischen Kleidern mit einem Hauch Gothic. „Für Kundinnen die eben kein weißes Kleid suchen und das Kleid gern später zu einem anderen Anlass noch einmal tragen möchten“, betont Ina Riedel. „Ebenso können individuelle Wünsche berücksichtigt werden, so dass fast jedes gefertigte Kleid ein Unikat wird.“

Nach Mailand brachte die Zwönitzer Unternehmerin übrigens der Zufall: Bei Facebook wurde ein Fotograf auf die charakterstarken Modelle aufmerksam und lud so das Label nach Mailand ein.

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news-5556 Mon, 28 Sep 2020 13:55:19 +0200 120 Jahre, doch keines so verrückt wie 2020 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/120-jahre-doch-keines-so-verrueckt-wie-2020 Die Bäckerei Neubert in Erla-Crandorf investiert in die Zukunft und feiert eine lange Tradition. Ein Gewerk mit süßen Produkten zieht eine bittere Bilanz. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. September 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5555 Fri, 25 Sep 2020 11:36:43 +0200 Die besten Fans der Liga https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/die-besten-fans-der-liga – ein Motto, das in großen Lettern am Rand des Eisstadions prangt. Darunter stehen Hunderte wartende Fans, ausgestattet mit Schals, Wolfsmützen und Shirts sowie Trommeln und Tröten. Spielte sich dieses Szenario im letzen Jahr noch jedes Wochenende ab ist es derzeit ein Bild was aufgrund der aktuellen Situation verblasst ist und viele treue Fans mit Wehmut erfüllt. Wir berichten von unserem Besuch bei den Wölfen aus der letzten Saison und hoffen inständig auf bald wieder bessere Zeiten! Stimmungsvoll, laut vibrierend und voller Freude werden die Eishockey-Spieler der Schönheider Wölfe begrüßt. Auffällig: viele Familien – auch mit kleinen Kindern – sind ins Eisstadion geströmt. Beim Startschuss des Spiels gegen die Eisbären Juniors Berlin formiert sich im Schönheider Fanblock sofort eine riesige rot-blaue Fahne. Es ist ein Banner, das sich fast über den gesamten Block zieht. Daneben funkeln unzählige Wunderkerzen. Ich habe Gänsehautgefühl. Die Faszination Eishockey spüre ich hier überall, unter den Fans, den freiwilligen Helfern und natürlich den Spielern und Trainern. Mischt man sich wie ich mitten unter die Leute, hört man viel über die Erfolge der letzten Saison, die tollen Spiele, die familiäre Stimmung, den Trubel. Schließlich seien sie die besten Fans der Liga.

Dieses Fieber – das Brennen für den Verein – erlebe ich aber nicht nur hier im Fanblock, sondern auch hinter der Bande, und das bereits lange vor dem Spielanpfiff. Benjamin Fritzsch sorgt noch kurz vor Spielbeginn dafür, dass die Fans später an der Bande wirklich einen guten Durchblick haben. Er putzt die großen Scheiben oberhalb der Werbetafeln, einfach so: „Ich bin ein Fan und versuche so, meinen Verein zu unterstützen. So gut ich eben kann.“ Der 29-Jährige schmunzelt: „Das Putzen gehört dazu. Das ähnelt dem normalen Fensterputzen. Nur hier sind die Fenster eben größer.“ Und schon taucht er den Lappen wieder ins Wasser, dreht sich von mir weg. Ein paar Schritte weiter kommt mir Sanitäter Kai-Uwe Walther vor meinen Schreibblock gelaufen – den großen Sanitätsrucksack auf dem Rücken. Er stammt aus dem benachbarten Auerbach, trägt den Notfallrucksack heute vertretungsweise. Rufen die Schönheider Wölfe, ist der Sanitäter sofort zur Stelle: „Mein Sohn hat hier angefangen, Eishockey zu spielen. Jetzt ist er in Chemnitz aktiv. Da muss ich etwas zurückgeben.“ Der Vereinszusammenhalt sei hier in Schönheide etwas ganz Besonderes. Einfach, weil der Verein vergleichsweise klein ist, scheint jeder mit jedem verbunden zu sein. „Die Stimmung ist gerade bei einem Sieg einzigartig.“ Und heute beim Meisterschaftsauftakt der Regionalliga Ost ist die Spannung im Stadion mit Händen greifbar.

Seit über 80 Jahren wird in Schönheide Eishockey gespielt. Trainer Sven Schröder ist seit der Spielsaison 2017/2018 an Bord. Dazu gehören natürlich Spieler aus der Region Erzgebirge/Vogtland, aber auch aus Selb, Dresden, Crimmitschau und Tschechien. „Der Zusammenhalt hier ist toll, jeder kennt jeden, die Fanbase ist einfach unschlagbar. So viel unentgeltliche Hilfe, ehrenamtliche Bereitschaft. Das macht das Arbeiten hier so spannend“, erzählt mir der Trainer. Zustimmendes Nicken auch bei Spieler Christoph Rogenz [Spieler von 2017 - 2020] . Er kommt aus Bad Muskau hierher in den Schönheider Wolfsbau. Vor jedem Training, jedem Spiel nimmt er die lange Fahrtstrecke auf sich. Aus gutem Grund: „Der Teamspirit hier stimmt einfach und es macht Spaß, mit den Jungs zu spielen. Besonders in der letzten Saison.“ Mit diesem kleinen Nachsatz verweist der Spieler auf den Wahnsinnserfolg: In der Saison 2018/2019 wurden die Schönheider Wölfe Regional-Ost-Meister und Regional-Nord-Ost-Meister. Rogenz freut sich weiter: „Schönheide ist ein kleines Dorf und gefühlt unterstützt uns hier jeder.

Die Fans stehen hinter uns. Im positiven Sinne sind sie verrückt.

Der Verein ist eine Art Aushängeschild.“ Ein Aushängeschild für Zusammenhalt,
für die Region, für eine lange Eishockey-Tradition.

Auch Karl-Heinz und Irene Lenk – beide über 80 – sind Teil dieser großen Eishockey-Familie. Sie stehen zu ihrem Verein und helfen, wo sie nur können. Karl-Heinz ist die gute Seele des Vereins. Er bringt Werbebanner an, übernimmt Handwerksarbeiten jeglicher Art. Letztens hatte ein Puck die Kampfrichterscheibe durchschlagen. Lenk hat sie kurzerhand ausgewechselt. Heute treffe ich ihn draußen am Tor als Wächter. Er lässt den Bus der Eisbären Juniors Berlin aufs Gelände fahren. Seine Frau Irene kommt ein wenig später, dieses Mal nur zum Anfeuern am Rand der Eisfläche. Montags und mittwochs aber packt sie alle Trikots – gut 60 Stück – ein und beginnt ihren Waschmarathon. Und sie hilft, die Kabinen für die Jungs sauber zu halten. Bis vor zwei Jahren hat sie noch den Fan-Shop betreut. Beide stehen zu ihrem Verein und das, obwohl sie gar keine geborenen Schönheider sind. Nach 1990 kam Irene Lenk durch eine Beschäftigungsmaßnahme zu den Schönheider Wölfen. Sie infizierte ihren Mann mit dem Eishockey- Fieber. Beide blieben bis heute hängen: „Das hier ist eine Gemeinschaft positiv Bekloppter. Es ist eine Ehre, dabei zu sein“, ruft mir Karl-Heinz Lenk nach. Und er schwärmt weiter: „Eishockey ist eine Krankheit. Wenn du einmal mit dem Virus befallen bist, dann bleibt das so. Solange wir krabbeln können, machen wir hier noch etwas Nützliches. Das ist unsere Motivation.“ Vielleicht auch, weil der eigene Sohn Holger und ein Enkelsohn vom gleichen Virus befallen sind.

Holger Lenk trainiert zusammen mit Dana Reimann den Nachwuchs, der auch heute wieder in der Spielpause die Eisfläche erobert und zeigt, was er drauf hat. Dana war selbst Eishockey-Spielerin. Machte ihre ersten Schritte mit fünf oder sechs Jahren hier auf dem Eis, kam dann zum Nachwuchs nach Crimmitschau und dann nach Berlin. Von der Schülerbundesliga in die Frauenbundesliga. 2013 holte die ehemalige Nationalspielerin mit dem OSC Berlin den deutschen Meistertitel, wurde 2014 Pokalsieger. Doch trotz aller Erfolge in der Ferne – ihr Herz schlug immer für Schönheide. Die junge Frau ist nie weggezogen, immer zwischen ihrem Heimatort und Berlin gependelt. Trainiert hat sie wochentags mit den Schönheider Männern, am Wochenende mit den Berliner Frauen. Seit der Saison 2015/2016 trainiert sie die Kinder: „Das bedeutet mir sehr viel. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, dass damals sonst kein Kindertraining mehr hätte angeboten werden können.“ Parallel zu dieser Leidenschaft verfolgt sie ihren Traum vom Wunschberuf. In Chemnitz studiert sie Grundschullehramt. Fest steht, sie bleibt nach ihrem Abschluss in Schönheide, behält ihren Lebensmittelpunkt bei, formiert das neue Leben um den Eishockey-Verein herum. 60 Kinder verschiedener Altersklassen verlassen sich auf die junge Frau, lernen die Faszination für den Eishockey-Sport durch sie kennen. „Es ist schön, den Kindern den Spaß am Eishockey zu zeigen, sie auf den Weg zu führen, sie zu begleiten.“ Auch wenn das parallel zum Studium viel Zeit fordert. „Dreimal pro Woche haben wir Training. Einmal pro Woche trifft sich noch die Laufgruppe.

Natürlich muss ich mir die Zeit irgendwie abknapsen. Aber das ist eine Herzenssache. 

Die Augen der jungen Frau strahlen mich an. Auch sie ist Teil der großen Schönheider Wolfsfamilie hier im Wolfsbau, die ihre Spuren hinterlässt. Beim erfolgreichen Heimspiel wie heute – oder wenn die Erzgebirger ihre Leidenschaft und Spielfreude auswärts zeigen.

Text: Manja Kraus-Blechschmidt

Foto: Georg Ulrich Dostmann

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hERZgeschichten
news-5554 Fri, 25 Sep 2020 09:35:49 +0200 "Architektur macht Schule" Sachsen geht online https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/architektur-macht-schule-sachsen-geht-online Architektur ist gebaute Umwelt – überall und beständig erlebbar, auch in unwägbaren Zeiten Unter dem Motto „Architektur macht Schule“ wird seit 2016 in Kooperation mit fünf LEADER-Regionen in Sachsen und der Stiftung Sächsischer Architekten als Umsetzungspartnerin Architekturvermittlung an sächsischen Schulen durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Jugendliche für den besonderen Wert von Architektur und Baukultur zu sensibilisieren. Ermöglicht wird dies besonders durch die enge Zusammenarbeit mit externen Fachexperten, wie Architektinnen und Architekten, die die einzelnen Projektgruppen gemeinsam mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der Schulen fachlich anleiten und unterstützen.

Trotz des krisenreichen Jahresverlaufes 2020 konnten im vergangenen Schuljahr 2019/20 im Projekt „Architektur macht Schule“ erneut spannende Konzepte an insgesamt zehn verschiedenen Schulen Sachsens entwickelt und durchgeführt werden. Dabei entstanden spannende Herangehensweisen der Vermittlung von baukulturellen Werten des ländlichen Bauens und anregende Ideen und Konzepte für Neugestaltungen. So analysierten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Steegenwald Lugau beispielsweise die in den 1930er Jahren entstandene ehemalige Bergarbeitersiedlung Concordia in Oelsnitz. Dabei ging es in einem „künstlerischen Mitmachprojekt“ darum, neue Ideen für ein Quartier der Zukunft zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg wagten einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Wohnens. Dabei reflektierten sie ihre eigenen Ansprüche an Wohnen und setzten dies in Bezug zum minimalistischen Lebensstil in sogenannten Tiny Houses, die zunehmend Beachtung finden. Dadurch ergaben sich Einblicke in aktuelle Diskurse über Verzicht, Ressourcenschonung und zukünftiges Wohnen.

Leider konnten die Ergebnisse pandemiebedingt nicht mit allen knapp 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentiert und vorgestellt werden. Um die Resultate trotzdem für alle erfahrbar zu machen und festzuhalten, ist als digitale Präsentationsmöglichkeit eine neue Internetseite entstanden. Auf dieser können alle Ergebnisse des vergangenen Schuljahres nachvollzogen werden. Zukünftig wird die Homepage auch zur Ergebnissicherung nachfolgender Projekte und als Impuls für die Vermittlung von Architektur und Baukultur genutzt werden.

Teilnehmende Schulen im Erzgebirgskreis:

Oberschule am Steegenwald Lugau | betreut durch André Böhm

Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg | betreut durch Andreas Christian Ahner

Oberschule „Martin Anderson Nexö “ Zschopau | betreut durch Luise Bilz

Oberschule Oederan | betreut durch Johannes Voßler

Oberschule Olbernhau | betreut durch Heidrun Förster

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5553 Fri, 25 Sep 2020 05:46:00 +0200 Digitale Besucherzählung in der Smart City – Bauernmarkt in Zwönitz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/digitale-besucherzaehlung-in-der-smart-city-bauernmarkt-in-zwoenitz Mindestabstände, eine Abgrenzung des Areals, Nachverfolgung der Besucher – all diese Dinge schaffen einen gesicherten Rahmen, um trotz der Corona-Pandemie manch öffentliches Fest zu organisieren. Die Smart City Zwönitz macht am kommenden Wochenende auf dem Bauernmarkt vor, wie modernste Technik Hygienevorschriften noch einfacher umsetzbar macht.

Per digitaler Klickzähler werden an den fünf Ein- und Ausgängen die Besucher gezählt. So wird sicherstellt, dass sich nur die genehmigte Anzahl an Besuchern auf dem Bauernmarkt aufhält. Und dies transparent für Jedermann, denn die aktuelle Zahl wird in Echtzeit auf der Website der Stadt Zwönitz zu sehen sein. Technisch möglich wird dies durch die Installation einer LoRaWAN-Antenne auf dem Zwönitzer Rathaus, mit der die Klickzähler an den Zugängen vernetzt sind. Permanent wird die Gesamtbesucherzahl untereinander automatisiert abgeglichen. Wird eine bestimmter Schwellenwert überschritten, bekommt die Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Meldung auf das Handy, um kurzfristig reagieren zu können. Andererseits kann jeder Besucher mit Blick auf die Website direkt selbst entscheiden, ob sich gerade ein Besuch des Marktes lohnt oder die Obergrenze bereits erreicht wurde.

Das Team der Smart City Zwönitz hat sich für die Umsetzung der digitalen Besucherzählung stark gemacht. Smart City ist ein Modellprojekt des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das im November 2019 startete, um innerhalb von sieben Jahren eine Smart City Strategie in der Modellkommune zu entwickeln. Es geht darum, Zwönitzer Bürger und Unternehmen digital mobiler zu machen mit dem großen Ziel, die Stadt mit einem innovativen und lebenswerten Umfeld zur Vorreiterfunktion für andere Orte zu machen. Das Team setzt sich aus digitalaffinen Experten zusammen, die in Vorbereitung des Bauernmarktes verschiedene technische Varianten prüften – und sich schließlich für wirtschaftlichste und vor allem nachnutzbare Lösung der LoRanWan-Antenne entschieden. Darüber hinaus steht das Netzwerk künftig zur Nutzung offen, heißt, auch Bürger und Unternehmen können auf Basis der LoRaAntenne eigene (Hobby)Projekte realisieren.

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Hinter dem Begriffskürzel verbirgt sich ein Netzwerk, welches ein äußerst energieeffizientes Senden und Empfangen von Daten über lange Strecken ermöglicht. Mit LoRaWAN ist es möglich, mehrere hundert Sensoren innerhalb eines Netzwerkes zu verwalten und Sensordaten zu verarbeiten. Die Sensoren können bis zu zehn Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden, was den Wartungsaufwand erheblich einschränkt. Die vernetzten Besucherzähler für Großveranstaltungen, Parksensoren für die Zwönitzer Parkplätze, intelligente Geschwindigkeitstafeln, Hochwassersensoren oder auch Temperatur- und CO²-Sensoren – die Einsatzmöglichkeiten sind fast unbegrenzt und sollen in Zukunft auch in anderen Projekten der Smart City ihre Anwendung finden.

Die Entwicklung erfolgte durch engagierte Personen aus dem The Things Network Mitteldeutschland und The Things Network Erzgebirge. An diesem aktuellen Beispiel wird deutlich, was eine smarte Stadt künftig kann. Übrigens: In das Projekt dürfen sich auch Bürger mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen, um ihre Stadt Zwönitz noch smarter und lebenswerter zu machen.

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news-5552 Wed, 23 Sep 2020 11:15:22 +0200 Haus ist "Gästeliebling 2020" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/haus-ist-gaesteliebling-2020 Wegen Anti-Pandemie- Maßnahmen ging in der Johann'städter Jugendherberge nichts mehr. Diese Auszeichnung gibt jedoch Hoffnung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. September 2020, Mario Ulbrich

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news-5550 Tue, 22 Sep 2020 12:19:00 +0200 Hofladen im Herrenhof öffnet im Herbst https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hofladen-im-herrenhof-oeffnet-im-herbst Ab nächste Woche belebt eine "Schwärmerei" den Handel mit regionalen Produkten. Jetzt hat Familie Nestler aus Rittersgrün auch noch mehr zugesagt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 18. September 2020, Beate Kindt- Matuschek

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news-5364 Mon, 21 Sep 2020 07:49:00 +0200 Aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH zur Corona-Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/corona Wichtige Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge zum CORONA-Virus WFE-Hotline zum Thema Tel. 03733 / 145 – 110 Aktuelles

Belegschaft / Kurzarbeit / Grenzpendler

Liquidität / Steuerliche Maßnahmen / Beitragsentlastungen

Info-Portale „Corona“ der Kammern, Verbände, des Freistaates Sachsen und des Bundes

WFE-Hotline zum Thema „Corona-Krise“: Tel. 03733 / 145 – 110

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news-5548 Mon, 21 Sep 2020 07:43:00 +0200 Innovativer Werkzeugbau wirkt an Pumpen neuer Generation mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativer-werkzeugbau-wirkt-an-pumpen-neuer-generation-mit Die Werkzeugspezialisten der Friedrich GmbH entwickelten, planten und fertigten einen passgenauen Werkzeugsatz für die Zehnder Pumpen GmbH. Die Zehnder Pumpen GmbH (Zehnder) aus Grünhain-Beierfeld blickt bereits auf eine fast 50-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen aus dem Erzgebirge hat seine Kompetenzen im Bereich der Pumpentechnologie stetig ausgebaut und ist sehr aktiv in der Neuentwicklung von Pumpen für Haus und Garten, Industrie und Abwassertechnik. Gemeinsam mit regionalen Firmen, z. B. dem Elektromotorenwerk Grünhain, fertigt der Pumpenhersteller alle erforderlichen Bauteile vom Motor über die Elektrokabel bis hin zum Gehäuse selbst. Durch eine Empfehlung ist der Pumpenhersteller auf die Technologiekompetenz und Fachkenntnis der 200 m entfernten Friedrich GmbH (Friedrich) im Werkzeugbau aufmerksam geworden und es entstand ein erstes gemeinsames Projekt für die Herstellung von Motorengehäusen für Pumpen.

Die Herausforderung bestand darin, die Anzahl der Tiefziehstationen möglichst klein zu halten. Ursprünglich wurde das Projekt mit der Herstellung von fünf Werkzeugen und drei Tiefziehstationen geplant. Bei der softwareunterstützten Simulation des Tiefziehprozesses hat sich allerdings gezeigt, dass bei optimaler Konzeption und Abstimmung der Ziehstufen die Anzahl verringert werden kann. Den Spezialisten im Hause Friedrich gelang es, die Werkzeugkonfiguration auf vier Werkzeuge mit nur zwei Tiefziehstationen zu reduzieren. Im Rückschluss bedeutet das für Zehnder eine Zeit- und gleichzeitige Kostenersparnis. Als artikelspezifische Sonderanfertigung wird der Werkzeugsatz ausschließlich für die Herstellung des von Zehnder geplanten Motorengehäuses eingesetzt.

Das Erstmuster für den individuell gefertigten Werkzeugsatz konnte im Juli 2020 realisiert werden. Mitte August lief die erste Nullserie vom Band und im September konnte Zehnder schon in die Serienproduktion gehen. Schon während des Entwicklungsprozesses kam Zehnder mit wartungsbedürftigen Werkzeugen für in der Fertigung stehende Motorengehäuse auf Friedrich zu. Die Überarbeitung dieser teilweise jahrzehntealten Werkzeuge realisierte Friedrich parallel zur Neuentwicklung. „In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder auf der Suche nach einem kompetenten Partner, der sowohl die Herstellung unserer neuen als auch die Wartung unserer alten Werkzeuge für die Herstellung der Motorengehäuse stemmen kann. Wir freuen uns, diesen Partner mit der Friedrich GmbH in der Nachbarschaft gefunden zu haben. Das technologische Know-how der Mitarbeiter und die Qualität der Fertigung haben uns völlig überzeugt. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und der Leistung von Friedrich,“ sagt Hans-Jörg Herold, Geschäftsführer der Zehnder Pumpen GmbH.

Hinweis: Die Friedrich GmbH und die P3N MARKETING GMBH kann man auf der Kooperationsbörse der Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.10.2020, 10–15 Uhr in der Dreifeldsporthalle des BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Zschopau besuchen.

Über die Friedrich GmbH

Mit über 50 qualifizierten Mitarbeitern, darunter 4 Lehrlingen, hat sich die Friedrich GmbH einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen.

Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Kundenbeziehungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

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Newsmeldung
news-5547 Thu, 17 Sep 2020 09:53:00 +0200 Die Veredler aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-veredler-aus-dem-erzgebirge Würde die Galvanische Veredlung Zimmermann GmbH (Gazima) heute gegründet, würde man sagen: Das Unternehmen ist ein Start-up am Puls der Zeit. Zu seiner eigentlichen Firmengründung vor über 120 Jahren war das der heutige Profi der Oberflächenbeschichtung eine „Nickelblechfabrik mit galvanischer Anstalt“. Und damit gehörte die Firma zu einer der ersten in diesem Industriezweig, denn die Galvanikindustrie hatte sich eben erst begründet. Der Erzgebirger Gustav Zimmermann wurde so mit seinem Unternehmen quasi zum Vorreiter auf diesem Gebiet. So reihen sich die aktuellen Investitionen in Neubauten und noch modernere Anlagentechnik ein in eine Firmenhistorie, die immer von Vordenken, Mut und ständig neuen Kompetenzen geprägt war und bis heute ist. Noch robuster, noch beständiger, noch schicker: die Ansprüche der Automobil-, Elektro- und Beschlagindustrie steigen ständig. Eine optimierte Oberflächenbehandlung  und –entwicklung veredelt die Produkte hin dazu, den höchsten Qualitätsanforderungen zu genügen. Um steigenden Ansprüche an Qualität und auch Umweltschutz gerecht zu werden, investierte das Familienunternehmen Gazima nun allein 1,5 Millionen Euro, auch mithilfe von Fördermitteln, in den Neubau einer Logistikhalle sowie Büro-, Sozial- und Laborräume sowie in ein weiteres angrenzendes Grundstück. „Besonders stolz sind wir auf unser neues Labor. Neben Messgeräten zur Material und Schichtanalyse, können wir mit Hilfe von sehr aufwendigen Analysegeräten auch die Beschaffenheit unserer Elektrolyte oder der Chemikalien feststellen“, betont Geschäftsführer Jörg Zimmermann. In die die Erweiterung und Modernisierung der Anlagentechnik wurden in den letzten Jahren zusätzliche 600.000 Euro gesteckt. Eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent in den beiden Jahren resultiert daher und ist der Beleg, dass das erzgebirgische Unternehmen mit dem richtigen Weitblick agiert.

Mitarbeiter - die Mischung macht´s

Fest im Blick hat Jörg Zimmermann auch seine 40köpfige Mannschaft, ein Team aus Fachkräften der Region – dies- und jenseits der Grenze. Die tschechischen Mitarbeiter erhalten im Unternehmen Deutschunterricht, von nun an im modernen Schulungsraum, der auch für Mitarbeiter- oder Kundenseminare genutzt wird, die mehrmals im Jahr als Service stattfinden.

Ökologisch hier verwurzelt

Mit modernsten Galvanikanlagen veredelt Gazima Werkstücke für fast alle Automobilhersteller. So fließen Teile in den Motorraum, Airbags oder Innenraum der Fahrzeuge ein. Aber auch Gehäuse für Computer und Schaltschränke werden beschichtet, sowie Maschinenbauteile für die Textilindustrie. Schon immer in der Region verwurzelt, liegt den beiden Geschäftsführern Hans und Jörg Zimmermann (beide Urenkel des Gründers Gustav) am Herzen, so umweltschonend wie möglich zu beschichten und die ökologischen Kreisläufe gesund zu erhalten. „Unter dem Neubau haben wir zwei Zisternen mit insgesamt 15m³ eingebaut für Regenwasser aus den Dachentwässerungen. Dieses Wasser wird für unsere Prozesse aufbereitet. Somit können wir noch mehr Trinkwasser sparen“, erklärt Jörg Zimmermann, der gemeinsam mit seinem Bruder vor 25 Jahren die Geschicke des Unternehmens übernahm.

