Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. www.wirtschaft-im-erzgebirge.de Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge. de-de Regionalmanagement Erzgebirge Wed, 30 Sep 2020 15:12:48 +0200 Wed, 30 Sep 2020 15:12:48 +0200 TYPO3 CMS news-5558 Thu, 01 Oct 2020 07:10:00 +0200 From Zwäntz to Milan https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/from-zwaentz-to-milan Und dann New York! Was für ein Riesenerfolg für Designerin Ina Riedel! Auf der größten Modemesse Italiens hat das Zwönitzer Unternehmen „Kleiderwahnsinn“ abgeräumt. Mit Ihrer Kollektion „Black Pearl“ holte sie sich den European Fashion Award 2020. Der Erfolg hält aber noch eine Überraschung bereit. Das Ticket zur nächsten New York Fashion Week ist der Designerin damit sicher.

Seit über 13 Jahren führt Ina Riedel ihr Geschäft, zunächst in Lößnitz und seit 2018 in Zwönitz in der Bahnhofstraße 43. Seit 2013 bietet die findige Geschäftsfrau zusätzlich zu Brautkleidern von bekannten Herstellern auch eine eigene, selbst designte Kollektion an.

Unter dem Label „Black Pearl“ trifft sie den Trend mit märchenhaften, barocken, aufwendig-exotischen Kleidern mit einem Hauch Gothic. „Für Kundinnen die eben kein weißes Kleid suchen und das Kleid gern später zu einem anderen Anlass noch einmal tragen möchten“, betont Ina Riedel. „Ebenso können individuelle Wünsche berücksichtigt werden so dass fast jedes gefertigte Kleid ein Unikat wird.“

Nach Mailand brachte die Zwönitzer Unternehmerin übrigens der Zufall: Bei Facebook wurde ein Fotograf auf die charakterstarken Modelle aufmerksam und lud so das Label nach Mailand ein.

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news-5556 Mon, 28 Sep 2020 13:55:19 +0200 120 Jahre, doch keines so verrückt wie 2020 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/120-jahre-doch-keines-so-verrueckt-wie-2020 Die Bäckerei Neubert in Erla-Crandorf investiert in die Zukunft und feiert eine lange Tradition. Ein Gewerk mit süßen Produkten zieht eine bittere Bilanz. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. September 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5555 Fri, 25 Sep 2020 11:36:43 +0200 Die besten Fans der Liga https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/die-besten-fans-der-liga – ein Motto, das in großen Lettern am Rand des Eisstadions prangt. Darunter stehen Hunderte wartende Fans, ausgestattet mit Schals, Wolfsmützen und Shirts sowie Trommeln und Tröten. Spielte sich dieses Szenario im letzen Jahr noch jedes Wochenende ab ist es derzeit ein Bild was aufgrund der aktuellen Situation verblasst ist und viele treue Fans mit Wehmut erfüllt. Wir berichten von unserem Besuch bei den Wölfen aus der letzten Saison und hoffen inständig auf bald wieder bessere Zeiten! Stimmungsvoll, laut vibrierend und voller Freude werden die Eishockey-Spieler der Schönheider Wölfe begrüßt. Auffällig: viele Familien – auch mit kleinen Kindern – sind ins Eisstadion geströmt. Beim Startschuss des Spiels gegen die Eisbären Juniors Berlin formiert sich im Schönheider Fanblock sofort eine riesige rot-blaue Fahne. Es ist ein Banner, das sich fast über den gesamten Block zieht. Daneben funkeln unzählige Wunderkerzen. Ich habe Gänsehautgefühl. Die Faszination Eishockey spüre ich hier überall, unter den Fans, den freiwilligen Helfern und natürlich den Spielern und Trainern. Mischt man sich wie ich mitten unter die Leute, hört man viel über die Erfolge der letzten Saison, die tollen Spiele, die familiäre Stimmung, den Trubel. Schließlich seien sie die besten Fans der Liga.

Dieses Fieber – das Brennen für den Verein – erlebe ich aber nicht nur hier im Fanblock, sondern auch hinter der Bande, und das bereits lange vor dem Spielanpfiff. Benjamin Fritzsch sorgt noch kurz vor Spielbeginn dafür, dass die Fans später an der Bande wirklich einen guten Durchblick haben. Er putzt die großen Scheiben oberhalb der Werbetafeln, einfach so: „Ich bin ein Fan und versuche so, meinen Verein zu unterstützen. So gut ich eben kann.“ Der 29-Jährige schmunzelt: „Das Putzen gehört dazu. Das ähnelt dem normalen Fensterputzen. Nur hier sind die Fenster eben größer.“ Und schon taucht er den Lappen wieder ins Wasser, dreht sich von mir weg. Ein paar Schritte weiter kommt mir Sanitäter Kai-Uwe Walther vor meinen Schreibblock gelaufen – den großen Sanitätsrucksack auf dem Rücken. Er stammt aus dem benachbarten Auerbach, trägt den Notfallrucksack heute vertretungsweise. Rufen die Schönheider Wölfe, ist der Sanitäter sofort zur Stelle: „Mein Sohn hat hier angefangen, Eishockey zu spielen. Jetzt ist er in Chemnitz aktiv. Da muss ich etwas zurückgeben.“ Der Vereinszusammenhalt sei hier in Schönheide etwas ganz Besonderes. Einfach, weil der Verein vergleichsweise klein ist, scheint jeder mit jedem verbunden zu sein. „Die Stimmung ist gerade bei einem Sieg einzigartig.“ Und heute beim Meisterschaftsauftakt der Regionalliga Ost ist die Spannung im Stadion mit Händen greifbar.

Seit über 80 Jahren wird in Schönheide Eishockey gespielt. Trainer Sven Schröder ist seit der Spielsaison 2017/2018 an Bord. Dazu gehören natürlich Spieler aus der Region Erzgebirge/Vogtland, aber auch aus Selb, Dresden, Crimmitschau und Tschechien. „Der Zusammenhalt hier ist toll, jeder kennt jeden, die Fanbase ist einfach unschlagbar. So viel unentgeltliche Hilfe, ehrenamtliche Bereitschaft. Das macht das Arbeiten hier so spannend“, erzählt mir der Trainer. Zustimmendes Nicken auch bei Spieler Christoph Rogenz [Spieler von 2017 - 2020] . Er kommt aus Bad Muskau hierher in den Schönheider Wolfsbau. Vor jedem Training, jedem Spiel nimmt er die lange Fahrtstrecke auf sich. Aus gutem Grund: „Der Teamspirit hier stimmt einfach und es macht Spaß, mit den Jungs zu spielen. Besonders in der letzten Saison.“ Mit diesem kleinen Nachsatz verweist der Spieler auf den Wahnsinnserfolg: In der Saison 2018/2019 wurden die Schönheider Wölfe Regional-Ost-Meister und Regional-Nord-Ost-Meister. Rogenz freut sich weiter: „Schönheide ist ein kleines Dorf und gefühlt unterstützt uns hier jeder.

Die Fans stehen hinter uns. Im positiven Sinne sind sie verrückt.

Der Verein ist eine Art Aushängeschild.“ Ein Aushängeschild für Zusammenhalt,
für die Region, für eine lange Eishockey-Tradition.

Auch Karl-Heinz und Irene Lenk – beide über 80 – sind Teil dieser großen Eishockey-Familie. Sie stehen zu ihrem Verein und helfen, wo sie nur können. Karl-Heinz ist die gute Seele des Vereins. Er bringt Werbebanner an, übernimmt Handwerksarbeiten jeglicher Art. Letztens hatte ein Puck die Kampfrichterscheibe durchschlagen. Lenk hat sie kurzerhand ausgewechselt. Heute treffe ich ihn draußen am Tor als Wächter. Er lässt den Bus der Eisbären Juniors Berlin aufs Gelände fahren. Seine Frau Irene kommt ein wenig später, dieses Mal nur zum Anfeuern am Rand der Eisfläche. Montags und mittwochs aber packt sie alle Trikots – gut 60 Stück – ein und beginnt ihren Waschmarathon. Und sie hilft, die Kabinen für die Jungs sauber zu halten. Bis vor zwei Jahren hat sie noch den Fan-Shop betreut. Beide stehen zu ihrem Verein und das, obwohl sie gar keine geborenen Schönheider sind. Nach 1990 kam Irene Lenk durch eine Beschäftigungsmaßnahme zu den Schönheider Wölfen. Sie infizierte ihren Mann mit dem Eishockey- Fieber. Beide blieben bis heute hängen: „Das hier ist eine Gemeinschaft positiv Bekloppter. Es ist eine Ehre, dabei zu sein“, ruft mir Karl-Heinz Lenk nach. Und er schwärmt weiter: „Eishockey ist eine Krankheit. Wenn du einmal mit dem Virus befallen bist, dann bleibt das so. Solange wir krabbeln können, machen wir hier noch etwas Nützliches. Das ist unsere Motivation.“ Vielleicht auch, weil der eigene Sohn Holger und ein Enkelsohn vom gleichen Virus befallen sind.

Holger Lenk trainiert zusammen mit Dana Reimann den Nachwuchs, der auch heute wieder in der Spielpause die Eisfläche erobert und zeigt, was er drauf hat. Dana war selbst Eishockey-Spielerin. Machte ihre ersten Schritte mit fünf oder sechs Jahren hier auf dem Eis, kam dann zum Nachwuchs nach Crimmitschau und dann nach Berlin. Von der Schülerbundesliga in die Frauenbundesliga. 2013 holte die ehemalige Nationalspielerin mit dem OSC Berlin den deutschen Meistertitel, wurde 2014 Pokalsieger. Doch trotz aller Erfolge in der Ferne – ihr Herz schlug immer für Schönheide. Die junge Frau ist nie weggezogen, immer zwischen ihrem Heimatort und Berlin gependelt. Trainiert hat sie wochentags mit den Schönheider Männern, am Wochenende mit den Berliner Frauen. Seit der Saison 2015/2016 trainiert sie die Kinder: „Das bedeutet mir sehr viel. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, dass damals sonst kein Kindertraining mehr hätte angeboten werden können.“ Parallel zu dieser Leidenschaft verfolgt sie ihren Traum vom Wunschberuf. In Chemnitz studiert sie Grundschullehramt. Fest steht, sie bleibt nach ihrem Abschluss in Schönheide, behält ihren Lebensmittelpunkt bei, formiert das neue Leben um den Eishockey-Verein herum. 60 Kinder verschiedener Altersklassen verlassen sich auf die junge Frau, lernen die Faszination für den Eishockey-Sport durch sie kennen. „Es ist schön, den Kindern den Spaß am Eishockey zu zeigen, sie auf den Weg zu führen, sie zu begleiten.“ Auch wenn das parallel zum Studium viel Zeit fordert. „Dreimal pro Woche haben wir Training. Einmal pro Woche trifft sich noch die Laufgruppe.

Natürlich muss ich mir die Zeit irgendwie abknapsen. Aber das ist eine Herzenssache. 

Die Augen der jungen Frau strahlen mich an. Auch sie ist Teil der großen Schönheider Wolfsfamilie hier im Wolfsbau, die ihre Spuren hinterlässt. Beim erfolgreichen Heimspiel wie heute – oder wenn die Erzgebirger ihre Leidenschaft und Spielfreude auswärts zeigen.

Text: Manja Kraus-Blechschmidt

Foto: Georg Ulrich Dostmann

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news-5554 Fri, 25 Sep 2020 09:35:49 +0200 "Architektur macht Schule" Sachsen geht online https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/architektur-macht-schule-sachsen-geht-online Architektur ist gebaute Umwelt – überall und beständig erlebbar, auch in unwägbaren Zeiten Unter dem Motto „Architektur macht Schule“ wird seit 2016 in Kooperation mit fünf LEADER-Regionen in Sachsen und der Stiftung Sächsischer Architekten als Umsetzungspartnerin Architekturvermittlung an sächsischen Schulen durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Jugendliche für den besonderen Wert von Architektur und Baukultur zu sensibilisieren. Ermöglicht wird dies besonders durch die enge Zusammenarbeit mit externen Fachexperten, wie Architektinnen und Architekten, die die einzelnen Projektgruppen gemeinsam mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der Schulen fachlich anleiten und unterstützen.

Trotz des krisenreichen Jahresverlaufes 2020 konnten im vergangenen Schuljahr 2019/20 im Projekt „Architektur macht Schule“ erneut spannende Konzepte an insgesamt zehn verschiedenen Schulen Sachsens entwickelt und durchgeführt werden. Dabei entstanden spannende Herangehensweisen der Vermittlung von baukulturellen Werten des ländlichen Bauens und anregende Ideen und Konzepte für Neugestaltungen. So analysierten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Steegenwald Lugau beispielsweise die in den 1930er Jahren entstandene ehemalige Bergarbeitersiedlung Concordia in Oelsnitz. Dabei ging es in einem „künstlerischen Mitmachprojekt“ darum, neue Ideen für ein Quartier der Zukunft zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums Stollberg wagten einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Wohnens. Dabei reflektierten sie ihre eigenen Ansprüche an Wohnen und setzten dies in Bezug zum minimalistischen Lebensstil in sogenannten Tiny Houses, die zunehmend Beachtung finden. Dadurch ergaben sich Einblicke in aktuelle Diskurse über Verzicht, Ressourcenschonung und zukünftiges Wohnen.

Leider konnten die Ergebnisse pandemiebedingt nicht mit allen knapp 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentiert und vorgestellt werden. Um die Resultate trotzdem für alle erfahrbar zu machen und festzuhalten, ist als digitale Präsentationsmöglichkeit eine neue Internetseite entstanden. Auf dieser können alle Ergebnisse des vergangenen Schuljahres nachvollzogen werden. Zukünftig wird die Homepage auch zur Ergebnissicherung nachfolgender Projekte und als Impuls für die Vermittlung von Architektur und Baukultur genutzt werden.

Teilnehmende Schulen im Erzgebirgskreis:

Oberschule am Steegenwald Lugau | betreut durch André Böhm

Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg | betreut durch Andreas Christian Ahner

Oberschule „Martin Anderson Nexö “ Zschopau | betreut durch Luise Bilz

Oberschule Oederan | betreut durch Johannes Voßler

Oberschule Olbernhau | betreut durch Heidrun Förster

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news-5553 Fri, 25 Sep 2020 05:46:00 +0200 Digitale Besucherzählung in der Smart City – Bauernmarkt in Zwönitz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/digitale-besucherzaehlung-in-der-smart-city-bauernmarkt-in-zwoenitz Mindestabstände, eine Abgrenzung des Areals, Nachverfolgung der Besucher – all diese Dinge schaffen einen gesicherten Rahmen, um trotz der Corona-Pandemie manch öffentliches Fest zu organisieren. Die Smart City Zwönitz macht am kommenden Wochenende auf dem Bauernmarkt vor, wie modernste Technik Hygienevorschriften noch einfacher umsetzbar macht.

Per digitaler Klickzähler werden an den fünf Ein- und Ausgängen die Besucher gezählt. So wird sicherstellt, dass sich nur die genehmigte Anzahl an Besuchern auf dem Bauernmarkt aufhält. Und dies transparent für Jedermann, denn die aktuelle Zahl wird in Echtzeit auf der Website der Stadt Zwönitz zu sehen sein. Technisch möglich wird dies durch die Installation einer LoRaWAN-Antenne auf dem Zwönitzer Rathaus, mit der die Klickzähler an den Zugängen vernetzt sind. Permanent wird die Gesamtbesucherzahl untereinander automatisiert abgeglichen. Wird eine bestimmter Schwellenwert überschritten, bekommt die Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Meldung auf das Handy, um kurzfristig reagieren zu können. Andererseits kann jeder Besucher mit Blick auf die Website direkt selbst entscheiden, ob sich gerade ein Besuch des Marktes lohnt oder die Obergrenze bereits erreicht wurde.

Das Team der Smart City Zwönitz hat sich für die Umsetzung der digitalen Besucherzählung stark gemacht. Smart City ist ein Modellprojekt des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das im November 2019 startete, um innerhalb von sieben Jahren eine Smart City Strategie in der Modellkommune zu entwickeln. Es geht darum, Zwönitzer Bürger und Unternehmen digital mobiler zu machen mit dem großen Ziel, die Stadt mit einem innovativen und lebenswerten Umfeld zur Vorreiterfunktion für andere Orte zu machen. Das Team setzt sich aus digitalaffinen Experten zusammen, die in Vorbereitung des Bauernmarktes verschiedene technische Varianten prüften – und sich schließlich für wirtschaftlichste und vor allem nachnutzbare Lösung der LoRanWan-Antenne entschieden. Darüber hinaus steht das Netzwerk künftig zur Nutzung offen, heißt, auch Bürger und Unternehmen können auf Basis der LoRaAntenne eigene (Hobby)Projekte realisieren.

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network. Hinter dem Begriffskürzel verbirgt sich ein Netzwerk, welches ein äußerst energieeffizientes Senden und Empfangen von Daten über lange Strecken ermöglicht. Mit LoRaWAN ist es möglich, mehrere hundert Sensoren innerhalb eines Netzwerkes zu verwalten und Sensordaten zu verarbeiten. Die Sensoren können bis zu zehn Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden, was den Wartungsaufwand erheblich einschränkt. Die vernetzten Besucherzähler für Großveranstaltungen, Parksensoren für die Zwönitzer Parkplätze, intelligente Geschwindigkeitstafeln, Hochwassersensoren oder auch Temperatur- und CO²-Sensoren – die Einsatzmöglichkeiten sind fast unbegrenzt und sollen in Zukunft auch in anderen Projekten der Smart City ihre Anwendung finden.

Die Entwicklung erfolgte durch engagierte Personen aus dem The Things Network Mitteldeutschland und The Things Network Erzgebirge. An diesem aktuellen Beispiel wird deutlich, was eine smarte Stadt künftig kann. Übrigens: In das Projekt dürfen sich auch Bürger mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen, um ihre Stadt Zwönitz noch smarter und lebenswerter zu machen.

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news-5552 Wed, 23 Sep 2020 11:15:22 +0200 Haus ist "Gästeliebling 2020" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/haus-ist-gaesteliebling-2020 Wegen Anti-Pandemie- Maßnahmen ging in der Johann'städter Jugendherberge nichts mehr. Diese Auszeichnung gibt jedoch Hoffnung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. September 2020, Mario Ulbrich

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news-5550 Tue, 22 Sep 2020 12:19:00 +0200 Hofladen im Herrenhof öffnet im Herbst https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hofladen-im-herrenhof-oeffnet-im-herbst Ab nächste Woche belebt eine "Schwärmerei" den Handel mit regionalen Produkten. Jetzt hat Familie Nestler aus Rittersgrün auch noch mehr zugesagt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 18. September 2020, Beate Kindt- Matuschek

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news-5364 Mon, 21 Sep 2020 07:49:00 +0200 Aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH zur Corona-Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/corona Wichtige Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge zum CORONA-Virus WFE-Hotline zum Thema Tel. 03733 / 145 – 110 Aktuelles

Belegschaft / Kurzarbeit / Grenzpendler

Liquidität / Steuerliche Maßnahmen / Beitragsentlastungen

Info-Portale „Corona“ der Kammern, Verbände, des Freistaates Sachsen und des Bundes

WFE-Hotline zum Thema „Corona-Krise“: Tel. 03733 / 145 – 110

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news-5548 Mon, 21 Sep 2020 07:43:00 +0200 Innovativer Werkzeugbau wirkt an Pumpen neuer Generation mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativer-werkzeugbau-wirkt-an-pumpen-neuer-generation-mit Die Werkzeugspezialisten der Friedrich GmbH entwickelten, planten und fertigten einen passgenauen Werkzeugsatz für die Zehnder Pumpen GmbH. Die Zehnder Pumpen GmbH (Zehnder) aus Grünhain-Beierfeld blickt bereits auf eine fast 50-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen aus dem Erzgebirge hat seine Kompetenzen im Bereich der Pumpentechnologie stetig ausgebaut und ist sehr aktiv in der Neuentwicklung von Pumpen für Haus und Garten, Industrie und Abwassertechnik. Gemeinsam mit regionalen Firmen, z. B. dem Elektromotorenwerk Grünhain, fertigt der Pumpenhersteller alle erforderlichen Bauteile vom Motor über die Elektrokabel bis hin zum Gehäuse selbst. Durch eine Empfehlung ist der Pumpenhersteller auf die Technologiekompetenz und Fachkenntnis der 200 m entfernten Friedrich GmbH (Friedrich) im Werkzeugbau aufmerksam geworden und es entstand ein erstes gemeinsames Projekt für die Herstellung von Motorengehäusen für Pumpen.

Die Herausforderung bestand darin, die Anzahl der Tiefziehstationen möglichst klein zu halten. Ursprünglich wurde das Projekt mit der Herstellung von fünf Werkzeugen und drei Tiefziehstationen geplant. Bei der softwareunterstützten Simulation des Tiefziehprozesses hat sich allerdings gezeigt, dass bei optimaler Konzeption und Abstimmung der Ziehstufen die Anzahl verringert werden kann. Den Spezialisten im Hause Friedrich gelang es, die Werkzeugkonfiguration auf vier Werkzeuge mit nur zwei Tiefziehstationen zu reduzieren. Im Rückschluss bedeutet das für Zehnder eine Zeit- und gleichzeitige Kostenersparnis. Als artikelspezifische Sonderanfertigung wird der Werkzeugsatz ausschließlich für die Herstellung des von Zehnder geplanten Motorengehäuses eingesetzt.

Das Erstmuster für den individuell gefertigten Werkzeugsatz konnte im Juli 2020 realisiert werden. Mitte August lief die erste Nullserie vom Band und im September konnte Zehnder schon in die Serienproduktion gehen. Schon während des Entwicklungsprozesses kam Zehnder mit wartungsbedürftigen Werkzeugen für in der Fertigung stehende Motorengehäuse auf Friedrich zu. Die Überarbeitung dieser teilweise jahrzehntealten Werkzeuge realisierte Friedrich parallel zur Neuentwicklung. „In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder auf der Suche nach einem kompetenten Partner, der sowohl die Herstellung unserer neuen als auch die Wartung unserer alten Werkzeuge für die Herstellung der Motorengehäuse stemmen kann. Wir freuen uns, diesen Partner mit der Friedrich GmbH in der Nachbarschaft gefunden zu haben. Das technologische Know-how der Mitarbeiter und die Qualität der Fertigung haben uns völlig überzeugt. Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und der Leistung von Friedrich,“ sagt Hans-Jörg Herold, Geschäftsführer der Zehnder Pumpen GmbH.

Hinweis: Die Friedrich GmbH und die P3N MARKETING GMBH kann man auf der Kooperationsbörse der Zulieferindustrie Erzgebirge am 21.10.2020, 10–15 Uhr in der Dreifeldsporthalle des BSZ für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Zschopau besuchen.

Über die Friedrich GmbH

Mit über 50 qualifizierten Mitarbeitern, darunter 4 Lehrlingen, hat sich die Friedrich GmbH einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen.

Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Kundenbeziehungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

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news-5547 Thu, 17 Sep 2020 09:53:00 +0200 Die Veredler aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-veredler-aus-dem-erzgebirge Würde die Galvanische Veredlung Zimmermann GmbH (Gazima) heute gegründet, würde man sagen: Das Unternehmen ist ein Start-up am Puls der Zeit. Zu seiner eigentlichen Firmengründung vor über 120 Jahren war das der heutige Profi der Oberflächenbeschichtung eine „Nickelblechfabrik mit galvanischer Anstalt“. Und damit gehörte die Firma zu einer der ersten in diesem Industriezweig, denn die Galvanikindustrie hatte sich eben erst begründet. Der Erzgebirger Gustav Zimmermann wurde so mit seinem Unternehmen quasi zum Vorreiter auf diesem Gebiet. So reihen sich die aktuellen Investitionen in Neubauten und noch modernere Anlagentechnik ein in eine Firmenhistorie, die immer von Vordenken, Mut und ständig neuen Kompetenzen geprägt war und bis heute ist. Noch robuster, noch beständiger, noch schicker: die Ansprüche der Automobil-, Elektro- und Beschlagindustrie steigen ständig. Eine optimierte Oberflächenbehandlung  und –entwicklung veredelt die Produkte hin dazu, den höchsten Qualitätsanforderungen zu genügen. Um steigenden Ansprüche an Qualität und auch Umweltschutz gerecht zu werden, investierte das Familienunternehmen Gazima nun allein 1,5 Millionen Euro, auch mithilfe von Fördermitteln, in den Neubau einer Logistikhalle sowie Büro-, Sozial- und Laborräume sowie in ein weiteres angrenzendes Grundstück. „Besonders stolz sind wir auf unser neues Labor. Neben Messgeräten zur Material und Schichtanalyse, können wir mit Hilfe von sehr aufwendigen Analysegeräten auch die Beschaffenheit unserer Elektrolyte oder der Chemikalien feststellen“, betont Geschäftsführer Jörg Zimmermann. In die die Erweiterung und Modernisierung der Anlagentechnik wurden in den letzten Jahren zusätzliche 600.000 Euro gesteckt. Eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent in den beiden Jahren resultiert daher und ist der Beleg, dass das erzgebirgische Unternehmen mit dem richtigen Weitblick agiert.

Mitarbeiter - die Mischung macht´s

Fest im Blick hat Jörg Zimmermann auch seine 40köpfige Mannschaft, ein Team aus Fachkräften der Region – dies- und jenseits der Grenze. Die tschechischen Mitarbeiter erhalten im Unternehmen Deutschunterricht, von nun an im modernen Schulungsraum, der auch für Mitarbeiter- oder Kundenseminare genutzt wird, die mehrmals im Jahr als Service stattfinden.

Ökologisch hier verwurzelt

Mit modernsten Galvanikanlagen veredelt Gazima Werkstücke für fast alle Automobilhersteller. So fließen Teile in den Motorraum, Airbags oder Innenraum der Fahrzeuge ein. Aber auch Gehäuse für Computer und Schaltschränke werden beschichtet, sowie Maschinenbauteile für die Textilindustrie. Schon immer in der Region verwurzelt, liegt den beiden Geschäftsführern Hans und Jörg Zimmermann (beide Urenkel des Gründers Gustav) am Herzen, so umweltschonend wie möglich zu beschichten und die ökologischen Kreisläufe gesund zu erhalten. „Unter dem Neubau haben wir zwei Zisternen mit insgesamt 15m³ eingebaut für Regenwasser aus den Dachentwässerungen. Dieses Wasser wird für unsere Prozesse aufbereitet. Somit können wir noch mehr Trinkwasser sparen“, erklärt Jörg Zimmermann, der gemeinsam mit seinem Bruder vor 25 Jahren die Geschicke des Unternehmens übernahm.

Bereit für neue Projekte

Die frischen Räume sind bezogen, die neuen Maschinen laufen. Stillstand gibt es für die beiden Geschäftsführer dennoch nicht. Die nächsten Investitionen stehen in den Startlöchern. „So befinden wir uns im Genehmigungsverfahren zur Errichtung eines weiteren Blockheizkraftwerkes. Eine Besonderheit ist, dieses BHKW soll zukünftig eher Kälte erzeugen als Wärme, da wir für unsere Prozesse auch größere Kühlleistungen benötigen. Daher wird an das BHKW eine Kälteabsorberanlage angeschlossen. Wenn nicht so viel Kälte benötigt wird, dann können durch eine spezielle Lösung beide BHKW die Wärme für die Prozesse zur Verfügung stellen. Gleichzeitig werden wir mit Hilfe einer Verdampfungsanlage Wasser im Kreislauf führen können und somit ebenfalls die Umwelt entlasten. Diese beiden Anlagen sollen noch dieses Jahr installiert werden“, blickt Jörg Zimmermann in die Zukunft.

Der Blick nach vorn zieht sich in dem Galvanikunternehmen durch die Historie durch, die – für das Erzgebirge sehr typisch – als Nachfolgeindustrie des Bergbaus in der heutigen Welterberegion ihre Wurzeln hat. Zuerst Gustav, dann Henry, Horst und nun Hans und Jörg Zimmermann, öffneten sich immer für neue Dinge und passten ihre Verfahren den steigenden Kundenerwartungen an. Das fundierte Handwerk, das technische und unternehmerische Verständnis sowie das Verantwortungsgefühl, ein Baustein im wirtschaftlichen Rückgrat der Region Erzgebirge zu sein, wurde von Generation zu Generation weitergegeben – seit 120 Jahren.

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Unternehmensgeschichten
news-5546 Thu, 17 Sep 2020 05:46:00 +0200 Geehrt für hervorragende Ausbildung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/geehrt-fuer-hervorragende-ausbildung Mit dem Titel „Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft 2020“ darf sich nun die Trockenbau Wäntig GmbH aus Schneeberg schmücken. Bürgermeister Ingo Seifert gratulierte der Geschäftsführerin Stefanie Wäntig und Seniorchefin Gudrun Wäntig sowie dem gesamtem Team: „Für die Bergstadt Schneeberg, die Region und das Erzgebirge ist es immens wichtig, um einen gut aufgestellten Mittelstand zu wissen. Wenn diese Betriebe dann auch noch erfolgreich ausbilden und damit für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sorgen sowie unserer Jugend eine Bleibeperspektive schaffen, dann verdient das unseren allergrößten Respekt.“

Das Unternehmen macht sich seit Jahren für die Gewinnung von Nachwuchs stark und beteiligte sich auch in diesem Sommer an der StudienmesseERZ-virtualDay 2020, die zum ersten Mal aufgrund der Covid-19-Bestimmungen virtuell stattfand. Ihre Teilnahme an dem „Experiment´“ erklärte Stefanie Wäntig so: „Wir sind dabei, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Unternehmen zu lenken.“

Seit 2016 verleihen die Standorte des Bau Bildung Sachsen e. V. gemeinsam mit dem Bauindustrieverband Ost und dem Sächsischen Baugewerbeverband jährlich die Auszeichnung "Hervorragender Ausbildungsbetrieb der Bauwirtschaft". Bewertet werden dabei unterschiedliche Kriterien. So zählen z. B. Aktivitäten der Nachwuchsgewinnung, die Kontinuität der Ausbildung, die Betreuung und Übernahme der Lehrlinge, ehrenamtliches Engagement und Engagement für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf als besonders hervorzuhebende Merkmale. An jedem Standort wird pro Kategorie ein ausbildendes Unternehmen ausgewählt und geehrt. Die Auswahl und Bewertung nimmt eine Jury vor.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel soll die Auszeichnung die hervorragenden Ausbildungsbedingungen in der sächsischen Bauwirtschaft sichtbar machen und ein positives Image der Bauwirtschaft befördern.

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news-5545 Wed, 16 Sep 2020 08:48:00 +0200 Greifensteine als Kulisse für neuen Erzgebirgskrimi https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/greifensteine-als-kulisse-fuer-neuen-erzgebirgskrimi Das ZDF dreht derzeit in der Region für seinen vierten regionalen Krimi - Arbeitstitel "Tödliches Spiel". Und in das ist auch der legendäre Karl Stülpner verstrickt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 15. September 2020, Antje Flath

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Newsmeldung
news-5542 Tue, 15 Sep 2020 08:39:00 +0200 Nickelhütte Aue setzt aufs Recyceln https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nickelhuette-aue-setzt-aufs-recyceln Industrieabfall aufarbeiten ist das Metier der Firma. Doch der Betrieb tut noch mehr für die Umwelt - und profitiert davon. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11. September 2020, Heike Mann

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news-5544 Mon, 14 Sep 2020 14:23:08 +0200 Goldene Statue für Firma markSTAHL https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/goldene-statue-fuer-firma-markstahl Eisen und Stahl – zwei für das Erzgebirge typische Werkstoffe erlangten am Samstagabend Bühnenreife. Das Unternehmen markSTAHL aus Jahnsdorf wurde zum Preisträger des diesjährigen „Großen Preis des Mittelstandes 2020“ der Oskar-Patzelt-Stiftung gekürt. Gemeinsam mit dem Finalisten GL Gießerei Lößnitz GmbH standen zur glanzvollen Auszeichnungsgala am in Würzburg somit zwei erzgebirgische Unternehmen im Rampenlicht. 335 hervorragende mittelständische Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Wettbewerbsregion Sachsen wurden im Jahr 2020 zur Teilnahme am Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes” nominiert, davon 30 aus dem Erzgebirge. Sechs von ihnen nahm die Jury in die engere Wahl, die analog des diesjährigen Mottos „Meilensteine setzen“ und Hervorragendes für die Gesellschaft leisten.

