Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. www.wirtschaft-im-erzgebirge.de Aktuelles, Neuigkeiten und Geschichten von Menschen, Machern und Unternehmen aus dem Erzgebirge. de-de Regionalmanagement Erzgebirge Fri, 03 Jul 2020 15:38:21 +0200 Fri, 03 Jul 2020 15:38:21 +0200 TYPO3 CMS news-5453 Fri, 03 Jul 2020 05:59:00 +0200 Turck erneut unter Deutschlands besten Arbeitgebern https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/turck-erneut-unter-deutschlands-besten-arbeitgebern Turck - mit einem Standort in Beierfeld/Erzgebirge - zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Neben der erneuten Auszeichnung durch das Magazin Focus Business, die der Automatisierungsspezialist jetzt im dritten Jahr in Folge erzielen konnte, kommt auch der Stern in seinem erstmalig durchgeführten Arbeitgeber-Ranking zu diesem Ergebnis.  „Wir freuen uns sehr über die mehrfache Auszeichnung“, sagt Turck-Geschäftsführer Christian Pauli, „zeigt sie doch, dass wir mit unserer HR-Strategie nachhaltig auf einem guten Weg sind.“ Auch Personalleiterin Daniela Leppler fühlt sich bestätigt: „Ein gutes Miteinander und Vorgesetztenverhalten sowie Image und Wachstum sind laut Stern die Faktoren mit dem größten Einfluss auf die Weiterempfehlungsbereitschaft. In beiden Punkten liegen unsere Bewertungen jeweils in der Spitze unseres Wettbewerbsumfelds, ebenso wie bei den Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Das ist ein tolles Feedback zu unserer Arbeit, auf dem wir weiter aufbauen können.“ 

Der Stern hat für sein Ranking mit dem Marktforschungsunternehmen Statista zusammengearbeitet. Mehr als 45.000 Beschäftigte haben mittels Online-Access-Panels an der Befragung teilgenommen. Insgesamt konnten so nach Angaben des Magazins 1,34 Millionen Urteile in die Studie einfließen.

Das Focus-Ranking ist in Zusammenarbeit mit kununu entstanden.  Um die nationalen Top-Arbeitgeber zu ermitteln, untersuchte kununu im Auftrag von Focus Business rund vier Millionen Bewertungen von mehr als 900.000 Unternehmen. Die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Deutschlands“ wurde ausschließlich auf Basis der Mitarbeitermeinungen vergeben.

Turck zählt zu den global führenden Unternehmensgruppen auf dem Gebiet der Industrieautomation. Mit rund 4.650 Mitarbeitern in über 30 Landesgesellschaften und Vertriebspartnern in weiteren 60 Staaten sind wir weltweit immer in der Nähe unserer Kunden und Mitarbeiter. In Deutschland arbeitet Turck an den Standorten Beierfeld, Halver, Mühlheim und Detmold.

Quelle: www.turck.de

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Newsmeldung
news-5364 Thu, 02 Jul 2020 10:23:00 +0200 Aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH zur Corona-Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/corona Wichtige Informationen der Wirtschaftsförderung Erzgebirge zum CORONA-Virus WFE-Hotline zum Thema Tel. 03733 / 145 – 110 Aktuelles

Belegschaft / Kurzarbeit / Grenzpendler

Liquidität / Steuerliche Maßnahmen / Beitragsentlastungen

Info-Portale „Corona“ der Kammern, Verbände, des Freistaates Sachsen und des Bundes

WFE-Hotline zum Thema „Corona-Krise“: Tel. 03733 / 145 – 110

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News Newsmeldung
news-5445 Thu, 02 Jul 2020 07:33:00 +0200 Von Cobaltblau zu Cobaltsulfatrot https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/von-cobaltblau-zu-cobaltsulfatrot Wie aus einem Blaufarbenwerk ein Experte für Metallrecycling wuchs – mehr als 350 Jahre Erfahrung als Fundament. Die Nickelhütte in Aue-Bad Schlema ist ein Metallurgie- und Hüttenbetrieb mit über 400 Mitarbeitern. Sie liegt mitten in der Stadt. Das ist ungewöhnlich in heutigen Zeiten, wo Industrie meist in der Peripherie angesiedelt ist. Aber die enge Nachbarschaft von Bergbau, Industrie und Wohnstätten, das Zusammenspiel von Arbeit, Leben und Kultur ist eine über Jahrhunderte gewachsene, gute Tradition im Erzgebirge. Und die funktioniert an diesem Ort seit 1635. Ohne Unterbrechung.

Tatsächlich: Von Aues Altmarkt bis zum westlichen Werkstor der Nickelhütte sind es nur elf Gehminuten. „Als unser Betrieb seine Arbeit 1635 begann, war die Stadt noch weit entfernt“, erzählt Nickelhütte- Geschäftsführer Henry Sobieraj. Aue hatte im selben Jahr vom Sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. gerade erst das Marktrecht erhalten. Da begann hier im Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel die Arbeit. Die Region hatte bis ins 19. Jahrhundert ein weltweites Monopol auf die Produktion von Blaufarbenpigmenten aus Kobalt, die Delfter Kacheln oder Meißner Porzellan zierten. Vier Werke gab es in der Region, eines wurde im Juli 2019 mit der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří zum Bestandteil des UNESCO-Welterbes ernannt: Schindlers Blaufarbenwerk in Albernau bei Zschorlau, wenige Kilometer von Aue-Bad Schlema entfernt, die Mulde flussaufwärts.

Es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir.

Die Zeit der blauen Farbpigmente ist zwar vorbei, aber das Mineral Kobalt spielt immer noch eine große Rolle – beim Metallrecycling, dem heutigen Produktionsschwerpunkt der Nickelhütte. Doch dazu später mehr. „Wir haben eine sehr lange Tradition“, erzählt Henry Sobieraj weiter, „es gibt in unserer Branche europaweit nur einen Betrieb, der älter ist als wir, die Montanwerke Brixlegg in Österreich. Durch diese lange Kontinuität sind wir mit der Stadt Aue und dem Erzgebirge so stark verwachsen.“

Er teilt die Freude der Menschen über den Welterbetitel in der grenzübergreifenden sächsisch-böhmischen Region, die stolz sind auf ihre über 800-jährige Bergbauvergangenheit. Zwanzig Jahre hatten deutsche und tschechische Mitstreiter gemeinsam für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe gerungen.

„Es ist für die Region eine gute Chance, sich noch besser zu vermarkten. Bisher kennen die Menschen in Deutschland das Erzgebirge vor allem durch den Fußball vom FC Erzgebirge Aue, bei dem auch wir Sponsor sind, und die weihnachtliche Holzkunst. Aber wir haben noch mehr Facetten zu bieten, auch unsere vielfältige Industrie, die aus dem Bergbau gewachsen ist. Um das bekannter zu machen, kann uns der Welterbetitel national und international helfen.“ Die weltweite Kundschaft der Nickelhütte soll das natürlich zukünftig mehr wahrnehmen. Gerade arbeitet das Unternehmen an einem neuen Kommunikationskonzept, in dem das UNESCO-Welterbe auch eine Rolle spielen wird.

Die Basis des Erfolgs: Wandlungsfähigkeit und Innovation

Dass die Nickelhütte noch heute erfolgreich ist, hängt auch damit zusammen, dass es Unternehmern und Arbeitern immer wieder gelungen ist, sich an historischen Wendepunkten durch Innovation anzupassen. Auch schwierige Zeiten wurden gemeistert, wie der wirtschaftliche Wandel nach dem Fall der Mauer. „Die Nickelhütte war 1989/90 unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes für viele Menschen hier in Aue nicht mehr tragbar“, berichtet Sobieraj ernst, „obwohl die Arbeitsplätze dringend gebraucht wurden. Da fanden Demonstrationen in Aue statt. Das haben wir zum Glück überwinden können, indem wir uns umfassend erneuert haben.“

Deshalb sei es die erste Aufgabe gewesen, den Betrieb komplett auf eine neue Grundlage zu stellen: ökologisch und wirtschaftlich. Abgasreinigung, Wasserreinigung, neue Kunden und neue Produkte – das sei ein riesiger finanzieller und personeller Kraftakt gewesen. Geholfen hat dabei ein Partner aus Ennepetal in Nordrhein-Westfalen: die Siegfried Jacob Metallwerke. Bis zum heutigen Tage sind beide Unternehmen in einer Firmengruppe erfolgreich miteinander verbunden.

Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus

In Ennepetal begann 1990 auch Henry Sobierajs berufliche Laufbahn. Geboren ist er in Freital im Osterzgebirge. Seit 1996 arbeitet er in der Nickelhütte, im Jahr 2014 berief man ihn hier in die Geschäftsführung. Ist eine Aufgabe geschafft, wartet die nächste Herausforderung. Das kennt man in der Nickelhütte. Aktuell findet in Wirtschaft und Gesellschaft weltweit wieder ein mehrfacher Wandel statt. Die Stichworte Klimaerwärmung, steigendes Umweltbewusstsein, Digitalisierung und Elektromobilität seien tägliches Gespräch in der Nickelhütte: „Wir beschäftigen uns zunehmend mit der Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus. Wir tragen als Recyclingbetrieb wesentlich zum ökologischen Umbau unserer Wirtschaft bei.“

Mit der Ausbeutung von Ressourcen kommt der Lebensraum Erde immer mehr an Grenzen: Vorkommen gehen zur Neige, Fördertechnik ist ausgereizt, die gesellschaftliche Akzeptanz des Bergbaus bewegt sich heutzutage in engeren Grenzen.

Buntmetallschmelze seit 150 Jahren

Die Kreislaufwirtschaft sei schon immer grün, meint Sobieraj, sage es nur viel zu wenig selbstbewusst: „Unsere Geschäftsfelder werden wichtiger werden. Allerdings ist unsere Branche wenig sexy, wenn ich das mal so formulieren darf, und hat daher eine relativ geringe Bekanntheit.

Im Gegensatz zu unserem Image sind wir technologisch sehr modern, bei den Berufen sehr vielfältig.

Zudem fallen Reste von Nicht-Eisen- Metallen überall in der Wirtschaft an. Auch wenn wir eine Nische im Markt besetzen, sind unsere Anwendungsfelder sehr breit, der Bedarf an recycelten Produkten sehr groß.“ Die Kompetenz, Nicht-Eisen-Metalle zu verarbeiten, begann mit der Buntmetallschmelze vor ca. 150 Jahren, als die Fabrikation von Kobaltblau zu Ende gegangen war.

Von A wie Aluminium über K wie Kupfer bis Z wie Zink reichen die Metalle, die hier in der Nickelhütte recycelt werden. Die Aufbereitung von Alt-Aluminium zum Beispiel gelinge ohne Qualitätsverlust, vermindere die Ausbeutung von Bauxit in der Landschaft, spare Energie gegenüber der Verhüttung des Roherzes in der Primärproduktion, erläutert Sobieraj: „Wir sehen auch die Entwicklung im Markt, dass es für viele Firmen bereits ein Verkaufsargument ist, zu sagen: Unsere Produkte enthalten so und so viel Prozent recyceltes Metall.“

Am Thema Elektroauto sind die Auer Spezialisten schon dran, aber hier habe man noch etwas Zeit, meint Sobieraj: „Die große Welle zu recycelnder Lithium- Akkus sehe ich erst in acht bis zehn Jahren auf uns zukommen. Das ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Akkus und hängt davon ab, welche Technologien – ob vollelektrischer oder Hybrid-Antrieb oder alternative Brennstoffe – sich mit welchem Marktanteil durchsetzen werden.“ Im Augenblick gäbe es nur Rücklauf in geringen Mengen, größeren Anteil haben Akkus aus Elektronikprodukten oder Reststoffe aus der Produktion.

Know-how ist das Schlüsselwort dieses Unternehmens. Das hat man bei der Nickelhütte über lange Jahre aufgebaut. Momentan verarbeitet man hier ca. 2.500 Tonnen Li-Ionen-Batterien pro Jahr. Durch technologische Innovation und Veränderungen im Produktionsablauf will die Nickelhütte ihre Kapazität bis auf 8.000 Tonnen im Jahr 2020 ausbauen. So ist man gewappnet für den langfristig steigenden Bedarf. „Besser, wir sind frühzeitig vorbereitet“, lautet Sobierajs Maxime. Das ist immer die Philosophie der Nickelhütte gewesen. Sie ist kein kleiner Betrieb, aber auch kein großer. Die Stärke lag immer in der Flexibilität, in der schnellen Reaktionsfähigkeit auf Bedürfnisse am Markt: „Wir können uns schnell in der Produktion umstellen, schnell liefern.“

Engagiert für die Region

Agil zu bleiben, ist die Kernaufgabe der firmeneigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung. Ständig sind neue Verfahren der Pyrometallurgie (Schmelzbetrieb mit hohen Temperaturen) und Hydrometallurgie (chemische Verarbeitung in wässriger Lösung) in Erprobung, bestehende in der Optimierung. Die Mitarbeiterschaft ist daher sehr breit aufgestellt, sie umfasst Chemiker, Chemikanten, Chemieanlagenfachleute, Ingenieure, IT-Spezialisten, Kaufleute, Laboranten, Metallfacharbeiter. Nachwuchs wird selbst ausgebildet, auch Quereinsteiger werden gern angelernt. Neue Mitarbeiter sind im wachsenden Unternehmen immer willkommen. „Wir brauchen Arbeitskräfte“, sagt Henry Sobieraj,

Deshalb müssen wir als Unternehmen auch etwas dafür tun, dass sich die Region gut entwickelt.

Regionalentwicklung ist eben keine Einbahnstraße.

Das Unternehmen profitiert nicht nur von der Region, soziales und kulturelles Engagement im und vom Betrieb nützt auch der Stadt. So entstanden für Aue ein Kino, ein Fitnessstudio, eine Eislaufhalle und eine Bowlingbahn. Unternehmen, Stadt und Umland müssen sich gemeinsam entwickeln, so die Philosophie der Nickelhütte, damit die Region lebenswert bleibt und Menschen anzieht. Aus der früheren Betriebssportgemeinschaft ist inzwischen ein eigenständiger Verein mit 450 Mitgliedern gewachsen. Prominentestes Mitglied der SG Nickelhütte Aue e.V. ist der Skispringer und Teamweltmeister Richard Freitag. Dazu gibt es die Sektionen Handball, Fußball, Taekwondo und Kegeln. Der Sport ist auch ein Bestandteil des sehr umfassenden Gesundheitsmanagements im Betrieb, denn die Arbeit in „rollender Woche“ hier ist körperlich und geistig anspruchsvoll. Die technischen Prozesse laufen rund ums Jahr, sieben Tage die Woche, 24 Stunden. Ein Stopp am Wochenende ist weder technisch möglich noch wirtschaftlich sinnvoll. Fragt man Henry Sobieraj, was all das Engagement bringe, dann sagt er kurz und knapp: „Elan, Optimismus und gute Ideen.“

Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absolute geistige und körperliche Fitness brauchen, wird bei einem Rundgang durch die Nickelhütte schnell klar. In einer Halle werden aus Kupferschrott neue Legierungen geschmolzen. Der Lichtbogenofen mit seinen gewaltigen Elektroden aus Kohlenstoff erzeugt Temperaturen von bis zu 3.000 Grad Celsius. Trotz Schutzkleidung müssen die Kollegen hier einiges aushalten.

Thomas Windisch, Industriemeister für Metall und Abteilungsleiter, bringt hier Schiffsschrauben, Kupferdrähte und Rohrabfälle bei über 1.000 Grad Celsius zum Schmelzen. Die glühend heiße Schmelze wird anschließend in diversen Legierungen auf Kundenwunsch in neue Blöcke gegossen. „Unsere Spezialität sind die vielen verschiedenen Nicht-Eisen-Metalle in unterschiedlichen Zusammensetzungen, etwa Kupfer mit Zinn, Blei, Nickel, Zink oder Aluminium“, erläutert Michael Neumann, technischer Leiter und verantwortlich für Entwicklung, Engineering und Inbetriebnahme technischer Anlagen. Die Prozesse seien ständig in Bewegung, da sich die Zusammensetzung der gelieferten Abfälle permanent ändere, auch die gewünschten Eigenschaften der Rohstoffe würden in hoher Frequenz variieren. Aus kupferhaltigem Altmetall entstehen zum Beispiel neue Bronzen für den Guss von Glocken, Pumpengehäusen, Sanitärarmaturen und Schiffsschrauben.

Der Kreis schließt sich

ie Nickelhütte ist eine wichtige Station im weltweiten Kreislauf der Metallindustrie. Ihr Knowhow ist vor allem Prozesswissen. Insbesondere die Wiederaufbereitung von Lithium-Ionen-Akkus und chemischen Katalysatoren mit Vanadium-Nickel- Kobalt-Kupfer-haltigen Mischrohstoffen erfordern einen mehrstufigen Prozess. Zuerst komme das Ausgangsmaterial, so Michael Neumann, in einen stehenden Ofen oder einen Kurztrommelofen. Darin entstehen dann Verbindungen aus Nickel-Kobalt-Kupfer-Sulfid. Diese gelangen anschließend zur Weiterverarbeitung in die Nasschemie, wo sie unter Zusatz von Wasser und Filtrationschemie weiter aufgespalten werden. Das Ganze muss nicht nur technisch funktionieren, sondern auch sauber und energieeffizient. Die Nasschemie findet in geschlossenen Kreisläufen statt, bei denen nichts verloren geht und nichts in die Umwelt geleitet wird.

Auf die hohen Standards bei der Rauchgasreinigung ist die Nickelhütte stolz: Schadstoffe werden nachverbrannt und Abgase durch eine nasse Rauchgaswäsche mit einem Kreidegemisch entstaubt. Die Abwärme der Schmelzöfen wird zur Stromerzeugung mittels Dampfturbine und zur Wärmezufuhr in die chemischen Prozesse genutzt. Diese Maßnahmen tragen auch zur hohen Akzeptanz des Unternehmens in der Stadt Aue-Bad Schlema bei.

Am Ende des Rundganges bleibt Michael Neumann an einem Förderband stehen und sagt mit wenigen, bedeutsamen Worten: „Hier sind wir wieder beim Ursprung unseres Unternehmens angekommen, beim Mineral Kobalt.“ Allerdings sieht man hier heute nicht ein blaufärbendes Farbpigment, sondern ein rot-braun gefärbtes Kobalt- Sulfat. Es wurde wiedergewonnen aus Batterieschrott und ist Ausgangsstoff zur Herstellung neuer Akkumulatoren. „Wir schließen den Kreislauf“, so lautet ja auch der Firmenslogan.

Text: Carsten Schulz-Nötzold
Fotos: studio2media/Erik Wagler

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5452 Thu, 02 Jul 2020 07:12:17 +0200 Erzgebirgsgemeinde Amtsberg ist Vorreiter beim schnellen Internet im ländlichen Raum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgsgemeinde-amtsberg-ist-vorreiter-beim-schnellen-internet-im-laendlichen-raum Von Bund und Land geförderter Glasfaserausbau ist abgeschlossen – Staatssekretärin Fröhlich: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen!« Amtsberg setzt neue Maßstäbe beim Breitbandausbau im ländlichen Raum. Als erste von 19 Gemeinden im Erzgebirgskreis und erste sächsische Gemeinde überhaupt hat Amtsberg mit Hilfe der seit 2016 kombinierten Bundes- und Landesförderung eine leistungsstarke, nachhaltige Glasfaserinfrastruktur errichtet. Am 1. Juli 2020 wurde der Projektabschluss gefeiert. Fast 2.000 Haushalte, 223 Unternehmen und 26 Institutionen – Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude – können nun garantierte Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit/Sekunde (Mbit/s) nutzen. Insgesamt investierte Amtsberg rund 6,5 Millionen Euro in den Ausbau. 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden aus Bundes- und weitere 30 Prozent aus Landesmitteln (Richtlinie Digitale Offensive Sachsen – DiOS) finanziert.

Ines Fröhlich, Staatssekretärin für Digitalisierung, betont die Vorreiterrolle der Gemeinde südöstlich von Chemnitz beim Bau eines FTTB-Netzes – also Glasfaser bis an das Haus: »Amtsberg hat Weitblick bewiesen. Die Gemeinde hat ihr Breitbandnetz nicht durch eine Ertüchtigung des Kupfernetzes verbessert, sondern von Anfang an auf die modernste Lösung gesetzt – trotz höherer Projektkosten und einem damit einhergehenden höheren Eigenanteil«, so Fröhlich.

Der geförderte Breitbandausbau in Amtsberg war nur deshalb möglich, weil die Versorgung deutlich unter der förderrechtlichen Schwelle von 30 Mbit/s lag und kein Telekommunikationsunternehmen einen Ausbau beabsichtigt hatte. Der Beantragung des Breitbandausbaus beim Bund und Land erfolgte Anfang 2016, der erste Spatenstich im September 2017. Ein Jahr später ging der erste Bauabschnitt in Betrieb.

Beim Glasfasernetz handelt es sich um die Schaffung einer völlig neuen Infrastruktur. Dem für alle sichtbaren Teil eines Projektes – der Bauphase – geht ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. So müssen etwa auch die Genehmigungen bei Grundstückseigentümern eingeholt und die Finanzierungsfragen geklärt werden. Dazu ist eine europaweite Ausschreibung erforderlich.

»Ich freue mich sehr, dass wir Sachsens erstes Glasfaserförderprojekt nun erfolgreich abgeschlossen haben. Die Gemeinde Amtsberg ist jetzt exzellent mit schnellem Internet versorgt«, sagt Staatssekretärin Fröhlich. »Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen, Unternehmen und unsere Kommunen in Sachsen die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Es ist also auch eine Frage der Teilhabe an der Entwicklung, an der Zukunft. Deshalb ist uns der Breitbandausbau so wichtig. Doch ganz ohne Engagement der Landkreise und Kommunen geht es dennoch nicht. Deshalb danke ich Bürgermeister Sylvio Krause, dem Gemeinderat und allen anderen Verantwortlichen, die sich der Herausforderung gestellt haben.«

Beim Breitbandprojekt in Amtsberg handelt es sich um ein Betreibermodell: Die Gemeinde errichtete die Infrastruktur in ihrem Eigentum und verpachtet den Betrieb nun an einen Betreiber für Telekommunikationsdienstleistungen – die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG.

Dieses Vorhaben trägt dazu bei, dass Sachsen im aktuellen Bundesvergleich (Stand: Ende 2019) mit einer FTTB-Versorgung von 12,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt und damit den vierten Platz bei der Glasfaserversorgung belegt.
 

Quelle: Pressemeldung des Sächsisches Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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Newsmeldung
news-5447 Wed, 01 Jul 2020 10:45:00 +0200 Das Erzgebirge war das Silicon Valley https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/das-erzgebirge-war-das-silicon-valley 800 Jahre Bergbau haben das Erzgebirge geprägt. Die montane Evolution hat dabei Werte und Kompetenzen der Menschen geformt, denn Durchhaltevermögen, Erfindergeist und Bodenständigkeit gehören zum Erzgebirge wie der weihnachtliche Lichterglanz– sie sind Teil der Erzgebirgs-DNA. Und in diesen traditionellen Stärken liegt das Leistungsreservoir für die Zukunft der Region. „Das Erzgebirge war das Silicon Valley Sachsens“ - so war es im Zuge der Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe vor einem Jahr zu lesen. Nicht nur die Arbeitsleistung der Bergmänner Untertage war enorm, sondern auch, was an Technologie, Infrastruktur, Zulieferhandwerk und Folgeindustrie innerhalb kurzer Zeit entlang des Gebirgskammes entwickelt wurde. Es zeugt von einer außergewöhnlichen Ausdauer und einem Entwicklergeist, der in der Gebirgsregion herrschte und noch heute dominiert.

Innovation aus Tradition | mehr zur Geschichte der Region

In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Die mittelständischen Unternehmen des Erzgebirges haben in der Tradition dieser Werte heute ein breites Fertigungs-Knowhow in den Folgeindustrien des Bergbaus aufgebaut und finden individuelle Lösungen für Spezialanwendungen. Deren Einsatzbereiche sind meist wenig bekannt, denn die Sichtbarkeit der Produkte ist begrenzt. Das Wirken im Hintergrund, als Zulieferer und Nischenanbieter ist auch der Grund, weshalb das Erzgebirge weniger mit starken Marken nach außen glänzt. Doch ist es gerade die Vielfalt und Heterogenität der Wirtschaftsregion, die sich als krisenresistent erwiesen haben und einen besonderen Vorteil bieten: In kaum einer anderen Region kommen so viele produzierende Unternehmen aus so vielen Branchen auf so engem Raum zusammen.

Branchenvielfalt im Erzgebirge

Das ist ein Grund, weshalb sich im Erzgebirge aktuell gleich drei Innovations-Projekte der Zielsetzung stellen, regionale Anstrengungen in Forschung- und Entwicklung zu kanalisieren, um in der Kooperation sichtbare Erfolge zu erzielen. SmartERZ, recomine und Smart Rail Connectivity Campus sind als Projektvorhaben des WIR!-Programmes nahezu ideal für die Region. Denn die kleingliedrige Wirtschaftsstruktur erhält dadurch Zugang zu Forschungseinrichtungen und kann längerfristig Partnerschaften aufbauen. Schließlich war das Miteinander der vielen Branchen auch schon ein Erfolgsgarant für die Bergbauregion Erzgebirge.

Drei WIR-Bündnisse für das Erzgebirge

 

Das Geheimnis der Region

… sind damals wie heute die Menschen des Erzgebirges: Dr. Michael Urban, Wegbereiter des Welterbeprojektes auf tschechischer Seite, geht noch einen Schritt weiter und bezeichnet das Erzgebirge als das Silicon Valley der ganzen (damaligen) Welt. Erzgebirger mit Bergbauerfahrung und der besten akademischen Ausbildung wurden zu gefragten Experten – deshalb zog die Region Bergleute aus aller Welt an und entsandte sie ebenso international. Heute wie damals kann man sagen, in Freiberg wurden die High Potentials der Branche ausgebildet. Neben den Menschen brauchte die Region – das ist im Silicon Valley nicht anders – Rahmenbedingungen, um diese Leistungen zu ermöglichen. Kurfürsten sorgten mit ihren Entscheidungen u.a. zur Münzordnung und Verleihung von Münzrechten nach Annaberg und Joachimsthal im frühen 16. Jahrhundert, zur Gründung einer Bergbau-Universität 1765/66 oder dem Ausbau von Handelswegen für grundlegende Bedingungen, die die stetige Weiterentwicklung des Montanwesens ermöglichten. Unter den Universalgelehrten und Wissenschaftlern, die maßgeblich die Basis für die heutige Wissenschaft legten, finden sich Namen wie Alexander von Humboldt, Novalis, Adam Ries, Georgius Agricola und Carl von Carlowitz, die alle mit dem Erzgebirge in Verbindung stehen. 

Studieren im Erzgebirge

Die Fakten zum "Welterbe Erzgebirge"

Ähnlich verhält es sich mit Wirtschaftsförderung heute. Standortvoraussetzungen sind nicht wegzumachen, sondern können durch cleveres Handeln im Zusammenwirken von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gehoben werden, um mutigen Visionären und Machern Chancen zu ermöglichen. Denn Innovationen erfüllten dabei keinen Selbstzweck, sondern dienten der Optimierung eines Status quo. So wurde die Verbesserung von Wasserhebetechniken mit Feldgestängen und dem Kehrrad in Joachimsthal und Ehrenfriedersdorf im 16. Jhd. entwickelt, um tiefer liegende Erze abbauen zu können. Die von Heinrich Eschenbach entwickelte Kunst des krummen Zapfens war über Jahrhunderte maßgeblich für die Konstruktion von Pumpanlagen. Ähnlich wegweisenden Fragen existieren heute für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. Weichenstellungen für den Smart Rail Connectivity Campus können Potentiale zur Weiterentwicklung der Region heben, wenn hier am Standort der Schienenverkehr der Zukunft wesentlich mitentwickelt wird.

Nicht ohne Grund belegt der Erzgebirgskreis im Dynamik-Ranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft Platz 36 (von 401).

Aus Erfahrung gut

Mit neuen Erzaufbereitungstechnologien nahm Sigismund von Maltitz aus Dippldiswalde eine Vorreiterrolle ein, durch die erstmals die Erze in Wert- und Abfallkomponenten getrennt wurden. Eine geringere Staubbelastung war die Folge. Aktuelle Fragen zum schonenden Umgang mit Ressourcen, Nachhaltigkeit und dem Recycling von Altlasten zu Rohstoffquellen sind Themen, dem sich das Projekt recomine stellt. Hier von Beginn an involviert ist u.a. die Nickelhütte Aue. Mit fast 400 Jahren Firmengeschichte und über 400 Mitarbeitern ist die Nickelhütte ein industrielles Schwergewicht im Erzgebirge. Als Blaufarbenwerk beginnt die Historie des Metallurgie- und Hüttenbetriebes. Heute ist das Unternehmen ein Experte, wenn es um Metallrecycling geht. Im Kerngeschäft steht die Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus – ein wichtiger Fakt zum ökologischen Umbau der Wirtschaft. Neue Arbeitsfelder ergeben sich immer wieder durch neuartige Technologien und Stoffentwicklungen, die irgendwann wieder ihren Weg in den Kreislauf finden müssen.

Neue Werkstoffe sind das Stichwort. Denn so wie in den letzten Jahrhunderten vom ersten Silberfund ausgehend immer neue Legierungen andere Werkstoffe hervorbrachten, beschäftigen sich die findigen Erzgebirger auch heute mit der Revolution von Materialien, um Dinge mit Funktionen zu versehen. In dem breit angelegten Netzwerk SmartERZ entwickeln sich wertvolle Ansätze zur interdisziplinären Zusammenarbeit, die eine Produktentwicklung von intelligenten Verbundwerkstoffen erst möglich machen. Denn dafür braucht es Expertise in der Elektrotechnik, für Kunststoff, Textilien und Metall, aber genauso Maschinenbauer und Anlagenentwickler, die die Komponenten zusammenbringen. Und genau diese Vielseitigkeit hält das Erzgebirge bereit.

Nicht ohne Grund findet sich der Erzgebirgskreis im Regionalranking 2020 des Instituts der Deutschen Wirtschaft auf Platz 36 im Dynamik-Ranking wieder und ist damit bester Flächenlandkreis Mitteldeutschlands. Eine Dynamik, die vor 800 Jahren ihren Ursprung hatte.