Bereit für neue Projekte

Die frischen Räume sind bezogen, die neuen Maschinen laufen. Stillstand gibt es für die beiden Geschäftsführer dennoch nicht. Die nächsten Investitionen stehen in den Startlöchern. „So befinden wir uns im Genehmigungsverfahren zur Errichtung eines weiteren Blockheizkraftwerkes. Eine Besonderheit ist, dieses BHKW soll zukünftig eher Kälte erzeugen als Wärme, da wir für unsere Prozesse auch größere Kühlleistungen benötigen. Daher wird an das BHKW eine Kälteabsorberanlage angeschlossen. Wenn nicht so viel Kälte benötigt wird, dann können durch eine spezielle Lösung beide BHKW die Wärme für die Prozesse zur Verfügung stellen. Gleichzeitig werden wir mit Hilfe einer Verdampfungsanlage Wasser im Kreislauf führen können und somit ebenfalls die Umwelt entlasten. Diese beiden Anlagen sollen noch dieses Jahr installiert werden“, blickt Jörg Zimmermann in die Zukunft.

Der Blick nach vorn zieht sich in dem Galvanikunternehmen durch die Historie durch, die – für das Erzgebirge sehr typisch – als Nachfolgeindustrie des Bergbaus in der heutigen Welterberegion ihre Wurzeln hat. Zuerst Gustav, dann Henry, Horst und nun Hans und Jörg Zimmermann, öffneten sich immer für neue Dinge und passten ihre Verfahren den steigenden Kundenerwartungen an. Das fundierte Handwerk, das technische und unternehmerische Verständnis sowie das Verantwortungsgefühl, ein Baustein im wirtschaftlichen Rückgrat der Region Erzgebirge zu sein, wurde von Generation zu Generation weitergegeben – seit 120 Jahren.

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Unternehmensgeschichten
news-5546 Thu, 17 Sep 2020 05:46:00 +0200 Geehrt für hervorragende Ausbildung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/geehrt-fuer-hervorragende-ausbildung Mit dem Titel „Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft 2020“ darf sich nun die Trockenbau Wäntig GmbH aus Schneeberg schmücken. Bürgermeister Ingo Seifert gratulierte der Geschäftsführerin Stefanie Wäntig und Seniorchefin Gudrun Wäntig sowie dem gesamtem Team: „Für die Bergstadt Schneeberg, die Region und das Erzgebirge ist es immens wichtig, um einen gut aufgestellten Mittelstand zu wissen. Wenn diese Betriebe dann auch noch erfolgreich ausbilden und damit für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sorgen sowie unserer Jugend eine Bleibeperspektive schaffen, dann verdient das unseren allergrößten Respekt.“

Das Unternehmen macht sich seit Jahren für die Gewinnung von Nachwuchs stark und beteiligte sich auch in diesem Sommer an der StudienmesseERZ-virtualDay 2020, die zum ersten Mal aufgrund der Covid-19-Bestimmungen virtuell stattfand. Ihre Teilnahme an dem „Experiment´“ erklärte Stefanie Wäntig so: „Wir sind dabei, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Unternehmen zu lenken.“

Seit 2016 verleihen die Standorte des Bau Bildung Sachsen e. V. gemeinsam mit dem Bauindustrieverband Ost und dem Sächsischen Baugewerbeverband jährlich die Auszeichnung "Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft". Bewertet werden dabei unterschiedliche Kriterien. So zählen z. B. Aktivitäten der Nachwuchsgewinnung, die Kontinuität der Ausbildung, die Betreuung und Übernahme der Lehrlinge, ehrenamtliches Engagement und Engagement für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf als besonders hervorzuhebende Merkmale. An jedem Standort wird pro Kategorie ein ausbildendes Unternehmen ausgewählt und geehrt. Die Auswahl und Bewertung nimmt eine Jury vor.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel soll die Auszeichnung die hervorragenden Ausbildungsbedingungen in der sächsischen Bauwirtschaft sichtbar machen und ein positives Image der Bauwirtschaft befördern.

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news-5545 Wed, 16 Sep 2020 08:48:00 +0200 Greifensteine als Kulisse für neuen Erzgebirgskrimi https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/greifensteine-als-kulisse-fuer-neuen-erzgebirgskrimi Das ZDF dreht derzeit in der Region für seinen vierten regionalen Krimi - Arbeitstitel "Tödliches Spiel". Und in das ist auch der legendäre Karl Stülpner verstrickt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 15. September 2020, Antje Flath

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Newsmeldung
news-5542 Tue, 15 Sep 2020 08:39:00 +0200 Nickelhütte Aue setzt aufs Recyceln https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nickelhuette-aue-setzt-aufs-recyceln Industrieabfall aufarbeiten ist das Metier der Firma. Doch der Betrieb tut noch mehr für die Umwelt - und profitiert davon. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11. September 2020, Heike Mann

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Newsmeldung
news-5544 Mon, 14 Sep 2020 14:23:08 +0200 Goldene Statue für Firma markSTAHL https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/goldene-statue-fuer-firma-markstahl Eisen und Stahl – zwei für das Erzgebirge typische Werkstoffe erlangten am Samstagabend Bühnenreife. Das Unternehmen markSTAHL aus Jahnsdorf wurde zum Preisträger des diesjährigen „Großen Preis des Mittelstandes 2020“ der Oskar-Patzelt-Stiftung gekürt. Gemeinsam mit dem Finalisten GL Gießerei Lößnitz GmbH standen zur glanzvollen Auszeichnungsgala am in Würzburg somit zwei erzgebirgische Unternehmen im Rampenlicht. 335 hervorragende mittelständische Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Wettbewerbsregion Sachsen wurden im Jahr 2020 zur Teilnahme am Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes” nominiert, davon 30 aus dem Erzgebirge. Sechs von ihnen nahm die Jury in die engere Wahl, die analog des diesjährigen Mottos „Meilensteine setzen“ und Hervorragendes für die Gesellschaft leisten.

Die Firma markSTAHL ist eines von 14 Unternehmen der sechs Wettbewerbsregionen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen, die die begehrte „Preisträgerstatue“ erhielten. Die Auszeichnung als „Finalist“ nahmen 26 Firmen entgegen. Alle Ausgezeichneten haben die Juroren überzeugt und sich gegen 3.142 Mitbewerber erfolgreich durchgesetzt, die in den sechs Wettbewerbsregionen 2020 nominiert waren.

Hintergrund:

Bundesweit hatten für das Wettbewerbsjahr 2020 mehr als 1.000 Institutionen in den 16 Bundesländern (zwölf Wettbewerbsregionen) insgesamt 4.970 (2019: 5.399) kleine und mittlere Unternehmen sowie Banken und Kommunen für den Wettbewerb nominiert, von denen 533 (2019: 758) die „Juryliste“ erreichten.

Kein anderer Wirtschaftswettbewerb in Deutschland erreicht eine solch große und nun schon länger als ein Vierteljahrhundert anhaltende Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung seit 1994 ausgelobte Wettbewerb. Dabei ist der Preis nicht dotiert. Es geht für die Unternehmen einzig und allein um Ehre, öffentliche Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen, ohne finanzielle Anreize.

Unter den ausgezeichneten Firmen sind sowohl Newcomer, die erst in den letzten fünf Jahren gegründet wurden, als auch über 150 Jahre alte Unternehmen, die bereits zahlreiche Krisen, Währungsreformen und sogar Kriege überstanden haben.
 

markSTAHL:

Innovation – nicht nur in den hergestellten Produkten
 

Vor zehn Jahren gründete Roland Markert in Chemnitz seine Einzelunternehmung im Bereich Stahlverarbeitung. Im vergangenen Jahr folgte der Schritt zur markSTAHL GmbH am vor einigen Jahren bezogenen neuen Firmensitz in Jahnsdorf. Dort agiert das Unternehmen vollkommen entgegen dem üblichen Trend am Markt. Während die meisten Unternehmen outsourcen und zu Dumpingpreisen verkaufen, setzt markSTAHL auf Qualität statt Quantität und baut kontinuierlich sein Angebot aus.

Neben dem klassischen Laserschnitt sind jetzt auch High-Tech-Biegungen zu jeder möglichen Form möglich. Dafür sorgt eine Weltneuheit, die 3D-Laseranlage, mit Links-Rechts-Biegemaschinen verknüpft. Je nach den Eigenschaften, die die Rohre aufweisen sollen, werden die Daten für die Maschine von ihr berechnet und anschließend entsprechend geformt. Ein neuer Roboter schweißt zudem auf innovative Art mit kurzen und gezielten Wärmeeinwirkungen. So gibt es keine Schweißspritzer mehr und das Material verzieht sich nicht ungewollt.

Diese modernen Anlagen ermöglichten es der markSTAHL GmbH, zu einem systemrelevanten Unternehmen zu werden und medizin-technische Produkte herzustellen. Während der Coronavirus-Pandemie war deshalb auch keine Kurzarbeit bei dem Mittelständler im Erzgebirge notwendig.

Bei den vorgenannten Prozessinnovationen ist es nicht geblieben. markSTAHL entwickelte im vergangenen Jahr zwei eigene Produktreihen, die selbstständig vertrieben werden. Nun kann sich jedermann Möbel und Equipment für den Pferdesport von den Jahnsdorfern kaufen. Die Möbel-Produktreihe wurde gemeinsam mit Studierenden der Angewandten Kunst der Fachhochschule Zwickau entworfen und aus eigenem Blech geformt. Den bisherigen markSTAHL-Kundensteht es frei, ihre Produkte anhand der neuen Möglichkeiten des Unternehmens weiterzuentwickeln und fertigen zu lassen.

GL Gießerei Lößnitz GmbH

Alte Branche ganz modern
 

Auch wenn die Gründung der heutigen GL Gießerei Lößnitz GmbH bereits 171 Jahre zurückliegt, ist der familiengeführte Betrieb ganz und gar nicht eingestaubt. Der erst 26jährige Geschäftsführer Max Jankowsky versteht es wie kein Zweiter in der Branche, moderne Wege zu beschreiten. So ist der erzgebirgische Mittelständler nicht nur Vorreiter im Umweltschutz, sondern produziert seit 2019 komplett klimaneutral. Möglich machen das Investitionen in Ausgleichsprojekte wie die Aufforstung in Panama oder Windkraftbestrebungen in Indien.

Insgesamt 2.000 Klimaschutzzertifikate musste die Gießerei Lößnitz erwerben, um ihre Produktion klimaneutral zu gestalten. Auch am Standort selbst wird einiges getan, um die Schäden an der Umwelt zu reduzieren. So investierte der Betrieb fünf Mio. Euro in eine moderne Abluftreinigung und erneuert jedes Jahr ein paar weitere Industrieanlagen für mindestens eine Mio. Euro. Auch ein eigenes Bienenvolk unterhält die Gießerei.

Möglich ist das, weil das Unternehmen mit Kunden wie BMW, Audi, Porsche oder Daimler jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag umsetzt. Für die Autobauer und deren Zulieferer produziert die Gießerei Lößnitz handgefertigte Gussteile, Vollformguss nach Holz- und Styropormodellen sowie Werkzeuggussteile. Die Mittelständler besetzen dabei eine Nische am Markt: die des Prototypenbaus. Für die jeweiligen Projekte ist eine genaue Abstimmung mit den Kunden unerlässlich. Die Angestellten entwickeln deshalb die Gestaltung und wählen die richtigen Werkstoffe sowie Nachbehandlungs- und Weiterverarbeitungsprozesse genau nach den individuellen Anforderungen der Auftraggeber aus.

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news-5540 Mon, 14 Sep 2020 08:22:06 +0200 Junge Frau weist Motorradfahrern den Weg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-frau-weist-motorradfahrern-den-weg Mit Touren auf zwei Rädern will das Schloss Wildeck den Tourismus ankurbeln. Erstellt wurden sie von einer Mitarbeiterin, die weit abseits der Berge aufwuchs. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. September 2020, Andreas Bauer

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news-5539 Fri, 11 Sep 2020 12:00:00 +0200 Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ wächst weiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/kreis-der-botschafter-des-erzgebirges-waechst-weiter Der Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ ist heute um Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft und Kultur gewachsen. Im Rahmen der „Summer Lounge der Wirtschaft“ würdigte der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel die Unternehmer Michael Wiesehütter und Dr. Jan Wabst sowie aus dem Bereich Kultur den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. sowie das DJ- und Musikproduzenten-Duo Stereoact damit offiziell als engagierte Fürsprecher der Region. Zum siebenten Mal lud Frank Vogel zu dem Unternehmerabend ein, der in diesem Jahr auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf stattfand. Jahnsdorf/Erzgebirge, 11. September 2020. „Glück auf, Botschafter des Erzgebirges“ so stellen sich seit März 2010 Persönlichkeiten aus der Region nicht nur selbst vor, sondern auch ihre Heimat. 128 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport zählt damit die Liste der aktiven Erzgebirgsbotschafter, die mit besonderem Engagement und außergewöhnlichen Leistungen die Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region unterstützen und somit schon längst zu Fürsprechern der Region geworden sind. Sie sind Multiplikatoren und stehen stellvertretend für eine Vielzahl von engagierten Erzgebirgern, die im Herzen für diese Region brennen, die Macher und Mitgestalter der Region sind und dies überregional ausstrahlen. Somit ist die Auszeichnung zum Botschafter des Erzgebirges weniger eine Anerkennung der erbrachten Leistungen, sondern vor allem Ansporn in diesem Sinne weiterzumachen. Ob bei Kunden oder Partnern, in sportlichen Wettkämpfen, auf der Bühne, mit ihrem Handwerk oder in Gesprächen, die Botschafter des Erzgebirges liefern anschauliche Belege für die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Facetten der Region. Das Botschaftermarketing ist fester Bestandteil der Standortkampagne, das mit der heutigen Ernennung erfolgreich fortgeführt wird.

Die neuen Botschafter im Überblick:

Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) | Freiberg

Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) ist die Interessenvertretung von freiwillig vereinigten Bergbrüderschaften, Berg- und Hüttenknappschaften, bergmännischen Musik-, Geschichts- und Traditionsvereinigungen. Gegenwärtig repräsentiert er 65 Vereine mit mehr als 3.700 Mitgliedern aus Sachsen und der Tschechischen Republik. Sie alle gemeinsam bringen sich durch Erhaltung und Pflege des reichen berg- und hüttenmännischen Erbes Sachsens in die Gesellschaft ein.

Hervorgegangen ist der SLV aus dem im Jahr 1929 gegründeten Verband der Obererzgebirgischen Bergknapp- und Brüderschaften, der 1945 aufgelöst wurde. Sieben Jahre später firmierte sich die Arbeitsgemeinschaft „Erzgebirgische Bergbrüderschaften“ im Deutschen Kulturbund neu und wurde im Wendejahr 1990 zum SLV umgebildet. Somit stellt der Landesverband nicht nur die älteste sondern auch bedeutendste Standesvertretung innerhalb des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. dar.

Seit 2016 sind die „Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen“ Bestandteil des bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes. Und das aus gutem Grund. Gewürdigt wird damit die identitätsstiftende, lebendige Bewahrung bergmännischer Tradition in Sachsen sowohl vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des sächsischen Montanwesens, als auch im Hinblick auf das Engagement der Vielzahl an Vereinen zum Erhalt des Brauchtums. Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. fungiert als Koordinierungsstelle dieser Vereine. Durch die Vielfalt und die von vielen Aktiven vorangetragenen Bemühungen um die lebendige Pflege berg- und hüttenmännischen Brauchtums ist der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, Impulsgeber für die deutschlandweite Bewahrung dieser einzigartigen Kultur.

Bergparaden, Bergmusik, Bergmannslied sowie Berg- und Hüttenmännische Schauanlagen — stellvertretend für alle 65 ehrenamtlichen Vereine steht der SLV für die Bewahrung und Vermittlung der mehr als achthundertjährigen Geschichte des sächsischen Bergbaues, seiner einzigartigen Kultur. Bergmännische Werte sowohl gesellschaftlich als auch kulturell lebendig an die nächsten Generationen weiterzugeben, sind das Credo der engagierten Arbeit, die sich in einem großen Netzwerk an sozialen Bindungen und einem bewussten Miteinander widerspiegelt.

Diese tiefverwurzelte, im Herzen der Menschen verankerte bergmännische Traditionspflege ist prägend für das Erzgebirge und die Menschen die hier leben — der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. leistet dazu generationsübergreifend einen großen Beitrag, dass dies auch künftig so charakteristisch für das Erzgebirge bleiben wird.

Stereoact | Sebastian Seidel, Annaberg-Buchholz | Rico Einenkel, Gornsdorf

Einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat nicht jeder Botschafter des Erzgebirges. Das DJ- und Musikproduzenten-Duo Sebastian Seidel und Rico Einenkel teilt ihn unter seinem Erfolgs-Synonym „Stereoact“. Mit über 240 Millionen Streams ihrer deutschsprachigen Songs und über einer Million monatliche Hörer bei Spotify zählen sie zu den erfolgreichsten deutschen DJs. Dazu kommen Auszeichnungen wie 8-fach Gold, 4-fach Platin und der seltene Diamant Award für über eine Million verkaufte Singles mit ihrem Mega- Hit „Die immer lacht" mit Kerstin Ott sowie drei Echo Nominierungen. Das Video zum Song ist mit aktuell 180 Millionen Views das erfolgreichste deutsche Musikvideo aller Zeiten.

Als Hobby-DJs begannen sie unter den Namen Starpoppers und später als Ric & Rixx ihre musikalische Karriere, arbeiteten Remixe aus, die sie bei wöchentlichen Club-Shows präsentierten und begannen auch eigene Songs zu produzieren. 2014 entdeckte das Duo auf YouTube “Die immer lacht“ von Kerstin Ott. Sie mixten den Song, unterlegten ihn mit einem Beat und stellten ihn ins Internet. Die neue Version erregte schnell Aufmerksamkeit, so viel, dass nur wenige Monate später ein Plattenlabel die beiden unter dem Namen Stereoact unter Vertrag nahm. Seit August 2020 ist das Erfolgsduo beim Marktführer der Branche Universal-Music-Group unter Vertrag und bereitet ein neues Album vor, das im Herbst 2020 erscheinen soll.

Aber auch wenn es ein Song war, der die Freunde 2015 schlagartig ins Rampenlicht führte, lässt sich ihre Leistung nicht auf ein One-Hit-Wonder reduzieren. Von „Nummer Eins“ bis „Denkmal“ reicht die Liste der Single-Hits, welche folgten und in Clubs vom Norden bis in den Süden der Republik gespielt werden. „Nummer Eins“ feat. Chris Cronauer wurde für über 200.000 verkaufte Singles mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet und weist über 30 Millionen Streams bei YouTube & Spotify aus. Die Terminkalender und Kilometerkonten sind voll mit Trips quer durch Deutschland und darüber hinaus. Und dennoch sagen beide: Das Erzgebirge ist für uns Heimat, Herz und Liebe, hier sind Freunde und Familie. Sebastian Seidel und Rico Einenkel lieben die Region der ausgeprägten Jahreszeiten und der herzlichen Menschen wegen. Für sie gibt es keinen besseren Ausgleich zum stressigen Tourdasein als das Leben in den Bergen des Erzgebirges – nicht nur, aber auch in der bevorstehenden Weihnachtszeit.

Neben der Leidenschaft zur Musik haben die seit 2016 selbstständigen DJs und Produzenten eine weitere Gemeinsamkeit: beide erlernten ursprünglich einen soliden Handwerksberuf. Sebastian Seidel ist gelernter Tischler und absolvierte später gesundheitsbedingt eine Umschulung zum Bürokaufmann. Er ist 37 Jahre alt, lebt in Annaberg-Buchholz in einer Beziehung und ist Vater einer elfjährigen Tochter. Rico Einenkel ließ sich zum Gas-Wasserinstallateur ausbilden und arbeitete danach als Einzelhandelskaufmann. Der 41jährige wohnt in Gornsdorf, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Dr. Jan Wabst | Geschäftsführer SEIWO Technik GmbH | Drebach / Scharfenstein

Jan Wabst wurde 1975 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren. Nach seinem Abitur am Gottfried-Leibniz-Gymnasium in Chemnitz begann er ein Studium an der TU Chemnitz und qualifizierte sich dort zum Diplom-Kaufmann. Als Assistent der Geschäftsführung stieg er nach dem Studium ins elterliche Unternehmen ein, blieb bis 2001. Die folgenden fünf Jahre arbeitete Jan Wabst in den Wirtschaftsförderungen in Chemnitz und Gera, bevor es ihn dann in die Welt zog. Lebensstationen finden sich in der Schweiz, auf Malta und in Kroatien. In geschäftsführenden Positionen bekam er so den internationalen Blick über den Tellerrand — internationale Erfahrungen, die ihm bis heute zugutekommen. Ab 2007 war er im Beteiligungsmanagement der Trenkwalder Management AG in München und in der Schweiz und später als Geschäftsführer in Leipzig tätig und näherte sich der Heimat wieder an, in die er 2010 mit der neuen Aufgabe als kaufmännischer Geschäftsführer bei der Voith Engineering Chemnitz zurückging. Im Jahr 2013 promovierte er mit einem Thema zur Unternehmensethik an der LSE London School for Economics and Political Science.

Ein Schicksalsschlag Ende des Jahres 2013 war es, der Dr. Jan Wabst abrupt vor eine neue Herausforderung stellte. Sein Bruder Karsten starb, der bis dato das Scharfensteiner Unternehmen SEIWO Technik zehn Jahre lang erfolgreich geführt hatte. 1990 als Metallbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Werbetechnik gegründet, übernahm Karsten Wabst im Jahr 2003 die Firma. Unter seiner Führung verlagerte sich der Fokus auf den Museums- und Ausstellungsbau. Seit 2014 führt Dr. Jan Wabst gemeinsam mit seiner Schwägerin Jana Wabst die Geschicke seines Bruders mit Herz und Verstand weiter. Das Unternehmen ist inzwischen zum führenden Hersteller von Museumsequipment für Dauerausstellungen gewachsen. Das Porsche-Museum in Stuttgart, das Verkehrsmuseum Dresden, das Deutsche Museum in München und das Humboldtforum in Berlin sind nur einige bekannte Einrichtungen, in denen man die Handschrift der Erzgebirger erkennt. Doch nicht nur das. Mit der Übernahme der Firma Bühnenconcept Hohenstein-Ernstthal 2019 sorgt das SEIWO-Team auch dafür, dass die Studios und Veranstaltungen von ZDF, Pro 7 und 3Sat in schicker Optik beim Zuschauer ankommen. Die Entwicklung eines Protect Cubes als Antwort auf strengere Hygienevorschriften in diesem Jahr zeugt einerseits von der hohen Flexibilität der gewerksübergreifenden Arbeit bei SEIWO, aber auch vom Ideenreichtum, der immer neue und spannende Projekte hervorbringt.

So gern und viel Dr. Jan Wabst auch in der Welt zuhause war und ist, so sehr ist das Erzgebirge immer seine Heimat geblieben. Was ihn an der Region begeistert, sind die Erzgebirger selbst, die für ihren Innovationsgeist und ihre Zähigkeit im Verfolgen ihrer Ziele und Aufgaben stehen. Gepaart mit der Herzlichkeit und der Bescheidenheit der Menschen hier sagt Dr. Jan Wabst: „Das Erzgebirge ist eine sympathische Region auf den zweiten Blick.“

Dr. Jan Wabst ist verheiratet und hat einen Sohn.

Michael Wiesehütter | Geschäftsführer WESKO GmbH | Stollberg

Michael Wiesehütter, 1983 in Annaberg-Buchholz geboren, kehrte mit 26 Jahren beruflich ins Erzgebirge zurück. Vorher war der studierte Betriebswirt in einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Dresden tätig. Den Einstieg fand er hier als Prokurist und Kaufmännischer Leiter bei der WESKO GmbH, die zu dem Zeitpunkt ihren Sitz noch in Oelsnitz hatte. Zehn Jahre später, zu Jahresbeginn 2019, übernahm er die Geschäftsführung der WESKO GmbH, zunächst gemeinsam mit dem Gründungsgesellschafter und langjährigen Geschäftsführer Andreas Hildebrandt, der das Unternehmen als Ausgründung des Werkzeugbaus mit seinerzeit 23 Mitarbeitern in 2001 erfolgreich aufgebaut hat.

Namhafte Kunden aus den Bereichen Automotive/E-Mobilität, Elektro- und Automatisierungstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik oder Optik schätzen die Expertise der WESKO GmbH. Kunststofftechnik ist die Sparte, in der die 120 Mitarbeiter ihre Kompetenzen haben. Vom Werkzeug- und Formenbau über den Spritzguss bis hin zur Prüftechnik ist das Unternehmen ein starker Komplettanbieter für präzise Serienfertigung und Sonderlösungen, die anspruchsvolle Verfahren fordern. WESKO ist ein Unternehmen, das in den letzten Jahren kontinuierlich an Umsatz zugelegt hat. Erst kürzlich wurde eine neue Produktionshalle ihrer Bestimmung übergeben – 80 % mehr Fläche liefern nun genug Spielraum für die Fertigung.

Im Wettbewerb „Excellence in Production/Werkzeugbau des Jahres“ wurde die WESKO GmbH im Jahr 2015 als Finalist ausgezeichnet und führt darüber hinaus bei namhaften Kunden die Auszeichnung als bevorzugter Lieferant für Ausrüstungen und Serienlieferungen.

Michael Wiesehütter weiß, dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, die Mitarbeiter wertzuschätzen  und dass viele Faktoren zusammenspielen, um gute Mitarbeiter zu binden. Dabei ist nicht nur eine faire Entlohnung gemeint. Denn der 37jährige baut auf ein stimmiges Gesamtpaket, das beispielsweise flexible Arbeitszeiten, eine Weihnachtsfeier, einen Wandertag, einen Zuschuss zum Kitabetreuungsplatz sowie eine Guthabenkarte enthält.