Die Firma markSTAHL ist eines von 14 Unternehmen der sechs Wettbewerbsregionen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen, die die begehrte „Preisträgerstatue“ erhielten. Die Auszeichnung als „Finalist“ nahmen 26 Firmen entgegen. Alle Ausgezeichneten haben die Juroren überzeugt und sich gegen 3.142 Mitbewerber erfolgreich durchgesetzt, die in den sechs Wettbewerbsregionen 2020 nominiert waren.

Hintergrund:

Bundesweit hatten für das Wettbewerbsjahr 2020 mehr als 1.000 Institutionen in den 16 Bundesländern (zwölf Wettbewerbsregionen) insgesamt 4.970 (2019: 5.399) kleine und mittlere Unternehmen sowie Banken und Kommunen für den Wettbewerb nominiert, von denen 533 (2019: 758) die „Juryliste“ erreichten.

Kein anderer Wirtschaftswettbewerb in Deutschland erreicht eine solch große und nun schon länger als ein Vierteljahrhundert anhaltende Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung seit 1994 ausgelobte Wettbewerb. Dabei ist der Preis nicht dotiert. Es geht für die Unternehmen einzig und allein um Ehre, öffentliche Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen, ohne finanzielle Anreize.

Unter den ausgezeichneten Firmen sind sowohl Newcomer, die erst in den letzten fünf Jahren gegründet wurden, als auch über 150 Jahre alte Unternehmen, die bereits zahlreiche Krisen, Währungsreformen und sogar Kriege überstanden haben.
 

markSTAHL:

Innovation – nicht nur in den hergestellten Produkten
 

Vor zehn Jahren gründete Roland Markert in Chemnitz seine Einzelunternehmung im Bereich Stahlverarbeitung. Im vergangenen Jahr folgte der Schritt zur markSTAHL GmbH am vor einigen Jahren bezogenen neuen Firmensitz in Jahnsdorf. Dort agiert das Unternehmen vollkommen entgegen dem üblichen Trend am Markt. Während die meisten Unternehmen outsourcen und zu Dumpingpreisen verkaufen, setzt markSTAHL auf Qualität statt Quantität und baut kontinuierlich sein Angebot aus.

Neben dem klassischen Laserschnitt sind jetzt auch High-Tech-Biegungen zu jeder möglichen Form möglich. Dafür sorgt eine Weltneuheit, die 3D-Laseranlage, mit Links-Rechts-Biegemaschinen verknüpft. Je nach den Eigenschaften, die die Rohre aufweisen sollen, werden die Daten für die Maschine von ihr berechnet und anschließend entsprechend geformt. Ein neuer Roboter schweißt zudem auf innovative Art mit kurzen und gezielten Wärmeeinwirkungen. So gibt es keine Schweißspritzer mehr und das Material verzieht sich nicht ungewollt.

Diese modernen Anlagen ermöglichten es der markSTAHL GmbH, zu einem systemrelevanten Unternehmen zu werden und medizin-technische Produkte herzustellen. Während der Coronavirus-Pandemie war deshalb auch keine Kurzarbeit bei dem Mittelständler im Erzgebirge notwendig.

Bei den vorgenannten Prozessinnovationen ist es nicht geblieben. markSTAHL entwickelte im vergangenen Jahr zwei eigene Produktreihen, die selbstständig vertrieben werden. Nun kann sich jedermann Möbel und Equipment für den Pferdesport von den Jahnsdorfern kaufen. Die Möbel-Produktreihe wurde gemeinsam mit Studierenden der Angewandten Kunst der Fachhochschule Zwickau entworfen und aus eigenem Blech geformt. Den bisherigen markSTAHL-Kundensteht es frei, ihre Produkte anhand der neuen Möglichkeiten des Unternehmens weiterzuentwickeln und fertigen zu lassen.

GL Gießerei Lößnitz GmbH

Alte Branche ganz modern
 

Auch wenn die Gründung der heutigen GL Gießerei Lößnitz GmbH bereits 171 Jahre zurückliegt, ist der familiengeführte Betrieb ganz und gar nicht eingestaubt. Der erst 26jährige Geschäftsführer Max Jankowsky versteht es wie kein Zweiter in der Branche, moderne Wege zu beschreiten. So ist der erzgebirgische Mittelständler nicht nur Vorreiter im Umweltschutz, sondern produziert seit 2019 komplett klimaneutral. Möglich machen das Investitionen in Ausgleichsprojekte wie die Aufforstung in Panama oder Windkraftbestrebungen in Indien.

Insgesamt 2.000 Klimaschutzzertifikate musste die Gießerei Lößnitz erwerben, um ihre Produktion klimaneutral zu gestalten. Auch am Standort selbst wird einiges getan, um die Schäden an der Umwelt zu reduzieren. So investierte der Betrieb fünf Mio. Euro in eine moderne Abluftreinigung und erneuert jedes Jahr ein paar weitere Industrieanlagen für mindestens eine Mio. Euro. Auch ein eigenes Bienenvolk unterhält die Gießerei.

Möglich ist das, weil das Unternehmen mit Kunden wie BMW, Audi, Porsche oder Daimler jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag umsetzt. Für die Autobauer und deren Zulieferer produziert die Gießerei Lößnitz handgefertigte Gussteile, Vollformguss nach Holz- und Styropormodellen sowie Werkzeuggussteile. Die Mittelständler besetzen dabei eine Nische am Markt: die des Prototypenbaus. Für die jeweiligen Projekte ist eine genaue Abstimmung mit den Kunden unerlässlich. Die Angestellten entwickeln deshalb die Gestaltung und wählen die richtigen Werkstoffe sowie Nachbehandlungs- und Weiterverarbeitungsprozesse genau nach den individuellen Anforderungen der Auftraggeber aus.

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news-5540 Mon, 14 Sep 2020 08:22:06 +0200 Junge Frau weist Motorradfahrern den Weg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-frau-weist-motorradfahrern-den-weg Mit Touren auf zwei Rädern will das Schloss Wildeck den Tourismus ankurbeln. Erstellt wurden sie von einer Mitarbeiterin, die weit abseits der Berge aufwuchs. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. September 2020, Andreas Bauer

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news-5539 Fri, 11 Sep 2020 12:00:00 +0200 Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ wächst weiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/kreis-der-botschafter-des-erzgebirges-waechst-weiter Der Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ ist heute um Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft und Kultur gewachsen. Im Rahmen der „Summer Lounge der Wirtschaft“ würdigte der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel die Unternehmer Michael Wiesehütter und Dr. Jan Wabst sowie aus dem Bereich Kultur den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. sowie das DJ- und Musikproduzenten-Duo Stereoact damit offiziell als engagierte Fürsprecher der Region. Zum siebenten Mal lud Frank Vogel zu dem Unternehmerabend ein, der in diesem Jahr auf dem Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf stattfand. Jahnsdorf/Erzgebirge, 11. September 2020. „Glück auf, Botschafter des Erzgebirges“ so stellen sich seit März 2010 Persönlichkeiten aus der Region nicht nur selbst vor, sondern auch ihre Heimat. 128 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport zählt damit die Liste der aktiven Erzgebirgsbotschafter, die mit besonderem Engagement und außergewöhnlichen Leistungen die Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region unterstützen und somit schon längst zu Fürsprechern der Region geworden sind. Sie sind Multiplikatoren und stehen stellvertretend für eine Vielzahl von engagierten Erzgebirgern, die im Herzen für diese Region brennen, die Macher und Mitgestalter der Region sind und dies überregional ausstrahlen. Somit ist die Auszeichnung zum Botschafter des Erzgebirges weniger eine Anerkennung der erbrachten Leistungen, sondern vor allem Ansporn in diesem Sinne weiterzumachen. Ob bei Kunden oder Partnern, in sportlichen Wettkämpfen, auf der Bühne, mit ihrem Handwerk oder in Gesprächen, die Botschafter des Erzgebirges liefern anschauliche Belege für die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Facetten der Region. Das Botschaftermarketing ist fester Bestandteil der Standortkampagne, das mit der heutigen Ernennung erfolgreich fortgeführt wird.

Die neuen Botschafter im Überblick:

Sächsischer Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) | Freiberg

Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. (SLV) ist die Interessenvertretung von freiwillig vereinigten Bergbrüderschaften, Berg- und Hüttenknappschaften, bergmännischen Musik-, Geschichts- und Traditionsvereinigungen. Gegenwärtig repräsentiert er 65 Vereine mit mehr als 3.700 Mitgliedern aus Sachsen und der Tschechischen Republik. Sie alle gemeinsam bringen sich durch Erhaltung und Pflege des reichen berg- und hüttenmännischen Erbes Sachsens in die Gesellschaft ein.

Hervorgegangen ist der SLV aus dem im Jahr 1929 gegründeten Verband der Obererzgebirgischen Bergknapp- und Brüderschaften, der 1945 aufgelöst wurde. Sieben Jahre später firmierte sich die Arbeitsgemeinschaft „Erzgebirgische Bergbrüderschaften“ im Deutschen Kulturbund neu und wurde im Wendejahr 1990 zum SLV umgebildet. Somit stellt der Landesverband nicht nur die älteste sondern auch bedeutendste Standesvertretung innerhalb des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. dar.

Seit 2016 sind die „Bergparaden und Bergaufzüge in Sachsen“ Bestandteil des bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes. Und das aus gutem Grund. Gewürdigt wird damit die identitätsstiftende, lebendige Bewahrung bergmännischer Tradition in Sachsen sowohl vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des sächsischen Montanwesens, als auch im Hinblick auf das Engagement der Vielzahl an Vereinen zum Erhalt des Brauchtums. Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. fungiert als Koordinierungsstelle dieser Vereine. Durch die Vielfalt und die von vielen Aktiven vorangetragenen Bemühungen um die lebendige Pflege berg- und hüttenmännischen Brauchtums ist der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, Impulsgeber für die deutschlandweite Bewahrung dieser einzigartigen Kultur.

Bergparaden, Bergmusik, Bergmannslied sowie Berg- und Hüttenmännische Schauanlagen — stellvertretend für alle 65 ehrenamtlichen Vereine steht der SLV für die Bewahrung und Vermittlung der mehr als achthundertjährigen Geschichte des sächsischen Bergbaues, seiner einzigartigen Kultur. Bergmännische Werte sowohl gesellschaftlich als auch kulturell lebendig an die nächsten Generationen weiterzugeben, sind das Credo der engagierten Arbeit, die sich in einem großen Netzwerk an sozialen Bindungen und einem bewussten Miteinander widerspiegelt.

Diese tiefverwurzelte, im Herzen der Menschen verankerte bergmännische Traditionspflege ist prägend für das Erzgebirge und die Menschen die hier leben — der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. leistet dazu generationsübergreifend einen großen Beitrag, dass dies auch künftig so charakteristisch für das Erzgebirge bleiben wird.

Stereoact | Sebastian Seidel, Annaberg-Buchholz | Rico Einenkel, Gornsdorf

Einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat nicht jeder Botschafter des Erzgebirges. Das DJ- und Musikproduzenten-Duo Sebastian Seidel und Rico Einenkel teilt ihn unter seinem Erfolgs-Synonym „Stereoact“. Mit über 240 Millionen Streams ihrer deutschsprachigen Songs und über einer Million monatliche Hörer bei Spotify zählen sie zu den erfolgreichsten deutschen DJs. Dazu kommen Auszeichnungen wie 8-fach Gold, 4-fach Platin und der seltene Diamant Award für über eine Million verkaufte Singles mit ihrem Mega- Hit „Die immer lacht" mit Kerstin Ott sowie drei Echo Nominierungen. Das Video zum Song ist mit aktuell 180 Millionen Views das erfolgreichste deutsche Musikvideo aller Zeiten.

Als Hobby-DJs begannen sie unter den Namen Starpoppers und später als Ric & Rixx ihre musikalische Karriere, arbeiteten Remixe aus, die sie bei wöchentlichen Club-Shows präsentierten und begannen auch eigene Songs zu produzieren. 2014 entdeckte das Duo auf YouTube “Die immer lacht“ von Kerstin Ott. Sie mixten den Song, unterlegten ihn mit einem Beat und stellten ihn ins Internet. Die neue Version erregte schnell Aufmerksamkeit, so viel, dass nur wenige Monate später ein Plattenlabel die beiden unter dem Namen Stereoact unter Vertrag nahm. Seit August 2020 ist das Erfolgsduo beim Marktführer der Branche Universal-Music-Group unter Vertrag und bereitet ein neues Album vor, das im Herbst 2020 erscheinen soll.

Aber auch wenn es ein Song war, der die Freunde 2015 schlagartig ins Rampenlicht führte, lässt sich ihre Leistung nicht auf ein One-Hit-Wonder reduzieren. Von „Nummer Eins“ bis „Denkmal“ reicht die Liste der Single-Hits, welche folgten und in Clubs vom Norden bis in den Süden der Republik gespielt werden. „Nummer Eins“ feat. Chris Cronauer wurde für über 200.000 verkaufte Singles mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet und weist über 30 Millionen Streams bei YouTube & Spotify aus. Die Terminkalender und Kilometerkonten sind voll mit Trips quer durch Deutschland und darüber hinaus. Und dennoch sagen beide: Das Erzgebirge ist für uns Heimat, Herz und Liebe, hier sind Freunde und Familie. Sebastian Seidel und Rico Einenkel lieben die Region der ausgeprägten Jahreszeiten und der herzlichen Menschen wegen. Für sie gibt es keinen besseren Ausgleich zum stressigen Tourdasein als das Leben in den Bergen des Erzgebirges – nicht nur, aber auch in der bevorstehenden Weihnachtszeit.

Neben der Leidenschaft zur Musik haben die seit 2016 selbstständigen DJs und Produzenten eine weitere Gemeinsamkeit: beide erlernten ursprünglich einen soliden Handwerksberuf. Sebastian Seidel ist gelernter Tischler und absolvierte später gesundheitsbedingt eine Umschulung zum Bürokaufmann. Er ist 37 Jahre alt, lebt in Annaberg-Buchholz in einer Beziehung und ist Vater einer elfjährigen Tochter. Rico Einenkel ließ sich zum Gas-Wasserinstallateur ausbilden und arbeitete danach als Einzelhandelskaufmann. Der 41jährige wohnt in Gornsdorf, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Dr. Jan Wabst | Geschäftsführer SEIWO Technik GmbH | Drebach / Scharfenstein

Jan Wabst wurde 1975 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren. Nach seinem Abitur am Gottfried-Leibniz-Gymnasium in Chemnitz begann er ein Studium an der TU Chemnitz und qualifizierte sich dort zum Diplom-Kaufmann. Als Assistent der Geschäftsführung stieg er nach dem Studium ins elterliche Unternehmen ein, blieb bis 2001. Die folgenden fünf Jahre arbeitete Jan Wabst in den Wirtschaftsförderungen in Chemnitz und Gera, bevor es ihn dann in die Welt zog. Lebensstationen finden sich in der Schweiz, auf Malta und in Kroatien. In geschäftsführenden Positionen bekam er so den internationalen Blick über den Tellerrand — internationale Erfahrungen, die ihm bis heute zugutekommen. Ab 2007 war er im Beteiligungsmanagement der Trenkwalder Management AG in München und in der Schweiz und später als Geschäftsführer in Leipzig tätig und näherte sich der Heimat wieder an, in die er 2010 mit der neuen Aufgabe als kaufmännischer Geschäftsführer bei der Voith Engineering Chemnitz zurückging. Im Jahr 2013 promovierte er mit einem Thema zur Unternehmensethik an der LSE London School for Economics and Political Science.

Ein Schicksalsschlag Ende des Jahres 2013 war es, der Dr. Jan Wabst abrupt vor eine neue Herausforderung stellte. Sein Bruder Karsten starb, der bis dato das Scharfensteiner Unternehmen SEIWO Technik zehn Jahre lang erfolgreich geführt hatte. 1990 als Metallbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Werbetechnik gegründet, übernahm Karsten Wabst im Jahr 2003 die Firma. Unter seiner Führung verlagerte sich der Fokus auf den Museums- und Ausstellungsbau. Seit 2014 führt Dr. Jan Wabst gemeinsam mit seiner Schwägerin Jana Wabst die Geschicke seines Bruders mit Herz und Verstand weiter. Das Unternehmen ist inzwischen zum führenden Hersteller von Museumsequipment für Dauerausstellungen gewachsen. Das Porsche-Museum in Stuttgart, das Verkehrsmuseum Dresden, das Deutsche Museum in München und das Humboldtforum in Berlin sind nur einige bekannte Einrichtungen, in denen man die Handschrift der Erzgebirger erkennt. Doch nicht nur das. Mit der Übernahme der Firma Bühnenconcept Hohenstein-Ernstthal 2019 sorgt das SEIWO-Team auch dafür, dass die Studios und Veranstaltungen von ZDF, Pro 7 und 3Sat in schicker Optik beim Zuschauer ankommen. Die Entwicklung eines Protect Cubes als Antwort auf strengere Hygienevorschriften in diesem Jahr zeugt einerseits von der hohen Flexibilität der gewerksübergreifenden Arbeit bei SEIWO, aber auch vom Ideenreichtum, der immer neue und spannende Projekte hervorbringt.

So gern und viel Dr. Jan Wabst auch in der Welt zuhause war und ist, so sehr ist das Erzgebirge immer seine Heimat geblieben. Was ihn an der Region begeistert, sind die Erzgebirger selbst, die für ihren Innovationsgeist und ihre Zähigkeit im Verfolgen ihrer Ziele und Aufgaben stehen. Gepaart mit der Herzlichkeit und der Bescheidenheit der Menschen hier sagt Dr. Jan Wabst: „Das Erzgebirge ist eine sympathische Region auf den zweiten Blick.“

Dr. Jan Wabst ist verheiratet und hat einen Sohn.

Michael Wiesehütter | Geschäftsführer WESKO GmbH | Stollberg

Michael Wiesehütter, 1983 in Annaberg-Buchholz geboren, kehrte mit 26 Jahren beruflich ins Erzgebirge zurück. Vorher war der studierte Betriebswirt in einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Dresden tätig. Den Einstieg fand er hier als Prokurist und Kaufmännischer Leiter bei der WESKO GmbH, die zu dem Zeitpunkt ihren Sitz noch in Oelsnitz hatte. Zehn Jahre später, zu Jahresbeginn 2019, übernahm er die Geschäftsführung der WESKO GmbH, zunächst gemeinsam mit dem Gründungsgesellschafter und langjährigen Geschäftsführer Andreas Hildebrandt, der das Unternehmen als Ausgründung des Werkzeugbaus mit seinerzeit 23 Mitarbeitern in 2001 erfolgreich aufgebaut hat.

Namhafte Kunden aus den Bereichen Automotive/E-Mobilität, Elektro- und Automatisierungstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik oder Optik schätzen die Expertise der WESKO GmbH. Kunststofftechnik ist die Sparte, in der die 120 Mitarbeiter ihre Kompetenzen haben. Vom Werkzeug- und Formenbau über den Spritzguss bis hin zur Prüftechnik ist das Unternehmen ein starker Komplettanbieter für präzise Serienfertigung und Sonderlösungen, die anspruchsvolle Verfahren fordern. WESKO ist ein Unternehmen, das in den letzten Jahren kontinuierlich an Umsatz zugelegt hat. Erst kürzlich wurde eine neue Produktionshalle ihrer Bestimmung übergeben – 80 % mehr Fläche liefern nun genug Spielraum für die Fertigung.

Im Wettbewerb „Excellence in Production/Werkzeugbau des Jahres“ wurde die WESKO GmbH im Jahr 2015 als Finalist ausgezeichnet und führt darüber hinaus bei namhaften Kunden die Auszeichnung als bevorzugter Lieferant für Ausrüstungen und Serienlieferungen.

Michael Wiesehütter weiß, dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, die Mitarbeiter wertzuschätzen  und dass viele Faktoren zusammenspielen, um gute Mitarbeiter zu binden. Dabei ist nicht nur eine faire Entlohnung gemeint. Denn der 37jährige baut auf ein stimmiges Gesamtpaket, das beispielsweise flexible Arbeitszeiten, eine Weihnachtsfeier, einen Wandertag, einen Zuschuss zum Kitabetreuungsplatz sowie eine Guthabenkarte enthält.

Als gebürtiger Erzgebirger schätzt Michael Wiesehütter die Region besonders für den einmaligen Mix aus Lebensqualität und landschaftlich reizvoller Natur einerseits sowie einem mittelständisch geprägten wirtschaftlichen Umfeld andererseits, das 30 Jahre nach der Wiedervereinigung High-Tech, Weltmarktführer und hervorragende Fachkräfte kennzeichnen. Michael Wiesehütter ist Mitglied im Wirtschaftsbeirat Erzgebirge und engagiert sich im dortigen Arbeitskreis Fachkräfte, um der Wirtschaft der Region mit Herz und Verstand eine Stimme zu verleihen und deren Stärken nach außen zu kommunizieren.

Michael Wiesehütter ist verheiratet und Vater zweier Kinder und lebt in Ehrenfriedersdorf.

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WCE-Newsmeldung Pressemitteilung
news-5538 Wed, 09 Sep 2020 10:26:11 +0200 Investor aus dem Erzgebirge kauft Papierfabrik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/investor-aus-dem-erzgebirge-kauft-papierfabrik Das Insolvenzverfahren für die Firma Kübler & Niethammer ist beendet. Die Schönfelder-Gruppe übernimmt nun ein schuldenfreies Unternehmen mit 130 Mitarbeitern. [...]

Quelle: Freie Presse vom 9. September 2020, Jan Leißner

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Newsmeldung
news-5515 Wed, 09 Sep 2020 08:55:00 +0200 Uhiesige ERZählen was sie am Erzgebirge lieben https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/uhiesige-erzaehlen-was-sie-am-erzgebirge-lieben Wahlheimat Erzgebirge! Schon länger ist die Region nicht nur ein Rückkehr-Magnet. Inzwischen zieht es auch immer mehr „Uhiesige“ (erzgebirgisch für Nicht-Erzgebirger) in die Region. Es sind Menschen, welche die Landschaft und Menschen hier aus Urlaubstagen kennen, die Liebe ihres Lebens hier fanden oder einfach davon hörten oder lasen, das das Erzgebirge ein Region mit Zukunftspotential ist. Attraktive Jobs in modernen Industrieunternehmen, freie Entfaltungsmöglichkeiten für Lebensträume in einer ländlich geprägten Region mit Herz sind Dinge, die Menschen hier schätzen. Der freiberufliche Filmkünstler Nils Freiwald ist selbst ein Uhiesiger und erst seit ein paar Jahren Erzgebirger. Er sagt, es sei eine Gegend so einzigartig wie ihre Einwohner. In einem Kurzfilm stellt er drei neue Erzgebirger vor – unter anderem steht auch er selbst vor der Kamera. Mit dabei sind außerdem Tina Engeln, die der Liebe wegen kam und sich ihren Traum vom eigenen Second Hand-Laden erfüllte sowie Jürgen Wichert, der eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft für nachhaltige Hilfe im Erzgebirge aufgebaut hat.

Im Kurzfilm „Wessis im Erzgebirge“ erzählen die drei Protagonisten, was sie an der Region im Süden Sachsens begeistert. Dieser Film entstand im Rahmen des Programms #KulturDigital der Dachmarke des Freistaates Sachsen #sogehtsächsisch.

Nils Freiwald ist als freiberuflicher Filmkünstler im Bereich Event und Musik seit 2018 tätig. Mit seiner Agentur Erzfilm beleuchtet er in zumeist filmischen Stories, Dokumentationen und Impressionen seine neue Heimat: das Herzland Erzgebirge.

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kurz ERZählt
news-5534 Tue, 08 Sep 2020 09:12:00 +0200 Neues Therapieangebot für Kinder mit Handicap https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neues-therapieangebot-fuer-kinder-mit-handicap Die Physiotherapiepraxis von Bärbel Beyer in Neudorf steuert auf ihr 25-jähriges Bestehen zu - und erhält nun Zuwachs. Eine Rückkehr zu den Orten der Kindheit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. September 2020, Antje Flath

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news-5532 Mon, 07 Sep 2020 06:15:00 +0200 Gesellenstücke zeugen von Kreativität https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesellenstuecke-zeugen-von-kreativitaet Nachwuchs für die Holzspielzeugmacherbranche: 13 Auszubildende sind freigesprochen worden. Der Großteil bleibt der Region erhalten. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

Foto: Erlebnisheimat Erzgebirge

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Newsmeldung
news-5517 Thu, 03 Sep 2020 01:21:00 +0200 Mit Musik ins Herz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-musik-ins-herz Naoshi Takahashi ist ein Wanderer zwischen zwei Welten: Der Japaner im Erzgebirge ist Generalmusikdirektor am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz und Chefdirigent der Erzgebirgischen Philharmonie Aue. Die Sprache, die für ihn alles verbindet, ist die Musik. Bei einem Rundgang durch das Annaberger Theater erzählt er von Sushi und Neunerlei, Multikulti im Orchester und Engeln als Visitenkarte. 200 Meter mit ... Naoshi Takahashi

Herr Takahashi, wie sind Sie eigentlich ins Erzgebirge gekommen?

Ich lebe seit 1999 in Deutschland, bin damals als Musikstudent zum ersten Mal hierhergekommen. Nach Stationen in München, Osnabrück und am Brandenburger Theater habe ich gezielt nach einer Möglichkeit gesucht, als Dirigent zu arbeiten. Als 2003 am Eduard-von-Winterstein- Theater eine Stelle als 1. Kapellmeister ausgeschrieben wurde, habe ich mich darauf beworben und war sehr glücklich, dass es geklappt hat. Ich kannte die Philharmonie schon vorher, als Student hatte ich hier einen Meisterkurs belegt. Die hohe Qualität des Hauses hat mich damals schon begeistert.

Sind Sie sofort mit dem Erzgebirge und den Erzgebirgern warm geworden?

Der Erzgebirger zeigt sich erstmal etwas bescheiden, manchmal ein bisschen verschlossen. Es dauert, bis man die Menschen hier wirklich kennenlernt. Durch die Kinder ist es mir und meiner Frau recht leicht gefallen, Kontakte zu knüpfen. Hat man die Wand einmal durchbrochen, sind die Erzgebirger sehr treue, ehrliche und sympathische Menschen. Ich kenne viele Orte in Deutschland und auf der ganzen Welt – aber hier bin ich angekommen, hier fühle ich mich wohl.

Das Wort "Glück Auf" in Japanischer Schrift

Haben Sie ein erzgebirgisches Lieblingswort?

Mein erstes erzgebirgisches Wort war tatsächlich „Glück Auf“, und sowohl den Klang als auch die Bedeutung mag ich sehr. 

Mein erzgebirgisches Lieblingswort ist „Neinerlaa“ (spricht es mit perfekt erzgebirgischem Singsang) –

das „Neunerlei“ aus neun verschiedenen Leckerbissen erinnert mich ein bisschen an Sushi, wo man ja auch verschiedene Häppchen zu einem Gesamterlebnis komponiert.

Diese Auswahl ist mir lieber als nur ein Kloß mit Fleisch und Soße auf dem Teller (lacht). Wobei ich Rinderroulade und Sauerbraten auch sehr gern mag. Und Bratwurst natürlich. Und Kutteln! Wo wir gerade beim Essen sind: Ich liebe deutsches Brot. Auch hier wieder: diese Auswahl! Die Frühstücksvielfalt ist nirgendwo auf der Welt so groß wie in Deutschland. Es gibt nichts Besseres.

Neunerlei ist ja ein typisch erzgebirgisches Weihnachtsessen. Wie stehen Sie zu den erzgebirgischen Weihnachtstraditionen?

Erst einmal sind ja Weihnachten und Silvester in Deutschland und Japan von der Art zu feiern her komplett vertauscht: In Japan ist Weihnachten die wilde Party, Silvester ruhig und besinnlich. Aber das macht nichts – ich komme ja auch hier in den Genuss von beidem. Was ich ganz besonders finde, sind die erzgebirgischen Holzkunstfiguren, ohne die Weihnachten hier nicht zu denken wäre. Diese in die Welt hinauszutragen, ist mir eine große Freude. Ich reise nie mit leerem Koffer – immer habe ich ein Räuchermännchen, einen Nussknacker oder einen kleinen Engel dabei, den ich verschenke. Die Figuren sind wie meine Visitenkarte. In Japan wird das deutsche Kunsthandwerk sehr geschätzt. Die Menschen erkennen die Hochwertigkeit und würdigen die handgemachte Schönheit der Figuren.

Haben Sie einen Wunsch, wie sich das Erzgebirge in Zukunft entwickeln könnte?

Ich würde mir wünschen, dass das Erzgebirge noch bekannter ist bei den Menschen in der Region, dass Touristen sich noch besser in all der Fülle und Vielfalt zurechtfinden, die das Erzgebirge bietet. Bergbaugeschichte, Natur, Landschaft, Kunst, Kultur und Genuss – all das ist in unserer Region zu finden. Wenn wir das in Erlebnis-Pakete packen, die verschiedenen Angebote noch besser vernetzen, könnten wir noch mehr Menschen auf unseren schönen Landstrich aufmerksam machen. Unser Theater und die Philharmonie mit den verschiedenen Spielstätten sollten hierbei natürlich unbedingt Bestandteil sein. Wir sind ein hochprofessionelles Haus, wie man es in einer eher kleinen Stadt wie Annaberg-Buchholz nicht unbedingt erwarten würde.

Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH

Am Annaberger Theater arbeiten Künstler aus aller Welt: aus den USA, Ost- und Westeuropa, der Türkei, Korea und Japan. Wie bekommen Sie als Generalmusikdirektor die verschiedenen Mentalitäten unter einen Hut?

Ich finde kontinuierliche gemeinsame Arbeit sehr wichtig. Deshalb

ist Musik die Sprache, die uns verbindet.
Gemeinsam können wir diese Sprache in unserem Sinne
formen und gestalten.

Viele der Künstler sind hier sesshaft geworden, haben im Erzgebirge ihre Heimat gefunden. Das bringt Kontinuität, die ab und zu durch frischen Wind ergänzt wird, wenn ein Neuer zu uns kommt. Im Orchester darf jeder seine Persönlichkeit zeigen und dennoch fürs große Ganze wirken. Gemeinsam erleben wir wunderbare Momente. Wenn im Konzert alles in eine Richtung fließt – dieses Gefühl ist einfach großartig.

Ihre Frau stammt aus Riesa, Sie aus Nagoya. Welche Werte geben Sie Ihren Kindern mit auf dem Weg?

Diese Werte sind unabhängig von unserer Kultur. Wir möchten unseren Kindern zeigen, dass es nicht auf Materielles ankommt, sondern auf die schönen Dinge, die man im Kopf hat. Wissen, aus eigenem Antrieb lernen, selbst etwas tun und bewegen – niemals für andere, sondern immer, weil man es selbst so will. Unsere Kinder wachsen zweisprachig auf, und sie lieben die Musik. Wo das wohl herkommt …?

Ihre Frau Madeleine Vogt war als Sängerin am Eduard-von-Winterstein-Theater bereits in vielen großen Rollen zu hören. Wie meistern Sie Ihren Familienalltag mit drei Kindern?