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kurz ERZählt
news-5450 Wed, 01 Jul 2020 10:43:00 +0200 Feingerätebauer erfinden sich im Zeitalter der Digitalisierung neu https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feingeraetebauer-erfinden-sich-im-zeitalter-der-digitalisierung-neu Winzige elektronische Bauelemente messen heute Wetterdaten wie Temperatur, Luftdruck und Feuchte. Auf herkömmliche Weise werden die Instrumente dagegen in Drebach gefertigt. Die Philosophie dahinter ist neu. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Mike Baldauf

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Newsmeldung
news-5451 Tue, 30 Jun 2020 10:01:00 +0200 Eine Wertzeugkiste aus dem Herzland für die Abiturienten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eine-wertzeugkiste-aus-dem-herzland-fuer-die-abiturienten-1 Zeugnisausgabe und Abiball – nach Prüfungen unter coronabedingten Sonderbedingungen steht für die diesjährigen Abiturienten noch in den Sternen, in welcher konkreten Form der Schulabschluss gefeiert wird. Handfest dagegen bleibt die Verteilung der Wertzeugkiste aus dem Herzland. Wenn auch nicht in der üblichen Art, bekommt dennoch auch dieses Jahr jeder Gymnasiast seine Kiste zum Start in einen neuen Lebensabschnitt. Die „Wertzeugkiste“ ist ein Präsent, das Werte und Werkzeuge clever verpackt vereint, um regionale Besonderheiten zum Leben und Arbeiten im Erzgebirge darzustellen. Im Sommer 2018 gestartet, ist diese Idee ein Projekt des Wirtschaftsbeirates Erzgebirge, das nun zum dritten Mal umgesetzt wird. Der Wirtschaftsbeirat setzt sich aus strukturbestimmenden Unternehmen der Erzgebirgsregion zusammen und wurde 2016 als Gremium des Regionalmanagements Erzgebirge gegründet.

Die „Wertzeugkiste“ soll den jungen Leuten, die nach dem Abitur die Region für ein Studium oder eine Ausbildung verlassen, ein Signal setzen, dass sie hier im Erzgebirge künftig als Fachkräfte gebraucht werden. Die Zwönitzer Gymnasiasten gehörten am 18. Juni 2020 zu den Schülern, die in diesem Schuljahr das Präsent unter Einhaltung der erforderlichen Hygienebedingungen im Beisein von Vertretern aus Wirtschaftsbeirat und Regionalmanagement Erzgebirge erhielten. Insgesamt erreicht die Aktion in diesem Jahr 800 Jugendliche an 14 Gymnasien der Erzgebirgsregion.

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Newsmeldung Pressemitteilung
news-5449 Mon, 29 Jun 2020 05:14:00 +0200 Familie erklimmt seit 250 Jahren Dächer https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/familie-erklimmt-seit-250-jahren-daecher Michaela Wolf leitet in neunter Generation einen Dachdeckerbetrieb in Annaberg-Buchholz. Sie ist die erste Frau an der Spitze des Unternehmens, dessen Geschichte sich bis 1770 zurückverfolgen lässt. Aktuell muss eine besondere Herausforderung gemeistert werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. Juni 2020, Annett Honscha

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News Newsmeldung
news-5448 Thu, 25 Jun 2020 05:51:00 +0200 „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“: Live-Chat mit Unternehmern und Studieneinrichtungen vom Sofa aus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/studienmesseerz-virtualday-2020-live-chat-mit-unternehmern-und-studieneinrichtungen-vom-sofa-aus Ab 27. Juni vom Sofa aus die Pitch-Videos der erzgebirgischen Unternehmen und sächsischen Studieneinrichtungen gucken, direkt zum Live-Chat am 4. Juli 2020 anmelden und bis dahin ein paar Fragen vorbereiten. So einfach funktioniert die „StudienmesseERZ-virtualDay 2020“ für die Gymnasiasten des Erzgebirgskreises. Sie ist in ihrer digitalen Ausgabe spannendes Neuland für die Veranstalter, denn die Messe war ursprünglich als Tagesveranstaltung in der Silberlandhalle in Annaberg-Buchholz geplant. Den ersten Julisamstag sollten sich Gymnasiasten, die ein Studium planen, im Kalender markieren. Denn dann dreht sich online einen Tag lang alles ums Studieren: Egal ob klassisches Hochschulstudium, BAföG, duales Studieren, Regelstudienzeit oder Praxispartner – digital und live werden die unterschiedlichsten Fragen beantwortet. Organisiert in Partnerschaft von Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz und Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH erhalten die jungen Leute die ganze Bandbreite an Studienmöglichkeiten präsentiert. Etwa 40 erzgebirgische Unternehmen und Studieneinrichtungen sind mit dabei und stehen in Video-Chats persönlich Rede und Antwort. Dreh- und Angelpunkt ist die Aktionswebsite www.studienmesseERZ.de. Dort stellen sich ab 27. Juni 2020 in kurzen, knackigen Pitch-Videos regionale Unternehmen, sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien vor. Danach können sich die Interessenten für die Live-Chats am 4. Juli anmelden und sich mit Vertretern der Studieneinrichtungen und Unternehmen zum Chat zwischen 10:00 und 14:00 Uhr verabreden. Zusätzlich sind die jungen Leute für den Zeitraum auf die WebStage eingeladen, um Vorträge und Workshops mit Experten zu spannenden Fachthemen zu besuchen – und das alles von Zuhause aus.

Auch die meisten Unternehmer sind unerfahren, wenn es um so ein digitales Messeangebot geht. Jessica Rusch, Personalverantwortliche im Elldus Resort in Kurort Oberwiesenthal erklärt, warum sie dennoch dabei sind: „Es ist für uns ein spannendes Projekt, weil eben ein komplett neuer Weg, eine Messe digital mitzumachen. Ich erwarte informative Gespräche in einer ungezwungenen Atmosphäre, nicht so steif wie manchmal auf einer echten Messe. In den letzten Wochen haben wir aber bereits unseren kompletten Bewerbungsprozess für Auszubildende online gestaltet, heißt, es gab Video-Chats und Fragebögen. Das hat super funktioniert, auch weil die Atmosphäre von Zuhause für die jungen Leute sehr locker, entspannt war. Wir werden das auch teils beibehalten, denn es erleichtert Wege vor allem für Jugendliche, die von weiter her sich bei uns bewerben.“ Flächendeckend alle Gymnasiasten aus dem Erzgebirge zu erreichen, ist durchaus ein Fakt, der für dieses digitale Angebot steht. Denn egal wo in der Region – ob in Aue, Annaberg-Buchholz oder Marienberg - die Messe räumlich in „echt“ stattfindet — für viele bleibt der Weg zur Location weit.

Neben den traditionellen Formaten braucht es neue Kanäle, ist sich Peter Schaarschmidt, Leiter Personalwesen & Analyse/Strategie bei der KSG GmbH in Gornsdorf, sicher. „Wir haben nicht mit unserer Anmeldung gezögert und sind dankbar für diese Möglichkeit. Vielleicht können sogar künftig traditionelle Formate auch aufeinander aufbauen oder die Themen vertiefen. Wir brauchen Studenten und künftige Fach- und Führungskräfte. Und dennoch ist es paradoxerweise immer schwieriger in der heutigen Zeit eines Informationsüberangebots die jungen Leute zu erreichen. Für uns ist es neu, ein Pitch-Video selbst zu produzieren oder so ein Gespräch per Video-Chat zu machen – aber wir haben auf jeden Fall Spaß und Lust darauf, dieses neue Format auszuprobieren.“ Sechs Vorträge gibt es als Video-Special auf der Webstage studienmesseerz.de zu sehen. Peter Schaarschmidt erklärt in einem, warum Fach- und Führungskräfte im Erzgebirge künftig so dringend gebraucht werden.

Gespannt ist auch Stefanie Wäntig von der Firma Trockenbau Wäntig in Schneeberg, wie die Unterhaltung mit den Jugendlichen per Chat läuft. „Wir beteiligen uns an der virtuellen Studienmesse, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und ihre Aufmerksamkeit auf unser Trockenbauunternehmen zu lenken. Wir geben einen Überblick über die Studienmöglichkeiten zum Diplombauingenieur (BA) oder zum Studiengang Baumanagement (BA).“

Wie die StudienmesseERZ-virtualDay 2020 von den jungen Leuten letztendlich angenommen wird, weiß noch keiner. Gefragt sind dabei auch die Eltern. Babara Tennert, Lehrerin am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Schwarzenberg und Fachleiterin, ist sich sicher: „Die Schüler sind an dieser Art Messe interessiert, einfach weil es auch zur Zeit keine anderen Angebote gibt. Und für die 10er und 11er Klassen ist es wichtig, sich beruflich zu informieren, zu schauen, was es in der Region an Chancen gibt. Die Flyer zur Messe gebe ich persönlich in den Klassen aus und erläutere das Konzept. Nur das Papier in der Schule auszulegen, reicht nicht aus, um die Jugend und letztlich auch die Eltern zu erreichen. Und sie sollten dabei sein, um gerade bei Themen wie Studienfinanzierung up to date zu sein.“

Hintergrund:

Nach einer erfolgreichen Pilotveranstaltung der Studienmesse:Dual ERZ im Juni 2019 mit 300 jugendlichen Gästen verschmelzen in diesem Jahr das duale Profil dieses Events mit dem seit Jahren etablierten Hochschultag der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Damit wird die gesamte Palette an akademischen Möglichkeiten vorgestellt. Es präsentieren sich sächsische Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien gleichzeitig mit regionalen Unternehmen, die Studierende als Praxispartner unterstützen. Ziel der Messe ist es, den Gymnasiasten einen Karrierestart und berufliche Perspektiven im Erzgebirge aufzuzeigen, um sie als Fach- und Führungskräften von morgen für die Region zu gewinnen.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes und ist ein Projekt der Fachkräfteallianz Erzgebirge.

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news-5446 Wed, 24 Jun 2020 05:01:00 +0200 Coronakrise beschert Hersteller von Papier volle Auftragsbücher https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/coronakrise-beschert-hersteller-von-papier-volle-auftragsbuecher Grünperga hat die Produktion von Hygienetüchern seit Jahresbeginn fast vervierfacht. Zudem will das Traditionsunternehmen aus Grünhainichen mit einer neuen Brötchentüte helfen, Plastikmüll zu vermeiden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 19. Juni 2020, Holk Dohle

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Newsmeldung
news-5443 Tue, 23 Jun 2020 09:35:00 +0200 Viva Vinyl https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/viva-vinyl Warum sind Schallplatten kein Relikt, sondern noch immer Teil der Musikkultur und weshalb vertrauen internationale Top-Acts auf Vinyl aus dem Erzgebirge? Diesen Fragen ist Marcus Lehman nachgegangen und hat Carsten Haupt, den Gründer von Celebrate Records, in Stollberg besucht und die Geschichte für das Magazin SIGHTGEIST aufgeschrieben. Warum erfreuen sich Schallplatten trotz Spotify und Apple Music noch immer einer gewissen Beliebtheit? Die Antwort auf diese Frage liegt für Carsten Haupt, Gründer der Firma Celebrate Records, auf der Hand. „Die Schallplatte ist heute wieder in den Wohnzimmern zuhause. Die Soundqualität, die Haptik, die Optik im Regal, all das bietet kein Streamingdienst. Wir vergessen Musik, wenn wir sie nicht in der Hand halten“, erklärt der Vinyl-Enthusiast aus dem Erzgebirge. Die Rituale am Plattenspieler, wie das Aufsetzen der Nadeln und das Wechseln der Seite, stehen für Entschleunigung und laden ein zum Hören mit Genuss, zum bewussten Anhalten und Abschalten.

Wir vergessen Musik, wenn wir sie nicht in der Hand halten.

Bei unserem Besuch im Plattenwerk in der kleinen Stadt Stollberg führt uns Carsten Haupt in einen Besprechungsraum. Hier stehen gleich mehrere Plattenspieler und Plattenregale. Unzählige Plattenhüllen hängen an den Wänden und schaffen eine ungezwungene Atmosphäre. „Die haben alle wir produziert“, erzählt uns der Firmengründer und ehemalige DJ. Die Auswahl reicht dabei über alle Genres, von Michael Jackson über AC/DC bis zu Techno-DJs wie Blank & Jones.

Die Firma ist einmalig in Deutschland. Die Schallplattenbranche ist klein, aber weltweit vernetzt. Celebrate Records spielt auf internationaler Bühne und gehört nach eigenen Aussagen zu den zehn größten Plattenproduzenten weltweit. „Aber wir sind die Innovativsten“, behauptet Haupt stolz. Neuartig wirkt die Produktionstechnik auf uns zunächst nicht. Die Maschinen, mit denen die Platten in der Werkhalle gepresst werden, sind häufig gebrauchte Pressen, die Haupt und seine Mitinhaber überall auf der Welt aufgespürt und aufgekauft haben. Danach wurden sie von den erfindungsreichen Chefs „getuned“. „Neben der eigentlichen Produktionshalle stehen große Hydrauliktanks, die für einen Druck von bis zu 100 Tonnen auf die Platten sorgen“, erklärt der gelernte Heizungs- und Lüftungsbauer, „meine Pressen könnte ich sogar über mein Smartphone steuern – überall auf der Welt.“ 

Das Auflegen der Platte, das Ansetzen der Nadel oder das Wechseln der Seite sind Statements für Entschleunigung und bewussten Genuss.

Celebrate Records wurde 1998 gegründet und begann als kleine Garagenfirma. Zu dieser Zeit war die Schallplatte in Deutschland kaum von Bedeutung, die CD feierte ihren großen Siegeszug. „Wir haben damals keine großen Auflagen, sondern über Nacht einzelne Platten für Elektro-DJ’s produziert“, erinnert sich der Gründer Haupt. Weil nur sein Team das damals so schnell schaffte, setzten immer namhaftere Produzenten auf so genannte Duplates aus dem Erzgebirge. „Die Platten wurden zur einmaligen Verwendung hergestellt, damit die Acts nachts beim nächsten großen Gig ihre frisch produzierten Beats live auflegen konnten“, so Haupt. Mit dem Vertrauen wuchsen auch die Aufträge. Weitere Maschinen mussten gekauft und Mitarbeiter angestellt werden. Seit 2010 kommt der Trend den Vinyl-Experten entgegen: Im Jahresvergleich wurden 2018 nur noch halb so viele CD’s verkauft, dafür fünfmal so viele Schallplatten. Der Marktanteil der Vinyls ist so von 0,6 auf 5,7 Prozent gestiegen. Mittlerweile hat die Firma 25 Mitarbeiter in den Bereichen Toningenieurwesen, Verwaltung und Customer Service, Galvanik und Presserei, Weiterverarbeitung und Versand.

„An uns wenden sich Labels, das Künstlermanagement oder auch die Artists selbst“, so Haupt weiter. Celebrate Records übernimmt vom Mastern der Audio-Dateien bis zum Versand der fertigen Schallplatten sämtliche Tätigkeiten. Als Give-Away für Musikzeitschriften hat selbst die kleine 7-Zoll-Schallplatte vor einigen Jahren ein Revival erlebt. „Diese Singles wurden früher beispielsweise oft für Jukeboxen eingesetzt“, erzählt uns der Branchenkenner. Neben den kleinen Schallplatten sind die großen 12-Zoll-Platten nach wie vor die Größen, die am häufigsten produziert werden. „Als einzige Firma weltweit können wir auch 10-ZollSchallplatten vollautomatisch pressen“, berichtet Haupt stolz, „außerdem bieten wir Schallplatten in allen Farben und mit Bildmotiven an.“ Alle Varianten lassen sich auf jedem Schallplattenspieler abspielen.

Der unscheinbare Riese mitten in der Musik

Der unscheinbare Riese einer kleinen Branche zwischen Tradition, Kunst und Tüftelei hat die Wiederbelebung der Schallplatte früh erkannt und vorangetrieben. Wenn wir heute eine Vinyl auflegen, hört sich das anders als an über einen Streamingdienst, selbst als von einer CD. Wir vernehmen unbekannte Tiefen und Höhen und fühlen uns, als wären wir mitten in der Musik. Das Auflegen der Platte, das Ansetzen der Nadel oder das Wechseln der Seite sind Statements für Entschleunigung und bewussten Genuss.

Mit ihrem Erfindungsreichtum und ihrer Liebe zum Medium profitierten Carsten Haupt und seine Kollegen von der Renaissance der Vinylplatte. So wurde Celebrate Records zu einem internationalen Marktführer, fernab der Szene-Hotspots. Selbst die letzte Platte der Pop-Legende David Bowie kommt exklusiv aus dem kleinen Stollberg. „Auch fast vier Jahre nach seinem Tod pressen wir neue Auflagen für den weltweiten Markt“, erzählt uns der Plattenhersteller noch, als wir gehen. Bowie ist wohl, genau wie die Schallplatte, ein absoluter Longseller.

Text: Marcus Lehmann | Vorlautes Netzwerk
Fotos: Marko Unger | Studio2Media

Beitrag aus dem Magazin „SIGHTGEIST“ Ausgabe No. 13 (2020)

Magazin „SIGHTGEIST“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „SIGHGEIST“, das für die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH erscheint.

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Unternehmensgeschichten
news-5444 Tue, 23 Jun 2020 05:04:00 +0200 Wünschendorfer Bier gibt es jetzt auch in Flaschen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wuenschendorfer-bier-gibt-es-jetzt-auch-in-flaschen Um das Getränk abfüllen zu können, braucht es eine Anlage. Uwe Gottwald und seine Mitstreiter wollten sie bauen, doch dann wurde einer von ihnen im Internet fündig. [...]

Quelle: Freie Presse vom 19. Juni 2020, Jan Görner

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Newsmeldung
news-5442 Mon, 22 Jun 2020 05:24:00 +0200 Wie Hase, Igel und Uli das Geschäft ankurbeln sollen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-hase-igel-und-uli-das-geschaeft-ankurbeln-sollen Die Corona-Krise trifft auch Denny Sieber hart. Mit seiner Kreativität stemmt sich der Socken-Unternehmer aus Hopfgarten allerdings dagegen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 17. Juni 2020, Andreas Bauer

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news-5441 Fri, 19 Jun 2020 05:43:00 +0200 Stollberger Ratskeller wird Cocktailbar https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberger-ratskeller-wird-cocktailbar Seit 2009 hat die Stadt die verlassene Gaststätte nur noch als Lagerraum genutzt. Nun aber soll wieder Leben in die Räume unterm Rathaus ziehen: Chemnitzer Gastronomen wagen den Sprung nach Stollberg. [...]

Quelle: Freie Presse vom 13. Juni 2020, Jan Oechsner

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news-5439 Thu, 18 Jun 2020 05:09:00 +0200 Sicherheitswürfel aufgebaut https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sicherheitswuerfel-aufgebaut Die Scharfensteiner Seiwo Technik hat ihre Idee umgesetzt und ein Referenzobjekt gebaut. Nun fehlen nur noch Käufer. Die Coronakrise spornt Unternehmen zu Innovationen an. Der Scharfensteiner Museumsausstatter Seiwo Technik hat jetzt in seiner Niederlassung in Hohenstein-Ernstthal einen "Protect Cube" aufgebaut - einen Sicherheitswürfel, der Menschen zusammenbringen und gleichzeitig vor der Ansteckung mit dem gefährlichen Virus schützen soll.

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Quelle: Freie Presse vom 11. Juni 2020, Mike Baldauf

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news-5440 Wed, 17 Jun 2020 05:31:00 +0200 Zehntausende neue Bewohner in Schwarzenberg angesiedelt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zehntausende-neue-bewohner-in-schwarzenberg-angesiedelt Nachdem es im vergangenen Jahr zu einem massenhaften Fischsterben im Schwarzwasser, der Großen Mittweida und im Schwarzbach kam, das durch Giftstoffeinleitungen im Schwarzbach in Höhe Elterlein verursacht wurde, hat sich der Porsche Werkzeugbau in Schwarzenberg kurzerhand entschlossen, den Anglerverband Südsachsen e.V. mittels einer Spende beim Wiederbesatz zu unterstützen.
„Der Porsche Werkzeugbau ist sich seiner Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Region bewusst. Ein schonender Umgang mit Ressourcen, umweltorientiertes und energieeffizientes Handeln sind für uns elementar. Die Region Sachsen und das Erzgebirge liegen uns hierbei natürlich besonders am Herzen.“ so Markus Kreutel, Vorsitzender der Geschäftsführung am Standort. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und Mike Uhlemann, Geschäftsführer des Anglerverbands Südsachsen e.V., wurden dafür symbolisch junge Bachforellen am Stadtstrand hinter dem Rathaus ins Schwarzwasser eingesetzt. Im weiteren Verlauf des Flusses wurden danach insgesamt mehr als 10.000 Jungfische durch die Kollegen der Fischaufzuchtgesellschaft Südsachsen mbH an verschiedenen Stellen neu besetzt.


Oberbürgermeisterin Hiemer dankte allen Anwesenden für ihr Engagement für einen nachhaltigen Naturschutz und betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung des Hochwasser- und Gewässerschutzes an unseren Flüssen. „Der Stadtstrand hinter dem Rathaus ist ein beliebter Treffpunkt für Bewohner aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der umliegenden Unternehmen geworden. Gleichzeitig dient dieser Erholungsbereich auch dem Hochwasserschutz. Nach den verheerenden Hochwassern 2002 und 2013 wurde durch die Landestalsperrenverwaltung hiermit eine schöne wie sinnvolle Überflutungsfläche und eine Gewässeraufwertung geschaffen.“


Das gesellschaftliche Engagement ist dem Porsche Werkzeugbau sehr wichtig. In seiner aktuellen Umwelt- und Energiepolitik zeigt das Unternehmen wie wichtig ihm der Umgang mit Ressourcen und Nachhaltigkeit ist. Nach der Übernahme des Unternehmens von KUKA 2015 wurden alle Arbeitsplätze auch unter Energie- und Nachhaltigkeitsaspekten modernisiert. Der Neubau der neuen Produktionshallen erfolgte streng auf Basis der Umwelt- und Energiepolitik des Unternehmens. Modernste Technologien sorgen zukünftig für optimale Energie- und Materialkreisläufe auf dem Weg zu einer CO2 neutralen Fertigung.

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news-5437 Mon, 15 Jun 2020 05:43:00 +0200 30 Jahre ZABAG - Vom Zaun zur komplexen Hochsicherheitsanlage https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/30-jahre-zabag-vom-zaun-zur-komplexen-hochsicherheitsanlage Genau vor 30 Jahren startete die ZABAG-Erfolgsgeschichte in der Garage von Geschäftsführer Michael Simon. Diese erste Wirkungsstätte passt 300 Mal in die heutige Produktionsfläche.  In Grünhainichen entwickelt und fertigt die ZABAG Security Engineering GmbH Schiebetoranlagen, Flügeltore, Drehkreuze und Schranken und sichert damit Objekte auf der ganzen Welt. Begonnen hat die Firma ganz klein mit dem Verkauf und der Montage von Zaunanlagen - heute konzipiert ZABAG komplexe Sicherheitsanlagen mit smarter modernster Technik.

In 30 Jahren Firmenhistorie hat man sich zu einem der Marktführer dieser Branche entwickelt. Die Drehkreuz- und Polleranlagen, Schranken und Sicherheits-Tore des mittelständischen Unternehmens sorgen weltweit für die Sicherheit bei Botschaften, Flughäfen, Hafenanlagen, Justizvollzugsanstalten, Polizeistationen und Kernkraftwerken aber auch auf Firmengeländen namhafter Unternehmen. Doch auch jenseits des Hochsicherheitsbereichs entwickelt der mittelständische Global Player kreative Lösungen für individuelle Kundenwünsche. 

Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen für sein Engagement als Finalist mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet.

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news-5435 Fri, 12 Jun 2020 05:50:00 +0200 Eibenstocker Revierförster zum Förster des Jahres nominiert https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/eibenstocker-revierfoerster-zum-foerster-des-jahres-nominiert Andreas Pommer ist Förster durch und durch. Als waschechter Sachse hat er das forstliche Handwerk von der Pike auf gelernt. Sein Credo lautet: „Der Waldumbau hört nicht bei der Waldverjüngung auf, er fängt damit erst an“. Nun steht der Erzgebirger im Finale des diesjährigen DeutschenWaldpreises in der Kategorie Förster des Jahres. Wenn Andreas Pommer naturgemäße Waldwirtschaft meint, dann heißt das für ihn „durch eine integrative Dauerwaldbewirtschaftung alle natürlichen Ressourcen zu erhalten und zu verbessern.“ Wie sich dies praxisnah umsetzen lässt, hat sich der Förster des Reviers Eibenstock im Erzgebirge auf zahlreichen Exkursionen durch Europa und Nordamerika abgeschaut. „Auf den Reisen habe ich in den vergangenen 30 Jahren verschiedenste Beispiele von Waldbewirtschaftung auf der einen Seite und Urwäldern auf der anderen Seite sehen dürfen.

Diese immer neuen Eindrücke und Anregungen habe ich mit nach Sachsen gebracht und versuche diese hier, was geht, umzusetzen“, erläutert der 53-jährige Förster, der auch in Eibenstock aufgewachsen ist. Seine Ausbildung als Forstfacharbeiter/Mechanisator startete er Mitte der 80er-Jahre, 1989 fing er das Studium der Forstwissenschaften an der TU Dresden an, nach 7 Semestern wechselte Pommer nach Eberswalde, „weil mir klar war: Ich will in den Wald, ich will in die praktische Revierarbeit, das war nach der politischen Wende mit einem Uniabschluss im öffentlichen Dienst nicht möglich.“

Angepasste Wildbestände

Durch eine intelligente Waldbewirtschaftung und das Ausnutzen biologischer Prozesse hält Pommer den Ressourceneinsatz so gering wie möglich: „Bei angepassten Wildbeständen laufen viele Verjüngungsprozesse von selbst ab, Lichtsteuerung durch den Oberstand macht die Pflege im Unterstand obsolet.“ Und so verbringt der Förster viele Stunden – auch und v. a. nach Dienstschluss – mit der Büchse in der Hand und zusammen mit seinen beiden Brandelbracken Odin und Aska. 50 bis 70 Stück Rehwild, 10 bis 20 Stück Rotwild und zwischen 20 bis 30 Sauen pro Jahr kommen in seinem 1.750 ha großen Revier zusammen.

Pommer: „Die konsequente Bejagung hat uns hier den entscheidenden waldbaulichen Vorteil gebracht. Früher war das hier ein Kernrevier des Rotwildforschungsgebietes Eibenstock, noch heute fallen 30 bis 40 % des Holzeinschlags durch die damalige Rotwildschäle fäulebedingt in D-Sortimente.“

Heute gibt es keine Neuschäle mehr. Ein weiterer Erfolg: Sämtliche Verjüngung kommt ohne Zaun hoch. „Den intensiven Waldumbau betreiben mein Vorgänger Klaus-Peter Trommer und ich seit 30 Jahren, er ist uns gut gelungen. Wir haben kaum noch Flächen für die Pflanzung von Mischbaumarten, 20 % der Holzbodenfläche ist inzwischen Weißtanne, 20 % Buche.“ Bei der Bewirtschaftung des Altholzes helfen 40 m Gassen, „um das Produktionsmittel Boden zu schonen“, wie der Förster erklärt.

Durch angepasste Technik, Stehendentnahme, Bändereinsatz, gut ausgebildete Zufäller und stellenweise auch durch Rückepferdeeinsatz wird für eine schonende Holzernte gesorgt. 15.000 Efm/Jahr müssen in seinem Revier geerntet werden, um den Vorrat von etwa 360 Fm/ha zu halten. 70 bis 80 % werden mittels Unternehmereinsatz geerntet und aus dem Wald gebracht.

Waldnaturschutz

„Durch eine integrative Waldwirtschaft versuche ich auf ganzer Fläche die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Sich von Natur aus anbietende Strukturen wie Wurfholz, Blitzfichten, absterbende Altbäume werden von mir genauso in die Bewirtschaftung eingebaut wie aktive Maßnahmen“, erklärt der Förster. Dazu zählen die Ausweisung von Biotopbäumen, Bachtalrenaturierung, Förderung von Lichtwaldbiotopen an Waldinnenrändern, Hecken an Bergwiesen oder die Bergwiesenpflege.

Das Revier Eibenstock erstreckt sich über 1.750 ha und findet sich in Höhen zwischen 600 bis 960 m ü. NN. Pommer sind diese Strukturen sehr wichtig, auch der Aufbau von Nisthilfen, Laichgewässern bis hin zu Fledermauskästen. „Unseren Forsten fehlen für mehr Naturnähe vor allem die Stadien der Zerfallsphase der Urwälder.“ Das Nachzustellen fällt ihm relativ leicht, indem er so viel wie möglich minderwertige Sortimente, z. B. als Hochstubben, Kronenmaterial und Baumteile, die nicht kostendeckend aufgearbeitet werden können, im Wald belässt. „Natürlich immer unter Berücksichtigung der Waldschutzsituation“, betont der Förster.

Interessierte in den Wald holen

„Tue Gutes und rede darüber, das ist mein Leitsatz“, so Pommer. Die Forstwirtschaft rücke zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses und die Förster würden dabei nicht immer gut wegkommen. „Deshalb versuche ich im Rahmen der Waldpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit Interessierte in den Wald zu holen und für die naturnahe, naturgemäße und integrative Waldbewirtschaftung zu werben“, so Pommer, selbst Vater von zwei erwachsenen Kindern. Dazu kommen einige Schulklasseneinsätze und Einsätze des Bergwaldprojektes mit Freiwilligen.

Hobbyimker

Seit zehn Jahren ist der Hobbyimker Ausbildungsrevierleiter für den gehobenen Dienst und engagiert sich bei der innerbetrieblichen Weiterbildung bei Sachsenforst bei Astungsseminaren und Anzeichnungsübungen in Marteloskopen. Nicht genug, denn Pommer engagiert sich zudem in einem regionalen Naturschutzverein, ist seit 30 Jahren Vorstandsmitglied der ANW-Landesgruppe Sachsen und Vorstandmitglied der ÖJV-Landesgruppe Sachsen. „Mein Beruf ist mein Hobby, gute Beispiele treiben mich an; meine Vorgesetzten motivieren mich, z. B. wertvolles Holz durch Astung zu erzielen oder Wildbestände niedrig zu halten, das ist komplett meine Linie.“ Genau das nimmt man dem Förster ab; für das tägliche Tun von Andreas Pommer gibt es ein Wort: Engagement.