Als gebürtiger Erzgebirger schätzt Michael Wiesehütter die Region besonders für den einmaligen Mix aus Lebensqualität und landschaftlich reizvoller Natur einerseits sowie einem mittelständisch geprägten wirtschaftlichen Umfeld andererseits, das 30 Jahre nach der Wiedervereinigung High-Tech, Weltmarktführer und hervorragende Fachkräfte kennzeichnen. Michael Wiesehütter ist Mitglied im Wirtschaftsbeirat Erzgebirge und engagiert sich im dortigen Arbeitskreis Fachkräfte, um der Wirtschaft der Region mit Herz und Verstand eine Stimme zu verleihen und deren Stärken nach außen zu kommunizieren.

Michael Wiesehütter ist verheiratet und Vater zweier Kinder und lebt in Ehrenfriedersdorf.

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WCE-Newsmeldung Pressemitteilung
news-5538 Wed, 09 Sep 2020 10:26:11 +0200 Investor aus dem Erzgebirge kauft Papierfabrik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/investor-aus-dem-erzgebirge-kauft-papierfabrik Das Insolvenzverfahren für die Firma Kübler & Niethammer ist beendet. Die Schönfelder-Gruppe übernimmt nun ein schuldenfreies Unternehmen mit 130 Mitarbeitern. [...]

Quelle: Freie Presse vom 9. September 2020, Jan Leißner

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Newsmeldung
news-5515 Wed, 09 Sep 2020 08:55:00 +0200 Uhiesige ERZählen was sie am Erzgebirge lieben https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/uhiesige-erzaehlen-was-sie-am-erzgebirge-lieben Wahlheimat Erzgebirge! Schon länger ist die Region nicht nur ein Rückkehr-Magnet. Inzwischen zieht es auch immer mehr „Uhiesige“ (erzgebirgisch für Nicht-Erzgebirger) in die Region. Es sind Menschen, welche die Landschaft und Menschen hier aus Urlaubstagen kennen, die Liebe ihres Lebens hier fanden oder einfach davon hörten oder lasen, das das Erzgebirge ein Region mit Zukunftspotential ist. Attraktive Jobs in modernen Industrieunternehmen, freie Entfaltungsmöglichkeiten für Lebensträume in einer ländlich geprägten Region mit Herz sind Dinge, die Menschen hier schätzen. Der freiberufliche Filmkünstler Nils Freiwald ist selbst ein Uhiesiger und erst seit ein paar Jahren Erzgebirger. Er sagt, es sei eine Gegend so einzigartig wie ihre Einwohner. In einem Kurzfilm stellt er drei neue Erzgebirger vor – unter anderem steht auch er selbst vor der Kamera. Mit dabei sind außerdem Tina Engeln, die der Liebe wegen kam und sich ihren Traum vom eigenen Second Hand-Laden erfüllte sowie Jürgen Wichert, der eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft für nachhaltige Hilfe im Erzgebirge aufgebaut hat.

Im Kurzfilm „Wessis im Erzgebirge“ erzählen die drei Protagonisten, was sie an der Region im Süden Sachsens begeistert. Dieser Film entstand im Rahmen des Programms #KulturDigital der Dachmarke des Freistaates Sachsen #sogehtsächsisch.

Nils Freiwald ist als freiberuflicher Filmkünstler im Bereich Event und Musik seit 2018 tätig. Mit seiner Agentur Erzfilm beleuchtet er in zumeist filmischen Stories, Dokumentationen und Impressionen seine neue Heimat: das Herzland Erzgebirge.

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kurz ERZählt
news-5534 Tue, 08 Sep 2020 09:12:00 +0200 Neues Therapieangebot für Kinder mit Handicap https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neues-therapieangebot-fuer-kinder-mit-handicap Die Physiotherapiepraxis von Bärbel Beyer in Neudorf steuert auf ihr 25-jähriges Bestehen zu - und erhält nun Zuwachs. Eine Rückkehr zu den Orten der Kindheit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. September 2020, Antje Flath

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5532 Mon, 07 Sep 2020 06:15:00 +0200 Gesellenstücke zeugen von Kreativität https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesellenstuecke-zeugen-von-kreativitaet Nachwuchs für die Holzspielzeugmacherbranche: 13 Auszubildende sind freigesprochen worden. Der Großteil bleibt der Region erhalten. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge

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Newsmeldung
news-5517 Thu, 03 Sep 2020 01:21:00 +0200 Mit Musik ins Herz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-musik-ins-herz Naoshi Takahashi ist ein Wanderer zwischen zwei Welten: Der Japaner im Erzgebirge ist Generalmusikdirektor am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz und Chefdirigent der Erzgebirgischen Philharmonie Aue. Die Sprache, die für ihn alles verbindet, ist die Musik. Bei einem Rundgang durch das Annaberger Theater erzählt er von Sushi und Neunerlei, Multikulti im Orchester und Engeln als Visitenkarte. 200 Meter mit ... Naoshi Takahashi

Herr Takahashi, wie sind Sie eigentlich ins Erzgebirge gekommen?

Ich lebe seit 1999 in Deutschland, bin damals als Musikstudent zum ersten Mal hierhergekommen. Nach Stationen in München, Osnabrück und am Brandenburger Theater habe ich gezielt nach einer Möglichkeit gesucht, als Dirigent zu arbeiten. Als 2003 am Eduard-von-Winterstein- Theater eine Stelle als 1. Kapellmeister ausgeschrieben wurde, habe ich mich darauf beworben und war sehr glücklich, dass es geklappt hat. Ich kannte die Philharmonie schon vorher, als Student hatte ich hier einen Meisterkurs belegt. Die hohe Qualität des Hauses hat mich damals schon begeistert.

Sind Sie sofort mit dem Erzgebirge und den Erzgebirgern warm geworden?

Der Erzgebirger zeigt sich erstmal etwas bescheiden, manchmal ein bisschen verschlossen. Es dauert, bis man die Menschen hier wirklich kennenlernt. Durch die Kinder ist es mir und meiner Frau recht leicht gefallen, Kontakte zu knüpfen. Hat man die Wand einmal durchbrochen, sind die Erzgebirger sehr treue, ehrliche und sympathische Menschen. Ich kenne viele Orte in Deutschland und auf der ganzen Welt – aber hier bin ich angekommen, hier fühle ich mich wohl.

Das Wort "Glück Auf" in Japanischer Schrift

Haben Sie ein erzgebirgisches Lieblingswort?

Mein erstes erzgebirgisches Wort war tatsächlich „Glück Auf“, und sowohl den Klang als auch die Bedeutung mag ich sehr. 

Mein erzgebirgisches Lieblingswort ist „Neinerlaa“ (spricht es mit perfekt erzgebirgischem Singsang) –

das „Neunerlei“ aus neun verschiedenen Leckerbissen erinnert mich ein bisschen an Sushi, wo man ja auch verschiedene Häppchen zu einem Gesamterlebnis komponiert.

Diese Auswahl ist mir lieber als nur ein Kloß mit Fleisch und Soße auf dem Teller (lacht). Wobei ich Rinderroulade und Sauerbraten auch sehr gern mag. Und Bratwurst natürlich. Und Kutteln! Wo wir gerade beim Essen sind: Ich liebe deutsches Brot. Auch hier wieder: diese Auswahl! Die Frühstücksvielfalt ist nirgendwo auf der Welt so groß wie in Deutschland. Es gibt nichts Besseres.

Neunerlei ist ja ein typisch erzgebirgisches Weihnachtsessen. Wie stehen Sie zu den erzgebirgischen Weihnachtstraditionen?

Erst einmal sind ja Weihnachten und Silvester in Deutschland und Japan von der Art zu feiern her komplett vertauscht: In Japan ist Weihnachten die wilde Party, Silvester ruhig und besinnlich. Aber das macht nichts – ich komme ja auch hier in den Genuss von beidem. Was ich ganz besonders finde, sind die erzgebirgischen Holzkunstfiguren, ohne die Weihnachten hier nicht zu denken wäre. Diese in die Welt hinauszutragen, ist mir eine große Freude. Ich reise nie mit leerem Koffer – immer habe ich ein Räuchermännchen, einen Nussknacker oder einen kleinen Engel dabei, den ich verschenke. Die Figuren sind wie meine Visitenkarte. In Japan wird das deutsche Kunsthandwerk sehr geschätzt. Die Menschen erkennen die Hochwertigkeit und würdigen die handgemachte Schönheit der Figuren.

Haben Sie einen Wunsch, wie sich das Erzgebirge in Zukunft entwickeln könnte?

Ich würde mir wünschen, dass das Erzgebirge noch bekannter ist bei den Menschen in der Region, dass Touristen sich noch besser in all der Fülle und Vielfalt zurechtfinden, die das Erzgebirge bietet. Bergbaugeschichte, Natur, Landschaft, Kunst, Kultur und Genuss – all das ist in unserer Region zu finden. Wenn wir das in Erlebnis-Pakete packen, die verschiedenen Angebote noch besser vernetzen, könnten wir noch mehr Menschen auf unseren schönen Landstrich aufmerksam machen. Unser Theater und die Philharmonie mit den verschiedenen Spielstätten sollten hierbei natürlich unbedingt Bestandteil sein. Wir sind ein hochprofessionelles Haus, wie man es in einer eher kleinen Stadt wie Annaberg-Buchholz nicht unbedingt erwarten würde.

Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH

Am Annaberger Theater arbeiten Künstler aus aller Welt: aus den USA, Ost- und Westeuropa, der Türkei, Korea und Japan. Wie bekommen Sie als Generalmusikdirektor die verschiedenen Mentalitäten unter einen Hut?

Ich finde kontinuierliche gemeinsame Arbeit sehr wichtig. Deshalb

ist Musik die Sprache, die uns verbindet.
Gemeinsam können wir diese Sprache in unserem Sinne
formen und gestalten.

Viele der Künstler sind hier sesshaft geworden, haben im Erzgebirge ihre Heimat gefunden. Das bringt Kontinuität, die ab und zu durch frischen Wind ergänzt wird, wenn ein Neuer zu uns kommt. Im Orchester darf jeder seine Persönlichkeit zeigen und dennoch fürs große Ganze wirken. Gemeinsam erleben wir wunderbare Momente. Wenn im Konzert alles in eine Richtung fließt – dieses Gefühl ist einfach großartig.

Ihre Frau stammt aus Riesa, Sie aus Nagoya. Welche Werte geben Sie Ihren Kindern mit auf dem Weg?

Diese Werte sind unabhängig von unserer Kultur. Wir möchten unseren Kindern zeigen, dass es nicht auf Materielles ankommt, sondern auf die schönen Dinge, die man im Kopf hat. Wissen, aus eigenem Antrieb lernen, selbst etwas tun und bewegen – niemals für andere, sondern immer, weil man es selbst so will. Unsere Kinder wachsen zweisprachig auf, und sie lieben die Musik. Wo das wohl herkommt …?

Ihre Frau Madeleine Vogt war als Sängerin am Eduard-von-Winterstein-Theater bereits in vielen großen Rollen zu hören. Wie meistern Sie Ihren Familienalltag mit drei Kindern?

Wir denken alle unsere Planungen zusammen. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Um die Kinder kümmert sich der, der gerade kann. Wenn wir abends beide im Theater Vorstellung haben, kommt unsere Ersatzoma zu uns nach Hause. Meine Frau ist meine wichtigste Stütze. Ohne ihre Hilfe könnte ich sowohl im Beruf als auch privat nicht überleben. Ich bin ihr unendlich dankbar, dass sie mich trotz Vollzeit- Berufstätigkeit immer unterstützt hat. Wir sind schon ein Super-Team!

Ist europäische Musik anders als in Ihrer Heimat Japan?

Musik ist Musik. Ich muss ein Musikstück mögen, um es dem Publikum zu vermitteln. Manche Stücke begeistern mich sofort, bei anderen brauche ich länger, bis ich Zugang finde. Dann lese ich die Noten, lasse die Klänge in meinem Kopf wirken, höre die verschiedenen Nuancen. Es gibt ja nicht nur laut und leise, es gibt auch die Farben des Klangs – sanft oder wild, süß oder traurig. Das ist wie auf einer Landkarte – wie grün ist das Grün?

Was macht das Musiktheater so besonders?

Das Musiktheater entblättert die ganze Palette der menschlichen Emotionen. Der Gesang erreicht die Menschen sehr direkt, das Orchester entfaltet eine ungeheure Kraft. Und doch entsteht das Gefühl, das wir beim Zuhörer erzeugen, erst aus dem Zusammenspiel von Künstler, Werk und Publikum. In der Probe klingt es zwar auch schön, was wir spielen, aber

echt wird Musik erst durch die Zuhörer.
Denn in ihnen erzeugen wir Momente, die bewegen.

Welche Einflussmöglichkeiten haben Sie als Dirigent auf den Klang des Orchesters?

Mein Ziel ist immer, dem nahezukommen, was sich der Komponist gedacht hat. Ich möchte möglichst originalgetreu nachbilden, wie er die Musik in seinem Kopf gehört hat.

Warum wollten Sie ausgerechnet Dirigent werden? Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Ich möchte mit unserer Musik Emotionen vermitteln. Als ich hierherkam, habe ich mir gewünscht, den Menschen mit Musik nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sondern sie im tiefsten Inneren zu bewegen. Ich möchte mit Musik ins Herz treffen. Wenn ich mich nach dem Konzert zum Publikum hin verbeuge, sehe ich direkt in die Augen der Zuschauer. Oft sehe ich darin eine Träne blitzen. Dann weiß ich: Wir haben die Menschen berührt.

Text: Sylva-Michèlè Sternkopf
Foto: studio2media/Erik Wagler

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WCE-Newsmeldung (mit WCE teilen) hERZgeschichten
news-5529 Wed, 02 Sep 2020 09:48:39 +0200 Industrie – in echt und hautnah: Erzgebirgische Unternehmen laden zur „Spätschicht“ ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/industrie-in-echt-und-hautnah-erzgebirgische-unternehmen-laden-zur-spaetschicht-ein-1 Es wird laut, vielleicht auch heiß und geruchsintensiv: Definitiv aber wird es spannend! Denn neun erzgebirgische Unternehmen öffnen am 25. September 2020 zur Spätschicht im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ ihre Tore für neugierige Besucher. Trotz der besonderen Situation unter „Corona-Bedingungen“ ist es den Unternehmern wichtig, an der etablierten Veranstaltung, die durch die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs GmbH organsiert wird, festzuhalten. Die Spätschicht als Format der „Tage der Industriekultur“ geht somit im Erzgebirge in diesem Jahr in die vierte Runde und erweitert im Jahr der Industriekultur in Sachsen den Blick auf die bestehende Lebendigkeit industrieller Produktion in der Region. „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, das Unternehmen ein Zeichen setzen und zeigen, dass hinter ihren Toren trotz strengerer gesundheitlicher und behördlicher Rahmenbedingungen die Produktion weiter läuft und nach wie vor hervorragende Produkte und Entwicklungen von hier aus in die Welt gehen. Denn auch ich als Wirtschaftsförderer staune bei Firmenbesuchen immer wieder über die enorme Vielfalt der Produkte, die im Erzgebirge entstehen. Das Fachwissen in der Region ist groß, weshalb hier innovative Ideen umgesetzt werden können und sich auch Hidden Champions hinter den Fassaden verbergen. Oftmals gründet diese Innovationskraft auf lange Traditionen und gehütete Wissensschätze, die seit Generationen weitergegeben werden. Die Spätschicht lädt nun alle Interessierten ein, Industrie von Maschinen, Werkzeug- und Automobilbau bis hin zur Textilverarbeitung zu erleben“, so Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.

Das Erzgebirge und Industriekultur – beide gehören als Teil der Industrieregion Chemnitz-Zwickau-Erzgebirge eng zusammen: Hier sind die meisten Industrieunternehmen in Sachsen angesiedelt. Eine einzigartige Industriekultur zeichnet das Erzgebirge aus. In mehr als 800 Jahren aus dem Bergbau heraus gewachsen hat sie die Wirtschaft, aber auch die Menschen und Landschaft der Region geformt. Die Jahrhunderte waren geprägt von Blüte und Niedergängen, von Krisen und immer neuen Aufbrüchen, die deshalb gelangen und bis heute gelingen, weil seit jeher Denker und Macher in der Region zu Hause sind. Und so nutzen auch jetzt, trotz manch vager Rahmenbedingung in der von Corona geprägten Zeit, Unternehmen der Region die Chance und öffnen im Rahmen der Spätschicht am 25. September 2020 ihre Türen. Sie wollen zeigen, dass Erfahrungen aus Jahrhunderten heute in modernen, innovativen Firmen neue Früchte tragen. Denn innovative Gedanken und Entwicklungen sind es, die einem Stillstand Paroli bieten.

Mit dabei sind aus dem Erzgebirge:

  • BGH Edelstahl Lugau GmbH, Lugau
  • DMB Metallverarbeitung GmbH, Grünhain-Beierfeld
  • EIDAM Landtechnik GmbH, Lößnitz
  • GAZIMA Galvanik Zimmermann GmbH, Grünhein-Beierfeld
  • Huss Maschinenbau GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Mennekes Elektrotechnik Sachsen GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau
  • omeras GmbH, Lauter-Bernsbach
  • PTF Pfüller GmbH  & Co. KG, Stollberg
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Pressemitteilung
news-5527 Wed, 02 Sep 2020 08:28:00 +0200 Hurra - Weihnachtsmärkte finden statt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hurra-weihnachtsmaerkte-finden-statt Seiffen will die Buden länger öffnen und mehr Parkplätze ausweisen. Auch der Sternenmarkt erwartet schon zeitig Besucher. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5526 Tue, 01 Sep 2020 08:38:00 +0200 Das Erzgebirge ist Sachsens Häuslebauer-Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-erzgebirge-ist-sachsens-haeuslebauer-land Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden in der Region ist groß. Die Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass das trotz Corona-Krise anhält. Eine Umfrage in Städten bestätigt das. Alle planen neue Flächen für Ein-, aber auch Mehrfamilienhäuser. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. August 2020, Anett Honscha

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5516 Mon, 31 Aug 2020 07:27:00 +0200 Liebhaber fürs Pawlow-Haus gefunden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/liebhaber-fuers-pawlow-haus-gefunden Über 20 Jahre steht das ehemalige Wismut-Sanatorium in Warmbad leer. Seit Anfang 2020 gibt es einen neuen Besitzer und Zukunftspläne. Ein wichtiger Teil des Hauses kann aber nicht gerettet werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Jana Klameth

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Newsmeldung
news-5514 Fri, 28 Aug 2020 10:25:16 +0200 Mehr als ein Notgroschen: Geheimer Gönner aus Aue gibt viel Geld https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/mehr-als-ein-notgroschen-geheimer-goenner-aus-aue-gibt-viel-geld Eine besondere Aktion soll Händlern in Aue-Bad Schlema helfen, die durch die Corona-Krise in eine Notlage geraten sind. Dank einer Überraschung fließt jetzt sogar noch mehr Geld als gedacht. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Anna Neef

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Newsmeldung
news-5509 Thu, 27 Aug 2020 14:52:00 +0200 Lok vom Rasenden Roland wird in Olbernhau wieder flott gemacht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/lok-vom-rasenden-roland-wird-in-olbernhau-wieder-flott-gemacht Eine Lok des Rasenden Rolands wurde im Erzgebirge komplett erneuert. Das Gefährt hielt Überraschungen parat. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Georg Müller und Kenny Langer

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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Newsmeldung
news-5500 Thu, 27 Aug 2020 06:38:00 +0200 Mit Herz zurück ins Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-herz-zurueck-ins-erzgebirge Das Rückkehrer- Café.  Warum ist das Erzgebirge ein Rückkehrer- Magnet? Lockte einst die Fremde, so folgten letztendlich viele dem Motto: „Vergass dei Haamit net.“ und kehren zurück. Genau solche Menschen haben wir an einen Tisch gebracht, eine bunte Mischung, jeder mit einer ganz persönlichen hERZgeschichte und einer großen Gemeinsamkeit: die Liebe zum Erzgebirge. Malerisch liegt der Stollberger Walkteich eingebettet in einen Park mit großem Abenteuerspielplatz und Laubbäumen, die sich heute Morgen im Wasser spiegeln. Die kleinen Boote sind angelegt, die große Sommerterrasse lädt geradezu zum Chillen ein. Claudia Paul steht in der Küche ihres Cafés Walkbeach, am Ufer des Walkteiches gelegen, und schneidet selbst gebackenen Kuchen. Sie trägt viele leckere Kleinigkeiten, Fingerfood, hinaus zum liebevoll hergerichteten Buffet auf der Terrasse. Rückkehrer und Zuwanderer ins Erzgebirge, wie sie selbst, werden sich nachher hier treffen, um sich über ihre persönlichen Lebenswege auszutauschen. Alle, die heute vom Regionalmanagement Erzgebirge eingeladen sind, teilen ähnliche Lebensgeschichten – gingen einst weg und fanden ihr Glück dann doch wieder im Erzgebirge. Oder kamen eben neu ins Erzgebirge – so wie die Chefin des Cafés, Claudia Paul. Sie wagte erst im Frühjahr 2019 den Schritt aus der Großstadt ins Erzgebirge: „Ich komme ursprünglich aus der Bautzener Ecke, dann folgten zehn Jahre München, drei Jahre Dresden und bin jetzt in Stollberg gelandet. Weil ich meinen Lebensgefährten kennengelernt habe und auch wegen dieses Platzes hier. Ich hatte mich damals gleich in den Walkbeach verliebt.“ Es habe einfach alles gepasst, der Plan mit dem eigenen Café, die Liebe zum Erzgebirge, erzählt sie, während sie noch ein bisschen Deko platziert. Die 41-Jährige fühlt sich im Erzgebirge heimisch: Claudia ist im Leben angekommen. Und dann sagt sie: „Weißt du, was mir eben am Erzgebirge auch sehr gefällt? Die Herzlichkeit der Menschen. Das kenne ich von der Großstadt nicht so.“

Und genau diese Herzlichkeit spürt man auch hier beim zwanglosen Treffen von Menschen, die sich zum großen Teil noch gar nicht kennen. Es ist ein bisschen wie ein Experiment, fremde Menschen einzuladen, die einen gemeinsamen Nenner – nämlich das Erzgebirge – haben und sich im Idealfall sehr persönliche Dinge erzählen. Man spürt schnell, dass es genau dieser Nenner, dieses Herzensbedürfnis nach Heimat ist, was alle schnell auftauen lässt – ganz so, als ob man sich doch ewig kennt. Egal, wohin es die Erzgebirger in ihrem Leben auch verschlagen hatte, das Besondere, das große Herz füreinander, für die Region, ist immer geblieben. Oder man hat es hier in der neuen Heimat gefunden. Jeder erzählt zum Kennenlernen kurz seine Geschichte – bunt verstreut in der ganzen Republik und auch über die Grenzen hinaus passiert. Eine schnell skizzierte Landkarte verdeutlicht die Lebensstationen. Der Start in der Fremde – oft gewählt wegen besserer Ausbildungschancen oder interessanter Jobs – war für alle eine Herausforderung. Von Heimweh ist oft die Rede, da fließen beim Erzählen sogar Tränen.

Das große Herz für die Region ist immer geblieben.

Je länger das gemeinsame Frühstück dauert, desto enger rutschen die Rückkehrer und Zuwanderer an der Frühstückstafel zusammen, lassen tiefere Einblicke in ihr Leben und Gründe für eine Entscheidung pro Erzgebirge zu. Fast freundschaftlich, familiär. Es wird viel gelacht, intensiv diskutiert und Emotionen liegen blank. So wie bei Sabine Brosch. In der Strumpffabrik Esda Thalheim hatte sie wie so viele junge Frauen zu DDR-Zeiten Facharbeiterin für Textiltechnik gelernt. Nach einigem Auf und Ab ging sie 1997 nach Stuttgart, lebte auch in Leipzig, Hamburg und München. Und dann rief die Heimat sie aus der Großstadt zurück: „Ich war und bin immer wieder überwältigt vom Erzgebirge. Ich hatte so Heimweh.“ Seit 2016 lebt sie ihren Traum in ihrer alten Heimat Thalheim und ist Chefin eines Feinkostladens „Aroma – Genuss erleben“.

                                                             Zur Geschichte von Sabine Brosch

Die Arbeitschancen, Jobangebote sind in den letzten Jahren wesentlich interessanter geworden, da sind sich alle einig. Doch oftmals sind noch andere Dinge ausschlaggebend: Bei dem einen ist es die Natur, die gelockt hat, beim anderen Freunde, Familie und manch familiäre Verpflichtung oder einfach der Wunsch, sich hier mit Herz und Verstand für die Region zu engagieren. Auch kann eine Krankheit ein Weg zurück in die alte Heimat sein. Anja Neuberg erzählt, wie sie nach dem Abitur zum Studium nach Chemnitz ging, später ihren Mann in München kennenlernte, beide in Nürnberg wohnten – und sie seelisch krank wurde. Neben einem Zuviel an manchen Alltagsdingen lag der Schlüssel zum Gesundwerden in der Rückkehr ins Erzgebirge. Ruhe und Beständigkeit fand sie mit ihrer Familie in Rittersgrün, ihrer Heimat,ihrem Ort der Kindheit und Jugend. Ihr Mann Frank kannte das Erzgebirge vor ihr gar nicht. Was ihn zusätzlich zum breiten Angebot zum Radeln und Skifahren in herrlichster Natur als Bauingenieur besonders beeindruckte: der bezahlbare Wohnraum. In Rittersgrün betreiben die beiden am Waldrand seit Kurzem ihre Maxhütte, eine gemütliche Pension. Von dort aus schreibt die Achtsamkeitstrainerin ihren Blog „Leben ist ansteckend“.