Wir denken alle unsere Planungen zusammen. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Um die Kinder kümmert sich der, der gerade kann. Wenn wir abends beide im Theater Vorstellung haben, kommt unsere Ersatzoma zu uns nach Hause. Meine Frau ist meine wichtigste Stütze. Ohne ihre Hilfe könnte ich sowohl im Beruf als auch privat nicht überleben. Ich bin ihr unendlich dankbar, dass sie mich trotz Vollzeit- Berufstätigkeit immer unterstützt hat. Wir sind schon ein Super-Team!

Ist europäische Musik anders als in Ihrer Heimat Japan?

Musik ist Musik. Ich muss ein Musikstück mögen, um es dem Publikum zu vermitteln. Manche Stücke begeistern mich sofort, bei anderen brauche ich länger, bis ich Zugang finde. Dann lese ich die Noten, lasse die Klänge in meinem Kopf wirken, höre die verschiedenen Nuancen. Es gibt ja nicht nur laut und leise, es gibt auch die Farben des Klangs – sanft oder wild, süß oder traurig. Das ist wie auf einer Landkarte – wie grün ist das Grün?

Was macht das Musiktheater so besonders?

Das Musiktheater entblättert die ganze Palette der menschlichen Emotionen. Der Gesang erreicht die Menschen sehr direkt, das Orchester entfaltet eine ungeheure Kraft. Und doch entsteht das Gefühl, das wir beim Zuhörer erzeugen, erst aus dem Zusammenspiel von Künstler, Werk und Publikum. In der Probe klingt es zwar auch schön, was wir spielen, aber

echt wird Musik erst durch die Zuhörer.
Denn in ihnen erzeugen wir Momente, die bewegen.

Welche Einflussmöglichkeiten haben Sie als Dirigent auf den Klang des Orchesters?

Mein Ziel ist immer, dem nahezukommen, was sich der Komponist gedacht hat. Ich möchte möglichst originalgetreu nachbilden, wie er die Musik in seinem Kopf gehört hat.

Warum wollten Sie ausgerechnet Dirigent werden? Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Ich möchte mit unserer Musik Emotionen vermitteln. Als ich hierherkam, habe ich mir gewünscht, den Menschen mit Musik nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sondern sie im tiefsten Inneren zu bewegen. Ich möchte mit Musik ins Herz treffen. Wenn ich mich nach dem Konzert zum Publikum hin verbeuge, sehe ich direkt in die Augen der Zuschauer. Oft sehe ich darin eine Träne blitzen. Dann weiß ich: Wir haben die Menschen berührt.

Text: Sylva-Michèlè Sternkopf
Foto: studio2media/Erik Wagler

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news-5529 Wed, 02 Sep 2020 09:48:39 +0200 Industrie – in echt und hautnah: Erzgebirgische Unternehmen laden zur „Spätschicht“ ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/industrie-in-echt-und-hautnah-erzgebirgische-unternehmen-laden-zur-spaetschicht-ein-1 Es wird laut, vielleicht auch heiß und geruchsintensiv: Definitiv aber wird es spannend! Denn neun erzgebirgische Unternehmen öffnen am 25. September 2020 zur Spätschicht im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ ihre Tore für neugierige Besucher. Trotz der besonderen Situation unter „Corona-Bedingungen“ ist es den Unternehmern wichtig, an der etablierten Veranstaltung, die durch die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs GmbH organsiert wird, festzuhalten. Die Spätschicht als Format der „Tage der Industriekultur“ geht somit im Erzgebirge in diesem Jahr in die vierte Runde und erweitert im Jahr der Industriekultur in Sachsen den Blick auf die bestehende Lebendigkeit industrieller Produktion in der Region. „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, das Unternehmen ein Zeichen setzen und zeigen, dass hinter ihren Toren trotz strengerer gesundheitlicher und behördlicher Rahmenbedingungen die Produktion weiter läuft und nach wie vor hervorragende Produkte und Entwicklungen von hier aus in die Welt gehen. Denn auch ich als Wirtschaftsförderer staune bei Firmenbesuchen immer wieder über die enorme Vielfalt der Produkte, die im Erzgebirge entstehen. Das Fachwissen in der Region ist groß, weshalb hier innovative Ideen umgesetzt werden können und sich auch Hidden Champions hinter den Fassaden verbergen. Oftmals gründet diese Innovationskraft auf lange Traditionen und gehütete Wissensschätze, die seit Generationen weitergegeben werden. Die Spätschicht lädt nun alle Interessierten ein, Industrie von Maschinen, Werkzeug- und Automobilbau bis hin zur Textilverarbeitung zu erleben“, so Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.

Das Erzgebirge und Industriekultur – beide gehören als Teil der Industrieregion Chemnitz-Zwickau-Erzgebirge eng zusammen: Hier sind die meisten Industrieunternehmen in Sachsen angesiedelt. Eine einzigartige Industriekultur zeichnet das Erzgebirge aus. In mehr als 800 Jahren aus dem Bergbau heraus gewachsen hat sie die Wirtschaft, aber auch die Menschen und Landschaft der Region geformt. Die Jahrhunderte waren geprägt von Blüte und Niedergängen, von Krisen und immer neuen Aufbrüchen, die deshalb gelangen und bis heute gelingen, weil seit jeher Denker und Macher in der Region zu Hause sind. Und so nutzen auch jetzt, trotz manch vager Rahmenbedingung in der von Corona geprägten Zeit, Unternehmen der Region die Chance und öffnen im Rahmen der Spätschicht am 25. September 2020 ihre Türen. Sie wollen zeigen, dass Erfahrungen aus Jahrhunderten heute in modernen, innovativen Firmen neue Früchte tragen. Denn innovative Gedanken und Entwicklungen sind es, die einem Stillstand Paroli bieten.

Mit dabei sind aus dem Erzgebirge:

  • BGH Edelstahl Lugau GmbH, Lugau
  • DMB Metallverarbeitung GmbH, Grünhain-Beierfeld
  • EIDAM Landtechnik GmbH, Lößnitz
  • GAZIMA Galvanik Zimmermann GmbH, Grünhein-Beierfeld
  • Huss Maschinenbau GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Mennekes Elektrotechnik Sachsen GmbH, Sehmatal-Neudorf
  • Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau
  • omeras GmbH, Lauter-Bernsbach
  • PTF Pfüller GmbH  & Co. KG, Stollberg
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Pressemitteilung
news-5527 Wed, 02 Sep 2020 08:28:00 +0200 Hurra - Weihnachtsmärkte finden statt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hurra-weihnachtsmaerkte-finden-statt Seiffen will die Buden länger öffnen und mehr Parkplätze ausweisen. Auch der Sternenmarkt erwartet schon zeitig Besucher. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31. August 2020, Jan Görner

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news-5526 Tue, 01 Sep 2020 08:38:00 +0200 Das Erzgebirge ist Sachsens Häuslebauer-Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-erzgebirge-ist-sachsens-haeuslebauer-land Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden in der Region ist groß. Die Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass das trotz Corona-Krise anhält. Eine Umfrage in Städten bestätigt das. Alle planen neue Flächen für Ein-, aber auch Mehrfamilienhäuser. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. August 2020, Anett Honscha

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news-5516 Mon, 31 Aug 2020 07:27:00 +0200 Liebhaber fürs Pawlow-Haus gefunden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/liebhaber-fuers-pawlow-haus-gefunden Über 20 Jahre steht das ehemalige Wismut-Sanatorium in Warmbad leer. Seit Anfang 2020 gibt es einen neuen Besitzer und Zukunftspläne. Ein wichtiger Teil des Hauses kann aber nicht gerettet werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Jana Klameth

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news-5514 Fri, 28 Aug 2020 10:25:16 +0200 Mehr als ein Notgroschen: Geheimer Gönner aus Aue gibt viel Geld https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/mehr-als-ein-notgroschen-geheimer-goenner-aus-aue-gibt-viel-geld Eine besondere Aktion soll Händlern in Aue-Bad Schlema helfen, die durch die Corona-Krise in eine Notlage geraten sind. Dank einer Überraschung fließt jetzt sogar noch mehr Geld als gedacht. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. August 2020, Anna Neef

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news-5509 Thu, 27 Aug 2020 14:52:00 +0200 Lok vom Rasenden Roland wird in Olbernhau wieder flott gemacht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/lok-vom-rasenden-roland-wird-in-olbernhau-wieder-flott-gemacht Eine Lok des Rasenden Rolands wurde im Erzgebirge komplett erneuert. Das Gefährt hielt Überraschungen parat. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Georg Müller und Kenny Langer

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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news-5500 Thu, 27 Aug 2020 06:38:00 +0200 Mit Herz zurück ins Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/mit-herz-zurueck-ins-erzgebirge Das Rückkehrer- Café.  Warum ist das Erzgebirge ein Rückkehrer- Magnet? Lockte einst die Fremde, so folgten letztendlich viele dem Motto: „Vergass dei Haamit net.“ und kehren zurück. Genau solche Menschen haben wir an einen Tisch gebracht, eine bunte Mischung, jeder mit einer ganz persönlichen hERZgeschichte und einer großen Gemeinsamkeit: die Liebe zum Erzgebirge. Malerisch liegt der Stollberger Walkteich eingebettet in einen Park mit großem Abenteuerspielplatz und Laubbäumen, die sich heute Morgen im Wasser spiegeln. Die kleinen Boote sind angelegt, die große Sommerterrasse lädt geradezu zum Chillen ein. Claudia Paul steht in der Küche ihres Cafés Walkbeach, am Ufer des Walkteiches gelegen, und schneidet selbst gebackenen Kuchen. Sie trägt viele leckere Kleinigkeiten, Fingerfood, hinaus zum liebevoll hergerichteten Buffet auf der Terrasse. Rückkehrer und Zuwanderer ins Erzgebirge, wie sie selbst, werden sich nachher hier treffen, um sich über ihre persönlichen Lebenswege auszutauschen. Alle, die heute vom Regionalmanagement Erzgebirge eingeladen sind, teilen ähnliche Lebensgeschichten – gingen einst weg und fanden ihr Glück dann doch wieder im Erzgebirge. Oder kamen eben neu ins Erzgebirge – so wie die Chefin des Cafés, Claudia Paul. Sie wagte erst im Frühjahr 2019 den Schritt aus der Großstadt ins Erzgebirge: „Ich komme ursprünglich aus der Bautzener Ecke, dann folgten zehn Jahre München, drei Jahre Dresden und bin jetzt in Stollberg gelandet. Weil ich meinen Lebensgefährten kennengelernt habe und auch wegen dieses Platzes hier. Ich hatte mich damals gleich in den Walkbeach verliebt.“ Es habe einfach alles gepasst, der Plan mit dem eigenen Café, die Liebe zum Erzgebirge, erzählt sie, während sie noch ein bisschen Deko platziert. Die 41-Jährige fühlt sich im Erzgebirge heimisch: Claudia ist im Leben angekommen. Und dann sagt sie: „Weißt du, was mir eben am Erzgebirge auch sehr gefällt? Die Herzlichkeit der Menschen. Das kenne ich von der Großstadt nicht so.“

Und genau diese Herzlichkeit spürt man auch hier beim zwanglosen Treffen von Menschen, die sich zum großen Teil noch gar nicht kennen. Es ist ein bisschen wie ein Experiment, fremde Menschen einzuladen, die einen gemeinsamen Nenner – nämlich das Erzgebirge – haben und sich im Idealfall sehr persönliche Dinge erzählen. Man spürt schnell, dass es genau dieser Nenner, dieses Herzensbedürfnis nach Heimat ist, was alle schnell auftauen lässt – ganz so, als ob man sich doch ewig kennt. Egal, wohin es die Erzgebirger in ihrem Leben auch verschlagen hatte, das Besondere, das große Herz füreinander, für die Region, ist immer geblieben. Oder man hat es hier in der neuen Heimat gefunden. Jeder erzählt zum Kennenlernen kurz seine Geschichte – bunt verstreut in der ganzen Republik und auch über die Grenzen hinaus passiert. Eine schnell skizzierte Landkarte verdeutlicht die Lebensstationen. Der Start in der Fremde – oft gewählt wegen besserer Ausbildungschancen oder interessanter Jobs – war für alle eine Herausforderung. Von Heimweh ist oft die Rede, da fließen beim Erzählen sogar Tränen.

Das große Herz für die Region ist immer geblieben.

Je länger das gemeinsame Frühstück dauert, desto enger rutschen die Rückkehrer und Zuwanderer an der Frühstückstafel zusammen, lassen tiefere Einblicke in ihr Leben und Gründe für eine Entscheidung pro Erzgebirge zu. Fast freundschaftlich, familiär. Es wird viel gelacht, intensiv diskutiert und Emotionen liegen blank. So wie bei Sabine Brosch. In der Strumpffabrik Esda Thalheim hatte sie wie so viele junge Frauen zu DDR-Zeiten Facharbeiterin für Textiltechnik gelernt. Nach einigem Auf und Ab ging sie 1997 nach Stuttgart, lebte auch in Leipzig, Hamburg und München. Und dann rief die Heimat sie aus der Großstadt zurück: „Ich war und bin immer wieder überwältigt vom Erzgebirge. Ich hatte so Heimweh.“ Seit 2016 lebt sie ihren Traum in ihrer alten Heimat Thalheim und ist Chefin eines Feinkostladens „Aroma – Genuss erleben“.

                                                             Zur Geschichte von Sabine Brosch

Die Arbeitschancen, Jobangebote sind in den letzten Jahren wesentlich interessanter geworden, da sind sich alle einig. Doch oftmals sind noch andere Dinge ausschlaggebend: Bei dem einen ist es die Natur, die gelockt hat, beim anderen Freunde, Familie und manch familiäre Verpflichtung oder einfach der Wunsch, sich hier mit Herz und Verstand für die Region zu engagieren. Auch kann eine Krankheit ein Weg zurück in die alte Heimat sein. Anja Neuberg erzählt, wie sie nach dem Abitur zum Studium nach Chemnitz ging, später ihren Mann in München kennenlernte, beide in Nürnberg wohnten – und sie seelisch krank wurde. Neben einem Zuviel an manchen Alltagsdingen lag der Schlüssel zum Gesundwerden in der Rückkehr ins Erzgebirge. Ruhe und Beständigkeit fand sie mit ihrer Familie in Rittersgrün, ihrer Heimat,ihrem Ort der Kindheit und Jugend. Ihr Mann Frank kannte das Erzgebirge vor ihr gar nicht. Was ihn zusätzlich zum breiten Angebot zum Radeln und Skifahren in herrlichster Natur als Bauingenieur besonders beeindruckte: der bezahlbare Wohnraum. In Rittersgrün betreiben die beiden am Waldrand seit Kurzem ihre Maxhütte, eine gemütliche Pension. Von dort aus schreibt die Achtsamkeitstrainerin ihren Blog „Leben ist ansteckend“.

                                                                 Zur Geschichte von Anja Neuberg

Anstecken von ihrer Sehnsucht nach Hause ließ sich auch Susann Schubert. Die 33-Jährige arbeitet im Marketingbereich im Elldus Resort im Kurort Oberwiesenthal. Nach Stationen in Leipzig, Dresden, Halle und Berlin lebt sie nun in Marienberg, mittig zwischen ihrem ursprünglichen Heimatort Rechenberg- Bienenmühle und dem Arbeitsort am Fichtelberg. 16 Jahre lang war sie weg, doch bei jedem Besuch im Erzgebirge bohrte eine Frage immer mehr: „Was würde mir das Erzgebirge bieten?“ Die junge Frau wollte raus aus der Stadt. Während eines Heimatbesuchs zu den Weihnachtsfeiertagen besuchte sie den Pendleraktionstag Erzgebirge, die regionale Jobmesse. Neue Möglichkeiten lagen wie Geschenke vor ihr auf dem Gabentisch.Susann griff zu, folgte ihrem Herzen und kam zurück. Ihr ist es wichtig, die Chance zu ergreifen, im Erzgebirge mit anzupacken: „Ich habe hier die Möglichkeit, in vielen Bereichen mitzugestalten, Dinge voranzutreiben.“ Die meisten in der Frühstücksrunde nicken zustimmend. So auch Elli Graupner. Neun Jahre lebte sie in Dresden und Berlin, kam 2015 zurück und arbeitet nun in der elterlichen Männlmacher-Manufaktur „Graupner Miniaturen“ in Crottendorf. Sie gründete eine kleine Familie, baute direkt neben den Eltern ein eigenes Haus und engagiert sich im Vorstand eines Vereins.

                                                           Zur Geschichte von Elisabeth Graupner

Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal
stur und eigen
– aber eben auch unglaublich herzlich.

Und doch ist es nicht immer die Heimatliebe, die einen zurückholt, sondern ganz pragmatisch familiäre Verantwortung. Der Johanngeorgenstädter Mario Bauch stieg als Konstrukteur ins Familienunternehmen ein, weil seine Unterstützung gebraucht wird. Nach der Lehre bei einem Auspuffhersteller in seiner Heimatstadt zog er als 20-Jähriger aus, um die Welt kennenzulernen. „Ich wollte raus, ich wollte etwas erleben, fand in Stuttgart und München meine zweite Heimat.“ Jetzt sieht der junge Mann seine Zukunft in Schwarzenberg im Erzgebirge. Zwar sei am Anfang das Zurückkommen schwer und voller Zweifel gewesen, denn: „Das soziale Umfeld, meine Freunde von früher, haben gefehlt. Doch mit der Zeit gibt sich das auch.“

Sich im Erzgebirge einbringen, etwas verändern wollen, das bringt auch Hürden auf dem Weg mit sich. So hat jede Veränderung im Leben immer zwei Seiten. Als „Heimkehrer“ oder gar Zugezogener – von den Einheimischen „Uhiesischer“ genannt – muss man selbst aktiv auf die Menschen hier zugehen. Diesen Tipp würden die Teilnehmer dieser Kaffeerunde am Walkbeach gerne anderen mitgeben. Die Offenheit für Neues fehle vielen Erzgebirgern anfangs. Manche der Rückkehrer hier am Tisch sprechen sogar von einer fehlenden Weltoffenheit, machen sich auch Sorgen um die politische Entwicklung. Doch hätte man das Herz der Erzgebirger erst einmal erobert, dann für immer. So kommt die Rede auch auf kritische Themen, wie die immer älter werdende Bevölkerung, teils geringere Gehälter in einigen Branchen und dass noch immer zu viele Erzgebirger jobbedingt pendeln. Und das, obwohl es in der Region wieder viele interessante Jobangebote gäbe. Diskutiert wird auch über die Vielfalt von Kulinarik-, Kultur- und Shopping-Angeboten. Klar, das Erzgebirge kann mit dem Maß an Angeboten einer Großstadt nicht mithalten. Aber: Im Alltag spielen diese Möglichkeiten der Städte eben oft eine untergeordnete Rolle oder sind Grund für Überforderung. Die Zeit, alles auszuleben, fehle einfach. Und dann fällt zögerlich der Satz: „Wir kamen doch auch hierher, weil wir unsere Ruhe suchten. Und nein, wir haben keine Berliner Kultur – wir haben aber unsere eigene Kultur und müssen uns nicht verstecken.“ Alle, die mit Kindern leben, loben stattdessen die Angebote für Familien im Erzgebirge. Und dann sagt Anja Neuberg, was sie am Landleben besonders genießt: „Beim benachbarten Bauernhof hole ich mir meine Milch und Butter ganz frisch.“

Solch ein Lebenseinschnitt, der Umzug zurück in die alte Heimat und erst recht in eine neue Region, will gut überlegt sein. „Mir ging es ja nicht schlecht in München. Und es kam auch die Frage auf:

Ist man zu Hause nach den vielen Jahren nicht auch ein Fremder?

Und dann packte ich doch binnen vier Wochen meine Koffer. Es war die richtige Entscheidung. Ich fühlte mich nicht mehr so zerrissen. Jetzt bin ich wieder viel näher an meiner Familie in Bautzen dran als von München aus“, sagt Claudia Paul. Bei den „Neu-Erzgebirgern“ Marcel Dallinger und Maria Saul-Dallinger ist es umgekehrt, denn zumindest ihre Eltern aus dem thüringischen Eichsfeld werden perspektivisch mit ins Erzgebirge ziehen. Sie erzählen ihre Geschichte, die einfach alle rührt. Beide stammen nicht aus dem Erzgebirge, lernten sich in Leipzig als Studenten kennen, lebten in Leipzig, Dresden und auch ein Jahr in England. Archäologe Marcel hatte viel für Projekte im und rund um das Erzgebirge „gegraben“. Das Erzgebirge hatte ihn gepackt. Dann verbrachten sie ihre vorverlegte Hochzeitsreise in Gelobtland, einem verträumten Ortsteil oberhalb von Marienberg, wollten hier im „Nirgendwo“ in einem Ferienhaus Ruhe finden. Was sie aber fanden, war ihre neue Heimat. In Steinbach nahmen sie sich dem ehemaligen Braugasthaus nebst kleiner Pension an, bauten das Gasthaus zum Wohnhaus um. Hier wollen sie ihre Familie gründen. „Hier ist es landschaftlich schön. Das Pressnitztal ist traumhaft. Unsere Kinder sollen auf dem Land aufwachsen.“ Ein Statement, wo Susann König einhakt, weil sie es gleich unterschreiben würde. Die 44-Jährige aus Stützengrün zog 1991 aus, um eine Lehre zur Uhrmacherin zu machen. 2016 und zwei Kinder später kam sie zurück, übernahm das Elternhaus und entdeckte ihre Liebe zur Natur völlig neu – auch, dass in ihr ein echter Gartenfreak schlummert.

                                                Zur Geschichte von Maria und Marcel Dallinger

Im wahrsten Sinne: „Geerdet“ wird man hier im Erzgebirge – und lernt schnell Land und Leute (wieder) kennen, wenn man kontaktfreudig ist. Und so schmunzeln Marcel und Maria, als sie über die Einheimischen reden, mit denen sie ja den ganzen Vormittag am Walkbeach in gemütlicher und ehrlicher Runde sitzen: „Ja, ihr Menschen hier seid schon manchmal stur und eigen – aber eben auch unglaublich herzlich.“ Die Stunden hier auf der Terrasse am Café Walkbeach sind verflogen. Für Claudia Paul beginnt ein ganz normaler Spätsommertag, die ersten Kunden warten schon. Zuvor werden aber noch Nummern getauscht und der Platz für ein nächstes Treffen ist auch schon ausgemacht. Sabine Brosch lädt ein in ihren Feinkostladen, weil sich alle noch so viel mehr zu erzählen haben … dann aber ohne die neugierigen Initiatoren des ersten Treffens.

Autoren: Manja Kraus- Blechschmidt/ Sabine Schulze-Schwarz

Foto: studio2media/ Erik Wagler

Hinweis auf Herzland2020

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WCE-Newsmeldung (mit WCE teilen) Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5508 Wed, 26 Aug 2020 13:45:00 +0200 Neue Mobilität: Pedelecs zum Probieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-mobilitaet-pedelecs-zum-probieren Stollberg möchte seine Bürger dazu animieren, das Auto häufiger stehen zu lassen. Für Testprojekte und Umfragen gibt es viel Fördergeld. Nächstes Jahr startet die heiße Phase. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22. August 2020, Björn Josten 

Bild: news.erzgebirge-tourismus.de/images/

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news-5503 Tue, 25 Aug 2020 08:25:00 +0200 16 Quadratmeter zum Kochen, Wohnen, Schlafen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/16-quadratmeter-zum-kochen-wohnen-schlafen Philipp Siegel hat sich beruflich dem trauten Heim verschrieben oder besser dessen Planung und Projektierung. Die Ergebnisse sind alles andere als gewöhnlich. Wörtlich nimmt er dabei die Redewendung von den eigenen vier Wänden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. August 2020, Thomas Wittig

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news-5499 Tue, 25 Aug 2020 06:13:00 +0200 10 Gründe wieso das Erzgebirge ein echtes hERZland ist https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/10-gruende-wieso-das-erzgebirge-ein-echtes-herzland-ist Was macht das Erzgebirge eigentlich zum hERZland? Diese 10 Gründe stehen ganz oben, auf einer natürlich endlos langen Liste. 1. Wir lieben unsere Geschichte

…von Bergbau und Zechen, von der Sehnsucht nach der Silberader und dem unbändigen Willen seine Ziele zu erreichen. Wir Erzgebirger lieben unsere Geschichte, sind bis heute tief mit ihr verwurzelt und ziehen daraus Inspiration für Neues: Denn nicht lange reden, sondern machen ist die Devise.

2. Wir lieben unser Holz

Saachfieber, Spaltwut oder einfach: Holzkrankheit. Wir Erzgebirger lieben das Hacken, Spalten und Ansammeln des Naturrohstoffes in unmöglich aufzubrauchenden Mengen. In den meisten Fällen hilft nicht mal die supermoderne Erdwärmeheizung. Angefeuert wird trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen :-)

3. Wir lieben den Winter

Ja gut, der Winter in der Mittelgebirgsregion ist nicht mehr der, der er einmal war. Aber ab und zu sucht der Schnee das Erzgebirge doch mal heim… und JEDER Erzgebirger freut sich über den ersten verschneiten Morgen. Und ganz egal ob es nötig ist oder nicht… die Schippe wird feierlich aus’m Schuppn geholt und die Saison eröffnet.

 

4. Wir lieben unser Dorf

Und am Wochenende ist hier richtig was los. Überall wird gewerkelt, geschraubt, gebastelt. Es tut sich was! Und gefeiert wird sowieso immer gemeinsam.

5. Wir lieben Gemütlichkeit

Hutznohmd, Rachermannln, Schwibbugn, e Stickl Stolln und ein Wolkensteiner Glühwein… herrlich oder? Sei es wirklich die Sehnsucht der Bergmänner nach Helligkeit und Licht, die wir in die Wiege gelegt bekommen haben, oder einfach das besondere Verständnis von Heimeligkeit, mit dem wir aufgewachsen sind: Wir wissen wie man’s sich so richtig gemütlich macht. Einfach, aber soooo schön!

6. Wir lieben unser Welterbe

Der Bergbau – verbunden mit seinen Traditionen und die einzigartige Landschaft – ist eine authentische Kombination, die es eben nur hier gibt. Und die gilt es zu erhalten. Es sind die wahren Geschichten, die unsere Heimat erzählt: Geschichten von Freud und Leid, von Freiheit und Ehrgeiz, von Armut und Reichtum – und davon, Dinge einfach anzupacken. Eben gedacht, gemacht.

7. Wir lieben unsere Wälder

Der Wald ist immer unser Spielplatz gewesen. Später unser Ruheort. Immer da. Immer richtig. Immer gut.

8. Wir lieben unsern Dorfbäck

Auch wenn sich da die Geister scheiden, den besten Einback gibt’s beim Dorfbäck um die Ecke. Beutel hingeben, befüllen lassen und gehen – ohne zu bezahlen, mit Anschreiben! So läuft das.
...die neusten Infos aus dem Dorf gibt’s gratis dazu!

9. Wir lieben die Weite

Jeder Erzgebirger hat seinen ganz persönlichen Lieblingsort. Eine idyllisch gelegene Bank, ein schattiges Plätzchen unterm Baum, ein einsamer Fels. Aber eines haben alle Plätze gemeinsam: sie sind gemütlich, ruhig, meist mit bilderbuchhaften Sonnenuntergängen und man kann die Weite umarmen.

10. Wir lieben die Menschen hier

Nach außen hin wirken wir vielleicht etwas kühl (das macht das Wetter ;-), aber hat man einmal Freundschaft geschlossen, dann für immer und durch dick und dünn. Im Erzgebirge wohnen Menschen von einem besonderen Schlag. Mit einer harten Schale, aber einem hERZlichen Kern.

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kurz ERZählt
news-5502 Mon, 24 Aug 2020 06:29:00 +0200 Berliner haucht altem Rittergut in Scharfenstein neues Leben ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/berliner-haucht-altem-rittergut-in-scharfenstein-neues-leben-ein Für sich selbst, aber auch für andere Menschen will Felix Kortung das historische Objekt wieder nutzbar machen. Obwohl noch keine Entscheidung über seinen Fördermittelantrag vorliegt, legt er bereits Hand an. Und sucht Mitstreiter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. August 2020, Andreas Bauer

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news-5501 Fri, 21 Aug 2020 08:36:00 +0200 30 Jahre Freistaat Sachsen – Zentrales Festkonzert im Erzgebirgsstadion https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/30-jahre-freistaat-sachsen-zentrales-festkonzert-im-erzgebirgsstadion Festveranstaltung des Freistaates mit Sächsischer Staatskapelle und Landesbergmusikkorps Sachsen am 5. September in Aue-Bad Schlema Dresden/Aue-Bad Schlema (19. August 2020) - Am 3. Oktober 2020 jähren sich die Wiedergründung des Freistaates Sachsen und die Deutsche Einheit zum 30. Mal. Aus diesem Anlass findet am 5. September im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema die zentrale sächsische Festveranstaltung unter dem Motto „30 Jahre Freistaat Sachsen – Revolution und Demokratie“ statt.

In der Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue wird die Sächsische Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann gemeinsam mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen aus Schneeberg und weiteren Ensembles unter anderem Werke von Carl Maria von Weber und Richard Wagner präsentieren. Auch das Steigerlied wird erklingen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: „Das Jahr 2020 ist für uns alle auch ein Jubiläumsjahr. Der Freistaat feiert seine Wiedergründung vor drei Jahrzehnten und die vielen Erfolge, die die Sachsen seither gemeinsam erarbeitet haben. Wir haben Grund zur Dankbarkeit, zur Freude und zur Zuversicht. Denn wir leben heute im besten Deutschland, das wir je hatten.“ Er fügte mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu, es sei notwendig, weiterhin mit der gebotenen Vorsicht und Augenmaß zu handeln und so die nächsten Schritte zu gehen. „Es wird in den kommenden Wochen und Monaten vieles möglich sein, wenn wir uns an die Regeln halten und weiter auf der Hut sind.“
Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, erklärte: „Wir freuen uns darüber, dass die Festveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum der Wiedergründung des Freistaates Sachsen hier bei uns in der Region stattfindet und sehen dies auch als Wertschätzung der ländlichen Räume im Allgemeinen und der Erzgebirgsregion im Besonderen. In den vergangenen 30 Jahren waren die ländlichen Regionen von Anfang an der Motor der erfolgreichen Entwicklung des Freistaates. Zugleich ist der gemeinsame Auftritt der Sächsischen Staatskapelle mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen ein weiterer Mosaikstein in unserer sehr reichen Kulturlandschaft und bereichert unser Musikfest Erzgebirge, dass vom 4. bis 13. September unter dem Motto ‘Vom Berge her‘ stattfindet.“

Der Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle, Adrian Jones, sagte: „Die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann freuen sich sehr, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Freistaats Sachsen und der deutschen Wiedervereinigung erstmals im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema aufzutreten. Als Botschafter Sachsens in der Welt zu Hause, ist der Sächsischen Staatskapelle besonders auch die Verankerung und das Wirken vor Ort eine wichtige Herzensangelegenheit. Das musikalische Programm der Festveranstaltung mit Werken von Carl Maria von Weber und Richard Wagner schlägt die Brücke zur langjährigen und bedeutenden Kapellhistorie. Mit Klaus Florian Vogt als Solist ist zudem einer der herausragendsten Tenöre der Gegenwart und gern gesehener Gast des Klangkörpers zu erleben.“

Weil andere ursprünglich geplante Veranstaltungen rund um die Wiedergründung des Freistaates vor 30 Jahren wegen Corona nicht möglich waren, wurde mit der Festveranstaltung im Erzgebirgsstadion – bei der die Hygieneanforderungen gut eingehalten und Kontaktnachverfolgungen gewährleistet werden können - außergewöhnlicher Ersatz geschaffen. Bei den Planungen spielte auch eine Rolle, dass der „Tag der Sachsen“, der in diesem Jahr am ersten September-Wochenende eigentlich in Aue-Bad Schlema stattfinden sollte, aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste.

