Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. www.wirtschaft-im-erzgebirge.de Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge. de-de Regionalmanagement Erzgebirge Sun, 16 May 2021 11:15:10 +0200 Sun, 16 May 2021 11:15:10 +0200 TYPO3 CMS news-5725 Fri, 14 May 2021 06:15:00 +0200 "Der Beruf ist alles andere als verstaubt" - Bürstenregion will sich im Vogtland als Marke etablieren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/der-beruf-ist-alles-andere-als-verstaubt-buerstenregion-will-sich-im-vogtland-als-marke-etablieren Koordinatorin und Stützengrüns Bürgermeister werben für die Deutsche Bürstenregion Quelle: Freie Presse vom 8. Mai 2021, Mario Ulbrich

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news-5724 Wed, 12 May 2021 06:12:00 +0200 50.000 neue Mitarbeiter für die Region https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/50000-neue-mitarbeiter-fuer-die-region Firma KSG in Gornsdorf hat eigenes Bienenvolk Quelle: Freie Presse vom 8. Mai 2021

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news-5723 Tue, 11 May 2021 09:10:19 +0200 Warum eine Bibliothek jetzt auch Tischtennisschläger verleiht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-eine-bibliothek-jetzt-auch-tischtennisschlaeger-verleiht Bücher verborgen ist nichts Besonderes. Warum nicht auch anderer Dinge zum Verleih anbieten? Das fragte sich die Neukirchener Bibliothekschefin. Eine Antwort darauf können sich Kunden jetzt in einem Extra-Regal geben lassen. Quelle: Freie Presse vom 8. Mai 2021, Georg Ulrich Dostmann

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news-5721 Mon, 10 May 2021 02:09:00 +0200 Feinkartonagen-Manufaktur in Buchholz plant Erweiterung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feinkartonagen-manufaktur-in-buchholz-plant-erweiterung Bekannt ist die Buchholzer Firma Sacher für ihre Schmuckkästchen. Doch schon seit Jahren wächst das Unternehmen auch in einem anderen Bereich. Quelle: Freie Presse vom 3. Mai 2021, Denise Märkisch

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news-5722 Fri, 07 May 2021 12:59:00 +0200 Von der smarten Idee zur Serienfertigung: Erzgebirger schreiben erfolgreiche Geschichte der E-Mobility mit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/von-der-smarten-idee-zur-serienfertigung-erzgebirger-schreiben-erfolgreiche-geschichte-der-e-mobility-mit Es ist ein rasant wachsender Markt, der das Leben in der Stadt und auf dem Land immer mehr tangiert und smarter macht: die Mikromobilität. Unter diesem Begriff einen sich E-Bikes, E-Roller und Segways ebenso wie Lastenfahrzeuge und autonome Transportsysteme. Die Konzepte dahinter sind emissionsfrei, fördern den Individualverkehr und stehen für Nachhaltigkeit, um vor allem kürzere Strecken schnell und ohne große Anstrengung zu überwinden. Wie der Nutzen der Fahrzeuge je nach Ausstattung und Einsatzort noch höher werden und die Fertigung künftig wesentlich kosten- und ressourceneffizienter ablaufen kann, damit beschäftigt sich das erzgebirgische Projekt SmartSTRAT. SmartSTRAT ist ein Ergebnis des Technologiebündnisses SmartERZ, das nun mit Einzelprojekten in die Umsetzungsphase geht. Das mit Bundesmitteln finanzierte SmartERZ verfolgt das Ziel funktionsintegrierte Faserverbundwerkstoffe, sogenannte Smart Composites, zu erforschen und neue Anwendungen zu entwickeln. Der offizielle Startschuss für SmartSTRAT fiel am 1. Mai 2021. SmartSTRAT steht verkürzt für „Prüf- und Fertigungsstrategien für smarte Composite Anwendungen am Beispiel Mikromobilität“. Was so sperrig klingt, ist im Grunde einfach: es soll gelingen, dass die Bauteile, aus denen Mikromobile zusammengesetzt sind, Alarm schlagen, wenn Überlastung oder Schädigungen drohen. Die Umsetzungskompetenz erzgebirgischer Unternehmen – in dem Fall von Mogatec Moderne Gartentechnik GmbH Drebach (Mogatec) und Hugo Stiehl GmbH Kunststoffverarbeitung Crottendorf (HSK) – wird gezielt mit dem Knowhow wissenschaftlicher Partner verknüpft. Die CIP Mobility GmbH aus München bereichert das Projektteam als überregionaler Impulsgeber und Technologieanwender für Mikro e-Mobilität, das in Chemnitz ansässige Steinbeis Innovationszentrum für Automatisierungskonzepte für Leichtbauprozesse fungiert als Partner im Bereich Technologietransfer. Der Markt der Mikromobilität hat sich längst zu einem weiten Feld entwickelt. Unterschiedliche Anwendungsfälle und Einsatzorte der Fahrzeuge führten bis heute zu einer hohen Zahl an Modellvarianten, die in Ausstattung und Motorisierung differieren. Bisher fordert die Herstellung ein hohes Maß an manueller Fertigung, was mit hohen Kosten einhergeht. Deshalb braucht es Innovationen bei der automatisierten Fertigung von Smart Composites, die aufgrund ihrer großen Designfreiheit, dem geringen Gewicht und der besonderen Eignung zur Funktionsintegration gegenüber etablierten Konstruktionswerkstoffen wesentliche Vorteile bieten.

Mogatec und HSK bündeln seit Jahren Know-how.

Die Firmen HSK und Mogatec haben bereits viele Projekte gemeinsam entwickelt und erfolgreich die Serienfertigung überführt. Seit Jahren liefert der Kunststoffprofi HSK aus Crottendorf funktionale Bauteile nach Drebach. Mogatec ist als erzgebirgischer Spezialanbieter von Gartengeräten bekannt. „Wir bringen unsere Kompetenz im Bereich der Entwicklung und Herstellung innovativer Bauteil- und Antriebskonzepte aus unserem Garten- und Forstgerätesegment in SmartSTRAT ein. Akkusysteme gewinnen dort dabei zunehmend an Bedeutung. Die dort integrierten Grundprinzipien sind ohne weiteres auf kompakte Systeme für Mikromobilitätsanwendungen übertragbar. Ziel ist es, die Entwicklungen in eine wirtschaftliche Serienfertigung zu überführen“, so Geschäftsführer Tobias Wetzel. Das Ganze soll am Beispiel einer Rahmenstruktur für leichte Elektrofahrzeuge binnen der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. Darüber hinaus soll ein modular aufgebauter Prüfstand schnell und einfach Betriebs- und Überlasten nachweisen, sprich effektiv Fehler am Rahmen oder der Sensorik erkennen und melden.

Verbund SmartERZ liefert Plattform für Neuentwicklungen

Der Verbund SmartERZ liefert eine optimale Plattform für erzgebirgische Unternehmen künftig stärker zu kooperieren. „Durch den Austausch ergeben sich immer wieder neue Perspektiven einer Zusammenarbeit“, so Tobias Wetzel. Historisch begründet hat sich die Wirtschaft im Erzgebirge im Laufe der Jahrhunderte auf Nischen spezialisiert. „Und genau dieses individuelle Knowhow, das sich hinter jedem Werktor und jedem angegliederten kleinen Forschungslabor verbirgt, ist für die Entwicklung der Region bedeutend. Durch die Aktivitäten rund um SmartERZ wird die Region noch deutlicher in den Fokus vieler potentieller Kunden und Lieferanten auf nationaler und internationaler Ebene rücken“, erklärt Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice/Fachkräfte bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. „Das sollten wir als erzgebirgische Unternehmen eines künftigen „Silicon Valley“ für Smart Composites nutzen, die Position als innovativer Fertigungsstandort festigen und ausbauen“, blickt Tobias Wetzel zuversichtlich in die Zukunft.

Hintergrund:

SmartERZ ist ein Netzwerk von aktuell über 180 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Ziel des Bündnisses ist die Initiierung eines innovationsgetriebenen Strukturwandels in der WirtschaftsregionErzgebirge. Der Fokus liegt dabei auf der Funktionalisierung von innovativen Werkstoffverbunden (Composites). Das enorme Innovations- und Wachstumspotential derartiger Materialien nutzt die Region Erzgebirge zur Transformation zum Hightech-Standort.

SmartERZ versteht sich als branchen- und unternehmensübergreifendes Technologiecluster, das langfristig regionale Wertschöpfung generiert. Hauptinitiatoren sind die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH als Konsortialführer und die TU Chemnitz. Das Bündnis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programmes „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ gefördert.

www.smarterz.de

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news-5719 Fri, 07 May 2021 06:42:00 +0200 Debüt CD: 99 Funken für die jüngste Botschafterin des Erzgebirges https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/debuet-cd-99-funken-fuer-die-juengste-botschafterin-des-erzgebirges Die jüngste Botschafterin des Erzgebirges, Lucie Bartholomäi, hat ab heute ihre erste eigene CD mit Werken von den großen Komponistinnen Rebecca Clarke, Clara Schumann, Louise Farrenc und Amy Beach auf dem Markt. Die 17jährige gilt als hochbegabtes musikalisches Ausnahmetalent auf ihrer Violine. Die Kosten für ihre erste CD wurden vor zwei Jahren durch ein Crowdfunding-Projekt mit der Erzgebirgssparkasse gesammelt. 99 Funken heißt die Plattform zur Kampagne, die bis heute 26 Projekte unterstützt. Jeder Funken stand damals für Lucie für etwas Hoffnung auf das Verwirklichen der Idee zur Debüt-CD. Heute ist es endlich soweit. „Bartholomäi und ihre Klavierpartnerin Verena Louis widmen sich dem zu selten gespielten Repertoire mit großer Liebe zum Detail, kammermusikalischer Intimität und Farbenreichtum. Eine echte Entdeckungsreise!“, versprechen die Produzenten von Genuin.

Ihr Genre ist schon seit dem 5. Lebensjahr die Klassik, die CD ein wichtiger Meilenstein ihrer bisherigen Karriere. Denn um sich weiter auf dem Markt der Musik etablieren zu können, wird beispielsweise bei Wettbewerben das Vorlegen einer eigenen CD erwartet. Die Marienbergerin ist Preisträgerin mehrerer Talentwettbewerbe und wurde mit 10 Jahren in die Begabtenklasse des Freistaates Sachsen aufgenommen. Mit 11 Jahren absolvierte sie erfolgreich die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig und studiert seitdem in der Violinklasse von Herrn Prof. Friedemann Wezel.

Im Alter von 13 Jahren wurde Lucie vom Regionalmanagement Erzgebirge zur jüngsten Botschafterin des Erzgebirges ernannt und reiht sich seitdem in die knapp 130 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport ein.

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news-5720 Wed, 05 May 2021 11:03:54 +0200 Erzgebirgerin verleiht Bier den richtigen Geschmack https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgerin-verleiht-bier-den-richtigen-geschmack Marie-Luise Mauersberger ist die wahrscheinlich einzige Braumeisterin aus dem Erzgebirge - zumindest bald. Nun will sie mit ihrem Wissen helfen, einer Traditionsmarke frischen Wind einzuhauchen. Quelle: Freie Presse vom 3. Mai 2021, Patrick Herrl

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news-5718 Tue, 04 May 2021 13:05:03 +0200 Ein Haus, 30 Sprachen, unzählige wertvolle Tipps: Neues Serviceangebot des Welcome Center Erzgebirge ergänzt Beratung für Zuwanderer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/ein-haus-30-sprachen-unzaehlige-wertvolle-tipps-neues-serviceangebot-des-welcome-center-erzgebirge-ergaenzt-beratung-fuer-zuwanderer Eine Wohnung suchen, die Kinder in Kita oder Schule anmelden, Papiere anerkennen lassen, Land und Leute verstehen lernen, komplexe Regelwerke begreifen – und all das noch in einer neuen Sprache. Der Kopf raucht, wenn man aus einem anderen Land nach Deutschland zuwandert. Ein begehbares, winziges Haus soll auf knapp einem Quadratmeter Standfläche künftig Neulinge im Erzgebirge abholen bzw. sie beim Ankommen noch umfassender unterstützen. Infohaus heißt das Konstrukt, das angedockt an das Welcome Center Erzgebirge (WCE), ab dieser Woche im Foyer des Technologieorientierten Gründer- und Dienstleistungszentrum Annaberg (Adam-Ries-Straße 16, 09456 Annaberg-Buchholz) die ersten Schritte in der neuen Heimat erleichtern möchte. „In einem neuen Land, mit fremder Sprache und Kultur einen Neuanfang zu wagen, ist kein leichtes Unterfangen und birgt viele Herausforderungen“, sagt Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH bei der Eröffnung des Infohauses. Bei dem Angebot handelt es sich um einen Multimediastand mit Tablet-Computer, an dem sich Zuwanderer über das Leben in Deutschland informieren, Sprachübungen absolvieren und nicht zuletzt individuelle Unterstützung finden oder sich untereinander vernetzen können.

Größte Hürde: die Sprache

Seit Juli 2016 fungiert das Welcome Center Erzgebirge als Servicestelle, wenn es für „Neulinge“ im Erzgebirge um das perfekte Ankommen geht. Das Center steht als Lotse im Behördendschungel zur Seite und ist auch Partner für Unternehmer, die ihre neuen Mitarbeiter beim Heimisch werden unterstützen möchten. „Meistens ist dennoch die erste Schwelle, um mit uns Kontakt aufzunehmen, hoch. Gerade für ausländische Zuwanderer bildet die oft noch sehr fremde Sprache die größte Barriere“, weiß Kristin Kocksch, die Leiterin des WCE: „Mit dem Infohaus bieten wir nun die Chance, ganz einfach den Kontakt zu uns herzustellen und dennoch bereits viele Informationen mitzugeben“.

Dauerhaft ankommen trotz Heimweh

Eine, die weiß, wie herausfordernd der Start in einer neuen künftigen Heimat ist, ist Ngoc Lien Huong Vu. Die junge Frau stammt aus Vietnam und kam vor vier Jahren in die Region – zuerst nach Chemnitz und dann zur Ausbildung nach Kurort Oberwiesenthal. „Es war anstrengend. Anfangs habe ich kaum etwas verstanden. Aber auch andere Dinge aus dem neuen Kulturkreis waren so fremd. Das Eingewöhnen dauerte lang“, denkt sie zurück. Unterstützung zum Ankommen bekam sie von Landsleuten, die schon länger hier waren. „Für alle, die nun in die Region kommen ist es natürlich toll, so ein Angebot an Informationen und Hilfen aus dem Welcome Center zu haben“, betont die Asiatin, die erst im Januar ihre Ausbildung im elldus Resort beendet hat und sich trotz manchmal aufkommendem Heimweh im Erzgebirge inzwischen wohl fühlt.

Infohäuser als Orte der Begegnung

Das GDZ Annaberg wurde nun als einer von 35 Standorten in Deutschland (davon drei in Sachsen) ausgewählt. Realisiert wurden die Häuser im Rahmen des Projektes „Ankommen in Deutschland“, initiiert vom Goethe-Institut. Bis voraussichtlich Ende Juni 2022 wird es allen Neuzugewanderten Hilfestellung beim Ankommen in Deutschland leisten. „Das Infohaus ist die ideale Ergänzung zu unserem breitgefächerten, bereits bestehenden Unterstützungsangebot im Rahmen des Welcome Center Erzgebirge. Die Infohäuser sind ein Ort der Begegnung. Besonders sprachliche Barrieren müssen bei den Zuwanderern abgebaut werden. Wenn dies nun mit dem Infohaus etwas einfacher gelingt, ist uns allen, besonders aber den zugewanderten Menschen geholfen. Auch wenn die aktuelle Situation die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte abschwächt, bestätigen Prognosen künftig einen noch höheren Fachkräftebedarf – gerade im Gesundheits- und Bauwesen sowie in der IT-Branche“, so Lißke.

Im Infohaus finden Interessierte nicht nur Spiele und Übungen zum Erlernen der deutschen Sprache und gelangen auf direktem Weg in das Webportal „Mein Weg nach Deutschland“, sondern können sich über das Leben und Arbeiten in Deutschland übersichtlich und in 30 Sprachen informieren. Auch ein Blick in die zahlreichen Schubkästen und Fächer lohnt sich. Dort findet man verschiedene Materialien und Giveaways des Goethe-Instituts sowie Welcome Center Erzgebirge.

Hintergrund

Das Projekt „Ankommen in Deutschland“, das vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert wird, richtet sich an neuzugewanderte Drittstaatsangehörige, die aus beruflichen oder privaten Gründen nach Deutschland gekommen sind. Es soll Zuwandernde dabei unterstützen, ihren Start im neuen Land zu erleichtern und stellt Unterstützung für einen nahtlosen Übergang in die Integrationsangebote des Bundes bereit.

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(mit WCE teilen) Pressemitteilung
news-5714 Tue, 04 May 2021 03:48:00 +0200 Der mit dem Licht spielt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/der-mit-dem-licht-spielt „Schreib bloß keinen romantischen Artikel“, lautete die scherzhafte Ansage der Redaktion, und auch der Förster rollte mit den Augen, als ich ihm mit einem Augenzwinkern meine nicht ganz ernst gemeinte Titelidee „Der Förster vom Antonsthal“ vortrug. Doch wie soll man nicht romantisch werden, wenn der smarte 30-Jährige dann so vor einem steht, das leicht gelockte Haar locker zum Man Bun gezwirbelt; auf der weiträumigen Lichtung, die hinter endlosen Wäldern den Blick auf Keilberg und Fichtelberg freigibt? Wenn er dann erzählt von seiner Jule, mit der er fast seit Kindertagen zusammen ist, mit der er die halbe Welt bereist hat und mit der er in Südamerika beschlossen hat, wieder ins Erzgebirge zurückzukehren, weil es hier doch am schönsten ist? Und wenn er mit glühender Begeisterung von seiner Arbeit schwärmt, die ihn so ausfüllt, dass er darüber gern mal den Feierabend vergisst? Auch der Spaziergang durch den Wald, zu dem wir uns verabredet haben, erfüllt alle Erwartungen an die Idylle des Erzgebirges. Doch während wir laufen, gibt Martin Meyer, seit gut einem Jahr Revierleiter beim Staatsbetrieb Sachsenforst im Forstbezirk Eibenstock, auch viele nachdenkliche Einblicke in den Arbeitsalltag und die generationenübergreifende Verantwortung eines Försters. 

Wer gewinnt das Rennen ums Licht?

Der naturnahe Waldumbau liegt ihm besonders am Herzen. Immer wieder hält er an, um uns auf die dunklen „Fichtenäcker“ hinzuweisen, die wir alle für „normalen Wald“ halten. „Schaut doch mal“, sagt er, „kein Unterwuchs, kein Kraut, kein Strauch, nichts. Alles dunkel.“ Für ihn ist Waldgestaltung: 

„Das Spiel mit dem Licht“

„Als Förster kann ich mit Licht steuern, wie es in 20 oder 50 Jahren hier aussehen wird“, erklärt er seine Arbeit. „Ich muss dafür sorgen, dass die Baumarten, die in diesem Wald wachsen sollen, das Rennen ums Licht gewinnen.“ Dafür gilt es, gezielt Freiräume zu schaffen oder bestehende Lichtschächte zu nutzen, um dort vielfältige Baumarten anzupflanzen. „Die Tanne ist als Baum naturnaher Bergmischwälder die Königin des Waldes – sie ist unser Hoffnungsbaum“, sagt Martin Meyer. Früher machte die Tanne zusammen mit der Buche etwa zwei Drittel des Erzgebirgswaldes aus.

Die Tanne ist die Königin des Waldes

Die Fichte, die heute fast überall dominiert, hielt mit Beginn des Bergbaus im Erzgebirge flächendeckend Einzug, weil sie schnell wuchs und damit ein guter Holzlieferant war. „Somit kam sie auch an Stellen, die eigentlich nicht für sie geeignet sind – und dort fällt sie heute dem Borkenkäfer besonders schnell zum Opfer“, erklärt der studierte Forstwirtschaftler. Doch die lichten Stellen, die durch den Borkenkäferbefall entstanden sind, sind auch eine Chance, den Wald wieder naturnah zu gestalten. Artenreiche Dauerwälder anzulegen, ist das Ziel, das Martin Meyer mit ganzer Kraft verfolgt. Wie Mosaiksteinchen fügt er dafür unterschiedlichste Baumarten ihren Ansprüchen entsprechend zusammen – Weißtanne, Eiche und Bergahorn, Erlen und Ulmen an den Bachläufen, Buchen unter Fichten, Hecken an den Waldsäumen.

Die steirische Rauhhaarbracke Ida ist Martin Meyers ständiger Begleiter – auch bei der Jagd. Immer wieder ertönt ihr Fährtenlaut, mit dem sie auf eine Wildspur aufmerksam macht.

Wald und Wild

Dieses bunte Mosaik gefällt nicht nur den Menschen – es schmeckt auch dem Wild.

„Waldpflege ist immer auch Wildpflege“ 

meint Martin Meyer ernst und verweist damit auf einen für ihn unentbehrlichen Bestandteil seiner Forstarbeit: die Jagd. „Was nützt es, wenn wir Setzlinge einbringen, sie hegen und pflegen, und dann kommt das Wild und knabbert die zarten Triebe ab? Die besonderen Baumarten sind wie Pralinen für das Rot- und Rehwild – gerade die Bäume, die wir brauchen, verbeißen sie mit Hochgenuss.“

Schonungen einzäunen, wie es früher Usus war, ist heute oft keine Option: „Erstens ist es sehr aufwendig, zweitens funktioniert es nicht bei kleinteiligen Mosaikbepflanzungen, und drittens bedient sich das Wild dann woanders.“ Die Jagd ist für Martin Meyer die beste Möglichkeit, die Natur im Wald zu regulieren: „Wir müssen unsere Wohnung erst renovieren, bevor hier alle wieder gut leben können“, versinnbildlicht er. Bedeutet: Der Wald muss sich erst erholen, wieder artenreicher werden. Wenn die Eichen, Tannen und Buchen dann groß sind und selbst Tausende Samen werfen, kann der Wald auch wieder mehr Wild ertragen, weil mehr Nahrung für alle da ist.

Naturschutz ist in Deutschland am sichersten

Doch warum können wir die Natur nicht einfach sich selbst überlassen? Mit dieser Frage wird Martin Meyer oft konfrontiert. Er sagt: „Der Forst hat bei aller Idylle auch eine wirtschaftliche Funktion. Holz ist ein gefragter nachwachsender Rohstoff. Nirgendwo lässt sich der Naturschutz-Anspruch besser mit der Holzproduktion verbinden als bei uns in Deutschland. Hier gibt es strenge Regeln und gute Gesetze. Wenn wir das Holz aus anderen Ländern importieren, können wir davon ausgehen, dass dort die Natur zerstört wird – ganz abgesehen von den langen Transportwegen. Dann lieber eine kontrollierte Holzproduktion nach ökologischen Gesichtspunkten hier bei uns vor der Haustür – denn hier ist Naturschutz am sichersten.“

26.200 Hektar Waldfläche umfasst der Forstbezirk Eibenstock, für den Martin Meyer im Revier Antonsthal verantwortlich ist – einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete des Erzgebirges.

Zum naturnahen Waldumbau gehört für Martin Meyer auch, Totholz im Wald zu belassen: „Es bietet Nährstoffe und Lebensraum für viele kleine Tiere. In hoch abgesägten Baumstubben oder abgebrochenen Baumriesen nisten sich Vögel und Fledermäuse ein. Außerdem speichert Totholz Wasser wie ein Schwamm und wirkt damit wie ein Kühlschrank für das Waldinnenklima.“ Diese Ansätze sind nicht neu. Vieles davon formulierte der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz schon vor über 300 Jahren, der damit hier im Erzgebirge 1713 das Prinzip der nachhaltigen Waldwirtschaft begründete. Und doch stößt der naturnahe Waldumbau in der Gesellschaft oft auf Unverständnis. Braunäugige Rehe jagen? Äste und Stämme einfach liegen lassen? Wie einen Flickenteppich verschiedenste Baumarten zu einem bunten Mosaik kombinieren? „Ja“, sagt Martin Meyer, „das ist der Weg, mit dem wir unsere Landschaft nachhaltig verändern und den Generationenvertrag erfüllen –

denn wir schaffen die Zukunft für unsere Kinder.

Text: Sylva-Michèle Sternkopf
Fotos: Désirée Scheffel

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5717 Mon, 03 May 2021 06:24:00 +0200 „Die Menschen wird es verstärkt in progressive Provinzen ziehen“ https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-menschen-wird-es-verstaerkt-in-progressive-provinzen-ziehen Mit überraschenden Stärken und frischen Ideen kämpft das Erzgebirge gegen den Bevölkerungsschwund. Einer der der Protagonisten ist Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice/Fachkräfte bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Er hat Unternehmen, Hochschulen, Förderprogramme, Netzwerke und vor allem die Zukunft fest im Blick. Journalist Stefan Degott vom Magazin "Unternehmen Region" sprach mit ihm darüber, womit die progressive Region Erzgebirge künftig punkten kann. Rauschende Wälder, grüne Berge, malerische Täler: Herr Kammerl, ist das ein Klischee oder doch eine ganz zutreffende Beschreibung des Erzgebirges?

Es ist ein Teil der Realität. Wenn Sie das Klischee vervollständigen wollen, können Sie wahlweise gern noch Bergbau, Weihnachtsland, Volkskunst und Wintersport mit aufzählen – alles Themen, die zurecht mit dem Erzgebirge assoziiert werden, aber vor Ort im 21. Jahrhundert eher einen kulturellen Hintergrund bieten und keine ökonomischen „Brückenpfeiler“ darstellen. Um eine wirklich zutreffende Beschreibung des heutigen Erzgebirges zu erhalten, bedarf es eines weitaus intensiveren Blickes hinter die Kulissen.

Was sind denn die strukturellen Besonderheiten im Erzgebirge?

Das Erzgebirge liegt an der Grenze zu Tschechien, ist in eine Mittelgebirgslandschaft eingebettet und hat in den 1990er Jahren demografische Verwerfungen erfahren. Dennoch sind wir in weiten Teilen immer noch eine dicht besiedelte Region, die sich von vielen anderen „ländlichen Räumen“ in ihrer Siedlungsstruktur maßgeblich unterscheidet. Fusionierte, leistungsfähige Kommunen, über die Jahre stetig ausgebaute Infrastrukturen sowie engagierte Menschen machen das Erzgebirge nach wie vor zu einer lebenswerten Region. Das Merkmal schlechthin ist aber der außergewöhnlich hohe Industriebesatz bzw. die in den letzten Jahren – entgegen dem Deutschlandtrend – sogar nochmals gestiegene Industriearbeitsplatzdichte! Zur Spezifik unserer Wirtschaftsstruktur gehören aber genauso die betriebliche Kleinteiligkeit, die übrigens in Krisenzeiten ein Stabilitätsanker ist, und die montanhistorisch begründete Metall-Dominanz im verarbeitenden Gewerbe.

Was sind die wichtigsten Herausforderungen für die Unternehmen Ihrer Region?

Der aktuellen Priorität nach geordnet würde ich diese Reihenfolge nennen: Corona, Automotive-Strukturwandel, Digitalisierung und der demografische Wandel.

Wie unterstützt die Wirtschaftsförderung den Strukturwandel in der Region?

Das ist ein sehr weites Feld. Da wären zum einen die klassischen Instrumente von Gründungsqualifizierung – zur „Auffrischung“ gewachsener, traditioneller Strukturen – über Fördermittelberatung bis zur Vermittlung von Gewerbeflächen und der Akquise von Investoren. Zum anderen hat zwischenzeitlich die Thematik der regionalen Fachkräftesicherung für Unternehmen nahezu ganz Ostdeutschland mit Ausnahme der Metropolen eingeholt und erfordert eine gezielte und gebündelte Unterstützung. Die jüngste und aktuelle Epoche der Wirtschaftsförderung ist jedoch geprägt von Innovationsunterstützung, um ein qualitatives und nachhaltiges Wachstum der Wirtschaftsbasis unter demographischen Zwängen anzuregen. Neben einzelbetrieblichen Hilfestellungen geht es dabei vermehrt um strategische Projekte, die den branchen-übergreifenden und interdisziplinären Austausch anregen sollen.

Der Fachkräftemangel ist auch im Erzgebirge ein Thema: Was tun Sie und was tun die Unternehmen, um die Fachkräftebasis zu sichern und qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen?

Zweifellos reden wir über eine der größten volkswirtschaftlichen Herausforderungen, die einzelne Länder oder Regionen in der jüngeren Geschichte meistern mussten! Vielen ist die Dimension der Aufgabe aber noch immer nicht bewusst – obwohl seit über zehn Jahren bei uns auf zwei Berufsaussteiger nur ein Berufseinsteiger folgt. Insbesondere die seit Mitte der 2010er-Jahre etablierte Fachkräfteallianz Erzgebirge hat viele kooperative Bausteine und Maßnahmen entwickelt, die zusammen „den Schmerz lindern“: Ausbildungsmessen, Woche der offenen Unternehmen, Karriere Dual als Maßnahmen zur Berufsorientierung, Pendleraktionstage zwischen Weihnachten und Silvester, Welcome Center Erzgebirge als Servicestruktur für Rückkehrer und internationale Zuzügler oder auch „CSRnetERZ“ als Unterstützungsangebot zur Qualifizierung der betrieblichen Personalarbeit und des lokalen Engagements von Unternehmen. Und das seit 2008 bestehende Fachkräfteportal Erzgebirge kann in aller Bescheidenheit als Urvater aller ostdeutschen regionalen Online-Jobportale bezeichnet werden. Viele Unternehmen haben zudem in den letzten Jahren ihre Ausbildungsbereitschaft weit über den deutschen Durchschnitt hinaus ausgebaut und die interne Unternehmenskultur mit zeitgemäßen Konzepten wie zum Beispiel New Work attraktiver gestaltet.

Wie können kleine Unternehmen wettbewerbsfähig (und innovativ) bleiben angesichts ihrer geringen Ressourcen für Forschung und Entwicklung?

Ein wesentlicher Faktor, ganz unabhängig von der Unternehmensgröße, wird immer eine der Zeit angepasste Unternehmenskultur sein. Der einzelne, motivierte, kreative und innovationshungrige Mitarbeiter entscheidet, nicht die Größe des Unternehmens. Heutzutage sollten Neugier und Offenheit genauso dazu gehören wie das Online-Netzwerken und die Bereitschaft zu Kooperationen über Betriebsgrenzen und Sektoren hinweg.

Wie können Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen enger mit Unternehmen zusammenarbeiten?

Auch wenn es abgedroschen klingt: Man muss als Hochschule oder Forschungseinrichtung einen Anspruch zur Weiterentwicklung des regionalen Umfeldes definieren, den Elfenbeinturm zielorientiert verlassen und seinen Gestaltungsanspruch verwirklichen. Ein guter Weg ist es, selbst bei regionalen Unternehmen anzuklopfen oder wirtschaftsnahe Multiplikatoren und deren Unternehmensnetzwerke einzubinden. Oder auch ganz bewusst kleine Kooperationsformen zu konzipieren und diese selbst mit Leben zu füllen.

Welche Rolle können Handwerksbetriebe im regionalen Innovationsgeschehen spielen?

Dies ist vor allem abhängig von Gewerk, Größe, Marktposition und Führungskultur des Betriebes. Grundsätzlich gibt es keinen Grund für eine Benachteiligung dieses Sektors. Gerade Handwerksunternehmen verfügen über die notwendige Materialkenntnis und denken viel stärker anwendungsorientiert. Der Schulterschluss mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen wäre nur konsequent, ist aber mitunter noch eine Frage der Generation.

Zu welchem Zeitpunkt werden Sie bei einem neuen Förderprogramm aktiv und wie bringen Sie die richtigen Partner zusammen?

Hier muss man zunächst differenzieren. Richtet sich das Programm auf ein Einzelunternehmen oder auf einen Forschungs- oder Unternehmensverbund? Wir warten deshalb die Veröffentlichung der Förderrichtlinien ab, um angemessen agieren und vernetzen zu können. Bei Ausschreibungen, die auf die Bildung strategischer Netzwerke und Strukturen zielen, ist politisches Detailwissen zur Entstehungsgeschichte für uns oftmals hilfreich, um frühzeitig die richtigen Weichen für die passenden Partner zu stellen.  

Finden sich bei einem Förderprogramm automatisch die richtigen Partner und welche Rolle können Sie hier übernehmen?

Selten ist das ein Automatismus. Oftmals wird übersehen, dass die hinter Förderprogrammen stehende thematische oder politische Gestaltungsabsicht erst bei potenziellen Bewerbern vermarktet werden muss. Die Hauptaufgabe einer gut organisierten Wirtschaftsförderung ist es, politische Förderangebote stetig mit den Erfordernissen vor Ort abzugleichen. Die Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“ ist das perfekte Beispiel dafür!

Austausch, Vernetzung, interdisziplinäre Zusammenarbeit sind Schlüsselbegriffe, um die Innovationsfähigkeit einer Region zu verbessern: Was kann die Wirtschaftsförderung hier tun?

Zunächst gilt es, verschiedene Formen der Kommunikation aufzubauen und diese Formate dann zu pflegen. Präsenzveranstaltungen – wenn möglich in Unternehmen vor Ort – werden immer die Vorzugsvariante bleiben, aber man muss ganzheitlich herangehen. Dazu zählen auch Innovationsnetzwerk-übergreifende Online-Plattformen wie www.innovERZ.de und die strategische Pressearbeit und Kommunikation durch die regionale Wirtschaftsförderung.

Sind Ihre Ansätze auf andere Regionen übertragbar?

Sicherlich. Voraussetzung ist zunächst ein ehrliches Gesamtverständnis über die vorhandenen und vor allem die notwendigen Ressourcen und Strukturen. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH erhält vom Landkreis einen Zuschuss von ca. 300 Tausend Euro im Jahr. Durch engagierte Mitarbeiter und u. a. deren akquirierte Förderprojekte erwirtschaften wir regelmäßig eine Gesamtleistung von über 2 Millionen Euro jährlich, d.h. die Wirtschaftsförderung rechnet sich. Das im Erzgebirge seit vielen Jahren aufgebaute Geflecht aus strategischer Projektarbeit, Serviceleistungen und Vermarktung für eine Region, die eine starke Identität besitzt, setzt Maßstäbe - aber ist bestimmt auch auf andere Ausgangslagen erfolgreich anwendbar.

Stichwort „Innovation & Strukturwandel“: Das Förderprogramm WIR! will auch innovationsunerfahrene Akteure einbinden. Wie kann das gelingen?

Es mag vielleicht banal klingen, aber aus unserer Erfahrung geht es vor allem darum, keine unnötigen Netzwerk-Einstiegshürden aufzubauen. Und gerade im Erzgebirge, wo jeder quasi jeden kennt, gilt die Faustregel: Authentische regionale Unternehmen, die für erfolgreiche Innovationsnetzwerke stehen, sind wichtige Vorbilder.

Sie steuern als Wirtschafsförderung das WIR!-Bündnis „SmartERZ“ mit über 160 Partnern. Wie funktioniert die Koordination eines solch großen Bündnisses in der Praxis?

In unserem Fall ziemlich einfach, weil wir keine unnötigen vertraglichen Bindungen konstruiert haben und keinen unverhältnismäßigen administrativen Überbau aus dem Bündnis finanzieren müssen. Über eine intelligente Integration in die vorhandene, landkreiseigene Wirtschaftsförderungs-GmbH können wir maximale Synergien ausschöpfen.

Inwiefern verfolgen die drei WIR!-Bündnisse, an denen Sie beteiligt sind, unterschiedliche Ansätze?

Sie unterscheiden sich sehr deutlich: das Bündnis „rECOmine“ entwickelt an alten Bergbaustandorten des Erzgebirges neue Lösungen zur Beseitigung von Altlasten und Umweltrisiken. Wissenschaftler und Ingenieure – auch aus dem Ausland – stemmen gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die auch mit perspektivischen Folge-Investitionen verbunden sind. „SmartRail“ hingegen nutzt eine unausgelastete und teure Bahnstrecke und ist gleichsam ein riesiger Investitionsmagnet, etwa in Bezug auf die Streckeninfrastruktur, das Bahnhofsgebäude und die Forschungshalle in Annaberg-Buchholz. So wird das Bündnis dazu beitragen, dezentrale Strukturen der TU Chemnitz und Niederlassungen von internationalen Konzernen anzusiedeln. Und mit „SmartERZ“ schließlich wollen wir vorhandene Kompetenzen der regionalen Industrie für den globalen Wachstumsmarkt der Smart Composites nutzen und weiterentwickeln. Hier gibt es große Synergiepotenziale! Bei allen Unterschieden haben die drei WIR!-Bündnisse aber auch eine Gemeinsamkeit: die für die Region maximale Breitenwirksamkeit.

Das Erzgebirge erfindet sich seit 800 Jahren immer wieder aufs Neue: Wie geht das?

Bergbau, Bodenständigkeit und der Ehrgeiz der Erzgebirger*innen lassen diese seit Jahrhunderten immer zuerst nach gemeinsamen Lösungen für die Region suchen. Ein Leben unter erschwerten und sich stets wandelnden Bedingungen aus dem Bergbau heraus ist noch heute Basis für den starken Zusammenhalt – in Verbindung mit unserer „Gedacht.Gemacht.-DNA".

Wie wird sich das Erzgebirge in zehn Jahren verändert haben? Was ist Ihre Prognose/Vision?

Der Bevölkerungsrückgang wurde gestoppt. Die Zulieferindustrie hat sich neben klassischen Metallteilen für die Automobilbranche neue Märkte erschlossen, z.B. für Baugruppen in der Medizintechnik-Branche. Parallel dazu ist das Erzgebirge als Forschungsstandort für internationale Wissenschaftler und industrienahe Dienstleistungsunternehmen etabliert. Menschen zieht es wieder verstärkt in „progressive Provinzen“ – eine davon ist das Erzgebirge.

 

 

Jan Kammerl ist Leiter des Geschäftsbereiches Wirtschaftsservice/Fachkräfte bei der WFE -Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Im Team der Wirtschaftsförderung unterstützt er die drei vom BMBF geförderten und völlig unterschiedlich auf die Region einwirkenden WIR!-Bündnisse „rECOmine“, „SmartRail“ und „SmartERZ“. Bei letzterem ist die WFE GmbH als Konsortialführer in Hauptverantwortung.