                                                                 Zur Geschichte von Anja Neuberg

Anstecken von ihrer Sehnsucht nach Hause ließ sich auch Susann Schubert. Die 33-Jährige arbeitet im Marketingbereich im Elldus Resort im Kurort Oberwiesenthal. Nach Stationen in Leipzig, Dresden, Halle und Berlin lebt sie nun in Marienberg, mittig zwischen ihrem ursprünglichen Heimatort Rechenberg- Bienenmühle und dem Arbeitsort am Fichtelberg. 16 Jahre lang war sie weg, doch bei jedem Besuch im Erzgebirge bohrte eine Frage immer mehr: „Was würde mir das Erzgebirge bieten?“ Die junge Frau wollte raus aus der Stadt. Während eines Heimatbesuchs zu den Weihnachtsfeiertagen besuchte sie den Pendleraktionstag Erzgebirge, die regionale Jobmesse. Neue Möglichkeiten lagen wie Geschenke vor ihr auf dem Gabentisch.Susann griff zu, folgte ihrem Herzen und kam zurück. Ihr ist es wichtig, die Chance zu ergreifen, im Erzgebirge mit anzupacken: „Ich habe hier die Möglichkeit, in vielen Bereichen mitzugestalten, Dinge voranzutreiben.“ Die meisten in der Frühstücksrunde nicken zustimmend. So auch Elli Graupner. Neun Jahre lebte sie in Dresden und Berlin, kam 2015 zurück und arbeitet nun in der elterlichen Männlmacher-Manufaktur „Graupner Miniaturen“ in Crottendorf. Sie gründete eine kleine Familie, baute direkt neben den Eltern ein eigenes Haus und engagiert sich im Vorstand eines Vereins.

                                                           Zur Geschichte von Elisabeth Graupner

Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal
stur und eigen
– aber eben auch unglaublich herzlich.

Und doch ist es nicht immer die Heimatliebe, die einen zurückholt, sondern ganz pragmatisch familiäre Verantwortung. Der Johanngeorgenstädter Mario Bauch stieg als Konstrukteur ins Familienunternehmen ein, weil seine Unterstützung gebraucht wird. Nach der Lehre bei einem Auspuffhersteller in seiner Heimatstadt zog er als 20-Jähriger aus, um die Welt kennenzulernen. „Ich wollte raus, ich wollte etwas erleben, fand in Stuttgart und München meine zweite Heimat.“ Jetzt sieht der junge Mann seine Zukunft in Schwarzenberg im Erzgebirge. Zwar sei am Anfang das Zurückkommen schwer und voller Zweifel gewesen, denn: „Das soziale Umfeld, meine Freunde von früher, haben gefehlt. Doch mit der Zeit gibt sich das auch.“

Sich im Erzgebirge einbringen, etwas verändern wollen, das bringt auch Hürden auf dem Weg mit sich. So hat jede Veränderung im Leben immer zwei Seiten. Als „Heimkehrer“ oder gar Zugezogener – von den Einheimischen „Uhiesischer“ genannt – muss man selbst aktiv auf die Menschen hier zugehen. Diesen Tipp würden die Teilnehmer dieser Kaffeerunde am Walkbeach gerne anderen mitgeben. Die Offenheit für Neues fehle vielen Erzgebirgern anfangs. Manche der Rückkehrer hier am Tisch sprechen sogar von einer fehlenden Weltoffenheit, machen sich auch Sorgen um die politische Entwicklung. Doch hätte man das Herz der Erzgebirger erst einmal erobert, dann für immer. So kommt die Rede auch auf kritische Themen, wie die immer älter werdende Bevölkerung, teils geringere Gehälter in einigen Branchen und dass noch immer zu viele Erzgebirger jobbedingt pendeln. Und das, obwohl es in der Region wieder viele interessante Jobangebote gäbe. Diskutiert wird auch über die Vielfalt von Kulinarik-, Kultur- und Shopping-Angeboten. Klar, das Erzgebirge kann mit dem Maß an Angeboten einer Großstadt nicht mithalten. Aber: Im Alltag spielen diese Möglichkeiten der Städte eben oft eine untergeordnete Rolle oder sind Grund für Überforderung. Die Zeit, alles auszuleben, fehle einfach. Und dann fällt zögerlich der Satz: „Wir kamen doch auch hierher, weil wir unsere Ruhe suchten. Und nein, wir haben keine Berliner Kultur – wir haben aber unsere eigene Kultur und müssen uns nicht verstecken.“ Alle, die mit Kindern leben, loben stattdessen die Angebote für Familien im Erzgebirge. Und dann sagt Anja Neuberg, was sie am Landleben besonders genießt: „Beim benachbarten Bauernhof hole ich mir meine Milch und Butter ganz frisch.“

Solch ein Lebenseinschnitt, der Umzug zurück in die alte Heimat und erst recht in eine neue Region, will gut überlegt sein. „Mir ging es ja nicht schlecht in München. Und es kam auch die Frage auf:

Ist man zu Hause nach den vielen Jahren nicht auch ein Fremder?

Und dann packte ich doch binnen vier Wochen meine Koffer. Es war die richtige Entscheidung. Ich fühlte mich nicht mehr so zerrissen. Jetzt bin ich wieder viel näher an meiner Familie in Bautzen dran als von München aus“, sagt Claudia Paul. Bei den „Neu-Erzgebirgern“ Marcel Dallinger und Maria Saul-Dallinger ist es umgekehrt, denn zumindest ihre Eltern aus dem thüringischen Eichsfeld werden perspektivisch mit ins Erzgebirge ziehen. Sie erzählen ihre Geschichte, die einfach alle rührt. Beide stammen nicht aus dem Erzgebirge, lernten sich in Leipzig als Studenten kennen, lebten in Leipzig, Dresden und auch ein Jahr in England. Archäologe Marcel hatte viel für Projekte im und rund um das Erzgebirge „gegraben“. Das Erzgebirge hatte ihn gepackt. Dann verbrachten sie ihre vorverlegte Hochzeitsreise in Gelobtland, einem verträumten Ortsteil oberhalb von Marienberg, wollten hier im „Nirgendwo“ in einem Ferienhaus Ruhe finden. Was sie aber fanden, war ihre neue Heimat. In Steinbach nahmen sie sich dem ehemaligen Braugasthaus nebst kleiner Pension an, bauten das Gasthaus zum Wohnhaus um. Hier wollen sie ihre Familie gründen. „Hier ist es landschaftlich schön. Das Pressnitztal ist traumhaft. Unsere Kinder sollen auf dem Land aufwachsen.“ Ein Statement, wo Susann König einhakt, weil sie es gleich unterschreiben würde. Die 44-Jährige aus Stützengrün zog 1991 aus, um eine Lehre zur Uhrmacherin zu machen. 2016 und zwei Kinder später kam sie zurück, übernahm das Elternhaus und entdeckte ihre Liebe zur Natur völlig neu – auch, dass in ihr ein echter Gartenfreak schlummert.

                                                Zur Geschichte von Maria und Marcel Dallinger

Im wahrsten Sinne: „Geerdet“ wird man hier im Erzgebirge – und lernt schnell Land und Leute (wieder) kennen, wenn man kontaktfreudig ist. Und so schmunzeln Marcel und Maria, als sie über die Einheimischen reden, mit denen sie ja den ganzen Vormittag am Walkbeach in gemütlicher und ehrlicher Runde sitzen: „Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal stur und eigen – aber eben auch unglaublich herzlich.“ Die Stunden hier auf der Terrasse am Café Walkbeach sind verflogen. Für Claudia Paul beginnt ein ganz normaler Spätsommertag, die ersten Kunden warten schon. Zuvor werden aber noch Nummern getauscht und der Platz für ein nächstes Treffen ist auch schon ausgemacht. Sabine Brosch lädt ein in ihren Feinkostladen, weil sich alle noch so viel mehr zu erzählen haben … dann aber ohne die neugierigen Initiatoren des ersten Treffens.

Autoren: Manja Kraus- Blechschmidt/ Sabine Schulze-Schwarz

Foto: studio2media/ Erik Wagler

Hinweis auf Herzland2020

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WCE-Newsmeldung (mit WCE teilen) Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5508 Wed, 26 Aug 2020 13:45:00 +0200 Neue Mobilität: Pedelecs zum Probieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-mobilitaet-pedelecs-zum-probieren Stollberg möchte seine Bürger dazu animieren, das Auto häufiger stehen zu lassen. Für Testprojekte und Umfragen gibt es viel Fördergeld. Nächstes Jahr startet die heiße Phase. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22. August 2020, Björn Josten 

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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news-5503 Tue, 25 Aug 2020 08:25:00 +0200 16 Quadratmeter zum Kochen, Wohnen, Schlafen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/16-quadratmeter-zum-kochen-wohnen-schlafen Philipp Siegel hat sich beruflich dem trauten Heim verschrieben oder besser dessen Planung und Projektierung. Die Ergebnisse sind alles andere als gewöhnlich. Wörtlich nimmt er dabei die Redewendung von den eigenen vier Wänden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Thomas Wittig

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news-5499 Tue, 25 Aug 2020 06:13:00 +0200 10 Gründe wieso das Erzgebirge ein echtes hERZland ist https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/10-gruende-wieso-das-erzgebirge-ein-echtes-herzland-ist Was macht das Erzgebirge eigentlich zum hERZland? Diese 10 Gründe stehen ganz oben, auf einer natürlich endlos langen Liste. 1. Wir lieben unsere Geschichte

…von Bergbau und Zechen, von der Sehnsucht nach der Silberader und dem unbändigen Willen seine Ziele zu erreichen. Wir Erzgebirger lieben unsere Geschichte, sind bis heute tief mit ihr verwurzelt und ziehen daraus Inspiration für Neues: Denn nicht lange reden, sondern machen ist die Devise.

2. Wir lieben unser Holz

Saachfieber, Spaltwut oder einfach: Holzkrankheit. Wir Erzgebirger lieben das Hacken, Spalten und Ansammeln des Naturrohstoffes in unmöglich aufzubrauchenden Mengen. In den meisten Fällen hilft nicht mal die supermoderne Erdwärmeheizung. Angefeuert wird trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen :-)

3. Wir lieben den Winter

Ja gut, der Winter in der Mittelgebirgsregion ist nicht mehr der, der er einmal war. Aber ab und zu sucht der Schnee das Erzgebirge doch mal heim… und JEDER Erzgebirger freut sich über den ersten verschneiten Morgen. Und ganz egal ob es nötig ist oder nicht… die Schippe wird feierlich aus’m Schuppn geholt und die Saison eröffnet.

 

4. Wir lieben unser Dorf

Und am Wochenende ist hier richtig was los. Überall wird gewerkelt, geschraubt, gebastelt. Es tut sich was! Und gefeiert wird sowieso immer gemeinsam.

5. Wir lieben Gemütlichkeit

Hutznohmd, Rachermannln, Schwibbugn, e Stickl Stolln und ein Wolkensteiner Glühwein… herrlich oder? Sei es wirklich die Sehnsucht der Bergmänner nach Helligkeit und Licht, die wir in die Wiege gelegt bekommen haben, oder einfach das besondere Verständnis von Heimeligkeit, mit dem wir aufgewachsen sind: Wir wissen wie man’s sich so richtig gemütlich macht. Einfach, aber soooo schön!

6. Wir lieben unser Welterbe

Der Bergbau – verbunden mit seinen Traditionen und die einzigartige Landschaft – ist eine authentische Kombination, die es eben nur hier gibt. Und die gilt es zu erhalten. Es sind die wahren Geschichten, die unsere Heimat erzählt: Geschichten von Freud und Leid, von Freiheit und Ehrgeiz, von Armut und Reichtum – und davon, Dinge einfach anzupacken. Eben gedacht, gemacht.

7. Wir lieben unsere Wälder

Der Wald ist immer unser Spielplatz gewesen. Später unser Ruheort. Immer da. Immer richtig. Immer gut.

8. Wir lieben unsern Dorfbäck

Auch wenn sich da die Geister scheiden, den besten Einback gibt’s beim Dorfbäck um die Ecke. Beutel hingeben, befüllen lassen und gehen – ohne zu bezahlen, mit Anschreiben! So läuft das.
...die neusten Infos aus dem Dorf gibt’s gratis dazu!

9. Wir lieben die Weite

Jeder Erzgebirger hat seinen ganz persönlichen Lieblingsort. Eine idyllisch gelegene Bank, ein schattiges Plätzchen unterm Baum, ein einsamer Fels. Aber eines haben alle Plätze gemeinsam: sie sind gemütlich, ruhig, meist mit bilderbuchhaften Sonnenuntergängen und man kann die Weite umarmen.

10. Wir lieben die Menschen hier

Nach außen hin wirken wir vielleicht etwas kühl (das macht das Wetter ;-), aber hat man einmal Freundschaft geschlossen, dann für immer und durch dick und dünn. Im Erzgebirge wohnen Menschen von einem besonderen Schlag. Mit einer harten Schale, aber einem hERZlichen Kern.

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kurz ERZählt WCE-Newsmeldung
news-5502 Mon, 24 Aug 2020 06:29:00 +0200 Berliner haucht altem Rittergut in Scharfenstein neues Leben ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/berliner-haucht-altem-rittergut-in-scharfenstein-neues-leben-ein Für sich selbst, aber auch für andere Menschen will Felix Kortung das historische Objekt wieder nutzbar machen. Obwohl noch keine Entscheidung über seinen Fördermittelantrag vorliegt, legt er bereits Hand an. Und sucht Mitstreiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. August 2020, Andreas Bauer

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news-5501 Fri, 21 Aug 2020 08:36:00 +0200 30 Jahre Freistaat Sachsen – Zentrales Festkonzert im Erzgebirgsstadion https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/30-jahre-freistaat-sachsen-zentrales-festkonzert-im-erzgebirgsstadion Festveranstaltung des Freistaates mit Sächsischer Staatskapelle und Landesbergmusikkorps Sachsen am 5. September in Aue-Bad Schlema Dresden/Aue-Bad Schlema (19. August 2020) - Am 3. Oktober 2020 jähren sich die Wiedergründung des Freistaates Sachsen und die Deutsche Einheit zum 30. Mal. Aus diesem Anlass findet am 5. September im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema die zentrale sächsische Festveranstaltung unter dem Motto „30 Jahre Freistaat Sachsen – Revolution und Demokratie“ statt.

In der Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue wird die Sächsische Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann gemeinsam mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen aus Schneeberg und weiteren Ensembles unter anderem Werke von Carl Maria von Weber und Richard Wagner präsentieren. Auch das Steigerlied wird erklingen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: „Das Jahr 2020 ist für uns alle auch ein Jubiläumsjahr. Der Freistaat feiert seine Wiedergründung vor drei Jahrzehnten und die vielen Erfolge, die die Sachsen seither gemeinsam erarbeitet haben. Wir haben Grund zur Dankbarkeit, zur Freude und zur Zuversicht. Denn wir leben heute im besten Deutschland, das wir je hatten.“ Er fügte mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu, es sei notwendig, weiterhin mit der gebotenen Vorsicht und Augenmaß zu handeln und so die nächsten Schritte zu gehen. „Es wird in den kommenden Wochen und Monaten vieles möglich sein, wenn wir uns an die Regeln halten und weiter auf der Hut sind.“
Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, erklärte: „Wir freuen uns darüber, dass die Festveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum der Wiedergründung des Freistaates Sachsen hier bei uns in der Region stattfindet und sehen dies auch als Wertschätzung der ländlichen Räume im Allgemeinen und der Erzgebirgsregion im Besonderen. In den vergangenen 30 Jahren waren die ländlichen Regionen von Anfang an der Motor der erfolgreichen Entwicklung des Freistaates. Zugleich ist der gemeinsame Auftritt der Sächsischen Staatskapelle mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen ein weiterer Mosaikstein in unserer sehr reichen Kulturlandschaft und bereichert unser Musikfest Erzgebirge, dass vom 4. bis 13. September unter dem Motto ‘Vom Berge her‘ stattfindet.“

Der Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle, Adrian Jones, sagte: „Die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann freuen sich sehr, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Freistaats Sachsen und der deutschen Wiedervereinigung erstmals im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema aufzutreten. Als Botschafter Sachsens in der Welt zu Hause, ist der Sächsischen Staatskapelle besonders auch die Verankerung und das Wirken vor Ort eine wichtige Herzensangelegenheit. Das musikalische Programm der Festveranstaltung mit Werken von Carl Maria von Weber und Richard Wagner schlägt die Brücke zur langjährigen und bedeutenden Kapellhistorie. Mit Klaus Florian Vogt als Solist ist zudem einer der herausragendsten Tenöre der Gegenwart und gern gesehener Gast des Klangkörpers zu erleben.“

Weil andere ursprünglich geplante Veranstaltungen rund um die Wiedergründung des Freistaates vor 30 Jahren wegen Corona nicht möglich waren, wurde mit der Festveranstaltung im Erzgebirgsstadion – bei der die Hygieneanforderungen gut eingehalten und Kontaktnachverfolgungen gewährleistet werden können - außergewöhnlicher Ersatz geschaffen. Bei den Planungen spielte auch eine Rolle, dass der „Tag der Sachsen“, der in diesem Jahr am ersten September-Wochenende eigentlich in Aue-Bad Schlema stattfinden sollte, aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste.

Vorgesehen ist, dass insgesamt rund 2.000 Besucherinnen und Besucher bei dem Festkonzert im Erzgebirgsstadion dabei sein können. Erwartet werden auch zahlreiche Ehrengäste, darunter auch mehrere Bürgerinnen und Bürger aus der Region, die sich in der Corona-Krise durch besonderen Einsatz ausgezeichnet haben.
Karten für das Konzert können vom kommenden Montag an auf den Seiten von sachsen.de erworben werden. Die Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sollen an soziale Einrichtungen in der Region gehen. Zum Hygienekonzept gehört unter anderem, dass eine Nachverfolgbarkeit gewährleistet ist und vorsorglich viele Plätze frei bleiben. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 16.000 Plätzen, knapp 9.000 davon sind Sitzplätze.

Damit möglichst viele Menschen die Festveranstaltung dennoch erleben können, überträgt der MDR das Konzert im Livestream ab 19 Uhr im Internet auf seinen Seiten. Außerdem wird die Aufzeichnung des Konzerts am späteren Abend um 22.35 Uhr im MDR-Abendprogramm ausgestrahlt.
 

Quelle: Sächsische Staatsregierung/ Medieninformation

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news-5497 Thu, 20 Aug 2020 08:51:00 +0200 Moore im Erzgebirge sollen wieder lebendig werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/moore-im-erzgebirge-sollen-wieder-lebendig-werden Auf Basis eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zu Mooren im Erzgebirge beginnt der Forstbezirk Eibenstock des Staatsbetriebs Sachsenforst im September/Oktober mit der Moorrevitalisierung im Rahmen seines Naturschutzkonzeptes. Konkret werden im »Großen Eisenstraßenmoor« am Auersberg bei Johanngeorgenstadt zunächst auf 15 Hektar alte Entwässerungsgräben verschlossen oder verfüllt. Durch die Maßnahmen soll das Moor auf möglichst großer Fläche wieder vernässt und so das Wachstum von Torfmoosen und anderen typischen Moorpflanzen angeregt werden. Umweltstaatssekretär Dr. Gerd Lippold betonte hierzu: »Moore sind ausgesprochen sensible und überwiegend durch menschliche Eingriffe stark gestörte Ökosysteme. Daher ist es unsere Aufgabe, die noch vorhandenen Moore zu revitalisieren. Denn sie sind für eine lebendige und intakte Kulturlandschaft genauso wichtig wie für den Klimaschutz. Mit der Umsetzung des Projektes wirken die Forstleute dem Verlust von Moor in Sachsen entgegen. Ich danke allen am Prozess Beteiligten für die engen Abstimmungen.«

 

Das Vorhaben zeigt: Auf einer Fläche von insgesamt etwa 100 Hektar können in dem Gebiet Moore revitalisiert werden. Für einen dauerhaft intakten Wasserhaushalt des Moores ist die Einbindung seines Zuflussgebietes entscheidend. Die Maßnahmen sollen eine sich selbst regulierende Moorentwicklung auslösen. Danach wird die natürliche Erneuerung des Moores durch ein Monitoring mit Methoden der Fernerkundung begleitet.

 

Die an der Moorrevitalisierung beteiligten Akteure kommen aus der Forst- und Wasserwirtschaft sowie dem Naturschutz Sachsens und Tschechiens. Der Staatsbetrieb Sachsenforst kümmert sich bereits seit über 15 Jahren erfolgreich um die Wiederherstellung der Moore und konnte vor allem im Erzgebirge bislang fast 700 Hektar wieder vernässen.

 

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

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news-5498 Wed, 19 Aug 2020 09:04:00 +0200 Weltpremiere für nachhaltige Spurbewässerung am Bergisel! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltpremiere-fuer-nachhaltige-spurbewaesserung-am-bergisel Der Bergisel setzt in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. Diese Woche wurde an der Bergiselschanze in Innsbruck ein neues ressorucenschonendes System für die Spurbewässerung verbaut, für das man, wenn einmal in Betrieb, kein zusätzliches Wasser mehr benötigt wird. An einem normalen Tag mit Sprungbetrieb werden am Bergisel derzeit ca. 25 Kubikmeter Wasser alleine für die Bewässerung der Anlaufspur benötigt, um die Gleitfähigkeit der Keramiknoppen zu erhalten. Bisher wurde das Wasser, das zuvor durch feine Düsen auf die Spur aufgesprüht wird, abgeleitet. Anschließend versickerte das Wasser im Boden. Mit dem neuen System wird das Wasser aufgefangen und wieder dem Bewässerungskreislauf zugeführt. Somit wird, wenn der Kreislauf einmal läuft, kein zusätzliches Wasser aus der Leitung mehr benötigt.

Wie das neue System genau funktioniert, erklärt Konstrukteur Peter Riedel. Er baute mit seinem Unternehmen Peter Riedel Sports Technology bereits die Anlaufspur am Bergisel, nun geht er mit dem neuen Bewässerungssystem den nächsten Schritt:

„Das neue Bewässerungssystem basiert darauf, dass unterhalb der Anlaufspur Wasserleitbleche zum Auffangen des Wassers verlegt wurden. Entlang dieser Bleche rinnt das Wasser von der Spurbewässerung dann in zwei Auffangbehälter, die unter dem Schanzentisch stehen und Insgesamt 4-5 Kubikmeter Wasser fassen. Aus diesen Auffangbehältern wird das Wasser dann wieder in das System eingespeist und zurück zum Anlauf gepumpt, wo es wieder für die Bewässerung zur Verfügung steht. Wir haben hier also ein Kreislaufsystem geschaffen, ein „Perpetuum mobile“ wenn man so will. Das Wasser, das durch Verdunstung verloren geht, wird durch Regenwasser, das auch von den Blechen aufgefangen wird, kompensiert. Somit wird kein zusätzliches Wasser für die Bewässerung mehr benötigt. Angesichts der Tatsache, dass Wasser ein kostbares und knappes Gut ist und die Kosten dafür immer weiter steigen, ist das Einsparungspotential für den Trainings- und Wettkampfbetrieb enorm“, so Peter Riedel.

Um das Potential des neuen Bewässerungssystems weiß auch der Wirtschaftsdirektor der Bergisel Betriebs GmbH, Bernhard Niggler: „Damit auch für die kommenden Generationen unser Wasser gesichert ist, ist ein verantwortungsvoller Umgang damit nötig. Aus diesem Grunde hat sich die Bergisel Betriebs Gmbh Gedanken gemacht, wie wir den Wasserverbrauch hier reduzieren können. Unser Partner Peter Riedel Sports Technology hat dieses neue Bewässerungssystem nun für uns umgesetzt. Die Kosten dafür werden sich in den nächsten Jahren amortisieren. Das wichtigste ist aber nicht der finanzielle Aspekt, sondern dass die Bergisel Betriebs Gmbh als weltweit erste Schanzenanlage dieses System verwendet und mit dieser Idee und geringem Budget Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt hat.“

Das neue System trifft durch die effiziente, wassersparende und dadurch ressourcenschonende Funktionsweise genau den Zeitgeist und ist ein wichtiger Beitrag, um Sportstätten und den Betrieb darauf naturverträglicher, nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Das System ließe sich auch auf allen weiteren Schanzen, auf denen im Sommer gesprungen wird und die mit einer Spurbewässerung ausgestattet sind, problemlos einbauen und darauf adaptieren.

In Innsbruck feiert die nachhaltige Spurbewässerung ihre Weltpremiere, der Bergisel setzt damit in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe und nimmt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Quelle: Peter Riedel

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news-5496 Tue, 18 Aug 2020 10:36:00 +0200 Eibenstocker Badegärten eröffnen erste Ferienhäuser https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eibenstocker-badegaerten-eroeffnen-erste-ferienhaeuser Passend zum russischen Saunadorf kann man in der Freizeiteinrichtung jetzt in Häusern aus sibirischer Kiefer schlafen. Zielgruppe sind Gäste mit hohen Ansprüchen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Georg Dostmann

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news-5495 Mon, 17 Aug 2020 10:29:00 +0200 Einzelhandel: Schwäche der Großen hilft kleinen Läden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/einzelhandel-schwaeche-der-grossen-hilft-kleinen-laeden Die Corona-Krise bietet den Händlern in Kleinstädten unverhoffte Chancen - diese These hat eine renommierte Beraterfirma aufgestellt. "Freie Presse" hat in Stollberg nachgefragt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Björn Josten

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news-5490 Thu, 13 Aug 2020 07:30:00 +0200 „Innovativ durch Forschung“ den Garten pflegen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativ-durch-forschung-den-garten-pflegen Das Unternehmen Mogatec Moderne Gartentechnik GmbH ist mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ausgezeichnet worden. Der Grießbacher Hersteller von elektrischen Garten- und Forstgeräten hat sich seit Jahren einen Namen gemacht, wenn es um die Weiterentwicklung der Kernprodukte wie Heckenscheren, Rasentrimmer und Motorsägen oder komplette Neuentwicklungen geht: Das Entwicklungsteam aus Konstrukteuren und CAD-Technikern zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft aus, mit der auch eine Vielzahl an Patenten einhergeht. Die neuen Produkte entstehen sowohl unabhängig als auch in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Externe Expertise erhält das Team durch die Kooperation mit Designern, Forschungsinstituten und Universitäten aus der Region. Insgesamt stehen etwa 250 Mitarbeiter gemeinsam für die Firma Mogatec und ihre Produkte, hochwertige und langlebige Gartengeräte, stehen.