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news-5434 Thu, 11 Jun 2020 05:08:00 +0200 Deutschlands bestes Nachrichtenjournal kommt aus dem Erzgebirge:„erzTV KOMPAKT“ mit dem Deutschen Regionalfernsehpreis ausgezeichnet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/deutschlands-bestes-nachrichtenjournal-kommt-aus-dem-erzgebirge-erztv-kompakt-mit-dem-deutschen-regionalfernsehpreis-ausgezeichnet „Heimat. Wissen. Aktuell.“. Die Mischung, die mit diesem Slogan bei erzTV auch Programm sein soll, hat die Jury überzeugt: „erzTV KOMPAKT“ wurde zum besten Nachrichtenjournal der deutschen Regionalfernsehsender gekürt. Nominiert wurden außerdem die Nachrichtenmagazine „hallo HALLE!“ (TV Halle) und „STUDIO 47“ (Studio 47 Duisburg). Mike Bielagk, Geschäftführer der KabelJournal® GmbH freut sich mit seinem Team: „Ich glaube, wir haben mit unserem Konzept den Nerv der Zeit getroffen. Verlässliche Informationen, etwas Unterhaltung und möglichst viel Heimatgefühl packen wir in unser tägliches Nachrichtenmagazin, das mit der aktuellen Länge gut auf allen möglichen Ausspielwegen anzuschauen ist. Ein Nachrichtenmagazin, das sich ständig verändert, weil sich auch unsere Zuschauer ständig weiterentwickeln. Und für die machen wir die Sendung schließlich.“

 

Für Chefredakteur Mario Totzauer hat sich der eingeschlagene Weg bewährt: „Gerade, weil wir eben nicht so sind, wie die ganz großen Fernsehsender, weil wir unseren eigenen Weg gefunden haben und den auch erfolgreich gehen, haben wir eine große Akzeptanz geschaffen. Wir sind jedermanns Nachbar, der sich auskennt. Wir sind Programmmacher, die man trifft, denen man auch mal eine Meinung sagen kann. Wir mögen keine Sensationshascherei, fragen aber auch mal kritisch nach. Das hat die Jury des Deutschen Regionalfernsehpreises überzeugt und darauf lässt sich weiter aufbauen.“

 

Auf eine feierliche Übergabe des Preises musste die kleine Mannschaft aber verzichten. Nicht wie gewohnt in einer großen festlichen Fernsehgala, sondern in einer sehr besonderen Form einer Onlinepreisverleihung, wurden dieses Jahr die Gewinner und nominierten Wettbewerbsteilnehmer zum Deutschen Regionalfernsehpreis geehrt. Ursprünglich war eine Gala in Koblenz geplant. Die Corona-Pandemie hatte den Veranstaltern aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Der Deutsche Regionalfernsehpreis wurde bereits zum 17. Mal vergeben. Er ist der größte und renommierteste Wettbewerb für die regionalen TV-Sender in Deutschland. Veranstalter ist Fernsehproduzent Sebastian Richter. Der „Regiostar“ wird gemeinsam mit den Landesmedienanstalten ausgerichtet. Preise werden jedes Jahr in neun Kategorien vergeben. Zur Fachjury gehören TV-Moderator Dennie Klose, Kameramann Frank Trautmann und Fernsehjournalist Diethelm Straube. Unter www.regiostar.tv sind alle Preisträger aufgelistet. erzTV überträgt die Verleihung ab 5. Juni 2020 jeweils nach dem aktuellen Nachrichtenprogramm zur vollen geraden Stunde.

 

erzTV ist das Regionalfernsehprogramm für die ehemaligen Landkreise Aue-Schwarzenberg, Annaberg und Stollberg. Es wird von der KabelJournal® GmbH in Grünhain-Beierfeld produziert. Das Programm ist rund um die Uhr in erzgebirgischen und überregionalen Kabelnetzen sowie über HbbTV, Livestreams auf erzTV.de und auf youtube.de sowie auf verschiedenen Social-Media-Kanälen zu empfangen. Das Programm erreicht rund 320.000 Menschen über die Kabelnetze. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen werden Sendungen und Einzelvideos von erzTV weit mehr als eine halbe Million Mal im Monat abgerufen.

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news-5433 Wed, 10 Jun 2020 05:52:00 +0200 Stollberger Mode-Unternehmen: Masken kompensieren Verluste https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberger-mode-unternehmen-masken-kompensieren-verluste Mode made in Stollberg? Wegen Corona musste das Bekleidungsunternehmen Modee von Fashion für Damen auf Masken für Alle umstellen, um wirtschaftlich zu überleben. Wie geht es nun weiter? [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. Juni 2020, Jan Oechsner

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news-5432 Tue, 09 Jun 2020 05:40:00 +0200 Design-Fakultät testet Bewerber erstmals virtuell https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/design-fakultaet-testet-bewerber-erstmals-virtuell Die Corona-Pandemie zwingt die Schneeberger Hochschule, die Eignungsprüfungen dieses Jahr komplett online vorzu- nehmen. Für den Dekan bedeutet das eine große Umstellung. Für eine junge Frau, die sich noch in Neuseeland befindet, ist es vorerst die Rettung ihres Studien-Wunsches. [...]

Quelle: Freie Presse vom 5. Juni 2020, Georg Dostmann

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news-5431 Mon, 08 Jun 2020 05:31:00 +0200 Curt Bauer in der Corona-Krise: Zwischen Kurzarbeit und Investitionen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/curt-bauer-in-der-corona-krise-zwischen-kurzarbeit-und-investitionen Corona trifft das Auer Textilunternehmen hart. Trotzdem fließt in den Standort Geld, unter anderem in neue Maschinen. Künftige Investitionen der Firma stehen allerdings in Frage. [...]

Quelle: Freie Presse vom 3. Juni 2020, Heike Mann

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news-5430 Fri, 05 Jun 2020 05:04:00 +0200 Sachsens bester Arbeitgeber: New Work am Erzgebirgskamm https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sachsens-bester-arbeitgeber-new-work-am-erzgebirgskamm „Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Man muss ihm nur die Freiheit geben – und wird als Unternehmer dafür mit Freiheit belohnt“, sagte Unternehmer Martin Fenzl einmal in einem Interview. Diese Philosophie macht den Botschafter des Erzgebirges nun zu Sachsens bestem Arbeitgeber. Attraktive Arbeitsbedingungen, beste Entwicklungsmöglichkeiten für die gesamte Belegschaft und eine positive, wegweisende Firmenkultur – all das vereint die TESTA MOTARI Automotive GmbH. So urteilte die Jury des Wettbewerbs „Sachsens Unternehmer des Jahres“ und zeichnet deshalb das Unternehmen von Geschäftsführer Martin Fenzl aus Johanngeorgenstadt mit dem Sonderpreis „Fokus X – Bester Arbeitgeber“ aus.

Der Automobilzulieferer fertigt heute innovative Interieurs für alle großen Luxusmarken – Bentley und Rolls-Royce, die S-Klasse von Mercedes oder BMW. Der Blick für die schönen Dinge begann aber für den ausgebildeten Tischler im Unternehmen des Vaters mit der edlen Verkleidung in Holz und feinen Oberflächen von Computergehäusen, Kugelschreibern und Kaffeemaschinen. Doch Martin Fenzl wollte mehr, eine eigene Firma wurde der Traum.

Die Zusammenarbeit mit Kunden und seinem Team auf Augenhöhe waren Martin Fenzl von Beginn an wichtig. Seit anderthalb Jahren liegt sein Fokus auf einer unternehmerischen Vision, die inspiriert ist von der Idee des „New Work“: Jeder Mitarbeiter bestimmt seine Aufgaben selbst. Teams formen sich eigen-dynamisch und selbstregulierend. Die Verantwortung für Projekte liegt komplett bei den Teams – bis hin zu den Finanzen. Alles ist zu hundert Prozent transparent in der Designmanufaktur am Erzgebirgskamm.

Der Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“  ist eine Initiative von Sächsischer Zeitung, Freier Presse, Leipziger Volkszeitung, MDR Sachsen, KPMG AG, Volkswagen Sachsen, LBBW Landesbank Baden-Württemberg und der Gesundheitskasse AOK Plus. Der Preis wird heute in der Gläsernen Manufaktur von VW Sachsen in Dresden übergeben. 

Jetzt Erfolgsgeschichte lesen: „Vertrauen schafft Freiheit“

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news-5428 Thu, 04 Jun 2020 05:04:00 +0200 Facebook und der Hacker im Rathaus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/facebook-und-der-hacker-im-rathaus Als er 11 war, baute er seinen ersten Computer zusammen. Heute löst Alexander Krauß Softwareprobleme für einen Internetgiganten. Dazu taucht er ins Darknet ab. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. Mai 2020, Christoph Pengel

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news-5423 Wed, 03 Jun 2020 05:28:00 +0200 Kemtauer Manufaktur erfindet neues Gerät zur Wollverarbeitung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kemtauer-manufaktur-erfindet-neues-geraet-zur-wollverarbeitung In der Wollmanufaktur Wollschaaarf werden zahlreiche Arbeitsgeräte selbst hergestellt. Eines davon ist eine eigene Kreation, die es so noch nicht gab. Inzwischen wird die Innovation sogar an Kunden in aller Welt geliefert. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. Mai 2020, Georg Dostmann

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Newsmeldung
news-5424 Tue, 02 Jun 2020 05:38:00 +0200 Die Saubermacher-Stadt vom Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/die-saubermacher-stadt-vom-erzgebirge Thalheim ist eine Saubermacher-Stadt. Diese Auszeichnung für beispielhaften Bürgerservice erhielt nun die kleine Erzgebirgsstadt von mängelmelder.de und der wer denkt was GmbH neben Heppenheim, Marl und Bernkastel-Kues. Die Anliegen, die die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Jahr 2019 über die Plattform mängelmelder.de und die kostenfreie Mängelmelder-App eingegeben haben, wurden dort besonders aufmerksam, sorgfältig und zuverlässig bearbeitet. Die Auszeichnung „Saubermacher-Stadt“ soll dieses Engagement hervorheben und Zeichen der Anerkennung sein. Sie wird bereits zum dritten Mal vorgenommen.

Die Stadt Thalheim ist Gewinnerin in der Rubrik „Die hellste Leuchte“. Dort wurden prozentual die meisten Anliegen zum Thema defekte Beleuchtung gelöst. Weitere Rubriken waren „Saubermacher“, „Reaktionsheld“ und "Lösungsblitz". 

 

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news-5420 Mon, 01 Jun 2020 08:33:00 +0200 Natürlich gewachsen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/natuerlich-gewachsen-aus-der-idealen-symbiose-von-herz-kopf-und-hand-wachsen-kindermoebel Tina und Toni, beide 31, von Kindesbeinen an miteinander verbandelt und nun gemeinsam Herz, Kopf und Hand von Kindgerecht Design. Seit 2011 sind sie ein Paar, seit 2014 entwerfen und bauen sie intelligente Kindermöbel – authentisch, nachhaltig und fair, mit Herzblut und Handarbeit in der eigenen Holzwerkstatt im Erzgebirge. „Das Thema Kindermöbel kam ganz natürlich zu uns“, sagt Tina Berchner, die Produkt- und Kommunikationsdesign in Dessau studierte. Als ihre Bachelorarbeit ins Haus stand, suchte sie – inspiriert vom eigenen Kinderwunsch – nach hochwertigen Kindermöbeln, die man auch über das Babyalter hinaus sinnvoll nutzen kann. Doch so recht wollten ihr die Kinderbetten, die es am Markt gab, nicht gefallen. „Warum müssen Kinderbetten eckig sein? Was wünschen sich Mutter und Kind? Warum sollte man erst ein Beistellbett kaufen und sechs Monate später ein Kinderbett – geht das nicht auch nachhaltiger?“, fragte sie sich – und entwarf für ihre Abschlussarbeit ein Bett, das bis heute seinesgleichen sucht. Formschön und funktional, intelligent und vielseitig, mitwachsend und flexibel – ein echter Begleiter fürs Leben. Berührt man die sanften Formen, spürt man die hohe Qualität: kein Grat, keine Schraube, kein Klappern – einfach nur gutes Holz in feinstem Schwung.

Ich wollte ein hochwertiges Möbelstück für Kinder schaffen, das Design und Funktion formschön vereint,

beschreibt die Gestalterin ihren Anspruch. Gemeinsam mit ihrem Mann Toni, der fürs Handwerkliche zuständig ist, brachte sie die Idee zur Marktreife. Später, für ihre Master- Arbeit, entwarf die Designerin noch die passende Wickelkommode zum Kinderbett – ein Funktionswunder, das mittlerweile auch in Serie produziert wird.

Das Kinderbett von KINDGERECHT:

Zu zweit sind Tina und Toni echte Allrounder: Von der Bestellannahme bis zur Buchhaltung, vom Design bis zur Werbung, von der Prozessentwicklung bis zur Produktion liegt alles in ihren Händen.

Wenn man alles selber macht, gewinnt man eine große Wertschätzung für das Produkt,

weiß Toni Walther. Nachhaltiges Arbeiten und der persönliche Kontakt zu den Menschen, die ihre Bettchen kaufen, liegen den jungen Unternehmern am Herzen. Fast jedes Kinderbett wird von Tina und Toni persönlich ausgeliefert. Eine große Karte im Büro zeigt, wo sie überall schon waren. „Die Begegnungen sind oft sehr emotional“, erzählt Tina Berchner. „Wir lernen die Familien kennen, werden manchmal sogar mit zum Essen eingeladen und kommen ins Gespräch. Wir entdecken herrliche Ecken von Deutschland, Österreich und der Schweiz und erzählen natürlich auch immer vom Erzgebirge.“

Tina und Toni liefern ein Bett an Familie Freigang aus:

Die Kunden schätzen die Regionalität, das gute Design und den hohen Anspruch, für den die Möbel von Kindgerecht Design stehen. „Wir können offen zeigen, wer es baut und wo es herkommt – bis zum Holz, das wir verwenden“, sagt Toni Walther. Er hat Außenhandel studiert und zuvor eine Lehre als Industriemechaniker gemacht. Das kommt ihm jetzt zugute. „Toni hat goldene Hände“, sagt Tina lächelnd, und ein Blick in die Halle liefert den Beweis. Zwei CNC-Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und Sägen, eine große Lackiermaschine – das sieht nach hohen Investitionen aus. „Von wegen“, lacht Toni Walther. „Die meisten Maschinen waren fast schrottreif, als wir sie für kleines Geld gekauft haben. Dann habe ich sie wieder gangbar gemacht.“

Wir schätzen das so sehr, was wir hier haben

Jetzt stehen sie in der alten Scheune des Hofes in Börnichen, auf dem drei Generationen gemeinsam leben. Die Oma kocht jeden Tag Mittagessen für die ganze Familie. Ein Miteinander, das glücklich macht. „Wir schätzen das so sehr, was wir hier haben“, sagen die Firmengründer. „Dieses Gefühl, jeden Tag aufzustehen und sich auf seine Aufgaben zu freuen. Das ist unsere Motivation.“

Für die Zukunft haben Tina und Toni jede Menge Pläne und Ideen. „Wir wachsen langsam, ganz natürlich“, sagt Toni Walther. „Tag für Tag sammeln wir neue Erfahrungen. Es ist schön, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

Text: Sylva-Michèle Sternkopf
Fotos: Isabell Fischer

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5421 Fri, 29 May 2020 05:20:00 +0200 Gießerei hat bienenfleißige Mitarbeiter https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/giesserei-hat-bienenfleissige-mitarbeiter Auf dem Firmengelände in Lößnitz steht seit Kurzem ein Bienenstock. Das Unternehmen will damit ein Zeichen setzen gegen das Artensterben. Im Spätsommer soll der erste Honig geerntet werden. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. Mai 2020, Irmela Hennig

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news-5422 Thu, 28 May 2020 05:28:00 +0200 Spezialitäten der "Gaststub' zur Bimmlbah'": Pesto von Neudorfer Wiesen und Blutwurstpraline https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/spezialitaeten-der-gaststub-zur-bimmlbah-pesto-von-neudorfer-wiesen-und-blutwurstpraline Die Fichtelbergbahn dampft wieder durchs Sehmatal. Und in der Küche der "Gaststub' zur Bimmlbah'" dampft es ebenfalls wieder - auf dem Herd. In den vergangenen Wochen ist dort viel modernisiert worden. Der Chef, ein junger Neudorfer, brennt für ausgefallene, regionale Küche. [...]

Quelle: Freie Presse vom 26. Mai 2020, Christine Bergmann

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news-5419 Wed, 27 May 2020 05:10:00 +0200 Metallbau-Unternehmen verlegt Firmensitz nach Neu-Amerika https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/metallbau-unternehmen-verlegt-firmensitz-nach-neu-amerika Als Erschaffer des "Menschenkochtopfes" machte Norbert Mann Schlagzeilen. Auch sonst läuft es in der Firma sehr gut. Nun wird mehr Platz benötigt. Ein Umzug steht an. Am neuen Standort wird Metall auf Holz treffen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. Mai 2020, Denise Märkisch

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news-5417 Tue, 26 May 2020 05:18:00 +0200 Erzgebirge wird zum Kletterparadies https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirge-wird-zum-kletterparadies Sebastian Buchwieser vom Alpenverein hat eine Ausbildung in Erlabrunn abgehalten. Die Bergführer bringen auch Anfänger sicher nach oben. [...]

Quelle: Freie Presse vom 18. Mai 2020, Katja Lippmann-Wagner

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news-5414 Mon, 25 May 2020 05:29:00 +0200 Wo Familien glücklich sind - Erzgebirgsstädte Nase vorn https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wo-familien-gluecklich-sind-erzgebirgsstaedte-nase-vorn Annaberg-Buchholz ist unter den Top 10 der familienfreundlichsten Städte Deutschlands. Mit der Stadt Freiberg auf Platz 20 haben es gleich zwei Erzgebirgsstädte auf die vordersten Plätze geschafft. Das zeigt eine Studie des Magazins Kommunal. – Europas größten Magazin für kommunale Entscheider. Vorne liegen zahlreiche ländliche Regionen, wenn es um beste Rahmenbedingungen für Eltern und Kinder geht. Warum das so ist, fassen die Experten vom Standortanalysetool zusammen. Dazu wurden 585 deutsche Mittelstädte auf ihre Familienfreundlichkeit untersucht. Der Fokus lag dabei auf Städten mit Einwohnerzahlen zwischen 20.000 und 75.000 Menschen.

Sie sollen im Kindergarten gefördert werden, in der Schule viel lernen, nachmittags sicher wieder nach Hause kommen und viele Entfaltungsmöglichkeiten haben – Eltern wünschen sich das beste Umfeld für ihre Kinder. Viele Jahre galten nur Ballungsräume, Metropolen und Großstädte als lebenswerte Wohnorte - Klein- und Mittelstädte haftete das Image an, uncoole Lebensräume mit schlechter Infrastruktur und geringen Bildungsmöglichkeiten zu sein. Längst hat sich diese Sichtweise relativiert.

Und womit punktet die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz konkret? Es ist ein sehr hoher Schlüssel an Beschäftigten im Erzieher- und Bildungsbereich, der wiederum für eine geringe Zahl an Schulabbrechern sorgt. Es ist das günstige Bauland und ein gut sortierter Wohnungsmarkt, der hilft, dass der persönliche Wohntraum kein Luftschloss bleibt. Und es ist eine niedrige Anzahl an Insolvenzverfahren, die zeigt, dass die Stadt mit einer ganzen Region wirtschaftlich auf soliden Füßen steht. Eine Geburtenziffer im oberen Drittel der Erhebungen beweist: Familienplanung wird nicht nur gedacht, sondern auch gemacht – und die Sprösslinge finden Spielpartner gleich in der Nachbarschaft.

Als bestimmende Faktoren, die ein Lebensumfeld für Familien attraktiv machen wurden in der Studie unter anderem Geburtenrate, Infrastruktur, Schulabschlussraten und finanzielle Sicherheiten wie Insolvenzverfahren untersucht. Und die Region sollte sich wohlstandsbezogen in positive Richtung bewegen und genügend Wohnraum vorhanden sein.

Übrigens: In der Studie hatten kleine und mittelgroße Städte im Süden Deutschlands besonders die Nase vorn.

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news-5416 Fri, 22 May 2020 08:13:42 +0200 Feuerwerk soll Himmel im Erzgebirge erleuchten https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/feuerwerk-soll-himmel-im-erzgebirge-erleuchten Mit einer besonderen Lichtshow will eine Firma am Samstag nicht nur auf die Folgen der Coronakrise reagieren. [...]

Quelle: Freie Presse vom 20. Mai 2020, Georg Ulrich Dostmann,

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news-5413 Wed, 20 May 2020 05:18:00 +0200 Drehteam neugierig auf Riesentraktoren https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/drehteam-neugierig-auf-riesentraktoren Im Zwönitzer Ortsteil Hormersdorf geht seit dem gestrigen Freitag und noch bis Sonntag ein Fernsehteam auf Szenen-Jagd. Wie das Miteinander auf dem Land funktioniert, erfahren Zuschauer Ende Mai. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Mai 2020, Anna Neef

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news-5412 Tue, 19 May 2020 05:15:00 +0200 "Erzgeburger": Gastronomen geben Verwendung frei https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgeburger-gastronomen-geben-verwendung-frei Lange bevor die Region den Welterbetitel erhielt, hatte ein Wirt aus Thermalbad Wiesenbad eine Idee und ließ sich diese patentieren. Doch nun sollen Name und Variationen im Erzgebirge frei nutzbar sein. [...]

Quelle: Freie Presse vom 16. Mai 2020, Denise Märkisch

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news-5385 Tue, 19 May 2020 05:01:00 +0200 Gesichtsschilde, Schutzwände, Türöffner und mehr aus dem Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gesichtsschilde-schutzwaende-tueroeffner-und-mehr-aus-dem-erzgebirge Das gesellschaftliche Leben kehrt schrittweise in den Alltag zurück. Um dennoch einen Schutz vor Infektionen zu gewährleisten, entwickeln erzgebirgische Unternehmen zweckmäßige Dinge. Sie sollen überall dort zum Einsatz kommen, wo Menschen vermehrt in unmittelbarem Kontakt stehen.  

Spuckschutzwände aus Acrylglas

Das Unternehmen Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH aus Schönheide hat eine Schutzwand aus glasklarem Acryglas entwickelt, die nicht nur in Bibliotheken Menschen vor Ansteckung schützt. Die Übertragung einer mitunter lebensgefährlichen Infektion erfolgt durch kleine Tröpfchen oder Aerosole, die sich in der Luft befinden. Diese Erreger werden beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft freigesetzt. Die Lenk-Schutzwand hilft dabei an allen öffentlichen Bereichen, wo Menschen in unmittelbarem Kontakt stehen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie eignet sich somit an jeglichen Verkaufs-, Service- und Beratungsstellen, um Personal und Kunden wirksam zu schützen. Durch spezielle Klemmhalterungen kann die Durchreichhöhe individuell angepasst werden. Die Firma BiblioLenk vertreibt außerdem Schutzwände zum Stecken, Glastastaturen sowie Gesichtsschilde.

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Virenfrei im Protect.cube

Die SEIWO Technik GmbH aus Drebach OT Scharfenstein, ein erfahrener Museumsausstatter,  hat mit ihrem neuen Produkt, der Protect.Cube, die maßgeschneiderte, virenfreie und saubere Antwort für alle kundenintensiven Bereiche in Unternehmen, Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Es handelt sich um ein flexibles, modulares Raum-in-Raum-System mit passiven Desinfektionsmerkmalen (Oberflächendesinfektion mittels UV-Licht sowie desinfizierender Luftreinhaltung) und antibakteriellen Oberflächen. Das System kann kontakt- und berührungslos geöffnet und bedient werden. Zudem bietet es neben dem Gesundheitsschutz für Kunden und Mitarbeiter (oder Bewohner in Seniorenheimen) durch die permanente Luftreinhaltung und nach Nutzung anschließender Desinfektion mittels UVC Licht erhebliche Einsparung beim Einsatz von chemischer Desinfektion und Personalkosten (für Reinigung).

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Hygienischer Türöffner Woody Clean 

Wie kann man Türen hygienisch öffnen? Die Neukirchener Firma Modellbau Clauß stellt den Woody Clean her, einen Öffner, der das Drücken der Türklinken mit dem Ellenbogen oder dem Unterarm erlaubt. Dadurch wird die Verbreitung von Viren, Bakterien und anderen Mikroorganismen reduziert. Der hygienische Türöffner wurde von der Firma MATERIALISE entwickelt und die 3D-Daten kostenlos dem erzgebirgischen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Konstruktion wurde durch erfahrene Mitarbeiter von Modellbau Clauß weiterentwickelt. Dadurch kann dieser genial einfache, aber wirkungsvolle Türöffner zum Selbstkostenpreis angeboten werden. Der Türöffner besteht aus zwei Teilen und wird beidseitig verschraubt. Damit ist ein fester und stabiler Sitz des Griffes garantiert. Das Unternehmen bewährt sich sonst als Partner für Gießereimodelle aller Größen und Schwierigkeitsgrade im Formen- und Prototypenbau.

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Einen ähnlichen Kniff für den Griff haben der Schönheider Zimmerer Mike Höpke sowie Andreas Rösch aus Dippoldiswalde entwickelt. 

Sichere Handhygiene mit Desinfektionssäulen 

Die Desinfektion beim Besuch von Geschäften, Dienstleistern, Kulturstätten und anderen Einrichtungen hat auf längere Zeit einen festen Platz eingenommen. Das Tischchen am Eingang mit der Desinfektionsflasche kann nur eine Übergangslösung sein. Eine unübersehbare und hygienische Lösung für Kunden, Gäste und Mitarbeiter sind die Desinfektionssäulen der Marke acero. Hersteller ist die Friedrich GmbH aus dem Erzgebirge / Lauter-Bernsbach – seit über 140 Jahren der Spezialist für ausgefeilte Edelstahllösungen. Die Säulen sind platzsparend, funktional und haben durch die Verwendung von gebürstetem Edelstahl ein edles Design. Dazu kommen die hygienischen und robusten Eigenschaften des Materials, weshalb es auch in Großküchen und im Gesundheitsbereich häufig Verwendung findet. Hochwertiger, korrosionsbeständiger Edelstahl ist lebensmittelecht und hygienisch, resistent gegenüber Gebrauchsspuren bei einer stetigen Verwendung in öffentlichen Bereichen.

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Mund-Nasen-Bedeckungen und Gesichtsmasken

Hiesige Unternehmen stellten sich rasch auf die steigende Nachfrage nach Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. Gesichtsmasken ein. Entsprechend wurden Produktionssortimente der aktuellen Marktlage angepasst. Darüberhinaus wird mit erzgebirgischer Beteiligung sogar an Sachsens erster FFP2-Maske gearbeitet

Textile Profis der Region sorgen für Schutz

Norafin und XENON entwickeln die sächsische FFP2 Atemschutzmaske

Gesichtsschilder aus der Spritzgussmaschine

3-D-Druck kann sehr viel, stößt in der aktuellen Pandemiesituation jedoch auch schnell an Kapazitätsgrenzen. Die Gebrüder Ficker GmbH aus Marienberg nutzt eine tschechische  3D-Druck-Entwicklung zur Herstellung von Gesichtsschildern und modifiziert diese durch eigenes Know How für das massentaugliche Spritzgussverfahren. Die Gesichtsschilde (Face Shields) der tschechischen Firma Prusa Research gewinnen immer mehr Bekanntheit. Das ist vor allem deshalb so, weil der Hersteller von 3D-Druckern das Design auf Open-Source-Basis entwickelt hat. Das heißt, jeder Besitzer eines 3D-Druckers weltweit darf und soll sogar bei der Produktion der Gesichtsschilde unterstützen. Der Marienberger Formen- und Werkzeugbau Gebrüder Ficker GmbH geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Unternehmen entschloss sich, zwei Formen für Kopfband und Kinnverstärkung zu fertigen, um die Kunststoffteile im Spritzgussverfahren deutlich schneller herstellen zu können.

Die Produktion des Gesichtsschildes im Spritzguss hat viele Vorteile. Es ist deutlich schneller und damit kostengünstiger. Das fertige Produkt hat keine sichtbaren Rillen und Vertiefungen, welche einen guten Nährboden für Keime, Bakterien, Viren etc. bieten könnten. Als Material kommt ein Kunststoff zum Einsatz, der in der Regel temperaturstabil bis 120°C ist und desinfiziert werden kann. Das Material wird auch sonst in der Medizintechnik verwendet. Dennoch verweist das Unternehmen darauf, dass es sich bei dem Gesichtsschild um kein medizinisches Produkt handelt, sondern um eine behelfsmäßige persönliche Ausrüstung, die das Risiko einer Tröpfchenübertragung reduzieren kann.

Geliefert wird das Face Shield als Bausatz, Kontakt gibt es über:

corona@formenbau-gf.de

Hygieneschutz für Schreibtische, Empfangslösungen und Meetingräume

Überall sind sie quasi über Nacht als schnelle Behelfslösungen entstanden – die Acrylglaswände auf Theken und Schreibtischen. Doch auf Dauer stellt sich die Frage, ob sie den Gebrauchs- und Ästhetikansprüchen von Kunden und Mitarbeitern genügen werden. Langfristig müssen Hygieneschutzwände durch Gestaltung und Funktionalität überzeugen und dürfen nicht zum Hindernis in Produktivität und Kundenberatung werden. Die Augustusburger Firma ROSSKOPF + PARTNER hat sich mit der Designerin Andrea Luft dieser Herausforderung gestellt. Ergebnis ist die Kollektion PROTECTED mit den Hygieneschutzwänden FRAME und PROFIL aus hochwertigen Materialien wie Mineralwerkstoff und Acrylglas. Die Designkollektion bietet eine breite Palette an sicheren Lösungen für Schreibtische, Beratungstische und Meetingräume, Empfangs- und Verkaufstheken sowie räumliche Trennungen aller Art. Mineralwerkstoff als Trägermaterial erfüllt durch die glatte, porenlose Oberfläche hohe Hygieneanforderungen,  wie z. B. im OP-Bereich und in Reinräumen und dient so der Infektionsprävention. Das verwendete Acrylglas ist hoch widerstandsfähig gegen Chemikalien und weist eine hohe UV-Beständigkeit auf. Es garantiert damit ausgezeichnete Langlebigkeit für hochfrequentierte Bereiche wie Hotels, öffentliche Einrichtungen, Museen und das Gesundheitswesen sowie Büroräume und Open Offices. 