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news-5716 Fri, 30 Apr 2021 06:06:00 +0200 Tischlern von Neukirchen bis Mallorca https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/tischlern-von-neukirchen-bis-mallorca Besondere Ideen erfordern mitunter besondere Wege. Der Inhaber eines Handwerksbetriebs demonstriert das mehrfach. Quelle: Freie Presse vom 27. April 2021, Georg Ulrich Dostmann

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news-5715 Thu, 29 Apr 2021 10:35:37 +0200 Bundes-Wasserstoffzentrum: Sächsische Bewerbung im Auswahlverfahren unter den Finalisten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/saechsische-bewerbung-im-auswahlverfahren-um-bundes-wasserstoffzentrum-unter-den-finalisten Das unter dem Namen „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ – kurz HIC – eingereichte Konzept aus Sachsen konnte sich erfolgreich in der ersten Auswahlrunde um das „nationale Technologie- und Innovationszentrum Wasserstofftechnologie für Mobilitätsanwendungen“ durchsetzen. In der zweiten Phase des Auswahlverfahrens werden nun Machbarkeitsstudien für die drei Finalisten folgen, welche von den Expertinnen und Experten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bewertet werden. Hinter dem HIC steht ein breites Bündnis aus etablierten sächsischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten, aus Landespolitik und Verbänden. Dazu gehören u. a. BMW, der Automobilzulieferer Vitesco Technologies, die Technischen Universitäten in Chemnitz und Dresden, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ sowie eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) mit rund 10.000 Arbeitsplätzen. Auch Unternehmen aus Thüringen und Bayern gehören zum HIC-Bündnis.

Die Akteure des HIC verfügen über eine ausgewiesene Expertise für Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Die zweite Phase im Auswahlprozess ist eine sichtbare Anerkennung dafür, dass in den letzten zwei Jahrzehnten in der Region ein Cluster für Wasserstofftechnologien entstanden ist. Wir verfügen heute über eine kritische Masse und sind damit attraktiv für neue Akteure, die jetzt in das Thema Wasserstoff einsteigen“, erläutert Karl Lötsch, Geschäftsführer des HZwo e.V. und Sprecher des HIC-Bündnisses.  

Das HIC soll künftig die Brücke zwischen Forschung und Wertschöpfung bauen. Geplant ist, die Wasserstoffmobilität aus dem Labor und der Kleinserie in den Mittelstand und die Großserie zu heben. Außerdem soll für Start-ups ein Umfeld geschaffen werden, in dem sie mit profilierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen an neuen Geschäftsmodellen und Produkten für die Wasserstoffwirtschaft arbeiten und wachsen können.

Neben den klimapolitischen Aspekten und dem Beitrag von Wasserstofftechnologien zur Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft wird das HIC einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, zukunftsträchtige Wertschöpfungspotenziale zu heben und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. „Wir sind bestens aufgestellt, etwa bei der Elektrolyse für die grüne Wasserstofferzeugung und bei den Brennstoffzellenantrieben. Unser Ziel ist, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien seine globale Vorreiterrolle behauptet und wir von einem globalen Milliardenmarkt für Cleantech ,Made in Germany‘ profitieren“, sagt Bündnissprecher Karl Lötsch. Eine entsprechende Internationalisierungs- und Vernetzungsstrategie ist bereits in Planung.

Gebündelte Expertise für Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellenantriebe

Das „HIC – Hydrogen and Mobility Innovation Center“ bündelt die Kompetenz und Expertise der beteiligten Partner aus der Wirtschaft, Spitzenforschung, Verbänden und Ausbildung für den Aufbau eines Wertschöpfungsnetzwerks für Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellenantriebe. So sollen am Standort in Chemnitz ein hochmodernes Fahrzeuglabor, ein Wasserstoff-Zertifizierungszentrum, Prüfstände für Brennstoffzellen sowie ein Fortbildungszentrum und ein Experience Lab auf internationalem Niveau entstehen. Dieses Zentrum bietet auch Start-ups ideale Möglichkeiten, sich zu etablieren und zu wachsen. Das Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ mit seiner jahrelangen Erfahrung und Expertise übernimmt die Koordinierung.

Chemnitz ist idealer Standort für Wasserstofftechnologien

Der Standort Chemnitz verfügt bereits heute aufgrund der intensiven Kooperation zwischen der Professur Alternative Fahrzeugantriebe der TU Chemnitz mit den Fraunhofer-Instituten IWU und ENAS über eine exzellente und etablierte Forschungsinfrastruktur. So beliefen sich in den Jahren 2019 und 2020 Investitionen allein von Vitesco Technologies und dem Freistaat Sachsen in die Wasserstofftechnologien bei der TU Chemnitz und dem Fraunhofer IWU auf rund elf Millionen Euro. Darüber hinaus verfügt der Standort über ein bereits erschlossenes Grundstück mit 37.000 m² Fläche auf dem Technologie-Campus und in direkter Nachbarschaft zur TU Chemnitz, zu Fraunhofer sowie zu den Start-ups am Smart Systems Campus. Des Weiteren sind über 600 Hektar für weitere Industrieansiedlungen verfügbar.

Unterstützt wird das HIC durch die Wasserstoff-Expertise an der TU Dresden und den Smart Rail Connectivity-Campus (SRCC), an dem die TU Chemnitz in Annaberg-Buchholz in enger Kooperation mit der Deutschen Bahn AG forscht und Innovationen vorantreibt. Am Standort in Chemnitz sind damit alle Voraussetzungen bereits ideal vorhanden, damit das HIC schon 2021 seine Arbeit aufnehmen kann.

 

 

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news-5704 Mon, 26 Apr 2021 14:48:00 +0200 Wo Tante Emma auf Nachhaltigkeit trifft https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/unverpackter-ruebenzucker-und-suesses-landleben Linda Heinze erfüllt sich mit ihrer „Frassgusch“ einen ganz persönlichen Traum vom eigenen kleinen Unverpackt-Laden mit regionalen Lebensmitteln. Fast schon am Ortsausgang des Erzgebirgsortes Drebach überrascht ein Schriftzug an einem kleinen, flachen Holzhaus: „Frassgusch“ steht dort und „Gutes vom Land“. Die liebevolle Außendekoration und der Hinweis auf frisches Rindfleisch, direkt aus dem Dorf, lässt einen stoppen. Drinnen offenbart sich eine Fülle an ausgewählten Lebensmitteln von Obst, Gemüse, Eiern, Milchprodukten bis hin zu Delikatessen auf kleinem Raum – und pure Gemütlichkeit. Hinter der Kasse steht die Chefin selbst, Linda Heinze. Mutter von zwei kleinen Töchtern, studierte Tourismuswirtschaftlerin und so wie auch ihr Mann  mit Leib und Seele immer im Erzgebirge geblieben. Vor zwei Jahren hat sich mit ihrem eigenen kleinen Laden einen ganz persönlichen Traum erfüllt.

Dinkelmehl, Rübenzucker, Sesam, rote Linsen ... steht auf den vielen großen Blechdosen im Regal hinter der Kasse. Die Kunden reichen Linda ihre leeren Gefäße über den Tisch. „Unverpackt-Laden“ heißt das in der Großstadt und ist dort voll im Trend. Hier finden es die Kunden einfach gut, ganz nach Bedarf ihre leeren Gläser und Dosen mit genau der Menge an Zutaten aufzufüllen, die sie für die nächsten Tage zum Kochen benötigen. So viel kaufen, wie man verzehrt, einfach bewusst konsumieren ist eine Idee hinter der „Frassgusch“. Sich mehr auf Regionalität zu besinnen und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln zu hinterfragen aber die eigentliche.

Ich habe viele prägende Kindheits­erinnerungen an meine Zeit in Opas Obst- und Gemüsegarten.

„Ich habe viele prägende Kindheitserinnerungen an meine Zeit in Opas Obst- und Gemüsegarten. Später haben mein Mann und ich auch selbst Gemüse angebaut“, erzählt die 33-jährige . Dann, mit den Geburten der Töchter, kam das große Umdenken, die Suche nach Lösungen, weil plötzlich Unverträglichkeiten bei beiden im Raum standen. „Und ein zweiter Gedanke ließ mich nicht los: endlich etwas Eigenes aufzubauen, aber etwas Sinnhaftes, das mich komplett erfüllt.“ Bis dahin waren Marketing, Qualitätsmanagement und Assistenten der Geschäftsleitung Schlagworte ihrer beruflichen Karriere. Es sind Erfahrungen, auf die sie heute ihr „Chefinnensein“ bauen kann.

Vergleichbar mit dem gesunden Wachsen einer Pflanze, formte sich die Idee langsam, Stück für Stück. „Auch das ist Nachhaltigkeit. Dinge zu durchdenken und nicht gleich kopflos loszumachen“, betont Linda und fügt hinzu: „Manchmal kommt im Leben eins zum anderen, Dinge bedingen sich und heute ist mein Geschäft viel schöner als ich mir das je vorgestellt habe.“ Auf nur 40 Quadratmeter Fläche möchte Linda das Sortiment eines ganzen Wocheneinkaufs abbilden. Schwierig, aber gemütlich nennt sie das. Achtsam nennen das möglicherweise die Kunden. Denn ganz automatisch bewegt man sich langsamer und bewusster, um all die wunderbaren Etiketten zu lesen und nicht aus Versehen eine der wertvollen Pflanzenöl, Saft- oder Obstbrandflaschen aus dem Regal zu reißen.

Demnächst wird noch angebaut, um dem Netzwerk an regionalen Herstellern mehr Platz zu geben

Nichts geht hier schnell– nicht das Kramen in den Regalen, nicht das Kassieren an der Theke und schon gar nicht der Plausch mit Linda, für den sie sich immer Zeit nimmt. Es ist wie in einem guten alten Tante-Emma-Laden, in dem sich gleich mehrere Generationen treffen. Und so hat das Anstehen bis man an der Reihe ist einen Hauch von Kaffeeklatsch, bei dem es um Rezepte und neue Produkte geht. „Hier im Laden entwickeln sich die besten Ideen. Kunden bringen mich auf neue Dinge, äußern Wünsche zu Produkten, haben Vorstellungen, wie man den Laden weiter entwickeln kann“, so Linda. Und so ist die „Frassgusch“ inzwischen viel mehr als nur ein kleiner Laden. „Demnächst wird noch angebaut, um dem Netzwerk an regionalen Herstellern mehr Platz zu geben, damit sie sich auch gegenseitig kennenlernen können“, mehr verrät Linda noch nicht. Und: Linda sucht aktuell neue „Frassguschn“ als Mitarbeiter, die ihr Team verstärken.

Netzwerk ist ein großes Thema, das Linda Heinze auf mehreren Ebenen schon immer im Erzgebirge begleitet. Das Wichtigste besteht aus Familie und Freunden, in denen sie sich und ihre Kinder gut aufgehoben weiß. Es ist ein Fakt, den sie neben tollen Nachbarn und dem Jeder-kennt-jeden-Gefühl meint, wenn sie von Heimatverbundenheit spricht und darüber, was Träume im Erzgebirge zum Verwirklichen braucht. Im größeren Sinne wird ihr aber ein regionales Netzwerk immer wichtiger. „Mein Konzept hinter dem Laden ist es, eine Lücke zu schließen und zu zeigen, was es regional alles gibt.“ Und damit meint sie auch Handwerk. Der Schatz an besonderen Gewerken von Herstellern von Besteckunikaten bis hin zum Buchbinder sei im Erzgebirge riesengroß. Erste Dekorationsartikel haben deshalb schon Einzug gehalten.

Den Kunden Chancen zum Mitgestalten geben, regionalen Lieferanten eine Plattform bieten, Plastikmüll reduzieren und Lebensmittel unverpackt anbieten – in dem kleinen Laden steckt Idealismus und Leidenschaft. „Aber man darf nicht verklärt sein, es gibt nicht alles im Umkreis von 50 km und man kann die zumeist kleinen Lieferanten auch nicht überfordern“, so Linda Heinze. Kommen die Produkte von etwas weiter her, achtet sie genau darauf, wie hergestellt wird. Ein Zeichen möchte sie setzen, beweisen, dass vieles auf dem Land möglich ist und auch hier mit wachsendem Kundenkreis funktioniert. Vieles, was sonst in der Enge der Urbanität gesucht wird, dort wo Alltag aber auch anonymer abläuft. Zahlreiche Gespräche überzeugen sie, dass es im Erzgebirge noch viele Ideen gibt, die es lohnt anzupacken. „Vielen fehlt der Mut, loszumachen. Mir ging das auch erst so. Wir sollten uns im Erzgebirge noch mehr zusammentun, mehr gemeinsam als losgelöst und einzeln sehen und auch die optimalen Fördermöglichkeiten als Starthilfe nutzen“, wünscht sich Linda Heinze für die Region Erzgebirge, die sie trotz großer Reiselust mit dem Camper durch Europa nie verlassen

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news-5713 Mon, 26 Apr 2021 06:46:00 +0200 Festtag für Bier und Buch https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/festtag-fuer-bier-und-buch Eine gute Lektüre und dazu ein frisch gezapftes Gerstenbräu - am 23. April darf beides gefeiert werden. Damit werden auch zwei Jahrhunderte alte Handwerkskünste geehrt, die im Erzgebirge bis heute gepflegt werden. "Freie Presse" hat aus diesem Anlass einem Brauer und einem Buchbinder nicht nur auf die Hände geschaut. Quelle: Freie Presse vom 23. April 2021, Antje Flath

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news-5712 Thu, 22 Apr 2021 10:41:34 +0200 Jahnsbacher lösen mit Pappe Probleme https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/jahnsbacher-loesen-mit-pappe-probleme Weil Wertvolles achtlos weggeworfen wurde, haben Erzgebirger nachgedacht. So entstand ein System, dessen Einsatzmöglichkeiten vom Messebau bis zum Spielzeug reichen. Quelle: Freie Presse vom 21. April 2021, Kjell Riedel

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news-5711 Wed, 21 Apr 2021 13:03:00 +0200 Große Pläne: Neuer Intendant im Erzgebirge krempelt die Ärmel hoch https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/grosse-plaene-neuer-intendant-im-erzgebirge-krempelt-die-aermel-hoch Moritz Gogg übernimmt mit der kommenden Spielzeit die Leitung der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH in Annaberg-Buchholz [...] Quelle: Freie Presse vom 19.04.2021, Antje Flath

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news-5710 Tue, 20 Apr 2021 08:00:00 +0200 Erzgebirgskrimi: Beteiligte schwärmen vom "Toten im Burggraben" https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgskrimi-beteiligte-schwaermen-vom-toten-im-burggraben Wie seine Vorgänger hat auch der neue Erzgebirgskrimi die beste Sendezeit im ZDF erhalten - und kam trotz kleiner Fehler gut an. [...] Quelle: freie Presse vom 18.04.2021, Anna Neef

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news-5703 Tue, 20 Apr 2021 05:46:00 +0200 Im Zeichen der Bienen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/im-zeichen-der-bienen Jürgen Schmiedgen und Anna Nemitz über ihre zwei Leidenschaften: Bienen und Medizin. Hühner gackern, Enten schnattern, hin und wieder blökt ein Schaf. Ich sitze an einem sommerlichen Spätnachmittag mit Jürgen Schmiedgen und Anna Nemitz an einem rustikalen Gartentisch im Schatten einer alten Kastanie. Landidylle wie aus dem Bilderbuch – nur, dass es wirklich ist. Wir sind in Wiesa. Der Garten gehört zum elterlichen Hof von Anna Nemitz. Vor einem Jahr hat sie ein Studium in Dresden begonnen. Die junge Frau weiß, was sie will und hat ganz konkrete Pläne. Ebenso Jürgen Schmiedgen. Er ist ein gestandener Unternehmer und Hobbyimker. Sein Planungs- und Architekturbüro hat er jüngst an einen Nachfolger übergeben. Jetzt kann er sich voll und ganz auf ein Projekt konzentrieren, das mit seinem Hobby zu tun hat. Die Liebe zu den Bienen ist es, was Jürgen Schmiedgen und Anna Nemitz verbindet. Wenn auch auf unterschiedliche Weise.

Landärztin? Auf jeden Fall!

Als Anna Nemitz mir für das Interview angekündigt wurde, hieß sie noch Köhler. Das ist nur wenige Wochen her. Inzwischen hat die 20-Jährige geheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann ist für die nächste Zeit ein Umzug nach Cunersdorf bei Annaberg-Buchholz geplant. Bis sie dauerhaft dort leben kann, wird aber noch einige Zeit vergehen. Vor rund einem Jahr hat die junge Frau ihr Medizin- Studium begonnen – in Dresden. Dass sie sich beruflich im medizinischen Bereich orientieren möchte, stand seit der Sekundarstufe fest. „Ich hatte zwischendurch auch eine Ausbildung in Erwägung gezogen“, erklärt die Studentin, „doch dann habe ich schnell gemerkt, dass ich mehr wissen möchte.“ Also bewarb sie sich an der Technischen Universität in Dresden und wurde prompt genommen. Seitdem pendelt sie jede Woche nach Dresden und an den Wochenenden und in den Semesterferien zurück ins Erzgebirge. Hier trifft sie Freunde und ihre Familie oder absolviert erste Praktika.

Für ihr Studium hat sie ein Landarzt-Stipendium in Anspruch genommen. Damit verpflichten sich Studierende, nach dem Studium für mindestens sechs Jahre auf dem Land in einer Region mit Hausarztmangel zu arbeiten. Auch das Erzgebirge ist eine solche Region.

So schön das Leben in Dresden ist – sie zieht es zurück ins Erzgebirge.

Viele junge Menschen schreckt die Vorstellung, auf das Land zu gehen, von solch einem Stipendium ab. Anders bei Anna Nemitz. So schön das Leben in Dresden ist – sie zieht es zurück ins Erzgebirge. „Hier habe ich meine Familie, meine Freunde und mein Mann stammen von hier. Außerdem hänge ich sehr am Hof meiner Eltern“, erklärt die Erzgebirgerin. Für sie stellte das Stipendium eine willkommene Unterstützung ihrer Pläne dar. Und dann sind da natürlich noch die Bienen.

Gemeinsame Leidenschaft

Seit sie 12 Jahre alt ist, imkert die junge Frau. Nachdem sie einer Imkerin bei der Arbeit über die Schulter geschaut hatte, war sie von den kleinen Nutztieren fasziniert. Schnell stand der Entschluss fest, selbst Bienen halten zu wollen. Ihr Vater unterstützte sie. Er fand heraus, dass der Einstieg in die Imkerei am besten über eine Imkerpatenschaft erfolgt, bei der ein erfahrener Imker einem Neuling in den ersten Jahren zur Seite steht. Erste Anlaufstelle dafür sind Imkervereine. Also wandten sich Anna Nemitz und ihr Vater an den Imkerverein.

„Am Liebenstein“ in Walthersdorf

In diesem Verein war auch Jürgen Schmiedgen aktiv, der gerne als Imkerpate bereitstand. Beeindruckt hat ihn dabei die Unterstützung durch Anna Nemitz‘ Eltern: „Ihr Vater hat immer angerufen und mich gefragt: ‚Bist du bei den Bienen? – Dann kommen wir.‘ Er hat währenddessen gewartet, bis wir fertig waren. Diese Unterstützung ist außergewöhnlich.“ Zwei Jahre lang imkerten der erfahrene Imker und die junge Neuimkerin auf diese Weise gemeinsam. Heute betreut Anna Nemitz acht Wirtschaftsvölker. Hierbei unterstützt sie nach wie vor ihr Vater. Denn ganz ohne weitere Hilfe lassen sich acht Bienenvölker in Wiesa und das Studium in Dresden nicht vereinbaren.

Während die Imkerin von ihren Bienen ganz klassisch den Honig erntet, steht bei Jürgen Schmiedgen ein anderer Aspekt im Mittelpunkt. Der Unternehmer aus Walthersorf ist Vollblut-Imker seit 1968. Schon sein Vater und Urgroßvater hielten Bienen. Etwa zur gleichen Zeit, als er die Imkerpatenschaft für Anna Nemitz übernahm, erwachte bei ihm das Interesse für die Bienenstockluft- Therapie. Bei diesem Naturheilverfahren inhalieren Patienten Luft aus dem Bienenstock. Diese Luft ist warm und feucht und enthält verschiedene gelöste Stoffe aus dem Bienenstock. Insbesondere vom Bienenwachs, von Propolis und Honig. Das Verfahren kann vor allem bei Atemwegsproblemen oder Allergien Beschwerden lindern.

Als ich damals mit meiner Tochter bei einem Apitherapie-Kongress war, hörten wir das erste Mal von Bienenstockluft- Therapie. Meine Tochter wollte das sofort ausprobieren.

„Mein Enkelsohn litt an Atemwegsproblemen“, erklärt Jürgen Schmiedgen, „und als ich damals mit meiner Tochter bei einem Apitherapie-Kongress war, hörten wir das erste Mal von der Bienenstockluft- Therapie. Meine Tochter wollte das sofort ausprobieren.“ Dem Enkel halfen die Bienenstockluft-Anwendungen. Beim Inhalationsgerät zeigten sich jedoch schnell deutliche Schwächen.

Voller Einsatz für eine Professionelle Lösung

Vom Nutzen der alternativen Therapieform überzeugt, begann Schmiedgen, ein eigenes Gerät zu entwickeln. Dabei suchte er Lösungen, um die entdeckten Schwächen zu beheben. Sein Anspruch war hoch und heute ist das Inhalationsgerät aus dem Erzgebirge das einzige Gerät, das eine Zulassung als Medizinprodukt hat. Insgesamt acht Jahre dauerte es, bis die notwendigen Entwicklungen, Zertifikate und Zulassungen vorlagen. Dafür musste er unter anderem eine Weiterbildung zum Medizingerätehersteller absolvieren und eine klinische Studie erbringen. Zulieferer für das Gerät und Partner für die Studie fand er in der Region.

Bei der Weiterentwicklung beschränkte sich Schmiedgen nicht auf das Inhalationsgerät, sondern entwickelte ein ganzes Therapiesystem. Sein beecura®-System umfasst neben dem Inhalationsgerät eine Patientenbox mit Luftschlauch, Ventil und Atemmaske sowie eine durchdachte Therapiestation, in der Patienten und Bienen gleichermaßen praktikabel und gefahrlos betreut werden können. Wichtig ist ihm, eine hygienisch einwandfreie und vor allem sichere Bienenstockluft-Therapie zu ermöglichen. Deshalb legt er großen Wert darauf, dass die Therapien immer durch einen Arzt oder Heilpraktiker begleitet werden. Vielleicht ja in einigen Jahren durch Anna Nemitz. Vorstellen kann sie es sich auf jeden Fall.

Text: Philipp Senge

Fotos: Isabell Fischer

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news-5709 Mon, 19 Apr 2021 09:59:47 +0200 Innovation in der Landkreisverwaltung: „Protect.Cube“ startet mit Testbetrieb https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/innovation-in-der-landkreisverwaltung-protectcube-startet-mit-testbetrieb Landrat Frank Vogel übernahm in der vergangenen Woche  von Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer der Firma SEIWO Technik GmbH in Drebach,  einen der ersten produzierten „Protect.Cubes“. Die Neuinstallation wird für die kommenden vier Wochen am Standort des Landratsamtes Erzgebirgskreis in Aue-Bad Schlema im Testbetrieb laufen. Während dieser Zeit sollen verschiedene Einsatzmöglichkeiten getestet werden. Im Rahmen des anschließenden Evaluierungsprozesses wird eine umfangreiche Bewertung der Ergebnisse erfolgen, an dessen Ende darüber entschieden wird, ob der „Protect.Cube“ dauerhaft von der Landkreisverwaltung eingesetzt werden wird. Ziel: Infektionsschutz für Beschäftigte und Bürger gleichermaßen

Mit dem „Protect.Cube“ sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie ein infektionssicherer Kundenkontakt in Pandemiezeiten möglich ist und dennoch weitestgehend umfangreiche Dienstleistungen angeboten werden können. Dazu werden das Referat Soziale Hilfen und das Jobcenter Erzgebirgskreis den „Protect.Cube“ im Rahmen einer Teststellung mit interessierten Bürgern testen, um sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten für das Landratsamt Erzgebirgskreis zu eruieren.

Der Infektionsschutz wird dabei durch die physische Distanz zwischen Bürgern und Beschäftigten gewährleistet. So erhält der Bürger mit der Einladung zum Termin den Zugangscode für den Zutritt zum „Protect.Cube“. Im Inneren sind u. a. ein Monitor und Audiotechnik sowie Scan- und Druckkomponenten installiert, die eine umfassende Kommunikation zwischen Anwender und Amt ermöglichen. Dadurch können z. B. Anträge mittels der integrierten Videokonferenzsoftware live erörtert und anschließend direkt eingereicht werden. Ebenso können Unterlagen aber auch ausgedruckt und dem Bürger virtuell erläutert werden. Nach jeder Beratung, die theoretisch von jedem Arbeitsplatz des Landratsamtes aus durchgeführt werden kann, wird im Cube eine UVC-Lichtdesinfektion durchgeführt. Dadurch wird das Risiko einer Ansteckung etwa mit dem Coronavirus nahezu vollständig beseitigt.

Landrat Vogel: „Stärkung für unseren Innovationsstandort“

Landrat Vogel: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Firma SEIWO Technik GmbH aus der hiesigen Region einen der ersten „Protect.Cubes“ in der Landkreisverwaltung zum Einsatz bringen zu können. Derartige technische Neuerungen bedeuten eine nicht zu unterschätzende Stärkung für unseren Innovationsstandort. Gleichzeitig profitieren beide Projektpartner von diesem Pilotprojekt.  So ergeben sich einerseits für uns als Landkreisverwaltung neue Möglichkeiten bei der Bearbeitung von Bürgeranliegen unter Pandemiebedingungen. Andererseits kann die Firma SEIWO Technik GmbH durch die Erprobung wichtige Erkenntnisse zur stetigen Weiterentwicklung ihres Produktes sammeln. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation!“

Dr. Wabst: „Behördengänge auch in Pandemiezeiten unkompliziert ermöglichen“

Dr. Wabst: „Als Erzgebirgischem Unternehmen liegt uns die Region besonders am Herzen. Daher freuen wir uns, mit dieser digitalen Lösung dazu beitragen zu können, Behördengänge auch in Pandemiezeiten unkompliziert und vor allem sicher zu ermöglichen.“

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news-5707 Thu, 15 Apr 2021 10:31:00 +0200 Nickelhütte Aue will mehr Akkus verwerten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nickelhuette-aue-will-mehr-akkus-verwerten Das Unternehmen plant den Bau zweier Hallen im Bereich des ehemaligen Bechergutes in Aue. In den Ausbau des Batterie-Recyclings fließen Millionen Euro. Quelle: Freie Presse vom 14.04.2021, Mario Ulbrich

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news-5364 Thu, 15 Apr 2021 06:49:00 +0200 Aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH zur Corona-Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/corona Wichtige Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge zum CORONA-Virus WFE-Hotline zum Thema Tel. 03733 / 145 – 110 Aktuelles

Belegschaft / Kurzarbeit / Grenzpendler

Liquidität / Steuerliche Maßnahmen / Beitragsentlastungen

Info-Portale „Corona“ der Kammern, Verbände, des Freistaates Sachsen und des Bundes

WFE-Hotline zum Thema „Corona-Krise“: Tel. 03733 / 145 – 110

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news-5705 Tue, 13 Apr 2021 11:43:00 +0200 Milchtransporte über fünf Äquatorlängen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/milchtransporte-ueber-fuenf-aequatorlaengen Berufsmillionäre: Marion und Rico Lützner haben sich auf den Transport des biologischen Rohstoffes spezialisiert [...] Quelle: Freie Presse vom 12.04.2021, Christoph Heyden

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news-5702 Tue, 06 Apr 2021 12:38:00 +0200 Europäische Tage des Kunsthandwerks im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/europaeische-tage-des-kunsthandwerks-im-erzgebirge Kunsthandwerker und Kreative geben auch in diesem Jahr anlässlich der Europäischen Tage des Kunsthandwerks Einblicke in ihre Werkstätten und Ateliers. Vom 9. bis 11. April laden auch knapp 20 Kreative aus dem Erzgebirge zum Staunen und Zusehen ein. Möglich wird das mit vielen digitalen Angeboten über YouTube, Instagram, Facebook und die Webseite. www.kunsthandwerkstage.de. Eröffnet werden die Kunsthandwerkertage in Sachsen am Donnerstagabend, 19:00 mit einer Veranstaltung im Rahmen der WerkSchau 2021 in Chemnitz. Zum Auftakt gibt es eine Podiumsdiskussion mit ausgewählten Gästen aus Handwerk und Kreativwirtschaft, die über Facebook und YouTube besucht werden kann. Den Impulsvortrag hält Frederic Günther, Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., und beleuchtet wie Tradition und Innovation im Handwerk zusammengehen.

Viele Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker bieten in den darauf folgenden Tagen spannende Einblicke in ihr Handwerk: Holzbildhauer, Keramiker, Täschner, Goldschmiede, Muldenhauer, Gürtler, Tuchdrucker, oder Modisten. Die Vielfalt an Manufakturen und Handwerksbetrieben zeigt sich an der großen Bandbreite der Teilnehmer, die alle zusammen für das Herstellen hochwertiger handwerklicher Unikate stehen. Und so entsteht vielleicht aus Staunen und Zusehen auf digitalem Weg eine Liste an Handwerksstuben, die alsbald möglich in „echt“ besucht werden wollen.

Gefördert werden die Europäischen Tage des Kunsthandwerks (ETAK) in Sachsen vom Wirtschaftsministerium.

 

Hintergrund

Die Aktionstage finden jährlich Anfang April in 21 europäischen Ländern statt. Den Ursprung häaben die Europäischen Tage des Kunsthandwerks in Frankreich. In Deutschland stehen sie unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt die Veranstaltung finanziell. Die regionalen Handwerkskammern organisieren die Tage und koordinieren Teilnehmer und Öffentlichkeitsarbeit.

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news-5701 Thu, 01 Apr 2021 08:12:00 +0200 Grubenwasser als wertvolle Wasserressource und wichtiger Wertstofflieferant https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/grubenwasser-als-wertvolle-wasserressource-und-wichtiger-wertstofflieferant Ohne Rohstoffe aus Bergwerken ist technologischer Fortschritt nicht möglich – denke man an E-Mobilität oder Digitalisierung. Um jedoch die ökologischen Folgeschäden des Bergbaus zu verringern, erprobt ein Konsortium unter Leitung des Fraunhofer IKTS effiziente Technologien für die Aufbereitung von Gruben- und Bergbauwässern. Damit soll sich kontaminiertes Wasser so weit aufreinigen lassen, dass es als Brauchwasser nutzbar wird und zusätzlich Wertstoffe zurückgewonnen werden können. Für Pilottests unter Realbedingungen hat sich der Forschungsverbund den Zugriff auf einen Untertage-Versuchsstandort – eine Zinnerzgrube im Erzgebirge – gesichert. Der Standort für das BMBF-geförderte Pilotprojekt »TerZinn« ist bewusst gewählt, denn die Bergbautraditionen reichen im Erzgebirge bis ins 13. Jahrhundert zurück und die Folgeschäden sind bis heute spürbar – wie am Beispiel des alten Bergwerks in Ehrenfriedersdorf deutlich wird. Neben Eisen, Fluorid und Sulfat belastet die stillgelegte Zinnerzgrube die Umwelt jährlich mit etwa 1,2 Tonnen Arsen-Verbindungen. In Hamburg sind rund vier Prozent des Arsens im Elbwasser auf das Bergwerk Ehrenfriedersdorf zurückzuführen. Erheblich sind die Auswirkungen auch in der unmittelbaren Nachbarschaft der alten Grube. Seit Jahren verzeichnet die Gemeinde Ehrenfriedersdorf einen hohen Arsen-Gehalt in ihren Klärschlämmen, die daher als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Kontaminiertes Grubenwasser zu sauberem Brauchwasser aufbereiten

Das wichtigste Ziel der Pilottests ist es, das kontaminierte Grubenwasser – einige Millionen Kubikmeter pro Jahr – so aufzubereiten, dass es als Brauchwasser genutzt werden kann. Für die Region wäre der Nutzen groß. Silke Franzl, Bürgermeisterin der Gemeinde Ehrenfriedersdorf begrüßt daher das Engagement des Projektkonsortiums ausdrücklich: „Die Menschen in Ehrenfriedersdorf und Umgebung hoffen auf Innovationen, die für sauberes Wasser sorgen. Der Fokus liegt für uns auf dem Wunsch, die Schadstoffe aus den Bergbauwässern und Böden zu entfernen, um die negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt, aber auch die enormen finanziellen Aufwendungen zu minimieren.“

Zusätzliche Wertstoffrückgewinnung hilft, Betriebskosten zu senken

Im Rahmen der Pilottests sollen zudem Wertstoffe aus dem Grubenwasser extrahiert werden. Das könnte helfen, die Betriebskosten einer späteren großtechnischen Anlage zumindest teilweise zu decken. Beispielsweise werden mit dem Wasser pro Jahr auch etwa acht Tonnen Fluoride aus dem alten Bergwerk gespült. Gelingt es, diese Verbindungen abzutrennen, könnten sie zu Flussspat – einem wichtigen Grundstoff für die Metall- oder Glasindustrie – weiterverarbeitet werden. Aus anderen Elementen im Wasser ließen sich einige hundert Tonnen Ammoniumsulfat-Dünger pro Jahr erzeugen. Das Projektkonsortium wird ebenfalls untersuchen, inwieweit sich strategische Rohstoffe wie Lithium, Indium oder Tellur gewinnen lassen.

Großtechnische Lösungen für einen ressourcenschonenden Bergbau weltweit

Bis Ende 2023 wollen die Projektpartner verschiedene Anlagenmodule im Stollensystem installieren und erproben. Große Hoffnungen liegen dabei seitens des Fraunhofer IKTS auf elektrochemischen Verfahren, mit denen sich das besonders giftige dreiwertige Arsen in leichter abtrennbares fünfwertiges Arsen überführen lässt. Zusätzlich können weitere Schadstoffe selektiv abgetrennt werden. „Diese elektrochemischen Technologien standen bisher im Ruf, zu teuer zu sein. Wir wollen den Beweis antreten, dass dem nicht so ist“, erklärt Hans-Jürgen Friedrich, Projektkoordinator und Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS. Das Konsortium plant auch, die Arsenkonzentration im behandelten Grubenwasser künftig automatisiert hydrochemisch zu überwachen. Industrie 4.0-Technologien übernehmen die Steuerung der Module. Darüber hinaus werden weitere innovative Ansätze wie die Erprobung von sogenannten »constructed wetlands« untersucht. Die Ergebnisse sollen später in großtechnische Lösungen einfließen – in Ehrenfriedersdorf, aber auch an anderen Bergbaustandorten in Deutschland wie der Lausitz oder der ganzen Welt. „Bergbau hinterlässt einen großen ökologischen Fußabdruck im Wasserhaushalt der Erde“, betont Hans-Jürgen Friedrich. „Wir hoffen, dass unser Projekt dabei hilft, die Akzeptanz und die Umweltbilanz von Bergbau wieder zu verbessern.“

Über »TerZinn«

Am Forschungsvorhaben »TerZinn – Technologieentwicklung und Erprobung für nachhaltiges Wassermanagement und additive Rohstoffgewinnung am Modellstandort Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf« beteiligen sich acht Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft: Zinnerz Ehrenfriedersdorf GmbH, G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Wismut GmbH, BIT Tiefbauplanung GmbH, ibes AG, Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik Meinsberg e.V., Technische Bergakademie Freiberg und Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit rund einer Million Euro. TERZINN gehört zum Bündnis »recomine – rethinking resources«, das an der Schnittstelle von Umwelttechnologie, Ressourcentechnologie und Digitalisierung am Thema Bergbaualtlasten arbeitet.

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news-5698 Wed, 31 Mar 2021 10:04:00 +0200 Millionen-Plan: Eurofoam expandiert https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/millionen-plan-eurofoam-expandiert Der Onlinehandel boomt - auch bei Fertigmatratzen. Eurofoam will auf diesem Markt stärker mitmischen. Daher hat der Schaumstoffhersteller massiv sein Personal aufgestockt, muss nun in Produktionsfläche investieren. Nur wo?   [...]

Quelle: Freie Presse vom 25.03.2021, Jan Oechsner

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news-5564 Tue, 30 Mar 2021 15:21:00 +0200 Spitznamen erzgebirgischer Dörfer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/spitznamen-erzgebirgischer-doerfer Das Erzgebirge ist einzigartig - nicht zuletzt wegen seiner Mundart. Und mancher Ort ist weithin bekannt. Manchmal auch nur unter anderem Namen. Kleine Rivalitäten zwischen den Einwohnern erzgebirgischer Dörfer hat es wohl schon immer gegeben - diesem Humor sind auch die Spitznamen für benachbarte Gemeinden entsprungen. Die Rede ist  von Sandhusn, Pfaarsammellaasern, Quarkquetschern, Staarn, Hodrlumpen und Mondputzern. Welche Geschichte und welcher Ort steckt aber hinter diesen Spitznamen? Mundartlicher Wegweiser von Dieter Lemke für den Raum Annaberg-Buchholz. / © Dieter Lemke

Neundorf. [Staarndorf]

Die Neundorfer mussten früher in die Kirche nach Schönbrunn gehen. Den weiten Weg legte man gemeinsam zurück, in bestimmter Anzugsordnung mit schwarzem Hut, Schoßrock und eng anliegenden schwarzen Hosen. Kam diese Gruppe im Kirchenstaat über die Falkenbacher Höhe und hoben sich als Silhouette gegen die helle Sonne ab, so sollen die Leute vor der Kirchentür gesagt haben: "S' sieht grod aus wie e Haardl Staarn. Aus diesem Grund findet sich der Star auch im Ortswappen wieder.

Geyer. [Sandhusn]

 Als der Bergbau keine Einkommensquelle mehr darstellte, sollen  die arbeitslosen geyrischen Väter mit ihren Kindern und Säcken voller Sand durch die Nachbarorte gezogen sein, um das feine Material zu verkaufen. Auch wenn die Geyrischen heute ohne den Sand auskommen, ihre Sandhosen tragen sie dem Namen nach immer noch.

Grumbach. [Mondputzer]

Dieser Spitzname stammt noch aus der Bergbauzeit. Im Frohnauer Hammer wurden Silbermünzen geprägt, welche von den Grumbacher Handwerkern poliert und veredelt wurden. Gold war das Zeichen für die Sonne und Silber das Zeichen für den Mond. So sind die Grumbacher zu ihrem Namen gekommen, der sich auch im Ortswappen wiederspiegelt. So lautet eine Anekdote, wie die Grumbacher zu 'Mondputzern' wurden. Natürlich hat Oberdorf-Unterdorfmäßig im Laufe der Zeit jeder etwas dazugedichtet und so entstehen mehrere Versionen - diese ist eine aus Mauersberger Sicht. 