Seit 2014 würdigt der Stifterverband forschende Unternehmen für ihre besondere Verantwortung, die sie übernehmen, mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung". Der Stifterverband ist einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Neben seinem Engagement für akademischen Nachwuchs, Hochschulen und Spitzenforschung ist es ebenfalls seine Aufgabe, das deutsche Forschungs- und Innovationssystem zu untersuchen und zu bewerten

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news-5489 Wed, 12 Aug 2020 07:41:05 +0200 Musikfest Erzgebirge 2020 trotzt Corona https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/musikfest-erzgebirge-2020-trotzt-corona Die gute Nachricht haben die Festivalmacher jüngst auf alle Banner und Plakate drucken lassen: "Wir finden statt!" Das Musikfest Erzgebirge wird den gewohnten zweijährigen Rhythmus trotz organisatorischer Herausforderungen aufrechterhalten. Vom 4. bis zum 13. September 2020 finden daher fast alle geplanten Konzerte statt, wenn denn auch teilweise an neuen, den Corona-Vorgaben entsprechenden Spielorten. So wurden etwa die Stadthalle Oelsnitz oder die Nicolaikirche Grünhain ins Musikfestprogramm aufgenommen, das dieses Jahr unter dem Motto »VOM BERGE HER« steht. Namenhafte Gäste des Musikfestes sind dieses Jahr – in der Reihe »Berühmte Knabenchöre« – der Tölzer Knabenchor (11. September) oder das Vokalensemble Sonat Vox (5. September). Das festliche Abschlusskonzert am 13. September wird die renommierte Cappella Amsterdam bestreiten.  

 

Für das traditionelle "Nachtklang"-Konzert des Musikfestes, das in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur stattfindet, haben sich dieses Jahr mehr Ensembles als je zuvor beworben. Die Veranstaltung, bei der das Publikum nach mehreren kleinen Ensemble-Kostproben seinen Liebling kürt, findet dieses Jahr in der Ritter-Georg-Halle Schwarzenberg statt.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Abstandsregeln und Hygienebestimmungen sind die Eintrittskarten für das Musikfest Erzgebirge 2020 ab sofort ausschließlich per Mail erhältlich. (Link: ticket@musikfest-erzgebirge.de)

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news-5486 Fri, 07 Aug 2020 08:23:00 +0200 Erzgebirgischer Bahnhof wird zu europäischem Eisenbahnlabor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgischer-bahnhof-wird-zu-europaeischem-eisenbahnlabor Bauarbeiten bestimmen derzeit die Szenerie auf dem Gelände in der Nähe des Gewerbegebietes. Dabei wird auch die historische Bausubstanz für das digitale Zeitalter vorbereitet. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. August 2020, Antje Flath

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news-5484 Fri, 07 Aug 2020 06:27:00 +0200 Erzgebierger genießen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/erzgebierger-geniessen Des Deutschen liebstes Getränk hat eine Heimat im Erzgebirge. Wir haben Braumeister besucht. Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s. Der jahrhundertealte Spruch gilt auch im Erzgebirge, wo dies nach dem Reinheitsgebot die einzigen Zutaten neben Hefe und Wasser sind, die den Braumeistern in den Kessel kommen. Bis zu den ersten Silberfunden im 13. Jahrhundert reicht die Tradition des Brauens im Erzgebirge zurück. Die Arbeit in den Bergwerken machte durstig, der Ausschank rentierte sich. Doch nicht nur das: So exportierten die Zschopauer ihr Bier im 16. Jahrhundert nach Oberbayern, woraufhin man in München das erste eigene Hofbräuhaus errichtete – um nicht das Geld außer Landes zu schaffen. Es wuchs im sächsisch-böhmischen Erzgebirge ein Brauhandwerk, aus dem junge und erfahrene Braumeister bis heute schöpfen und neu interpretieren. Echte Durstlöscher und gute Biere finden sich entlang des Gebirgskamms zuhauf, einige haben wir uns genauer angesehen.

Der Biersommelier Max mit Blick in die Welt

Das Brauen von Manufakturbieren, Craft Beers, hat Biersommelier Max, alias Uwe Gottwald, erst 2018 für sich entdeckt. Aber 2016 gründete er bereits in Pockau-Lengefeld seine Bierfabrik Erzgebirge als Laden, wollte zeigen, wie groß die Geschmacksvielfalt weltweit ist. Denn Bier ist nicht gleich Bier und unterscheidet sich in Farbe, im Herstellungsverfahren und im Geschmack. Wer seine Tastings besucht, spürt: Der Mann ist vom Fach. Seit 2013 ist er Biersommelier, war damals der zweite Sachsens. Der Begriff des Sommeliers ist Jahrhunderte alt, ursächlich war jener ein Vorkoster am Hof und prüfte Speisen und Getränke auf Qualität. Das tut Uwe Gottwald heute auch – immer dann, wenn in seinem Laden eine neue Sorte aus anderen Ländern einziehen soll oder er eines seiner eigens kredenzten Sorten abschmeckt. Während seiner Seminare erfährt man, wie der Brauprozess mit den Rohstoffen funktioniert und welche Craft-Beer-Komposition zu welchen Speisen schmeckt.

Der Brauer mit Gastlichkeit im Blut

75 Jahre lebten die Zwönitzer abstinent – ohne eigene Brauerei. Seit 1997 sind die Braukessel im Brauerei-Gasthof Zwönitz – dem ersten im Erzgebirge – wieder in Betrieb.

Seit 2015 schaut Braumeister Dominik Naumann, der bereits ein paar Jahre vorher das Unternehmen von seinem Vater übernahm, kritisch ins Glas. Seine Intention von Beginn an: die lange, bodenständige Brautradition seiner Heimat mit der weltoffenen Experimentierfreude eines Craft-Brauers zu vereinen. 5.000 Hektoliter Bier mit Namen wie „Zwönitzer Feieromd“, „Zwönitzer India Pale Ale“ oder „Zwönitzer Rauchbier“ werden aus dem Kupfersudkessel abgefüllt. So entstehen Braukreationen, die sich vom Massenmarkt abheben. An zwei, drei Tagen pro Woche werden die Sudkessel der Brauschauanlage angeheizt und man kann dem Meister über die Schulter schauen.

Der Braumeister mit Familienhistorie

Orgelpfeifenbräu und Dampflokbier heißen zwei Sorten, die in den Braukesseln der Privatbrauerei Christian Fiedler Erzgebirgsbier zu ihrer Vollendung kommen. Die Verbundenheit zur Heimat wird in dem Familienunternehmen aus Oberscheibe bereits über die Biernamen gelebt. Bis ins Jahr 1813 reichen die Wurzeln zurück, seit 1855 verflochten mit dem Namen Fiedler. Nach einer wechselvollen Geschichte startete Christian Fiedler 1990 mit dem Kauf der Firma und einem klassischem Pilsner neu durch, investierte kontinuierlich in modernste Brauereitechnik. Heute führt Christian Fiedler gemeinsam mit Sohn Thomas in sechster Generation die Brauerei, in der 19 Mitarbeiter jährlich 18.000 Hektoliter Bier herstellen – das sind 3,6 Millionen Flaschen bzw. 180.000 Kästen Bier. 2009 gewann die Spezialitätenbrauerei beim „European Beer Star“ den Silver Award fürs Magisterbräu. Das Geheimnis hinter dem Erfolg? Christian Fiedler:

Bier braucht Heimat.

Text: Sabine Schulze-Schwarz

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Hinweis auf Herzland2020

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hERZgeschichten
news-5485 Thu, 06 Aug 2020 08:47:00 +0200 Grünhainer Firma Gazima investiert in Neubau und Technik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gruenhainer-firma-gazima-investiert-in-neubau-und-technik Das Gewerbegebiet in Grünhain wächst weiter. So hat das Galvanikunternehmen Gazima eine neue Lager- und Logistikhalle errichtet. Doch die Firma tut noch mehr, um für die Zukunft und Krisen wie Corona gerüstet zu sein. [...]

Quelle: Freie Presse vom 04. August 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5482 Mon, 03 Aug 2020 08:01:38 +0200 Erforschung digitaler Bahntechnologie im Erzgebirge geplant https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erforschung-digitaler-bahntechnologie-im-erzgebirge-geplant Die Technische Universität Chemnitz und die Deutsche Bahn AG wollen zukünftig mit Fördermitteln des Bundes Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen testen. Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Strecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg soll dafür das "Digitale Testfeld Bahn" aufgebaut werden. Bundesminister Andreas Scheuer: Wir wollen die Menschen weiter und verstärkt von der Bahn überzeugen. Das geht nur mit mehr Digitalisierung - im Zug und auf der Strecke. Im Erzgebirge wollen wir diese Technologien erforschen und testen: von digitaler Leit- und Sicherungstechnik bis hin zu Maßnahmen für besseren Empfang.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: Ich freue mich über das Bekenntnis und die Unterstützung des Bundes für dieses einzigartige und ambitionierte Projekt. Hier in Annaberg-Buchholz geht es um praxisnahe Forschung rund um die Mobilität und das Bahnfahren der Zukunft. Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten stärkt nicht nur den Innovationsstandort Deutschland, es bringt auch die WirtschaftsregionErzgebirge und ganz Sachsen weiter nach vorn. 

Kretschmer verwies darauf, dass sich die Landesregierung bereits seit langem für das Forschungsvorhaben stark macht. In dem Zusammenhang kündigte er an, dass der Freistaat die Stelle eines Koordinators finanzieren wird, der die Technische Universität Chemnitz bei der Planung, Steuerung und Realisierung der örtlichen Forschungsinfrastruktur unterstützt.

DB -Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: Die digitale Zukunft der Bahn hat im Erzgebirge bereits begonnen. Seit 2018 steuert das europaweit erste digitale Stellwerk in Annaberg-Buchholz zuverlässig den Betrieb. Jetzt bauen wir das Testfeld weiter aus und arbeiten ganz intensiv an der Nutzung des Mobilfunkstandards 5G für den Bahnbetrieb.

Rolf Schmidt, Oberbürgermeister Stadt Annaberg-Buchholz: Wir sind sehr froh darüber, dass der Bund und das Land Sachsen die gemeinsame Idee der Stadt Annaberg-Buchholz und der TU Chemnitz zur Forschung im ländlichem Raum unterstützt. Mit dem Campus Projekt soll sowohl unsere Stadt Annaberg-Buchholz als auch das Erzgebirge zu einem führenden Standort für die Erforschung von neuen Bahntechnologien entwickelt werden. Dieses Projekt wird ein wirksamer Impuls für die Umsetzung eines nachhaltigen Strukturwandels in unserer Region sein.

Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz: Wir freuen uns außerordentlich, mit Unterstützung des Bundes und des Freistaats sowie in enger Kooperation mit der Stadt Annaberg-Buchholz an einer einzigartigen Teststrecke im Erzgebirge Spitzenforschung für den hochautomatisierten und nachhaltigen Bahnverkehr der Zukunft betreiben zu können.

Zur Etablierung einer entsprechenden Forschungsplattform stellt der Bund nach erfolgter Prüfung der haushalts- und beihilferechtlichen Randbedingungen Mittel für Bau- und Anschaffungsmaßnahmen von bis zu 15 Millionen Euro bereit. Es handelt sich im Kern um drei Elemente: 

  • den Aufbau von 5G -Funkmasten, versorgenden Medien und weiteren Feldelementen entlang der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz - Schwarzenberg 
  • Modernisierung und Ausbau bestehender Gebäude entlang der Strecke mit Arbeits- und Betriebsräumen mit modernster Technik
  • die Anschaffung und Umbau von Triebfahrzeugen als Testzüge

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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news-5481 Thu, 30 Jul 2020 07:29:00 +0200 Pflege-Ausbildung geschafft und Abschiebung abgewendet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/pflege-ausbildung-geschafft-und-abschiebung-abgewendet Vor vier Jahren sind Ali Jafari und Mohammad Yousefi nach Deutschland gekommen - allein und noch minderjährig. Seither ist viel passiert. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. Juli 2020, Antje Flath

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news-5479 Wed, 29 Jul 2020 07:29:00 +0200 Azubis sollen von der Stadt aufs Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/azubis-sollen-von-der-stadt-aufs-land Sachsens Kultusministerium will Berufe an Kompetenzzentren bündeln. Die Großstädte verlieren dadurch etwa 2.000 Ausbildungsplätze. [...]

Quelle: Sächsische.de vom 25. Juli 2020, Andrea Schawe

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news-5385 Tue, 28 Jul 2020 07:56:00 +0200 Gesichtsschilde, Schutzwände, Türöffner und mehr aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesichtsschilde-schutzwaende-tueroeffner-und-mehr-aus-dem-erzgebirge Das gesellschaftliche Leben kehrt schrittweise in den Alltag zurück. Um dennoch einen Schutz vor Infektionen zu gewährleisten, entwickeln erzgebirgische Unternehmen zweckmäßige Dinge. Sie sollen überall dort zum Einsatz kommen, wo Menschen vermehrt in unmittelbarem Kontakt stehen.  

Spuckschutzwände aus Acrylglas

Das Unternehmen Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH aus Schönheide hat eine Schutzwand aus glasklarem Acryglas entwickelt, die nicht nur in Bibliotheken Menschen vor Ansteckung schützt. Die Übertragung einer mitunter lebensgefährlichen Infektion erfolgt durch kleine Tröpfchen oder Aerosole, die sich in der Luft befinden. Diese Erreger werden beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft freigesetzt. Die Lenk-Schutzwand hilft dabei an allen öffentlichen Bereichen, wo Menschen in unmittelbarem Kontakt stehen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie eignet sich somit an jeglichen Verkaufs-, Service- und Beratungsstellen, um Personal und Kunden wirksam zu schützen. Durch spezielle Klemmhalterungen kann die Durchreichhöhe individuell angepasst werden. Die Firma BiblioLenk vertreibt außerdem Schutzwände zum Stecken, Glastastaturen sowie Gesichtsschilde.

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Virenfrei im Protect.cube

Die SEIWO Technik GmbH aus Drebach OT Scharfenstein, ein erfahrener Museumsausstatter,  hat mit ihrem neuen Produkt, der Protect.Cube, die maßgeschneiderte, virenfreie und saubere Antwort für alle kundenintensiven Bereiche in Unternehmen, Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Es handelt sich um ein flexibles, modulares Raum-in-Raum-System mit passiven Desinfektionsmerkmalen (Oberflächendesinfektion mittels UV-Licht sowie desinfizierender Luftreinhaltung) und antibakteriellen Oberflächen. Das System kann kontakt- und berührungslos geöffnet und bedient werden. Zudem bietet es neben dem Gesundheitsschutz für Kunden und Mitarbeiter (oder Bewohner in Seniorenheimen) durch die permanente Luftreinhaltung und nach Nutzung anschließender Desinfektion mittels UVC Licht erhebliche Einsparung beim Einsatz von chemischer Desinfektion und Personalkosten (für Reinigung).

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Hygienischer Türöffner Woody Clean 

Wie kann man Türen hygienisch öffnen? Die Neukirchener Firma Modellbau Clauß stellt den Woody Clean her, einen Öffner, der das Drücken der Türklinken mit dem Ellenbogen oder dem Unterarm erlaubt. Dadurch wird die Verbreitung von Viren, Bakterien und anderen Mikroorganismen reduziert. Der hygienische Türöffner wurde von der Firma MATERIALISE entwickelt und die 3D-Daten kostenlos dem erzgebirgischen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Konstruktion wurde durch erfahrene Mitarbeiter von Modellbau Clauß weiterentwickelt. Dadurch kann dieser genial einfache, aber wirkungsvolle Türöffner zum Selbstkostenpreis angeboten werden. Der Türöffner besteht aus zwei Teilen und wird beidseitig verschraubt. Damit ist ein fester und stabiler Sitz des Griffes garantiert. Das Unternehmen bewährt sich sonst als Partner für Gießereimodelle aller Größen und Schwierigkeitsgrade im Formen- und Prototypenbau.

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Einen ähnlichen Kniff für den Griff haben der Schönheider Zimmerer Mike Höpke sowie Andreas Rösch aus Dippoldiswalde entwickelt. 

Sichere Handhygiene mit Desinfektionssäulen 

Die Desinfektion beim Besuch von Geschäften, Dienstleistern, Kulturstätten und anderen Einrichtungen hat auf längere Zeit einen festen Platz eingenommen. Das Tischchen am Eingang mit der Desinfektionsflasche kann nur eine Übergangslösung sein. Eine unübersehbare und hygienische Lösung für Kunden, Gäste und Mitarbeiter sind die Desinfektionssäulen der Marke acero. Hersteller ist die Friedrich GmbH aus dem Erzgebirge / Lauter-Bernsbach – seit über 140 Jahren der Spezialist für ausgefeilte Edelstahllösungen. Die Säulen sind platzsparend, funktional und haben durch die Verwendung von gebürstetem Edelstahl ein edles Design. Dazu kommen die hygienischen und robusten Eigenschaften des Materials, weshalb es auch in Großküchen und im Gesundheitsbereich häufig Verwendung findet. Hochwertiger, korrosionsbeständiger Edelstahl ist lebensmittelecht und hygienisch, resistent gegenüber Gebrauchsspuren bei einer stetigen Verwendung in öffentlichen Bereichen.

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Mobile Waschbeckenanlage für hygienisches Händewaschen 

Eine der wichtigsten Hygieneempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Umgang mit der Corona-Pandemie ist Händewaschen. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Entsprechend raten die Experten zu regelmäßigem, umfassendem Händewaschen mit Seife für einer Dauer von mindestens 20 Sekunden.

Damit dies auch auf dem Schulhof, im Schulgarten, bei Freiluftveranstaltungen usw. ermöglicht werden kann hat die FAT - flexible automation technology GmbH aus Mildenau eine mobile Waschbeckenanlage entwickelt. Diese ist komplett aus Aluminium und Edelstahl gefertigt, wetterfest und zeichnet sich durch eine hohe Standfestigkeit aus. Sie besteht aus zwei Waschplätzen, die  beliebig erweiterbar. Der Clou ist, dass die Bedienung mittels Knie erfolgt und kein Hahn erforderlich ist. Die Montage ist in wenigen Schritten gemacht: Auspacken, Aufstellen, Gartenschlauch oder Festausschuss anschließen und fertig.

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Mund-Nasen-Bedeckungen und Gesichtsmasken

Hiesige Unternehmen stellten sich rasch auf die steigende Nachfrage nach Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Gesichtsmasken ein. Entsprechend wurden Produktionssortimente der aktuellen Marktlage angepasst. Darüberhinaus wird mit erzgebirgischer Beteiligung sogar an Sachsens erster FFP2-Maske gearbeitet

Textile Profis der Region sorgen für Schutz

Norafin und XENON entwickeln die sächsische FFP2 Atemschutzmaske

Gesichtsschilder aus der Spritzgussmaschine

3-D-Druck kann sehr viel, stößt in der aktuellen Pandemiesituation jedoch auch schnell an Kapazitätsgrenzen. Die Gebrüder Ficker GmbH aus Marienberg nutzt eine tschechische  3D-Druck-Entwicklung zur Herstellung von Gesichtsschildern und modifiziert diese durch eigenes Know How für das massentaugliche Spritzgussverfahren. Die Gesichtsschilde (Face Shields) der tschechischen Firma Prusa Research gewinnen immer mehr Bekanntheit. Das ist vor allem deshalb so, weil der Hersteller von 3D-Druckern das Design auf Open-Source-Basis entwickelt hat. Das heißt, jeder Besitzer eines 3D-Druckers weltweit darf und soll sogar bei der Produktion der Gesichtsschilde unterstützen. Der Marienberger Formen- und Werkzeugbau Gebrüder Ficker GmbH geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen entschloss sich, zwei Formen für Kopfband und Kinnverstärkung zu fertigen, um die Kunststoffteile im Spritzgussverfahren deutlich schneller herstellen zu können.

Die Produktion des Gesichtsschildes im Spritzguss hat viele Vorteile. Es ist deutlich schneller und damit kostengünstiger. Das fertige Produkt hat keine sichtbaren Rillen und Vertiefungen, welche einen guten Nährboden für Keime, Bakterien, Viren etc. bieten könnten. Als Material kommt ein Kunststoff zum Einsatz, der in der Regel temperaturstabil bis 120°C ist und desinfiziert werden kann. Das Material wird auch sonst in der Medizintechnik verwendet. Dennoch verweist das Unternehmen darauf, dass es sich bei dem Gesichtsschild um kein medizinisches Produkt handelt, sondern um eine behelfsmäßige persönliche Ausrüstung, die das Risiko einer Tröpfchenübertragung reduzieren kann.

Geliefert wird das Face Shield als Bausatz, Kontakt gibt es über:

corona@formenbau-gf.de

Hygieneschutz für Schreibtische, Empfangslösungen und Meetingräume

Überall sind sie quasi über Nacht als schnelle Behelfslösungen entstanden – die Acrylglaswände auf Theken und Schreibtischen. Doch auf Dauer stellt sich die Frage, ob sie den Gebrauchs- und Ästhetikansprüchen von Kunden und Mitarbeitern genügen werden. Langfristig müssen Hygieneschutzwände durch Gestaltung und Funktionalität überzeugen und dürfen nicht zum Hindernis in Produktivität und Kundenberatung werden. Die Augustusburger Firma ROSSKOPF + PARTNER hat sich mit der Designerin Andrea Luft dieser Herausforderung gestellt. Ergebnis ist die Kollektion PROTECTED mit den Hygieneschutzwänden FRAME und PROFIL aus hochwertigen Materialien wie Mineralwerkstoff und Acrylglas. Die Designkollektion bietet eine breite Palette an sicheren Lösungen für Schreibtische, Beratungstische und Meetingräume, Empfangs- und Verkaufstheken sowie räumliche Trennungen aller Art. Mineralwerkstoff als Trägermaterial erfüllt durch die glatte, porenlose Oberfläche hohe Hygieneanforderungen,  wie z. B. im OP-Bereich und in Reinräumen und dient so der Infektionsprävention. Das verwendete Acrylglas ist hoch widerstandsfähig gegen Chemikalien und weist eine hohe UV-Beständigkeit auf. Es garantiert damit ausgezeichnete Langlebigkeit für hochfrequentierte Bereiche wie Hotels, öffentliche Einrichtungen, Museen und das Gesundheitswesen sowie Büroräume und Open Offices. 

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news-5470 Mon, 27 Jul 2020 05:29:00 +0200 Vom Lehrling zum Chef: Dave Weber leitet Gaststätte "Am Wildbach" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vom-lehrling-zum-chef-dave-weber-leitet-gaststaette-am-wildbach Nach 15 Jahren schließt sich für Dave Weber der Kreis. 2005 hat er in der Gaststätte "Am Wildbach" seine Lehre begonnen. Jetzt leitet er die Lokalität, während sein ehemaliger Chef sprichwörtlich neu durchstarten möchte. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. Juli 2020, Thomas Wittig

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news-5478 Mon, 27 Jul 2020 05:29:00 +0200 Rückkehrerin will Innenstadt mit frischen Ideen beleben https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/rueckkehrerin-will-innenstadt-mit-frischen-ideen-beleben Ulrike Matthes ist schon viel herumgekommen. Nun zieht es sie zurück in ihre Heimat. In Lengefeld erwartet die 53-Jährige eine besondere Aufgabe. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. Juli 2020, Patrick Herrl

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news-5474 Fri, 24 Jul 2020 05:58:00 +0200 Netzwerkerin will Akteure neu verknüpfen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/netzwerkerin-will-akteure-neu-verknuepfen Ihren Namen sollten sich die Schwarzenberger merken: Sarah Müller. Ihr Job heißt: Stadtnetzwerkerin. Und als solche soll sie dem Leben in der Stadt neue Impulse verleihen. Und für diesen neuen Job packte sie ihre Koffer und zog ins Erzgebirge. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Juli 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5472 Thu, 23 Jul 2020 05:53:00 +0200 Schaufensterausstellung WIR SIND HIER. https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schaufensterausstellung-wir-sind-hier Beim Bummel durch die Annaberger Altstadt gibt es immer wieder interessante Details zu entdecken. Aktuell sind in den Schaufenstern von 26 innerstädtischen Geschäften ganz besondere Ausstellungsstücke zu finden. Der Werbering Annaberg e.V. veranstaltet erneut eine Schaufensterausstellung. In diesem Jahr wurde dabei der Fokus ganz explizit auf Künstler und Handwerker der Region gelegt. Ganz bewusst
wurde auch das Thema „WIR SIND HIER. gewählt. Einerseits möchten wir auf die Vielfalt des künstlerischen und handwerklichen Schaffens und die damit verbundene Kreativität hier bei uns hinweisen. Andererseits stellt die diesjährige coronabedingte Situation viele Menschen vor neue Herausforderungen. Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen finden nicht wie gewohnt statt, für Künstler entfallen wichtige überregionale Präsentationsmöglichkeiten. Und Viele entscheiden sich in diesem Jahr bewusst für das „Hierbleiben“. All jenen bietet die Schaufensterausstellung mit ihren sehenswerten Exponaten von 28 verschiedensten Ausstellern eine willkommene Abwechslung.


