<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"> <channel> <title>Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.</title> <link>https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de</link> <description>Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge.</description> <language>de-de</language> <copyright>Regionalmanagement Erzgebirge</copyright> <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 15:44:12 +0000</pubDate> <lastBuildDate>Tue, 06 Oct 2026 15:44:12 +0000</lastBuildDate> <atom:link href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/rss.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /> <generator>TYPO3 CMS</generator> <item> <guid isPermaLink="false">news-10793</guid> <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 06:26:00 +0000</pubDate> <title>Überraschende Statistik: Beim Kinderkriegen liegt das Erzgebirge vorn</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ueberraschende-statistik-beim-kinderkriegen-liegt-das-erzgebirge-vorn </link> <description>Im Erzgebirgskreis liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau höher als in allen anderen sächsischen Landkreisen und Städten. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Landesamtes für das Jahr 2025.&amp;nbsp;Demnach kamen Frauen im Erzgebirgskreis im Schnitt auf 1,44 Kinder. Der sächsische Durchschnitt lag bei 1,16 Kindern pro Frau. Unter den Landkreisen wurden Werte zwischen 1,30 im Landkreis Zwickau und 1,44 im Erzgebirgskreis ermittelt.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Erzgebirgskreis liegt über dem sächsischen Schnitt</strong></p> <p>Damit hebt sich das Erzgebirge bei dieser Kennzahl klar vom Landeswert ab. Auch die drei großen sächsischen Städte lagen darunter. Für Chemnitz wurden 1,22 Kinder pro Frau ermittelt, für Dresden 1,06 und für Leipzig 0,93.&nbsp;Die Zahlen zeigen zugleich große Unterschiede zwischen Stadt und Land. Alle sächsischen Landkreise lagen 2025 bei der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau über dem Wert für ganz Sachsen.&nbsp;Ein Jahr zuvor sah die Verteilung etwas anders aus. 2024 hatte der Landkreis Bautzen mit 1,5 Kindern pro Frau den höchsten Wert unter den Landkreisen. Der sächsische Durchschnitt betrug damals 1,22.</p> <p><strong>Sachsen zählt 23.126 Geburten</strong></p> <p>Landesweit wurden 2025 insgesamt 23.126 Kinder lebend geboren. Besonders viele Geburten gab es in Leipzig mit 4.476 und Dresden mit 3.880 Kindern. Mehr als ein Drittel aller 2025 in Sachsen geborenen Kinder kam damit in diesen beiden Städten zur Welt.&nbsp;Ein Grund dafür ist die Altersstruktur. 37 Prozent aller sächsischen Frauen zwischen 15 und unter 50 Jahren lebten 2025 in Dresden und Leipzig. Eine hohe Zahl an Geburten bedeutet daher nicht automatisch eine hohe durchschnittliche Kinderzahl pro Frau.&nbsp;Beim Blick auf diese Kennzahl steht 2025 der Erzgebirgskreis mit 1,44 an der Spitze Sachsens.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Mitmach-Laden_Olbernhau_Reportage_21_11.jpg" length="630210" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10799</guid> <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 08:35:00 +0000</pubDate> <title>240 Mitarbeiter und starke Wurzeln: Preis für Bahnunternehmen aus Jöhstadt</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/240-mitarbeiter-und-starke-wurzeln-preis-fuer-bahnunternehmen-aus-joehstadt </link> <description>Der Verein zur Entwicklung der Region Annaberger Land hat seinen 30. Geburtstag gefeiert. Mehr als 120 Gäste kamen Mitte September 2026 zum Festakt nach Thermalbad Wiesenbad. Im Mittelpunkt standen drei Jahrzehnte Arbeit für die Region sowie der Blick auf kommende Vorhaben. Eine besondere Ehrung ging an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH aus Jöhstadt.&amp;nbsp;Das Bahnunternehmen erhielt den Vereinspreis Annaberger Land 2026. Gewürdigt wurden seine Leistungen für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung sowie die positiven Folgen für den Arbeitsmarkt.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Vom Erzgebirge auf die Schiene in ganz Deutschland</strong></p> <p>Die kurz PRESS genannte Firma wurde im Jahr 2000 in Jöhstadt gegründet. Aus dem Unternehmen mit festen Wurzeln im Erzgebirge entwickelte sich ein mittelständischer Eisenbahn- und Logistikbetrieb, der heute deutschlandweit und über Grenzen hinweg tätig ist.&nbsp;Rund 240 Mitarbeiter gehören zum Unternehmen. Zu den Geschäftsfeldern zählen der Schienenpersonennahverkehr, der Güterverkehr und die Logistik.&nbsp;Trotz des Wachstums ist der Sitz in Jöhstadt geblieben. Der Verein würdigt mit dem Preis daher auch die Bindung der PRESS an ihre Herkunft und ihren Beitrag für Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Erzgebirge.&nbsp;Die Laudatio hob zudem die Verbindung von Eisenbahntradition und moderner Entwicklung hervor. Technik, Infrastruktur und Logistik bilden dabei die wirtschaftliche Grundlage. Zugleich verbindet die Bahn Menschen, Orte und Wirtschaftsräume.</p> <p><strong>Seit 30 Jahren für das Annaberger Land</strong></p> <p>Die Preisvergabe war Teil eines besonderen Geburtstags. Der Verein Annaberger Land wurde 1996 gegründet und zählt heute mehr als 100 Mitglieder. Seitdem begleitet er die Entwicklung der Region in Feldern wie Wirtschaft, Tourismus und Daseinsvorsorge.&nbsp;Mehr als 450 Projekte wurden nach Angaben des Vereins in den vergangenen drei Jahrzehnten umgesetzt. Über 30 Millionen Euro Fördermittel flossen dadurch ins Annaberger Land. Seit 2007 arbeitet der Verein als Lokale Aktionsgruppe des europäischen LEADER-Programms.&nbsp;Auch bekannte Veranstaltungen gehen auf das Engagement zurück. Dazu gehören das Annaberger-Landring-Radeln, der Arnsfelder Familientag und die Sternwanderung Annaberger Land.&nbsp;Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte die Schirmherrschaft für die Jubiläumsveranstaltung übernommen. „Mit Weitsicht, Tatkraft und Heimatliebe erkannten die Initiatoren und Gründer des Vereins zur Entwicklung des Annaberger Landes e. V. die Chancen des LEADER-Programms für ihre Region, das schöne Erzgebirge“, sagte Kretschmer.</p> <p><strong>Neues Wimmelbild zeigt das Annaberger Land</strong></p> <p>Beim Festakt richtete sich der Blick zugleich auf kommende Aufgaben. Vorgestellt wurde ein neu gestaltetes Wimmelbild für das Annaberger Land. Darauf finden sich typische Orte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Mitgliedskommunen. Künftig soll das Wimmelbild an verschiedenen Stellen in der Region zu sehen sein.&nbsp;Auch die Zusammenarbeit der Kommunen spielte beim Jubiläum eine große Rolle. Symbolisch spielte der Verein den Vertretern seiner 13 Mitgliedskommunen sowie dem Ministerpräsidenten einen Ball für die weitere gemeinsame Arbeit zu.&nbsp;Der Verein setzt damit nach 30 Jahren seine Arbeit für das Annaberger Land fort. Die Auszeichnung der PRESS zeigt zugleich, welche Rolle Unternehmen aus dem Erzgebirge dabei spielen: Sie schaffen Arbeitsplätze, tragen zur regionalen Wirtschaft bei und bleiben ihrer Heimat auch bei überregionalem Wachstum verbunden.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/125-30_Jahre_-_Annaberger_Land_e.jpg" length="661365" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10798</guid> <pubDate>Thu, 01 Oct 2026 07:41:00 +0000</pubDate> <title>Erzgebirgs-Hotel gibt Erfahrungen mit internationalen Teams weiter</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgs-hotel-gibt-erfahrungen-mit-internationalen-teams-weiter </link> <description>Das Elldus Resort in Oberwiesenthal übernimmt eine neue Aufgabe: Das familiengeführte Hotel- und Ferienresort ist Regionalbotschafter des Netzwerks „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ in Sachsen für 2026/27. Damit kann ein Unternehmen aus dem Erzgebirge seine Erfahrungen mit internationalen Mitarbeitenden bundesweit weitergeben.&amp;nbsp;Das Netzwerk besteht seit zehn Jahren und wurde von der Deutschen Industrie- und Handelskammer und dem Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufen. Die Regionalbotschafter vertreten das Netzwerk jeweils ein Jahr in ihrem Bundesland.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Menschen aus neun Nationen arbeiten im Erzgebirgs-Resort</strong></p> <p>Die Ernennung kam für das Elldus Resort zunächst überraschend. Geschäftsführerin Melanie Ellinger erklärt: „Als die Anfrage kam, haben wir uns zuerst gefragt, ob wir wirklich die Richtigen für diese Aufgabe sind.“&nbsp;Ein Blick auf das Team gab die Antwort. Menschen aus neun Nationen arbeiten aktuell im Resort. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Rund 30 Prozent der Belegschaft kommen aus Tschechien. Hinzu kommen unter anderem Auszubildende aus Vietnam und Indien sowie Geflüchtete aus der Ukraine.</p> <p>Für den Betrieb im Erzgebirge gehört das gemeinsame Arbeiten von Menschen mit verschiedenen Sprachen und Lebensgeschichten längst zum Alltag. Deutsch dient als gemeinsame Sprache im Unternehmen. Je nach Abteilung kommen zudem Englisch, Tschechisch und weitere Sprachen zum Einsatz. Ein Deutschkurs im Haus hilft Beschäftigten beim Lernen der Sprache.</p> <p><strong>Hilfe geht über den Arbeitsplatz hinaus</strong></p> <p>Das Elldus Resort unterstützt internationale Beschäftigte auch bei Fragen rund um Wohnung, Sprache und soziale Kontakte. Familien erhalten ebenfalls Hilfe, etwa bei Kindergarten, Schule oder Ausbildung.&nbsp;„Unser Ziel ist, dass aus einem Arbeitsplatz ein Stück neue Heimat wird“, sagt HR-Managerin Jessica Rusch.&nbsp;Gerade für Hotels und Gaststätten spielen Beschäftigte aus anderen Ländern eine große Rolle. Viele freie Stellen und Ausbildungsplätze lassen sich laut Elldus Resort ohne internationale Bewerber nur schwer besetzen.&nbsp;Mit seinen Erfahrungen kann der Betrieb aus Oberwiesenthal nun anderen Unternehmen praktische Einblicke geben. Respekt und ein offenes Miteinander gehören dabei zu den Grundsätzen des Hauses.</p> <p><strong>Zukunft des Netzwerks nach 2026 offen</strong></p> <p>Die neue Aufgabe ist allerdings mit Unsicherheit verbunden. Die aktuelle Förderung des Netzwerks läuft zum 31. Dezember 2026 aus. Das Netzwerk wird derzeit mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums sowie mit Eigenmitteln der Deutschen Industrie- und Handelskammer finanziert. Ob und in welcher Form die Arbeit danach weitergeht, ist offen.&nbsp;Für das Elldus Resort ändert das nichts an der Arbeit mit internationalen Beschäftigten. Das Unternehmen will seine Erfahrungen weiterhin mit anderen Betrieben teilen und persönliche Geschichten aus dem Team sichtbar machen.&nbsp;Damit kommt aus dem Erzgebirge ein Beispiel dafür, wie internationale Fachkräfte und Auszubildende langfristig in einem Unternehmen Fuß fassen können. In Oberwiesenthal gehören Menschen aus verschiedenen Ländern längst fest zum Arbeitsalltag.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/5DE_0399.jpg" length="682917" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10797</guid> <pubDate>Wed, 30 Sep 2026 07:33:03 +0000</pubDate> <title>Spätschicht 2026: Hier wird die spannende Arbeitswelt erlebbar</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spaetschicht-2026-hier-wird-die-spannende-arbeitswelt-erlebbar </link> <description>Was passiert eigentlich hinter den Türen der Unternehmen in der Region? Antworten darauf gibt die Spätschicht am Freitag, 30. Oktober 2026. Rund 100 Unternehmen und Institutionen aus Chemnitz, dem Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und dem Landkreis Zwickau laden Interessierte ein, ihre Arbeitswelt kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Bei den kostenfreien Führungen können Besucherinnen und Besucher Produktionsabläufe erleben, verschiedene Berufsfelder entdecken und direkt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Damit bietet die Spätschicht nicht nur spannende Einblicke in die regionale Wirtschaft, sondern auch die Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber persönlich kennenzulernen und Kontakte für die eigene berufliche Zukunft zu knüpfen.</p> <p>Von etablierten Unternehmen bis zu neuen Teilnehmern ist erneut ein breites Spektrum vertreten. Die Vielfalt der Branchen macht die Spätschicht zu einem Angebot für unterschiedliche Zielgruppen – von Schülerinnen und Schülern über Studierende und Jobsuchende bis hin zu Fachkräften und allen, die sich für die Unternehmen der Region interessieren. Im Erzgebirge beteiligen sich 56 Unternehmen an der diesjährigen Spätschicht. Seit 2018 unterstützt die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) das Format und koordiniert die Akquise und Vermarktung erzgebirgischer Teilnehmer.&nbsp;</p> <p>Die kostenlosen Führungen können ab <strong>1. Oktober 2026</strong> online unter <a href="http://www.industriekultur-chemnitz.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.industriekultur-chemnitz.de</a> gebucht werden. Aufgrund der begrenzten Plätze empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.&nbsp;Die Spätschicht wird gemeinsam von den beteiligten Partnern der Wirtschaftsregion Chemnitz veranstaltet und bringt seit Jahren Unternehmen und Menschen aus der Region miteinander in Kontakt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Sp%C3%A4tschicht_FB-VeranstaltungsBanner.jpg" length="1368176" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10796</guid> <pubDate>Tue, 29 Sep 2026 18:20:00 +0000</pubDate> <title>5 Unternehmen aus dem Erzgebirge, die für weltweite Sicherheit sorgen.</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/unternehmen-sicherheit-security </link> <description>Das Thema Sicherheit ist für Unternehmen vielschichtig: Es umfasst sowohl die digitale als auch die physische Welt. Daten müssen ebenso gut beschützt werden wie Mitarbeitende, Anlagen oder Infrastruktur. Im Erzgebirge ist eine Reihe von Unternehmen ansässig, die sich täglich mit der Entwicklung und Fertigung sicherheitsrelevanter Produkte beschäftigen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>ABUS | Hochpräzise Schließsysteme aus Pfaffenhain</h3> <p>Mit der ABUS Pfaffenhain GmbH in Jahnsdorf findet sich ein international gefragter Spezialist für hochwertige mechanische Zylinder- und Schließsysteme im Erzgebirge. Die Produkte werden vom Zylindergehäuse bis zum Kernstift im Haus entwickelt und konsequent „Made in Germany“ gefertigt und kommen weltweit zum Einsatz – in Privathaushalten, Kliniken, öffentlichen Einrichtungen oder in Prestigeobjekten wie dem Burj Al Arab in Dubai. Das Unternehmen stützt sich auf einen reichen Erfahrungsschatz: Seit 1946 ist man in der Region aktiv, seit 2003 Teil der global tätigen ABUS Gruppe.</p> <h3>KSG GmbH | Leiterplatten für sicherheitskritische Elektronik</h3> <p>Die KSG GmbH in Gornsdorf gilt mit 650 Mitarbeitern als zweitgrößter Leiterplattenhersteller in Europa. Ihre Produkte kommen in der Luft- und Raumfahrt, in Kommunikationssystemen oder sicherheitsrelevanten Steuerungen zum Einsatz – unter höchsten Anforderungen an Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Präzision. Die maßgeschneiderten Leiterplatten der KSG erfüllen strenge technische Standards in Bezug auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit – schließlich hängen davon Menschenleben ab. Zum Unternehmen gehört neben dem Werk in Sachsen auch ein Standort in Gars am Kamp (Österreich).</p> <h3>Norafin Industries (Germany) GmbH | Textiler Schutz für extreme Situationen</h3> <p>Die Norafin Industries (Germany) GmbH mit Sitz in Mildenau entwickelt technische Vliesstoffe für vielfältige Einsatzgebiete. Innerhalb der Produktlinie „Protective Line“ entstehen Materialien, die extremen Bedingungen standhalten – von Arbeits- und Feuerschutzkleidung über wetterfeste Textilien bis hin zu Spezialgeweben, die Schutz vor Stichwunden oder sogar Schussverletzungen bieten. Schließlich kommen Norafin-Produkte dort zum Einsatz, wo Menschen besonderen Risiken ausgesetzt sind – etwa im Polizeidienst oder bei Rettungskräften. Die Innovationskraft des Unternehmens speist sich aus engem Kundendialog und hat Norafin zu einem führenden Hersteller von hochwertigen Wasserstrahl- und Nadelvliesen sowie technischen Composites gemacht.</p> <h3>Metallbau Bellmann GmbH | Schutz durch Aluminium und Stahl</h3> <p>Einen lauten Flughafen hat im Erzgebirge niemand vor der Tür. Aber vielleicht einen Bahnhof, eine Baustelle oder eine Fabrikhalle. Schallschutz spielt eine wichtige Rolle. Etwa dann, wenn Mitarbeitende in Büros neben Industriehallen vor Lärm geschützt werden sollen. Spezialist dafür ist die Alusysteme – Metallbau Bellmann GmbH aus Brand-Erbisdorf. Das Unternehmen entwickelt sicherheitsrelevante Systeme für den baulichen Brandschutz und die Schalldämmung. Eigens entwickelt wurde „Silenzio“, ein patentiertes Schallschutzsystem vor allem für Bewohner in lärmgestörten Gegenden. Geplant, gefertigt und montiert werden Aluminium-Fenster, -Türen, -Tore und -Fassaden, aber auch Sonderlösungen aus Stahl. Außerdem stellt Bellmann Wand- und Fassadenelemente für die Systemgastronomie, für Supermärkte oder die Autoindustrie her.</p> <h3>ZABAG | Zugang zum Hochsicherheitsbereich </h3> <p>Die ZABAG AG zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Zugangs- und Zufahrtsanlagen. Vor allem im Sicherheits- und Hochsicherheitsbereich. Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich das Unternehmen zu einem &nbsp;Spezialisten für Perimeterschutz, mit über 120 Mitarbeitenden und einer Produktionsfläche, die mittlerweile 300-mal größer ist als zu Gründungszeiten. ZABAG plant, produziert und installiert hochwertige Schiebe-, Dreh- und Faltflügeltore, Hochsicherheitsschranken, Drehkreuze, Poller und Spezialanlagen – &nbsp;individuell angepasst und technisch auf höchstem Niveau. Als Generalunternehmer bietet das Unternehmen ganzheitliche Lösungen, von der Beratung bis zur Installation und Wartung – alles bekommt der Kunde aus einer Hand. Besonders gefragt ist ZABAG bei sensiblen Objekten wie Flughäfen, staatliche Liegenschaften, Kraftwerke und andere Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Kunden aus weit über 30 Ländern vertrauen auf die Innovationskraft aus dem Erzgebirge. Ein bedeutender Meilenstein war 2025 die Umwandlung in die ZABAG Aktiengesellschaft – &nbsp;ein klarer Schritt, um das internationale &nbsp;Geschäft weiter auszubauen und den Wachstumskurs fortzusetzen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Unternehmensgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Sicherheit-Zabag-_3_.jpg" length="531143" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10792</guid> <pubDate>Tue, 29 Sep 2026 06:19:00 +0000</pubDate> <title>Bienen, Kuchen, Kreatives: Dafür gibt es im Erzgebirge 20.000 Euro</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bienen-kuchen-kreatives-dafuer-gibt-es-im-erzgebirge-20000-euro </link> <description>20.000 Euro für gute Ideen aus dem Erzgebirge: Beim Wettbewerb „Gieht luus! – Deine Heimat. Dein Projekt.“ sind 13 Vorhaben ausgezeichnet worden. 26 Ideen waren zuvor eingereicht worden. Die prämierten Projekte reichen von Natur und Bildung über Kultur bis zu neuen Treffpunkten.&amp;nbsp;Die Preise wurden am 17. September 2026 vergeben. Hinter den Ideen stehen Vereine, Schulen, Firmen und engagierte Menschen aus der LEADER-Region „Tor zum Erzgebirge“.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Acht Projekte erhalten je 1.000 Euro</strong></p> <p>Acht Vorhaben bekommen jeweils 1.000 Euro. Dazu zählt ein Naturpfad am Schulweg der Grundschule Neukirchen/Erzgeb. Kinder sollen dort mehr über Insekten und Bäume erfahren.&nbsp;Weitere Preise gehen an eine Kreativwerkstatt in Lugau, eine Fotoausstellung über Menschen und Orte in Oelsnitz/Erzgeb. sowie eine Ausstellung zur früheren Schirmfabrik in Adorf. Auch ein Angebot für Senioren aus Erlbach-Kirchberg wird gefördert. Geplant sind Ausflüge zu Zielen im Erzgebirge.&nbsp;In Hohndorf soll ein naturnaher Lernort entstehen. Am Lemke-Gut in Beutha sind Spiele unter freiem Himmel geplant. Ein weiteres Projekt lädt zum bewussten Schlendern durch Straßen und über Plätze in Stollberg ein.&nbsp;Sascha Thamm, Vorsitzender des Vereins Tor zum Erzgebirge, würdigte den Einsatz der Teilnehmer. Sein Motto für das Engagement lautet: „Machen ist viel schöner als Meckern.“</p> <p><strong>Bis zu 3.000 Euro für Ideen aus Erzgebirgsorten</strong></p> <p>Drei Projekte erhalten jeweils 2.000 Euro. Dazu gehören „Kultur und Kuchen“ in Adorf und ein Angebot rund um die frühere Herstellung von Sauerkraut in der ERZScheune Jahnsdorf. Ebenfalls 2.000 Euro bekommt eine geplante Wohlfühloase des Restaurants Versalat! in Stollberg.&nbsp;Die beiden höchsten Preise liegen bei jeweils 3.000 Euro. Die Heim gGmbH erhält die Förderung für ein Projekt zum gemeinsamen Lernen und Miteinander. Geplant ist das Angebot im Kurzzeitladen in Neukirchen/Erzgeb.&nbsp;Der Imkerverein Stollberg bekommt ebenfalls 3.000 Euro. Entlang des Grünen Pfades soll eine Tour rund um Bienen, Bestäubung und Natur entstehen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Erwachsene.</p> <p><strong>Neue Ideen aus dem Erzgebirge sind 2027 wieder gefragt</strong></p> <p>Der Wettbewerb fand zum achten Mal statt. Gesucht waren Ideen, die das Leben in den Orten stärken und auch für Gäste interessant sind. Mitmachen konnten Vereine, Initiativen, Schulen, Firmen sowie Bürgerinnen und Bürger aus acht Kommunen der LEADER-Region.&nbsp;2027 geht der Wettbewerb weiter. „Auch im kommenden Jahr heißt es wieder: Gieht luus!“, kündigte Tourismuskoordinatorin Anja Meyer an. Der neue Aufruf ist für das Frühjahr geplant.&nbsp;Damit erhalten engagierte Menschen aus dem Erzgebirge erneut die Chance, eigene Ideen für ihre Orte umzusetzen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/20260921_pm_pr%C3%A4mierungsfeier_2026.jpg" length="629217" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10794</guid> <pubDate>Mon, 28 Sep 2026 11:00:00 +0000</pubDate> <title>Bronze bei der Berufe-WM: Erzgebirger feiern Erfolg in Shanghai</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/worldskills-berufe-wm-erzgebirger-feiern-erfolg-in-shanghai-handwerk-garten-landschaftsbau </link> <description>Marc-Aurel Spalek und Lennard Weitzmann haben bei den WorldSkills in Shanghai Bronze gewonnen. Die beiden jungen Landschaftsgärtner mit erzgebirgischen Wurzeln setzten sich bei der Weltmeisterschaft der Berufe gegen starke Konkurrenz durch. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Rund 1.400 Fachkräfte aus mehr als 70 Ländern und Regionen traten in Shanghai an. In 64 Disziplinen zeigten sie ihr Können. Spalek und Weitzmann gehörten zur Deutschen Berufe-Nationalmannschaft und gingen gemeinsam in der Disziplin Landschaftsgärtner an den Start.</p> <h2>Bronze für zwei junge Sachsen</h2> <p>Nach einer intensiven Wettbewerbswoche stand fest: Das Duo holt Bronze. Für beide war die Medaille der Lohn für viel Arbeit und die lange Vorbereitung auf den Wettbewerb. „Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl. Die ganze Arbeit hat sich gelohnt! Wir danken unserem Betrieb, Familien und Freunden, die uns auf dem Weg unterstützt haben“, sagten Marc-Aurel Spalek und Lennard Weitzmann nach ihrem Erfolg. Spalek kommt aus Chemnitz, Weitzmann aus Hohenstein-Ernstthal. Beide haben erzgebirgische Wurzeln. Mit ihrer Bronzemedaille machten sie bei einem der größten internationalen Wettbewerbe für junge Fachkräfte auf ihr Können aufmerksam.</p> <h2>Erzgebirgische Wurzeln auf internationaler Bühne</h2> <p>Bei den WorldSkills zählt jedes Detail. Fachwissen, Genauigkeit und gute Zusammenarbeit entscheiden über das Ergebnis. Gerade bei den Landschaftsgärtnern sind viele Fähigkeiten gefragt. Spalek und Weitzmann meisterten diese Aufgabe gemeinsam und sicherten sich einen Platz auf dem Podest. Der Erfolg in Shanghai rückt damit auch zwei junge Fachkräfte mit Verbindung zum Erzgebirge in den Blick. Ihr Ergebnis zeigt, welches Können aus Ausbildung und täglicher Arbeit entstehen kann.</p> <p>Die nächsten WorldSkills finden 2028 im japanischen Aichi statt. Zuvor kommt die Europameisterschaft der Berufe nach Deutschland. 2027 werden bei den EuroSkills in Düsseldorf rund 800 Fachkräfte aus ganz Europa erwartet.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/2/0/csm_55554112049_a6c0465ae3_o_58a83c11a1.jpg" length="2425345" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10791</guid> <pubDate>Fri, 25 Sep 2026 05:48:38 +0000</pubDate> <title>Erster Pop-Up-Store öffnet in Freiberg</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erster-pop-up-store-oeffnet-in-freiberg </link> <description>Freiberg hat nun seinen ersten Pop-Up-Store: Hier kann sich jeder für eine kurze Zeitspanne einmieten und seine Geschäftsidee ausprobieren. Ideal für alle, die mit dem Gedanken spielen, ihr eigenes Geschäft in der Innenstadt zu eröffnen und sich vorab erst einmal in einer Testphase heran wagen möchten. Als Raum für neue Ideen hat die Stadt ein Geschäft angemietet.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Zum Start präsentieren sich gleich drei Händlerinnen gemeinsam: Mathi Muffin, Keramikbrand und Holzmops. Rund zwei Wochen lang bieten sie ihre Produkte zum Kauf an.&nbsp;Der Pop-up-Store bietet mitten in Freibergs Altstadt auf rund 62 Quadratmetern eine ideale Lage. Tresen und Regale sind bereits vorhaben und lassen sich vielfältig nutzen. Dabei sind den Ideen keine Grenzen gesetzt: Mode, Schmuck, Kunst, Literatur, Genuss, Workshops oder Ausstellungen – jede Geschäftsidee findet hier einen Raum, um sich zu verwirklichen.<br><br> Citymanagerin Nicole Schimpke hat das Konzept nach Freiberg geholt. „Wir freuen uns jetzt auch in Freiberg einen Pop-up-Store zu anbieten zu können“, verrät sie. „Das Konzept ist sowohl für Händler als auch für Einkaufslustige optimal. Kreative, Gründer oder bisher nur online Aktive können ihre Konzepte testen und ihre Produkte direkt vor Ort zeigen und anbieten. Gleichzeitig wird ein leerstehendes Geschäft mit Leben gefüllt und in der Innenstadt gibt es ein zusätzliches Angebot.“<br><br> Die Kosten liegen bei 100 Euro warm pro Woche oder 25 Euro warm am Tag. Die Mietdauer kann ganz individuell gestaltet werden: von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Die Stadt Freiberg hat das Geschäft vorerst für ein Jahr gemietet. &nbsp;Es ist auch möglich, nach einem erfolgreichen Test im Pop-up-Store, den Laden dauerhaft zu mieten. „Dann verwandeln wir auch gerne eine weitere Ladenfläche in der Innenstadt in einen Pop-up-Store“, stellt Schimpke in Aussicht.<br> &nbsp;</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Pop_up_Store_Freiberg.jpg" length="899587" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10790</guid> <pubDate>Thu, 24 Sep 2026 06:37:56 +0000</pubDate> <title>Schichtwechsel Erzgebirge: 165 Menschen wechseln für einen Tag die Perspektive</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schichtwechsel-erzgebirge-165-menschen-wechseln-fuer-einen-tag-die-perspektive-1 </link> <description>52 Unternehmen, fünf Lebenshilfe-Träger und insgesamt 165 Menschen, die für einen Tag die Arbeitswelt wechselten: Der erste gemeinsame „Schichtwechsel Erzgebirge“ hat am 24. September 2026 Menschen mit und ohne Handicap im gesamten Erzgebirge zusammengebracht.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Was sonst an einzelnen Standorten stattfindet, wurde in diesem Jahr erstmals zu einer gemeinsamen Aktion im gesamten Erzgebirge gebündelt. Die Lebenshilfe Annaberg e.V., die Lebenshilfe Stollberg gGmbH, die Lebenshilfe Schwarzenberg e.V., das Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge e.V. und die INVITAS–Lebenshilfewerk gGmbH Schneeberg beteiligten sich gemeinsam am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“.&nbsp;Die Bilanz zeigt, wie groß die Bereitschaft zum Perspektivwechsel in der Region ist: 52 Unternehmen aus dem Erzgebirge beteiligten sich am Aktionstag. 88 Menschen aus den Werkstätten der Lebenshilfe wechselten für einen Tag in regionale Unternehmen. Im Gegenzug arbeiteten 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den beteiligten Unternehmen in den Einrichtungen der Lebenshilfe mit.</p> <p><strong>Ein Arbeitstag, zwei Perspektiven</strong></p> <p>Beim Schichtwechsel geht es um mehr als einen kurzen Besuch. Die Teilnehmenden arbeiten mit, lernen Abläufe kennen, übernehmen Aufgaben und erleben einen Arbeitsplatz, den sie aus ihrem eigenen Berufsalltag meist nicht kennen.&nbsp;Für die Beschäftigten aus den Werkstätten bietet der Tag die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten direkt in einem Unternehmen zu zeigen und neue Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Gleichzeitig erhalten Mitarbeitende aus den Unternehmen Einblicke in die Arbeit der Werkstätten und erleben, welche Aufgaben dort übernommen werden und welche Kompetenzen die Beschäftigten mitbringen.&nbsp;So entstehen Begegnungen, die Vorurteile abbauen und den Blick auf berufliche Teilhabe verändern können. "Aufgrund unserer positiven Erfahrung aus den vergangenen beiden Jahren, haben wir auch dieses Jahr wieder sofort zugesagt. Die Klienten spiegeln uns, dass sie bei uns sehr gut integriert sind und sich wohl fühlen. Und auch unsere Mitarbeitenden, die an dem Tag in der Werkstatt der Lebenshilfe arbeiten, kommen sehr beeindruckt zurück", erklären Geschäftsführer Falk Langer und Geschäftsführerin Katja Schneider der Pulsotronic Gmbh beispielhaft für alle beteiligten Unternehmen. Aus dem Schichtwechsel im letzten Jahr entstand bei Pulsotronic auch ein weiterer Außenarbeitsplatz im Unternehmen.</p> <p><strong>Aus Begegnungen können neue Wege entstehen</strong></p> <p>Der Aktionstag soll dabei nicht bei einem einmaligen Austausch bleiben. Aus den persönlichen Begegnungen können weitere Kontakte, Praktika, Außenarbeitsplätze oder im besten Fall auch Perspektiven für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen. Gleichzeitig lernen Unternehmen Potenziale kennen, die im Arbeitsalltag bislang möglicherweise noch zu wenig sichtbar sind.&nbsp;Die gemeinsame Durchführung im gesamten Erzgebirge schafft dafür erstmals einen größeren regionalen Rahmen. Unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH wurden die Aktivitäten der fünf beteiligten Lebenshilfe-Träger zusammengeführt und Unternehmen aus der gesamten Region für den Aktionstag gewonnen.&nbsp;"Es ist normal anders zu sein. Das ist mein persönliches Credo. Insofern habe ich nicht gezögert, als ich gefragt wurde, die Schirmherrschaft für diesen Aktionstag zu übernehmen. Die einzelnen Aktivitäten im Erzgebirge werden wir auch weiterhin bündeln, denn dieser Perspektivwechsel bietet Chancen auf mehreren Ebenen“, so Dr. Peggy Kreller, Geschäftsführerin der WFE. Cordula Hartrampf-Hirschberg, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz unterstreicht:&nbsp;"Der Schichtwechsel ist ein Schritt in die richtige Richtung. Den beeinträchtigten Menschen fällt es oftmals schwer, in den Arbeitsmarkt zu gelangen, wobei sie in den meisten Fällen sehr gut ausgebildet sind."</p> <p>Mit 52 beteiligten Unternehmen und 165 Menschen im direkten Arbeitsplatztausch hat der erste gemeinsame Schichtwechsel Erzgebirge gezeigt, wie groß das Interesse an Begegnung und neuen Perspektiven ist. Vor allem aber hat der Tag Menschen zusammengebracht, die sich im normalen Arbeitsalltag wahrscheinlich nicht begegnet wären.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Schichtwechsel_Erzgebirge.JPG" length="506311" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10788</guid> <pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:05:00 +0000</pubDate> <title>Von Gelenau bis Olbernhau: Erzgebirge punktet bei moderner Bildung</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/von-gelenau-bis-olbernhau-erzgebirge-punktet-bei-moderner-bildung </link> <description>Drei Schulen aus dem Erzgebirge haben bei der sächsischen Ehrung für MINT und digitale Bildung Auszeichnungen erhalten. Das Gymnasium Olbernhau, das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Schneeberg und die Pestalozzi-Grundschule Gelenau gehören zu den geehrten Schulen. Die Urkunden wurden an der TU Bergakademie Freiberg übergeben.&amp;nbsp;In ganz Sachsen erhielten 20 Schulen insgesamt 26 Auszeichnungen. Elf Schulen tragen das Siegel „Digitale Schule“, 15 wurden als „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Sechs Schulen erhielten beide Auszeichnungen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Drei Schulen aus dem Erzgebirge dabei</strong></p> <p>Das Gymnasium Olbernhau bekam gleich zwei Siegel. Die Schule wurde als „Digitale Schule“ und als „MINT-freundliche Schule“ geehrt.&nbsp;Auch Schneeberg ist vertreten. Das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium erhielt erstmals die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“.&nbsp;Eine Premiere gab es ebenfalls in Gelenau. Die Pestalozzi-Grundschule wurde erstmals als „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Zugleich ist sie die erste Grundschule aus dem Erzgebirge, die bei dieser Ehrung vertreten ist.&nbsp;Damit reicht das Spektrum der ausgezeichneten Schulen in der Region von der Grundschule bis zum Gymnasium. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und digitales Lernen spielen damit an mehreren Schulformen im Erzgebirge eine feste Rolle.</p> <p><strong>Sachsen zeichnet mehr Schulen aus</strong></p> <p>Die Siegel gelten jeweils für drei Jahre. Für eine erneute Auszeichnung müssen die Schulen die geforderten Kriterien wieder erfüllen.&nbsp;Mit den neuen Ehrungen steigt die Zahl der sächsischen Schulen mit gültigem MINT- oder Digital-Siegel von 38 auf 50. Unter den 20 Schulen der aktuellen Runde liegen elf außerhalb von Dresden, Leipzig und Chemnitz.&nbsp;Prof. Dr. Christoph Meinel, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, hebt diese Verteilung hervor: „MINT-Qualität in Sachsen ist keine Frage der Postleitzahl und keine Frage der Schulform – sie ist eine Frage von Kollegien, die zehn Jahre lang dranbleiben.“&nbsp;Das Erzgebirge trägt zu dieser Entwicklung mit drei Schulen bei.</p> <p><strong>Mathematik, Technik und digitales Lernen fest im Schulalltag</strong></p> <p>Als „MINT-freundliche Schule“ werden Schulen ausgezeichnet, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fest im Schulalltag verankern. Dafür müssen mindestens zehn von 14 Kriterien erfüllt sein.&nbsp;Das Siegel „Digitale Schule“ richtet den Blick unter anderem auf digitales Lernen, die Weiterbildung der Lehrkräfte, technische Ausstattung und die Zusammenarbeit mit Partnern.&nbsp;Staatssekretär Wilfried Kühner sieht darin eine wichtige Grundlage für die Bildung in Sachsen. „Die zahlreichen ausgezeichneten und rezertifizierten Schulen aller Schularten zeigen, wie es gelingen kann, alle Schülerinnen und Schüler für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik so zu begeistern, dass sie Zukunftskompetenzen entwickeln können“, sagte Kühner.&nbsp;Mit Olbernhau, Schneeberg und Gelenau stehen dabei auch drei Erzgebirgsorte auf der Liste der ausgezeichneten Schulen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/MINT_Zukunft_Schaffen__AndreasHiekel_TU_Bergakademie_Freiberg-027.jpg" length="377967" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10787</guid> <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 06:08:00 +0000</pubDate> <title>Fleischerei aus dem Erzgebirge erhält Preis für starke Ausbildung</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/fleischerei-aus-dem-erzgebirge-erhaelt-preis-fuer-starke-ausbildung </link> <description>Die Fleischerei Stab aus Carlsfeld im Erzgebirge gehört zu den fünf Trägern des Walter-Hartwig-Preises 2026. Die Handwerkskammer Chemnitz würdigt damit Betriebe, die sich besonders für die Ausbildung junger Menschen einsetzen. Für den Erzgebirgskreis fiel die Wahl auf den Familienbetrieb aus Eibenstock.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Seit der Gründung im Jahr 1992 hat die Fleischerei 16 junge Menschen ausgebildet. Aktuell lernt eine Auszubildende im Betrieb. Angeboten werden Ausbildungen im Verkauf des Lebensmittelhandwerks sowie im Fleischerhandwerk.</p> <p><strong>Vom Lehrling zum Chef</strong></p> <p>Seit 2018 führt Désiré Reißmann die Fleischerei. Seine eigene Laufbahn begann ebenfalls im Betrieb: Von 2005 bis 2008 absolvierte er dort seine Ausbildung bei Dieter Stab. Später folgte der Meisterabschluss.&nbsp;Diese Erfahrung prägt die Arbeit mit dem Nachwuchs. Auch Jugendliche, die beim Lernen mehr Hilfe brauchen, bekommen im Betrieb eine Chance. Praktika und Ferienarbeit geben jungen Menschen aus dem Erzgebirge zudem einen Einblick in die Berufe.&nbsp;Nach dem Abschluss sollen möglichst weitere Wege im Unternehmen offenstehen. Die Fleischerei strebt Übernahmen an und unterstützt zusätzliche Qualifikationen sowie Weiterbildungen.</p> <p><strong>Einsatz für Nachwuchs und Region</strong></p> <p>Die Arbeit für junge Fachkräfte endet nicht an der Ladentür. Désiré Reißmann engagiert sich seit vielen Jahren im Gesellenprüfungsausschuss. Dazu kommt der enge Kontakt zur Berufsschule und zu weiteren Partnern der Ausbildung.&nbsp;Auch Vereine und Schulen in der Region erhalten Unterstützung. Damit verbindet die Fleischerei ihre Nachwuchsarbeit eng mit dem Leben im Erzgebirge.&nbsp;Carlsfeld gehört als Ortsteil von Eibenstock zum Erzgebirge. Gerade dort zeigt der Betrieb, welche Chancen eine Ausbildung im regionalen Handwerk bieten kann. Der Walter-Hartwig-Preis rückt dieses langjährige Engagement nun stärker in den Fokus.</p> <p><strong>Fünf Betriebe erhalten den Preis</strong></p> <p>Die Handwerkskammer Chemnitz vergibt den Walter-Hartwig-Preis an jeweils einen Betrieb aus den Landkreisen ihres Kammerbezirks sowie aus Chemnitz. Neben der Fleischerei Stab werden 2026 Unternehmen aus Chemnitz, Freiberg, Plauen und Glauchau geehrt.&nbsp;Bei der Wahl zählen unter anderem die Qualität der Ausbildung, erfolgreiche Abschlüsse, Praktika, Angebote zur Berufsorientierung und die Förderung der Lehrlinge. Auch das Ehrenamt im Handwerk fließt in die Entscheidung ein.&nbsp;Die Auszeichnung in Carlsfeld zeigt damit zugleich, welchen Stellenwert die Ausbildung junger Fachkräfte in einem Betrieb des Erzgebirges hat.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Jugendclub_Boernichen-091.jpg" length="621566" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10782</guid> <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 13:03:00 +0000</pubDate> <title>Gaming-Alarm im Erzgebirge: Diese Party bringt Zwönitz zum Spielen</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gaming-alarm-im-erzgebirge-diese-party-bringt-zwoenitz-zum-spielen </link> <description>Gaming, Virtual Reality, Brettspiele und Karaoke: Am 19. September geht die Pixelparty im Buntspeicher Zwönitz in die zweite Runde. Von 16 bis 22 Uhr dreht sich in dem Erzgebirgsort alles um digitale und klassische Spiele. Nach der ersten Ausgabe im vergangenen Jahr wächst das Event damit weiter.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Der Verein lebenswertes Zwönitz e. V. und der Buntspeicher richten die Pixelparty gemeinsam aus. Das Programm spricht Familien und Spielefans verschiedener Altersgruppen an.</p> <p><strong>Vom Rennsimulator bis zum Kart-Rennen</strong></p> <p>Gemeinsam mit der Hochschule Mittweida bringt die Pixelparty moderne Gaming-Technik nach Zwönitz. Besucher können sich beim Sim-Racing versuchen, Virtual Reality testen oder bei einem Kart-Rennspiel gegeneinander antreten.&nbsp;Auch klassische Spiele bekommen viel Platz. Zusammen mit dem Miteinander e. V. steht eine große Auswahl an Brett- und Gesellschaftsspielen zur Verfügung. Dazu kommt ein eigener Raum für Karaoke.&nbsp;Wer zwischendurch selbst aktiv werden möchte, kann Tischkicker und Darts spielen. Gesundheits- und Bewegungsangebote der AOK PLUS ergänzen das Programm. Speisen und Getränke gibt es ebenfalls vor Ort.</p> <p><strong>Buntspeicher wird zum Treffpunkt für Spielefans</strong></p> <p>Mit der Pixelparty zeigt der Buntspeicher eine weitere Seite seines Angebots im Erzgebirge. Das Zentrum befindet sich in einem denkmalgeschützten Industriegebäude aus dem Jahr 1912. Seit August 2024 bietet es in Zwönitz Platz für Coworking, Veranstaltungen und Kontakte.&nbsp;Tickets für die Pixelparty 2.0 kosten ab zehn Euro und sind im Vorverkauf erhältlich. Für Kurzentschlossene gibt es eine begrenzte Zahl an Restkarten an der Abendkasse.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Gaming_Pixxelpartey_Buntspeicher.jpg" length="765093" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10785</guid> <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 10:48:26 +0000</pubDate> <title>Starker Start für den MAKERZ DAY</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/starker-start-fuer-den-makerz-day </link> <description>Die erste&amp;nbsp; MAKERZ DAY Ausbildungsmesse Erzgebirge 2026 in Annaberg-Buchholz hat mit großem Andrang stattgefunden. Mehr als 100 Aussteller präsentierten sich vergangenen Samstag in der Silberlandhalle. Nach Schätzungen kamen rund 2.000 Besucher zur Ausbildungsschau. Damit wurde der Auftakt im Erzgebirge zu einem vollen Erfolg.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Viele Gespräche über die Zukunft im Erzgebirge</strong></p> <p>Unternehmen, Hochschulen und weitere Partner stellten ihre Angebote rund um Ausbildung, Studium und Praktikum vor. An mehr als 100 Ständen und Plätzen konnten Jugendliche Firmen kennenlernen, Fragen stellen und mehr über Berufe erfahren.&nbsp;Der starke Besuch zeigte das große Interesse an beruflichen Chancen im Erzgebirge. Gerade der direkte Kontakt zu den Firmen half dabei, Fragen zu klären und erste Kontakte für den Start nach der Schule zu knüpfen.</p> <p><strong>Drei weitere Termine im Erzgebirge</strong></p> <p>Nach dem gelungenen Start in Annaberg-Buchholz geht der MAKERZ DAY weiter. Am 26. September folgt Aue-Bad Schlema. Weitere Messen finden am 7. November in Marienberg und am 14. November in Stollberg statt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Makerz_Day_2026.jpg" length="903751" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10786</guid> <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 10:00:00 +0000</pubDate> <title>Dorf-Klischee? Adé!</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/landleben-rueckkehrerin-zuzug-stadtflucht </link> <description>„Schreibe doch mal über dich.“ Ohne großartig darüber nachzudenken, habe ich eingewilligt. Denn: Ich habe schon viele Artikel als Redakteurin geschrieben. Jetzt kommt allerdings ein Aber: immer über andere. Von daher gar nicht leicht. Wo anfangen?</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Ich probiere es mal so: Ursprünglich komme ich aus dem Westerzgebirge, aus Schneeberg. Schon zu Abi-Zeiten war mir allerdings klar, dass ich rausmusste – in die Großstadt, in die Welt. Ich wollte nicht in die Fußstapfen der Eltern treten, bei meinem Job über Wetter und Dorfklatsch reden, immer die gleichen Menschen sehen. Abwechslung und Neues entdecken – das trieb mich an und schließlich sogar aus Sachsen heraus. Mein halbes Leben habe ich in verschiedenen bayerischen Großstädten gelebt. Ja, ich weiß, Bayern ist Geschmackssache, ich liebte stets die gemütliche Biergartenstimmung, das Essen, die Dialekte.</p> <p>Und egal ob ich in Bayern oder Franken (das ist für die Einheimischen klar zu differenzieren) wohnte, ich fühlte mich immer wohl. Auch das Großstadtleben war genau mein Ding: die unzähligen Freizeitmöglichkeiten, Anonymität, so viele unterschiedliche Menschen auf einem Fleck. Daher waren solche Reaktionen auf meinen geplanten Erzgebirgischen-Dorf-Umzug im Familien- und Freundeskreis nicht verwunderlich: „Du willst ernsthaft dein geliebtes Bayern verlassen?“ oder „Anne, da steckt ‚Dorf‘ im Namen, das kannst du nicht ernst meinen!“ Besonders herrlich war auch ein Kommentar von einer Mitarbeiterin aus einer Arztpraxis: „Ins AFD-Land ziehen? Sehr mutig!“ Berechtigte Zweifel, wenn man mein Leben ab dem 19. Lebensjahr betrachtet. Aber was will man machen, wenn der Freund das Erzgebirge nicht verlässt, es aber Zeit fürs Zusammenziehen wird?</p> <p>Außerdem merkte ich ab meinem 40. Lebensjahr, nach insgesamt zwölf Umzügen und permanentem Großstadtleben: Es ist Zeit, endlich anzukommen. Der Wunsch nach einem eigenen Heim und Garten machte sich zudem immer breiter. Ich hatte mich im Laufe der Jahre städtisch schon immer verkleinert: München, Nürnberg, Kulmbach. Plötzlich kam die Idee von meinem Freund, zusammen in ein Haus zu ziehen – aber in einem erzgebirgischen Dorf. Totschlagargument: bezahlbar. Dazu die Familie ums Eck: „Du verstehst den Dialekt doch noch“. Hm, das musste ich erstmal sacken lassen.</p><blockquote><p>Das ERZGEBIRGE ist eine Zuzugsregion.&nbsp;In den letzten Jahren sind mehr Menschen ins Erzgebirge gezogen als weggezogen.&nbsp;</p></blockquote> <h3>DIE GEGEND ÜBERZEUGTE</h3> <p>Einige Hausbesichtigungen und Monate später sind wir in einem Dorf bei Augustusburg fündig geworden. Ein Haus mit Potenzial, allerdings waren viele Sanierungsarbeiten nötig, dafür mit großem Garten, ruhig und sonnig gelegen. Wir ließen die Idee wachsen, schauten es uns mehrfach an, begannen uns vorzustellen, wie wir es für uns passend umgestalten könnten. Dazu erkundeten wir die Gegend: die hübsche Augustusburg, die umliegenden Wiesen und Wälder, das idyllische Flöhatal. Und was soll ich sagen: Es wirkte! Wir haben uns auf eine Bank mit Blick aufs neue Heimatdorf gesetzt und ich sagte zu meinem Freund (dessen Spitzname eine kleine liebevolle Erweiterung seines Trabi-Kennzeichens ist: H-ERZ-I): „Wenn wir das machen und es nicht gut wird, müssen wir nicht unglücklich in Leubsdorf sterben.“ Er nickte.</p> <h3>Soll ich’s wirklich machen… </h3> <p>Oder lass ich’s lieber sein? Ich fuhr zunächst nach Bayern zurück. Mir gingen tausende Gedanken durch den Kopf. Unsicherheit machte sich breit. Was, wenn mir das zu klein ist, mir die Decke auf den Kopf fällt, Abwechslung fehlt? Zumal ich mit weitgehend Homeoffice dann fast immer von daheim arbeiten würde. Bisher konnte ich alles in meiner Freizeit ablaufen: zum Einkaufen, ins Restaurant, ins Kino. Zudem sind wir gewollt kinderlos, lernen nicht einfach Andere in unserem Alter über Kindergarten und Schule des Nachwuchses kennen. Und was, wenn die Nachbarn Alteingesessene sind, mich als eine komisch sprechende Großstadt-Akademikerin aus Bayern blöd abstempeln?</p> <p>Vorm ins Bettgehen erinnerte ich mich an die Worte der Sprechstundenhilfe aus der Arztpraxis: Mut braucht es also. Also gut: Einfach mal machen, könnte ja grandios werden. Und so kam es auch. Schon in der ersten Nacht im neuen Haus schlief ich super, was wirklich ungewöhnlich für mich ist. Zum Frühstück schauten wir in unseren neuen Garten: Die Sonne schien, sogar ein Buntspecht pickte am Baum, Schmetterlinge flogen vorbei – wir grinsten uns zufrieden an. Worte hat es in dem Moment nicht gebraucht.</p> <h3>Gewagt und belohnt</h3> <p>Es war in der ersten Woche, wir waren bei der Gartenarbeit, als uns ein Mann vom nahegelegenen Parkplatz zuwinkte und rief: „Herzlich willkommen.“ Außerdem kam ein Gleichaltriger, Oli, an unseren Zaun und wir redeten völlig vertraut über eine halbe Stunde lang. Am nächsten Tag – wir waren richtig dreckig und völlig fertig von der Haussanierung – stand ein weiterer Nachbar, Ronny, mit einem Sixpack Bier auf unserem Balkon und sagte: „Ich wollte mal Hallo sagen und ihr habt bestimmt Durst.“ Ich war völlig überrascht. Positiv natürlich. So kannte ich das aus der Großstadt nicht.</p> <p>Und noch besser: Es ging weiter so. Zufällig sind wir in ein Dorf gezogen, in dem viele jüngere Leute wohnen, ein Generationswechsel begonnen hat. Während ich in den Großstädten fast immer ein Jahr brauchte, um das Gefühl zu haben, halbwegs angekommen zu sein, langsam von Freunden sprechen zu können, ging es in der erzgebirgischen Provinz hingegen ums Mehrfache schneller.</p> <h3>Hammer-Nachbarschaft</h3> <p>Fix wurde es völlig normal, ein „Zaunsbier“ zu trinken, gemeinsam Fußball zu schauen, zu grillen, an der Feuerschale abends lange&nbsp;zu sitzen. Und nicht nur das: Trotz Krankheit – er sah wirklich fertig aus und tat mir echt leid – strich der Maler-Nachbar André zum Jahresende noch unsere Küche, mit der Begründung: „Ihr wollt doch Weihnachten kochen und hier richtig einziehen.“ Bis dahin wohnten wir in einer Art Fewo-Haus auf dem Grundstück. Das fand ich extrem herzig. Auch seine Freundin, Denise, brachte uns oft Gebackenes und ab und an Abendessen vorbei – ungefragt, einfach so.