Vorgesehen ist, dass insgesamt rund 2.000 Besucherinnen und Besucher bei dem Festkonzert im Erzgebirgsstadion dabei sein können. Erwartet werden auch zahlreiche Ehrengäste, darunter auch mehrere Bürgerinnen und Bürger aus der Region, die sich in der Corona-Krise durch besonderen Einsatz ausgezeichnet haben.
Karten für das Konzert können vom kommenden Montag an auf den Seiten von sachsen.de erworben werden. Die Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sollen an soziale Einrichtungen in der Region gehen. Zum Hygienekonzept gehört unter anderem, dass eine Nachverfolgbarkeit gewährleistet ist und vorsorglich viele Plätze frei bleiben. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 16.000 Plätzen, knapp 9.000 davon sind Sitzplätze.

Damit möglichst viele Menschen die Festveranstaltung dennoch erleben können, überträgt der MDR das Konzert im Livestream ab 19 Uhr im Internet auf seinen Seiten. Außerdem wird die Aufzeichnung des Konzerts am späteren Abend um 22.35 Uhr im MDR-Abendprogramm ausgestrahlt.
 

Quelle: Sächsische Staatsregierung/ Medieninformation

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news-5497 Thu, 20 Aug 2020 08:51:00 +0200 Moore im Erzgebirge sollen wieder lebendig werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/moore-im-erzgebirge-sollen-wieder-lebendig-werden Auf Basis eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zu Mooren im Erzgebirge beginnt der Forstbezirk Eibenstock des Staatsbetriebs Sachsenforst im September/Oktober mit der Moorrevitalisierung im Rahmen seines Naturschutzkonzeptes. Konkret werden im »Großen Eisenstraßenmoor« am Auersberg bei Johanngeorgenstadt zunächst auf 15 Hektar alte Entwässerungsgräben verschlossen oder verfüllt. Durch die Maßnahmen soll das Moor auf möglichst großer Fläche wieder vernässt und so das Wachstum von Torfmoosen und anderen typischen Moorpflanzen angeregt werden. Umweltstaatssekretär Dr. Gerd Lippold betonte hierzu: »Moore sind ausgesprochen sensible und überwiegend durch menschliche Eingriffe stark gestörte Ökosysteme. Daher ist es unsere Aufgabe, die noch vorhandenen Moore zu revitalisieren. Denn sie sind für eine lebendige und intakte Kulturlandschaft genauso wichtig wie für den Klimaschutz. Mit der Umsetzung des Projektes wirken die Forstleute dem Verlust von Moor in Sachsen entgegen. Ich danke allen am Prozess Beteiligten für die engen Abstimmungen.«

 

Das Vorhaben zeigt: Auf einer Fläche von insgesamt etwa 100 Hektar können in dem Gebiet Moore revitalisiert werden. Für einen dauerhaft intakten Wasserhaushalt des Moores ist die Einbindung seines Zuflussgebietes entscheidend. Die Maßnahmen sollen eine sich selbst regulierende Moorentwicklung auslösen. Danach wird die natürliche Erneuerung des Moores durch ein Monitoring mit Methoden der Fernerkundung begleitet.

 

Die an der Moorrevitalisierung beteiligten Akteure kommen aus der Forst- und Wasserwirtschaft sowie dem Naturschutz Sachsens und Tschechiens. Der Staatsbetrieb Sachsenforst kümmert sich bereits seit über 15 Jahren erfolgreich um die Wiederherstellung der Moore und konnte vor allem im Erzgebirge bislang fast 700 Hektar wieder vernässen.

 

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

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news-5498 Wed, 19 Aug 2020 09:04:00 +0200 Weltpremiere für nachhaltige Spurbewässerung am Bergisel! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltpremiere-fuer-nachhaltige-spurbewaesserung-am-bergisel Der Bergisel setzt in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. Diese Woche wurde an der Bergiselschanze in Innsbruck ein neues ressorucenschonendes System für die Spurbewässerung verbaut, für das man, wenn einmal in Betrieb, kein zusätzliches Wasser mehr benötigt wird. An einem normalen Tag mit Sprungbetrieb werden am Bergisel derzeit ca. 25 Kubikmeter Wasser alleine für die Bewässerung der Anlaufspur benötigt, um die Gleitfähigkeit der Keramiknoppen zu erhalten. Bisher wurde das Wasser, das zuvor durch feine Düsen auf die Spur aufgesprüht wird, abgeleitet. Anschließend versickerte das Wasser im Boden. Mit dem neuen System wird das Wasser aufgefangen und wieder dem Bewässerungskreislauf zugeführt. Somit wird, wenn der Kreislauf einmal läuft, kein zusätzliches Wasser aus der Leitung mehr benötigt.

Wie das neue System genau funktioniert, erklärt Konstrukteur Peter Riedel. Er baute mit seinem Unternehmen Peter Riedel Sports Technology bereits die Anlaufspur am Bergisel, nun geht er mit dem neuen Bewässerungssystem den nächsten Schritt:

„Das neue Bewässerungssystem basiert darauf, dass unterhalb der Anlaufspur Wasserleitbleche zum Auffangen des Wassers verlegt wurden. Entlang dieser Bleche rinnt das Wasser von der Spurbewässerung dann in zwei Auffangbehälter, die unter dem Schanzentisch stehen und Insgesamt 4-5 Kubikmeter Wasser fassen. Aus diesen Auffangbehältern wird das Wasser dann wieder in das System eingespeist und zurück zum Anlauf gepumpt, wo es wieder für die Bewässerung zur Verfügung steht. Wir haben hier also ein Kreislaufsystem geschaffen, ein „Perpetuum mobile“ wenn man so will. Das Wasser, das durch Verdunstung verloren geht, wird durch Regenwasser, das auch von den Blechen aufgefangen wird, kompensiert. Somit wird kein zusätzliches Wasser für die Bewässerung mehr benötigt. Angesichts der Tatsache, dass Wasser ein kostbares und knappes Gut ist und die Kosten dafür immer weiter steigen, ist das Einsparungspotential für den Trainings- und Wettkampfbetrieb enorm“, so Peter Riedel.

Um das Potential des neuen Bewässerungssystems weiß auch der Wirtschaftsdirektor der Bergisel Betriebs GmbH, Bernhard Niggler: „Damit auch für die kommenden Generationen unser Wasser gesichert ist, ist ein verantwortungsvoller Umgang damit nötig. Aus diesem Grunde hat sich die Bergisel Betriebs Gmbh Gedanken gemacht, wie wir den Wasserverbrauch hier reduzieren können. Unser Partner Peter Riedel Sports Technology hat dieses neue Bewässerungssystem nun für uns umgesetzt. Die Kosten dafür werden sich in den nächsten Jahren amortisieren. Das wichtigste ist aber nicht der finanzielle Aspekt, sondern dass die Bergisel Betriebs Gmbh als weltweit erste Schanzenanlage dieses System verwendet und mit dieser Idee und geringem Budget Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt hat.“

Das neue System trifft durch die effiziente, wassersparende und dadurch ressourcenschonende Funktionsweise genau den Zeitgeist und ist ein wichtiger Beitrag, um Sportstätten und den Betrieb darauf naturverträglicher, nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Das System ließe sich auch auf allen weiteren Schanzen, auf denen im Sommer gesprungen wird und die mit einer Spurbewässerung ausgestattet sind, problemlos einbauen und darauf adaptieren.

In Innsbruck feiert die nachhaltige Spurbewässerung ihre Weltpremiere, der Bergisel setzt damit in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe und nimmt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Quelle: Peter Riedel

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news-5496 Tue, 18 Aug 2020 10:36:00 +0200 Eibenstocker Badegärten eröffnen erste Ferienhäuser https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eibenstocker-badegaerten-eroeffnen-erste-ferienhaeuser Passend zum russischen Saunadorf kann man in der Freizeiteinrichtung jetzt in Häusern aus sibirischer Kiefer schlafen. Zielgruppe sind Gäste mit hohen Ansprüchen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Georg Dostmann

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news-5495 Mon, 17 Aug 2020 10:29:00 +0200 Einzelhandel: Schwäche der Großen hilft kleinen Läden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/einzelhandel-schwaeche-der-grossen-hilft-kleinen-laeden Die Corona-Krise bietet den Händlern in Kleinstädten unverhoffte Chancen - diese These hat eine renommierte Beraterfirma aufgestellt. "Freie Presse" hat in Stollberg nachgefragt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. August 2020, Björn Josten

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news-5490 Thu, 13 Aug 2020 07:30:00 +0200 „Innovativ durch Forschung“ den Garten pflegen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovativ-durch-forschung-den-garten-pflegen Das Unternehmen Mogatec Moderne Gartentechnik GmbH ist mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. ausgezeichnet worden. Der Grießbacher Hersteller von elektrischen Garten- und Forstgeräten hat sich seit Jahren einen Namen gemacht, wenn es um die Weiterentwicklung der Kernprodukte wie Heckenscheren, Rasentrimmer und Motorsägen oder komplette Neuentwicklungen geht: Das Entwicklungsteam aus Konstrukteuren und CAD-Technikern zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft aus, mit der auch eine Vielzahl an Patenten einhergeht. Die neuen Produkte entstehen sowohl unabhängig als auch in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Externe Expertise erhält das Team durch die Kooperation mit Designern, Forschungsinstituten und Universitäten aus der Region. Insgesamt stehen etwa 250 Mitarbeiter gemeinsam für die Firma Mogatec und ihre Produkte, hochwertige und langlebige Gartengeräte, stehen.

Seit 2014 würdigt der Stifterverband forschende Unternehmen für ihre besondere Verantwortung, die sie übernehmen, mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung". Der Stifterverband ist einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Neben seinem Engagement für akademischen Nachwuchs, Hochschulen und Spitzenforschung ist es ebenfalls seine Aufgabe, das deutsche Forschungs- und Innovationssystem zu untersuchen und zu bewerten

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news-5489 Wed, 12 Aug 2020 07:41:05 +0200 Musikfest Erzgebirge 2020 trotzt Corona https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/musikfest-erzgebirge-2020-trotzt-corona Die gute Nachricht haben die Festivalmacher jüngst auf alle Banner und Plakate drucken lassen: "Wir finden statt!" Das Musikfest Erzgebirge wird den gewohnten zweijährigen Rhythmus trotz organisatorischer Herausforderungen aufrechterhalten. Vom 4. bis zum 13. September 2020 finden daher fast alle geplanten Konzerte statt, wenn denn auch teilweise an neuen, den Corona-Vorgaben entsprechenden Spielorten. So wurden etwa die Stadthalle Oelsnitz oder die Nicolaikirche Grünhain ins Musikfestprogramm aufgenommen, das dieses Jahr unter dem Motto »VOM BERGE HER« steht. Namenhafte Gäste des Musikfestes sind dieses Jahr – in der Reihe »Berühmte Knabenchöre« – der Tölzer Knabenchor (11. September) oder das Vokalensemble Sonat Vox (5. September). Das festliche Abschlusskonzert am 13. September wird die renommierte Cappella Amsterdam bestreiten.  

 

Für das traditionelle "Nachtklang"-Konzert des Musikfestes, das in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur stattfindet, haben sich dieses Jahr mehr Ensembles als je zuvor beworben. Die Veranstaltung, bei der das Publikum nach mehreren kleinen Ensemble-Kostproben seinen Liebling kürt, findet dieses Jahr in der Ritter-Georg-Halle Schwarzenberg statt.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Abstandsregeln und Hygienebestimmungen sind die Eintrittskarten für das Musikfest Erzgebirge 2020 ab sofort ausschließlich per Mail erhältlich. (Link: ticket@musikfest-erzgebirge.de)

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news-5486 Fri, 07 Aug 2020 08:23:00 +0200 Erzgebirgischer Bahnhof wird zu europäischem Eisenbahnlabor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgischer-bahnhof-wird-zu-europaeischem-eisenbahnlabor Bauarbeiten bestimmen derzeit die Szenerie auf dem Gelände in der Nähe des Gewerbegebietes. Dabei wird auch die historische Bausubstanz für das digitale Zeitalter vorbereitet. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05. August 2020, Antje Flath

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news-5484 Fri, 07 Aug 2020 06:27:00 +0200 Erzgebierger genießen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/erzgebierger-geniessen Des Deutschen liebstes Getränk hat eine Heimat im Erzgebirge. Wir haben Braumeister besucht. Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s. Der jahrhundertealte Spruch gilt auch im Erzgebirge, wo dies nach dem Reinheitsgebot die einzigen Zutaten neben Hefe und Wasser sind, die den Braumeistern in den Kessel kommen. Bis zu den ersten Silberfunden im 13. Jahrhundert reicht die Tradition des Brauens im Erzgebirge zurück. Die Arbeit in den Bergwerken machte durstig, der Ausschank rentierte sich. Doch nicht nur das: So exportierten die Zschopauer ihr Bier im 16. Jahrhundert nach Oberbayern, woraufhin man in München das erste eigene Hofbräuhaus errichtete – um nicht das Geld außer Landes zu schaffen. Es wuchs im sächsisch-böhmischen Erzgebirge ein Brauhandwerk, aus dem junge und erfahrene Braumeister bis heute schöpfen und neu interpretieren. Echte Durstlöscher und gute Biere finden sich entlang des Gebirgskamms zuhauf, einige haben wir uns genauer angesehen.

Der Biersommelier Max mit Blick in die Welt

Das Brauen von Manufakturbieren, Craft Beers, hat Biersommelier Max, alias Uwe Gottwald, erst 2018 für sich entdeckt. Aber 2016 gründete er bereits in Pockau-Lengefeld seine Bierfabrik Erzgebirge als Laden, wollte zeigen, wie groß die Geschmacksvielfalt weltweit ist. Denn Bier ist nicht gleich Bier und unterscheidet sich in Farbe, im Herstellungsverfahren und im Geschmack. Wer seine Tastings besucht, spürt: Der Mann ist vom Fach. Seit 2013 ist er Biersommelier, war damals der zweite Sachsens. Der Begriff des Sommeliers ist Jahrhunderte alt, ursächlich war jener ein Vorkoster am Hof und prüfte Speisen und Getränke auf Qualität. Das tut Uwe Gottwald heute auch – immer dann, wenn in seinem Laden eine neue Sorte aus anderen Ländern einziehen soll oder er eines seiner eigens kredenzten Sorten abschmeckt. Während seiner Seminare erfährt man, wie der Brauprozess mit den Rohstoffen funktioniert und welche Craft-Beer-Komposition zu welchen Speisen schmeckt.

Der Brauer mit Gastlichkeit im Blut

75 Jahre lebten die Zwönitzer abstinent – ohne eigene Brauerei. Seit 1997 sind die Braukessel im Brauerei-Gasthof Zwönitz – dem ersten im Erzgebirge – wieder in Betrieb.

Seit 2015 schaut Braumeister Dominik Naumann, der bereits ein paar Jahre vorher das Unternehmen von seinem Vater übernahm, kritisch ins Glas. Seine Intention von Beginn an: die lange, bodenständige Brautradition seiner Heimat mit der weltoffenen Experimentierfreude eines Craft-Brauers zu vereinen. 5.000 Hektoliter Bier mit Namen wie „Zwönitzer Feieromd“, „Zwönitzer India Pale Ale“ oder „Zwönitzer Rauchbier“ werden aus dem Kupfersudkessel abgefüllt. So entstehen Braukreationen, die sich vom Massenmarkt abheben. An zwei, drei Tagen pro Woche werden die Sudkessel der Brauschauanlage angeheizt und man kann dem Meister über die Schulter schauen.

Der Braumeister mit Familienhistorie

Orgelpfeifenbräu und Dampflokbier heißen zwei Sorten, die in den Braukesseln der Privatbrauerei Christian Fiedler Erzgebirgsbier zu ihrer Vollendung kommen. Die Verbundenheit zur Heimat wird in dem Familienunternehmen aus Oberscheibe bereits über die Biernamen gelebt. Bis ins Jahr 1813 reichen die Wurzeln zurück, seit 1855 verflochten mit dem Namen Fiedler. Nach einer wechselvollen Geschichte startete Christian Fiedler 1990 mit dem Kauf der Firma und einem klassischem Pilsner neu durch, investierte kontinuierlich in modernste Brauereitechnik. Heute führt Christian Fiedler gemeinsam mit Sohn Thomas in sechster Generation die Brauerei, in der 19 Mitarbeiter jährlich 18.000 Hektoliter Bier herstellen – das sind 3,6 Millionen Flaschen bzw. 180.000 Kästen Bier. 2009 gewann die Spezialitätenbrauerei beim „European Beer Star“ den Silver Award fürs Magisterbräu. Das Geheimnis hinter dem Erfolg? Christian Fiedler:

Bier braucht Heimat.

Text: Sabine Schulze-Schwarz

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Hinweis auf Herzland2020

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news-5485 Thu, 06 Aug 2020 08:47:00 +0200 Grünhainer Firma Gazima investiert in Neubau und Technik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gruenhainer-firma-gazima-investiert-in-neubau-und-technik Das Gewerbegebiet in Grünhain wächst weiter. So hat das Galvanikunternehmen Gazima eine neue Lager- und Logistikhalle errichtet. Doch die Firma tut noch mehr, um für die Zukunft und Krisen wie Corona gerüstet zu sein. [...]

Quelle: Freie Presse vom 04. August 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5482 Mon, 03 Aug 2020 08:01:38 +0200 Erforschung digitaler Bahntechnologie im Erzgebirge geplant https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erforschung-digitaler-bahntechnologie-im-erzgebirge-geplant Die Technische Universität Chemnitz und die Deutsche Bahn AG wollen zukünftig mit Fördermitteln des Bundes Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen testen. Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Strecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg soll dafür das "Digitale Testfeld Bahn" aufgebaut werden. Bundesminister Andreas Scheuer: Wir wollen die Menschen weiter und verstärkt von der Bahn überzeugen. Das geht nur mit mehr Digitalisierung - im Zug und auf der Strecke. Im Erzgebirge wollen wir diese Technologien erforschen und testen: von digitaler Leit- und Sicherungstechnik bis hin zu Maßnahmen für besseren Empfang.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: Ich freue mich über das Bekenntnis und die Unterstützung des Bundes für dieses einzigartige und ambitionierte Projekt. Hier in Annaberg-Buchholz geht es um praxisnahe Forschung rund um die Mobilität und das Bahnfahren der Zukunft. Das gemeinsame Engagement aller Beteiligten stärkt nicht nur den Innovationsstandort Deutschland, es bringt auch die WirtschaftsregionErzgebirge und ganz Sachsen weiter nach vorn. 

Kretschmer verwies darauf, dass sich die Landesregierung bereits seit langem für das Forschungsvorhaben stark macht. In dem Zusammenhang kündigte er an, dass der Freistaat die Stelle eines Koordinators finanzieren wird, der die Technische Universität Chemnitz bei der Planung, Steuerung und Realisierung der örtlichen Forschungsinfrastruktur unterstützt.

DB -Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: Die digitale Zukunft der Bahn hat im Erzgebirge bereits begonnen. Seit 2018 steuert das europaweit erste digitale Stellwerk in Annaberg-Buchholz zuverlässig den Betrieb. Jetzt bauen wir das Testfeld weiter aus und arbeiten ganz intensiv an der Nutzung des Mobilfunkstandards 5G für den Bahnbetrieb.

Rolf Schmidt, Oberbürgermeister Stadt Annaberg-Buchholz: Wir sind sehr froh darüber, dass der Bund und das Land Sachsen die gemeinsame Idee der Stadt Annaberg-Buchholz und der TU Chemnitz zur Forschung im ländlichem Raum unterstützt. Mit dem Campus Projekt soll sowohl unsere Stadt Annaberg-Buchholz als auch das Erzgebirge zu einem führenden Standort für die Erforschung von neuen Bahntechnologien entwickelt werden. Dieses Projekt wird ein wirksamer Impuls für die Umsetzung eines nachhaltigen Strukturwandels in unserer Region sein.

Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz: Wir freuen uns außerordentlich, mit Unterstützung des Bundes und des Freistaats sowie in enger Kooperation mit der Stadt Annaberg-Buchholz an einer einzigartigen Teststrecke im Erzgebirge Spitzenforschung für den hochautomatisierten und nachhaltigen Bahnverkehr der Zukunft betreiben zu können.

Zur Etablierung einer entsprechenden Forschungsplattform stellt der Bund nach erfolgter Prüfung der haushalts- und beihilferechtlichen Randbedingungen Mittel für Bau- und Anschaffungsmaßnahmen von bis zu 15 Millionen Euro bereit. Es handelt sich im Kern um drei Elemente: 

  • den Aufbau von 5G -Funkmasten, versorgenden Medien und weiteren Feldelementen entlang der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz - Schwarzenberg 
  • Modernisierung und Ausbau bestehender Gebäude entlang der Strecke mit Arbeits- und Betriebsräumen mit modernster Technik
  • die Anschaffung und Umbau von Triebfahrzeugen als Testzüge

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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news-5481 Thu, 30 Jul 2020 07:29:00 +0200 Pflege-Ausbildung geschafft und Abschiebung abgewendet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/pflege-ausbildung-geschafft-und-abschiebung-abgewendet Vor vier Jahren sind Ali Jafari und Mohammad Yousefi nach Deutschland gekommen - allein und noch minderjährig. Seither ist viel passiert. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. Juli 2020, Antje Flath

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news-5479 Wed, 29 Jul 2020 07:29:00 +0200 Azubis sollen von der Stadt aufs Land https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/azubis-sollen-von-der-stadt-aufs-land Sachsens Kultusministerium will Berufe an Kompetenzzentren bündeln. Die Großstädte verlieren dadurch etwa 2.000 Ausbildungsplätze. [...]

Quelle: Sächsische.de vom 25. Juli 2020, Andrea Schawe

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news-5385 Tue, 28 Jul 2020 07:56:00 +0200 Gesichtsschilde, Schutzwände, Türöffner und mehr aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesichtsschilde-schutzwaende-tueroeffner-und-mehr-aus-dem-erzgebirge Das gesellschaftliche Leben kehrt schrittweise in den Alltag zurück. Um dennoch einen Schutz vor Infektionen zu gewährleisten, entwickeln erzgebirgische Unternehmen zweckmäßige Dinge. Sie sollen überall dort zum Einsatz kommen, wo Menschen vermehrt in unmittelbarem Kontakt stehen.  

Spuckschutzwände aus Acrylglas

Das Unternehmen Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH aus Schönheide hat eine Schutzwand aus glasklarem Acryglas entwickelt, die nicht nur in Bibliotheken Menschen vor Ansteckung schützt. Die Übertragung einer mitunter lebensgefährlichen Infektion erfolgt durch kleine Tröpfchen oder Aerosole, die sich in der Luft befinden. Diese Erreger werden beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft freigesetzt. Die Lenk-Schutzwand hilft dabei an allen öffentlichen Bereichen, wo Menschen in unmittelbarem Kontakt stehen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie eignet sich somit an jeglichen Verkaufs-, Service- und Beratungsstellen, um Personal und Kunden wirksam zu schützen. Durch spezielle Klemmhalterungen kann die Durchreichhöhe individuell angepasst werden. Die Firma BiblioLenk vertreibt außerdem Schutzwände zum Stecken, Glastastaturen sowie Gesichtsschilde.

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Virenfrei im Protect.cube

Die SEIWO Technik GmbH aus Drebach OT Scharfenstein, ein erfahrener Museumsausstatter,  hat mit ihrem neuen Produkt, der Protect.Cube, die maßgeschneiderte, virenfreie und saubere Antwort für alle kundenintensiven Bereiche in Unternehmen, Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Es handelt sich um ein flexibles, modulares Raum-in-Raum-System mit passiven Desinfektionsmerkmalen (Oberflächendesinfektion mittels UV-Licht sowie desinfizierender Luftreinhaltung) und antibakteriellen Oberflächen. Das System kann kontakt- und berührungslos geöffnet und bedient werden. Zudem bietet es neben dem Gesundheitsschutz für Kunden und Mitarbeiter (oder Bewohner in Seniorenheimen) durch die permanente Luftreinhaltung und nach Nutzung anschließender Desinfektion mittels UVC Licht erhebliche Einsparung beim Einsatz von chemischer Desinfektion und Personalkosten (für Reinigung).

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Hygienischer Türöffner Woody Clean 

Wie kann man Türen hygienisch öffnen? Die Neukirchener Firma Modellbau Clauß stellt den Woody Clean her, einen Öffner, der das Drücken der Türklinken mit dem Ellenbogen oder dem Unterarm erlaubt. Dadurch wird die Verbreitung von Viren, Bakterien und anderen Mikroorganismen reduziert. Der hygienische Türöffner wurde von der Firma MATERIALISE entwickelt und die 3D-Daten kostenlos dem erzgebirgischen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Konstruktion wurde durch erfahrene Mitarbeiter von Modellbau Clauß weiterentwickelt. Dadurch kann dieser genial einfache, aber wirkungsvolle Türöffner zum Selbstkostenpreis angeboten werden. Der Türöffner besteht aus zwei Teilen und wird beidseitig verschraubt. Damit ist ein fester und stabiler Sitz des Griffes garantiert. Das Unternehmen bewährt sich sonst als Partner für Gießereimodelle aller Größen und Schwierigkeitsgrade im Formen- und Prototypenbau.

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Einen ähnlichen Kniff für den Griff haben der Schönheider Zimmerer Mike Höpke sowie Andreas Rösch aus Dippoldiswalde entwickelt. 

Sichere Handhygiene mit Desinfektionssäulen 

Die Desinfektion beim Besuch von Geschäften, Dienstleistern, Kulturstätten und anderen Einrichtungen hat auf längere Zeit einen festen Platz eingenommen. Das Tischchen am Eingang mit der Desinfektionsflasche kann nur eine Übergangslösung sein. Eine unübersehbare und hygienische Lösung für Kunden, Gäste und Mitarbeiter sind die Desinfektionssäulen der Marke acero. Hersteller ist die Friedrich GmbH aus dem Erzgebirge / Lauter-Bernsbach – seit über 140 Jahren der Spezialist für ausgefeilte Edelstahllösungen. Die Säulen sind platzsparend, funktional und haben durch die Verwendung von gebürstetem Edelstahl ein edles Design. Dazu kommen die hygienischen und robusten Eigenschaften des Materials, weshalb es auch in Großküchen und im Gesundheitsbereich häufig Verwendung findet. Hochwertiger, korrosionsbeständiger Edelstahl ist lebensmittelecht und hygienisch, resistent gegenüber Gebrauchsspuren bei einer stetigen Verwendung in öffentlichen Bereichen.

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Mobile Waschbeckenanlage für hygienisches Händewaschen 

Eine der wichtigsten Hygieneempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Umgang mit der Corona-Pandemie ist Händewaschen. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Entsprechend raten die Experten zu regelmäßigem, umfassendem Händewaschen mit Seife für einer Dauer von mindestens 20 Sekunden.

Damit dies auch auf dem Schulhof, im Schulgarten, bei Freiluftveranstaltungen usw. ermöglicht werden kann hat die FAT - flexible automation technology GmbH aus Mildenau eine mobile Waschbeckenanlage entwickelt. Diese ist komplett aus Aluminium und Edelstahl gefertigt, wetterfest und zeichnet sich durch eine hohe Standfestigkeit aus. Sie besteht aus zwei Waschplätzen, die  beliebig erweiterbar. Der Clou ist, dass die Bedienung mittels Knie erfolgt und kein Hahn erforderlich ist. Die Montage ist in wenigen Schritten gemacht: Auspacken, Aufstellen, Gartenschlauch oder Festausschuss anschließen und fertig.

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Mund-Nasen-Bedeckungen und Gesichtsmasken

Hiesige Unternehmen stellten sich rasch auf die steigende Nachfrage nach Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Gesichtsmasken ein. Entsprechend wurden Produktionssortimente der aktuellen Marktlage angepasst. Darüberhinaus wird mit erzgebirgischer Beteiligung sogar an Sachsens erster FFP2-Maske gearbeitet

Textile Profis der Region sorgen für Schutz

Norafin und XENON entwickeln die sächsische FFP2 Atemschutzmaske

Gesichtsschilder aus der Spritzgussmaschine

3-D-Druck kann sehr viel, stößt in der aktuellen Pandemiesituation jedoch auch schnell an Kapazitätsgrenzen. Die Gebrüder Ficker GmbH aus Marienberg nutzt eine tschechische  3D-Druck-Entwicklung zur Herstellung von Gesichtsschildern und modifiziert diese durch eigenes Know How für das massentaugliche Spritzgussverfahren. Die Gesichtsschilde (Face Shields) der tschechischen Firma Prusa Research gewinnen immer mehr Bekanntheit. Das ist vor allem deshalb so, weil der Hersteller von 3D-Druckern das Design auf Open-Source-Basis entwickelt hat. Das heißt, jeder Besitzer eines 3D-Druckers weltweit darf und soll sogar bei der Produktion der Gesichtsschilde unterstützen. Der Marienberger Formen- und Werkzeugbau Gebrüder Ficker GmbH geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen entschloss sich, zwei Formen für Kopfband und Kinnverstärkung zu fertigen, um die Kunststoffteile im Spritzgussverfahren deutlich schneller herstellen zu können.

Die Produktion des Gesichtsschildes im Spritzguss hat viele Vorteile. Es ist deutlich schneller und damit kostengünstiger. Das fertige Produkt hat keine sichtbaren Rillen und Vertiefungen, welche einen guten Nährboden für Keime, Bakterien, Viren etc. bieten könnten. Als Material kommt ein Kunststoff zum Einsatz, der in der Regel temperaturstabil bis 120°C ist und desinfiziert werden kann. Das Material wird auch sonst in der Medizintechnik verwendet. Dennoch verweist das Unternehmen darauf, dass es sich bei dem Gesichtsschild um kein medizinisches Produkt handelt, sondern um eine behelfsmäßige persönliche Ausrüstung, die das Risiko einer Tröpfchenübertragung reduzieren kann.

Geliefert wird das Face Shield als Bausatz, Kontakt gibt es über:

corona@formenbau-gf.de

Hygieneschutz für Schreibtische, Empfangslösungen und Meetingräume

Überall sind sie quasi über Nacht als schnelle Behelfslösungen entstanden – die Acrylglaswände auf Theken und Schreibtischen. Doch auf Dauer stellt sich die Frage, ob sie den Gebrauchs- und Ästhetikansprüchen von Kunden und Mitarbeitern genügen werden. Langfristig müssen Hygieneschutzwände durch Gestaltung und Funktionalität überzeugen und dürfen nicht zum Hindernis in Produktivität und Kundenberatung werden. Die Augustusburger Firma ROSSKOPF + PARTNER hat sich mit der Designerin Andrea Luft dieser Herausforderung gestellt. Ergebnis ist die Kollektion PROTECTED mit den Hygieneschutzwänden FRAME und PROFIL aus hochwertigen Materialien wie Mineralwerkstoff und Acrylglas. Die Designkollektion bietet eine breite Palette an sicheren Lösungen für Schreibtische, Beratungstische und Meetingräume, Empfangs- und Verkaufstheken sowie räumliche Trennungen aller Art. Mineralwerkstoff als Trägermaterial erfüllt durch die glatte, porenlose Oberfläche hohe Hygieneanforderungen,  wie z. B. im OP-Bereich und in Reinräumen und dient so der Infektionsprävention. Das verwendete Acrylglas ist hoch widerstandsfähig gegen Chemikalien und weist eine hohe UV-Beständigkeit auf. Es garantiert damit ausgezeichnete Langlebigkeit für hochfrequentierte Bereiche wie Hotels, öffentliche Einrichtungen, Museen und das Gesundheitswesen sowie Büroräume und Open Offices. 