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news-5411 Mon, 18 May 2020 08:50:00 +0200 Klein, sensibel - große Wirkung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/klein-und-sensibel-mit-grosser-wirkung Was für Bücher das bedruckte Papier ist, sind bestückte Leiterplatten für die Elektronik. Sie bilden das Herzstück elektronischer Geräte- vom Handy bis zur Kransteuerung. Das Bestücken von Leiterplatten ist seit 20 Jahren das Metier des Unternehmens EKM Elektronik GmbH in Zwönitz. Dabei werden kleinste elektronische Bauelemente zu einer funtionierenden Baugruppe verarbeitet. Querbeet macht krisensicherer

Aktuell arbeiten die 140 Mitarbeiter an einem Großauftrag für die Medizintechnik: sie fertigen die Elektroniken für Intensivbeatmungsgeräte, die gerade jetzt sehr dringend benötigt werden.  Die Medizintechnikbranche gehört schon immer zum Kundenstamm des Zwönitzer Unternehmens. „Unsere Abnehmer finden sich unter anderem auch in der Luft- und Raumfahrt, im Modellbau, in der Industriesteuerung – eigentlich querbeet verteilt in zahlreichen Branchen. Da sticht keiner mit einem besonders großen Volumen raus“, erklärt Uwe Müller. Damit spricht der Geschäftsführer der EKM etwas an, was gerade in Krisenzeiten von großem Vorteil ist: Hat man sich mit seinen Kunden breit aufgestellt, kompensieren sich einzelne Auftragsausfälle eher als wenn ein konzentrierter Großauftrag wegbricht.

Größter Auftrag in Firmenhistorie

„Oftmals wissen wir gar nicht, in welche Produkte genau unsere elektronischen Baugruppen beim Kunden eingebaut werden“, so Uwe Müller. In dem Falle des aktuell außergewöhnlich großen Auftrages ist das anders. Seit Jahren arbeitet EKM mit einem Spezialisten für Medizintechnik aus dem Westerwald zusammen. Diese Firma produziert die weltweit gefragten Beatmungsgeräte und benötigte eine schnelle Belieferung mit den dafür erforderlichen Baugruppen aus dem Erzgebirge. „Es ist der bisher größte Auftrag in der Firmengeschichte. So müssen wir uns für die nächsten zwei, drei Monate im Unternehmen keine Sorgen machen. Dennoch ist alles nur eine Momentaufnahme. Wie für viele andere Unternehmen ist auch für uns derzeit manches ungewiss“, relativiert Geschäftsführer Uwe Müller. Um zügig und flexibel auf die Anfrage reagieren zu können, kommt dem Zwönitzer Technologieunternehmen das Branchennetzwerk innerhalb der Region Erzgebirge zugute. Materialien mussten besorgt werden, die aufgrund von logistischen Schwierigkeiten vom sonstigen Zulieferer aus China schwer zu bekommen waren. „Schnelle Hilfe kam in diesem Fall von der Firma KSG GmbH aus Gornsdorf. Sie lieferte uns die entsprechenden Leiterplatten zu“, so Müller.

Was im Jahr 2000 im hauseigenen Keller von Uwe Müller mit der Fertigung von Baugruppen und Geräten in kleinem Umfang begann, mauserte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem führenden Unternehmen dieser Art im Erzgebirge. Die rasante Firmenentwicklung machte es notwendig, die seit 2001 genutzte Produktionsstätte im Gewerbehof Zwönitz zu verlassen und 2011 in ein eigenes modernes Gebäude zu ziehen. Auf 3800m² Produktionsfläche wird seitdem mit neuestem Maschinenpark und Equipment gefertigt.

Weniger ist mehr - Prototypen statt Masse

EKM fokussierte sich anfangs auf Produktion und Gerätemontage. Später wurde das Portfolio um Hard- und Softwareentwicklung ergänzt. Seitdem bietet EKM als einer der führenden EMS-Dienstleister im Erzgebirge kundenspezifische Komplettlösungen von der Entwicklung über Bestückung und Prüfung bis Montage und Logistik. „Wir sind kein Massenfertiger, sondern bewegen uns im Bereich Prototypenfertigung bis hin zu einer mittleren Stückzahl. Das ermöglicht uns flexibles Reagieren auf besondere Anforderungen unserer Kunden“, betont Müller.

Leiterplatten für smartes Erzgebirge

Flexibilität, Nischendenken und Kooperieren werden in Zukunft für erzgebirgische Unternehmen wegweisend sein. So haben sich im vergangenen Jahr über 160 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im Bündnis SmartERZ (Smart Composites Erzgebirge) auf den Weg gemacht, um einen innovationsgetriebenen Strukturwandel in der Region Erzgebirge zu initiieren. Auch die EKM Elektronik hat sich dem Netzwerk angeschlossen. SmartERZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Innovationsfähigkeit der regionalen Unternehmen im Bereich neuer Verbundmaterialien und Komponenten nachhaltig zu stärken. Sogenannte Smart Composites sind neuartige Verbundwerkstoffe wie z. B. textilverstärkte Kunststoffe mit smarten Funktionen. Diese entstehen durch das Einbringen von Sensoren, Aktoren und weiteren miniaturisierten Elektronikkomponenten in unterschiedliche Materialien. Und auch hier sind von EKM bestückte Leiterplatten nicht selten Dreh- und Angelpunkt einer zukunftsweisenden Elektronik.

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Pressemitteilung Geschichten Unternehmensgeschichten
news-5410 Fri, 15 May 2020 05:09:00 +0200 Gärtnerei bringt Balkone zum Blühen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gaertnerei-bringt-balkone-zum-bluehen Seit 1906 dreht sich im Leben der Buchholzer alles um Blumen, Pflanzen und Gemüse, mittlerweile beweist die vierte Generation einen grünen Daumen. Nach den Eisheiligen können Hobbygärtner richtig loslegen. Die Arbeit für die Profis begann aber schon im Winter. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. Mai 2020, Elke Schäf

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news-5400 Thu, 14 May 2020 06:41:00 +0200 Papier statt Plastik https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/papier-statt-plastik Weltbekannt ist Grünhainichen für die kunstvollen, filigranen Engelsfiguren aus Holz. Fährt man jedoch durch den Erzgebirgsort hinab ins waldumsäumte Flöhatal, verrät ein großer Fabrikkomplex mit dicken historischen Mauern von weitem: Dort geht es handfest und robust zu. Und doch verbindet das Material Holz in seiner Fragilität beide Unternehmen. Frischfasern aus nachhaltiger Forst- und Holzwirtschaft werden in dem Unternehmen GRÜNPERGA Papier GmbH zu hochwertigen Spezialpapieren verarbeitet – von hauchdünn bis zum straffen Krepp. Und das seit 130 Jahren. Der jahrzehntelange handwerkliche Erfahrungsschatz und modernste Technologien machen Papier heute verstärkt zu einem begehrten Material, denn mehr und mehr setzt sich in Wirtschaft und Gesellschaft ein Credo durch: Papier statt Plastik – der Umwelt zuliebe. Mit einem „neu gedachten“ Produkt möchte das Unternehmen nun künftig die Brotregale der Supermärkte erobern.

Papier - eine saubere Sache

300 Jahre benötigt Plastik zum Verrotten, Papier bleibt konsequent im Kreislauf des modernen Lebens. „Es funktioniert nicht in jedem Fall, aber es sprechen einige Dinge dafür, Papier gegen Kunststoff zu tauschen“, erklärt Sabine Karl, Vertriebschefin der GRÜNPERGA Papier GmbH. Ein Fakt, der aktueller denn je ist: Krankheitserregende Keime bleiben auf Papier 24 Stunden aktiv. Das klingt viel, dennoch überleben sie, so sagen Studien, auf Kunststoff dreimal so lang. Das Hauptargument für Papier ist aber wohl, dass es sich um ein reines Naturprodukt aus Pflanzenfasern und Wasser handelt. Vor allem deshalb tun sich für Papier neue Wege auf: um den wachsenden Müllbergen den Garaus zu machen. Die Expertise von GRÜNPERGA liegt in der Herstellung von transparenten, fettdichten und gekreppten Spezialpapieren – unbedenklich für Lebensmittel, biologisch abbaubar und kompostierbar. Das für den Produktionsweg benötigte Wasser fließt sauber in die Natur zurück. „Die Menschen konsumieren bewusster, die Welt verlangt nach einem Mehr an ökologischen Materialien“, weiß Sabine Karl. In Pergamin verpackte Lebensmittel, der in braunem Krepppapier frisch gebrühte Kaffee, die Verschlussmembran an der Nuss-Nougat-Creme, das Klarsichtfenster im Briefumschlag, die Brötchentüte beim Bäcker um die Ecke: Papiere aus dem erzgebirgischen Unternehmen begegnen Menschen jeden Tag. Und wer in Familienfotoalben blättert, hat auch Papier aus dem Traditionsbetrieb in der Hand. Die hochwertig gemusterten, transparenten Zwischenseiten sind im digitalen Zeitalter weniger geworden. Heute findet man geprägtes Pergamin vorrangig in edlen Pralinen- und Schokoladenverpackungen.

"Die Menschen konsumieren bewusster, die Welt verlangt nach einem Mehr an ökologischen Materialien."

Brottüten, die nicht auf dem Müllberg landen

Heute ist Pergamin für eine Vielfalt an modernen Verpackungen gefragt, eine weitere Neuentwicklung sind die Tüten für Backwaren in Discountern. Sie bestehen bisher zumeist aus braunem Kraftpapier und einem großen Einsatz aus Klarsichtfolie als Sichtfenster– um dem Kassierer den Blick auf die Ware zu gewährleisten. Und schon greift hier die Fünf-Prozent-Regel für das Recyceln von Papier nicht mehr. Diese besagt, wenn mehr als 5% Kunststoff in einer Verpackung sind, wird diese für den Werkstoffkreislauf nutzlos. Deshalb macht sich GRÜNPERGA stark, Pergamin als Sichtfenster zum Einsatz zu bringen, da es durch seine hervorragende transparente Eigenschaft den Kunststoff in der Tüte ersetzen kann. Die neue Verpackung von GRÜNPERGA kann jährlich tausende Tonnen Plastikmüll speziell für diesen Verwendungszweck reduzieren.

Seit 1970 produzieren die Papierexperten in Grünhainichen Pergamin, seit 1995 unter der Leitung des Diplom-Ingenieurs Ulf Ender. „Das Material war schon einmal richtig angesagt, wurde aber dann an vielen Stellen durch damals modernen Kunststoff abgelöst“, erzählt die Vertrieblerin, die im Unternehmen von der Pike auf gelernt hat und die ihre Begeisterung für Papier nie losgelassen hat: „Lesen, schreiben, verpacken, gestalten sind einfach Dinge, die man schon immer mit Papier verbindet. Und es fasziniert schon Kinder, wie aus Holz ein Blatt Papier wird.“ Sabine Karl reist seit Jahren viel durch ganz Europa, um immer mehr (potentielle) Kunden mit ihrer überzeugten Leidenschaft anzustecken. Aktuell ist sie in den Zentralen der Discounter unterwegs – für ein Mehr an Umweltbewusstsein im Brötchenverkauf.

Papier - für ein besseres Lebensgefühl

Perfekt mischen, trocknen, fein walzen – die 110 Mitarbeiter der GRÜNPERGA Papier GmbH in Grünhainichen wissen, wie man aus der idealen Zusammensetzung nützliche und edle Papiere herstellt. Viele Prozesse müssen optimal zusammenspielen, vom Expertenwissen über Technologien bis hin zu Erfahrung und Tradition über Generationen hinweg. Immer mit dem Ohr nah am Kunden spüren die Außendienstler Trends und Wünsche von Kunden auf, die dann in der Entwicklungsabteilung umgesetzt werden. So wuchs der Betrieb als Beispiel dafür, wie solides Handwerk und Hightech-Modus zu einer guten Symbiose finden. GRÜNPERGA ist einer von vier namhaften Pergaminherstellern und einer von drei Filterpapierherstellern europaweit.

Papier ist kein Alleskönner, kann aber manche Zerreißprobe bestehen und mit Kunststoff mithalten. Immer häufiger werden Wurst und Käse wieder in Papier verpackt, Blumen in  nassfeste Spezialpapiere gewickelt. Und sogar Hersteller von Pkw steigen auf das Naturprodukt um, um den fabrikneuen Autos eine Schutzschicht aus besonderen Papieren zu geben – statt Plastik.  „Papier erfüllt nicht alle Eigenschaften von Kunststoff, gerade im Bereich schnell verderblicher Lebensmittel. Aber das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, es steckt noch viel Potential für Innovationen drin“, betont Sabine Karl. Und zumindest für alle nicht verderblichen Lebensmittel sollte Papier in Zukunft als alternative Lösung zur Verfügung stehen. Nicht nur, um dem Kunden ein gutes Gefühl beim Auspacken zu geben, sondern auch mit dem Griff zur ökologisch wertvolleren Verpackung, der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Und dann appelliert Sabine Karl noch an eine Sache, die man schon den Jüngsten beibringen soll: „Es ist wichtig, dass man benutztes Papier dem Kreislauf wieder zuführt, um die Fasern zu recyclen.“ Nur so kann der Kreislauf Natur am Leben erhalten werden. Und wie idyllisch eine intakte Natur sein kann, sehen die Mitarbeiter der GRÜNPERGA Papier GmbH jeden Tag beim Blick aus den historischen Fabrikgemäuern ins malerische Flöhatal.

Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, es steckt in Papier noch viel Potential für Innovationen drin."

Hintergrund: Das Erzgebirge ist ein starker Industriestandort im Grünen mit den meisten verarbeitenden Unternehmen in Sachsen. Mit 33 % der Beschäftigten liegt der Branchenanteil deutlich über den Vergleichszahlen von Sachsen (20 %) und von Deutschland (21 %). Durch spezifisches Know-how und außerordentliche Fertigkeiten hat sich die Region seit vielen Jahren auf Nischenprodukte und kundenindividuelle Sonderanfertigungen spezialisiert – sowie das Unternehmen GRÜNPERGA Papier GmbH. Bis heute entstand in der Region ein enormer Fundus aus ingenieurtechnischen Erkenntnissen, handwerklichem Geschick und branchengebundenem Spezialwissen – basierend auf einer mehr als 800jährigen Bergbaugeschichte einer Region, die heute den Titel UNESCO Welterbe tragen darf.

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Pressemitteilung Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5408 Thu, 14 May 2020 05:58:00 +0200 Wenn die Azubi-Suche bis nach Vietnam reicht https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wenn-die-azubi-suche-bis-nach-vietnam-reicht0 Nachwuchs ist für die Kurgesellschaft in Bad Schlema unerlässlich. Weil Bewerber jedoch rar gesät sind, bekommen nun zwei junge Männer aus Asien eine Chance, sich zu beweisen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 12. Mai 2020, Georg Dostmann

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news-5409 Wed, 13 May 2020 05:00:00 +0200 Trend zur Elektromobilität treibt Porsche Werkzeugbau an https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/trend-zur-elektromobilitaet-treibt-porsche-werkzeugbau-an Weit mehr als 4000 Unternehmen im Erzgebirge haben in der Coronakrise Kurzarbeit angemeldet. Nicht so bei der Porsche-Tochter in Schwarzenberg, dort gab es sogar positive Effekte. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11. Mai 2020, Christoph Ulrich

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news-5407 Tue, 12 May 2020 13:51:25 +0200 Zukunft gesichert – Unternehmensnachfolge in IHK-Region Chemnitz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zukunft-gesichert-unternehmensnachfolge-in-ihk-region-chemnitz Frühzeitig an die Zukunft des Familienunternehmens denken ist wichtig, um dieses als Arbeitgeber einer Region langfristig zu erhalten. Firmen mit familiären Strukturen sind regional verwurzelt, verfügen über ein oftmals jahrzehntelanges internes Know-how und bilden so das Rückgrat der Wirtschaft. Das Thema Unternehmensnachfolge beschäftigt in den nächsten Jahren nicht nur erzgebirgische Firmenchefs, sondern Unternehmen in der ganzen Republik. Die Beratergruppe „KERN - Unternehmensnachfolge. Erfolgreicher.“ veröffentlichte nun die große Studie zur Unternehmensnachfolge in Deutschland, für die 580.000 Unternehmen aus allen 79 deutschen IHK-Bezirken untersucht wurden. Sie besagt, dass im Jahr 2025 gut 70 % aller deutschen Unternehmer deutlich über 55 Jahre alt sind. Sie sagt aber auch: Sachsen hat die jüngsten Unternehmer.

In der IHK Region Chemnitz wurden 10.511 Familienunternehmen untersucht, davon steht bei 5.185 Firmen perspektivisch ein Generationenwechsel in den nächsten Jahren an – heißt: deren Chefs sind älter als 55 Jahre. Das sind 49,3 Prozent der Unternehmer – der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 51 Prozent. Ein Drittel der Unternehmer in der Region Chemnitz ist jünger als 49 Jahre. Mit diesen Ergebnissen für Chemnitz und ähnlichen Werten in den Regionen Dresden und Leipzig kann Sachsen den geringsten Altersschnitt vorweisen.

Alle Firmendaten wurden auch branchenspezifisch untersucht. Die Studie dokumentiert damit eine bisher nicht bekannte Detailschärfe zum Nachfolgermangel.

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news-5405 Mon, 11 May 2020 09:04:56 +0200 Fahrradläden strampeln sich aus der Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/fahrradlaeden-strampeln-sich-aus-der-krise Zu Beginn der Corona-Pandemie sorgten sich Zweirad-Händler um ihre Zukunft. Nun heißt es: Überstunden schrubben. [...] 

Quelle: Freie Presse vom 4. Mai 2020, Andreas Bauer

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news-5403 Fri, 08 May 2020 05:15:00 +0200 Ideen für mehr "Gemeinsam" auf dem Land prämiert https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ideen-fuer-mehr-gemeinsam-auf-dem-land-praemiert Mehrgenerationenhaus, mobiler Dorfladen, kultureller Treffpunkt in einer umgebauten Scheune - Projekte, wie man das Leben auf dem Land noch schöner machen kann, gibt es viele. Zum zweiten Mal waren in einem Wettbewerb »Ideen für den ländlichen Raum« gesucht - Konzepte für die Gestaltung des Zusammenlebens und die Steigerung der Lebensqualität vor Ort. Vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung als Teil der Zukunftsinitiative simulinitiiert, stehen nun die Preisträger fest.

Der Wettbewerb fand in zwei Sparten statt. Im Modul »Projekt« beteiligten sich Vereine, lokale Verbände, Privatpersonen und Unternehmen mit insgesamt 278 Beiträgen. Gemeinden und landesweite Vereine reichten im Modul »Land.Kommune« 84 Beiträge. Unter den ausgezeichneten Ideen warten nun auch einige aus dem Erzgebirge darauf, mit Unterstützung der Preisgelder realisiert zu werden.

Den 3. Platz im Modul "Projekt" belegt der Verein Miteinander e.V. aus Geyer, der im Haus am Brunnenplatz einen Mehrgenerationen-Treff aufbauen möchte.

Weitere prämierte Ideen im Modul "Projekt" sind: 

  • De Frassgusch - regionale Lebensmittel, nachhaltige Esserlebnisse, Cafe und Kultur, Drebach
  • Digitale Kirchenführung - Vernetzung zwischen Kirche und Gemeinde, Großrückerswalde 
  • Winterlichtblick, Marienberg OT Niederlauterstein
  • Neue Ideen für einen Multifunktionsplatz, Mildenau
  • Kreativcafe Kaputt?, Lugau
  • Gelebte Geschichte wieder auf erleben lassen, Jahnsdorf
  • Trubel in der Poche, Schneeberg

Zwei Einreichungen aus dem Erzgebirge im Modul "Land.Kommune" können sich jeweils über eine Prämie in Höhe von 200.000 Euro freuen: 

  • Stadt Elterlein: Das leerstehende Geburtshaus Barbara Uthmanns soll zu einem soziokulturellen Zentrum ausgebaut werden. Dort sollen unter anderem traditionelles Handwerk und nachhaltiges Wirtschaften gelehrt und gelebt werden aber die Arbeit mit Menschen mit depressiver Erkrankung stattfinden.
  • Stadt Lugau: Land.Leben.4.0 Vorwärts - im Ortsteil Ursprung soll auf dem Gelände eines alten Vierseithofes ein Treffpunkt für alle im Dorf entstehen. Ein Natur- Heil- und Therapiegarten entsteht, dazu ein “Zukunfts-Haus” als Ort der Begegnung mit autarkem Energiekonzept und E-Tankstelle.
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news-5399 Thu, 07 May 2020 05:00:00 +0200 Norafin und XENON entwickeln die sächsische FFP2 Atemschutzmaske – ein Erfolgsbeispiel sächsischer Erfinderkultur https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/norafin-und-xenon-entwickeln-die-saechsische-ffp2-atemschutzmaske-ein-erfolgsbeispiel-saechsischer-erfinderkultur Durch die weltweite COVID-19 Pandemie ist der Bedarf an Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP2 (Europa) und N95 (USA) sprunghaft angestiegen. Die Länder der EU sind aktuell auf Lieferungen aus China angewiesen. Die Bundesregierung plant, die Produktion der dringend benötigten Schutzausrüstungen für das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wieder stärker zu lokalisieren, um die Abhängigkeit von den asiatischen Herstellern zu begrenzen.  

Dies ist Anlass für viele sächsische Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen oder Initiativen bei der Maskenherstellung mitzuwirken. So auch das Textilunternehmen Norafin aus Mildenau bei Annaberg-Buchholz: »Zur Unterstützung der Pflegekräfte, Mediziner und Feuerwehrleute im Erzgebirge fertigen wir bei Norafin eine Einweg Mund-Nasen-Maske, die wir aus unseren wasserstrahlverfestigten Vliesstoffen nähen und nähen lassen«, berichtet André Lang, Geschäftsführer der Norafin Industries GmbH aus Mildenau. »Doch die Menge ist aufgrund des manuellen Anteils im Produktionsprozess begrenzt.«

Parallel überlegte das Unternehmen XENON aus Dresden, die u. a. ein Tochterunternehmen in China halten, wie sie den Wissensvorsprung und die Erfahrungen der Pandemie dort nutzen können, um hier vor Ort unterstützen zu können. »In unserem Produktionswerk in Suzhou (China) haben wir für das Werk Dresden eine Versuchsanlage zur vollautomatischen Fertigung von FFP2-Schutzmasken bauen lassen, um die in China vorhandene Technologie zurück nach Europa zu holen. Die Anlage ist bereits in Betrieb genommen und wird Anfang Mai in Dresden ankommen«, erläutert Tobias Reissmann, Geschäftsführer der XENON Automatisierungstechnik GmbH aus Dresden.Auf Initiative der futureSAX GmbH kamen die zwei innovativen engagierten Unternehmer aus völlig unterschiedlichen Branchen und Regionen in Sachsen zusammen, um in einer exklusiven Partnerschaft eins zu tun -die Entwicklung einer vollautomatisierten unlimitierten Komplettlösung, die nicht nur den sächsischen Bedarf an zertifizierten FFP2-Masken nachhaltig deckt, sondern das Potenzial hat im Weltmarkt mitzumischen. »Wenn die Pilotanlage aus China eintrifft, starten wir sofort die Technologieversuche mit den Vliesen aus Mildenau. Parallel haben wir die Anlage durch unsere Dresdner Ingenieure schon weiterentwickelt und mit einer vollautomatischen Verpackungsmaschine ergänzt. Als nächsten Schritt werden wir die sächsischen Anlagen zur Maskenproduktion in Serie bauen. Mit so einer XENON Anlage können an 7 Tagen die Woche im Dreischichtbetrieb bis zu 2 Millionen FFP2-Schutzmasken pro Monat gefertigt werden«, so Tobias Reissmann.

Die beiden Alumni des Sächsischen Staatspreises für Innovation Norafin aus Mildenau im Erzgebirge und XENON aus Dresden haben ihr langjähriges Know-How im Bereich Medizintechnik gebündelt und eine gemeinsame sächsische FFP2-Atemschutzmaske entwickelt. Im Ergebnis wird Norafin die eigenen in Mildenau in Serie produzierten Vliesstoffe einsetzen und kombinieren, um auf den XENON Anlagen aus Dresden die Masken in sehr hohen Stückzahlen vollautomatisch herzustellen. «Der für die Zertifizierung erforderliche Forschungsstand ist bereits sehr weit fortgeschritten, da wir im April in einen eigenen Filterprüfstand investiert haben und die Entwicklung damit täglich vorantreiben. Mitte Mai soll es bereits die erste Maske »Nora light« geben, Ende Juni dann die zertifizierte CPA-Maske Nora F (Dekra Schnelltest) und in einem dritten Schritt die vollständig zertifizierte FFP2-Maske«, ergänzt André Lang den Zeitplan.

Beide Firmen bereiten sich auf die Serienproduktion vor. »Bereits im Mai sind wir mit den ersten auf der Pilotanlage gefertigten Masken lieferfähig. Wir werden sehr hart daran arbeiten, unsere FFP2-Schutzmaske zu einem weltweiten Erfolgsprodukt zu qualifizieren. Es ist uns wichtig, damit auch einen persönlichen Beitrag als sächsische Unternehmer zu leisten, um die Corona-Krise zu bewältigen«, freuen sich Lang und Reissmann.

Ein spezielles Lizenzsystem für die Schutzmaske ermöglicht den Partnern Norafin und XENON ein skalierbares Geschäftsmodell ganz entsprechend dem weltweiten Bedarf, so dass auch andere Unternehmen in Sachsen oder darüber hinaus Betreiber einer Maskenfertigung werden können.

 

Quelle: www.futuresax.de

 

 

 

 

 

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news-5398 Wed, 06 May 2020 05:06:00 +0200 Räucherschwalbe gibt's jetzt in Billard-Grün https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/raeucherschwalbe-gibts-jetzt-in-billard-gruen Während jetzt die vierte Generation der Seiffener Zweiräder verkauft wird, tüftelt deren Erbauer bereits an der Nachfolgegeneration. [...] 

Quelle: Freie Presse vom 30.04.2020, Jan Görner

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news-5397 Tue, 05 May 2020 05:04:00 +0200 Stollberg führt bald eine neue App ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberg-fuehrt-bald-eine-neue-app-ein-erschienen-am-25-04-2020 Die Große Kreisstadt möchte Gäste dazu animieren, Stollberg mit digitaler Unterstützung zu erkunden. Möglich machen soll das eine spezielle App, die Unterhaltung, Information und Händlerpräsentation verbindet. [...]

Quelle: Freie Presse vom 25. April 2020, Björn Josten

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news-5396 Mon, 04 May 2020 05:57:00 +0200 Wie ein Imker seine Leidenschaft für Senf entdeckte https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-ein-imker-seine-leidenschaft-fuer-senf-entdeckte Etwa 90.000 Tonnen der scharfen Gewürzpaste werden laut Branchenverband pro Jahr in Deutschland hergestellt. Für Abwechslung auf dem Teller sorgt nun auch eine kleine Manufaktur in Schlettau. Bei der Herstellung spielen Bienen eine wichtige Rolle. [...]

Quelle: Freie Presse vom 28. April 2020, Denise Märkisch

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news-5393 Thu, 30 Apr 2020 05:34:00 +0200 Erzgebirgisch per Videoclip: Beitragsserie startet https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirgisch-per-videoclip-beitragsserie-startet Der Gelenauer Mundartautor und Moderator Robby Schubert wird für den Facebook-Auftritt der Stadt Annaberg-Buchholz aktiv. [...]

Quelle: Freie Presse vom 21. April 2020, Christof Heyden

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news-5394 Wed, 29 Apr 2020 05:36:00 +0200 Neueste Technik für Metaller-Nachwuchs https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neueste-technik-fuer-metaller-nachwuchs Mit neuester Technik die Fachkräfte von morgen begeistern: Auszubildende in der Metallbranche am Beruflichen Schulzentrum für Ernährung, Technik und Wirtschaft am Standort Zschopau können nun in einem modernssten Dreh- und Fräszentrum das Einmaleins der Metallbranche auf höchstem Niveau erlernen. Der Erzgebirgskreis ist im Bereich der Berufsausbildung um eine umfangreiche, technische Errungenschaft reicher. Vergangene Woche übergab Landrat Frank Vogel offiziell das neue Dreh- und Fräszentrum an das Berufliche Schulzentrum für Ernährung, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises - Standort Zschopau

Die gesamte Anlage umfasst ein Investitionsvolumen von rd. 800.000 EUR. Möglich machte dies eine Spende der Eugen und Irmgard Hahn Stiftung in Höhe von rd. 580.000 EUR sowie weitere Investitionen des Erzgebirgskreises in Höhe von rd. 220.000 EUR.

„Mit dieser Anlage setzen wir ein deutliches Signal zur Stärkung unseres Bildungsstandorts und damit auch zur Fachkräftesicherung in der Region. Die industrielle Fertigung im Metallbereich hat im Erzgebirgskreis eine lange und erfolgreiche Tradition. Viele Betriebe in diesem Sektor fertigen auf höchstem technischem Niveau. Deshalb ist diese Anlage auch eine Investition in die Zukunft des Erzgebirgskreises als starker Wirtschaftsstandort", so der Landrat.

Am BSZ in Zschopau wird derzeit das Projekt zur rechnergestützten Fertigung umgesetzt. Zielstellung ist dabei im Ausbildungsberuf Zerspanungsmechaniker Kernkompetenzen mit vernetzten Fertigungs- und Produktionstechniken zu vermitteln. Dabei wird der komplette Planungs- und Fertigungsprozess von Auftragseingang, Konstruktion am PC, Fertigungs-vorbereitung, Werkzeugauswahl bis zur Fertigung und Vermessung im Sinne der Anforderungen der Berufsbildung 4.0 digital durchgeführt.

Neben dem Standort des BSZ in Aue gibt es im östlichen Bereich des Landkreises die Ausbildung im Metallbereich nur am Standort Zschopau. In diesem Fachbereich werden gegenwärtig 111 Lehrlinge ausgebildet.

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news-5387 Tue, 28 Apr 2020 07:15:00 +0200 Die Zwei Damen vom Dach https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/die-zwei-damen-vom-dach Meisterlich, wie bei diesen Powerfrauen Handwerk, Familie und Unternehmen zusammengehen. Gerda Hofmann
  • Wohnort: Thum/ OT Herold
  • Freizeit: Hundesport (Rauhaardackel Fritz und Lotte, Dobermann Mila), in die Schwamme gehen
  • Typisch: ambitioniert und anpackend
  • Was glücklich macht: „Das Feuer machen im gusseisernen Ofen im Büro. Die gemütliche Wärme, das Knistern vom Holz.“

Nicole Brödner

  • Wohnort: Thum/ OT Herold
  • Freizeit: Motorrad fahren, Laufen, Skifahren
  • Typisch: beharrlich und beherzt
  • Was glücklich macht: „Der Moment, wenn du oben auf dem Kirchturm bist. Diese Aussicht belohnt vieles.“

Heute ist ein echter Dachdeckertag. Nicht zu warm, nicht zu kalt.