</p> <p>Und Oli hängte uns als Überraschung mehrfach eine Tüte Brötchen - korrigiere: Semmeln - an die Haustür, sogar mit einem Glas selbstgemachtem Honig. Wieder ein anderer Nachbar, Rico, schenkte uns öfters Kisten mit Limonade, gemischt in seiner Arbeit. Ich nenne ihn daher liebevoll „Limonadenbäcker“.</p> <p>Niemals hätte ich gedacht, dass unsere Dorf-Nachbarschaft so jung ist. Dass sie dazu noch so herzig und wundervoll ist, dadurch rasend schnell Freundschaften entstehen, hätte ich mir nie erträumt. Das ist unbezahlbar. Ich bin dankbar dafür, es trägt einen riesigen Anteil zum Wohlfühlen bei, lässt mich ankommen, bestärkt das Gefühl: Die Entscheidung war richtig, der Mut hat sich gelohnt, Heimat ist gefunden.</p> <h3>Und plötzlich Muddi</h3> <p>Manchmal kommt eben alles anders als gedacht. Eigentlich wollten wir kein Haustier, weil wir immer mal einige Tage unterwegs sind. Doch nach nur sechs Wochen im Haus, mitten in der großen Abriss-Dreck-Phase, hörte ich Katzengeschrei. Erst nach einer Weile realisierte ich, dass es nicht von draußen, sondern aus unseren Räumen kommt. Ein junger Kater hing im gekippten Fenster fest. Wir retteten ihn und gefühlt das halbe Dorf half mit: Nachbarn – selbst noch fremde, weil es sich herumsprach – kamen zum Anschauen, aber keiner kannte ihn.</p> <p>Nach einer reichlichen Woche beim Tierarzt hatte sich noch immer kein Besitzer gemeldet und wir beschlossen spontan, ihn abzuholen. Anfangs war der Gedanke: ‚Vielleicht läuft er heim?‘ Kastriert war er. Doch als er seine Angstphase überwunden hatte, in der wir ihn natürlich reichlich umsorgten und ordentlich streichelten, fühlte er sich scheinbar pudelwohl und blieb. Jetzt nach gut einem Jahr kann ich sagen: „Cat Stevens“ – so haben wir ihn genannt – sollte wohl bei uns hängenbleiben. Wir machen uns gegenseitig fröhlich, er gehört irgendwie zum Dorfleben dazu und ist zufälligerweise ein ganz lieber und dankbarer Kater.</p><blockquote><p>Manchmal kommt auch die starke regionale Verbundenheit des Erzgebirgers durch.</p></blockquote> <h3>Ein bisschen Klischee olé</h3> <p>Irgendwie bin ich zum bodenständigen Landei geworden und happy damit. Ich besitze typische Arbeitskleidung für Garten und Handwerk, auch Gummistiefel, verarbeite Essbares aus dem Garten, habe zufällig ein neues Hobby, weil mir Rosenblätter wegschmeißen zu schade war: Destillieren.</p> <p>Außerdem kann ich Holzhacken, worauf ich ein bisschen stolz bin. Ich habe gelernt, dass das (Freizeit-)Leben meist daheim stattfindet, bei gutem Wetter im Garten. Dass Bier Grundnahrungsmittel ist und zum Treffen irgendwie dazu gehört. Dass&nbsp;man in diesem Teil des Erzgebirges Schwibbögen viel länger brennen lässt, als Kerl gefühlt jeder mindestens Moped fährt, wenn nicht sogar Enduro und dass Verein vereint – auf dem Dorf noch viel mehr.</p> <p>Und ja, manche Klischees stimmen schon. Am frühen Abend werden natürlich die Bordsteine hochgeklappt. Aber zum Glück kann man über die Straße trotzdem zu den Nachbarn laufen. Es gab in dem Jahr auch schon zwei größere Strom- und Netzausfälle, jeweils für mehrere Stunden. Sowas kenne ich aus der Großstadt nicht. Mein Chef sprach gleich vom Notfallstromgenerator und ich bräuchte doch eine Box für mobiles Internet. Dabei drehte sich die Arbeitswelt trotzdem weiter.</p> <p>Manchmal kommt auch die starke regionale Verbundenheit des Erzgebirgers durch. Wenn ich ein paar bayerische Wörter von mir gebe, werde ich schnell korrigiert: „Anne, das heißt nicht Kir‘n, sondern Kirche und wir sagen ´Viertel drei´“. Ich grinse dann und antworte: „Ich kann beide Uhrzeiten fließend sprechen – wenn ich will.“</p> <p>Schnell treffen dann wieder die anderen Klischees zu, das, wofür ein Erzgebirger ebenfalls steht: Herzlichkeit und Zuverlässigkeit, hier gepaart mit dem Dorf- Gemeinschafts-Sinn.</p> <h3>Rauskommen, um happy zurückzukehren</h3> <p>Klar, manchmal zieht es mich in die Welt, um wieder Neues zu entdecken und ich freue mich auf Dienstreisen von Brasilien bis Dubai. Ab und an muss ich mal raus, in die Großstadt, um alte Freunde zu treffen. Dann schätze ich das Angebot an internationalen Restaurants, Veranstaltungen und Co. Aber um ehrlich zu sein, bin ich auch froh, wenn ich wieder daheim bin. Die Großstädte stressen mich inzwischen, sind gefühlt viel zu laut und immer übervoll. Irgendwie ist es dann immer so: Es fühlt sich gut an, mein Zuhause zu verlassen und noch besser, zurückzukehren. Ob ich für immer im Dorf wohne? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Mein Plan ist es. Aber das ist aktuell nicht wichtig.</p> <p class="smaller">Fotos: Sven Körner<br> Text: Anne Geuthner</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/Geschichten/Herzgeschichten/Dorfklischee_ade/Herzland_Anne_Geuthner__Sven_K%C3%B6rner__66_.jpg" length="353765" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10783</guid> <pubDate>Mon, 14 Sep 2026 09:43:00 +0000</pubDate> <title>Kleinstes Porzellan kehrt mit neuer Geschichte ins Erzgebirge zurück</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kleinstes-porzellan-kehrt-mit-neuer-geschichte-ins-erzgebirge-zurueck </link> <description>Eine besondere Porzellangeschichte bekommt in Lößnitz ein neues Kapitel. An der Brauerei wurde eine Vitrine mit den ersten Teilen eines neuen Miniaturservices eingeweiht. Die kleinen Stücke stammen von der österreichischen Künstlerin Uli Aigner und gehören zu ihrer Serie „ONE MILLION“.&amp;nbsp;Das neue Service trägt das Motto „Gartenparty“. Geplant sind 142 Miniaturen nach historischem Vorbild. Finanziert werden die einzelnen Stücke durch Patenschaften. Rund 90 Patinnen und Paten haben sich bereits beteiligt.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Eine Porzellangeschichte mit Lößnitzer Wurzeln</strong></p> <p>Hinter dem Projekt steckt eine Geschichte, die viele Menschen im Erzgebirgsort seit Jahrzehnten bewegt. Zwischen 1911 und 1913 entstand in Meißen ein Porzellanservice aus 142 winzigen Teilen. Jedes Stück war etwa so klein wie ein Fingernagel. Ab 1929 war das Service im Lößnitzer Bahnschlösschen zu sehen.&nbsp;In den 1960er Jahren wurde es in die damalige Bundesrepublik gebracht. Später gelangte es zu einem Antiquitätenhändler. Ältere Einwohner aus Lößnitz machten sich viele Jahre danach auf die Suche nach dem besonderen Porzellan – und fanden es tatsächlich wieder.</p> <p>2009 kam das Miniaturservice für eine Sonderausstellung zum Salzmarkt zurück ins Erzgebirge. Fast 3.000 Besucher sahen sich den kleinen Schatz damals an.&nbsp;Doch die Freude hielt nicht lange. 2012 wurde der Antiquitätenhändler in Süddeutschland überfallen. Das Porzellan verschwand. Sein Wert lag bei mehr als zwei Millionen Euro. Selbst eine Belohnung von 80.000 Euro brachte keinen Erfolg. Bis heute fehlt von dem historischen Service jede Spur.</p> <p><strong>Neues Miniaturservice entsteht im Erzgebirge</strong></p> <p>Nun bekommt die Geschichte eine Fortsetzung. Uli Aigner fertigt eine moderne Fassung des historischen Services samt Mobiliar. Beteiligt sind die Stadt, die Lößnitz MAKERS, Aussteller von „Purple Path en miniature“ und der Heimatverein.&nbsp;Die ersten Stücke stehen inzwischen öffentlich in der neuen Vitrine. Ihr Standort schafft zugleich einen Bezug zu zwei ganz anderen Arbeiten Aigners. Ihre monumentalen Porzellanobjekte mit den Nummern 3501 und 3502 kamen im Kulturhauptstadtjahr nach Lößnitz und gehören zum Purple Path.&nbsp;Damit treffen im Erzgebirgsort sehr große und sehr kleine Porzellanarbeiten aufeinander. Während die beiden großen Objekte durch ihren Durchmesser auffallen, knüpft das Miniaturservice an eine lokale Geschichte an, die mehr als 100 Jahre zurückreicht.</p> <p><strong>Patenschaften sollen alle 142 Teile sichern</strong></p> <p>Für die Fertigung des gesamten Services werden weitere Patinnen und Paten gesucht. Rund 90 Patenschaften bestehen bereits. Das Ziel sind 142 Miniaturen – genau so viele Teile besaß das historische Vorbild.&nbsp;Auch eine weitere Idee steht bereits im Raum: ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Ob es dazu kommt, ist noch offen. Fest steht dagegen schon jetzt: Mit dem neuen Miniaturservice bekommt Lößnitz ein Stück seiner Porzellangeschichte zurück – neu geschaffen und getragen vom Einsatz vieler Menschen im Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_IMG_8673_00f5d98267.jpeg" length="958430" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10781</guid> <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 12:49:00 +0000</pubDate> <title>Jetzt kommen die Läufer dran: Stoneman wächst im Erzgebirge weiter</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/jetzt-kommen-die-laeufer-dran-stoneman-waechst-im-erzgebirge-weiter </link> <description>Am 22. September feiert der neue Stoneman Miriquidi Hike + Run seine Premiere. Bei einem Pre-Opening am Sportpark Rabenberg können Wanderer und Trailrunner das neue Angebot erstmals testen. Damit wächst die bekannte Stoneman-Familie im Erzgebirge um zwei Sportarten.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Grenzüberschreitend durch das Erzgebirge</strong></p> <p>Der neue Rundkurs führt durch das Erzgebirge und über die deutsch-tschechische Grenze. Checkpoints und eine Auszeichnung für erfolgreiche Teilnehmer gehören zum Konzept. Je nach Strecke stehen Wandern oder sportliches Laufen im Mittelpunkt.&nbsp;Der Stoneman Hike ist 62 Kilometer lang. Wanderer können die Runde an einem, zwei oder drei Tagen schaffen. Diese Varianten tragen die bekannten Stoneman-Stufen Gold, Silber und Bronze. So lässt sich die Strecke an das eigene Tempo anpassen.&nbsp;Für Trailrunner gibt es den Stoneman Run. Mit 84 Kilometern ist diese Strecke länger und sportlich anspruchsvoller. Sie richtet sich an Läufer, die lange Strecken auf Wegen durch die Natur suchen.</p> <p><strong>Testlauf vor der ersten Saison</strong></p> <p>Das Pre-Opening am 22. September dient zugleich als Test für das neue Angebot. Die erste reguläre Saison des Stoneman Miriquidi Hike + Run folgt 2027.&nbsp;Damit wächst das Sportangebot rund um den Stoneman Miriquidi weiter. Bisher gehören Mountainbike und Road zum Konzept. Künftig kommen Wandern und Trailrunning hinzu. Das grenzüberschreitende Erzgebirge bietet dafür die passende Kulisse mit langen Wegen, Wäldern und anspruchsvollen Strecken.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Stoneman_Miriquidi_Trailrun_c_Stoneman_TVE_DennisStratmann_08344.jpg" length="1083880" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10772</guid> <pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:55:00 +0000</pubDate> <title>Kunst, Jazz und Geschichte: Bad Schlema lädt zum PURPLE PATH DAY</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kunst-jazz-und-geschichte-bad-schlema-laedt-zum-purple-path-day </link> <description>Kunst, Musik und Geschichte treffen am 13. September 2026 in Bad Schlema aufeinander. Von 10 bis 17 Uhr lädt Aue-Bad Schlema zum PURPLE PATH DAY in den künftigen Kulturgüterbahnhof ein. Gleichzeitig findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Der Eintritt ist frei. Damit rückt an diesem Sonntag ein historischer Ort im Erzgebirge in den Mittelpunkt. Das ehemalige Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz und soll künftig als Kulturgüterbahnhof dienen. Aue-Bad Schlema gehört zum Erzgebirgskreis und damit zum Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Tony Craggs „Stack“ steht im Mittelpunkt</strong></p> <p>Unter dem Motto „KUNST VERBINDET“ dreht sich der Tag vor allem um die Bronzeskulptur „Stack“ des britischen Bildhauers Tony Cragg. Das Werk steht im Kurpark Bad Schlema und gehört zum Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH. Beim PURPLE PATH DAY können Besucher selbst kreativ werden. Die Aktion „Mitmachkunst – gestalte deinen eigenen ‚Stack‘“ greift die Formen der Skulptur auf und lädt zum eigenen Gestalten ein. Zugleich öffnet der frühere Bahnhof seine Türen. Führungen durch das denkmalgeschützte Gebäude geben Einblicke in seine Geschichte und damit auch in einen Teil der Verkehrs- und Kulturgeschichte des Erzgebirges.</p> <p><strong>Tanz und Jazz am Kulturgüterbahnhof</strong></p> <p>Musik und Tanz gehören ebenfalls zum Programm. Um 11 Uhr treten die Karo Dancers mit Show-Einlagen auf. Um 14 Uhr folgt Live-Musik von „The Jazztronauts“. Auch Familien sollen bei dem Aktionstag auf ihre Kosten kommen. Zwischen Kunst, historischem Gebäude und Musik bleibt viel Raum für gemeinsame Stunden auf dem Gelände. Speisen vom Grill und süße Angebote ergänzen das Programm. Der PURPLE PATH DAY verbindet damit zwei Themen an einem Ort: Gegenwartskunst und den Erhalt historischer Gebäude. Der künftige Kulturgüterbahnhof in Bad Schlema wird für einen Tag zur Kulturstätte mit Kunst, Musik und Geschichte aus dem Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Purple_Path_Day.JPG" length="77151" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10771</guid> <pubDate>Mon, 07 Sep 2026 09:37:00 +0000</pubDate> <title>Schaumparty, Musik und Kultur: Freiberger Nachtschicht wird 15</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schaumparty-musik-und-kultur-freiberger-nachtschicht-wird-15 </link> <description>Freiberg macht am 12. September die Nacht zum Fest: Zum 15. Geburtstag der Freiberger Nachtschicht füllen Musik, Kultur, offene Geschäfte und besondere Aktionen die Altstadt. Ab 18 Uhr verteilen sich zahlreiche Angebote auf Gassen, Plätze, Gaststätten und Kulturhäuser. Der Eintritt ist frei. Freiberg gehört zum Erzgebirge. Zur Nachtschicht zeigt die Bergstadt, wie viel Kultur und Freizeit an einem Abend zusammenkommen können. Mehr als 30 Händler beteiligen sich mit Einkaufs- und Genussaktionen. Rund zehn Kneipen, Cafés und Restaurants bieten Live- oder DJ-Musik</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Schaumparty feiert Premiere am Schloss</strong></p> <p>Zum Jubiläum gibt es mehrere neue Programmpunkte. Erstmals steigt am City-Beach vor Schloss Freudenstein eine Schaumparty. Rund um das Volleyballfeld entstehen eine Lounge und ein Biergarten. Dazu kommen Spiele wie „Hau den Lukas“ und eine Maßkrug-Anschubbahn. Am Dom findet ein Weinfest mit Live-Musik statt. Auch der Grüne Friedhof öffnet und gibt den Blick auf die Goldene Pforte frei.</p> <p>Durch die Altstadt zieht zudem das Universal Druckluftorchester mit seiner „Musik auf Rädern“. Maritime Comedy, Clownshows, Stepptanz und die Schalmeien-Kapelle Steinbach ergänzen das Programm. Hinter dem Rathaus sind um 19 und 21 Uhr Modenschauen geplant. Bürgermeister Martin Seltmann verweist auf die vielen Beteiligten hinter dem Fest: „Die diesjährige Nachtschicht zeigt, was entstehen kann, wenn engagierte Menschen und viele kleine Ideen zusammenkommen.“</p> <p><strong>Minerale leuchten und die Silbermann-Orgel spielt Schlager</strong></p> <p>Auch Freiberger Einrichtungen öffnen am Abend ihre Türen. In der terra mineralia können Gäste mit UV-Taschenlampen leuchtende Minerale betrachten. Studierende der TU Bergakademie Freiberg erklären bei etwa 30-minütigen Touren, warum manche Minerale unter UV-Licht ihre Farben zeigen. Ungewöhnliche Töne gibt es ab 19.30 Uhr in der Petrikirche. Dort erklingen beim Karaoke-Abend bekannte Schlager auf der Silbermann-Orgel. Albrecht Koch und Clemens Lucke sitzen an der Orgel. Mitsingen ist ausdrücklich Teil des Programms. Der Eintritt ist frei, Spenden sind möglich. Das Mittelsächsische Theater bringt unter dem Titel „Ein Leben in Musik“ Titel aus Musical, Funk, Pop, Rock und Jazz auf den Obermarkt. Die beiden jeweils 30 Minuten langen Konzerte beginnen um 20 und 21.30 Uhr.</p> <p><strong>Kunst und Kultur auf dem Obermarkt</strong></p> <p>Auf dem Obermarkt entsteht außerdem ein offenes Kunstatelier. Angeboten werden Mal-, Textil- und Papierkunst sowie das Binden von Blumenkränzen. Das Fabmobil bringt 3D-Druck, Virtual Reality und Robotik mit. Musik und Tanz aus der Kulturhauptstadtregion sind ebenfalls Teil des Abends. Zu hören sind unter anderem Harfe, Nyckelharpa, Violine und Akkordeon. Um 22.15 Uhr folgt in der Petrikirche das Tanzprojekt „Shintai to Shintai“ der japanischen Choreografin Yoko Ando mit der Gruppe Tanzende Nachbarn aus Chemnitz. Auch das MDR SACHSEN Fernsehen ist am 12. September in Freiberg und sendet live aus der Stadt. Die Freiberger Nachtschicht verbindet damit zum 15. Mal Handel, Gaststätten und Kultur in der historischen Bergstadt. Vom Obermarkt bis zum Schloss wartet ein Abend mit zahlreichen Programmpunkten – und mit vielen Gründen, das Erzgebirge auch nach Ladenschluss zu erleben.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Programm_f%C3%BCr_15._Freiberger_Nachtschicht_vorgestellt_am_City-Beach_Freiberg_c_SilberstadtFreiberg_Anja_Ksienzyk_d9658674fd.jpeg" length="1067391" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10775</guid> <pubDate>Fri, 04 Sep 2026 08:01:00 +0000</pubDate> <title>Von Mailand ins Erzgebirge: Drei Häuser in der neuen Heimat</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/von-mailand-ins-erzgebirge-drei-haeuser-in-der-neuen-heimat </link> <description>Mailand, Paris, Frankfurt, Weimar – und nun Annaberg-Buchholz: Seit August leitet Dr. des. Serena Zanaboni die städtischen Museen der Großen Kreisstadt. Was auf den ersten Blick nach einem großen geografischen Sprung klingt, fühlt sich für die gebürtige Mailänderin erstaunlich schnell richtig an.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>„Ich wurde unglaublich herzlich aufgenommen und fühle mich schon ein bisschen wie zu Hause“, sagt sie nach ihren ersten Wochen im Erzgebirge. Dabei bringt die neue Museumsleiterin neben einem internationalen Lebenslauf eine große Leidenschaft für Museen, Sammlungen und die Geschichten hinter den Dingen mit. Zanaboni studierte Kunstgeschichte und Literatur in Mailand sowie Kunstgeschichte und Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Promotion in Kulturwissenschaft schloss sie Anfang 2026 an der Technischen Universität Berlin ab. Zu ihren beruflichen Stationen und Projekten zählen unter anderem die Klassik Stiftung Weimar, das Deutsche Optische Museum Jena, der Palazzo Reale in Mailand sowie das Musée national des châteaux de Malmaison et Bois-Préau bei Paris.</p> <p>Dass ihr Weg nach Annaberg-Buchholz führte, war dabei keineswegs Zufall. Nach Abschluss ihrer Dissertation entdeckte Zanaboni die Stellenausschreibung der Stadt und war sofort elektrisiert. „Mein erster Gedanke war tatsächlich: ,Oh mein Gott, ich will diese Stelle!‘“, erzählt sie lachend. „Fast alles, womit ich mich in meinem bisherigen Berufsleben beschäftigt habe und wofür ich Leidenschaft empfinde, fand sich darin wieder. Ich hatte sofort dieses Bauchgefühl: Diese Stelle ist wie gemacht für mich.“ Spätestens beim Vorstellungsgespräch kam noch ein weiterer Faktor hinzu: die Menschen. Die Offenheit und Herzlichkeit, die ihr begegneten, hätten sie sofort angesprochen.</p> <p><strong>Drei Museen – Hände, Herz und Seele</strong></p> <p>Mit dem Erzgebirgsmuseum und Besucherbergwerk „Im Gößner“, der Manufaktur der Träume sowie dem Frohnauer Hammer übernimmt Zanaboni drei Häuser, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und die für sie dennoch eng zusammengehören. Ihre spontane Beschreibung dafür ist ebenso ungewöhnlich wie treffend: Sie betrachtet die drei Museen als Teile eines Organismus. „Der Frohnauer Hammer ist für mich wie die Hände – dort geht es um Handwerk, Können und darum, was Menschen geschaffen haben. Die Manufaktur der Träume ist das Herz: poetisch, atmosphärisch und ein Ort, an dem man wieder ein Stück weit Kind wird. Und das Erzgebirgsmuseum mit dem Besucherbergwerk ist für mich die Seele. Der Bergbau ist die Seele von Annaberg-Buchholz.“</p> <p>Was Serena Zanaboni bereits nach wenigen Wochen in Annaberg-Buchholz besonders berührt, ist die enge Verbindung der Menschen zu ihrer eigenen Geschichte und Kultur. „In einer globalisierten Welt, in der sich vieles immer stärker ähnelt, ist diese tiefe Verwurzelung in der eigenen Geschichte und Tradition etwas Besonderes. Hier spürt man, dass die Menschen stolz auf ihre Wurzeln sind und Traditionen nicht nur ausstellen oder bewahren, sondern wirklich leben und weitergeben.“</p> <p><strong>Geschichten entdecken, die in Dingen verborgen liegen</strong></p> <p>Genau dort setzt auch eine ihrer großen fachlichen Leidenschaften an: die Provenienzforschung. Die 39-jährige, gebürtige Italienerin interessiert nicht allein, was ein Museumsobjekt ist, sondern ebenso, woher es kommt, wem es gehörte, welche Wege es zurückgelegt hat und welche Menschen mit ihm verbunden waren. „Ein Objekt ist für mich niemals einfach nur ein Gegenstand in einer Vitrine“, sagt sie. „Objekte erzählen Geschichten. Man muss nur forschen, genau hinsehen und ihnen zuhören.“</p> <p><strong>Ein Museum muss unter die Haut gehen</strong></p> <p>Bei aller wissenschaftlichen Tiefe hat Zanaboni eine klare Vorstellung davon, was ein Museum heute leisten muss: Es soll nicht nur bewahren, sondern berühren. „Ein gutes Museum muss die Vergangenheit so vermitteln, dass sie mit den Menschen von heute spricht“, erklärt sie. Dabei gehe es nicht darum, wissenschaftliche Inhalte zu vereinfachen, bis nichts mehr von ihnen übrigbleibt – sondern darum, sie verständlich, spannend und emotional zu erzählen.</p> <p><strong>Mit Mokkakanne und viel Neugier im Erzgebirge angekommen</strong></p> <p>Und wie groß ist der Kulturschock für eine gebürtige Mailänderin im Erzgebirge? „Ich sehe mich sehr stark als Europäerin. Und natürlich bin ich Italienerin – aber meine Mokkakanne habe ich immer dabei. Damit ist schon einmal ein wichtiges Problem gelöst“, sagt Zanaboni lachend.&nbsp;Mailand als internationale Metropole für Mode und Design und Annaberg-Buchholz ließen sich ohnehin kaum miteinander vergleichen. Sie empfinde die Unterschiede vielmehr als Bereicherung. Besonders angetan haben es ihr bislang die Herzlichkeit der Menschen, die Natur und – natürlich – die Schwibbögen. Bei der erzgebirgischen Küche gibt es hingegen noch Nachholbedarf. Die Klitscher warten unter anderem noch auf ihre Verkostung. Bis dahin verteidigt die Italienerin selbstverständlich die italienische Küche.</p> <p>Und wenn Serena Zanaboni in fünf Jahren auf ihre ersten Wochen in Annaberg-Buchholz zurückblickt, welche Worte sollen ihr dann in den Sinn kommen? „Voll, aber herzlich. Anspruchsvoll, aber lustig – und erfüllend.“ Mehr als ein Wort – aber vielleicht gerade deshalb eine ziemlich passende Beschreibung für einen Neubeginn, der schon jetzt nach viel Begeisterung klingt. Denn Serena Zanaboni ist nicht ins Erzgebirge gekommen, um nur einen kurzen Zwischenstopp einzulegen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Neue_Museumsleiterin_in_ANA-Serena_Zanaboni_Foto_Annett_Fl%C3%A4mig__1_.JPG" length="688768" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10776</guid> <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 13:00:00 +0000</pubDate> <title>Kann SO nachhaltige Produktion aussehen?</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/container-fabrik-nachhaltiges-wirtschaften </link> <description>Das Unternehmen lumipöllö errichtet in Drebach-Venusberg eine zero.factory zur Textilveredelung.&amp;nbsp;Im Modell steht schon alles. Die alte Scheune am Ortsrand von Venusberg ist da, das profilierte Gelände, erzgebirgisches Hügelland. Im Maßstab 1:87 kommen zwei mal zwei übereinandergestapelte Container hinzu. Ein fünfter und sechster liegen quer darüber. Ein siebter Container erschließt – aufrecht hingestellt – als Treppenhaus die oberen Etagen. Miniaturfiguren beleben das Diorama. Was hier im Modell zu sehen ist, soll in spätestens zwei Jahren einmal als „zero.factory” Wirklichkeit sein.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>CONTAINERCHARME UND DESIGNANSPRUCH</h3> <p>Ein Fabrikgebäude aus gebrauchten Übersee-Containern – das ist die Idee von Dominic Heiße. &nbsp;Seit einigen Jahren betreibt der „Immer-29“-Jährige eine Textilveredelung im Drebacher Ortsteil Venusberg. Schon 2012, noch als Design-Student an der Bauhaus-Universität in Weimar, hatte er das Modelabel lumipöllö gegründet. Der Herkunft des Namens entsprechend – es ist das finnische Wort für Schneeeule – entwarf er Stirnbänder, Mützen und andere Accessoires für Wintersportler. „Caps und Hoodies haben wir vor allem mit Stickerei veredelt. Daraus ist dann das Hauptgeschäft von lumipöllö entstanden“, erklärt er. Das besteht heute darin, hochwertige Kleidungsstücke vom T-Shirt bis zur BaseballKappe in kleineren Serien ab zehn Stück zu individualisieren. Ob Firmenevent oder kleines Festival, lumipöllö macht aus hochwertiger Massenware mittels Veredelung noch wertvollere Einzelstücke.</p> <p>„Die meisten unserer Kunden stammen aus dem gewerblichen Bereich. Manchmal gibt es auch touristische Destinationen, Kulturveranstalter oder Vereine, die ganz besondere Bekleidung suchen“, berichtet er:</p><blockquote><p>„Wir sind führend in Sachen Individualität.“</p></blockquote><p>Das schätzen Kunden 38 in und außerhalb von Sachsen. 30 Prozent seiner Kunden stammen aus Österreich. Mundzu-Mund-Werbung beschert den Drebachern wachsende Bekanntheit. Vier Menschen sind in der Textilveredelung von lumipöllö neben Dominic Heiße mittlerweile beschäftigt. Daneben ist die Marke im Erzgebirgskreis auch im gastronomischen Bereich präsent. Neben der lumipöllö lounge gibt es seit neuestem einen alten Barkas B1000, der zum Foodtruck umgebaut wurde.&nbsp;</p> <h3>SOLARSTROM, ERDWÄRME UND ERZGEBIRGISCHE FICHTE</h3> <p>Im Textilbereich legt der Unternehmer Wert auf klimaneutrale Produkte, nicht zuletzt auch dem Wissen aus seinem Masterstudiengang in Nachhaltiger Produktion geschuldet: „In diesem Zusammenhang ist die Idee der zero.factory, also einer emissionsfreien Fabrik, entstanden.“ Doch statt sich einfach von einem Architekturbüro etwas entwerfen zu lassen, legte er selbst Hand an – in Form seiner Containerfabrik. „Die Idee ist in mehreren Etappen entstanden. Ursprünglich sollten sieben Container zur&nbsp;Fabrik freistehend auf einer grünen Wiese zusammengesetzt werden. Inzwischen integrieren wir die über 70 Jahre alte Scheune auf dem Grundstück meiner Familie als Lager“, erläutert Heiße. Zunächst als Kompromisslösung in Zusammenarbeit mit dem Bauamt des Erzgebirgskreises entstanden, findet er das Konzept heute sogar besser als seine ursprüngliche Idee: „Damit nutzen wir alte Bausubstanz neu und gewinnen jede Menge zusätzliche Dachfläche.“ Die soll, wie auch der Treppenturm und die oberste Etage seiner Fabrik, mit Solarpanels ausgestattet werden, um der zero.factory ausreichend Strom für Computer, Textilmaschinen und Laserzentrum zu liefern – wichtiges Element der emissionsfreien Produktion und Veredelung.</p> <p>Auch beim Ausbau der Container geht Dominic Heiße eigene Wege. Um sinnvolle Raumgrößen zu erhalten, werden jeweils zwei Container zu einer Arbeitsfläche verbunden. Insgesamt entstehen so etwa 150 Quadratmeter Nutzfläche. Bereits vor drei Jahren hat sich der Unternehmer einen ersten Container besorgt und Verfahren entwickelt, daraus einen produktionsfähigen Arbeitsraum zu machen: Wie bekommt man ausreichend Fensterfläche und damit Licht in den Container, ohne dass das Metallgehäuse instabil wird? Wie geht man mit der wellenförmigen Oberfläche der Wände um? Wo verlegt man die Elektroinstallation? Und wie sorgt man dafür, dass sich der Arbeitsraum im Inneren im Sommer nicht zu sehr aufheizt und im Winter nicht eiskalt wird? „Für all diese Fragen gibt es keine Standardantworten, vieles erarbeite ich mir selbst“, sagt er.</p> <p>Dabei setzt er auf Recyclingmaterialien und lokal verfügbare Rohstoffe: Alte Kaffee- und Kakaosäcke aus Jute werden gemeinsam mit Sprühkork zur dezimeterdicken Innendämmung. Für Wohlfühltemperaturen soll künftig eine Deckenheizung, integriert in einer Lehmdecke und gespeist aus Erdwärme, sorgen. Dominic Heiße arbeitet für den Probecontainer altes Parkett auf und verbindet alte Holzbohlen zu neuen Arbeitsflächen. Aus den Brettern eines alten Hühnerstalls wurde die Innenverschalung. Erfahrungswert für Letzteres: Ist schwierig und für sieben Folgecontainer kaum wiederholbar. „Also werden wir da Fichtenholz aus dem Erzgebirge nehmen. In 700 Meter Höhe gewachsen, in Marienberg geschlagen, in Drebach gesägt“, resümiert er.</p> <h3>BAUPROJEKT MIT MODELLCHARAKTER</h3> <p>Für Dominic Heiße ist es wichtig, die Zusammenhänge seines Bauwerks zu verstehen. „Deshalb nehme ich mir jetzt die Zeit, vieles auszuprobieren“, sagt er. Schließlich soll es – Designeranspruch – am Ende auch schön werden. „Ein Container an sich ist ja erstmal nicht besonders hübsch. Da muss man sorgfältig an den Details arbeiten, damit etwas Gutes entsteht.“ Nur eins will er nicht: Die Außenhülle verstecken. „Wenn man nicht mehr sähe, dass es Container sind, bräuchte ich ja auch keine Container benutzen.“ Deutlich günstiger als ein regulärer Neubau ist das Projekt übrigens nicht. Die Gesamtinvestition liegt im sechsstelligen Bereich, 35 Prozent davon werden durch eine GRW-Förderung der Sächsischen Aufbaubank finanziert.&nbsp;</p> <p>Das Geld scheint gut angelegt. Das Modell verspricht, dass in Venusberg ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft entsteht. Die ist auch erwünscht: „Ich möchte hier ein nachahmenswertes Beispiel schaffen. Es soll zeigen, was in unserer Region möglich ist und was funktionieren kann, wenn man das wirklich möchte und konsequent vorantreibt“, schildert Heiße seine Motivation. Seine zero. factory soll Vorbild sein: „Ich glaube, das ist der beste Weg, um nachhaltiges Denken zu etablieren – es vorleben, es gut machen und damit andere mitreißen!“</p> <p>Die sieben Container für die Umsetzung sind inzwischen angeliefert und warten auf dem Feld unweit ihres künftigen Standorts auf den Baustart. Das ideelle Fundament dafür ist gelegt, das physische wird im kommenden Frühjahr gegossen. „Die Produktion in unserer zero.factory können wir dann voraussichtlich 2027 aufnehmen. Dann hat lumipöllö eine neue Basisstation.“</p> <p class="smaller">Text: Sabine Schulze-Schwarz<br> Fotos: Magda Lehnert, lumipöllö</p> ]]> </content:encoded> <category>Unternehmensgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Erzgebirge-Nachhatigkeit-Fabrik-Textilveredelung-Container-emissionsfrei.jpg" length="376444" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10774</guid> <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 06:33:53 +0000</pubDate> <title>„hiergemacht“ startet als offizieller Shop der Dachmarke Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hiergemacht-startet-als-offizieller-shop-der-dachmarke-erzgebirge </link> <description>Aus einer Idee wird Realität: Seit dem 20. August ist mit „hiergemacht“ der offizielle Shop der Dachmarke Erzgebirge online. Unter www.erzgebirge-hiergemacht.de sind zum Start rund 20 Produkte erhältlich. Das Sortiment umfasst zunächst Merchandise-Artikel der Dachmarke sowie erste Produkte regionaler Hersteller.&amp;nbsp;Mit dem neuen Format wird die Region nun auch über ihre Produkte sichtbarer. Der Shop soll nicht nur Verkaufsplattform sein, sondern auch einen neuen Zugang zum Erzgebirge schaffen und zeigen, was hier hergestellt und gestaltet wird.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Ein Sortiment, das weiter wachsen soll</strong></p> <p>Der Start ist der erste Schritt eines langfristig angelegten Konzepts. Das Sortiment soll in den kommenden Monaten kontinuierlich um ausgewählte Produkte aus Werkstätten und Manufakturen der Region erweitert werden.&nbsp;„hiergemacht“ soll ein kuratierter Ort werden, an dem sich entdecken lässt, was im Erzgebirge gestaltet, hergestellt und entwickelt wird. Auch die Geschichten hinter den Produkten sollen eine größere Rolle spielen.&nbsp;Die Merchandise-Artikel der Dachmarke sollen künftig auch an ausgewählten Orten in der Region erhältlich sein. Erste Geschäfte und Handelspartner werden derzeit beliefert. Der stationäre Vertrieb soll anschließend Schritt für Schritt auf weitere Partner ausgeweitet werden.</p> <p><strong>Regional kaufen und Wertschöpfung vor Ort stärken</strong></p> <p>Ein wichtiger Bestandteil von „hiergemacht“ ist die Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern. Insbesondere kleineren Manufakturen und Marken sollen neue Absatzmöglichkeiten und Sichtbarkeit geboten werden.&nbsp;Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Wer sich für ein Produkt aus dem Erzgebirge entscheidet, entdeckt ein Stück Region und unterstützt zugleich die Unternehmen und Menschen, die dahinterstehen.</p> <p><strong>Die Dachmarke Erzgebirge im Alltag</strong></p> <p>Hinter der Dachmarke Erzgebirge stehen der Tourismusverband Erzgebirge e.V. und die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Sie entwickeln die Region gemeinsam als Wirtschaftsstandort, Tourismusregion und Lebensraum.&nbsp;„hiergemacht“ ergänzt diese Arbeit um einen neuen Zugang: Die Dachmarke wird über Produkte greifbar und soll so auch im Alltag der Menschen ankommen.&nbsp;Betrieben wird der Shop eigenständig von Elisabeth Graupner aus Crottendorf. Grundlage ist eine Lizenz zur Nutzung der Dachmarke im Rahmen des neuen Vertriebsformats.&nbsp;Regionale Hersteller, die ihre Produkte über „hiergemacht“ vertreiben möchten, aber auch Händler, die an dem Sortiment interessiert sind, können gern Kontakt aufnehmen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/DSC05636_-_Kopie.jpg" length="624643" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10773</guid> <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 18:00:00 +0000</pubDate> <title>Vom Bolzplatz in die Bundesliga</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/frauen-fussball-bundesliga-sophie-weidauer </link> <description>Im Erzgebirge gibt es die meisten Sport vereine Sachsens. In denen sporteln fast 55.000 Mitglieder. Ob Fechten, Schach oder Fußball &amp;nbsp;– hier findet jeder seinen Platz vom Kleinkind bis &amp;nbsp;zum Senior. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Vom Bauernhof ins Rampenlicht: In Brünlos geboren, startet Sophie Weidauer als 5-Jährige beim SV Tanne Thalheim, machte Station beim 1. FC Erzgebirge Aue und mit zwölf den Karrieresprung zu Turbine Potsdam. Heute ist sie 23, spielt als Stürmerin in der ersten Frauen-Bundesliga, zählt mehr als 120 Einsätze, gewann mit der U17-Nationalmannschaft 2019 die Europameisterschaft, erzielte ein spektakuläres „Tor des Monats“&nbsp;und verhalf im März 2025 ihrer ehemaligen Mannschaft Werder Bremen vor 60.000 Zuschauern mit zwei Toren zum 3:1 Sieg beim Pokalspiel gegen den HSV. Wir haben Sophie im August 2025 für ein Interview dort getroffen, wo alles begann: Am Waldstadion in Thalheim. Im Gespräch verrät sie, wie sie auf ihrem Höhenflug die Ruhe bewahrt – und wohin ihr Weg als Nächstes führt.</p> <p><strong>Wie fühlt es sich an, wieder auf dem Platz zu stehen, auf dem damals alles begonnen hat?</strong></p> <p>Richtig, richtig schön. Ich glaube, man vergisst nie, wo man herkommt. Immer wenn ich hier reinkomme, ist das wie nach Hause kommen. Ich weiß noch, wie ich damals mit Papa in der Sparkasse war und wir den Aushang gesehen haben, dass der Verein Spieler und Spielerinnen sucht. Da hab ich Papa gefragt: “Können wir da mal hingehen?” Dann ist er tatsächlich mit mir hierhergefahren. Da war ich fünf oder sechs Jahre alt. Seitdem gab es gefühlt keinen Tag, an dem ich nicht gegen den Ball getreten habe.</p> <p><strong>Was würde dieses kleine Mädchen, das du damals warst, sagen, wenn sie geahnt hätte, dass sie später mal vor 60.000 Zuschauern ein Pokalspiel spielt oder ein Tor des Monats schießt?</strong></p> <p>Eigentlich ist das unvorstellbar, dass ich das, wovon ich geträumt habe, wirklich erreicht habe. Ich glaube, man hat als kleines Mädchen immer Träume und Wünsche, aber dass die so ihren Weg nehmen… Dass ich den Fußball meinen Beruf nennen und davon leben kann, löst viel Freude in mir aus und macht mich richtig stolz.</p> <p><strong>Kommst du trotzdem manchmal in die Heimat Erzgebirge oder bleibt dafür keine Zeit mehr?</strong></p> <p>In der Saison eher weniger, aber ich komme immer im Sommer und im Winter während der Trainingspausen und auch sonst, wenn ich es irgendwie ermöglichen kann. Ich bin ein totaler Familienmensch und liebe meine Heimat. Wenn ich hierherkomme, verbringe ich so viel wie möglich Zeit mit meinen Liebsten und mit den Tieren, wir haben ja einen kleinen Bauernhof. Das ist schon ein starker Kontrast zu meinem Alltag. Wenn ich ins Erzgebirge komme, dann ist das wie Urlaub für mich. Die Zeit hier hilft auch immer, um einfach mal eine andere Perspektive auf die Dinge zu bekommen, um zu merken, dass ich nicht nur Fußballerin, sondern auch ein Mensch neben dem Platz bin. Das ist wichtig, um die Balance zu behalten und dann auch wieder ausgeglichen in diesen Beruf zu gehen.</p> <p><strong>Dann war es sicher nicht leicht für dich, als 12-Jährige den Hof zu verlassen und nach Potsdam ins Internat zu gehen, oder?</strong></p> <p>Das war phasenweise schon sehr hart, ja, weil ich so an meiner Familie hänge. Ich wusste einerseits, dass ich diesen Weg gehen möchte, andererseits aber auch, was ich dafür in Kauf nehmen muss. Mein Glück war, dass meine Eltern mich von Anfang an unterstützt haben. Egal, welche Entscheidung ich getroffen habe, sie immer hinter mir standen. Das ist das schönste Gefühl und ich glaube dadurch fällt es mir so viel leichter, diesen Weg zu gehen – damals wie heute. Am Anfang, als ich neu in Potsdam war, kamen sie alle zwei Wochen zum Heimspiel. Ich kann mich überhaupt an fast kein Spiel erinnern, das sie verpasst hätten, trotz der langen Fahrstrecke. Und das ist bis jetzt so, ob das nun in Potsdam oder Bremen war oder jetzt in Berlin – ich kann immer darauf zählen, dass irgendjemand aus meiner Familie auf der Tribüne sitzt. Das ist nicht selbstverständlich.</p> <p><strong>War die Heimat und die Nähe zur Familie ein Grund, weshalb du von Bremen zum 1. FC Union Berlin gewechselt bist?</strong></p> <p>Auch, ja. Es war Zeit für ein neues Kapitel, auch wenn es zwei sehr schöne Jahre in Bremen waren, die mich sportlich extrem vorangebracht haben. Ich konnte mich weiterentwickeln, habe auch menschlich viel dazulernen können. Die letzte Saison hat deutlich gemacht, wie schön diese Zeit in Bremen war. Aber ich wollte auch wieder ein Stück in Richtung Heimat und hab gleichzeitig Lust, in Berlin diese neue Geschichte mitzuschreiben. Der 1. FC Union Berlin ist neu in der Liga, die kennen das noch nicht. Für mich ist jetzt die Zeit, da ich das, was ich über die Jahre an Erfahrung gesammelt habe, weitergeben möchte.</p> <blockquote><p>Es wird sowieso nicht immer eine gerade Linie nach oben geben.</p></blockquote><p><strong>Und das nächste große Ziel?</strong></p> <p>Wir haben Bock, die Mannschaften, die schon länger in der ersten Liga spielen, einfach ein bisschen zu ärgern. Ich glaube, dass das Ziel und Anspruch genug sein muss. Vielleicht geht mein Weg jetzt auch in der U23 weiter. Es dürfen immer fünf&nbsp;ältere Spielerinnen bei der U23 mitspielen und ich hoffe, dass ich eine davon sein darf. Dann schaue ich natürlich schon ein bisschen in Richtung A-Nationalmannschaft… Die U23 ist ja so etwas wie der Unterbau dafür und wenn man da so nah dran ist, dann kitzelt es schon ein bisschen in den Füßen. Jetzt ist aber erstmal wichtig, dass ich meinen Beitrag zu dem leiste, was wir uns im Verein vorgenommen haben.</p> <p><strong>Das klingt alles nach viel Druck. Wie gehst du damit um?</strong></p> <p>Es ist wichtig, dass man sich von diesem Druck, den man sich teilweise selbst macht, aber der dann auch von außen kommt, nicht zu sehr verunsichern lässt. Das war ein langer Lernprozess, dass ich mir die Messlatte nicht zu weit nach oben setze, schaue: “Hey, wo bin ich gerade, was will ich mir vornehmen?” und diese Ziele dann Schritt für Schritt verfolge – und nicht die, die von außen an einen herangetragen werden. Es wird sowieso nicht immer eine gerade Linie nach oben geben.</p> <p><strong>Wie ist das zu Hause? Haben die Leute hier im Erzgebirge hohe Erwartungen an dich?</strong></p> <p>Hier ist das anders. Ich merke, dass die Leute hier super stolz auf mich sind und darauf, dass ich hier mal angefangen habe. Hier nehme ich keinen solchen Druck wahr, da ist die große weite Fußballwelt schon kritischer. Zum Beispiel habe ich nach meinem “Tor des Monats” sehr viel mediale Aufmerksamkeit bekommen oder auch beim Pokalspiel in Hamburg vor fast 60.000 Zuschauern. Das muss man erstmal lernen wegzustecken, weil jeder was von einem möchte. Das habe ich hier in der Heimat nicht, die Leute haben sich einfach&nbsp;mit mir gefreut, als dass sie dann noch mehr erwartet hätten.</p> <p><strong>Was würdest du den Mädels, die heute bei SV Tanne Thalheim auf dem Platz stehen, gern mit auf den Weg geben?</strong></p> <p>Dass sie sich treu bleiben sollen und dass sie ihre Wünsche und Träume und Ziele festhalten sollen, auch wenn es schwer ist, sie zu verfolgen. Da spreche ich aus Erfahrung: Das ist nicht immer leicht, aber wenn man etwas wirklich möchte, gibt es immer einen Weg, das zu erreichen. Natürlich, dass sie immer selbstbewusst da rausgehen sollen – denn nur, weil man ein Mädchen ist, spielt man nicht schlechter Fußball als Jungs. Das habe ich selbst gespürt: Wenn man mit Leistung und Überzeugung in ein Spiel geht, dann erarbeitet man sich Respekt.</p> <p><strong>Geburtstag:</strong> 10. Februar 2002<br><strong>Aufgewachsen in:</strong> Brünlos im Erzgebirge<br><strong>2007 bis 2014:</strong> SV Tanne Thalheim, anschließend beim FC Erzgebirge Aue<br><strong>2014:</strong> Wechsel in die Jugend des &nbsp;1. FFC Turbine Potsdam<br><strong>Mai 2019:</strong> U17-Vize-Europameisterin mit der deutschen Nationalmannschaft<br><strong>August 2019:</strong> Bundesliga-Debüt für den 1. FFC Turbine Potsdam<br><strong>August 2022:</strong> Kapitänin der deutschen U20-Nationalmannschaft bei der WM in Costa Rica<br><strong>2022:</strong> Auszeichnung mit der Fritz-WalterMedaille in Bronze<br><strong>2023:</strong> Wechsel vom 1. FFC Turbine Potsdam zum SV Werder Bremen<br><strong>Saison2023/24:</strong> beste Torschützin bei Werder Bremen (8 Tore in 22 Spielen)<br><strong>Frühjahr 2025:</strong> Werder Bremen gewinnt beim DFB-Pokalspiel 3:1 gegen den HSV, Weidauer erzielt den Siegtreffer<br><strong>2025:</strong> Wechsel zum 1. FC Union Berlin</p> <p class="smaller">Text und Bilder: Magda Lehnert</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/Geschichten/Herzgeschichten/Sophie_Weidauer/Sophie_Weidauer_Herzland_2025_Magda_Lehnert__15_.jpg" length="237760" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10770</guid> <pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:30:00 +0000</pubDate> <title>Mit dem E-Mountainbike durchs Erzgebirge: Neuer BikePoint öffnet</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/mit-dem-e-mountainbike-durchs-erzgebirge-neuer-bikepoint-oeffnet </link> <description>In Annaberg-Buchholz stehen ab sofort E-Mountainbikes zum Mieten bereit. An der Geyersdorfer Straße hat die Stadt einen neuen BikePoint eröffnet. Fünf Räder können dort rund um die Uhr per App gebucht werden. Auch Stellplätze samt Lademöglichkeit für private Fahrräder gehören zur Station.&amp;nbsp;Der Standort liegt am Sonderbusstand oberhalb des Busbahnhofs und nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt. Von dort führen Radtouren direkt weiter durch das Erzgebirge. Annaberg-Buchholz gehört zum Erzgebirgskreis und liegt damit mitten in der Region.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Fünf E-Mountainbikes für Touren durchs Erzgebirge</strong></p> <p>Zur Auswahl stehen zwei vollgefederte Cube Stereo Fullys und drei Cube Reaction Hardtails in mehreren Größen. Die Akkus haben eine Kapazität von 800 Wattstunden. Abhängig von Strecke, Untergrund, Gewicht und Belastung sind laut Stadt etwa 70 bis 150 Kilometer möglich.&nbsp;Damit eignet sich das Angebot für kurze Runden rund um die Bergstadt ebenso wie für längere Fahrten durch das Erzgebirge. In der Nähe liegen etwa der Bergstadt-Trail und Strecken des Stoneman Miriquidi.&nbsp;„Mit dem BikePoint schaffen wir ein Angebot, das wunderbar zu Annaberg-Buchholz und zum Erzgebirge passt“, sagt Oberbürgermeister Rolf Schmidt. Die Landschaft lade dazu ein, „sie auf zwei Rädern zu entdecken“.&nbsp;Die Buchung läuft vollständig digital über die E-Bike-Sharing-App der use Group GmbH. Nach dem Anlegen eines kostenlosen Kontos lassen sich Modell, Größe, Tag und Dauer wählen. Anschließend wird das Rad per App entsperrt. Die Ausleihe ist grundsätzlich ab 18 Jahren möglich, in Begleitung der Eltern ab 14 Jahren.</p> <p><strong>Ein Tag auf dem Hardtail kostet 24 Euro</strong></p> <p>Eine Stunde kostet mit einem Hardtail 10 Euro, mit einem Fully 12 Euro. Für einen ganzen Tag werden 24 beziehungsweise 30 Euro fällig.&nbsp;Der BikePoint richtet sich auch an Radfahrer mit eigenem Fahrrad. Fünf überdachte Stellplätze können gebucht werden. Dort lassen sich E-Bikes mit dem eigenen Ladegerät aufladen. Stellplatz und Laden kosten zusammen einen Euro pro Tag.&nbsp;Damit lässt sich eine Radtour gut mit einem Besuch der Annaberger Altstadt verbinden. Das Fahrrad bleibt an der Station, während Museen, Geschäfte oder Gaststätten zu Fuß erreichbar sind. Weitere zehn Stellplätze in Fahrrad-Parkboxen gibt es bereits am Unteren Bahnhof. An der Geyersdorfer Straße ist zudem eine öffentliche Reparaturstation geplant.</p> <p><strong>81.000 Euro fließen in den neuen BikePoint</strong></p> <p>Für die fünf E-Mountainbikes wurden knapp 21.000 Euro ausgegeben. Bau und Erschließung der Station kosteten weitere 60.000 Euro. Von den insgesamt 81.000 Euro werden 52.650 Euro über ein Förderprogramm des Bundes getragen. Die Stadt übernimmt 28.350 Euro.&nbsp;Die Station gehört zu einem größeren Vorhaben rund um den Busbahnhof. Dort sind außerdem eine Ladesäule für Elektroautos und ein Fußgängerüberweg an der Geyersdorfer Straße vorgesehen.&nbsp;Für Annaberg-Buchholz wächst damit das Angebot für Radfahrer weiter. Vor allem die E-Mountainbikes passen zu den Höhen und Strecken des Erzgebirges. Gäste und Einheimische können direkt am Rand der Altstadt aufs Rad steigen und von dort ihre Tour durch die Region starten.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Inbetriebnahme_BikePoint_ANA_Foto_Annett_Fl%C3%A4mig__3_.JPG" length="792996" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10766</guid> <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 09:11:00 +0000</pubDate> <title>Tatort Erzgebirge: Krimiautoren für neues Buch zur Gartenschau gesucht</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/tatort-erzgebirge-krimiautoren-fuer-neues-buch-zur-gartenschau-gesucht </link> <description>Das Erzgebirge liefert die Schauplätze, Krimifans die Geschichten: Für die Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema startet ein Schreibwettbewerb. Gesucht werden kurze Krimis, deren Handlung in der Region spielt. Die besten Texte erscheinen im Frühjahr 2027 gemeinsam in einem Buch.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Drebacher Krokuswiesen, die Zinngrube Ehrenfriedersdorf oder der Fichtelberg können dabei ebenso zum Schauplatz werden wie viele weitere Orte im Erzgebirge. Unter dem Motto „Tatort? Erzgebirge!“ suchen die Landesgartenschau 2027 Aue-Bad Schlema und der Chemnitzer Paperento Verlag nach spannenden Geschichten aus der Region. Aue-Bad Schlema, Drebach und Ehrenfriedersdorf gehören zum Erzgebirge.</p> <p><strong>Bis Ende November können Krimis eingereicht werden</strong></p> <p>Der Wettbewerb startet Ende August 2026. Mitmachen können Menschen ab 18 Jahren. Der Wohnort spielt keine Rolle. Entscheidend ist der Schauplatz: Die Geschichte muss im Erzgebirge spielen.&nbsp;Eingereicht werden können bisher unveröffentlichte Texte mit höchstens 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen. Einsendeschluss ist Ende November 2026.&nbsp;Eine Jury wählt anschließend die besten Geschichten aus. Ihr gehören Fachleute verschiedener Gebiete an, darunter auch Vertreterinnen und Vertreter der Polizei. Die ausgewählten Krimis werden gedruckt und als E-Book veröffentlicht.</p> <p><strong>Vom Erzgebirge zur Leipziger Buchmesse</strong></p> <p>Das fertige Erzgebirgs-Krimi-Buch soll im Frühjahr 2027 im Paperento Verlag erscheinen und danach im Buchhandel erhältlich sein. Seine erste große Vorstellung ist für die Leipziger Buchmesse im März 2027 geplant.&nbsp;Wenige Wochen später kehren die Geschichten an ihren wichtigsten Schauplatz zurück. Anfang Mai 2027 folgt die Erzgebirgspremiere auf der großen Bühne der Landesgartenschau in Aue-Bad Schlema.