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news-5470 Mon, 27 Jul 2020 05:29:00 +0200 Vom Lehrling zum Chef: Dave Weber leitet Gaststätte "Am Wildbach" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vom-lehrling-zum-chef-dave-weber-leitet-gaststaette-am-wildbach Nach 15 Jahren schließt sich für Dave Weber der Kreis. 2005 hat er in der Gaststätte "Am Wildbach" seine Lehre begonnen. Jetzt leitet er die Lokalität, während sein ehemaliger Chef sprichwörtlich neu durchstarten möchte. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. Juli 2020, Thomas Wittig

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news-5478 Mon, 27 Jul 2020 05:29:00 +0200 Rückkehrerin will Innenstadt mit frischen Ideen beleben https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/rueckkehrerin-will-innenstadt-mit-frischen-ideen-beleben Ulrike Matthes ist schon viel herumgekommen. Nun zieht es sie zurück in ihre Heimat. In Lengefeld erwartet die 53-Jährige eine besondere Aufgabe. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. Juli 2020, Patrick Herrl

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news-5474 Fri, 24 Jul 2020 05:58:00 +0200 Netzwerkerin will Akteure neu verknüpfen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/netzwerkerin-will-akteure-neu-verknuepfen Ihren Namen sollten sich die Schwarzenberger merken: Sarah Müller. Ihr Job heißt: Stadtnetzwerkerin. Und als solche soll sie dem Leben in der Stadt neue Impulse verleihen. Und für diesen neuen Job packte sie ihre Koffer und zog ins Erzgebirge. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Juli 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5472 Thu, 23 Jul 2020 05:53:00 +0200 Schaufensterausstellung WIR SIND HIER. https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schaufensterausstellung-wir-sind-hier Beim Bummel durch die Annaberger Altstadt gibt es immer wieder interessante Details zu entdecken. Aktuell sind in den Schaufenstern von 26 innerstädtischen Geschäften ganz besondere Ausstellungsstücke zu finden. Der Werbering Annaberg e.V. veranstaltet erneut eine Schaufensterausstellung. In diesem Jahr wurde dabei der Fokus ganz explizit auf Künstler und Handwerker der Region gelegt. Ganz bewusst
wurde auch das Thema „WIR SIND HIER. gewählt. Einerseits möchten wir auf die Vielfalt des künstlerischen und handwerklichen Schaffens und die damit verbundene Kreativität hier bei uns hinweisen. Andererseits stellt die diesjährige coronabedingte Situation viele Menschen vor neue Herausforderungen. Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen finden nicht wie gewohnt statt, für Künstler entfallen wichtige überregionale Präsentationsmöglichkeiten. Und Viele entscheiden sich in diesem Jahr bewusst für das „Hierbleiben“. All jenen bietet die Schaufensterausstellung mit ihren sehenswerten Exponaten von 28 verschiedensten Ausstellern eine willkommene Abwechslung.


Dabei sind vielfältige Techniken und Genres vertreten, wie beispielsweise Holzbildhauerei, Malerei, Keramikarbeiten, Zinnfiguren, Textiles Kunsthandwerk, Schmelzungen, Porzellanmalerei und  Schmuckherstellung. Erstmals dabei ist in diesem Jahr die Künstlergruppe exponaRt, neun ihrer Mitglieder präsentieren äußerst interessante Werke aus dem Bereich der Holzkunst.
Gehen sie auf Entdeckungstour durch die Annaberger Innenstadt und betrachten sie die ausgestellten Kunstwerke. Manche sind auch käuflich zu erwerben. Vielleicht entdecken Sie dabei ihr ganz persönliches Lieblingsstück oder finden eine ausgefallene Geschenkidee. Fragen sie in den Geschäften nach, hier erhalten sie auch nähere Informationen zum Künstler. Ein bei den Teilnehmern erhältlicher Flyer gibt einen
Überblick über die mitwirkenden Künstler und die Standorte ihrer Exponate. 

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news-5475 Wed, 22 Jul 2020 05:11:00 +0200 Neue Buslinie überrascht mit einem Extraangebot https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-buslinie-ueberrascht-mit-einem-extraangebot Innerhalb von 50 Minuten von Marienberg nach Böhmen: Am Samstag ist die Route feierlich eingeweiht worden. Nicht nur Fahrgäste werden befördert, sondern auch Fahrräder. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. Juli 2020, Christoph Heyden

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news-5471 Tue, 21 Jul 2020 05:41:00 +0200 »Stadtschreiber und berittener Bote« stehen für digitale Innovationen in Augustusburg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stadtschreiber-und-berittener-bote-stehen-fuer-digitale-innovationen-in-augustusburg »Von Stadtschreibern und berittenen Boten als Vorreitern der Digitalisierung im ländlichen Raum« - für diesen innovativen Beitrag im simul+Wettbewerb »Ideen für den ländlichen Raum« wurde die Stadt Augustusburg im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Inzwischen entstand im "Alten Lehngericht" ein Coworking-Space mit Arbeitsplätzen. Verwendet wurde dazu auch das Preisgeld in Höhe von 450 000 Euro. In Augustusburg und seinen dörflichen Ortsteilen sind der Stadtschreiber und ein berittener Bote die »Gesichter« der Digitalisierung und stoßen mit den Bürgern sinnvolle Projekte an, die mit digitalen Lösungen verbunden sind. Das »Alte Lehngericht« ist Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert. In ihm hat inzwischen auch die Stadtschreiberin Platz genommen. Sie ist Ansprechpartnerin für die digitalen Anliegen der Augustusburger, treibt innovative Lösungen voran und passt diese an die Anforderungen der Stadt und ihrer Bürger an. Unterstützt wird sie durch den berittenen Boten bei der Verbreitung und Realisierung digitaler Projekte in der analogen Welt. So gibt es seit März 2020 bereits eine eigene Stadt-App und zweimal im Monat die digitale Selbsthilfegruppe.

Das Projekt ist ein Beispiel für einen Ansatz im ländlichen Raum, das zeigt, wie Menschen übergreifend einbezogen werden können. Es verbindet kreativ Tradition, moderne Technik, Kultur und die Mitwirkung der Erzgebirger.

Der Wettbewerb »Ideen für den ländlichen Raum« ist Teil der Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung, mit der Impulse für innovative Projekte in den Regionen unterstützt werden. In zwei Wettbewerben wurden bisher 34 kommunale Projektideen sowie 94 Beiträge von Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen ausgezeichnet. Mit den Preisgeldern von 5 000 bis 450 000 Euro können die Ideen umgesetzt werden. Finanziert wird der Wettbewerb aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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news-5468 Mon, 20 Jul 2020 05:20:00 +0200 Überraschung: Universität liegt zum Teil im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ueberraschung-universitaet-liegt-zum-teil-im-erzgebirge Mit seiner Frage nach der Grenze zum Gebirgszug im Süden von Chemnitz hatte ein "Freie Presse"-Leser großes Interesse geweckt. Und es gab sogar neue Erkenntnisse. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Juli 2020, Michael Brandenburg

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news-5467 Fri, 17 Jul 2020 05:16:00 +0200 Sportpark bietet jetzt Bike-Spielplatz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sportpark-bietet-jetzt-bike-spielplatz Der Rabenberg bei Breitenbrunn ist unter Radsportlern längst mehr als ein Geheimtipp. Nun wartet auch auf die jüngsten Biker eine echte Herausforderung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 15. Juli 2020, Ralf Wendland

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news-5466 Thu, 16 Jul 2020 05:53:00 +0200 Weltneuheit: Maximaler Schutz gegen Fahrzeuganschläge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltneuheit-maximaler-schutz-gegen-fahrzeuganschlaege Die ZABAG Security Engineering GmbH, eines der weltweit führenden Unternehmen für Zugangs- und Sicherheitsanlagen im Außenbereich, hat einen innovativen Hochsicherheits-Flachfundamentpoller entwickelt. Nur 30 cm in den Boden eingebaut, widersteht dieser Poller sogar dem Aufprall eines 12-Tonnen-LKW mit einer Geschwindigkeit von über 80 km/h. Damit ist der neue Poller eine hoch effektive Terrorabwehrsperre. Durch den speziellen Poller wird es für Organisationen mit kritischer Infrastruktur oder besonderem Sicherheitsbedürfnis – ob Kommunen, Flughäfen oder polizeiliche Einrichtungen – möglich, wirkungsvolle Barrieren einzusetzen, die im Alltag jedoch kein Hindernis für Fußgänger oder Radfahrer darstellen und auch Fluchtmöglichkeiten bieten. Besonders vorteilhaft: Weil der innovative Poller mit einem sehr flachen Fundament auskommt, bleiben die Eingriffe in die straßenbaulichen Gegebenheiten gering.

 

Straßenpoller sind ein wirksames Hilfsmittel, wenn es darum geht, einen terroristischen Anschlag mit einem Fahrzeug zu vereiteln. Doch herkömmliche Poller müssen sehr tief im Untergrund verankert werden – ansonsten erreichen sie einen unzureichenden Anprallschutz von nur einigen Hundert Kilojoule Anprallenergie. 

Crashtest bestanden

Der kürzlich durchgeführte Fahrzeuganpralltest für Durchfahrtssperren im Crash Test Center in Münster hat bewiesen: Die neuen Poller konnten von dem LKW weder überwunden noch aus dem Boden herausgerissen werden. Stattdessen stoppten sie das Testfahrzeug zuverlässig und ihre Sperrwirkung blieb bestehen. So hat der Poller den Crashtest bestanden und ist nach dem internationalen Standard zertifiziert. 

International patentgeschützt

ZABAG erreicht den hohen Aufprallschutz des neuen Pollers durch eine innovative Innenkonstruktion – die Mechanik sorgt für eine optimale Lastenverteilung der eingetragenen kinetischen Energie und leitet sie ab. ZABAG hat seine Entwicklung weltweit zum Patent angemeldet. Dank Feuer- bzw. Lichtbogenspritz-Verzinkung und anschließender Pulverbeschichtung sind alle Stahlteile korrosionsgeschützt. Die Schutzschicht ist lichtecht, abriebfest und beständig gegenüber Chemikalien.

 
Über die ZABAG Security Engineering GmbH

1990 gegründet, ist die ZABAG Security Engineering GmbH heute ein inhabergeführter Globalplayer für Hochsicherheitslösungen und Spezialanfertigungen. Das Unternehmen beschäftigt an seinem Sitz in Grünhainichen im Erzgebirge über 100 Mitarbeiter. Kunden in über 28 Ländern schätzen die ganzheitlich ausgereiften Projektlösungen, unter anderem für Flughäfen, Botschaften, Logistikzentren, Sicherheitsbehörden, Industrieunternehmen und Kernkraftwerke.

Überall, wo Beratung, Engineering und Spezial-Know-how in der Herstellung und Montage von Anlagen für den Geländeschutz und die Sicherung hochsensibler Objekte gefordert sind, ist ZABAG als Generalunternehmer gefragt. Die Kunden profitieren von individuell auf ihre spezifischen Bedürfnisse angepassten Lösungen inklusive intelligenter Elektroniksteuerungen, Überwachungs- und IT-Modulen. Produkte wie Schiebetore, Faltflügel- oder Drehflügeltore, Drehkreuze, Schranken und Poller komplettieren das qualitativ hochwertige Produktportfolio im Perimeter-Schutz „Made in Germany“ aus dem Erzgebirge.

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news-5464 Wed, 15 Jul 2020 05:38:00 +0200 Junge Ärzte schnuppern Landluft https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-aerzte-schnuppern-landluft Mediziner für die hiesige Region werden dringend gesucht. Die Landesärztekammer macht mit speziellen Touren unter anderem bei Studenten Werbung. [...]

Quelle: Freie Presse vom 14. Juli 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5461 Tue, 14 Jul 2020 07:33:00 +0200 Das Ganze im Blick https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/das-ganze-im-blick Was haben Gartengeräte mit Lamborghini und GetzenRodeo zu tun? Das Ganze ist mehr als die Summe seiner einzelnen Teile, heißt es. Selten wird die konkrete Bedeutung dieses Satzes so deutlich wie beim Gartengerätehersteller MOGATEC in Grießbach.

Grießbach ist ein kleiner, unscheinbarer Ortsteil der Gemeinde Drebach, unweit der Burg Scharfenstein. Einmal im Jahr verwandelt sich der Ort mit seinen nicht einmal 700 Einwohnern in einen Hexenkessel. Unzählige Motocross-Fans pilgern dann im Herbst zum GetzenRodeo einer der wichtigsten und spektakulärsten Veranstaltungen der Extreme-Enduro-Szene. Etwa 10.000 waren es allein in 2019. Mitten im Geschehen liegt das Firmengelände der MOGATEC Moderne Gartentechnik GmbH. 2018 öffnete der Hersteller von elektrischen Garten- und Forstgeräten sein Firmengelände für das Fahrerlager, die Händlermeile und ein Festzelt.

Neben der Begeisterung für den Enduro-Sport ist es noch etwas anderes, was Alexander Gränitz und Tobias Wetzel begeistert und schließlich dazu bewogen hat, das Werksgelände für die Veranstaltung zu öffnen. Sie sind die Geschäftsführer von MOGATEC, beide in den 40ern. Tobias Wetzel ist der Mann fürs Technische, Alexander Gränitz ist zuständig für den kaufmännischen Part.

Es ist unglaublich, wie sich da aus dem Nichts dieses riesige Event entwickelt hat.

„Hinter dem GetzenRodeo steht ein hoch engagierter Verein. Es ist unglaublich, wie sich da aus dem Nichts dieses riesige Event entwickelt hat. Das war nur möglich, weil sich alle eingebracht haben: Grundstückseigentümer, Anwohner oder die Gemeinde. Da wollten wir als Unternehmen auch einen Beitrag leisten“, erläutert Gränitz.

Das Miteinander im Mittelpunkt

Es ist dieses gemeinsame Miteinander, das die beiden Männer sichtlich fasziniert. Für sie ist es ein wesentliches Element, das die Kultur im eigenen Unternehmen maßgeblich prägt. Sie selber sehen sich als Personen im Hintergrund, die organisieren und sich darum kümmern, dass alles läuft. Bei MOGATEC heißt das, Gartengeräte herstellen. Das Unternehmen fertigt schwerpunktmäßig elektrische Heckenscheren und Kettensägen. Überwiegend für große Marken, aber auch eigene Marken wie „Tonio Lamborghini“. Eine Stärke liegt in der Entwicklung. Hier arbeitet MOGATEC eng mit den Auftraggebern zusammen, entwickelt eigene Antriebs- oder Schneidsysteme. Dadurch konnten sich die Drebacher einen Namen in der Branche machen und auf dem Markt behaupten, als Anfang der 2000er Jahre viele Hersteller die Fertigung nach Fernost verlagerten. Zu dieser Zeit kamen die beiden heutigen Geschäftsführer ins Unternehmen.

Wir wollten anderen Mut machen, mehr Verantwortung zu übernehmen

Diese Marktposition zu behalten, war für beide ein wesentlicher Ansporn, als sie sich 2012 bzw. 2015 dafür entschieden, in die Geschäftsleitung einzusteigen. Es waren keineswegs Aufstiegsambitionen, die sie zu diesem Schritt bewegt hatten. „Wir sind gewissermaßen in diese Aufgabe hineingewachsen, haben im Laufe der Zeit immer mehr Verantwortung übernommen. Schnell waren wir uns im Klaren, dass es darum ging, kommenden Generationen eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Gerade hier im Erzgebirge haben viele Kleinst- und Familienunternehmen Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche“, erklärt Wetzel die damalige Entscheidung.

„Uns war und ist es wichtig, die Wertschöpfung und Produktion hier in der Region zu halten und unseren Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten.“ In ihrer Rolle als Geschäftsführer konnten sie auf ihre Kenntnisse von Abläufen und Prozessen im Unternehmen zurückgreifen, wussten aber gleichzeitig, wo es was zu optimieren gab. Seitdem arbeiteten sie daran, das Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Mit Erfolg: 1992 begann das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern in Ehrenfriedersdorf. Heute, mehr als 25 Jahre später, sind es ca. 250.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten

Rein äußerlich zeigt sich die ständige Weiterentwicklung in einem neugestalteten Eingangsbereich in modernem Design oder einem Photovoltaik-Carport auf dem Firmenparkplatz. Eine von vielen Maßnahmen, die das Unternehmen zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ergriffen hat. Zur Nachhaltigkeit zählt für die beiden Geschäftsführer aber auch der Anspruch, möglichst hochwertige, langlebige Geräte herzustellen. „Wir haben Kunden, die kommen mit einer 20 Jahre alten Heckenschere in unseren Service-Bereich in Ehrenfriedersdorf, weil etwas nicht mehr funktioniert. Für solche Geräte haben wir noch passende Ersatzteile auf Lager“, schildert Wetzel.

Heute heißt es Nachhaltigkeit, früher hieß es einfach ‚Das Gerät hast du ein Leben lang‘,

fasst sein Kollege den Gedanken zusammen.

Ständig offen für Neues

Eine sehr ursprüngliche Vorstellung des Nachhaltigkeitsgedankens, aber keineswegs rückständig. Ganz im Gegenteil: Tobias Wetzel und Alexander Gränitz sind viel in der Welt unterwegs. Halten die Augen immer auf und sind offen für neue Ideen. „Unsere Kunden sind Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind. Die Person, die dir gegenübersitzt, ist weltoffen, weltgewandt. Da kannst du nicht als Hinterwäldler ums Eck kommen. Das funktioniert einfach nicht“, lacht Gränitz. Wann immer es geht, ermöglichen sie daher auch ihren Mitarbeitern Besuche bei Kunden oder Messen und so internationale Erfahrungen zu sammeln. Das ist ihnen wichtig. Auf diese Weise kommen immer wieder neue Ideen zustande, werden ausprobiert und bei Erfolg übernommen.

Wie zum Beispiel der betriebseigene Fitnessraum. Die Idee haben die Geschäftsführer vor einigen Jahren bei einem Unternehmen in Portland, Oregon, aufgegriffen. Bei den eigenen Mitarbeitern in Grießbach kam das gut an und bei dem Fitnessraum ist es längst nicht geblieben. Dreimal in der Woche gibt es zehn Minuten Gymnastik während der Arbeitszeit, um einseitigen körperlichen Belastungen entgegenzuwirken. Für die Pausen oder nach Feierabend gibt es einen Dart- und Billardraum. Genauso selbstverständlich sind frisches Obst, Getränke, ein gesundes Frühstück und im Sommer regelmäßiges Barbecue in der Mittagspause oder an besonders heißen Tagen auch schon mal eine Runde Eis für alle. Und das ist längst noch nicht alles – den Mitarbeitern soll es gutgehen. Ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung und Bestandteil des ganzheitlichen Ansatzes zur Unternehmensführung.

Diese umfassende und nicht auf kurzfristige Erfolge fixierte Unternehmenskultur verbindet sich bei MOGATEC in Grießbach mit Nachhaltigkeit, Flexibilität und Weltoffenheit zu einem Ganzen. So bietet „made in Germany“ im Erzgebirge auch in Zeiten der Globalisierung noch Perspektiven für alle Beteiligten.

Text: Philipp Senge
Fotos: Georg Ulrich Dostmann

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5462 Tue, 14 Jul 2020 05:32:00 +0200 Warum Spaß am Spiel in die Strumpffabrik einzieht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-spass-am-spiel-in-die-strumpffabrik-einzieht Fuchs, Pferd, Kücken, Kuh – sie schauen keck aus den Strickmaschinen der Sieber Sport Strumpffabrik GmbH hervor. Dort, wo in Hopfgarten sonst monatlich etwa 40.000 Socken für Profi – und Breitensportler aus den Maschinen purzeln, werden nun kunterbunte Handsocken produziert. Die Idee dazu kam dem Geschäftsführer Denny Sieber während der Corona-Krise, als die Auftragsbücher immer leerer wurden. „Wir schauen wie viele andere mit einem Fragezeichen in die Zukunft“, so Denny Sieber, der als eigentlicher Lohnfertiger schon im vergangenen Jahr einen Trumpf aus dem Ärmel zog: seine erste eigene Qualitätsmarke. „Miriquidi Socks – Qualität aus dem Erzgebirge“ heißt sein Label, unter dem sich coole Designs mit heimischen  Materialien und sinnvollen Funktionen vereinen. Schneller als geplant baute der 33jährige Firmenchef in vierter Generation in Eigenregie Webshop und Direktvertrieb auf. Und nun ziehen 20 Tiere in den Online-Laden ein, bald sollen neue Motive hinzukommen. Die sollen nicht nur Kinder und Eltern zuhause spielend begeistern. „Ich spreche auch beispielsweise direkt Kindergärten sowie Arzt- und Therapiepraxen mit einem Komplettset der Handsocken an“, so Sieber.

Das Unternehmen blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück. 1855 gegründet, durchlebte praktisch jede Generation Krisenzeiten über zwei Weltkriege, Zwangsenteignung und Neustart nach der Wende. Unterkriegen ließ man sich nie. So eben auch Denny Sieber nicht, der gemeinsam mit seinen neun Mitarbeitern vielleicht nicht spielend aber mit viel erzgebirgischem Erfindergeist die Auftragsbücher wieder füllt.

Tipp für Vor-Ort-Käufer: Werksverkauf, montags bis freitags 7:00 bis 18:00 Uhr.

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Newsmeldung
news-5460 Mon, 13 Jul 2020 05:28:00 +0200 Museumsausrüster aus dem Erzgebirge stattet auch die Sächsische Landesausstellung aus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/museumsausruester-aus-dem-erzgebirge-stattet-auch-die-saechsische-landesausstellung-aus Am Samstag öffnet die vierte Sächsische Landesausstellung unter dem Titel „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ für das Publikum. Die Seiwo Technik GmbH aus Scharfenstein ist dann mit dabei.   Hands-on-Mitmachstationen für die Zentralausstellung in Zwickau

Für das temporär im Audi-Bau Zwickau beheimatete „Museum für Industriekultur in Sachsen“ hat das 62 Mitarbeiter zählende Unternehmen aus dem Erzgebirge Hands-on-Mitmachstationen entwickelt. „An diesen Stationen können die Besucher die technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Sachsen nachvollziehen. Die Stationen laden darüber hinaus zum Mitmachen beim Entdecken von sich über die Jahrhunderte veränderten Technologien ein“, sagt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer der Seiwo Technik GmbH. Das Unternehmen hat für die Zentralausstellung, die sich auf mehr als 2500 Quadratmetern erstreckt, außerdem Verkleidungen und Rampen zwischen den Ausstellungsteilen im Innen- und Außenbereich erstellt.

Besondere Herausforderungen in Freiberg

Interaktive Mitmachstationen installierten die Mitarbeiter des Unternehmens auch im Silberbergwerk Freiberg, dem so genannten Schauplatz „SilberBoom“. Und zwar 150 Meter unter Tage. „Die Einrichtung der Multimediastationen war eine besondere Herausforderung, da wir Medientechnik auswählen und installieren mussten, die auch hohe Feuchtigkeit und kältere Umgebungstemperatur aushalten muss. Zudem war nicht ganz einfach, die Ausstellungsobjekte unter Tage zu bringen“, erläutert Dr. Jan Wabst. Das Ergebnis kann sich aber sehen und hören lasen: Eine multimediale Station simuliert zum Beispiel die Entwicklung des Geleuchtes unter Tage über die Jahrhunderte. An einer Audiostation bekommen die Besucher einen Eindruck davon, wie sich die Geräuschkulisse durch Anwendung unterschiedlicher Technologien – vom Hammerschlag bis zum Einsatz von Maschinen – unter Tage verändert hat. Wer mag, kann an einer Audiostation auch einen Wassereinbruch hörbar machen.  

Hintergrund zur Sächsischen Landesausstellung

Die Landesausstellung lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt: „AutoBoom“ im August Horch Museum Zwickau, „MaschinenBoom“ im Industriemuseum Chemnitz, „EisenbahnBoom“ im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, „KohleBoom“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, „TextilBoom“ in der Tuchfabrik Pfau Crimmitschau sowie „SilberBoom“ im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg

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Newsmeldung
news-5456 Fri, 10 Jul 2020 05:55:00 +0200 Bahncampus SRCC - Gemeinsame Erklärung zur Umsetzung des Forschungsprojektes https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bahncampus-srcc-gemeinsame-erklaerung-zur-umsetzung-des-forschungsprojektes Der Bahncampus SRCC (Smart Rail Connectivity Campus) in Annaberg-Buchholz nimmt Fahrt auf. Gleich mehrere Signale stehen auf Grün. Für das Campusgebäude am Unteren Bahnhof laufen bereits die konkreten Bauplanungen. Außerdem wurden die Büros des SRCC in der Annaberger Innenstadt offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Neben Sören Claus, dem geschäftsführenden Vorstand des SRCC, Prof. Dr. Uwe Götze von der TU Chemnitz, Oberbürgermeister Rolf Schmidt und Lutz Mehlhorn von der Erzgebirgsbahn hatten sich dazu Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter des Freistaates und namhafter Partner, wie z. B. Siemens vor Ort eingefunden. Gemeinsam waren sich alle Beteiligten darin einig, das ehrgeizige Bahnforschungsvorhaben nun mit konkreten Einzelprojekten im wahrsten Sinne  des Wortes „auf die Schiene“ zu bringen. Dazu gehören lauf Prof. Dr. Uwe Götze z. B. vernetzte, smarte Mobilität, umwelteffiziente Antriebsregelungen für Züge, KI-bezogene Test- und Zulassungsmethoden sowie die intelligente Erkennung des Bahnumfeldes. Insgesamt gehe es in diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt um hoch automatisiertes und ökologisches Bahnfahren sowie innovative Mobilitätstechnologien. In der Summe haben die Projekte derzeit einen Investitionsumfang von rund 40 Mio. €. Ein wesentliches Ziel ist dabei, neben „großen Playern“ wie z. B. der Deutschen Bahn, Siemens, Vodaphone oder Thales auch regionale Firmen mit einzubinden und damit Wertschöpfung in die Region zu holen.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt geht es vor allem auch darum, Forschung und höhere Bildung ins Erzgebirge zu holen, junge Menschen dafür zu begeistern und damit den demografischen Trend zu stoppen oder im besten Falle umzukehren. Um alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wie geplant umsetzen zu können, sei vor allem auch die Mitwirkung von Bund und Land gefragt. Sinngemäß sagte er deshalb in Richtung der Bundes- und Landtagsabgeordneten: „Wir werden Sie zu diesem Projekt ständig in die Pflicht nehmen!“ Hoffnungsvoll sei in diesem Zusammenhang die gemeinsame Erklärung, in der sich Bund, Land, Deutsche Bahn, TU Chemnitz und Stadt eindeutig zur Umsetzung des SRCC-Projektes bekennen.

Sören Claus skizziert die Aufgabe des neuen Büros wie folgt: „Wir leisten Netzwerkarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren und Partnern unseres Bahnforschungsprojektes, wie koordinieren den Aufbau des Campus, und wir managen Testfahrten. Darüber hinaus geht es uns auch darum, vor allem auch junge Menschen für MINT-Fächer und die Bahnforschung zu begeistern und ihnen so in unserer Region eine Zukunft zu geben“. 

Parallel zu den SRCC-Büros wurde  auch das erste Projekt zum „Co-Working-Space“ in Annaberg-Buchholz vorgestellt. Es sind flexibel nutzbare Gemeinschaftsarbeitsplätze bzw. -büros, die nach Bedarf temporär angemietet werden können.

 

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Newsmeldung
news-5459 Thu, 09 Jul 2020 10:05:27 +0200 "Preis der Herzen" für Gründerkonzept https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/preis-der-herzen-fuer-gruenderkonzept Die Gewinner des 20. Sächsischen Gründerpreises stehen fest. In der Abstimmung um den Publikumspreis hat sich BWS-Education aus Thalheim (Erzgebirgskreis) mit einer digitalen Anatomie-Lernplattform für den medizinisch-therapeutischen Bereich durchgesetzt. 126 Gründungskonzepte aus ganz Sachsen bewarben sich um den Sächsischen Gründerpreis 2020. Rund 2/3 der Einreichungen kamen aus den Städten, ein starkes Drittel aus den ländlichen Zukunftsregionen – so auch sechs Gründerideen aus dem Erzgebirge. Eine Expertenjury entschied, wer den Gründerpreis erhält. Parallel dazu konnte die Online-Community für den futureSAX-Publikumspreis, den „Preis der Herzen“, abstimmen.

Die BWS-Education UG aus Thalheim hat die meisten Stimmen beim Publikumspreis auf sich vereinen können. Mit einer Anatomie-Lernplattform unterstützen das Gründertrio, bestehend aus Robin Bauer, Sandro Wolfram und Alexander Strehl, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende speziell aus dem medizinisch-therapeutischem Sektor mit Lehrvideos, Fachtexten und einem live bearbeitbaren 3D-Anatomiemodell sowie weiteren Lehrhilfen. Damit werten sie Therapieberufe auf digitalen Wegen für beispielsweise individuelles Home-Schooling auf.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig verlieh die Preise gestern im Rahmen der futureSAX-Innovationskonferenz in der Messe Dresden. Bedingt durch Covid-19 fand die Konferenz, die normalerweise jeden Sommer rund 500 Innovationsbegeisterte in der sächsischen Landeshauptstadt vereint, diesmal als Liveshow im Internet und in kleinem Kreis statt. »Der 20. Gründerpreis zeigt einmal mehr: Sachsen ist ein attraktiver Standort für Start-ups und Gründungsinteressierte! Ich gratuliere den Gewinner-Teams und danke all denjenigen, die sich auch in diesem durch die Corona-Pandemie geprägten Jubiläumsjahr mit ihren innovativen Ideen eingebracht haben. Ich danke auch den über 100 Jurorinnen und Juroren sowie dem gesamten futureSAX-Netzwerk, das den Gründenden im Freistaat mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz zur Seite steht", so Dulig.

Aus dem Erzgebirge standen folgende Gründerideen im Wettbewerb:

 

 

 

 

 

 

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WCE-Newsmeldung Newsmeldung
news-5455 Wed, 08 Jul 2020 05:05:00 +0200 Beschluss: Bahnstrecke nach Marienberg wird wiederbelebt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/beschluss-bahnstrecke-nach-marienberg-wird-wiederbelebt Es ist ein klares Bekenntnis. Die Mitglieder des Verkehrsverbundes Mittelsachsen stehen geschlossen dahinter, dass die Bergstadt wieder ans Netz angeschlossen wird. Doch es gibt noch viele Fragen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 26. Juni 2020, Andreas Bauer und Patrick Herrl

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Newsmeldung
news-5457 Wed, 08 Jul 2020 05:01:00 +0200 Hausbau - made in Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/hausbau-made-in-erzgebirge Wer mit dem Gedanken liebäugelt, ins Erzgebirge zu ziehen oder für immer hier zu bleiben, beschäftigt sich irgendwann mit dem Gedanken: Soll´s ein eigenes Haus sein? Neubau oder Ausbau? Fakt ist, im Erzgebirge liegt die Eigentümerquote bei 42,6 Prozent, so hoch wie nirgends in Sachsen. Das mag daran liegen, dass es hier Bauland für durchschnittlich 45 Euro je Quadratmeter gibt und damit das Erzgebirge zu den bundesweit günstigsten Regionen gehört, wenn es um die Verwirklichung von eigenen Wohnträumen geht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Umsetzen von individuellen Ideen hier so einfach ist. Denn vieles, was man braucht, wird in unmittelbarer Nachbarschaft produziert: Fachleute sämtlicher Gewerke im breit aufgestellten Handwerk - aber ebenso Unternehmen, die aus unterschiedlichsten Materialien nützliche, schöne und innovative Dinge entwickeln, die das eigene Heim zu einem individuellen und modernen Wohnraum werden lassen. Acryl. Oder: Wie die Nasszelle zum Wohlfühltempel avanciert

Das Badezimmer avancierte in den letzten Jahren vom praktischen Raum mit Wanne und Waschbecken zum privaten Wellnessbereich. Die Mauersberger Badtechnik Betriebs GmbH aus Gelenau hat sich als Manufaktur für Badsysteme auf die Produktion exklusiver Wannen und Duschtassen spezialisiert. Das Unternehmen ist nur einer von fünf Herstellern von Acrylbadewannen in Deutschland und hat sich mit besonders eindrücklichen fast skulpturalen Wannen einen Namen gemacht. Sie verwandeln jedes Bad durch individuelle Lösungen in Form und Farbe mit einem Hauch von Luxus in eine Oase der Sinne. Das Sortiment der Manufaktur umfasst Einbaubadewannen aus hochwertigem durchgefärbten Sanitäracryl, Duschwannen und -flächen sowie eigens entwickelte, freistehende Mineralbadewannen, die auf dem Markt einzigartig sind. In reiner Handarbeit entstehen diese am Markt einzigartigen Unikate aus einem patentierten Materialmix aus Naturstein, Naturpigmenten und hochfeinem Acryl. Modernste Whirlpool- sowie Licht- und Soundsysteme machen aus einem klassischen Vollbad ein Erlebnis. Mit Innovationen dieser Art hob sich das seit 1990 inhabergeführte Familienunternehmen um Geschäftsführer Falko Mauersberger zeitig von anderen Produzenten ab. Nicht nur deshalb, sondern auch durch den ausschließlichen Einsatz von besten Materialien setzt das Team aus 46 Mitarbeitern inzwischen auf dem deutschsprachigen Raum Maßstäbe.