Dabei sind vielfältige Techniken und Genres vertreten, wie beispielsweise Holzbildhauerei, Malerei, Keramikarbeiten, Zinnfiguren, Textiles Kunsthandwerk, Schmelzungen, Porzellanmalerei und  Schmuckherstellung. Erstmals dabei ist in diesem Jahr die Künstlergruppe exponaRt, neun ihrer Mitglieder präsentieren äußerst interessante Werke aus dem Bereich der Holzkunst.
Gehen sie auf Entdeckungstour durch die Annaberger Innenstadt und betrachten sie die ausgestellten Kunstwerke. Manche sind auch käuflich zu erwerben. Vielleicht entdecken Sie dabei ihr ganz persönliches Lieblingsstück oder finden eine ausgefallene Geschenkidee. Fragen sie in den Geschäften nach, hier erhalten sie auch nähere Informationen zum Künstler. Ein bei den Teilnehmern erhältlicher Flyer gibt einen
Überblick über die mitwirkenden Künstler und die Standorte ihrer Exponate. 

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news-5475 Wed, 22 Jul 2020 05:11:00 +0200 Neue Buslinie überrascht mit einem Extraangebot https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-buslinie-ueberrascht-mit-einem-extraangebot Innerhalb von 50 Minuten von Marienberg nach Böhmen: Am Samstag ist die Route feierlich eingeweiht worden. Nicht nur Fahrgäste werden befördert, sondern auch Fahrräder. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. Juli 2020, Christoph Heyden

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news-5471 Tue, 21 Jul 2020 05:41:00 +0200 »Stadtschreiber und berittener Bote« stehen für digitale Innovationen in Augustusburg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stadtschreiber-und-berittener-bote-stehen-fuer-digitale-innovationen-in-augustusburg »Von Stadtschreibern und berittenen Boten als Vorreitern der Digitalisierung im ländlichen Raum« - für diesen innovativen Beitrag im simul+Wettbewerb »Ideen für den ländlichen Raum« wurde die Stadt Augustusburg im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Inzwischen entstand im "Alten Lehngericht" ein Coworking-Space mit Arbeitsplätzen. Verwendet wurde dazu auch das Preisgeld in Höhe von 450 000 Euro. In Augustusburg und seinen dörflichen Ortsteilen sind der Stadtschreiber und ein berittener Bote die »Gesichter« der Digitalisierung und stoßen mit den Bürgern sinnvolle Projekte an, die mit digitalen Lösungen verbunden sind. Das »Alte Lehngericht« ist Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert. In ihm hat inzwischen auch die Stadtschreiberin Platz genommen. Sie ist Ansprechpartnerin für die digitalen Anliegen der Augustusburger, treibt innovative Lösungen voran und passt diese an die Anforderungen der Stadt und ihrer Bürger an. Unterstützt wird sie durch den berittenen Boten bei der Verbreitung und Realisierung digitaler Projekte in der analogen Welt. So gibt es seit März 2020 bereits eine eigene Stadt-App und zweimal im Monat die digitale Selbsthilfegruppe.

Das Projekt ist ein Beispiel für einen Ansatz im ländlichen Raum, das zeigt, wie Menschen übergreifend einbezogen werden können. Es verbindet kreativ Tradition, moderne Technik, Kultur und die Mitwirkung der Erzgebirger.

Der Wettbewerb »Ideen für den ländlichen Raum« ist Teil der Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung, mit der Impulse für innovative Projekte in den Regionen unterstützt werden. In zwei Wettbewerben wurden bisher 34 kommunale Projektideen sowie 94 Beiträge von Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen ausgezeichnet. Mit den Preisgeldern von 5 000 bis 450 000 Euro können die Ideen umgesetzt werden. Finanziert wird der Wettbewerb aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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news-5468 Mon, 20 Jul 2020 05:20:00 +0200 Überraschung: Universität liegt zum Teil im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ueberraschung-universitaet-liegt-zum-teil-im-erzgebirge Mit seiner Frage nach der Grenze zum Gebirgszug im Süden von Chemnitz hatte ein "Freie Presse"-Leser großes Interesse geweckt. Und es gab sogar neue Erkenntnisse. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Juli 2020, Michael Brandenburg

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news-5467 Fri, 17 Jul 2020 05:16:00 +0200 Sportpark bietet jetzt Bike-Spielplatz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sportpark-bietet-jetzt-bike-spielplatz Der Rabenberg bei Breitenbrunn ist unter Radsportlern längst mehr als ein Geheimtipp. Nun wartet auch auf die jüngsten Biker eine echte Herausforderung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 15. Juli 2020, Ralf Wendland

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news-5466 Thu, 16 Jul 2020 05:53:00 +0200 Weltneuheit: Maximaler Schutz gegen Fahrzeuganschläge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltneuheit-maximaler-schutz-gegen-fahrzeuganschlaege Die ZABAG Security Engineering GmbH, eines der weltweit führenden Unternehmen für Zugangs- und Sicherheitsanlagen im Außenbereich, hat einen innovativen Hochsicherheits-Flachfundamentpoller entwickelt. Nur 30 cm in den Boden eingebaut, widersteht dieser Poller sogar dem Aufprall eines 12-Tonnen-LKW mit einer Geschwindigkeit von über 80 km/h. Damit ist der neue Poller eine hoch effektive Terrorabwehrsperre. Durch den speziellen Poller wird es für Organisationen mit kritischer Infrastruktur oder besonderem Sicherheitsbedürfnis – ob Kommunen, Flughäfen oder polizeiliche Einrichtungen – möglich, wirkungsvolle Barrieren einzusetzen, die im Alltag jedoch kein Hindernis für Fußgänger oder Radfahrer darstellen und auch Fluchtmöglichkeiten bieten. Besonders vorteilhaft: Weil der innovative Poller mit einem sehr flachen Fundament auskommt, bleiben die Eingriffe in die straßenbaulichen Gegebenheiten gering.

 

Straßenpoller sind ein wirksames Hilfsmittel, wenn es darum geht, einen terroristischen Anschlag mit einem Fahrzeug zu vereiteln. Doch herkömmliche Poller müssen sehr tief im Untergrund verankert werden – ansonsten erreichen sie einen unzureichenden Anprallschutz von nur einigen Hundert Kilojoule Anprallenergie. 

Crashtest bestanden

Der kürzlich durchgeführte Fahrzeuganpralltest für Durchfahrtssperren im Crash Test Center in Münster hat bewiesen: Die neuen Poller konnten von dem LKW weder überwunden noch aus dem Boden herausgerissen werden. Stattdessen stoppten sie das Testfahrzeug zuverlässig und ihre Sperrwirkung blieb bestehen. So hat der Poller den Crashtest bestanden und ist nach dem internationalen Standard zertifiziert. 

International patentgeschützt

ZABAG erreicht den hohen Aufprallschutz des neuen Pollers durch eine innovative Innenkonstruktion – die Mechanik sorgt für eine optimale Lastenverteilung der eingetragenen kinetischen Energie und leitet sie ab. ZABAG hat seine Entwicklung weltweit zum Patent angemeldet. Dank Feuer- bzw. Lichtbogenspritz-Verzinkung und anschließender Pulverbeschichtung sind alle Stahlteile korrosionsgeschützt. Die Schutzschicht ist lichtecht, abriebfest und beständig gegenüber Chemikalien.

 
Über die ZABAG Security Engineering GmbH

1990 gegründet, ist die ZABAG Security Engineering GmbH heute ein inhabergeführter Globalplayer für Hochsicherheitslösungen und Spezialanfertigungen. Das Unternehmen beschäftigt an seinem Sitz in Grünhainichen im Erzgebirge über 100 Mitarbeiter. Kunden in über 28 Ländern schätzen die ganzheitlich ausgereiften Projektlösungen, unter anderem für Flughäfen, Botschaften, Logistikzentren, Sicherheitsbehörden, Industrieunternehmen und Kernkraftwerke.

Überall, wo Beratung, Engineering und Spezial-Know-how in der Herstellung und Montage von Anlagen für den Geländeschutz und die Sicherung hochsensibler Objekte gefordert sind, ist ZABAG als Generalunternehmer gefragt. Die Kunden profitieren von individuell auf ihre spezifischen Bedürfnisse angepassten Lösungen inklusive intelligenter Elektroniksteuerungen, Überwachungs- und IT-Modulen. Produkte wie Schiebetore, Faltflügel- oder Drehflügeltore, Drehkreuze, Schranken und Poller komplettieren das qualitativ hochwertige Produktportfolio im Perimeter-Schutz „Made in Germany“ aus dem Erzgebirge.

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news-5464 Wed, 15 Jul 2020 05:38:00 +0200 Junge Ärzte schnuppern Landluft https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-aerzte-schnuppern-landluft Mediziner für die hiesige Region werden dringend gesucht. Die Landesärztekammer macht mit speziellen Touren unter anderem bei Studenten Werbung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. Juli 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5461 Tue, 14 Jul 2020 07:33:00 +0200 Das Ganze im Blick https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/das-ganze-im-blick Was haben Gartengeräte mit Lamborghini und GetzenRodeo zu tun? Das Ganze ist mehr als die Summe seiner einzelnen Teile, heißt es. Selten wird die konkrete Bedeutung dieses Satzes so deutlich wie beim Gartengerätehersteller MOGATEC in Grießbach.

Grießbach ist ein kleiner, unscheinbarer Ortsteil der Gemeinde Drebach, unweit der Burg Scharfenstein. Einmal im Jahr verwandelt sich der Ort mit seinen nicht einmal 700 Einwohnern in einen Hexenkessel. Unzählige Motocross-Fans pilgern dann im Herbst zum GetzenRodeo einer der wichtigsten und spektakulärsten Veranstaltungen der Extreme-Enduro-Szene. Etwa 10.000 waren es allein in 2019. Mitten im Geschehen liegt das Firmengelände der MOGATEC Moderne Gartentechnik GmbH. 2018 öffnete der Hersteller von elektrischen Garten- und Forstgeräten sein Firmengelände für das Fahrerlager, die Händlermeile und ein Festzelt.

Neben der Begeisterung für den Enduro-Sport ist es noch etwas anderes, was Alexander Gränitz und Tobias Wetzel begeistert und schließlich dazu bewogen hat, das Werksgelände für die Veranstaltung zu öffnen. Sie sind die Geschäftsführer von MOGATEC, beide in den 40ern. Tobias Wetzel ist der Mann fürs Technische, Alexander Gränitz ist zuständig für den kaufmännischen Part.

Es ist unglaublich, wie sich da aus dem Nichts dieses riesige Event entwickelt hat.

„Hinter dem GetzenRodeo steht ein hoch engagierter Verein. Es ist unglaublich, wie sich da aus dem Nichts dieses riesige Event entwickelt hat. Das war nur möglich, weil sich alle eingebracht haben: Grundstückseigentümer, Anwohner oder die Gemeinde. Da wollten wir als Unternehmen auch einen Beitrag leisten“, erläutert Gränitz.

Das Miteinander im Mittelpunkt

Es ist dieses gemeinsame Miteinander, das die beiden Männer sichtlich fasziniert. Für sie ist es ein wesentliches Element, das die Kultur im eigenen Unternehmen maßgeblich prägt. Sie selber sehen sich als Personen im Hintergrund, die organisieren und sich darum kümmern, dass alles läuft. Bei MOGATEC heißt das, Gartengeräte herstellen. Das Unternehmen fertigt schwerpunktmäßig elektrische Heckenscheren und Kettensägen. Überwiegend für große Marken, aber auch eigene Marken wie „Tonio Lamborghini“. Eine Stärke liegt in der Entwicklung. Hier arbeitet MOGATEC eng mit den Auftraggebern zusammen, entwickelt eigene Antriebs- oder Schneidsysteme. Dadurch konnten sich die Drebacher einen Namen in der Branche machen und auf dem Markt behaupten, als Anfang der 2000er Jahre viele Hersteller die Fertigung nach Fernost verlagerten. Zu dieser Zeit kamen die beiden heutigen Geschäftsführer ins Unternehmen.

Wir wollten anderen Mut machen, mehr Verantwortung zu übernehmen

Diese Marktposition zu behalten, war für beide ein wesentlicher Ansporn, als sie sich 2012 bzw. 2015 dafür entschieden, in die Geschäftsleitung einzusteigen. Es waren keineswegs Aufstiegsambitionen, die sie zu diesem Schritt bewegt hatten. „Wir sind gewissermaßen in diese Aufgabe hineingewachsen, haben im Laufe der Zeit immer mehr Verantwortung übernommen. Schnell waren wir uns im Klaren, dass es darum ging, kommenden Generationen eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Gerade hier im Erzgebirge haben viele Kleinst- und Familienunternehmen Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche“, erklärt Wetzel die damalige Entscheidung.

„Uns war und ist es wichtig, die Wertschöpfung und Produktion hier in der Region zu halten und unseren Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten.“ In ihrer Rolle als Geschäftsführer konnten sie auf ihre Kenntnisse von Abläufen und Prozessen im Unternehmen zurückgreifen, wussten aber gleichzeitig, wo es was zu optimieren gab. Seitdem arbeiteten sie daran, das Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Mit Erfolg: 1992 begann das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern in Ehrenfriedersdorf. Heute, mehr als 25 Jahre später, sind es ca. 250.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten

Rein äußerlich zeigt sich die ständige Weiterentwicklung in einem neugestalteten Eingangsbereich in modernem Design oder einem Photovoltaik-Carport auf dem Firmenparkplatz. Eine von vielen Maßnahmen, die das Unternehmen zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ergriffen hat. Zur Nachhaltigkeit zählt für die beiden Geschäftsführer aber auch der Anspruch, möglichst hochwertige, langlebige Geräte herzustellen. „Wir haben Kunden, die kommen mit einer 20 Jahre alten Heckenschere in unseren Service-Bereich in Ehrenfriedersdorf, weil etwas nicht mehr funktioniert. Für solche Geräte haben wir noch passende Ersatzteile auf Lager“, schildert Wetzel.

Heute heißt es Nachhaltigkeit, früher hieß es einfach ‚Das Gerät hast du ein Leben lang‘,

fasst sein Kollege den Gedanken zusammen.

Ständig offen für Neues

Eine sehr ursprüngliche Vorstellung des Nachhaltigkeitsgedankens, aber keineswegs rückständig. Ganz im Gegenteil: Tobias Wetzel und Alexander Gränitz sind viel in der Welt unterwegs. Halten die Augen immer auf und sind offen für neue Ideen. „Unsere Kunden sind Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind. Die Person, die dir gegenübersitzt, ist weltoffen, weltgewandt. Da kannst du nicht als Hinterwäldler ums Eck kommen. Das funktioniert einfach nicht“, lacht Gränitz. Wann immer es geht, ermöglichen sie daher auch ihren Mitarbeitern Besuche bei Kunden oder Messen und so internationale Erfahrungen zu sammeln. Das ist ihnen wichtig. Auf diese Weise kommen immer wieder neue Ideen zustande, werden ausprobiert und bei Erfolg übernommen.

Wie zum Beispiel der betriebseigene Fitnessraum. Die Idee haben die Geschäftsführer vor einigen Jahren bei einem Unternehmen in Portland, Oregon, aufgegriffen. Bei den eigenen Mitarbeitern in Grießbach kam das gut an und bei dem Fitnessraum ist es längst nicht geblieben. Dreimal in der Woche gibt es zehn Minuten Gymnastik während der Arbeitszeit, um einseitigen körperlichen Belastungen entgegenzuwirken. Für die Pausen oder nach Feierabend gibt es einen Dart- und Billardraum. Genauso selbstverständlich sind frisches Obst, Getränke, ein gesundes Frühstück und im Sommer regelmäßiges Barbecue in der Mittagspause oder an besonders heißen Tagen auch schon mal eine Runde Eis für alle. Und das ist längst noch nicht alles – den Mitarbeitern soll es gutgehen. Ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung und Bestandteil des ganzheitlichen Ansatzes zur Unternehmensführung.

Diese umfassende und nicht auf kurzfristige Erfolge fixierte Unternehmenskultur verbindet sich bei MOGATEC in Grießbach mit Nachhaltigkeit, Flexibilität und Weltoffenheit zu einem Ganzen. So bietet „made in Germany“ im Erzgebirge auch in Zeiten der Globalisierung noch Perspektiven für alle Beteiligten.

Text: Philipp Senge
Fotos: Georg Ulrich Dostmann

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5462 Tue, 14 Jul 2020 05:32:00 +0200 Warum Spaß am Spiel in die Strumpffabrik einzieht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-spass-am-spiel-in-die-strumpffabrik-einzieht Fuchs, Pferd, Kücken, Kuh – sie schauen keck aus den Strickmaschinen der Sieber Sport Strumpffabrik GmbH hervor. Dort, wo in Hopfgarten sonst monatlich etwa 40.000 Socken für Profi – und Breitensportler aus den Maschinen purzeln, werden nun kunterbunte Handsocken produziert. Die Idee dazu kam dem Geschäftsführer Denny Sieber während der Corona-Krise, als die Auftragsbücher immer leerer wurden. „Wir schauen wie viele andere mit einem Fragezeichen in die Zukunft“, so Denny Sieber, der als eigentlicher Lohnfertiger schon im vergangenen Jahr einen Trumpf aus dem Ärmel zog: seine erste eigene Qualitätsmarke. „Miriquidi Socks – Qualität aus dem Erzgebirge“ heißt sein Label, unter dem sich coole Designs mit heimischen  Materialien und sinnvollen Funktionen vereinen. Schneller als geplant baute der 33jährige Firmenchef in vierter Generation in Eigenregie Webshop und Direktvertrieb auf. Und nun ziehen 20 Tiere in den Online-Laden ein, bald sollen neue Motive hinzukommen. Die sollen nicht nur Kinder und Eltern zuhause spielend begeistern. „Ich spreche auch beispielsweise direkt Kindergärten sowie Arzt- und Therapiepraxen mit einem Komplettset der Handsocken an“, so Sieber.

Das Unternehmen blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück. 1855 gegründet, durchlebte praktisch jede Generation Krisenzeiten über zwei Weltkriege, Zwangsenteignung und Neustart nach der Wende. Unterkriegen ließ man sich nie. So eben auch Denny Sieber nicht, der gemeinsam mit seinen neun Mitarbeitern vielleicht nicht spielend aber mit viel erzgebirgischem Erfindergeist die Auftragsbücher wieder füllt.

Tipp für Vor-Ort-Käufer: Werksverkauf, montags bis freitags 7:00 bis 18:00 Uhr.

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Newsmeldung
news-5460 Mon, 13 Jul 2020 05:28:00 +0200 Museumsausrüster aus dem Erzgebirge stattet auch die Sächsische Landesausstellung aus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/museumsausruester-aus-dem-erzgebirge-stattet-auch-die-saechsische-landesausstellung-aus Am Samstag öffnet die vierte Sächsische Landesausstellung unter dem Titel „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ für das Publikum. Die Seiwo Technik GmbH aus Scharfenstein ist dann mit dabei.   Hands-on-Mitmachstationen für die Zentralausstellung in Zwickau

Für das temporär im Audi-Bau Zwickau beheimatete „Museum für Industriekultur in Sachsen“ hat das 62 Mitarbeiter zählende Unternehmen aus dem Erzgebirge Hands-on-Mitmachstationen entwickelt. „An diesen Stationen können die Besucher die technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Sachsen nachvollziehen. Die Stationen laden darüber hinaus zum Mitmachen beim Entdecken von sich über die Jahrhunderte veränderten Technologien ein“, sagt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH. Das Unternehmen hat für die Zentralausstellung, die sich auf mehr als 2500 Quadratmetern erstreckt, außerdem Verkleidungen und Rampen zwischen den Ausstellungsteilen im Innen- und Außenbereich erstellt.

Besondere Herausforderungen in Freiberg

Interaktive Mitmachstationen installierten die Mitarbeiter des Unternehmens auch im Silberbergwerk Freiberg, dem so genannten Schauplatz „SilberBoom“. Und zwar 150 Meter unter Tage. „Die Einrichtung der Multimediastationen war eine besondere Herausforderung, da wir Medientechnik auswählen und installieren mussten, die auch hohe Feuchtigkeit und kältere Umgebungstemperatur aushalten muss. Zudem war nicht ganz einfach, die Ausstellungsobjekte unter Tage zu bringen“, erläutert Dr. Jan Wabst. Das Ergebnis kann sich aber sehen und hören lasen: Eine multimediale Station simuliert zum Beispiel die Entwicklung des Geleuchtes unter Tage über die Jahrhunderte. An einer Audiostation bekommen die Besucher einen Eindruck davon, wie sich die Geräuschkulisse durch Anwendung unterschiedlicher Technologien – vom Hammerschlag bis zum Einsatz von Maschinen – unter Tage verändert hat. Wer mag, kann an einer Audiostation auch einen Wassereinbruch hörbar machen.  

Hintergrund zur Sächsischen Landesausstellung

Die Landesausstellung lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt: „AutoBoom“ im August Horch Museum Zwickau, „MaschinenBoom“ im Industriemuseum Chemnitz, „EisenbahnBoom“ im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, „KohleBoom“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, „TextilBoom“ in der Tuchfabrik Pfau Crimmitschau sowie „SilberBoom“ im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg

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Newsmeldung
news-5456 Fri, 10 Jul 2020 05:55:00 +0200 Bahncampus SRCC - Gemeinsame Erklärung zur Umsetzung des Forschungsprojektes https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bahncampus-srcc-gemeinsame-erklaerung-zur-umsetzung-des-forschungsprojektes Der Bahncampus SRCC (Smart Rail Connectivity Campus) in Annaberg-Buchholz nimmt Fahrt auf. Gleich mehrere Signale stehen auf Grün. Für das Campusgebäude am Unteren Bahnhof laufen bereits die konkreten Bauplanungen. Außerdem wurden die Büros des SRCC in der Annaberger Innenstadt offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Neben Sören Claus, dem geschäftsführenden Vorstand des SRCC, Prof. Dr. Uwe Götze von der TU Chemnitz, Oberbürgermeister Rolf Schmidt und Lutz Mehlhorn von der Erzgebirgsbahn hatten sich dazu Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter des Freistaates und namhafter Partner, wie z. B. Siemens vor Ort eingefunden. Gemeinsam waren sich alle Beteiligten darin einig, das ehrgeizige Bahnforschungsvorhaben nun mit konkreten Einzelprojekten im wahrsten Sinne  des Wortes „auf die Schiene“ zu bringen. Dazu gehören lauf Prof. Dr. Uwe Götze z. B. vernetzte, smarte Mobilität, umwelteffiziente Antriebsregelungen für Züge, KI-bezogene Test- und Zulassungsmethoden sowie die intelligente Erkennung des Bahnumfeldes. Insgesamt gehe es in diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt um hoch automatisiertes und ökologisches Bahnfahren sowie innovative Mobilitätstechnologien. In der Summe haben die Projekte derzeit einen Investitionsumfang von rund 40 Mio. €. Ein wesentliches Ziel ist dabei, neben „großen Playern“ wie z. B. der Deutschen Bahn, Siemens, Vodaphone oder Thales auch regionale Firmen mit einzubinden und damit Wertschöpfung in die Region zu holen.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt geht es vor allem auch darum, Forschung und höhere Bildung ins Erzgebirge zu holen, junge Menschen dafür zu begeistern und damit den demografischen Trend zu stoppen oder im besten Falle umzukehren. Um alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wie geplant umsetzen zu können, sei vor allem auch die Mitwirkung von Bund und Land gefragt. Sinngemäß sagte er deshalb in Richtung der Bundes- und Landtagsabgeordneten: „Wir werden Sie zu diesem Projekt ständig in die Pflicht nehmen!“ Hoffnungsvoll sei in diesem Zusammenhang die gemeinsame Erklärung, in der sich Bund, Land, Deutsche Bahn, TU Chemnitz und Stadt eindeutig zur Umsetzung des SRCC-Projektes bekennen.

Sören Claus skizziert die Aufgabe des neuen Büros wie folgt: „Wir leisten Netzwerkarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren und Partnern unseres Bahnforschungsprojektes, wie koordinieren den Aufbau des Campus, und wir managen Testfahrten. Darüber hinaus geht es uns auch darum, vor allem auch junge Menschen für MINT-Fächer und die Bahnforschung zu begeistern und ihnen so in unserer Region eine Zukunft zu geben“. 

Parallel zu den SRCC-Büros wurde  auch das erste Projekt zum „Co-Working-Space“ in Annaberg-Buchholz vorgestellt. Es sind flexibel nutzbare Gemeinschaftsarbeitsplätze bzw. -büros, die nach Bedarf temporär angemietet werden können.

 

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Newsmeldung
news-5459 Thu, 09 Jul 2020 10:05:27 +0200 "Preis der Herzen" für Gründerkonzept https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/preis-der-herzen-fuer-gruenderkonzept Die Gewinner des 20. Sächsischen Gründerpreises stehen fest. In der Abstimmung um den Publikumspreis hat sich BWS-Education aus Thalheim (Erzgebirgskreis) mit einer digitalen Anatomie-Lernplattform für den medizinisch-therapeutischen Bereich durchgesetzt. 126 Gründungskonzepte aus ganz Sachsen bewarben sich um den Sächsischen Gründerpreis 2020. Rund 2/3 der Einreichungen kamen aus den Städten, ein starkes Drittel aus den ländlichen Zukunftsregionen – so auch sechs Gründerideen aus dem Erzgebirge. Eine Expertenjury entschied, wer den Gründerpreis erhält. Parallel dazu konnte die Online-Community für den futureSAX-Publikumspreis, den „Preis der Herzen“, abstimmen.