&nbsp;Damit bekommt die Gartenschau schon vor ihrer Eröffnung ein eigenes Buchprojekt. Zugleich rückt der Wettbewerb bekannte Orte, Landschaften und besondere Schauplätze des Erzgebirges in den Mittelpunkt.&nbsp;</p> <p><strong>Teilnahme am Wettbewerb</strong></p> <p>Beiträge können per E-Mail an <a href="#" data-mailto-token="kygjrm8afcklgrxYnyncpclrm,bc" data-mailto-vector="-2">chemnitz<span>@</span>paperento.de</a> geschickt werden. Weitere Angaben zu Teilnahme, Einsendung und Jury stehen auf der Internetseite des Wettbewerbs.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Krimi.png" length="545576" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10769</guid> <pubDate>Thu, 27 Aug 2026 09:24:00 +0000</pubDate> <title>Seiwo gewinnt großen Auftrag für Norwegens „The Whale“</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/seiwo-gewinnt-grossen-auftrag-fuer-norwegens-the-whale </link> <description>Ein Auftrag aus Norwegen sorgt im Erzgebirge für Aufmerksamkeit: Die Seiwo Technik GmbH hat den Zuschlag für Arbeiten am neuen Besucherzentrum „The Whale“ erhalten. Das Unternehmen mit einem Standort in Drebach übernimmt Teile des Ausstellungsbaus für das Projekt auf den Vesterålen.&amp;nbsp;„The Whale“ entsteht in Andenes im Norden Norwegens und widmet sich der Beziehung zwischen Menschen, Meer, Walen und der arktischen Landschaft. Für die Architektur zeichnet die dänische Architektin Dorte Mandrup verantwortlich. Die Ausstellung plant RAA Ralph Appelbaum Associates mit Büros in London und Berlin.&amp;nbsp;Für Seiwo Technik ist die Zusammenarbeit mit RAA nicht neu. Bereits 2024 und 2025 arbeitete das Unternehmen beim Archäologischen Haus am Petriplatz in Berlin mit dem Planungsbüro zusammen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Know-how aus Drebach für Projekte in Europa</strong></p> <p>Der neue Auftrag folgt auf eine Phase großer Veränderungen bei Seiwo Technik. Gemeinsam mit dem niederländischen Partner Bruns International B.V. wurden in den vergangenen zwei Jahren Abläufe und Strukturen verändert. Der Schwerpunkt liegt nun verstärkt auf großen Kultur-, Museums- und Besucherprojekten.&nbsp;Die Arbeit führt Fachwissen aus dem Erzgebirge inzwischen an zahlreiche bekannte Orte Europas. Seiwo Technik ist aktuell unter anderem am Naturhistorischen Museum Dänemarks in Kopenhagen, an den Dommuseen in Quedlinburg und Regensburg sowie an der neuen Dauerausstellung in der Silberkammer der Wiener Hofburg beteiligt. Auch die Tapisserie de Bayeux zählt zu den genannten Projekten.&nbsp;Gefragt sind dabei verschiedene Gewerke. Das Unternehmen fertigt Innenausbauten, Ausstellungssysteme, Vitrinen und besondere Konstruktionen nach den Vorgaben der jeweiligen Projekte.</p> <p><strong>67 Beschäftigte und Auszubildende bei Seiwo Technik</strong></p> <p>Ein Teil dieser Arbeit entsteht in Drebach und damit mitten im Erzgebirge. Der Ort gehört zum Erzgebirgskreis. Seiwo Technik beschäftigt nach eigenen Angaben 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zehn Auszubildende.&nbsp;Dabei treffen Handwerk, Technik, Planung und Fertigung aufeinander. Tischler, Metallbauer, Ingenieure, Konstrukteure und weitere Fachkräfte arbeiten gemeinsam an den einzelnen Aufträgen. Einen hohen Stellenwert hat zudem die Ausbildung des eigenen Nachwuchses.&nbsp;Geschäftsführer Dr. Jan Wabst sieht den neuen Auftrag als Leistung der gesamten Belegschaft. „Die vergangenen Jahre haben unseren Zusammenhalt gestärkt. Dieser Erfolg gehört deshalb nicht einzelnen Personen, sondern dem gesamten Team.“&nbsp;Als wichtige Grundlagen nennt Wabst „die solide handwerkliche Ausbildung und das kreative Einlassen auf neue Design-Entwürfe, Materialien und Fertigungsverfahren“.</p> <p><strong>Erzgebirgisches Handwerk für „The Whale“</strong></p> <p>Der Auftrag in Norwegen zeigt, wie weit die Arbeit eines Unternehmens aus dem Erzgebirge reicht. Von Drebach aus entstehen Bauteile und Lösungen für Museen und Kulturhäuser in mehreren europäischen Ländern.&nbsp;Für Seiwo Technik ist „The Whale“ zugleich ein wichtiger Auftrag nach der Neuausrichtung der vergangenen Jahre. Das Projekt bringt erzgebirgisches Handwerk und technisches Wissen an einen Ort weit im Norden Europas.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Seiwo_Technik.jpg" length="320072" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10756</guid> <pubDate>Wed, 26 Aug 2026 08:56:00 +0000</pubDate> <title>Werkzeuge, Technik, Handwerk: Makerfestival kommt ins Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/werkzeuge-technik-handwerk-makerfestival-kommt-ins-erzgebirge-2 </link> <description>Selber bauen, tüfteln und gestalten: Am 5. September wird das Lehngericht in Augustusburg zum Treff für kreative Köpfe aus dem Erzgebirge. Beim Makerfestival zeigen Macher aus der Region, was mit guten Ideen, handwerklichem Können und moderner Technik entstehen kann.&amp;nbsp;Ab 13 Uhr öffnen zahlreiche Mitmachstationen. Dort können Besucher jeden Alters Werkzeuge und Materialien ausprobieren, eigene Stücke gestalten und neue Techniken kennenlernen. Von Upcycling über Handwerk bis zu digitalen Angeboten reicht das Programm. Der Eintritt ist frei.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Das Festival findet bereits zum vierten Mal statt. Macher aus dem Erzgebirge geben dabei Einblicke in ihre Arbeit und laden Besucher jeden Alters zum Mitmachen ein.&nbsp;An den einzelnen Stationen stehen eigene Ideen im Mittelpunkt. Besucher können mit verschiedenen Materialien arbeiten, technische Angebote testen oder beim Upcycling aus vorhandenen Dingen etwas Neues schaffen.&nbsp;Neben handwerklichen Arbeiten gehören auch digitale Werkzeuge und kreative Gestaltung zum Programm. Wissen wird direkt weitergegeben. Vieles kann an Ort und Stelle selbst ausprobiert werden.&nbsp;So entstehen praktische oder dekorative Stücke für den Alltag. Zugleich zeigt das Festival, wie eng Handwerk, Technik und kreative Arbeit im Erzgebirge verbunden sind.</p> <p><strong>Viele Macher aus dem Erzgebirge sind dabei</strong></p> <p>Mehrere bekannte Orte und Projekte aus der Region beteiligen sich am Festival. Dazu zählen die Lössnitz Makers, das Kulturwerk Schneeberg und der Buntspeicher Zwönitz. Auch die Alte Brauerei Annaberg sowie das Olbernhauer Hutzenstübl gehören zu den Teilnehmern.&nbsp;Weitere Angebote kommen von Flimmern &amp; Friemeln, himbeerblau.lab, Sternenlabor Plauen, Vector Lab und Mentor Spot.&nbsp;Damit bringt das Makerfestival Menschen aus verschiedenen Orten und Projekten an einem Platz zusammen. Augustusburg wird für einen Tag zum Treff für Ideen, Werkzeuge und gemeinsames Machen.</p> <p><strong>Kreative Arbeit aus der Region wird sichtbar</strong></p> <p>Das Makerfestival zeigt, wie viele Menschen im Erzgebirge eigene Projekte umsetzen, Wissen weitergeben und gemeinsam an neuen Ideen arbeiten. Gerade die Mischung aus Handwerk, Technik und Gestaltung gibt einen breiten Einblick in die Arbeit der beteiligten Gruppen.&nbsp;Am 5. September bekommt diese kreative Szene im Lehngericht in Augustusburg eine gemeinsame Bühne. Das Programm beginnt um 13 Uhr und steht allen Interessierten kostenlos offen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/02_06_MBA_Maker-Advent_2024__c__Mark_Frost.jpg" length="492233" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10765</guid> <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 20:40:00 +0000</pubDate> <title>Botschafter des Erzgebirges: Drei Persönlichkeiten ausgezeichnet</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/botschafter-des-erzgebirges-drei-persoenlichkeiten-ausgezeichnet </link> <description>Drei Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur sind heute offiziell als neue Botschafter des Erzgebirges ernannt worden. Im Rahmen der „Summer Lounge der Wirtschaft“ zeichnete der Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton, die Unternehmerin Mandy Haase, den Bürgermeister Volkmar Viehweg und den Tenor Richard Glöckner für ihr besonderes Engagement für die Region aus. Die Laudatio hielt Dr. Peggy Kreller, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Die Ernennung fand während des 12. Unternehmerabends im Erzgebirge statt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Tief verwurzelt. Hochmodern.“ in der Brauerei Zwönitz ausgerichtet wurde. Mit der Auszeichnung würdigt das Regionalmanagement Erzgebirge Menschen, die ihre Heimat auf besondere Weise sichtbar machen und sich in ihrem beruflichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Umfeld für die Entwicklung des Erzgebirges einsetzen.</p> <p>Seit März 2010 stehen die Botschafter des Erzgebirges für gelebte Regionalverbundenheit. Jährlich werden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft oder Sport ausgezeichnet, die durch ihr Wirken zur Wahrnehmung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region beitragen. Mit der heutigen Ernennung wächst die Zahl der aktiven Botschafterinnen und Botschafter auf 150.&nbsp;Die neue Botschafterin und die neuen Botschafter des Erzgebirges sind:</p><ul class="content"> <li>Richard Glöckner, Tenor am<a href="https://www.erzgebirgische.theater/" target="_blank" rel="noreferrer"> Eduard-von-Winterstein-Theater</a>, Annaberg-Buchholz</li> <li>Mandy Haase, <a href="https://emes-kabelkonfektion.de/" target="_blank" rel="noreferrer">EMES Holding GmbH,</a> Amtsberg</li> <li>Volkmar Viehweg, Bürgermeister der <a href="https://www.stuetzengruen.de/deutsch" target="_blank" rel="noreferrer">Gemeinde Stützengrün</a></li></ul><p>Alle drei Persönlichkeiten stehen auf unterschiedliche Weise für das Erzgebirge. Richard Glöckner trägt als Sänger am Eduard-von-Winterstein-Theater kulturelle Strahlkraft aus der Region heraus. Mandy Haase steht mit ihrem unternehmerischen Engagement für wirtschaftliche Verantwortung und regionale Wertschöpfung. Volkmar Viehweg prägt als Bürgermeister von Stützengrün kommunale Entwicklung, Zusammenhalt und Zukunftsorientierung im ländlichen Raum.</p> <p>Gemeinsam ist ihnen eine tiefe Verbundenheit mit dem Erzgebirge. Sie stehen exemplarisch für viele Erzgebirgerinnen und Erzgebirger, die mit Haltung, Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein ihre Region prägen und über deren Grenzen hinaus repräsentieren. Die Ernennung zur Botschafterin beziehungsweise zum Botschafter ist dabei nicht nur Anerkennung für bisheriges Engagement. Sie ist zugleich Ansporn, das Erzgebirge weiterhin aktiv nach außen zu tragen, im Dialog mit Kundinnen und Kunden, Partnern, Gästen, Netzwerken oder auf Reisen.</p> <p>Das Botschaftermarketing ist ein fester Bestandteil der Standortkampagne „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“. Mit den heutigen Ernennungen wird dieses Netzwerk engagierter Repräsentantinnen und Repräsentanten der Region weitergeführt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Botschafter_Summer_Lounge_2026.jpg" length="968161" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10764</guid> <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 06:18:18 +0000</pubDate> <title>SpeicherLights: Emotionen bringen den Buntspeicher zum Leuchten</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/speicherlights-emotionen-bringen-den-buntspeicher-zum-leuchten-1 </link> <description>Der Buntspeicher in Zwönitz wird Ende August selbst zum Kunstwerk. Bei der Premiere von „SpeicherLights“ verwandelt sich die Außenwand des Gebäudes in eine riesige Leinwand. Licht, Farben und die Gefühle der Gäste bestimmen, was dort zu sehen ist.&amp;nbsp;Am Freitag, 28. August 2026, beginnt das neue Event um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Hinter der Lichtkunst steht das international bekannte Künstlerduo Juliana und Andrey Vrady.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Gefühle bestimmen Farben und Formen</strong></p> <p>Bei „SpeicherLights“ sind die Gäste ein Teil der Kunst. Vor Ort werden ihnen gezielt Fragen gestellt. Eine Software erfasst dabei ihre Mimik und wertet die Reaktionen aus. Daraus entstehen direkt farbige Projektionen auf der Außenwand des Buntspeichers.&nbsp;Das Kunstwerk verändert sich damit laufend. Die Gefühle der Menschen vor Ort geben vor, welche Farben und Formen auf der Fassade erscheinen. Der Buntspeicher bekommt für einen Abend ein völlig anderes Gesicht.&nbsp;</p> <p><strong>Sommerabend mit Kunst, Musik und Kulinarik</strong></p> <p>Rund um die Projektionen wartet ein Open-Air-Programm mit Musik und Kulinarik. So entsteht am Buntspeicher ein sommerlicher Treffpunkt für Kunst und Kultur.&nbsp;„SpeicherLights“ findet am Freitag, 28. August 2026, ab 20.30 Uhr am Buntspeicher, Speicherstraße 1 in Zwönitz, statt. Der Eintritt ist frei.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_Erzgebirge-hERZland-Buntspeicher-Zwoenitz-SmartCity_47810b6c6f.jpg" length="761044" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10758</guid> <pubDate>Mon, 17 Aug 2026 08:43:00 +0000</pubDate> <title>Vier Tage Vollgas: Zwei junge Erzgebirger greifen in Shanghai nach WM-Gold</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vier-tage-vollgas-zwei-junge-erzgebirger-greifen-in-shanghai-nach-wm-gold </link> <description>Marc-Aurel Spalek aus Zschopau und Lennard Weitzmann aus Olbernhau gehören zu den besten jungen Landschaftsgärtnern Deutschlands. Im September treten die beiden Erzgebirger bei den WorldSkills in Shanghai an. Dort messen sie sich mit Fachkräften aus aller Welt.&amp;nbsp;Der 22-jährige Spalek und der 20-jährige Weitzmann arbeiten bei Wirth &amp;amp; Wiener in Chemnitz. Ihr Ticket für Shanghai sicherten sie sich 2025 mit starken Leistungen bei den Wettbewerben der Landschaftsgärtner.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Deutscher Meistertitel führt nach Shanghai</strong></p> <p>Zunächst setzten sich Spalek und Weitzmann beim Wettbewerb in Sachsen durch. Danach folgte der bundesweite Landschaftsgärtner-Cup in Berlin. Auch dort holte das Team den ersten Platz. Der deutsche Meistertitel ging damit zum vierten Mal nach Sachsen.&nbsp;Die Aufgabe verlangte den beiden viel ab. „Ziel war es, einen kleinen Garten auf höchstem Niveau zu bauen“, erklärt Lennard Weitzmann. Entscheidend waren Tempo, Teamarbeit und Präzision.&nbsp;Der Erfolg brachte den beiden jungen Männern aus dem Erzgebirge das Ticket für die WorldSkills. Vom 22. bis 27. September 2026 treten sie in Shanghai für Team Germany im „Landscape Gardening“ an. Spitzenfachkräfte aus mehr als 70 Ländern messen sich dort in 64 Disziplinen.</p> <p><strong>Vier Tage unter hohem Druck</strong></p> <p>In Shanghai zählt jeder Handgriff. Vier Tage lang müssen Spalek und Weitzmann zeigen, was sie gelernt haben. Fehler können wertvolle Punkte kosten. „Dort geht es knallhart zu, kein Spielraum für Fehler“, sagt Marc-Aurel Spalek.&nbsp;Die Erfahrungen aus den vergangenen Wettbewerben geben dem Team Rückenwind. Seit dem deutschen Meistertitel trainieren beide bei Wirth &amp; Wiener unter Wettkampf-Bedingungen. Zuletzt stellten sie ihr Können bei der Landesmeisterschaft Sachsen in Dresden-Pillnitz auf die Probe.&nbsp;Ende Juni kam die deutsche Berufe-Nationalmannschaft bei einem Treffen in Esslingen zusammen. 36 Fachkräfte aus 31 Disziplinen bereiteten sich dort mit Workshops sowie mentalem und medialem Training auf die WM vor.&nbsp;„Das Vorbereitungstreffen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach Shanghai. Hier wachsen die Teilnehmenden als Team zusammen“, sagt Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany.</p> <p><strong>Zwei Erzgebirger vertreten Deutschland</strong></p> <p>Mit Spalek und Weitzmann stehen in Shanghai zwei junge Fachkräfte aus dem Erzgebirge im deutschen Team. Zschopau und Olbernhau gehören beide zum Erzgebirge.Nach dem Sieg in Sachsen und dem deutschen Meistertitel wartet nun der größte Wettbewerb ihrer bisherigen Laufbahn. In Shanghai vertreten sie Deutschland, ihr Unternehmen in Chemnitz – und zugleich ihre Heimat Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Verband_Garten-__Landschafts-_und_Sportplatzbau_Sachsen_e._V..png" length="436002" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10757</guid> <pubDate>Thu, 13 Aug 2026 09:39:00 +0000</pubDate> <title>Junge Filmfans aus dem Erzgebirge werden zu Kurz.Film.Scouts</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-filmfans-aus-dem-erzgebirge-werden-zu-kurzfilmscouts </link> <description>Filme ansehen, darüber diskutieren und am Ende gemeinsam entscheiden: Zehn Jugendliche aus Pobershau haben genau das drei Tage lang gemacht. Nun bringen sie ihre Auswahl vor Publikum. Als erste Kurz.Film.Scouts im Erzgebirgskreis stellen sie beim Sommerfest des Kinder- und Jugendzentrums „Haus Pobershau“ ihr eigenes Kurzfilmprogramm vor.&amp;nbsp;Die Vorführung findet am Freitag, 14. August 2026, statt. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche. Ausgewählt haben die jungen Filmfans alle Beiträge selbst.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Vom Filmfan zum Kurz.Film.Scout</strong></p> <p>Vom 14. bis 16. Juli beschäftigten sich die zehn Teilnehmer damit, wie Filme wirken und was ein gutes Kurzfilmprogramm ausmacht. Sie sahen verschiedene Filme, besprachen ihre Eindrücke und wählten gemeinsam die Beiträge für ihre erste Vorführung aus.&nbsp;Dabei waren verschiedene Meinungen ausdrücklich gefragt. Die Jugendlichen lernten, ihre Sicht zu erklären, anderen zuzuhören und am Ende als Gruppe Entscheidungen zu treffen.&nbsp;„Besonders stark war, wie schnell die Jugendlichen die Filmauswahl zu ihrer eigenen Sache gemacht haben, sie haben diskutiert, ihre unterschiedlichen Sichtweisen eingebracht und gemeinsam ein Programm entwickelt, hinter dem sie als Gruppe stehen“, sagt Projektmitarbeiter Sebastian Scheitz.</p> <p><strong>In Pobershau übernehmen die Jugendlichen selbst</strong></p> <p>Beim Sommerfest endet die Aufgabe der Scouts nicht mit der Auswahl der Filme. Die Jugendlichen führen selbst durch ihr Programm und beziehen das Publikum mit einer eigenen Aktion ein.&nbsp;Auch einen Blick hinter die Kulissen gibt es. Ein selbst gedrehter Clip zeigt, wie die Gruppe ihre Filme ausgewählt hat. Damit übernehmen die jungen Teilnehmer bei ihrer ersten öffentlichen Filmvorführung viele Aufgaben selbst.&nbsp;Nach dem Sommerfest geht die Arbeit weiter. In den Herbstferien steht ein Workshop zur Filmtechnik auf dem Plan. Dort produzieren die Jugendlichen ihren ersten eigenen Kurzfilm.</p> <p><strong>Kurzfilmkultur bekommt Nachwuchs im Erzgebirge</strong></p> <p>Die Ausbildung gehört zum sachsenweiten Projekt „Kurz.Film.Scouts“ der Filminitiative Dresden. Junge Menschen lernen dort, Kurzfilme auszuwählen, Programme zusammenzustellen und Filmveranstaltungen mitzugestalten.&nbsp;Mit der ersten Gruppe im Erzgebirgskreis kommt das Projekt nun auch nach Pobershau. Die zehn Jugendlichen bringen dabei ihre eigenen Ideen und Sichtweisen ein und gestalten ein Kulturangebot für andere junge Menschen in der Region.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_Beachflag__c_kurzfilmscouts_be5ad9b187.jpg" length="241857" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10752</guid> <pubDate>Wed, 12 Aug 2026 08:25:00 +0000</pubDate> <title>Kino im Pferdestall? Dieser Erzgebirgsverein macht es möglich</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kino-im-pferdestall-dieser-erzgebirgsverein-macht-es-moeglich </link> <description>Filme unter freiem Himmel, auf dem Auersberg oder sogar im Pferdestall: Der Verein zur interkulturellen Begegnung Wander- &amp;amp; Erlebniskino e. V. aus Eibenstock bringt mit seinem „Moviequidi Festival“ Kino an besondere Orte im Erzgebirge. Für diese ehrenamtliche Kulturarbeit hat die Fachstelle Ehrenamt des Erzgebirgskreises den Verein als „Ehrenamt des Monats Juli 2026“ ausgezeichnet.&amp;nbsp;13 Ehrenamtliche stehen hinter dem Projekt. Sie organisieren jedes Jahr mindestens acht Termine mit jeweils zwei Filmen. Der Eintritt bleibt frei. Neben den Filmen gehören Workshops, Musik, Tanz, Vorträge und Angebote für Familien zum Programm.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Vom Auersberg bis zum Pferdestall</strong></p> <p>Die Idee erinnert an die frühen Jahre des Kinos. Damals brachten Wanderkinos Filme auch in ländliche Orte. Der Verein aus dem Erzgebirge greift diesen Gedanken auf und setzt dafür auf moderne Technik. Ein Trailer mit großer LED-Wand macht Vorführungen auch am Tag möglich.&nbsp;Die Spielorte wechseln. Filme liefen bereits im Park, bei der Lebenshilfe, auf dem Plateau des Auersbergs und in einem Pferdestall. Dabei arbeitet der Verein eng mit Partnern aus der Region zusammen.&nbsp;Für Vereinsvorsitzende Anja Baumgärtel gehören Film, Heimat und ehrenamtliche Arbeit zusammen. Sie wuchs im Erzgebirge auf und kehrte nach ihrem Studium in Mittweida und Leipzig zurück.„Gleichzeitig wollte ich mich ehrenamtlich engagieren und dazu beitragen, dass das Erzgebirge ein lebenswerter Ort mit einer vielfältigen Kulturlandschaft bleibt und sogar weiterwächst“, erklärt Baumgärtel.&nbsp;Aus ihrer Arbeit als Mediengestalterin entstand gemeinsam mit dem Team die Idee für das Wanderkino. Filme sollten dort laufen, wo Menschen zusammenkommen.</p> <p><strong>Kultur im Erzgebirge für alle</strong></p> <p>Ein Filmnachmittag kostet nach Angaben der Vereinsvorsitzenden zwischen 6.000 und 8.000 Euro. Darin stecken unter anderem Filmrechte, Technik, Organisation und Werbung. Eintritt verlangt der Verein trotzdem nicht.&nbsp;„Kultur sollte für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig vom Einkommen oder der persönlichen Lebenssituation“, sagt Baumgärtel. Möglich wird das durch Förderer, Firmen und weitere Partner.&nbsp;Der Verein bindet zudem andere Vereine und Akteure aus dem Erzgebirge ein. So entstehen Veranstaltungen, die Film mit weiteren Kulturangeboten verbinden. Das schafft zugleich neue Freizeitangebote für Einheimische und Gäste.&nbsp;Auch Landrat Rico Anton würdigt diese Arbeit: „Sie leisten Großartiges.“ Besonders hebt er hervor, wie es dem Verein gelingt, Partner für das Projekt zu gewinnen und dauerhaft einzubinden.</p> <p><strong>Junge Filmemacher bekommen ihre eigene Leinwand</strong></p> <p>Ein weiterer Teil der Vereinsarbeit richtet sich an Kinder und Jugendliche. Bei Kamera- und Filmworkshops können sie eigene Filme entwickeln und drehen. Dabei lernen sie den Umgang mit Kamera und Schnitt und arbeiten gemeinsam an ihren Ideen.&nbsp;Am 13. November 2026 folgt im Kulturzentrum Eibenstock das Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Beiträge können allein oder im Team entstehen. Auch Aufnahmen mit dem Smartphone sind erlaubt. Die besten Filme erhalten Preise. Für Platz eins gibt es 150 Euro.&nbsp;Die ausgewählten Werke laufen anschließend auf der Kinoleinwand.</p> <p><strong>Moviequidi soll an weitere Orte kommen</strong></p> <p>Der Verein hat bereits Pläne für die kommenden Jahre. Moviequidi soll an weiteren Spielorten im Erzgebirgskreis stattfinden. Dafür will das Team mit Vereinen, Kommunen und Partnern aus der Region zusammenarbeiten.&nbsp;Baumgärtel möchte damit zugleich zeigen, wie sich die Kultur im Erzgebirge entwickelt. „Das Erzgebirge wird oft mit Bergbau, Handwerk und seinen traditionsreichen Wurzeln verbunden – und das völlig zu Recht. Gleichzeitig steckt in unserer Region aber auch unglaublich viel Kreativität, Engagement und kulturelle Vielfalt.“</p> <p>Für seine Arbeit erhielt der Wander- &amp; Erlebniskino e. V. nun eine Urkunde sowie die erzgebirgische Holzfigur „HelD“, deren Name für „Helfen und Danken“ steht. Hinzu kommt eine Einladung zum Großen Regionalpreis des Erzgebirgskreises ERZgeBÜRGER.&nbsp;Damit würdigt der Landkreis ein Projekt, das ehrenamtliche Arbeit und Filmkultur verbindet und Menschen an vielen Orten im Erzgebirge zusammenbringt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/2023_Moviequidi_in_der_Reithalle.JPG" length="1158512" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10751</guid> <pubDate>Mon, 10 Aug 2026 08:18:31 +0000</pubDate> <title>Mit nur 15 Jahren: Robin Siegert fährt allen davon</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/robin-siegert-moto4-nothern-cup-gp-gewinner </link> <description>Zehn Siege in Folge und vorzeitig die Meisterschaft gewonnen: Robin Siegert aus Pockau-Lengefeld hat sich den Titel im Moto4 Northern Cup 2026 gesichert. Der erst 15 Jahre alte Motorradrennfahrer aus dem Erzgebirge machte die Meisterschaft bereits beim vorletzten Rennwochenende in Oschersleben klar.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Dabei zeigte der Nachwuchsfahrer erneut seine Klasse. Siegert gewann beide Rennen in der Motorsport Arena. Besonders knapp wurde es am Sonntag. Gerade einmal 0,008 Sekunden trennten ihn im Ziel von seinem Verfolger.</p> <p><strong>Von Startplatz sechs zum Meistertitel</strong></p> <p>Im ersten Rennen am Samstag musste Siegert zunächst von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Schon ab der dritten Runde kämpfte der Erzgebirger um die Führung. Ab der Mitte des Rennens setzte er sich durch und holte seinen neunten Sieg in Folge.&nbsp;Damit stand fest: Robin Siegert ist Champion des Moto4 Northern Cup 2026. Und das bereits vor dem letzten Rennwochenende der Saison.&nbsp;„Jetzt hat es endlich zum Meistertitel gereicht, schon im ersten Rennen“, sagte der 15-Jährige nach seinem Erfolg. Anfangs habe er etwas gebraucht, um sein Tempo zu finden. Danach lief es deutlich besser.&nbsp;„Im ersten Rennen konnte ich nach Plan sehr gut fahren. Das war eines meiner besten Rennen. Ich habe im richtigen Moment angegriffen und souverän gewonnen.“&nbsp;Für den jungen Rennfahrer aus Pockau-Lengefeld ging damit ein großes Ziel in Erfüllung. Zehn der bislang zwölf möglichen Rennsiege der Saison gingen an Siegert.</p> <p><strong>Acht Tausendstelsekunden entscheiden Rennen zehn</strong></p> <p>Nach dem Titelgewinn war das Wochenende für den Erzgebirger noch lange nicht vorbei. Im zweiten Qualifying sicherte er sich seine dritte Pole Position der Saison.&nbsp;Das zweite Rennen entwickelte sich anschließend zu einem engen Kampf mit seinen tschechischen Gegnern. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern. Siegert gewann im Foto-Finish mit einem Vorsprung von 0,008 Sekunden.&nbsp;Damit baute er seine Serie auf zehn Siege in Folge aus.&nbsp;„Der Meistertitel und die ganze Show waren wirklich wertvolle Emotionen, unbezahlbar“, sagte Siegert. Nach seinem zehnten Erfolg bedankte er sich bei seinem Team und allen Unterstützern.</p> <p><strong>Aus dem Erzgebirge auf dem Weg Richtung MotoGP</strong></p> <p>Der Meistertitel bringt Robin Siegert einen weiteren großen Schritt in seiner noch jungen Laufbahn. Als Champion erhält er einen Platz im Red Bull MotoGP Rookies Cup 2027. Die Rennserie fährt bei mehreren europäischen Motorrad-Grand-Prix und gilt als wichtiger Weg für junge Fahrer in Richtung Motorrad-Weltmeisterschaft.&nbsp;Siegert fährt für Kiefer Racing und gehört zum Förderprogramm Motorsport Team Germany. Auch der ADAC Sachsen begleitet den jungen Erzgebirger bereits seit mehreren Jahren im Förderkader.&nbsp;Seine Saisonbilanz zeigt, wie stark sich Siegert entwickelt hat. Seit dem zweiten Saisonlauf auf dem Sachsenring gewann er jedes Rennen. Beim Finale im niederländischen Assen kann der 15-Jährige seine Serie noch ausbauen.&nbsp;Der Meistertitel steht jedoch schon fest. Robin Siegert aus dem Erzgebirge ist Moto4 Northern Cup Champion 2026.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Robin_Siegert-4.jpg" length="378168" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10750</guid> <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 10:33:00 +0000</pubDate> <title>„Wer behindert hier eigentlich wen?!“</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/hotel-inklusion-arbeit-unternehmen </link> <description>„Wir haben nicht zuerst einen Arbeitsplatz und versuchen dann, den Menschen passend zu machen. Der Mensch ist da und wir suchen den Arbeitsplatz dazu“, sagt Katja Seifert. Was so selbstverständlich klingt, verändert im Inklusionshotel Anna und Sascha in Annaberg-Buchholz nahezu jeden Arbeitsablauf. Hier arbeiten Menschen mit und ohne anerkannte Schwerbehinderung gemeinsam in der Küche, der Hauswirtschaft und im Hotelbetrieb. Entstanden ist das Haus aus dem Wunsch einer Mutter, dass die Inklusion für ihren Sohn Sascha nicht mit dem Ende der Schulzeit aufhört. Für den Podcast „hERZschlag“ hat das Regionalmanagement Erzgebirge das Hotel am Buchholzer Tor besucht. Gesprochen wurde über passende Arbeitsplätze, klare Anforderungen, fünf Millionen Euro Baukosten und darüber, warum Inklusion manchmal bedeutet, eine Aufgabe nicht schnell selbst zu erledigen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Ihr Sohn Sascha hat das Down-Syndrom. Sie sagen, dass er das gesamte Projekt angestoßen hat. Wann wurde aus Ihrer persönlichen Geschichte die Idee, ein eigenes Inklusionsunternehmen zu gründen?</strong></p> <p>Eigentlich wollte ich nie etwas Besonderes machen. Ich wollte mein Kind einfach dort haben, wo andere Menschen ihre Kinder auch haben: im Regelkindergarten, in der Regelschule und später im ersten Arbeitsmarkt. Dieser Weg war nie einfach, aber Kindergarten und Schule waren trotz vieler Hürden noch machbar. Im Arbeitsbereich wurde es dann richtig schwierig, wenn man nach einer Alternative zu den vorgesehenen Sondereinrichtungen gesucht hat.</p> <p>Sascha war Anfang 20, als die ersten Pläne entstanden. Wir wollten, dass es nach der Schule inklusiv weitergeht. Andere Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte haben sich angeschlossen. So entstand nach und nach die Idee für einen Ort, an dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten können.</p> <p><strong>Warum wurde aus dieser Idee ausgerechnet ein Hotel?</strong></p> <p>Ein Hotel bietet sehr viele unterschiedliche Tätigkeiten. Es gibt Aufgaben in der Küche, in der Hauswirtschaft, bei der Vorbereitung der Zimmer oder im gesamten Ablauf hinter den Kulissen. Dadurch kann man viel genauer schauen, was ein Mensch gut kann und wo ein passender Arbeitsplatz entstehen könnte.</p> <p>Das Haus selbst ist uns ein bisschen vor die Füße gefallen. Wir hatten uns schon verschiedene Gebäude in Annaberg-Buchholz angesehen. Eine befreundete Architektin machte uns dann auf dieses Haus am Buchholzer Tor aufmerksam. Erst später haben wir festgestellt, dass die historische Stadtmauer unter beziehungsweise durch das Gebäude verläuft. Der Turm gehört dazu und steht unter Denkmalschutz. Heute können Gäste tatsächlich in einem Teil der alten Stadtmauer übernachten.</p> <p><strong>2017 wurde das Gebäude erworben, eröffnet wurde das Hotel erst 2025. Was hat diesen Weg so lang und schwierig gemacht?</strong></p> <p>Zunächst mussten wir eine förderfähige Konzeption entwickeln. Das lässt sich heute leicht in einem Satz sagen, war aber sehr aufwendig. Die Finanzierung bestand aus vielen unterschiedlichen Bausteinen. Verschiedene Institutionen haben uns unterstützt, darunter Aktion Mensch und die Städtebauförderung.</p> <p>Als die Konzeption stand und es eigentlich losgehen konnte, kam Corona. Da stellt man sich natürlich die Frage, was man während einer Pandemie mit einem Hotelprojekt macht, wenn niemand weiß, wie es mit dem Reisen weitergeht. Als wir die Baupläne wieder aufnehmen konnten, stimmten die ursprünglichen Kosten nicht mehr. Die Baupreise waren stark gestiegen und manche Dinge mussten anders umgesetzt werden als zunächst gedacht. Die erste Schätzung lag bei ungefähr einer Million Euro. Am Ende waren es rund fünf Millionen Euro.</p> <div class="background-corporate-1 check-viewport content-container padding"> <h3 class="bold uppercase condensed margin-bottom align-center">Anna + Sascha im hERZschlag-Podcast</h3><div class="align-center"> <a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzschlag-podcast" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus"><em style="font-size:15px;" class="icon-play"></em> alle Infos</a> <a href="https://open.spotify.com/show/2MQNHDcG5lgotXhknSysPb?si=244442dbdcea4147" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"><em style="font-size:15px;" class="icon-play"></em> Spotify</a> <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/herzschlag/id1634012929" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"><em style="font-size:15px;" class="icon-play"></em> Apple Podcasts</a> <a href="https://music.amazon.de/podcasts/0a324f2a-fef6-4f50-a84d-3efbc24e82a3/herzschlag" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"><em style="font-size:15px;" class="icon-play"></em> Amazon Music</a> <a href="https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9oZXJ6c2NobGFnLWVyemdlYmlyZ2UucG9kaWdlZS5pby9mZWVkL21wMw" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"><em style="font-size:15px;" class="icon-play"></em> Google Podcasts</a> </div><br><div><div class="podigee-podcast-player" data-configuration="https://herzschlag-erzgebirge.podigee.io/34-inklusion-inklusive-anna-und-sascha-hotel/embed?context=external&amp;token=npu9xjs99QO8uSbRM8Fx4Q"></div><br> </div></div> <p><strong>Inklusion endet bei Ihnen aber nicht bei einem barrierefreien Hotelzimmer. Sie beschäftigen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Wie findet man für jeden Menschen die passende Aufgabe?</strong></p> <p>Wir schauen nicht zuerst auf eine fertige Stellenbeschreibung. Wir schauen auf den Menschen. Was kann der oder diejenige gut? Wo liegen die Stärken? Welche Unterstützung wird benötigt? Und an welcher Stelle könnte dieser Mensch sinnvoll mitarbeiten?</p> <p>Bei unserer Stellenausschreibung haben wir deshalb relativ offen formuliert, dass es um Tätigkeiten in der Küche und um alles geht, was in einem Hotel anfällt. Danach haben wir geschaut, wer zu uns kommt und wo ein Platz entstehen kann. Das hat erstaunlich gut funktioniert. Trotzdem muss man im Alltag immer wieder prüfen, welche Aufgaben passen und wie sich die Abläufe organisieren lassen.</p> <p><strong>Das klingt nach einer sehr individuellen Arbeitsorganisation. Kann ein Hotelbetrieb darauf immer Rücksicht nehmen, obwohl die Gäste am Ende ein sauberes Zimmer und gutes Essen erwarten?</strong></p> <p>Die Anforderungen bleiben bestehen. Ich kann einem Gast nicht sagen: Entschuldigung, das Zimmer ist nicht richtig sauber, weil eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter eine Behinderung hat. Die Gäste erwarten zu Recht, dass die Qualität stimmt. Der Weg zu diesem Ergebnis kann aber unterschiedlich sein. Manche Menschen brauchen mehr Zeit. Manche Aufgaben müssen noch einmal erklärt werden. Bei anderen muss am Ende jemand kontrollieren oder nacharbeiten. Das muss man in den Arbeitsablauf einplanen. Es geht nicht darum, weniger zu verlangen, sondern darum, herauszufinden, wie jemand das gewünschte Ergebnis erreichen kann.</p> <p><strong>Sie arbeiten dabei nach einem Grundsatz von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Was bedeutet das in einem Hotel?</strong></p> <p>Es wäre oft schneller, wenn eine andere Person die Aufgabe einfach übernimmt. Wenn etwas noch nicht ganz sauber ist, könnte jemand sagen: Dann mache ich es eben schnell selbst. Aber langfristig hilft das niemandem. Wir möchten, dass unsere Mitarbeitenden die Aufgaben selbstständig erledigen können. Deshalb muss man sie immer wieder dazunehmen, etwas zeigen und gemeinsam schauen, was noch verbessert werden kann. Das erfordert Geduld. Gleichzeitig darf man die Anforderungen nicht aus dem Blick verlieren. Beides gehört zusammen: Unterstützung und Forderung.</p> <p><strong>Sascha arbeitet heute in der Küche. Dort müssen Abläufe schnell funktionieren und viele Aufgaben gleichzeitig koordiniert werden. Was kann er besonders gut?</strong></p> <p>Sascha hat lange in der Schulküche der Evangelischen Schulgemeinschaft mitgearbeitet. Eine klassische Berufsausbildung, wie andere sie absolvieren, hat er nicht. Er hat aber sehr viel praktische Erfahrung als Küchenmitarbeiter. Wenn eine Aufgabe häufig wiederholt wird, kann er sie sehr sicher erledigen. Wenn er zum Beispiel 200 Gurken durch eine Maschine geben soll, zeigt man es ihm an zwei oder drei Gurken. Danach kann er die restlichen 197 bearbeiten. In einer kleineren Restaurantküche sind die Mengen und Aufgaben allerdings wechselnder. Dann sind vielleicht nach drei Gurken schon alle fertig. Das ist auch für Sascha eine Umstellung. Für unsere Küchenchefin bedeutet das, sehr genau zu koordinieren. Wer kann welche Aufgabe übernehmen? Wie ergänzen sich die Mitarbeitenden? Wie verhindert man, dass sie sich gegenseitig im Weg stehen? Das ist eine große Herausforderung.</p> <p><strong>Restaurantküchen gelten als laut, hektisch und manchmal auch als rau. Küchenchefin Betty Weiß sagt, dass bei Ihnen bewusst anders gearbeitet wird. Ist ein anderer Umgangston Voraussetzung für Inklusion?</strong></p> <p>Für manche unserer Mitarbeitenden ist ein sehr lauter oder rauer Ton schwierig. Sascha würde in einer Küche, in der ständig geschrien wird, wahrscheinlich nicht lange mitarbeiten. Deshalb müssen wir auch in diesem Bereich anders arbeiten. Betty schafft es, sehr ruhig und freundlich mit den Menschen umzugehen. Natürlich gibt es auch bei uns Stress oder Ärger. Aber der wird nicht einfach herausgebrüllt. Man versucht, normal miteinander darüber zu sprechen. Im Grunde gilt dabei dasselbe wie überall: Man lernt einen Menschen und seinen Charakter kennen. Man weiß irgendwann, was jemand gut kann, was ihn überfordert und wie man miteinander sprechen muss. Man sollte niemanden in die Ecke treiben oder etwas verlangen, was dieser Mensch nicht leisten kann.</p> <p><strong>Einige Ihrer Mitarbeitenden haben vor ihrer Zeit im Hotel schwierige Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt gemacht. Was verändert sich, wenn sie hier einen passenden Platz finden?</strong></p> <p>Fast alle unsere inklusiven Mitarbeitenden, abgesehen von den ganz jungen, haben vorher auch bittere Erfahrungen gemacht. Manche sind an anderen Stellen gescheitert oder haben erlebt, dass ihnen wenig zugetraut wurde. Wenn sie hier merken, dass sie wirklich gebraucht werden und ein Teil des Unternehmens sind, entsteht eine starke Verbundenheit. Eine unserer Mitarbeiterinnen sagt über das Hotel immer: „Das ist auch mein Baby.“ Das zeigt, wie viel ihr dieser Arbeitsplatz bedeutet. Natürlich ist nicht jeder Tag einfach. Inklusion ist kein Zustand, den man einmal herstellt und dann funktioniert alles. Wir müssen täglich neu schauen, was jemand braucht, wo Unterstützung notwendig ist und welche Anforderungen erfüllt werden müssen. Aber wenn Menschen gern zur Arbeit kommen und das Gefühl haben, dass sie dazugehören, dann ist das sehr viel wert.</p> <p><strong>Was können andere Unternehmen aus Ihren Erfahrungen mitnehmen?</strong></p> <p>Vielleicht zunächst den Gedanken, nicht immer nur nach Menschen zu suchen, die hundertprozentig in eine vorhandene Stelle passen. Man kann auch schauen, welche unterschiedlichen Aufgaben im Unternehmen anfallen und wie man diese neu verteilen könnte. Nicht jeder Mensch muss alles können. Das gilt im Grunde auch für Mitarbeitende ohne Behinderung. Jeder hat Stärken und Bereiche, in denen Unterstützung nötig ist. Inklusion macht diesen Gedanken nur sichtbarer. Es braucht Geduld, eine gute Organisation und Mitarbeitende, die bereit sind, sich aufeinander einzulassen. Aber es entsteht auch etwas Besonderes: Menschen bekommen die Möglichkeit, einen echten Beitrag zu leisten, und ein Team lernt, genauer hinzuschauen. Nicht nur auf das, was jemand nicht kann, sondern vor allem auf das, was möglich ist.</p> <p><strong>Wie aus der Zukunft eines Sohnes ein Hotel in der historischen Annaberger Stadtmauer wurde, warum Barrierefreiheit niemals vollständig erreicht ist und welche kleinen Freudenmomente das Team mit seinen Gästen erlebt, ist <a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/menschen-mit-behinderung-inklusionsunternehmen-annasascha-herzschlag-podcast">in der vollständigen Episode von „hERZschlag – der Podcast aus dem Erzgebirge“</a> zu hören.</strong></p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_Anna-und-Sascha-02_3012ff7e44.jpg" length="238402" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10748</guid> <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 07:54:00 +0000</pubDate> <title>Zwei Orchester, ein Gänsehaut-Moment im Oktober</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwei-orchester-ein-gaensehaut-moment-im-oktober </link> <description>Wenn Musiker aus dem Erzgebirge und Chemnitz gemeinsam auf der Bühne stehen, entsteht am 17. Oktober etwas Besonderes. Die Bläserphilharmonie Thum und die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz präsentieren mit „ERZGEBIRGE PHILHARMONISCH“ ein Konzert, das zwei eigenständige Orchester zu einem gemeinsamen Klangkörper verbindet. Zu erleben ist das Projekt im Carlowitz Congresscenter Chemnitz.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Zwei Orchester wachsen zusammen</strong></p> <p>Schon seit Monaten bereiten sich die Musiker gemeinsam auf den Konzertabend vor. Mitglieder der Robert-Schumann-Philharmonie begleiten die Bläserphilharmonie Thum in Satz- und Registerproben. Gleichzeitig besuchen die Musiker aus dem Erzgebirge Sinfoniekonzerte in Chemnitz und erhalten Einblicke in die Arbeit eines professionellen Orchesters. Aus dem regelmäßigen Austausch ist eine enge musikalische Partnerschaft entstanden.&nbsp;Auch das Konzertprogramm geht neue Wege. Die Werke wurden eigens für die gemeinsame Besetzung bearbeitet. Ziel ist es, die besonderen Klangfarben beider Orchester zu bewahren und zugleich zu einem neuen Gesamtklang zu verbinden.</p> <p><strong>Seltene Werke und neue Arrangements</strong></p> <p>Bereits zum Auftakt erklingt Giuseppe Verdis Oper „Aida“. Die berühmte Banda-Musik übernimmt dabei die Bläserphilharmonie Thum – ganz im Sinne der ursprünglichen Idee des Komponisten, zusätzliche Bläserensembles einzusetzen.&nbsp;Zu den Höhepunkten zählt außerdem Hector Berlioz' „Grande Symphonie funèbre et triomphale“. Das Werk wird nur selten aufgeführt, weil dafür eine außergewöhnlich große Besetzung benötigt wird. Erst die gemeinsame Stärke beider Orchester macht eine Aufführung in dieser Form möglich.&nbsp;Für das Projekt entstanden außerdem mehrere neue Arrangements. Robin Kürschner bearbeitete Dmitri Schostakowitschs „Festliche Ouvertüre“ sowie Arturo Márquez' „Danzón No. 2“ eigens für die gemeinsame Besetzung. Auch Guido Rennert richtete seine „Serenade für den Bergmann“ neu für „ERZGEBIRGE PHILHARMONISCH“ ein.</p> <p><strong>Ein starkes Zeichen für die Kulturregion</strong></p> <p>Mit dem Konzert setzen die Bläserphilharmonie Thum und die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz ein gemeinsames Zeichen für die Kulturregion Erzgebirge und Chemnitz. Das Projekt verbindet ein professionelles Sinfonieorchester mit einem sinfonischen Blasorchester und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit beider Klangwelten.&nbsp;Das Konzert beginnt am 17. Oktober 2026 um 19 Uhr im Carlowitz Congresscenter Chemnitz.&nbsp;</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Bl%C3%A4serphilharmonie_JBO_Thum.jpeg" length="623252" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10746</guid> <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 07:24:11 +0000</pubDate> <title>Was Kathrinchen Zimtstern für Kinder im Erzgebirge möglich macht</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/was-kathrinchen-zimtstern-fuer-kinder-im-erzgebirge-moeglich-macht </link> <description>Kathrinchen Zimtstern hat sich längst einen festen Platz im Erzgebirge erobert. Was einst als Figur aus einer Adventskalendergeschichte begann, ist heute weit mehr als ein Kinderbuch. Das kleine Engelchen verbindet erzgebirgische Handwerkskunst, Kultur und ehrenamtliches Engagement. Rund um die Geschichten entstanden in Olbernhau zahlreiche Projekte, die Kinder fördern und Menschen zusammenbringen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Die Bücher von Autor Bastian Backstein und die Illustrationen von Gunter Springsguth sind eng mit der erzgebirgischen Figurenwelt verbunden. Die gezeichneten Charaktere dienten sogar als Vorlage für echte Holzfiguren regionaler Kunsthandwerker. Später folgten ein Theaterstück, ein Musical und Aufführungen an vielen Orten im Erzgebirge. Selbst auf den Spielplan des Dresdner FriedrichstaTT Palastes schaffte es das kleine Engelchen. Die Geschichten entwickelten sich so zu einem Aushängeschild für erzgebirgische Traditionen und kreatives Schaffen.</p> <p><strong>MitMachLäden sind ein Treffpunkt für Jung und Alt</strong></p> <p>Aus dieser Idee entstand 2018 der Kathrinchen Zimtstern e. V. Seitdem setzt sich der Verein für die kulturelle und handwerkliche Bildung ein. Workshops, Lesungen, Wettbewerbe und Mitmachangebote gehören ebenso dazu wie Ausstellungen und Konzerte. Ein Herzstück sind die vier MitMachLäden im Stadtzentrum von Olbernhau. Dort gestalten Kinder mit Papier, Stoff, Holz oder Lebensmitteln eigene Projekte und lernen handwerkliche Fähigkeiten auf spielerische Weise kennen. Die Angebote finden an drei Nachmittagen pro Woche statt und werden überwiegend aus Spenden finanziert.</p> <p>Inzwischen besuchen regelmäßig Kinder aus Kindergärten und Schulen die MitMachLäden. Zusätzlich bietet der Verein Ganztagsangebote zum Backen, Nähen und Arbeiten mit Holz an. Auch Erwachsene, Touristen und Tagesgäste nutzen die offenen Werkstätten.&nbsp;Florian Drechsel beschreibt die Entwicklung so: „Mit den vier ‚MitMachLäden‘ hat das Projekt mittlerweile enorme Ausmaße angenommen. Fast 30 ehrenamtlich Engagierte mit ganz unterschiedlichen handwerklichen Kompetenzen tragen dafür Sorge, dass wir jährlich für mehr als eintausend Kinder pädagogisch wertvolle Angebote realisieren können. Mittlerweile kommen Kinder aus den Kindergärten und den Schulen zu uns und wir realisieren Ganztagsangebote zum Backen, Nähen und Gestalten mit Holz. Darüber hinaus nehmen aber auch Erwachsene, Touristen und Tagesgäste unser Angebot gern wahr.“</p> <p><strong>Auszeichnung für langjähriges Engagement</strong></p> <p>Für diesen Einsatz wurden die ehrenamtlich Engagierten des Kathrinchen Zimtstern e. V. jetzt als „Ehrenamt des Monats Juni 2026“ ausgezeichnet. Die Fachstelle Ehrenamt des Erzgebirgskreises würdigte damit ihren langjährigen Beitrag für Bildung, Kultur sowie Heimat- und Brauchtumspflege. Überreicht wurden eine Urkunde, die erzgebirgische Holzfigur „HelD“ (Helfen und Danken) sowie eine Einladung zum Großen Regionalpreis des Erzgebirgskreises ERZgeBÜRGER.</p> <p>Mit fast 30 Ehrenamtlichen und mehr als 1.000 Kindern, die jedes Jahr an den Angeboten teilnehmen, zählt der Verein heute zu den besonderen Bildungs- und Kulturprojekten im Erzgebirge. Die Auszeichnung würdigt Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihr handwerkliches Können weitergeben und damit das Miteinander in der Region stärken.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_Herzland2022_Zimtstern-Flade-Mitmachalden_AnnaWerner-49_6a9ebc7a09.jpg" length="331041" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10742</guid> <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 08:19:00 +0000</pubDate> <title>Handarbeit aus dem Erzgebirge ehrt Deutschlands besten Schiedsrichter</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/handarbeit-aus-dem-erzgebirge-ehrt-deutschlands-besten-schiedsrichter </link> <description>Für Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin war es ein ganz besonderer Moment: Mit der Auszeichnung als DFB-Schiedsrichter des Jahres 2026 erhielt der 47-Jährige im Juni den letzten großen Award seiner aktiven Laufbahn. Nach 18 Jahren in der Bundesliga beendete er seine beeindruckende Karriere. Dass ausgerechnet diese letzte Trophäe aus dem Erzgebirge stammt, freut den Oberwiesenthaler Unternehmer Christopher Gahler ganz besonders.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Mit seiner Firma INDIVALLEY fertigte Gahler bereits zum wiederholten Mal die offiziellen Awards für das Örtliche, als Partner der DFB-Schiedsrichter*innen, an. Neben Aytekin wurde auch Schiedsrichterin Fabienne Michel ausgezeichnet.&nbsp;„Es ist etwas Besonderes, wenn man weiß, dass die letzte große Auszeichnung einer so außergewöhnlichen Karriere aus der eigenen Produktion kommt. Solche Aufträge machen uns stolz und zeigen, dass erzgebirgische Handwerkskunst nicht immer nur Schwibbogen und Räuchermänner umfassen muss“, sagt Christopher Gahler.