Glas. Oder: Wie das Haus ein Gesicht bekommt.

Fenster prägen das Gesicht eines Hauses. Doch nicht nur das: Sie sind heutzutage auch Energiesparer, Isolierer und Lärmdämpfer – und entscheiden natürlich ob ihrer Größe über die Menge an Tageslicht im Raum. Aber eigentlich ist es der Werkstoff Holz, der seit mehreren Generationen über 70 Jahre den Alltag der Familie Dietel in der Dietel Bauelemente GmbH in Jöhstadt prägt. Seit 1990 spezialisierte sich der frühere klassische Tischlerhandwerksbetrieb im Zuge der Reprivatisierung als Fertigungsstätte für Türen und Holztreppen, sowie Holz- und Alufenster. Geliefert werden keine Produkte von der Stange, vielmehr sind die 80 Mitarbeiter Spezialisten für individuelle, maßgefertigte Kundenwünsche vom Wärmedämmfenster über Sicherheitsfenster bis hin zum Schallschutzfenster mit zahlreichen Ausstattungsoptionen, wie Farben, Sprossen und Ornamentgläsern. Geschäftsführer Thomas Dietel setzt im Unternehmen auf eine Kombination von modernstem Maschinenpark auf 10.400 m² Produktionsfläche und solidem handwerklichen Können seiner Mitarbeiter.

Holz – Oder: Wo sich im Haus das Leben abspielt

Die Holzverarbeitung hat im Erzgebirge seit Jahrhunderten Tradition. In Leubsdorf wird seit 50 Jahren bei der Firma ratiomat Möbel für Hobbyköche gebaut: individuelle Einbauküchen, die keine Wünsche offenlassen. Begonnen hat alles mit Quirlen, Nudelrollen und Schneidbrettern. Später standen Wandregale, Putzkommoden, Spülen- und Vorratsschränke im Produktkatalog. Damit war der Grundstein für die heutige Küchenfertigung gelegt. Die Küchen sind nicht von der Stange. Vielmehr fokussiert sich das Unternehmen mit seinen über 140 Mitarbeitern auf Individuallösungen. Das Küchenwerk hat sich zu einem Spezialisten für Massivholz, furnierte und lackierte Möbel entwickelt. Holz als Rohstoff mit natürlicher Maserung und Haptik bildet dafür die beste Basis. Ratiomat hat sich längst über Sachsen hinaus einen Namen gemacht – in 16 Küchenstudios bundesweit kann man sich seinen Küchentraum erfüllen lassen und in Verbindung mit dem Küchenkauf auch an einer Werksbesichtigung teilnehmen.

Stein – Oder: Wie aus Marmor Wohnträume entstehen

Natursteine aus der ganzen Welt verwandeln sich im Lößnitzer Unternehmen Lötzsch Naturstein zu einzigartigen Wohnaccessoires. Morgens ein Bad in Brasilien, danach eine Tasse Kaffee auf einer Terrasse mit italienischem Flair. So holen die Mitarbeiter die schönste Ressource der Welt zu Ihnen nach Hause. Sie sind Handwerker und Künstler gleichermaßen und Mitglied der „Bath Acadamy Europe“- eine Arbeitsgemeinschaft für den exklusiven Ausbau von Komplettbädern. Seit mehr als 40 Jahren vereint der Familienbetrieb individuelle Kunst mit Stein. Heute setzen die Handwerker vor allem Akzente mit außergewöhnlichen Bädern, Küchenarbeitsplatten, großformatigen Böden und Fensterbänken, Poolumrandungen sowie Wandverkleidungen aus Naturstein und Keramik. Und: hier verschmelzen auch klassisches handfestes Handwerke mit modernster Datentechnik: Um dem Kunden ein Bild vom Wunschprojekt zu verschaffen, wird dieses vorher fotorealistisch visualisiert. Das Beste daran ist, dass man die neuen Badmöbel und Bodenbelägen in 3D durch eine VR-Brille vorab zum Greifen nah betrachten kann und so selbst zum Wohnraumplaner wird. Nach der Beratung und Präsentation werden die Natursteine durch moderne CNC Technik in allen Größenordnungen in Lößnitz veredelt und wenn gewünscht beim Kunden montiert. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 7 Mitarbeiter.

Metall – Oder: Wie man stylisch empor wandelt.

Wie Treppen zum Designobjekt werden, weiß die Firma Lindner Metall aus Walthersdorf. Treppenstufen aus Stahl, Geländer aus Edelstahl beziehungsweise in Kombination mit Holz oder Glas – auch hier sind Handwerker mit Nischendenken am Werk. Denn auch wenn es einen Produktkatalog gibt, sind individuellen Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Der Bau von Treppen und Geländern ist neben Schwimmbadausstattungen das Hauptgeschäftsfeld der Firma. Etwa 40 Mitarbeiter arbeiten zurzeit in dem Familienunternehmen um Chef Jens Lindner, der neben seiner Frau auch seine beiden Söhne an Bord hat. Möglich wird die Realisierung der Unikate aufgrund einer eigenen Konstruktionsabteilung. in der Fachleute die Endprodukte am Computer entwickeln. In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern entstehen zudem Produkte in Kombination mit anderen Materialien wie Holz und Glas.

Textil – Oder: Wie man Natur an die Wände bringt.

Eine Wandtapete aus Naturfasern stellt die Firma Norafin Industries in Mildenau her. Das Unternehmen ist eigentlich  Experte für Spezialvliesstoffe, die u.a. in Industrie und Medizin zum Einsatz kommen. Mit der Tapete aus Flachsfasern betrat Norafin im Jahr 2018 Neuland für sich selbst und als Produkt weltweit. Die Wandverkleidung trifft den Nerv der Zeit, sich mehr auf die Schätze der Natur  zu besinnen. Deutlich sichtbar setzen sich die Flachsfasern von der Oberfläche ab und schenken der Naturtapete ein unverwechselbares Gesicht. Und: Flachstapete ist ein echter Wärmedämmspezialist. Im Vergleich mit herkömmlichen Tapeten kann sie die Wärme des Raumes länger in sich speichern und wirkt sogar schalldämpfend. Die Tapete ist auch mit hochwertiger Stickerei erhältlich.

Hintergrundinformation:

Die meisten Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen Sachsens – das Erzgebirge steht für eine starke, flexible klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur. So können die oben erzählten Porträts auch nur exemplarisch stehen für eine große Vielfalt an Branchenvertretern in der Region. Einen umfangreichen Überblick liefert eine Datenbank mit speziellen regionalen und branchenspezifischen Filtern.

Durch spezifisches Know-how und außerordentliche Fertigkeiten hat sich die Region auf Nischenprodukte und kundenindividuelle Sonderanfertigungen spezialisiert. In der mehr als 800jährigen Bergbauhistorie der UNESCO-Welterberegion „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ liegt die Entwicklung der vielfältigen Branchen und ihrem erworbenen Spezialwissen begründet, das auch heute zu immer neuen Ideen antreibt – „Erzgebirge –Gedacht.Gemacht.“

Das Regionalmanagement Erzgebirge als Initiative des Regional- und Standortmarketings greift in seiner Strategie zur Imageverbesserung als Teil der Fachkräftesicherung in der Region das Thema auf und rückt es unter dem Titel „Innovation aus Tradition – die progressive Provinz Erzgebirge“ in den Mittelpunkt der Marketingmaßnahmen.

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News Pressemitteilung Geschichten Unternehmensgeschichten
news-5454 Mon, 06 Jul 2020 05:34:00 +0200 Auch das gibt's: Praxis läuft weiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auch-das-gibts-praxis-laeuft-weiter Zwei Jahre lang ging es Hand in Hand zwischen Vater und Sohn in der Urologiepraxis Krauß in Schwarzenberg. Nun ist es Zeit für den Wechsel. Quelle: Freie Presse vom 2. Juli 2020, Beate Kindt-Matuschek

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Newsmeldung
news-5453 Fri, 03 Jul 2020 05:59:00 +0200 Turck erneut unter Deutschlands besten Arbeitgebern https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/turck-erneut-unter-deutschlands-besten-arbeitgebern Turck - mit einem Standort in Beierfeld/Erzgebirge - zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Neben der erneuten Auszeichnung durch das Magazin Focus Business, die der Automatisierungsspezialist jetzt im dritten Jahr in Folge erzielen konnte, kommt auch der Stern in seinem erstmalig durchgeführten Arbeitgeber-Ranking zu diesem Ergebnis.  „Wir freuen uns sehr über die mehrfache Auszeichnung“, sagt Turck-Geschäftsführer Christian Pauli, „zeigt sie doch, dass wir mit unserer HR-Strategie nachhaltig auf einem guten Weg sind.“ Auch Personalleiterin Daniela Leppler fühlt sich bestätigt: „Ein gutes Miteinander und Vorgesetztenverhalten sowie Image und Wachstum sind laut Stern die Faktoren mit dem größten Einfluss auf die Weiterempfehlungsbereitschaft. In beiden Punkten liegen unsere Bewertungen jeweils in der Spitze unseres Wettbewerbsumfelds, ebenso wie bei den Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Das ist ein tolles Feedback zu unserer Arbeit, auf dem wir weiter aufbauen können.“ 

Der Stern hat für sein Ranking mit dem Marktforschungsunternehmen Statista zusammengearbeitet. Mehr als 45.000 Beschäftigte haben mittels Online-Access-Panels an der Befragung teilgenommen. Insgesamt konnten so nach Angaben des Magazins 1,34 Millionen Urteile in die Studie einfließen.

Das Focus-Ranking ist in Zusammenarbeit mit kununu entstanden.  Um die nationalen Top-Arbeitgeber zu ermitteln, untersuchte kununu im Auftrag von Focus Business rund vier Millionen Bewertungen von mehr als 900.000 Unternehmen. Die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Deutschlands“ wurde ausschließlich auf Basis der Mitarbeitermeinungen vergeben.

Turck zählt zu den global führenden Unternehmensgruppen auf dem Gebiet der Industrieautomation. Mit rund 4.650 Mitarbeitern in über 30 Landesgesellschaften und Vertriebspartnern in weiteren 60 Staaten sind wir weltweit immer in der Nähe unserer Kunden und Mitarbeiter. In Deutschland arbeitet Turck an den Standorten Beierfeld, Halver, Mühlheim und Detmold.

Quelle: www.turck.de

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Newsmeldung
news-5445 Thu, 02 Jul 2020 07:33:00 +0200 Von Cobaltblau zu Cobaltsulfatrot https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/von-cobaltblau-zu-cobaltsulfatrot Wie aus einem Blaufarbenwerk ein Experte für Metallrecycling wuchs – mehr als 350 Jahre Erfahrung als Fundament. Die Nickelhütte in Aue-Bad Schlema ist ein Metallurgie- und Hüttenbetrieb mit über 400 Mitarbeitern. Sie liegt mitten in der Stadt. Das ist ungewöhnlich in heutigen Zeiten, wo Industrie meist in der Peripherie angesiedelt ist. Aber die enge Nachbarschaft von Bergbau, Industrie und Wohnstätten, das Zusammenspiel von Arbeit, Leben und Kultur ist eine über Jahrhunderte gewachsene, gute Tradition im Erzgebirge. Und die funktioniert an diesem Ort seit 1635. Ohne Unterbrechung.

Tatsächlich: Von Aues Altmarkt bis zum westlichen Werkstor der Nickelhütte sind es nur elf Gehminuten. „Als unser Betrieb seine Arbeit 1635 begann, war die Stadt noch weit entfernt“, erzählt Nickelhütte- Geschäftsführer Henry Sobieraj. Aue hatte im selben Jahr vom Sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. gerade erst das Marktrecht erhalten. Da begann hier im Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel die Arbeit. Die Region hatte bis ins 19. Jahrhundert ein weltweites Monopol auf die Produktion von Blaufarbenpigmenten aus Kobalt, die Delfter Kacheln oder Meißner Porzellan zierten. Vier Werke gab es in der Region, eines wurde im Juli 2019 mit der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří zum Bestandteil des UNESCO-Welterbes ernannt: Schindlers Blaufarbenwerk in Albernau bei Zschorlau, wenige Kilometer von Aue-Bad Schlema entfernt, die Mulde flussaufwärts.

Es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir.

Die Zeit der blauen Farbpigmente ist zwar vorbei, aber das Mineral Kobalt spielt immer noch eine große Rolle – beim Metallrecycling, dem heutigen Produktionsschwerpunkt der Nickelhütte. Doch dazu später mehr. „Wir haben eine sehr lange Tradition“, erzählt Henry Sobieraj weiter, „es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir, die Montanwerke Brixlegg in Österreich. Durch diese lange Kontinuität sind wir mit der Stadt Aue und dem Erzgebirge so stark verwachsen.“

Er teilt die Freude der Menschen über den Welterbetitel in der grenzübergreifenden sächsisch-böhmischen Region, die stolz sind auf ihre über 800-jährige Bergbauvergangenheit. Zwanzig Jahre hatten deutsche und tschechische Mitstreiter gemeinsam für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe gerungen.

„Es ist für die Region eine gute Chance, sich noch besser zu vermarkten. Bisher kennen die Menschen in Deutschland das Erzgebirge vor allem durch den Fußball vom FC Erzgebirge Aue, bei dem auch wir Sponsor sind, und die weihnachtliche Holzkunst. Aber wir haben noch mehr Facetten zu bieten, auch unsere vielfältige Industrie, die aus dem Bergbau gewachsen ist. Um das bekannter zu machen, kann uns der Welterbetitel national und international helfen.“ Die weltweite Kundschaft der Nickelhütte soll das natürlich zukünftig mehr wahrnehmen. Gerade arbeitet das Unternehmen an einem neuen Kommunikationskonzept, in dem das UNESCO-Welterbe auch eine Rolle spielen wird.

Die Basis des Erfolgs: Wandlungsfähigkeit und Innovation

Dass die Nickelhütte noch heute erfolgreich ist, hängt auch damit zusammen, dass es Unternehmern und Arbeitern immer wieder gelungen ist, sich an historischen Wendepunkten durch Innovation anzupassen. Auch schwierige Zeiten wurden gemeistert, wie der wirtschaftliche Wandel nach dem Fall der Mauer. „Die Nickelhütte war 1989/90 unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes für viele Menschen hier in Aue nicht mehr tragbar“, berichtet Sobieraj ernst, „obwohl die Arbeitsplätze dringend gebraucht wurden. Da fanden Demonstrationen in Aue statt. Das haben wir zum Glück überwinden können, indem wir uns umfassend erneuert haben.“

Deshalb sei es die erste Aufgabe gewesen, den Betrieb komplett auf eine neue Grundlage zu stellen: ökologisch und wirtschaftlich. Abgasreinigung, Wasserreinigung, neue Kunden und neue Produkte – das sei ein riesiger finanzieller und personeller Kraftakt gewesen. Geholfen hat dabei ein Partner aus Ennepetal in Nordrhein-Westfalen: die Siegfried Jacob Metallwerke. Bis zum heutigen Tage sind beide Unternehmen in einer Firmengruppe erfolgreich miteinander verbunden.

Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus

In Ennepetal begann 1990 auch Henry Sobierajs berufliche Laufbahn. Geboren ist er in Freital im Osterzgebirge. Seit 1996 arbeitet er in der Nickelhütte, im Jahr 2014 berief man ihn hier in die Geschäftsführung. Ist eine Aufgabe geschafft, wartet die nächste Herausforderung. Das kennt man in der Nickelhütte. Aktuell findet in Wirtschaft und Gesellschaft weltweit wieder ein mehrfacher Wandel statt. Die Stichworte Klimaerwärmung, steigendes Umweltbewusstsein, Digitalisierung und Elektromobilität seien tägliches Gespräch in der Nickelhütte: „Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus. Wir tragen als Recyclingbetrieb wesentlich zum ökologischen Umbau unserer Wirtschaft bei.“

Mit der Ausbeutung von Ressourcen kommt der Lebensraum Erde immer mehr an Grenzen: Vorkommen gehen zur Neige, Fördertechnik ist ausgereizt, die gesellschaftliche Akzeptanz des Bergbaus bewegt sich heutzutage in engeren Grenzen.

Buntmetallschmelze seit 150 Jahren

Die Kreislaufwirtschaft sei schon immer grün, meint Sobieraj, sage es nur viel zu wenig selbstbewusst: „Unsere Geschäftsfelder werden wichtiger werden. Allerdings ist unsere Branche wenig sexy, wenn ich das mal so formulieren darf, und hat daher eine relativ geringe Bekanntheit.

Im Gegensatz zu unserem Image sind wir technologisch sehr modern, bei den Berufen sehr vielfältig.

Zudem fallen Reste von Nicht-Eisen- Metallen überall in der Wirtschaft an. Auch wenn wir eine Nische im Markt besetzen, sind unsere Anwendungsfelder sehr breit, der Bedarf an recycelten Produkten sehr groß.“ Die Kompetenz, Nicht-Eisen-Metalle zu verarbeiten, begann mit der Buntmetallschmelze vor ca. 150 Jahren, als die Fabrikation von Kobaltblau zu Ende gegangen war.

Von A wie Aluminium über K wie Kupfer bis Z wie Zink reichen die Metalle, die hier in der Nickelhütte recycelt werden. Die Aufbereitung von Alt-Aluminium zum Beispiel gelinge ohne Qualitätsverlust, vermindere die Ausbeutung von Bauxit in der Landschaft, spare Energie gegenüber der Verhüttung des Roherzes in der Primärproduktion, erläutert Sobieraj: „Wir sehen auch die Entwicklung im Markt, dass es für viele Firmen bereits ein Verkaufsargument ist, zu sagen: Unsere Produkte enthalten so und so viel Prozent recyceltes Metall.“

Am Thema Elektroauto sind die Auer Spezialisten schon dran, aber hier habe man noch etwas Zeit, meint Sobieraj: „Die große Welle zu recycelnder Lithium- Akkus sehe ich erst in acht bis zehn Jahren auf uns zukommen. Das ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Akkus und hängt davon ab, welche Technologien – ob vollelektrischer oder Hybrid-Antrieb oder alternative Brennstoffe – sich mit welchem Marktanteil durchsetzen werden.“ Im Augenblick gäbe es nur Rücklauf in geringen Mengen, größeren Anteil haben Akkus aus Elektronikprodukten oder Reststoffe aus der Produktion.

Know-how ist das Schlüsselwort dieses Unternehmens. Das hat man bei der Nickelhütte über lange Jahre aufgebaut. Momentan verarbeitet man hier ca. 2.500 Tonnen Li-Ionen-Batterien pro Jahr. Durch technologische Innovation und Veränderungen im Produktionsablauf will die Nickelhütte ihre Kapazität bis auf 8.000 Tonnen im Jahr 2020 ausbauen. So ist man gewappnet für den langfristig steigenden Bedarf. „Besser, wir sind frühzeitig vorbereitet“, lautet Sobierajs Maxime. Das ist immer die Philosophie der Nickelhütte gewesen. Sie ist kein kleiner Betrieb, aber auch kein großer. Die Stärke lag immer in der Flexibilität, in der schnellen Reaktionsfähigkeit auf Bedürfnisse am Markt: „Wir können uns schnell in der Produktion umstellen, schnell liefern.“

Engagiert für die Region

Agil zu bleiben, ist die Kernaufgabe der firmeneigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung. Ständig sind neue Verfahren der Pyrometallurgie (Schmelzbetrieb mit hohen Temperaturen) und Hydrometallurgie (chemische Verarbeitung in wässriger Lösung) in Erprobung, bestehende in der Optimierung. Die Mitarbeiterschaft ist daher sehr breit aufgestellt, sie umfasst Chemiker, Chemikanten, Chemieanlagenfachleute, Ingenieure, IT-Spezialisten, Kaufleute, Laboranten, Metallfacharbeiter. Nachwuchs wird selbst ausgebildet, auch Quereinsteiger werden gern angelernt. Neue Mitarbeiter sind im wachsenden Unternehmen immer willkommen. „Wir brauchen Arbeitskräfte“, sagt Henry Sobieraj,

Deshalb müssen wir als Unternehmen auch etwas dafür tun, dass sich die Region gut entwickelt.

Regionalentwicklung ist eben keine Einbahnstraße.

Das Unternehmen profitiert nicht nur von der Region, soziales und kulturelles Engagement im und vom Betrieb nützt auch der Stadt. So entstanden für Aue ein Kino, ein Fitnessstudio, eine Eislaufhalle und eine Bowlingbahn. Unternehmen, Stadt und Umland müssen sich gemeinsam entwickeln, so die Philosophie der Nickelhütte, damit die Region lebenswert bleibt und Menschen anzieht. Aus der früheren Betriebssportgemeinschaft ist inzwischen ein eigenständiger Verein mit 450 Mitgliedern gewachsen. Prominentestes Mitglied der SG Nickelhütte Aue e.V. ist der Skispringer und Teamweltmeister Richard Freitag. Dazu gibt es die Sektionen Handball, Fußball, Taekwondo und Kegeln. Der Sport ist auch ein Bestandteil des sehr umfassenden Gesundheitsmanagements im Betrieb, denn die Arbeit in „rollender Woche“ hier ist körperlich und geistig anspruchsvoll. Die technischen Prozesse laufen rund ums Jahr, sieben Tage die Woche, 24 Stunden. Ein Stopp am Wochenende ist weder technisch möglich noch wirtschaftlich sinnvoll. Fragt man Henry Sobieraj, was all das Engagement bringe, dann sagt er kurz und knapp: „Elan, Optimismus und gute Ideen.“

Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absolute geistige und körperliche Fitness brauchen, wird bei einem Rundgang durch die Nickelhütte schnell klar. In einer Halle werden aus Kupferschrott neue Legierungen geschmolzen. Der Lichtbogenofen mit seinen gewaltigen Elektroden aus Kohlenstoff erzeugt Temperaturen von bis zu 3.000 Grad Celsius. Trotz Schutzkleidung müssen die Kollegen hier einiges aushalten.

Thomas Windisch, Industriemeister für Metall und Abteilungsleiter, bringt hier Schiffsschrauben, Kupferdrähte und Rohrabfälle bei über 1.000 Grad Celsius zum Schmelzen. Die glühend heiße Schmelze wird anschließend in diversen Legierungen auf Kundenwunsch in neue Blöcke gegossen. „Unsere Spezialität sind die vielen verschiedenen Nicht-Eisen-Metalle in unterschiedlichen Zusammensetzungen, etwa Kupfer mit Zinn, Blei, Nickel, Zink oder Aluminium“, erläutert Michael Neumann, technischer Leiter und verantwortlich für Entwicklung, Engineering und Inbetriebnahme technischer Anlagen. Die Prozesse seien ständig in Bewegung, da sich die Zusammensetzung der gelieferten Abfälle permanent ändere, auch die gewünschten Eigenschaften der Rohstoffe würden in hoher Frequenz variieren. Aus kupferhaltigem Altmetall entstehen zum Beispiel neue Bronzen für den Guss von Glocken, Pumpengehäusen, Sanitärarmaturen und Schiffsschrauben.

Der Kreis schließt sich

ie Nickelhütte ist eine wichtige Station im weltweiten Kreislauf der Metallindustrie. Ihr Knowhow ist vor allem Prozesswissen. Insbesondere die Wiederaufbereitung von Lithium-Ionen-Akkus und chemischen Katalysatoren mit Vanadium-Nickel- Kobalt-Kupfer-haltigen Mischrohstoffen erfordern einen mehrstufigen Prozess. Zuerst komme das Ausgangsmaterial, so Michael Neumann, in einen stehenden Ofen oder einen Kurztrommelofen. Darin entstehen dann Verbindungen aus Nickel-Kobalt-Kupfer-Sulfid. Diese gelangen anschließend zur Weiterverarbeitung in die Nasschemie, wo sie unter Zusatz von Wasser und Filtrationschemie weiter aufgespalten werden. Das Ganze muss nicht nur technisch funktionieren, sondern auch sauber und energieeffizient. Die Nasschemie findet in geschlossenen Kreisläufen statt, bei denen nichts verloren geht und nichts in die Umwelt geleitet wird.

Auf die hohen Standards bei der Rauchgasreinigung ist die Nickelhütte stolz: Schadstoffe werden nachverbrannt und Abgase durch eine nasse Rauchgaswäsche mit einem Kreidegemisch entstaubt. Die Abwärme der Schmelzöfen wird zur Stromerzeugung mittels Dampfturbine und zur Wärmezufuhr in die chemischen Prozesse genutzt. Diese Maßnahmen tragen auch zur hohen Akzeptanz des Unternehmens in der Stadt Aue-Bad Schlema bei.

Am Ende des Rundganges bleibt Michael Neumann an einem Förderband stehen und sagt mit wenigen, bedeutsamen Worten: „Hier sind wir wieder beim Ursprung unseres Unternehmens angekommen, beim Mineral Kobalt.“ Allerdings sieht man hier heute nicht ein blaufärbendes Farbpigment, sondern ein rot-braun gefärbtes Kobalt- Sulfat. Es wurde wiedergewonnen aus Batterieschrott und ist Ausgangsstoff zur Herstellung neuer Akkumulatoren. „Wir schließen den Kreislauf“, so lautet ja auch der Firmenslogan.

Text: Carsten Schulz-Nötzold
Fotos: studio2media/Erik Wagler

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Pressemitteilung Unternehmensgeschichten
news-5452 Thu, 02 Jul 2020 07:12:17 +0200 Erzgebirgsgemeinde Amtsberg ist Vorreiter beim schnellen Internet im ländlichen Raum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgsgemeinde-amtsberg-ist-vorreiter-beim-schnellen-internet-im-laendlichen-raum Von Bund und Land geförderter Glasfaserausbau ist abgeschlossen – Staatssekretärin Fröhlich: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen!« Amtsberg setzt neue Maßstäbe beim Breitbandausbau im ländlichen Raum. Als erste von 19 Gemeinden im Erzgebirgskreis und erste sächsische Gemeinde überhaupt hat Amtsberg mit Hilfe der seit 2016 kombinierten Bundes- und Landesförderung eine leistungsstarke, nachhaltige Glasfaserinfrastruktur errichtet. Am 1. Juli 2020 wurde der Projektabschluss gefeiert. Fast 2.000 Haushalte, 223 Unternehmen und 26 Institutionen – Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude – können nun garantierte Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit/Sekunde (Mbit/s) nutzen. Insgesamt investierte Amtsberg rund 6,5 Millionen Euro in den Ausbau. 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden aus Bundes- und weitere 30 Prozent aus Landesmitteln (Richtlinie Digitale Offensive Sachsen – DiOS) finanziert.

Ines Fröhlich, Staatssekretärin für Digitalisierung, betont die Vorreiterrolle der Gemeinde südöstlich von Chemnitz beim Bau eines FTTB-Netzes – also Glasfaser bis an das Haus: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen. Die Gemeinde hat ihr Breitbandnetz nicht durch eine Ertüchtigung des Kupfernetzes verbessert, sondern von Anfang an auf die modernste Lösung gesetzt – trotz höherer Projektkosten und einem damit einhergehenden höheren Eigenanteil«, so Fröhlich.

Der geförderte Breitbandausbau in Amtsberg war nur deshalb möglich, weil die Versorgung deutlich unter der förderrechtlichen Schwelle von 30 Mbit/s lag und kein Telekommunikationsunternehmen einen Ausbau beabsichtigt hatte. Der Beantragung des Breitbandausbaus beim Bund und Land erfolgte Anfang 2016, der erste Spatenstich im September 2017. Ein Jahr später ging der erste Bauabschnitt in Betrieb.

Beim Glasfasernetz handelt es sich um die Schaffung einer völlig neuen Infrastruktur. Dem für alle sichtbaren Teil eines Projektes – der Bauphase – geht ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. So müssen etwa auch die Genehmigungen bei Grundstückseigentümern eingeholt und die Finanzierungsfragen geklärt werden. Dazu ist eine europaweite Ausschreibung erforderlich.

»Ich freue mich sehr, dass wir Sachsens erstes Glasfaserförderprojekt nun erfolgreich abgeschlossen haben. Die Gemeinde Amtsberg ist jetzt exzellent mit schnellem Internet versorgt«, sagt Staatssekretärin Fröhlich. »Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen, Unternehmen und unsere Kommunen in Sachsen die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Es ist also auch eine Frage der Teilhabe an der Entwicklung, an der Zukunft. Deshalb ist uns der Breitbandausbau so wichtig. Doch ganz ohne Engagement der Landkreise und Kommunen geht es dennoch nicht. Deshalb danke ich Bürgermeister Sylvio Krause, dem Gemeinderat und allen anderen Verantwortlichen, die sich der Herausforderung gestellt haben.«

Beim Breitbandprojekt in Amtsberg handelt es sich um ein Betreibermodell: Die Gemeinde errichtete die Infrastruktur in ihrem Eigentum und verpachtet den Betrieb nun an einen Betreiber für Telekommunikationsdienstleistungen – die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG.

Dieses Vorhaben trägt dazu bei, dass Sachsen im aktuellen Bundesvergleich (Stand: Ende 2019) mit einer FTTB-Versorgung von 12,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt und damit den vierten Platz bei der Glasfaserversorgung belegt.
 

Quelle: Pressemeldung des Sächsisches Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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Newsmeldung
news-5447 Wed, 01 Jul 2020 10:45:00 +0200 Das Erzgebirge war das Silicon Valley https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/das-erzgebirge-war-das-silicon-valley 800 Jahre Bergbau haben das Erzgebirge geprägt. Die montane Evolution hat dabei Werte und Kompetenzen der Menschen geformt, denn Durchhaltevermögen, Erfindergeist und Bodenständigkeit gehören zum Erzgebirge wie der weihnachtliche Lichterglanz– sie sind Teil der Erzgebirgs-DNA. Und in diesen traditionellen Stärken liegt das Leistungsreservoir für die Zukunft der Region. „Das Erzgebirge war das Silicon Valley Sachsens“ - so war es im Zuge der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe vor einem Jahr zu lesen. Nicht nur die Arbeitsleistung der Bergmänner Untertage war enorm, sondern auch, was an Technologie, Infrastruktur, Zulieferhandwerk und Folgeindustrie innerhalb kurzer Zeit entlang des Gebirgskammes entwickelt wurde. Es zeugt von einer außergewöhnlichen Ausdauer und einem Entwicklergeist, der in der Gebirgsregion herrschte und noch heute dominiert.