Tannenberg. [Hodrlumpen]

Eines Tages verstarb ein Landstreicher zwischen Schönfeld und Tannenberg. Daraufhin entbrannte ein Streit welcher Ort den Toten zu bestatten hatte. Dieser ging zu Lasten der Tannenberger aus, welche seitdem scherzhaft Hodrlumpen gerufen wurden.

Mildenau. [Pfaarsammllaaser]

Mildenau war einst das größte Bauerndorf des oberen Erzgebirges. Jeder Siedler bekam ein Stück Land und jeder benötigte Dünger um sein Feld zu bestellen. So gab es eine allgemeine Aufforderung „Pfaarsammln aufzulaasn“ (Pferdeäpfel einzusammeln) um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Die Mildenauer waren ihrer Zeit voraus, denn Pferdemist gilt heute als hochwertiger Bio-Dünger und wird hochgehandelt.

Mauersberg. [Quarkquetscher]

Die Mauersberger Bauern lieferten Quark nach Annaberg zum Bau der St. Annenkirche als Zugabestoff zum Mörtel. So kam es, dass Mauersberg auch "Quarkstadt" genannt wurde und die Einwohner den Titel „Quarkquetscher“ bekamen.

Streckewalde. [Pflaumendorf]

Als junger Ehemann, war es laut der Ortssatzung verpflichtend, mindestens 6 Obstbäume auf einem erworbenen Grundstück zu pflanzen. Deshalb erfasste eine Obstbaumzählung  im Jahr 1900, 950 Pflaumenbäume im kleinen Streckewalde.

Königswalde. [Schladorf]

In Königswalde wurde schon immer gern und gut gefeiert. So auch im ehemaligen Gasthof zum Ratsgericht, später Volkshaus. Die Schachter aus der Wismutzeit hatten an Geld keine Not und so geriet auch die ein oder andere Feier außer Kontrolle. Aber wie immer ist am nächsten Tag wieder alles in bester Ordnung. Nur der Name „Schladorf“ ist den Königswaldern geblieben.

Zschorlau. [Mondputzer]

Noch eine Gemeinde „Mondputzer“ im Erzgebirge, mit ganz anderem Ursprung. Eine Eiskalte Nacht, ein Vollmond und Hochprozentiges spielen hier eine Rolle. In der Schänke herrschte reges Treiben und der Alkohol muss ebenfalls reichlich geflossen sein. Draußen jedoch fiel das Thermometer weit unter Null und der Mond zeigte sich am nächtlichen Himmel in voller Pracht. Auf dem Heimweg stutzte ein Trunkenbold über den Vollmond der ihn aus einer gefrorenen Pfütze her anblickte. Und schickte sich sogleich an, den spiegelnden Mond zu putzen, dieses Treiben blieb nicht unbemerkt. Und die Kunde vom nächtlichen Mondputzer verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Noch heute feiern die Zschorlauer ihren Spitznamen. 

Carlsfeld. [De Sapper]

Vor langer Zeit lebten die Carlsfelder in sehr bescheidenen Verhältnissen. Teure Lederschuhe konnten sie sich nicht leisten. Ein praktischer Filzhausschuh, unter den Carlsfeldern als „Sapper“ bezeichnet, war das Standartschuhwerk für Groß und Klein. Besonders im Winter wurden die Sapper gern getragen, denn sie waren schön warm, die Filzsohle war rutschfest auf Schnee und Eis. Außerdem wurden zu dieser Zeit die Straßen im Winter nicht mit Salz gestreut. Der Winter in Carlsfeld war lang. Zog in den umliegenden Orten der Frühling ein, lag in Carlsfeld immer noch Schnee. Fuhren die Carlsfelder dann zum Einkaufen nach Eibenstock, dann trugen sie immer noch ihre Sapper. Die Eibenstöcker sagten dann: „De Sapper kumme“ . So bekamen die Carlsfelder ihren Spitznamen „de Carlsfelder Sapper“ und Carlsfeld wird heute noch als Sapperland bezeichnet.

Quelle: "Sperrguschn" von Karl-Heinz Melzer 

Beitrag vom 04.12.2020. Mehrfach erweitert und aktualisiert, zuletzt am 30.03.2021

ERZähl uns gern weitere Geschichten und Ursprünge von Suppen, Ziegnbaa und Katzenfrassern, wir nehmen das gern mit auf. Hier und hier gibt's übrigens noch ein paar weitere Spitznamen und zum Teil auch Hintergründe dazu.

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kurz ERZählt
news-5700 Tue, 30 Mar 2021 09:37:00 +0200 Global denken, lokal handeln https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/global-denken-lokal-handeln Im Erzgebirge wird der Netzwerkgedanke großgeschrieben, erklärt Martin Dietze, Geschäftsführer der Gebrüder Ficker GmbH Formen- und Werkzeugbau aus Marienberg im Gespräch mit dem Magazin „Deutscher Gründergeist 2021“. Herr Dietze, Sie entwickeln gemeinsam mit drei Partnern ein intelligentes Tankträgersystem für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Wir beschäftigen uns schon seit längerer Zeit mit der Verarbeitung von neuartigen Leichtbauwerkstoffen, die in Zukunft eine wichtige Rolle im Mobilitätsbereich spielen werden. Diese Werkstoffe wollen wir zusammen mit unseren Projektpartnern mit zusätzlicher Sensorik ausstatten, um deren Zustand zu überwachen.

Was ist denn der Vorteil dieser Methode?

Die Verbindung aus leichtem Werkstoff und funktionsintegrierten Sensoren eröffnet die Möglichkeit, diese Bauteile in sensible Bereiche von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen einzusetzen. Die Idee liegt auf der Hand, man möchte ein möglichst leichtes Fahrzeug, das eine Rückmeldung über den aktuellen Betriebszustand und die intakte Funktion gewisser Baugruppen gibt, um ideale Voraussetzungen für den sicheren und effizienten Einsatz zu gewährleisten.

Sie arbeiten ja auch mit SmartERZ zusammen. Dabei handelt es sich um ein branchenübergreifendes Bündnis zur Entwicklung neuer Materialien, das auch vom Bund gefördert wird. Wie profitieren Sie als Unternehmen von solchen Netzwerken?

Im Bündnis SmartERZ sind inzwischen bereits über 180 Partner aktiv. Als mittelständisches Unternehmen ist es kaum möglich, eine eigene reine Forschungs-und Entwicklungsabteilung aufzubauen. Um im globalen Wettbewerb gegenüber der großen internationalen Konkurrenz bestehen zu können, müssen wir jedoch immer einen Schritt voraus sein. Dies gelingt uns durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, um die Zukunftstrends rechtzeitig zu erkennen und an deren Entwicklung zu partizipieren.

Welche Chancen sehen Sie in der Netzwerkarbeit für das Erzgebirge? Würden Sie anderen Unternehmern raten, hier aktiv zu werden?

Ja, das würde ich ihnen auf jeden Fall raten. Denn die Vernetzung in der eigenen Region ist für uns ein großer Wunsch. Unsere Produkte sind weltweit im Einsatz und wir arbeiten mit Unternehmen aus ganz Europa zusammen. Global zu denken, jedoch lokal zu handeln ist eine Einstellung, die nicht nur von uns favorisiert wird und für den Standort enorm wichtig ist. Genau aus diesem Grund unterstützen wir den Netzwerkgedanken, um mit verschiedenen Unternehmen in Kontakt zu treten und Projekte voranzutreiben. Über SmartERZ hinaus hat man im Erzgebirge in den letzten Monaten mit dem innovERZ.hub eine digitale Plattform zur Vernetzung und Kooperation geschaffen. Gerade mittelständischen Unternehmen der Region und Forschungseinrichtungen soll damit die Gelegenheit gegeben werden, Partner zum Innovationstransfer zu finden.

Welchen Beitrag leisten Ihrer Meinung nach Projekte wie SmartHydro für die zukünftige Entwicklung der Region?

SmartHydro und ähnliche Projekte machen die Region auf wirtschaftlicher und technologischer Ebene als innovativen Technologiestandort sichtbar, sodass neben UNESCO-Welterbe und Tradition, die unsere Region ja auszeichnen, auch Zukunftsthemen im Erzgebirge großgeschrieben werden.

  

  

Dieses Interview erschien zuerst im Magazin „Deutscher Gründergeist 2021“, das starke Gründerstandorte in Deutschland präsentiert. Die gesamte Publikation kann hier gelesen und heruntergeladen werden.

  

  

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news-5699 Mon, 29 Mar 2021 13:03:50 +0200 Voting für den Sieger der Herzen: Publikumspreis zum Sächsischen Gründerpreis und erste Jury-Wertungsrunde starten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/voting-fuer-den-sieger-der-herzen-publikumspreis-zum-saechsischen-gruenderpreis-und-erste-jury-wertungsrunde-starten Das Online-Voting zum Publikumspreis des Sächsischen Gründerpreises 2021 ist gestartet. Aus rund 90 zugelassenen Bewerbungen kann bis 30. Mai 2021 für die innovativste Gründungsidee abgestimmt werden. Selbstverständlich sind auch Ideen aus dem Erzgebirge dabei. Zum Publikumspreis-Voting

Die Erzgebirger sind längst für ihre Tüfteleien und manche daraus resultierende Erfindung bekannt. Und so sind aus vielen Ideen über Jahre gestandene Unternehmen gewachsen. Beim Publikumspreis des Sächsischen Gründerpreises 2021 sind mehrere Erzgebirger dabei, über deren Ideen man in Zukunft noch viel hören könnte:

  • So offenbart sich bei Fleier Eier beispielsweise eine Lösung, wie man Hühnereier als neuartige Werbeträger für Botschaften nutzen kann.

    hier für Fleier Eier abstimmen

  • Mit am Start ist auch das Konzept einer Akademie für ganzheitliche Tiertherapie, die Tierphysiotherapeuten und Fachkräfte für tiergestützte Therapie ausbildet.

    hier für die Akademie für ganzheitliche Tiertherapie abstimmen

  • Bei den CampERZ geht es wie der Name schon sagt ums Campen – speziell um einen Campingplatz, der komplett naturverträglich und umweltfreundlich punkten möchte, inklusive alternativer Übernachtungsangebote in Tiny Houses oder einem Bergwerks-Hostel.

    hier für The CampERZ abstimmen

  • Sich den frischen Lieblings-Smoothies einfach online mixen, das geht bei Daily Five. Dank des Smoothie-Konfigurators kann man sich den Smoothie der Wahl online mixen und als Pulver aus 100% Obst und Gemüse nach Hause bestellen. Direkt nach der Ernte werden diese gefrier- oder luftgetrocknet und anschließend gemahlen. So bleiben fast alle Vitamine und Mikronährstoffe erhalten.

    hier für Daily Five abstimmen

  • multiwallet ist eine App-basierte Dienstleistung, welche es ermöglicht, das Einkommen mit themenbezogenen Sparzielen zu versehen und in virtuelle Geldbeutel aufzuteilen. Das ermöglicht den Kunden, einen einfachen Überblick über die Sparziele zu erhalten und das Geld einfach zu verwalten. Durch die zentrale Verwaltung des Einkommens wird die Eröffnung mehrerer Konten hinfällig.

    hier für multiwallet abstimmen

  • MiFaGO ist der Inbegriff von zukunftsorientierter Mobilität im ländlichen Raum. Ziel ist es, Fahrten zu gleichen Zielen mit weniger Fahrzeugen zu realisieren und dabei trotzdem eine höhere Mobilität als bisher zu generieren. Ein Umdenken zum „öffentlichen Bereitschaftsverkehr“ soll durch finanzielle Anreize für alle Nutzer über einen internen Markt mit interner Währung erreicht werden.

    hier für MiFaGO abstimmen

Übrigens, im vergangenen Jahr ging der Publikumspreis ins Erzgebirge an die BWS Education UG aus Thalheim/Erzgebirge. Ihre digitale Anatomie-Lernplattform bietet eine Vielzahl an Lehrvideos, Fachtexten, einem live bearbeitbaren 3D-Anatomiemodell und vielen weiteren Lehrhilfen für den Unterricht der Therapieberufe digital und für individuelles Homeschooling an und überzeugte so das Publikum. Insgesamt wurden im Jahr 2020 beim Publikumspreis-Voting knapp 5.000 Stimmen abgegeben.

Für den sogenannten Sieger der Herzen darf jeder abstimmen. Der Gewinner wird auf der futureSAX-Innovationskonferenz am 14. Juli 2021 zur Preisvergabe der Sächsischen Staatspreise für Gründen, Transfer und Innovation sowie der jeweiligen Sonderpreise bekannt gegeben.

Zum Publikumspreis-Voting

Der Publikumspreis des Sächsischen Gründerpreises ist eine Sonderkategorie innerhalb der der Sächsischen Staatspreise für Gründen, Transfer und Innovation, die von einer Fachjury aus Expert*innen verschiedenster Branchen und Institutionen bewertet werden. Die erste Wertungsrunde der Fachjury dazu hat ebenfalls begonnen. Aus über 150 Einreichungen konnten 135 Bewerbungen für die weitere Jurybewertung zugelassen werden. Ausrichter der Preise ist futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums.

Hintergrund: futureSAX – Innovationsplattform des Freistaates Sachsen 

futureSAX ist die zentrale Anlaufstelle im sächsischen Gründungs- und Innovationsökosystem mit dem Ziel, die Innovationsakteure und das Innovationsland sichtbar zu machen. Durch vielfältige Maßnahmen sensibilisiert futureSAX für innovatives Unternehmertum, setzt Wachstumsimpulse für zukunftsfähige Innovationen, vernetzt branchenübergreifend Innovatoren aus Wissenschaft und Wirtschaft und erhöht die Effizienz von Innovationsprozessen. Weitere Informationen auf www.futureSAX.de.

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news-5697 Mon, 29 Mar 2021 09:39:00 +0200 Europas erste Wasserstoff-Bahn mit erzgebirgischer Beteiligung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/europas-erste-wasserstoff-bahn-mit-erzgebirgischer-beteiligung Das Chemnitzer Unternehmen HÖRMANN Vehicle Engineering entwickelt gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen HeiterBlick GmbH und dem erzgebirgischen Unternehmen Flexiva Automation & Robotik eine einzigartige Innovation: Europas erste Wasserstoff-Brennstoffzellen-betriebene Straßenbahn. Den Projektstartschuss erteilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit der Genehmigung des Förderzuschlags. Das Projekt wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2) mit insgesamt 2,1 Millionen Euro durch das BMVI gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Der Prototyp der Wasserstoff-Brennstoffzellen-betriebenen Straßenbahn wird von Heiterblick in den kommenden vier Jahren vorgestellt. Der neuartige Antrieb macht städtischen Straßenbahnbetrieben neue Streckenerschließungen möglich – dort, wo aus ökologischen, städtebaulichen oder verkehrstechnischen Gründen Oberleitungen nur schwer oder gar nicht realisierbar sind. Neue Stadtteile und Stadtrandgebiete können so deutlich einfacher erschlossen werden.

Wasserstoff-Bahn soll zeitnah auf die Schiene

„Jede größere Stadt wird aufgrund der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung in den nächsten Jahren gezwungen sein, neue Mobilitätslösungen zu finden. Dabei wird die bisherige Infrastruktur schnell an Kapazitätsgrenzen gelangen. Eine schnelle Bereitstellung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel erfordert ein Umdenken“, erklärt Volkmar Vogel, Vice President Business Development von HÖRMANN Vehicle Engineering.

So werden neu anzulegende Straßenbahnnetze durch Verkehrsunternehmen zunehmend ohne Oberleitung geplant. Für den Wegfall der Bahnstromversorgung spricht unter anderem, dass störende Fahrleitungsmasten und Abspannungen im Luftraum entfallen. Darüber hinaus fallen die Gesamtheit der Bahnstromkabel (Hin- und Rückleitung) sowie die Unterwerke zur Stromversorgung weg. Außerdem bedarf es auch keiner aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen, um Nutzer des urbanen Raums gegen Unfälle an den Oberleitungen zu schützen.

Da für die Straßenbahn mit Brennstoffzellenantrieb „nur“ Gleise erforderlich sind, kann die Planung und Nutzung des öffentlichen Straßenraums optimiert werden. Langwierige Genehmigungsverfahren sowie Eingriffe in das Eigentum Dritter entfallen. „Das Vorhaben schafft die Voraussetzungen, um in Europa das erste Anwendungsbeispiel einer innovativen Brennstoffzellenstraßenbahn zeitnah auf die Schiene zu bringen“, betont Frank Salzwedel, Geschäftsführer der Hörmann Vehicle Engineering. Er fügt hinzu: „Durch den Aufbau und den Testbetrieb von Komponenten einer Wasserstoff-Straßenbahn können Prüfstands- und später Felddaten gesammelt und ausgewertet werden, die in eine anschließende Serienentwicklung einfließen sollen.“

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news-5696 Thu, 25 Mar 2021 12:14:46 +0100 Scheibenberger Holzbaufirma erhält erneut Auszeichnung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/scheibenberger-holzbaufirma-erhaelt-erneut-auszeichnung Scheibenberger Unternehmen Teil der Umweltallianz Sachsen [...]

Quelle: Freie Presse vom 24.03.2021, Denise Märkisch

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news-5694 Fri, 19 Mar 2021 09:14:07 +0100 Beschichter aus Schneeberg baut zweites Werk für mehr als acht Millionen Euro https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/beschichter-aus-schneeberg-baut-zweites-werk-fuer-mehr-als-acht-millionen-euro Die Schneeberger Metallveredlung Kotsch hat während der Corona-Pandemie ihre Kapazitäten erweitert. Nun kann der Firmenchef sogar Betroffenen der Krise helfen.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 19.03.2021, Thomas Mehlhorn

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news-5693 Wed, 17 Mar 2021 12:22:00 +0100 Erzgebirge etabliert sich auf der Krimi-Landkarte – dritter Erzgebirgskrimi wird ausgestrahlt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirge-etabliert-sich-auf-der-krimi-landkarte-dritter-erzgebirgskrimi-wird-ausgestrahlt Ein Millionenpublikum schaltete die ersten beiden Filme („Der Tote im Stollen“ am 9. November 2019, „Tödlicher Akkord“ am 07. März 2020) der Erzgebirgskrimireihe im ZDF ein. Unter der Regie von Uli Zrenner entstand nun auch der dritte Teil, der das Erzgebirge erneut auf die Krimilandkarte Deutschlands setzt. Die Ermittler sind dieses Mal an der an der Schlossruine Hartenstein dem Täter auf der Spur: Bei Ausbesserungsarbeiten wird dort eine männliche Leiche gefunden, die zum Todeszeitpunkt ungefähr 75 Jahre alt war. Der gewaltsame Tod trat vor mehr als 20 Jahren ein. Hauptkommissar Robert Winkler, gespielt von Kai Schewe, ermittelt mit seiner jungen Kollegin Karina (Lara Mandoki) und der Rechtsmedizinerin Charlotte von Sellin (Adina Vetter) in der angrenzenden Kleinstadt. Bei den Ermittlungen hilft ihnen wieder Försterin Saskia Bergelt, die um die sonderbare Geschichte der Burg weiß.

Und tatsächlich, die Burg kennt Teresa Weißbach, die die Försterin Saskia Bergelt spielt, bereits aus ihrer Kindheit: „Für mich waren die Dreharbeiten an der Schlossruine Hartenstein eines dieser besonderen Erlebnisse. Als kleines Mädchen war ich mit meinen Großeltern sehr oft dort – und auch in der nahe gelegenen Prinzenhöhle. Diese Orte hatten für mich als Kind immer etwas Aufregendes, Magisches. Als erwachsene Frau finde ich mich nun auf den alten Spuren wieder; ein emotionaler, sehr schöner Moment. Durch den Dreh beschäftigt man sich mit Dingen und Menschen aus der eigenen Heimat, mit denen man normalerweise nicht so in Berührung kommt. Völlig unbekannte Welten eröffnen sich plötzlich und man bekommt Einblicke in andere Leben. Das ist ein Geschenk meines Berufes – und das macht das Drehen in der Heimat noch besonderer.“

Der dritte Erzgebirgskrimi wurde, ebenso wie der vierte „Der letzte Bissen“, unter den erschwerten Pandemiebedingungen fertiggestellt. Die Vorbereitungen für die in diesem Sommer geplanten Dreharbeiten zum fünften und sechsten Film der Reihe laufen bereits.

  • ZDF Fernsehen: Samstag, 17. April 2021, 20.15 Uhr im
  • ZDF Mediathekt: Freitag, 16. April 2021 bis Freitag, 15. April 2022
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news-5692 Tue, 16 Mar 2021 08:29:21 +0100 Start-up aus dem Erzgebirge setzt auf nachhaltiges Spielzeug https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/start-up-aus-dem-erzgebirge-setzt-auf-nachhaltiges-spielzeug Mit der Geburt ihrer Tochter suchte Tapanat Löser nachhaltige und umweltfreundliche Spielwaren. Aus dem privaten Interesse wurde eine Geschäftsidee. Nach dem Onlineshop soll ein eigener kleiner Laden in Cranzahl folgen. Und die Ideen der Jungunternehmerin reichen noch weiter.    [...]

Quelle: Freie Presse vom 15.03.2021, Denise Märkisch

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news-5691 Thu, 11 Mar 2021 11:33:09 +0100 Übernahme der Sachsenkabel durch die Amphenol Coperation https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/uebernahme-der-sachsenkabel-durch-die-amphenol-coperation Die Übernahme des Glasfaserspezialisten LWL-Sachsenkabel GmbH durch die US-amerikanische Amphenol Corporation bietet aussichtsreiche Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung. So ist durch die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten mit der international agierenden Muttergesellschaft eine signifikante Erweiterung des Lösungsportfolios sowie perspektivisch eine internationale Ausweitung der Geschäftsaktivitäten des sächsischen Unternehmens zu erwarten. Die LWL-Sachsenkabel GmbH aus Gornsdorf im Erzgebirge, einer der führenden deutschen Hersteller von LWL-Verkabelungssystemen, wurde mit Wirkung vom 23. Februar 2021 von der US-amerikanischen Amphenol Corporation übernommen. Damit ist das sächsische Unternehmen in den Besitz eines der größten internationalen Anbieter von elektrischen, elektronischen, faseroptischen und HF-Verbindungslösungen übergegangen. Die Zusammenführung bringt vielfältige Kooperationsmöglichkeiten und wertvolle Synergieeffekte im Bereich Fiber Optics sowie eine Erweiterung der Glasfaserkompetenzen von Sachsenkabel mit sich. Zudem erwartet Sachsenkabel eine signifikante Optimierung und Weiterentwicklung seines breit gefächerten Lösungsportfolios in den Bereichen Telekommunikation und Breitbandausbau sowie Rechenzentrum, Industrie und Broadcast.

Die Übernahme von Sachsenkabel wurde durch die Amphenol Corporation selbst initiiert, um ihren Geschäftsanteil im zukunftsträchtigen Fiber-Optic-Markt weiter auszubauen und ihre Präsenz auf dem europäischen Markt zu verstärken. Sachsenkabel blickt auf mittlerweile 30 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Planung, Entwicklung und Fertigung zukunftsweisender und kundenspezifischer Infrastrukturlösungen zurück. Vom weltweiten Zugang zu Märkten, Kunden und globalen Lieferketten von Amphenol verspricht sich das Unternehmen seinerseits vielfältige Vorteile.

Für Kunden und Geschäftspartner ergeben sich aus der Übernahme keinerlei Veränderungen. Die gewohnte Flexibilität und Kundennähe bleiben selbstverständlich erhalten. Alle bekannten Ansprechpartner sowie der langjährige Firmenund Produktionsstandort in Gornsdorf/ Sachsen bleiben unverändert bestehen.

Über Sachsenkabel:

Die 1991 gegründete LWL-Sachsenkabel GmbH mit Sitz in Gornsdorf/Erzgebirge ist ein Unternehmen der Amphenol Corporation und zählt zu den führenden deutschen Herstellern von LWL-Verkabelungssystemen. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit sind Glasfaserlösungen für Telekommunikation, Breitbandausbau, Rechenzentrum, Industrie und Broadcast sowie Spezialfasern für anspruchsvolle lasertechnische und spektroskopische Anwendungen. Sachsenkabel steht für qualitativ hochwertige und technologisch zukunftsweisende Lösungen und hat sich unter anderem zu einem der größten Spezialisten für Glasfaserkonfektionierung in Deutschland entwickelt. Die hohe Kapazität an Steckerkonfektionen pro Tag ermöglicht dabei eine flexible und schnelle Realisierung kundenspezifischer Stückzahlen. Fest eingebunden in die Wirtschaftsregion Chemnitz, beschäftigt das Unternehmen heute mehr als 100 hochqualifizierte Mitarbeiter und beliefert Kunden im In- und Ausland.

Über Amphenol Corporation:

Die Amphenol Corporation ist einer der weltweit größten Entwickler, Hersteller und Vermarkter von elektrischen, elektronischen und faseroptischen Steckverbindern und Verbindungssystemen, Antennen, Sensoren und sensorbasierten Produkten sowie Koaxial- und Hochgeschwindigkeits-Spezialkabeln. Amphenol entwickelt, fertigt und montiert seine Produkte an Standorten in Amerika, Europa, Asien, Australien und Afrika und verkauft seine Produkte über ein eigenes weltweites Verkaufsteam, unabhängige Vertreter und ein globales Netzwerk von Elektronik-Distributoren. Amphenol verfügt über eine breit gefächerte Präsenz als führendes Unternehmen in wachstumsstarken Bereichen des Steckverbindermarktes, darunter: Automotive, Breitbandkommunikation, kommerzielle Luft- und Raumfahrt, Industrie, Informationstechnologie und Datenkommunikation, Militär, mobile Geräte und mobile Netzwerke. Besuchen Sie www.amphenol.com für weitere Details.

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news-5688 Wed, 10 Mar 2021 09:37:00 +0100 Junge Frau in Männerdomäne: Revier Bockau hat eine Försterin https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/junge-frau-in-maennerdomaene-revier-bockau-hat-eine-foersterin Die 26-jährige Anne Borowski betreut 1500 Hektar Wald. Der ist sehr vielseitig. Nicht nur deswegen findet die Revierförsterin ihren Job so spannend. [...] Quelle: Freie Presse vom 09.03.2021, Heike Mann

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news-5689 Tue, 09 Mar 2021 09:43:55 +0100 Schanzenbauer schafft den Absprung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schanzenbauer-schafft-den-absprung Die Peter Riedel GmbH bringen viele mit Schanzenbau in Verbindung. Wegen Corona setzen die Raschauer jetzt auf den regionalen Markt. [...] Quelle: Freie Presse vom 06.03.2021, Katja Lippmann-Wagner

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news-5687 Tue, 09 Mar 2021 06:30:00 +0100 Heute hier, morgen dort und immer noch Daheim https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/heute-hier-morgen-dort-und-immer-noch-daheim Wir begleiten den Gewinner von THE VOICE OF GERMANY – wie wichtig Wurzeln für neue Wege sind. Samuel Rösch: Musiker, Gewinner der Casting-Show „The Voice of Germany“ 2018, gebürtiger Erzgebirger. Ort des Interviews ist ein ehemaliger Supermarkt, den die Freie Evangelische Gemeinde Schneeberg zu ihrem Gotteshaus umgebaut hat. Samuel Rösch und seine Band sind das Highlight zur Eröffnung ihres Plus-Gemeindezentrums.

Anstelle von Regalreihen, Kühltheken und Getränkekisten laden Sofas in Cremetönen und große Zimmerpflanzen zum Ankommen ein. Der Duft von frischem Kaffee liegt in der Luft. Von sakraler Atmosphäre ist hier nichts zu spüren; freudiger Trubel durchzieht das gesamte Gebäude. Um ungestört über Wurzeln, Wachsen und Werden zu sprechen, bleibt nur das Büro des Pastors.

Mit einer Vita-Cola zum Casting

Samuel Rösch stammt aus Großrückerswalde. Die Gemeinde hat keine 4.000 Einwohner und ist idyllisch gelegen: Logisch, dass keiner bei „The Voice“ das Örtchen kennt. „Für viele war das Erzgebirge kein Begriff, Sachsen schon eher“, erinnert sich der 26-Jährige. „Mit der Vita-Cola in der Hand war klar, dass ich aus dem Osten kam. Insgesamt hatte Herkunft aber fast keine Relevanz.“ Samuel Rösch wird in dieser Zeit sein Elternhaus wichtiger denn je. Mit jedem Weiterkommen in Richtung Finale katapultiert es ihn aus Vertrautem heraus und groovt ihn auf die Frequenz des Musik- und Showbusiness ein. „Als Castingshow-Gewinner wird man innerhalb kurzer Zeit hochgeschossen. Das entspannt sich relativ schnell; es gibt ja dann den nächsten Finalisten. Man ist nicht mehr im Mittelpunkt, wie man es zuvor war.“

Das Singen, das Musikersein sehe ich als Geschenk

Gegenwärtig befindet er sich genau in diesem Prozess. Was ihn erdet, sind seine Frau, sein Glaube, seine Heimat. „Klar, ich habe über Jahre geübt, mir viel erarbeitet. Trotzdem habe ich nicht alles selbst geschafft. Das Singen, das Musikersein sehe ich als Geschenk“, sagt er. Diese Dankbarkeit und Demut gegenüber den Erfahrungen, die er ab 2018 machen durfte, sind echt und kein frommes Geschwätz. Er weiß, wer er ist und wer hinter ihm steht.

Jeder Fehler, den du machst, ist okay.

Daraus resultiert nicht nur sein 2019 erschienenes Buch „Ich glaub an dich“, sondern auch der Song „Mit dir“. „Das Lied ist an meine Eltern gerichtet. Sie waren immer für mich da, haben in mich investiert und geglaubt, dass ich die Sachen schaffe, vor denen ich stand“, erklärt er das Zustandekommen des Textes. Da liegt es auf der Hand, dass der Clip dazu Wohnzimmer-Feeling haben muss. Zusammen mit dem Videograf Simon Teucher, einem Annaberger Kumpel aus Teenager-Zeiten, entsteht in Rübenau der Film für die Akustikversion. Reduziert auf das Wesentliche; darauf, was eine in die Jahre gekommene erzgebirgische gute Stube ausmacht: Kachelofen, Schnitzereien, Teppiche, Holzleuchter, Gardinen. Die Kulisse ist so ehrlich, dass der Fokus auf den Zeilen zwischen den Zeilen liegt.

Diese Sicht möchte ich mir bewahren.

Authentisch ist er, der junge Mann. Kein Getue, keine ausgefallenen Backstage-Wünsche, keine Eigenvermarktungsfloskeln. Samuel Rösch ist ein Mensch der überlegten Antworten. Er verkörpert erzgebirgisches Understatement und versichert: „Von daheim habe ich mitgekriegt, dass man nicht noch einen draufsetzen, sich dauernd präsentieren oder auf die ‚Kacke hauen‘ muss. Für mich fängt das beim Catering an. Nein, Essen werfe ich nicht weg. Oder wenn große Festivals stattfinden, dem Techniker Danke zu sagen, für das, was er arbeitet. Das ist ein sauharter Job und die Leute haben als Freelancer oft nur befristete Einsätze. Jetzt, durch Corona, wissen viele nicht, wie es für sie weitergeht. Ohne sie würde es aber nie laufen. Dass nicht alles selbstverständlich ist, dazu hat mich mein erzgebirgisches Umfeld inspiriert. Diese Sicht möchte ich mir bewahren.“

Unterwegs

In vielen seiner Sätze fällt das Wort: unterwegs. Es ist eine Metapher für sein Tun und jetziges Leben. Von jetzt auf gleich wird er „in Aufgabenbereiche hineingeworfen“, die er nicht kennt. „Musikproduktionen, das ständige Unterwegssein, technische Umsetzungen, Verschiedenes, das es zu beachten gilt, wenn man live spielt. Ich sehe in solchen Sachen Chancen, denke: ‚Cool, es gibt Neues zu lernen! Samuel, gib Gas!‘ “ Das „Heute hier, morgen dort“ bringt ihn in verschiedenste Kontexte. Er sieht, dass es nicht selbstverständlich ist, musikalische Bildung zu erhalten.

Im Nachhinein begreift er Kurrende, Jugendchor, Klavierunterricht beim Großrückerswalder Kantor als großes Geschenk. „Die Kirche bietet das an. Einfach so.“ Solche Einsichten kommen ihm in der Ferne, als er durch Deutschland tourt, andere Mentalitäten kennenlernt. „Ohne wegzugehen, fährt man womöglich einfach so im Fahrwasser mit, bricht mit seiner Heimat bzw. ihren Traditionen“, sagt einer, den die Region geprägt und nie so ganz losgelassen hat. Vielleicht ist er deshalb hier immer noch daheim.

Text: Beatrix Junghans-Gläser

Fotos: Isabell Fischer

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hERZgeschichten
news-5686 Thu, 04 Mar 2021 09:15:26 +0100 3D-Druck, 2 Brüder, 1 Spezialfahrzeug https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/startup-3d-druck-2-brueder-1-spezialfahrzeug „Die Erzgebirger haben es schon drauf, sind nur oftmals zu bescheiden.“ Es ist ein Statement, das Dag und Ron Richter einhellig abgeben, wenn man die Brüder fragt, was für sie einen Menschen aus der Region ausmacht. Wenn man genau hinschaut, trifft das auch auf die beiden jungen Männer zu, die einst die Region für ein Studium verließen, wiederkamen und nun hier ihr eigenes Ding durchziehen wollen. Ganz bescheiden bauen sie gerade ein Unternehmen auf, das sich im Kern auf 3D-Druck spezialisiert hat. Bei aller Bodenhaftung: Im Raum steht der Traum vom Bau eines Spezialfahrzeuges – und der nimmt schon richtig Gestalt an.  Leipzig, Dresden, Chemnitz – immer nah an der Heimat geblieben

In Schwarzenberg aufgewachsen, gingen Dag und Ron Richter wie so viele andere auch für ein Studium in der Großstadt von zuhause weg. Dag, heute 36 Jahre alt, studierte in Leipzig Maschinenbau. Dort lernte er seine Frau, auch Erzgebirgerin, kennen, die heute in der Chemnitzer Klinik als Ärztin arbeitet. Zehn Jahre lebten sie in Chemnitz, er arbeitete in einem kleinen Unternehmen für Sonderanlagenbau als Konstrukteur und leitete Projekte. Sie wurden Eltern von zwei Kindern – und mit ihnen kamen die Erinnerungen an die eigene Kindheit im Erzgebirge.

„Chemnitz war zwar gut von der Lage her. Der Arbeit wegen und auch als gute Mitte zwischen Leipzig und Dresden, um relativ schnell bei Freunden zu sein. Und: Wir lebten nah an der Heimat Erzgebirge, aber eben nicht mittendrin. Wir wollten, dass es die Kinder genauso gut haben wie wir“, resümiert Dag. Gemeint war der Wunsch nach einem größeren Wohnraum mit Garten am Haus und Feldern und Wäldern quasi um die Ecke. Auch wenn das Paar die Vorzüge des Stadtlebens mit den zahlreichen Shopping-, Gastronomie- und Freizeitangeboten genoss, kristallisierte sich auch immer mehr Frustrationspotential heraus: „Kamen wir abends etwas später heim, fuhren wir eine Viertelstunde um den Block, um dann zehn Fußminuten von der Wohnung entfernt einen Parkplatz zu finden. Mit der Babyschale am Arm, manchmal noch im Regen, war das einfach belastend.“

Der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung war der Fingerzeig für den richtigen Zeitpunkt, das Lebensumfeld komplett zu überdenken. Dag fand eine Stelle in Johanngeorgenstadt – im äußersten Zipfel des Erzgebirges am Kamm. Kontrastprogramm pur aus Chemnitzer Sicht. In Zschorlau fand die Familie schließlich ihre Wunschwohnung mit großem Garten zum Toben.

Man ist und bleibt oftmals einer von vielen.

Der Jüngere der Brüder, Ron, zog auf Umwegen vom Land in die Stadt. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in der Region sattelte er fachlich mit einem Studium in Dresden auf. Gemeinsam mit seiner Freundin aus Schwaben, zog er damals in die Nähe des Wilden Mannes, „in eine schöne Ecke von Dresden, mit netten Nachbarn, guter ÖPNV-Struktur und super Radwegen vor der Nase“, denkt der 32-jährige zurück. Was ihm vor allem fehlte, waren die Ursprünglichkeit der Natur, wie er sie aus der Heimat kannte, und Nachbarn, deren Namen er nicht nur anonym vom Klingelschild her kennt. „Man geht in der Masse einer Großstadt unter, man ist und bleibt oftmals einer von vielen“, so Ron.

Dass man im Erzgebirge schnell Anschluss findet, spürte auch seine Frau, die auf Anhieb eine freie Stelle in den Kliniken Erlabrunn als Hebamme fand und längst im Erzgebirge angekommen ist. Heute genießen das Paar Grillpartys mit Nachbarn und den Plausch übern Gartenzaun ebenso wie die Familie seines Bruders. Und nicht nur das:  Nach getaner Arbeit schnappen sich die Brüder gerne das Mountainbike und drehen manchmal auch gemeinsam eine Runde durch den heimischen Wald.

Traum vom Geländefahrzeug aus dem 3D-Drucker

Vom Büro aufs Rad – da Dag und Ron sich inzwischen ein Büro teilen, sind die Verabredungen schnell gemacht. Denn gemeinsam erfüllen sie sich nun den Traum vom eigenen Unternehmen in Schwarzenberg, das noch in den Kinderschuhen steckt. EL RO'IY Automotive heißt es, Herzstück sind acht 3D-Drucker. Der größte von ihnen misst über einen Meter in der Länge. 1200 mm x 600 mm x 600 mm. Mit ihm haben die beiden auch Großes vor.

„Unsere Idee ist es, ein Fahrzeug zu entwickeln. Aber nicht irgendeins. Ein Geländefahrzeug soll es sein, das anderen Menschen das Helfen erleichtern soll. Gemeint sind vor allem Hilfsorganisationen, auch in Drittländern. Das Fahrzeug muss robust für unwegsameres Gelände und gut selbst zu reparieren sein. Dafür haben wir extra Leute in solchen Einsatzgebieten nach Anforderungen befragt“, erklärt Dag Richter. Das Grundgerüst für den Prototyp steht bereits im Obergeschoss der ehemaligen Fabrikantenvilla, in der sich die Brüder eingemietet haben. Nebenan surrt der 3D-Drucker. Man ahnt, was entsteht: eine Felge, der nächste Baustein am Modellfahrzeug.

Ein Geländefahrzeug soll es sein, das anderen Menschen das Helfen erleichtern soll.