</p> <p>Die Trophäen besitzen eine besondere Symbolik: Kleine Edelstahlpfeifen auf der Oberseite stehen für die Anzahl der gewonnenen Titel. Für Fabienne Michel, die nach 2024 bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wurde, trägt der Award zwei Pfeifen. Bei Deniz Aytekin mussten vier Edelstahlpfeifen präzise in den Holzsockel eingearbeitet werden – ein Arbeitsschritt, der ausschließlich in Handarbeit möglich ist.&nbsp;</p> <p>Besonders in Erinnerung geblieben ist Gahler ein Anruf von Aytekin nach dessen Ehrung im Jahr 2024. „Als Dankeschön für seine Schiedsrichterassistenten hat er Repliken der Trophäe bei uns anfertigen lassen. Er sagte damals, dass er nicht allein auf dem Platz stehe und seine Assistenten ebenso Teil seines Erfolgs seien. Das war nicht nur eine tolle Geste gegenüber seinem Team, sondern auch eine große Ehre für uns. Offenbar scheinen unsere Awards den Preisträgern zu gefallen.“</p> <p>Für INDIVALLEY ist die Fertigung der DFB-Auszeichnungen inzwischen zu einer besonderen Tradition geworden. Das Unternehmen produziert hochwertige Awards, Pokale, Wandlogos und individuelle Werbelösungen für Kunden in ganz Deutschland und Europa. „Da wir hier am Standort Oberwiesenthal selbst viel mit Profisport zu tun haben, ist es immer etwas Besonderes außergewöhnliche sportliche Leistungen würdig in Szene zu setzen. Umso mehr freut es uns, dass wir Deniz Aytekin auf den letzten Metern seiner Karriere noch einmal begleiten durften“, so Gahler abschließend.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/INDIVALLEY-Chef_Christopher_Gahler_mit_den_Troph%C3%A4en__Linda_Hoffmann_.png" length="946697" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10744</guid> <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 07:00:00 +0000</pubDate> <title>Vom Blaubeergetzen zur Bassline</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/dj-rave-party-techno-im-wald </link> <description>Der Wald klingt anders an diesem Abend. Bässe rollen zwischen den Bäumen, im Blätterdach flackern Lichter, Nebel wabert über den weichen Erdboden. Techno im Wald nennt Christian Becher das schlicht, viermal im Jahr, am Gasthaus Moosheide – einer Lichtung, die zum Klangraum geworden ist. Christian Becher, 48 Jahre alt, geboren in Schlema, ist vieles zugleich: DJ, Koch, Aktivist, Familienvater, Veranstalter. Ein Mann, der geblieben ist, als andere einst fortgegangen sind. „Ich wollte halt den Technoleuten was bieten“, sagt er und zieht die Schultern hoch, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. 2020 begann er, die Veranstaltungsreihe zu organisieren, mitten in der Pandemie, als die Gesetze die Menschen im Sommer für wenige Wochen aufatmen ließen. Die ersten zwei Partys waren brechend voll, „die Leute waren einfach total befreit, wollten die Sau rauslassen“. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>AM ANFANG WAR DER BLAUBEERGETZEN</h3> <p>Doch eigentlich beginnt die Geschichte lange vor der ersten Party. Seit 150 Jahren&nbsp;wird das Gasthaus Moosheide durchgängig bewirtschaftet, bis vor kurzem von Bechers Eltern, nun hat er es übernommen. Immerhin ist es sogar sein Heidelbeergetzen-Rezept, das das Lokal über die Grenzen des Erzgebirges hinaus berühmt gemacht hat. „Da rufen die Leute vorher an, ob’s auch wirklich die Getzen gibt, weil sie aus ein paar hundert Kilometern Entfernung kommen.“ Seit er fünf Jahre alt ist, kocht Christian Becher, wird schnell zum Chef am heimischen Herd, um seine Schwestern zu versorgen, während die Eltern das Geld ranschuften.</p> <p>Inzwischen steht die Moosheide für mehr als nur ihre Küche, wenngleich sie bei keinem Event fehlen darf – nicht einmal wenn Techno durch den Wald schallt. „Das erwarten die Leute irgendwie. Die sagen: ‘Wir haben extra nichts gegessen zuhause,&nbsp;weil es bei euch was gibt’. Doch wen wundert’s, im Erzgebirge ist eben manches ein bisschen anders. So sitzen die Leute hier in kleinen und großen Gruppen gesittet an der Bierbank, dampfend heiße Süßkartoffelsuppe im Porzellanteller neben dem Cocktail und erst, wenn alle aufgegessen haben, wird getanzt.</p> <blockquote><p>EHRE DEM SCHACHTER</p></blockquote><p>Der Kontrast zu Christians Anfangszeit als DJ könnte kaum größer sein. Seit Mitte der 90er legt er auf, als Techno im Erzgebirge noch im Untergrund stattfand. „Damals gab es hier eine große Szene mit vielen illegalen Partys, zum einen weil es keine richtigen Veranstaltungsorte gab, zum anderen, weils auch irgendwie cool war, was Illegales zu machen. Ich hatte vielleicht zehn, zwölf DJ-Namen, damit die Polizei mich nicht zurückverfolgen konnte.” Mit einem Schmunzeln auf den Lippen erinnert er sich an das Katz-und-Maus-Spiel, an all die verrückten Eventlocations. „Mal war’s das alte Fettlager einer Fleischerei, mal ein altes Fabrikgebäude, in dem noch Strom anlag. An das eine im Wald erinnere ich mich noch genau, da mussten wir durch einen Tunnel rein. Der war an manchen Stellen nur 60 cm hoch, 100 Meter lang, jede Kerze wäre aufgefallen, es musste alles finster sein nach außen.“</p> <h3>VINYL ONLY</h3> <p>Heute ist natürlich alles offiziell und doch hat sich Christian etwas Rebellisches bewahrt, auch wenn sich diese nun eher gegen die Kommerzialisierung des Technos richtet. „Das hier sind Vinyl-Only Events, kein Laptop, kein digitales Set-Up“. Da kann es schon mal passieren, dass ein Schweißtropfen vom Gesicht fällt, wenn er im Minutentakt die nächste passende Platte raussucht. „Back to the roots“ ist sein Motto, zurück zum Techno, wie er war, bevor er zum „Knöpfchendrücken in Unterwäsche“ wurde – etwas, womit er Publikum wie DJs&nbsp;gleichermaßen begeistert. „Der Großteil der Gäste ist um die 40, manche deutlich jünger, manche deutlich älter, auch viele von der Sorte, die vielleicht vor dreißig Jahren zur Love Parade gefahren sind.“ Mittendrin wippt eine Frau mit einem kleinen Kind zum Takt, selbst Bechers 71-jährige Mutter ist am Start, „obwohl sie eigentlich lieber Rockmusik mag“ – fügt er lachend hinzu. Und auch die DJs sind begeistert, kommen aus der Techno-Metropole Berlin und weiter her.</p> <h3>EIN ORT FÜR ALLE</h3> <p>Doch es ist nicht nur die Rebellion gegen den Kommerz, die den DJ bewegt. „Hier sind alle willkommen, hier gibt es keine Unterscheidung zwischen denen und uns“, betont der Veranstalter. „Vor ein paar Jahren sind hier mal Nazis reinspaziert, hatten aber keine Angriffsfläche, die sind dann&nbsp;wieder gegangen.“ Die Sätze fallen ruhig, ohne Pathos, wenn auch seine Erzählungen deutlich machen, wie sehr er mit der allgemeinen Stimmung in der Bevölkerung hadert. Und doch ist er noch hier, trotz Zweitwohnung in Berlin. „Ich bin hier halt aufgewachsen, ich kenn’ das halt alles hier. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn ich das hier – die Moosheide, das Gasthaus meiner Eltern – abgeben würde und wie es sich anfühlen würde, dann hier vorbeizufahren und das würde jemand anders gehören…“ Der Satz bleibt unvollendet.</p><blockquote><p>Bei Techno im Wald geht es so familiär und friedlich zu, dass es nicht mal Türsteher braucht.</p></blockquote><p>Inzwischen ist die Tanzfläche rappelvoll, manch einer verliert sich vollkommen in den Beats, hin und wieder gellt ein Pfiff zu den Drops hinauf in Richtung Sternenhimmel. Je länger man Christian Becher zuhört, desto mehr spürt man, dass das, was da vor dem DJ Pult passiert, so viel mehr ist als es scheint: Da geht es nicht nur um Musik, ums Partymachen, sondern vielmehr um&nbsp;Zugehörigkeit, um Selbstbestimmung, um das, was bleibt, wenn andere längst weitergezogen sind. Und so ist es für DJ Brainson nur selbstverständlich, noch eine Schippe draufzupacken: 2026 soll Techno im Wald noch größer werden. Schon jetzt steht er mit vielen bekannten DJs in Kontakt, jede Woche flattern dreißig, vierzig Anfragen in Gasthaus Moosheide &amp; Klangholz - Veranstaltungsort für Techno im Wald und jede Menge andere Events sein Postfach. „Die Leipziger, die Berliner, die wollen auch einfach raus, die suchen so etwas wie hier, einen Ort, wo man mal ohne Menschenmassen und ohne Polizei gechillt feiern kann.“</p> <p class="smaller">Text und Bilder: Magda Lehnert</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_Techno-Wald-DJ-Rave--Party-Moosheide-Erzgebirge_d026888b2a.jpg" length="712001" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10743</guid> <pubDate>Wed, 29 Jul 2026 08:36:12 +0000</pubDate> <title>Tausende Schritte, 16 Musikgruppen und jede Menge Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/tausende-schritte-16-musikgruppen-und-jede-menge-erzgebirge </link> <description>Musik, Natur und Bewegung verbinden sich am 23. August 2026 zur 16. Erzgebirgischen Liedertour. Zwischen 10 und 17 Uhr verwandelt sich die Region rund um Pöhla und Markersbach in eine große Bühne unter freiem Himmel. Entlang der rund 15 Kilometer langen Strecke treten an neun Stationen insgesamt 16 Musiker und Musikgruppen mit Wurzeln im Erzgebirge oder enger Verbindung zur Region auf.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Jede Tour lässt sich individuell gestalten</strong></p> <p>Die Liedertour bietet viel Freiheit bei der Planung. Es gibt keinen festen Start- oder Zielpunkt. Der Einstieg ist an jeder Station möglich. Auch die Reihenfolge der besuchten Auftritte kann frei gewählt werden. Wer eine kürzere Strecke laufen möchte, kann einzelne Abschnitte auslassen oder eigene Verbindungen nutzen. Die Wanderroute ist ausgeschildert und zusätzlich online sowie im Veranstaltungsflyer zu finden.</p> <p><strong>Shuttle und Verpflegung entlang der Strecke</strong></p> <p>Ein großer Parkplatz steht am Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Markersbach zur Verfügung. Von dort fährt zwischen 10 und 17 Uhr etwa alle 30 Minuten ein Shuttle-Bus zur Haltestelle „Zum Kalkofen“ in Pöhla und zurück. Die Mitfahrt ist mit dem Liedertour-Ticket möglich.&nbsp;Das Ticket kostet 10 Euro für alle Besucher ab 12 Jahren. Kinder unter 12 Jahren nehmen kostenfrei teil. Erhältlich sind die Tickets an den Stationen entlang der Strecke sowie am Parkplatz am Oberbecken. Vor Ort ist ausschließlich Barzahlung möglich.&nbsp;Für das leibliche Wohl sorgen örtliche Vereine und Gastronomen an den einzelnen Stationen. Damit verbindet die Liedertour Musik, Wandern und regionale Gastlichkeit zu einem besonderen Tag im Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/2026_08_23_plakat_liedertour.jpg" length="474386" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10740</guid> <pubDate>Tue, 28 Jul 2026 06:14:00 +0000</pubDate> <title>Millioneninvestition für die Zukunft: Warum Freiberg Instruments jetzt doppelt so viel leisten kann</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/millioneninvestition-fuer-die-zukunft-warum-freiberg-instruments-jetzt-doppelt-so-viel-leisten-kann </link> <description>Freiberg Instruments hat 2026 eine umfassende Erweiterung seines Unternehmenssitzes abgeschlossen und damit seine Produktionskapazität innerhalb von sieben Jahren bereits zum zweiten Mal verdoppelt. Die neue klimatisierte Produktionshalle bietet zusätzliche Flächen für Fertigung, Systemintegration sowie die Inbetriebnahme hochentwickelter Mess- und Automatisierungssysteme – mit besonderem Fokus auf Anlagen für die Halbleiterproduktion.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Die Erweiterung bedeutet weit mehr als zusätzliche Produktionsfläche. Produktion, Labore und Verwaltung sind nun enger miteinander vernetzt, wodurch interne Wege verkürzt und die Zusammenarbeit effizienter gestaltet werden. Darüber hinaus schafft die neue Halle Raum für Abnahmetests und Kundendemonstrationen und ermöglicht so die Realisierung größerer, komplexerer und hochgradig kundenspezifischer Projekte an einem zentralen Standort.&nbsp;Das umfassendere Investitionsprogramm beinhaltet zudem CNC-Frästechnik mit Robotik, Wasserstrahlschneiden sowie eine Photovoltaikanlage. Diese Investitionen stärken die Fertigungskompetenz im eigenen Haus, erhöhen die betriebliche Flexibilität und tragen zu einer nachhaltigeren Unternehmensführung bei.</p> <p>„Diese Erweiterung bedeutet weit mehr als zusätzliche Fläche. Sie bringt unsere Teams und unser Know-how noch enger zusammen und versetzt uns in die Lage, selbst komplexe messtechnische Herausforderungen schneller in zuverlässige, maßgeschneiderte Lösungen umzusetzen. Mit der erneuten Verdopplung unserer Kapazität schaffen wir eine starke Grundlage für die nächste Phase unseres internationalen Wachstums.“ -&nbsp;Dr. Kay Dornich,&nbsp;CEO.</p> <p>Bereits 2018 hatte Freiberg Instruments seine Produktionskapazität erstmals verdoppelt. Damals wurden durch einen Erweiterungsbau Produktion und Anwendungsteams an einem Standort zusammengeführt und die unternehmenseigenen Fertigungskapazitäten deutlich ausgebaut.&nbsp;Mit der Erweiterung im Jahr 2026 knüpft das Unternehmen an diesen Meilenstein an und schafft die notwendigen Kapazitäten, um der weltweit steigenden Nachfrage gerecht zu werden und auch künftig präzise, zuverlässige und individuell zugeschnittene Lösungen zu liefern.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/csm_Freiberg_Instruments_599media_.jpeg" length="618259" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10738</guid> <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 09:10:00 +0000</pubDate> <title>Auszeichnung für Erzgebirgsmühle: Bio-Verarbeitung erhält Anerkennung</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/rolle-muehle-auszeichnung-bio-verarbeitung </link> <description>Die Rolle Mühle in Grünhainichen gehört zu den Vorreitern der ökologischen Getreideverarbeitung in Sachsen. Jetzt erhielt das Familienunternehmen eine besondere Auszeichnung. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer überreichte der Mühle die Partner-Plakette des bundesweiten „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerks“. Damit würdigt das Bundeslandwirtschaftsministerium den Einsatz für regionale Bio-Wertschöpfung und die Verarbeitung heimischer Rohstoffe. Grünhainichen gehört zum Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Regionales Getreide bleibt im Erzgebirge</strong></p> <p>Verarbeitet werden vor allem Weizen, Roggen und Dinkel aus der Region. Auch alte Getreidesorten wie Gelbweizen und Champagnerroggen spielen eine wichtige Rolle.&nbsp;Die Rolle Mühle beschäftigt 24 Mitarbeitende sowie einen Auszubildenden. Rund 65 Prozent des Getreides stammen bereits aus ökologischem Anbau. Ein Teil der Energie entsteht durch die Wasserkraft der Zschopau. Damit verbindet der Betrieb bewährte Technik mit moderner Lebensmittelherstellung.</p> <p>Die Rolle Mühle ist die letzte produzierende Mühle im Erzgebirge. Das Familienunternehmen wird bereits in sechster Generation geführt und setzt schon seit Anfang der 1990er-Jahre auf die Verarbeitung von Bio-Getreide. Damit zählt der Betrieb zu den Pionieren der ökologischen Getreideverarbeitung in Sachsen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_Rolle_M%C3%BChle_Regionalmanagement_Erzgebirge_2019__20__b5bcace3cf.jpg" length="516108" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10739</guid> <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 11:34:30 +0000</pubDate> <title>Musikkorps der Bergstadt Schneeberg e.V. ist neuer Botschafter des Erzgebirges</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/musikkorps-der-bergstadt-schneeberg-ev-ist-neuer-botschafter-des-erzgebirges </link> <description>Im Rahmen des gestrigen Festaktes anlässlich des 555. Stadtjubiläums der Bergstadt Schneeberg nahm der Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton, das Musikkorps der Bergstadt Schneeberg e.V. offiziell in die Reihe der Botschafter des Erzgebirges auf. Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH Dr. Peggy Kreller würdigte in ihrer Laudatio das jahrzehntelange Engagement des traditionsreichen Klangkörpers für die Pflege, Bewahrung und Weiterentwicklung der bergmännischen Musikkultur im Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Der Schneeberger Bergstreittag findet jedes Jahr am 22. Juli statt und erinnert an den erfolgreichen Lohnstreik der Bergleute im Jahr 1496. Das traditionsreiche Fest mit historischem Markttreiben, Turmblasen, feierlichem Berggottesdienst sowie der großen Bergparade mit anschließendem Abschlusskonzert zählt zu den bedeutenden bergmännischen Höhepunkten der Region. Die Botschafterernennung fand am Vorabend des Bergstreittages zum Festakt anlässlich des 555. Stadtjubiläums der Bergstadt Schneeberg in einem besonders würdigen Rahmen statt.</p> <p>Das Musikkorps der Bergstadt Schneeberg steht seit sechs Jahrzehnten für gelebte erzgebirgische Tradition, musikalische Exzellenz und eine außergewöhnliche Verbundenheit mit seiner Heimat. Was 1965 als Jugendblasorchester Schneeberg unter dem Namen „Sportlerkapelle der BSG Wismut“ begann, hat sich zu einem Klangkörper entwickelt, der weit über die Grenzen des Erzgebirges hinaus wahrgenommen wird.</p> <p>Ob bei Bergmannstagen und Zapfenstreichen, bei großen Festveranstaltungen in Sachsen und deutschlandweit, auf Konzertreisen im Ausland oder in Fernsehsendungen: Das Musikkorps trägt die bergmännische Musikkultur des Erzgebirges mit Stolz, Authentizität und Leidenschaft in die Öffentlichkeit. Jeder Auftritt leistet einen Beitrag dazu, das kulturelle Erbe der Region sichtbar und hörbar zu machen.</p> <p>Bereits 1975 verlieh die Bergstadt Schneeberg dem Ensemble den Ehrentitel „Musikkorps der Bergstadt Schneeberg“. Mit der Ernennung zum „Landesbergmusikkorps Sachsen“ im Jahr 2001 wurde seine besondere Bedeutung für die Pflege und Repräsentation der bergmännischen Musikkultur auch auf Landesebene gewürdigt. Heute vereint das Musikkorps unter Leitung von Jens Bretschneider rund 60 Musikerinnen und Musiker, die mit großem Engagement für ihre Heimat Erzgebirge stehen.</p> <p>„Glück auf, Botschafter des Erzgebirges“ lautet seit März 2010 das Motto, unter dem Persönlichkeiten, Vereine, Unternehmen und Institutionen aus der Region sich und ihre Heimat präsentieren. Jährlich kommen neue Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft oder Sport hinzu, die durch außergewöhnliches Engagement und herausragende Leistungen zur Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region beitragen.</p> <p>Mit dem Musikkorps der Bergstadt Schneeberg e.V. wird ein Klangkörper ausgezeichnet, der die kulturelle Identität des Erzgebirges seit Jahrzehnten bewahrt, weiterentwickelt und weit über die Region hinaus hörbar macht.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Jens_Bretschneider_-_Musikkorps_der_Bergstadt_Schneeberg__Amelie_M%C3%BCller__8__-_Kopie.jpg" length="117917" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10737</guid> <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 12:26:38 +0000</pubDate> <title>Schneeberg wird zur Feststadt - 555 Jahre Berggeschrey</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberg-festwoche-555-jahre-berggeschrey </link> <description>Die Vorfreude steigt im Erzgebirge. Morgen startet in Schneeberg die Festwoche zum Stadtjubiläum „555 Jahre Berggeschrey“. Bis zum 26. Juli erwartet die historische Bergstadt mehrere zehntausend Gäste. Das Programm verbindet bergmännische Tradition mit Musik, Kultur und zahlreichen Mitmachangeboten für die ganze Familie.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Bergstreittag eröffnet die Jubiläumswoche</strong></p> <p>Den Auftakt bildet am 22. Juli der traditionelle Schneeberger Bergstreittag. Auf dem Programm stehen die große Bergparade, der Berggottesdienst in St. Wolfgang, das Abschlusskonzert aller Bergmusiker und das Turmblasen. Museen, Kirche und die Bergbaulandschaft laden zusätzlich zu besonderen Angeboten ein.&nbsp;Auch an den folgenden Tagen bietet die Festwoche viele Höhepunkte. Live-Musik mit den Erzgesellen, „Cocker meets Westernhagen“, Guitar Legends und dem Musikkorps der Bergstadt Schneeberg gehört ebenso dazu wie das Open-Air-Kino mit den Filmen „Die Schule der magischen Tiere 4“ und „Go Trabi Go“. Vor allem am Samstag rechnen die Veranstalter mit großem Besucherandrang auf der Genuss-, Vereins- und Craftbeermeile.</p> <p><strong>Angebote für die ganze Familie</strong></p> <p>Das Jubiläum richtet sich an alle Generationen. Geplant sind unter anderem ein Kindertrödelmarkt, eine Stempel-Rallye, ein „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Turnier mit 555 Euro Preisgeld, Simultanschach, Bastel- und Kreativangebote, Fahrten mit dem SILBERSTROM-Express sowie mehrere Sonderausstellungen. Eine Multimedia-Show erzählt die Geschichte der Bergstadt.&nbsp;Für Unterhaltung sorgt auch die Bürgermeisterwette. Jens Haußner wettet, dass Bürgermeister Ingo Seifert es nicht schafft, 55 Schneebergerinnen und Schneeberger auf die Bühne zu bringen, die im Jahr 2026 ihren 55. Geburtstag feiern. Zusätzlich sollen fünf weitere Schneebergerinnen und Schneeberger dabei sein, die ihren 55. Geburtstag innerhalb von fünf Tagen vor oder nach dem 23. Juli feiern.</p> <p><strong>Ein Fest aus der Stadt für die Stadt</strong></p> <p>Die Festmeile erstreckt sich vom Markt über den Fürstenplatz bis zum Areal rund um die Goldne Sonne. Vereine, Unternehmen und viele Ehrenamtliche aus dem Erzgebirge gestalten das Jubiläum gemeinsam. Die Organisatoren beschreiben den Gedanken hinter der Festwoche so: „Nicht ein Veranstalter prägt dieses Fest – sondern die Stadt selbst.“&nbsp;Ein besonderer Programmpunkt wartet am Samstagabend. Beim „Geleuchte zum Berggeschrey“ sind alle eingeladen, eigene Grubenlampen oder kreative Lichtobjekte mitzubringen. Gemeinsam soll der Marktplatz in vielen Lichtern erstrahlen und an die Bergbautradition erinnern.</p> <p>Wer das Jubiläum mit nach Hause nehmen möchte, findet während der Festwoche am Stand der Touristinformation T-Shirts, Hoodies, Jubiläumstassen sowie regionale Spezialitäten und weitere Erinnerungsstücke rund um 555 Jahre Berggeschrey.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/555-Jahre-Berggeschrey-Bergstreittag-Schneeberg.jpg" length="264694" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10735</guid> <pubDate>Thu, 16 Jul 2026 11:06:00 +0000</pubDate> <title>Erzgebirger Schüler bauen das energieeffizienteste Wasserstoff-Rennauto der Welt</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirger-schueler-bauen-das-energieeffizienteste-wasserstoff-rennauto-der-welt </link> <description>Mit einem außergewöhnlichen Erfolg sind die EGE-Hydrofoxes aus Annaberg-Buchholz von den H2GP World Finals im schweizerischen Bulle ins Erzgebirge zurückgekehrt. Das Schülerteam der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge gewann den begehrten Energy-Award und erreichte in der Gesamtwertung einen starken sechsten Platz unter 25 Mannschaften aus aller Welt.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Für die Weltmeisterschaft hatten sich die Nachwuchstüftler erst vor wenigen Wochen beim nationalen Wasserstoff-Grand-Prix in Chemnitz qualifiziert. In der höchsten Schülerklasse, der Hybrid-Class, trafen sie auf internationale Konkurrenz aus zahlreichen Ländern.</p> <p><strong>Cleveres Konzept bringt den entscheidenden Vorteil</strong></p> <p>Für das sechsstündige Ausdauerrennen setzte das Team auf eine genau geplante Rennstrategie. Der Hydro-Racer startete bewusst mit einem nicht vollständig geladenen Akku. Nach sechs Stunden kam das Fahrzeug sogar mit einem leicht höheren Akkustand ins Ziel. Die gesamte Strecke absolvierte das Team ausschließlich mit Wasserstoff – ohne zusätzliche Energie aus dem Akku zu verbrauchen.&nbsp;Der Plan ging auf. Die Jury zeichnete die EGE-Hydrofoxes mit dem Energy-Award aus. Nach der Siegerehrung wurde bekannt, dass der Vorsprung auf das zweitplatzierte Team in dieser Wertung außergewöhnlich groß war.&nbsp;Damit stammt das derzeit energieeffizienteste wasserstoffbetriebene RC-Car der Welt aus dem Erzgebirge.</p> <p><strong>Platz sechs bei der Weltmeisterschaft</strong></p> <p>Auch im Gesamtklassement überzeugte das Team aus Annaberg-Buchholz. Mit Rang sechs gehörten die EGE-Hydrofoxes zu den erfolgreichsten Mannschaften der Weltmeisterschaft.&nbsp;Der Erfolg eröffnet zugleich neue Möglichkeiten. Im kommenden Jahr besteht die Chance, in der Prototyp-Class an den Start zu gehen. In dieser Klasse treten normalerweise Studierende mit ihren Fahrzeugen an.&nbsp;Der Erfolg der EGE-Hydrofoxes zeigt, welches technische Wissen, welcher Ideenreichtum und welches Engagement im Erzgebirge wachsen. Gleichzeitig macht er die Region als Standort für junge Talente und moderne Wasserstofftechnik weit über Deutschland hinaus bekannt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/EGE_Hydrofoxes_Tobias_Beyer.jpg" length="252899" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10733</guid> <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 11:01:00 +0000</pubDate> <title>Erzgebirge wird Treffpunkt der europäischen Wanderwelt: Jetzt anmelden!</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eurorando-groesstes-wanderevent-europas-im-erzgebirge </link> <description>Das Erzgebirge rückt im September 2026 in den Fokus der europäischen Wanderszene. Mit der EURORANDO findet die größte Wanderveranstaltung Europas erstmals grenzüberschreitend in Deutschland und Tschechien statt. Zwischen dem 20. und 27. September kommen tausende Gäste in die Region. Auf dem Programm stehen geführte Wanderungen, individuelle Touren, Kulturangebote und weitere Aktivitäten unter freiem Himmel.&amp;nbsp;Die Veranstaltung zeigt das Erzgebirge als starke Wanderregion mit einer langen Geschichte, eindrucksvollen Landschaften und engen Verbindungen über die deutsch-tschechische Grenze hinweg. Die Anmeldung für die Tickets läuft.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Wanderungen mit Geschichte und Natur</strong></p> <p>Rund 30 geführte Touren führen durch das Erzgebirge und das benachbarte tschechische Gebirge. Die Routen greifen unterschiedliche Themen auf. Sie führen durch beeindruckende Landschaften, erzählen von der Bergbaugeschichte oder zeigen die gemeinsame Kultur beider Länder. Verschiedene Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade sprechen sportlich Aktive ebenso an wie Gäste, die eine entspannte Wanderung bevorzugen.&nbsp;Zu den Höhepunkten gehört der Bergbaulehrpfad rund um Schneeberg und Neustädtel. Die Strecke verbindet zahlreiche Zeugnisse der UNESCO-Welterberegion Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří und macht die lange Bergbautradition der Region sichtbar.</p> <p>Eine weitere Tour folgt den Wegen der Exulanten bis nach Johanngeorgenstadt. Sie erinnert an Menschen, die im 17. Jahrhundert ihre Heimat verlassen mussten. Natur und Geschichte verbinden sich hier auf besondere Weise.&nbsp;Grenzen stehen auch bei der Wanderung zwischen Böhmisch Reitzenhain und den Hochlagen des Erzgebirges im Mittelpunkt. Der Weg zeigt, wie aus einer früheren Trennung heute eine enge Zusammenarbeit geworden ist.</p> <p><strong>Bustouren ergänzen das Programm</strong></p> <p>Wer das Erzgebirge ohne lange Wanderungen kennenlernen möchte, kann aus fünf geführten Bustouren wählen. Die Ausflüge führen zu bekannten Sehenswürdigkeiten, traditionsreichen Handwerksbetrieben und Orten des UNESCO-Welterbes auf deutscher und tschechischer Seite. So erhalten die Gäste weitere Einblicke in Kultur und Geschichte der Region.</p> <p><strong>Premiere für den Stoneman Miriquidi Hike</strong></p> <p>Im Rahmen der EURORANDO feiert der Stoneman Miriquidi Hike seine erste öffentliche Vorstellung. Die grenzüberschreitende Strecke zwischen Fichtelberg und Keilberg richtet sich an ambitionierte Wanderer und Trailrunner. Die Herausforderung kann in den Kategorien Gold, Silber oder Bronze gemeistert werden. Für Ultraläufer ist eine längere Strecke geplant.&nbsp;Mit diesem Angebot erhält der Aktivtourismus im Erzgebirge zusätzlichen Schwung.</p> <p><strong>Outdoor-Treff auf dem Rabenberg</strong></p> <p>Am 22. September wird der Sportpark Rabenberg in Breitenbrunn zum Treffpunkt für Wanderfreunde und Unternehmen der Outdoor-Branche. Beim Hike-Testival präsentieren Hersteller und Aussteller Ausrüstung, Bekleidung, digitale Anwendungen sowie regionale Produkte. Ergänzt wird das Programm durch geführte Wanderungen und weitere Angebote.&nbsp;Mit der EURORANDO 2026 zeigt sich das Erzgebirge einer breiten europäischen Öffentlichkeit. Natur, Kultur und die gemeinsame Geschichte beiderseits der Grenze machen die Region zu einem attraktiven Ziel für Gäste aus vielen Ländern.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/LOWA_Gruppenwanderung_Oberwiesenthal_Dirk_Rueckschloss-0540.jpg" length="121552" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10736</guid> <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 07:56:00 +0000</pubDate> <title>Sieg für das Erzgebirge: Holzbau-Idee gewinnt IHK-Ideenwettbewerb</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sieg-fuer-das-erzgebirge-holzbau-idee-gewinnt-ihk-ideenwettbewerb </link> <description>Das Erzgebirge setzt erneut ein Ausrufezeichen als Wirtschafts- und Gründungsstandort. Beim Ideenwettbewerb der IHK Chemnitz sicherte sich das Unternehmen Schilling Architecture aus Drebach den ersten Platz. Drebach gehört zum Erzgebirge. Mehr als 60 Ideen wurden eingereicht. Elf Teams erreichten das Finale und präsentierten ihre Konzepte vor Jury und Publikum.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Den Sieg holten Patrizia Anders und Heiko Schilling mit ihrem Projekt „MODU“. Die Idee verbindet seriellen Holzmodulbau mit dem Passivhaus-Standard. So entstehen Gebäude, die Ressourcen sparen, wenig Energie benötigen und sich flexibel planen lassen. Ein digitaler Konfigurator unterstützt die Planung der einzelnen Module. Gleichzeitig erleichtert ein Lizenz- und Planungsmodell den Einsatz in der Baupraxis.</p> <p><strong>Erfolg für nachhaltiges Bauen aus dem Erzgebirge</strong></p> <p>Mit dem ersten Platz rückt das Erzgebirge einmal mehr als Standort für zukunftsorientierte Unternehmen in den Fokus. Das Siegerprojekt zeigt, wie Klimaschutz, digitale Planung und wirtschaftliches Denken zusammenwirken können. Die Jury würdigte vor allem die gute Umsetzbarkeit der Idee und ihren Nutzen für die Bauwirtschaft.&nbsp;Der Ideenwettbewerb ist Teil des Masterplans für die Region Chemnitz-Südwestsachsen. Er soll Gründungen fördern, Unternehmen vernetzen und neue Geschäftsideen sichtbar machen. Insgesamt vergab die IHK Chemnitz Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro.</p> <p>Thomas Kolbe, Vizepräsident der IHK Chemnitz, sagte: „Innovation und Unternehmertum sind zentrale Treiber für Wachstum, Beschäftigung und die erfolgreiche Transformation unserer Wirtschaft. Gerade in Südwestsachsen brauchen wir den Mut, neue Ideen zu entwickeln und konsequent umzusetzen. Der Ideenwettbewerb zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserer Region steckt – und wie wichtig es ist, dieses gezielt zu fördern und zu vernetzen.“</p> <p><strong>Weitere Preisträger</strong></p> <p>Den geteilten zweiten Platz belegten Richard Jerzembek mit „aDDiOS“, einer GPU-basierten Lösung zum Schutz vor DDoS-Angriffen, sowie Robert Schlesiger mit „Skyfall Defence“, einem System zur automatisierten Drohnenabwehr. Der Publikumspreis ging an Islam Elawdy und Florian Schmutzler. Ihr Projekt „WertLotse“ nutzt Künstliche Intelligenz für die Bewertung von Altfahrzeugen und unterstützt so die Kreislaufwirtschaft.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_ideenwettbewerb-ihk-012-2306-26-data_2e446a3289.jpg" length="885201" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10734</guid> <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 09:44:17 +0000</pubDate> <title>Große Investition macht den Pöhlberg fit für die Zukunft</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/grosse-investition-macht-den-poehlberg-fit-fuer-die-zukunft </link> <description>Der Pöhlberg in Annaberg-Buchholz hat ein wichtiges Zukunftsprojekt abgeschlossen. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Küche im Berghotel und Panoramarestaurant fertig. Bereits seit Ende Mai werden die Gäste aus dem modernen Anbau versorgt. Rund zwei Millionen Euro flossen in das Bauvorhaben und stärken damit eines der bekanntesten Ausflugsziele im Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Mit dem zweigeschossigen Anbau entstanden moderne Arbeitsbedingungen für die Gastronomie. Neue Konvektomaten, großzügige Kühl- und Lagerräume, eine leistungsfähige Spülstrecke sowie sechs Kochfelder sorgen für kurze Wege und schnelle Abläufe. Durch die ebenerdige Anordnung von Anlieferung, Lagerung, Küche und Ausgabe arbeitet das Team deutlich effizienter. Ein zusätzliches Ausgabefenster verbessert zudem die Versorgung des Biergartens.&nbsp;Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Programms „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung 2021–2027“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen.</p> <p><strong>Bauarbeiten bei laufendem Betrieb gemeistert</strong></p> <p>Eine besondere Leistung gelang dem Team des Berghotels während der gesamten Bauzeit. Hotel und Restaurant blieben geöffnet. Aus einer eigens eingerichteten Containerküche versorgten sechs Köche und vier Servicekräfte die Gäste ohne Unterbrechung. Parallel entstanden außerdem ein neuer Balkon, ein Schankhaus sowie eine Grillhütte. Damit wächst das gastronomische Angebot auf dem Pöhlberg weiter.&nbsp;Die Investition schafft gute Voraussetzungen für die kommenden Jahre. Sie stärkt den Pöhlberg als touristisches Ziel im Erzgebirge und bietet Gästen wie Einheimischen moderne Gastronomie in besonderer Aussichtslage.</p> <p><strong>Festwochenende auf dem Pöhlberg</strong></p> <p>Wer die neue Küche selbst erleben möchte, hat am Wochenende vom 10. bis 12. Juli Gelegenheit dazu. Dann lädt das Pöhlbergfest mit Musik, regionaler Küche und einem abwechslungsreichen Programm auf den Erzgebirgsgipfel ein. Gleichzeitig feiert der Pöhlbergturm sein 130-jähriges Bestehen.&nbsp;Nur wenige Minuten entfernt findet am 11. und 12. Juli außerdem das Waldklaus(n)fest an der Waldklause statt. Das Familienfest mit Unterhaltung, Musik und vielen Angeboten macht den Pöhlberg und seine Umgebung an diesem Wochenende zu einem attraktiven Ausflugsziel im Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/P%C3%B6hlberg_Stadt_Annaberg-Buchholz.jpg" length="251253" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10732</guid> <pubDate>Thu, 02 Jul 2026 11:34:51 +0000</pubDate> <title>Bundespreis für Ehrenfriedersdorf: Musik aus dem Erzgebirge überzeugt deutschlandweit</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bundespreis-fuer-ehrenfriedersdorf-musik-aus-dem-erzgebirge-ueberzeugt-deutschlandweit </link> <description>Großer Erfolg für das Erzgebirge: Ehrenfriedersdorf ist Deutschlands bester Landmusikort 2026. Auch Eibenstock gehört zu den ausgezeichneten Kommunen und erhält einen Förderpreis. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Bundesweiter Spitzenplatz für Ehrenfriedersdorf</strong></p> <p>Das Erzgebirge setzt ein starkes Zeichen für die Musikkultur. Ehrenfriedersdorf hat den ersten Bundespreis im Wettbewerb „Landmusikort des Jahres 2026“ gewonnen. Damit würdigen der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor &amp; Orchester das musikalische Engagement der Erzgebirgsstadt.&nbsp;Die Fachjury überzeugte vor allem das Zusammenspiel aus erzgebirgischer Musiktradition, moderner Musik, aktiver Nachwuchsarbeit und internationalen Kontakten. Dazu kommen besondere Veranstaltungsorte wie die Naturbühne und das Besucherbergwerk sowie viele Konzerte über das ganze Jahr hinweg.</p> <p><strong>Preisverleihung zum Musik-Neinerlaa in Ehrenfriedersdorf</strong></p> <p>Die offizielle Preisverleihung wird in das diesjährige Musik-Neinerlaa eingebettet und durch die Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates und Brandenburgs Landtagspräsidentin Frau Prof. Dr. Ulrike Liedtke übernommen. Bereits ab 14:00 Uhr verwandelt sich das Stadtgebiet in eine große musikalische Bühne. An insgesamt neun Veranstaltungsorten präsentieren sich 30 Bands, Chöre, Ensembles und Solokünstlerinnen und Solokünstler. Die Zahl neun ist dabei kein Zufall: Das Musik-Neinerlaa nimmt Bezug auf das traditionsreiche erzgebirgische Weihnachtsgericht „Neinerlaa“. Passend dazu tragen die neun Bühnen die Namen der einzelnen Bestandteile des Gerichts und schlagen so eine Brücke zwischen regionalem Brauchtum und lebendiger Musikkultur. Gegen 19:30 Uhr beginnt der offizielle Festakt mit der Begrüßung der Gäste und der feierlichen Übergabe des Titels „Landmusikort des Jahres 2026“ auf der „Bratapfelbühne“.</p> <p><strong>Auch Eibenstock erhält eine Auszeichnung</strong></p> <p>Neben den drei Bundespreisen vergaben die Veranstalter zehn Förderpreise. Einer davon geht nach Eibenstock. Damit gehören gleich zwei Erzgebirgsorte zu den ausgezeichneten Musikkommunen Deutschlands.&nbsp;Die Preisgelder sollen weitere Musikprojekte fördern und die Zusammenarbeit von Amateur- und Profimusik stärken. Außerdem erhalten alle ausgezeichneten Orte die Plakette „Landmusikort des Jahres“.</p> <p>Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, betont: „Kulturelles Engagement im ländlichen Raum verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und oftmals ehrenamtlichem Engagement entstehen dort musikalische Projekte, die Gemeinschaft stärken und Kulturelle Vielfalt lebendig halten.“</p> <p>Auch Derya Türk-Nachbaur, Präsidentin des Bundesmusikverbands Chor &amp; Orchester, würdigt die ausgezeichneten Gemeinden: „Die Landmusikorte 2026 sind ein Beweis dafür, was möglich wird, wenn engagierte Menschen und mutige Kommunen gemeinsam für Kultur eintreten. Musik verbindet, stiftet Gemeinschaft und braucht Orte, die das wollen und aktiv gestalten.“</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Bergparade_Annaberg_%40Bergm%C3%A4nnischer_Musikverein_Ehrenfriedersdorfe.V..JPG" length="150089" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10730</guid> <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 14:21:00 +0000</pubDate> <title>Erzgebirge bleibt auf Sternenkurs: „St. Andreas“ verteidigt Michelin-Auszeichnung</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/benjamin-unger-michelin-stern-restaurant-st-andreas-aue-bad-schlema </link> <description>Das Erzgebirge bleibt eine feste Adresse für Spitzenküche. Das Restaurant „St. Andreas“ im Hotel „Blauer Engel“ in Aue-Bad Schlema hat seinen Michelin-Stern erfolgreich verteidigt. Für Küchenchef Benjamin Unger und sein Team ist es bereits die dritte Auszeichnung in Folge.&amp;nbsp;</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Nach der Veröffentlichung der aktuellen Bewertungen des Guide Michelin zeigte sich Unger erleichtert. „Ich habe erst mal vor Freude geschrien“, sagte der Küchenchef. Den Stern zu verteidigen, „das macht man nicht einfach so. Da müsse man Vollgas geben.“</p> <p><strong>Einziges Sterne-Restaurant in Südwestsachsen</strong></p> <p>Mit der erneuten Auszeichnung bleibt das „St. Andreas“ das einzige Restaurant in Südwestsachsen mit einem Michelin-Stern. Sachsenweit erhielten insgesamt acht Restaurants die begehrte Auszeichnung.&nbsp;Der Guide Michelin würdigt erneut die kreative, saisonale Küche sowie den persönlichen Service. Das Küchenteam serviert die Gerichte selbst und erläutert deren Besonderheiten. Diese Verbindung aus Kochkunst und Gastfreundschaft gehört seit Jahren zu den Markenzeichen des Hauses.</p> <p><strong>Spitzenküche mit langer Tradition</strong></p> <p>Das „St. Andreas“ ist Teil des traditionsreichen Hotels „Blauer Engel“, dessen Geschichte mehr als 360 Jahre zurückreicht. Gemeinsam mit seinem Bruder Claudius führt Benjamin Unger den Familienbetrieb und hat das Restaurant zu einer der bekanntesten Genussadressen Sachsens entwickelt.&nbsp;Neben dem Michelin-Stern verteidigte das Haus auch den „Bib Gourmand“ für die „Tausendgüldenstube“. Diese Auszeichnung erhalten Restaurants, die hochwertige Küche zu einem fairen Preis bieten. In ganz Sachsen gibt es davon lediglich vier.</p> <p><strong>Erfolg für das Erzgebirge</strong></p> <p>Die erneute Auszeichnung unterstreicht den hohen Stellenwert der Gastronomie im Erzgebirge. Mit Leidenschaft, handwerklichem Können und einem starken Team gelingt es dem Restaurant seit Jahren, Gäste und Tester gleichermaßen zu überzeugen.&nbsp;Der erneute Michelin-Stern zeigt, dass Spitzenküche aus dem Erzgebirge längst über die Region hinaus Anerkennung findet und Aue-Bad Schlema weiterhin zu den wichtigsten kulinarischen Adressen Sachsens zählt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/benjamin_unger_blauer_engel_Herzland2017.jpg" length="329260" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10729</guid> <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 07:54:00 +0000</pubDate> <title>Diese jungen Erzgebirger begeistern jetzt die Welterbe-Jury</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/diese-jungen-erzgebirger-begeistern-jetzt-die-welterbe-jury </link> <description>In Schneeberg sind zum Welterbetag die Preisträger des Welterbe-Jugendpreises ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt junge Menschen, die sich mit der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří beschäftigen und eigene Ideen für deren Zukunft entwickeln.&amp;nbsp;Der Welterbeverein vergibt die Auszeichnung seit 2023. Teilnehmen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Gesucht sind Projekte, die das Welterbe lebendig machen und einen klaren Bezug zur Region haben.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Musik, Bergbau und junge Sichtweisen</strong></p> <p>Den dritten Platz belegte die Jugendband „Spe3chless“. Die Musiker fanden am Landkreis-Gymnasium St. Annen zusammen. Sie spielen bekannte Rock- und Popsongs instrumental neu und nutzen dafür regional gefertigte Instrumente. Dafür erhielt die Band 500 Euro Preisgeld.&nbsp;Platz zwei ging an die Junior-Welterbebotschafter aus Dippoldiswalde unter Leitung von Anja Graul. Die Gruppe beschäftigt sich seit 2022 mit Bergbau und Archäologie. Ihre Ideen reichen von Filmen über Aktionstage bis zu Führungen von Jugendlichen für Jugendliche. Dafür gab es 1.000 Euro.</p> <p><strong>Erster Platz für Heimat-Konzept aus Marienberg</strong></p> <p>Den ersten Platz gewann Natalie Köhler aus Marienberg. Die Lehramtsstudentin überzeugte mit ihrem Konzept „erLEBEN und WEITERgeben. Heimat weiterleben“. Sie erhielt 1.500 Euro Preisgeld.&nbsp;Ihre Idee verbindet Schulen mit Museen, Besucherbergwerken und Denkmälern. Schulklassen übernehmen Patenschaften für Welterbe-Objekte und setzen sich intensiv mit deren Geschichte auseinander. So wird das Welterbe im Erzgebirge für junge Menschen greifbar.</p> <p><strong>Starkes Signal aus der Welterberegion</strong></p> <p>Steve Ittershagen, Geschäftsführer des Welterbevereins, sagte: „Es macht einfach Freude zu sehen, dass sich junge Leute mit Fantasie, Leidenschaft und Optimismus für unser Welterbe einsetzen. Unsere Region steckt voller kreativer Köpfe, die gleichzeitig Traditionen bewahren und trotzdem neue Wege denken. Das ist einfach ein tolles Signal.“&nbsp;Auch 2026 wird der Jugendpreis wieder vergeben. Der Welterbeverein freut sich auf neue Bewerbungen und weitere Ideen aus der Welterberegion. Die diesjährige Preisverleihung zeigt: Das Welterbe im Erzgebirge lebt durch Menschen, die es kennen, schätzen und weitertragen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_WhatsApp_Image_2026-06-19_at_11.06.46_8f036c9ee5.jpeg" length="1560403" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10728</guid> <pubDate>Wed, 24 Jun 2026 07:38:00 +0000</pubDate> <title>Warum diese Handwerker jetzt gefeiert werden</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-diese-handwerker-jetzt-gefeiert-werden-1 </link> <description>Die Handwerkskammer Chemnitz hat zum 19. Mal ihre Umweltpreise verliehen. 14 Betriebe erhielten Preise oder Anerkennungen, ein weiteres Unternehmen bekam einen Sonderpreis. Ausgezeichnet wurden Leistungen in den Kategorien nachhaltige Unternehmensführung, neue Ideen, Energie und Klimaschutz sowie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Starke Preisträger aus dem Erzgebirge</strong></p> <p>Mehrere Betriebe aus dem Erzgebirge gehören zu den Geehrten. In der Kategorie nachhaltige Unternehmensführung wurde die Hans-Jürgen Müller GmbH &amp; Co. KG aus Stützengrün ausgezeichnet.</p> <p>In der Kategorie neue Ideen erhielt Holzbau Kretschmar aus Scheibenberg einen Preis. Der Pockauer Werkzeugbau Oertel GmbH aus Pockau-Lengefeld wurde in der Kategorie Energie und Klimaschutz geehrt.</p> <p>Auch im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung überzeugten erzgebirgische Betriebe. Die HOLZwerkstatt Markus Trommer aus Schönheide sowie die André und Thomas Becher GbR aus Zwönitz wurden als Preisträger ausgezeichnet.</p> <p><strong>Anerkennung für Zwönitzer Betrieb</strong></p> <p>Eine Anerkennung ging zudem an die DMITEC GmbH aus Zwönitz. Damit zeigt sich erneut, wie breit das Handwerk im Erzgebirge aufgestellt ist.</p> <p>Vom Holzbau über Werkzeugbau bis zur Werkstatt: Die ausgezeichneten Unternehmen stehen für praktische Lösungen, sparsamen Umgang mit Ressourcen und Verantwortung im Alltag.</p> <p><strong>Handwerk macht Umweltschutz greifbar</strong></p> <p>Mit dem Umweltpreis würdigt die Handwerkskammer Chemnitz besondere Leistungen im betrieblichen Umweltschutz. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und kann auf mehrere Preisträger verteilt werden.</p> <p>Die Auszeichnung zeigt, welche Rolle das Handwerk für die Zukunft der Region spielt. Gerade im Erzgebirge verbinden viele Betriebe solides Können mit einem klaren Blick auf Energie, Material und Umwelt.</p> <p>So wird sichtbar: Nachhaltiges Handeln entsteht oft dort, wo täglich gearbeitet, geplant, gebaut und repariert wird.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/Geschichten/Unternehmensgeschichten/Holzbau_Kretschmar/800A5750.jpg" length="447670" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10725</guid> <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 12:23:00 +0000</pubDate> <title>Deutschlands dienstältestes Jugendparlament sitzt in Freiberg</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/deutschlands-dienstaeltestes-jugendparlament-sitzt-in-freiberg </link> <description>Veränderung beginnt mit einer einfachen Frage: Warum gibt es keinen Spielplatz? Wie kommen Schüler besser zur Schule? Seit 30 Jahren stellen Kinder und Jugendliche in Freiberg genau diese Fragen und gestalten ihre Stadt aktiv mit. Das Freiberger Kinder- und Jugendparlament (KiPa) feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen und blickt auf eine deutschlandweit außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Seit seiner Gründung im Jahr 1996 arbeitet das Gremium ohne Unterbrechung und gilt damit als das am längsten durchgehend aktive Kinder- und Jugendparlament Deutschlands. Zugleich gehörte es zu den ersten Kinder- und Jugendparlamenten in Ostdeutschland. Möglich wurde diese Kontinuität vor allem durch die enge Anbindung an die Stadtverwaltung und die kontinuierliche fachliche sowie personelle Begleitung. So entstand über drei Jahrzehnte hinweg ein fester Ort der Mitbestimmung, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Ideen gehört werden und tatsächlich etwas bewegen können.</p> <p>Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung das KiPa für Freiberg hat: Rund 700 Kinder und Jugendliche haben sich seit 1996 engagiert, etwa 400 Themen und Fragen an die Stadt herangetragen und rund 150 Beschlüsse auf den Weg gebracht. Vor allem aber hinterlässt das Kinder- und Jugendparlament sichtbare Spuren im Stadtbild. So setzte es sich erfolgreich für die Neugestaltung der Fußgängerquerung zwischen Petersstraße und Albertpark ein, initiierte den inzwischen fest etablierten Spielplatzcheck und begleitete Verbesserungen im Schülerverkehr. Zu den besonderen Erfolgen zählen außerdem der Wasserspielplatz im Albertpark sowie der Spielplatz am Seilerberg, der vollständig nach den Vorstellungen von Kindern geplant und umgesetzt wurde und heute ein beliebter Treffpunkt ist.</p> <p>Das KiPa entwickelt sich dabei stetig weiter. Seit 2025 vergibt das Gremium den Freiberger Jugendpreis eigenständig und würdigt damit junge Menschen, die sich in besonderer Weise für die Stadtgesellschaft engagieren. Preisträgerin des Jugendpreises 2025 war Alexandra Schneider. Das Jubiläum, das die jungen Parlamentarierer mit vielen Gästen Anfang Juni gefeiert hat, ist deshalb weit mehr als ein Blick zurück. Seit 30 Jahren lernen Kinder und Jugendliche im KiPa, Verantwortung zu übernehmen, Interessen zu vertreten, Kompromisse auszuhandeln und demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig tragen sie mit ihren Ideen dazu bei, Freiberg kinder-, jugend- und familienfreundlicher zu machen. Und genau darin liegt die Zukunft des Kinder- und Jugendparlaments: Auch die nächsten Generationen sollen erleben, dass Demokratie nicht irgendwo stattfindet, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Denn wer früh erfährt, dass die eigene Stimme etwas bewirken kann, gestaltet nicht nur die Stadt von heute, sondern auch die Gesellschaft von morgen.