Innovation aus Tradition | mehr zur Geschichte der Region

In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Die mittelständischen Unternehmen des Erzgebirges haben in der Tradition dieser Werte heute ein breites Fertigungs-Knowhow in den Folgeindustrien des Bergbaus aufgebaut und finden individuelle Lösungen für Spezialanwendungen. Deren Einsatzbereiche sind meist wenig bekannt, denn die Sichtbarkeit der Produkte ist begrenzt. Das Wirken im Hintergrund, als Zulieferer und Nischenanbieter ist auch der Grund, weshalb das Erzgebirge weniger mit starken Marken nach außen glänzt. Doch ist es gerade die Vielfalt und Heterogenität der Wirtschaftsregion, die sich als krisenresistent erwiesen haben und einen besonderen Vorteil bieten: In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Branchenvielfalt im Erzgebirge

Das ist ein Grund, weshalb sich im Erzgebirge aktuell gleich drei Innovations-Projekte der Zielsetzung stellen, regionale Anstrengungen in Forschung- und Entwicklung zu kanalisieren, um in der Kooperation sichtbare Erfolge zu erzielen. SmartERZ, recomine und Smart Rail Connectivity Campus sind als Projektvorhaben des WIR!-Programmes nahezu ideal für die Region. Denn die kleingliedrige Wirtschaftsstruktur erhält dadurch Zugang zu Forschungseinrichtungen und kann längerfristig Partnerschaften aufbauen. Schließlich war das Miteinander der vielen Branchen auch schon ein Erfolgsgarant für die Bergbauregion Erzgebirge.

Drei WIR-Bündnisse für das Erzgebirge

 

Das Geheimnis der Region

… sind damals wie heute die Menschen des Erzgebirges: Dr. Michael Urban, Wegbereiter des Welterbeprojektes auf tschechischer Seite, geht noch einen Schritt weiter und bezeichnet das Erzgebirge als das Silicon Valley der ganzen (damaligen) Welt. Erzgebirger mit Bergbauerfahrung und der besten akademischen Ausbildung wurden zu gefragten Experten – deshalb zog die Region Bergleute aus aller Welt an und entsandte sie ebenso international. Heute wie damals kann man sagen, in Freiberg wurden die High Potentials der Branche ausgebildet. Neben den Menschen brauchte die Region – das ist im Silicon Valley nicht anders – Rahmenbedingungen, um diese Leistungen zu ermöglichen. Kurfürsten sorgten mit ihren Entscheidungen u.a. zur Münzordnung und Verleihung von Münzrechten nach Annaberg und Joachimsthal im frühen 16. Jahrhundert, zur Gründung einer Bergbau-Universität 1765/66 oder dem Ausbau von Handelswegen für grundlegende Bedingungen, die die stetige Weiterentwicklung des Montanwesens ermöglichten. Unter den Universalgelehrten und Wissenschaftlern, die maßgeblich die Basis für die heutige Wissenschaft legten, finden sich Namen wie Alexander von Humboldt, Novalis, Adam Ries, Georgius Agricola und Carl von Carlowitz, die alle mit dem Erzgebirge in Verbindung stehen. 

Studieren im Erzgebirge

Die Fakten zum "Welterbe Erzgebirge"

Ähnlich verhält es sich mit Wirtschaftsförderung heute. Standortvoraussetzungen sind nicht wegzumachen, sondern können durch cleveres Handeln im Zusammenwirken von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gehoben werden, um mutigen Visionären und Machern Chancen zu ermöglichen. Denn Innovationen erfüllten dabei keinen Selbstzweck, sondern dienten der Optimierung eines Status quo. So wurde die Verbesserung von Wasserhebetechniken mit Feldgestängen und dem Kehrrad in Joachimsthal und Ehrenfriedersdorf im 16. Jhd. entwickelt, um tiefer liegende Erze abbauen zu können. Die von Heinrich Eschenbach entwickelte Kunst des krummen Zapfens war über Jahrhunderte maßgeblich für die Konstruktion von Pumpanlagen. Ähnlich wegweisenden Fragen existieren heute für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. Weichenstellungen für den Smart Rail Connectivity Campus können Potentiale zur Weiterentwicklung der Region heben, wenn hier am Standort der Schienenverkehr der Zukunft wesentlich mitentwickelt wird.

Nicht ohne Grund belegt der Erzgebirgskreis im Dynamik-Ranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft Platz 36 (von 401).

Aus Erfahrung gut

Mit neuen Erzaufbereitungstechnologien nahm Sigismund von Maltitz aus Dippldiswalde eine Vorreiterrolle ein, durch die erstmals die Erze in Wert- und Abfallkomponenten getrennt wurden. Eine geringere Staubbelastung war die Folge. Aktuelle Fragen zum schonenden Umgang mit Ressourcen, Nachhaltigkeit und dem Recycling von Altlasten zu Rohstoffquellen sind Themen, dem sich das Projekt recomine stellt. Hier von Beginn an involviert ist u.a. die Nickelhütte Aue. Mit fast 400 Jahren Firmengeschichte und über 400 Mitarbeitern ist die Nickelhütte ein industrielles Schwergewicht im Erzgebirge. Als Blaufarbenwerk beginnt die Historie des Metallurgie- und Hüttenbetriebes. Heute ist das Unternehmen ein Experte, wenn es um Metallrecycling geht. Im Kerngeschäft steht die Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus – ein wichtiger Fakt zum ökologischen Umbau der Wirtschaft. Neue Arbeitsfelder ergeben sich immer wieder durch neuartige Technologien und Stoffentwicklungen, die irgendwann wieder ihren Weg in den Kreislauf finden müssen.

Neue Werkstoffe sind das Stichwort. Denn so wie in den letzten Jahrhunderten vom ersten Silberfund ausgehend immer neue Legierungen andere Werkstoffe hervorbrachten, beschäftigen sich die findigen Erzgebirger auch heute mit der Revolution von Materialien, um Dinge mit Funktionen zu versehen. In dem breit angelegten Netzwerk SmartERZ entwickeln sich wertvolle Ansätze zur interdisziplinären Zusammenarbeit, die eine Produktentwicklung von intelligenten Verbundwerkstoffen erst möglich machen. Denn dafür braucht es Expertise in der Elektrotechnik, für Kunststoff, Textilien und Metall, aber genauso Maschinenbauer und Anlagenentwickler, die die Komponenten zusammenbringen. Und genau diese Vielseitigkeit hält das Erzgebirge bereit.

Nicht ohne Grund findet sich der Erzgebirgskreis im Regionalranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft auf Platz 36 im Dynamik-Ranking wieder und ist damit bester Flächenlandkreis Mitteldeutschlands. Eine Dynamik, die vor 800 Jahren ihren Ursprung hatte.

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kurz ERZählt Pressemitteilung
news-5450 Wed, 01 Jul 2020 10:43:00 +0200 Feingerätebauer erfinden sich im Zeitalter der Digitalisierung neu https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feingeraetebauer-erfinden-sich-im-zeitalter-der-digitalisierung-neu Winzige elektronische Bauelemente messen heute Wetterdaten wie Temperatur, Luftdruck und Feuchte. Auf herkömmliche Weise werden die Instrumente dagegen in Drebach gefertigt. Die Philosophie dahinter ist neu. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Mike Baldauf

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Newsmeldung
news-5451 Tue, 30 Jun 2020 10:01:00 +0200 Eine Wertzeugkiste aus dem Herzland für die Abiturienten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/eine-wertzeugkiste-aus-dem-herzland-fuer-die-abiturienten-1 Zeugnisausgabe und Abiball – nach Prüfungen unter coronabedingten Sonderbedingungen steht für die diesjährigen Abiturienten noch in den Sternen, in welcher konkreten Form der Schulabschluss gefeiert wird. Handfest dagegen bleibt die Verteilung der Wertzeugkiste aus dem Herzland. Wenn auch nicht in der üblichen Art, bekommt dennoch auch dieses Jahr jeder Absolvent der erzgebirgischen Gymnasien seine Kiste zum Start in einen neuen Lebensabschnitt. Die „Wertzeugkiste“ ist ein Präsent, das Werte und Werkzeuge clever verpackt vereint, um regionale Besonderheiten zum Leben und Arbeiten im Erzgebirge darzustellen. Im Sommer 2018 gestartet, ist diese Idee ein Projekt des Wirtschaftsbeirates Erzgebirge, das nun zum dritten Mal umgesetzt wird. Der Wirtschaftsbeirat setzt sich aus strukturbestimmenden Unternehmen der Erzgebirgsregion zusammen und wurde 2016 als Gremium des Regionalmanagements Erzgebirge gegründet.

Die „Wertzeugkiste“ soll den jungen Leuten, die nach dem Abitur die Region für ein Studium oder eine Ausbildung verlassen, ein Signal setzen, dass sie hier im Erzgebirge künftig als Fachkräfte gebraucht werden. Die Zwönitzer Gymnasiasten gehörten am 18. Juni 2020 zu den Schülern, die in diesem Schuljahr das Präsent unter Einhaltung der erforderlichen Hygienebedingungen im Beisein von Vertretern aus Wirtschaftsbeirat und Regionalmanagement Erzgebirge erhielten. Insgesamt erreicht die Aktion in diesem Jahr 800 Jugendliche an 14 Gymnasien der Erzgebirgsregion.

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WCE-Newsmeldung Pressemitteilung
news-5449 Mon, 29 Jun 2020 05:14:00 +0200 Familie erklimmt seit 250 Jahren Dächer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/familie-erklimmt-seit-250-jahren-daecher Michaela Wolf leitet in neunter Generation einen Dachdeckerbetrieb in Annaberg-Buchholz. Sie ist die erste Frau an der Spitze des Unternehmens, dessen Geschichte sich bis 1770 zurückverfolgen lässt. Aktuell muss eine besondere Herausforderung gemeistert werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Annett Honscha

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News Newsmeldung
news-5448 Thu, 25 Jun 2020 05:51:00 +0200 „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“: Live-Chat mit Unternehmern und Studieneinrichtungen vom Sofa aus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/studienmesseerz-virtualday-2020-live-chat-mit-unternehmern-und-studieneinrichtungen-vom-sofa-aus Ab 27. Juni vom Sofa aus die Pitch-Videos der erzgebirgischen Unternehmen und sächsischen Studieneinrichtungen gucken, direkt zum Live-Chat am 4. Juli 2020 anmelden und bis dahin ein paar Fragen vorbereiten. So einfach funktioniert die „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“ für die Gymnasiasten des Erzgebirgskreises. Sie ist in ihrer digitalen Ausgabe spannendes Neuland für die Veranstalter, denn die Messe war ursprünglich als Tagesveranstaltung in der Silberlandhalle in Annaberg-Buchholz geplant. Den ersten Julisamstag sollten sich Gymnasiasten, die ein Studium planen, im Kalender markieren. Denn dann dreht sich online einen Tag lang alles ums Studieren: Egal ob klassisches Hochschulstudium, BAföG, duales Studieren, Regelstudienzeit oder Praxispartner – digital und live werden die unterschiedlichsten Fragen beantwortet. Organisiert in Partnerschaft von Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz und Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH erhalten die jungen Leute die ganze Bandbreite an Studienmöglichkeiten präsentiert. Etwa 40 erzgebirgische Unternehmen und Studieneinrichtungen sind mit dabei und stehen in Video-Chats persönlich Rede und Antwort. Dreh- und Angelpunkt ist die Aktionswebsite www.studienmesseERZ.de. Dort stellen sich ab 27. Juni 2020 in kurzen, knackigen Pitch-Videos regionale Unternehmen, sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien vor. Danach können sich die Interessenten für die Live-Chats am 4. Juli anmelden und sich mit Vertretern der Studieneinrichtungen und Unternehmen zum Chat zwischen 10:00 und 14:00 Uhr verabreden. Zusätzlich sind die jungen Leute für den Zeitraum auf die WebStage eingeladen, um Vorträge und Workshops mit Experten zu spannenden Fachthemen zu besuchen – und das alles von Zuhause aus.

Auch die meisten Unternehmer sind unerfahren, wenn es um so ein digitales Messeangebot geht. Jessica Rusch, Personalverantwortliche im Elldus Resort in Kurort Oberwiesenthal erklärt, warum sie dennoch dabei sind: „Es ist für uns ein spannendes Projekt, weil eben ein komplett neuer Weg, eine Messe digital mitzumachen. Ich erwarte informative Gespräche in einer ungezwungenen Atmosphäre, nicht so steif wie manchmal auf einer echten Messe. In den letzten Wochen haben wir aber bereits unseren kompletten Bewerbungsprozess für Auszubildende online gestaltet, heißt, es gab Video-Chats und Fragebögen. Das hat super funktioniert, auch weil die Atmosphäre von Zuhause für die jungen Leute sehr locker, entspannt war. Wir werden das auch teils beibehalten, denn es erleichtert Wege vor allem für Jugendliche, die von weiter her sich bei uns bewerben.“ Flächendeckend alle Gymnasiasten aus dem Erzgebirge zu erreichen, ist durchaus ein Fakt, der für dieses digitale Angebot steht. Denn egal wo in der Region – ob in Aue, Annaberg-Buchholz oder Marienberg - die Messe räumlich in „echt“ stattfindet — für viele bleibt der Weg zur Location weit.

Neben den traditionellen Formaten braucht es neue Kanäle, ist sich Peter Schaarschmidt, Leiter Personalwesen & Analyse/Strategie bei der KSG GmbH in Gornsdorf, sicher. „Wir haben nicht mit unserer Anmeldung gezögert und sind dankbar für diese Möglichkeit. Vielleicht können sogar künftig traditionelle Formate auch aufeinander aufbauen oder die Themen vertiefen. Wir brauchen Studenten und künftige Fach- und Führungskräfte. Und dennoch ist es paradoxerweise immer schwieriger in der heutigen Zeit eines Informationsüberangebots die jungen Leute zu erreichen. Für uns ist es neu, ein Pitch-Video selbst zu produzieren oder so ein Gespräch per Video-Chat zu machen – aber wir haben auf jeden Fall Spaß und Lust darauf, dieses neue Format auszuprobieren.“ Sechs Vorträge gibt es als Video-Special auf der Webstage studienmesseerz.de zu sehen. Peter Schaarschmidt erklärt in einem, warum Fach- und Führungskräfte im Erzgebirge künftig so dringend gebraucht werden.

Gespannt ist auch Stefanie Wäntig von der Firma Trockenbau Wäntig in Schneeberg, wie die Unterhaltung mit den Jugendlichen per Chat läuft. „Wir beteiligen uns an der virtuellen Studienmesse, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Trockenbauunternehmen zu lenken. Wir geben einen Überblick über die Studienmöglichkeiten zum Diplombauingenieur (BA) oder zum Studiengang Baumanagement (BA).“

Wie die StudienmesseERZ-virtualDay 2020 von den jungen Leuten letztendlich angenommen wird, weiß noch keiner. Gefragt sind dabei auch die Eltern. Babara Tennert, Lehrerin am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Schwarzenberg und Fachleiterin, ist sich sicher: „Die Schüler sind an dieser Art Messe interessiert, einfach weil es auch zur Zeit keine anderen Angebote gibt. Und für die 10er und 11er Klassen ist es wichtig, sich beruflich zu informieren, zu schauen, was es in der Region an Chancen gibt. Die Flyer zur Messe gebe ich persönlich in den Klassen aus und erläutere das Konzept. Nur das Papier in der Schule auszulegen, reicht nicht aus, um die Jugend und letztlich auch die Eltern zu erreichen. Und sie sollten dabei sein, um gerade bei Themen wie Studienfinanzierung up to date zu sein.“

Hintergrund:

Nach einer erfolgreichen Pilotveranstaltung der Studienmesse:Dual ERZ im Juni 2019 mit 300 jugendlichen Gästen verschmelzen in diesem Jahr das duale Profil dieses Events mit dem seit Jahren etablierten Hochschultag der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Damit wird die gesamte Palette an akademischen Möglichkeiten vorgestellt. Es präsentieren sich sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien gleichzeitig mit regionalen Unternehmen, die Studierende als Praxispartner unterstützen. Ziel der Messe ist es, den Gymnasiasten einen Karrierestart und berufliche Perspektiven im Erzgebirge aufzuzeigen, um sie als Fach- und Führungskräften von morgen für die Region zu gewinnen.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes und ist ein Projekt der Fachkräfteallianz Erzgebirge.

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(mit WCE teilen) Newsmeldung
news-5446 Wed, 24 Jun 2020 05:01:00 +0200 Coronakrise beschert Hersteller von Papier volle Auftragsbücher https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/coronakrise-beschert-hersteller-von-papier-volle-auftragsbuecher Grünperga hat die Produktion von Hygienetüchern seit Jahresbeginn fast vervierfacht. Zudem will das Traditionsunternehmen aus Grünhainichen mit einer neuen Brötchentüte helfen, Plastikmüll zu vermeiden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 19. Juni 2020, Holk Dohle

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Newsmeldung
news-5443 Tue, 23 Jun 2020 09:35:00 +0200 Viva Vinyl https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/viva-vinyl Warum sind Schallplatten kein Relikt, sondern noch immer Teil der Musikkultur und weshalb vertrauen internationale Top-Acts auf Vinyl aus dem Erzgebirge? Diesen Fragen ist Marcus Lehman nachgegangen und hat Carsten Haupt, den Gründer von Celebrate Records, in Stollberg besucht und die Geschichte für das Magazin SIGHTGEIST aufgeschrieben. Warum erfreuen sich Schallplatten trotz Spotify und Apple Music noch immer einer gewissen Beliebtheit? Die Antwort auf diese Frage liegt für Carsten Haupt, Gründer der Firma Celebrate Records, auf der Hand. „Die Schallplatte ist heute wieder in den Wohnzimmern zuhause. Die Soundqualität, die Haptik, die Optik im Regal, all das bietet kein Streamingdienst. Wir vergessen Musik, wenn wir sie nicht in der Hand halten“, erklärt der Vinyl-Enthusiast aus dem Erzgebirge. Die Rituale am Plattenspieler, wie das Aufsetzen der Nadeln und das Wechseln der Seite, stehen für Entschleunigung und laden ein zum Hören mit Genuss, zum bewussten Anhalten und Abschalten.

Wir vergessen Musik, wenn wir sie nicht in der Hand halten.

Bei unserem Besuch im Plattenwerk in der kleinen Stadt Stollberg führt uns Carsten Haupt in einen Besprechungsraum. Hier stehen gleich mehrere Plattenspieler und Plattenregale. Unzählige Plattenhüllen hängen an den Wänden und schaffen eine ungezwungene Atmosphäre. „Die haben alle wir produziert“, erzählt uns der Firmengründer und ehemalige DJ. Die Auswahl reicht dabei über alle Genres, von Michael Jackson über AC/DC bis zu Techno-DJs wie Blank & Jones.

Die Firma ist einmalig in Deutschland. Die Schallplattenbranche ist klein, aber weltweit vernetzt. Celebrate Records spielt auf internationaler Bühne und gehört nach eigenen Aussagen zu den zehn größten Plattenproduzenten weltweit. „Aber wir sind die Innovativsten“, behauptet Haupt stolz. Neuartig wirkt die Produktionstechnik auf uns zunächst nicht. Die Maschinen, mit denen die Platten in der Werkhalle gepresst werden, sind häufig gebrauchte Pressen, die Haupt und seine Mitinhaber überall auf der Welt aufgespürt und aufgekauft haben. Danach wurden sie von den erfindungsreichen Chefs „getuned“. „Neben der eigentlichen Produktionshalle stehen große Hydrauliktanks, die für einen Druck von bis zu 100 Tonnen auf die Platten sorgen“, erklärt der gelernte Heizungs- und Lüftungsbauer, „meine Pressen könnte ich sogar über mein Smartphone steuern – überall auf der Welt.“ 

Das Auflegen der Platte, das Ansetzen der Nadel oder das Wechseln der Seite sind Statements für Entschleunigung und bewussten Genuss.

Celebrate Records wurde 1998 gegründet und begann als kleine Garagenfirma. Zu dieser Zeit war die Schallplatte in Deutschland kaum von Bedeutung, die CD feierte ihren großen Siegeszug. „Wir haben damals keine großen Auflagen, sondern über Nacht einzelne Platten für Elektro-DJ’s produziert“, erinnert sich der Gründer Haupt. Weil nur sein Team das damals so schnell schaffte, setzten immer namhaftere Produzenten auf so genannte Duplates aus dem Erzgebirge. „Die Platten wurden zur einmaligen Verwendung hergestellt, damit die Acts nachts beim nächsten großen Gig ihre frisch produzierten Beats live auflegen konnten“, so Haupt. Mit dem Vertrauen wuchsen auch die Aufträge. Weitere Maschinen mussten gekauft und Mitarbeiter angestellt werden. Seit 2010 kommt der Trend den Vinyl-Experten entgegen: Im Jahresvergleich wurden 2018 nur noch halb so viele CD’s verkauft, dafür fünfmal so viele Schallplatten. Der Marktanteil der Vinyls ist so von 0,6 auf 5,7 Prozent gestiegen. Mittlerweile hat die Firma 25 Mitarbeiter in den Bereichen Toningenieurwesen, Verwaltung und Customer Service, Galvanik und Presserei, Weiterverarbeitung und Versand.

„An uns wenden sich Labels, das Künstlermanagement oder auch die Artists selbst“, so Haupt weiter. Celebrate Records übernimmt vom Mastern der Audio-Dateien bis zum Versand der fertigen Schallplatten sämtliche Tätigkeiten. Als Give-Away für Musikzeitschriften hat selbst die kleine 7-Zoll-Schallplatte vor einigen Jahren ein Revival erlebt. „Diese Singles wurden früher beispielsweise oft für Jukeboxen eingesetzt“, erzählt uns der Branchenkenner. Neben den kleinen Schallplatten sind die großen 12-Zoll-Platten nach wie vor die Größen, die am häufigsten produziert werden. „Als einzige Firma weltweit können wir auch 10-ZollSchallplatten vollautomatisch pressen“, berichtet Haupt stolz, „außerdem bieten wir Schallplatten in allen Farben und mit Bildmotiven an.“ Alle Varianten lassen sich auf jedem Schallplattenspieler abspielen.

Der unscheinbare Riese mitten in der Musik

Der unscheinbare Riese einer kleinen Branche zwischen Tradition, Kunst und Tüftelei hat die Wiederbelebung der Schallplatte früh erkannt und vorangetrieben. Wenn wir heute eine Vinyl auflegen, hört sich das anders als an über einen Streamingdienst, selbst als von einer CD. Wir vernehmen unbekannte Tiefen und Höhen und fühlen uns, als wären wir mitten in der Musik. Das Auflegen der Platte, das Ansetzen der Nadel oder das Wechseln der Seite sind Statements für Entschleunigung und bewussten Genuss.

Mit ihrem Erfindungsreichtum und ihrer Liebe zum Medium profitierten Carsten Haupt und seine Kollegen von der Renaissance der Vinylplatte. So wurde Celebrate Records zu einem internationalen Marktführer, fernab der Szene-Hotspots. Selbst die letzte Platte der Pop-Legende David Bowie kommt exklusiv aus dem kleinen Stollberg. „Auch fast vier Jahre nach seinem Tod pressen wir neue Auflagen für den weltweiten Markt“, erzählt uns der Plattenhersteller noch, als wir gehen. Bowie ist wohl, genau wie die Schallplatte, ein absoluter Longseller.

Text: Marcus Lehmann | Vorlautes Netzwerk
Fotos: Marko Unger | Studio2Media

Beitrag aus dem Magazin „SIGHTGEIST“ Ausgabe No. 13 (2020)

Magazin „SIGHTGEIST“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „SIGHGEIST“, das für die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH erscheint.

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Unternehmensgeschichten
news-5444 Tue, 23 Jun 2020 05:04:00 +0200 Wünschendorfer Bier gibt es jetzt auch in Flaschen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wuenschendorfer-bier-gibt-es-jetzt-auch-in-flaschen Um das Getränk abfüllen zu können, braucht es eine Anlage. Uwe Gottwald und seine Mitstreiter wollten sie bauen, doch dann wurde einer von ihnen im Internet fündig. [...]

Quelle: Freie Presse vom 19. Juni 2020, Jan Görner

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Newsmeldung
news-5442 Mon, 22 Jun 2020 05:24:00 +0200 Wie Hase, Igel und Uli das Geschäft ankurbeln sollen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-hase-igel-und-uli-das-geschaeft-ankurbeln-sollen Die Corona-Krise trifft auch Denny Sieber hart. Mit seiner Kreativität stemmt sich der Socken-Unternehmer aus Hopfgarten allerdings dagegen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 17. Juni 2020, Andreas Bauer

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news-5441 Fri, 19 Jun 2020 05:43:00 +0200 Stollberger Ratskeller wird Cocktailbar https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberger-ratskeller-wird-cocktailbar Seit 2009 hat die Stadt die verlassene Gaststätte nur noch als Lagerraum genutzt. Nun aber soll wieder Leben in die Räume unterm Rathaus ziehen: Chemnitzer Gastronomen wagen den Sprung nach Stollberg. [...]

Quelle: Freie Presse vom 13. Juni 2020, Jan Oechsner

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news-5439 Thu, 18 Jun 2020 05:09:00 +0200 Sicherheitswürfel aufgebaut https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sicherheitswuerfel-aufgebaut Die Scharfensteiner Seiwo Technik hat ihre Idee umgesetzt und ein Referenzobjekt gebaut. Nun fehlen nur noch Käufer. Die Coronakrise spornt Unternehmen zu Innovationen an. Der Scharfensteiner Museumsausstatter Seiwo Technik hat jetzt in seiner Niederlassung in Hohenstein-Ernstthal einen "Protect Cube" aufgebaut - einen Sicherheitswürfel, der Menschen zusammenbringen und gleichzeitig vor der Ansteckung mit dem gefährlichen Virus schützen soll.

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Quelle: Freie Presse vom 11. Juni 2020, Mike Baldauf

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news-5440 Wed, 17 Jun 2020 05:31:00 +0200 Zehntausende neue Bewohner in Schwarzenberg angesiedelt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zehntausende-neue-bewohner-in-schwarzenberg-angesiedelt Nachdem es im vergangenen Jahr zu einem massenhaften Fischsterben im Schwarzwasser, der Großen Mittweida und im Schwarzbach kam, das durch Giftstoffeinleitungen im Schwarzbach in Höhe Elterlein verursacht wurde, hat sich der Porsche Werkzeugbau in Schwarzenberg kurzerhand entschlossen, den Anglerverband Südsachsen e.V. mittels einer Spende beim Wiederbesatz zu unterstützen.
„Der Porsche Werkzeugbau ist sich seiner Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Region bewusst. Ein schonender Umgang mit Ressourcen, umweltorientiertes und energieeffizientes Handeln sind für uns elementar. Die Region Sachsen und das Erzgebirge liegen uns hierbei natürlich besonders am Herzen.“ so Markus Kreutel, Vorsitzender der Geschäftsführung am Standort. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und Mike Uhlemann, Geschäftsführer des Anglerverbands Südsachsen e.V., wurden dafür symbolisch junge Bachforellen am Stadtstrand hinter dem Rathaus ins Schwarzwasser eingesetzt. Im weiteren Verlauf des Flusses wurden danach insgesamt mehr als 10.000 Jungfische durch die Kollegen der Fischaufzuchtgesellschaft Südsachsen mbH an verschiedenen Stellen neu besetzt.


Oberbürgermeisterin Hiemer dankte allen Anwesenden für ihr Engagement für einen nachhaltigen Naturschutz und betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung des Hochwasser- und Gewässerschutzes an unseren Flüssen. „Der Stadtstrand hinter dem Rathaus ist ein beliebter Treffpunkt für Bewohner aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der umliegenden Unternehmen geworden. Gleichzeitig dient dieser Erholungsbereich auch dem Hochwasserschutz. Nach den verheerenden Hochwassern 2002 und 2013 wurde durch die Landestalsperrenverwaltung hiermit eine schöne wie sinnvolle Überflutungsfläche und eine Gewässeraufwertung geschaffen.“


Das gesellschaftliche Engagement ist dem Porsche Werkzeugbau sehr wichtig. In seiner aktuellen Umwelt- und Energiepolitik zeigt das Unternehmen wie wichtig ihm der Umgang mit Ressourcen und Nachhaltigkeit ist. Nach der Übernahme des Unternehmens von KUKA 2015 wurden alle Arbeitsplätze auch unter Energie- und Nachhaltigkeitsaspekten modernisiert. Der Neubau der neuen Produktionshallen erfolgte streng auf Basis der Umwelt- und Energiepolitik des Unternehmens. Modernste Technologien sorgen zukünftig für optimale Energie- und Materialkreisläufe auf dem Weg zu einer CO2 neutralen Fertigung.

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news-5437 Mon, 15 Jun 2020 05:43:00 +0200 30 Jahre ZABAG - Vom Zaun zur komplexen Hochsicherheitsanlage https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/30-jahre-zabag-vom-zaun-zur-komplexen-hochsicherheitsanlage Genau vor 30 Jahren startete die ZABAG-Erfolgsgeschichte in der Garage von Geschäftsführer Michael Simon. Diese erste Wirkungsstätte passt 300 Mal in die heutige Produktionsfläche.  In Grünhainichen entwickelt und fertigt die ZABAG Security Engineering GmbH Schiebetoranlagen, Flügeltore, Drehkreuze und Schranken und sichert damit Objekte auf der ganzen Welt. Begonnen hat die Firma ganz klein mit dem Verkauf und der Montage von Zaunanlagen - heute konzipiert ZABAG komplexe Sicherheitsanlagen mit smarter modernster Technik.

In 30 Jahren Firmenhistorie hat man sich zu einem der Marktführer dieser Branche entwickelt. Die Drehkreuz- und Polleranlagen, Schranken und Sicherheits-Tore des mittelständischen Unternehmens sorgen weltweit für die Sicherheit bei Botschaften, Flughäfen, Hafenanlagen, Justizvollzugsanstalten, Polizeistationen und Kernkraftwerken aber auch auf Firmengeländen namhafter Unternehmen. Doch auch jenseits des Hochsicherheitsbereichs entwickelt der mittelständische Global Player kreative Lösungen für individuelle Kundenwünsche. 

Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen für sein Engagement als Finalist mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet.

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news-5435 Fri, 12 Jun 2020 05:50:00 +0200 Eibenstocker Revierförster zum Förster des Jahres nominiert https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eibenstocker-revierfoerster-zum-foerster-des-jahres-nominiert Andreas Pommer ist Förster durch und durch. Als waschechter Sachse hat er das forstliche Handwerk von der Pike auf gelernt. Sein Credo lautet: „Der Waldumbau hört nicht bei der Waldverjüngung auf, er fängt damit erst an“. Nun steht der Erzgebirger im Finale des diesjährigen DeutschenWaldpreises in der Kategorie Förster des Jahres. Wenn Andreas Pommer naturgemäße Waldwirtschaft meint, dann heißt das für ihn „durch eine integrative Dauerwaldbewirtschaftung alle natürlichen Ressourcen zu erhalten und zu verbessern.“ Wie sich dies praxisnah umsetzen lässt, hat sich der Förster des Reviers Eibenstock im Erzgebirge auf zahlreichen Exkursionen durch Europa und Nordamerika abgeschaut. „Auf den Reisen habe ich in den vergangenen 30 Jahren verschiedenste Beispiele von Waldbewirtschaftung auf der einen Seite und Urwäldern auf der anderen Seite sehen dürfen.

Diese immer neuen Eindrücke und Anregungen habe ich mit nach Sachsen gebracht und versuche diese hier, was geht, umzusetzen“, erläutert der 53-jährige Förster, der auch in Eibenstock aufgewachsen ist. Seine Ausbildung als Forstfacharbeiter/Mechanisator startete er Mitte der 80er-Jahre, 1989 fing er das Studium der Forstwissenschaften an der TU Dresden an, nach 7 Semestern wechselte Pommer nach Eberswalde, „weil mir klar war: Ich will in den Wald, ich will in die praktische Revierarbeit, das war nach der politischen Wende mit einem Uniabschluss im öffentlichen Dienst nicht möglich.“

Angepasste Wildbestände

Durch eine intelligente Waldbewirtschaftung und das Ausnutzen biologischer Prozesse hält Pommer den Ressourceneinsatz so gering wie möglich: „Bei angepassten Wildbeständen laufen viele Verjüngungsprozesse von selbst ab, Lichtsteuerung durch den Oberstand macht die Pflege im Unterstand obsolet.“ Und so verbringt der Förster viele Stunden – auch und v. a. nach Dienstschluss – mit der Büchse in der Hand und zusammen mit seinen beiden Brandelbracken Odin und Aska. 50 bis 70 Stück Rehwild, 10 bis 20 Stück Rotwild und zwischen 20 bis 30 Sauen pro Jahr kommen in seinem 1.750 ha großen Revier zusammen.