Den Gedanken, eine eigene Firma zu gründen, ließ Ron bereits seit Jahren nicht los. Da sich die Brüder fachlich gut ergänzen, setzten sie 2019 alles gemeinsam auf eine Karte. „Im Nachhinein war der Zeitpunkt denkbar ungünstig, fiel praktisch recht nah mit dem Beginn der Corona-Pandemie zusammen. So sind wir zunächst in die Produktion von Gesichtsschildern eingestiegen. Die fürs Erzgebirge typische persönliche Weiterempfehlung half uns, unser Unternehmen mit vielen kleinen Aufträgen von Privatkunden und Unternehmen im 3D-Druck unterschiedlichster Dinge auf die Beine zu bringen“, erzählt Dag Richter. Der 3D-Druck entwickelte sich vor allem im Bereich Prototyping.

Zeit der Experimente – auch in der Freizeit

Die Schule für ihr erstes Jahr der Selbstständigkeit war hart. „Wir haben vor allem gelernt, dass man nicht alles planen kann. Würden wir ein Buch schreiben, hieße es: ‚Wir begannen mit einer Krise‘. Wir wollten eigentlich schon viel weiter sein“, resümieren beide. Dennoch: Die Automobilbranche im Erzgebirge sei gut aufgestellt – ein Fakt, der ihnen in die Karten spielt. Künftig wollen sie mehr Netzwerke innerhalb der Region nutzen, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen.

Das ist ein Luxus, der so in der Großstadt nicht umsetzbar war

Und dann sind da noch ein paar Dinge im Leben der „Wieder-Erzgebirger“, an denen experimentiert wird, so zum Beispiel mit Leidenschaft beim Gärtnern. „Wir bauen inzwischen Gemüse zur Selbstversorgung an. Das ist ein Luxus, der so in der Großstadt nicht umsetzbar war“, sagt Ron und weiß, dass er in seinem Opa, mit dem er nun das Haus teilt, den besten Lehrmeister hat.

Da wusste ich, es war die einzig richtige Entscheidung

Auf die Frage, ob die Entscheidung, ins Erzgebirge zurückzukommen richtig war, meint Familienvater Dag: „Als mein größerer Sohn sich noch beim Einzug im Garten auf die Wiese legte, in den Himmel schaute und sagte: Das ist so toll… da wusste ich, es war die einzig richtige Entscheidung.“ 

Und was bedeutet denn nun eigentlich EL RO'IY innerhalb des Firmennamens EL RO'IY Automotive GmbH? „Das kommt aus dem Hebräischen und heißt: Gott, der mich sieht“, erklären die Brüder, denen bei allem Fachwissen und allen Visionen wichtig ist, auch ein Stück mit erzgebirgischer Bescheidenheit und Bodenhaftung auf ihren Glauben zu vertrauen.

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5682 Tue, 02 Mar 2021 08:20:00 +0100 Firma macht Kleingärtnern Dampf mit Schubkarre und Co. https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/firma-macht-kleingaertnern-dampf-mit-schubkarre-und-co Erst eine Dämpfschub- karre und nun ein Solardämpfer für die Anzucht von Pflanzen: Die Innovationskraft eines Grünhainer Betriebs treibt Blüten für keimfreie Böden.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 24.02.2021, Beate Kindt-Matuschek

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news-5683 Mon, 01 Mar 2021 08:22:00 +0100 Wasserstoffautos: Im Erzgebirge wird an der Zukunft geforscht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wasserstoffautos-im-erzgebirge-wird-an-der-zukunft-geforscht Smart-Hydro ist ein Technologieprojekt, das den Strukturwandel im Erzgebirge fördern soll. Eine der Autoindustrie zuliefernde Firma aus Marienberg ist daran beteiligt. Entstehen soll ein Bauteil, das den Motor schützt und dem Fahrer Fehler meldet.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 24.02.2021, Sophie Malina

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news-5685 Fri, 26 Feb 2021 07:31:07 +0100 Online-Zuwachs und Trend zum Hochwertigen trotz Umsatzeinbruch im Fachhandel https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/online-zuwachs-und-trend-zum-hochwertigen-trotz-umsatzeinbruch-im-fachhandel Umfrage-Ergebnisse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Erzgebirgische Kunsthandwerk unter Herstellern und Fachhändlern  Nach Abschluss des Jahres 2020 und damit auch der letztjährigen Weihnachtssaison führte der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. eine Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Erzgebirgische Kunsthandwerk durch. Daran nahmen 31 Verbandsmitglieder und weitere 68 Fachhandelsgeschäfte teil. Rund zwei Drittel aller Befragten gaben dabei an, dass sich die Folgen der Pandemie negativ auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben. Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 14 % bei den herstellenden Betrieben und um 25% im stationären Einzelhandel zurück. Dabei sind starke Unterschiede unter den befragten Unternehmen festzustellen. Der Umsatzrückgang bei den Herstellern reicht von 0 % bis 40 %, bei den Fachhändlern von 0 % bis über 80 %. Besonders problematisch für den Fachhandel war die Schließung aller Geschäfte mitten in der Hauptsaison. Die Reisebeschränkungen, besonders im Erzgebirge, aber auch der ausgebliebene internationale Tourismus führten zu einem verminderten Absatz bei den Fachhändlern. Die Hersteller hatten in ihren Manufakturen auch mit Quarantäneregeln und dem Wegfall von Arbeitskräften aufgrund fehlender Kinderbetreuung zu kämpfen. Sowohl die Beantragung von Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld oder Quarantäneausgleichzahlungen als auch die Kommunikation mit Behörden wie dem Gesundheitsamt oder der Landesdirektion sorgten für einen wesentlich höheren bürokratischen Aufwand. 

Der einzige ständig funktionierende Vertriebsweg war der Onlinehandel, welcher bei mehr als 50 % der Befragten gestiegen ist. Für einzelne Fachhändler führte dies sogar zu einem Zuwachs des Gesamtumsatzes von bis zu 25 %. Ein wesentlicher Umsatzausfall, vor allem bei mehreren Herstellern, ging zudem von den fehlenden Weihnachtsmärkten aus. Die hier nicht generierten Umsätze zeigten sich besonders in fehlenden Spontankäufen, welche auch nicht vom Onlinehandel aufgefangen werden konnten. Dies gilt ebenso für den Umsatzausfall, welcher insbesondere in den Innenstädten durch die fehlenden Touristen aus dem In- und Ausland zu begründen war.

Erkennbar war aber auch, dass unsere Erzeugnisse insgesamt stark nachgefragt wurden – in Zeiten und Orten, wo dies möglich war, und allen Umsatzrückgängen zum Trotz. Einige Fachhändler konnten ihre Umsätze bis zu den angeordneten Schließungen sogar verbessern. „Die Menschen wollten sich gerade in dieser schwierigen Zeit ein Stück Heimat und was fürs Herz ins Haus holen“, sagt Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther. Der Trend ging dabei besonders zu mittel- bis hochpreisigen Artikeln. Die Käufer legten verstärkt Wert auf die Herkunft, die Echtheit und die damit verbundene Qualität der original erzgebirgischen Holzkunst®.

Über den Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. vertritt rund 60 Hersteller Erzgebirgischer Holzkunst® vom kleinen Familienbetrieb bis hin zum mittelständischen Unternehmen mit etwa 200 Beschäftigten. Zu den Mitgliedern gehört auch die Genossenschaft Dregeno Seiffen eG, in der sich etwa 130 Handwerksfirmen zusammengeschlossen haben. Gegründet wurde der Verband 1990 von Herstellern Erzgebirgischer Holzkunst als freiwillige Dachorganisation. 

Der Verband fördert die mit Warenzeichen garantierte Erzgebirgische Holzkunst und seine Hersteller. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört die Imagewerbung, die seit 1992 unter der Dachmarke „Echt Erzgebirge – Holzkunst mit Herz“ durchgeführt wird. Darüber hinaus unterstützt der Verband seine Mitglieder bei Messen im In- und Ausland, bei der Berufsausbildung zum Holzspielzeugmacher sowie auf rechtlichem Gebiet, z.B. im Kampf gegen Plagiate. Bestandteil des Verbandes ist der Fachhandelsring Erzgebirgische Volkskunst, dem deutschlandweit ca. 100 Fachgeschäfte angehören. Zur Förderung der Traditionspflege und zur kreativen Weiterentwicklung der erzgebirgischen Holzkunst vergibt der Verband seit 1995 jährlich den Designpreis „Tradition und Form“. 
 

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news-5681 Thu, 25 Feb 2021 07:26:00 +0100 Ägypter erfüllt sich mit Gasthof "Katze" in Gelenau seinen großen Traum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/aegypter-erfuellt-sich-mit-gasthof-katze-in-gelenau-seinen-grossen-traum Die Kochkünste und Ideen von Mohamed Mohamed haben am Gelenauer Freibad schon für viel Freude gesorgt. Nun will der 38-Jährige einem Gasthof frisches Leben einhauchen.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 23.02.2021,  Andreas Bauer

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news-5684 Thu, 25 Feb 2021 06:20:00 +0100 futureSAX-Innovationsforum gibt wichtige Impulse für junge und etablierte Unternehmen – innovERZ.hub als Aussteller dabei https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/futuresax-innovationsforum-gibt-wichtige-impulse-fuer-junge-und-etablierte-unternehmen-innoverzhub-als-aussteller-dabei Am 24. Februar 2012 fand das futureSAX-Innovationsforum statt. Im Fokus der Online-Veranstaltung stand das Thema Innovationsmanagement, insbesondere für Sachsens junge und etablierte Unternehmen. Als Aussteller dabei war auch der innovERZ.hub – die digitale Plattform aus dem Erzgebirge für Kooperationen im Mittelstand. futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, stellte beim Innovationsforum mit 120 Teilnehmern das Thema Innovationsmanagement in den Vordergrund. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm aus Gesprächsrunden, Experteninterviews und Speed-Netzwerken wurden zahlreiche Impulse gegeben, wie erfolgreiches Innovationsmanagement für den eigenen Unternehmenserfolg genutzt werden kann. Marina Heimann, Geschäftsführerin von futureSAX, unterstrich dabei die Bedeutung des Themas: »Für erfolgreiches Unternehmertum ist aktives Innovationsmanagement ein wichtiger, zentraler Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg – insbesondere in herausfordernden Zeiten. Viele Unternehmen zeigen dabei ihre Stärke und entwickeln zukünftiges Potenzial. Das Innovationsforum ist eine perfekte Plattform, um Wissen und Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und so weiter Zukunft zu gestalten.«

 

Der innovERZ.hub ist einer der Aussteller der Veranstaltung. Er zielt auf eine stärkere, ortsunabhängige Vernetzung des Mittelstandes untereinander, aber auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen ab, um Austausch und Kooperation zu fördern. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, das Regionalmanagement Erzgebirge und die P3N MARKETING GMBH haben ihre Kompetenzen gebündelt, um mit dem Hub den KMU im Erzgebirge eine Möglichkeit zu bieten, Partner zur Entwicklung von Innovation und den Transfer in die Praxis zu finden.

 

Das futureSAX-Innovationsforum ist das Impulsevent für den sächsischen Mittelstand. Eigentlich als Präsenzveranstaltung in verschiedenen Regionen Sachsens und mit zahlreichen Teilnehmenden vor Ort geplant, zielt es auf erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ab.

 

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news-5680 Wed, 24 Feb 2021 06:22:00 +0100 Auer „Zoo der Minis e.V.“ durch Lockdown in Not https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auer-zoo-der-minis-ev-durch-lockdown-in-not Unternehmerin Ina Riedel vom „Kleiderwahnsinn“ Zwönitz organisiert mit Vereins-Chefin Bärbel Schroller mediale Aufmerksamkeit für überlebensnotwendigen Spendenaufruf. Aufgrund fehlender Einnahmen durch die angeordnete Schließung gerät der „Zoo der Minis e.V. “ Aue in eine finanzielle Notlage. Zur Aufrechterhaltung des Betriebes wird dringend finanzielle Unterstützung benötigt. Die Inhaberin des Braut- und Festmodengeschäftes „Kleiderwahnsinn“ aus Zwönitz Ina Riedel plante seit einigen Wochen für die Zeit um Ostern ein Fotoshooting mit ihren Kleidern im „Zoo der Minis“. Aufgrund der Notsituation beschloss sie zusammen mit Bärbel Schroller, dieses Shooting vorzuziehen und es mit einem Spendenaufruf zu verbinden.

Gezeigt wird dabei auf unterhaltsame Weise, dass Mode und echte Pelze und Federn durchaus auch tierfreundlich harmonieren können. Das Fotoshooting findet am Mittwoch, den 3.3.2021 ab 13 Uhr im „Zoo der Minis“ in Aue statt.

Beteiligt sind Fotografen, Models und Dressmen, Mode von „Kleiderwahnsinn“, Mitarbeiter und die vielen „Bewohner“ des Zoos. Ina Riedel, als selbst vom Lockdown hart betroffene Unternehmerin und bekennende Tierliebhaberin möchte mit ihren in den letzten Monaten zahlreich entstandenen Kontakten zu vielen Medien und ihrer Präsenz in den sozialen Medien helfen, eine hohe Reichweite bei der Verbreitung des Hilfe- und Spendenaufrufs zu erzielen. Der „Zoo der Minis“ in Aue-Bad Schlema ist der weltweit einzige Zoo , der sich auf Mini- und Zwergtiere spezialisiert hat. Es leben über 400 Tiere in mehr als 70 Arten in der naturnah angelegten Anlage. Im Jahr 2019 verzeichnete man ca. 66.000 Besucher.

Mit ihrer hauseigenen, selbst kreierten Kollektion „Black Pearl“ gewann Ina Riedel auf der letzten „Fashion Week“ in Mailand im September 2020 den „European Fashion Award“ in ihrer Kategorie. Darüber berichteten anschließend Presse, Funk und Fernsehen. Für das Fotoshooting am 3.3.2021 im „Zoo der Minis“ haben viele dieser damals entstandenen Medienkontakte ihr Kommen und Berichten zugesagt.

Zoo der Minis
Damaschkestraße 1
08280 Aue-Bad Schlema
Telefon: +49 176 22828180
E-Mail: zooderminis@web.de
Web: www.zooderminis.de

Kleiderwahnsinn Ina Riedel
Bahnhofstraße 43
08297 Zwönitz
Telefon: +49 176 45640781
E-Mail: kontakt@kleiderwahnsinn.de
Web: www.kleiderwahnsinn.de 

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news-5679 Tue, 23 Feb 2021 09:19:00 +0100 Auf Nummer sicher gehen – PraxiMed® vertraut bei Desinfektionssäulen auf die Friedrich GmbH https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auf-nummer-sicher-gehen-praximedr-vertraut-bei-desinfektionssaeulen-auf-die-friedrich-gmbh Qualität im Infektionsschutz – made in Sachsen Das Zwönitzer Unternehmen PraxiMed® ist seit mehr als 25 Jahren ein qualifizierter Partner für Medizinprodukte sowie Medizintechnik und beliefert unter anderem zahlreiche Arztpraxen, Labore, Krankenhäuser und Pflegeheime. Mit dem steigenden Hygienebedarf im Frühjahr 2020 erweiterte PraxiMed® das Produktportfolio um die hochwertigen Edelstahlsäulen der Friedrich GmbH (Friedrich) für die Verwendung der Desinfektionsmittelspender.

„Vor Betreten bitte Hände desinfizieren!“ – diese und ähnliche Aufforderungen sind derzeit an vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden und Geschäften zu lesen. Besonders im medizinischen Bereich ist es unabdingbar, eine antiseptische Arbeitsweise analog der geltenden Hygienebestimmungen einzuhalten. PraxiMed® unterstützt Arztpraxen, Kliniken, Krankenhäuser, Labore, Physiotherapien, Rettungs- und Pflegedienste sowie Medizinische Versorgungszentren dabei, Mitarbeiter und Patienten stets gemäß der Hygienestandards vor Infektionen zu schützen. Auch die Physiotherapie Stopp aus Adorf/Vogtland nutzt das Angebot des Zwönitzer Unternehmens PraxiMed® und hat seine Räume mit den Desinfektionssäulen von Friedrich ausgestattet.

„Die Edelstahlsäulen zeichnen sich besonders durch den gut durchdachten, funktionalen Aufbau aus. Der Armhebel ermöglicht die Bedienung mit dem Ellenboden und die herausnehmbare Abtropfschale sorgt dafür, dass nichts daneben geht,“ fasst Jens Klemm, Geschäftsführer von PraxiMed® zusammen. „Der Friedrich GmbH ist es hier gelungen, hygienisch einwandfreie Desinfektionssäulen für unsere Spender zu entwickeln, die durch den hochwertigen, korrosionsfreien Edelstahl gleichzeitig auch sehr resistent gegen Gebrauchsspuren sind. Unsere Kunden sind auch von der einfachen Handhabung und Pflege begeistert,“ sagt Jens Klemm weiter.

Die professionell gefertigten Desinfektionssäulen des Herstellers aus dem Erzgebirge haben mittlerweile in vielen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten. Friedrich stellt diese nun seit 2020 aus gebürstetem Edelstahl her. Das unübersehbare, platzsparende und robuste Design fügt sich in nahezu jeden Eingangs- und Empfangsbereich ein. In Abhängigkeit der Personenanzahl können die mobilen Desinfektionsstationen bedarfsgerecht an den Zugängen positioniert werden.

Quelle: Friedrich GmbH/ P3N Marketing

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news-5678 Mon, 22 Feb 2021 08:49:26 +0100 Brauerei Fiedler räumt mit zwei Bieren Preise ab https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/brauerei-fiedler-raeumt-mit-zwei-bieren-preise-ab Für die Privatbrauerei Fiedler ist die Ehrung ein willkommener Trost in einer schweren Zeit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Februar 2021, Denise Märkisch

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news-5676 Thu, 18 Feb 2021 08:53:18 +0100 Gewinnaktion der AB-Info App unterstützt städtische Händler https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gewinnaktion-der-ab-info-app-unterstuetzt-staedtische-haendler „Bon bewachen – Kasse machen!“ Die Corona Krise hat unser Land schwer getroffen. Die damit einhergehenden Maßnahmen sahen die Schließung der meisten Geschäfte vor und stürzten viele in existenzielle Not. Auch in unserer Stadt sind unzählige Händler und betroffen. Seit 15. Februar ist der Abholdienst Click & Collect in Sachsen verfügbar. Dies bietet Händlern die Möglichkeit, ihre Waren wieder direkt an den Kunden zu bringen.

Über das Angebot der städtischen Händler und Gastronomen kann man sich auf dem virtuellen Marktplatz www.annaberg-buchholz.market informieren, Kontakt aufnehmen und ggf. direkt bestellen. Die Plattform ist ebenfalls seit 15. Februar online. Auf ihr präsentieren sich außerdemDienstleistungs- und Handwerksunternehmen sowie Kultureinrichtungen und Vereine.

Um ebenfalls alle Annaberg-Buchholzer Händler sowie Gastronomen zu unterstützen und aktiv zu helfen, haben die Macher der AB-Info App unter der Regie von Jens Lötzsch eine ganz besondere Aktion ins Leben gerufen. Auf ihrer App, die stets informiert, was in und um Annaberg-Buchholz passiert, kann man seit Montag an einem tollen Gewinnspiel teilnehmen. Die ursprüngliche Idee von Steffen Gross (Apollo Optik) wurde hierbei in digitaler Form kurzerhand umgesetzt. Jedem Gewinner winken mindestens € 250 in bar. Auch Mehrfachgewinne sind möglich.

Wie funktioniert das Gewinnspiel?

Sie gehen auf die AB-Info App (kostenlos im App Store erhältlich), drücken auf Gewinnspiel und laden das Bild Ihres Kassenbons hoch. Unter www.ab-info.de ist die App auch als Mobile-App erreichbar. Teilnehmen kann man sooft und mit so vielen Bons aus Einzelhandel und Gastronomie, wie man im Aktionszeitraum umgesetzt hat. Vom Gewinnspiel ausgenommen sind Kassenbons von Supermärkten und Tankstellen, da diese nicht von Schließungen betroffen waren oder sind. Nach Ablauf des Einsendeschlusses der Bons gewinnen Sie mit ein wenig Glück mindestens € 250 in bar. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist selbstverständlich kostenlos.

Wichtig: Bewahren Sie Ihren Kassenbon auf, da er im Falle eines Gewinns als Nachweis dient.

Also: „Bon bewachen – Kasse machen!“

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news-5675 Tue, 16 Feb 2021 06:16:00 +0100 Erzgebirge digital https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/erzgebirge-digital Drebach, Jahnsdorf, Zwönitz – drei Orte, ein Thema. Digitalisierung für mehr Lebenskomfort und Partizipation. Zwönitz
SmartCity – Der Mensch im Mittelpunkt

Im Gegensatz zu den umliegenden Regionen ziehen vergleichsweise wenige Menschen aus Zwönitz weg, im Bereich der 30- bis 49-Jährigen verzeichnet die Stadt sogar einen Zuwachs. Weil eine Region aber bekanntermaßen immer nur so stark sein kann wie die Menschen, die sie gestalten, wollen die Zwönitzer im Rahmen des Projekts „SmartCity“ gemeinsam mit den Bürgern das Thema Digitalisierung im ländlichen Raum neu denken und eine Infrastruktur entwickeln, die ein modernes Leben im ländlichen Raum fordert.

Das Projekt wird bis 2026 mit insgesamt 8 Millionen Euro durch das Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat und die KfW gefördert. Dabei soll Zwönitz aber nicht allein profitieren. Vielmehr soll die SmartCity als Modellprojekt fungieren, um dem gesamten Erzgebirgskreis Inspiration und wertvolle Erfahrungswerte in puncto Digitalisierung zu liefern. Zu den geplanten Teilprojekten gehört dabei nicht nur die Entwicklung einer Kommunikations-Plattform, die die Zwönitzer intensiver in städtische Gestaltungsprozesse einbindet, sondern auch eine Verkürzung der naturgemäß langen Wege der Kleinstadt.

Deshalb sollen die BürgerInnen auch unabhängig vom regulären Nahverkehr per App das ERZmobil bestellen können, das sie an den ÖPNV anbindet, während die Fahrzeuge gleichzeitig besser ausgelastet werden, weil sie weniger „Leer-Haltestellen“ anfahren müssen. Herzstück der SmartCity ist aber das neue Gewerbe- und Innovationszentrum „SPEICHER“, das in der ehemaligen Buntweberei Alois Wetzel errichtet wird. Ab 2023 können dort etablierte Firmen, Start-ups, kreative Bürger, Schüler, Vereine und wissenschaftliche Institutionen zusammenkommen, um gemeinsam neue Formen von Arbeit und Stadtleben voranzutreiben.

Zwönitzer Anzeiger

Drebach

#DorfFunk statt Buschfunk

Wie wäre ein eigenes kleines soziales Netzwerk nur für den Heimatort – so ganz ohne Beziehungsstatus und die lästigen Datenaffären des Herrn Zuckerberg!? Mit dem #DorfFunk in der Tasche plauschen die Drebacher wie mit Jodel, bieten und suchen wie mit eBay-Kleinanzeigen, gruppieren sich nach ihren Interessen wie auf Facebook und erhalten die News der Gemeinde wie bei Twitter. Eine private Chat-Funktion erleichtert die Kommunikation immer dann, wenn es um persönliche Absprachen geht.

Zusammen ergeben diese Funktionen eine App, die die Drebacher bei ihrem täglichen Leben in der Gemeinde begleitet – von der Frage nach einem Bäcker, der auch sonntags öffnet, über das Angebot für Mathe-Nachhilfe bis zum nächsten Vereinstreffen. „Toll ist, dass wir durch die hohen Datenschutzmaßnahmen mit der App auch Menschen erreichen, die sich sonst bewusst gegen Facebook & Co. entscheiden“, sagt Thomas Walther, Mitglied des Gemeinderats.

Gerade auch zu Corona-Zeiten hat die App einen wichtigen Beitrag geleistet, wenn es um die Suche nach Hilfe oder die Vorstellung von ortsansässigen Kleingewerben ging. Die App wird Drebach durch das Forschungsprojekt „Digitale Dörfer“ des Fraunhofer Instituts zur Verfügung gestellt. Bereits 2015 startete das Projekt mit dem Ziel, die Herausforderungen des heutigen Lebens in ländlichen Regionen in Bezug zur Digitalisierung zu lösen und das Wir-Gefühl in den Ortschaften zu stärken.

Mehr dazuDigitalbach Funk: App laden und mitfunken

Jahnsdorf

Warum kompliziert, wenn‘s einfach geht?

Wie lange braucht man in einer Großstadt, um auf einem städtischen Amt genau die Person ans Telefon zu bekommen, die einem tatsächlich weiterhelfen kann? Bis dahin haben Asterix & Obelix den Passierschein A38 meist dreimal bekommen. In Jahnsdorf ruft man hingegen den Bürgermeister einfach per App an. Kurze Wege sind die Maxime des Entwicklers Alexander Krauß: Egal, ob es also um den Kontakt zur Gemeindeverwaltung, um Baustellen, Corona- Infos oder die Schadensmeldung geht – die App hilft den 5476 Einwohnern dort, wo Kommunikation und Informationssuche sonst oft zu einem zähen Unterfangen werden.

Als er die Anwendung entwickelte, war der IT-Profi noch Auszubildender der Gemeinde und wurde für seine Leistung sogar mit dem „IT-Willy“ ausgezeichnet. „Wir wollen als Kommune für unsere Bürger da sein, aber wir wollen auch Feedback bekommen. Das erreichen wir nicht, indem wir nur im Rathaus sitzen.“ Heute ist Alexander Krauß Projektleiter IT bei der Lebenshilfe Chemnitz und leitet seit 2020 neben anderen Projekten auch den Social-Media-Stammtisch „Som.Erz“. Mit den Veranstaltungen will er seine Mission verfolgen, möglichst viele Verantwortliche im Erzgebirge zu erreichen und ihnen laufend die neuesten Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke nahezubringen.

Jahnsdorf App

Text: Magda Lehnert

Illustration: Haus E

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kurz ERZählt
news-5674 Mon, 15 Feb 2021 09:51:15 +0100 Neue Handelsplattform in Annaberg-Buchholz ab 15.01.2021 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/online-marktplatz-bietet-neue-moeglichkeiten-fuer-haendler-gastronomen-dienstleister-und-kultureinrichtungen Online Marktplatz bietet neue Möglichkeiten für Händler, Gastronomen, Dienstleister und Kultureinrichtungen Nicht nur der Lockdown aufgrund der Corona Pandemie macht unseren lokalen Einzelhändlern und Gastronomen zu schaffen. Insbesondere im Einzelhandel hat sich der Verkauf vom Händler vor Ort zum Online Handel verlagert. 

Das Citymanagement der Stadt Annaberg-Buchholz unterstützt seine lokalen Unternehmen und Gewerbe nun auch auf digitalem Weg. Dafür wurde ein virtueller Marktplatz - www.annaberg-buchholz.market- als zusätzlicher Vertriebs- und Kommunikationskanal entwickelt.

Die attraktive, übersichtliche Plattform dient ab 15. Februar 2021 Handel, Gastronomie, Dienstleistungs- und Handwerksunternehmen, Industrie sowie Kultureinrichtungen als aktives Marketinginstrument.

Teilnehmer können sich mit Ihren Unternehmen, Produkten, Dienstleistungen und Veranstaltungen vorstellen und diese bewerben.

Kunden können über Verlinkungen, via Anfrageformular, Routennavigation oder Kontaktboxen mit dem jeweiligen Anbieter in Kontakt treten. Die Verlinkungen können beispielsweise zu den online Shops der Händler, zu deren Homepages, Speisekarten, Events etc. erfolgen. Somit kann sich der Kunde bequem von zuhause über das Angebot und den Service informieren. Nach Möglichkeit kann man das Gewünschte online bestellen, unterstützt dabei jedoch den heimischen Unternehmer. Da ebenfalls ab kommenden Montag Sachsens Händler den Abholservice „Click and Collect“ anbieten dürfen, kann hier eventuell bereits von dieser Möglichkeit profitiert werden.

Auch für Touristen bietet das Portal eine gute Orientierungshilfe des vielfältigen Angebotes vor Ort.

Mit gezielten Angeboten und Aktionen kann der Kunde zusätzlich animiert werden, Waren „Vor Ort - im Ort“ zu erwerben. Je detaillierter und umfangreicher die Information des Anbieters, desto größer ist die Chance der Kundengewinnung und -bindung.

Mindestens ebenso wichtig wie umfassende Informationen zum Angebot ist der Service der Anbieter. An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, sich von großen online Handelsplattformen abzuheben. Vor allem mit freundlicher und kompetenter Beratung, Liefer-, und /oder Abholservice, einfacher Abwicklung im Garantiefall, Geschenkverpackung, Gutscheine, Rabattaktionen und vielem mehr kann der Unternehmer vor Ort mit „den Großen“ konkurrieren.

Die Präsentation auf der Plattform ist vollkommen kostenfrei. Anbieter haben die Möglichkeit, Ihr Angebot qualitativ hochwertig, kreativ und ansprechend vorzustellen. Bislang haben sich bereits mehr als 60 Teilnehmer registriert.

Perspektivisch sollen alle Unternehmen und Institutionen in Annaberg-Buchholz die Möglichkeit erhalten, sich mit ihrem firmeneigenen Portfolio auf dem Portal zu präsentieren und damit das vielfältige städtische Angebot widerspiegeln.

Citymanager Florian Hegewald sieht ebenfalls einen Mehrwert für die Teilnehmer: „Mit unserer Online-Marktplatz Initiative unterstützen wir unsere lokalen Unternehmen unmittelbar vor Ort und bieten Ihnen ein Marketingtool mit großer Strahlkraft, das sich effektiv für deren lokales Geschäft nutzen lässt. Wir bereiten damit ebenso den Weg einer sinnvollen Verknüpfung  aus digitaler Kundenansprache verbunden mit einem daraus entstehenden stationären Einkaufserlebnis.“

Die Pflege der Profile obliegt jedem selbst. Auch hier gilt: Je aktueller und attraktiver, desto besser und erfolgreicher.

Die Erstellung und Bearbeitung des Profils ist sehr einfach zu handhaben und erklärt sich weitestgehend von selbst. Unterstützung wird selbstverständlich bei Bedarf angeboten. Weitere Informationen erhalten sie unter:

Citymanagement Annaberg-Buchholz

Florian Hegewald

Telefon: (0 37 33) 143 6331

E-Mail: citymanager@annaberg-buchholz.de

Schauen Sie vorbei unter www.annaberg-buchholz.market!

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news-5672 Thu, 11 Feb 2021 11:25:23 +0100 Mit Volldampf in die Zukunft – neues Magazin erzählt Geschichten über Lebensperspektiven im Herzland https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/mit-volldampf-in-die-zukunft-neues-magazin-erzaehlt-geschichten-ueber-lebensperspektiven-im-herzland Die Menschen sind es, die das Erzgebirge zum wahren Herzland machen. Und um sie herum gibt es einen unerschöpflichen Fundus an Geschichten, die erzählt werden könnten. Erzählt, um damit Menschen an die Region zu binden oder für die Region (zurück) zu gewinnen. Diesem Ziel hat sich das Regionalmanagement Erzgebirge verschrieben und nutzt dabei eine ganze Palette an Möglichkeiten. Das Magazin „Herzland“, das aktuell in vierter Auflage erschienen ist, ist eine davon. Es beschreibt in authentischen Texten, wie mutige und beherzte Machen mit kreativen Ideen, neuen Denkmustern und echten Lebensträumen das Erzgebirge für sich als Lebensmittelpunkt gestalten. Die neue Ausgabe des Magazins erzählt von Personen, die ins Erzgebirge zogen, weil sie hier die perfekte Ausbildung fanden – oder einfach wieder nah bei Frau und Kindern leben wollten. Außerdem wird verraten, warum ein Bad im Menschenkochtopf ein legitimer Partyspaß ist, wer die Königin des Waldes ist und was ein Weiberarsch mit dem Sauberg zu tun hat. „Mit Volldampf in die Zukunft“ könnte der Titel der meisten Geschichten im Heft lauten. Im konkreten Fall ist der Besuch bei einem kleinen Unternehmen unter neuer Flagge gemeint, das treuen Modelleisenbahnern sicher bekannt ist. Unter Volldampf stehen auch drei Macher, die dabei sind, das Erzgebirge  zu einem smarten, führenden Technologiestandort zu entwickeln. Alle Geschichten erzählen über motiviertes Engagement in Job und Ehrenamt, über Tradition und vor allem Moderne, über Produktideen - und individuelle Lebenswege. Sie verbinden die Mentalität, Werte und das Lebensgefühl der Erzgebirger und sollen anstecken, ins Erzgebirge zu kommen – und auch für immer hierzubleiben. 

Gemeinsam mit Textern und Fotografen der Region sowie einer Chemnitzer Kreativagentur entstand so einmal mehr ein Heft voller spannender erzgebirgischer Geschichten mit Herz, Verstand und Leidenschaft. Einmal jährlich erscheint seit Dezember 2017 das Magazin in einer Auflage von 10.000 Exemplaren – und natürlich online lesbar unter www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzland. Nun wird das Heft in- und außerhalb der Region verteilt. So soll bei potentiellen Rückkehrern, Zuwanderern und allen Hiergebliebenen die Botschaft ankommen: Das Erzgebirge ist eine Region, in der es sich richtig gut leben lässt. „Das Herzland erzählt stellvertretend für viele andere bemerkenswerte und auch überraschende Geschichten über die Dinge, die tagtäglich im Erzgebirge von Menschen gedacht und gemacht werden“, erklärt Dr. Peggy Kreller Projektmanagerin des Regionalmanagement Erzgebirge

Magazine können mit dem Online-Formular bestellt werden.

 
 

 
 

Das Magazin Herzland wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

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(mit WCE teilen) Pressemitteilung
news-5385 Wed, 10 Feb 2021 06:12:00 +0100 Gesichtsschilde, Schutzwände, Türöffner und mehr aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesichtsschilde-schutzwaende-tueroeffner-und-mehr-aus-dem-erzgebirge Nicht zuletzt in der aktuellen Corona-Krise gilt es, clevere Lösungen für die Herausforderungen des Alltags zu finden – gerade beim Schutz vor Infektionen. Um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren, arbeiten erzgebirgische Unternehmen an unterschiedlichen Ideen. Virenfrei im Protect.cube

Die SEIWO Technik GmbH aus Drebach OT Scharfenstein, ein erfahrener Museumsausstatter,  hat mit ihrem neuen Produkt, der Protect.Cube, die maßgeschneiderte, virenfreie und saubere Antwort für alle kundenintensiven Bereiche in Unternehmen, Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Es handelt sich um ein flexibles, modulares Raum-in-Raum-System mit passiven Desinfektionsmerkmalen (Oberflächendesinfektion mittels UV-Licht sowie desinfizierender Luftreinhaltung) und antibakteriellen Oberflächen. Das System kann kontakt- und berührungslos geöffnet und bedient werden. Zudem bietet es neben dem Gesundheitsschutz für Kunden und Mitarbeiter (oder Bewohner in Seniorenheimen) durch die permanente Luftreinhaltung und nach Nutzung anschließender Desinfektion mittels UVC Licht erhebliche Einsparung beim Einsatz von chemischer Desinfektion und Personalkosten (für Reinigung).

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AIR-fix Raumluftreiniger

Die Eisenwerk Wittigsthal GmbH aus Johanngeorgenstadt hat einen Raumluftreiniger en mit dem Namen „AIR-fix“ entwickelt. Mit diesen kompakten All-in-One Geräten wird die gesamte Luft in geschlossenen Räumen bis zu 6-mal in der Stunde gefiltert.

Dank robuster Technik und dem Einsatz von geprüften HEPA Filtern sind alle Wittigsthaler Raumluftreiniger für die Viren- und Keimreduzierung konzipiert. Durch Verwendung von energiesparenden Ventilatoren sowie einer zusätzlichen Innendämmung steht einem geräuscharmen Betrieb nichts entgegen.

Die gereinigte Luft wird durch eine Nachfiltration gleichmäßig in den Raum zurückgegeben. Zudem sorgt das Gerät nach einem Außenlüften für die Verteilung von Frischluft im ganzen Raum. So verringert der Luftreiniger die Anzahl von Viren, Mikropartikeln und Bakterien in der Raumluft deutlich, bei einem Abscheidegrad bis zu 99,995%.

Damit eignet er sich für den Einsatz, beispielsweise in Büroräumen, am Arbeitsplatz, in Schulen oder Gaststätten.

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Mund-Nasen-Bedeckungen und Gesichtsmasken

Hiesige Unternehmen stellten sich rasch auf die steigende Nachfrage nach Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Gesichtsmasken ein. Entsprechend wurden Produktionssortimente der aktuellen Marktlage angepasst. Darüberhinaus wurde mit erzgebirgischer Beteiligung sogar Sachsens erste FFP2-Maske entwickelt.

Übersichtliche Zusammenfassung: Textile Profis der Region sorgen für Schutz

Norafin und XENON entwickeln die sächsische FFP2 AtemschutzmaskeNora F Schutzmaske hier kaufen

Gesichtsschilder aus der Spritzgussmaschine

3-D-Druck kann sehr viel, stößt in der aktuellen Pandemiesituation jedoch auch schnell an Kapazitätsgrenzen. Die Gebrüder Ficker GmbH aus Marienberg nutzt eine tschechische  3D-Druck-Entwicklung zur Herstellung von Gesichtsschildern und modifiziert diese durch eigenes Know How für das massentaugliche Spritzgussverfahren. Die Gesichtsschilde (Face Shields) der tschechischen Firma Prusa Research gewinnen immer mehr Bekanntheit. Das ist vor allem deshalb so, weil der Hersteller von 3D-Druckern das Design auf Open-Source-Basis entwickelt hat. Das heißt, jeder Besitzer eines 3D-Druckers weltweit darf und soll sogar bei der Produktion der Gesichtsschilde unterstützen. Der Marienberger Formen- und Werkzeugbau Gebrüder Ficker GmbH geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen entschloss sich, zwei Formen für Kopfband und Kinnverstärkung zu fertigen, um die Kunststoffteile im Spritzgussverfahren deutlich schneller herstellen zu können.

Die Produktion des Gesichtsschildes im Spritzguss hat viele Vorteile. Es ist deutlich schneller und damit kostengünstiger. Das fertige Produkt hat keine sichtbaren Rillen und Vertiefungen, welche einen guten Nährboden für Keime, Bakterien, Viren etc. bieten könnten. Als Material kommt ein Kunststoff zum Einsatz, der in der Regel temperaturstabil bis 120°C ist und desinfiziert werden kann. Das Material wird auch sonst in der Medizintechnik verwendet. Dennoch verweist das Unternehmen darauf, dass es sich bei dem Gesichtsschild um kein medizinisches Produkt handelt, sondern um eine behelfsmäßige persönliche Ausrüstung, die das Risiko einer Tröpfchenübertragung reduzieren kann.