Die BWS-Education UG aus Thalheim hat die meisten Stimmen beim Publikumspreis auf sich vereinen können. Mit einer Anatomie-Lernplattform unterstützen das Gründertrio, bestehend aus Robin Bauer, Sandro Wolfram und Alexander Strehl, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende speziell aus dem medizinisch-therapeutischem Sektor mit Lehrvideos, Fachtexten und einem live bearbeitbaren 3D-Anatomiemodell sowie weiteren Lehrhilfen. Damit werten sie Therapieberufe auf digitalen Wegen für beispielsweise individuelles Home-Schooling auf.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig verlieh die Preise gestern im Rahmen der futureSAX-Innovationskonferenz in der Messe Dresden. Bedingt durch Covid-19 fand die Konferenz, die normalerweise jeden Sommer rund 500 Innovationsbegeisterte in der sächsischen Landeshauptstadt vereint, diesmal als Liveshow im Internet und in kleinem Kreis statt. »Der 20. Gründerpreis zeigt einmal mehr: Sachsen ist ein attraktiver Standort für Start-ups und Gründungsinteressierte! Ich gratuliere den Gewinner-Teams und danke all denjenigen, die sich auch in diesem durch die Corona-Pandemie geprägten Jubiläumsjahr mit ihren innovativen Ideen eingebracht haben. Ich danke auch den über 100 Jurorinnen und Juroren sowie dem gesamten futureSAX-Netzwerk, das den Gründenden im Freistaat mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz zur Seite steht", so Dulig.

Aus dem Erzgebirge standen folgende Gründerideen im Wettbewerb:

 

 

 

 

 

 

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5455 Wed, 08 Jul 2020 05:05:00 +0200 Beschluss: Bahnstrecke nach Marienberg wird wiederbelebt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/beschluss-bahnstrecke-nach-marienberg-wird-wiederbelebt Es ist ein klares Bekenntnis. Die Mitglieder des Verkehrsverbundes Mittelsachsen stehen geschlossen dahinter, dass die Bergstadt wieder ans Netz angeschlossen wird. Doch es gibt noch viele Fragen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 26. Juni 2020, Andreas Bauer und Patrick Herrl

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Newsmeldung
news-5457 Wed, 08 Jul 2020 05:01:00 +0200 Hausbau - made in Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/hausbau-made-in-erzgebirge Wer mit dem Gedanken liebäugelt, ins Erzgebirge zu ziehen oder für immer hier zu bleiben, beschäftigt sich irgendwann mit dem Gedanken: Soll´s ein eigenes Haus sein? Neubau oder Ausbau? Fakt ist, im Erzgebirge liegt die Eigentümerquote bei 42,6 Prozent, so hoch wie nirgends in Sachsen. Das mag daran liegen, dass es hier Bauland für durchschnittlich 45 Euro je Quadratmeter gibt und damit das Erzgebirge zu den bundesweit günstigsten Regionen gehört, wenn es um die Verwirklichung von eigenen Wohnträumen geht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Umsetzen von individuellen Ideen hier so einfach ist. Denn vieles, was man braucht, wird in unmittelbarer Nachbarschaft produziert: Fachleute sämtlicher Gewerke im breit aufgestellten Handwerk - aber ebenso Unternehmen, die aus unterschiedlichsten Materialien nützliche, schöne und innovative Dinge entwickeln, die das eigene Heim zu einem individuellen und modernen Wohnraum werden lassen. Acryl. Oder: Wie die Nasszelle zum Wohlfühltempel avanciert

Das Badezimmer avancierte in den letzten Jahren vom praktischen Raum mit Wanne und Waschbecken zum privaten Wellnessbereich. Die Mauersberger Badtechnik Betriebs GmbH aus Gelenau hat sich als Manufaktur für Badsysteme auf die Produktion exklusiver Wannen und Duschtassen spezialisiert. Das Unternehmen ist nur einer von fünf Herstellern von Acrylbadewannen in Deutschland und hat sich mit besonders eindrücklichen fast skulpturalen Wannen einen Namen gemacht. Sie verwandeln jedes Bad durch individuelle Lösungen in Form und Farbe mit einem Hauch von Luxus in eine Oase der Sinne. Das Sortiment der Manufaktur umfasst Einbaubadewannen aus hochwertigem durchgefärbten Sanitäracryl, Duschwannen und -flächen sowie eigens entwickelte, freistehende Mineralbadewannen, die auf dem Markt einzigartig sind. In reiner Handarbeit entstehen diese am Markt einzigartigen Unikate aus einem patentierten Materialmix aus Naturstein, Naturpigmenten und hochfeinem Acryl. Modernste Whirlpool- sowie Licht- und Soundsysteme machen aus einem klassischen Vollbad ein Erlebnis. Mit Innovationen dieser Art hob sich das seit 1990 inhabergeführte Familienunternehmen um Geschäftsführer Falko Mauersberger zeitig von anderen Produzenten ab. Nicht nur deshalb, sondern auch durch den ausschließlichen Einsatz von besten Materialien setzt das Team aus 46 Mitarbeitern inzwischen auf dem deutschsprachigen Raum Maßstäbe.

Glas. Oder: Wie das Haus ein Gesicht bekommt.

Fenster prägen das Gesicht eines Hauses. Doch nicht nur das: Sie sind heutzutage auch Energiesparer, Isolierer und Lärmdämpfer – und entscheiden natürlich ob ihrer Größe über die Menge an Tageslicht im Raum. Aber eigentlich ist es der Werkstoff Holz, der seit mehreren Generationen über 70 Jahre den Alltag der Familie Dietel in der Dietel Bauelemente GmbH in Jöhstadt prägt. Seit 1990 spezialisierte sich der frühere klassische Tischlerhandwerksbetrieb im Zuge der Reprivatisierung als Fertigungsstätte für Türen und Holztreppen, sowie Holz- und Alufenster. Geliefert werden keine Produkte von der Stange, vielmehr sind die 80 Mitarbeiter Spezialisten für individuelle, maßgefertigte Kundenwünsche vom Wärmedämmfenster über Sicherheitsfenster bis hin zum Schallschutzfenster mit zahlreichen Ausstattungsoptionen, wie Farben, Sprossen und Ornamentgläsern. Geschäftsführer Thomas Dietel setzt im Unternehmen auf eine Kombination von modernstem Maschinenpark auf 10.400 m² Produktionsfläche und solidem handwerklichen Können seiner Mitarbeiter.

Holz – Oder: Wo sich im Haus das Leben abspielt

Die Holzverarbeitung hat im Erzgebirge seit Jahrhunderten Tradition. In Leubsdorf wird seit 50 Jahren bei der Firma ratiomat Möbel für Hobbyköche gebaut: individuelle Einbauküchen, die keine Wünsche offenlassen. Begonnen hat alles mit Quirlen, Nudelrollen und Schneidbrettern. Später standen Wandregale, Putzkommoden, Spülen- und Vorratsschränke im Produktkatalog. Damit war der Grundstein für die heutige Küchenfertigung gelegt. Die Küchen sind nicht von der Stange. Vielmehr fokussiert sich das Unternehmen mit seinen über 140 Mitarbeitern auf Individuallösungen. Das Küchenwerk hat sich zu einem Spezialisten für Massivholz, furnierte und lackierte Möbel entwickelt. Holz als Rohstoff mit natürlicher Maserung und Haptik bildet dafür die beste Basis. Ratiomat hat sich längst über Sachsen hinaus einen Namen gemacht – in 16 Küchenstudios bundesweit kann man sich seinen Küchentraum erfüllen lassen und in Verbindung mit dem Küchenkauf auch an einer Werksbesichtigung teilnehmen.

Stein – Oder: Wie aus Marmor Wohnträume entstehen

Natursteine aus der ganzen Welt verwandeln sich im Lößnitzer Unternehmen Lötzsch Naturstein zu einzigartigen Wohnaccessoires. Morgens ein Bad in Brasilien, danach eine Tasse Kaffee auf einer Terrasse mit italienischem Flair. So holen die Mitarbeiter die schönste Ressource der Welt zu Ihnen nach Hause. Sie sind Handwerker und Künstler gleichermaßen und Mitglied der „Bath Acadamy Europe“- eine Arbeitsgemeinschaft für den exklusiven Ausbau von Komplettbädern. Seit mehr als 40 Jahren vereint der Familienbetrieb individuelle Kunst mit Stein. Heute setzen die Handwerker vor allem Akzente mit außergewöhnlichen Bädern, Küchenarbeitsplatten, großformatigen Böden und Fensterbänken, Poolumrandungen sowie Wandverkleidungen aus Naturstein und Keramik. Und: hier verschmelzen auch klassisches handfestes Handwerke mit modernster Datentechnik: Um dem Kunden ein Bild vom Wunschprojekt zu verschaffen, wird dieses vorher fotorealistisch visualisiert. Das Beste daran ist, dass man die neuen Badmöbel und Bodenbelägen in 3D durch eine VR-Brille vorab zum Greifen nah betrachten kann und so selbst zum Wohnraumplaner wird. Nach der Beratung und Präsentation werden die Natursteine durch moderne CNC Technik in allen Größenordnungen in Lößnitz veredelt und wenn gewünscht beim Kunden montiert. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 7 Mitarbeiter.

Metall – Oder: Wie man stylisch empor wandelt.

Wie Treppen zum Designobjekt werden, weiß die Firma Lindner Metall aus Walthersdorf. Treppenstufen aus Stahl, Geländer aus Edelstahl beziehungsweise in Kombination mit Holz oder Glas – auch hier sind Handwerker mit Nischendenken am Werk. Denn auch wenn es einen Produktkatalog gibt, sind individuellen Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Der Bau von Treppen und Geländern ist neben Schwimmbadausstattungen das Hauptgeschäftsfeld der Firma. Etwa 40 Mitarbeiter arbeiten zurzeit in dem Familienunternehmen um Chef Jens Lindner, der neben seiner Frau auch seine beiden Söhne an Bord hat. Möglich wird die Realisierung der Unikate aufgrund einer eigenen Konstruktionsabteilung. in der Fachleute die Endprodukte am Computer entwickeln. In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern entstehen zudem Produkte in Kombination mit anderen Materialien wie Holz und Glas.

Textil – Oder: Wie man Natur an die Wände bringt.

Eine Wandtapete aus Naturfasern stellt die Firma Norafin Industries in Mildenau her. Das Unternehmen ist eigentlich  Experte für Spezialvliesstoffe, die u.a. in Industrie und Medizin zum Einsatz kommen. Mit der Tapete aus Flachsfasern betrat Norafin im Jahr 2018 Neuland für sich selbst und als Produkt weltweit. Die Wandverkleidung trifft den Nerv der Zeit, sich mehr auf die Schätze der Natur  zu besinnen. Deutlich sichtbar setzen sich die Flachsfasern von der Oberfläche ab und schenken der Naturtapete ein unverwechselbares Gesicht. Und: Flachstapete ist ein echter Wärmedämmspezialist. Im Vergleich mit herkömmlichen Tapeten kann sie die Wärme des Raumes länger in sich speichern und wirkt sogar schalldämpfend. Die Tapete ist auch mit hochwertiger Stickerei erhältlich.

Hintergrundinformation:

Die meisten Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen Sachsens – das Erzgebirge steht für eine starke, flexible klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur. So können die oben erzählten Porträts auch nur exemplarisch stehen für eine große Vielfalt an Branchenvertretern in der Region. Einen umfangreichen Überblick liefert eine Datenbank mit speziellen regionalen und branchenspezifischen Filtern.

Durch spezifisches Know-how und außerordentliche Fertigkeiten hat sich die Region auf Nischenprodukte und kundenindividuelle Sonderanfertigungen spezialisiert. In der mehr als 800jährigen Bergbauhistorie der UNESCO-Welterberegion „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ liegt die Entwicklung der vielfältigen Branchen und ihrem erworbenen Spezialwissen begründet, das auch heute zu immer neuen Ideen antreibt – „Erzgebirge –Gedacht.Gemacht.“

Das Regionalmanagement Erzgebirge als Initiative des Regional- und Standortmarketings greift in seiner Strategie zur Imageverbesserung als Teil der Fachkräftesicherung in der Region das Thema auf und rückt es unter dem Titel „Innovation aus Tradition – die progressive Provinz Erzgebirge“ in den Mittelpunkt der Marketingmaßnahmen.

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News Pressemitteilung Geschichten Unternehmensgeschichten
news-5454 Mon, 06 Jul 2020 05:34:00 +0200 Auch das gibt's: Praxis läuft weiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auch-das-gibts-praxis-laeuft-weiter Zwei Jahre lang ging es Hand in Hand zwischen Vater und Sohn in der Urologiepraxis Krauß in Schwarzenberg. Nun ist es Zeit für den Wechsel. Quelle: Freie Presse vom 2. Juli 2020, Beate Kindt-Matuschek

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Newsmeldung
news-5453 Fri, 03 Jul 2020 05:59:00 +0200 Turck erneut unter Deutschlands besten Arbeitgebern https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/turck-erneut-unter-deutschlands-besten-arbeitgebern Turck - mit einem Standort in Beierfeld/Erzgebirge - zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Neben der erneuten Auszeichnung durch das Magazin Focus Business, die der Automatisierungsspezialist jetzt im dritten Jahr in Folge erzielen konnte, kommt auch der Stern in seinem erstmalig durchgeführten Arbeitgeber-Ranking zu diesem Ergebnis.  „Wir freuen uns sehr über die mehrfache Auszeichnung“, sagt Turck-Geschäftsführer Christian Pauli, „zeigt sie doch, dass wir mit unserer HR-Strategie nachhaltig auf einem guten Weg sind.“ Auch Personalleiterin Daniela Leppler fühlt sich bestätigt: „Ein gutes Miteinander und Vorgesetztenverhalten sowie Image und Wachstum sind laut Stern die Faktoren mit dem größten Einfluss auf die Weiterempfehlungsbereitschaft. In beiden Punkten liegen unsere Bewertungen jeweils in der Spitze unseres Wettbewerbsumfelds, ebenso wie bei den Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Das ist ein tolles Feedback zu unserer Arbeit, auf dem wir weiter aufbauen können.“ 

Der Stern hat für sein Ranking mit dem Marktforschungsunternehmen Statista zusammengearbeitet. Mehr als 45.000 Beschäftigte haben mittels Online-Access-Panels an der Befragung teilgenommen. Insgesamt konnten so nach Angaben des Magazins 1,34 Millionen Urteile in die Studie einfließen.

Das Focus-Ranking ist in Zusammenarbeit mit kununu entstanden.  Um die nationalen Top-Arbeitgeber zu ermitteln, untersuchte kununu im Auftrag von Focus Business rund vier Millionen Bewertungen von mehr als 900.000 Unternehmen. Die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Deutschlands“ wurde ausschließlich auf Basis der Mitarbeitermeinungen vergeben.

Turck zählt zu den global führenden Unternehmensgruppen auf dem Gebiet der Industrieautomation. Mit rund 4.650 Mitarbeitern in über 30 Landesgesellschaften und Vertriebspartnern in weiteren 60 Staaten sind wir weltweit immer in der Nähe unserer Kunden und Mitarbeiter. In Deutschland arbeitet Turck an den Standorten Beierfeld, Halver, Mühlheim und Detmold.

Quelle: www.turck.de

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Newsmeldung
news-5445 Thu, 02 Jul 2020 07:33:00 +0200 Von Cobaltblau zu Cobaltsulfatrot https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/von-cobaltblau-zu-cobaltsulfatrot Wie aus einem Blaufarbenwerk ein Experte für Metallrecycling wuchs – mehr als 350 Jahre Erfahrung als Fundament. Die Nickelhütte in Aue-Bad Schlema ist ein Metallurgie- und Hüttenbetrieb mit über 400 Mitarbeitern. Sie liegt mitten in der Stadt. Das ist ungewöhnlich in heutigen Zeiten, wo Industrie meist in der Peripherie angesiedelt ist. Aber die enge Nachbarschaft von Bergbau, Industrie und Wohnstätten, das Zusammenspiel von Arbeit, Leben und Kultur ist eine über Jahrhunderte gewachsene, gute Tradition im Erzgebirge. Und die funktioniert an diesem Ort seit 1635. Ohne Unterbrechung.

Tatsächlich: Von Aues Altmarkt bis zum westlichen Werkstor der Nickelhütte sind es nur elf Gehminuten. „Als unser Betrieb seine Arbeit 1635 begann, war die Stadt noch weit entfernt“, erzählt Nickelhütte- Geschäftsführer Henry Sobieraj. Aue hatte im selben Jahr vom Sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. gerade erst das Marktrecht erhalten. Da begann hier im Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel die Arbeit. Die Region hatte bis ins 19. Jahrhundert ein weltweites Monopol auf die Produktion von Blaufarbenpigmenten aus Kobalt, die Delfter Kacheln oder Meißner Porzellan zierten. Vier Werke gab es in der Region, eines wurde im Juli 2019 mit der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří zum Bestandteil des UNESCO-Welterbes ernannt: Schindlers Blaufarbenwerk in Albernau bei Zschorlau, wenige Kilometer von Aue-Bad Schlema entfernt, die Mulde flussaufwärts.

Es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir.

Die Zeit der blauen Farbpigmente ist zwar vorbei, aber das Mineral Kobalt spielt immer noch eine große Rolle – beim Metallrecycling, dem heutigen Produktionsschwerpunkt der Nickelhütte. Doch dazu später mehr. „Wir haben eine sehr lange Tradition“, erzählt Henry Sobieraj weiter, „es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir, die Montanwerke Brixlegg in Österreich. Durch diese lange Kontinuität sind wir mit der Stadt Aue und dem Erzgebirge so stark verwachsen.“

Er teilt die Freude der Menschen über den Welterbetitel in der grenzübergreifenden sächsisch-böhmischen Region, die stolz sind auf ihre über 800-jährige Bergbauvergangenheit. Zwanzig Jahre hatten deutsche und tschechische Mitstreiter gemeinsam für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe gerungen.

„Es ist für die Region eine gute Chance, sich noch besser zu vermarkten. Bisher kennen die Menschen in Deutschland das Erzgebirge vor allem durch den Fußball vom FC Erzgebirge Aue, bei dem auch wir Sponsor sind, und die weihnachtliche Holzkunst. Aber wir haben noch mehr Facetten zu bieten, auch unsere vielfältige Industrie, die aus dem Bergbau gewachsen ist. Um das bekannter zu machen, kann uns der Welterbetitel national und international helfen.“ Die weltweite Kundschaft der Nickelhütte soll das natürlich zukünftig mehr wahrnehmen. Gerade arbeitet das Unternehmen an einem neuen Kommunikationskonzept, in dem das UNESCO-Welterbe auch eine Rolle spielen wird.

Die Basis des Erfolgs: Wandlungsfähigkeit und Innovation

Dass die Nickelhütte noch heute erfolgreich ist, hängt auch damit zusammen, dass es Unternehmern und Arbeitern immer wieder gelungen ist, sich an historischen Wendepunkten durch Innovation anzupassen. Auch schwierige Zeiten wurden gemeistert, wie der wirtschaftliche Wandel nach dem Fall der Mauer. „Die Nickelhütte war 1989/90 unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes für viele Menschen hier in Aue nicht mehr tragbar“, berichtet Sobieraj ernst, „obwohl die Arbeitsplätze dringend gebraucht wurden. Da fanden Demonstrationen in Aue statt. Das haben wir zum Glück überwinden können, indem wir uns umfassend erneuert haben.“

Deshalb sei es die erste Aufgabe gewesen, den Betrieb komplett auf eine neue Grundlage zu stellen: ökologisch und wirtschaftlich. Abgasreinigung, Wasserreinigung, neue Kunden und neue Produkte – das sei ein riesiger finanzieller und personeller Kraftakt gewesen. Geholfen hat dabei ein Partner aus Ennepetal in Nordrhein-Westfalen: die Siegfried Jacob Metallwerke. Bis zum heutigen Tage sind beide Unternehmen in einer Firmengruppe erfolgreich miteinander verbunden.

Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus

In Ennepetal begann 1990 auch Henry Sobierajs berufliche Laufbahn. Geboren ist er in Freital im Osterzgebirge. Seit 1996 arbeitet er in der Nickelhütte, im Jahr 2014 berief man ihn hier in die Geschäftsführung. Ist eine Aufgabe geschafft, wartet die nächste Herausforderung. Das kennt man in der Nickelhütte. Aktuell findet in Wirtschaft und Gesellschaft weltweit wieder ein mehrfacher Wandel statt. Die Stichworte Klimaerwärmung, steigendes Umweltbewusstsein, Digitalisierung und Elektromobilität seien tägliches Gespräch in der Nickelhütte: „Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus. Wir tragen als Recyclingbetrieb wesentlich zum ökologischen Umbau unserer Wirtschaft bei.“

Mit der Ausbeutung von Ressourcen kommt der Lebensraum Erde immer mehr an Grenzen: Vorkommen gehen zur Neige, Fördertechnik ist ausgereizt, die gesellschaftliche Akzeptanz des Bergbaus bewegt sich heutzutage in engeren Grenzen.

Buntmetallschmelze seit 150 Jahren

Die Kreislaufwirtschaft sei schon immer grün, meint Sobieraj, sage es nur viel zu wenig selbstbewusst: „Unsere Geschäftsfelder werden wichtiger werden. Allerdings ist unsere Branche wenig sexy, wenn ich das mal so formulieren darf, und hat daher eine relativ geringe Bekanntheit.

Im Gegensatz zu unserem Image sind wir technologisch sehr modern, bei den Berufen sehr vielfältig.

Zudem fallen Reste von Nicht-Eisen- Metallen überall in der Wirtschaft an. Auch wenn wir eine Nische im Markt besetzen, sind unsere Anwendungsfelder sehr breit, der Bedarf an recycelten Produkten sehr groß.“ Die Kompetenz, Nicht-Eisen-Metalle zu verarbeiten, begann mit der Buntmetallschmelze vor ca. 150 Jahren, als die Fabrikation von Kobaltblau zu Ende gegangen war.

Von A wie Aluminium über K wie Kupfer bis Z wie Zink reichen die Metalle, die hier in der Nickelhütte recycelt werden. Die Aufbereitung von Alt-Aluminium zum Beispiel gelinge ohne Qualitätsverlust, vermindere die Ausbeutung von Bauxit in der Landschaft, spare Energie gegenüber der Verhüttung des Roherzes in der Primärproduktion, erläutert Sobieraj: „Wir sehen auch die Entwicklung im Markt, dass es für viele Firmen bereits ein Verkaufsargument ist, zu sagen: Unsere Produkte enthalten so und so viel Prozent recyceltes Metall.“

Am Thema Elektroauto sind die Auer Spezialisten schon dran, aber hier habe man noch etwas Zeit, meint Sobieraj: „Die große Welle zu recycelnder Lithium- Akkus sehe ich erst in acht bis zehn Jahren auf uns zukommen. Das ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Akkus und hängt davon ab, welche Technologien – ob vollelektrischer oder Hybrid-Antrieb oder alternative Brennstoffe – sich mit welchem Marktanteil durchsetzen werden.“ Im Augenblick gäbe es nur Rücklauf in geringen Mengen, größeren Anteil haben Akkus aus Elektronikprodukten oder Reststoffe aus der Produktion.

Know-how ist das Schlüsselwort dieses Unternehmens. Das hat man bei der Nickelhütte über lange Jahre aufgebaut. Momentan verarbeitet man hier ca. 2.500 Tonnen Li-Ionen-Batterien pro Jahr. Durch technologische Innovation und Veränderungen im Produktionsablauf will die Nickelhütte ihre Kapazität bis auf 8.000 Tonnen im Jahr 2020 ausbauen. So ist man gewappnet für den langfristig steigenden Bedarf. „Besser, wir sind frühzeitig vorbereitet“, lautet Sobierajs Maxime. Das ist immer die Philosophie der Nickelhütte gewesen. Sie ist kein kleiner Betrieb, aber auch kein großer. Die Stärke lag immer in der Flexibilität, in der schnellen Reaktionsfähigkeit auf Bedürfnisse am Markt: „Wir können uns schnell in der Produktion umstellen, schnell liefern.“

Engagiert für die Region

Agil zu bleiben, ist die Kernaufgabe der firmeneigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung. Ständig sind neue Verfahren der Pyrometallurgie (Schmelzbetrieb mit hohen Temperaturen) und Hydrometallurgie (chemische Verarbeitung in wässriger Lösung) in Erprobung, bestehende in der Optimierung. Die Mitarbeiterschaft ist daher sehr breit aufgestellt, sie umfasst Chemiker, Chemikanten, Chemieanlagenfachleute, Ingenieure, IT-Spezialisten, Kaufleute, Laboranten, Metallfacharbeiter. Nachwuchs wird selbst ausgebildet, auch Quereinsteiger werden gern angelernt. Neue Mitarbeiter sind im wachsenden Unternehmen immer willkommen. „Wir brauchen Arbeitskräfte“, sagt Henry Sobieraj,

Deshalb müssen wir als Unternehmen auch etwas dafür tun, dass sich die Region gut entwickelt.

Regionalentwicklung ist eben keine Einbahnstraße.

