Olympische Winterspiele 2026

Kaum eine Region prägt den deutschen Wintersport so stark wie das Erzgebirge . Zahlreiche Medaillen, große Namen und Spitzen-Leistungen bei Olympischen Winterspielen sind mit der Region verbunden. Nicht umsonst gilt der Erzgebirgskreis als Heimat von Deutschlands erfolgreichsten Olympioniken.

Bei den XXV. Olympischen Winterspielen vom 6. bis 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo soll diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden. Auch diesmal führt der Weg vieler deutscher Hoffnungen über das Erzgebirge. Athleten, die hier aufgewachsen sind. Sportlerinnen und Sportler, die hier trainieren. Vereine, die seit Jahren Spitzenkräfte formen. Trainer, Techniker und Ausrüster aus dem Erzgebirge. Sie alle werden ein Stück olympische Wintersport-Geschichte schreiben und dabei das Erzgebirge mit nach Italien und in die Welt tragen. Denn Olympia beginnt nicht erst im Stadion. Es beginnt dort, wo Spitzenleistung entsteht. Im Erzgebirge.


Erzgebirgische Olympioniken 2026

Sie kommen aus dem Erzgebirge oder trainieren hier. Sie starten für Vereine der Region und gehören zur nationalen Spitzenauswahl für Olympia: Die folgenden Athletinnen und Athleten vertreten 2026 nicht nur Deutschland bei den Olympischen Winterspielen, sondern auch eine Region, die seit Jahrzehnten für Wintersport auf höchstem Niveau steht. Ihre Wege führen nach Mailand und Cortina d’Ampezzo. Ihre sportlichen Wurzeln liegen im Erzgebirge:

Justus Strelow: Treffsicherer Biathlet aus Dippoldiswalde

Der 29-jährige Biathlet Justus Strelow aus Dippoldiswalde im Osterzgebirge startet für den SG Stahl Schmiedeberg und zählt zu den treffsichersten Schützen im deutschen Weltcup-Team. Mit seiner Ruhe am Schießstand und seiner konstanten Entwicklung hat er sich vom Nachwuchsathleten zu einem verlässlichen Leistungsträger auf internationalem Niveau entwickelt.

Schieß-Ass: Einer der konstantesten Schützen im Weltcup

WM-Bronze: Staffelmedaille bei Biathlon-Weltmeisterschaften

WM-Bronze: Medaille im Single-Mixed bei Weltmeisterschaften

Weltcup-Podest: Podiumsplätze mit der deutschen Staffel

Francesco Friedrich: Vergoldeter Bob-Pilot trainiert in Oberbärenburg

Der 35-jährige Bobpilot Francesco Friedrich aus Pirna startet für den BSC Sachsen Oberbärenburg e.V. und ist der erfolgreichste Bobfahrer seiner Generation. Mit seiner außergewöhnlichen Mischung aus Explosivität, Präzision und mentaler Stärke prägt er den internationalen Bobsport seit Jahren und trägt den Namen des Erzgebirges auf die größten Sportbühnen der Welt.

Olympia-Gold: 2018 & 2022 jeweils Gold im Zweier- und Viererbob

WM-Dominator: Mehrfacher Weltmeister in beiden Disziplinen

Weltcup-König: Zahlreiche Gesamtsiege und Rennsiege

Ausnahmeathlet: Technische Perfektion und Nervenstärke

Jörn Wenzel: Aufsteigender Bob-Anschieber aus dem Osterzgebirge

Der 19-jährige Anschieber Jörn Wenzel aus Freital startet für den BSC Sachsen Oberbärenburg und gehört zur nächsten Generation deutscher Bob-Athleten, die international für Furore sorgt. Seit seinem Weltcupdebüt in der Saison 2023/24 überzeugt er mit Power am Anschieberblock und schnellen Starts in beiden Disziplinen.

Europameister Gold: Sieg im Viererbob bei den Europameisterschaften 2025

WM-Silber: Zweiter Platz im Viererbob bei den Weltmeisterschaften 2025

Weltcup-Erfolge: Mehrere Weltcupsiege im Zwei- und Viererbob

Wachsendes Talent: Schneller Aufstieg vom Nachwuchs bis ins A-Team

Julia Taubitz: Gebürtige Annaberg-Buchholzerin brilliert im Rodeln

Die 29-jährige Rennrodlerin Julia Taubitz wurde 1996 in Annaberg‑Buchholz geboren und zählt zu den größten Talenten im Rennrodeln. Mit einer Mischung aus Präzision, Power und Erfahrung dominiert sie seit Jahren den Weltcup und bringt das Erzgebirge auf die internationale Spitze des Sports.

Fünffache Weltcup-Gesamtsiegerin: Dominierend in der Gesamtwertung der Damen-Rennrodel-Weltcups.

Mehrfache Weltmeisterin: Zahlreiche EM- und WM-Titel im Einsitzer und Team-Wettbewerben.

Ständig auf dem Podium: Regelmäßig Top-Platzierungen in Einzel- und Sprint-Rennen.

Olympia-Traum: Trotz vieler Erfolge bleibt die ersehnte olympische Medaille ein großes Ziel.