Nicole Brödner blickt in den weiß-blauen Septemberhimmel. Der Mix aus Sonne und Wolken verspricht, dass es heute auf ihren Baustellen läuft. Die 32-Jährige ist Dachdeckermeisterin, genau wie die Mittdreißigerin Gerda Hofmann. Was die zwei Frauen verbindet? Beide pfeifen auf das traditionelle Rollenbild. Beide sind Ausnahmen in einer von Männern dominierten Branche, beide führen ihren eigenen Betrieb. Jede für sich mit jeweils fünf bzw. sechs Mitarbeitern. In Herold, einem Flecken, wo jeder jeden kennt. Keine zwei Kilometer voneinander entfernt. Überhaupt erhärtet sich der Verdacht, dass hier ein Nest von Dachdeckereien sein muss. Allein in und um die Kleinstadt Thum gibt es sechs solcher Gewerke. Woran das liegt?

„Vielleicht sind die Familienbetriebe die Erklärung. Wir sind eine Dachdeckersippe. Uropa, Großonkel, Opa, Vater – alle den gleichen Beruf“, kommentiert Gerda Hofmann meinen Eindruck. Nicole Brödner ergänzt: „Mein Vater hat immer ausgebildet. Einige der Gesellen machten sich selbstständig; manch einer auch in unmittelbarer Nähe. Ich zum Beispiel arbeite jetzt als sechste Generation in dem Handwerk.“ Anderthalb Jahrhundert Wissen, das stets von Mann zu Mann bzw. Frau weitergegeben wurde. Die Ausbildung sei nur der Anfang, die Meisterschule das nächste Level. Bis man zu einem Allrounder wird, braucht das Jahre.

„Man kommt von den Meisterkursen und hat eigentlich keine Ahnung von Preisgestaltung oder der eigenen Vermarktung“, meint Nicole Brödner. Deshalb nimmt sie ihr Vater peu à peu in die Verantwortung. „Wie viele Minuten bietest du für einen Quadratmeter Dach herunterreißen an? Keine Vorstellung davon. Das Ausmessen, die Angebote, die Arbeitsvorbereitung – haben wir zusammen gemacht. Bis ich sicher war.“ Mehr als fünf Jahre dauert das Ganze. Zeitgleich fasst Bernd Brödner den Entschluss, kürzer zu treten und schließt 2013 seinen Betrieb. Die Tochter, die 2007 jüngste Dachdeckermeisterin Deutschlands und Sachsens ist und seit 2009 ihre Ein-Frau-Firma führt, vergrößert sich und wird Chefin seiner Mannschaft.

Egal, wie heiß oder frostig es draußen war, es gab kein Pardon.

Gerda Hofmann geht zunächst ganz andere Wege. Nach dem Abschluss der Oberschule wird sie Gestaltungstechnische Assistentin, besteht danach ihr Fachabitur und will in Schneeberg Möbel- und Produktdesign studieren. Ein Wartejahr macht ihrem Wunsch einen Strich durch die Rechnung. „Alles, aber keine Zwangspause. Ich werfe alles über den Haufen, mach‘ jetzt etwas ganz Verrücktes und werde Dachdeckerin“, konfrontiert sie ihre Eltern. Logisch, dass deren Reaktion zunächst verhalten ausfällt. Mit dem Wissen, was auf sie zukommt, wächst sie über sich selbst hinaus und zieht ihren Entschluss durch. „Die Lehre bei meinem Vater war hart, sehr hart. Egal, wie heiß oder frostig es draußen war, es gab kein Pardon. Ich musste selbst bei minus 15 Grad aufs Dach. Das hat mich angestachelt, meinen Ehrgeiz geweckt.“ Sie misst sich auch außerhalb des elterlichen Betriebes, nimmt als 23-jährige Gesellin 2007 am Landesleistungsvergleich der Dachdecker in Bad Schlema teil und gewinnt. Als Erstplatzierte reist sie zum Bundesausscheid nach Karlsruhe und ist erneut die einzige Frau unter Männern. Ihre Arbeitsprobe entspricht dem Niveau einer Meisterprüfung: Einlatten und Decken einer Dachfläche mit Grat und Kehle einer Biberschwanz-Doppeldeckung. In dieser Aufgabe zeigt sie sich, den Eltern und der Jury, dass sie die Dachdeckerei von der Pike auf gelernt hat.

Hinter jeder starken Frau steht eine starke Frau.

Nicole Brödner und Gerda Hofmann sind der Beweis dafür, dass sich im Handwerk einiges wandelt. Das bestätigen die sächsischen Handwerkskammern. Seit ca. 20 Jahren beobachten sie die Tendenz, dass zunehmend mehr Frauen Alleininhaberinnen von Betrieben sind. Im Kammerbezirk Chemnitz gibt es knapp 18.000 Handwerks-Einzelunternehmen. Mehr als 22 Prozent davon werden von weiblicher Hand geführt. 1999 waren es hingegen nur 16 Prozent. Es gibt noch einen Fakt, der überrascht: Das Erzgebirge hat die meisten Handwerksbetriebe und damit die größte Handwerksdichte Sachsens.

In diesem Kontext bricht die Generation der beiden mit Klischees.

Dieses Schubladendenken Mann/Frau ist kompletter Blödsinn. Es ist so etwas von egal. Hauptsache, wir machen gute Arbeit.

Darin sind sich beide einig, obwohl sie immer noch gegen Rollenbilder anrennen. „Habt ihr heute den Lehrling mit?“, lautet einer der wohl nervigsten Sätze. Mittlerweile perlen solche Sprüche ab, doch der Spagat zwischen Beruf und Familie bleibt. Er gelingt ihnen, weil sie genau definiert haben, was ihnen wichtig ist. Erst kommt der Betrieb, dann Kind und Partner. „Ohne meine Eltern im Hintergrund würde der Laden nicht laufen. Dreiviertel sechs am Morgen sitzt der Kleine mit uns am Esstisch. Angezogen, Frühstück fertig. Tippi toppi. Zum Glück ist er kein Langschläfer, denn bei Brödners fängt der Tag um sechs Uhr an: Lager aufschließen, Arbeiter einteilen, los geht‘s. Nachmittags um drei hole ich ihn dann ab.“ Bei Hofmanns läuft es eher umgekehrt. Der Partner übernimmt die „Frühschicht“; weist die Mitarbeiter ein. Denn der frühe Morgen gehört Mutter und Tochter, der Rest des Tages dann der Firma. „Wenn die Männer von der Baustelle kommen, frage ich nach dem Stand der Dinge, kläre den Ablauf für den nächsten Tag und dann verschwinde ich bis abends im Büro“, beschreibt Gerda Hofmann ihren Arbeitsalltag. Ein weiterer Fixpunkt ist die gemeinsame Mittagspause. „Meine Oma Ursula kocht jeden Tag. Das lässt sie sich mit ihren 86 Jahren nicht nehmen. Ohne ihre Hilfe hätte ich es wirklich schwer gehabt. Mein Baby wurde tagaus, tagein in der Kinderkutsch‘ ausgefahren. Ja, sie hielt das Ganze zusammen.“

Gerda Hofmann und Nicole Brödner schätzen das Rückenstärken von Großmutter und Mutter, die im Hintergrund Wesentliches leisten. Sei es das Wäscheabnehmen, das Lieblingsessen (Schwemmklößchensuppe bzw. Spaghetti Bolognese) zur Mittagspause auftischen, das Zuhören, Aufmuntern und Einspringen bei Fieber und Co. Dafür krempeln sie die Ärmel hoch, steigen fremden Leuten aufs Dach, klettern auf Gerüste und Firste, trotzen Schmuddelwetter und Hitze, schippen Schneemassen, köpfen meterlange Eiszapfen, kommen zeitlich vom Regen in die Traufe. Sie motivieren, entscheiden und organisieren, streiten und schlichten. Sie sind darauf stolz wie Bolle – als Chefin, Mutter, Tochter und Partnerin.

Text: Beatrix Junghans-Gläser
Fotos: Désirée Scheffel

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten
news-5395 Tue, 28 Apr 2020 05:59:00 +0200 Gründerideen aus dem Erzgebirge im sachsenweiten Wettbewerb https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/gruenderideen-aus-dem-erzgebirge-im-sachsenweiten-wettbewerb 126 Gründungskonzepte aus ganz Sachsen – das ist mit 30 Prozent mehr Einreichungen als im Vorjahr Teilnehmerrekord beim Sächsischen Gründerpreis 2020. Rund 2/3 der Einreichungen kommen aus den Städten, ein starkes Drittel aus den ländlichen Zukunftsregionen – so auch fünf Gründerideen aus dem Erzgebirge. Eine Expertenjury entscheidet, wer den Gründerpreis erhält. Parallel dazu startete Anfang April der futureSAX-Publikumspreis, der „Preis der Herzen“, den die Online Community per Onlinevoting vergibt. Diese Konzepte aus dem Erzgebirge sind dabei:


Natürliche Zahnpflege: „roesch“

Lebensmittel, Kleidung, Lifestyle – vieles geht immer mehr im Einklang mit der Natur. Darauf basiert das Konzept der essentia miriquidi GmbH aus Schwarzenberg, die eine natürliche Zahnpflege – regional und nachhaltig ­­– entwickelt hat. Die Gründerin des Unternehmens Dr. Britta Rösch ist Zahnärztin. Was ihr bisher fehlte, war ein Zahnpflegeprodukt, das frei an künstlichen Zusatzstoffe ist. What about your Teeth?“,kurz WAYT!, besteht aus 100 % natürlichen Inhaltsstoffen: Phyto-Mineralien, Oregano, Schafgarbe, Löwenzahn, Galgant, Bertram. https://natuerlich-roesch.de/

Lernen von uns mit Ponys: „hERZpony“

hERZpony ist ein mobiler Ein-Frau-Betrieb in Grünhain-Beierfeld und bietet eine Mischung aus dem Hippolini®-Konzept, der klassischen Reitlehre und fundiertem Fachwissen der Agrarwissenschaften. Durch diese Kombination ist ein Reitlehrkonzept für Kinder entstanden, dass weit über das pure Reiten lernen hinaus geht und Spaß am Lernen und Erkunden vermittelt. Gründerin Sarah Valerie Eckhardt ist studierte Agrarwissenschaftlerin und selbst seit früherster Kindheit im Pferdesport aktiv. Ihr Ziel ist es, den Kindern mehr als nur den festen Sattelsitz sondern alles rund um das Thema Pferd beizubringen. https://www.herzpony.de/

Mobile Schlafbox für Obdachlose: „erzreporter“

Eine Gruppe Jugendlicher, die Medien ErZ Community, berichtet via Social Media und Blogs über ihre Heimat Erzgebirge, Jugendthemen und ihr Engagement – immer den guten Zweck im Fokus. Mit dem Blog „erzreporter“ wollen sie nicht nur soziale Projekte in Form von verschiedenen Aktionen unterstützen, sondern eigene Produkte entwickeln und diese vermarkten. Die erste Idee für ein solches Produkt ist die mobile Schlafbox, welche barrierefrei, mobil, vandalismusresistent und von außen nicht zu erkennen ist - Schutz für Obdachlose. https://erzreporter.de/

Maßgeschneiderte Rohstoffcharakterisierung: ERZLABOR Advanced Solutions GmbH

Die ERZLABOR Advanced Solutions GmbH aus Freiberg stellt der rohstoffgewinnenden und verarbeitenden Industrie leistungsstarke Werkzeuge zur Charakterisierung ihrer Rohstoffe zur Verfügung. Diese Werkzeuge ermöglichen ein gesteigertes Prozessverständnis und somit eine verbesserte Qualität von Aufbereitungsmaschinen und –produkten. Der Einsatz führt zu einem nachhaltigeren Umgang mit Energie und Rohstoffen. https://www.erzlabor.com/

Westernstadt im Erzgebirge: Old Miners Creek

Old Miners Creek, der Themen und Freizeitpark im Erzgebirge – unweit des Greifenbachstauweihers. Gebaut wird eine bespielbare und belebte Minenstadt mit bis zu 50 Gästebetten, die den Spirit und das Wild West Feeling der Neubesiedlungszeit im westlichen Teil Amerikas, in Montana der Jahre 1860-1900 wiederspiegelt. Geführtes Reiten, Kutschfahrten, Goldwaschen, Westernshowprogramme und viele weitere Attraktionen erwarten die Besucher. https://www.westernstadt-erzgebirge.de/

Hier kann bis zum 7. Juni 2020 für den Publikumsliebling abgestimmt werden.

FutureSAX ist die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen.

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news-5392 Mon, 27 Apr 2020 05:24:00 +0200 Neuer Chef für Zöblitzer Naturstein-Firma https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neuer-chef-fuer-zoeblitzer-naturstein-firma Michael Ehnert löst im Mai seinen Vater Wolfgang Ehnert ab. Er sieht das Unternehmen gut aufgestellt. [...]

Quelle: Freie Presse vom 23. April 2020, Jan Görner

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news-5391 Fri, 24 Apr 2020 05:35:00 +0200 Schönheider erfindet Kniff fürs Türöffnen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schoenheider-erfindet-kniff-fuers-tueroeffnen Für eine Arztpraxis hat Zimmerer Mike Höpke etwas entwickelt, was das Anfassen von Klinken vermeidet. Anwenden könnte man die Aufsätze aber auch an anderer Stelle. [...]

Quelle: Freie Presse vom 22.04.2020, Heike Mann

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news-5390 Thu, 23 Apr 2020 05:02:00 +0200 Nichts zu meckern am Ziegenhof-Laden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nichts-zu-meckern-am-ziegenhof-laden Mit einem ungewöhnlichen Geschenk hat Patrick Stubenrauch aus Waschleithe seiner Sara zu verstehen gegeben, dass er sie liebt. Daraus wurde mehr: eine tolle Familie und eine Geschäftsidee. [...]

Quelle_ Freie Presse vom 18. April 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5389 Wed, 22 Apr 2020 05:39:00 +0200 Hotelchef tauscht Anzug gegen legere Arbeitskleidung https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hotelchef-tauscht-anzug-gegen-legere-arbeitskleidung In die "Wettiner Höhe" in Seiffen werden jetzt annähernd 350.000 Euro investiert. Zwei Pools sind im Entstehen, auch die Zimmer erhalten eine Verschönerungskur. Weitere Ausgaben, etwa für neue Blockheizkraftwerke, sind geplant. [...]

Quelle: Freie Presse vom 17. April 2020, Kristian Hahn

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news-5388 Mon, 20 Apr 2020 05:36:00 +0200 Mit Energie und Kreativität gegen die Krise https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/mit-energie-und-kreativitaet-gegen-die-krise In Corona-Zeiten spielt die Medizin bei der Firma Puls Vario eine größere Rolle als sonst. Die Drebacher beliefern Forscher mit Netzteilen, tun aber auch im eigenen Haus viel für die Gesundheit. [...]

Quelle: Freie Presse vom 8. April 2020, Andreas Bauer

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news-5384 Fri, 17 Apr 2020 05:36:00 +0200 Telemedizin in der Pflege: Projekt im Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/telemedizin-in-der-pflege-projekt-im-erzgebirge Der Pfleger wird zum Arzthelfer: Sachsen geht bei der Betreuung von Pflegebedürftigen neue Wege und gibt dank moderner Technik auch mehr Verantwortung an das Personal in Heimen ab. Ärzte sollen Zeit sparen, weil sie zur Visite in ihren Praxen bleiben können. [...]

Quelle: Freie Presse vom 9. April 2020, dpa-Meldung

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news-5386 Thu, 16 Apr 2020 05:33:00 +0200 Wie das Coronavirus die Modebranche durcheinanderbringt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-das-coronavirus-die-modebranche-durcheinanderbringt Thomas Häusler ist in diesen Tagen noch mehr als üblich unterwegs. Er versucht dabei, das Chaos, das die Coronapandemie anrichtet, in seiner Firma Modee in Stollberg so gering wie möglich zu halten. [...]

Quelle: Freie Presse vom 11.04.2020, Ramona Nagel

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news-5383 Wed, 15 Apr 2020 05:20:00 +0200 Von China ins Erzgebirge: Feuerwerksfirma beschafft Millionen von Schutzmasken https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/von-china-ins-erzgebirge-feuerwerksfirma-beschafft-millionen-von-schutzmasken Die Firma Blackboxx aus Kühnhaide ist für ihre Feuerwerksprodukte bekannt. In der Krise hat sich das Unternehmen neu aufgestellt. Es importiert jetzt Schutzmasken aus China - ein Produkt, um das ein weltweiter Handelskrieg entbrannt ist. [...]

Freie Presse vom 8. April 2020, Jan Görner

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news-5379 Tue, 14 Apr 2020 05:50:00 +0200 Firmenchef setzt auf regionale Erzeuger https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/firmenchef-setzt-auf-regionale-erzeuger Es sind gerade die Betriebe des Lebensmittelhandwerks, die in der Krise rund um das Corona-Virus die Versorgung der Bevölkerung mit frischen und regionalen Lebensmitteln garantieren. Bei der Fleischerei Kempe im Olbernhauer Ortsteil Blumenau arbeiten 45 Mitarbeiter daran, Fleisch- und Wurstwaren zu produzieren und zu verkaufen.  [...]

Quelle: Freie Presse vom 8. April 2020, Kristian Hahn

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news-5376 Thu, 09 Apr 2020 05:42:00 +0200 Papp-Ostereier kommen in diesem Jahr vor allem per Post https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/papp-ostereier-kommen-in-diesem-jahr-vor-allem-per-post Trotz Coronakrise müssen die Kunden der Feinkartonagenfabrik Nestler nicht auf Ostergeschenke verzichten. Der Online-Handel boomt. Weil Präsente nicht selbst überreicht werden können, kümmern sich die Mitarbeiter auch um persönliche Grüße. [...]

Quelle: Freie Presse vom 6. April 2020, Denise Märkisch

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news-5368 Thu, 09 Apr 2020 05:22:00 +0200 Corona im Erzgebirge - Initiativen mit hERZ, die Mut machen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/corona-im-erzgebirge-initiativen-mit-herz-die-mut-machen Was machen die Erzgebirger seit jeher, wenn es mal nicht so läuft? Richtig! Sie schnallen den Gürtel enger. Aber was viel wichtiger ist: sie rücken noch enger zusammen, basteln aus dem Nichts findige Ideen und denken einmal mehr lokal oder regional. Private und kommunale Initiativen in der Region zeigen aktuell wie es geht, aus Krisen das Beste zu machen und dort zu helfen, wo es dringend notwendig ist.  Zahlreiche Händler, Gastronomen, Dienstleister, Kommunen und private Initiativen haben ihre Angebote quasi von heute auf morgen neu gedacht, um weiterhin für ihre Kunden da zu sein. Sie agieren teils auf völlig neuem Terrain – sei es durch Online-Shops, Lieferdienst und Abholservice bis hin zu Nachbarschaftshilfen. Einen strukturierten Überblick gibt es auf der digitalen Ladenstraßewww.erzgebirge-gedachtgemacht.de/gemeinsam, auf der viele zumeist lokale Ideen übersichtlich strukturiert abrufbar sind. Quasi als hERZgemachte, mutmachende Einkaufshilfe für die ganze Region. 

Zu den Angeboten regionaler Händler, Gastronomen & Dienstleister

Eine Auswahl an regionalen Initiativen hier im Überblick:

NotGroschen statt TrinkGeld!

Die hERZgemachte Initiative von ein paar „Mutausbrüchlern“ – so nennen sie sich selbst - aus Aue- Bad Schlema für Aue- Bad Schlema unterstützt die lokalen Händler der Stadt. Die Idee ist simpel: Die Läden, die zur Grundversorgung noch geöffnet sind – wie Fleischer, Bäcker, Tante Emma-Laden und Supermarkt – stellen NotGroschen-Büchsen auf. Cent für Cent füllen diese sich mit kleinen und größeren Trinkgeldern - für all jene Shops der Stadt, die zwischenzeitlich schließen mussten. Dahinter steckt die Botschaft: Kauft hier bei denen, die noch übrig sind und lasst einen Cent zur Unterstützung da. So kann jeder Käufer einen kleinen Beitrag leisten, um auch zukünftig noch im Buchladen oder der Boutique um die Ecke zu shoppen - frei nach dem Motto: auch viele kleine Tropfen machen Wasser. Initiiert von der Fleischerei Popella, hat sich nun die IGA Aue e.V. als örtlicher Industrie- und Gewerbeverein der Aktion angenommen.

Übrigens: Für alle Fußballfans und all jene, die sich mit der Botschaft "Erzgebirge hält zamm" verbunden fühlen, hat sich der Kumpelverein FC Erzgebirge Aue etwas Besonderes einfallen lassen. Gemeinsam mit Fans entstand ein cooles T-Shirt, von dessen Erlös pro Shirt fünf Euro an die Aktion NotGroschen gehen - erhältlich im Fan-Shop.

#WirfürunsereBergstadtSchneeberg

Trinkgeldboxen, in Form kleiner selbst gestalteter Einweckgläser, füttern Kunden auch in Schneeberg – bis mindestens Ende April. Ähnlich wie beim NotGroschen in der Nachbarstadt Aue-Bad Schlema soll das gesammelte Geld den Kleinunternehmen der Stadt zugutekommen, die jetzt um ihre Existenz bangen. Hinter der Aktion steckt die private Initiative „Wir für unsere Bergstadt“, die von der Stadtverwaltung unterstützt wird. Zusätzlich zum Trinkgeld, das an elf Standorten gesammelt wird, entstehen in den Händen von Schneeberger Kreativen T-Shirts, Heckscheibenaufkleber, Schilder und Beutel mit #WirfürunsereBergstadtSchneeberg, von deren Verkaufserlös ein Teil  als Trinkgeld gespendet wird. Da nicht nur Münzen in den Gläsern klimpern, sondern auch immer mehr andere Hilfsangebote von Bürgern kommen, wird die Stadt Schneeberg auch diese Angebote von Hilfesuchenden und Helfern koordinieren.

Aus Zschopau - Für Zschopau

Bliemeln, Biecher, schienes Ahziehzeich? Auch wenn die Ladentüren geschlossen sind, laden die Händler der Motorradstadt Zschopau zum virtuellen Einkaufsbummel ein - und die Gastronomen zum leckeren Abendmenü im eigenen Zuhause. Mit "Aus Zschopau - für Zschopau" hilft der Gewerbeverein Unser Zschopau e.V.  den lokalen Shops, Cafés, Restaurants und Dienstleistern über die Saure-Gurken-Zeit hinweg. Gebündelt präsentieren sie sich im Internet auf einen Blick. Vom Lieferdienst des Lieblingsrestaurants bis hin zum Webshop vom Laden um die Ecke ist alles dabei. Der Kauf von Gutscheinen zum Verschenken an die Liebsten, vielleicht als Oster-Frühlingsgruß, ist übrigens auch dabei.

Gutscheine statt Klopapier

Sich selbst oder anderen genau jetzt eine Freude machen für die Zeit „nach Corona“. Das ist die Idee der Annaberg-Buchholzer Aktion „Gutscheine statt Klopapier“, die Händler und Gastronomen der Stadt zu Onlinegeschäften animiert. Auf der Plattform www.Herzgutschein.de werden die lokalen Partner gebündelt und bieten den Kauf von Gutscheinen an. So generieren die Kleinunternehmer in ihrer Zwangspause Umsätze. Und die Käufer verschenken mit den Gutscheinen kleine Freuden: an Freunde, die man lange nicht gesehen hat, an Eltern oder Großeltern oder einfach den Nachbarn, der gerade jetzt bei Alltagshilfen mit ganzem Herzen unterstützt. Vielleicht möchte mancher aber auch sich selbst einen Glücksmoment mit Vorfreude schaffen, um dann bei wieder regulären Öffnungszeiten in den Läden der Stadt zu stöbern. Ergänzt werden soll die Plattform künftig noch mit einem gemeinsamen Online-Shop.

RegioERZ

Regional Einkaufen ist das eine, regional Essen das andere. Im Erzgebirge gibt es eine reichhaltige Auswahl an vor Ort hergestellten Lebensmitteln. Nicht erst seit "Corona" macht es das Liefernetzwerk "RegioErz" leicht, Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu beziehen, ohne mit ihm direkt in Kontakt zu treten. Und das funktioniert ganz einfach: Brot und Brötchen, Aufstriche, Obst, Gemüse, Kartoffeln, frisches Fleisch, Getränke ... bestellt man simpel im Online-Shop. Das Team von Regioerz geht auf Einkaufstour zu den Bauernhöfen, Imkern, Käsereien und stellt den gewünschten Warenkorb zusammen. Dieser wird dann bis nach Hause geliefert, nicht bis in den Kühlschrank, aber bis an die Haustür. Die Lieferung ist auf Wunsch auch kontaktlos möglich.

Nachbarschaftshilfe Erzgebirge

Herz und Menschlichkeit zeigen, solidarisch sein und den Schwächeren helfen - die Initiative "Nachbarschaftshilfe Erzgebirge" steht für die unkomplizierte Hilfe untereinander. Ob Einkäufe erledigen, den wichtigen Brief zur Post bringen, mit dem Hund Gassi gehen... für jene, die als Risikogruppe gelten oder in Isolation sind, werden diese Alltagsaufgaben zu täglichen Hindernissen. Über ein Formular auf www.nachbarschaftshilfe-erz.de kann sich jeder gesunde und motivierte Bürger mit seinen Hilfsangeboten eintragen, die frei für jeden Nutzer der Internetseite einsehbar ist. Auf einer Karte sieht man schnell auf einen Überblick, in welchen Orten bereits Helfer in den Startlöchern stehen. So finden sich Hilfesuchende und Helfer garantiert ohne große Umschweife.

ERZgeBÜRGER helfen!

ERZgeBÜRGER, die im Kleinen und im unmittelbaren Wohnumfeld nachbarschaftlich helfen möchten, können dies ebenso im Rahmen der Aktion "Hauptamt stärkt Ehrenamt". Es geht  auch hier um die Bündelung von Hilfsangeboten im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe", sprich: Einkäufe und Besorgungen, Haustierbetreuung, Botengänge etc.. Die Anmeldung der Hilfsangebote erfolgt über ein einfaches Kontaktformular auf der Aktionsseite.

"Glück auf" Flaschenpost im Osternest

Augen auf! Wer über Ostern durch die Orte Leukersdorf, Jahnsdorf, Pfaffenhain, Seifersdorf, Gersdorf, Neukirchen, Lichtenstein, Heinrichsort, Hohenstein-Ernstthal, Niederwürschnitz, Mittelbach, Oberlungwitz, Lugau und Stollberg streift, sollte achtsam sein. Der Osterhase der Sportgaststätte Leukersdorf hat insgesamt 120 Gutscheine versteckt - jeweils in einer Flaschenpost. Original versiegelt von der Brauerei Gersdorf, machen die glücklichen Finder der Osternester ihr "Glück Auf". Mit der Gutscheinaktion werden lokale Dienstleister unterstützt.

Und noch ein Serviceangebot für Lkw-Fahrer: Wenn die Raststätten geschlossen sein sollten, können die Fahrer auf dem Parkplatz der Gaststätten halten, um während der Coronasaison in den leer stehenden Fußballer- oder Keglerumkleiden zu duschen.

Greifensteinregion für Zuhause

Naturnahe Erlebnisse, tierisches Vergnügen, Abenteuer für die ganze Familie und ein bisschen Urlaub in der Erzgebirgsregion rund um die Greifensteine kann man sich ins heimische Wohnzimmer holen. Dabei haben die Initiatoren sowohl an die kleinen als auch an die großen Entdecker gedacht. Es gibt Ausmalbilder, Suchbilder, eine digitale Tour und regionaltypische Rezepte zum Nachkochen zu entdecken. Außerdem gibt es eine Übersicht über Gaststätten mit Liefer- und Abholservice in der Greifensteinregion. 

Gemeinsam da durch

Unter dem Motto: "Jetzt kaufen. Jetzt retten. Später einlösen." startete die Erzgebirgssparkasse eine Gutscheinaktion für Unternehmen aller Branchen. Mithilfe der Online-Gutschein-Plattform "gemeinsamdadurch" bringt die Sparkasse hilfsbereite Menschen in der Region mit ihren Lieblingsläden und -unternehmen zusammen, die wegen der Corona-Krise Schwierigkeiten haben, ihr Geschäft zu betreiben. Auf der Webseite erwirbt man Gutscheine, die man später einlöäsen kann, wenn die Wirtschaft wieder normal läuft.
 

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Pressemitteilung kurz ERZählt
news-5380 Wed, 08 Apr 2020 14:33:52 +0200 Gemeinsam mit hERZ – Digitale Ladenstraße lädt zum Bummeln im Erzgebirge ein https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/gemeinsam-mit-herz-digitale-ladenstrasse-laedt-zum-bummeln-im-erzgebirge-ein Was machten die Erzgebirger seit jeher, wenn es mal nicht so läuft? Richtig! Sie schnallen den Gürtel enger. Aber was viel wichtiger ist: sie rücken noch enger zusammen, basteln aus dem Nichts findige Ideen und denken einmal mehr lokal oder regional. Zahlreiche Händler, Gastronomen, Dienstleister, Kommunen und private Initiativen haben ihre Angebote quasi von heute auf morgen neu gedacht, um weiterhin für ihre Kunden da zu sein. Sie agieren teils auf völlig neuem Terrain – sei es durch Online-Shops, Lieferdienst und Abholservice bis hin zu Nachbarschaftshilfen.

Die Palette der Leistungen wuchs schnell. Deshalb hat das Regionalmanagement Erzgebirge nun eine digitale Ladenstraße geschaffen, auf der viele zumeist lokale Ideen übersichtlich strukturiert abrufbar sind. Quasi als hERZgemachte, mutmachende Einkaufshilfe für die ganze Region. Denn so findet jeder Nutzer auf www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/gemeinsam/ schnell über Suchkategorien und eine Karte seinen Wunsch-Dienstleister im persönlichen Wohnumfeld. Ob Einkauf, Essensbestellung, Auftrag – jeder noch so kleine Kauf hilft den lokalen Shops, Restaurants und Handwerkern durch diese herausfordernde Zeit. Denn von jenen Firmen, die weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen, gibt es im Erzgebirgskreis immerhin über 6.600 Betriebe – Unternehmen, die wir Erzgebirger auch nach Corona noch dringend brauchen und die auch zukünftig mit ihren Vor-Ort-Angeboten über diese Plattform sichtbar bleiben.

Unternehmen, die ein Angebot offerieren wollen, können dies selbst ganz einfach in der digitalen Ladenstraße eintragen unter: www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/gemeinsam/

Die Umsetzung der Plattform erfolgte über die Agentur 599media aus Freiberg. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltes.