Pommer: „Die konsequente Bejagung hat uns hier den entscheidenden waldbaulichen Vorteil gebracht. Früher war das hier ein Kernrevier des Rotwildforschungsgebietes Eibenstock, noch heute fallen 30 bis 40 % des Holzeinschlags durch die damalige Rotwildschäle fäulebedingt in D-Sortimente.“

Heute gibt es keine Neuschäle mehr. Ein weiterer Erfolg: Sämtliche Verjüngung kommt ohne Zaun hoch. „Den intensiven Waldumbau betreiben mein Vorgänger Klaus-Peter Trommer und ich seit 30 Jahren, er ist uns gut gelungen. Wir haben kaum noch Flächen für die Pflanzung von Mischbaumarten, 20 % der Holzbodenfläche ist inzwischen Weißtanne, 20 % Buche.“ Bei der Bewirtschaftung des Altholzes helfen 40 m Gassen, „um das Produktionsmittel Boden zu schonen“, wie der Förster erklärt.

Durch angepasste Technik, Stehendentnahme, Bändereinsatz, gut ausgebildete Zufäller und stellenweise auch durch Rückepferdeeinsatz wird für eine schonende Holzernte gesorgt. 15.000 Efm/Jahr müssen in seinem Revier geerntet werden, um den Vorrat von etwa 360 Fm/ha zu halten. 70 bis 80 % werden mittels Unternehmereinsatz geerntet und aus dem Wald gebracht.

Waldnaturschutz

„Durch eine integrative Waldwirtschaft versuche ich auf ganzer Fläche die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Sich von Natur aus anbietende Strukturen wie Wurfholz, Blitzfichten, absterbende Altbäume werden von mir genauso in die Bewirtschaftung eingebaut wie aktive Maßnahmen“, erklärt der Förster. Dazu zählen die Ausweisung von Biotopbäumen, Bachtalrenaturierung, Förderung von Lichtwaldbiotopen an Waldinnenrändern, Hecken an Bergwiesen oder die Bergwiesenpflege.

Das Revier Eibenstock erstreckt sich über 1.750 ha und findet sich in Höhen zwischen 600 bis 960 m ü. NN. Pommer sind diese Strukturen sehr wichtig, auch der Aufbau von Nisthilfen, Laichgewässern bis hin zu Fledermauskästen. „Unseren Forsten fehlen für mehr Naturnähe vor allem die Stadien der Zerfallsphase der Urwälder.“ Das Nachzustellen fällt ihm relativ leicht, indem er so viel wie möglich minderwertige Sortimente, z. B. als Hochstubben, Kronenmaterial und Baumteile, die nicht kostendeckend aufgearbeitet werden können, im Wald belässt. „Natürlich immer unter Berücksichtigung der Waldschutzsituation“, betont der Förster.

Interessierte in den Wald holen

„Tue Gutes und rede darüber, das ist mein Leitsatz“, so Pommer. Die Forstwirtschaft rücke zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses und die Förster würden dabei nicht immer gut wegkommen. „Deshalb versuche ich im Rahmen der Waldpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit Interessierte in den Wald zu holen und für die naturnahe, naturgemäße und integrative Waldbewirtschaftung zu werben“, so Pommer, selbst Vater von zwei erwachsenen Kindern. Dazu kommen einige Schulklasseneinsätze und Einsätze des Bergwaldprojektes mit Freiwilligen.

Hobbyimker

Seit zehn Jahren ist der Hobbyimker Ausbildungsrevierleiter für den gehobenen Dienst und engagiert sich bei der innerbetrieblichen Weiterbildung bei Sachsenforst bei Astungsseminaren und Anzeichnungsübungen in Marteloskopen. Nicht genug, denn Pommer engagiert sich zudem in einem regionalen Naturschutzverein, ist seit 30 Jahren Vorstandsmitglied der ANW-Landesgruppe Sachsen und Vorstandmitglied der ÖJV-Landesgruppe Sachsen. „Mein Beruf ist mein Hobby, gute Beispiele treiben mich an; meine Vorgesetzten motivieren mich, z. B. wertvolles Holz durch Astung zu erzielen oder Wildbestände niedrig zu halten, das ist komplett meine Linie.“ Genau das nimmt man dem Förster ab; für das tägliche Tun von Andreas Pommer gibt es ein Wort: Engagement.

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news-5434 Thu, 11 Jun 2020 05:08:00 +0200 Deutschlands bestes Nachrichtenjournal kommt aus dem Erzgebirge:„erzTV KOMPAKT“ mit dem Deutschen Regionalfernsehpreis ausgezeichnet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/deutschlands-bestes-nachrichtenjournal-kommt-aus-dem-erzgebirge-erztv-kompakt-mit-dem-deutschen-regionalfernsehpreis-ausgezeichnet „Heimat. Wissen. Aktuell.“. Die Mischung, die mit diesem Slogan bei erzTV auch Programm sein soll, hat die Jury überzeugt: „erzTV KOMPAKT“ wurde zum besten Nachrichtenjournal der deutschen Regionalfernsehsender gekürt. Nominiert wurden außerdem die Nachrichtenmagazine „hallo HALLE!“ (TV Halle) und „STUDIO 47“ (Studio 47 Duisburg). Mike Bielagk, Geschäftführer der KabelJournal® GmbH freut sich mit seinem Team: „Ich glaube, wir haben mit unserem Konzept den Nerv der Zeit getroffen. Verlässliche Informationen, etwas Unterhaltung und möglichst viel Heimatgefühl packen wir in unser tägliches Nachrichtenmagazin, das mit der aktuellen Länge gut auf allen möglichen Ausspielwegen anzuschauen ist. Ein Nachrichtenmagazin, das sich ständig verändert, weil sich auch unsere Zuschauer ständig weiterentwickeln. Und für die machen wir die Sendung schließlich.“

 

Für Chefredakteur Mario Totzauer hat sich der eingeschlagene Weg bewährt: „Gerade, weil wir eben nicht so sind, wie die ganz großen Fernsehsender, weil wir unseren eigenen Weg gefunden haben und den auch erfolgreich gehen, haben wir eine große Akzeptanz geschaffen. Wir sind jedermanns Nachbar, der sich auskennt. Wir sind Programmmacher, die man trifft, denen man auch mal eine Meinung sagen kann. Wir mögen keine Sensationshascherei, fragen aber auch mal kritisch nach. Das hat die Jury des Deutschen Regionalfernsehpreises überzeugt und darauf lässt sich weiter aufbauen.“

 

Auf eine feierliche Übergabe des Preises musste die kleine Mannschaft aber verzichten. Nicht wie gewohnt in einer großen festlichen Fernsehgala, sondern in einer sehr besonderen Form einer Onlinepreisverleihung, wurden dieses Jahr die Gewinner und nominierten Wettbewerbsteilnehmer zum Deutschen Regionalfernsehpreis geehrt. Ursprünglich war eine Gala in Koblenz geplant. Die Corona-Pandemie hatte den Veranstaltern aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Der Deutsche Regionalfernsehpreis wurde bereits zum 17. Mal vergeben. Er ist der größte und renommierteste Wettbewerb für die regionalen TV-Sender in Deutschland. Veranstalter ist Fernsehproduzent Sebastian Richter. Der „Regiostar“ wird gemeinsam mit den Landesmedienanstalten ausgerichtet. Preise werden jedes Jahr in neun Kategorien vergeben. Zur Fachjury gehören TV-Moderator Dennie Klose, Kameramann Frank Trautmann und Fernsehjournalist Diethelm Straube. Unter www.regiostar.tv sind alle Preisträger aufgelistet. erzTV überträgt die Verleihung ab 5. Juni 2020 jeweils nach dem aktuellen Nachrichtenprogramm zur vollen geraden Stunde.

 

erzTV ist das Regionalfernsehprogramm für die ehemaligen Landkreise Aue-Schwarzenberg, Annaberg und Stollberg. Es wird von der KabelJournal® GmbH in Grünhain-Beierfeld produziert. Das Programm ist rund um die Uhr in erzgebirgischen und überregionalen Kabelnetzen sowie über HbbTV, Livestreams auf erzTV.de und auf youtube.de sowie auf verschiedenen Social-Media-Kanälen zu empfangen. Das Programm erreicht rund 320.000 Menschen über die Kabelnetze. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen werden Sendungen und Einzelvideos von erzTV weit mehr als eine halbe Million Mal im Monat abgerufen.

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news-5433 Wed, 10 Jun 2020 05:52:00 +0200 Stollberger Mode-Unternehmen: Masken kompensieren Verluste https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberger-mode-unternehmen-masken-kompensieren-verluste Mode made in Stollberg? Wegen Corona musste das Bekleidungsunternehmen Modee von Fashion für Damen auf Masken für Alle umstellen, um wirtschaftlich zu überleben. Wie geht es nun weiter? [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. Juni 2020, Jan Oechsner

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news-5432 Tue, 09 Jun 2020 05:40:00 +0200 Design-Fakultät testet Bewerber erstmals virtuell https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/design-fakultaet-testet-bewerber-erstmals-virtuell Die Corona-Pandemie zwingt die Schneeberger Hochschule, die Eignungsprüfungen dieses Jahr komplett online vorzu- nehmen. Für den Dekan bedeutet das eine große Umstellung. Für eine junge Frau, die sich noch in Neuseeland befindet, ist es vorerst die Rettung ihres Studien-Wunsches. [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. Juni 2020, Georg Dostmann

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news-5431 Mon, 08 Jun 2020 05:31:00 +0200 Curt Bauer in der Corona-Krise: Zwischen Kurzarbeit und Investitionen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/curt-bauer-in-der-corona-krise-zwischen-kurzarbeit-und-investitionen Corona trifft das Auer Textilunternehmen hart. Trotzdem fließt in den Standort Geld, unter anderem in neue Maschinen. Künftige Investitionen der Firma stehen allerdings in Frage. [...]

Quelle: Freie Presse vom 3. Juni 2020, Heike Mann

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news-5430 Fri, 05 Jun 2020 05:04:00 +0200 Sachsens bester Arbeitgeber: New Work am Erzgebirgskamm https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sachsens-bester-arbeitgeber-new-work-am-erzgebirgskamm „Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Man muss ihm nur die Freiheit geben – und wird als Unternehmer dafür mit Freiheit belohnt“, sagte Unternehmer Martin Fenzl einmal in einem Interview. Diese Philosophie macht den Botschafter des Erzgebirges nun zu Sachsens bestem Arbeitgeber. Attraktive Arbeitsbedingungen, beste Entwicklungsmöglichkeiten für die gesamte Belegschaft und eine positive, wegweisende Firmenkultur – all das vereint die TESTA MOTARI Automotive GmbH. So urteilte die Jury des Wettbewerbs „Sachsens Unternehmer des Jahres“ und zeichnet deshalb das Unternehmen von Geschäftsführer Martin Fenzl aus Johanngeorgenstadt mit dem Sonderpreis „Fokus X – Bester Arbeitgeber“ aus.

Der Automobilzulieferer fertigt heute innovative Interieurs für alle großen Luxusmarken – Bentley und Rolls-Royce, die S-Klasse von Mercedes oder BMW. Der Blick für die schönen Dinge begann aber für den ausgebildeten Tischler im Unternehmen des Vaters mit der edlen Verkleidung in Holz und feinen Oberflächen von Computergehäusen, Kugelschreibern und Kaffeemaschinen. Doch Martin Fenzl wollte mehr, eine eigene Firma wurde der Traum.

Die Zusammenarbeit mit Kunden und seinem Team auf Augenhöhe waren Martin Fenzl von Beginn an wichtig. Seit anderthalb Jahren liegt sein Fokus auf einer unternehmerischen Vision, die inspiriert ist von der Idee des „New Work“: Jeder Mitarbeiter bestimmt seine Aufgaben selbst. Teams formen sich eigen-dynamisch und selbstregulierend. Die Verantwortung für Projekte liegt komplett bei den Teams – bis hin zu den Finanzen. Alles ist zu hundert Prozent transparent in der Designmanufaktur am Erzgebirgskamm.

Der Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“  ist eine Initiative von Sächsischer Zeitung, Freier Presse, Leipziger Volkszeitung, MDR Sachsen, KPMG AG, Volkswagen Sachsen, LBBW Landesbank Baden-Württemberg und der Gesundheitskasse AOK Plus. Der Preis wird heute in der Gläsernen Manufaktur von VW Sachsen in Dresden übergeben. 

Jetzt Erfolgsgeschichte lesen: „Vertrauen schafft Freiheit“

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(mit WCE teilen) Newsmeldung Pressemitteilung
news-5428 Thu, 04 Jun 2020 05:04:00 +0200 Facebook und der Hacker im Rathaus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/facebook-und-der-hacker-im-rathaus Als er 11 war, baute er seinen ersten Computer zusammen. Heute löst Alexander Krauß Softwareprobleme für einen Internetgiganten. Dazu taucht er ins Darknet ab. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. Mai 2020, Christoph Pengel

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news-5423 Wed, 03 Jun 2020 05:28:00 +0200 Kemtauer Manufaktur erfindet neues Gerät zur Wollverarbeitung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kemtauer-manufaktur-erfindet-neues-geraet-zur-wollverarbeitung In der Wollmanufaktur Wollschaaarf werden zahlreiche Arbeitsgeräte selbst hergestellt. Eines davon ist eine eigene Kreation, die es so noch nicht gab. Inzwischen wird die Innovation sogar an Kunden in aller Welt geliefert. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. Mai 2020, Georg Dostmann

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news-5424 Tue, 02 Jun 2020 05:38:00 +0200 Die Saubermacher-Stadt vom Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-saubermacher-stadt-vom-erzgebirge Thalheim ist eine Saubermacher-Stadt. Diese Auszeichnung für beispielhaften Bürgerservice erhielt nun die kleine Erzgebirgsstadt von mängelmelder.de und der wer denkt was GmbH neben Heppenheim, Marl und Bernkastel-Kues. Die Anliegen, die die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Jahr 2019 über die Plattform mängelmelder.de und die kostenfreie Mängelmelder-App eingegeben haben, wurden dort besonders aufmerksam, sorgfältig und zuverlässig bearbeitet. Die Auszeichnung „Saubermacher-Stadt“ soll dieses Engagement hervorheben und Zeichen der Anerkennung sein. Sie wird bereits zum dritten Mal vorgenommen.

Die Stadt Thalheim ist Gewinnerin in der Rubrik „Die hellste Leuchte“. Dort wurden prozentual die meisten Anliegen zum Thema defekte Beleuchtung gelöst. Weitere Rubriken waren „Saubermacher“, „Reaktionsheld“ und "Lösungsblitz". 

 

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news-5420 Mon, 01 Jun 2020 08:33:00 +0200 Natürlich gewachsen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/natuerlich-gewachsen-aus-der-idealen-symbiose-von-herz-kopf-und-hand-wachsen-kindermoebel Tina und Toni, beide 31, von Kindesbeinen an miteinander verbandelt und nun gemeinsam Herz, Kopf und Hand von Kindgerecht Design. Seit 2011 sind sie ein Paar, seit 2014 entwerfen und bauen sie intelligente Kindermöbel – authentisch, nachhaltig und fair, mit Herzblut und Handarbeit in der eigenen Holzwerkstatt im Erzgebirge. „Das Thema Kindermöbel kam ganz natürlich zu uns“, sagt Tina Berchner, die Produkt- und Kommunikationsdesign in Dessau studierte. Als ihre Bachelorarbeit ins Haus stand, suchte sie – inspiriert vom eigenen Kinderwunsch – nach hochwertigen Kindermöbeln, die man auch über das Babyalter hinaus sinnvoll nutzen kann. Doch so recht wollten ihr die Kinderbetten, die es am Markt gab, nicht gefallen. „Warum müssen Kinderbetten eckig sein? Was wünschen sich Mutter und Kind? Warum sollte man erst ein Beistellbett kaufen und sechs Monate später ein Kinderbett – geht das nicht auch nachhaltiger?“, fragte sie sich – und entwarf für ihre Abschlussarbeit ein Bett, das bis heute seinesgleichen sucht. Formschön und funktional, intelligent und vielseitig, mitwachsend und flexibel – ein echter Begleiter fürs Leben. Berührt man die sanften Formen, spürt man die hohe Qualität: kein Grat, keine Schraube, kein Klappern – einfach nur gutes Holz in feinstem Schwung.

Ich wollte ein hochwertiges Möbelstück für Kinder schaffen, das Design und Funktion formschön vereint,

beschreibt die Gestalterin ihren Anspruch. Gemeinsam mit ihrem Mann Toni, der fürs Handwerkliche zuständig ist, brachte sie die Idee zur Marktreife. Später, für ihre Master- Arbeit, entwarf die Designerin noch die passende Wickelkommode zum Kinderbett – ein Funktionswunder, das mittlerweile auch in Serie produziert wird.

Das Kinderbett von KINDGERECHT:

Zu zweit sind Tina und Toni echte Allrounder: Von der Bestellannahme bis zur Buchhaltung, vom Design bis zur Werbung, von der Prozessentwicklung bis zur Produktion liegt alles in ihren Händen.

Wenn man alles selber macht, gewinnt man eine große Wertschätzung für das Produkt,

weiß Toni Walther. Nachhaltiges Arbeiten und der persönliche Kontakt zu den Menschen, die ihre Bettchen kaufen, liegen den jungen Unternehmern am Herzen. Fast jedes Kinderbett wird von Tina und Toni persönlich ausgeliefert. Eine große Karte im Büro zeigt, wo sie überall schon waren. „Die Begegnungen sind oft sehr emotional“, erzählt Tina Berchner. „Wir lernen die Familien kennen, werden manchmal sogar mit zum Essen eingeladen und kommen ins Gespräch. Wir entdecken herrliche Ecken von Deutschland, Österreich und der Schweiz und erzählen natürlich auch immer vom Erzgebirge.“

Tina und Toni liefern ein Bett an Familie Freigang aus:

Die Kunden schätzen die Regionalität, das gute Design und den hohen Anspruch, für den die Möbel von Kindgerecht Design stehen. „Wir können offen zeigen, wer es baut und wo es herkommt – bis zum Holz, das wir verwenden“, sagt Toni Walther. Er hat Außenhandel studiert und zuvor eine Lehre als Industriemechaniker gemacht. Das kommt ihm jetzt zugute. „Toni hat goldene Hände“, sagt Tina lächelnd, und ein Blick in die Halle liefert den Beweis. Zwei CNC-Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und Sägen, eine große Lackiermaschine – das sieht nach hohen Investitionen aus. „Von wegen“, lacht Toni Walther. „Die meisten Maschinen waren fast schrottreif, als wir sie für kleines Geld gekauft haben. Dann habe ich sie wieder gangbar gemacht.“

Wir schätzen das so sehr, was wir hier haben

Jetzt stehen sie in der alten Scheune des Hofes in Börnichen, auf dem drei Generationen gemeinsam leben. Die Oma kocht jeden Tag Mittagessen für die ganze Familie. Ein Miteinander, das glücklich macht. „Wir schätzen das so sehr, was wir hier haben“, sagen die Firmengründer. „Dieses Gefühl, jeden Tag aufzustehen und sich auf seine Aufgaben zu freuen. Das ist unsere Motivation.“

Für die Zukunft haben Tina und Toni jede Menge Pläne und Ideen. „Wir wachsen langsam, ganz natürlich“, sagt Toni Walther. „Tag für Tag sammeln wir neue Erfahrungen. Es ist schön, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

Text: Sylva-Michèle Sternkopf
Fotos: Isabell Fischer

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5421 Fri, 29 May 2020 05:20:00 +0200 Gießerei hat bienenfleißige Mitarbeiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/giesserei-hat-bienenfleissige-mitarbeiter Auf dem Firmengelände in Lößnitz steht seit Kurzem ein Bienenstock. Das Unternehmen will damit ein Zeichen setzen gegen das Artensterben. Im Spätsommer soll der erste Honig geerntet werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. Mai 2020, Irmela Hennig

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news-5422 Thu, 28 May 2020 05:28:00 +0200 Spezialitäten der "Gaststub' zur Bimmlbah'": Pesto von Neudorfer Wiesen und Blutwurstpraline https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spezialitaeten-der-gaststub-zur-bimmlbah-pesto-von-neudorfer-wiesen-und-blutwurstpraline Die Fichtelbergbahn dampft wieder durchs Sehmatal. Und in der Küche der "Gaststub' zur Bimmlbah'" dampft es ebenfalls wieder - auf dem Herd. In den vergangenen Wochen ist dort viel modernisiert worden. Der Chef, ein junger Neudorfer, brennt für ausgefallene, regionale Küche. [...]

Quelle: Freie Presse vom 26. Mai 2020, Christine Bergmann

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news-5419 Wed, 27 May 2020 05:10:00 +0200 Metallbau-Unternehmen verlegt Firmensitz nach Neu-Amerika https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/metallbau-unternehmen-verlegt-firmensitz-nach-neu-amerika Als Erschaffer des "Menschenkochtopfes" machte Norbert Mann Schlagzeilen. Auch sonst läuft es in der Firma sehr gut. Nun wird mehr Platz benötigt. Ein Umzug steht an. Am neuen Standort wird Metall auf Holz treffen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. Mai 2020, Denise Märkisch

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news-5417 Tue, 26 May 2020 05:18:00 +0200 Erzgebirge wird zum Kletterparadies https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirge-wird-zum-kletterparadies Sebastian Buchwieser vom Alpenverein hat eine Ausbildung in Erlabrunn abgehalten. Die Bergführer bringen auch Anfänger sicher nach oben. [...]

Quelle: Freie Presse vom 18. Mai 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5414 Mon, 25 May 2020 05:29:00 +0200 Wo Familien glücklich sind - Erzgebirgsstädte Nase vorn https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wo-familien-gluecklich-sind-erzgebirgsstaedte-nase-vorn Annaberg-Buchholz ist unter den Top 10 der familienfreundlichsten Städte Deutschlands. Mit der Stadt Freiberg auf Platz 20 haben es gleich zwei Erzgebirgsstädte auf die vordersten Plätze geschafft. Das zeigt eine Studie des Magazins Kommunal. – Europas größten Magazin für kommunale Entscheider. Vorne liegen zahlreiche ländliche Regionen, wenn es um beste Rahmenbedingungen für Eltern und Kinder geht. Warum das so ist, fassen die Experten vom Standortanalysetool zusammen. Dazu wurden 585 deutsche Mittelstädte auf ihre Familienfreundlichkeit untersucht. Der Fokus lag dabei auf Städten mit Einwohnerzahlen zwischen 20.000 und 75.000 Menschen.

Sie sollen im Kindergarten gefördert werden, in der Schule viel lernen, nachmittags sicher wieder nach Hause kommen und viele Entfaltungsmöglichkeiten haben – Eltern wünschen sich das beste Umfeld für ihre Kinder. Viele Jahre galten nur Ballungsräume, Metropolen und Großstädte als lebenswerte Wohnorte - Klein- und Mittelstädte haftete das Image an, uncoole Lebensräume mit schlechter Infrastruktur und geringen Bildungsmöglichkeiten zu sein. Längst hat sich diese Sichtweise relativiert.

Und womit punktet die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz konkret? Es ist ein sehr hoher Schlüssel an Beschäftigten im Erzieher- und Bildungsbereich, der wiederum für eine geringe Zahl an Schulabbrechern sorgt. Es ist das günstige Bauland und ein gut sortierter Wohnungsmarkt, der hilft, dass der persönliche Wohntraum kein Luftschloss bleibt. Und es ist eine niedrige Anzahl an Insolvenzverfahren, die zeigt, dass die Stadt mit einer ganzen Region wirtschaftlich auf soliden Füßen steht. Eine Geburtenziffer im oberen Drittel der Erhebungen beweist: Familienplanung wird nicht nur gedacht, sondern auch gemacht – und die Sprösslinge finden Spielpartner gleich in der Nachbarschaft.

Als bestimmende Faktoren, die ein Lebensumfeld für Familien attraktiv machen wurden in der Studie unter anderem Geburtenrate, Infrastruktur, Schulabschlussraten und finanzielle Sicherheiten wie Insolvenzverfahren untersucht. Und die Region sollte sich wohlstandsbezogen in positive Richtung bewegen und genügend Wohnraum vorhanden sein.

Übrigens: In der Studie hatten kleine und mittelgroße Städte im Süden Deutschlands besonders die Nase vorn.

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news-5416 Fri, 22 May 2020 08:13:42 +0200 Feuerwerk soll Himmel im Erzgebirge erleuchten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feuerwerk-soll-himmel-im-erzgebirge-erleuchten Mit einer besonderen Lichtshow will eine Firma am Samstag nicht nur auf die Folgen der Coronakrise reagieren. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Mai 2020, Georg Ulrich Dostmann,

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news-5413 Wed, 20 May 2020 05:18:00 +0200 Drehteam neugierig auf Riesentraktoren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/drehteam-neugierig-auf-riesentraktoren Im Zwönitzer Ortsteil Hormersdorf geht seit dem gestrigen Freitag und noch bis Sonntag ein Fernsehteam auf Szenen-Jagd. Wie das Miteinander auf dem Land funktioniert, erfahren Zuschauer Ende Mai. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Mai 2020, Anna Neef

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news-5412 Tue, 19 May 2020 05:15:00 +0200 "Erzgeburger": Gastronomen geben Verwendung frei https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgeburger-gastronomen-geben-verwendung-frei Lange bevor die Region den Welterbetitel erhielt, hatte ein Wirt aus Thermalbad Wiesenbad eine Idee und ließ sich diese patentieren. Doch nun sollen Name und Variationen im Erzgebirge frei nutzbar sein. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Mai 2020, Denise Märkisch

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news-5411 Mon, 18 May 2020 08:50:00 +0200 Klein, sensibel - große Wirkung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/klein-und-sensibel-mit-grosser-wirkung Was für Bücher das bedruckte Papier ist, sind bestückte Leiterplatten für die Elektronik. Sie bilden das Herzstück elektronischer Geräte- vom Handy bis zur Kransteuerung. Das Bestücken von Leiterplatten ist seit 20 Jahren das Metier des Unternehmens EKM Elektronik GmbH in Zwönitz. Dabei werden kleinste elektronische Bauelemente zu einer funktionierenden Baugruppe verarbeitet. Querbeet macht krisensicherer

Aktuell arbeiten die 140 Mitarbeiter an einem Großauftrag für die Medizintechnik: sie fertigen die Elektroniken für Intensivbeatmungsgeräte, die gerade jetzt sehr dringend benötigt werden.  Die Medizintechnikbranche gehört schon immer zum Kundenstamm des Zwönitzer Unternehmens. „Unsere Abnehmer finden sich unter anderem auch in der Luft- und Raumfahrt, im Modellbau, in der Industriesteuerung – eigentlich querbeet verteilt in zahlreichen Branchen. Da sticht keiner mit einem besonders großen Volumen raus“, erklärt Uwe Müller. Damit spricht der Geschäftsführer der EKM etwas an, was gerade in Krisenzeiten von großem Vorteil ist: Hat man sich mit seinen Kunden breit aufgestellt, kompensieren sich einzelne Auftragsausfälle eher als wenn ein konzentrierter Großauftrag wegbricht.

Größter Auftrag in Firmenhistorie

„Oftmals wissen wir gar nicht, in welche Produkte genau unsere elektronischen Baugruppen beim Kunden eingebaut werden“, so Uwe Müller. In dem Falle des aktuell außergewöhnlich großen Auftrages ist das anders. Seit Jahren arbeitet EKM mit einem Spezialisten für Medizintechnik aus dem Westerwald zusammen. Diese Firma produziert die weltweit gefragten Beatmungsgeräte und benötigte eine schnelle Belieferung mit den dafür erforderlichen Baugruppen aus dem Erzgebirge. „Es ist der bisher größte Auftrag in der Firmengeschichte. So müssen wir uns für die nächsten zwei, drei Monate im Unternehmen keine Sorgen machen. Dennoch ist alles nur eine Momentaufnahme. Wie für viele andere Unternehmen ist auch für uns derzeit manches ungewiss“, relativiert Geschäftsführer Uwe Müller. Um zügig und flexibel auf die Anfrage reagieren zu können, kommt dem Zwönitzer Technologieunternehmen das Branchennetzwerk innerhalb der Region Erzgebirge zugute. Materialien mussten besorgt werden, die aufgrund von logistischen Schwierigkeiten vom sonstigen Zulieferer aus China schwer zu bekommen waren. „Schnelle Hilfe kam in diesem Fall von der Firma KSG GmbH aus Gornsdorf. Sie lieferte uns die entsprechenden Leiterplatten zu“, so Müller.

Was im Jahr 2000 im hauseigenen Keller von Uwe Müller mit der Fertigung von Baugruppen und Geräten in kleinem Umfang begann, mauserte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem führenden Unternehmen dieser Art im Erzgebirge. Die rasante Firmenentwicklung machte es notwendig, die seit 2001 genutzte Produktionsstätte im Gewerbehof Zwönitz zu verlassen und 2011 in ein eigenes modernes Gebäude zu ziehen. Auf 3800m² Produktionsfläche wird seitdem mit neuestem Maschinenpark und Equipment gefertigt.

Weniger ist mehr - Prototypen statt Masse

EKM fokussierte sich anfangs auf Produktion und Gerätemontage. Später wurde das Portfolio um Hard- und Softwareentwicklung ergänzt. Seitdem bietet EKM als einer der führenden EMS-Dienstleister im Erzgebirge kundenspezifische Komplettlösungen von der Entwicklung über Bestückung und Prüfung bis Montage und Logistik. „Wir sind kein Massenfertiger, sondern bewegen uns im Bereich Prototypenfertigung bis hin zu einer mittleren Stückzahl. Das ermöglicht uns flexibles Reagieren auf besondere Anforderungen unserer Kunden“, betont Müller.

Leiterplatten für smartes Erzgebirge

Flexibilität, Nischendenken und Kooperieren werden in Zukunft für erzgebirgische Unternehmen wegweisend sein. So haben sich im vergangenen Jahr über 160 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im Bündnis SmartERZ (Smart Composites Erzgebirge) auf den Weg gemacht, um einen innovationsgetriebenen Strukturwandel in der Region Erzgebirge zu initiieren. Auch die EKM Elektronik hat sich dem Netzwerk angeschlossen. SmartERZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Innovationsfähigkeit der regionalen Unternehmen im Bereich neuer Verbundmaterialien und Komponenten nachhaltig zu stärken. Sogenannte Smart Composites sind neuartige Verbundwerkstoffe wie z. B. textilverstärkte Kunststoffe mit smarten Funktionen. Diese entstehen durch das Einbringen von Sensoren, Aktoren und weiteren miniaturisierten Elektronikkomponenten in unterschiedliche Materialien. Und auch hier sind von EKM bestückte Leiterplatten nicht selten Dreh- und Angelpunkt einer zukunftsweisenden Elektronik.

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news-5410 Fri, 15 May 2020 05:09:00 +0200 Gärtnerei bringt Balkone zum Blühen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gaertnerei-bringt-balkone-zum-bluehen Seit 1906 dreht sich im Leben der Buchholzer alles um Blumen, Pflanzen und Gemüse, mittlerweile beweist die vierte Generation einen grünen Daumen. Nach den Eisheiligen können Hobbygärtner richtig loslegen. Die Arbeit für die Profis begann aber schon im Winter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. Mai 2020, Elke Schäf

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