Geliefert wird das Face Shield als Bausatz, Kontakt gibt es über:

corona@formenbau-gf.de

Sichere Handhygiene mit Desinfektionssäulen 

Die Desinfektion beim Besuch von Geschäften, Dienstleistern, Kulturstätten und anderen Einrichtungen hat auf längere Zeit einen festen Platz eingenommen. Das Tischchen am Eingang mit der Desinfektionsflasche kann nur eine Übergangslösung sein. Eine unübersehbare und hygienische Lösung für Kunden, Gäste und Mitarbeiter sind die Desinfektionssäulen der Marke acero. Hersteller ist die Friedrich GmbH aus Lauter-Bernsbach – seit über 140 Jahren der Spezialist für ausgefeilte Edelstahllösungen. Die Säulen sind platzsparend, funktional und haben durch die Verwendung von gebürstetem Edelstahl ein edles Design. Dazu kommen die hygienischen und robusten Eigenschaften des Materials, weshalb es auch in Großküchen und im Gesundheitsbereich häufig Verwendung findet. Hochwertiger, korrosionsbeständiger Edelstahl ist lebensmittelecht und hygienisch, resistent gegenüber Gebrauchsspuren bei einer stetigen Verwendung in öffentlichen Bereichen.

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Mobile Waschbeckenanlage für hygienisches Händewaschen 

Eine der wichtigsten Hygieneempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Umgang mit der Corona-Pandemie ist Händewaschen. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Entsprechend raten die Experten zu regelmäßigem, umfassendem Händewaschen mit Seife für einer Dauer von mindestens 20 Sekunden.

Damit dies auch auf dem Schulhof, im Schulgarten, bei Freiluftveranstaltungen usw. ermöglicht werden kann hat die FAT - flexible automation technology GmbH aus Mildenau eine mobile Waschbeckenanlage entwickelt. Diese ist komplett aus Aluminium und Edelstahl gefertigt, wetterfest und zeichnet sich durch eine hohe Standfestigkeit aus. Sie besteht aus zwei Waschplätzen, die  beliebig erweiterbar. Der Clou ist, dass die Bedienung mittels Knie erfolgt und kein Hahn erforderlich ist. Die Montage ist in wenigen Schritten gemacht: Auspacken, Aufstellen, Gartenschlauch oder Festausschuss anschließen und fertig.

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Hygienischer Türöffner Woody Clean 

Wie kann man Türen hygienisch öffnen? Die Neukirchener Firma Modellbau Clauß stellt den Woody Clean her, einen Öffner, der das Drücken der Türklinken mit dem Ellenbogen oder dem Unterarm erlaubt. Dadurch wird die Verbreitung von Viren, Bakterien und anderen Mikroorganismen reduziert. Der hygienische Türöffner wurde von der Firma MATERIALISE entwickelt und die 3D-Daten kostenlos dem erzgebirgischen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Konstruktion wurde durch erfahrene Mitarbeiter von Modellbau Clauß weiterentwickelt. Dadurch kann dieser genial einfache, aber wirkungsvolle Türöffner zum Selbstkostenpreis angeboten werden. Der Türöffner besteht aus zwei Teilen und wird beidseitig verschraubt. Damit ist ein fester und stabiler Sitz des Griffes garantiert. Das Unternehmen bewährt sich sonst als Partner für Gießereimodelle aller Größen und Schwierigkeitsgrade im Formen- und Prototypenbau.

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Einen ähnlichen Kniff für den Griff haben der Schönheider Zimmerer Mike Höpke sowie Andreas Rösch aus Dippoldiswalde entwickelt. 

Spuckschutzwände aus Acrylglas

Das Unternehmen Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH aus Schönheide hat eine Schutzwand aus glasklarem Acryglas entwickelt, die nicht nur in Bibliotheken Menschen vor Ansteckung schützt. Die Übertragung einer mitunter lebensgefährlichen Infektion erfolgt durch kleine Tröpfchen oder Aerosole, die sich in der Luft befinden. Diese Erreger werden beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft freigesetzt. Die Lenk-Schutzwand hilft dabei an allen öffentlichen Bereichen, wo Menschen in unmittelbarem Kontakt stehen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie eignet sich somit an jeglichen Verkaufs-, Service- und Beratungsstellen, um Personal und Kunden wirksam zu schützen. Durch spezielle Klemmhalterungen kann die Durchreichhöhe individuell angepasst werden. Die Firma BiblioLenk vertreibt außerdem Schutzwände zum Stecken, Glastastaturen sowie Gesichtsschilde.

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Hygieneschutz für Schreibtische, Empfangslösungen und Meetingräume

Überall sind sie quasi über Nacht als schnelle Behelfslösungen entstanden – die Acrylglaswände auf Theken und Schreibtischen. Doch auf Dauer stellt sich die Frage, ob sie den Gebrauchs- und Ästhetikansprüchen von Kunden und Mitarbeitern genügen werden. Langfristig müssen Hygieneschutzwände durch Gestaltung und Funktionalität überzeugen und dürfen nicht zum Hindernis in Produktivität und Kundenberatung werden. Die Augustusburger Firma ROSSKOPF + PARTNER hat sich mit der Designerin Andrea Luft dieser Herausforderung gestellt. Ergebnis ist die Kollektion PROTECTED mit den Hygieneschutzwänden FRAME und PROFIL aus hochwertigen Materialien wie Mineralwerkstoff und Acrylglas. Die Designkollektion bietet eine breite Palette an sicheren Lösungen für Schreibtische, Beratungstische und Meetingräume, Empfangs- und Verkaufstheken sowie räumliche Trennungen aller Art. Mineralwerkstoff als Trägermaterial erfüllt durch die glatte, porenlose Oberfläche hohe Hygieneanforderungen,  wie z. B. im OP-Bereich und in Reinräumen und dient so der Infektionsprävention. Das verwendete Acrylglas ist hoch widerstandsfähig gegen Chemikalien und weist eine hohe UV-Beständigkeit auf. Es garantiert damit ausgezeichnete Langlebigkeit für hochfrequentierte Bereiche wie Hotels, öffentliche Einrichtungen, Museen und das Gesundheitswesen sowie Büroräume und Open Offices. 

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news-5670 Tue, 09 Feb 2021 09:54:25 +0100 Die Bürgerschaft ist gefragt: Auf der Suche nach dem besten Slogan zur Wiedereröffnung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-buergerschaft-ist-gefragt-auf-der-suche-nach-dem-besten-slogan-zur-wiedereroeffnung Stadt und Händler machen sich stark für die Wiederbelebung der Innenstadt Die Stadt Annaberg-Buchholz hat als Kleinstadt noch einen großen und interessanten Bestand an innerstädtischen Unternehmen im Bereich Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie zu bieten. Dazu existieren geschichtsträchtige Kirchen, Theater, Kino, Bibliothek, Museen, viele Vereine, welche mit ihren kulturellen- und Bildungsangeboten eine ideale Ergänzung für eine lebendig historische Innenstadt bilden. Ebenfalls ist Annaberg-Buchholz seit drei Jahren stolz, ein Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge“ zu sein. Oberste Priorität hat der Erhalt all dessen für die Bürger, Kinder, Gäste, Unternehmen und Investoren. Nur das Zusammenspiel aller macht das Leben in der Stadt und im Umkreis attraktiv, lebens- und liebenswert. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass aktuell mehr Zuzug wie Abwanderung zu verzeichnen ist.

Der im Dezember Corona bedingt erneut verhängte Lockdown macht es bis dato allen schwer, viele fürchten um die Existenz, haben Nöte und Sorgen und laufen an ihren Belastungsgrenzen. Gesundheit, Lockerungen und Rückkehr zur Normalität stehen wohl bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. In der Hoffnung, dass sich diese Wünsche bald real erfüllen, stehen die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung mit den Händlern und Vorsitzenden des Werberings bereits seit einiger Zeit in regem Austausch. Das gemeinsame Konzept zur Unterstützung der Wiedereröffnung der Handels- und Gastronomieeinrichtungen nimmt vielversprechende Formen an und wartet nur noch darauf, endlich vor Ort auch umgesetzt werden zu können.

Um die konzeptionellen Ideen und Planungen voranzutreiben und eine Einheit zu bilden, haben die Verantwortlichen noch eine Idee und möchten zur „Werbeslogan-Suche“ aufrufen! Dieser Slogan soll sich als werbewirksamer Spruch wie ein roter Faden für das Einkaufen, Genießen, Erleben und Wohlfühlen nach dem Lockdown durch die Innenstadt ziehen. Alle Bürger*innen sind herzlich aufgerufen, ab sofort ihren kurzen und knackigen Werbespruch an das Annaberg-Buchholzer Citymanagement bis einschließlich 19. Februar 2021 per Email oder auf postalischem Weg einzusenden.

Eine Jury bestehend aus Händlern, Werberingmitgliedern, städtischen Verantwortlichen sowie Citymanager Florian Hegewald werden anschließend den besten Slogan auswählen und entsprechend küren. Neben der Ehrung, dass der eigens kreierte Spruch als Headline überall in der Innenstadt dann präsent zu finden sein wird, winkt natürlich auch ein Preis in Form eines Werbering-Wertgutscheins, welcher gleich zum Bummel und Umsetzen in die Innenstadt einlädt. 

Neben der Nutzung der hoffentlich bald wieder realen stationären Bedingungen steht die Etablierung und Freischaltung der neuen Plattform „Annaberg-Buchholzer ONLINEMARKTPLATZ“ in den Startlöchern. Ab 15.02.2021 wird dieses Format unter www.annaberg-buchholz.market online verfügbar sein und entsprechend würdig eingeweiht.

Somit unterstützt das Citymanagement der Stadt Annaberg-Buchholz seine lokalen Unternehmen und Gewerbe auch perspektivisch auf digitalem Wege.

Auf dem virtuell geplantem Marktplatz können sich Händler, Dienstleister, Gastronomen, aber auch z. B. Handwerker, Kultureinrichtungen, Vereine oder Industrieunternehmen der Stadt kostenlos mit aktuellen Angeboten, Aktionen und Veranstaltungen u. v. m., präsentieren. Der direkte Kontakt mit Interessenten oder Kunden ist auf einfachem Wege möglich. So können Waren geordert und zur Abholung bereitgestellt werden. Barrierefreie Kaufabwicklung, gerade im Hinblick auf die Einführung von „click & collect“ in Sachsen, kann somit gewährleistet werden.

Der prämierte Werbespruch wird als Wiedererkennungsmerkmal ebenfalls auf dem Onlinemarktplatz verankert. Alle Beteiligten freuen sich auf rege Teilnahme bei der Ideeneinsendung des Slogans – gestalten auch SIE aktiv das Konzept der Innstadtbelebung mit!

Einsendungen bis 19.02.2021 bitte postalisch oder digital an:

Citymanagement

z. Hd. Florian Hegewald

Städtische Wohnungsgesellschaft mbH Annaberg-Buchholz

Büro Citymanagement – Wolkensteiner Straße 25/27

09456 Annaberg-Buchholz

E-Mail: citymanager@annaberg-buchholz.de

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news-5669 Fri, 05 Feb 2021 08:25:59 +0100 Zwickauer Forscher entwickeln Elektronik der nächsten Generation https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwickauer-forscher-entwickeln-elektronik-der-naechsten-generation Die europaweite Forschungsinitiative unter Koordination der Infineon Technologies AG will die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Elektroniksystemen und mikroelektronischen Komponenten steigern. Das Fraunhofer Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM, die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und das Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) sind die Zwickauer Verbundpartner. Eine leistungsfähige Elektronik ist die Grundlage für zukunftsweisende und sichere Technologien. Mit innovativen Methoden und Prozessen wollen Fachleute aus europäischer Wissenschaft und Wirtschaft die Ausfallsicherheit von Maschinen und Anlagen erhöhen sowie Fertigungsprozesse in der Mikroelektronik verbessern. »Bei iRel 4.0 lassen wir kein Bauteil aus. Wafer, Chip, Gehäuse oder Anwendersystem werden optimiert. Das senkt Produktionsfehler im Herstellungsprozess und erhöht die Qualität und Langlebigkeit von Produkten«, betont Prof. Peter Hartmann, Leiter des Fraunhofer AZOM und Professor an der Fakultät Physikalische Technik/Informatik der WHZ.

Die Forschungseinrichtungen bringen Kompetenzen in der laserbasierten Oberflächentechnik (WHZ), Entwicklung prozessbegleitender Messtechnik (AZOM) sowie Steuerelektronik und Softwareentwicklung (FTZ) ein. Dafür stehen den wissenschaftlichen Einrichtungen 1,6 Mio. Euro zur Verfügung. Die Projektpartner entwickeln gemeinsam ein komplexes System, um neuartige Produktionstechnik zu ermöglichen. Der Fokus dieser neuen Produktionstechnik liegt dabei insbesondere auf der Verbesserung von Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit späterer Produkte. Unabhängig von allen Einschränkungen hat der lokale Verbund bereits die intensive Kooperation begonnen und ist digital an das Gesamtkonsortium angebunden.

Studierende der WHZ profitieren von iRel 4.0

»Die Allianz der Forschungseinrichtungen mit verschiedenen europäischen Industriepartnern wie der Infineon Technologies Dresden und Austria sowie der LEC Eibenstock bildet die Brücke zwischen Wissenschaft, Großunternehmen und mittelständischer Wirtschaft. Dadurch hat das Projekt auch eine besonders große Bedeutung für die praxisnahe und angewandte Ausbildung unserer Studierenden. Sie können zukünftig durch Abschlussarbeiten oder als studentische Hilfskraft bei iRel 4.0 mitwirken«, erklärt Prof. Hartmann.

Über das Projekt Intelligent Reliability 4.0 (iRel 4.0)

Das Kooperationsprojekt soll europaweit rund 25 000 hochqualifizierte Arbeitsplätze durch starke Partnerschaften und Investitionen in Innovation sichern. Die Europäische Union fördert iRel 4.0 im Rahmen des ECSEL-Programms (Electronic Components and Systems for European Leadership). Aus Deutschland kommt finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von den beiden Bundesländern Sachsen und Thüringen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und endet voraussichtlich im April 2023. Unter der Federführung der Infineon Technologies AG bündeln hierfür 75 Wissenschafts- und Wirtschaftspartner aus dreizehn Ländern ihre Kräfte.

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news-5666 Mon, 01 Feb 2021 12:11:10 +0100 Erzgebirgisches Know-how ist „Teil“ der neuen S-Klasse https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/erzgebirgisches-know-how-ist-teil-der-neuen-s-klasse Vor wenigen Wochen hat Daimler sein neues Flaggschiff vorgestellt, die neue S-Klasse. Das  Unternehmen MSM Hänel aus Schwarzenbergs Ortsteil Pöhla ist Teil des Projektes. In dem Fahrzeug fahren künftig zwei Scharniere in der hinteren Mittelarmlehne aus dem Erzgebirge mit. Klingt unspektakulär – für MSM Hänel ist es aber durchaus ein Prestigeprojekt. Um das Konzept optimal umzusetzen, holten sich die Schwarzenberger noch weitere Kompetenzen aus der Nachbarschaft mit ins Boot. So vereinigt sich im Scharnier der S-Klasse die Expertise aus vier erzgebirgischen Firmen, beginnend beim Werkzeugbau und formvollendet beim Oberflächenveredler. Und: es ist ein weiteres der unzähligen Beispiele, dass in nahezu jedem deutschen Auto eine Vielzahl an Teilen aus dem Erzgebirge zu finden ist.  

Umso stolzer sind wir, für das Daimler-Flaggschiff einen Baustein leisten zu dürfen

„Mit etwa 10 Mitarbeitern sind wir ein recht kleines Unternehmen. Umso stolzer sind wir, für das Daimler-Flaggschiff einen Baustein leisten zu dürfen und vor allem eine recht personalintensive Baugruppe komplett herzustellen, nachdem der Trend in den letzten Jahren eher Richtung Automaten ging“, so Geschäftsführer Ruben Hänel. Konstruiert um einen Fluiddämpfer, mit Know-how aus der Möbelindustrie, hat allein dieses, relativ komplexe, Bauteil eine über 2 jährige Entwicklungszeit hinter sich. Tausende Funktionstests in Hitze und Eiseskälte mussten die Scharniere im Probelauf überstehen. Oberstes Ziel war es, ein geschmeidiges, geräuschfreies Auf und Ab auf Dauer zu gewährleisten. Ende 2019 wurde schließlich erfolgreich erstbemustert. „Seitdem wird bei uns fleißig montiert. Sieben Stanz-Biegeteile vernietet und endmontiert und damit kommt das komplette Scharnier inclusive zugekauftem Dämpfer aus dem Hause MSM“, erklärt Hänel.

 

Auf das Herstellen von Stanzteilen aus Metall und nicht-metallischen Werkstoffen hat sich das Unternehmen spezialisiert, das bereits 1937 gegründet wurde. Ganz gleich ob 100 Stück oder 5 Millionen Bauteile, im Kern der Arbeit geht es darum, Kunden komplett zu betreuen. Von der Kalkulation über den Werkzeugbau (in Kooperation) bis hin zur Erstbemusterung. Die Branchenliste, für die entwickelt und produziert wird, zeugt von Flexibilität und der Expertise, auch Sonderwünsche zu erfüllen: Hauptsächlich für die Sanitärbranche, Automotive, Elektrowerkzeuge, Weiße Ware, Modelleisenbahnen bis hin zu Medizintechnik reicht die Palette.

 

Das Scharnier ist quasi der Produkt gewordene gemeinsame Messestand Erzgebirge.

„Ebenfalls aus Schwarzenberg, von Fischer Werkzeugbau, kommen die Werkzeuge für die präzisen Stanz-Biegeteile. Die Nieten von Normteile Lindner aus Ehrenfriedersdorf erhalten bei GAZIMA ihre schwarze Oberfläche“, verrät Ruben Hänel und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das Scharnier ist quasi der Produkt gewordene gemeinsame Messestand Erzgebirge.“ Gemeint ist hier die Präsentationsfläche auf der zweijährlich stattfindenden INTEC in Leipzig, der internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik, die im März 2021 als rein digitale Veranstaltung stattfinden soll. Die MSM Hänel GmbH stand dort wiederholt gemeinsam mit der GAZIMA GmbH aus Grünhain-Beierfeld und der Firma Normteile Lindner GmbH aus Ehrenfriedersdorf auf einer Präsentationsfläche. Eben diesen Unternehmen, die direkt an jenem Autoteil mitwirkten, das nun zusammen mit vielen anderen für gehobenen Komfort bei einer Reise in der S-Klasse sorgt. Die Scharniere begeben sich nach Fertigstellung über den Erzgebirgskamm Richtung Tschechien. Bei FEHRER Automotive (Liberec) werden die Mittelarmlehnen vormontiert.

 

Hintergrund:

Die Expertise rund um Metall ist eine wichtige Kernkompetenz im Erzgebirge. Früher hier gefördert, ist das Metall der Werkstoff, der heute tagtäglich be- und verarbeitet wird. So ist es eine logische Folge, dass die starke Branchenvielfalt im verarbeitenden Gewerbe von der Metallindustrie und dem Maschinenbau dominiert wird. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist fast jedes dritte Unternehmen in der Metallbranche tätig. Verantwortlich dafür ist die über 800jährige Bergbauhistorie der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, die seit 2019 den Titel UNESCO-Welterbe trägt.

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Pressemitteilung
news-5665 Thu, 28 Jan 2021 10:03:42 +0100 Grüne Batterietechnologien: Fraunhofer IKTS eröffnet neuen Standort in Freiberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gruene-batterietechnologien-fraunhofer-ikts-eroeffnet-neuen-standort-in-freiberg Für das Gelingen der Energiewende sind leistungsfähige Batteriespeicher ein wesentlicher Baustein. Doch wie können diese künftig umweltfreundlich und nachhaltig produziert werden? Wie unterstützen digitale Prozesse dabei? Und wie lassen sich alte Batterien effizient recyceln und einer Kreislaufwirtschaft zuführen? Diese Fragestellungen bündelt das Fraunhofer IKTS am neuen Institutsstandort in Freiberg, der mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus aufgebaut werden konnte. Effiziente Recyclingprozesse zur Kreislaufführung kritischer Rohstoffe

Rohstoffverknappung, Umweltverschmutzung und menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse bei der Rohstoffgewinnung lassen zukünftig die Nachfrage nach recycelten Batterierohstoffen steigen. An seinem neuen Standort in Freiberg erprobt das Fraunhofer IKTS daher effiziente Recyclingprozesse, mit denen sich Ausbeute und Reinheit der zurückgewonnenen Batteriematerialien wie Lithium, Nickel oder Cobalt weiter erhöhen lassen. Dem Ziel einer wirtschaftlichen Kreislaufführung von Batteriekomponenten rücken die Forschenden damit näher. Der Fokus liegt zum einen auf der hydrometallurgischen und elektrochemischen Aufbereitung der metallischen Batteriematerialien. Zum anderen zielen die Forschenden darauf ab, mit innovativen Trennverfahren auch aus Aufschlussmedien und Prozesswässern des Recyclingprozesses strategische Rohstoffe zurückzugewinnen. Damit einher gehen Untersuchungen, unter welchen Bedingungen diese sogenannten Sekundärrohstoffe für eine Resynthese – sprich die Herstellung neuer Ausgangsmaterialien für die Batteriefertigung – nutzbar sind und welchen Einfluss sie auf die Leistung der Batteriezellen haben.

Digitalisierte Batteriefertigung zur Ressourcenschonung – vom Rohstoff bis zum Recycling

Für eine ressourcenschonende Batteriezellfertigung müssen Produktionsfehler vermieden, Ausschussraten deutlich reduziert und Recyclingverfahren optimiert werden. Am neuen IKTS-Standort stehen auf mehr als 400 qm Technikumsfläche zahlreiche Pilotanlagen zur Verfügung, an denen inlinefähige Prüfverfahren erprobt werden. Hierfür adaptieren die Forschenden zerstörungsfreie Prüfverfahren des Fraunhofer IKTS und integrieren sie in die einzelnen Produktionsschritte. So lassen sich beispielsweise die
Eigenschaften der Rohstoffe bei der Batteriemasseherstellung überprüfen oder die Tiefenentladung der Batterien während des Recyclings überwachen. Für die dabei gewonnenen Datenmengen werden intelligente Datenbanklösungen aufgebaut. Somit ist es möglich, Fehlermuster zuverlässig zu erkennen und Rohstoff- und Produktionsströme zu optimieren.

Feststoffbatterien ohne kritische Rohstoffe und mit erhöhter Lebensdauer

Batterien der nächsten Generation zielen neben der Steigerung der Energiedichte auch auf den Ersatz von kritischen Rohstoffen wie Kobalt und eine Erhöhung der Lebensdauer ab. Das Fraunhofer IKTS verstärkt in Freiberg seine Forschung für neuartige Batteriekonzepte. Einen Schwerpunkt bilden Festkörperbatterien, bei denen der flüssige Elektrolyt durch umwelt-freundlichere und zuverlässige Festelektrolyte auf Polymer- oder Keramikbasis ersetzt wird. Für die Fertigung von Festelektrolytzellen und -komponenten steht den Forschenden ein Trockenraum mit exzellenter Güte zur Verfügung.

Aktivitäten in Freiberg als wichtiger Baustein beim Ausbau der Batterieforschung in Sachsen

Mit »SaxBatt« ist Anfang Januar eines der Initialprojekte des neuen Standorts in Freiberg gestartet, das vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus mit EFRE-Mitteln in Höhe von fünf Millionen Euro für Investitionen und Ausstattung gefördert wird. »Sachsen ist bereits sehr stark in der Energieforschung und möchte diese Aktivitäten auch zukünftig stärker ausbauen. Die Aktivität des IKTS in Freiberg ist hierfür ein wichtiger Baustein und zugleich ein hervorragendes Beispiel für das Zusammenwirken der Wissenschaft im Bereich der Ressourcentechnologien«, bekräftigt Staatsminister Sebastian Gemkow.

Darüber hinaus ist es dem Fraunhofer IKTS bereits gelungen, mehr als sieben Millionen Euro Projektmittel im Rahmen der BMBF-geförderten Kompetenzcluster »greenBatt«, »ProZell«, »AQuaA« und »InZePro« einzuwerben. Aktuell arbeiten sechs Forschende am neuen IKTS-Standort. Schon in den nächsten Monaten soll die Mitarbeiterzahl schrittweise anwachsen. »Wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag zur Neugestaltung der Energiewirtschaft in den kommenden Jahren leisten können. Dies betrifft nicht nur eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, sondern auch die nachhaltige Gestaltung der dafür eingesetzten Technologien im Rahmen einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft«, erläutert Prof. Alexander Michaelis, Institutsleiter des Fraunhofer IKTS.

Am Standort Freiberg findet das Fraunhofer IKTS neben einer hervorragenden Infrastruktur auch exzellente Forschungseinrichtungen für Kooperationen vor. So ist das Fraunhofer IISB Standortpartner im Fraunhofer-Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien THM. Dar-über hinaus arbeitet das IKTS mit der Ressourcenuniversität TU Bergakademie Freiberg und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourtechnologie (HIF) im Rahmen des Kompetenzclusters »greenBatt« zusammen. Das Fraunhofer IKTS ist damit gut aufgestellt, um das zukunftsträchtige Thema der Kreislaufwirtschaft anzugehen und auf andere Verwertungsrouten außerhalb der Batteriefertigung zu übertragen.

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news-5661 Tue, 26 Jan 2021 07:47:00 +0100 Alles 3 Nummern größer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/alles-3-nummern-groesser Nachdem wir das Zschopautal bei Wolkenstein durchquert haben, zieht sich die Straße in Kurven den Berg wieder hinauf nach Schönbrunn. Wir halten an einem Fachwerkhaus, man sieht, es wird gerade renoviert. Davor hängt ein Banner mit der Aufschrift: „Luca, willkommen im neuen Zuhaus!“ Wir klingeln an der Tür, zwei Hunde bellen, Nicole Uhlig lässt uns fröhlich lachend ein. Hinter ihr begrüßt uns Luca, der doch etwas anders aussieht, als wir ihn uns vorgestellt haben: 1,85 Meter groß, voll tätowiert, den punkigen Hairstyle lässig unterm Cap versteckt. Luca lebt erst seit Kurzem im Erzgebirge, seine Mutter Nicole seit fast einem Jahr – sie sind aus der Schweiz hierher „ausgewandert“. Im Gespräch erfahren wir bei Keksen, Äpfeln und Tee, dass Ausritte im Erzgebirge wunderbar wildromantisch sind und warum hier alles drei Nummern größer ist als in der Schweiz. Nicole, warum kommt man von der Schweiz ins Erzgebirge?

Nicole Uhlig [lacht]: Wegen der Liebe! Mein Mann stammt aus dem Erzgebirge, ging nach der Wende in den Westen und lebte an verschiedenen Orten, zuletzt in der Nähe von Mainz. Kennengelernt haben wir uns übers Internet. Lange Zeit haben wir uns nur geschrieben, bis meine Kinder ihn einfach mal eingeladen haben. Das war im Sommer 2007. Wenige Monate später zog er mit in die Schweiz. Weihnachten 2007 fuhren wir dann gemeinsam das erste Mal ins Erzgebirge, in seine alte Heimat. Es war für mich ein komisches Gefühl, die alte DDR-Grenze zu überqueren – man hatte ja so viele Gruselgeschichten gehört. Damals gab es schon noch ein paar Ecken, wo es düster aussah. Da hat sich im Vergleich zu heute vieles entwickelt.

Wie kam es dann zu der Entscheidung, ins Erzgebirge zu ziehen?

Wenn wir Urlaub hatten, fuhren wir immer wieder ins Erzgebirge. Oft war es nicht einfach, eine gute Pension zu finden. Also fingen wir irgendwann an, nach einem Haus zu suchen, das wir als Ferienhaus nutzen konnten. Als wir 2014 dieses alte Fachwerkhaus im Internet entdeckten, wusste ich sofort: Das ist es. Es hat mich an das Haus meiner Oma erinnert: die Natursteinmauer, die Lage am Hang – ich spürte sofort eine Verbindung. Der Kaufpreis war günstig, doch es gab viel zu tun. Urlaub hieß für uns von da an Bauurlaub. Wir haben das Fachwerk verstärkt, arbeiten viel mit Lehmputz, um den ursprünglichen Charakter des Hauses zu erhalten.

Mit dem Umzug hat es trotzdem noch einige Jahre gedauert …

Ich wollte erst warten, bis meine vier Kinder alle groß sind. Dass zwei von ihnen nun sogar mit hierher kommen, hätte ich mir ja nie träumen lassen. Luca ist jetzt 20 und wurde in der Schweiz, wie viele andere auch, wegen Corona entlassen. Hier in Deutschland hat er die Chance, noch einmal eine zweite Ausbildung in seinem Traumberuf zu beginnen – er möchte Kfz-Mechaniker werden. Das wäre in der Schweiz aus finanzieller Sicht nicht möglich gewesen. Hier schätzt man es sehr, wenn jemand mit seinen Händen etwas schaffen will.

Auch eine Ihrer erwachsenen Töchter wird mit ihrer Familie nach Deutschland kommen, richtig?

Ja! Darüber bin ich sehr glücklich. Wir werden uns einen Traum erfüllen und einen eigenen Kinderreiterhof eröffnen. Auch das ist ein Ziel, das in der Schweiz außerhalb unserer Möglichkeiten lag. Ich hatte meiner Tochter immer vorgeschwärmt, wie toll man hier im Erzgebirge ausreiten kann …

Kann man das in der Schweiz denn nicht?

Nicht so wie im Erzgebirge. So endlose Wälder wie hier gibt es dort, wo wir wohnten, einfach nicht. Wo es flach ist, ist alles bebaut, dahinter beginnt der Berg, vorn liegt der See ... Hier im Erzgebirge ist nicht alles so akkurat, dafür wunderbar wildromantisch.

Vermissen Sie nicht manchmal die großartige Natur der Schweiz? Hier gibt es zwar auch schöne Berge, aber fühlt sich denn im Erzgebirge nicht alles drei Nummern kleiner an?

Ach was – es ist alles drei Nummern größer! Sie glauben gar nicht, wie eingeengt es oft in der Schweiz ist. Alle haben immer diese Heidi- Vorstellung von der Schweiz, doch das wahre Leben dort ist anders. Es wird wahnsinnig viel gebaut, das nimmt einem die Luft. Alles dreht sich nur ums Geld, der Profit steht an erster Stelle, und man ist schnell in diesem Trott mit drin. Immer denkt man, man muss noch mehr – und vergisst dabei, zu leben. Wir haben in der Schweiz beide gut verdient, doch geblieben ist davon fast nichts. Hier verdienen wir zwar weniger als die Hälfte, doch am Ende haben wir mehr davon. Man hat doch nur ein einziges Leben!

Gibt es denn auch etwas, das Sie an der Gegend hier schräg finden? Es kann doch nicht alles perfekt sein …

[überlegt und lacht]: Nun ja, die Bürokratie ist noch größer als in der Schweiz. Ich kann oft gar nicht glauben, wofür es in Deutschland alles ein Gesetz gibt. Auch die Arztsuche gestaltet sich momentan noch etwas schwierig. In den Unternehmen wünsche ich mir etwas mehr Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Auch von der Technik her komme ich mir manchmal etwas zurückversetzt vor – zum Beispiel, als ich ein Formular mit sieben Durchschlägen auf der Schreibmaschine ausfüllen sollte! Andererseits sind die Menschen im Erzgebirge in vielen Dingen offener als in der Schweiz. Lucas Tattoos sind hier gar kein Problem – in der Schweiz wurde er deshalb auf Arbeit oft extra für Tätigkeiten eingeteilt, bei denen er ja keinen Kontakt zu Kunden hatte. Oder er hat deswegen gar keine Anstellung erst erhalten.

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Wie würden Sie die Erzgebirger beschreiben?

Ich mag die Art der Menschen hier – sie sind auf jeden Fall nicht arrogant. Am Anfang sind sie ein bisschen zurückhaltend und brauchen etwas, bis sie Vertrauen fassen. Und sie übernehmen Verantwortung. Das beste Beispiel dafür ist mein Mann: Er hat sich keine Sekunde davor gescheut, dass ich vier Kinder habe und hat mich von Anfang an mit voller Kraft unterstützt. Der Familiensinn ist hier stark ausgeprägt. Allerdings können die Erzgebirger (besonders die Männer) auch schnell mal explodieren … ich nehme es mit Humor [lacht].

Haben Sie bei Ihrem Umzug Unterstützung vom Welcome Center Erzgebirge bekommen?

Ja, ganz großartige! Ohne deren Unterstützung hätte ich mich nie getraut, mich auf meinen jetzigen Job als Amtsleiterin im Bau- und Ordnungsamt in Crottendorf zu bewerben. In der Schweiz war ich zwar auch in der kommunalen Bauverwaltung als stellvertretende Bau-Bereichsleiterin tätig, doch die deutschen Bauvorschriften kannte ich natürlich nicht. Nun darf ich mit meinen Aufgaben wachsen – das ist eine wunderbare Herausforderung. Auch mein Mann hat seinen Traumjob gefunden. Er ist absoluter Eisenbahnfan. Schon als Jugendlicher half er beim Wiederaufbau der Preßnitztalbahn mit. Die Leute dort haben sich sofort an ihn erinnert und ihn mit offenen Armen empfangen. Mit seiner Festanstellung in der Werkstatt der Preßnitztalbahn ist für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. Jetzt unterstützt uns das Welcome Center bei der Anerkennung der Ausbildung meiner Tochter als Erzieherin und bei der Suche nach einem Job und Ausbildungsplatz für Luca.

Text: Sylva-Michèle Sternkopf

Fotos: Erik Wagler

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5662 Tue, 26 Jan 2021 05:54:00 +0100 Sächsischer Staatspreis für Design - zwei Nominierungen aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/saechsischer-staatspreis-fuer-design-zwei-nominierungen-aus-dem-erzgebirge Von mobilen Gestaltungsräumen für Kinder über innovative Musikinstrumente bis hin zu interaktiven Gefahrenschulungen im Bereich Arbeitsschutz – so vielfältig und aktuell sind die diesjährigen Einreichungen für den »Sächsischen Staatspreis für Design«. Aus insgesamt 200 Einreichungen hat eine unabhängige, elfköpfige Jury in dieser Woche die 28 innovativsten Designleistungen nominiert - zwei davon kommen aus dem Erzgebirge. Beide Nominierungen reihen sich in die Kategorie "Design im Handwerk" ein.

 

  • QuickModul - Einreichung: Firma Schreiber Innenausbau GmbH (Geyer)
  • erzclique - Einreichung: Luise Ullrich (Schneeberg) - Nachwuchs

Der Designpreis ist ein wichtiges Zeichen für die heimische Kultur- und Kreativwirtschaft. Vergeben wird er in den Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign und Design im Handwerk. In jeder Kategorie wird zudem junges und innovatives Nachwuchsdesign prämiert und ein Sonderpreis im Bereich vergeben.

Erstmalig in der Geschichte des Designpreises werden alle 200 Einreichungen einschließlich der Nominierten in einer virtuellen Leistungsschau präsentiert. Die Design-Leistungen sind  - nach den Wettbewerbskategorien sortiert - in 13 virtuellen Ausstellungsräumen zu sehen. Dynamische Formate, wie 3D- und CAD-Objekte, Videopräsentationen und Fotografien visualisieren die Design-Objekte verblüffend echt und realistisch. Mit einem Klick auf das jeweilige Design-Objekt werden den Besuchern umfassende Informationen zum Objekt zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich zu den offiziellen Nominierungen hat jede Einreichung eine Chance, einen Publikumspreis zu gewinnen. Diesen vergeben die Besucher der Website, in dem sie dort bis 28. Februar 2021 für ihren Favoriten abstimmen.  

Holzlärmschutz – EnergieElement, E-LINA ® Edelstahlclickboden, PurPur – Holzkoffer, ERZLINIEN, Garderobe, Fachwerkpyramide & Transmissionslichterbogen: Die sind nur einige Beispiele von Design-Kompositionen, mit denen erzgebirgische Kreative ins Rennen um den Publikumspreis gehen. Diese und mehr zum Voting gibt es auf der Website zu entdecken.

Die Preisverleihung für den Sächsischen Staatspreise für Design 2020 findet am 29. März 2021 statt.

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news-5660 Mon, 25 Jan 2021 09:12:00 +0100 Erzgebirgische Forstreviere für nachhaltige Waldbewirtschaftung ausgezeichnet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgische-forstreviere-fuer-nachhaltige-waldbewirtschaftung-ausgezeichnet Forstminister Wolfram Günther hat zum ersten Mal dreizehn Reviere von Sachsenforst als Beispielreviere für eine integrative, naturgemäße Waldbewirtschaftung ernannt. Zu den ausgezeichneten Forstbezirken gehören Eibenstock, Marienberg und Neudorf. Die Ernennung erfolgt für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2025. Die Beispielreviere sollen aufzeigen, wie integrative naturgemäße Waldbewirtschaftung umgesetzt werden kann und sie sollen andere Forstleute zu deren Realisierung motivieren. Weiterhin sollen sie der Aus- und Fortbildung für Beschäftigte von Sachsenforst dienen. Darüber hinaus stehen Workshops, Führungen und Exkursionen mit privaten und körperschaftlichen Waldbesitzenden, Partnern und Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern auf dem Programm. Bereits mit dem Beginn des Jahres 2021 wurden Planungen für besondere Naturschutzprojekte in den Beispielrevieren erstellt, die den integrativen Ansatz der Förderung von Naturschutzbelangen im Wirtschaftsbetrieb unterstützen sollen.

„Die Leiterinnen und Leiter der ausgewählten Reviere bewirtschaften die Wälder nachhaltig im besten Sinne des Wortes. Sie bezeugen, dass viele Forstleute ihre Waldgebiete bereits jetzt zukunftsfähig entwickeln und besondere Impulse für die Waldwirtschaft im Sachsenforst setzen,“ so Günther. „Die integrative naturgemäße Waldwirtschaft ist aus meiner Sicht der beste Weg, um den Wald mit seinen vielfältigen ökologischen, ökonomischen sowie gesellschaftlichen Funktionen und Leistungen dauerhaft zu erhalten. Dies ist umso dringender, als unsere Wälder durch den Klimawandel und seine Folgen stark gestresst sind. Diese Form der Waldbewirtschaftung wollen wir unter anderem bei der Wiederbewaldung und der Naturverjüngung der vielen Störungsflächen konsequent anwenden. Außerdem unterstützt uns die integrative naturgemäße Waldwirtschaft dabei, biologische Vielfalt zu erhalten und zu erhöhen. Das ist die zweite große ökologische Aufgabe.“

Der Minister dankte bei der Gelegenheit insbesondere den beteiligten Revierleiterinnen und -leitern sowie allen Mitwirkenden von Sachsenforst für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit.