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Pressemitteilung
news-5377 Wed, 08 Apr 2020 05:29:00 +0200 Wie man mit Metall-Knowhow keimfreie Erde zaubern kann https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/wie-man-mit-metall-knowhow-keimfreie-erde-zaubern-kann Die Sonne lacht, alles beginnt zu grünen und zu blühen, der Frühling im Erzgebirge ist quasi schon mittendrin. Für viele heißt das: die Gartensaison beginnt, am Haus oder im Kleingartenverein. Ökologisch, nachhaltig, ohne Chemie – so der Wunsch vieler Hobbygärtner – sollten Pflanzen wachsen und gedeihen. Die Friedrich GmbH aus Grünhain-Beierfeld entwickelt seit 25 Jahren Erde-Dampfgeräte, die genau dafür einen guten Grundstock bieten. Es ist ein Nischenprodukt, denn im Kern produziert die Friedrich GmbH hochwertige Edelstahlteile im Sichtbereich, die sowohl in der Sanitär- und Möbelindustrie als auch von Automobilherstellern eingebaut werden. In dem Gerät, das wie eine einfache handelsübliche Schubkarre aussieht, steckt unter der Marke BEGA (Bernsbacher Gartengeräte) ein Prinzip, das Kleingärtner zu Profis macht. Per Dampf wird in der Dämpfschubkarre Freiland- und Komposterde nicht nur gereinigt, sondern tatsächlich entkeimt. Während gärtnerische Großbetriebe dies schon lange tun, war dies bis vor einigen Jahren für den Kleingärtner nicht möglich. Das Dämpfen von Erde fördert die Bodensanierung. Keimfreie Erde und somit gesündere und schneller wachsende Pflanzen sind die Ergebnisse des Dämpfens.

Das Dämpfen funktioniert kinderleicht: Wasser einfüllen, den speziellen Filter aus Jute auflegen, Erde auffüllen, Erde dämpfen und fertig ist eine entkeimte und wirksam aufgeschlossene Erde mit Nährstoffen und Spurenelementen.

Unter dem Namen BEGA stellt die Friedrich GmbH auch Hochbeete aus Lärchenholzrahmen und Designelementen aus gebürstetem Edelstahl her, die im Inneren mit rostfreiem Edelstahl ausgekleidet sind.

Über die Friedrich GmbH

Im Jahr 1874 gründete Albin Auerswald seinen handwerklich geprägten, blechverarbeitenden Betrieb in Bernsbach im Erzgebirge und gehört damit zu den Pionieren der Umformtechnik in Deutschland. Der Nachfolgerfirma „Roswitha Friedrich Metallwaren“ gelang in den 1980er Jahren der Einstieg in die Produktion von Blechformteilen aus Edelstahl. Daraus entstand 1990 die Friedrich GmbH, die sich mit über 60 qualifizierten Mitarbeitern einen Namen in der Produktion hochwertiger Edelstahlteile im Sichtbereich bzw. Class A-Teilen gemacht hat. Als einer der führenden deutschen Hersteller produziert das Unternehmen Friedrich GmbH sowohl Einzelartikel als auch komplexe Systemelemente aus Edelstahl für die Sanitär-, Möbel- und Elektroindustrie sowie die Automobilindustrie, die besondere Anforderungen durch ihre Geometrie oder Funktionalität stellen. Die Werkzeugkonstruktion und der Werkzeugbau sind als weiteres Geschäftsfeld mit der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens stetig gewachsen. Die hohe Qualität der Erzeugnisse und ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kunden stehen bei allen Entwicklungen im Vordergrund. Alle Betriebsabläufe werden mit Hilfe eines modernen ERP- und Produktionsplanungssystems gesteuert, sodass für Kunden auch durch ein ausgereiftes Logistikkonzept stets die termingerechte Auslieferung aller Produkte gewährleistet ist.

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Newsmeldung
news-5375 Tue, 07 Apr 2020 09:38:41 +0200 Signal steht auf grün für ersten Bauabschnitt des Bahncampus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/signal-steht-auf-gruen-fuer-ersten-bauabschnitt-des-bahncampus Die Räte von Annaberg-Buchholz haben den Startschuss für die neue Forschungsstelle der TU Chemnitz am Unteren Bahnhof gegeben. Der Verein geht unterdessen auf Werbetour. [...]

Quelle: Freie Presse vom 4. April 2020, Antje Flath

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Newsmeldung
news-5372 Tue, 07 Apr 2020 04:18:00 +0200 Nicht nur Backmischungen sind in Waldkirchen begehrt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/nicht-nur-backmischungen-sind-in-waldkirchen-begehrt In der Rolle-Mühle herrscht reger Betrieb. Die Nachfrage nach Mehl und Co nimmt nicht ab. [...]

Quelle: Freie Presse vom 27. März 2020, Dirk Trautmann

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Newsmeldung
news-5373 Mon, 06 Apr 2020 09:41:00 +0200 Kippeln ausdrücklich erlaubt! https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/kippeln-ausdruecklich-erlaubt Wie sich krisenerprobte Erzgebirger immer wieder neu erfinden Kinder lieben und brauchen Bewegung für eine körpergerechte Entwicklung.  Und doch werden sich viele noch an ihre eigene Schulzeit und den strengen Satz des Lehrers erinnern: „Hör auf zu kippeln!“ Dass das Kippeln eines Tages zur Gesundheitsförderung von Kindern eingesetzt wird, hätte damals wohl keiner gedacht. Aber Kippeln ist nicht gleich Kippeln – die Tücke steckt im Detail. Denn gemeint ist hier das gezielte Wippen mit ergonomisch geformten Stühlen, um die Wirbelsäule in Bewegung zu halten. Diese, aber auch höhenverstellbare und flexible Tische für Schule und Büro sowie Regale und Schränke für Büroobjekte und Bibliotheken verlassen täglich die Schul- und Stahlrohrmöbel GmbH in Stützengrün. Das Unternehmen ist eines von etwa einer Handvoll Herstellern deutschlandweit. Allein der Stuhlkatalog umfasst heute 20 Modelle, die in einer Vielzahl an Material- und Farbvarianten zu haben sind. Ganz anders als zu DDR-Zeiten, wo ein und derselbe Stuhl in Größenordnungen produziert wurde, liegt heute das Augenmerk auf Individualität und das Umsetzen von neuen, gesunden Ideen. „Dabei kommen die Ideen weniger von uns, sondern direkt vom Kunden. Wir optimieren diese dann gemeinsam aus unseren Erfahrungen heraus und setzen sie individuell um“, erklärt Glöde.

Vom Holz zum Metall – Umdenken für alle

Stützengrün, ein kleiner Ort im Westerzgebirge, liegt mitten im traditionellen Zentrum der Bürstenmacherregion. Seit 1830 spezialisierten sich Handwerker als Hersteller von Bürsten und Pinseln aller Art von Hand- und Zahnbürsten bis hin zu industriellen Spezialbürsten, von denen es heute knapp 10 Firmen gibt. So ist es kein Geheimnis, dass Zahnbürsten aus Stützengrün weltweit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde sind. Auch die Geschichte der heutigen Stahlrohrmöbelfirma begann im Jahr 1920 als Bürstenfabrik „Gebrüder Schürer“: alle möglichen Varianten – außer Zahnbürsten – stellte man her. Und: Die Handwerker um Willy Schürer erfanden einen Kassenschlager, die sogenannte kleine Flurgarderobe, ein dekoratives Set zum Aufhängen mit integriertem Spiegel, Kleiderbürsten und Schuhlöffel. Bis in die 60er Jahre wurden am Standort Bürsten produziert, dann orientierte sich das Unternehmen neu. Dem Holz blieb man aber treu, von nun entstanden daraus Kindergarten- und Schulmöbel. Die Firma avancierte zum einzigen Hersteller dieser Produkte in der ganzen DDR. Das heißt, jedes DDR-Schulkind verbrachte die Jahre seines Schullebens auf einem Stuhl aus Stützengrün. Knappe Holzressourcen und Zwangsenteignung stellte das Unternehmen vor neue Herausforderungen. Stahl hieß der neue Werkstoff, aus dem die holzaffinen aber flexiblen Handwerker von nun an Schulmöbel herstellten. Den nächsten Neustart gab es dann als reprivatisiertes Unternehmen im Jahr 1990. Die Familie sah die Chance und griff zu: mit 30 Angestellten besann man sich zusätzlich zum Metall auf den Rohstoff, aus dem das Unternehmen einst gewachsen war: Holz. Gesund wuchs das Unternehmen nun durch wohl dosierte Investitionen bis heute Stück für Stück.

Im Erzgebirge geht es in Krisen immer weiter - die Erzgebirger finden immer eine Lösung,

spricht Helge Glöde, Geschäftsführer der Schul- und Stahlrohrmöbel GmbH aus Erfahrung. Es ist ein Satz, der im Erzgebirge nicht nur zurückblickend auf die letzten Jahrhunderte zutrifft. Sich Krisen zunutze machen, sich verändern, den neuen Marktbedingungen anpassen, darauf baut die kleingliedrige Wirtschaftsstruktur der Region. Vor hundert Jahren als klassisches Bürstenmacherhandwerk gegründet, hat sich auch die Stützengrüner Firma über vier Generationen immer wieder neu erfunden.

Die Wirtschaft im Erzgebirge:

Stoff statt Plastik – simple Idee mit großer Wirkung

100.000 Stühle, 46.000 Tische und 1.000 Schränke verladen die Mitarbeiter jährlich auf die firmeneigenen Lkws. Viele Kompetenzen vom Stahlrohrschneiden, -bohren, -beschichten über sämtliche Holzarbeiten bis hin zur Montage sind zur Herstellung der funktionsreichen Möbelstücke notwendig, 90 Prozent der Handgriffe setzen die 80 Mitarbeiter am Standort um, der Rest wird fremd vergeben. „Wir leisten uns auch eine eigene Polsterei mit zwei Könnern ihres Fachs, um Lehrer- oder Bürostühle und sogar Loungemöbel und Saalbestuhlung noch komfortabler zu gestalten“, so Glöde. In der Produktion achtet man darauf, mehr als die gesetzlich erforderlichen Umweltstandards zu erfüllen, geht beispielsweise durch besonders schonende Verfahren sparsam mit Chemikalien um. Beim Verpacken der Möbelstücke wird der gelebte Umweltgedanke im Unternehmen optisch deutlich: Anstatt kompakter Plastikverpackungen verwendet man einfache dicke Stoffdecken. Das erspart dem Kunden das Müllproblem und die Decken sind wieder verwendbar, ganz simpel, aber wirksam. Geliefert wird zu 95 Prozent an Händler (etwa 100 an der Zahl, nur 5 Prozent des Umsatzes machen Endkundengeschäfte zu meist Städte und Gemeinden) –aus. Hauptabnehmer finden sich in Deutschland, Österreich, Italien und den Benelux-Staaten, einige wenige Container werden auch weltweit verschifft, zumeist für deutsche Schulen im Ausland.

Dem Rückenschmerz Paroli bieten – von Anfang an

Rückenbeschwerden sind eine Volkskrankheit. Die Wirbelsäule am Arbeitsplatz und in Schule in Bewegung zu halten wird inzwischen als eine Grundvoraussetzung gesehen, um den Krankheiten Paroli zu bieten. „Das Kaufverhalten zeigt deutlich, dass in den vergangenen Jahren zunehmend auf Ergonomie geachtet wurde. So viele Produkte dieser Kategorie wie im Jahr 2019 produzierten wir nie zuvor. So haben wir uns mit unseren Produkten auch da wieder flexibel auf den Markt eingestellt“, betont der Geschäftsführer, der auch im eigenen Unternehmen immer mehr auf gesunde Arbeitsplätze umrüstet. Dazu gehören nicht nur komfortable neigende und kippende Stühle aus leichten Aluminiumgestellen, sondern auch die höhenverstellbaren Schreibtische, die sich großer Beliebtheit erfreuen, um zwischen stehender und sitzender Arbeit zu variieren. Die Angestellten danken dem Unternehmer das mitarbeiterorientierte Denken mit einer geringen Fluktuation: „Wir brauchen Leute mit Erfahrung und Gefühl für die kleinen Handgriffe. Das A und O ist aber, dass sie ins Team passen, sich bei uns wohl fühlen.“ Viele Mitarbeiter kämen aus dem Ort. Für den Stützengrüner Nachwuchs gibt es seit 2018 übrigens ein ganz besonderes Neugeborenengeschenk:  einen Gutschein für ein Set aus Tisch und Stuhl für Kleinkinder in frei wählbarer Farbe. 25 Kinder wurden 2018 geboren und alle Eltern hätten diesen Gutschein eingelöst. „Wir wollen den Familien im Ort etwas zurückgeben. Wir brauchen Kinder. Und wer weiß, vielleicht sind da unsere Fachkräfte von morgen dabei“, meint Helge Glöde mit einem Augenzwinkern. Und sind die Steppkes erst im Kindergartenalter, gibt es eine Exkursion in den lokalen Betrieb. So erfahren die wissbegierigen Jüngsten, wie die Stühlchen hergestellt werden, auf denen auch mal gekippelt werden darf.

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Pressemitteilung Unternehmensgeschichten Geschichten
news-5367 Mon, 06 Apr 2020 05:12:00 +0200 KSG liefert Technik für Beatmungsgeräte https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/ksg-liefert-technik-fuer-kampf-gegen-das-virus Einen starken Anstieg der Nachfrage im Bereich von medizintechnischen Geräten verzeichnet der Leiterplattenhersteller KSG mit seinen zwei Standorten in Gornsdorf (Sachsen, D) und Gars am Kamp (Niederösterreich, A) in den letzten Wochen.  Grund dafür ist, dass viele Hersteller ihren Produktfokus verlagern bzw. selbst große Aufträge erhalten haben und beginnen, dringend benötigte medizinische Geräte zu erzeugen.

In beiden Werken werden zurzeit Leiterplatten für Beatmungsgeräte produziert. Ebenso werden Platinen für medizinische Überwachungssysteme und intensivmedizinische elektronische Ausstattungen hergestellt. Mit der pünktlichen Fertigung dieser Aufträge leistet KSG einen Beitrag zur Rettung von Leben und unterstützt damit ihre Kunden, die Auflagen der Behörden in Bezug auf kritische Infrastruktur „KRITIS“ zu erfüllen.

Kritische Infrastrukturen haben wesentliche Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen, der Gesundheit, der Sicherheit und des wirtschaftlichen oder sozialen Wohlergehens der Bevölkerung. Die Störung oder Zerstörung einer kritischen Infrastruktur hätte erhebliche Auswirkungen, da ihre Funktionen nicht aufrechterhalten werden könnten.

 

KSG ist für die Gewährleistung der Kontinuität seiner Produktion gut aufgestellt

„Unsere absolute Priorität gilt heute dem Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter von KSG. Angesichts dieser Verantwortung hat die Gruppe zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter ergriffen. Gleichzeitig arbeiten wir ständig daran, die Verfügbarkeit, Sicherheit und Produktivität unserer Fertigungsstandorte in Deutschland und Österreich zu gewährleisten, die jetzt für das weitere Funktionieren unserer Gesellschaft entscheidend geworden sind. Dadurch sind wir in der Lage, Aufträge kurzfristig anzunehmen, einzusteuern, reibungslos zu produzieren und zuverlässig zu liefern. Ich bin sehr stolz auf das anhaltende Engagement und die gute Vorbereitung des gesamten Unternehmens“, sagt Margret Gleiniger, CEO von KSG.

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Newsmeldung
news-5369 Fri, 03 Apr 2020 05:16:00 +0200 Denkstatt erzgebirge startet Wettbewerb für Spielidee https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/denkstatt-erzgebirge-startet-wettbewerb-fuer-spielidee Die DENKSTATTerzgebirge ist ein (noch sehr junges) Projekt für neue Ideen im erzgebirgischen Kunsthandwerk im Spielzeugdorf Seiffen. In der langen Tradition der Holzkunst im Erzgebirge war auch Spielzeug immer ein zentrales Thema.
In den sich überschlagenden Ereignissen der letzten Tage kommt auch dem Spiel in der Familie, dem Spielzeug oder dem Spielort eine bedeutende Rolle zu. Deshalb startet die DENKSTATTerzgebirge einen Wettbewerb für eine neue Spielidee für Familien oder Kinder über drei Jahre. Besonders angesprochen fühlen sollen sich Studenten, junge Designer oder Handwerker der Kreativbranche. Sie sollen sich dabei in die Brisanz der neuen Umstände, in die ungewohnt neue Situation für Kinder, Mütter und Väter, in die Gegebenheiten des häuslichen Umfeldes einfühlen. Welche „Spielmittel“ gibt es im Haushalt, was ist leicht beschaffbar? Vielleicht kann auch der Geist des Erzgebirgischen Spielzeugs Inspiration für neue Denkweisen sein. Anregungen dafür finden sich auf der Homepage des Erzgebirgischen Spielzeugmuseums Seiffen. Um dem Thema weiten Raum zu geben, wird ganz bewusst auf Vorgaben oder Eingrenzungen verzichtet. Allerdings soll der Entwurf neu, also noch nicht auf dem Markt sein. Gewünscht sind Ideen und Entwürfe in dinglicher, zeichnerischer, graphischer oder animierter Form. Die Einreichung soll in digitaler Form per Email an denkstatt.erzgebirge@seiffen.de erfolgen. Dort kann man sich auch das Beiblatt anfordern, das Bestandteil und Voraussetzung einer Bewerbung ist.

Die Jury wird gebildet aus Diplom-Designern, Museumsfachleuten und den Verantwortlichen des Projektes DENKSTATT. Natürlich soll es auch ein Preisgeld von insgesamt 1000,-€ geben, über dessen Aufteilung die Jury entscheidet.  Einreichungsfrist: Donnerstag, der 9. April.

Die Initiatoren sind sich der Spontanität des Aufrufs bewusst. Aber auch die Kreativbranche kann in dieser Zeit Zeichen der Hoffnung setzen und Problemlösungen anbieten.
 

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news-5366 Thu, 02 Apr 2020 09:07:18 +0200 Warum die Kartonproduktion in der Krise stark zulegt https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-die-kartonproduktion-in-der-krise-stark-zulegt Auch sie leisten systemrelevante Arbeit: Die Mitarbeiter im Kartonagenwerk Schwarzenberg. Denn ohne Kartons käme die Lebensmittelindustrie arg in Schwierigkeiten. [...]

Quelle: Freie Presse vom 1. April 2020, Beate Kindt-Matuschek

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news-5365 Wed, 01 Apr 2020 10:54:31 +0200 Sehmaer nimmt Schicksal des Berggasthauses in seine Hände https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/sehmaer-nimmt-schicksal-des-berggasthauses-in-seine-haende 26 Jahre Erfahrung in der Gastronomie kann Dennis Feist vorweisen. Jetzt wagt der Erzgebirger den Schritt in das Abenteuer Selbstständigkeit. Dabei weht ihm in 898 Meter Höhe schon jetzt manch rauer Wind entgegen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 31.03.2020, Antje Flath

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news-5362 Wed, 01 Apr 2020 05:06:00 +0200 Auf Schatzjagd in erzgebirgischen Wäldern https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/auf-schatzjagd-in-erzgebirgischen-waeldern [...] Längst gibt es Millionen Caches überall auf der Erde. Knapp 4000 aktive finden sich allein im Erzgebirgskreis, mehr als überall sonst in den Regionen Sachsens. [...] Quelle: Freie Presse vom 28.03.2020, Michael Urbach

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News Newsmeldung
news-5361 Tue, 31 Mar 2020 05:35:00 +0200 Vollautomatisch und hygienisch einwandfrei https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/vollautomatisch-und-hygienisch-einwandfrei Wasser ist einerseits Grundnahrungsmittel und wird andererseits in vielen industriellen Bereichen eingesetzt. Bereits unbehandeltes Wasser aus der Natur kann verschiedenste Arten von Viren, Bakterien und Keimen enthalten, die zum Teil zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Daher ist die Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Wasser in einer gleichbleibend hohen Qualität von großer Bedeutung. Es geht dabei nicht nur um die Desinfektion von Trinkwasser, sondern auch von Brauchwasser und Prozesswasser in industriellen Anwendungen. Die Kunststofftechnik Weißbach GmbH aus Gornau hat vor einigen Jahren eine vollautomatische Anlage entwickelt, die auf Hypochlorit-Basis Desinfektionsmittel herstellt, welches auch zur Desinfektion von Flächen oder ähnlichem genutzt werden kann. „Ein Kunde von uns benutzt diese Anlage in der Türkei und füllt Flaschen mit Desinfektionsmittel ab“, erklärt Geschäftsführer Peter Weißbach.

Typische Anwendungen sind beispielsweise die Trinkwasserdesinfektion in Wohn- und Hotelanlagen, die Behandlung von Prozesswasser in der Industrie oder Wäschereianlagen, die Desinfektion des Wassers in Luftbefeuchtern, Klimaanlagen oder Kühlanlagen sowie die Entkeimung von Kühlwasser-Kreisläufen. Das entwickelte Verfahren ist besonders umweltschonend und bekämpft Viren, Mikroorganismen und insbesondere Legionellen direkt in Wasserversorgungssystemen. Lediglich aus Wasser, Salz und mit Hilfe von elektrischer Energie produziert die speziell dafür konstruierte Anlage ein hochwirksames Desinfektionsmittel, welches weder toxisch noch ätzend ist. Dieses wird in niedriger Konzentration direkt in die Leitungssysteme eingebracht und entkeimt kontinuierlich und nachhaltig das Wasser. Mikroorganismen wird langfristig die Nahrungsgrundlage entzogen. Eine vollautomatische Dosieranlage überwacht ständig die Konzentration der Desinfektionslösung und sichert so die gleichbleibend hohe Qualität des Wassers. Dabei wird die Dosierung im Vorfeld exakt auf den jeweiligen Anwendungsbereich abgestimmt.

Das mittelständische Familienunternehmen Kunststofftechnik Weißbach GmbH fertigt kundenspezifische Lösungen aus Kunststoff. Ursprünglich auf den Anlagen- und Schwimmbadbau spezialisiert, wurde zunehmend die Verarbeitung von Kunststoffhalbzeugen zu technischen Teilen, Behältern und Apparaten für das produzierende Gewerbe vorangetrieben. Heute umfasst die Produktpalette Bauteile, Behälter bis hin zu komplexen Großanlagen für den Maschinen- und Anlagenbau, die Medizin- und Umwelttechnik sowie für die Halbleiterindustrie. Eine eigene Entwicklungsabteilung arbeitet an Innovation und Effizienzsteigerung.

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News Newsmeldung
news-5360 Mon, 30 Mar 2020 05:30:00 +0200 futureTEX Vorhaben Inmouldtronic verbindet Elektronik mit Textilien https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/futuretex-vorhaben-inmouldtronic-verbindet-elektronik-mit-textilien Als Zulieferer für Elektromobilität ist das erzgebirgische Unternehmen WESKO GmbH (WESKO), Stollberg europaweit erfolgreich. Die Produkte aus Werkzeug- und Formenbau finden bei nahezu jedem Automobilhersteller Anwendung. So stellt WESKO auch Prüfadapter für Prüfanlagen von Batterien her, die in der E-Mobilität, z. B. bei Daimler, zum Einsatz kommen. Präzision und innovative Lösungen sind Schlüsselkomponenten des Unternehmens und entscheidend, sowohl für die Entwicklung als auch für die Fertigung von Spritzgieß- und speziellen Sonderwerkzeugen.

Durch den Strukturwandel hin zur E-Mobilität erzielte WESKO in den letzten drei Jahren ein durchschnittliches Wachstum im zweistelligen Bereich. Darüber hinaus erwartet das Werkzeugbauunternehmen weitere Zuwächse, zum einen durch die Produkte in den Bereichen Elektrik/Elektronik und Interieur, als auch durch die Arbeit als Kunststoffserienfertiger. Kunststoffteile spielen bei Elektrofahrzeugen durch die Gewichtseinsparungen eine große Rolle.

Michael Wiesehütter arbeitete seit 2009 als Prokurist und Kaufmännischer Leiter bei WESKO. Seit 2019 ist er nun der Geschäftsführer. Im futureTEX-Interview gibt er einen Einblick, wie das weitreichende Know-how und die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Werkzeug- und Formenbau mit der Arbeit als Vorhabenpartner im Projekt futureTEX einhergehen.

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Drei Fragen an Michael Wiesehütter, Geschäftsführer der WESKO GmbH, Stollberg

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Arbeit im Projekt futureTEX?

Unser Ziel im Vorhaben Inmouldtronic war es, gemeinsam mit den Vorhabenpartnern intelligente textile Transporttechnik für Fahrradkuriere zu entwickeln. Wir realisierten die Idee einer smarten Tasche mit Standardadapter. Sensible Transportgüter, wie z. B. Medikamente, sollen unabhängig von überlasteten Straßen in Großstädten oder verteuerter Energie sicher ans Ziel gebracht werden. Um Produkte zu befördern, ist es unabdingbar, vernetzbare textile Geräte mit standardisierten Schnittstellen zu entwickeln, die eine Stromversorgung sowie einen Transfer mit Kabel oder sogar kabellos ermöglichen.

Im weiteren Anwendungsfeld eHealth des Projekts, nutzen wir die Technologie der leitfähigen Fasern in textilen Strukturen für den Bekleidungsbereich. Diese wurden mit einer Software zur Auswertung medizinisch relevanter Daten gekoppelt. Die Integration einer Funktionsdiagnostik in entsprechende Kleidung unterstützt, z. B. die Überwachung von Patienten oder Leistungssportlern. Über ein modulares Konzept werden z. B. Informationen über die Temperatur aufgezeichnet.


In welchem Vorhaben arbeiten Sie aktiv mit? Was sind Ihre Aufgaben?

WESKO war von 2016 bis 2019 im Umsetzungsvorhaben Inmouldtronic als Vorhabenpartner aktiv. Unsere Aufgaben bestanden darin, die einzelnen Bestandteile zu konstruieren, um später die Werkzeuge, als auch die Formeinsätze für das Spritzgießen der Steckverbinder zu erstellen. Spritzguss ist ein Verfahren, bei welchem Kunststoff unter Druck in ein Werkzeug eingespritzt wird, um dann als Fertigteil herauszukommen. Einmal angefertigt, können die Werkzeuge mit austauschbaren Formeinsätzen immer wieder die gleichen Bauteile fertigen, wodurch die Herstellungskosten erheblich sinken.

Zudem entwickelten wir die grundlegenden technischen Anforderungen für die einzelnen Bauteile der späteren Transporttasche: vom Steckverbinder über die ins Textil zu integrierenden elektronischen Komponenten bis hin zur textilen Verschaltung. Schlussendlich realisierten wir eine vollständige Struktur für den gesamten Herstellungsprozess, unter Berücksichtigung des Gefahrenpotentials.

Welchen Mehrwert möchte Ihr Unternehmen aus der Arbeit in futureTEX ziehen?

Durch die Beteiligung in den F&E-Verbundvorhaben haben wir Gelegenheit, von Beginn an in verschiedenen innovativen Themen mitzuarbeiten und die Entwicklung sogar maßgeblich zu beeinflussen. Im Idealfall generieren wir hierdurch künftiges Neugeschäft, ernten so die Früchte unserer Entwicklungsarbeit und sind mit neuen Technologien und Entwicklungen als Erstes am Markt. Besonderes Innovationspotenzial bietet dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Akteuren verschiedener Branchen. Weiterhin gibt es im Bereich unserer Kernkompetenz „Steckverbinder“ auch eine Vielzahl denkbarer Anwendungsfälle in Marktsegmenten, in denen wir aktuell noch nicht unterwegs sind und die wir gern erschließen möchten.

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news-5358 Fri, 27 Mar 2020 04:02:00 +0100 Firma produziert CO2-neutral - und setzt noch eins drauf https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/dieoelsnitzermewawillneulandbetretenundmitsolarenergieflssigenwasserstofferzeugendasistallerdingsnichtdasersteinnovativeprojektdesunternehmens Die Oelsnitzer Mewa will Neuland betreten und mit Solarenergie flüssigen Wasserstoff erzeugen. Das ist allerdings nicht das erste innovative Projekt des Unternehmens. [...]

Quelle: Freie Presse vom 24.03.2020

Viola Gerhard

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news-5359 Thu, 26 Mar 2020 05:43:00 +0100 100 Liter Hochprozentiges für die Gesundheit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/100literalkhoho Auch das Traditionsunternehmen Lautergold aus dem Erzgebirge engagiert sich in der Offensive gegen das Corona-Virus. Seit Tagen stehen die Telefone und das Faxgerät des Spirituosenherstellers nicht still, die Emailpostfächer laufen über. Der Grund dafür?  Lautergold hat seinen gesamten Lagerbestand an hochprozentigem Alkohol über den Landesapothekerverband Sachsen den Apotheken des Freistaates angeboten, damit diese daraus dringend benötigtes Handdesinfektionsmittel herstellen können.

Eine Anordnung des Bundesministeriums für Gesundheit, der Erlass der Alkoholsteuer für Apotheken, kam dazu genau rechtzeitig. Die Nachfrage war gewaltig, innerhalb von 3 Tagen lagen über 350 Bestellungen vor. Damit möglichst viele Apotheken etwas erhalten, musste die Abgabemenge rationiert werden. Krankenhäuser wurden dabei vorrangig bearbeitet. Ebenso  Apotheken aus anderen Bundesländern fragen jetzt verstärkt an. 

Das bringt neben der Verwaltung  auch die Versandabteilung des Unternehmens an seine Grenzen, da ja auch aus dem Bereich des Lebensmittelhandels und von Privatkunden eine deutlich erhöhte Nachfrage besteht. Das normale Produktsortiment kann derzeit nicht mehr abgefüllt werden, jede neue Alkohollieferung wird sofort in Kanistern abgefüllt und an die Weiterverarbeiter verschickt. Zwischenzeitlich wurde im Unternehmen eine neue Produktionslinie vorbereitet und heute, nachdem alle notwendigen Zutaten geliefert wurden, mit der Herstellung eines eigenen Handdesinfektionsmittels begonnen.

Die erste Herstellungsmenge des beim Bundesamtes für Arbeitsschutz eingetragenen Mittels mit dem Namen SeptoEx beträgt ca. 50.000 Liter und ist bereits komplett für öffentliche Einrichtungen und Pharmaziegroßhändler reserviert. Weitere Produktionen sind vor allem von der Verfügbarkeit des Hauptgrundstoffes Alkohol abhängig. 100 Liter der begehrten Flüssigkeit spendet Lautergold ausgewählten öffentlichen Einrichtungen in der Region.