</p> <p>Bürgermeister Martin Seltmann: „Seit drei Jahrzehnten zeigen junge Freibergerinnen und Freiberger, dass ihre Ideen unsere Stadt bereichern und verändern können. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Umso dankbarer bin ich, dass so viele Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen und unsere Stadt aktiv mitgestalten. Das Jubiläum ist auch Anlass, voller Vorfreude nach vorn zu schauen. Ich bin gespannt auf die Ideen, Perspektiven und Projekte, mit denen die kommenden Generationen unsere Stadt weiterentwickeln werden.“<br><br><u>So funktioniert das KiPa</u><br> Die KiPa-Wahlperiode dauert zwei Jahre. In diesem Jahr wird wieder ein neues Parlament gewählt.<br> Im Januar und Juni finden die großen Sitzungen statt, ähnlich den Stadtratssitzungen. Hier werden die Arbeitsthemen öffentlich vorgestellt, Fragen gestellt, Beschlüsse gefasst und die Themen an die Verwaltung weitergeleitet.<br> Das KiPa hat sein Büro im Pi-Haus. Von dort aus organisiert der Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Jugend der Stadtverwaltung Freiberg die Arbeit.<br> Gewählt werden die Jungparlamentarier an ihren jeweiligen Schulen: an Grund- und Oberschulen je zwei, am Gymnasium sechs. Ab der dritten Klasse darf sich zur Wahl gestellt werden. Das Kinder- und Jugendparlament Freiberg ist somit eine Vertretung 13 Freiberger Schulen mit Mitgliedern zwischen aktuell 9 und 19 Jahren.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Kipa1_Dagmar_Doms-Berger.JPG" length="97190" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10721</guid> <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 08:47:00 +0000</pubDate> <title>Burger-Flatrate für neue Kollegen: Kreative Jobsuche in Oberwiesenthal</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/burger-flatrate-fuer-neue-kollegen-kreative-jobsuche-in-oberwiesenthal </link> <description>Wer einen neuen Koch oder eine neue Köchin für das kiwis vermittelt, bekommt sechs Monate lang Burger gratis. Mit dieser außergewöhnlichen Aktion geht das kiwis in Oberwiesenthal neue Wege bei der Suche nach Verstärkung für die Küche.&amp;nbsp; „Gute Leute kennen gute Leute“ – genau auf diesen Gedanken setzt das Team des kiwis – coffee | food | drinks in Oberwiesenthal jetzt bei seiner Personalsuche. Statt ausschließlich auf klassische Stellenanzeigen zu vertrauen, belohnt das Restaurant erfolgreiche Empfehlungen künftig mit einer besonderen Prämie: einer Burger-Flatrate für sechs Monate.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Der Hintergrund ist ernst: Aufgrund fehlender Küchenmitarbeiter musste das beliebte Restaurant seinen Betrieb vorübergehend pausieren. Nun soll möglichst schnell ein neuer Koch oder eine neue Köchin gefunden werden, damit Gäste bald wieder Burger, Bowls, Drinks und die lockere Atmosphäre des Hauses genießen können.&nbsp;„Natürlich suchen viele Gastronomiebetriebe derzeit nach Fachkräften. Wir wollten deshalb bewusst einen anderen Weg gehen und die Menschen aus unserer Region aktiv einbeziehen“, erklärt Elisa Reichel, F&amp;B-Managerin im Elldus Resort zu dem das kiwis gehört. „Oft kennt jemand im Freundeskreis, in der Familie oder im Kollegenkreis genau die Person, die perfekt zu uns passen würde.“&nbsp;</p> <p><strong>Burger-Flatrate als Dankeschön&nbsp;</strong></p> <p>Das Prinzip ist einfach: Wer eine geeignete Person auf die offene Stelle aufmerksam macht, wird bei erfolgreicher Einstellung belohnt. Voraussetzung ist lediglich, bei der Bewerbung den Namen der empfehlenden Person zu nennen.&nbsp;<br> Bleibt die neue Kollegin oder der neue Kollege Teil des Teams, erhält die werbende Person eine Burger-Flatrate. Sechs Monate lang gibt es dann an jedem Öffnungstag einen Burger kostenlos.&nbsp;„Das ist unsere Art, Danke zu sagen“, so Elisa Reichel mit einem Augenzwinkern.&nbsp;„Schließlich sind unsere Burger das, wofür viele Gäste immer wieder gern ins kiwis kommen.“&nbsp;</p> <p><strong>Recruiting mit Persönlichkeit</strong></p> <p>Begleitet wird die Aktion von einer Social-Media-Kampagne. Mit humorvollen Videos, spontanen Einblicken hinter die Kulissen und kreativen Ideen möchte das Team möglichst viele Menschen erreichen, auch solche, die aktuell gar nicht aktiv auf Jobsuche sind.&nbsp;<br> „Wir möchten zeigen, wer wir sind und wie wir arbeiten. Gerade in der Gastronomie entscheiden sich Menschen oft für ein Team und eine Atmosphäre, nicht nur für einen Arbeitsplatz“, sagt Reichel.&nbsp;</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Kochsuche_kiwis.jpeg" length="628228" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10718</guid> <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 08:52:00 +0000</pubDate> <title>Bahntechnik im Erzgebirge: Internationale Verbindung</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bahntechnik-im-erzgebirge-internationale-verbindung-1 </link> <description>Der Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz erprobt Lösungen im Schienenverkehr und entwickelt sich zum grenzüberschreitenden Kompetenznetzwerk. Im Blick steht dabei auch eines der wichtigsten Bahninfrastrukturprojekte Mitteleuropas. Davon profitiert die ganze Region.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Im sächsischen Annaberg-Buchholz, unweit der Grenze zu Tschechien, entwickeln und erproben Ingenieurteams, mittelständische Ausrüster der Bahnbranche und Bahninfrastrukturbetreiber gemeinsam die Eisenbahntechnik von morgen und übermorgen. Der Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) ist ein einzigartiger Forschungs- und Innovationscampus für intelligent-vernetzten Eisenbahnverkehr: von digitaler Zugleittechnik über vollautomatisierte Zugsteuerung auf Distanz per 5G-Mobilfunk bis hin zu innovativen Fahrzeugkonzepten. Im Netzwerk des SRCC engagieren sich bereits mehr als 160 Firmen und Institutionen aus dem In- und Ausland. Darunter sind große international agierende Konzerne wie Siemens Mobility, Vodafone oder Frauscher Sensortechnik, aber auch viele innovative Mittelständler.</p> <p>Durch ein EU-gefördertes Internationalisierungsprojekt mit dem Namen "RailInnoHUB Sachsen-Tschechien" will sich der Campus nun zu einem grenzüberschreitenden Innovationscluster weiterentwickeln. "Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze sollen gemeinsam mit Eisenbahnunternehmen marktfähige Bahntechnikinnovationen entwickeln und zusammen mit Infrastrukturbetreibern testen", erklärt Projektberater Ulrich Bobe. "Wir organisieren Workshops und Konferenzen und bahnen Pilotprojekte an, um Branchen- und Marktkenntnisse zu vermitteln."</p> <p><strong>Deutsch-tschechisches Großprojekt im Blick</strong></p> <p>Die Organisatoren wollen Mittelständlern dabei auch helfen, von einem der größten Infrastrukturprojekte zwischen Deutschland und Tschechien zu profitieren: die geplante Neubaustrecke zwischen Dresden und Prag, inklusive zweier Tunnel durch das Erzgebirge und das Böhmische Mittelgebirge. Das Vorhaben gehört zu den wichtigsten Bahnprojekten Mitteleuropas und könnte den internationalen Eisenbahnverkehr auf der wichtigen Achse Berlin-Prag-Wien (oft 'Via Vindobona' genannt) in der Zukunft erheblich beschleunigen. "Der SRCC und sein Netzwerk können den Unternehmen als Sprungbrett dienen für die Teilnahme an ebensolchen ehrgeizigen Infrastrukturprojekten wie dem Erzgebirgstunnel", sagt Rudolf Heidu, wissenschaftlicher Mitarbeiter am SRCC. "Mit RailInnoHUB knüpfen wir jetzt grenzübergreifend Kontakte, schließen Wissenslücken und führen potenzielle Partner zusammen."</p> <p><em>Von Fabian Möpert, Germany Trade &amp; Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH</em></p> <p>Die ganze Geschichte, inklusive eines Interviews mit den Projektverantwortlichen am SRCC ist auf <strong><u><a href="https://www.gtai.de/de/trade/tschechische-republik/wirtschaftsumfeld/bahntechnik-im-erzgebirge-internationale-verbindung--2000790" target="_blank" rel="noreferrer">Germany Trade &amp; Invest (GTAI)</a>&nbsp;&nbsp;</u></strong>veröffentlicht.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_Smart_Rail_Artikelbild_c13b082975.jpg" length="1320370" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10722</guid> <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 06:52:00 +0000</pubDate> <title>Aus einem Tag wird eine Perspektive</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/aus-einem-tag-wird-eine-perspektive </link> <description>Jedes Mal, wenn Kai Koehler am Getränkemarkt in Lößnitz vorbeiging, hatte er denselben Gedanken: „Das hier, das wäre es. Hier möchte ich arbeiten.“ Also nahm er seinen Mut zusammen, betrat den Markt und fragte den Filialleiter, ob er sich vorstellen könne, für ihn einen Außenarbeitsplatz einzurichten. Die Reaktion war freundlich, aber zunächst zurückhaltend. Wie würde eine solche Zusammenarbeit ablaufen? Welche Aufgaben könnte Kai übernehmen? Und wer wäre bei Fragen ansprechbar? Der Schichtwechsel Erzgebirge bringt Unternehmen und Menschen mit Behinderung zusammen. Wie viel daraus entstehen kann, zeigen Erfahrungen aus Betrieben der Region.&amp;nbsp;</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Es sind Fragen, die viele Unternehmen beschäftigen, wenn sie erstmals über die Zusammenarbeit mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung nachdenken. Der Schichtwechsel kann helfen, Antworten darauf zu finden – nicht theoretisch, sondern mitten im Arbeitsalltag. Für einen Tag wechseln Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Mitarbeitende aus Unternehmen ihre Arbeitsplätze. Sie lernen andere Tätigkeiten, Abläufe und Menschen kennen. Der Aktionstag schafft damit eine Gelegenheit, Fähigkeiten unmittelbar zu erleben und mögliche Berührungsängste abzubauen. Bei Kai wurde aus dieser ersten Begegnung eine berufliche Perspektive.</p> <h3>Zeigen, was man kann</h3> <p>Beim Schichtwechsel 2023 arbeitete Kai Koehler für einen Tag in der Getränkeabteilung eines Supermarktes. Er schleppte Kisten, füllte Regale auf und sortierte Pfand. Schnell merkte er: Diese Arbeit liegt ihm.&nbsp;„Ich wollte zeigen, was ich kann.“&nbsp;Nach dem Aktionstag kam erneut Bewegung in seinen Wunsch, im Getränkemarkt seiner Heimatstadt zu arbeiten. Im März 2024 begann er dort ein sechswöchiges Praktikum. Aus sechs Wochen wurde eine dauerhafte Zusammenarbeit. Heute arbeitet Kai Koehler an zwei Tagen pro Woche auf seinem Außenarbeitsplatz bei der Markgrafen Vertriebs GmbH in Lößnitz. Je nach betrieblichem Bedarf kann er auch häufiger eingesetzt werden. Er nimmt Warenlieferungen an, kontrolliert, ob alles vollständig ist, prüft Mindesthaltbarkeitsdaten, zeichnet Preise aus, verräumt Getränkekisten und arbeitet an der Kasse. „Ich bin sehr stolz, dass ich das machen kann, und froh, den Job bekommen zu haben“, sagt er.</p> <h3>Offenheit wächst durch Erfahrung</h3> <p>Dabei ist Kai Koehler nicht auf sich allein gestellt. Seine Jobcoaches begleiten ihn und stehen bei Fragen oder Schwierigkeiten zur Verfügung. Die Werkstatt beschreibt er als „sicheren Hafen im Hintergrund“. Diese Sicherheit gebe ihm den Mut, sich im Unternehmen einzubringen und neue Aufgaben zu übernehmen. „Es ist ein tolles Gefühl, in meiner Heimatstadt zu arbeiten und zu wissen: Ich werde hier gebraucht“, sagt er.</p><blockquote><p>„Aus einer mutigen Frage und einem kleinen Kärtchen ist mein Arbeitsalltag geworden.“</p></blockquote><p>Auch für Filialleiter Michael Werk war die Zusammenarbeit zunächst Neuland. Er informierte sich darüber, welche Abläufe und Unterstützungsangebote hinter einem Außenarbeitsplatz stehen. Während des Praktikums erlebte er dann, wie Kai Koehler arbeitet. „Ich habe gespürt, dass das funktionieren kann“, sagt Werk. Zu Beginn sei Kai Koehler im Kontakt mit Kundinnen und Kunden noch etwas zurückhaltend gewesen. Inzwischen habe er sich deutlich weiterentwickelt. Bei Fragen könne er jederzeit auf den Filialleiter zukommen. Entscheidend sei, gemeinsam zu prüfen, welche Aufgaben zu einer Person und zum jeweiligen Betrieb passen. Genau dabei unterstützen die Fachkräfte und Jobcoaches der Werkstätten.</p> <p>Björn Knewitz, Jobcoach bei der INVITAS Lebenshilfewerk Schneeberg gGmbH, sieht im Schichtwechsel weit mehr als nur einen einzelnen Aktionstag. „Der Schichtwechsel bietet die Chance, zu zeigen, wie selbstverständlich Inklusion in unserer Gesellschaft gelebt werden kann“, erklärt er. Dabei gehe es darum, Menschen kennenzulernen, ihnen mit Respekt zu begegnen und zu prüfen, ob sich eine langfristige Zusammenarbeit auch für weitere Unternehmen anbietet. INVITAS beteiligt sich bereits seit fünf Jahren an dem bundesweiten Aktionstag. Derzeit verfügt das Lebenshilfewerk über 27 Außenarbeitsplätze und beschäftigt insgesamt rund 280 Menschen. „Die Mitarbeiter haben Potenzial“, betont Knewitz. „Hier werden nicht einfach Menschen beschäftigt, hier arbeiten engagierte und gut qualifizierte Mitarbeiter, die einen wertvollen Beitrag in Unternehmen leisten und zu einem wichtigen Bestandteil von Teams werden können.“</p> <h3>Vom Blick aus dem Fenster zum festen Arbeitsplatz</h3> <p>Dass ein Schichtwechsel Türen öffnen kann, zeigt auch die Geschichte von Tobias Ardmann. Er arbeitete in einer Außenstelle von INVITAS, direkt gegenüber der Beauty Spa Servicegesellschaft mbH in Bad Schlema. Jeden Tag blickte er aus dem Fenster auf das Unternehmen, das Kosmetikprodukte und Parfums herstellt. In der Werkstatt hatte Tobias Ardmann bereits kleinere Aufträge für das Unternehmen ausgeführt. Sein Wunsch war es jedoch, direkt vor Ort mitzuarbeiten. „Ich wollte nicht mehr nur rüberschauen – ich wollte zeigen, was ich kann“, erzählt er. Beim Schichtwechsel im Oktober 2023 nutzte Tobias seine Chance und arbeitete einen Tag bei Beauty Spa. Danach folgte ein Praktikum. Seit Februar 2024 hat er dort einen festen Außenarbeitsplatz. Heute faltet und verpackt er täglich Materialien und reinigt Tuben von Produktionsrückständen, bevor die Produkte an die Kundschaft versandt werden.</p> <blockquote><p>„Der Schichtwechsel ist ein gutes Format, um einen Einblick zu bekommen, was Menschen leisten können, die in einem Bereich eine Einschränkung haben."</p></blockquote><p>"Wir haben durch das Ausprobieren gemerkt, dass es Arbeitsprozesse gibt, in die man sie einbinden kann“, sagt Yvonne Wolf, Abteilungsleiterin für Abfüllung und Konfektionierung. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm.“ Auch hier war das persönliche Kennenlernen entscheidend. Aus einer bekannten Tätigkeit, einem Aktionstag und einem Praktikum entwickelte sich Schritt für Schritt ein dauerhafter Arbeitsplatz.</p> <h3>Ein fester Teil des Teams</h3> <p>Bei der UNGER Kabelkonfektions GmbH im Sehmatal arbeitet Marcel Herrmann seit Sommer 2025 auf einem Außenarbeitsplatz der Lebenshilfe Annaberg. Die Tätigkeiten waren ihm bereits vertraut, weil das Unternehmen zuvor Aufträge an die Werkstatt vergeben hatte. Marcel Herrmann wickelt Kabel, verpackt sie und hat inzwischen weitere Arbeitsschritte erlernt. Im Verlauf eines Arbeitstages wechselt er zwischen verschiedenen Tätigkeiten. Selbstständig fährt er mit dem Bus zur Arbeit. Seine Arbeitszeiten wurden dafür an die Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs angepasst. „Mir macht die Vielseitigkeit und die Abwechslung viel Spaß“, sagt Marcel Herrmann.</p> <p>Schichtverantwortlicher André Sandig begleitet ihn im betrieblichen Alltag. Auch Sandig musste sich als Quereinsteiger einst in neue Prozesse einarbeiten. Diese Erfahrung hilft ihm dabei, Verständnis beim Erlernen von Arbeitsschritten aufzubringen. „Marcel hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist sehr motiviert und möchte immer Höchstleistung schaffen“, sagt er. Für Holger Voigt, Produktionsverantwortlicher bei UNGER, beginnt eine Zusammenarbeit vor allem mit Offenheit.</p><blockquote><p>„Jeder hat seinen Platz in der Gesellschaft, jeder hat einen Wert."</p></blockquote><p>„Menschen und ihre Fähigkeiten über einen Schichtwechsel kennenzulernen, ist eine gute Sache, um zu sehen, ob es Sinn machen könnte.“ Der Schichtwechsel könne ein erster Schritt für eine Zusammenarbeit mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung sein. Sein Rat an andere Unternehmen ist deshalb einfach: „Man sollte offen sein.“</p> <h3>Abwechslungsreiche Aufgaben</h3> <p>Auch Jörg Gnitka hat bei Haus- und Elektrotechnik Uhlig in Schwarzenberg einen Außenarbeitsplatz gefunden, an dem er seine Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln kann. Er unterstützt bei der Pflege der Grundstücke und des Fuhrparks, übernimmt Reinigungsarbeiten und ist auch auf Baustellen im Einsatz. „Die Arbeit auf meinem Außenarbeitsplatz gefällt mir sehr, weil sie abwechslungsreich ist und ich jeden Tag unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann“, sagt Jörg Gnitka. „Es macht mich stolz, wenn ich sehe, was ich geschafft habe und dass meine Arbeit gebraucht wird.“ Während seiner Tätigkeit habe er viel Neues gelernt und seine Fähigkeiten weiterentwickelt. Besonders wichtig ist für ihn auch die Aufnahme in das betriebliche Team: „Ich freue mich darüber, dass ich von meinen Kolleginnen und Kollegen gut aufgenommen wurde und mich als Teil des Teams fühle.“</p> <p>Auch Thomas Uhlig, Inhaber von Haus- und Elektrotechnik Uhlig, zieht eine positive Bilanz. Jörg Gnitka sei inzwischen ein fester und geschätzter Bestandteil des Teams und unterstütze das Unternehmen zuverlässig bei unterschiedlichsten Aufgaben. „Die Zusammenarbeit mit der Werkstatt für behinderte Menschen erleben wir durchweg positiv“, sagt Thomas Uhlig. „Wir gewinnen engagierte und motivierte Mitarbeitende und ermöglichen gleichzeitig Menschen mit Behinderung, ihre Fähigkeiten in einem realen Arbeitsumfeld einzubringen und weiterzuentwickeln.“ Für ihn profitieren beide Seiten von der Kooperation. Das Unternehmen erhält verlässliche Unterstützung bei konkreten betrieblichen Aufgaben. Gleichzeitig kann Jörg Gnitka seine Kompetenzen erweitern, Verantwortung übernehmen und sich als Teil eines Teams erleben. „Diese Kooperation ist für beide Seiten eine echte Bereicherung und zeigt, wie gut gelebte Inklusion in der Praxis funktionieren kann“, fasst Thomas Uhlig zusammen.</p> <h3>Unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Unternehmen</h3> <p>Wie eine Zusammenarbeit gestaltet wird, hängt von den Aufgaben, den betrieblichen Bedingungen und den beteiligten Menschen ab. Neben einzelnen Außenarbeitsplätzen sind auch Gruppenlösungen möglich.<strong></strong>Bei der Osteks GmbH in Elterlein arbeiten acht Beschäftigte der Lebenshilfe Stollberg als Gruppe im Unternehmen. Osteks ist auf Pulverbeschichtung und kathodische Tauchlackierung spezialisiert und bearbeitet vor allem Metallteile für Unternehmen aus der Region. Gruppenleiter Mario Stein ist ständig vor Ort. Er strukturiert den Arbeitsalltag, arbeitet die Beschäftigten in neue Aufgaben ein und prüft, welche Tätigkeiten zu den jeweiligen Fähigkeiten passen. Gleichzeitig ist er das Bindeglied zwischen dem Unternehmen und der Werkstatt. Er gibt Sicherheit, schafft verlässliche Strukturen und unterstützt die Beschäftigten dabei, Aufgaben zunehmend selbstständig auszuführen. Die Arbeit nimmt er ihnen dabei nicht ab.</p> <p>Osteks arbeitet seit sieben Jahren mit den Lebenshilfewerkstätten in Annaberg-Buchholz und Stollberg zusammen. Für Betriebsleiter und Prokurist Georg Scholz wirkt sich die Zusammenarbeit auch auf die Unternehmenskultur aus.</p><blockquote><p>„Die Mitarbeitenden aus der Lebenshilfewerkstatt bereichern das Arbeitsklima."</p></blockquote><p>Die Kolleginnen und Kollegen würden durch die Begegnungen viele Dinge neu betrachten und anders wertschätzen. Menschen mit Behinderung brächten viel positive Stimmung in die Teams und seien stolz auf das, was sie im Unternehmen leisten. Inzwischen, so Scholz, fragten Mitarbeitende aus den einzelnen Teams bereits von sich aus, wann wieder jemand aus der Werkstatt bei ihnen mitarbeiten werde.</p> <h3>Begleitete Arbeitsplätze mitten im Unternehmen</h3> <p>Außenarbeitsplätze werden auch als betriebsintegrierte Arbeitsplätze bezeichnet. Die Beschäftigten arbeiten dabei direkt in einem Unternehmen, bleiben rechtlich jedoch der Werkstatt für Menschen mit Behinderung zugeordnet. Für die Beschäftigten bedeutet das: Sie können Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln, neue Aufgaben erlernen und ihre persönlichen sowie beruflichen Fähigkeiten weiterentwickeln. Gleichzeitig bleiben vertraute Strukturen und fachliche Begleitung erhalten. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, wieder auf einen Arbeitsplatz innerhalb der Werkstatt zurückzukehren.</p> <p>Auch Unternehmen werden begleitet. Jobcoaches unterstützen dabei, geeignete Tätigkeiten zu finden, Arbeitsabläufe vorzubereiten und Fragen während der Zusammenarbeit zu klären. Langfristiges Ziel kann der Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sein. Doch auch ein dauerhafter Außenarbeitsplatz kann Teilhabe ermöglichen und sowohl für die beschäftigte Person als auch für das Unternehmen einen konkreten Mehrwert schaffen.</p> <p>Heiko Weidlich, Jobcoach bei INVITAS, hat in den vergangenen Jahren erlebt, wie sich Menschen in Unternehmen weiterentwickeln. Ihre Fähigkeiten und Stärken könnten dort gezielt gefördert werden. „„Inklusion wird oft als großes, theoretisches Wort genutzt. Dahinter verbergen sich aber ganz reale Erfolgsgeschichten“, sagt er. „In den letzten Jahren habe ich hautnah miterlebt, wie Inklusion in Unternehmen nicht nur besprochen, sondern ganz natürlich gelebt wird.“</p> <p><strong>Ein Tag zum Kennenlernen</strong></p> <p>Am 24. September 2026 findet der Schichtwechsel erstmals als gemeinschaftliche Aktion im gesamten Erzgebirge statt. Beteiligt sind die Lebenshilfe Annaberg, die Lebenshilfe Stollberg, die Lebenshilfe Schwarzenberg, das Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge und INVITAS Schneeberg. Unternehmen können für einen Tag Beschäftigte aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung bei sich aufnehmen. Gleichzeitig haben eigene Mitarbeitende die Möglichkeit, die Arbeitswelt einer Werkstatt kennenzulernen.&nbsp;Der Schichtwechsel fördert Begegnungen, baut Barrieren ab und macht die Fähigkeiten und Potenziale von Menschen mit Behinderung sichtbar. Er stärkt die berufliche Teilhabe und Inklusion und eröffnet - wo dies den Wünschen und Möglichkeiten der Beteiligten entspricht - Wege in eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Schichtwechsel im Erzgebirge ist aus einer Kooperation zwischen der Lebenshilfe Annaberg e.V. und der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz entstanden und bildet die Grundlage für den Austausch zwischen Werkstatt und Unternehmen.</p> <p>Dabei geht es nicht darum, innerhalb eines Tages fertige Lösungen zu präsentieren. Es geht darum, einander zu begegnen, Tätigkeiten auszuprobieren und gemeinsam herauszufinden, was möglich sein könnte. Vielleicht entsteht daraus ein Praktikum. Vielleicht entwickelt sich ein Außenarbeitsplatz. Vielleicht verändert die Begegnung zunächst nur die Sichtweise eines Teams. Auch das kann ein wichtiger Anfang sein.</p> <p>Kai Koehler weiß heute, dass sich sein Mut gelohnt hat. Er ging in einen Getränkemarkt und stellte eine einfache Frage. Der Schichtwechsel gab ihm die Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu zeigen. Ein Praktikum folgte, dann ein fester Außenarbeitsplatz.</p> <p>Die Schirmherrschaft hat die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.</p> ]]> </content:encoded> <category>Unternehmensgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Schichtwechsel_Beautyspa__1_.jpg" length="1171036" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10723</guid> <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:30:51 +0000</pubDate> <title>Wenn Heimat online geht: das Erzgebirge bekommt eine eigene TV-Doku</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wenn-heimat-online-geht-das-erzgebirge-bekommt-eine-eigene-tv-doku </link> <description>Das Erzgebirge ist bekannt für seine Traditionen, sein Kunsthandwerk und seine kulturellen Wurzeln. Die TV-Doku „Wenn Heimat online geht – Die Influencer des Erzgebirges“ richtet den Blick auf eine Generation, die ihre Heimat auf neuen Wegen sichtbar macht – digital, kreativ und mit großer Reichweite. Die Dokumentation erscheint in der Reihe &quot;Der Osten - Entdecke wo du lebst&quot; zum Erzgebirge und ist ab sofort in der Mediathek der ARD abrufbar.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Ein Jahr lang begleitete die Video-Produktionsfirma lumalenscape aus Leipzig vom ersten Drehbuchskript bis hin zum letzten Feinschnitt das Regionalmanagement Erzgebirge der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH sowie Influencer. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, die das Erzgebirge in sozialen Medien präsentieren und dabei traditionelle Werte mit modernen Ideen verbinden. Als sogenannte „ERZfluencer“ zeigen sie in Stories, Reels, TikToks und Beiträgen, wie vielfältig die Region heute ist und welche Geschichten hinter ihr stehen.</p> <p>Zu den porträtierten Akteuren gehören unter anderem der Graffiti-Künstler André Morgner, der mit seinen „Boys from the Wood“ erzgebirgische Räuchermännchen neu interpretiert, der Seiffener Nussknackerhersteller Markus Füchtner, der traditionelles Handwerk mit zeitgemäßen Impulsen verbindet, sowie Johanna Glöckner alias „Mrs. Bellringer“, die mit kreativen Backideen ihre Heimat auf besondere Weise in Szene setzt. Auch Motorsportler Dustin Rothe aus Grünhainichen, der sich mit einem eigenen Trainingsgelände für die Nachwuchsförderung engagiert, ist Teil des Films.</p> <p>Darüber hinaus wirft die Produktion einen Blick auf das Netzwerk- und Kreativevent creat.ERZ, das im Mai über 120 Influencer aus dem Erzgebirge zusammenbrachte, die alle zusammen etwa 4,5 Millionen Follower mitbrachten. Ebenfalls begleitet werden Einblicke in die Arbeit des Regionalmanagements Erzgebirge, unter anderem bei der Aufnahme eines Podcasts hERZschlag.</p> <p>Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Menschen im Erzgebirge ihre Verbundenheit zur Region mit neuen Kommunikationsformen verbinden und damit ein modernes, vielfältiges Bild des Erzgebirges nach außen tragen. Dabei wird deutlich: Das Erzgebirge ist weit mehr als ein Klischee aus Tradition und Weihnachtszeit – es ist eine Region voller Ideen, Engagement und Zukunftsperspektiven.</p> <p>Umgesetzt wurde das Fimprojekt von der Videoproduktion lumalenscape aus Leipzig.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/motion_photo_7502594480059957838.jpg" length="101901" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10715</guid> <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:23:00 +0000</pubDate> <title>Nachhaltiger Erfolg: Erzgebirgsbetriebe in Sachsen ausgezeichnet</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nachhaltiger-erfolg-erzgebirgsbetriebe-in-sachsen-ausgezeichnet </link> <description>Unternehmen aus dem Erzgebirge gehören weiter zu den treibenden Kräften für Umwelt- und Klimaschutz in Sachsen. Bei einer Netzwerkveranstaltung der Umwelt- und Klimaallianz Sachsen (UKA) in Dresden standen Betriebe im Mittelpunkt, die freiwillig mehr für Umwelt und Ressourcen tun als gesetzlich gefordert.&amp;nbsp;Wirtschaftsminister Dirk Panter und Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch überreichten Urkunden an neue Mitglieder der Allianz. Zudem wurden Unternehmen ausgezeichnet, die ihre Mitgliedschaft mit weiteren Umweltleistungen verlängert haben.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>„Die Unternehmen der Umwelt- und Klimaallianz zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Wer Energie effizient nutzt, Materialien im Kreislauf führt und Emissionen senkt, stärkt die eigene Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter.</p> <p><strong>Auszeichnung für Unternehmen aus Grünhain-Beierfeld</strong></p> <p>Zu den ausgezeichneten Betrieben gehört die GAZIMA Galvanische Veredelung Zimmermann GmbH aus Grünhain-Beierfeld. Das Unternehmen verlängerte seine Teilnahme in der Umwelt- und Klimaallianz durch neue freiwillige Leistungen.&nbsp;Der Betrieb verbindet moderne Technik mit einem sparsamen Umgang mit Ressourcen. Abwärme wird durch ein Blockheizkraftwerk und eine Kälteabsorberanlage weiter genutzt. Gemeinsam mit einem Fraunhofer-Institut gelingt zudem die Rückgewinnung von Wasserstoff als Energieträger.&nbsp;Besonders bemerkenswert sind die Fortschritte beim Wasserverbrauch. Trotz einer deutlich höheren Produktion konnte das Unternehmen den Wasserverbrauch halbieren. Regen- und Brunnenwasser leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Bereits zuvor erhielt der Betrieb für sein Engagement den Umweltpreis der Handwerkskammer Chemnitz.</p> <p><strong>Mondi Schwarzenberg verfolgt Weg zur Klimaneutralität</strong></p> <p>Auch die Mondi Schwarzenberg GmbH wurde bei der Veranstaltung gewürdigt. Das Unternehmen ist seit 20 Jahren im europäischen Umweltmanagementsystem EMAS registriert und setzt seit vielen Jahren auf zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme.&nbsp;Im Erzgebirge arbeitet der Betrieb an einer weiteren Verringerung seiner Emissionen. Geplant ist unter anderem der Bau eines Biomasseheizwerks. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, klimaneutral zu werden.</p> <p><strong>Freiwilliges Engagement wächst weiter</strong></p> <p>Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch würdigte den Einsatz der Mitgliedsunternehmen: „Die Mitglieder der Allianz setzen in ihren Unternehmen auf umweltfreundliche sowie nachhaltige Lösungen und Prozesse – und das freiwillig und über das geforderte Maß hinaus.“&nbsp;Die Umwelt- und Klimaallianz Sachsen vereint inzwischen rund 270 Unternehmen. Viele Betriebe aus dem Erzgebirge gehören bereits zum Netzwerk. Sie zeigen, wie wirtschaftlicher Erfolg, verantwortungsvolles Handeln und der Schutz natürlicher Ressourcen miteinander verbunden werden können.&nbsp;Mit solchen Beispielen festigt das Erzgebirge seinen Ruf als starke Wirtschaftsregion, in der Unternehmen Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_Herzland2024_a-schieck-gmbh-circulaplants_Foto-MarioRotzoll_03_588cd8bdb1.jpg" length="73999" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10716</guid> <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:38:00 +0000</pubDate> <title>Diese Aktie gibt es nur im Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/diese-aktie-gibt-es-nur-im-erzgebirge </link> <description>Im Preßnitztal bei Schmalzgrube startet ein außergewöhnliches Projekt zum Erhalt eines bedeutenden Zeugnisses der Montangeschichte. Der Hammerwerk Schmalzgrube e.V. gibt erstmals eine limitierte Hochofenaktie heraus. Mit ihr können Unterstützer direkt zum Erhalt der historischen Anlage beitragen.&amp;nbsp;Der Verein engagiert sich seit 2009 für die Pflege und Entwicklung des traditionsreichen Areals nahe der tschechischen Grenze. Dazu gehören mehrere historische Gebäude, eine Naturherberge mit 53 Betten sowie der markante Hochofen aus dem Jahr 1659.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Ein Wahrzeichen der Montanregion Erzgebirge</strong></p> <p>Der rund acht Meter hohe Hochofen zählt zu den bedeutenden Zeugnissen der frühen Eisenverarbeitung im Erzgebirge. Er gilt als letzter erhaltener Sachzeuge der frühindustriellen Roheisenproduktion im mittleren Erzgebirge und ist Teil der UNESCO-Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.&nbsp;Gemeinsam mit dem 1766 errichteten Hammerherrenhaus prägt der Hochofen das historische Ensemble in Schmalzgrube. Besucher erleben hier ein Stück Industriegeschichte inmitten der Natur des Erzgebirges.</p> <p><strong>Limitierte Auflage mit besonderen Vorteilen</strong></p> <p>Insgesamt werden 1.000 Hochofenaktien ausgegeben. Jede Aktie ist als hochwertig gestaltetes Zertifikat ausgeführt und erinnert an die lange Bergbau- und Industriegeschichte der Region. Pro Person können maximal fünf Aktien erworben werden.&nbsp;Mit dem Kauf erhalten die Unterstützer Zugang zu besonderen Angeboten des Vereins. Dazu gehört unter anderem ein jährliches Aktionärstreffen. Weitere Verpflichtungen entstehen nicht.&nbsp;Zugleich ist die Aktion dem 75. Geburtstag des Vereinsgründers und Schirmherrn Jürgen Förster gewidmet, der die Entwicklung des Hammerwerks über viele Jahre begleitet hat.</p> <p><strong>Attraktive Preise für Aktionäre</strong></p> <p>Nach dem Verkauf der letzten Aktie wird unter allen ausgegebenen Nummern ein Gewinner ermittelt. Zur Auswahl stehen mehrere Hauptpreise. Dazu gehören ein Gruppenaufenthalt mit Verpflegung in der Naturherberge des Hammerwerks sowie ein E-Bike der Schaltwerk Erzgebirge GmbH.&nbsp;Mit der Hochofenaktie verbindet der Verein den Erhalt eines einzigartigen Denkmals mit einer besonderen Form der Unterstützung. Gleichzeitig entsteht ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte des Erzgebirges und seiner Bergbautradition.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Aktie.jpg" length="178379" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10712</guid> <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 11:35:00 +0000</pubDate> <title>Tausende Pflanzen und große Pläne: Landesgartenschau wächst weiter</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/tausende-pflanzen-und-grosse-plaene-landesgartenschau-waechst-weiter </link> <description>80.000 Stauden, 4.600 Gehölze und zahlreiche neue Parkbereiche: Die Landesgartenschau 2027 hinterlässt schon heute sichtbare Spuren in Aue-Bad Schlema. Bei einer Netzwerkveranstaltung „Regionales Engagement trifft auf regionale Wirtschaft“ stellte das Organisationsteam den aktuellen Stand der Arbeiten vor und machte deutlich, wie eng regionale Unternehmen und Einrichtungen an dem Vorhaben mitwirken.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Starke Unterstützung aus der Region</strong></p> <p>Zu den wichtigsten Partnern zählt die Erzgebirgssparkasse. Gemeinsam mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband unterstützt sie die Landesgartenschau als Goldsponsor. Vorstandsvorsitzender Roland Manz zeigte sich beeindruckt vom bisherigen Fortschritt: „Es verdient allergrößten Respekt, was hier für die Landesgartenschau 2027 bereits entstanden ist und noch entstehen wird.“</p> <p>Auch die regionale Gartenbaubranche bringt ihr Wissen ein. Floristmeister Reinhold Pause wird gemeinsam mit Gärtnereien und Blumenfachgeschäften insgesamt 13 wechselnde Blumenhallenschauen gestalten. „Die Besucher dürfen sich auf grandiose Blütenpracht und herausragende Gartenideen freuen“, sagte Pause.</p> <p><strong>Aus Bergbauflächen werden neue Erlebnisräume</strong></p> <p>Unter dem Motto „Vom Wismutschacht zur Blütenpracht“ entsteht im Kurpark Bad Schlema ein neues Landschaftsbild. Zahlreiche Wege, Brücken und Brunnen werden erneuert. Hinzu kommt ein barrierefreier Genussweg, der neue Bereiche des Parks erschließt.</p> <p>Besonders sichtbar sind die Veränderungen auf den gärtnerischen Flächen. Bis Ende Mai wurden bereits 80.000 Stauden und 4.600 Gehölze gepflanzt. Neue alpine Berglandschaften und Waldbereiche prägen das Gelände. Gleichzeitig sorgen mediterrane Elemente für besondere Akzente. Zu den künftigen Höhepunkten zählen die Ideengärten der Landschaftsgärtner sowie die sogenannten Buntpapierwiesen. Sie sollen zeigen, wie naturnahe und klimaangepasste Gestaltung im Erzgebirge aussehen kann.</p> <p><strong>Ein Gartenfest für das ganze Erzgebirge</strong></p> <p>Die Landesgartenschau 2027 knüpft an die umfangreichen Sanierungsarbeiten nach dem Ende des Uranbergbaus an. Die neuen Anlagen stehen für biologische Vielfalt, moderne Landschaftsgestaltung und eine nachhaltige Entwicklung ehemaliger Bergbauflächen.</p> <p>Im Sommerhalbjahr 2027 soll in Aue-Bad Schlema ein großes Gartenfest für Familien, Naturfreunde, Hobbygärtner und Fachbesucher stattfinden. Damit erhält das Erzgebirge einen weiteren Anziehungspunkt, der die Stärken der Region sichtbar macht und langfristig zur Lebensqualität beiträgt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/shared_image.jpg" length="699646" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10719</guid> <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 10:33:22 +0000</pubDate> <title>„Wer kauft denn so ein Haus?!“ </title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/wer-kauft-denn-so-ein-haus </link> <description>Wenn morgens die fünf Hunde draußen im großräumigen Zwinger anschlagen, dauert es nicht lange, bis Bewegung ins Grundstück am Wald kommt. Die Hunde verlangen ihre Portion Essen, Zuwendung und Bewegung, bevor Steffi und Ivo zu ihren Arbeitsstellen aufbrechen. Oder vorher noch eine Runde mitten durch die Natur laufen, den Blick zwischen den Feldern auf die Stadt Annaberg-Buchholz genießen. Für Ivo und Steffi ist das trotz Alltag immer wieder ein besonderer Moment. Genau der Alltag, den sie gesucht haben.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Dass sie einmal hier zusammen landen würden, im Erzgebirge, mit viel Platz, Ruhe und einem Leben rund um ihre Hunde – das war so nicht geplant. Angefangen hat alles eher zufällig. Mit zwei Hunden, die beide einfach zu viel Energie hatten. „Ich bin zehn Kilometer joggen gegangen und danach war der gerade mal warm“, erzählt Steffi über den Moment, wo sie auf den Hund gekommen war. Das war noch in ihrem „vorherigen“ Leben: in einer anderen Beziehung in einer dem Erzgebirge sehr gegensätzlichen Region im flachen Norden. In der Hundeschule probierte sie damals vieles aus, bis sie zum ersten Mal einen Zughundekurs machte. Einmal eingespannt und der Hund lief einfach los. Während andere noch locken mussten, war ihrer längst unterwegs. Kurz darauf: ein Rennen. Eigentlich nur aus Spaß. Eine Freundin hatte sie überredet. „Und dann bin ich direkt Zweite bei der Deutschen Meisterschaft geworden und war aber noch nicht mal im Verein organisiert.“</p> <p>Auch Ivo hatte seinen eigenen Einstieg in den Sport. In Schwarzenberg im Erzgebirge aufgewachsen, war er von Klein auf immer sportlich vor allem auf den Langläufern bis kurz vorm Leistungssport unterwegs. Später spielte er über 20 Jahre Handball, bis es körperlich nicht mehr ging. Über einen Hund kam auch er zum Zughundesport, probierte es aus und blieb dran. Zwei Jahre lang gewann er nahezu alles, was man in Deutschland gewinnen kann und fuhr auch Trails in ganz Europa. Kennengelernt haben sich die beiden schließlich 2012 bei einem Rennen am Nord-Ostsee-Kanal. Für Ivo war das damals eine fremde Welt. „Da zeigt das Navi minus 30 Meter Höhe“, erinnert er sich und lacht: „Da habe ich mich schon unwohl gefühlt.“ Erst Jahre später wurden sie ein Paar.</p> <p>Es ist dieser Kontrast, der sich durch ihre Geschichte zieht. Ivo, verwurzelt im Erzgebirge, der seiner ersten Frau wegen nach Bayern zog und dort über 20 Jahre in München und Bad Tölz nie ganz ankam. Steffi, aufgewachsen zwischen Nord- und Ostsee, später in Niedersachsen. Und irgendwann stand zwischen all der Pendelei zwischen Nord und Süd die Frage, wo sie gemeinsam leben wollen.</p> <p>Die Antwort hatte vor allem mit ihren Hunden zu tun. Denn Steffi hatte, als sie Ivo kennenlernte, inzwischen Verantwortung für zwölf Hunde. Irgendwann fiel die Entscheidung für das Erzgebirge. Die Suche nach dem passenden Haus wurde zur Geduldsprobe. Die Kriterien orientierten sich an den Vierbeinern: Freiraum, Ruhe und direkter Zugang zur Natur. Fast ein Jahr lang schauten sie sich Objekte an. Immer dann, wenn sie Ivos Familie und Freunde im Erzgebirge besuchten, wurde die Reise gleich dafür mit genutzt. „Wir haben nicht von einem Luxusschloss geträumt“, sagt Ivo. „Aber dass es so eine Odyssee wird, hätten wir nicht gedacht.“ Als sie das Haus mit offensichtlichem Sanierungsstau in Neu-Amerika schließlich fanden, gab es von außen manchmal fragende Blicke. Für sie war die Antwort einfach: Es passte, vor allem für die Hunde. „Hätten wir zehn Millionen gehabt“, sagt Ivo,</p><blockquote><p>„so ein Grundstück hätten wir rund um München trotzdem nicht bekommen.“</p></blockquote><p>In einer Immobilienanzeige würde es wohl so ähnlich heißen: „ein Haus mit Charme für Bauliebhaber, riesigem Gartengrundstück zur Selbstverwirklichung und unendlichem Wald – gratis vor der Haustür.“&nbsp;„Manche haben sich gefragt, wer so ein Gebäude kauft“, erzählt Steffi. Viele Gutachten, Bankgespräche, offene Fragen und Nervenlassen war es Mitte 2024 endlich so weit. Der Start zum Umsetzen der Lebensmittelpunkte war – zunächst für ein paar Monate als Mieter mit der Option zum Kauf – gefallen. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich durch viel Papierkram durch und fast parallel am Haus entstand zuallererst ein geräumiger Zwinger. Spaziergänger bleiben noch heute manchmal stehen, staunen, stellen Fragen. „Nein, wir züchten nicht und sind auch keine Außenstelle vom Tierheim“, lacht Ivo.</p> <p>Der Anfang im Erzgebirge war trotzdem nicht nur leicht. Manchmal kamen Momente mit der Frage, ob der Schritt richtig war. Vor allem, als es mit der Übernahme des Hauses bürokratisch nicht voran ging. Und schließlich brauchte es noch die wichtigste Basis für ein gemeinsames Leben: gute Jobs in der neuen Heimat zu haben. Steffi ist Lehrerin, ausgebildet für ein flexibles Schulsystem von Klasse eins bis neun, was es so in Sachsen nicht gibt. Ivo ist Polizist. Für ihn bedeutete dies, eine Art Tauschpartner in Sachsen zu finden, um aus Bayern wechseln zu können. Das funktionierte nicht so schnell wie erhofft. Also zog Steffi zunächst allein ins Erzgebirge – in eine neue Umgebung mit neuen Menchen und neuem Job. Ivo pendelte weiter. Steffi erinnert sich an ihren ersten Winter – mitten in der plötzlich über Nacht tief verschneiten Landschaft, wie sie es noch nicht gesehen hatte. „Ich saß morgens allein da und habe Ivo am Telefon gefragt: Wie komme ich jetzt zur Arbeit an die Bärensteiner Schule?“ Ivo hatte zumindest für die Zukunft eine einfache Antwort: „Du bekommst ein Allradfahrzeug, wenn du dein altes verkaufst.“ Was zunächst fremd war, wurde mit der Zeit vertraut. Besonders die Nachbarschaft machte vieles leichter.</p><blockquote><p>„In Niedersachsen hatte ich eine tolle Nachbarschaft, aber auch hier bin ich gleich auf nette Nachbarn gestoßen. Ich war von Beginn an nie allein, konnte jederzeit rübergehen. Das gab mir Sicherheit.“</p></blockquote><p>Und auch sonst: gemeinsame Grillabende, das Feierabendbier am Zaun, die Fahrt zum Fußballspiel, das Leihen von Werkzeugen, die haltende Hand, wo einer am Bau mehr gebraucht wird. Und dann sind ja hier sowieso noch seine Freunde aus Schultagen, die längst ihre gemeinsamen geworden sind. In Flensburg, wo sie herkäme, würde über die Menschen übrigens das gleich gesagt wie über die Erzgebirger: anfangs verschlossen, mürrisch, schwer zu knacken. Deshalb kann sie über solche Klischees nur den Kopf schütteln.&nbsp;„Im Erzgebirge weißt du nach der ersten Nachtschicht zu zweit, wo seine Schwiegermutter arbeitet und welche Krankheiten sie hat. In Bayern habe ich das anders erlebt: Man fährt drei Jahre lang mit jemandem Nachtschicht und ich weiß fast nichts über die Person. Dort habe ich Verschlossenheit erlebt, auch wenn uns das hier eigentlich nachgesagt wird. Ich war der ewig Zugereiste.“ Nicht alle seien so gewesen, aber die Art von Nachbarschaft wie hier kenne Ivo tatsächlich vor allem aus seiner Münchener Zeit nicht. Großstadt eben.</p> <p>„Orientier dich doch einfach an den Bergen“, sagte der erzgebirgserfahrene Ivo anfangs zu seiner Flachländerin Steffi, wenn sie sich in der Natur beim stundenlangen Laufen orientierungslos vorkam. Wohl gefühlt hatte sich Steffi hier in der hügeligen Landschaft von Anfang an, kannte die Bergwelt vorher vor allem aus Urlauben in Norwegen. „Da, wo ich herkomme, war alles mit Fahren verbunden. Ich brauchte zwei Stunden zum Meer und auch bis zum nächsten Berg. Ich lebte irgendwo dazwischen.“ Inzwischen war sie hier auf jedem Berg mindestens einmal oben und ist froh, dass sie fast jeden an seinem eigenen Turm erkennt.</p> <p>Und die Traditionen hätten sie vom ersten Moment begeistert: von Weihnachten über die Handwerkskunst bis hin zum Steigerlied im Stadion, dass sie heute mindestens so euphorisch besucht wie ihr Mann. Da fällt Steffi auch gleich eine Anekdote ein: „Ivo sagte mir todernst, dass ich zum Bewerbungsgespräch auf jeden Fall das Steigerlied können muss. Ich glaubte ihm diesen Scherz.“ Natürlich hat sie es auswendig gelernt und kann heute sogar Einheimischen manchmal im Liedtext aushelfen. Und zu den Bergaufzügen muss Ivo nun im Advent auch regelmäßig gehen, weil sie das Flair so besonders findet – obwohl er das dichte Gedränge nicht mag.</p> <h3>Klischees: Wie Humor zur Brücke wird</h3> <p>Nord-Süd und Ost-West. Mit Steffi und Ivo kommt man automatisch irgendwann auf dieses Thema. Klischees zum Osten kannte Steffi früher nicht: „Ich bin 1984 geboren, zum Mauerfall war ich noch ganz klein. Und bei uns zuhause war das nie Thema. Es gab Deutschland, aber es gab nicht Ost und West.“ Ihr fällt aber in Gesprächen auf, dass im Erzgebirge das Thema noch präsenter ist. „In Ost und West zu denken ist für mich anfangs ganz befremdlich gewesen.“ Das Paar diskutiert ab und zu darüber. Ivo sagt: „Es sind oft diejenigen, die sich einfach vergessen fühlen, das muss man verstehen.“ So wie Ivo sich in Bayern Sprüche zu seiner Heimat anhören musste, geht es hier heute manchmal umgekehrt. „Ach, meistens steh ich drüber und wenn ich dann einen lustigen Spruch zu meinem Gesprächspartner mache, fallen wir meistens beide lachend vom Stuhl.“ Und beide spüren: So bissig war das eigentlich gar nicht gemeint, weil jeder seine Geschichte einfach mitbringt. Dennoch hat Ivo einen Wunsch:</p><blockquote><p>„Es gibt im Erzgebirge viele Menschen, die anpacken, aber eben auch welche, die meckern und jammern. Alle sollten mal ihr Herz in die Hand nehmen und losmachen und das Anspruchsdenken ein bisschen loslassen.“</p></blockquote><p>Stillstand kennt das naturverliebte Paar nicht. Auch wenn aktuell Haus- und Hofbau in der Freizeit Vorrang haben und das Training etwas zu kurz kommt: An Wettkämpfen möchten die beiden Hundeschlittensportler dennoch künftig mit ihren treuen Gespannen teilnehmen. Bewegung, Sport, das bleibt Teil ihres Lebens. Und spätestens, wenn die fünf Hunde unruhig mit all ihrer Power durch das Grundstück rennen, wissen sie: Es Zeit für den nächsten Lauf ihres neuen Lebens.</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_DSC01164_4b609af57a.jpg" length="147813" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10697</guid> <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 18:00:00 +0000</pubDate> <title>Essen auf Rädern!</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/restaurant-nachfolger-aus-berlin-in-pobershau </link> <description>Wie kriegt man die Erzgebirger ins Restaurant? „Mit ehrlichem Essen“, ist Markus Schäker überzeugt. Zusammen mit seiner Partnerin Agnieszka übernahm der Berliner im April 2025 das traditionsreiche Huthaus am Molchner Stollen in Pobershau. Und obwohl das Huthaus mit seiner zentralen Lage direkt am Schaubergwerk in der Touristen-Hochburg Pobershau punktet, sind 90 Prozent seiner Gäste Einheimische, die immer wiederkommen – weil’s hier einfach schmeckt. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>MONTAGS GEÖFFNET</h3> <p>Es ist Montag und das Gasthaus hat auf. „Klar“, lacht Agnieszka Gmur, kurz Aga, die mit ihrem Lebensgefährten Markus Schäker im April 2025 das Huthaus am Molchner Stollen in Pobershau übernahm. „Alle anderen Restaurants sind montags geschlossen, deshalb haben wir geöffnet.“ Agnieszka und Markus kommen aus Berlin, sie ist gebürtige Polin. Markus ist seit 22 Jahren in der Gastronomie, führte Locations mit bis zu 800&nbsp;Plätzen und doch stand für ihn irgendwann die Frage: „Willst du dich entwickeln? Oder einen vermeintlich sicheren Job?“</p> <p>Sich selbstständig zu machen, stand für ihn eigentlich nie auf dem Plan und dann erreichte ihn die Nachricht seiner Freunde aus Pobershau: „Das Huthaus steht leer. Hast du Lust?