Der Ernennung war ein internes Bewerbungsverfahren bei Sachsenforst vorausgegangen. Eine Kommission unter Leitung von Landesforstpräsident Utz Hempfling entschied im November 2020 über die Auswahl der Reviere. Die ausgezeichneten erzgebirgischen Reviere sind:

  • Auersberg, Forstbezirk Eibenstock
  • Eibenstock, Forstbezirk Eibenstock
  • Hirschberg, Forstbezirk Marienberg
  • Gelenau, Forstbezirk Neudorf
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news-5659 Fri, 22 Jan 2021 07:20:17 +0100 Bund fördert Erforschung digitaler Schienentechnologie im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bund-foerdert-erforschung-digitaler-schienentechnologie-im-erzgebirge Mit insgesamt 17,75 Millionen Euro Fördermitteln aus dem BMVI wollen die Technische Universität Chemnitz und die Deutsche Bahn AG zukünftig Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen testen. Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Strecke werden für das "Digitale Testfeld Bahn“ 5G-Funkmasten aufgebaut, bestehende Gebäude mit modernster Technik ausgebaut und Triebfahrzeuge zu Testzügen umgebaut. Bundesminister Andreas Scheuer: „Die kurvenreiche, teils bewaldete und bergige Strecke deckt alle Eventualitäten ab, die in Deutschland an den meisten Bahnstrecken vorkommen. Das macht sie zur perfekten Teststrecke, um modernste Bahn- und Mobilfunktechnologie zu erproben. Von digitaler Leit- und Sicherungstechnik bis hin zu Maßnahmen für besseren Empfang im Zug werden entlang der landschaftlich reizvollen, aus Funkperspektive jedoch anspruchsvollen Strecke Technologien erforscht und getestet, die dann in ganz Deutschland sicher eingesetzt werden können.“

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: "Der Bund unterstützt und treibt ein für uns alle wichtiges Zukunfts-Projekt voran, das ambitioniert und einzigartig ist. Vielen Dank für dieses starke Signal. Es ist wunderbar, wie hier alle mitziehen, damit das Ganze eine Erfolgsgeschichte wird. Davon profitiert nicht nur Deutschland als ein Land der Wissenschaft und Ideen insgesamt. Das bringt auch die Wirtschafts- und Wissenschaftsregion Sachsen und insbesondere das Erzgebirge voran. Das Projekt rund um die Mobilität und das Bahnfahren der Zukunft bekommt heute einen weiteren kräftigen Schub.“

Bereits im Jahr 2019 erhielt die DB Netz AG eine Bewilligung über 1,5 Mio. Euro, um das Reallabor im Erzgebirge aufzubauen. Erste Ergebnisse fließen bereits in das Großprojekt „Digitale Schiene“ der DB AG ein.

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Pünktlichere und zuverlässigere Züge, mehr Kapazität auf der Schiene – mit der „Digitalen Schiene Deutschland“ wird Bahnfahren deutlich attraktiver. Auf dem Testgelände im Erzgebirge können wir den digitalen Bahnbetrieb auf Herz und Nieren und unter Realbedingungen proben. Was wir im Erzgebirge testen, wird die Blaupause für ganz Deutschland.“

Mit der aktuellen Förderung soll vor allem der Wandel vom seit den 1990er Jahren im Bahnsystem eingesetzte GSM-R-Funk hin zum neuen, auf 5G basierenden FRMCS-Standard (Future Railway Mobile Communication System) unterstützt werden. Dieser zeichnet sich durch Datenübertragung in Echtzeit und eine hohe Zuverlässigkeit aus. Das Reallabor der DB Netz AG ermöglicht insbesondere eine frühe Labor- und Feld-Erprobung der FRMCS-Technologie.

Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz: „An der TU Chemnitz freuen wir uns riesig, mit starker Unterstützung des Bundes und des Freistaats Sachsen, in Annaberg-Buchholz - unserer zukünftigen Außenstelle - das Bahnfahren der Zukunft erforschen und entwickeln zu können. Mit der Fördersumme von rund zehn Mio. Euro, für die wir uns sehr herzlich bedanken, kann das 5G-Netz entlang der Bahnstrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg als Kern einer hochmodernen Forschungsinfrastruktur aufgebaut werden. Damit sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Chemnitz in enger Kooperation mit der Stadt Annaberg-Buchholz, der Deutschen Bahn AG und weiteren Netzwerkpartnerinnen und -partnern in der Lage, Technologien und Anwendungen in den Feldern Kommunikationstechnik, Leit- und Sicherungstechnik, Künstliche Intelligenz, Antriebstechnik, Sensorik sowie Mensch-Technik-Interaktion zu erforschen und zu entwickeln, um auf diese Weise gesellschaftlich und wirtsch  aftlich höchst relevante Beiträge für den hochautomatisierten und nachhaltigen Bahnbetrieb des 22. Jahrhunderts zu leisten.“

Hintergrund: Smart Rail Connectivity-Campus (SRCC)

Im Mittelpunkt des SRCC steht der Aufbau eines Forschungscampus in Annaberg-Buchholz. In diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt sollen hochautomatisiertes Fahren auf Normalspurgleisen der Bahn sowie ökologisches Fahren, insbesondere mit hybriden Antrieben, weiter erforscht und innovative Mobilitätstechnologien zur Zulassung und Markteinführung gebracht werden.

Der SRCC ist eins von zwei Verbundprojekten, mit dem die TU Chemnitz 2019 im Rahmen des hochkompetitiven Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgreich war. Neben dem SRCC erhielten die TU und ihre Projektpartnerinnen und -Partner eine Förderung für das Projekt „Smart Composites ERZgebirge“ (SmartERZ).

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news-5658 Thu, 21 Jan 2021 08:45:16 +0100 DOLL investiert im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/doll-investiert-im-erzgebirge Die DOLL Fahrzeugbau GmbH investiert an den beiden deutschen Standorten in Oppenau und Mildenau weiter in Wachstum.  Dabei kommen die Modernisierungen und Neubauten den Produktbereichen Holz- und Schwertransport gleichermaßen zugute. „Das Gesamtvolumen der Investitionen beläuft sich auf rund vier Millionen Euro“, präzisiert Geschäftsführer Markus Ehl.

Weiterer Ausbau des Standorts Mildenau
Die Erweiterung des Kompetenzzentrums Holz in Mildenau treibt DOLL ebenfalls weiter voran: Für die Endabnahme und Kundenauslieferung entsteht im sächsischen Werk eine komplett neue Halle mit angeschlossenem Aufenthaltsraum. Der moderne Neubau bietet unter anderem eine Fahrzeugwaage – der Kunde kann somit auch das Leergewicht seiner jüngsten Neuanschaffung an Ort und Stelle überprüfen. „Wir werden in Zukunft noch kräftig zulegen und unsere Marktanteile weiter ausbauen“, gibt Geschäftsführer Renato Ramella als Zielrichtung vor. „Der professionell gestaltete Auslieferungsbereich, den wir im Sommer 2021 eröffnen werden, ist die logische Konsequenz.“

Neues Zentrum für Oberflächenbeschichtung
Zum Gesamtpaket zählen Einzelpositionen wie eine neue CNC-Fräsmaschine ebenso wie eine komplett neue Anlage für die Oberflächenbehandlung. Die moderne Einrichtung ersetzt die bisherige Anlage, um den gewohnt hochwertigen Lackaufbau der Sattelauflieger, Anhänger und Aufbauten auch bei steigenden Stückzahlen ökonomisch umzusetzen. Neben der Zinkstaubgrundierung mit Decklack bietet die hausinterne Spritzverzinkung mit Pulverbeschichtung DOLL Kunden höchsten Korrosionsschutz. Mit neuesten Filtertechnologien und einer deutlichen Vergrößerung der Fläche präsentiert sich das im Bau befindliche Zentrum für Oberflächenbeschichtung auf dem neuesten Stand. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem energieeffizienten Betrieb. Dank eines so genannten Bypass-Systems werden erzeugte Warmluftströme in einen Kreislauf transportiert und mehrfach verwendet. Diese Technik führt zu einer Wärmerückgewinnung von bis zu 60 Prozent. 

Über das Unternehmen

Die DOLL Fahrzeugbau GmbH mit Hauptsitz in Oppenau im Schwarzwald ist einer der führenden europäischen Hersteller von Holz- und Schwertransportern. Im Geschäftsbereich Flugfeld werden Scheren-Hubfahrzeuge gefertigt, insbesondere für Catering, Cleaning und Medical. Zum Hauptsitz addieren sich die DOLL Sachsen GmbH in Mildenau sowie die US-amerikanische Tochtergesellschaft DOLL America Inc. in Bridgeport, New Jersey. Flankierend zu Entwicklung und Produktion bietet DOLL Ersatzteile, Schulungen und Trainings, technischen Support, Werkstatt- und mobilen Service an. Gebraucht- und Mietfahrzeuge (DOLL rental) runden das Servicespektrum ab. Das im Jahr 1878 gegründete Traditionsunternehmen beschäftigt heute zirka 360 Mitarbeiter und baut rund 1.000 Fahrzeuge pro Jahr.

Quelle: WochenENDspiegel.de vom 19. Januar 2021, Sven Günther

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news-2381 Mon, 18 Jan 2021 13:47:00 +0100 „Hier kann ich mein Leben so gestalten, dass ich zufrieden bin.“ https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/hier-kann-ich-mein-leben-so-gestalten-dass-ich-zufrieden-bin 6 wissenswerte Fakten zum Erzgebirge

„Ich hatte keine Lust mehr auf Berlin“, erzählt Elisabeth Graupner. Nach zehn Jahren wurde es ihr in der großen bunten Hauptstadt zu eng. Jetzt sitzt sie im Büro des elterlichen Familienunternehmens Graupner Holzminiaturen in Crottendorf, inmitten tausender kleiner farbiger Holzteile, aus denen kunterbunte Themenwelten von Miniaturpyramiden über Spieldosen im Kleinstformat bis hin zu Geschenkideen für jede Gelegenheit entstehen.

„Crottendorf hat eine gute Infrastruktur. Wir haben hier doch alles“, sagt Elisabeth. Nach zehn Jahren Großstadt schmunzelt sie über ihre eigene Aussage und meint es aber doch genauso: „Ich gehe im Ort in die Hofkäserei, hole dort Milch und mehr. Die Eier kaufe ich beim Bauern um die Ecke und der Supermarkt ist auch nicht weit.“ Und dann ist da noch die Tagesmutti, die den kleinen Sohn gleich gegenüber liebevoll betreut, während Elisabeth beruhigt am Design des neuen Firmenkataloges arbeitet.

Fast ein bisschen kitschig klingt diese Landidylle, zu bescheiden scheinen die Gründe für eine Rückkehr in die Heimat. Und doch sind es genau diese kleinen Dinge, die die junge Mama zum Schritt Richtung Heimat bewogen haben. Dabei hat sie sich die Entscheidung keinesfalls leicht gemacht.

Mit bodenständigen Wurzeln hinein in das Großstadtleben

Nach dem Abitur studierte Elisabeth Graupner in Medienwirtschaft in Mittweida. Den Abschluss in der Tasche zog es sie direkt nach Berlin. Berufliche Herausforderungen lockten in Konzert- und Werbeagenturen, einem Markt, der unbegrenzte Möglichkeiten bot. Zuhause im Erzgebirge entwickelte sich parallel das elterliche Unternehmen weiter, das ihre Eltern Kordula und Ronald Graupner im Jahr 1986 gründeten.

Der Vater, studierter Maschinenbauer und auf der Suche nach mehr Freiraum und Selbstverwirklichung, hörte damals den Aufruf der damaligen DDR-Regierung, das Land bräuchte mehr Holzspielzeugmacher. Er drückte noch einmal die Schulbank, ließ sich zum Holzspielzeugmachermeister ausbilden. Sein ingenieurtechnisches Wissen setzte er von Beginn an um und entwickelte eine eigenständige Technologie in Anlehnung an die traditionelle Reifendreherei des Erzgebirges. „Mein Vati hat sich alle Verfahren selbst ausgedacht, wie man so winzige Teile qualitativ hochwertig und effizient herstellen kann. Er ist schon ein richtig schlauer Typ“, erzählt Elisabeth von den Anfängen, als sie noch ein kleines Kind war. Ihre Mutter war von Beginn an im Unternehmen dabei, wurde zur Chefin in Produktion und Arbeitsvorbereitung.

Der Boom der Firma kam mit der Wende, nachdem die Eltern sich praktisch über Nacht entschieden, mit einem ausgewählten Sortiment im Trabi auf die Nürnberger Spielwarenmesse zu fahren, hinein in eine Welt, die völlig neu für die Erzgebirger war. Aber schlussendlich erfolgreich, denn ein Händler mit einem utopisch großen Auftrag füllte das Auftragsbuch komplett. Die Mitarbeiterzahl wurde aufgestockt auf knapp 30 Leute – bis der Euro kam. „Wir stellen Luxusartikel her. Wird es in den Geldbörsen der Menschen knapper, können sie auf unsere Produkte am ehesten verzichten“, erinnert sich Elisabeth an die Zeit, in der zusätzlich ihr Vater chronisch erkrankte und folglich die Mutter das Firmenruder übernahm.

Zurück im Erzgebirge und mit Handwerkern auf Du und Du

Die Großstadt rief und mit ihr viele Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und Dinge zu erleben. „Auch wenn ich mir in Berlin ein gutes menschliches Netzwerk aufgebaut hatte, war mir die Stadt irgendwann zu viel. Sie hat sich verändert in den Jahren, es geht immer um mehr, mehr, mehr. Die Vielzahl der Eindrücke war manchmal nur noch erdrückend“, versucht Elisabeth das Gefühl zu beschreiben. Die frische Liebe war es schließlich, die Anfang 2015 dem Leben in der Hauptstadt einen Schlusspunkt setzte:

Hier im Erzgebirge neu anzufangen war einfach, weil ich mit offenen Armen empfangen wurde.

Inzwischen haben Elisabeth und ihr Freund ein Haus gebaut, um ihrem Sohn Theo und sich in Crottendorf ein schönes Heim mit Ausblick in die Natur und viel Freiraum zu schaffen. Und auch in der Bauphase schätzt Elisabeth das ländliche Leben einmal mehr: „Wir kennen unsere Handwerker persönlich und wissen, dass auf sie Verlass ist. Genauso wie auf unsere Freunde, wo ein Anruf genügt und Hilfe zur Stelle ist. Anders als in Berlin, wo es schon vorkommt, dass man scheinbar gute Freunde plötzlich nie wieder sieht“.

Ihre Ideale und Werte hätten sich mit der Zeit verschoben. Klar, hier verdiene man oftmals weniger als in Berlin, aber man müsse das auch ins Verhältnis setzen. Und ein Hausbau wäre dort einfach finanziell nicht umsetzbar. „Es gibt im Erzgebirge so viele Möglichkeiten, sich beruflich zu verwirklichen. Auch wenn es viele Meckerer gibt, so hat doch jeder sein Glück selbst in der Hand“, sagt sie kritisch und bestätigt, dass es in ihrem Bekanntenkreis doch nicht umsonst schon einige Rückkehrer gäbe.

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Mit dem erzgebirgischen Unternehmen in Weltmetropolen unterwegs

Ruhe und Natur genießen ist die eine Seite. Auf der anderen vermisst die Crottendorferin manchmal auch den regen Austausch, mit den etwas verrückten Menschen, die eben charakteristisch für das Leben in Berlin sind und die eigene Kreativität beflügeln. 

Die Teilnahme an Messen in New York oder Tokyo sind für die quirlige Medienmanagerin eine willkommene Chance, um immer mal wieder das pulsierende Großstadtleben zu spüren und aufgetankt mit neuen Ideen nach Hause zu fliegen. Die Händler der  Firma Graupner sind weltweit gestreut, 20 Prozent der klitzekleinen Holzprodukte gehen in den Export, vorrangig in die USA und Japan. Innerhalb von Deutschland ist das Familienunternehmen bei Fachhändlern für erzgebirgische Holzkunst und auch auf Weihnachtsmärkten über die ganze Republik zu finden. Flächendeckend präsent ist Elisabeth Graupner mittlerweile durch einen Webshop.

„Ich bin stolz auf das, was meine Familie und die Mitarbeiter geschaffen haben und wünsche mir, dass noch viele Käufer unsere liebevollen Produkte toll finden.“ Und zum Schluss bringt es die bodenständige Erzgebirgerin mit halbem Großstadtherz noch einmal auf den Punkt:  „Hier kann ich mein Leben so gestalten, dass ich zufrieden bin. Und je mehr junge Leute sich auch hier in die Region einbringen, umso lebenswerter wird das Erzgebirge.“

erstmals erschienen am 15.05.2018

aktualisiert am 18.01.2021

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5657 Fri, 15 Jan 2021 10:41:17 +0100 Erstes WIR!-Umsetzungsprojekt startet: SmartERZ legt vor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/erstes-wir-umsetzungsprojekt-startet-smarterz-legt-vor Das Verbundprojekt SmartHydro, das im Rahmen des Technologiebündnisses SmartERZ aufgelegt wurde, ist das erste genehmigte Umsetzungsprojekt der Innovationsförderung WIR! Wandel durch Innovation in der Region im Bündnis. Die Umsetzungsphase wird mit ca. 900.000 € gefördert. Das Ziel ist die Entwicklung eines intelligenten und damit sicheren Tankträgersystems für Wasserstoff-Antriebe.  Lange war es scheinbar ruhig um das Innovationsbündnis SmartERZ, dessen Bündniskoordinator die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH ist und das als Gesamtprojekt im Frühjahr 2019 die WIR!-Förderbewilligung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhalten hat. Die Zeit wurde intensiv genutzt, um Forschungsfragen und Entwicklungsprojekte unter Beteiligung erzgebirgischer Unternehmen zu konzeptionieren. Trotz aller Schwierigkeiten in der Pandemie ist das Innovationsprojekt SmartHydro nun in seine Umsetzung mit der Förderzusage gestartet. Mit der Bewilligung für weitere fünf SmartERZ-Verbundprojekte wird im Frühjahr 2021 gerechnet. Insgesamt wurden bisher acht Verbundprojekte nach Befürwortung durch den Beirat beantragt, in Summe stehen bis zur Zwischenevaluierung 7,6 Millionen Euro zur Verfügung.

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Pressemitteilung
news-5656 Thu, 14 Jan 2021 08:08:00 +0100 Zwönitzer Arztpraxis setzt auf digitale Sprechstunde https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwoenitzer-arztpraxis-setzt-auf-digitale-sprechstunde Dr. Raina Hübschmann praktiziert zusammen mit ihrem Vater Dr. Joachim Hübschmann in der Praxis vor Ort in Zwönitz und virtuell. Der Gang zum Arzt ist nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer Hemmschwelle versehen. Für ältere Menschen wird dieser immer mehr zum Kraftakt und auch jüngere Menschen zögern einen Arztbesuch heraus bis es wirklich nicht mehr geht, weil neben Familie und Beruf für die eigene Gesundheit meist keine Zeit bleibt.

Als einzige Corona-Schwerpunktpraxis im Erzgebirgskreis machen sich die Ärzte der Zwönitzer Praxis, in ihrem hektischen Alltag, Gedanken um die Erreichbarkeit Ihrer Patienten. Deshalb schieben sie neben dem „Normalbetrieb“ immer wieder Online-Sprechstunden ein. Das System ist dabei so einfach gehalten das auch viele Ältere Menschen bereits dieses Angebot nutzen. Man loggt sich als Patient in eine Art virtuelles Wartezimmer ein, aus diesem wird man vom Arzt in den Chat geholt und dort kommuniziert man per Bild Übertragung.  

Von der technischen Seite ist die Umsetzung eines solchen Systems in einer Arztpraxis denkbar einfach. Lediglich einen Laptop oder ein anderes Gerät mit Webcam und Mikrofon wird benötigt. Dazu eine zertifizierte Software für den Kontakt zum Patienten und schon kann es losgehen. Auch die Abrechnung ist im Nachhinein kein Problem. So kann sich Raina Hübschmann vorstellen, dass noch mehr Praxen dieses Angebot zukünftig anbieten.

Bild: Zwönitzer Anzeiger

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news-5655 Tue, 12 Jan 2021 13:01:00 +0100 Sachsens Unternehmer des Jahres: Die Gießerei mit dem Bienenvolk https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sachsens-unternehmer-des-jahres-die-giesserei-mit-dem-bienenvolk Max Jankowsky, Geschäftsführer der GL Gießerei Lößnitz im Erzgebirge, trimmt das traditionsreiche Unternehmen auf klimaneutrale Nachhaltigkeit. Dafür wurde der 27-Jährige für den Wirtschaftspreis "Unternehmer des Jahres" nominiert. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11. Januar 2021, Christoph Ulrich

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news-5654 Fri, 08 Jan 2021 09:01:44 +0100 Die Heimschuh Pitzi GmbH stellt antivirale Mund-Nasen-Maske vor https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-heimschuh-pitzi-gmbh-stellt-antivirale-mund-nasen-maske-vor Die Corona Pandemie stellt viele Unternehmen vor Herausforderungen. Als die Heimschuh Pitzi GmbH auch von Umsatzeinbußen und Kurzarbeit betroffen ist, denkt Geschäftsführer Kai Schürer über Alternativen nach. So arbeitet die Heimschuh Pitzi GmbH seit letztem Herbst daran antivirale Mund-Nasen-Masken herzustellen, die seit Januar über den Onlineshop zu erwerben sind. Die Maske zeichnet sich durch den verwendeten Stoff aus, der gegen Viren wirkt und permanenten Schutz bietet. Wie ein Schuhhersteller in der Corona-Krise neue Wege geht

Alltagsmasken sind uns allen seit vielen Monaten ein ständiger Begleiter. Einen optimalen Schutz bieten die Mund-Nasen-Masken nur, wenn sie regelmäßig gewechselt, gewaschen und ordnungsgemäß aufbewahrt werden.

Wie es zu der Idee einer antiviralen Maske kam erklärt Geschäftsführer Kai Schürer: „Bei der Herstellung von Schuhen haben wir mit vielerlei Stoffen zu tun – so gibt es da beispielsweise Stoffe mit antibakterieller Wirkung. Als dann der erste Lockdown kam, haben wir angefangen Mund-Nasen-Masken aus Stoffresten anzufertigen. Schon da hatten wir aber im Hinterkopf, dass das nachhaltiger und besser gehen muss. Als die Anfrage von einem unserer Händler kam, ob wir Interesse an einem antiviralen Stoff hätten, sagten wir, ohne zu zögern zu.“
Im Vergleich zu herkömmlichen Mund-Nasen-Masken verwendet die Heimschuh Pitzi GmbH einen Stoff, der mit der patentierten zwisscleanTM Ausrüstung versehen ist und folgende Vorteile biete:

  • Eliminiert Bakterien, Pilze und Viren. Ist wirksam gegen eine Vielzahl von Mikroben.
  • Unterbricht physikalisch die Zellmembran der Bakterien / Viren. So ist keine Resistenzentwicklung möglich.
  • Ist permanent und somit nicht auswaschbar. Basiert nicht auf Silber oder anderen umweltschädlichen Stoffen.
  • Ist nicht toxisch und somit hautfreundlich. Entspricht den GLP-Standards: P328, P322.RAT & P326.

Der Mechanismus der Technologie basiert auf den negativ geladenen Verbindungen der Zellwände/Membranen aller Mikroorganismen. Ca. 80 Milliarden unterschiedliche positive Ladungen pro Quadratzentimeter sind molekular an das Substrat gebunden. Dies zieht Mikroben an und zerstört physikalisch ihre Zellwände/Membranen, wodurch sie eliminiert werden.

„Mit unseren antiviralen Masken ist es nicht schlimm, wenn man das Waschen einmal vergisst oder die Maske sich einfach in die Jackentasche steckt – die Maske desinfiziert sich ja quasi selbst. Wir möchten mit unseren Masken unseren Kunden den Alltag etwas erleichtern. Denn die Funktionalität und die Nachhaltigkeit unserer Produkte liegt uns besonders am Herzen.“, so Geschäftsführer Kai Schürer.

Der Nutzen für den Träger liegt klar auf der Hand: eine einfache Handhabung, weniger Waschgänge schonen die Umwelt und den Geldbeutel und es werden insgesamt weniger Masken zum Wechseln benötigt.

Die Masken sind seit Januar über den Onlineshop bestellbar: www.pitzi.de

Hintergrund:

Die Heimschuh Pitzi GmbH stellt seit beinahe 100 Jahren Schuhe her. Jeder Schritt, angefangen beim Design, Auswahl und Bestellung der Materialien bis hin zur eigentlichen Fertigung der Schuhe, finden an den beiden Standorten in Hundshübel und Zwickau statt.
Das Sortiment besteht aus Freizeit-, Haus- und Verbandschuhen. Ein besonderes Augenmerk legt die Heimschuh Pitzi GmbH auf nachhaltige Materialien und eine umweltfreundliche Produktion. Insgesamt sind derzeit 56 Mitarbeiter beschäftigt.

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news-5652 Wed, 06 Jan 2021 09:29:43 +0100 Als „Neuer“ bald im Erzgebirge zuhause https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/als-neuer-bald-im-erzgebirge-zuhause Gehöre ich hierher oder woanders hin? Wo ist für mich der richtige Ort, um glücklich zu sein? André Kaczmarczyk aus Haldensleben beantwortet sich die Frage während einer langen Wanderung selbst: „Ich möchte woanders mein Leben neu beginnen.“ Und es sollte an dem Ort sein, mit dem er viele schöne Kindheitserinnerungen aus Familienurlauben verband: das Erzgebirge. Ein Bruch im Leben vor vier Jahren war es, der André Kaczmarczyk das Erzgebirge wieder näher brachte. Zeit zum Nachdenken, Natur genießen, viel frische Luft atmen waren Dinge, die der Sachsen-Anhalter so dringend nach einer Trennung brauchte. Voller positiver Erinnerungen an viele schöne Urlaubstage im Erzgebirge begann er, an freien Wochenenden ins Erzgebirge zu fahren, um zu sich zu kommen und Entspannung zu finden. „Egal wo ich in dieser Zeit im Erzgebirge gewesen bin, es war immer schön. Dennoch fiel meine Wahl für meinen neuen Lebensmittelpunkt nicht sofort auf das Erzgebirge“, verrät Kaczmarczyk. Denn eigentlich standen gleich drei Regionen in der engeren Wahl: das Erzgebirge, die Ostseeküste und der Schwarzwald. „Aber irgendwann sagte ich mir: So oft wie ich nun im Erzgebirge bin, kann ich doch auch gleich herziehen“, resümiert André Kaczmarczyk. Das war ungefähr Ostern dieses Jahres.

Egal wo ich in dieser Zeit im Erzgebirge gewesen bin, es war immer schön

Panoramablick zum guten Preis: ein unschlagbares Argument

Jetzt, ein reichliches halbes Jahr später sind die Pläne konkret. Die Gemeinde Crottendorf wird bald um einen Zuzügler nebst zwei afrikanischen Jagdhunden reicher sein. Das Grundstück ist gekauft, die Pläne zum Hausbau nehmen Gestalt an. Manchmal passt einfach alles zusammen und läuft dann von Null auf Hundert, erzählt der 45jährige, der in Haldensleben Inhaber eines Unternehmens ist. „Ich bin eigentlich durch Zufall nach Crottendorf gekommen. Seit längerem schon unterstütze ich die Aktion Kinderherzen Erzgebirge. Über eine Bekanntschaft dort bekam ich den Hinweis, mal in Crottendorf auf die Website mit den Bebauungsplänen zu schauen. Die Quadratmeterpreise waren super.“ Er schaute nicht nur dort, sondern stöberte quer virtuell durch den Ort. Dort las er auch: Crottendorf hat 30 Vereine. „Das glaubt mir bis heute von meinen Bekannten in Anhalt keiner“, betont der gelernte Forstwirt

Selbst aktiv zu werden, einen Ort mitgestalten zu können, Offenheit für Zuzügler herauszulesen – all das begeisterte ihn. An einem nächsten freien Wochenende mietete er sich im Crottendorfer Gasthof ein, schnappte sein Fahrrad und fuhr Richtung Baugebiet. „Da stand ich vor dem Fleckchen und schon sprach mich eine Bewohnerin an. Ich drehte mich zu ihr um und war gleichzeitig von dem Wahnsinns-Blick auf den Schießberg völlig gefangen. Was für ein Panorama! Heute weiß ich, dass er im Winter zum Skihang wird.“ Montags drauf fragte er in der Gemeindeverwaltung an und reservierte das Stück Land, auf dem im Kopfkino schon ein kleines Holzhaus entstand. Wenige Tage später machte er Nägel mit Köpfen. Das war Ende Mai.

Zusammenhalt und Macherqualitäten: der Menschenschlag gefällt

Seit 45 Jahren verwurzelt in Haldensleben baute sich André Kaczmarczyk dort ein gut gehendes Unternehmen mit drei Standbeinen auf: Baumpflege, Baumaschinenvermietung und Tiefbauarbeiten. „So ganz klar bin ich noch nicht, in welcher Form meine Firma weiter arbeiten wird. Fakt ist: Es wird weitergehen, es wird sich eine Möglichkeit finden“, sagt er und betont, dass es schon immer nur einen Weg für ihn gab: Etwas anpacken statt nur zu reden. Diese Anpackermentalität, die gerade den Erzgebirgern zugeschrieben wird, spürte er hier schon immer.

Klar, ich verdiene gutes Geld bei uns, kann aber nicht richtig leben.

Aber da ist noch mehr, das ihn an der Region begeistert: Es ist das Gefühl des Zusammenseins, des Zusammenhaltes der Menschen hier, das dazu führt, gemeinsam eine Region nach vorn zu bringen. Auch vor allem wirtschaftlich. Es sind genau die Dinge, die ihm zunehmend an seiner Heimat fehlen, wenn auch dies sein subjektives Empfinden ist. „Klar, ich verdiene gutes Geld bei uns, kann aber nicht richtig leben.“ Eltern und weitere Familie wären schon auch länger weggezogen.

Willkommenskultur punktet mit Herzlichkeit

In der Gemeinde Crottendorf stieß er auf viel Offenheit und Herzlichkeit. Für einen Neuen, den „Uhiesigen“ sei das ein sehr schönes Gefühl. Alle Dinge um Baugenehmigungen und Co wurden geklärt. Ein Partner für den Hausbau wurde auch gefunden. Sein Wunsch, ein massives Holzhaus zu beziehen, kann mit einem regionalen Profi verwirklicht werden.

Diesen Tipp erhielt er vom Welcome Center Erzgebirge. Die in der Wirtschaftsförderung Erzgebirge angedockte Servicestelle, will Menschen das Ankommen im Erzgebirge erleichtern und ist gut mit Institutionen, Behörden und Dienstleistern im Erzgebirge vernetzt, um bei vielen Fragen von Wohnungssuche über Kita-Betreuung bis zur Jobsuche kompetent vermitteln zu können. Schließlich wurde Ende September der Notartermin zum Grundstückskauf vereinbart.

Ende des Jahres 2021 soll das Haus fertig sein, die ersten Schwibbögen in seinen Fenstern leuchten. Dann möchte er auch in Vereinen mitwirken. Früher hätte er viel Fußball gespielt, das wäre was für ihn. Oder auch das Männerballett beim örtlichen Faschingsverein. „Da hab ich schon reichlich Erfahrung“, erzählt er augenzwinkernd.

Unterm Strich passt einfach alles, ich bin gerne hier.

Heimisch fühlt er sich schon heute allemal, wenn er mit seinen beiden Hunden durch die ursprünglichen Wälder streift und ihn im Ort die ersten Leute grüßen oder einen Plausch über den Gartenzaun halten. „Und jedes einzelne Gespräch hilft mir, hier weiter anzukommen, Neues zu lernen. Unterm Strich passt einfach alles, ich bin gerne hier. Hier im Erzgebirge spüre ich bei den Menschen noch Werte, die woanders mehr und mehr verloren gehen.“

Fotos: Dirk Rückschloss

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Pressemitteilung hERZgeschichten
news-5649 Sun, 03 Jan 2021 12:40:00 +0100 Auer Maschinenbauer kauft Firmen in Frankreich und den USA https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auer-maschinenbauer-kauft-firmen-in-frankreich-und-den-usa Blema Kircheis ist auf Einkaufstour gewesen: Der Auer Betrieb schluckt zwei Unternehmen im Ausland. In Deutschland laufen die Geschäfte derweil gut. Corona hat dabei auch einen positiven Effekt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. Dezember 2020, Jürgen Freitag

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news-5648 Fri, 01 Jan 2021 11:51:00 +0100 Wirtschaftsminister Martin Dulig: »Lagerstätten im Erzgebirge sind europaweit einmalig!« https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wirtschaftsminister-martin-dulig-lagerstaetten-im-erzgebirge-sind-europaweit-einmalig 220 aktive Bergbauunternehmen heben Bodenschätze im Freistaat Vor über 30 Jahren brach mit der Friedlichen Revolution der Bergbau im Freistaat Sachsen massiv ein. Bis zu diesem Zeitpunkt war die DDR mit über 300 Millionen abgebauten Tonnen Braunkohle der weltgrößte Produzent von Rohbraunkohle. Beim Abbau von Uran lag die DDR weltweit auf dem dritten Platz. Zu diesem Zeitpunkt war der Steinkohle-, Erz- und Spatbergbau bereits weitgehend eingestellt worden – er war nicht mehr rentabel. Das Bergbauland Sachsen, wo im Jahr 1168 mit dem ersten Silberfund in Freiberg das 1. Berggeschrey begann, schien Geschichte.

Heute ist Sachsen wieder Bergbauland. »Sachsen bietet abgesehen von Erdöl und Gas eigentlich alles an Bodenschätzen, was weltweit gefragt ist«, so Martin Dulig, Wirtschaftsminister und Sachsens oberster Bergmann. »Vor allem das Erzgebirge ist von der Dichte und seiner Vielfalt der Lagerstätten einmalig in Europa. Neue, umweltfreundliche Technologien lassen uns nun Lagerstätten erkunden und abbauen, welche bislang unerreichbar schienen. Nach über 850 Jahren Bergbau im Erzgebirge haben wir – bildlich gesprochen – gerade erst einmal an der Oberfläche gekratzt.« [...]

Seit 2006 geht es mit dem Bergbau im Freistaat wieder steil aufwärts: ein regelrechtes Berggeschrey setzte erneut ein, da sich die Preise für Metalle auf dem Weltmarkt nach oben bewegten. [...]

Staatsminister Martin Dulig: »Vom Bergbau in Sachsen gingen immer wieder technische, wissenschaftliche, rechtliche und organisatorische Innovationen aus, die weit über die heutigen Landesgrenzen hinaus die Entwicklung des Bergwesens prägten. Die Rohstoffe, welche in Sachsen gewonnen werden, sind in verschiedenen Alltagsprodukten zu finden, welche wir nutzen. Rohstoffe sind die unverzichtbare Basis für alles, was uns heute so selbstverständlich ist und umgibt. Der Bergbau trägt zu unserem heutigen Wohlstand bei und ist eine wichtige Grundlage für unsere heimische Wirtschaft. Nicht ohne Grund gilt der alte Spruch bis heute: Alles kommt vom Bergwerk her!« [...]

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news-5646 Wed, 30 Dec 2020 10:10:00 +0100 Das Weihnachtswunder vom Schreckenberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/das-weihnachtswunder-vom-schreckenberg Für Familie Lanzenberger wird Weihnachten 2020 unvergesslich bleiben. Das Fest soll für sie einen Neuanfang markieren. Und Menschen, die harte Zeiten durchmachen, zeigen, dass es sich lohnt, für ihr Glück zu kämpfen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 29. Dezember 2020, Michael Urbach

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news-5650 Tue, 29 Dec 2020 15:53:00 +0100 Digitale Premiere für Pendleraktionstag Erzgebirge erfolgreich https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/digitale-premiere-fuer-pendleraktionstag-erzgebirge-erfolgreich Persönlich aber dennoch mit Distanz wählten sich in Spitzenzeiten 250 aktive Teilnehmer gleichzeitig in die Plattform des digitalen Pendleraktionstages Erzgebirge ein. Die Die registrierten Nutzer der ersten digitalen Jobmesse dieser Art konnten live mit mehr als 40 Unternehmen und Institutionen aus dem Erzgebirge ins Gespräch kommen. Und nicht nur das: Auf der digitalen Messeplattform www.fachkraefte-erzgebirge.de/pendleraktionstag  berichteten Rückkehrer per Video von ihrem persönlichen Weg in die Heimat.  Das Team des Welcome Centers Erzgebirge gab Tipps zum Thema Zuzug in die Region und im digitalen Stollen-Café wurde fast wie am echten Kaffeetisch geplaudert. 

Der Pendleraktionstag 2020 war für Gantner Instruments sehr erfolgreich

Die Besucher des Pendleraktionstages Erzgebirge kamen u.a. aus der Schweiz, Österreich und Portugal sowie aus städtischen Regionen wie Berlin, München, Düsseldorf, Hamburg oder Erfurt.  Insgesamt gab es 53 Chat-Termine mit den Ausstellern. Bereits in den Tagen zuvor sicherten sich viele Teilnehmer einen Gesprächstermin via Webkalender und sichteten Stellenangebote, um heute alle Fragen an den möglichen neuen Arbeitgeber zu stellen. Jörg Scholz, Geschäftsführer von Gantner Instruments Environment Solutions GmbH aus Zwönitz, fasst den digitalen Pendleraktionstag zusammen: „Der Pendleraktionstag 2020 war für Gantner Instruments sehr erfolgreich. Das digitale Veranstaltungsformat passt hervorragend zu unserem Geschäftsmodell mit 80% Exportanteil und täglichen Videokonferenzen mit unseren weltweiten Kunden. Veranstaltungen dieser Art unterstützen unsere Bemühungen, Arbeitskräfte für die Region zu gewinnen und damit unser dynamisches Wachstum zu begleiten.“

In diesem besonderen Jahr ist manches anders

Es ist ein Erfolg, der bestätigt, dass die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH frühzeitig die richtigen Weichen gestellt hat und ein eigenes System für die Abwicklung einer Vielzahl von Onlinekontakten entwickelt hat. Der Fachkräftebedarf ist trotz des aktuellen Lock-Down nach wie vor im Erzgebirge groß. Viele Gespräche mit den Messebesuchern zeigen, dass Leben und Arbeiten als Einheit gesehen wird und die Lebensqualität mit Raum, Naherholung, einem behüteten Umfeld als Gesamtpaket in die Bewertung für die Region eingehen. „In diesem besonderen Jahr ist manches anders. Mit der digitalen Jobmesse möchten wir Zusammenhalt trotz aller Distanz zeigen und das ist uns heute sehr gut gelungen,“ erklärt Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Seit neun Jahren hat sich die Messe zwischen Weihnachten und Silvester bewährt, um Pendler, Rückkehrer und interessierte Zuwanderer anzusprechen.