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news-5357 Wed, 25 Mar 2020 05:49:00 +0100 Hummus und Falafel: Paar bringt ägyptische Küche ins Erzgebirge https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/hummus-und-falafel-paar-bringt-aegyptische-kueche-ins-erzgebirge Sophie Mönch und Osama Abou el Azm haben sich für eine eigene Gastronomie entschieden. Sie betreiben im Tannenberger Sportlerheim das "Yalla Grillhaus", haben wie andere Gastronomen auf die jetzige Ausnahmesituation reagiert. Doch wie kamen sie auf den kleinen Ort? [...]

Quelle: Freie Presse vom 21.03.2020

Annett Honscha

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news-5356 Tue, 24 Mar 2020 10:38:14 +0100 Textile Profis der Region sorgen für Schutz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stickerei-stellt-auf-schutzmasken-um Die aktuellen Aufrufe aus Pflegeinrichtungen, Apotheken, Arztpraxen aber auch Privatpersonen zur Herstellung von Mund-Nase-Masken werden immer mehr. Hiesige Unternehmen stellen sich der Nachfrage und damit ihr Produktionssortiment auf die aktuelle Marktlage um.  

Masken anstatt Osterdecken

Wo sonst noch im März filigrane textile Ostertischwäsche hergestellt wird, gehen heute die ersten Mund-Nase-Masken in Produktion: bei der Stickerei Funke GmbH in Eibenstock. Die aktuellen Aufrufe aus Pflegeinrichtungen, Apotheken, Arztpraxen aber auch Privatpersonen zur Herstellung von Masken werden immer mehr. Selbst bei kreativen Hobbynähern der Region und in ganz Deutschland laufen die Nähmaschinen heiß, um die Engpässe mit selbstgenähten Spenden überbrücken zu helfen. Doch auch ein hiesiges Unternehmen stellt spontan die Produktion um. Wo sonst noch im März filigrane textile Ostertischwäsche hergestellt wird, gehen heute die ersten Mund-Nase-Masken in Produktion: bei der Stickerei Funke GmbH in Eibenstock.

„Wir haben mit der Produktion begonnen. Es ist aber kein medizinischer zertifizierter Mundschutz“, erklärt Vertriebsleiterin Anke Scheibner. Der zweilagige Baumwollstoff schützt nicht vor Viren, mindert aber die Ansteckungsgefahr. Die Innenseite ist weiß, die Außenansicht bunt. Und das aus gutem Grund: „Für die Farben haben wir uns entschieden, damit die Menschen in dieser im Moment recht trostlosen Zeit doch ein wenig Zuversicht erhalten. Weiß wirkt immer so steril und „krank“, so Anke Scheibner. Diese beiden Baumwollstoffe werden miteinander verstickt und sind bei 60 Grad waschbar.

Die Firma Stickerei Funke GmbH in Eibenstock baut auf seine eigenen Entwicklungen in der Stickerei auf. Entstanden als Textilbetrieb für klassische Wäschestickerei steht das 100 Jahre alte Unternehmen traditionell Hersteller von Heimtextilien wie Gardinen und Tischwäsche. In den letzten Jahren haben sich die Eibenstocker mit der Entwicklung einer 3-D-Hightech- Schuh-Innensohle einen Namen gemacht und damit gezeigt, wie fundierte Handwerkskenntnisse in neue sticktechnologische Ideen einfließen.

Zu beziehen gibt es die Masken telefonisch und  ab morgen im Online-Shop unter: https://shop.funke-stickerei.de/

Vliesstoffe für Mund-Nase-masken

Norafin aus Mildenau im Erzgebirge ist ein weltweit angesehener Hersteller innovativer Vliesstoffe. Das Unternehmen hat sich dem Credo verschrieben, den Schutz des Menschen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Dies erfolgt seit vielen Jahren in Form von Vliesstoffen für die Schutzbekleidung für Feuerwehrleute, Filtrationsprodukte für verschiedenste Bereiche, aber auch für medizinische Anwendungen, z.B. als Desinfektionstücher für Krankenhäuser, Waschhandschuhe für Patienten oder als OP Abdecktücher.

Mit dem gestiegenen Bedarf von Mund-Nasenschutz seit Beginn der Corona Pandemie in Europa stellte sich eine erhöhte Nachfrage nach entsprechenden Vliesstoffen ein. Die Luftdurchlässigkeit bei guter Filterleistung, die Stabilität sowie eine einfache Konfektionierbarkeit sind wesentliche Vorteile des Materials.  Mit dem Know-How des Norafin-Teams und den technologischen Möglichkeiten konnte eine schnelle Masken-Komplettlösung konzipiert werden. Diese kann in der medizinischen Erstversorgung, der ambulanten Behandlung, in der Krankenhausversorgung, in der Pflege sowie bei der Polizei verwendet werden. Mit einer zweilagigen Konstruktion von wasserstrahlverfestigen Vliesstoffen konnten innerhalb weniger Tage die ersten eigenen Prototypen von Mund-Nasen-Masken entstehen. In Zusammenarbeit mit regionalen Konfektionären ist Norafin nun in der Lage, direkt eine Einwegmaske anzubieten. Erste Aufträge sächsischer Unternehmer und Pflegeeinrichtungen sind bereits in Bearbeitung.

Mit einem breiten Spektrum an Materialien für verschiedenste Anwendungen steht das Verkaufsteam auch in engem Austausch mit Herstellern medizinischer Bekleidung, um auch dort steigende Bedarfe abzudecken. Nach derzeitigem Stand ist Norafin weiterhin voll produzier- und lieferfähig. Da die Lage der Versandlogistik sowohl national als auch international angespannt ist, geben die Logistiker ihr Bestes, um die Rohstoffversorgung sicherzustellen und Lieferungen pünktlich zu erbringen.

Die Mund-Nasen-Masken gibt es hier als Nähsets zu erwerben.

Weitere erzgebirgische Textilunternehmen, die Mund-Nasenschutz herstellen:

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news-5353 Mon, 23 Mar 2020 08:09:00 +0100 Per App den Elektrobus rufen - Zwönitz tüftelt an Verkehrsidee https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/per-app-den-elektrobus-rufen-zwoenitz-tueftelt-an-verkehrsidee Mit dem Förderprogramm Smart City soll die Stadt attraktiver werden. Ein erstes Projekt betrifft einen besseren Nahverkehr. Quelle: Freie Presse vom 12.03.2020, Thomas Mehlhorn

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news-5350 Fri, 20 Mar 2020 08:54:00 +0100 Fotoroboter aus Zwönitz sichert Museumsschätze in 3D https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/fotoroboter-aus-zwoenitz-sichert-museumsschaetze-in-3d Eine Entwicklung aus dem Erzgebirge hilft dabei, Kulturgüter zu schützen. In Leipzig werden jetzt Tausende Objekte erfasst. Davon hat auch die Allgemeinheit etwas: Der Zugriff auf Kunstsammlungen wird übers Internet möglich.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 06.03.2020, Mario Ulbrich

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news-5351 Thu, 19 Mar 2020 10:23:00 +0100 Schranke aus dem Erzgebirge besteht Crashtest gegen LKW https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/schranke-aus-dem-erzgebirge-besteht-crashtest-gegen-lkw Die Hochsicherheitsschranke Z-HSTS 8000 der ZABAG Security Engineering Gmbh hat einen Crashtest mit einem 7,2 t schweren LKW erfolgreich bestanden. Erfolgreich bestand die elektro-hydraulische Schrankenanlage den Crash Test nach ASTM und IWA-Standard auf dem Test-Gelände von CTS in Münster. Sie hielt dem Aufprall eines 7,2 t schweren und 49,5 km/h schnellen LKWs mühelos stand. Dies entspricht einer kinetischen Energie von 679 kJ. Die Penetration Rate gem. ASTM betrug lediglich P1 (0,3 m) und die Performance Rate nach IWA ergab Gate V/7200(N2B)/48/90:0,42. Für eine Schranke mit einer Sperrbreite von 8 m sind das herausragende Werte.

Einsatzbereiche

Die Hochsicherheitsschranke Z-HSTS 8000 eignet sich vor allem zum wirkungsvollen Schutz von Personen und Objekten in besonders sensiblen Bereichen wie militärische oder besonders sicherungsbedürftige Objekte, Regierungs- und Industriebauten, Botschaften, Atomanlagen und Forschungszentren.

Mit diesem erfolgreichen Crash Test hat ZABAG einmal mehr bewiesen, dass die Hochsicherheitsprodukte – made in Germany – den höchsten Technikstandards entsprechen und einen entscheidenden Beitrag zum Schutz von Menschenleben leisten.

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news-5346 Wed, 18 Mar 2020 11:29:00 +0100 Bandweberei feiert 140. Geburtstag https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bandweberei-feiert-140-geburtstag Ruther und Einenkel hat zwei Kriege und auch die Wende 1990 überlebt. Inzwischen gab es am Standort in der Kreisstadt drei Erweiterungen. Erneut wird der Platz knapp.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 05.03.2020, Thomas Wittig

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news-5347 Tue, 17 Mar 2020 10:33:00 +0100 Zukunft der Bahn - SRCC-Netzwerktreffen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zukunft-der-bahn-srcc-netzwerktreffen Chancen für regionalen Mittelstand erörtert   Mit einem Netzwerktreffen, an dem über 90 Partner des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) am 4. März 2020 in Annaberg-Buchholz teilnahmen, bot das Bahnforschungsprojekt im Erzgebirge eine weitere Plattform zum Wissenstransfer für Mobilitätsexperten. Die Veranstaltung diente dem fachlichen Austausch unter den teilnehmenden Partnern sowie der Netzwerkpflege und -bindung an den SRCC. Insbesondere ging es um Chancen, die damit für den regionalen Mittelstand verbunden sind. In Projektpräsentationen wurden dabei Wege in die Zukunft der digitalen Transformation im Eisenbahnverkehr sowie Anknüpfungspunkte für Kooperationen auch für regionale Unternehmen und Partner aufgezeigt. Eröffnet wurde das Treffen durch den Oberbürgermeister der Stadt Annaberg-Buchholz, Herrn Rolf Schmidt und den Prorektor der TU Chemnitz, Professor Dr. Uwe Götze. Vor namhaften Vertretern von Forschungsinstitutionen wie der TU Chemnitz und der TU Dresden sowie Partnerunternehmen wie der DB Netz AG, SIEMENS, Thales Deutschland, Vodafone oder Nokia hielt Professor Dr.-Ing. Arnd Stephan, Inhaber der Professur für Elektrische Bahnen an der TU Dresden unter der Überschrift "Vision SRCC 2030" eine spannende Keynote zur Zukunft der Bahn. Zudem präsentierten Dr. Bernd Elsweiler, Leiter digitale Leit- und Sicherungstechnik bei der DB Netz AG und Matthias Weißflog vom Ingenieurbüro Weißflog, Königswalde weitere Forschungsansätze.

"Forschung wird in der digitalen Transformation auch des Schienenverkehrs eine immer wesentlichere Rolle einnehmen," so Sören Claus, Technischer Leiter des Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz."Der SRCC soll deshalb zukünftig nicht nur selbst Forschungs-, sondern auch Netzwerkplattform für bestehende und zukünftige Partnerschaften im Mobilitätssektor sein." Vordergründig gehe es auch darum, den Campus als Standortfaktor in der Region zu verankern. Regionalen Unternehmen und Instituten sollen Anknüpfungsmöglichkeiten für deren eigene Forschung- und Entwicklung geboten werden. Das eröffne auch Chancen zur Entwicklung, Bindung und Qualifizierung von Fachkräften aus der Region oder für die Region.

Am 2. März 2020 seien zudem die Beiträge für den  Architekturwettbewerb zur Entwicklung des Unteren Bahnhofs zu einem Bahnforschungszentrum in Annaberg-Buchholz eingegangen, am 11. März werde eine Jury die Arbeiten bewerten und einen Sieger ermitteln. Das seien wichtige Schritte zur Etablierung des Bahncampus, freut sich Claus.

SRCC: Europaweit einzigartiges Modellprojekt

Im Mittelpunkt des "Smart Rail Connectivity Campus", an dem rund 120 Partner beteiligt sind, steht der Aufbau eines neuen Forschungscampus in Annaberg-Buchholz. In diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt sollen hoch automatisiertes Fahren auf Normalspurgleisen der Bahn sowie ökologisches Fahren insbesondere mit hybriden Antrieben weiter erforscht und erprobt werden. Außerdem ist geplant, innovative Mobilitätstechnologien zur Zulassung und Marktreife zu führen. Mit den angestrebten Forschungsergebnissen sollen maßgebliche Beiträge zu einem nachhaltigen Schienenverkehr geleistet werden. Hauptakteure des Projektes sind die Stadt Annaberg-Buchholz, die TU Chemnitz und die DB RegioNetz Verkehrs GmbH/ Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn. Unterstützend wirken auch die beiden Chemnitzer Fraunhofer-Institute IWU und ENAS, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Stadt Chemnitz und des Erzgebirges, Professuren der TU Dresden sowie viele weitere Wissenschafts- und Praxispartner mit.

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news-5345 Mon, 16 Mar 2020 08:27:00 +0100 Neue Eigentümer setzen Erfolgsserie von Auhagen fort https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neue-eigentuemer-setzen-erfolgsserie-von-auhagen-fort Die Modellbahn-Firma ist in jüngere Hände gegeben worden. Das Führungsduo will den eingeschlagenen Weg fortsetzen, aber auch die noch unbekannteren Standbeine weiter ausbauen. [...]

Quelle: Freie Presse vom 05.03.2020, Patrick Herrl

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news-5339 Fri, 13 Mar 2020 08:56:00 +0100 Altes Handwerk findet in England Kunden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/altes-handwerk-findet-in-england-kunden Rico Wappler fertigt in seiner Werkstatt in Hundshübel Handschuhe. Darunter sind Exemplare für Menschen mit Handicap und sogar eine Kopie von Aschenbrödels Jagdhandschuh.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 26.02.2020, Heike Mann

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news-5352 Thu, 12 Mar 2020 07:59:00 +0100 Warum Schnuppern in die Berufswelt so wichtig ist – Woche der offenen Unternehmen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/warum-schnuppern-in-die-berufswelt-so-wichtig-ist-woche-der-offenen-unternehmen Je mehr Wahlmöglichkeiten man hat, desto schwieriger ist es, das Richtige zu finden. Dieser Grundtenor trifft auch auf die Vielzahl an Ausbildungsperspektiven für junge Menschen zu. Gestern Nachmittag fiel der Startschuss zur Woche der offenen Unternehmen im Erzgebirgskreis. Die Aktionswoche ist ein Premiumangebot für Jugendliche und ihre Eltern, das die Chance bietet, hinter die sonst verschlossenen Firmentore in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbereichen zu schauen. Ziel der Aktion ist es, dem Fachkräftenachwuchs der Region frühzeitig Möglichkeiten zum Schnuppern in der Wirtschaft zu geben, um so die Entscheidungsfindung für die berufliche Zukunft zu erleichtern. Die Jugendlichen sollen animiert werden, über folgende Praktika mehr über die Unternehmen zu erfahren. So soll unterstützt werden, den individuell richtigen beruflichen Weg zu finden und so die Abbruchquote von Ausbildungen verringert werden. 170 Berufsbilder und 50 Studiengänge werden innerhalb der Woche im Erzgebirgskreis vorgestellt. Knapp 300 Unternehmen bieten 550 Veranstaltungen an, für die es 12.500 Terminbuchungen gibt. Knapp zwei Drittel der gebuchten Termine fallen auf Jugendliche – knapp ein Drittel der Termine werden von Eltern genutzt. Die Aktionswoche findet zum 18. Mal statt.

Eröffnet wurde die Berufsorientierungswoche im Werk der HOPPE AG in Crottendorf unter anderem im Beisein von Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises, Matthias Damm, Landrat des Kreises Mittelsachsen, Carsten Michaelis, Beigeordneter des Landkreises Zwickau, Sebastian Martin, Bürgermeister Crottendorf, sowie Unternehmer Wolf Hoppe und natürlich mit zahlreichen Jugendlichen und ihren Eltern. Vor sieben Jahren beschlossen die drei Landkreise im südwestsächsischen Raum, das Thema Fachkräftenachwuchs im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen gemeinsam anzugehen und laden seitdem jährlich zu einer gemeinsamen Eröffnung an wechselnden Standorten ein.

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news-5338 Wed, 11 Mar 2020 09:47:00 +0100 Stollberg will entschleunigte Stadt werden https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/stollberg-will-entschleunigte-stadt-werden Die Cittaslow-Bewegung erreicht das Erzgebirge. Endlich. 21 Kommunen in Deutschland, mittlerweile 240 weltweit sind Mitglied im Club derer, die sich um mehr Nachhaltigkeit und urbanere Lebensqualität bemühen. Auch die Große Kreisstadt will dabei sein. Wird sie es schaffen?   [...]

Quelle: Freue Presse vom 25.02.2020, Jan Oechsner und Ralf Wendland

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news-5330 Tue, 10 Mar 2020 08:33:00 +0100 Zwei auf einen Streich https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwei-auf-einen-streich Bachelor- plus Facharbeiter-Abschluss in nur vier Jahren. Hochschule Mittweida und Bildungs-Werkstatt Chemnitz setzen Erfolgsmodell fort. Studium oder Betriebliche Ausbildung mit IHK-Abschluss? Eine klare Entscheidung für Max Reuter: beides! Der 20-Jährige studiert im Bachelorstudiengang Mechatronik an der Hochschule Mittweida und absolviert parallel eine Berufsausbildung zum Mechatroniker bei der VSM GmbH Maschinen- und Anlagenbau in Großrückerswalde. „Beide Bildungswege ergänzen sich ideal", sagt Max. "Was ich im Studium lerne, kann ich unmittelbar im Betrieb auf seine Praxistauglichkeit prüfen, und umgekehrt bringe ich die richtigen Fragen aus der Praxis mit ins Studium.“

„Ausbildungsintegrierendes Studium“ nennt sich das Modell, für das die Hochschule Mittweida und die Bildungs-Werkstatt Chemnitz jüngst ihre seit 2009 bestehende Zusammenarbeit erneut ausgeweitet haben. Denn das Modell ist ein Erfolg: Inzwischen haben über 70 Absolventen ihren Bachelor und die IHK-Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

„Für die Unternehmen, sind diese Studierenden ein Gewinn“, so Thomas Beyer, Geschäftsführer der Bildungs-Werkstatt Chemnitz. „Die Kombination von betrieblicher, überbetrieblicher und akademischer Ausbildung sorgt für intensive Praxisnähe und eine frühe Bindung an die Unternehmen. Die Absolventen bringen schon berufspraktische Fertigkeiten und ausgeprägte soziale Kompetenzen mit.“

Professor Jörg Matthes, Dekan der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Mittweida, ergänzt: „Wir machen hier nicht aus zwei halben Sachen ein Ganzes, sondern ermöglichen ein Mehr an Kompetenz, die zunehmend von den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region nachgefragt wird. Die akademische Ausbildung befähigt unsere Absolventen dazu, Innovationen voranzutreiben und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.“

Das ausbildungsintegrierende Studium kombiniert anders als andere „duale“ oder berufsbegleitende Studiengänge eine vollständige Berufsausbildung mit IHK-Facharbeiterabschluss und ein vollständiges Studium mit dem Abschluss als Bachelor of Engineering nach insgesamt vier Jahren. Die Studierenden studieren also lediglich ein Jahr länger als ihre Kommilitonen im grundständigen Studiengang, haben aber bereits nach zweieinhalb Jahren den IHK-Abschluss in der Tasche.

Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten

Dabei bedient das Modell sowohl breite Interessen der Studierenden als auch von der Wirtschaft nachgefragte Kompetenzen. Die Vereinbarung zwischen der Hochschule Mittweida und der Bildungs-Werkstatt Chemnitz umfasst derzeit zwei Studiengänge (mit ingesamt drei Studienrichtungen) und sechs Berufsausbildungen:

Das Studium in der Studienrichtung Mechatronik des neuen Studiengangs Elektrotechnik-Automation wird kombiniert mit der Ausbildung zum/r Mechatroniker/in (IHK), in der Studienrichtung Automation-Industrie 4.0 mit der Ausbildung Elektroniker/in für Automatisierungstechnik (IHK). 

Der Studiengang Maschinenbau kann mit der Ausbildung in vier Berufen verbunden werden: Industriemechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Werkzeugmechaniker/in oder Technische/r Produktdesigner (jeweils IHK).

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai. Interessenten wenden sich an die Bildungs-Werkstatt Chemnitz gGmbH, die den Kontakt zu den Ausbildungsunternehmen vermittelt. Nach Abschluss des Ausbildungsvertrages erfolgt die Einschreibung in das kooperative Studium an der Hochschule.

Weitere Informationen zu den Studiengängen der Fakultät Ingenieurwissenschaften.

Quelle: Hochschule Mittweida

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news-5329 Mon, 09 Mar 2020 08:05:00 +0100 Kreisstadt: Bevölkerung nimmt wieder zu https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/kreisstadt-bevoelkerung-nimmt-wieder-zu Das Ziel, die Einwohnerzahl zu stabilisieren, genießt bei Oberbürgermeister Rolf Schmidt oberste Priorität. Dazu beitragen sollen die vielen Großprojekte, die die Stadt angegangen ist - so den Bahncampus. Doch die sorgen inzwischen auch für reichlich Druck.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 15.02.2020, Thomas Wittig

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news-5328 Fri, 06 Mar 2020 08:59:00 +0100 Smart City soll allen Zwönitzern nutzen https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/smart-city-soll-allen-zwoenitzern-nutzen Die Bergstadt bekommt vom Bund Millionen für die Digitalisierung. Der Bürgermeister verfolgt damit vor allem ein Ziel.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 15.02.2020, Thomas Mehlhorn

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news-5342 Thu, 05 Mar 2020 07:54:00 +0100 Neuer Bahn-Campus am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/neuer-bahn-campus-am-unteren-bahnhof-in-annaberg-buchholz Der Campus kommt: So ist es in großen Lettern seit Monaten am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz zu lesen. Sichtbar weist das Plakat auf die geplante Errichtung eines Forschungscampus zur Bahnforschung, den „Smart Rail Connectivity Campus“ (SRCC) hin. Auch wenn derzeit vor Ort noch Ruhe herrscht, laufen hinter den Kulissen bauliche und technische Vorbereitungsarbeiten. Bereits im Dezember 2019 schrieb die Stadt Annaberg-Buchholz einen Architektenwettbewerb zur Planung eines Verwaltungsgebäudes im bisherigen Bahnhofsgebäude aus. Aus 24 eingegangenen Bewerbungen wurden per Losverfahren acht Architekturbüros ermittelt, die zum eigentlichen Wettbewerb zugelassen wurden. Am  2. März 2020 war Abgabetermin für die Planungsideen, am 11. März wird eine Jury die Arbeiten bewerten und einen Sieger ermitteln. Wesentliches Ziel des Wettbewerbes ist es, den modernen Forschungscampus mit einer zeitgemäßen Architektur in einem historischen, denkmalgeschützten Gebäude zu installieren und dabei gleichzeitig funktionierende, flexible Nutzungseinheiten zu schaffen. Die Ergebnisse der Jury werden dem Stadtrat am 26. März vorgelegt. Dabei soll auch der Planungsauftrag an den Sieger des Wettbewerbs erteilt werden. Ab dem 27. März haben Bürger die Möglichkeit, im Annaberger Rathaus alle Wettbewerbsentwürfe zu besichtigen.
 
Nach dem Abschluss der Planung sollen notwendige Bauleistungen in den Jahren 2021 und 2022 ausgeführt werden. Die Stadt will zur Finanzierung Mittel aus dem Programm „EFRE Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020“ nutzen. Ein entsprechender Förderbescheid wird noch in diesem Jahr erwartet. Durch den Bau wird nicht nur der Campus vor Ort etabliert, sondern auch der Empfangsbereich für Bahnreisende optisch attraktiver gestaltet.

Schnittstelle Bus-Bahn am Unteren Bahnhof

Zu einem Campus und zu einem Bahnhof gehört natürlich auch eine gute Infrastruktur. Die Stadt Annaberg-Buchholz plant deshalb vor Ort eine neue Schnittstelle zur Verknüpfung von Bus-, Bahn- und Individualverkehr. Dadurch wird der Nahverkehr attraktiver und der Ausstoß von CO² verringert. Regional- und Stadtverkehrslinien der RVE sollen zukünftig direkt vor dem Bahnhof halten, so dass ein kurzer Umstieg zwischen Bahnen und Bussen möglich ist. Im Umfeld werden an einem P&R-Parkplatz außerdem öffentlich nutzbare Flächen für PKW, Taxi und Fahrräder geschaffen. Außerdem wird die Zufahrt zum Bahnhofsgebäude verbessert. Die entsprechende Planung wurde bereits durch die Stadt beauftragt, der vorgelegte Entwurf durch den Stadtrat bestätigt. Mit ersten Arbeiten wird 2020 begonnen. Konkret wird dabei der Bereich an den Bahngleisen zu einem Parkplatz umgebaut. Ein Förderbescheid aus dem Programm „EFRE-Nachhaltige Stadtentwicklung 2014 bis 2020“ liegt vor. Nach der Ausschreibung beginnen erste Tiefbauarbeiten. In diesem Zusammenhang ergab die Überprüfung der dortigen Linde, dass deren Standsicherheit durch Pilzbefall gefährdet war. Deshalb wurde diese am 28. Februar gefällt.
In späteren Bauabschnitten werden die Böschung zur B 101 im Bereich der Bruno-Matthes-Straße gesichert, notwendigen Leitungen verlegt, Bushaltestellen errichtet und zum Schluss die Straßendecke erneuert. Der neue verkehrstechnische Anschluss der Buslinien an den Bahnhofsvorplatz sowie an B 101 und Kreisverkehr wird gemeinsam mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Zuge des geplanten Ausbaus der Bruno-Matthes-Straße realisiert.

Forschungshalle für Bahntechnik, Kooperation mit SRCC

Parallel zu diesen Vorhaben arbeiten die TU Chemnitz und der Freistaat Sachsen weiter an dem Projekt einer Bahnforschungshalle. Neben dem ehemaligen Bahnhofsgebäude soll dort das notwendige technische Equipment für die Forschung am autonomen Bahnfahren installiert werden.
Rund 120 deutsche und internationale Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Projekt SRCC in Annaberg-Buchholz bekundet. Das Bahnhofsgebäude bietet dafür noch genügend Flächen für eine dementsprechende Nutzung. Diese werden derzeit im Auftrag der Stadt einer eingehenden Prüfung unterzogen. Ziel ist es, in absehbarer Zeit mit weiteren Sanierungsmaßnahmen beginnen zu können, um den Unternehmen die gewünschten Räume zur Verfügung stellen zu können.

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news-5327 Wed, 04 Mar 2020 08:49:00 +0100 Brandes Technik plant Firmenumzug für Ende März https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/brandes-technik-plant-firmenumzug-fuer-ende-maerz Die Arbeiten in dem knapp drei Millionen Euro teuren Neubau in Scharfenstein gehen in die heiße Phase. Nicht alles lief wie am Schnürchen.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 13.02.2020, Mike Baldauf

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news-5333 Tue, 03 Mar 2020 08:58:00 +0100 Herzlich, humorvoll und hilfsbereit – Erzgebirge begeistert Hauptdarsteller des ZDF-Erzgebirgskrimis https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/herzlich-humorvoll-und-hilfsbereit-erzgebirge-begeistert-hauptdarsteller-des-zdf-erzgebirgskrimis Am 7. März wird der zweite Teil des Erzgebirgskrimis mit dem Titel „Tödlicher Akkord“ im ZDF gesendet. Das Filmteam schloss in den mehrwöchigen Dreharbeiten die Region ins Herz. Es ist bereits der zweite Teil des Erzgebirgskrimis, der am 7. März um 20:15 Uhr zur besten Sendezeit vom ZDF ausgestrahlt wird. „Tödlicher Akkord“ heißt die aktuelle Folge, bei der unter anderem der Bergstreittag in Schneeberg und das dortige Bergmannsorchesters eine zentrale Rolle spielen. Die mehrwöchigen Dreharbeiten fanden im Sommer 2019 statt und boten reichlich Gelegenheit für die Hauptdarsteller, das Erzgebirge kennenzulernen.

Mit ihrer Herzlichkeit machen es einem die Menschen in der Region auch recht leicht, sich dort wohl zu fühlen.

Lara Mandoki spielt die Kommissarin Karina Szabo. Sie war für den Dreh über vier Monate im Erzgebirge: „Mittlerweile kenne ich die Eigenschaften der Menschen und der Region ganz gut und fühle mich nicht mehr, als ob ich in die Fremde komme. Mit ihrer Herzlichkeit machen es einem die Menschen in der Region auch recht leicht, sich dort wohl zu fühlen.“ Im Format des Erzgebirgskrimis sieht sie eine besondere Chance für den Landstrich: „Wir zeigen Seiten des Erzgebirges, die sehr viele in Deutschland vielleicht gar nicht kennen und erwarten.“ Gleichzeitig möchte sie auch den Menschen in der Region zeigen, dass man sich für sie und ihre Geschichten interessiert.

Gerade diese Geschichten und die Geschichte der Region haben es Kai Scheve (Hauptkommissar Robert Winkler) angetan: „Ich bin eingefahren in die alten Stollen, habe stolze Bergleute kennengelernt und das unvorstellbare Leben unter Tage. Ein Roman würde nicht genügen, das zu erzählen. Aber dafür sind wir ja da.“ Zwar wurde er in Erlabrunn geboren, verließ die Region aber im Alter von einem Jahr. Da die Forsthaus-Szenen in Erlabrunn gedreht wurden, war der Dreh für ihn eine Art Zweitbegegnung mit diesem Ort. „Sehr freundliche und interessierte Menschen, dunkle Fichtenwälder, Moorseen und Stille“ machen für ihn die Region sympathisch.