Das Unternehmen profitiert nicht nur von der Region, soziales und kulturelles Engagement im und vom Betrieb nützt auch der Stadt. So entstanden für Aue ein Kino, ein Fitnessstudio, eine Eislaufhalle und eine Bowlingbahn. Unternehmen, Stadt und Umland müssen sich gemeinsam entwickeln, so die Philosophie der Nickelhütte, damit die Region lebenswert bleibt und Menschen anzieht. Aus der früheren Betriebssportgemeinschaft ist inzwischen ein eigenständiger Verein mit 450 Mitgliedern gewachsen. Prominentestes Mitglied der SG Nickelhütte Aue e.V. ist der Skispringer und Teamweltmeister Richard Freitag. Dazu gibt es die Sektionen Handball, Fußball, Taekwondo und Kegeln. Der Sport ist auch ein Bestandteil des sehr umfassenden Gesundheitsmanagements im Betrieb, denn die Arbeit in „rollender Woche“ hier ist körperlich und geistig anspruchsvoll. Die technischen Prozesse laufen rund ums Jahr, sieben Tage die Woche, 24 Stunden. Ein Stopp am Wochenende ist weder technisch möglich noch wirtschaftlich sinnvoll. Fragt man Henry Sobieraj, was all das Engagement bringe, dann sagt er kurz und knapp: „Elan, Optimismus und gute Ideen.“

Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absolute geistige und körperliche Fitness brauchen, wird bei einem Rundgang durch die Nickelhütte schnell klar. In einer Halle werden aus Kupferschrott neue Legierungen geschmolzen. Der Lichtbogenofen mit seinen gewaltigen Elektroden aus Kohlenstoff erzeugt Temperaturen von bis zu 3.000 Grad Celsius. Trotz Schutzkleidung müssen die Kollegen hier einiges aushalten.

Thomas Windisch, Industriemeister für Metall und Abteilungsleiter, bringt hier Schiffsschrauben, Kupferdrähte und Rohrabfälle bei über 1.000 Grad Celsius zum Schmelzen. Die glühend heiße Schmelze wird anschließend in diversen Legierungen auf Kundenwunsch in neue Blöcke gegossen. „Unsere Spezialität sind die vielen verschiedenen Nicht-Eisen-Metalle in unterschiedlichen Zusammensetzungen, etwa Kupfer mit Zinn, Blei, Nickel, Zink oder Aluminium“, erläutert Michael Neumann, technischer Leiter und verantwortlich für Entwicklung, Engineering und Inbetriebnahme technischer Anlagen. Die Prozesse seien ständig in Bewegung, da sich die Zusammensetzung der gelieferten Abfälle permanent ändere, auch die gewünschten Eigenschaften der Rohstoffe würden in hoher Frequenz variieren. Aus kupferhaltigem Altmetall entstehen zum Beispiel neue Bronzen für den Guss von Glocken, Pumpengehäusen, Sanitärarmaturen und Schiffsschrauben.

Der Kreis schließt sich

ie Nickelhütte ist eine wichtige Station im weltweiten Kreislauf der Metallindustrie. Ihr Knowhow ist vor allem Prozesswissen. Insbesondere die Wiederaufbereitung von Lithium-Ionen-Akkus und chemischen Katalysatoren mit Vanadium-Nickel- Kobalt-Kupfer-haltigen Mischrohstoffen erfordern einen mehrstufigen Prozess. Zuerst komme das Ausgangsmaterial, so Michael Neumann, in einen stehenden Ofen oder einen Kurztrommelofen. Darin entstehen dann Verbindungen aus Nickel-Kobalt-Kupfer-Sulfid. Diese gelangen anschließend zur Weiterverarbeitung in die Nasschemie, wo sie unter Zusatz von Wasser und Filtrationschemie weiter aufgespalten werden. Das Ganze muss nicht nur technisch funktionieren, sondern auch sauber und energieeffizient. Die Nasschemie findet in geschlossenen Kreisläufen statt, bei denen nichts verloren geht und nichts in die Umwelt geleitet wird.

Auf die hohen Standards bei der Rauchgasreinigung ist die Nickelhütte stolz: Schadstoffe werden nachverbrannt und Abgase durch eine nasse Rauchgaswäsche mit einem Kreidegemisch entstaubt. Die Abwärme der Schmelzöfen wird zur Stromerzeugung mittels Dampfturbine und zur Wärmezufuhr in die chemischen Prozesse genutzt. Diese Maßnahmen tragen auch zur hohen Akzeptanz des Unternehmens in der Stadt Aue-Bad Schlema bei.

Am Ende des Rundganges bleibt Michael Neumann an einem Förderband stehen und sagt mit wenigen, bedeutsamen Worten: „Hier sind wir wieder beim Ursprung unseres Unternehmens angekommen, beim Mineral Kobalt.“ Allerdings sieht man hier heute nicht ein blaufärbendes Farbpigment, sondern ein rot-braun gefärbtes Kobalt- Sulfat. Es wurde wiedergewonnen aus Batterieschrott und ist Ausgangsstoff zur Herstellung neuer Akkumulatoren. „Wir schließen den Kreislauf“, so lautet ja auch der Firmenslogan.

Text: Carsten Schulz-Nötzold
Fotos: studio2media/Erik Wagler

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Pressemitteilung Unternehmensgeschichten
news-5452 Thu, 02 Jul 2020 07:12:17 +0200 Erzgebirgsgemeinde Amtsberg ist Vorreiter beim schnellen Internet im ländlichen Raum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgsgemeinde-amtsberg-ist-vorreiter-beim-schnellen-internet-im-laendlichen-raum Von Bund und Land geförderter Glasfaserausbau ist abgeschlossen – Staatssekretärin Fröhlich: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen!« Amtsberg setzt neue Maßstäbe beim Breitbandausbau im ländlichen Raum. Als erste von 19 Gemeinden im Erzgebirgskreis und erste sächsische Gemeinde überhaupt hat Amtsberg mit Hilfe der seit 2016 kombinierten Bundes- und Landesförderung eine leistungsstarke, nachhaltige Glasfaserinfrastruktur errichtet. Am 1. Juli 2020 wurde der Projektabschluss gefeiert. Fast 2.000 Haushalte, 223 Unternehmen und 26 Institutionen – Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude – können nun garantierte Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit/Sekunde (Mbit/s) nutzen. Insgesamt investierte Amtsberg rund 6,5 Millionen Euro in den Ausbau. 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden aus Bundes- und weitere 30 Prozent aus Landesmitteln (Richtlinie Digitale Offensive Sachsen – DiOS) finanziert.

Ines Fröhlich, Staatssekretärin für Digitalisierung, betont die Vorreiterrolle der Gemeinde südöstlich von Chemnitz beim Bau eines FTTB-Netzes – also Glasfaser bis an das Haus: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen. Die Gemeinde hat ihr Breitbandnetz nicht durch eine Ertüchtigung des Kupfernetzes verbessert, sondern von Anfang an auf die modernste Lösung gesetzt – trotz höherer Projektkosten und einem damit einhergehenden höheren Eigenanteil«, so Fröhlich.

Der geförderte Breitbandausbau in Amtsberg war nur deshalb möglich, weil die Versorgung deutlich unter der förderrechtlichen Schwelle von 30 Mbit/s lag und kein Telekommunikationsunternehmen einen Ausbau beabsichtigt hatte. Der Beantragung des Breitbandausbaus beim Bund und Land erfolgte Anfang 2016, der erste Spatenstich im September 2017. Ein Jahr später ging der erste Bauabschnitt in Betrieb.

Beim Glasfasernetz handelt es sich um die Schaffung einer völlig neuen Infrastruktur. Dem für alle sichtbaren Teil eines Projektes – der Bauphase – geht ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. So müssen etwa auch die Genehmigungen bei Grundstückseigentümern eingeholt und die Finanzierungsfragen geklärt werden. Dazu ist eine europaweite Ausschreibung erforderlich.

»Ich freue mich sehr, dass wir Sachsens erstes Glasfaserförderprojekt nun erfolgreich abgeschlossen haben. Die Gemeinde Amtsberg ist jetzt exzellent mit schnellem Internet versorgt«, sagt Staatssekretärin Fröhlich. »Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen, Unternehmen und unsere Kommunen in Sachsen die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Es ist also auch eine Frage der Teilhabe an der Entwicklung, an der Zukunft. Deshalb ist uns der Breitbandausbau so wichtig. Doch ganz ohne Engagement der Landkreise und Kommunen geht es dennoch nicht. Deshalb danke ich Bürgermeister Sylvio Krause, dem Gemeinderat und allen anderen Verantwortlichen, die sich der Herausforderung gestellt haben.«

Beim Breitbandprojekt in Amtsberg handelt es sich um ein Betreibermodell: Die Gemeinde errichtete die Infrastruktur in ihrem Eigentum und verpachtet den Betrieb nun an einen Betreiber für Telekommunikationsdienstleistungen – die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG.

Dieses Vorhaben trägt dazu bei, dass Sachsen im aktuellen Bundesvergleich (Stand: Ende 2019) mit einer FTTB-Versorgung von 12,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt und damit den vierten Platz bei der Glasfaserversorgung belegt.
 

Quelle: Pressemeldung des Sächsisches Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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Newsmeldung
news-5447 Wed, 01 Jul 2020 10:45:00 +0200 Das Erzgebirge war das Silicon Valley https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/das-erzgebirge-war-das-silicon-valley 800 Jahre Bergbau haben das Erzgebirge geprägt. Die montane Evolution hat dabei Werte und Kompetenzen der Menschen geformt, denn Durchhaltevermögen, Erfindergeist und Bodenständigkeit gehören zum Erzgebirge wie der weihnachtliche Lichterglanz– sie sind Teil der Erzgebirgs-DNA. Und in diesen traditionellen Stärken liegt das Leistungsreservoir für die Zukunft der Region. „Das Erzgebirge war das Silicon Valley Sachsens“ - so war es im Zuge der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe vor einem Jahr zu lesen. Nicht nur die Arbeitsleistung der Bergmänner Untertage war enorm, sondern auch, was an Technologie, Infrastruktur, Zulieferhandwerk und Folgeindustrie innerhalb kurzer Zeit entlang des Gebirgskammes entwickelt wurde. Es zeugt von einer außergewöhnlichen Ausdauer und einem Entwicklergeist, der in der Gebirgsregion herrschte und noch heute dominiert.

Innovation aus Tradition | mehr zur Geschichte der Region

In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Die mittelständischen Unternehmen des Erzgebirges haben in der Tradition dieser Werte heute ein breites Fertigungs-Knowhow in den Folgeindustrien des Bergbaus aufgebaut und finden individuelle Lösungen für Spezialanwendungen. Deren Einsatzbereiche sind meist wenig bekannt, denn die Sichtbarkeit der Produkte ist begrenzt. Das Wirken im Hintergrund, als Zulieferer und Nischenanbieter ist auch der Grund, weshalb das Erzgebirge weniger mit starken Marken nach außen glänzt. Doch ist es gerade die Vielfalt und Heterogenität der Wirtschaftsregion, die sich als krisenresistent erwiesen haben und einen besonderen Vorteil bieten: In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Branchenvielfalt im Erzgebirge

Das ist ein Grund, weshalb sich im Erzgebirge aktuell gleich drei Innovations-Projekte der Zielsetzung stellen, regionale Anstrengungen in Forschung- und Entwicklung zu kanalisieren, um in der Kooperation sichtbare Erfolge zu erzielen. SmartERZ, recomine und Smart Rail Connectivity Campus sind als Projektvorhaben des WIR!-Programmes nahezu ideal für die Region. Denn die kleingliedrige Wirtschaftsstruktur erhält dadurch Zugang zu Forschungseinrichtungen und kann längerfristig Partnerschaften aufbauen. Schließlich war das Miteinander der vielen Branchen auch schon ein Erfolgsgarant für die Bergbauregion Erzgebirge.

Drei WIR-Bündnisse für das Erzgebirge

 

Das Geheimnis der Region

… sind damals wie heute die Menschen des Erzgebirges: Dr. Michael Urban, Wegbereiter des Welterbeprojektes auf tschechischer Seite, geht noch einen Schritt weiter und bezeichnet das Erzgebirge als das Silicon Valley der ganzen (damaligen) Welt. Erzgebirger mit Bergbauerfahrung und der besten akademischen Ausbildung wurden zu gefragten Experten – deshalb zog die Region Bergleute aus aller Welt an und entsandte sie ebenso international. Heute wie damals kann man sagen, in Freiberg wurden die High Potentials der Branche ausgebildet. Neben den Menschen brauchte die Region – das ist im Silicon Valley nicht anders – Rahmenbedingungen, um diese Leistungen zu ermöglichen. Kurfürsten sorgten mit ihren Entscheidungen u.a. zur Münzordnung und Verleihung von Münzrechten nach Annaberg und Joachimsthal im frühen 16. Jahrhundert, zur Gründung einer Bergbau-Universität 1765/66 oder dem Ausbau von Handelswegen für grundlegende Bedingungen, die die stetige Weiterentwicklung des Montanwesens ermöglichten. Unter den Universalgelehrten und Wissenschaftlern, die maßgeblich die Basis für die heutige Wissenschaft legten, finden sich Namen wie Alexander von Humboldt, Novalis, Adam Ries, Georgius Agricola und Carl von Carlowitz, die alle mit dem Erzgebirge in Verbindung stehen. 

Studieren im Erzgebirge

Die Fakten zum "Welterbe Erzgebirge"

Ähnlich verhält es sich mit Wirtschaftsförderung heute. Standortvoraussetzungen sind nicht wegzumachen, sondern können durch cleveres Handeln im Zusammenwirken von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gehoben werden, um mutigen Visionären und Machern Chancen zu ermöglichen. Denn Innovationen erfüllten dabei keinen Selbstzweck, sondern dienten der Optimierung eines Status quo. So wurde die Verbesserung von Wasserhebetechniken mit Feldgestängen und dem Kehrrad in Joachimsthal und Ehrenfriedersdorf im 16. Jhd. entwickelt, um tiefer liegende Erze abbauen zu können. Die von Heinrich Eschenbach entwickelte Kunst des krummen Zapfens war über Jahrhunderte maßgeblich für die Konstruktion von Pumpanlagen. Ähnlich wegweisenden Fragen existieren heute für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. Weichenstellungen für den Smart Rail Connectivity Campus können Potentiale zur Weiterentwicklung der Region heben, wenn hier am Standort der Schienenverkehr der Zukunft wesentlich mitentwickelt wird.

Nicht ohne Grund belegt der Erzgebirgskreis im Dynamik-Ranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft Platz 36 (von 401).

Aus Erfahrung gut

Mit neuen Erzaufbereitungstechnologien nahm Sigismund von Maltitz aus Dippldiswalde eine Vorreiterrolle ein, durch die erstmals die Erze in Wert- und Abfallkomponenten getrennt wurden. Eine geringere Staubbelastung war die Folge. Aktuelle Fragen zum schonenden Umgang mit Ressourcen, Nachhaltigkeit und dem Recycling von Altlasten zu Rohstoffquellen sind Themen, dem sich das Projekt recomine stellt. Hier von Beginn an involviert ist u.a. die Nickelhütte Aue. Mit fast 400 Jahren Firmengeschichte und über 400 Mitarbeitern ist die Nickelhütte ein industrielles Schwergewicht im Erzgebirge. Als Blaufarbenwerk beginnt die Historie des Metallurgie- und Hüttenbetriebes. Heute ist das Unternehmen ein Experte, wenn es um Metallrecycling geht. Im Kerngeschäft steht die Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus – ein wichtiger Fakt zum ökologischen Umbau der Wirtschaft. Neue Arbeitsfelder ergeben sich immer wieder durch neuartige Technologien und Stoffentwicklungen, die irgendwann wieder ihren Weg in den Kreislauf finden müssen.

Neue Werkstoffe sind das Stichwort. Denn so wie in den letzten Jahrhunderten vom ersten Silberfund ausgehend immer neue Legierungen andere Werkstoffe hervorbrachten, beschäftigen sich die findigen Erzgebirger auch heute mit der Revolution von Materialien, um Dinge mit Funktionen zu versehen. In dem breit angelegten Netzwerk SmartERZ entwickeln sich wertvolle Ansätze zur interdisziplinären Zusammenarbeit, die eine Produktentwicklung von intelligenten Verbundwerkstoffen erst möglich machen. Denn dafür braucht es Expertise in der Elektrotechnik, für Kunststoff, Textilien und Metall, aber genauso Maschinenbauer und Anlagenentwickler, die die Komponenten zusammenbringen. Und genau diese Vielseitigkeit hält das Erzgebirge bereit.

Nicht ohne Grund findet sich der Erzgebirgskreis im Regionalranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft auf Platz 36 im Dynamik-Ranking wieder und ist damit bester Flächenlandkreis Mitteldeutschlands. Eine Dynamik, die vor 800 Jahren ihren Ursprung hatte.

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kurz ERZählt Pressemitteilung
news-5450 Wed, 01 Jul 2020 10:43:00 +0200 Feingerätebauer erfinden sich im Zeitalter der Digitalisierung neu https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feingeraetebauer-erfinden-sich-im-zeitalter-der-digitalisierung-neu Winzige elektronische Bauelemente messen heute Wetterdaten wie Temperatur, Luftdruck und Feuchte. Auf herkömmliche Weise werden die Instrumente dagegen in Drebach gefertigt. Die Philosophie dahinter ist neu. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Mike Baldauf

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Newsmeldung
news-5451 Tue, 30 Jun 2020 10:01:00 +0200 Eine Wertzeugkiste aus dem Herzland für die Abiturienten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/eine-wertzeugkiste-aus-dem-herzland-fuer-die-abiturienten-1 Zeugnisausgabe und Abiball – nach Prüfungen unter coronabedingten Sonderbedingungen steht für die diesjährigen Abiturienten noch in den Sternen, in welcher konkreten Form der Schulabschluss gefeiert wird. Handfest dagegen bleibt die Verteilung der Wertzeugkiste aus dem Herzland. Wenn auch nicht in der üblichen Art, bekommt dennoch auch dieses Jahr jeder Absolvent der erzgebirgischen Gymnasien seine Kiste zum Start in einen neuen Lebensabschnitt. Die „Wertzeugkiste“ ist ein Präsent, das Werte und Werkzeuge clever verpackt vereint, um regionale Besonderheiten zum Leben und Arbeiten im Erzgebirge darzustellen. Im Sommer 2018 gestartet, ist diese Idee ein Projekt des Wirtschaftsbeirates Erzgebirge, das nun zum dritten Mal umgesetzt wird. Der Wirtschaftsbeirat setzt sich aus strukturbestimmenden Unternehmen der Erzgebirgsregion zusammen und wurde 2016 als Gremium des Regionalmanagements Erzgebirge gegründet.

Die „Wertzeugkiste“ soll den jungen Leuten, die nach dem Abitur die Region für ein Studium oder eine Ausbildung verlassen, ein Signal setzen, dass sie hier im Erzgebirge künftig als Fachkräfte gebraucht werden. Die Zwönitzer Gymnasiasten gehörten am 18. Juni 2020 zu den Schülern, die in diesem Schuljahr das Präsent unter Einhaltung der erforderlichen Hygienebedingungen im Beisein von Vertretern aus Wirtschaftsbeirat und Regionalmanagement Erzgebirge erhielten. Insgesamt erreicht die Aktion in diesem Jahr 800 Jugendliche an 14 Gymnasien der Erzgebirgsregion.

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WCE-Newsmeldung Pressemitteilung
news-5449 Mon, 29 Jun 2020 05:14:00 +0200 Familie erklimmt seit 250 Jahren Dächer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/familie-erklimmt-seit-250-jahren-daecher Michaela Wolf leitet in neunter Generation einen Dachdeckerbetrieb in Annaberg-Buchholz. Sie ist die erste Frau an der Spitze des Unternehmens, dessen Geschichte sich bis 1770 zurückverfolgen lässt. Aktuell muss eine besondere Herausforderung gemeistert werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Annett Honscha

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News Newsmeldung
news-5448 Thu, 25 Jun 2020 05:51:00 +0200 „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“: Live-Chat mit Unternehmern und Studieneinrichtungen vom Sofa aus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/studienmesseerz-virtualday-2020-live-chat-mit-unternehmern-und-studieneinrichtungen-vom-sofa-aus Ab 27. Juni vom Sofa aus die Pitch-Videos der erzgebirgischen Unternehmen und sächsischen Studieneinrichtungen gucken, direkt zum Live-Chat am 4. Juli 2020 anmelden und bis dahin ein paar Fragen vorbereiten. So einfach funktioniert die „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“ für die Gymnasiasten des Erzgebirgskreises. Sie ist in ihrer digitalen Ausgabe spannendes Neuland für die Veranstalter, denn die Messe war ursprünglich als Tagesveranstaltung in der Silberlandhalle in Annaberg-Buchholz geplant. Den ersten Julisamstag sollten sich Gymnasiasten, die ein Studium planen, im Kalender markieren. Denn dann dreht sich online einen Tag lang alles ums Studieren: Egal ob klassisches Hochschulstudium, BAföG, duales Studieren, Regelstudienzeit oder Praxispartner – digital und live werden die unterschiedlichsten Fragen beantwortet. Organisiert in Partnerschaft von Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz und Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH erhalten die jungen Leute die ganze Bandbreite an Studienmöglichkeiten präsentiert. Etwa 40 erzgebirgische Unternehmen und Studieneinrichtungen sind mit dabei und stehen in Video-Chats persönlich Rede und Antwort. Dreh- und Angelpunkt ist die Aktionswebsite www.studienmesseERZ.de. Dort stellen sich ab 27. Juni 2020 in kurzen, knackigen Pitch-Videos regionale Unternehmen, sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien vor. Danach können sich die Interessenten für die Live-Chats am 4. Juli anmelden und sich mit Vertretern der Studieneinrichtungen und Unternehmen zum Chat zwischen 10:00 und 14:00 Uhr verabreden. Zusätzlich sind die jungen Leute für den Zeitraum auf die WebStage eingeladen, um Vorträge und Workshops mit Experten zu spannenden Fachthemen zu besuchen – und das alles von Zuhause aus.

Auch die meisten Unternehmer sind unerfahren, wenn es um so ein digitales Messeangebot geht. Jessica Rusch, Personalverantwortliche im Elldus Resort in Kurort Oberwiesenthal erklärt, warum sie dennoch dabei sind: „Es ist für uns ein spannendes Projekt, weil eben ein komplett neuer Weg, eine Messe digital mitzumachen. Ich erwarte informative Gespräche in einer ungezwungenen Atmosphäre, nicht so steif wie manchmal auf einer echten Messe. In den letzten Wochen haben wir aber bereits unseren kompletten Bewerbungsprozess für Auszubildende online gestaltet, heißt, es gab Video-Chats und Fragebögen. Das hat super funktioniert, auch weil die Atmosphäre von Zuhause für die jungen Leute sehr locker, entspannt war. Wir werden das auch teils beibehalten, denn es erleichtert Wege vor allem für Jugendliche, die von weiter her sich bei uns bewerben.“ Flächendeckend alle Gymnasiasten aus dem Erzgebirge zu erreichen, ist durchaus ein Fakt, der für dieses digitale Angebot steht. Denn egal wo in der Region – ob in Aue, Annaberg-Buchholz oder Marienberg - die Messe räumlich in „echt“ stattfindet — für viele bleibt der Weg zur Location weit.

Neben den traditionellen Formaten braucht es neue Kanäle, ist sich Peter Schaarschmidt, Leiter Personalwesen & Analyse/Strategie bei der KSG GmbH in Gornsdorf, sicher. „Wir haben nicht mit unserer Anmeldung gezögert und sind dankbar für diese Möglichkeit. Vielleicht können sogar künftig traditionelle Formate auch aufeinander aufbauen oder die Themen vertiefen. Wir brauchen Studenten und künftige Fach- und Führungskräfte. Und dennoch ist es paradoxerweise immer schwieriger in der heutigen Zeit eines Informationsüberangebots die jungen Leute zu erreichen. Für uns ist es neu, ein Pitch-Video selbst zu produzieren oder so ein Gespräch per Video-Chat zu machen – aber wir haben auf jeden Fall Spaß und Lust darauf, dieses neue Format auszuprobieren.“ Sechs Vorträge gibt es als Video-Special auf der Webstage studienmesseerz.de zu sehen. Peter Schaarschmidt erklärt in einem, warum Fach- und Führungskräfte im Erzgebirge künftig so dringend gebraucht werden.

Gespannt ist auch Stefanie Wäntig von der Firma Trockenbau Wäntig in Schneeberg, wie die Unterhaltung mit den Jugendlichen per Chat läuft. „Wir beteiligen uns an der virtuellen Studienmesse, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Trockenbauunternehmen zu lenken. Wir geben einen Überblick über die Studienmöglichkeiten zum Diplombauingenieur (BA) oder zum Studiengang Baumanagement (BA).“

Wie die StudienmesseERZ-virtualDay 2020 von den jungen Leuten letztendlich angenommen wird, weiß noch keiner. Gefragt sind dabei auch die Eltern. Babara Tennert, Lehrerin am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Schwarzenberg und Fachleiterin, ist sich sicher: „Die Schüler sind an dieser Art Messe interessiert, einfach weil es auch zur Zeit keine anderen Angebote gibt. Und für die 10er und 11er Klassen ist es wichtig, sich beruflich zu informieren, zu schauen, was es in der Region an Chancen gibt. Die Flyer zur Messe gebe ich persönlich in den Klassen aus und erläutere das Konzept. Nur das Papier in der Schule auszulegen, reicht nicht aus, um die Jugend und letztlich auch die Eltern zu erreichen. Und sie sollten dabei sein, um gerade bei Themen wie Studienfinanzierung up to date zu sein.“

Hintergrund:

Nach einer erfolgreichen Pilotveranstaltung der Studienmesse:Dual ERZ im Juni 2019 mit 300 jugendlichen Gästen verschmelzen in diesem Jahr das duale Profil dieses Events mit dem seit Jahren etablierten Hochschultag der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Damit wird die gesamte Palette an akademischen Möglichkeiten vorgestellt. Es präsentieren sich sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien gleichzeitig mit regionalen Unternehmen, die Studierende als Praxispartner unterstützen. Ziel der Messe ist es, den Gymnasiasten einen Karrierestart und berufliche Perspektiven im Erzgebirge aufzuzeigen, um sie als Fach- und Führungskräften von morgen für die Region zu gewinnen.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes und ist ein Projekt der Fachkräfteallianz Erzgebirge.

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