 

Bis 8. Februar 2021 bleiben die Inhalte für spätentschlossene Teilnehmer online erhalten. Aktuelle Stellenangebote und die Kontaktfunktion via Chat können weiter genutzt werden. So, dass ab Anfang Januar Interessenten und Unternehmen individuell Kontakte abstimmen und dafür die Infrastruktur der Plattform weiter nutzen können.

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news-5647 Tue, 29 Dec 2020 11:45:39 +0100 Arbeitswelt 4.0 https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/arbeitswelt-40 DIE EINE Arbeitswelt gibt es nicht mehr. Wir befinden uns mitten in der nächsten industriellen Revolution, hin zu einer Wissens- und Digitalgesellschaft. Vor allem die Digitalisierung prägt mittlerweile unseren Arbeitsalltag. Sie bildet die Grundlage für neue Produkte, Produktions- und Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle. Zahlreiche Tätigkeiten verändern sich grundlegend oder fallen weg. Gleichzeitig entsteht neue Beschäftigung mit veränderten Anforderungen an Kompetenzen und Qualifikationen von Beschäftigten und auch für die Unternehmensführung.

Die Digitalisierung und Arbeit 4.0 ist nichts weniger als ein Umbruch – vergleichbar mit der Industrialisierung. Diesen Umbruch müssen wir gestalten.« Die mit der Digitalisierung verbundenen Veränderungsprozesse lösen Verunsicherung aus und werfen Fragen auf. Beherrschen wir die Digitalisierung oder sind wir ihr ausgeliefert? Wie verändert sich unsere Arbeit? Wie gehen Unternehmen und Beschäftigte mit diesem Wandel um? Wie kann es gelingen, gleichzeitig im globalen Wettbewerb zu bestehen und die neuen technischen Möglichkeiten als Treiber für gute Arbeitsbedingungen zu nutzen?

Mit der Studie »Arbeit 4.0 – Wie gestalten sächsische Unternehmen gute digitale Arbeit?« hat das SMWA anhand von qualitativen Fallanalysen in 60 sächsischen Unternehmen konkrete Lösungen für diese Fragen untersucht. Dabei interessierten die Sichtweisen sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber auf die »digitale Arbeit« zu Themen wie flexible Arbeitszeiten und -orte, neue Belastungen und Arbeitsschutz, Mitbestimmung und Führungskultur, berufliche Weiterbildung, Datenschutz und die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Die Studie zeigt, dass Unternehmen und Beschäftigte in allen Branchen sich mit der Digitalisierung von Arbeit aktiv auseinandersetzen. Die Entwicklung eigener Handlungsstrategien und die aktive Gestaltung verläuft jedoch sehr unterschiedlich. Die Diskussion über Arbeitsgestaltung im Kontext von Digitalisierung erfolgt bei Unternehmensleitungen und Beschäftigten aber in der Regel noch immer stark technikzentriert. Erst langsam entsteht auf beiden Seiten ein Bewusstsein dafür, dass die Gestaltung guter Arbeitsbedingungen im Zusammenspiel von Technik, Organisation, Führungskultur, Weiterbildung, Arbeitsformen, Mitbestimmung sowie Gesundheitsschutz stattfindet.

 

So setzt die WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH auf Digitalisierung als Teil einer zukunftsorientierten Innovationsstrategie. Sie ist nicht nur die Basis für die Vision einer »papierlosen« Fabrik, dem Einsatz von Robotik und der Automatisierung von wesentlichen Teilprozessen der Fertigung, sondern auch Voraussetzung, um in den erfolgsversprechenden Zukunftsmarkt der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie vorzudringen. Die frühzeitige Einbeziehung und Weiterbildung der Beschäftigten bei der Einführung neuer Prozesse und Innovationen ist bei dem Mittelständler aus Olbernhau im Erzgebirgskreis mit seinen rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbstverständlich.

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news-5644 Tue, 22 Dec 2020 12:42:00 +0100 Rimac und IAV bündeln Kräfte für E-Hypercar https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/rimac-und-iav-buendeln-kraefte-fuer-e-hypercar Der kroatische Sportwagenhersteller Rimac Automobili und der Berliner Engineering-Spezialist IAV kooperieren auf den letzten Metern der Entwicklung des elektrischen Supersportwagens C_Two IAV testet in seinem Testzentrum in Stollberg neben anderen Bauteilen das Herzstück des neuen Fahrzeugs, den knapp 2000 PS starken E-Antrieb. Gemeinsam mit dem Hartmannsdorfer Prüfdienstleister SLG Prüf- und Zertifizierungs GmbH ermittelt IAV auch die Reaktion der Komponenten auf extreme Temperaturen und ihre elektromagnetische Verträglichkeit – allesamt wichtige Schritte für Rimac, um zeitnah die Serienreife und Zulassung des elektrischen Supersportlers im kommenden Jahr zu erlangen.

Eine Spitzengeschwindigkeit von 412 km/h, ein Motordrehmoment von 2.300 Nm und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als zwei Sekunden: Mit diesen Leistungsdaten soll der C_Two, das zweite Modell des E-Sportwagenherstellers Rimac, schon im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Für die Rimac-Techniker bedeutet die extreme Kraft des von ihnen entwickelten Antriebs ein Arbeiten im Grenzbereich – gerade wenn es am Ende des Entwicklungsprozesses darum geht, den Sprung in die Serie der weltweit homologierten Supersportwagen zu schaffen und zu garantieren, dass die Komponenten im Dauereinsatz zuverlässig und reibungslos funktionieren. In dieser finalen Phase leistet IAV wertvolle Unterstützung: Das Berliner Unternehmen kooperiert mit Rimac bei Testungen der elektrischen Antriebsstränge des C_Two und berät Rimac bei der finalen Entwicklung der entsprechenden Komponenten.

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news-5643 Mon, 21 Dec 2020 10:47:00 +0100 Health+Watch und Ingenieurskunst aus dem Erzgebirge - gemeinsam gegen ansteckende Infekte https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/health-watch-und-ingenieurskunst-aus-dem-erzgebirge-gemeinsam-gegen-ansteckende-infekte Wie geht es nach dem zweiten Lockdown eigentlich weiter? Keine Frage bewegt die Republik derzeit so stark, wie diese.  Zwei Unternehmen aus Sachsen haben für Veranstaltungen eine plausible Lösung gefunden. Ein Konzept, das auch für größere Personengruppen sichere Kontakte ermöglichen soll.

Für das zweistufige Pilotprojekt, das noch in dieser Woche starten wird, haben sich die Scharfensteiner Seiwo Technik und die Neumarker 4.0 Automation zusammengetan. Die Seiwo Technik hat sich seit ihrer Gründung vor 30 Jahren europaweit einen Namen als Ausstatter für Museen gemacht. „Die dabei erworbenen Kompetenzen haben uns dabei geholfen, im Frühjahr den PROTECT.CUBE zu entwickeln“, sagt Dr. Jan Wabst, Geschäftsführer des Unternehmens. Der PROTECT.CUBE ist ein modularer Raum, in dem UV-C-Licht und ein Luftfilter dafür sorgen, dass Viren keine Chancen haben. Den PROTECT.CUBE gibt es in unterschiedlichen Varianten für Behörden, Unternehmen und eben auch Veranstalter. „Der PROTECT.CUBE entrance ist für den Einsatz im Eingangsbereich von Veranstaltungsgebäuden wie Messen oder Stadien konzipiert. Es handelt sich dabei um ein Zugangsportal, welches schnell installiert werden kann. Sobald eine Person den Cube verlassen hat, wird dieser mit UV-C-Licht desinfiziert. Das spart Desinfektionsmittel und Personal, was den Cube auf lange Sicht im Vergleich zu den bisher bekannten Lösungen mit chemischer Flächendesinfektion nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger macht“, sagt Dr. Jan Wabst. Sowohl aus der öffentlichen Verwaltung, als auch von Unternehmen und von Veranstaltern spürt er ein großes Interesse am PROTECT.CUBE.

Die Lösung, mit der Thomas Krause, Gründer der Firma 4.0 Automation im vogtländischem Neumark, die Corona-Pandemie in den Griff bekommen möchte, ist ein paar Nummern kleiner als der PROTECT.CUBE. Health+Watch heißt die kleine Uhr, die arbeitet wie ein Fitnessarmband, das permanent Daten wie zurückgelegte Schritte oder Schlafrhythmus aufzeichnet. Das alles kann die Health+Watch auch, zusätzlich misst sie minütlich die Temperatur – sowohl von Trägerin oder Träger als auch von der Umgebung. Die Daten werden an einen Server geschickt und dort von einer künstlichen Intelligenz genau ausgewertet. „Am Ende können wir mit ziemlich hoher Sicherheit sagen, ob der Körper der Trägerin oder des Trägers gerade mit einem Infekt kämpft oder nicht – und das bereits wenige Stunden nach der Ansteckung. Mit dieser frühzeitigen Erkennung kann jede Infektion an der Ausbreitung gehindert werden“, sagt Krause. Um keine falschen Hoffnungen zu wecken, ergänzt der Ingenieur: „Um welche Art von Infekt es sich handelt, kann natürlich nur ein Arzt feststellen.“ Allen Infekten gleich ist aber, dass es immer ratsam ist, mit einem Infekt in selbstgewählte Quarantäne zu gehen, um nicht noch mehr Menschen anzustecken.

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news-5642 Fri, 18 Dec 2020 12:20:00 +0100 Namensweihe des FCE Ringer-Leistungszentrum in Bad Schlema https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/namensweihe-des-fce-ringer-leistungszentrum-in-bad-schlema Am 10. Dezember erfolgte die Namensweihe des FCE Ringer-Leistungszentrum in Bad Schlema – es trägt den Namen des Hauptsponsors aus Eibenstock. Das neue Ringer-Leistungszentrum des FC Erzgebirge im Auer Stadtteil Bad Schlema hat am 10. Dezember die Namensweihe erhalten. 

Den Sponsor, der die größte Aktie an der Talenteschmiede hat, ehrte er aber bereits am Donnerstag: Lothar Lässig, Inhaber des Unternehmens Elektrowerkzeuge Eibenstock, sorgte mit seinem persönlichen und finanziellen Einsatz erst dafür, dass der Traum der Auer Ringer überhaupt wahr werden konnte. Mit seinem Betrieb ist er seit vielen Jahren Haupt- und Premiumsponsor unseres Vereins und Hauptsponsor der Ringerabteilung. Völlig überrascht war der einst selbst erfolgreiche Wismut-Athlet von der Entscheidung seiner Veilchenkumpel. „Ohne den Lässig, Loth wäre es ein Traum geblieben. Einstimmig schlagen Vorstand des FCE und die Abteilungsleitung deshalb vor, das neue Ringerleistungszentrum in Niederschlema ,Lothar Lässig’ zu nennen”, bedankte sich Michael Voigt bei ihm. Ein Name, der in den nächsten Wochen an der Außenfassade des Gebäudes angebracht wird. „Ich wüsste keinen besseren Namen fürs neue Ringerzentrum als den von Lothar Lässig. Wir beide sind seit Jahrzehnten befreundet und ich freue mich, dass wir im FCE-Vorstand und die Abteilung Ringen das einhellig beschlossen haben”, kommentiert Präsident Helge Leonhardt die Entscheidung. „Lothar hält die Fahne hoch, gerade auch in so schweren Zeiten wie diesen. Er steht für den Zusammenhalt, der unseren Kumpelverein immer ausgezeichnet und stark gemacht hat.”

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news-5641 Thu, 17 Dec 2020 08:16:00 +0100 „1000 Lichter entzünden – Traditionen leben – Unser Erzgebirge ist Weihnachten!“ https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/1000-lichter-entzuenden-traditionen-leben-unser-erzgebirge-ist-weihnachten Digitale Premiere des Filmprojekts zur Bergmännischen Weihnacht 2020  Erzgebirgische Weihnacht ohne bergmännisches Brauchtum, dem Stolz dieser Region, ist undenkbar. Im Corona-Jahr 2020 haben Abordnungen hiesiger Bergbrüderschaften gezeigt, dass man besonders in dieser Krisenzeit, nach der Absage aller Bergparaden, Mettenschichten und Weihnachtsmärkte im Advent, fester denn je zusammensteht. Dass die überlieferten Werte und Traditionen im Erzgebirge leben, zeigt ab sofort ein kurzfristig produzierter Imagefilm.

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    news-5640 Tue, 15 Dec 2020 09:55:00 +0100 Dinner im Wohnmobil https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/dinner-im-wohnmobil Um wenigstens ein paar Einnahmen zu generieren, setzen viele Gastronomen auf einen Abhol- und Lieferservice. Die Wirtin vom Sauberg hat sich noch etwas ganz anderes einfallen lassen. Und auch wenn sich der Radius nun verringert, sie kämpft weiter. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 14. Dezember 2020, Denise Märkisch

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    news-5639 Mon, 14 Dec 2020 08:31:15 +0100 Zauberschaum für Kinderhände spült das Virus in den Ausguss https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zauberschaum-fuer-kinderhaende-spuelt-das-virus-in-den-ausguss Der Kosmetikhersteller Beautyspa aus Bad Schlema hat einen Reinigungsschaum entwickelt, der seine Farbe wechseln kann. Das soll helfen, ein Hygieneproblem zu lösen. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 14. Dezember 2020, Beate  Kindt-Matuschek

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    news-5638 Fri, 11 Dec 2020 10:07:25 +0100 Digitaler Besuch im Herzland - Pendleraktionstag Erzgebirge findet am 29.12.2020 online statt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/digitaler-besuch-im-herzland „In diesem besonderen Jahr ist manches anders. Wir möchten dennoch Zusammenhalt trotz aller Distanz zeigen und gehen deshalb als Team des Fachkräfteportals Erzgebirge neue Wege“, erklärt Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Konkret geht es um den Pendleraktionstag Erzgebirge, der sich seit neun Jahren zwischen Weihnachten und Silvester bewährt hat, um Pendler, Rückkehrer und interessierte Zuwanderer anzusprechen. Auf die Jobmessen vor-Ort in Aue-Bad Schlema und Annaberg-Buchholz muss verzichtet werden. Doch gerade als digitale Messe hält das Format am 29. Dezember von 10 bis 14 Uhr viele Überraschungen für die Nutzer bereit und ermöglicht einen persönlichen und hERZlichen Austausch mit Firmen, liefert qualifizierte Informationen und Beispiele für einen gelungenen Neustart im Erzgebirge. Live und Digital kann unter www.fachkraefte-erzgebirge.de/pendleraktionstag von 10:00 bis 14:00 Uhr mit knapp 40 Unternehmen und Institutionen aus dem Erzgebirge Kontakt aufgenommen werden. Dazu können sich die Besucher bereits jetzt registrieren und sich über den Webkalender der Aussteller einen Gesprächstermin sichern, Stellenangebote sichten, um dann bequem und individuell am 29. Dezember von zu Hause aus alle Fragen an den möglichen neuen Arbeitgeber zu stellen. Zusätzlich berichten Rückkehrer via Video und Chat von ihrem persönlichen Weg in die Heimat Erzgebirge. Das Team des Welcome Centers Erzgebirge gibt zudem Tipps zum Thema Zuzug in die Region.

     

    Ein absoluter Vorteil des digitalen Formates ist, dass die Chance auf Gespräche mit den Unternehmern an dem Tag nicht Schlag 14:00 Uhr endet. Vielmehr hält die Plattform des digitalen Pendleraktionstages Erzgebirge Ausstellerprofile und die Chatfunktion mit den Ausstellern bis 8. Februar 2021 vor, so dass individuell weitere Termine abgestimmt werden können.

     

    Aussteller der ersten Stunde ist auch bei der digitalen Premiere dabei

     

    „Uns haben jedes Jahr wirklich viele Menschen zu den Pendleraktionstagen in Annaberg-Buchholz und Aue-Bad Schlema besucht. Das war auch der Grund für uns, rechtzeitig umzudenken und eine Variante zu finden, die unabhängig von der Dynamik des Infektionsgeschehens stattfinden kann“, erklärt Jan Kammerl. Die Resonanz auf die Anfragen an die Unternehmer zeigte, dass das Konzept tragfähig ist. So bestätigt Sylvia Modes von der Diakonie Erzgebirge: „Die Teilnahme am Pendleraktionstag hat für uns als Verbund Diakonie Erzgebirge schon Tradition – wir sind Aussteller der ersten Stunde und vom Konzept der Jobmesse überzeugt. Derzeit beschäftigen wir etwa 1.350 Mitarbeitende in unseren unterschiedlichen sozialen Diensten. Für uns als zweitgrößter Arbeitgeber der Region ist es wichtig, an diesem Tag Kontakt zu Pendlern und Rückkehrern aufzubauen, über Einstiegsmöglichkeiten zu beraten und unsere vielfältigen Berufsangebote zu präsentieren. Auch wenn die Veranstaltung in diesem Jahr aufgrund der Pandemie ein neues, digitales Format einnimmt, freuen wir uns, dass die Wirtschaftsförderung Erzgebirge eine Möglichkeit gefunden hat, den Pendleraktionstag durchzuführen.“ Gespannt auf das neue Format ist auch Rico Weber, verantwortlich für Marketing und Vertrieb bei der VSM GmbH Maschinen- und Anlagenbau in Großrückerswalde: „Der Zulauf auf dem Pendleraktionstag war ja in den vergangen Jahren immer groß und die Gespräche sehr interessant und vielversprechend. Wir wünschen uns natürlich, dass dieser Funke auch auf die digitale Plattform überspringt und wir somit ähnlich großen Zulauf bekommen.“

     

    Für die Wirtschaftsförderung, zusammen mit dem Welcome Center Erzgebirge liegt die Chance des neuen Formates vor allem darin, Interessierte frühzeitig und länger mit Angeboten zu begleiten und Tipps rund um das Ankommen in der Region zu liefern. Mit der digitalen Messe werden Unternehmensangebote gebündelt und Kontakte auch für diejenigen möglich gemacht, die nicht in die Region kommen können.

     

    Schritt für Schritt und fachlich unterstützt zum Ziel

     

    Neuer Job, geeigneter Wohnraum, die perfekte Kita oder ein Verein, der zu einem passt – die Liste der Dinge, die es bei einem Umzug (zurück) ins Erzgebirge zu bedenken und planen gibt, ist lang. Anja Neuberg zog mit ihrem Mann, einem Bayern, und dem ersten Kind nach Jahren zurück in ihre Heimat in Rittersgrün. In einem Live-Chat erzählt sie, wie ihr Weg zurück verlief und wie sich ihr Leben seitdem entwickelt hat. „Ich dachte als junge Frau immer, ich gehöre in die Stadt. Wollte urban leben, Karriere in der Stadt machen. Dann wurde ich Mutter und spürte immer mehr, dass ich ein Landei bin und ins Erzgebirge gehöre. Die Rückkehr war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, möchte Anja Neuberg ermutigen. Hinter dieser Aussage steckt vor allem aber inzwischen auch das Wissen, dass nichts von heute auf gleich passiert. Es lohnt, den Umzug mit Geduld und fachlicher Unterstützung durch erfahrene Partner wie dem Welcome Center Erzgebirge anzugehen.

     

    Das Erzgebirge besuchen, Firmen treffen, Stellen finden und Informationen rund um das Leben im Erzgebirge austauschen – all das gibt es am 29. Dezember 2020 digital. Selbst ein Stollen-Café kann man besuchen, wenn man noch unentschlossen ist und sich auf der Website erst einmal umschauen möchte. Das echte Stück Weihnachtsgebäck kann man dabei mit der Familie im Wohnzimmer genießen, während man vielleicht gemeinsam nächste, bedeutende Schritte plant, um im Erzgebirge einen Neuanfang anzugehen.

     

     

     

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    WCE-Newsmeldung Pressemitteilung
    news-5637 Tue, 08 Dec 2020 10:12:00 +0100 Unternehmer holt sich Arbeitsmedizin ins Haus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/unternehmer-holt-sich-arbeitsmedizin-ins-haus In Aue gibt es ein neues Angebot, das Firmen in der Region die Gesundheitsvorsorge für ihre Mitarbeiter leichter machen soll. Es befindet sich unter dem Dach eines Anlagenbauers. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 05. Dezember 2020, Heike Mann

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    Newsmeldung
    news-5633 Tue, 08 Dec 2020 06:28:00 +0100 C'est la vìe https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herz/cest-la-vie Thomas Hübler betreibt eine Konditorei in Thalheim. Er ist Handwerker und Kreativer, Pâtissier und Frankreichliebhaber, Erzgebirger und Skifahrer. Ein vielseitiger Mann, aber ohne Schnörkel, bodenständig und einfach geradeaus. Ganz anders seine Produkte. Es sind kunstvolle, süße Versuchungen mit einem Hauch französischem Esprit. So geschmackvoll und bunt wie das Leben. Für die französischen Momente im Leben kommt man an der Konditorei von Thomas Hübler nicht vorbei. Ich besuche ihn an einem Montag, dem einzigen Ruhetag der Woche. Wobei Ruhetag heißt: Das Ladengeschäft hat geschlossen, die zwei Verkäuferinnen haben frei, zu tun gibt es trotzdem. Eine kurze Begrüßung und schon stehe ich mit in der Backstube. Während der Schneebesen durch eine Edelstahlschüssel mit Pudding fegt, beginnt Thomas Hübler, mir seine Geschichte zu erzählen.

    Sein Vater Johannes hat die Konditorei 1971 gegründet. Ende der 1980er Jahre geht er hier in die Lehre. Nach dem Abschluss 1990, der Fall der Mauer liegt erst ein paar Monate zurück, zieht es ihn in die Alpen, nach Garmisch-Partenkirchen. Er arbeitet in Hotels und in einer Konditorei. Nach den Wanderjahren kommt er zurück, steigt ins Geschäft des Vaters ein und macht 1997 den Meisterabschluss in Chemnitz. Mit der Zeit, so sagt der 48-jährige Thomas Hübler, seien er und sein Vater ein eingespieltes Team geworden. Die ganze Familie, auch Hüblers Frau Lydia und der 5-jährige Sohn Arne, lebt und arbeitet zusammen in einem Haus. Ganz so geradlinig war der Weg allerdings nicht, es hätte auch anders kommen können.

    Während seiner Zeit in den Alpen lernt er über einen Arbeitskollegen die Telemark-Ski-Szene kennen. „Ich will da jetzt nicht zu philosophisch werden, so im Sinne ‚Ich fühle mich zu frei‘. Es ist einfach eine andere, anspruchsvollere Art, Ski zu fahren. Es ist aber auch keine Hexerei, jeder kann es lernen, ob Alpinskifahrer oder Snowboarder.“ Hübler ist Feuer und Flamme, fährt sogar Skirennen. Doch aus einer Profikarriere wird leider nichts. Dem Telemarken bleibt er treu und bringt es mit ins Erzgebirge. Vor 15 Jahren etabliert er das jährliche Telemark-Camp in Oberwiesenthal. Mittlerweile ist es mit über 100 deutschen und internationalen Teilnehmern das größte Event der Szene in Deutschland und bietet Kurse für Leistungsniveaus vom Anfänger bis zum Weltcup-Fahrer.

    „Kaffee, Kuchen, Telemark“ wird deshalb zu seinem Claim. Da fragte ihn anfangs der eine oder andere Kunde: „Ist das auch etwas zum Essen?“ Thomas Hübler kokettiert gern mit seinem Image als „Verrückter“ im Ort. Verrückt meint eigentlich nur: anders. Als kleiner Betrieb müsse man seine Nische finden und besetzen, Unterschiede herausstellen und kultivieren.

    Du musst deinen eigenen Weg gehen

    sagt Thomas Hübler. Er investiere viel in neue Ideen, in Qualität und Kundenservice, um langfristig zu ernten: „Ich wollte mich spezialisieren, nicht in der Masse versinken.“ Die klassische Buttercremetorte sei nicht so sein Ding. Ihm hat es die französische Pâtisserie angetan, die er aus der Garmischer Zeit kennt. Auch das hat er mit ins Erzgebirge gebracht und sich inzwischen damit einen guten Namen gemacht.

    Pâtisserie ist die Feinbäckerei nach französischer Art. Und die verkauft er nicht nur in seinem Geschäft, sondern liefert sie zu besonderen Anlässen und Events an Kunden aus. Süße Desserts und „verrückte Brote“, die nicht nur genussvoll schmecken, sondern auch etwas fürs Auge bieten. Das Einzugsgebiet reicht bis Chemnitz und ins Obere Erzgebirge. Durch seine Skileidenschaft hat er viele Kontakte in Oberwiesenthal, beliefert dort Hotels. Die Anlieferungswege haben ihre Grenzen, so Hübler, er wolle die Produkte nicht zu lange beim Transport strapazieren.

    Wir gehen auf einen Kaffee nach nebenan, in einen Vorbereitungsraum. Seine Frau gesellt sich zu uns. Sie wolle sich im Gespräch eigentlich zurückhalten, meint sie. „Ich habe von Backstube und Laden gar keine Ahnung.“ Sie lacht. „Wir arbeiten beide irgendwie im Handwerk, aber organisatorisch passt das eigentlich gar nicht zusammen.“ Sie hat gerade eine lange Schicht im Klinikum hinter sich. Lydia Hübler ist Hebamme. Da prallen eigentlich zwei unvereinbare Welten und Dienstpläne aufeinander. Und doch gelingt es, alles zu organisieren, auch wenn die gemeinsame Zeit knapp bemessen ist. Als ich Lydia Hübler frage, welche Kreationen ihres Mannes sie am liebsten isst, überlegt sie zunächst, zögert mit der Antwort – und sagt: „eine Knacker“. Wir lachen alle köstlich. Frau Hübler ist wohl eher der herzhafte Typ, wenn es um Leckereien geht. Also Wurst, mit dieser Antwort hatte ich nicht gerechnet. Thomas Hübler ist natürlich ein „Süßer“, keine Frage. Geschmack ist eben eine Typfrage. Wie in der Familie, so sei das auch in der Gesellschaft, meinen die beiden: Man liebe die Vielfalt und den Unterschied.

    Ich versuche, die Welt ein bisschen mit ins
    Erzgebirge zu bringen.

    Ob die Kunden kritischer gegenüber Inhaltsstoffen geworden seien, frage ich in diesem Kontext. Verträglichkeit und Allergien würden eine große Rolle spielen. Auch der Zeitgeist beeinflusse das Geschäft. Thomas Hübler hat dafür eine pragmatische Herangehensweise: Er spricht mit seinen Kunden, sagt, was geht und was nicht geht. Rein vegane Süßspeisen hätten ihre handwerklichen Grenzen. Ausprobiert habe er das, aber es funktioniere nicht zu hundert Prozent. „Es hat mir nicht geschmeckt, deshalb kann ich es nicht produzieren, weil ich kein Gefühl dafür habe.“ Das überlässt er lieber anderen Spezialisten. Er will vom Geschmack selbst überzeugt sein. Es steckt viel von Thomas Hüblers feinem Gespür in den Produkten.Die Menge der Produktbereiche und Zutaten muss bei aller Vielfalt in dem kleinen Betrieb aber in Grenzen gehalten werden. Grenzenlos dagegen ist seine Fantasie, immer neue Formen, Farbspiele und Geschmacksnoten zu kreieren. Und die speist sich auf seinen Reisen, etwa, wenn er mit der Familie per Wohnmobil durch Frankreich tourt. Beide schwärmen von den wilden Küstenlandschaften der Bretagne und Normandie, den traumhaften Orten, der Weite des Atlantiks. „Ich versuche, die Welt ein bisschen mit ins Erzgebirge zu bringen.“ In diesem Sommer habe er auf dem Rückweg von der Bretagne nach Hause extra in Paris haltgemacht, um sich ein paar spezielle Pâtisserien anzuschauen. Er ist auch privat ein Genießer, aber der professionelle Blick stellt sich automatisch ein, wenn er ein Geschäft betritt. „Ich hole mir neue Ideen, wie man etwas anrichten kann. Was ich interessant finde, kaufe ich mir und verkoste es.“

    Seine süßen französischen Versuchungen zwischen Baguette, Pain au chocolat und Tarte au citron werden auch im Ladengeschäft in Französisch ausgezeichnet. Zutaten kommen aus der Region, vom Großhandel oder direkt aus Frankreich, etwa das Mehl für seine Brote aus dem Elsass oder die Fruchtpürees für die Desserts aus Paris. Die Konditorei Hübler ist eine fantasiereiche Mélange, eine ganz persönliche Mischung aus den vielen Facetten der Persönlichkeit von Thomas Hübler. Da sei auch noch eine Note Südtirol mit dabei, lacht seine Frau: „Er ist auch schon mal der Reinhold Messner von Thalheim wegen seines langen Haares und dem Bart.“ Anders sein ist eben Programm:

    C´est la vie – so ist das Leben.

    Text: Carsten Schulz-Nötzold

    Fotos: studio2media/ Erik Wagler

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    Pressemitteilung hERZgeschichten
    news-5632 Mon, 07 Dec 2020 10:04:00 +0100 Kultur- und Kreativpilot: Botanic Horizon aus Sehmatal-Cranzahl https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kultur-und-kreativpilot-botanic-horizon-boho-aus-sehmatal-cranzahl Unter 1170 eingegangen Bewerbungen zählt Niklas Weisel mit seiner Geschäftsidee zu den 32 kreativsten Köpfen Deutschlands. Botanic Horizon – Boho, so nennt sich das Unternehmen von Niklas Weisel, dessen Idee eigentlich aus der Not heraus entstanden ist. Seit über 140 Jahren ist seine Familie im Heimtextilgeschäft tätig. Als Zubehörlieferant für die Gardinentextilindustrie musste sich das Unternehmen aufgrund des schrumpfenden Markts neu erfinden. Die Lösung: Anstatt mit Metallstücken befüllten sie die Gardinenschnüre mit Saatgut. Platzsparend und so besonders für urbane Räume konzipiert, bietet Botanic Horizon einen Blick auf die Zukunft des Nahrungsmittelanbaus. In Zeiten des Klimawandels und mit Schadstoffen belasteter Agrarflächen, eine wichtige und clevere Idee. Verwendet werden die Schnüre zum urban gardening in der Wohnung oder im Büro, sowie zur Fassadenbegrünung.

    Damit wurde Niklas Weisel mit dem Titel Kultur- und Kreativpilote ausgezeichnet.

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    WCE-Newsmeldung Newsmeldung
    news-5629 Sat, 05 Dec 2020 08:39:00 +0100 In diesen Taschen explodiert kein Akku https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/in-diesen-taschen-explodiert-kein-akku Es gibt nichts, was sie nicht einpacken könnten. Das sagt Firmenchef Lothar Göthel. Eine Entwicklung von Spezial- und Gerätetaschen Burkhardtsdorf sollten sich E-Bike-Nutzer aber ganz genau anschauen. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 02. Dezember 2020, Katrin Kablau

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    news-5627 Fri, 04 Dec 2020 08:03:00 +0100 Schule im Erzgebirge gewinnt Sonderpreis beim Sächsischen Schülerfilm-Festival https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schule-im-erzgebirge-gewinnt-sonderpreis-beim-saechsischen-schuelerfilm-festival Das Sächsische Schülerfilm-Festival »Film ab!« fand in diesem Jahr erstmals online statt. Die Preisträger wurden am 1. Dezember digital ausgezeichnet. Der Sonderpreis ging ins Erzgebirge.   Im Rahmen des des 10. Sächsischen Schülerfilm-Festivals gab es einen Corona-Sonderwettbewerb. Den gewann der Ethik-Kurs des Beruflichen Schulzentrum für Technik Ernährung Wirtschaft des Erzgebirgskreises. Dotiert ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld von 300 Euro.

    Der Sonderwettbewerb »OUT OF SCHOOL« befasste sich mit der kreativen Verarbeitung der Aussetzung der Schulbesuchspflicht, COVID-19, digitales Lernen, das Leben zu Hause mit der Familie oder die eigenen Gedanken zur Pandemie.

    Von insgesamt 45 eingereichten Filmen (davon 13 im Sonderwettbewerb) wurden 20 nominiert. Die nominierten Filme können vom 26.11.2020 bis 10.12.2020 im »Online-Kinosaal« auf der Webseite des Sächsischen Schülerfilm-Festivals angeschaut werden. 

     

    Das Sächsische Schülerfilm-Festival wird vom Sächsischen Kultusministerium und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) in Kooperation veranstaltet und findet seit einigen Jahren jährlich statt. Das Festival präsentiert und würdigt die Filmarbeit an sächsischen Schulen.

     

     

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    news-5631 Thu, 03 Dec 2020 14:19:00 +0100 Weltneuheit in Annaberg-Buchholz CUBE filtert Schadstoffe auf neue Weise aus der Luft https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weltneuheit-in-annaberg-buchholz-cube-filtert-schadstoffe-auf-neue-weise-aus-der-luft Saubere Luft ist grundlegend für die Gesundheit, saubere Luft sorgt für Lebensqualität, saubere Luft macht Städte attraktiver. Diesem wichtigen Ziel kommt man nun in Sachsen einen weiteren Schritt näher. Am 2. Dezember 2020 wurde im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz eine Weltneuheit präsentiert. Erstmals kommt an einer vielbefahrenen Ampelkreuzung im Stadtgebiet ein völlig neuartiger CUBE zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine patentierte, würfelartige Konstruktion, deren großflächiger Körper als Katalysator fungiert. Durch seine ganz spezielle Beschichtung ist er in der Lage, Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) aus der Umgebungsluft zu filtern und zu Nitraten abzubauen. Damit sorgt ein im urbanen Raum aufgestellter CUBE, beispielsweise an einem Verkehrsknoten mit hoher Schadstoffbelastung, für eine signifikante Verbesserung der Umgebungsluft. Bei Regen werden die gebundenen Schadstoffe abgewaschen und der CUBE reinigt sich selbst. Die Wirksamkeit der neuen Technologie wurde im Labor des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institutes für Materialanalytik und Innenluftchemie bereits nachgewiesen. Unter Laborbedingungen erzielte der innovative CUBE im modernen Design beeindruckende Effekte. Nun wird seine Wirkung in Annaberg-Buchholz erstmals unter Realbedingungen im Freien genutzt und vertieft getestet. Mit seinem Wirkprinzip hat er das Potential, einen bedeutenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Insbesondere an verkehrsreichen Punkten soll dabei die Luftqualität künftig deutlich erhöht werden.

    Entwickler und Hersteller des CUBE ist die RGenau Industries KG aus Meerane. Sie ist auch Mitglied des Vereins SRCC e.V., der gemeinsam mit der TU Chemnitz und weiteren 140 Partnern in Annaberg-Buchholz und im Erzgebirge an der digitalen und nachhaltigen Zukunft der Bahn forscht. In diesem Rahmen will sich die Firma u.a. mit der Filterung von Schadstoffen bei Dieselloks befassen.

    In Annaberg-Buchholz ist die Installation des CUBE Teil des städtischen Elektro-mobilitätskonzeptes, das durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird. Ziel ist es dabei, einerseits durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehr, wie z. B. der Förderung der Elektromobilität und des Fahrradverkehrs sowie andererseits durch die Verminderung von Schadstoffemissionen spürbare Effekte für Umwelt, Klima sowie die Gesundheit und die Lebensqualität von Bürgern zu erreichen. Stickoxide -vor allem Stickstoffdioxid reizen und schädigen die Atmungsorgane. Erhöhte Konzentrationen in der Atemluft haben nachweisbar negative Effekte auf die Lungenfunktion. Außerdem sind sie maßgeblich für die Entstehung des sauren Regens mitverantwortlich und können Pflanzen schädigen.   

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    news-5630 Wed, 02 Dec 2020 09:01:11 +0100 Ins Start-up mit Patent gestartet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/ins-start-up-mit-patent-gestartet Veränderte Marktbedingungen erfordern ein Umdenken. Für Kolja Trautvetter liegt gerade darin der Reiz, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Erst im vergangenen Jahr gründete er seine Firma Trako Werkzeuge GmbH in Aue-Bad Schlema, ist seitdem mit einer festen Mitarbeiterin als Kleinstunternehmen im Metallhandwerk am Markt. So klein das Unternehmen ist, wurde es von Beginn an auf drei Säulen gestellt. Und nicht nur das: eine Patententwicklung, gezielte Netzwerkarbeit im Erzgebirge und Investitionen sollen den Betrieb weiter auf Erfolgskurs bringen. Kolja Trautvetter sitzt in seinem Multifunktionsbüro. Mit Skizzen von Bauteilen erläutert er voller Enthusiasmus, wie man Konturen von Werkzeugen noch effizienter fräsen kann. Durch die breite Glasfront hindurch schaut man in die angemietete Werkhalle, hört das Surren der CNC-Maschine, die aus abgewetzten, stumpfen Werkzeugen im Kundenauftrag quasi neue schleift. Die größte Maschine steht jedoch gerade still. Noch kein Jahr ist sie alt, das sieht man ihr an. Sie ermöglicht es, individuelle Konturwerkzeuge in der spanenden Bearbeitung von Sonderwerkstoffen, zum Beispiel Titan, herzustellen. Sie sei die modernste ihrer Art südlich von Berlin im Wert eines neuen Einfamilienhauses – und eine Investition in die Zukunft, die nur coronabedingt aktuell nicht mit der Auslastung fährt, wie das  zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung vorgesehen war. Für den Geschäftsführer der Trako Werkzeuge GmbH ist das kein Grund zu großer Sorge, die Nachfrage dazu steigt auf dem Markt prinzipiell. Sein noch junges Unternehmen, gegründet im Februar 2019, steht auf drei Beinen: als Dienstleister mit seiner Werkzeugschleiferei, als Hersteller von komplexen Konturenwerkzeugen und als Entwickler neuer Technologien. Eine eigene Patententwicklung mit mehreren Gebrauchsmustern beschäftigt den Tüftler bereits seit 2016.