Vom Küken zur Leitwölfin: mehr zu Julia Taubitz

Timon Grancagnolo: Rodler mit Trainings-Heimat Oberwiesenthal

Der 21-jährige Rodler Timon Grancagnolo aus Chemnitz startet für den ESV Lokomotive Chemnitz im Einsitzer und gehört zur neuen Generation deutscher Top-Athleten. Er trainiert am Bundesstützpunkt Oberwiesenthal, wo er unter optimalen Bedingungen an Technik, Startstärke und Konstanz arbeitet.

Weltmeister 2024: Gold im Einsitzer bei der Heim-WM in Altenberg

EM-Silber 2024: Podestplatz im Einzel auf internationalem Top-Niveau

Schneller Aufstieg: Vom Nachwuchsbereich bis an die Weltspitze

Trainingsstandort Oberwiesenthal: Tägliche Arbeit am sächsischen Wintersportzentrum

Florian Müller: Der Buchholzer, der nach oben rodelt

Der 24-jährige Rennrodler Florian Müller, geboren am 9. Oktober 2001 in Erlabrunn, startet für den WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und zählt zur starken Rodelgeneration Deutschlands. Er ist Teil des Doppelsitz-Teams mit Toni Eggert und hat in kurzer Zeit internationale Erfolge feiern können.

Europameisterschaft-Silber (2026): Zweite Platzierung im Doppelsitzer bei der EM

Weltcup-Siege: Mehrere Siege im Doppelsitzer gemeinsam mit Toni Eggert

Top-Platzierung: Weltcup-Gesamt vierter Rang 2024/25

Aufstrebender Star: Schnelle Entwicklung von Junioren-Podien zu Weltcup-Siegen

Katharina Hennig-Dotzler: Aus Annaberg-Buchholz in die Elite-Loipen der Welt

Die 29-jährige Skilangläuferin Katharina Hennig-Dotzler wurde in Annaberg-Buchholz geboren und startet für den WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Sie gehört seit Jahren zur Weltspitze im Langlauf, prägt Staffel- und Distanzrennen und hat ihrem Heimatverein internationales Renommee eingebracht.

Olympia-Gold 2022: Team-Sprint Klassisch – Gold bei den Winterspielen in Peking 

Olympia-Silber 2022: 4 × 5 km Staffel – Silber in Peking 

WM-Silber: 4 × 5 km Staffel bei Weltmeisterschaften in Planica 2023 & Trondheim 2025

Weltcup-Erfolg: Regelmäßige Top-Platzierungen und Podestplätze im Weltcup

Selina Freitag: Skispringerin aus Erlabrunn wird zur Überfliegerin

Die 24-jährige Skispringerin Selina Freitag aus Erlabrunn stammt aus einer Skisprung-Familie und startet für den SG Nickelhütte Aue . Sie gehört zu den stärksten deutschen Springerinnen im Weltcup. Ihre fliegerischen Fähigkeiten, gekoppelt mit Durchhaltevermögen und Konstanz, haben sie zu einer festen Größe im internationalen Skisprung-Zirkus gemacht.

Weltmeistertitel: Mehrfach Gold mit dem Team und im Mixed Team bei Nordischen Ski -WM 2023 in Planica

Einzel-WM-Silber: Silbermedaillen im Einzel bei Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim

Weltcup-Erfolge: Zahlreiche Podestplätze, darunter Podestplatzierungen auch in der Saison 2025/26

Gesamtweltcup: Zweiter Platz in der Weltcup-Gesamtwertung der Saison 2024/25

Axel Jungk: Zschopauer meistert den Skeleton-Kanal

Der 34-jährige Skeleton-Athlet Axel Jungk aus Zschopau startet für den BSC Sachsen Oberbärenburg (über DSC Dresden) und zählt zu den international konstantesten Skeletonis im Eiskanal. Mit explosiven Starts, feiner Linienwahl und großer Rennerfahrung ist er seit Jahren auf Weltcup- und WM-Niveau vertreten.

Olympia-Silber (2022): Zweite Platzierung im Einzel-Skeleton bei den Winterspielen in Peking

WM-Bronze (2024): Medaille im Mixed-Team bei den Weltmeisterschaften in Winterberg

Europameisterschaft (2023): Bronze im Einzel in Altenberg

Weltcup-Topplatzierungen: Mehrfache Spitzenplätze und lange Gesamtplatzierungen in den Weltcup-Wertungen

Susanne Kreher: Annaberg-Buchholzer Skeleton-Virtuosin

Die 27-jährige Skeletonpilotin Susanne Kreher stammt aus Annaberg-Buchholz und startet für den DSC Dresden. Mit ihrem rasanten Fahrstil gehört sie längst zu den international erfolgreichsten Athletinnen im Skeleton und vertritt Deutschland zurecht bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina.