“ Aga rief sofort: Ja! Sie wollte schon lange raus aus Berlin – zu viel Ablenkung, zu viel Stress. „Berlin ist schön zum Anschauen,&nbsp;aber nicht zum Wohnen“, sinniert sie. Markus war etwas zögerlicher. Einfach so alles abbrechen? Alles aufgeben? Die Karriere in der Hauptstadt, die gut bezahlte Führungsposition? Mit ungewisser Zukunft, ob es funktioniert? Und dann noch in der Selbstständigkeit? Dazu diese Erzgebirger … manche munkeln, die seien so „speziell“. „Doch ich habe schnell gemerkt: Speziell sind die, die mich vor den Erzgebirgern gewarnt haben, obwohl sie selbst welche sind“, lacht Markus.&nbsp;</p> <blockquote><p>Und wenn wir Ruhetag haben, erkunden wir einfach all die Sehenswürdigkeiten, die unser Lieblingslandstrich zu bieten hat.“</p></blockquote><p>Und so nahm die Idee langsam Form an. Das Huthaus kannten sie, Pobershau auch. Seit vielen Jahren verbringen Markus und Aga ihren Urlaub im Erzgebirge. „Weil’s hier einfach schön ist“, strahlen sie. „Das finden übrigens viele Berliner. Und die Bayern auch. Wir haben viele Gäste aus diesen Regionen und die meisten sagen: Wir kommen wegen euch!“</p> <p>Wie schafft man das? Mit ehrlichem Essen und mit ehrlichem Service. „Aga ist vorn, draußen bei den Gästen“, erzählt Markus. „Und ich bin glücklich in der Küche.“ Selbst im größten Stress ist er die Ruhe in Person. „Ich könnte alles kochen“, sagt der erfahrene Gastronomie-Chef, „doch wir haben uns bewusst für eine kleine Karte entschieden. Wir haben nur Gerichte im Angebot, die wir selbst probiert haben und die uns gefallen.“ Gute deutsche Hausmannskost, kein Schickimicki. Dafür mit Liebe gekocht, bodenständig und mit besten Zutaten aus der Region. Das Bauernfrühstück ist saftig und prall, die Kürbissuppe dampft verführerisch im Weckglas. Die Würze: Sehr fein, zartschmelzend, mit überraschenden Nuancen. Serviert wird sie auf einem Brettchen, in das das Logo des Huthauses eingraviert ist. „Die Holzbretter haben wir selbst gemacht“, erzählt Aga, „in echter erzgebirgischer Handarbeit!“&nbsp;</p> <h3>HERAUSGEPUTZT</h3> <p>Fünf Wochen hatten sie Zeit, das Huthaus nach ihren Vorstellungen herzurichten. Echt eindrucksvoll, was aus dem alten Gasthaus geworden ist. Der Stolleneingang, der dem Huthaus den Namen gab, ist nach wie vor der erste Hingucker, wenn man die schwere Holztüre aufmacht und in die geräumige Gaststube tritt. Doch rundherum wirkt es angenehm modern. Kräftig grüne Wände erinnern an den Fichtenwald des Schwarzwassertals, die hölzerne Bar ist in coolem Grau gestrichen. Die Deko ist schick, erzgebirgisch, dezent. Einladend, nicht überladen. Dazwischen kleine Hingucker, wie die Tischlampen aus den legendären „Blauer Bison“ Flaschen von Lautergold – natürlich ebenfalls selbstgemacht. Das alte Huthaus hat sich ordentlich herausgeputzt. 1529 wurde es erstmals erwähnt und ist damit eines der ältesten Zeugnisse des Bergbaus in der Region. Ursprünglich diente es der Unterbringung von Bergleuten und Werkzeugen. Seit 1934 ist es als Gasthaus in Betrieb. „Die Stadt Pobers hau hat uns beim Umbau fantastisch unterstützt, sowohl finanziell als auch mit ganz viel Wohlwollen und Zuspruch“, erzählen Markus und Agnieszka. Der Einsatz hat sich gelohnt, denn neben den zahlreichen Touristen schätzen auch die Einheimischen das neue Gasthaus sehr. „90 Prozent unserer Gäste sind von hier“, berichtet Aga. „Wenn sie das erste Mal kommen, sagen sie immer den gleichen Satz: ‚Wir haben nur Gutes von euch gehört.‘ Und wenn sie einmal hier waren, kommen sie wieder.“</p><blockquote><p>Deko auf dem Teller brauch ich keine. Alles, was ich koche, sieht schon von alleine richtig gut aus!</p></blockquote><p>Viele buchen auch gleich das ganze Gasthaus für ihre nächste Feier. Dann legt Markus richtig los. „Ich liebe Büffets. Da kann ich mal richtig zeigen, was ich drauf hab.“ Dass Markus weitaus mehr kann als Schnitzel und Gulasch (die bei ihm fantastisch schmecken), sieht und schmeckt man schon beim Salat: Rote Bete, Sesam, Rucola, Sellerie, fein mariniert und veredelt mit einem zauberhaften roten Dressing. „Viele sind schon alleine deswegen bei uns Gast“, strahlt der begeisterte Koch.</p> <h3>ŠKODA-LIEBE</h3> <p>Dass auch bei größeren Gesellschaften alles reibungslos läuft, dafür sorgt ein fantastisches Netzwerk aus Aushilfen, die immer gerne kommen. „Weil wir sie nicht überfordern und weil die Chemie stimmt“, sagt Markus. Die Verbindungen in der Region sind über Jahre gewachsen, denn Markus und Aga sind schon seit neun Jahren in Pobershau aktiv: beim legendären Škoda-Treffen. „Angefangen hat alles mit meinem Bruder“, erzählt Markus. „Wir wohnten fast 1000 Kilometer voneinander entfernt und suchten nach Möglichkeiten, uns zu treffen. Eines Tages erzählte er mir vom Škoda-Treffen am Katzenstein und sagte: ‚Komm mal mit!‘ ‚Ich hab doch gar keinen Škoda‘, meinte ich, und er antwortete: ‚Dann kauf dir einen!‘ Das hab ich getan und bin jetzt absoluter Fan. Ich fuhr mit zum Škoda-Treffen nach Pobershau, zuerst als Gast, später half ich beim Catering. Jetzt bin ich komplett hier gelandet. Und Aga wollte auch mit hierher. Was für ein Glück! Nun wohnen wir hier, wo wir sonst immer Urlaub gemacht haben.“</p> <p>Wohin fahren sie eigentlich jetzt in den Urlaub? „Na ins Erzgebirge!“, lacht Aga. „Hier gibt’s noch viele Jahre lang so vieles zu entdecken. Und wenn wir Ruhetag haben, erkunden wir einfach all die Sehenswürdigkeiten, die unser Lieblingslandstrich zu bieten hat.“</p> <p class="smaller">Text: Sylva-Michèle Sternkopf</p> <p class="smaller">Bilder: Erik Wagler</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_1O2A6152_201acba60c.jpg" length="413196" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10711</guid> <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 11:12:00 +0000</pubDate> <title>Besondere Nacht mit Blick in die Zukunft des Erzgebirges</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/besondere-nacht-mit-blick-in-die-zukunft-des-erzgebirges </link> <description>Am 12. Juni wird Freiberg erneut zum Treffpunkt für Forschung, Technik und Unternehmen. Ab 18 Uhr öffnet die 10. Nacht der Wissenschaft &amp;amp; Wirtschaft auf dem Campus Nord der TU Bergakademie Freiberg ihre Türen. Mehr als 170 Programmpunkte machen sichtbar, wie eng Wissenschaft und Wirtschaft in diesem Teil des Erzgebirges zusammenarbeiten.&amp;nbsp;Die Veranstaltung bietet Einblicke in aktuelle Forschung, moderne Technik und die Arbeit vieler Unternehmen aus Freiberg und dem Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Neues Konzept mit kurzen Wegen</strong></p> <p>In diesem Jahr setzt die Nacht der Wissenschaft &amp; Wirtschaft auf ein kompaktes Konzept. Mittelpunkt ist der Campus Nord mit den Gebäuden der Universität sowie den Flächen entlang der Lampadiusstraße, Agricolastraße und Winklerstraße.&nbsp;Die Besucher erreichen die einzelnen Stationen schneller und haben mehr Zeit für Vorführungen, Gespräche und Mitmachangebote. Gleichzeitig wächst die Wirtschaftsmeile weiter. Dort präsentieren sich zahlreiche Unternehmen aus Freiberg und der Region.&nbsp;Besonders Jugendliche stehen stärker im Fokus. Mehrere Angebote richten sich gezielt an junge Menschen, die sich für Studium, Forschung oder technische Berufe interessieren.</p> <p><strong>Forschung zum Anfassen</strong></p> <p>Zu den Höhepunkten gehören die Öffnung des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS) sowie der Universitätsbibliothek mit dem neuen Hörsaalgebäude. Für Unterhaltung sorgt die Science Show „Jack Pop’s Circus of Science“. Auch ein Escape Game für Abiturienten, das Jubiläum „25 Jahre Internationales Universitätszentrum“ und ein musikalischer Abschluss stehen auf dem Programm.&nbsp;Bürgermeister Martin Seltmann betont die besondere Rolle der Veranstaltung: „Freiberg hat mit seinem Bergstadtfest nicht nur das größte Volksfest Mittelsachsens, sondern mit der Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft das schlauste Event der Region. Denn diese Nacht zeigt, was Freiberg ausmacht: Hier denken wir nicht in Grenzen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, sondern in Möglichkeiten und Perspektiven.“</p> <p>Auch die Rektorin der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Jutta Emes, sieht die Veranstaltung als wichtige Bühne für die Region. „Insbesondere Jugendliche laden wir ein, unseren Campus als den Ort zu entdecken, an dem sie ihre Zukunft gestalten können“, erklärt sie.&nbsp;Die Nacht der Wissenschaft &amp; Wirtschaft zeigt damit erneut, welche Kraft in Forschung, Bildung und Unternehmen im Erzgebirge steckt. Freiberg präsentiert sich als Standort, an dem Ideen entstehen und direkt in die Praxis gelangen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Programmvorstellung_NDWW_FotoTUBAF-Detlev_M%C3%BCller.jpg" length="163959" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10713</guid> <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 12:08:00 +0000</pubDate> <title>Was Besucher am Sonntag im Welterbe alles erleben können</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/was-besucher-am-sonntag-im-welterbe-alles-erleben-koennen </link> <description>Am kommenden Sonntag steht das Erzgebirge ganz im Zeichen des UNESCO-Welterbes. Sieben Jahre nach der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Welterbe öffnen zahlreiche historische Orte ihre Türen und laden zu besonderen Führungen, Wanderungen und Erlebnissen ein.&amp;nbsp;Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm in Freiberg, Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Dabei wird sichtbar, wie eng die Geschichte des Bergbaus bis heute mit der Entwicklung des Erzgebirges verbunden ist.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Freiberg eröffnet neuen Familien-Wanderweg</strong></p> <p>In Freiberg steht die Premiere des neuen Rundwanderwegs „Schachthüpfen“ im Mittelpunkt. Der familienfreundliche Weg verbindet Natur und Bergbaugeschichte auf einer Strecke durch das nördliche Freiberger Revier.&nbsp;Zur Eröffnung am Silberbergwerk „Reiche Zeche“ gibt es geführte Wanderungen, eine Expertenführung entlang historischer Bergbaustandorte sowie Besichtigungen im Fördermaschinenhaus. Auch die „Entdecker-Spur“, der Silberweg, Segway-Touren und zahlreiche Sonderführungen laden dazu ein, die Welterbestadt auf neue Weise kennenzulernen.&nbsp;Besucher können außerdem das Silbermann-Haus, die terra mineralia, das Stadt- und Bergbaumuseum, den Dom St. Marien, das Turmhofer Pochwerksrad und den Petriturm erkunden.</p> <p><strong>Bergbaugeschichte in Schwarzenberg erleben</strong></p> <p>In Schwarzenberg startet um 10 Uhr eine geführte Wanderung entlang des Bergbaulehrpfades Rother Berg. Ausgangspunkt ist der Herrenhof Erlahammer.&nbsp;Vor dem Start erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Geschichte der Eisenwerke Erla sowie in die erzgebirgische Heimatgeschichte. Anschließend führt die Tour zum Rothen Berg. Unterwegs erfahren die Besucher Wissenswertes über die Arbeits- und Lebenswelt früherer Generationen im Erzgebirge.</p> <p><strong>Besondere Führungen in Annaberg-Buchholz</strong></p> <p>Auch Annaberg-Buchholz beteiligt sich mit zwei bedeutenden Welterbestandorten am Aktionstag.&nbsp;Im Frohnauer Hammer können Besucher das historische Hammerwerk aus dem 17. Jahrhundert in Betrieb erleben. Führungen werden den gesamten Tag über angeboten. Ergänzend zeigt die Volkskunstgalerie ein mechanisches Modell der historischen Bergbaulandschaft.&nbsp;Im Silberbergwerk „Im Gößner“ stehen Führungen unter dem Leitgedanken des diesjährigen Welterbetages. Dabei geht es um historische Beispiele für Zusammenarbeit und Verständigung im Bergbau sowie deren Bedeutung für die Gegenwart.</p> <p><strong>Welterbe macht Geschichte erlebbar</strong></p> <p>Der UNESCO-Welterbetag zeigt einmal mehr die große Bandbreite der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Ob unter Tage, auf historischen Wanderwegen oder an technischen Denkmälern – überall wird deutlich, wie stark das Welterbe die Region bis heute prägt.&nbsp;Für Familien, Wanderfreunde, Geschichtsinteressierte und Gäste bietet der Sonntag zahlreiche Möglichkeiten, das Erzgebirge neu kennenzulernen und spannende Orte zu besuchen.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Erzgebirgsmuseum_Im_G%C3%B6%C3%9Fner_THIEME_2010.jpg" length="866246" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10702</guid> <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 06:38:00 +0000</pubDate> <title>Tanzfieber im Erzgebirge: Boogie Woogie bringt Ehrenfriedersdorf zum Beben</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/tanzfieber-im-erzgebirge-boogie-woogie-bringt-die-ehrenfriedersdorf-zum-beben </link> <description>Am 13. Juni 2026 wird die Burg Ehrenfriedersdorf zum Treff für Boogie-Woogie-Fans. Die Yellow Boogie Dancers richten an diesem Tag gleich zwei Turniere aus: den Silver-Cup und die Norddeutsche Meisterschaft Boogie Woogie.&amp;nbsp;Damit kommt ein großer Tanzsporttag ins Erzgebirge. Ehrenfriedersdorf gehört zum Erzgebirgskreis und liegt damit klar in der Region.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Silver-Cup für Tanzfreude aus der Breite</p> <p>Der Silver-Cup richtet sich an den Breitensport. Teilnehmen können Tanzpaare mit erster Turnierlust ebenso wie erfahrene Paare mit viel Training. Der Name nimmt Bezug auf die Silberstraße im Erzgebirge.&nbsp;Auch junger Nachwuchs und jung gebliebene Tanzfans gehen an den Start. Der Wettbewerb setzt auf Freude am Sport, Musik und faire Begegnung auf dem Parkett.</p> <p><strong>Meisterschaft mit Tempo und Akrobatik</strong></p> <p>Bei der Norddeutschen Meisterschaft Boogie Woogie treffen Paare aus ganz Deutschland aufeinander. Getanzt wird in den Klassen Junior, Main und Senior. Schnelle Füße, Sprünge und akrobatische Elemente prägen das Turnier.&nbsp;Zwischen den Turnierrunden gehört die Tanzfläche dem Publikum. Danach folgt eine Boogie-Party mit Social Dance. So wird aus dem Sporttag ein Abend für Gäste, Fans und Tanzpaare.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Boogie_Dancers.png" length="332275" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10714</guid> <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 18:40:00 +0000</pubDate> <title>Die sind doch nicht mehr ganz dicht?! Die neue hERZschlag-Podcastepisode mit Botschafterin Simone Wilson</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/herzschlag-podcast-simone-wilson-idt-botschafterin </link> <description>In dieser Folge von hERZschlag treffen wir auf&amp;nbsp;Simone Wilson&amp;nbsp;. Eine Powerfrau, die aus dem Ruhrgebiet stammt, das Erzgebirge jedoch voll im Blick hat. Als Geschäftsführerin der&amp;nbsp;IDT Dichtungen&amp;nbsp;in&amp;nbsp;Annaberg-Buchholz&amp;nbsp;leitet sie ein internationales Unternehmen, bei dem sich alles um das Thema „Dichtsein“ dreht. Doch Simone ist weit mehr als eine Expertin für komplexe Industriedichtungen: Sie ist offizielle Botschafterin der des Erzgebirges.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Wir sprechen über den Mut ihres Vaters, ein Traditionsunternehmen zu übernehmen, und Simones Vision für einen modernen&nbsp;<strong data-start-index="1055">Generationenwechsel und Führungsstil.</strong>&nbsp;Zwischen Wellenringdichtungen für die weltgrößten Chemie-Riesen und wöchentlichen Pendelfahrten verrät sie uns, warum das Steigerlied die perfekte emotionale Brücke zwischen Essen und Annaberg-Buchholz schlägt. Entdecke, was Simone heute unter&nbsp;<strong data-start-index="1303">„Haamit“</strong>&nbsp;versteht und warum sie bei geschäftlichen Terminen ganz bewusst auf Visitenkarten verzichtet.</p> <p>Ob skurrile Überlebensstrategien für die einsame Insel - Stichwort: hartgekochte Eier und Heizkissen - oder der tiefe Einblick in eine authentische Führungskultur: Diese Episode sprüht vor Energie und Wertschätzung für das Herzland. Hör hinein und lass dich von Simones Begeisterung anstecken und&nbsp;<strong data-start-index="1703">teile diese Power-Folge</strong>&nbsp;mit allen, die Inspiration für ihren eigenen Weg suchen - egal ob im Erzgebirge oder darüber hinaus.</p> <p class="align-center"><a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzschlag-podcast#c14091" class="more background-corporate-1 defocus">Hier die aktuelle Folge anhören</a></p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Podcast-Cover-Simone-Wilson_SoMe.png" length="1942255" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10705</guid> <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:05:00 +0000</pubDate> <title>Dance Together vereint Tanzfans bei neuem Event</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/dance-together-vereint-tanzfans-bei-neuem-event </link> <description>Im Kulturzentrum Erzhammer in Annaberg-Buchholz steigt am 6. Juni ein neues Tanz-Event für die Region. Unter dem Titel „Dance Together“ entsteht ab 16 Uhr ein Treffpunkt für Tanz, Begegnung und kreative Shows.&amp;nbsp;Annaberg-Buchholz gehört zum Erzgebirge und wird damit erneut zur Bühne für ein modernes Kulturformat in der Region.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Von Newcomern bis zu Profi-Gruppen</strong></p> <p>Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von Jessy Krüger, Unternehmerin und Leiterin von „Dancing Energy“. Im Mittelpunkt stehen Zusammenhalt, gegenseitiger Support und die Freude am Tanzen.&nbsp;Mitmachen können Solotänzer, Duos, Hobbygruppen, Nachwuchstalente und professionelle Crews. Das Programm entsteht durch die teilnehmenden Gruppen selbst und bringt unterschiedliche Tanzrichtungen auf die Bühne.&nbsp;„Ziel ist es, einen positiven kulturellen Treffpunkt für die Region zu schaffen“, erklärt Jessy Krüger.</p> <p><strong>Freier Eintritt und Aftershowparty</strong></p> <p>Besucher erwartet eine offene Atmosphäre ohne Konkurrenzdenken. Neben Tanzshows stehen Austausch, neue Kontakte und gemeinsame Erlebnisse im Mittelpunkt. Auch Zuschauer sind willkommen. Der Eintritt ist frei.&nbsp;Nach dem offiziellen Teil folgt eine Aftershowparty mit DJ Dgreez. Anmeldungen sind per Mail an info@erzdance.de oder über Instagram unter @dance.together26 möglich.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Dancin_Energy-Jessy_Krueger.jpeg" length="763128" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10707</guid> <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 09:30:00 +0000</pubDate> <title>Schneeberg wird Mittelpunkt des Welterbe-Festes am 7. Juni</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberg-wird-mittelpunkt-des-welterbe-festes-am-7-juni </link> <description>Am 7. Juni 2026 feiern die deutschen Welterbestätten gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland den UNESCO-Welterbetag - in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“. Zum Welterbetag laden zahlreiche Veranstaltungen in der Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Entdecken und Erleben ein. Höhepunkt ist die zentrale Großveranstaltung in Schneeberg.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <div class="WordSection1"><p>Die zentrale Veranstaltung zum UNESCO-Welterbetag 2026 im Erzgebirge findet auf dem Schneeberger Marktplatz statt. Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie – mit Musik, Mitmachangeboten, spannenden Einblicken in das Welterbe sowie gelebter bergmännischer Tradition. Ein besonderer Höhepunkt ist wieder die Welterbe-Meile, die zum Entdecken, Informieren und Mitmachen einlädt. Vereine, Institutionen und regionale Akteure präsentieren dort die Vielfalt der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří und zeigen, wie lebendig Welterbe heute ist. Auch das Konzert zum Welterbetag gehört wieder zum Programm.</p> <p>„Das traditionelle Konzert zum Welterbetag, des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e. V. (SLV), steht unter dem Motto ,Drei Orchester – ein&nbsp;Welterbeklang‘ “, so der Geschäftsführer des SLV Udo Brückner. In diesem Jahr werden 130 Musiker des Landesbergmusikkorps Sachsen aus Schneeberg, des Musikkorps der Stadt Olbernhau und des Bergmusikkorps „Frisch Glück“ Annaberg-Buchholz/Frohnau mit einem vielfältigen Repertoire aus bergmännischer Musik, traditioneller Blasmusik und modernen Arrangements für einen echten Ohrenschmaus sorgen. Das Konzert eröffnet der Vorsitzende des SLV, Ray Lätzsch.</p> <p class="MsoBodyText">Außerdem findet auch in diesem Jahr eine Kinderbergparade statt. Erstmalig werden die Kinder der Schneeberger Kindergärten gemeinsam mit bergmusikalischer Begleitung durch die Innenstadt ziehen. Staatsministerin Regina Kraushaar wird die Parade offiziell abnehmen.&nbsp;Steve Ittershagen, Geschäftsführer des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V., freut sich schon besonders auf die Parade der kleinen Leute: „Die Bergparaden gehören im Erzgebirge einfach untrennbar zur Tradition. Dass inzwischen vielerorts auch Kinderbergparaden stattfinden, ist ein wunderbares Zeichen. Mit wie viel Engagement sich Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und natürlich die Kinder selbst einbringen, begeistert mich sehr. Schöner kann man unser Welterbe kaum in die Zukunft tragen – und genau deshalb ist die Kinderbergparade ein ganz besonderer Höhepunkt des Welterbetages.“</p> <p class="MsoBodyText">Bergbrot, Schachthüpfen und blaue Farbe - Die ganze Region feiert mit</p></div><p>Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert: „Wir sind sehr stolz, im Jubiläumsjahr ,555 Jahre Bergstadt Schneeberg‘ gemeinsam mit dem Welterbeverein Ausrichter des Welterbetages sein zu dürfen.&nbsp;Unser Welterbe ist für uns kein Titel auf dem Papier, sondern gelebte Identität. Mit dem künftigen Welterbe-Besucherzentrum und dem benachbarten MakerHub entsteht in Schneeberg ein einzigartiger Ort, an dem Welterbe, Handwerk, Kreativität und Zukunft zusammenfinden.“</p> <p class="MsoBodyText">Neben der Zentralveranstaltung in Schneeberg beteiligen sich zahlreiche Bestandteile der&nbsp;Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří mit eigenen Veranstaltungen, Führungen, Wanderungen und Erlebnisangeboten am UNESCO-Welterbetag. So kann man unter anderem in Schwarzenberg an einer geführten Wanderung am Rothen Berg mit traditionellem Bergbrot teilnehmen, in Freiberg lädt der Bergbau-Rundwanderweg zum „Schachthüpfen“ ein und im Blaufarbenwerk Zschorlau bietet der Förderverein Führungen über das Gelände an.</p> <p class="MsoBodyText">&nbsp;</p> <p class="MsoBodyText"><u>Ein Tag für unser gemeinsames Erbe</u></p> <p class="MsoBodyText">Deutschlandweit präsentieren sich alle 55 UNESCO-Welterbestätten unter dem gemeinsamen Motto und laden dazu ein, das gemeinsame kulturelle Erbe neu zu entdecken.&nbsp;Der UNESCO-Welterbetag verbindet Menschen, Regionen und Generationen. Er macht sichtbar, wie wertvoll und lebendig unser kulturelles Erbe ist – und wie wichtig es bleibt, dieses Wissen und diese Traditionen weiterzugeben. Die Standortkampagne des Freistaats Sachsen „So geht sächsisch.“ begleitet den Welterbetag 2026&nbsp;im Welterbe Montanregion.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_Zapfenstreich_c_Albrecht_hollaender_Welterbe_Montanregion__13__df424f433f.jpg" length="4861531" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10710</guid> <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 06:57:44 +0000</pubDate> <title>Abitur geschafft – und das Erzgebirge gibt noch etwas mit auf den Weg</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/abitur-geschafft-und-das-erzgebirge-gibt-noch-etwas-mit-auf-den-weg-1 </link> <description>Auch 2026 erhalten die Absolventinnen und Absolventen der Gymnasien im Erzgebirge wieder die erzgebirgische Wertzeugkiste. Die Initiative des Wirtschaftsbeirats Erzgebirge und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH verbindet seit neun Jahren praktische Werkzeuge mit den Werten der Region und begleitet junge Menschen symbolisch beim Start in einen neuen Lebensabschnitt.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Insgesamt werden in diesem Jahr rund 870 Wertzeugkisten an zehn Gymnasien sowie sechs Berufliche Gymnasien im Erzgebirge übergeben. Die Kiste steht dabei nicht nur für den Übergang von der Schulzeit in Ausbildung, Studium oder Beruf, sondern auch für die vielfältigen Perspektiven, die die Region jungen Fachkräften bietet.&nbsp;Die Übergaben erfolgen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern regionaler Unternehmen aus dem Wirtschaftsbeirat Erzgebirge. Sie unterstreichen die enge Verbindung zwischen Bildung und Wirtschaft sowie das gemeinsame Ziel, junge Talente für die Region zu begeistern.</p> <p><strong>Wertzeugkiste 2026: Moderner, nachhaltiger, lebensnäher</strong></p> <p>Für das Jahr 2026 wurde die Wertzeugkiste inhaltlich und optisch weiterentwickelt. Ziel war es, das Konzept zeitgemäß und nachhaltig auszurichten sowie die enthaltenen Produkte stärker an der Lebenswelt junger Menschen zu orientieren.</p> <p>Zu den Neuerungen gehören:</p><ul data-spread="false" class="content"> <li>ein kleineres, moderneres und handlicheres Format</li> <li>Spezi als alkoholfreies Regionalprodukt statt Bier</li> <li>eine Buchenzahnbürste statt Bergbeißerwürstchen</li></ul><p>Trotz der Anpassungen bleibt die zentrale Botschaft unverändert: Die Wertzeugkiste steht für das Erzgebirge als innovativen Wirtschafts-, Technologie- und Lebensstandort sowie für Werte wie Genauigkeit, Kreativität, Durchhaltevermögen und Machergeist.</p> <p><strong>Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt seit 2018</strong></p> <p>Das Projekt wird seit 2018 vom Wirtschaftsbeirat Erzgebirge und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH getragen. Der 2016 gegründete Wirtschaftsbeirat bündelt das Engagement strukturbestimmender Unternehmen der Region mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort Erzgebirge zu stärken und überregional sichtbar zu machen.&nbsp;Die Finanzierung der Wertzeugkisten erfolgt über das Projekt „Karriere Dual“ der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH aus Mitteln des Freistaats Sachsen im Rahmen der Fachkräfte-Richtlinie.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Foto_Faltblatt_Wertzeugkiste.jpg" length="552855" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10708</guid> <pubDate>Fri, 29 May 2026 09:21:41 +0000</pubDate> <title>Über 120 ERZfluencer machten creat.ERZ zum Social-Media-Hotspot</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/createrz-brachte-erneut-die-digitale-erzgebirgs-community-zusammen </link> <description>Mit creat.ERZ wurde gestern Abend der Alte Schlachthof in Stollberg zum Treffpunkt der digitalen Erzgebirgs-Community. Bereits zum dritten Mal hatte „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“ engagierte Content Creator aus der Region zum Austausch, Netzwerken und gemeinsamen Gestalten eingeladen. Mehr als 120 sogenannte „ERZfluencer“ nahmen an der Veranstaltung teil – Menschen, die ihre Begeisterung für das Erzgebirge täglich über soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok oder Facebook mit insgesamt rund 4,5 Millionen Followern teilen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Die Veranstaltung war dabei weit mehr als ein klassisches Influencer-Treffen. creat.ERZ ist Teil einer langfristigen Strategie des Regionalmanagements Erzgebirge, die Region als attraktiven Lebens- und Arbeitsort sichtbar zu machen.&nbsp;Für fachlichen Input sorgten zwei Panelrunden mit bekannten Gästen aus der Social-Media-Welt. Mit dabei waren unter anderem Maik Zeuge alias „Tramfluencer“ aus Dresden sowie Claudia Langstrumpf („diasplanet“) aus Hoyerswerda. Die Kooperation mit der Initiative „So geht sächsisch“ brachte zusätzliche Reichweite und Impulse in die Veranstaltung ein.Neben den Panels bot creat.ERZ zahlreiche Möglichkeiten für Gespräche und Begegnungen. DIY-Stände, Foodtrucks und ein gemeinsames Get-together sorgten bis in den Abend hinein für eine offene und kreative Atmosphäre.</p> <p>Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Übergabe eines Fördermittelbescheids durch den sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, Dirk Panter. Er übergab den Zuwendungsbescheid zur Fortführung der GRW-Infra-Förderung für „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“ an die Beigeordnete Anke Hamann in Vertretung des Landrats Rico Anton sowie an Dr. Peggy Kreller, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Die Förderung wird die Arbeit des Regionalmanagements Erzgebirge in den kommenden drei Jahren maßgeblich unterstützen.</p> <p>Damit wurde auch die Fortführung von creat.ERZ gesichert. Die Veranstaltung bietet Content Creatorn nicht nur eine Plattform zum persönlichen Austausch, sondern unterstützt gezielt die Weiterentwicklung kreativer Akteure aus der Region. Ziel ist es, aus digitalen Verbindungen echte Netzwerke entstehen zu lassen und damit die Wahrnehmung des Erzgebirges nachhaltig zu stärken. Mit creat.ERZ zeigt das Erzgebirge, wie moderne Regionalentwicklung, digitale Kommunikation und authentische Heimatverbundenheit erfolgreich zusammenwirken können.<br><br> Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.&nbsp;<br> Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/creatERZ_2026_B%C3%BChne_web.jpg" length="650511" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10706</guid> <pubDate>Thu, 28 May 2026 09:14:00 +0000</pubDate> <title> Bremsscheibe der Zukunft mit Erzgebirgs-Knowhow</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bremsscheibe-der-zukunft-mit-erzgebirgs-knowhow </link> <description>Die ANDRITZ AWEBA GmbH aus Aue-Bad Schlema gehört zu den Partnern eines Forschungsprojekts für neue Edelstahl-Bremsscheiben mit besonders geringem Verschleiß. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU, der TU Chemnitz und der ElringKlinger AG entstand eine Lösung, die die künftigen Euro-7-Vorgaben bereits erfüllt.&amp;nbsp;Die neue EU-Norm berücksichtigt erstmals auch den Feinstaub, der beim Bremsen entsteht. Ab Ende 2026 gelten dafür verbindliche Grenzwerte. Die entwickelten Bremsscheiben sollen deutlich weniger Abrieb erzeugen und gleichzeitig länger halten als bisherige Systeme aus Grauguss.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Bis zu 300.000 Kilometer Laufleistung möglich</strong></p> <p>Im Projekt „Ufo-Brems“ setzten die Entwickler auf nitrierten Edelstahl. Das Material gilt als besonders widerstandsfähig gegen Verschleiß, Hitze und Rost. In Verbindung mit einem anorganischen Bremsbelag reduzierte sich der Verschleiß laut Projektteam um mehr als 85 Prozent gegenüber heutigen Standardlösungen.&nbsp;Die prognostizierte Lebensdauer der Bremsscheiben liegt bei bis zu 300.000 Kilometern. Gleichzeitig sparen Fahrzeuge durch die leichtere Bauweise bis zu fünf Kilogramm Gewicht ein. Das verbessert das Fahrverhalten und senkt den Energieverbrauch.</p> <p><strong>AWEBA bringt Werkzeugbau-Kompetenz ein</strong></p> <p>Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Projektkoordination übernahm der Projektträger Jülich.&nbsp;AWEBA brachte dabei seine Erfahrung im Werkzeugbau und in der Umformtechnik ein. Das Unternehmen zählt zu den Komplettanbietern für Umform-, Schneid- und Druckgießwerkzeuge – von der Entwicklung bis zur Serienfertigung.&nbsp;Die TU Chemnitz stellte die Testinfrastruktur bereit und übernahm die Auslegung der Bremsscheibe. Das Fraunhofer IWU führte Simulationen und die praktische Umsetzung der Umformprozesse durch. ElringKlinger steuerte Know-how bei Beschichtungen und der Metallverarbeitung bei.</p> <p><strong>Erste Prüfstandtests erfolgreich bestanden</strong></p> <p>Getestet wurde die neue Bremsscheibe bereits erfolgreich am Schwungmassenprüfstand der TU Chemnitz. Dort überzeugte das System mit sehr guten Werten bei Belastung und Verschleiß.&nbsp;Mit dem Projekt zeigt sich erneut, wie stark Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Erzgebirge und der Region an Technologien für die Mobilität von morgen arbeiten.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Bremsscheibe_Aweba_TU_Chemnitz.png" length="534478" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10704</guid> <pubDate>Wed, 27 May 2026 08:58:00 +0000</pubDate> <title>Drei Gastgeber aus dem Erzgebirge zählen zu Sachsens Besten</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/drei-gastgeber-aus-dem-erzgebirge-zaehlen-zu-sachsens-besten </link> <description>Große Freude im Erzgebirge: Gleich drei Unterkünfte aus der Region tragen den Titel „GÄSTELIEBLING 2026“. Die Auszeichnung geht an Gastgeber, die bei Urlaubern mit Service, Qualität und Gastfreundschaft besonders gut ankommen.&amp;nbsp;In der Kategorie „Hotel“ gewann das Hotel und Restaurant Köhlerhütte-Fürstenbrunn in Grünhain-Beierfeld. Auch die Pension Erzgebirge in Altenberg und die Ferienwohnung Haus Kuhberg in Stützengrün zählen zu den beliebtesten Häusern Sachsens.&amp;nbsp;</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Urlauber loben Service und Gastfreundschaft</strong></p> <p>Grundlage des Wettbewerbs sind Bewertungen von Gästen aus dem Jahr 2025. Insgesamt wertete das Unternehmen TrustYou mehr als 449.000 Onlinebewertungen aus ganz Sachsen aus.&nbsp;Im Erzgebirge erfüllten 58 Betriebe die Bedingungen für die Teilnahme. Bewertet wurden neben der Gästezufriedenheit inzwischen auch Nachhaltigkeit und die Sichtbarkeit im Internet.&nbsp;Seit 2015 vergibt der Landestourismusverband Sachsen den Wettbewerb „GÄSTELIEBLING“. In diesem Jahr erhalten 22 Regionssieger aus Sachsen die Auszeichnung.</p> <p><strong>Ehrung im September geplant</strong></p> <p>Die offizielle Ehrung der Gewinner findet am 1. September 2026 beim OSV-Tourismusbarometer Sachsen statt. Dort werden auch die Landessieger der drei Kategorien bekanntgegeben.&nbsp;Der Tourismusverband Erzgebirge gratulierte den ausgezeichneten Gastgebern und wertet den Erfolg als starkes Zeichen für die Qualität touristischer Angebote im Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Logo_Gaesteliebling.jpg" length="169473" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10703</guid> <pubDate>Tue, 26 May 2026 08:52:53 +0000</pubDate> <title>Studium, Karriere, Zukunft – alles an einem Ort bei der MAKERZ STUDY 2026</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/studium-karriere-zukunft-alles-an-einem-ort-bei-der-makerz-study-2026 </link> <description>Die MAKERZ STUDY – die größte Messe zur Studienorientierung im Erzgebirgskreis – lädt am Samstag,&amp;nbsp;6. Juni 2026&amp;nbsp;erstmals in die&amp;nbsp;Dreifeldhalle des Beruflichen Schulzentrums Aue-Bad Schlema&amp;nbsp;ein. Durch den neuen Standort werden verstärkt Schülerinnen und Schüler sowie Unternehmen aus dem Raum&amp;nbsp;Aue–Schwarzenberg erreicht.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p class="MsoCommentText">Vor Ort warten zahlreiche Unternehmen als Praxispartner und duale Hochschulen und Universitäten aus Sachsen und Thüringen auf interessierte Gymnasiasten. Von 10:00 bis 14:00 Uhr können sich Jugendliche sowie Eltern und andere Begleitpersonen umfassend über Studienmöglichkeiten, duale Studiengänge und Ausbildungswege informieren. Hier findet der Fachkräftenachwuchs den passenden Studienplatz in der Region und erhält Einblicke in duale Studiengänge.</p> <p>Insgesamt präsentieren sich 19 Hochschulen, Universitäten und Institutionen aus Sachsen und Thüringen. Ergänzt wird das umfangreiche Bildungsangebot von 28 Unternehmen aus den Bereichen Technik, Wirtschaft, IT, Gesundheit und Soziales. Sie stehen als Praxispartner für duale Studiengänge bereit und informieren über Karrierewege in der Region Erzgebirge.&nbsp;Darüber hinaus können sich die Besucherinnen und Besucher zu Themen wie Auslandsaufenthalte sowie Freiwilligendienste (FSJ, FÖJ) beraten lassen.&nbsp;Auch Fragen zur Studienfinanzierung, zum BAföG, zu Krankenversicherungsregelungen im Studium sowie zu Überbrückungsmöglichkeiten werden direkt vor Ort von Fachleuten beantwortet.</p> <p>Spannende Vorträge begleiten die Messe:</p><ul class="content"> <li>10.30 – 11.00 Uhr Welche Studienangebote gibt es in Sachsen?</li> <li>11.30 – 12.00 Uhr Wie finanziere ich mein Studium?</li> <li>12.30 – 13.00 Uhr Wie finde ich meinen Traumjob? + Soft Skills als Schlüsselkompetenzen</li></ul><p>Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten, informiert in Vorträgen zu Studienangeboten und Studienfinanzierung und steht für persönliche Gespräche und Fragen rund um Studium und Beruf zur Verfügung. Auch zu eigenen Studienwegen bei der Bundesagentur für Arbeit wird informiert.&nbsp;</p> <p>Unterstützt von der Fachkräfteallianz Erzgebirge und organisiert von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH sowie der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz bietet die Messe auch 2026 eine bewährte Plattform für Austausch und Orientierung rund um das Thema Studium.&nbsp;</p> <p>Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/Wirtschaftsfoerderung-Erzgebirge-GmbH/Projekte/Karriere_Dual/Studienmesse_Dual_ERZ__8_.jpg" length="148378" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10700</guid> <pubDate>Fri, 22 May 2026 10:36:28 +0000</pubDate> <title>Erzgebirge gewinnt Deutschen Preis für Onlinekommunikation mit „ERZperiment Probeleben“</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirge-gewinnt-deutschen-preis-fuer-onlinekommunikation-mit-erzperiment-probeleben </link> <description>Das Regionalmanagement Erzgebirge ist gestern Abend in Berlin für seine Kampagne „ERZperiment – ein Hammerleben auf Probe“ mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) ausgezeichnet worden. Das ERZperiment überzeugte die Jury in der Kategorie „Kampagne von Institutionen &amp;amp; Verbänden“ mit ihrem authentischen, innovativen Ansatz, das Leben im ländlichen Raum nicht zu bewerben, sondern erlebbar zu machen. Der DPOK gilt als einer der renommiertesten Awards für digitale Kommunikation im deutschsprachigen Raum. „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“ reiht sich mit dem Preis neben Unternehmen wie Penny, Siemens, Bosch und Rügenwalder in die Gewinnerliste ein.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Mit dem „ERZperiment“ lud das Team Erzgebirge im vergangenen Sommer Menschen aus ganz Deutschland dazu ein, vier Wochen kostenfrei in der Region zu leben und zu arbeiten. Statt klassischer Standortwerbung setzte die Kampagne auf echte Erfahrungen, authentisches Storytelling und eine starke Community-Einbindung über Social Media. Die Resonanz war enorm: Bereits die Bewerbungsphase entwickelte sich zu einem reichweitenstarken Social-Media-Format. Über 270 Bewerbungen waren im Mai 2025 für das ERZperiment eingegangen. Drei Kandidatenpaare hatten es ins Finale geschafft. Dann wurde es spannend: In einem zweistufigen Auswahlverfahren, bestehend aus einem öffentlichen Online-Voting mit fast 2.200 Stimmen und einer Jury-Entscheidung, setzte sich eine Berliner Familie mit hauchdünnem Vorsprung durch und tauschte das Großstadtleben gegen das Hammerleben im Erzgebirge.</p> <p>Millionenfache Social Media Reichweite und bundesweite Medienberichterstattung machten das Projekt weit über Sachsen hinaus sichtbar. Im Mittelpunkt standen dabei die persönlich erlebten Geschichten der dreiköpfigen Familie – vom Remote-Arbeiten im Grünen bis zu erzgebirgischen Begegnungen und Freizeiterlebnissen.</p> <p>„Wir haben beim ERZperiment Regionalmarketing von einer Behauptung in einen überprüfbaren Prozess verwandelt. Das Ziel war es, den Lebenswert unserer Heimat authentisch zu beweisen, indem Menschen aus der Zielgruppe für das Leben hier begeistert werden. Und mit dieser Begeisterung wiederum andere anstecken“, erklärt das vierköpfige Projektteam. „Dass dieser Ansatz nun mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet wurde, ist eine große Anerkennung für die gesamte Region, die uns bei der vierwöchigen Aktion stark unterstützt hat.“</p> <p>Die Jury des DPOK würdigt jährlich herausragende Projekte der digitalen Kommunikation aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bewertet werden unter anderem Kreativität, strategische Umsetzung, Community-Engagement und kommunikative Wirkung.</p> <p>Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter:<br><a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/das-erzperiment-2025" target="_blank">Mehr zum ERZperiment</a></p> <p>Mehr zum Deutschen Preis für Onlinekommunikation:<br><a href="https://www.dpok.de/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer">DPOK – Deutscher Preis für Onlinekommunikation</a></p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/DPOK-2026.jpg" length="49564" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10694</guid> <pubDate>Mon, 11 May 2026 05:17:00 +0000</pubDate> <title>Neu im Fachkräfteportal: Gehaltsangaben &amp; weitere Verbesserungen</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neu-im-fachkraefteportal-gehaltsangaben-weitere-verbesserungen </link> <description>In einem aktuellen Update wurden die Funktionen des Fachkräfteportals Erzgebirge weiter ausgebaut. Neu im System ist die Möglichkeit, Gehaltsangaben in Stellenanzeigen darzustellen. Dazu kommen mehrere technische Verbesserungen, die die Anzeigenerstellung, die Suche nach passenden Fachkräften und die barrierereduzierte Anwendbarkeit erleichtern. Mit dem Update reagiert die Plattform auf neue Anforderungen im Arbeitsmarkt und stärkt zugleich den Service für die regionale Wirtschaft.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <h2>Gehaltsangaben direkt in der Stellenanzeige</h2> <p>Ab sofort lassen sich im Fachkräfteportal Erzgebirge Gehaltsspannen direkt in Stellenanzeigen hinterlegen. Zur Auswahl stehen Jahresgehalt oder Stundenlohn. Erfasst wird jeweils eine Spanne mit Untergrenze und Obergrenze.</p> <p>Auslöser für die neue Funktion ist das Entgelttransparenzgesetz, das ab Juni 2026 gilt. Danach gewinnen Gehaltsangaben in Stellenanzeigen deutlich an Gewicht. Für Unternehmen mit regelmäßig im Schnitt 200 oder mehr Beschäftigten wird die Angabe sogar verpflichtend. Das Fachkräfteportal bietet dafür nun eine einfache Lösung direkt im bestehenden System.</p> <h2>Mehr Komfort bei Anzeige, Suche und Barrierefreiheit</h2> <p>Zudem wurde weitere Verbessungen im Portal vorgenommen:</p><ul class="content"> <li class="MsoNoSpacing"><strong>Verbesserte Barrierefreiheit</strong> im Frontend, z. B. bei Kontrasten, Lesbarkeit, Bedienbarkeit und Screenreader-Kompatibilität.</li> <li class="MsoNoSpacing"><strong>Optimiertes Matching</strong> zwischen Stellenanzeigen und Talentepool. Entscheidend sind dabei aussagekräftige Schlagworte in den Anzeigen. Wer mindestens drei Schlagworte hinterlegt, kann passende Kandidatinnen und Kandidaten gezielter erreichen.</li> <li class="MsoNoSpacing">Erleichtert wurde auch die Gestaltung der Anzeigen. Der <strong>Editor</strong> unterstützt Tabellen besser, übernimmt Inhalte aus Word sauberer und macht die Vorschau einfacher.</li></ul><h2>Weiterentwicklung mit klarem Fokus regionale Wirtschaft</h2> <p>Die neuen Funktionen stehen für einen Kurs, den das Fachkräfteportal Erzgebirge seit Jahren verfolgt: Das Angebot wird Schritt für Schritt den Anforderungen von regionalen Unternehmen und Arbeitsmarktparametern angepasst. Dieser Weg zahlt sich aus. Im Jobbörsencheck 2026 wurde das Fachkräfteportal <strong>erneut als<a href="https://jobboersencheck.de/testsieger/jahr-2026/arbeitgeberbewertung/regionalportale" target="_blank" rel="noreferrer"> bestes Regionalportal Deutschlands</a></strong> bewertet.</p> <p>Damit unterstreicht die Plattform ihren Anspruch, Unternehmen im Erzgebirge ein starkes Werkzeug für die Fachkräftegewinnung bereitzustellen. Neue Funktionen, einfache Prozesse und ein klarer Blick auf die Praxis machen das Portal für viele die regionale Wirtschaft zu einem festen Baustein im Recruiting.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/2026-mockup-fachkraefteportal.jpg" length="121903" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10696</guid> <pubDate>Thu, 07 May 2026 10:30:14 +0000</pubDate> <title>Mit Bart und Lied: So feiert das Erzgebirge seinen Heimatdichter</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/heimatdichter-anton-guenther-150-jahre-geburtstag-jubilaeum </link> <description>Im Erzgebirge wächst derzeit mehr als nur Vorfreude. Zum 150. Geburtstag des Mundartdichters Anton Günther entsteht eine besondere Aktion. Der Kunst- und Kulturverein Erzgebirge e.V. ruft Männer dazu auf, sich einen Bart im Stil des bekannten Heimatdichters stehen zu lassen. Lang und gezwirbelt.&amp;nbsp;Bis zum 5. Juni 2026 zählt jeder Zentimeter. Wer mitmacht, postet ein Foto in den sozialen Netzwerken und verlinkt den Verein. Die besten Bärte werden prämiert. Dabei kommt es auf Details an. Form, Stand und Nähe zum Original werden genau bewertet. Zudem wird dem Jubilar an verschiedenen Orten im Erzgebirge musikalisch gedacht.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Im Erzgebirge wächst derzeit mehr als nur Vorfreude. Zum 150. Geburtstag des Mundartdichters Anton Günther entsteht eine besondere Aktion. Der Kunst- und Kulturverein Erzgebirge e.V. ruft Männer dazu auf, sich einen Bart im Stil des bekannten Heimatdichters stehen zu lassen. Lang und gezwirbelt.&nbsp;Bis zum 5. Juni 2026 zählt jeder Zentimeter. Wer mitmacht, postet ein Foto in den sozialen Netzwerken und verlinkt den Verein. Die besten Bärte werden prämiert. Dabei kommt es auf Details an. Form, Stand und Nähe zum Original werden genau bewertet. Zudem wird dem Jubilar an verschiedenen Orten im Erzgebirge musikalisch gedacht.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Flaschen.jpg" length="151196" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10691</guid> <pubDate>Wed, 06 May 2026 06:38:00 +0000</pubDate> <title>Aus 620 Bewerbern ausgewählt: Was diese Kita so besonders macht</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/aus-620-bewerbern-ausgewaehlt-was-diese-kita-so-besonders-macht </link> <description>Große Freude im Erzgebirge: Die AWO Kita „Naseweis“ aus Oelsnitz gehört zu den Nominierten für den Deutschen Kita-Preis 2026. Damit zählt die Einrichtung zu den besten Kitas in Deutschland.&amp;nbsp;Aus rund 620 Bewerbungen schaffte es die Kita unter die letzten 15 in der Kategorie „Kita des Jahres“. Damit steht eine Einrichtung aus dem Erzgebirge im bundesweiten Rampenlicht.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Starke Arbeit überzeugt Fachleute</strong></p> <p>Fachleute der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung trafen die Auswahl. Entscheidend waren die pädagogische Arbeit und der Blick auf die Lebenswelt der Kinder.&nbsp;In der Kita in Oelsnitz im Ortsteil Neuwürschnitz stehen die Kinder im Mittelpunkt. 138 Mädchen und Jungen werden hier betreut. Auch Kinder mit besonderem Förderbedarf finden ihren Platz.</p> <p>Das inklusive Konzept setzt auf ein enges Miteinander mit Eltern. Natur spielt eine wichtige Rolle. Der Alltag bietet Raum für eigenes Tempo, Kreativität und selbstständiges Lernen. Ein Team aus 17 Pädagoginnen und Pädagogen begleitet die Kinder dabei.&nbsp;„In unserer Kindertagesstätte leben wir gemeinsam mit Kindern und Eltern ein freudiges Miteinander aus Entdeckerlust, Vielfalt, Wertschätzung, Naturverbundenheit und Herzlichkeit“, heißt es auf der Website.</p> <p><strong>Entscheidung fällt im Herbst</strong></p> <p>Für die Kita aus dem Erzgebirge geht es nun in die nächste Runde. In den kommenden Wochen folgen vertiefte Unterlagen und digitale Gespräche.&nbsp;Bis Ende Juni wird das Feld auf acht Finalisten reduziert. Im November 2026 fällt die endgültige Entscheidung.&nbsp;Der Deutsche Kita-Preis ist mit Preisgeldern vpn insgesamt 110.000 Euro dotiert. Für die Kita aus dem Erzgebirge bleibt es eine große Anerkennung – und eine Chance auf den Titel.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Kinder_im_Herbst.jpg" length="786733" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10678</guid> <pubDate>Mon, 04 May 2026 06:41:00 +0000</pubDate> <title>20.000 Gäste erwartet: Großes Wander-Event im Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/20000-gaeste-erwartet-grosses-wander-event-im-erzgebirge </link> <description>Der Kurort Oberwiesenthal wird im September 2026 zum Treffpunkt der internationalen Wanderszene. Vom 24. bis 27. September findet hier der 123. Deutsche Wandertag statt. Bis zu 20.000 Gäste aus Deutschland und vielen europäischen Ländern werden im Erzgebirge erwartet.&amp;nbsp;Damit rückt die höchstgelegene Stadt Deutschlands in den Mittelpunkt des Wanderns. Gleichzeitig findet erstmals das europäische Wandertreffen EURORANDO parallel statt. Beide Veranstaltungen lenken den Blick mehrere Tage auf die UNESCO-Welterberegion Erzgebirge/Krušnohoří.