    Kleinwagenwert: Von der Idee zum Patent

    Vorgänge optimieren, Werkzeuge besser machen, Dinge neu denken – bereits als Angestellter bei der Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis kreiselten Ideen im Kopf von Trautvetter. Durch seine Verantwortung für den Firmennachwuchs ergab sich die Verbindung zu einer Professur an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Dort werden unter anderem im hochschuleigenem Labor Leistungsvergleichstests für Werkzeuge von weltweiten Herstellern durchgeführt. Ein laufendes Projekt zur Herstellung von Gasturbinenschaufeln und ihrer speziellen Konturen erregte sein Interesse. Da kam ihm die Idee, in Kooperation mit der Hochschule einen völlig neuartigen Hochleistungsfräser zu entwickeln, der schließlich im Vergleich zu Referenzwerkzeugen eine Leistungssteigerung von 233 Prozent aufwies. „Der Markt in dem Bereich bewegte sich zu dem Zeitpunkt kaum mehr“, erklärt Trautvetter. Nach einem Termin zur kostenfreien Erstberatung beim Patentinformationssystem in Chemnitz war klar: „Wir gehen das gemeinsam an.“ Das Patent wurde 2016 angemeldet, kurz nach Weihnachten 2017 war das Patent erteilt. Dazwischen lag ein komplexer Weg an Formalitäten und Terminen mit der Patentanwältin, der ungefähr einen Kleinwagen kostete.

    Seitenwechsel: Vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber

    15 Jahre lang arbeitete der gelernte Zerspanungsfacharbeiter als Werkzeugschleifer und Konturentwickler bei der Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis. Der Arbeitsweg blieb auch nach Gründung seines Start-ups gleich, denn sein ehemaliger Arbeitgeber ist heute Vermieter der Firmenfläche der Firma Trako Werkzeuge GmbH. „Ich trug schon länger den Gedanken, etwas Eigenes zu machen, hatte Ideen im Kopf, aber auch die Frage: Macht es Sinn, in einem schon aufgeteilten Markt Fuß zu fassen?“, erzählt Trautvetter. Er startete zunächst einen Werkzeughandel im Nebengewerbe. Als Neuling Kontakte zu Unternehmen aufzubauen war eine anspruchsvolle Herausforderung, aber da war die Überzeugung: Es könnte funktionieren. Eine betriebsinterne Umstrukturierung bei der Blema gab ihm den ausschlaggebenden Kick, die Seite vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber zu wechseln. Ein Handelsunternehmen gründete er mit seiner Stieftochter, baute einen Kundenstamm auf. Heute ist der Kleinstunternehmer in der Metallbranche als Schneidwerkzeugmechaniker bei der Handwerkskammer gelistet. „Von dort bekam ich auch das nötige Rüstzeug rund um viele Gründungsfragen“, blickt er zurück. Und auch die Blema habe ihn sehr unterstützt. Maschinen konnte er herauskaufen und die Blema wurde zu einem der Kunden.

    Herausforderung in veränderten Situationen

    „Heutzutage verkauft man nicht nur ein Werkzeug sondern eine Technologie“, fasst Kolja Trautvetter zusammen, was von großer Tragweite ist. Es geht nicht nur darum, mit einer Neuentwicklung eines Hochleistungsfräsers mehrere Werkzeuge zu ersetzen und somit Kosten zu sparen. Neue Marktbedingungen generell sind es, die ihn herausfordern, weiter aktiv zu werden, zu tüfteln und umzusetzen. Seit neuestem ist er deshalb Mitglied im Netzwerk SmartERZ. Das ist ein branchenübergreifendes Technologiebündnis mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

    Heutzutage verkauft man nicht nur ein Werkzeug sondern eine Technologie

    Das Netzwerk arbeitet konsequent daran, durch Innovationen den notwendigen Transformationsprozesse zu einem zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort zu begleiten und das Erzgebirge als führendes Technologiecluster für funktionalisierte, neuartige Verbundwerkstoffe, sogenannte Smart Composites zu etablieren. „Es hat mich gereizt dabei zu sein, wenn mit neuen Materialien Märkte erobert werden. Schließlich müssen diese neuen Materialien auch mit neuen Werkzeugkonzepten bearbeitet werden. Dort sehe ich mich mit meiner Erfahrung als Partner“, so Trautvetter. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Kolja Trautvetter einer der ersten Nutzer der eigens für Austausch, Kooperation und Vernetzung entwickelten Plattform innovERZ.hub wurde.

    Als Start-up ein Rädchen im Getriebe sein

    Für Leute, die sich mit dem Gedanken tragen zu gründen, hat Kolja Trautvetter einen Rat: „Wenn möglich, sollte man zunächst nebenberuflich prüfen, ob die Idee machbar erscheint. Man muss sich auch im Klaren sein, dass sich die Arbeitszeiten komplett verändern. Man schafft das nur, wenn man für seine Idee brennt.“ Auch sein Weg sei holprig gewesen, aber er hätte nie an ihm gezweifelt. Eine große Chance sieht er darin, regional zu agieren. Oftmals wüssten Firmenchefs gar nicht, dass in direkter Nachbarschaft der ideale Kooperationspartner sitzt. Nutzen möchte Trautvetter auch künftig mehr Synergien über Forschungsprojekte nutzen. Denn gerade bei Instituten wie dem Fraunhofer kämen Firmen zusammen, wenn es um angewandte Problemlösungen geht. Dort ein Rädchen im Getriebe zu sein, ist ein Ziel der Trako Werkzeuge GmbH. Dem Anspruch gerecht zu werden, weiterhin innovative Werkzeuge zu entwickeln, ist ein weiterer Baustein im Fundament des Start-ups, um sich in den nächsten Jahren in der erzgebirgischen Unternehmenslandschaft fest zu etablieren.

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    Pressemitteilung Geschichten Unternehmensgeschichten
    news-5628 Wed, 02 Dec 2020 08:30:00 +0100 Scheibenberger Unternehmen setzt beim Bauen ganz auf Holz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/scheibenberger-unternehmen-setzt-beim-bauen-ganz-auf-holz Die Firma Holzbau Kretschmar hat von der Handwerkskammer eine Auszeichnung für ihr umweltorientiertes Agieren erhalten. Dem Inhaber geht es aber nicht nur darum, Neues zu erschaffen, sondern auch Altes zu erhalten. Und wer die Natur nutzt, blickt beim Thema Umwelt weit über den Tellerrand hinaus - sogar bis nach Teneriffa. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 01. Dezember 2020, Denise Märkisch

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    Newsmeldung
    news-5626 Tue, 01 Dec 2020 12:42:00 +0100 Austausch, Vernetzung, Kooperation – Eine digitale Plattform aus dem Erzgebirge für Kooperationen im Mittelstand https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/austausch-vernetzung-kooperation-eine-digitale-plattform-aus-dem-erzgebirge-fuer-kooperationen-im-mittelstand Der innovERZ.hub ist online und zielt auf eine stärkere, ortsunabhängige Vernetzung des Mittelstandes untereinander, aber auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen ab. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE), das Regionalmanagement Erzgebirge (RM) und die P3N MARKETING GMBH (P3N) haben ihre Kompetenzen gebündelt, um den KMU im Erzgebirge eine Möglichkeit zu bieten, Partner zur Entwicklung von Innovation und dem Transfer in die Praxis zu finden. Innovationen im Mittelstand sind der Motor der Wirtschaft. Sie garantieren die stetige Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen und tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum und dem Erhalt der Arbeitsplätze bei. Ohne Innovation droht Stillstand. Das Erzgebirge hat eine lange Tradition im Innovieren – Erfindergeist, Aufgeschlossenheit und Durchhaltevermögen gehören ebenso zur Region wie Handwerkskunst, Bergbau und Weihnachten. Nicht ohne Grund wurde das Erzgebirge bei der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe als „Silicon Valley Sachsens“ bezeichnet. „Im Erzgebirge kennt man Strukturwandel bereits seit mehr als 800 Jahren. Die große Branchenvielfalt ist ein Zeugnis der bewegten Geschichte unserer Region. Das Erzgebirge als Welterbe und Hochtechnologiestandort in einem sind nur oberflächlich betrachtet ein Widerspruch: bei genauer Betrachtung gehört beides untrennbar zusammen.“, sagt Jana Dost, Geschäftsführerin IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge und Beiratsvorsitzende im WIR!-Projekt SmartERZ.

    Die Erfahrung hat gezeigt, dass Unternehmen häufig auf der Suche nach Partnern mit Know-how und entsprechender Technologiekompetenz sind, um Innovationen kosteneffizient und zeitsparend umzusetzen. Dabei werden jedoch kleine und mittelständische Unternehmen in der „Nachbarschaft“ oft aufgrund fehlender Bekanntheit übersehen. Hier soll die neue Kollaborationsplattform innovERZ.hub einerseits Abhilfe schaffen. Das zweite Problem kleiner Unternehmen ist der fehlende Kontakt zu Forschungseinrichtungen. Deshalb soll die Plattform andererseits auch dazu dienen, einen niederschwelligen Kontakt zu möglichen Partnern aus Forschung und Wissenschaft herzustellen, die gemeinsam Ideen praxisnah entwickeln oder Unternehmen im Rahmen eines Innovationsprojektes begleiten.

    Das Herzstück der Plattform – der Marktplatz –  macht Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit ihren Angeboten sichtbar. Hier haben Unternehmen, Forschungsverbünde und wissenschaftliche Einrichtungen die Möglichkeit, Projektpartner für neuartige Produkte, Technologien oder Geschäftsmodelle zu suchen und zu finden.

    Mit ersten Angeboten zum Einsatz von Holz im Maschinen- und Anlagenbau, patentierten Zerspanungstechnologien und ausgeklügelten Tiefziehverfahren ist die Plattform am 17. November 2020 online gegangen. Um die erfolgreiche Entwicklung durch Synergien zwischen erzgebirgischer Wirtschaft und Wissenschaft so einfach wie möglich zu gestalten, kommt der Marktplatz ganz ohne Anmeldung aus. Die offene Drehscheibe (Hub) für Innovationsvorhaben verzichtet auf das langwierige Anlegen von Firmenprofilen und ermöglicht so jedem kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugriff auf ein Netzwerk aus Experten und einer Vielzahl an Technologien. Ziel ist es, schnell und einfach die richtigen Umsetzungspartner für das eigene Vorhaben zu ermitteln.

    So sucht zum Beispiel das deutsche Start-up-Unternehmen Luxardor GmbH einen Umsetzungspartner mit entsprechender Kompetenz in der CNC-Technologie zur Produktion hochwertiger Designleuchten des Designers Johannes Kessel. Die Produktentwicklung ist nahezu abgeschlossen. Pläne, CNC-Vorgaben, Halbwerkszeug-

    Hersteller und Empfehlungen, Einkaufsquellen für Kunststoffe und Holz sowie die Webseite und der Luxardor-Webshop stehen in den Startlöchern. Jetzt fehlt nur noch der richtige Partner, der in einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit die Zielstellung von Luxardor umsetzen will: 5 Jahre nach Vertriebsstart im deutschsprachigen Raum führend zu sein.

    Die Firma Trako-Werkzeuge GmbH aus Aue hat bereits erste Kontakte knüpfen können. Mit der Herstellung von innovativen, verschleißarmen Zerspanungswerkzeugen nach Kundenanforderungen für den Einsatz bei schwierig zu bearbeitenden Werkstoffen (z. B. CFK, Titan, hochfeste austenitische Stähle) und Sandwichstrukturen (z. B. Titan-Aluminium-CFK) spiegelt das Unternehmen den Erfindergeist und die Leidenschaft im Erzgebirge wider. In einem Projekt mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau konnte das Unternehmen eine Leistungssteigerung von 233 % bei der Bearbeitung von Gasturbinenschaufeln im Vergleich zum Referenzwerkzeug realisieren.

    Neben dem Marktplatz bietet die von der Agentur PostYou aus Burkhardtsdorf technisch umgesetzte Plattform auch News, Know-how und Termine, die beim Innovieren und Netzwerken unterstützen. Die Umsetzung bahnbrechender und neuer Ideen geht oft mit erheblichen finanziellen und personellen Aufwendungen einher. Um diese zu stemmen, findet man zusätzlich zu den passgenauen Marktplatzeinträgen auch Informationen zu Fördermöglichkeiten, konkreten Ansprechpartnern für die Beratung und Unterstützung in verschiedenen Bereichen sowie Best-Practice-Beispiele.

    Alle Partner, für die Innovationen zur Grundphilosophie gehören, sind herzlich willkommen, mit ihrem Eintrag die Kooperationsplattform innovERZ.hub zu bereichern und Teil des Strukturwandels im Erzgebirge zu werden.

    Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

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    Pressemitteilung
    news-5625 Tue, 01 Dec 2020 08:33:31 +0100 Die beste Sattler-Azubine Deutschlands https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-beste-sattler-azubine-deutschlands Nina Uhl ist von der IHK Chemnitz ausgezeichnet worden. Ihr Handwerk hat sie bei einer Burkhardtsdorfer Firma gelernt. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 28. November 2020, Georg Dostmann

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    WCE-Newsmeldung Newsmeldung
    news-5624 Tue, 01 Dec 2020 08:20:24 +0100 Freistaat Sachsen plant Anmietung am Forschungscampus Annaberg-Buchholz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/freistaat-sachsen-plant-anmietung-am-forschungscampus-annaberg-buchholz Im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz soll der europaweit führende Entwicklungs- und Erprobungscampus für nachhaltige und automatisierte Mobilität im Schienenverkehr eingerichtet werden. Dieses Vorhaben unterstützt der Bund mit 22,05 Millionen Euro bis mindestens 2024 im Rahmen des »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC). Das Bundesverkehrsministerium stellt in diesem Rahmen zusätzliche Mittel für den 5G-Ausbau für Test- und Forschungszwecke entlang der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg zur Verfügung. Die Stadt Annaberg-Buchholz errichtet im Rahmen einer komplexen Baumaßnahme in enger Kooperation mit der TU Chemnitz sowie weiteren potenten Partnern am Standort Unterer Bahnhof ein Campusgebäude zur Bahnforschung. Das Vorhaben ist neben der Teststrecke der Erzgebirgsbahn Annaberg-Buchholz–Schwarzenberg, einem digitalen Stellwerk sowie weiteren mobilen und festen technischen Einrichtungen ein zentraler Bestandteil des »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC). Die bereits begonnenen Baumaßnahmen beinhalten die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, den Umbau des nördlichen Kopfbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes zu einem Verwaltungsgebäude mit integriertem Forschungscampus und den Neubau einer Forschungshalle. Auch der Freistaat Sachsen ist bei diesem Projekt ein wichtiger Partner.

    Die TU Chemnitz wird dabei als einer der zentralen Akteure des SRCC direkt vor Ort präsent sein. Der durch die Stadt Annaberg-Buchholz umzubauende Bahnhofskopfbau bietet dafür die geeigneten Büroflächen, die der Freistaat Sachsen für die TU Chemnitz von der Stadt anmieten möchte.

    Dieses Mietinteresse wurde nun durch eine gemeinsame Absichtserklärung (Letter of Intent) des damit beauftragten Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) und der Stadt Annaberg-Buchholz bekräftigt. Ziel ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne des Projekterfolges. Gleichzeitig wird so der Bahnhofskomplex für die Mobilität der Zukunft umgebaut und mit neuem Leben erfüllt.

    Rolf Schmidt, der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz sagt: «Die Absichtserklärung mit dem Freistaat Sachsen zeigt, dass die Umsetzung des Bahncampus SRCC weiter Fahrt aufnimmt. Für uns ist diese Bahnforschung, insbesondere die Ansiedlung eines Campus der TU Chemnitz sowie weiterer Partner in unserer Stadt, eminent wichtig. Damit wird universitäre Forschung in unsere Region gebracht, die regionale Wirtschaft gefördert und der ländliche Raum gestärkt. Annaberg-Buchholz wird auf diese Weise insgesamt attraktiver. Forscher können auf eine einzigartige Infrastruktur und ideale Testbedingungen zurückgreifen. Darüber hinaus wird der Untere Bahnhof städtebaulich deutlich aufgewertet.«

    Hintergrund:
    Der »Smart Rail Connectivity Campus« (SRCC) ist ein bundesweites Modellprojekt zur praxisnahen Erforschung des automatisierten Zugbetriebs. In diesem umfangreichen Netzwerk arbeiten zahlreiche renommierte Partner an dem automatisierten Fahren auf der Schiene.

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    news-5618 Mon, 30 Nov 2020 09:48:00 +0100 Schneeberger gewinnen mit Naturstadt-Idee https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schneeberger-gewinnen-mit-naturstadt-idee In einem Wettbewerb ist die Stadt mit 25.000 Euro ausgezeichnet worden. Damit wird das Stadtjubiläum 2021 nachhaltig. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 26. November 2020, Thomas Mehlhorn

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    news-5617 Fri, 27 Nov 2020 10:43:00 +0100 Kommunen schaffen Vielfalt! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kommunen-schaffen-vielfalt Oelsnitz/Erzgeb. als eine von 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen ausgezeichnet im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ Die Stadt Oelsnitz/Erzgeb. wird als eine von 40 Kommunen im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für die Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum gewürdigt. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Streuobstkindergarten“. Im Mittelpunkt des Projektes „Streuobstkindergarten“ steht die Wiederherstellung einer historischen straßenbegleitenden Streuobstanlage. Im Projekt sollen der noch erhaltene Baumbestand saniert, fehlende Bäume ergänzt, Informations- und Rastmöglichkeiten sowie verschiedene Brut und Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen werden. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die frühkindliche Umweltbildung und Erziehung. Im Garten des Kindergartens „PhoenixONE“ sollen die Kinder die Möglichkeit haben, das Aufwachsen und Veredeln von Obstbäumen mit zu erleben und beobachtend über Insekten, Vögel und andere Tiere zu lernen. Das geerntete Obst wird in der einrichtungseigenen Küche verarbeitet werden. Später soll das Projekt eine Fortsetzung im Schulgarten der Grundschule finden, wo Schulkinder das Bestimmen und Kartieren von Insektenarten erlernen können.

    Auch in den anderen 39 ausgezeichneten Kommunen geht es darum, Stadtnatur und Insekten zu schützen, die biologische Vielfalt zu fördern und städtisches Grün zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

    Informationen zum Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

    Mit dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck wurden bundesweit Städte, Gemeinden und Landkreise dazu eingeladen, Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur einzureichen. Besonders zur Teilnahme ermutigt wurden Kommunen, die bislang noch keine oder nur sehr wenige Projekte zum Wettbewerbsthema initiiert haben.

    Einsendeschluss war der 30. Juni 2020. Von einer Fachjury wurden die 40 besten Projektideen ausgewählt. Die erfolgreichen Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils 25.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

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    news-5616 Wed, 25 Nov 2020 08:56:37 +0100 Weniger Autoverkehr wagen: Experimente in Stollberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/weniger-autoverkehr-wagen-experimente-in-stollberg Die Stadt könnte zu einem Labor für moderne Verkehrsmodelle werden. Bald gibt die Verwaltung einen Antrag beim Bund ab - mit Ideen für eine neue App. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 25. November 2020, Christoph Pengl

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    news-5615 Tue, 24 Nov 2020 09:31:52 +0100 Von positiver und negativer Ruhe und 68 glücklichen Kühen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/von-positiver-und-negativer-ruhe-und-68-gluecklichen-kuehen Ein Roboter im Kuhstall des Rößler-Hofes in Burkhardtsdorf erleichtert die Arbeit der Landwirte. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum die Juniorchefin sich nach der Zeit sehnt, wenn wieder alles beim Alten ist. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 24. November 2020, Katrin Kablau

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    news-5614 Tue, 24 Nov 2020 08:41:00 +0100 Bahncampus SRCC in Annaberg-Buchholz nimmt Fahrt auf https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bahncampus-srcc-in-annaberg-buchholz-nimmt-fahrt-auf Renommierte Firma Frauscher forscht im Erzgebirge    Seit mehr als 30 Jahren beschreitet die renommierte Firma Frauscher aus dem österreichischen Schärding innovative Wege in der globalen Eisenbahnindustrie. Einen Schwerpunkt bilden dabei die induktive Sensoren für Radsensoren, Achszähler sowie Komponenten für die Signaltechnik. Nun ist man mit dem Frauscher Innovation Centre auch im Erzgebirge aktiv geworden. Der Grund dafür ist der aktuell entstehende Bahncampus in Annaberg-Buchholz, der Smart Rail Connectivity Campus, kurz SRCC.

    Konkret geht es beim SRCC um praxisnahe Spitzenforschung rund um die Mobilität und die digitale, automatisierte und nachhaltige Zukunft der Bahn. Dazu werden bereits eine Teststrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg sowie das europaweit erste digitale Stellwerk Europas sowie künftig u.a. ein Campus am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz sowie ein 5G-Mobilfunknetz genutzt. Maßgeblich beteiligt sind die TU Chemnitz, die Stadt Annaberg-Buchholz, Bund und Land Sachsen sowie rund 140 weitere Partner aus Wirtschaft und Forschung.

    Das Technologieunternehmen Frauscher hat das Potenzial des SRCC, der ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet, schnell erkannt. Bereits auf der Innotrans 2018 wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ein Jahr später eröffnete Frauscher vor Ort einen Container und präsentierte FTS und seine Achszähltechnik.
    Neben Frauscher testen auch andere bekannte Firmen wie Thales, Siemens, China Rail Signalling, Plasser & Theurer, Deutsche Bahn, verschiedene Universitäten sowie Bombardier - um nur einige zu nennen - auf dem Smart Rail Connectivity Campus.

    Für Frauscher erfüllt das Innovation Centre in Annaberg-Buchholz drei Funktionen: 

    Zum einen wird vor Ort die Funktionsweise der Radsensoren auf zwei Demogleisen gezeigt. Jeder Zug, der am unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz im Regelbetrieb die Strecke passiert, kann als solcher gesehen und identifiziert werden. Die durch das System generierten Informationen gehen weit über gängige Basisdaten hinaus.     

    Zum anderen ist das Centre eine ideale Forschungsinstitution für Achszähllösungen und die Überwachung von Weichen und Bahnhöfen sowie Praxistests von Soft- und Hardware. Dank eines speziellen Systems können überwachte Gleisabschnitte visualisiert dargestellt werden.

    Weiterhin plant das Technologieunternehmen, auch das SENSiS System der Raddetektion ausgiebig zu testen. Zudem ist die Abnahme des Achszählsystems FAdC durch das Eisenbahnbundesamt EBA ein weiteres großes Ziel.

    All das zeigt, dass der Bahncampus SRCC (Smart Rail Connectivity Campus) in Annaberg-Buchholz wirklich Fahrt aufnimmt. Büros des SRCC sind seit 7. Juli 2020 im Gebäude Wolkensteiner Straße 27 offiziell in Betrieb, Planungsarbeiten für das Campusgebäude am Unteren Bahnhof von Annaberg-Buchholz laufen, Bauarbeiten beginnen in wenigen Wochen. 

    Gemeinsam wird das ehrgeizige Bahnforschungsvorhaben nun mit konkreten Einzelprojekten im wahrsten Sinne  des Wortes „auf die Schiene“ gebracht.

    Vernetzte, smarte Mobilität, umwelteffiziente Antriebsregelungen für Züge, KI-bezogene Test- und Zulassungsmethoden sowie die intelligente Erkennung des Bahnumfeldes stehen in diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt um das hoch automatisierte und ökologische Bahnfahren im Mittelpunkt.
     

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    news-5613 Mon, 23 Nov 2020 07:40:32 +0100 Spatenstich in Scheibenberg https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spatenstich-in-scheibenberg Stadt im Erzgebirge bekommt multifunktionalen Schulcampus In Scheibenberg (Erzgebirgskreis) war heute (19. November 2020) mit dem ersten Spatenstich Start für den Bau des neuen Schulcampus. Das multifunktionale Gebäude wird rund 4,5 Millionen Euro kosten. Bund und Freistaat unterstützen den Bau mit rund 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.

     

    »Ich freue mich, dass die Stadt Scheibenberg mit der Hilfe von Bund und Land gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann«, so Staatssekretär Dr. Frank Pfeil. »Zum einen erhalten Grund- und Oberschule endlich Ersatz für ihre denkmalgeschützte, aber nicht mehr zeitgemäße und deshalb nicht mehr dauerhaft nutzbare Schulsporthalle. Darüber hinaus aber wird das Gebäude auch Vereinen und Bürgern als Veranstaltungsort für Sport und Kultur zur Verfügung stehen. Eine solche vielseitige Nutzung ist beispielhaft!«

     

    Bürgermeister Michael Staib ergänzt: »Auf diesem Wege wird es einer kleinen, finanzschwachen Kommune im ländlichen Raum ermöglicht, die Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu verbessern, aber gleichzeitig auch für Vereine. Erstmals wird es nach Fertigstellung der Halle möglich sein, größere Veranstaltungen wie Schulabschlussfeiern, städtische Veranstaltungen oder eine Bürgerversammlung stattfinden zu lassen. Dies ist ein großer Schritt für die Entwicklung des ländlichen Raumes«, so der Bürgermeister. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Planung und Eruierung der Finanzierung.

     

    Der neue Schulcampus in Scheibenberg soll Ende 2022 fertig gestellt sein. Sein Bau ist die letzte Schwerpunktmaßnahme aus dem städtebaulichen Gesamtpaket »Erhaltungsgebiet«, für das die Stadt Scheibenberg seit dem Jahr 2002 bisher knapp fünf Millionen Euro von Bund und Land erhalten hat. Mit den Mitteln wurden unter anderem die Sanierung des Rathauses, die Instandsetzung des Turmes der St.-Johannis-Kirche sowie mehrerer innerstädtischer Wohngebäude und die Gestaltung des Friedhofsplatzes unterstützt.

     

    Hintergrund:

     

    Ziel der Städtebauförderung ist die Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der zukunftsfähigen, nachhaltigen und modernen Entwicklung. Dies gilt insbesondere für den Erhalt von lebendigen und identitätsstiftenden Stadt- und Ortskernen, Maßnahmen für den Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel sowie für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur. Mit den Mitteln der Städtebauförderung können Gebäude saniert, städtische Plätze neu gestaltet, Grün- und Freiflächen ausgebaut, Familienzentren, Kindertagesstätten oder Freizeittreffs für Jugendliche geschaffen werden. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel wird jährlich von Bund und Ländern vereinbart. Allein für das Programmjahr 2020 stehen in Sachsen 155 Millionen Euro für die Programme »Lebendige Zentren«, »Sozialer Zusammenhalt« sowie »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« der Städtebauförderung zur Verfügung.

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    news-5612 Thu, 19 Nov 2020 11:26:00 +0100 Einwohner basteln sich Alternative zum Weihnachtsmarkt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/einwohner-basteln-sich-alternative-zum-weihnachtsmarkt Corona verhindert den Thumer Adventstrubel. Doch es gibt da eine Idee, wie es trotzdem etwas werden könnte mit vorweihnachtlicher Stimmung in der Stadt. Der Initiator sucht noch Mitstreiter. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 17. November 2020, Michael Urbach

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    news-5611 Wed, 18 Nov 2020 11:41:00 +0100 „Spitzen-Azubis“ mit Zukunftsperspektiven https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spitzen-azubis-mit-zukunftsperspektiven 35 junge Frauen und Männer zeichnet die IHK Chemnitz als „Spitzen-Azubis“ aus, drei davon im Erzgebirge. Sie haben unter 4.006 Auszubildenden in der Region Chemnitz in 140 IHK-Berufen als Beste ihres Berufs abgeschnitten und dabei mindestens 92 von 100 möglichen Punkten erreicht. Aus dem Erzgebirge können sich Fabian Lasch / Azubi bei AWEBA Werkzeugbau Aue GmbH, Michael Mann / Azubi bei Zenner Ventilatoren und Nina Uhl / Azubi bei Spezial- und Gerätetaschen GmbH über die Auszeichnung freuen. Die frisch ernannte Sattlerin Nina Uhl zählt sogar zu den 206 Bundesbesten. Alle drei Absolventen sind auch nach der Lehre in ihren Ausbildungsbetrieben beschäftigt.

    Die IHK Regionalkammer Erzgebirge blickt mit Stolz auf die Leistung der frischgebackenen Facharbeiter, aber auch auf die der Ausbildungsunternehmen, die so zur Fachkräftesicherung in der Region beitragen. Dass Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten jungen Leuten Zukunftsperspektiven geben und Ausbildungsplätze schaffen, lässt sich im Kammerbezirk der IHK Chemnitz belegen. Für das aktuelle Ausbildungsjahr konnten trotz Corona 131 neue Ausbildungsbetriebe gewonnen werden. Damit liegt die Zahl bei aktuell 2.740 aktiven IHK-Ausbildungsbetrieben in Südwestsachen.

    Mehr Informationen www.chemnitz.ihk24.de/bestenehrung

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    news-5610 Mon, 16 Nov 2020 11:02:44 +0100 Zwönitzer SPEICHER startet in das digitale Zeitalter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwoenitzer-speicher-startet-in-das-digitale-zeitalter Für die Zwönitzer ist der imposante Industriebau in einer Nebengasse vom Markt seit Jahrzehnten schlicht „Der Speicher“. Speichern im Sinne von beherbergen soll das mehrstöckige Gebäude zukünftig Innovationsdienstleister und Gewerbetreibende, die unter anderem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Stadt als Modellkommune „Smart City“ spielen.

    Der Bau wurde in der Zeit der Industrialisierung der Region im Jahre 1912 als mechanische Buntweberei errichtet. Der Betrieb umfasste 300 Webstühle sowie alle Zubehörmaschinen bis zur Veredelung. Das Unternehmen beschäftigte über 200 Mitarbeiter und 250 Heimarbeiterinnen. Gewebt wurden Hemden, Bett- und Handtücher und weitere Produkte aus selbst produzierten Flanellen. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise wurde 1931 das Konkursverfahren eröffnet. 1938 wurde aus dem Industriegebäude dann der „SPEICHER“, da die Immobilie durch die Firma Emil Bauer, einem Getreide- und Futtermittelhändler aus Zwönitz, erworben und als Getreidespeicher, auch später durch volkseigene Betriebe, genutzt wurde.

    Im Jahr 1993 erwarb das Unternehmen Gebr. Roth das Industriedenkmal und nutzte es für den Handel mit Baustoffen. 2018 veräußerte schließlich Gebr. Roth die Immobilie an die Stadt Zwönitz. Im künftigen Innovations- und Gewerbezentrum wird über allem das Wort Digitalisierung stehen und Gründern und Visionären ideale Räume und optimale Bedingungen für eine kreative Arbeitswelt geben.

    Text: Sabine Schulze-Schwarz

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    news-5609 Fri, 13 Nov 2020 13:44:00 +0100 Drebacherin setzt auf frische Lebensmittel aus der Region https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/drebacherin-setzt-auf-frische-lebensmittel-aus-der-region Im Erzgebirgischen steht "Frassgusch" für Feinschmecker. Gleichzeitig ist es der Name des neuen Ladens von Linda Heinze. In dem geht es durchaus um den Genuss, vor allem aber um Nachhaltigkeit. [...]

    Quelle: Freie Presse vom 12. November 2020, Andreas Bauer

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    news-5608 Thu, 12 Nov 2020 10:56:31 +0100 Die Gunst der Stunde https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-gunst-der-stunde Am nördlichsten Zipfel des Erzgebirgskreises, unweit der Pfaffenhainer Länge und des Verkehrsflugplatzes Jahnsdorf, agiert ein Unternehmen gegen den Trend. „Andere lagern aus. markSTAHL holt sich mehr und mehr Technologie rein.“ Roland Markert, 35 Jahre alt, ist der Chef. Vor mir steht ein junger Mann, der viel wagte und viel gewonnen hat. Souverän im Auftreten, smart im Look, voll bei der Sache. Seinem Habitus nach könnte er ein Kapitän sein, dessen innerer Haudegen ab und zu aufblitzt. markSTAHL ist sein Schiff, mit dem er in den letzten Jahren enorm Fahrt aufgenommen hat. Er und markSTAHL, das wird schnell klar, verkörpern das „Gedacht. Gemacht.“ der Region. Obwohl zunächst alles in Chemnitz beginnt.

    Ein junger Mann und seine Idee

    Als Roland Markert 2010 sein Start-up auf die Beine stellt, ist er 26 Jahre jung und damit dem typischen Entrepreneur acht Jahre voraus. Der, so zeigen Statistiken, gründet nämlich erst mit Mitte dreißig. Markert hingegen kann nicht warten; er will an den Markt. Seine Idee ist es, mit Stahlrohren und Profilen zu handeln: klassischer Einkauf und Verkauf. Außer 50.000 € Startkapital benötigt er nicht viel. Einen Schreibtisch, einen Stuhl, einen Computer, ein Telefon – das 15 m2 große Büro ist fix eingerichtet. Die Beschaffung der nötigen Finanzen entpuppt sich hingegen als Thriller. „Wo sind Ihre Sicherheiten?“, fragte die Bank. „Ich bin jung, frisch verheiratet, wohne zur Miete. Meine Eltern? Auch kein finanzielles Polster“, flachst er und erzählt weiter: „Man wiegelte mich ab. Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich die Kontokorrentlinie bekomme. Material war eingekauft, es standen hohe Rechnungen aus, die bezahlt werden mussten.“ Sein Vorhaben scheint in diesem Moment zum Scheitern verurteilt zu sein. Doch dann geschieht das Unerwartete. Die Erzgebirgssparkasse klingelt an: Kundenbefragung. Man erkundigt sich, wie zufrieden er sei. Schnell wird sein Gegenüber wortkarg. Hoffnungen schöpft er daraus nicht, Hauptsache, der Unmut ist gesagt. Drei Tage später ruft der Chef des örtlichen Geldinstituts an und sagt: „Wir machen das!“ Danach legt Markert los, trifft sich auf Flughäfen mit potenziellen Lieferanten. Er nutzt deren Zwischenstopps, um seine Ein-Mann-Firma zu präsentieren. „Zum Glück fing ich nicht bei null an. Ich hatte Connections aus meinem vorherigen beruflichen Umfeld. Doch am Ende des Tages bekam ich von Leuten Unterstützung, von denen ich es am wenigsten erwartete.“

    Das Start-up besetzt mit seiner konsequenten Ausrichtung auf das Endprodukt und überzeugendem Service eine echte Marktlücke. Dessen Konzept war und ist es, Rohre und Profile in gleichbleibender Qualität, möglichst in Sondergrößen oder mit Sondertoleranzen, zu liefern. „2011 kamen dann Anfragen: ‚Könnt ihr nicht ein Rohr zur Bemusterung anarbeiten? Ein Säge-, Biege- oder Laserteil mitmachen?‘ Ich habe mich umgehört, entsprechende Lohnbearbeiter ausfindig gemacht. Die meisten von ihnen sind spezialisiert auf nur eine Bearbeitung. Das bedeutete, wir schickten viele, viele LKW mit Zigtausend Tonnen Material von A nach B und C. Warum und wie das in seiner Komplexität bei uns funktionierte, war der Zulieferindustrie unverständlich.“ Roland Markert hat den Fahrplan dazu im Kopf. Als seine Firma „mehr und mehr Tonnen“ dreht, gleicht das Risiko mitunter einem Husarenritt. Möglich macht das die schöne neue Arbeitswelt. Fünf Schreibtische, eine stabile Internetverbindung reichen aus, um groß zu denken und zu handeln.

    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

    Das Zitat von Francis Picabia ist das Credo des gebürtigen Bad Schlemaers. Hartnäckig hinterfragt er sich und seine Firma. 2015 steht das schnelle Wachstum zur Diskussion: „Konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche oder stellen wir uns als komplexer Rohrbearbeiter auf?“ Die Entscheidung fällt zugunsten von Biegen, Schweißen, Lasern, Sägen, Veredeln. Das bedeutet: raus aus Chemnitz, Bauen in Jahnsdorf. Die gute Autobahnanbindung, kurze Arbeitswege und die Nähe zu seinem Wohnort sprechen u. a. für den Standort. Parallel dazu wird an Nischenprodukten, sprich Speziallösungen, getüftelt. Es sind u. a. Halterungsanker für Kabelschächte in Nuklearreaktoren oder rohrähnliche Bauteile für Bohrer, die 4.000 m unter Tage beim Kohleabbau in Australien zum Einsatz kommen.

    Mit dem Umzug ins Würschnitztal erreicht markSTAHL sein nächstes Level. Vom Spatenstich bis zum Zeitpunkt, als der erste LKW in die Halle rollt, vergehen nur 150 Tage. „Von da an wurde allen Mitarbeitern klar, was wir hier täglich machen - und in welchem Ausmaß. Wenn sechs Sattelauflieger à 24 Tonnen nacheinander ihre Ladung löschen, dann ist das eine Hausnummer“, beschreibt Roland Markert den Alles-neu-Effekt. Sämtliche Prozesse, Arbeitsweisen,Strukturen mussten überdacht werden. Von nun an gehört auch das Thema Personal zum Tagesgeschäft. „Wir sind hier in der Hochburg der CNC-Dreher und CNC-Fräser. Wer zu uns kommt, muss Lust haben, sich auszuprobieren, entscheidungsfreudig sein und einen Sinn in seinem Tun sehen wollen.“ markSTAHL lebt davon und honoriert diese Denke z. B. mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Gesundheitsfürsorge, Kita-Zuschuss, anständiger Bezahlung. „Denn manchmal schlagen wir eine Richtung ein, die nach Monaten korrigiert gehört. Ein ‚Das-warschon- immer-so‘-Ansatz ist dem nicht zuträglich“, so lautet die Erkenntnis der letzten Jahre.

    Wer zu uns kommt, muss Lust haben, sich auszuprobieren, entscheidungsfreudig sein und einen Sinn in seinem Tun sehen wollen. 

    In solch einer Dynamik hat er ein Patentrezept: miteinander reden. Im Führungskreis, in den Abteilungen, an der Dartscheibe im Pausenraum, vor der Halle von Mann zu Mann. Was ihn triggert, teilt er am Abendbrottisch mit Ehefrau Madlen. Sie ist Vertraute, Kritikerin, Hinterfragerin, Motivatorin – kurz sein Sparringspartner. Die 32-Jährige hat den Blick von außen und innen. Sie steht hinter ihm, wenn er wieder groß denkt, allerhand riskiert und investiert, wie z. B. die Übernahme der Tannenberger Firma METAN im Juli 2019. „Blechbearbeitung und Oberflächenbeschichtung haben uns noch gefehlt. Die Synergien sind jetzt schon enorm“, freut sich einer, der weiß, dass er mit Mitte dreißig einiges erreicht hat. Diese Einstellung will er weitergeben, denn „wir sind eine Region, in der auf hohem Niveau geklagt wird. Was geschafft wurde, wird nicht gesehen. Was fehlt, schon.“

    Er appelliert an Zufriedenheit und sozialen Zusammenhalt.

    Text: Beatrix Junghans-Gläser

    Foto: Georg Ulrich Dostmann

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