Julia Taubitz
| Position: | Profi-Sportlerin (Rennrodel) |
| Botschafter seit: | 16. August 2024 |
Julia Taubitz wurde 1996 in Annaberg-Buchholz geboren. Dort begann ihre sportliche Karriere schon sehr früh. Im Alter von sieben Jahren spürte sie zum ersten Mal den schnellen Windhauch an der Rodelbahn, als ihr älterer Bruder sie mit zum Training nahm. Das Feuer war entfacht – und dauert für den risikoreichen Sport bis heute an. Die sportlichen Grundsteine wurden in Oberwiesenthal gelegt und gefestigt, wo sie am Bundesstützpunkt Rennschlitten mit dem Training begann. Nach dem schulischen Abschluss schloss sie sich der Sportfördergruppe der Bundeswehr an, der sie als Soldatin auf Zeit – inzwischen als Hauptfeldwebel – bis heute angehört. Sie schloss eine Ausbildung als Sportmanagerin ab und befindet sich aktuell in der Weiterbildung zur Sportfachwirtin.
Julia Taubitz liebt das Risiko. Das muss man in ihrer Sportdisziplin auch. Denn wer mit mehr als 120 km/h die Eisbahn hinunterrast, weiß, dass jeder noch so kleine Fehler schmerzhafte Konsequenzen nach sich zieht. Unzählige Einheiten an hartem Athletik-, Kraft- und Bahntraining zuzüglich vieler Stunden mit Mechanikern, um aus dem Schlitten das Optimum herauszuholen: der Alltag von Julia Taubitz ist eng getaktet. Gerade in der Jugend war das nicht immer einfach. Und als sie mit 8 Jahren auf der Bahn in Altenberg ihre ersten Abfahrten nahm, ahnte sie nicht, dass sie genau dort Anfang 2024 mit WM-Gold auf dem Siegertreppchen stehen würde. Ihrer Disziplin und ihrem Mut ist es zuzuschreiben, dass sie heute ein sportliches Aushängeschild für die Region Erzgebirge und ein Idol für viele Nachwuchssportler ist, die ihr nacheifern wollen. 2 Mal Olympia-Gold 2026, 8-fache Weltmeisterin, 5-fache Gesamtweltcupsiegerin, 30 Weltcupsiege, Europameisterin 2025: Sie weiß, dass sie ohne die professionelle Nachwuchsarbeit am Fichtelberg heute nicht an der Weltspitze stehen würde.
Auch wenn Julia Taubitz inzwischen viel Zeit in Oberhof verbringt, bleibt ihre Heimat Erzgebirge und besonders die Stadt Annaberg-Buchholz ihr Anker und Kraftelixier. Viele schöne Plätze auf der ganzen Welt hat die 29-jährige aufgrund des Sports seit ihrer Kindheit erleben dürfen, aber sie sagt: „Es ist immer wieder am schönsten zurück nach Annaberg zu kommen.“ Und das nicht nur, aber besonders in der Weihnachtszeit . Von ihrem geliebten Pöhlberg aus hat sie dann den schönsten Blick über ihre Heimat. Mit Stolz vertritt sie das Erzgebirge und seine Werte bei ihren Begegnungen an den großen internationalen Rodelbahnen.
Julia Taubitz trainiert heute am Olympiastützpunkt in Oberhof und startet für den Verein WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Am 10. Februar 2026 holte sie ihre erste olympische Goldmedaille, bei den XXV. Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Nur wenige Tage später krönte Julia Taubitz diese mit dem zweiten Mal Gold: Im Teamstaffel-Wettbewerb rodelte sie mit dem deutschen Team erneut zum Sieg – Bahnrekord inklusive.