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Wanderungen rund um Fichtelberg und Keilberg</strong></p> <p>Geplant sind mehr als 35 geführte und individuelle Touren rund um Fichtelberg und Keilberg. Wanderfreunde erleben dabei Natur, Bergbaugeschichte und weite Ausblicke im Erzgebirge. Ergänzt wird das Programm durch Begegnungen der Wandervereine, kulturelle Angebote sowie den traditionellen Festumzug am 26. September 2026.&nbsp;Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, sieht im Wandertag eine wichtige Plattform für die Wanderbewegung. „Der Deutsche Wandertag bringt Menschen aus ganz Europa zusammen. Für unsere Mitgliedsorganisationen ist er eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse für das Ehrenamt“, sagt Ermrich.</p> <p><strong>Große Bedeutung für das Erzgebirge</strong></p> <p>Auch für den Kurort Oberwiesenthal und das Erzgebirge bietet das Treffen neue Chancen. Bürgermeister Jens Benedict betont die Strahlkraft der Veranstaltung: „Wir freuen uns sehr, Gastgeber des Deutschen Wandertages zu sein. Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen.“&nbsp;Der Tourismusverband Erzgebirge erwartet ebenfalls nachhaltige Effekte für die Region. Geschäftsführerin Ines Hanisch-Lupaschko erklärt: „Der Deutsche Wandertag 2026 in Kurort Oberwiesenthal, eingebettet in die EURORANDO 2026 als größtes europäisches Wanderfest, hat für das Erzgebirge große touristische Bedeutung. Beide Veranstaltungen machen die Region national und international sichtbar und zeigen ihre Stärken als attraktive Wander- und Ganzjahresdestination.“</p> <p><strong>Teilnahme und Wandertagsplakette</strong></p> <p>Ab dem 13. Mai 2026 ist die Wandertagsplakette erhältlich. Sie gilt als Eintrittskarte für geführte Wanderungen, das Rahmenprogramm und den Shuttletransfer zum Festumzug. Zusätzlich erhalten Teilnehmer eine eigens gestaltete Sonderedition von Wandersocken.&nbsp;Schirmherren des 123. Deutschen Wandertages sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie Landrat Rico Anton.&nbsp;Mit dem Deutschen Wandertag präsentiert sich das Erzgebirge als vielseitige Wanderregion. Weite Landschaften, traditionsreiche Orte und gut ausgebaute Wege machen den Kurort Oberwiesenthal zu einem idealen Gastgeber für das große Wanderereignis.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Gruppenwanderung_Oberwiesenthal_Foto_TVE_Dirk_R%C3%BCckschloss.jpg" length="799627" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10688</guid> <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:27:00 +0000</pubDate> <title>Heiz-Revolution aus Olbernhau: Dieses Haus denkt selbst mit</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/heiz-revolution-aus-olbernhau-dieses-haus-denkt-selbst-mit </link> <description>Großes Interesse für Technik aus dem Erzgebirge: Die WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH aus Olbernhau zieht eine positive Bilanz der Hannover Messe 2026. In Halle 12 stand ein Thema im Fokus: Das Hauskonzept „Das ideale Haus“.&amp;nbsp;Der Stand war gut besucht, viele Gespräche mit Fachleuten fanden statt. Deutlich wurde dabei, dass der Markt sich verändert. Gefragt sind keine Einzelteile mehr. Gefragt sind komplette Lösungen.&amp;nbsp;Das Unternehmen aus Olbernhau zeigt, wie solche Lösungen aussehen können. Mehrere Systeme greifen ineinander. Das Ziel ist, eine hohe Effizienz bei jeder Wetterlage zu generieren.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Mehrere Wärmequellen im Zusammenspiel</strong></p> <p>Das Konzept setzt auf eine klare Idee. Es nutzt immer die beste verfügbare Energiequelle. Luft, Erde oder Abwasser kommen zum Einsatz – je nach Situation.&nbsp;Florian Enders erklärt: „Das Hauptproblem normaler Wärmepumpen ist: Bei Minusgraden gehen wir im Winter weit runter mit der Temperatur, und die Wärmepumpe wird sehr ineffizient. Um das zu umgehen, haben wir mit dem idealen Haus verschiedene Wärmequellen, die wir nutzen.“&nbsp;Das System reagiert flexibel. Bei milden Temperaturen arbeitet es mit Luft. Warmes Abwasser liefert zusätzliche Energie. Bei Frost kommt die Erde ins Spiel. Sogar der Wechsel von Wasser zu Eis wird genutzt.&nbsp;Diese Kombination sorgt für stabile Leistung. Auch bei schwierigen Bedingungen.</p> <p><strong>Heizkörper zeigt Leistung direkt vor Ort</strong></p> <p>Ein weiteres Highlight am Stand: ein Niedertemperatur-Heizkörper. Er arbeitet bereits mit 35 Grad Vorlauftemperatur.&nbsp;Besucher konnten die Leistung direkt sehen. Ein Wärmezähler zeigte die Werte in Echtzeit. Das machte den Effekt spürbar.&nbsp;Torsten Enders sagt: „Wir zeigen über den Wärmezähler, welche Leistung der Heizkörper mit welch niedriger Vorlauftemperatur bringt – das ist sehr überzeugend.“&nbsp;Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Raum. Das überzeugte viele Fachbesucher.</p> <p><strong>Klarer Trend im Markt</strong></p> <p>Die Gespräche auf der Messe zeigen eine klare Richtung. Klassische Heizsysteme verlieren an Bedeutung. Der Wunsch nach neuen Lösungen wächst.&nbsp;Florian Enders beschreibt die Entwicklung: „Früher war es so: Wir hatten immer die Konkurrenz der Gasheizung. Mittlerweile ist der Wunsch und der Wille wirklich da – die Menschen wollen etwas anderes machen.“&nbsp;Im Erzgebirge entstehen dafür passende Konzepte. WätaS setzt auf Systeme, die Erzeugung, Speicherung und Verteilung verbinden. Das senkt Kosten und verbessert die Effizienz.&nbsp;Der Messeauftritt zeigt: Ideen aus Olbernhau finden Beachtung. Das Erzgebirge&nbsp;bleibt ein wichtiger Ort für technische Lösungen im Energiebereich.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/W%C3%A4tas_Florian_Weichert.JPG" length="552339" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10693</guid> <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 10:12:00 +0000</pubDate> <title>&quot;Big Data&quot; aus der Kleinstadt für die große Welt</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/energiewende-steuerungstechnik-big-data-gantner-zwoenitz </link> <description>Garagen sind das Symbol amerikanischer Start-up-Geschichten. In Zwönitz war es ein leerstehender Schuhladen, der am Anfang einer Erfolgsgeschichte stand: Hier beginnt im Jahr 2010 die Geschichte der Gantner Instruments Environment Solutions GmbH.&amp;nbsp;Das Unternehmen entwickelt unter anderem Hard- und Software zur Steuerung großer Solarparks.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>Geschäftsführer und einziger Mitarbeiter </h3> <p>Das Unternehmen startet 2010 mit einem Mitarbeiter und einen Geschäftsführer. Und das in Personalunion: Jörg Scholz, ein gelernter Betriebs-Mess-, Steuer- und Regeltechniker. Erst ein paar Monate später kommen zwei Fachkräfte hinzu, die bis heute zum festen Stamm des 65-köpfigen Teams gehören. 15 Jahre später liefert Gantner in 52 Länder, zählt große Netzbetreiber zu seinen Kunden und erwirtschaftet rund 30 Millionen Euro Jahresumsatz. Bis 2028 will Jörg Scholz die Größen von Team und Umsatz verdoppeln. Mit der Technologie in Hard- und Software, die in Zwönitz entwickelt wird, werden erneuerbare Energiekraftwerke, insbesondere Solar-Großanlagen, überwacht, gesteuert und analysiert.</p> <p>Der Energiepark Witznitz, der größte zusammenhängende Solarpark Europas bei Leipzig, ist das größte Projekt, an dem Gantner mitwirkte. „Unsere Kunden sind große Netzbetreiber, die mit Energie Geld verdienen müssen. Das ist ein hartes Business“, sagt Scholz. „Und dafür muss die Qualität der Einspeisung stimmen. Kurz gesagt: Wir sorgen dafür, dass die Anlage die Leistung erbringt, die gebracht werden soll.“ Da kommen gut mal 200.000 Messwerte pro Minute zustande, die in einer Cloud über 30 Jahre gespeichert werden. „Das ist echtes Big Data“, wie der Unternehmer betont. Die Software, die Gantner entwickelt, wird meist für Jahrzehnte lizenziert, die Hardware ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Neueste Entwicklungen im Bereich Cybersecurity für kritische Infrastruktur sichern Energieanlagen zunehmend auch vor digitalen Angriffen. Und neue Wege mit neuen Geschäftsfeldern sichern zudem das eigene Unternehmen, machen resilient.</p> <h3>Zwönitz als Technologiestandort</h3> <p>Was nach der Arbeit eines globalen ITUnternehmens klingt, wird zu 100 Prozent in Sachsen entwickelt und zu 100 Prozent im Erzgebirge gefertigt. Ein großer Teil der Partner – 40 Prozent – sitzt sogar in Zwönitz selbst. „Manche Firmen kennt man vor Ort oft lange gar nicht, dabei stecken gerade darin die größten Potentiale“, erklärt Scholz. Man müsse diese Hidden Champions unbedingt kennenlernen. Jörg Scholz gelingt das am besten über das Mitwirken in Netzwerken wie dem Förderkreis des FC Erzgebirge Aue oder der IGA Industrie- und Gewerbevereinigung Westerzgebirge e.V.. Für Scholz liegt in der regionalen Verankerung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Kurze, agile Wege, schnelle Kommunikation, tiefes Vertrauen – &nbsp;das macht Gantner so effizient. So bleibt auch die wirtschaftliche Wertschöpfung in der Region. Und dann fügt er noch hinzu: „Ich denke, auch unsere deutsche Genauigkeit ist für unsere Branche ein absoluter Wettbewerbsvorteil.“</p> <h3>INTERNATIONALES TEAM MIT HEIMATBEZUG</h3> <p>Auch in Sachen Fachkräfte geht das Unternehmen seinen eigenen Weg. Geschäftssprache im Unternehmen ist überwiegend Englisch. Um für die Kommunikation mit den Kunden aus 52 Ländern fit zu sein, bietet das Unternehmen einmal wöchentlich Sprachkurse an – mit einem „Native“, also einem Muttersprachler, für unterschiedliche Level. Untereinander geht es sprachlich allerdings viel bunter zu, denn bei Gantner arbeiten Fachkräfte aus zwölf Ländern, darunter Tschechien, Spanien,&nbsp;Mexiko, Indien und Philippinen. „Jede Mentalität bringt einen landestypischen Spirit mit, das ist absolut spannend“, findet Scholz. „Sie schließen für uns Fachlücken und von den hiesigen Mitarbeitenden werden sie gut angenommen.“</p> <blockquote><p>Unsere Partner sind immer wieder von drei Dingen begeistert: der erzgebirgischen Wirtschaft, unserer Landschaft und der Sicherheit hier.</p></blockquote> <h3>WACHSEN MIT WEITBLICK – CHANCEN ERKENNEN</h3> <p>Seit dem Umzug ins Zwönitzer Gewerbegebiet 2017 hat sich das Unternehmen vier Mal erweitert. Erst im September wurde eine neue, 1.200 Quadratmeter große Fertigungshalle – für Lager, Montage und optimierte Logistik eröffnet. Trotzdem bleibt die Fertigung bewusst auf konstantem Niveau und soll nicht wachsen, denn: „Das können unsere Partner doch viel besser.“ Dass Scholz 2010 ausgerechnet in der damals noch jungen Branche der erneuerbaren Energien gründete, erforderte Mut. Denn was heute eine Branche mit Zukunft ist, war damals keineswegs naheliegend. „Aber wir haben es einfach gemacht“, sagt er heute.</p> <p>Dieser Mut hat sich ausgezahlt. „Unternehmer müssen sich mehr trauen, gerade wir im Erzgebirge verkaufen uns oft unter Wert.“ Augenöffnend sind für Jörg Scholz jedes Mal Kundenbesuche aus dem Ausland – alle zwei bis drei Wochen ist das der Fall. „Unsere Partner sind immer wieder von drei Dingen begeistert: der erzgebirgischen Wirtschaft, unserer Landschaft und der Sicherheit hier.“ Trotz aktueller Unsicherheiten in einigen Bereichen bleibt Scholz zuversichtlich: „Erneuerbare Energien sind aktuell ein sicherer Wachstumsmarkt. Aber wichtig ist, nicht auf einem Thema stehen zu bleiben und an immer neuen Ideen zu arbeiten.“</p> ]]> </content:encoded> <category>Unternehmensgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/Geschichten/Unternehmensgeschichten/Gantner/Gantner_Instruments__8_.jpg" length="348931" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10687</guid> <pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:59:00 +0000</pubDate> <title>Premiere im Erzgebirge: Erste Fahrradstraße offiziell eröffnet</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/premiere-im-erzgebirge-erste-fahrradstrasse-offiziell-eroeffnet </link> <description>Der Radverkehr im Erzgebirge wächst weiter. Mit dem Lückenschluss auf dem Kohlenbahnradweg zwischen Lugau und Oelsnitz/Erzgebirge sowie der ersten Fahrradstraße in Stollberg entstehen zwei neue Angebote für den Alltag. Beide Projekte setzen ein klares Zeichen für sichere Mobilität im Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Lückenschluss zwischen Lugau und Oelsnitz</strong></p> <p>Der neue Abschnitt ist rund zwei Kilometer lang. Er verbindet bestehende Radrouten und schließt eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz des Erzgebirges. Die Strecke verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse zwischen Neuoelsnitz und Lugau.&nbsp;Der neue Radweg ist 3,50 Meter breit und sorgt für mehr Sicherheit. Gleichzeitig verbessert er die Verbindung zwischen Wohnorten, Gewerbestandorten und Freizeitangeboten im Erzgebirge.</p> <p><strong>Mehr Sicherheit und neue Ziele im Erzgebirge</strong></p> <p>Mit dem Ausbau wird auch die „Karlsroute“ direkt an den Kohlenbahnradweg angebunden. Zudem lassen sich mehrere Ziele im Erzgebirge besser erreichen: die KohleWelt in Oelsnitz/Erzgebirge, der Steegenwald in Lugau, das Höhlholzgebiet in Oelsnitz und Spiel- und Freizeitangebote entlang der Strecke.&nbsp;Damit gewinnt der Radverkehr im Erzgebirge sowohl für den Alltag als auch für die Freizeit weiter an Bedeutung.</p> <p>„Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. An schönen Tagen wird es auf der Strecke bereits eng. Der breitere Abschnitt erhöht Attraktivität und Sicherheit spürbar“, erklärte der Bürgermeister der Stadt Lugau Thomas Weikert.&nbsp;Auch der Oelsnitzer Bürgermeister Thomas Lein betonte den regionalen Nutzen: „Wir stärken unsere Region, fördern nachhaltige Mobilität und schaffen einen echten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger.“&nbsp;Für den Ausbau standen rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 1,86 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln von Bund und Land.</p> <p><strong>Erste Fahrradstraße im Erzgebirgskreis</strong></p> <p>Zudem wurde in Stollberg die erste Fahrradstraße im Erzgebirgskreis eröffnet. Die Stadt verfolgt bereits seit 2018 ein eigenes Radverkehrskonzept. Ziel ist es, den Radverkehr im Alltag gezielt zu stärken.&nbsp;„Stollberg zeigt, dass gute Radverkehrspolitik mit einem klaren Plan beginnt. Wer Radverkehr im Alltag stärkt, macht Städte sicherer, leiser und lebenswerter“, sagte Staatsministerin Regina Kraushaar.&nbsp;Mit beiden Projekten wächst das Radwegenetz im Erzgebirge weiter. Neue Verbindungen, mehr Sicherheit und kurze Wege im Alltag stärken die Region nachhaltig.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10685</guid> <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 12:35:00 +0000</pubDate> <title>150.000 Blumen für Landesgartenschau 2027 im Erzgebirge - Tickets bereits heute erhältlich</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/150000-blumen-fuer-landesgartenschau-2027-im-erzgebirge-tickets-bereits-heute-erhaeltlich </link> <description>Die Vorbereitungen für die 10. Sächsische Landesgartenschau in Aue-Bad Schlema schreiten sichtbar voran. Im Erzgebirge entstehen neue Gartenbereiche, Hügellandschaften und Erlebnisräume. Tausende Pflanzen wurden bereits gesetzt. Weitere folgen in den kommenden Monaten.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Vom 24. April bis 3. Oktober 2027 wird der Erzgebirgsort zum Treffpunkt für Naturfreunde, Familien und Ausflügler. Die Landesgartenschau bringt neue Impulse für Aue-Bad Schlema und das gesamte Erzgebirge.</p> <p><strong>Tausende Pflanzen für neue Gartenlandschaften</strong></p> <p>In den neu gestalteten Bereichen wurden bereits mehr als 16.000 Stauden und hunderte Gehölze gepflanzt. Auch die Pflanzbeete für die geplanten Buntpapierwiesen sind angelegt. Diese Flächen greifen die Tradition der erzgebirgischen Buntpapierherstellung auf und verbinden Natur mit regionaler Geschichte.&nbsp;Für das kommende Frühjahr entsteht ein großflächiges Blütenbild. Rund 150.000 Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Kaiserkronen sind bereits bestellt. Die Pflanzung erfolgt im Herbst. Schritt für Schritt verwandelt sich der Kurpark in Bad Schlema in ein farbenreiches Blütenareal.&nbsp;Mit diesen Maßnahmen entstehen neue Aufenthaltsbereiche für Besucher. Gleichzeitig wird der Kurpark langfristig aufgewertet und bleibt auch nach der Gartenschau ein attraktiver Ort im Erzgebirge.</p> <p><strong>Tageskarten jetzt erhältlich</strong></p> <p>Parallel zu den sichtbaren Baufortschritten startet ein weiterer Schritt in Richtung Landesgartenschau. Seit dem 20. April 2026 sind Tageskarten erhältlich. Der Preis liegt bei 23,50 Euro. Ermäßigte mit einem Grad der Behinderung ab 50 Prozent zahlen 19,00 Euro. Junge Erwachsene bis 25 Jahre erhalten Tickets für 15,00 Euro.&nbsp;Kinder und Jugendliche haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Der Verkauf erfolgt in der Gästeinformation Bad Schlema sowie im Online-Ticketshop.&nbsp;Mit der Tageskarte lässt sich die gesamte Gartenschau an einem Tag erleben. Geplant sind Blütenflächen, thematische Gartenbereiche und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.</p> <p><strong>Impulse für das gesamte Erzgebirge</strong></p> <p>Die Landesgartenschau 2027 steht für die Weiterentwicklung von Aue-Bad Schlema und des Erzgebirges. Neue Wege, Aufenthaltsflächen und Grünanlagen entstehen dauerhaft. Damit gewinnt der Kurort weiter an Attraktivität.&nbsp;Mit jeder Pflanzung wächst die Vorfreude im Erzgebirge. Bis zur Eröffnung 2027 entsteht Schritt für Schritt ein neues Gartenareal, das Besucher aus ganz Sachsen und darüber hinaus anziehen wird.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/IMG_6323.JPG" length="754456" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10684</guid> <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 11:43:00 +0000</pubDate> <title>Startschuss gefallen: Diese Bike-Highlights warten jetzt im Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/startschuss-gefallen-diese-bike-highlights-warten-jetzt-im-erzgebirge </link> <description>Am 25. April beginnt im Erzgebirge offiziell die Bikesaison. Im Mittelpunkt stehen zwei der bekanntesten Angebote der Region: der Stoneman Miriquidi mit seiner MTB- und Road-Variante sowie die BLOCKLINE. Beide Routen verbinden sportliche Herausforderung mit Naturerlebnis und machen das Erzgebirge erneut zu einem attraktiven Ziel für Radfahrer.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Sportliche Herausforderung auf dem Erzgebirgskamm</strong></p> <p>Der Stoneman Miriquidi richtet sich an sportlich ambitionierte Fahrer. Die Mountainbike-Variante führt über 162 Kilometer und rund 4.400 Höhenmeter. Neun der höchsten Gipfel des sächsisch-böhmischen Erzgebirges liegen entlang der Strecke.</p> <p>Noch anspruchsvoller zeigt sich der Stoneman Miriquidi Road. Auf 290 Kilometern und rund 4.900 Höhenmetern verläuft die Strecke entlang des Erzgebirgskamms und des Egergrabens. Gefahren wird ohne feste Zeitnahme. Das eigene Tempo steht im Mittelpunkt. Starterpakete bilden den Einstieg in das sportliche Angebot.</p> <p>Damit setzt das Erzgebirge erneut auf individuelle Aktivangebote mit hohem Anspruch und großer landschaftlicher Vielfalt.</p> <p><strong>BLOCKLINE startet beim Brückenfest in Dorfchemnitz</strong></p> <p>Auch die BLOCKLINE startet am 25. April in die Saison. Die Eröffnung ist in das Brückenfest in Dorfchemnitz eingebettet. Eine geführte Radtour gehört zum Auftaktprogramm. Start ist um 9.30 Uhr in Frauenstein. Ziel ist das Festgelände in Dorfchemnitz.&nbsp;Zum Saisonstart präsentiert das Erzgebirge zudem eine optimierte Streckenführung. Der Abschnitt bei Dorfchemnitz wurde neu ausgeschildert. Die Route führt nun direkt am Eisenhammer Dorfchemnitz vorbei. Das historische Gelände stärkt die Verbindung von Aktivtourismus und Industriekultur im Erzgebirge.</p> <p>Die BLOCKLINE umfasst insgesamt 140 Kilometer und rund 2.750 Höhenmeter. Die Strecke kann komplett, in drei Loops oder in kurzen Etappen gefahren werden. Das Angebot richtet sich an Familien, Einsteiger sowie sportlich ambitionierte Fahrer.</p> <p><strong>Saisonhighlights im Sommer</strong></p> <p>Auch im weiteren Jahresverlauf bietet das Erzgebirge zahlreiche Veranstaltungen rund ums Bike:</p> <p>Die Stoneman Days bündeln geführte Etappen, gemeinsames Fahren und organisatorische Unterstützung. Ergänzend finden geführte Touren für den Stoneman Miriquidi MTB und Road statt.&nbsp;Auf der BLOCKLINE stehen ebenfalls geführte Touren auf dem Programm. Dazu zählen unter anderem „BLOCKLINE meets Erzgebirgskrimi“ sowie spezielle Kinder-Touren.&nbsp;Vom 23. bis 26. Juli findet im Sportpark Rabenberg das sportingWOMEN Gravel Camp statt. Vier Tage lang stehen Guiding, Techniktraining und Testbikes im Mittelpunkt.&nbsp;Ein weiteres Gravel Camp folgt vom 28. bis 30. August. Ausgangspunkt ist der Campingplatz am Galgenteich in Altenberg. Von dort starten geführte Touren durch das Erzgebirge.</p> <p>Mit diesen Angeboten startet das Erzgebirge vielseitig in die Bikesaison 2026. Sportliche Strecken, familienfreundliche Touren und neue Partner stärken die Region als Ziel für Radfahrer.</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/SMQ_Paar_Foto_TVE_Dennis_Stratmann.jpg" length="715492" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10666</guid> <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 09:45:00 +0000</pubDate> <title>Diese Bildungsmesse im Erzgebirge will Lernwege ganz neu denken</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/diese-bildungsmesse-im-erzgebirge-will-lernwege-ganz-neu-denken </link> <description>Im Erzgebirge entsteht ein neues Format für Bildung und Austausch. Am 9. Mai 2026 lädt eine große Bildungsmesse nach Lößnitz ein. Der Fokus liegt auf Menschen jeden Alters – von der Kita bis ins hohe Alter.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Breites Angebot statt klassischer Ausbildungsmesse</strong></p> <p>Organisiert wird die Veranstaltung vom Lößnitzer Bildungsweg e. V. gemeinsam mit dem Refugium Erzgebirge e. V. Ziel ist ein neuer Blick auf Bildung im Erzgebirge. Die Messe findet von 10 bis 16 Uhr in der Putzwolle Lößnitz statt. Besucher erwartet ein Netzwerk aus Schulen, Initiativen und Bildungsanbietern. Dabei geht es bewusst nicht um klassische Ausbildungs- oder Studienangebote. Im Mittelpunkt stehen alternative Wege des Lernens. Verschiedene Einrichtungen zeigen, wie Bildung individuell gestaltet werden kann. Angebote reichen von frühkindlicher Betreuung bis zu Themen für ältere Generationen. Hinter der Idee steht eine klare Beobachtung: Viele Familien fühlen sich bei schulischen Fragen allein gelassen. Gleichzeitig suchen viele Menschen nach neuen Impulsen für ihren Bildungsweg. Die Messe setzt genau hier an. Sie will Orientierung geben und Möglichkeiten sichtbar machen.</p> <p><strong>Auftakt mit bekanntem Kindheitsforscher</strong></p> <p>Bereits einen Tag vorher startet das Programm mit einer besonderen Veranstaltung. Am 8. Mai spricht der bekannte Kindheitsforscher und Autor Michael Hüter in der Erzgebirgshalle Lößnitz. Er stellt sein Buch „Kindheit 6.7“ vor und gibt Einblicke in seine Sicht auf Bildung und Entwicklung. Der Abend bildet den Auftakt für das Messewochenende im Erzgebirge.</p> <p><strong>Netzwerk aus der Region bringt Ideen zusammen</strong></p> <p>Zahlreiche Partner aus dem Erzgebirge beteiligen sich an der Messe. Mit dabei sind unter anderem ein Waldkindergarten-Konzept, die Grundschule Crottendorf, eine Achtsamkeitstrainerin sowie ein Nachhilfeinstitut. Auch Einrichtungen wie die Stadtbibliothek Lößnitz, das Jugendbegegnungszentrum OASE und die Volkshochschule bringen ihre Angebote ein. Ergänzt wird das Netzwerk durch die Ehrenamtsstelle des Erzgebirgskreises. Das Organisationsteam besteht aus engagierten Akteuren der Region. Dazu gehören unter anderem Vertreter aus Schule, Weiterbildung und freien Bildungsprojekten.</p> <p><strong>Ort für Austausch und neue Perspektiven</strong></p> <p>Die Bildungsmesse versteht sich als Treffpunkt für das Erzgebirge. Hier sollen Menschen ins Gespräch kommen, Fragen stellen und neue Wege entdecken. Ob Schüler, Eltern, Fachkräfte oder Senioren – das Angebot richtet sich an alle. Der Ansatz ist klar: Bildung verläuft nicht nach einem festen Muster. Es gibt viele Wege.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Mitmach-Laden_Olbernhau_Reportage_21_11.jpg" length="630210" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10682</guid> <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 07:53:12 +0000</pubDate> <title>Kreative Köpfe mit marktfähigen Ideen und Geschäftsmodellen gesucht: Ideenwettbewerb „Industrie. Neu. Denken“</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kreative-koepfe-mit-marktfaehigen-ideen-und-geschaeftsmodellen-gesucht-ideenwettbewerb-industrie-neu-denken </link> <description>Mit dem Ideenwettbewerb „Industrie. Neu. Denken“ startet in der Region Chemnitz/Südwestsachsen ein neuer Aufruf an alle, die mit innovativen Ideen zur wirtschaftlichen Zukunft der Region beitragen wollen. Gesucht werden unternehmerisch denkende Menschen mit Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen, Technologien und Geschäftsmodelle mit Marktpotenzial.&amp;nbsp;Der Wettbewerb ist Teil des Masterplans Region Chemnitz/Südwestsachsen und soll neue Impulse für Wertschöpfung, Innovation und unternehmerische Dynamik in der Region sichtbar machen. Angesprochen sind Unternehmen, Start-ups, Forschende, Studierende, Gründungsinteressierte sowie kreative und technische Talente, die mit ihren Ideen zur Transformation der regionalen Industrie beitragen möchten.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Im Mittelpunkt stehen bewusst frühe, marktorientierte Innovationsansätze. Gesucht werden keine vollständig ausgearbeiteten Businesspläne, sondern überzeugende Ideen mit erkennbarem wirtschaftlichem Potenzial. Ziel ist es, neue Perspektiven für die industrielle Entwicklung der Region aufzuzeigen und Menschen zu ermutigen, ihre Ideen öffentlich zu machen.&nbsp;„Mit dem Wettbewerb wollen wir Menschen in der Region ansprechen, die etwas unternehmen, entwickeln oder neu denken wollen. Gerade in einer starken Industrieregion wie Südwestsachsen braucht es frische Ideen, aus denen neue Geschäftsmodelle, Technologien und Wertschöpfung entstehen können“, sagt Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz.</p> <p><strong>Impulse für eine zukunftsfähige Wirtschaftsregion</strong></p> <p>Inhaltlich richtet sich der Wettbewerb auf zwei zentrale Zukunftsfelder der industriellen Transformation. Zum einen geht es um digitale und intelligente Wertschöpfung, etwa durch Künstliche Intelligenz, datenbasierte Anwendungen, Automatisierung, Robotik, Sensorik, Mikro- und Halbleitertechnologien oder smarte Produktionssysteme. Zum anderen stehen nachhaltige, resiliente und zirkuläre Wertschöpfungsansätze im Fokus, beispielsweise in den Bereichen Ressourceneffizienz, Recycling, neue Materialien, Circular Economy, klimafreundliche Produktion, Energieinnovationen und nachhaltige Produktgestaltung.</p> <p><strong>Die Preise für die besten Ideen sind mit insgesamt 10.000 Euro dotiert</strong></p> <p>Die Einreichungsphase läuft bis zum 20. Mai 2026. Im Anschluss bewertet eine Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft die eingereichten Beiträge und wählt die überzeugendsten Ideen aus. Diese werden beim Final-Pitch am 23. Juni 2026 im Kraftverkehr Chemnitz öffentlich präsentiert. Dort werden die besten Beiträge ausgezeichnet.&nbsp;Für die Gewinnerinnen und Gewinner stellt die IHK Chemnitz ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, das auf die prämierten Beiträge aufgeteilt wird.&nbsp;„Der Ideenwettbewerb soll nicht nur gute Einfälle sichtbar machen, sondern auch Lust darauf, Zukunft in der Region selbst mitzugestalten. Es geht nicht um fertige Businesspläne: Wer eine tragfähige Idee hat, soll hier eine Bühne bekommen“, so Präsident Jankowsky weiter.</p> <p>Der Ideenwettbewerb ergänzt den Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen um einen offenen und aktivierenden Innovationszugang. Während der Masterplan langfristige strategische Entwicklungsperspektiven für die Region bündelt, setzt der Wettbewerb bewusst bei neuen Ideen, unternehmerischer Initiative und konkretem Marktpotenzial an. Unterstützt wird das Vorhaben von den fünf Gebietskörperschaften der Region sowie weiteren regionalen Partnern.&nbsp;</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Visual_2_ideenwettbewerb_skynesher.png" length="820857" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10659</guid> <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 10:23:00 +0000</pubDate> <title>Das Erzgebirge im Lesefieber: Über 30 Orte machen beim Erzgebirge-Projekt mit</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-erzgebirge-im-lesefieber-ueber-30-orte-machen-beim-erzgebirge-projekt-mit </link> <description>Lesen verbindet Menschen. Im Erzgebirge zeigt eine besondere Aktion seit zehn Jahren, wie lebendig Literatur in der Region sein kann. Aus einer Idee in Aue-Bad Schlema entstand eine Initiative, die heute viele Orte im Erzgebirge erreicht.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Im Jahr 2016 entwickelte eine engagierte Buchhändlerin die Idee zu „Aue liest“. Lesebegeisterte Menschen sollten am Welttag des Buches am 23. April an ungewöhnlichen Orten aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. Die Resonanz war groß. Die Aktion wuchs von Jahr zu Jahr.&nbsp;Heute trägt sie einen neuen Namen: „Das Erzgebirge liest!“</p> <p><strong>Eine Woche voller Geschichten</strong></p> <p>2026 feiert die Aktion ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird nicht nur an einem Tag gelesen. Die Vorlesungen finden in der gesamten Woche vom 21. bis 26. April 2026 statt.&nbsp;Viele Orte im Erzgebirge beteiligen sich. Neben Aue-Bad Schlema sind unter anderem Schneeberg, Lößnitz und Lauter dabei. Auch außerhalb der Region gibt es Lesungen, etwa auf Schloss Wildenfels.&nbsp;Die Idee bleibt gleich: Menschen lesen anderen Menschen vor. Dabei entstehen besondere Begegnungen – oft an Orten, an denen man sonst keine Lesung erwartet.</p> <p><strong>Mehr als 30 Leseorte im Erzgebirge</strong></p> <p>Inzwischen umfasst das Programm mehr als 30 Veranstaltungsorte. Die Lesungen werden häufig mit weiteren Angeboten verbunden. Manche Häuser öffnen ihre Türen für Besichtigungen. An anderen Orten gibt es Turmführungen oder kleine Erfrischungen.&nbsp;Der Großteil der Veranstaltungen ist kostenlos. Bei einigen Lesungen kann ein kleiner Unkostenbeitrag anfallen oder eine Anmeldung erforderlich sein. Das gilt zum Beispiel für Termine in Schneeberg bei „Bergauers“ oder in der „Goldnen Sonne“.</p> <p>Alle Termine und Vorleseorte veröffentlicht die Stadt Aue-Bad Schlema rechtzeitig im<a href="https://www.aue-badschlema.de/de/aktuelles-detail/das-erzgebirge-liest-vom-2104-26042026.html" target="_blank" rel="noreferrer"> Internet </a>sowie auf den Social-Media-Kanälen der Großen Kreisstadt. Auch in der Stadtinformation im Auer Rathaus liegt das Programm aus.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/B%C3%BCcher_Sabine_Schulze-Schwarz.jpg" length="576522" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10681</guid> <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:00:00 +0000</pubDate> <title>Der große Klettertest!</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/4-kletterfelsen-im-grossen-test </link> <description>Für manche Naturfotografen sind sie malerische Motive – für Sportler eine große Herausforderung: die Kletterfelsen im Erzgebirge. Längst sind sie mehr als ein Geheimtipp für Kletterbegeisterte aus ganz Deutschland. Wer im Erzgebirge lebt, hat den „Kletterpark Erzgebirge“ vor der Haustür. An rauschenden Bächen, in der Stille des Waldes oder am Fuße einer Stadt gelegen, haben alle Felsen eins gemeinsam: Sobald der Helm festsitzt und der Gurt gesichert ist, wird der Kopf frei für die spektakulären Routen. „hERZland“ war an vier Orten mit Einheimischen unterwegs.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <h3>Beatrice Jandek</h3> <p>„Klettern ist ein schöner Sport, bei dem ich jede Muskelgruppe bediene. Der Weg ist herausfordernd und ich liebe das gute Gefühl, oben zu stehen. Wir klettern zu zweit. Das ist gutes Teamwork, man wächst zusammen. Klettern ist Freiheit und Weitblick.“</p> <blockquote><p>Felsenliebe und Nervenkitzel im Erzgebirge. Was Hobbykletterer begeistert, zeigt der große Kletterfelsentest. Achtung: lädt zum Nachahmen ein.</p></blockquote> <h3>Heike Michael</h3> <p>„Ich wandere schon viele Jahre sehr gern. Mit dem Klettern am Steig begann ich, weil ich mal etwas Neues ausprobieren wollte. Klettern ist Zusammenhalt, bindet die Freundschaft. Ich fühle Freiheit, genieße den Ausblick. Es ist schön, sich dann oben in ein Gipfelbuch einzutragen.“</p> <h3>Der Wolkensteiner-Hag- und Wolfspfad-Klettersteig</h3> <p>Unterhalb des Wolkensteiner Schlosses gibt es zwei Klettersteige: den Wolfspfad als leichte Querung und den steilen Hag zum Schloss hinauf. Beide liegen oberhalb des Flusses Zschopau und sind großzügig mit Trittbügeln versehen. Der Hag endet an der Schlossmauer und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Landschaft und den Wolkensteiner Bahnhof. So, als würde man auf eine Modellbahnanlage schauen.</p> <p>Einschätzung:<br> • Anspruch/Voraussetzungen: ❤❤❤<br> • Für Kinder geeignet (je nach Route und Erfahrung): ❤❤❤❤<br> • Naturerlebnis: ❤❤❤❤<br> • Aussicht: ❤❤❤❤❤<br> • Anfahrt/Weg: ❤❤❤❤❤</p> <h3>Walter-Keiderling-Klettersteig in Erlabrunn / Nonnenfelsen</h3> <p>Die Formation aus Turmalingranit ist eindrucksvoll, der Panoramablick wunderbar. Nach dem Einstieg über eine Leiter verläuft die gut gesicherte Route in steilem Gelände und ist teils etwas überhängend. Dann folgt eine lange Querung, bevor man gerade hinauf zum Gipfelbuch steigt. Das steile Finale führt zum Gipfelkreuz. Zum Abstieg geht es zur Burma-Seilbrücke und über die Abstiegsvariante in Schwierigkeit D (nur für Geübte) senkrecht bis leicht überhängend ca. zehn Höhenmeter hinab. Ein früherer Ausstieg ist vor der Brücke möglich. Für den Steig ein bis zwei Stunden Zeit einplanen.</p> <p>Einschätzung:<br> • Anspruch/Voraussetzungen: ❤❤❤❤❤<br> • Für Kinder geeignet (nur bedingt, für Geübte, aufgrund längerer Abstände der Trittbügel): ❤❤❤<br> • Naturerlebnis: ❤❤❤❤❤<br> • Aussicht: ❤❤❤❤❤<br> • Anfahrt/Weg: ❤❤❤❤❤</p> <h3>Kevin Frauenstein</h3> <p>„Als ich zu Corona Langeweile hatte, bin ich mit einem Kumpel mitgegangen und fand Klettern gleich gut. Es ist ein super Ausgleich zu meinem Bürojob. Trainieren verlangt viel Geduld und Verständnis für die Natur, die uns das alles ermöglicht. Man braucht gute Leute, weil Klettern allein längst nicht so viel Spaß macht – vor allem ist es so viel sicherer.“</p> <h3>Greifensteine – das Kletterparadies bei Ehrenfriedersdorf und Geyer</h3> <p>Unweit der Stadt liegt das Klettergebiet Greifensteine mit seinen beeindruckenden Granitformationen. Seit über 100 Jahren bieten sie Anfängern und Erfahrenen eine Vielzahl an Klettermöglichkeiten in einzigartiger Naturlandschaft. Die Absicherung ist traditionell, erfordert sicheren Umgang mit Friends, Keilen und Schlingen. Von den sieben Felsen aus schaut man über den Wald weit ins Erzgebirge. In der Vergangenheit wurde hier Granit abgebaut. Heute bietet das Freilichttheater, die Naturbühne Greifensteine, im Sommer regelmäßig Veranstaltungen und Aufführungen für Groß und Klein.</p> <p>Einschätzung:<br> • Anspruch/Voraussetzungen: ❤❤❤❤<br> • Für Kinder geeignet: ❤<br> • Naturerlebnis: ❤❤❤<br> • Aussicht: ❤❤❤❤<br> • Anfahrt/Weg: ❤❤❤❤❤</p> <h3>Teresa Kempe</h3> <p>„Ich begann als Schülerin über den DAV Chemnitz in der Halle zu klettern. Klettern bedeutet, mich in der Natur zu bewegen, Grenzen auszutesten und auszuweiten. Es ist Zeit, die man mit Freunden verbringt. Man trägt füreinander Verantwortung und braucht Vertrauen in die eigene Kraft und die Fähigkeiten. Ich empfehle, sich auch mal Gruppen anzuschließen.“</p> <h3>Anja Hofmann-Hähle</h3> <p>„Beim Klettern bekomme ich den Kopf frei – Klettern erdet einen. Ich habe in der Halle in Pockau angefangen, heute klettere ich gern drinnen und draußen. In der Halle geht es mir mehr um Leistung, darum, besser zu werden. Draußen genieße ich das Naturerlebnis, die frische Luft, das Abenteuer und vor allem die Gemeinsamkeit.“</p> <h3>Kletterparadies im Schwarzwassertal – das Katzensteinklettergebiet</h3> <p>Mitten im malerischen Schwarzwassertal liegt das Katzensteinklettergebiet. Für Erfahrene, die mit mobilen Sicherungen umgehen können, ist es sehr lohnenswert: abwechslungsreiche Landschaft, spektakuläre Ausblicke und intensives Naturerlebnis. Nur ausgewählte Felsen sind im Naturschutzgebiet freigegeben: Silberwand, Teufelsmauer, Wildschütznadel, Nonnenfelsen, Katzensteinnadel und Goldkrone. Der feste Gneis hat meist gute Struktur und Griffigkeit. Die Routenvielfalt reicht von klassisch bis anspruchsvoll. Besonders die Goldkrone bietet Herausforderungen im Schwierigkeitsgrad 7–8. Vom Nonnenfelsen und der Katzensteinnadel gibt es die schönsten Ausblicke über das Schwarzwassertal. Im Gebiet finden sich alle Schwierigkeitsgrade, jedoch ist die Absicherung größtenteils gering, die meisten Routen müssen traditionell geklettert werden. Im Sommer kann man sich in der „Schwarzen Pockau“ erfrischen.</p> <p>Einschätzung:<br> • Anspruch/Voraussetzungen: ❤❤❤❤<br> • Für Kinder geeignet (je nach Route und Erfahrung): ❤❤❤❤<br> • Naturerlebnis: ❤❤❤❤<br> • Aussicht: ❤❤❤❤<br> • Anfahrt/Weg: ❤❤❤</p> <h3>Das sagt der Profi Michael Meyer</h3> <p>„Das Spezielle an den erzgebirgischen Klettergebieten ist nicht ihre Größe und Höhe, sondern die Vielseitigkeit und die meist ruhigen, selten überlaufenen Plätze. Die Verbindung von Wander- oder Radtouren mit den verstreut liegenden Kletterzielen sind ein besonderes Naturerlebnis. Die Greifensteine mit der Gipfellage im Geyrischen Wald mit wunderschöner Aussicht haben vom Fels her (Granit) einen anderen Charakter als das Katzensteingebiet (Gneis) bei Pobershau mit bis zu 55 m hohen Wänden, die fast alpines Klettergefühl in sehr schöner Tallage erzeugen. Die Auswahl zwischen klassischen Kletterrouten, für die Klemmkeile, Friends oder Seilschlingen zur Sicherung benötigt werden, und neueren Sportkletterrouten, für die nur Expressschlingen zum Einhängen in die Bohrhaken gebraucht werden, ist groß. Oft findet sich beides am gleichen Fels. Ältere Routen entsprechen dem Geist ihrer Zeit und sind klassisch abgesichert, während neuere Routen als Sportklettern einzustufen sind. Es kann nie schaden, einige Klemmkeile und mobile Sicherungsmittel im Rucksack zu haben.“</p> <p><strong>Fachliche Infos können beim DAV Chemnitz (<a href="http://www.dav-chemnitz" target="_blank" rel="noreferrer">www.dav-chemnitz</a>) oder beim Outdoorteam (<a href="http://www.outdoorteam-westerzgebirge.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.outdoorteam-westerzgebirge.de</a>) angefragt werden.</strong></p> <p>Bewertung<br> ❤❤❤❤❤ perfekt<br> ❤❤❤❤&nbsp; &nbsp; &nbsp;nahezu perfekt<br> ❤❤❤&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;geht so<br> ❤❤&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Luft nach oben<br> ❤&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;nicht zutreffend</p> <p class="smaller">Text: Sabine Schulze Schwarz</p> <p class="smaller">Fotos: Dirk Rückschloß</p> ]]> </content:encoded> <category>hERZgeschichten</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_erzgebirge-grosser-klettertest-klettern-kletterfelsen_1938884444.jpg" length="650796" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10686</guid> <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 11:20:00 +0000</pubDate> <title>8 HAMMER Tipps aus dem West-Erzgebirge: Von Vollgas-Rodeln bis Sauna-Rituale!</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/8-hammer-tipps-aus-dem-west-erzgebirge-herzschlag-podcast </link> <description>Glück auf! Endlich ist es wieder so weit: Herr Sicker und Frau Grube sind zurück! In der letzten Gast-Episode des hERZschlag-Podcasts vor drei Jahren konnten wir hören und vor allem fühlen, was das Erzgebirge aus einem Franken gemacht hat.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Denn der Ur-Franke tauschte vor ein paar Jahren die Großstadt gegen das Erzgebirge und somit auch den Lärm der Stadt gegen das Zwitschern der Vögel. Als waschechte Erzgebirgerin versucht Frau Grube nun Herrn Sicker die Eigenheiten der „Haamit“ näher zu bringen. Was Herr Sicker anscheinend noch nicht wusste: hier ist ganz schön was los! Und weil das so ist, haben sie heute 8 HAMMER Tipps aus dem West-Erzgebirge parat, die ihr so vielleicht noch nicht kanntet aber UNBEDINGT ausprobieren müsst.</p> <p>Statt „Vugelbeerbaam“ (Vogelbeerbaum/Eberesche) gibt es Vollgas-Rodeln, statt „schunkeln" gibt es intime Einblicke in internationale Sauna-Rituale. Schon beim Gedanken daran kommt man direkt ins Schwitzen! Damit wir das alles verkraften, haben sie sich mit dem „Alpackerich“ flauschige Unterstützung auf die Therapie-Couch geholt.</p> <p class="align-center"><a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzschlag-podcast#c14091" class="more background-corporate-1 defocus">Hier die aktuelle Folge anhören</a></p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Podcast-Cover-Sicker_Grube_SoMe.jpg" length="264630" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10676</guid> <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 06:25:00 +0000</pubDate> <title>Seltene Einblicke: Was hinter Erzgebirgs-Kunst wirklich passiert</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/seltene-einblicke-was-hinter-erzgebirgs-kunst-wirklich-passiert </link> <description>Holz, Textil, Metall und kreative Ideen: Vom 10. bis 12. April öffnen Kunsthandwerker ihre Werkstätten und Ateliers. Rund 65 Kreative laden ein. Besucher können zuschauen, Fragen stellen, selbst aktiv werden oder besondere Stücke erwerben.&amp;nbsp;Die Kunsthandwerkstage bieten seltene Einblicke. Wie entstehen die berühmten Engel von Wendt und Kühn? Was leistet eine Dekupiersäge? Und könnte Klöppeln ein neues Hobby sein? Antworten gibt es direkt vor Ort im Erzgebirge und in weiteren Regionen Sachsens. </description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Kreative Einblicke im Erzgebirge</strong></p> <p>Auch im Erzgebirge öffnen zahlreiche Werkstätten ihre Türen. In Schneeberg zeigt Pia Hackner in ihrem Atelier „Neuschnee“ die Ausstellung „Ode an das Handwerk“. Die Vernissage findet am Freitagabend statt. Gezeigt werden Arbeiten von Donata Wenders. Im Mittelpunkt stehen Holz- und Textilgestaltung, Schmuck sowie kreatives Design.&nbsp;In Grünhain-Beierfeld lädt Zimmerermeister Steffen Wiedrich zum Workshop ein. In der Zimmerei und Kreativwerkstatt am Bahnhof entstehen gemeinsam Holzfiguren. Das restaurierte Gebäude bietet viel Raum für junge Besucher und Familien.&nbsp;Weitere Stationen im Erzgebirge finden sich in Zwönitz mit „Pfirsischblau“, rund um Marienberg mit der „Rohlf-Schmiede“, dem „Olbernhauer Hutzenstübl“ und dem Serpentinsteinmuseum Marienberg. Auch die Region Aue-Bad Schlema beteiligt sich mit offenen Werkstätten und Mitmach-Angeboten.</p> <p><strong>Handwerk erleben und selbst ausprobieren</strong></p> <p>Im Erzgebirge zeigen die Kunsthandwerkstage erneut, wie lebendig traditionelles Handwerk ist. Werkstätten öffnen ihre Türen. Kreative geben Einblicke. Und das Erzgebirge präsentiert sich als starke Region für Handwerk und Gestaltung.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_Herzland2019_Steinert-Drechselzentrum_GUDostmann-9_a7beb28bef.jpg" length="713421" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10664</guid> <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 08:02:00 +0000</pubDate> <title>Vier Unternehmen aus dem Erzgebirge zählen zu Deutschlands Wachstumsstärksten</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vier-unternehmen-aus-dem-erzgebirge-zaehlen-zu-deutschlands-wachstumsstaerksten </link> <description>Während große Konzerne oft im Fokus stehen, zeigt sich die Stärke der deutschen Wirtschaft an anderer Stelle. Der Mittelstand trägt das Land. Und im Erzgebirge wird das besonders deutlich. Eine aktuelle Analyse des SZ Instituts gemeinsam mit Creditreform macht das sichtbar.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Vier Unternehmen aus dem Erzgebirge überzeugen bundesweit</strong></p> <p>Gleich vier Betriebe aus dem Erzgebirge haben es unter die wachstumsstärksten Mittelständler Deutschlands geschafft. Sie stehen für Qualität, Ideenreichtum und klare Entscheidungen. Mit dabei ist die Gantner Instruments Environment Solutions GmbH aus Zwönitz. Das Unternehmen arbeitet im Bereich Forschung und Entwicklung. Ebenfalls gelistet ist die Ihle Strumpf GmbH am Standort Hilmersdorf. Sie steht für textile Kompetenz aus dem Erzgebirge. Auch die Wendt &amp; Kühn KG aus Grünhainichen gehört zur Auswahl. Das Traditionsunternehmen verbindet Handwerk und Kunst. Komplettiert wird das Quartett von der Klesch GmbH Kunststoffbeschichtungen aus Aue, die in der Industrie tätig ist. Diese Bandbreite zeigt die wirtschaftliche Stärke im Erzgebirge. Unterschiedliche Branchen, ein gemeinsamer Kern: Verlässlichkeit und Wachstum.</p> <p><strong>Mittelstand prägt Wirtschaft und Ausbildung</strong></p> <p>Die Zahlen sind klar. Kleine und mittlere Unternehmen stellen über 70 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland. Auch bei der Ausbildung tragen sie eine zentrale Rolle. Mehr als zwei Drittel aller Auszubildenden lernen in mittelständischen Betrieben. Das gilt auch für das Erzgebirge. Viele Firmen bilden selbst aus und sichern so Fachkräfte vor Ort. Das stärkt die Region langfristig. Hinzu kommt die Rolle im Export. Der Großteil der exportierenden Unternehmen gehört zum Mittelstand. Damit tragen auch Betriebe aus dem Erzgebirge ihre Produkte in die Welt.</p> <p><strong>Wachstum trotz schwieriger Lage</strong></p> <p>Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Energiepreise, globale Unsicherheiten und schwache Nachfrage fordern Unternehmen heraus. Viele Mittelständler im Erzgebirge reagieren schnell. Sie passen Strukturen an, erschließen neue Märkte und investieren in Technik. Kurze Wege und klare Verantwortung helfen dabei. Die aktuelle Studie zeigt genau das. Nur Unternehmen mit stabiler wirtschaftlicher Lage und messbarem Wachstum kamen in die Auswahl. Umsatzsteigerungen und mehr Beschäftigte waren Pflicht. Am Ende blieben 370 Betriebe in ganz Deutschland übrig. Vier davon kommen aus dem Erzgebirge. Das unterstreicht die Leistungsfähigkeit der Region.</p> <p><strong>Erzgebirge bleibt starker Wirtschaftsstandort</strong></p> <p>Die ausgezeichneten Unternehmen stehen für viele weitere Betriebe im Erzgebirge. Sie sichern Arbeitsplätze, bilden aus und entwickeln neue Lösungen. Das Erzgebirge zeigt sich damit als verlässlicher Standort mit Zukunft. Die Mischung aus Tradition, Fachwissen und Anpassungsfähigkeit zahlt sich aus.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Gantner_Instruments__3__-_klein.jpg" length="792646" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10672</guid> <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 10:48:00 +0000</pubDate> <title>Sechs Unternehmer aus dem Erzgebirge im Rennen um Sachsens Top-Preis</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sechs-unternehmer-aus-dem-erzgebirge-im-rennen-um-sachsens-top-preis </link> <description>Sechs Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region gehören zu den 50 Nominierten für den Wettbewerb „Sachsens Unternehmer:in des Jahres“. Sie stehen für Tatkraft, Verantwortung und neue Ideen – Werte, die viele Betriebe im Erzgebirge prägen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Der Wettbewerb zeichnet Persönlichkeiten aus, die mit klaren wirtschaftlichen Ergebnissen überzeugen und gleichzeitig Verantwortung für Mitarbeitende, Region und Zukunft übernehmen. Neben Umsätzen und Arbeitsplätzen zählen deshalb auch nachhaltiges Wirtschaften, Mut zu neuen Wegen und ein starkes Miteinander.</p> <p><strong>Sechs Stimmen aus dem Erzgebirge im Rennen</strong></p> <p>Unter den Nominierten finden sich bekannte Namen aus dem Erzgebirge:</p><ul data-end="1077" data-start="812" class="content"> <li data-end="846" data-section-id="favnck" data-start="812">Mandy Haase, EMES Holding GmbH</li> <li data-end="899" data-section-id="hbhrnj" data-start="847">Hartmut Reichel, Wäscherei Reichel GmbH &amp; Co. KG</li> <li data-end="947" data-section-id="13djptj" data-start="900">Nadine Flegel-Wolf, PraxiMed Vertriebs GmbH</li> <li data-end="998" data-section-id="6f90y4" data-start="948">Anett und Jens Lindner, Normteile Lindner GmbH</li> <li data-end="1032" data-section-id="1bp59uk" data-start="999">René und Rico Lang, LANG GmbH</li> <li data-end="1077" data-section-id="1k1otw9" data-start="1033">Heiko Münzner, Hundezentrum Münzner GmbH</li></ul><p>Diese Unternehmen stehen exemplarisch für die wirtschaftliche Breite im Erzgebirge. Industrie, Dienstleistung und Handwerk – viele Branchen tragen zur Entwicklung der Region bei. Die nominierten Betriebe schaffen Arbeitsplätze, bilden Fachkräfte aus und engagieren sich vor Ort.