Dieser Flecken Erde ist an Liebreiz kaum zu übertreffen,

pflichtet ihm Teresa Weißbach bei. Sie spielt die Försterin Saskia Bergelt, die – wie auch sie selbst – im Erzgebirge aufgewachsen ist. Gerade die Menschen in der Region haben es ihr angetan: „Der Erzgebirger ist in seiner Herzlichkeit und mit seinem Humor genauso wie mit seiner Hilfsbereitschaft und Solidarität unverwechselbar und in meinen Augen sehr liebenswert.“ Der traditionell-bergmännisch geprägten Inhalt des zweiten Erzgebirgskrimis ist für sie naheliegend: „Land, Leute und sogar die Architektur sind seit Jahrhunderten geprägt vom Bergbau und seiner Kultur. Alle Geschichten, Sagen und Traditionen, sogar der Weihnachtsschmuck mit seinen "Raachermanneln" und "Schwibbögen" haben irgendwie mit dem Bergbau zu tun. Das wurde inzwischen ja auch schon an höherer Stelle bemerkt und ein Teilgebiet zum Weltkulturerbe erklärt.“ Diese Bedeutung von Tradition und Bräuchen wurden auch ihr in die Wiege gelegt und machen für sie den besonderen Reiz der Region: „Im Erzgebirge spielen Traditionen, Bräuche und die Religion eine große Rolle. Sie sind sinnstiftend für die Region.“ Mit Blick auf ihre eigene Kindheit im Erzgebirge verrät sie dabei: „Auch meine Eltern haben mir schon früh den Sinn für Tradition und Brauchtum mitgegeben. Und das versuche ich an meine Kinder weiterzugeben, auch wenn wir jetzt in Berlin zuhause sind.“

„Tödlicher Akkord“ – darum geht’s im zweiten Teil der Krimiserie

Die Landschaftsarchitektin Katja Hartmann (Odine Johne) wird erschlagen im Wald gefunden. Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve) und seine Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) ermitteln im Kreis des Bergmannsorchesters Schneeberg. Hier spielte Katja als Hornistin, ebenso wie Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach), die die Ermittlungen kenntnisreich unterstützt.

Bei der Befragung der Orchestermitglieder rücken einige Musikanten in den Fokus der Ermittlung. Sowohl Heidi Köhler (Esther Zimmering), die wie Katja das Tenorhorn spielt, als auch Thomas Majewski (Florian Panzner), Tubaspieler und jähzorniger Ex-Freund von Katja, hatten sich mit dem Mordopfer gestritten.

Großbauer Manfred Schüppel (Alexander Hörbe) spielt die große Pauke und fühlte sich von der Öko- und Tierschutz-Aktivistin Katja in seiner Existenz bedroht. Constance und Peter Wiese (Katharina Lorenz, Tim Bergmann) haben aus einem handwerklichen Musikinstrumenten-Betrieb ein international erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nichtsdestotrotz legen sie Wert auf Traditionspflege und spielen Posaune und Trompete der Bergmannskapelle. Lange verheimlichen sie den Ermittlern, dass sie Katja nicht nur mit der Gestaltung des eigenen Parks um ihre Villa beauftragt hatten, sondern mit ihr auch oft über die Grenze ins tschechische Karlsbad gefahren sind. Als es bei der Generalprobe zum alljährlichen Bergstreittag ein weiteres Mordopfer gibt, spitzen sich die Ereignisse im nur scheinbar idyllischen erzgebirgischen Hügelland zu.

Prominent und authentisch: "Crime and Nature" im Erzgebirge

Pit Rampelt ist Redakteur Fernsehfilm/Serie beim ZDF und verrät, warum der Fernsehsender für die Krimiserie aufs Erzgebirge setzt:

„Natürlich gibt es ortsunabhängige Ausprägungen im menschlichen Zusammenleben, die für eine Krimihandlung relevant sind. Dennoch ist es ein Ziel der neuen Samstagabend-Reihe Geschichten zu erzählen, die das Erzgebirge nicht nur als attraktive Kulisse verwenden, sondern die spezifisch im Erzgebirge angesiedelt sind. Der erste Film „Der Tote im Stollen“ hatte die vielversprechenden Lithium-Funde zum Thema, im zweiten Film „Tödlicher Akkord“ spielen nun der beeindruckende Bergstreittag, der seit 1665 jährlich am 22. Juli in Schneeberg stattfindet, und die Nähe zu Tschechien eine wichtige Rolle.“

Außerdem verrät er: „Die Dreharbeiten für den dritten und vierten Film aus dieser neuen Samstagskrimi-Reihe sind für diesen Sommer geplant.“ Es geht vorrausichtlich also weiter, mit natürlich-kriminellen Geschichten aus dem Erzgebirge.

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Newsmeldung
news-5323 Tue, 03 Mar 2020 08:48:00 +0100 Erzgebirger oder Erzgebirgler – was ist denn nun richtig? https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/kurzerzaehlt/erzgebirger-oder-erzgebirgler-was-ist-denn-nun-richtig „Erzgebirger“ oder „Erzgebirgler“, das ist hier die Frage. Eine Frage, an der sich zuweilen die Geister s̶t̶r̶e̶i̶t̶e̶n̶  scheiden. Deswegen fragen wir einen echten Experten zu seiner Einschätzung: Wie heißt es denn nun? „Erzgebirger“ oder „Erzgebirgler“, diese Frage haben wir auch den Abonnenten unserer Facebook-Seite in einer Umfrage gestellt. Das Ergebnis spricht für sich – wenngleich es nicht so eindeutig war, wie mancher vielleicht vermutet hat: 64 % der knapp 2.600 Teilnehmer sprechen sich für „Erzgebirger“ aus. 36 % ziehen die „Erzgebirgler“-Variante vor. 

Wir wollen es aber genauer wissen und haben deshalb einen Experten gefragt: Daniel Schöller ist Sprachwissenschaftler an der Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation beim Institut für Germanistik und Kommunikation (IfGK) an der TU Chemnitz. Wenn es einer wissen muss, dann er. Und er hat sich dankenswerterweise die Zeit genommen uns aufzuklären, ob denn nun die Version mit oder ohne „l“ richtig ist.

Wie heißt es denn nun: Erzgebirger oder Erzgebirgler?

Daniel Schöller, Sprachwissenschaftler an der Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation an der TU Chemnitz

Um dieser Frage nachzugehen, wollen wir uns zuerst  die beiden Wörter unter einer sprachwissenschaftlichen Lupe genauer ansehen. Dabei ist zu erkennen, dass sich beide Wörter von der Form her lediglich durch ein -er bzw. ein -ler am Wortende unterscheiden. Mit beiden Elementen können aus einem Wort Personenbezeichnungen gebildet werden, die sich zum Beispiel auf eine Tätigkeit (Sport ➡ Sportler, fahren ➡ Fahrer), einen Beruf (Botschaft ➡ Botschafter, Wissenschaft ➡ Wissenschaftler) oder die Herkunft (Chemnitz ➡ Chemnitzer, Freiberg ➡ Freiberger) der Person beziehen. Als solches Wortbildungselement wird -er heute vor allem an Verben (also z.B. fahren ➡ Fahrer, lehren ➡ Lehrer, denken ➡ Denker) angehängt. -ler wird dagegen viel lieber an Substantive wie Sport, Wissenschaft oder eben Gebirge usw. angehängt. Und dieses Vorgehen ist schematisch, d.h. es ist ein Muster, das häufiger und typischerweise angewendet wird.

Es ist aber so, dass beide Möglichkeiten ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander existieren können und dann z.B. räumlich unterschiedlich verteilt sind. In der Schweiz und Österreich wird bspw. viel häufiger Wissenschafter verwendet, in Deutschland nur Wissenschaftler.

In der Entwicklungsgeschichte der deutschen Sprache treten beide Formen sehr früh auf, wobei -er ursprünglicher ist. -ler kann zudem eine abwertende und spöttische Bedeutung haben. Das muss nicht zwingend sein – oder nicht mehr wie heute beim Wissenschaftler. Es zeigt sich erst in der Situation der jeweiligen Verwendung. Im Gedicht „Graf Eberhard der Greiner von Wirtemberg“ benutzt Schiller z.B. den Ausdruck Städtler in spöttischer Weise. Diese Art der Verwendung wird auch augenscheinlich bei Provinzler, Einsiedler oder Hinterwäldler.

Erzgebirgler? Erzgebirger? – hERZmenschen!

Erzgebirgler? Erzgebirger? – hERZmenschen!

Zurück zur Ausgangsfrage

Schauen wir in ein Nachschlagwerk wie den Online-Duden, dann ist nur das Stichwort Erzgebirgler verlinkt. Das Stichwort des Artikels beim Aufruf lautet „Erzgebirgler, auch Erzgebirger“. Lesen wir eine regionale Zeitung, dann findet sich Erzgebirger, in Textsammlungen von überregionalen Zeitungen findet sich häufiger Erzgebirgler. Wie kann das sein? Und gibt es die eine „richtige“ Bezeichnung?

Zunächst fällt auf, dass die eine Form – Erzgebirger – die bevorzugte Eigenbezeichnung ist. Diese finden wir auch im Wörterbuch der Grimm Brüder. Die andere Form nicht. Der Erzgebirgler scheint dagegen häufig eine Fremdbezeichnung zu sein.

Für die weitere Diskussion müssen wir noch berücksichtigen, dass Substantive aufgrund von spezifischen grammatischen und semantischen Merkmalen in weitere Klassen unterteilt werden. So sind Substantive wie Tisch, Auto oder auch Berg und Gebirge Gattungsnamen. Mit ihnen werden z.B. konkrete Gegenstände bezeichnet, die auch in einer Vielzahl vorkommen. Daneben gibt es die Klasse der Eigennamen. Mit ihnen werden Einzeldinge bezeichnet: z.B. „Chemnitz“ als Stadtname. Der typische Eigenname ist „leer“ – er ist wie ein Etikett. Es gibt aber auch einen Übergangsbereich. Aus Gattungsnamen können Wörter zusammengesetzt werden, die dann als Eigenname dienen. Der Eigenname „Fichtelberg“ für die höchste Erhebung in Sachsen ist ein Beispiel dafür. Wir meinen und denken mit „Fichtelberg“ nicht (mehr) an einen Berg mit vielen Fichten, den Gattungsnamen aus dem das gesamte Wort zusammengesetzt ist, auch wenn die Herleitung eventuell noch sichtbar und nachvollziehbar ist.

Warum ist das wichtig? Herkunftsbezeichnungen, die aus einem Eigennamen abgeleitet sind, werden in großem Umfang mit -er abgeleitet (Chemnitzer, Lausitzer, Schwarzwälder, Schweizer und auch Freiberger). Bei einem geografischen Gattungsnamen ist darüber hinaus auch -ler möglich: Bergler, Gebirgler, Älpler, Südstaatler.

Beim Erzgebirge stellen sich daher folgende Fragen: Wie gut ist der Eigenname? Wie viel Vorstellung „steckt“ noch in dem Wort? Ist der geografische Name leer? Die beiden einfachen Wörter Erz und Gebirge sind Gattungsnamen. Ihre Bedeutung ist in gewisser Weise noch verstehbar und kann zusammengesetzt werden: Ein Gebirge, ein bestimmtes Gebirge, nämlich „aus“ Erz bzw. einem hohen Anteil an Erzvorkommen. Mit dieser Bedeutungsaufladung nähert sich der geografische Name einem Gattungsnamen an und tendiert damit zur Bildung mit -ler für „Person kommt aus dem Erzgebirge“.

Je mehr der geografische Name als ein typischer Eigenname aufgefasst wird, desto eher wird das Schema „Herkunftsname + er“ und damit Erzgebirger wahrscheinlicher und zwingender.

Das Ausgeführte gilt analog und grammatisch regulär für „die Person ist weiblich und kommt aus dem Erzgebirge“: Erzgebirg-er/ler-in.

Fazit

Beide Formen – der Erzgebirger und der Erzgebirgler – folgen regulären grammatischen Wortbildungsmustern. Die Frage ist, wie stark der geografische Name noch mit Bedeutung (begrifflichem Inhalt) seiner Wortbestandteile aufgeladen ist und wie viel Vorstellung dem Namen damit noch zukommt. Der Erzgebirgler kann tatsächlich abwertende und spöttische Bedeutung haben. Das häufige Vorkommen als Fremdbezeichnung kann diesen Eindruck verstärken. Der Erzgebirger ist als Form grundsätzlich neutral.

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kurz ERZählt
news-5340 Mon, 02 Mar 2020 13:01:28 +0100 Die kleinsten sind unsere Größten - Fachkräfteallianz Erzgebirge nimmt Kleinunternehmen in den Fokus https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/presse/mitteilungen/die-kleinsten-sind-unsere-groessten-fachkraefteallianz-erzgebirge-nimmt-kleinunternehmen-in-den-fokus Was würde passieren, wenn die Hälfte der Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) im Erzgebirge verschwindet? Wenn man diese Rechnung nur für die Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern im Erzgebirgskreis aufmacht, würde es den Verlust von über 6.600 Betrieben bedeuten, konkret: viele Fleischer, Bäcker, Handwerker aus dem Baubereich, Einzelhändler usw. würden einfach verschwinden. Was dieses Fehlen für die Region an sich bedeuten würde, lässt sich schnell skizzieren.   

Dort wo es keine Kleinunternehmen mehr gibt, ist die Lebensqualität nicht mehr da. Immer mehr Menschen würden das Erzgebirge verlassen. Denkbar wäre die Situation schon, denn diese Unternehmen leiden insbesondere unter der fehlenden Verfügbarkeit von Fachkräften, aber auch dem hohen Aufwand an Bürokratie sowie steigenden Steuern und Abgaben. Damit dieses Szenario niemals Wirklichkeit wird, hat sich die Fachkräfteallianz Erzgebirge diesem Thema angenommen. Seit 2014 arbeiten Akteure des regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in einem Netzwerk zusammen, um eine optimale Basis zur Sicherung von qualifizierten Fach- und Führungskräften im Erzgebirge zu schaffen. Termine und Aktivitäten werden seitdem gemeinsam abgestimmt, Projektideen an einem Tisch entwickelt und erprobt. Finanziert über die Fachkräfterichtlinie zur Fachkräftesicherung im Freistaat Sachsen werden seitdem eine Reihe guter Projekte wie das Welcome Center Erzgebirge für Zuwanderer, der Pendleraktionstag für Rückkehrer oder Karriere Dual für Gymnasiasten umgesetzt.

Eine Gruppe, die aufgrund ihrer Größe aber häufig nicht erreicht wird, sind allerdings die Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern. Deren Herausforderungen sind aber gleichwohl immens, denn sie können nur auf eine begrenzte Anzahl von Schultern verteilt werden. Vor allem die Chefs dieser Unternehmen kämpfen abwechselnd an jeder Front: als Stratege, Buchhalter, Vertriebler, Entwickler, Controller und nicht zuletzt als Personalverantwortlicher.

Auf Initiative der Fachkräfteallianz Erzgebirge ermittelte eine aktuelle Studie, wie Fachkräftesicherung in kleinen und Kleinstunternehmen besser gelingen kann. Anhand der Studie wurde gezeigt, was erfolgreiche Unternehmen von den weniger erfolgreichen unterscheidet: sie bieten überdurchschnittlich mehr Schülerpraktika und Ferienjobs an, sind auf Messen präsent, nutzen soziale Netzwerke und engagieren sich in der Region. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen sowie die Nutzung der verfügbaren Angebote aller Partner der Fachkräfteallianz sind für diese Unternehmen üblich. Vor allem aber nutzen sie das Spektrum an Möglichkeiten, um Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden und ihnen damit zu zeigen, was sie ihnen wert sind: sei es die Übertragung von Verantwortung an die Mitarbeiter, die Einbindung in unternehmerische Entscheidungen, Weiterbildungen und nicht zuletzt regelmäßige Lohnerhöhungen.

Seitens befragter Fachkräfte wurde deutlich, dass jeder 2. Azubi gern in Unternehmen dieser Größenordnung arbeitet und 65 % im Erzgebirge auf dem Land leben möchten. Die Vorteile, in einem familiären überschaubaren Umfeld zu arbeiten, haben junge Menschen offensichtlich erkannt. Sie mit den richtigen Partnern zusammenzubringen und Unternehmen für die Wertschätzung aller Mitarbeiter zu sensibilisieren, bleibt die weitere Aufgabe der Fachkräfteallianz Erzgebirge.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden zum ersten Tag der Kleinunternehmen im Erzgebirge am 6. Februar 2020 präsentiert. Neben der Auseinandersetzung mit der Studie zeigte der Tag darüber hinaus Werkzeuge und Instrumente zur Fachkräftesicherung sowie Ideen zur Umsetzung auf, machte Mut zur aktiven Gestaltung und vernetzte die Teilnehmer.

Um diesen Impuls in die gesamte Region zu tragen, plant die IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge gemeinsam mit den Partnern der Fachkräfteallianz eine Roadshow, um UnternehmerInnen direkt vor Ort zu informieren. Der Auftakt findet am 18. März 2020, 18:15 Uhr im Kunsthof Eibenstock statt. Interessenten sind herzlich willkommen.

Zitate der Partner

„Kleinunternehmer sind meistens Strategen, Betriebswirte, Vertriebler -  generell einfach Multi-Talente, Chef und Mitarbeiter zugleich. Viele wirtschaftliche Sorgen, u.a. die Suche nach geeigneten Fachkräften, treffen sie einfach härter, da die Aufgaben ohnehin schon auf wenige Schultern verteilt sind. Genau da möchten wir ansetzen und Unterstützung anbieten.“
Jana Dost, Geschäftsführerin IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge

„Nicht Multis und Großkonzerne sondern Kleinunternehmer und Mittelständler sind die Stützen der Wirtschaft vor allem in einer ländlichen Region. Dabei haben es die Klein- und Kleinstunternehmen am schwersten auf alle aktuellen Anforderungen zu reagieren und diese umzusetzen. Dazu wollen wir Unterstützung anbieten, aber auch mit helfen, ihre gesellschaftliche und politische Wahrnehmung zu stärken und zu erhöhen.“
Steffen Böttcher, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Erzgebirge

„Die Kleinunternehmer sind, nicht nur in unserer Branche, das Herz und das Rückgrat der Region Erzgebirge. Sie zählen zu den wichtigsten Leistungsträgern sowohl wirtschaftlich, ehrenamtlich als auch ideell. Als Teil der Fachkräfteallianz Erzgebirge sehen wir die Studie und den Kleinunternehmertag als ersten wichtigen Schritt hin zur Anerkennung dieser erbrachten Leistung. Wir wollen darauf aufbauen und die Kleinunternehmer auch zukünftig besser unterstützen.“
Frederic Günther, Geschäftsführer Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V.

„Bislang kommen viele Maßnahmen zur Fachkräftesicherung aus der Fachkräfteallianz Erzgebirge noch nicht wirklich bei Kleinstunternehmen an. Daran werden wir in Zukunft gemeinsam noch mehr arbeiten.“
Matthias Lißke, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

„Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.“

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Pressemitteilung
news-5326 Mon, 02 Mar 2020 08:48:00 +0100 Bereits erster Workshop im Seiffener Kreativzentrum https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/bereits-erster-workshop-im-seiffener-kreativzentrum Lange war es nur eine Idee auf dem Papier: Im Spielzeugdorf soll eine Denkwerkstatt entstehen. Doch jetzt ging alles recht schnell. [...]

Quelle: Freie Presse vom Joseph Wenzel, 14.02.2020

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Newsmeldung
news-5325 Fri, 28 Feb 2020 08:38:00 +0100 Zwei gute Freunde starten als Beste https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/zwei-gute-freunde-starten-als-beste Anlagenmechaniker bei den Wasserwerken zu sein, war das berufliche Ziel für zwei Schwarzenberger. Und sie schafften Überdurchschnittliches.   [...]

Quelle: Freie Presse vom 11.02.2020, Beate Kindt-Matuschek

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Newsmeldung
news-5331 Thu, 27 Feb 2020 08:19:00 +0100 Erzgebirge erreicht 2019 Rekord der Übernachtungsbilanz https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/news/erzgebirge-erreicht-2019-rekord-der-uebernachtungsbilanz Das Jahr 2019 war für das Erzgebirge mit der Ernennung zum UNESCO Welterbe ein Meilenstein. Nun belegen die vorliegenden Zahlen des statistischen Landesamtes eine beachtliche Bilanz, die einen Rekord im Übernachtungstourismus darstellt: Von Januar bis Dezember 2019 verzeichnete das Reisegebiet 1.102.787 Gästeankünfte (ein Plus von 3 % im Vgl. zum Vorjahreszeitraum). Diese generierten 3.196.474 Übernachtungen (ein Plus von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum).

Das bisher erfolgreichste Jahr war 2012 mit über 3.16 Mio. Übernachtungen in 528 meldepflichtigen Betrieben mit insgesamt 23.054 Betten. 2019 wurden 468 meldepflichtige Betriebe mit 21.646 Betten gezählt.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Sommermonate, die sich in den letzten Jahren zu den übernachtungsstärksten Monaten entwickelt haben. So konnten beispielsweise im Juli 2019 rund 91.000 Gästeankünfte (+ 4,1 % zu Juli 2018) mit mehr als 309.000 Übernachtungen (+ 4,8 % zum Vorjahresmonat) gezählt werden. Dies bestätigt den Erfolg, das Erzgebirge als Ganzjahresreiseziel auf dem touristischen Markt zu etablieren.

Ebenso kann sich das Erzgebirge im Punkt Gästezufriedenheit über hervorragende Noten freuen. Die erzgebirgischen Gastgeber erreichten 2019 87,1 von 100 Punkten (+ 1,2 Punkte ggü. 2018), das gesamte Bundesland Sachsen 86,2 Punkte. Dies wird in der TrustYou Studie des Landestourismusverbandes Sachsen e.V. (LTV SACHSEN) ausgewiesen.

Auf diesen Erfolgen wird sich der Tourismusverband Erzgebirge e.V. nicht ausruhen, sondern die Entwicklung der Destination gezielt vorantreiben. Innovation & Digitalisierung, Qualität, Kooperation & Vernetzung sind die Schwerpunktthemen der Destinationsentwicklung im Jahr 2020.

Die Kampagne #erzgebirgebewegt verknüpft das Thema UNESCO-Welterbe mit den bekannten Produktlinien des Erzgebirges. So wurde beispielhaft die erfolgreich abgeschlossene Kampagne „Welterbe mit Taktgefühl“ mit den Themen Bergbau & Kulturschätze sowie Traditionshandwerk & Weihnachtswunderland verbunden.

Das „Welterbe mit Geschichte(n)“ und „Welterbe mit Stoll(e)n“ folgen im Frühjahr 2020. Ziel der Kampagne ist, die Aufmerksamkeit und das Interesse bei potentiellen Gästen zu wecken sowie auf die vielfältigen Produkte der Erlebnisheimat Erzgebirge hinzuweisen. Dazu werden weiterhin crossmediale Marketingaktivitäten stattfinden. Seit November 2019 wird die Kampagne in den nationalen Quellmärkten ausgespielt, im Frühjahr 2020 wird sie auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet.

Um die gute Wettbewerbsplatzierung – auch im Deutschlandvergleich - weiter zu behaupten, wartet das Erzgebirge auch in 2020 wieder mit Veranstaltungshöhepunkten und attraktiven Reiseanlässen auf.

Highlights sind unter anderem die derzeit stattfindenden BMW IBSF Bob und Skeleton Weltmeisterschaften vom 17. Februar bis 08. März 2020 in Altenberg und die Junioren-Weltmeisterschaft Ski Nordisch vom 28. Februar bis 08. März 2020 im Kurort Oberwiesenthal.

In Zwickau, Oelsnitz und Freiberg feiert das Erzgebirge „Boom! 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“. Am ersten Juniwochenende laden zum Tag der deutschen Welterbestätten die Bergbau-Erlebnistage dazu ein, Welterbe mit Berggeist, Tiefgang und Geschichten zu entdecken. Und im September heißt der 29. Tag der Sachsen seine Gäste „Herzlich Willkommen im Schacht“.

Hintergrundinformation:

Die Beherbergungsstatistik ist eine monatliche Erhebung und dient der kurzfristigen Information über die konjunkturelle Entwicklung im Beherbergungsgewerbe. Seit dem Jahr 2012 werden die Anzahl der Betriebe und die Ankünfte/Übernachtungen einschließlich Campingplätze dargestellt. Außerdem gilt seit 2012 ein veränderter Berichtskreis - Beherbergungsstätten ab 10 Betten und Campingplätze ab 10 Stellplätze sind meldepflichtig. In den vorherigen Jahren (bis zum Jahr 2012) waren Betriebe ab 8 Betten meldepflichtig.

Der LTV SACHSEN sichtet seit 2015 regelmäßig alle Onlinebewertungen zu sächsischen Gastgebern. Im Jahr 2019 wurden 460.806 Bewertungen verzeichnet, davon 45.302 im Erzgebirge. Sachsens Gäste gaben durchschnittlich 185 Bewertungen pro Betrieb und pro Jahr ab. Insgesamt fallen 91 Prozent der Bewertungen positiv aus.

Die Suchmaschine TrustYou wertet Beurteilungen von Nutzern aus, die sich auf ca. 250 führenden Reisebewertungs- und Social-Media-Internetseiten austauschen. Auf Basis aller erfassten Meinungen ergibt sich durch statistische Verfahren der „TrustScore“ als Zusammenfassung aller Bewertungen.

Über den Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Der Tourismusverband Erzgebirge e.V. ist die Dachorganisation für die nationale und internationale Vermarktung der Reiseregion Erzgebirge. Ausgezeichnete Rad-& Wanderwege, Wintersportmöglichkeiten, über 800 Jahre Bergbautradition, weltbekannte Weihnachtsbräuche & Handwerkskunst sowie historische Dampfeisenbahnen: Wer in das Erzgebirge im Süden Sachsens aufbricht, lernt eine zweite Heimat kennen – die Erlebnisheimat. Modern und traditionell, mit Geschichte und Geschichten!

Quelle: Pressemitteilung des Tourismusverband Erzgebirge e.V.

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Newsmeldung
news-5334 Thu, 27 Feb 2020 08:15:00 +0100 Vertrauen schafft Freiheit https://www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/wirtschaft/vertrauen-schafft-freiheit Schöne Hülle, viel dahinter: Wie Testa Motari Potenzial durch Vertrauen freisetzt. Johanngeorgenstadt im Erzgebirge. Zwischen Bergen und Wäldern eine Offenbarung der Moderne: Schlichtweiß und edel begrüßt uns eine Bauhaus-Villa im minimalistischen Stil, der Firmensitz von Testa Motari. Wir öffnen die Tür und betreten einen großen, offenen Raum mit bodentiefen Fenstern, die den Blick in die grüne Weite des Erzgebirges freigeben. Mitten im Raum ein langer Tisch, darüber eine Designer-Lampe, rundherum Eames-Chairs, der Design-Klassiker schlechthin. Daneben eine geräumige Sitzlandschaft vor einer Wand, an der sich das Holz für den freihängenden Kamin stapelt. Im Hintergrund spielt Musik, aus der offenen Küche weht der Duft von gerupftem Basilikum, das eine junge Frau gerade in die vor sich hin köchelnde Sauce aus frischen Kirschtomaten rührt. Aus den Besprechungsräumen entlang der Galerie dringen leise Gespräche, im Untergeschoss tüfteln Produktentwickler an neuen Entwürfen. Wenig später werden sich die Menschen zum Mittagessen am langen Tisch einfinden, bevor sie gemeinsam beim Yoga entspannen. Eine schöne neue Welt, wie man sie aus Geschichten vom Silicon Valley kennt.

Dass dies bei Weitem nicht nur eine „schöne Hülle“ – so die Bedeutung des Firmennamens Testa Motari im übertragenen Sinne – ist, sondern gelebte DNA, zeigt uns Martin Fenzl, 37 Jahre, Firmengründer, kreativer Kopf und Visionär. „Mit ‚schönen Hüllen‘ fing tatsächlich alles an“, erzählt der Unternehmer, der schon immer ein Faible für Ästhetik hatte.

Nach seiner Tischlerlehre in der väterlichen Firma begann er, profane Alltagsdinge mit schönen Verkleidungen zu versehen. Computergehäuse, Kugelschreiber und Kaffeemaschinen veredelte er mit Holz und feinen Oberflächen aus hochwertigen Materialien. Doch Martin Fenzl wollte mehr. „Ich war schon immer umtriebig“, erzählt er, „und ich hatte schon immer Unternehmerblut in mir. Eine Firma zu leiten – das war mein Traum. Und da ich sehr auto-affin bin, habe ich mir eines Tages auf die Fahnen geschrieben, aktiv auf Automobilisten zuzugehen.“

Heute entwickelt und fertigt Testa Motari innovative Interieurs für alle großen Luxusmarken – Bentley und Rolls-Royce, die S-Klasse von Mercedes oder BMW. Wichtig war Martin Fenzl dabei immer die direkte Zusammenarbeit mit den Kunden, der Kontakt auf Augenhöhe. Das ist ihm gelungen – mit Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen, Standfestigkeit und dem unbedingten Willen, alles für das große Ziel zu geben. „Wir haben den Schritt geschafft, uns von einer handwerklichen Design- Manufaktur zum Serienfertiger für die Automotive-Branche zu entwickeln – mit allem, was dazugehört: internationale Fertigung, Dauertests, Zertifizierungen und höchste Performance bei Qualität und Prozessen.“

Bei jeder Entscheidung, die wir als Team treffen, fragen wir uns: Dient das, was ich tue, dem Unternehmen?“

so Franziska Kraus über die innovative Organisationsform von Testa Motari

Doch Martin Fenzl hatte noch größere Pläne. Denn ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Menschen. Seit anderthalb Jahren liegt sein Fokus auf einer unternehmerischen Vision, die inspiriert ist von der Idee des „New Work“: Jeder Mitarbeiter bestimmt seine Aufgaben selbst. Teams formen sich eigen-dynamisch und selbstregulierend. Die Verantwortung für Projekte liegt komplett bei den Teams – bis hin zu den Finanzen. Alles ist zu hundert Prozent transparent.

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Man muss ihm nur die Freiheit geben – und wird als Unternehmer dafür mit Freiheit belohnt.

Es gibt ein paar wenige Spielregeln“, so Martin Fenzl, „und viel konstruktive Kommunikation. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Man muss ihm nur die Freiheit geben – und wird als Unternehmer dafür mit Freiheit belohnt“, so seine Erfahrung.

Kontrolle ist ein Verhinderungsmechanismus, der unternehmerisches Denken tötet. Regeln bauen Mauern. Vertrauen fördert Verantwortung.

„Es geht immer um das gegenseitige Reflektieren. Jeder gibt, was er kann und möchte. Und nimmt sich dafür das, was ihm im Sinne des Teams für diesen Einsatz zusteht. Menschen lassen Masken fallen, zeigen ehrlich, wer sie sind. Hierarchien entwickeln sich auf natürliche Weise. Wenn die Kontrolle wegfällt, wird Potenzial frei.“ Potenzial, das den Menschen Flügel wachsen lässt. Und die schöne Hülle mit wahrhaft schönem Leben füllt.

Text: Sylva-Michèle Sternkopf
Fotos: Georg Ulrich Dostmann

Magazin „Herzland“

Diese Geschichte erschien zuerst im Magazin „Herzland - Gedacht.Gemacht.Erzählt“. Hier kannst du das gesamte Magazin online lesen, als PDF herunterladen oder gedruckte Exemplare nach Hause bestellen.

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Unternehmensgeschichten