</p> <p><strong>Preisverleihung im Mai 2026</strong></p> <p>Eine Jury aus führenden sächsischen Medien- und Wirtschaftsunternehmen wählt aus allen Bewerbungen die Siegerin oder den Sieger. Die Bekanntgabe erfolgt erst bei der feierlichen Preisverleihung am 8. Mai 2026 in der Gläsernen Manufaktur.&nbsp;Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält neben der Auszeichnung auch „Die Träumende“ – eine exklusive Bronzeskulptur der Bildhauerin Małgorzata Chodakowska. Die Statue steht für Vision und unternehmerische Kraft.&nbsp;Viele nominierte Unternehmen werden zudem sachsenweit vorgestellt. Zu den Medienpartnern gehören Sächsische Zeitung, Freie Presse, Leipziger Volkszeitung und MDR SACHSEN.</p> <p><strong>Starke Unternehmer prägen das Erzgebirge</strong></p> <p>Die sechs Nominierten zeigen, wie lebendig die Wirtschaft im Erzgebirge ist. Engagement, Verantwortung und neue Ideen sichern Arbeitsplätze und stärken die Region nachhaltig. Der Wettbewerb macht diese Leistungen sichtbar – und rückt das Erzgebirge erneut in den Fokus der sächsischen Wirtschaft.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/EMES-0314-ARW.jpg" length="410635" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10679</guid> <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate> <title>Jahrhundert-Tradition geehrt: Annaberger Kät wird Teil des immateriellen UNESCO-Kulturerbes</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/annaberger-kaet-immaterielles-unesco-kulturerbe-schaustellerkultur </link> <description>Die deutsche Schaustellerkultur ist seit März 2026 immaterielles Kulturerbe. Mit dieser Entscheidung würdigt die Deutsche UNESCO-Kommission gemeinsam mit Bund und Ländern eine lebendige Tradition. Davon profitiert auch die Annaberger Kät – das größte Volksfest im Erzgebirge und eines der ältesten Volksfeste Deutschlands.&amp;nbsp;Jährlich zieht die Annaberger Kät hunderttausende Besucher nach Annaberg-Buchholz. Das Volksfest ist fest im kulturellen Leben des Erzgebirges verankert. Generationen von Schaustellerfamilien prägen die Veranstaltung bis heute.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Über 500 Jahre Tradition im Erzgebirge</strong></p> <p>Die Geschichte der Annaberger Kät reicht bis ins Jahr 1519 zurück. Damals wurde ein Friedhof außerhalb der Stadtmauern mit heiliger Erde aus Rom geweiht. Eine päpstliche Bulle stellte den Annaberger Gottesacker dem „Campo Santo“ in Rom gleich. Ab 1520 entwickelte sich zum Trinitatisfest eine Wallfahrt nach Annaberg.&nbsp;Nach der Reformation wandelte sich das Fest. Aus der religiösen Wallfahrt entstand zunächst ein sommerliches Totenfest. Später entwickelte sich daraus ein Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Buden.&nbsp;1869 zog die Kät auf die Schützenwiese oberhalb des Schutzteiches um. Der Name „Kät“ leitet sich von der mundartlichen Aussprache des Wortes Dreieinigkeit – „Dreiaanigkät“ – ab.</p> <p><strong>Schaustellerkultur verbindet Generationen</strong></p> <p>Mit der Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes wird die Schaustellerkultur besonders gewürdigt. Volksfeste vereinen handwerkliche, technische und künstlerische Fähigkeiten. Gleichzeitig schaffen sie Orte der Begegnung für Menschen aller Generationen.&nbsp;Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch erklärt: „Volksfeste sind nicht nur Orte des Vergnügens, sie sind Erinnerungen an Kindheit, an leuchtende Augen, an den Duft von gebrannten Mandeln und das Gefühl von Gemeinschaft. Hinter all dem stehen Schaustellerfamilien, die oft seit Jahrzehnten – manchmal seit Jahrhunderten – ihr Leben dieser besonderen Kultur widmen.“</p> <p>Auch die Schausteller selbst sehen in der Anerkennung eine wichtige Wertschätzung. Rico Illgen, Vorsitzender des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes Chemnitz, betont: „Volksfeste sind weit mehr als Unterhaltung. Sie sind lebendige Orte der Begegnung, an denen Traditionen weitergegeben werden und Gemeinschaft entsteht.“</p> <p>Die KÄT steht heute für Tradition, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum im Erzgebirge. Die Aufnahme der Schaustellerkultur in das immaterielle Kulturerbe unterstreicht diese besondere Bedeutung und rückt das größte Volksfest im Erzgebirge erneut in den Mittelpunkt.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Geisterstadt_Annaberger_K%C3%84T_2019_Dirk_R%C3%BCsckschloss_27.06.2019__3_.jpg" length="925014" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10677</guid> <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 06:35:04 +0000</pubDate> <title>Diese Oster-Highlights locken jetzt ins Erzgebirge</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/diese-oster-highlights-locken-jetzt-ins-erzgebirge </link> <description>Das Osterwochenende und die Osterferien bringen Bewegung ins Erzgebirge. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausflugsziele und Mitmachangebote sorgen für abwechslungsreiche Frühlingstage.&amp;nbsp;Von farbenfrohen Osterbrunnen über traditionelle Märkte bis hin zu historischen Bahnfahrten zeigt sich das Erzgebirge rund um Ostern besonders lebendig.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Osterbrunnen und Frühlingsfeste im Erzgebirge</strong></p> <p>Bereits eine Woche vor bis zwei Wochen nach Ostern schmücken Osterbrunnen die Greifensteinregion. An 17 Standorten und acht österlichen Kleinoden lassen sich die kunstvollen Dekorationen bestaunen. Dazu zählen unter anderem die Spieldosen in Thum und Gelenau sowie das „Oster-Fensterbrettl“ in Auerbach. Feste, Märkte und kulturelle Angebote machen die Ausflüge in diesen Teil des Erzgebirges besonders attraktiv.&nbsp;Auch die Badegärten Eibenstock präsentieren sich rechtzeitig zu den Osterferien mit einer erweiterten Badelandschaft. Neue Attraktionen und Geschichten rund um Maskottchen Quibi sorgen vor allem bei Familien für Abwechslung. Das Angebot verbindet Entspannung mit Spiel und Unterhaltung.&nbsp;Noch bis zum 12. April verwandelt sich Oskarshausen in „Osterhausen“. Besucher erleben das größte Osterei Sachsens, XXL-Fotomotive sowie die Ausstellung „Blütenwunder“. Kreative Mitmachangebote und der Osterhase sorgen für zusätzliche Höhepunkte.</p> <p><strong>Tradition und Mitmachangebote für Familien</strong></p> <p>Vom 3. bis 6. April öffnet die Manufaktur Wendt &amp; Kühn ihre Erlebniswelten in Grünhainichen und Seiffen. Besucher erwartet ein Osterprogramm mit Quiz, Osterbingo und kreativen Aktionen. Schauvorführungen zeigen traditionelles Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Vom 7. bis 9. April gehen Kinder in Grünhainichen auf Entdeckungstour. Führungen geben Einblicke in die Herstellung der berühmten Engel. Dazu kommen Mitmachaktionen und ein Quiz rund um das Kunsthandwerk.&nbsp;In der Zinngrube Ehrenfriedersdorf sorgt der Osterhase vom 3. bis 10. April auch unter Tage für Überraschungen. Bergwerksführungen finden täglich statt. Von Karfreitag bis Ostermontag gibt es zusätzlich eine Ostereiersuche im Stollen.&nbsp;Ein besonderes Highlight ist das Augustusburger Eierrollen am 5. April. Kunstvoll gestaltete Holzeier rollen vom Marktberg durch die Altstadt. Mit dem Kommando „Bahn frei, jetzt rollt das Ei“ startet der Wettbewerb. Das Event zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an.</p> <p><strong>Märkte, Burgen und historische Bahnfahrten</strong></p> <p>Am 5. und 6. April lädt die Altstadt von Schwarzenberg zum Ostermarkt ein. Rund 40 Händler, Bühnenprogramm, Ponyreiten und Bastelaktionen sorgen für Unterhaltung. Auch das Riesenosterei am Brunnen wird traditionell von Kindern gestaltet. Im Museum PERLA CASTRUM ergänzen Sonderausstellung und Ostereiersuche das Angebot.&nbsp;Am Ostersonntag öffnet die Burg Scharfenstein ihre Tore zum Osterfest. Besucher erwartet ein Osterdorf mit Backen, Basteln, Ritterparcours und großer Ostereiersuche.&nbsp;Historische Eisenbahnfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Museumszüge der Preßnitztalbahn verkehren am Osterwochenende zwischen Jöhstadt und Steinbach. Auch die Fichtelbergbahn und die Weißeritztalbahn bieten nostalgische Fahrten mit dem Osterhasen.</p> <p><strong>Naturerlebnis und Frühlingsstimmung</strong></p> <p>Ein weiteres Angebot wartet im Georgenfelder Hochmoor. Zum Jubiläum „100 Jahre Naturschutzgebiet“ können Besucher auf einem Spaziergang versteckte Osterüberraschungen finden. Naturerlebnis und Ostertradition verbinden sich hier auf besondere Weise.&nbsp;Ob Ostermärkte, Familienprogramme oder Ausflüge in die Natur – das Erzgebirge zeigt sich rund um Ostern vielseitig. Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten für entspannte Ferientage und frühlingshafte Erlebnisse.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Falkenau_Ferienhof_Heimatgenuss_Kulinarik_Familie_Foto_TVE_Studio2media800A1519.jpg" length="454720" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10675</guid> <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 11:28:22 +0000</pubDate> <title>Olympiahelden feiern im Erzgebirge – Gold, Silber, Gänsehaut</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/olympiahelden-feiern-im-erzgebirge-gold-silber-gaensehaut </link> <description>Großer Applaus an der Freilichtbühne in Kurort Oberwiesenthal: Beim Olympiaempfang am 31. März blickten Athleten, Trainer und Fans gemeinsam auf eine erfolgreiche Wintersaison zurück. Viele Besucher aus dem Erzgebirge waren gekommen, um die Olympiateilnehmer und Nachwuchssportler zu würdigen.&amp;nbsp;Die Saison 2025/2026 brachte erneut internationale Erfolge für den Wintersport aus dem Erzgebirge. Höhepunkte waren die Olympischen Winterspiele in Italien sowie mehrere starke Ergebnisse bei Junioren-Weltmeisterschaften im nordischen Skisport und Rennrodeln.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Erzgebirge prägt Olympia-Bilanz</strong></p> <p>Fünf Athleten aus dem Olympiastützpunkt Oberwiesenthal vertraten das Erzgebirge bei den Winterspielen: Katharina Hennig-Dotzler, Selina Freitag, Timon Grancagnolo, Florian Müller und Julia Taubitz. Besonders erfolgreich verlief Olympia für <a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzschlag-podcast">Julia Taubitz</a>. Die gebürtige Annaberg-Buchholzerin gewann zwei Goldmedaillen im Rennrodeln.</p> <p>Selina Freitag weiß, dass sie in jeder sportlichen Situation auf ihre Fans im Erzgebirge zählen kann: „Sport ist schon immer ein großer Teil meines Lebens und ich stecke das ganze Herzblut rein, was ich habe. Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich erhalte. Auch wenn es mal nicht so läuft im Sport, gibt es viele Menschen, die mich aufbauen. Ohne die Zuschauer und ohne die Fans wäre der Sport nur halb so schön.“ Ähnlich glücklich zeigt sich auch Katharina Hennig-Dotzler über den Stellenwert, den Leistungssport in ihrer Heimat innehat: „Es sind ganz viele Leute heute kommen und da sieht man, wie sportverbunden das Erzgebirge ist. Das zeigt, wie groß der Stellenwert des Sports hier im Erzgebirge ist. Das finde ich sehr beeindruckend. Ich kenne auch andere Gegenden, wo das nicht so ist.“</p> <p>Leistungssportler brauchen perfekte Trainingsbedingungen wie sie am Bundesstützpunkt Fichtelberg zu finden sind. „Sport bedeutet in meinem Leben alles. Das Erzgebirge bietet mir aktuell die besten Trainingsmöglichkeiten, dass ich meinen Sport so ausüben kann“, betont Timon Grancagnolo. Und Florian Müller ergänzt: „Die Bedingungen im Erzgebirge haben mich sehr gut unterstützt. Vor allem im Nachwuchsbereich hatte ich hier viele Möglichkeiten zu trainieren.“</p> <p>Auch Skeleton-Athletin Susanne Kreher aus Bärenstein und Axel Jungk aus Zschopau wurden beim Empfang geehrt. <a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/erzgebirge-olympia-winterspiele">Beide kehrten als Doppel-Vizeolympiasieger zurück</a>. Weitere starke Ergebnisse kamen aus Bob, Biathlon und Langlauf. Insgesamt holte Deutschland 26 Medaillen. Rund ein Drittel davon hat seinen Ursprung im Erzgebirge – bei Athleten aus der Region oder mit Trainingsbasis im Erzgebirge.</p> <p>Diese Bilanz zeigt die Bedeutung der Region im deutschen Wintersport. Der Empfang in Oberwiesenthal machte das deutlich sichtbar. Fans nutzten die Gelegenheit für Gespräche, Autogramme und Erinnerungsfotos.</p> <p><strong>Wintersport als Teil der regionalen Identität</strong></p> <p>Landrat Rico Anton würdigte die Leistungen der Sportler und hob die Rolle des Wintersports hervor:&nbsp;„Diese Erfolge zeigen, dass Wintersport im Erzgebirge ein Zuhause hat. Er ist tief verwurzelt und Teil unserer Identität.“&nbsp;Auch die Wirkung nach außen spielte eine zentrale Rolle. Anton erklärte weiter:&nbsp;„Wir sind stolz auf unsere Sportlerinnen und Sportler, die das Erzgebirge auf internationaler Bühne so eindrucksvoll vertreten.“&nbsp;Die Athleten tragen das Erzgebirge weltweit in die Öffentlichkeit. Podestplätze, Finalteilnahmen und starke Leistungen lenken den Blick auf Trainingsorte wie Oberwiesenthal oder Altenberg. Damit wächst die Aufmerksamkeit für die Region weit über den Wintersport hinaus.</p> <p><strong>Nachwuchs sorgt für Fortsetzung</strong></p> <p>Auch der Nachwuchs aus dem Erzgebirge überzeugte. Maria Schneider und Luise Röder gewannen Silber bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Rennrodeln. Liron Reimer, Silas Sartor und Hannes Röder sicherten sich den Gesamtweltcup der Junioren.&nbsp;Beim Empfang wurden außerdem Sportler gewürdigt, die Olympia knapp verpassten. Dazu gehörten Jannis Grimmecke, Melina Fischer, Terence Weber und Tristan Sommerfeldt. Ihre Leistungen zeigen die Breite des Wintersports im Erzgebirge.</p> <p><strong>Eintrag ins Goldene Buch</strong></p> <p>Als Höhepunkt trugen sich die Olympiateilnehmer in das Goldene Buch des Erzgebirgskreises ein. Damit bleibt diese Saison dauerhaft mit dem Erzgebirge verbunden.&nbsp;Der Empfang in Kurort Oberwiesenthal bildete den Abschluss einer erfolgreichen Wintersaison. Gleichzeitig setzte er ein klares Signal: Das Erzgebirge bleibt eine feste Größe im Wintersport. <a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/erzgebirge-olympia-winterspiele">Die jüngsten Erfolge</a> stärken das Image der Region – national und international.</p> <div class="background-corporate-1 check-viewport content-container padding"><h3 class="bold uppercase condensed margin-bottom align-center">Julia Taubitz im hERZschlag-Podcast</h3><div class="align-center"><p><a href="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzschlag-podcast" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus">alle Infos</a><a href="https://open.spotify.com/show/2MQNHDcG5lgotXhknSysPb?si=244442dbdcea4147" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"> Spotify</a><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/herzschlag/id1634012929" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"> Apple Podcasts</a><a href="https://music.amazon.de/podcasts/0a324f2a-fef6-4f50-a84d-3efbc24e82a3/herzschlag" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"> Amazon Music</a><a href="https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9oZXJ6c2NobGFnLWVyemdlYmlyZ2UucG9kaWdlZS5pby9mZWVkL21wMw" target="_blank" class="more background-dark-gray defocus" rel="noreferrer"> Google Podcasts</a></p></div><div><div class="podigee-podcast-player" data-configuration="https://herzschlag-erzgebirge.podigee.io/18-ich-habe-noch-eine-rechnung-offen/embed?context=external&amp;token=npu9xjs99QO8uSbRM8Fx4Q"></div></div></div> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Empfang_Olympioniken_Oberiwsenthal___Marco_Unger.jpg" length="577297" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10667</guid> <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:33:00 +0000</pubDate> <title>Neuer Mega-Standort: Was erzgebirgischer Elektrowerkzeugbauer in Indien jetzt plant</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neuer-mega-standort-was-erzgebirgischer-elektrowerkzeugbauer-in-indien-jetzt-plant </link> <description>Ein Unternehmen aus dem Erzgebirge setzt ein klares Zeichen für Wachstum im Ausland. Die Elektrowerkzeuge Eibenstock bauen ihren Standort in Indien weiter aus – und verbinden dabei Technik mit erzgebirgischer Tradition.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Vierte Erweiterung in 15 Jahren</strong></p> <p>Seit rund 15 Jahren ist das Unternehmen im indischen Bundesstaat Maharashtra aktiv. Die Fertigung befindet sich nahe der Stadt Kolhapur, ergänzt durch ein eigenes Büro- und Entwicklungszentrum in Pune – das „Eibenstock House“. Jetzt wurde die nächste Ausbaustufe erreicht. Im Februar 2026 ging eine neue Produktionshalle in Betrieb. Sie umfasst rund 8.000 Quadratmeter. Das gesamte Gelände misst etwa 40.000 Quadratmeter und bietet Raum für weitere Schritte. In der neuen Halle stehen vor allem Motorenproduktion und Montage im Fokus. Rund 200 Mitarbeiter sind am Standort tätig. Produziert werden Maschinen, die gezielt für den indischen Markt entwickelt wurden. Nach eigenen Aussagen des Unternehmens ist die Erweiterung keine Verlagerung aus dem Erzgebirge. Der Standort in Deutschland bleibt zentral und wird weiter gestärkt.</p> <p><strong>Schwibbogen bringt Erzgebirge nach Indien</strong></p> <p>Zur Eröffnung der neuen Halle gab es einen besonderen Moment. Ein klassischer Schwibbogen aus dem Erzgebirge wurde übergeben und fand seinen Platz am Standort. Damit hält ein Stück erzgebirgischer Kultur Einzug in Indien. Es ist ein sichtbares Zeichen für die Herkunft des Unternehmens – und für die enge Verbindung zur Region. Übergeben wurde der Schwibbogen von Thomas Lässig, der im Unternehmen für das Indiengeschäft verantwortlich ist.</p> <p><strong>Klare Wurzeln im Erzgebirge</strong></p> <p>Hinter der Entwicklung steht ein Familienunternehmen mit starker Bindung an das Erzgebirge. Geschäftsführer Lothar Lässig gilt als offizieller Botschafter der Region. Diese Haltung zeigt sich auch in der Strategie. Während in Indien investiert wird, wächst gleichzeitig der Standort im Erzgebirge weiter. Erst im vergangenen Jahr floss eine Millioneninvestition in eine neue Produktionshalle mit Gießerei und Pulverbeschichtung. Damit bleibt das Erzgebirge Herz des Unternehmens. Die internationale Expansion ergänzt die Entwicklung – sie ersetzt sie nicht. Die Erweiterung in Indien zeigt: Unternehmen aus dem Erzgebirge sind weltweit gefragt und setzen gleichzeitig auf ihre regionalen Wurzeln.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Eibenstock_House_Pune_2_-_Kopie.jpg" length="775075" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10673</guid> <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 07:23:00 +0000</pubDate> <title>Besucher lieben es: Marienberger Erlebnisbad sorgt bundesweit für Aufsehen</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/besucher-lieben-es-marienberger-erlebnisbad-sorgt-bundesweit-fuer-aufsehen </link> <description>Großer Erfolg für das Erzgebirge: Das AQUA MARIEN in Marienberg zählt zu den besten Erlebnisbädern Deutschlands. In einem Ranking von 143 Anlagen landet das Bad auf Platz drei. Grundlage sind rund 695.000 Google-Bewertungen, ausgewertet vom Reiseportal wellnessurlaub.com.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Mit durchschnittlich 4,5 von 5 Sternen erhält das AQUA MARIEN besonders viele positive Rückmeldungen. Fast 4.400 Bewertungen zeigen, wie beliebt das Erlebnisbad im Erzgebirge bei Gästen ist. Auch die Kommentare sprechen eine klare Sprache: „Wir verbringen hier immer wieder gern abwechslungsreiche und superspaßige Tage mit unserem Mini. Und freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Besuch.“ Oder: „Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie! Saubere Umgebung, freundliches Personal und viele Attraktionen für Kinder und Erwachsene.“ Damit gehört das AQUA MARIEN zu den beliebtesten Freizeitangeboten im Erzgebirge.</p> <p><strong>Investitionen stärken das Erlebnisbad weiter</strong></p> <p>Laut der Analyse punktet das Erlebnisbad vor allem mit einer familienfreundlichen Atmosphäre und einer gepflegten Anlage. Aktuell laufen umfangreiche Modernisierungen. Rund 22 Millionen Euro fließen in die Anlage. Bis zu den Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Geplant sind unter anderem eine neue Rutschenlandschaft mit Sachsens größter Wasserrutsche, eine neu gestaltete Saunalandschaft sowie eine größere Blockhaussauna im Außenbereich. Damit stärkt das AQUA MARIEN seine Position im Wettbewerb der Regionen. Für das Erzgebirge bedeutet das: ein weiteres attraktives Ausflugsziel für Familien, Gäste und Einheimische.</p> <p><strong>Wasserspaß-Landschaft Erzgebirge</strong></p> <p>Auch andere Bäder im Erzgebirge schneiden bei den Google-Rezensionen stark ab. Das Freizeitbad an den Greifensteinen sowie die Badegärten Eibenstock erreichen jeweils 4,4 Sterne. Das Johannisbad Freiberg kommt auf 4,3 Sterne. Damit zeigt sich: Das Erzgebirge bietet gleich mehrere attraktive Badeziele.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/AQUA_MARIEN_Andreas_Matthes.jpg" length="876567" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10674</guid> <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 13:39:36 +0000</pubDate> <title>Fast 300 Besucher beim Job-Kontakt in Zschopau: Unternehmen entdecken neue Fachkräfte aus aller Welt</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/fast-300-besucher-beim-job-kontakt-in-zschopau-unternehmen-entdecken-neue-fachkraefte-aus-aller-welt </link> <description>Großer Andrang im Bürgersaal Zschopau: Fast 300 Besucherinnen und Besucher aus zahlreichen Nationen, vor allem&amp;nbsp;Ukraine, Venezuela und arabisch sprechender Raum,&amp;nbsp; nutzten am Freitag den „Job-Kontakt“, um mit regionalen Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung wird vom Welcome Center Erzgebirge der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH gemeinsam mit Partnern der Fachkräfteallianz Erzgebirge organisiert. Die Jobmesse für Geflüchtete und Zugewanderte zeigte einmal mehr, wie groß sowohl der Fachkräftebedarf im Erzgebirge als auch das Interesse an Arbeit und Ausbildung in der Region ist.&amp;nbsp;Viele Unternehmen zeigten sich überrascht vom Zuspruch und der Vielfalt der Besucher.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Bei der <strong data-end="618" data-start="597">Deutsche Post DHL</strong> sieht man im Format eine wichtige Ergänzung zu klassischen Recruiting-Formaten. „Grundsätzliche Frage ist: Wie kommen wir an geeignetes Personal? Wir sind viel auf Jobmessen – aber diese Zielgruppe findet man dort selten“, sagte Recruiter Tom Jossa. Besonders wichtig seien Motivation, ein Führerschein und Offenheit im Umgang mit Menschen. Sprachbarrieren seien hingegen oft weniger problematisch: „In unserem Unternehmen werden 15 bis 20 verschiedene Sprachen gesprochen. Diversität ist für uns ein großes Thema – wir beschäftigen 130 Nationen.“ Gesucht werden vor allem Postboten, aber auch Mechatroniker und Berufskraftfahrer.</p> <p>Positiv fiel auch das Fazit bei der <strong data-end="1319" data-start="1302">AZ INTEC GmbH</strong> aus Olbernhau aus. „Wir kamen eigentlich nur mal zum Schauen – und sind überrascht“, berichtete Personalleiterin Jacqueline Pápa. Viele Mitarbeiter gehen in den kommenden Jahren in Rente, der Bedarf an Nachwuchs ist groß. „Wir haben heute zahlreiche Bewerbungsmappen erhalten und viele Kontakte geknüpft.“ Besonders bemerkenswert: Viele Bewerber überzeugten im direkten Gespräch stärker als ihr offizielles Sprachniveau vermuten ließ. „Wir werden Probearbeiten anbieten, um vor allem Fingerfertigkeit und Motivation zu testen.“</p> <p>Auch das <strong data-end="1899" data-start="1858">Santé Royal Gesundheitsresort Warmbad</strong> war erstmals beim Job-Kontakt dabei und zeigte sich beeindruckt. „Wir sind absolut überrascht über den hohen Zuspruch, das ehrliche Interesse und die Vielfalt an Nationen und Abschlüssen“, sagte Direktorin Christiane Stadelmeier. Das Unternehmen beschäftigt bereits Mitarbeitende aus zwölf Nationen – von Polen über Syrien bis zur Mongolei. „Spannend waren heute viele Besucher, etwa ein Journalist aus Venezuela, der bei uns arbeiten möchte, um seine Sprachkenntnisse zu vertiefen oder eine Mediendesignerin aus Südamerika, die gern im Küchenbereich arbeiten möchte.“</p> <p>Die <strong data-end="2437" data-start="2402">Regionalverkehr Erzgebirge GmbH</strong> war bereits zum dritten Mal vertreten. Personalleiterin Nadja Schrödter sieht im Format einen wichtigen Baustein für die Zukunft: „Unsere altersbedingten Abgänge können wir allein durch Ausbildung nicht stemmen. Die Besucher sind sehr motiviert und interessiert an unseren Berufen.“ Besonders wertvoll seien die direkten Gespräche: „Mir macht es Freude, unsere Jobs vorzustellen, wenn ich echtes Interesse spüre.“</p> <p>Zum ersten Mal dabei war die <strong data-end="2907" data-start="2884">Diakonie Marienberg</strong>. Personalleiter Ehrenfried Lorenz kam zunächst mit gemischten Erwartungen. „Die Sprache ist in der Pflege das wichtigste Medium, außerdem fehlt häufig der Führerschein“, erklärte er. Dennoch fiel sein Fazit positiv aus: „Der Andrang war groß und die Begegnungen waren sehr interessant.“</p> <p>„Ich bin erwartungsfrei gekommen und wurde sehr positiv überrascht von den vielen Besuchern und guten Gesprächen“, sagte Personalerin Sabine Münzer der&nbsp;<strong data-end="3236" data-start="3211">GRÜNPERGA Papier GmbH</strong>. Einige Interessierte hinterließen direkt ihre Lebensläufe. „Wir sind ein sehr buntes Team und sehen im Gewinnen ausländischer Fachkräfte eine große Chance für die wirtschaftliche Zukunft im Erzgebirge.“</p> <p>Der „Job-Kontakt“ zeigte damit erneut: Das Interesse an Arbeit im Erzgebirge ist groß – ebenso wie die Bereitschaft der Unternehmen, neue Wege in der Fachkräftegewinnung zu gehen. Die Mischung aus persönlichem Austausch, Dolmetschern und niedrigschwelligem Zugang erwies sich für beide Seiten als Gewinn.</p> <p>Job-Kontakt wird von der Fachkräfterichtlinie zur Fachkräftesicherung im Freistaat Sachsen gefördert.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_Job_KOntakt_Zschopau_88eb96ef4e.jpg" length="328715" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10670</guid> <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 08:40:00 +0000</pubDate> <title>Millionen-Investition im Erzgebirge: Mogatec baut Zukunft in Drebach</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/millionen-investition-im-erzgebirge-mogatec-baut-zukunft-in-drebach </link> <description>Im Erzgebirge wächst ein wichtiger Technologiestandort weiter. Die Mogatec GmbH hat in Drebach ein neues Entwicklungsgebäude eingeweiht. Der Neubau stärkt die Produktentwicklung und schafft moderne Arbeitsplätze in der Region.&amp;nbsp;Die Tochter der STIHL Gruppe investiert damit gezielt in den Erzgebirgsstandort. Auf rund 1.300 Quadratmetern arbeiten künftig 27 Entwicklerinnen und Entwickler in speziell zugeschnittenen Räumen.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Starker Standort im Erzgebirge wächst weiter</strong></p> <p>Mit dem neuen Gebäude erhält die Entwicklungsabteilung erstmals eigene Räumlichkeiten. Offene Arbeitsbereiche, großzügige Glasflächen und kurze Wege zum Prüfgebäude prägen den Neubau. Die Holzhybridbauweise sorgt für helle und funktionale Arbeitsplätze.&nbsp;Karen Tebar, stellvertretende Vorsitzende des Beirats und Mitglied des Aufsichtsrats, würdigte die Entwicklung im Erzgebirge:&nbsp;„Die Mogatec GmbH hat sich in den vergangenen Jahren trotz eines rauen Wettbewerbsumfelds erfreulich entwickelt. Dies unterstreicht, dass wir hier im Erzgebirge eine leistungsstarke und motivierte Belegschaft haben. Mogatec ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres STIHL Produktionsverbunds. Ich freue mich, dass mit dem neuen Entwicklungsgebäude nun beste Rahmenbedingungen für unsere talentierten Ingenieure geschaffen wurden.“&nbsp;Das Unternehmen gehört seit Februar 2024 vollständig zur STIHL Gruppe. Bereits 2023 erfolgte die mehrheitliche Übernahme. Seitdem wächst die Bedeutung des Standorts im Erzgebirge kontinuierlich.</p> <p><strong>Wichtiger Arbeitgeber im Erzgebirge</strong></p> <p>Die Mogatec GmbH beschäftigt rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Drebacher Ortsteil Grießbach. Damit zählt das Unternehmen zu den wichtigen Arbeitgebern im Erzgebirge. Produziert werden unter anderem Akku-Heckenscheren, Akku-Gehölzschneider sowie Komponenten für moderne Gartentechnik.&nbsp;Auch die Gemeinde begrüßt die Investition. Drebachs Bürgermeister Swen Drechsler betonte:&nbsp;„Mogatec ist seit vielen Jahren ein wichtiger Arbeitgeber in unserer Gemeinde. Die Einweihung des neuen Entwicklungsgebäudes zeigt, dass das Unternehmen den Standort weiterentwickeln und Perspektiven für qualifizierte Arbeitsplätze in der Region schaffen möchte. Wir als Gemeinde freuen uns sehr darüber, wenn wir diesen Prozess positiv begleiten dürfen.“&nbsp;Neben der Produktion übernimmt der Erzgebirgsstandort zunehmend Entwicklungsaufgaben innerhalb der Unternehmensgruppe. Auch Set-Bildung von Geräten und Ersatzteilservice gehören zum Portfolio.</p> <p><strong>Mehr Entwicklungskompetenz für internationale Projekte</strong></p> <p>Die Teams im Erzgebirge arbeiten bereits eng mit internationalen Entwicklungsstandorten zusammen. Der neue Bau stärkt diese Rolle weiter.&nbsp;Dr. Holger Lochmann, Vorstand Entwicklung der STIHL Gruppe, erklärte:&nbsp;„Der Wettbewerb im Markt für akkubetriebene Geräte ist weltweit sehr intensiv. Um Innovationen schnell und zuverlässig zur Marktreife zu bringen, brauchen wir starke Entwicklungsstandorte, die Mechanik, Elektronik, Software und Energiemanagement miteinander verbinden. Genau diese Kompetenzen sind hier in Drebach vorhanden.“&nbsp;Die Entwicklungsabteilung übernimmt zunehmend eigenständige Projektverantwortung. Besonders bei Speziallösungen für professionelle Anwendungen wächst die Bedeutung des Erzgebirgsstandorts.</p> <p><strong>Wachstum mit Tradition</strong></p> <p>Die Mogatec GmbH wurde 1992 gegründet. Damals startete das Unternehmen mit 15 Mitarbeitenden. Heute arbeiten rund 430 Beschäftigte am Standort im Erzgebirge.&nbsp;2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 131 Millionen Euro. Mit dem neuen Entwicklungsgebäude setzt Mogatec ein klares Zeichen für weiteres Wachstum im Erzgebirge.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Mogatec_Entwicklung.jpg" length="615236" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10663</guid> <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 07:35:00 +0000</pubDate> <title>Gold-Award für Köhlerhütte: Erzgebirge stellt Sachsens bestes Hotel</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gold-award-fuer-koehlerhuette-erzgebirge-stellt-sachsens-bestes-hotel </link> <description>Großer Moment im Erzgebirge: Die Köhlerhütte Fürstenbrunn ist gestern mit dem GOLD-AWARD von HolidayCheck ausgezeichnet worden. Damit steht das Haus an der Spitze in Sachsen. Deutschlandweit erreicht das Hotel Platz 18.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Der GOLD-AWARD wird nur an Hotels vergeben, die mindestens fünf Jahre in Folge ausgezeichnet wurden. Die Köhlerhütte im Erzgebirge hat diese Marke deutlich übertroffen. Insgesamt sieben Mal erhielt das Haus bereits den Award. Die Jahre mit Sonderauszeichnungen während der Corona-Zeit zählen dabei nicht.&nbsp;Im Freistaat bleibt die Köhlerhütte das einzige Hotel mit dieser besonderen Ehrung.</p> <p><strong>Feier mit Team und Gästen</strong></p> <p>Die Auszeichnung wurde vor Ort gemeinsam mit dem gesamten Team gefeiert. Ein Empfang mit kleinen Speisen und Sekt begleitete den Termin. Die Freude über die erneute Anerkennung war deutlich spürbar.&nbsp;„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und möchten das mit Ihnen und unserem Team zusammen feiern.“&nbsp;Das Erzgebirge zeigt damit erneut seine Stärke im Tourismus. Qualität, Service und Nähe zum Gast prägen viele Häuser der Region.</p> <p><strong>Ein Blick hinter die Kulissen</strong></p> <p>Neben der Auszeichnung stand das Haus selbst im Mittelpunkt. Die Köhlerhütte präsentierte ihre besonderen Angebote. Dazu gehören gemütliche Zimmer, ein einladender Balkon und ein außergewöhnliches Detail: eine Erlebnis-Toilette.&nbsp;Die öffentlichen WCs wurden von regionalen Handwerkern gestaltet. Rund 195.000 Euro investierte das Hotel in die Anlage. Moderne Technik trifft hier auf Ideen aus der Region. Das Ergebnis überrascht viele Besucher.&nbsp;Auch ein Bergmanns-Fahrkorb gehört zu den Besonderheiten. Er erinnert an die Tradition des Erzgebirges und verbindet Geschichte mit dem Aufenthalt im Hotel.</p> <p><strong>Generationswechsel im Erzgebirge</strong></p> <p>Ein weiterer Schritt wurde gestern ebenfalls vorgestellt. Nach mehr als 20 Jahren erfolgreicher Arbeit übergeben Katrin und Heiko den Betrieb an die nächste Generation. Tochter Johanna übernimmt gemeinsam mit ihrem Partner das operative Geschäft.&nbsp;Die Entwicklung zeigt, wie stark Familienbetriebe im Erzgebirge verwurzelt sind. Erfahrung und neue Ideen gehen hier Hand in Hand. Das sichert die Zukunft des Hauses und stärkt die Region.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Erzgebirge-bestes-Hotel-Sachsen-Koehlerhuette.jpg" length="910570" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10668</guid> <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 12:28:00 +0000</pubDate> <title>Vorhang auf: Theater Burattino begeistert Generationen</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vorhang-auf-theater-burattino-begeistert-generationen </link> <description>Besondere Theatererlebnisse: Dafür steht das Burattino seit Generationen. Seit 1962 steht das Theater, in dem auch Schauspielerin Teresa Weißbach Theatermitglied war,&amp;nbsp; für kreative Arbeit und gemeinsames Erleben. Auch in diesem Jahr zeigt sich das Programm vielseitig und nah an den Menschen im Erzgebirge.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p><strong>Bühne für Kreativität und Begegnung</strong></p> <p>Das Theater Burattino versteht sich als Ort, an dem mehr passiert als nur Aufführungen. Hier entwickeln Teilnehmer ihre Ausdruckskraft und probieren sich aus. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wirken aktiv mit. Sie stehen nicht nur auf der Bühne, sondern arbeiten auch hinter den Kulissen. Technik, Musik und Gestaltung gehören fest dazu. So entsteht Theater als gemeinsames Erlebnis. Begleitet werden die Gruppen von erfahrenen Fachkräften. Neben Märchen stehen auch moderne Stücke und bekannte Klassiker auf dem Spielplan. Jede Inszenierung bringt neue Perspektiven auf die Bühne im Erzgebirge.&nbsp;In dieser Saison wird die Bühne zum Ort der Sehnsüchte, Illusionen und Prüfungen. Man begibt sich auf eine Reise zwischen Wunsch und Wirklichkeit – dorthin, wo Träume auf harte Wahrheiten treffen und Sehnsucht zu Entscheidungen führt. Die aktuelle Spielzeit bietet ein abwechslungsreiches Programm für verschiedene Altersgruppen.</p> <p>Auch für Familien gibt es viel zu entdecken. „Des Kaisers neue Kleider“ bringt Humor und klare Botschaften auf die Bühne. Termine sind Ende März geplant. Märchenfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten. „Vom Fischer und seiner Frau“ sowie „Hänsel und Gretel“ stehen im Juni und Juli auf dem Spielplan. Beide Stücke erzählen bekannte Geschichten mit neuen Ideen.&nbsp;In „Der Besuch der alten Dame“ begegnet man der Versuchung des Geldes – und der Frage, welchen Preis man für Gerechtigkeit und Vergebung zu zahlen bereit ist. In „Hänsel und Gretel“ wird die Welt der Verführungen, Ängste und der kindlichen Stärke erkundet, die selbst die dunkelsten Wälder überwindet. Und in „Vom Fischer und seiner Frau“ stellt der Zuschauer sich der unersättlichen Gier – und der Frage, wann genug wirklich genug ist.</p> <p><strong>Kulturangebot stärkt das Erzgebirge</strong></p> <p>Mit seinem Programm bleibt das Theater Burattino ein fester Teil der Kulturlandschaft im Erzgebirge. Es schafft Raum für Kreativität und Begegnung. Die Mischung aus Mitmachen und Zuschauen spricht viele Menschen an. Das Theater bringt Generationen zusammen und setzt wichtige Impulse für die Region. Wenn sich der Vorhang hebt, wird das Erzgebirge einmal mehr zur Bühne für Geschichten, Ideen und gemeinsames Erleben.</p> <h1>&nbsp;</h1> <p class="MsoBodyText">&nbsp;</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/Burattino.jpg" length="831831" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10669</guid> <pubDate>Tue, 24 Mar 2026 07:48:36 +0000</pubDate> <title>Das Erzgebirge bei &quot;Die Höhle der Löwen&quot;</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hoehle-der-loewen-vox-tv-auftritt-erfindung-smarte-medikamentenbox-anabox-crottendorf-anmed </link> <description>Große Bühne für eine Idee aus dem Erzgebirge: In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ präsentiert ein Gründerteam die ANABOX smart einem Millionenpublikum. Die Sendung vom 23. März rückt eine Entwicklung in den Fokus, die den Alltag vieler Familien erleichtert.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Vier Gründer: Chris Walter, Robert Gühne, Daniel Böber und Jürgen Burkert. Zusammen stellen sie ihre Lösung vor. Ihr Ziel ist dabei klar: „Wir wollen älteren Menschen dabei helfen, länger allein selbstständig zu leben.“&nbsp;Mit diesem Ansatz trifft das Team einen Nerv. Denn viele Angehörige stehen vor der gleichen Herausforderung. Medikamente müssen regelmäßig und korrekt eingenommen werden.&nbsp;Die Wochen rund um den Dreh hinterlassen Eindruck: „Die Zeit war intensiv und geprägt von echter Vorfreude. Die Vorbereitung, die Einblicke hinter die Kulissen und die Atmosphäre am Set haben diesen Tag zu etwas gemacht, das weit über einen gewöhnlichen Termin hinausgeht. Es war eine Erfahrung, die uns als Team spürbar weitergebracht hat", sagt das Gründerteam hinter dem erzgebirgischen Unternehmen&nbsp;anmed GmbH.</p> <p><strong>Smarte Technik für den Alltag</strong></p> <p>Die ANABOX smart bringt Struktur in die tägliche Medikamenteneinnahme. Mehrere Fächer ordnen die Dosen nach Tagen und Zeiten. Leuchtanzeigen und ein Signalton zeigen genau an, wann eine Einnahme ansteht.&nbsp;Sensoren erfassen jede Öffnung. Diese Daten gehen direkt an eine App. Angehörige behalten so den Überblick, auch aus der Ferne. Bleibt eine Einnahme aus, folgt automatisch eine Meldung.&nbsp;Ein klarer Vorteil: das Gerät arbeitet ohne WLAN. Eine integrierte Mobilfunkverbindung sorgt dafür, dass die Box sofort einsatzbereit ist. Einschalten genügt.&nbsp;Auch im Alltag überzeugt das System. Die Becher sind wiederverwendbar, leicht zu reinigen und sogar für Flüssigkeiten geeignet. Der Akku hält einen Monat.</p> <p><strong>Starke Wurzeln im Erzgebirge</strong></p> <p>Die Grundlage für diese Entwicklung entstand bereits vor Jahren in Annaberg-Buchholz. Dort entwickelte ein Apotheker die erste ANABOX.&nbsp;Die heutige Produktion ist fest im Erzgebirge verankert. In Crottendorf sitzt die anmed GmbH. Das Unternehmen gehört zur HSK-Gruppe und bildet dort den Bereich Medizintechnik.&nbsp;Hier entstehen präzise Kunststoffteile für medizinische Anwendungen. Gefertigt wird unter kontrollierten Bedingungen nach ISO-13485-Standard. Das sichert Qualität und hohe hygienische Anforderungen.&nbsp;Anmed arbeitet mit einem kleinen, spezialisierten Team. Gleichzeitig besteht ein internationales Vertriebsnetz. So gelangen Produkte aus dem Erzgebirge in viele Länder.</p> <p><strong>Erfahrung trifft Weiterentwicklung</strong></p> <p>Die ANABOX smart baut auf einer langen Entwicklung auf. Die klassische ANABOX ist seit Jahren im Einsatz, etwa in Pflegeeinrichtungen.&nbsp;Mit der smarten Version kommt nun digitale Kontrolle hinzu. Tests im häuslichen Umfeld zeigen eine hohe Zuverlässigkeit. Die Kombination aus einfacher Bedienung und technischer Unterstützung überzeugt.&nbsp;</p> <p><strong>Erzgebirge als Standort für Medizintechnik</strong></p> <p>Der Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ zeigt die Stärke der Region. Im Erzgebirge entstehen Produkte, die konkrete Probleme lösen.&nbsp;Die Verbindung aus Erfahrung, präziser Fertigung und neuen Ideen prägt den Standort. Unternehmen wie anmed treiben diese Entwicklung voran.&nbsp;So wird deutlich: Das Erzgebirge steht für Lösungen, die im Alltag ankommen.</p> <p><strong>Die Löwen der VOX-Erfolgssendung sind überzeugt</strong></p> <p>„Eure Idee ist sensationell!“, urteilt Star-Investor Ralf Dümmel. Der Unternehmer und Investor Frank Thelen meint: „Ihr löst ein Problem für viele, viele Menschen und ich möchte bei euch investieren. Alleine das Patent auf euer Produkt könnte 25 Millionen Euro wert sein.“ Das Ergebnis? „Der Deal ist hart, aber wir nehmen ihn an“, sagt der geschäftsführende anmed-Geschäftsführer Jürgen Burkert. Das Gründerteam schlägt bei 180.000 Euro Investment des Investors für 25 % der Firmenanteile ein.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/user_upload/die-anabox-smart-bringt-angehoerigen-ruhe-und-gewissheit.jpg" length="303776" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-10660</guid> <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 07:24:00 +0000</pubDate> <title>Meisterbrief für den Nachwuchs: Handwerker aus dem Erzgebirge ausgezeichnet</title> <link> https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/meisterbrief-fuer-den-nachwuchs-handwerker-aus-dem-erzgebirge-ausgezeichnet </link> <description>Das Handwerk feiert seinen Nachwuchs. Die Handwerkskammer Chemnitz ehrte am Samstag insgesamt 240 Meisterabsolventinnen und Meisterabsolventen des Jahrgangs 2025. Die Feier fand in der Stadthalle Chemnitz statt. Für das Erzgebirge ist die Veranstaltung ein wichtiges Signal. Viele junge Handwerker aus der Region haben den anspruchsvollen Abschluss geschafft und tragen ihre Gewerke in die Zukunft.</description> <content:encoded> <![CDATA[ <p>Im Jahrgang 2025 haben 240 Absolventinnen und Absolventen ihre Meisterprüfung bestanden. Insgesamt wurden Abschlüsse in 25 verschiedenen Handwerken abgelegt.</p> <p>Zu den größten Gruppen gehören:</p><ul data-end="1272" data-start="1140" class="content"> <li data-end="1169" data-section-id="1b10uuw" data-start="1140"> <p data-end="1169" data-start="1142">Kraftfahrzeugtechniker (39)</p> </li> <li data-end="1208" data-section-id="isfr80" data-start="1170"> <p data-end="1208" data-start="1172">Installateure und Heizungsbauer (27)</p> </li> <li data-end="1227" data-section-id="zjqrg2" data-start="1209"> <p data-end="1227" data-start="1211">Metallbauer (25)</p> </li> <li data-end="1243" data-section-id="48iacj" data-start="1228"> <p data-end="1243" data-start="1230">Friseure (21)</p> </li> <li data-end="1272" data-section-id="vbitsr" data-start="1244"> <p data-end="1272" data-start="1246">Maurer und Betonbauer (13)</p> </li></ul><p>36 Frauen erhielten im aktuellen Jahrgang den Meisterbrief. Der jüngste Absolvent ist 21 Jahre alt, die älteste Absolventin 49 Jahre.&nbsp;Während der Meisterfeier wurden auch die besten Absolventen ihres Gewerks ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten die Meisterinnen und Meister den Meisterbonus der Sächsischen Staatsregierung.&nbsp;Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, betonte die Bedeutung der Meisterausbildung:&nbsp;„In den Händen der Meisterinnen und Meister liegt seit jeher die Zukunft des Handwerks. Sie sind es, die den Fortbestand ihrer Gewerke sichern, denn sie bilden aus, entwickeln Innovationen und tragen ihre Unternehmen in die Zukunft.“</p> <p><strong>Meister aus dem Erzgebirge prägen ihre Gewerke</strong></p> <p>Unter den Absolventen befinden sich zahlreiche Handwerker aus dem Erzgebirge. Sie stehen für die große handwerkliche Tradition der Region – vom Bäckerhandwerk über Baugewerke bis hin zu Holzhandwerken.</p> <p><strong>Daniel Gräbner – Bäckermeister aus Crottendorf</strong></p> <p>Daniel Gräbner lernte von 2018 bis 2021 im Familienbetrieb Bäckerei Gräbner und in Annaberg-Buchholz das Bäckerhandwerk. Bereits während seiner Ausbildung besuchte er ein Eliteseminar für junge Bäcker in Weinheim.&nbsp;2025 schloss er seine Meisterausbildung erfolgreich ab. Der Familienbetrieb hat eine lange Geschichte: Seit dem 17. Jahrhundert befindet sich die Bäckerei im Besitz der Familie. Daniel Gräbner gehört zur 18. Generation. Sein Ziel ist es, den Betrieb später weiterzuführen.</p> <p><strong>Dominic Schneider – Elektrotechnikermeister aus Olbernhau</strong></p> <p>Dominic Schneider arbeitet bei den Stadtwerken Olbernhau und ist dort seit 2022 Abteilungsleiter im Netzbetrieb Strom. Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Mechatroniker.&nbsp;Heute plant und betreut er elektrische Anlagen und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Energieversorgung und der Energiewende.</p> <p><strong>Justine Wanke – Friseurmeisterin aus Sayda</strong></p> <p>Die Leidenschaft für den Friseurberuf begann bei Justine Wanke schon früh. Mit elf Jahren übte sie erste Frisuren an Puppenköpfen. Ihre Ausbildung absolvierte sie im Salon Haararbeiten Henning John in Freiberg.&nbsp;2023 schloss sie ihre Gesellenprüfung als Beste ihrer Klasse ab. Kurz danach begann sie die Meisterausbildung. Mit 21 Jahren erhielt sie den Meistertitel. Heute unterstützt sie auch die Ausbildung des Nachwuchses im Friseurhandwerk.</p> <p><strong>Kai Höhlich-Frech – Tischlermeister aus Niederwürschnitz</strong></p> <p>Kai Höhlich-Frech fand über Umwege zum Tischlerhandwerk. Nach einem ersten Ausbildungsversuch im Bäckerhandwerk begann er mit 16 Jahren eine Tischlerlehre.&nbsp;Neben seiner Arbeit holte er später den Realschulabschluss und das Fachabitur nach. 2025 legte er schließlich seine Meisterprüfung ab. Für ihn steht der eigene Ehrgeiz im Mittelpunkt seiner beruflichen Entwicklung.</p> <p><strong>Kai Schuster – Straßenbauermeister aus Niederlauterstein</strong></p> <p>Kai Schuster aus dem Ortsteil Niederlauterstein bei Marienberg arbeitet seit Jahren im Bereich Straßenunterhaltung und Infrastruktur. In seinem Beruf sammelte er Erfahrung in Bauwerkskontrolle, Baustellenabnahmen und Verkehrsabsicherung.&nbsp;Mit der Meisterausbildung vertiefte er sein Wissen im Tiefbau. Sein Ziel ist eine Tätigkeit in Bauleitung oder Projektbegleitung im Straßenbau.</p> <p><strong>Kurt Dietzsch – Drechsler- und Holzspielzeugmachermeister aus Geyer</strong></p> <p>Kurt Dietzsch arbeitet im Familienbetrieb der Holzbildhauerei Dietzsch. Die Tradition des Betriebs reicht bis ins Jahr 1872 zurück.&nbsp;Sein Ziel ist es, den Betrieb später gemeinsam mit seiner Schwester weiterzuführen und das erzgebirgische Holzhandwerk fortzusetzen.</p> <p><strong>Roman Günther – Zimmerermeister aus Kemtau</strong></p> <p>Roman Günther begann 2010 seine Ausbildung zum Zimmerer. Bereits während der Lehrzeit gewann er einen Lehrlingswettbewerb und schloss seine Ausbildung als bester Zimmerer der Handwerkskammer Chemnitz ab.&nbsp;Heute arbeitet er als Planer in einer Zimmerei und beschäftigt sich intensiv mit Holzbau und nachhaltigen Baustoffen.</p> <p><strong>Till Werner – Dachdeckermeister aus Zschopau</strong></p> <p>Till Werner wuchs im Dachdeckerbetrieb seiner Familie auf. Nach der Ausbildung von 2020 bis 2023 besuchte er direkt die Meisterschule.&nbsp;Mit 22 Jahren gehört er zu den jüngsten Meisterabsolventen. Sein Ziel ist es, später mehr Verantwortung im Familienbetrieb zu übernehmen und das Unternehmen weiterzuführen.</p> <p><strong>Handwerk bleibt wichtige Säule im Erzgebirge</strong></p> <p>Das Erzgebirge ist seit Jahrhunderten von Handwerk geprägt. Viele Betriebe sind Familienunternehmen, die ihr Wissen über Generationen weitergeben.&nbsp;Mit den neuen Meisterinnen und Meistern erhält das Handwerk in der Region engagierten Nachwuchs. Sie sorgen dafür, dass traditionelle Gewerke und moderne Technik im Erzgebirge auch in Zukunft eng miteinander verbunden bleiben.</p> ]]> </content:encoded> <category>Newsmeldung</category> <enclosure url="https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_WhatsApp_Image_2026-03-24_at_07.08.19_3d1935a3bf.jpeg" length="1941644" type="image/jpeg"/> </item> </channel> </rss> 