Weltmeisterin 2023: Gold im Einzel-Skeleton bei den Bob- und Skeleton-WM in St. Moritz

Weltmeisterin Mixed Team: Gold mit dem deutschen Team beim gleichen Event

Europameisterin: Titel bei Skeleton-Europameisterschaften 2023 und 2026

International etabliert: Podestplätze und Top-Platzierungen im Skeleton-Weltcup

Julia Taubitz im hERZschlag-Podcast

Die erzgebirgische Rennrodlerin im Interview



Die Köpfe hinter den Erfolgen — Trainer und Technik aus dem Erzgebirge

Hinter den sportlichen Leistungen der Athletinnen und Athleten stehen erfahrene Trainer, Technikerinnen und Funktionäre, die mit Fachwissen, Präzision und Leidenschaft arbeiten. Eric Frenzel, Bundestrainer der Nordischen Kombination, stammt aus dem Erzgebirgsort Geyer und bringt als ehemaliger Ausnahmeathlet Siegermentalität, moderne Trainingsmethoden und strategische Weitsicht in die Arbeit mit dem Nationalteam ein. Im Rennrodeln verantwortet der Marienberger Torsten Görlitzer als Bundestrainer die sportliche und technische Entwicklung des deutschen Teams und steht für Kontinuität und internationale Erfolge.

Ebenso unverzichtbar ist die technische Expertise hinter den Kulissen: Anne Winkler aus Sayda unterstützt als Technikerin das deutsche Langlauf-Team mit Materialkenntnis, handwerklicher Präzision und eigener Wettkampferfahrung. Für Fairness und Regelkonformität sorgt Guntram Kraus, der als technischer Delegierter die Materialkontrolle in der Nordischen Kombination übernimmt und damit gleiche Bedingungen für alle Athleten gewährleistet.

Auch Unternehmen aus dem Erzgebirge tragen entscheidend zum internationalen Spitzensport bei. Das Unternehmen Rass Spezialsportschuhe aus Schönheide entwickelt Skisprungstiefel, die dank jahrelanger Forschung, Erfahrung und enger Zusammenarbeit mit Spitzensportlern zu den meistverkauften der Welt zählen. Jeder Stiefel wird in Schönheide in Handarbeit gefertigt und durch permanente Qualitätskontrollen für höchste Funktionalität und Verlässlichkeit im Wettkampf optimiert.

Gemeinsam bilden Trainer und Technik ein starkes Fundament: Sie planen, prüfen, optimieren und begleiten – oft im Hintergrund, aber immer entscheidend. Ihre Arbeit macht internationale Spitzenleistungen erst möglich und zeigt, wie viel Kompetenz und Wintersport-Tradition im Erzgebirge verwurzelt sind.

Wintersport- und Olympia-Kaderschmieden im Erzgebirge

Das Erzgebirge zählt zu den zentralen Leistungsräumen des deutschen Wintersports. Der Bundesstützpunkt am Fichtelberg in Oberwiesenthalt ist als Zentrum für Alpin, Biathlon, Skisprung, Skilanglauf, Nordische Kombination und Rennschlitten. Moderne Trainingsstätten, kurze Wege und erfahrene Trainer prägen den Standort. Ergänzt wird dies durch die Eliteschule des Wintersports in Oberwiesenthal, die Nachwuchsathleten aus ganz Deutschland anzieht und gezielt auf den Leistungssport vorbereitet.

Auch Altenberg steht für Spitzenförderung mit langer Tradition. Hier bildet das Leistungssportzentrum mit Olympiastützpunkt eine feste Größe für Disziplinen wie Rennrodeln, Bob und Skeleton. Die dortige Kunsteisbahn gehört zu den anspruchsvollsten Anlagen Europas und wird regelmäßig für Weltcups und internationale Meisterschaften genutzt. Direkt angebunden ist die Eliteschule Altenberg, die eine vertiefte sportliche Ausbildung ermöglicht und schulische Inhalte eng mit dem Trainingsalltag verzahnt. 

Getragen werden diese Strukturen von leistungsfähigen Vereinen: Der WSC Erzgebirge Oberwiesenthal zählt zu den bekanntesten Talentschmieden im nordischen Skisport. Der BSC Sachsen Oberbärenburg ist fest im Eiskanal Altenberg verankert und bringt regelmäßig Athleten in internationale Wettbewerbe. Die SG Nickelhütte Aue prägt seit Jahrzehnten das Skispringen im Erzgebirge, während der SSV Geyer für kontinuierliche Nachwuchsarbeit im Skilanglauf steht. Zusammen bilden Stützpunkte, Schulen und Vereine ein enges Netzwerk, das olympische Qualität ermöglicht und den Wintersport im Erzgebirge dauerhaft auf hohem Niveau hält.

Wintersportler sind Botschafter des Erzgebirges

Sie haben Medaillen gewonnen, bei Olympia geglänzt und damit das Erzgebirge in die Welt getragen. Ihre Erfolge stehen für Disziplin, Konstanz und Spitzenleistungen im Wintersport. Als offiziell ernannte Botschafter des Erzgebirges vertreten sie die Region weit über den Sport hinaus. Die folgende Übersicht zeigt aktive und ehemalige Wintersportler, die olympische Geschichte geschrieben haben und als offiziell ernannte Botschafter des Erzgebirges bis heute eng mit ihrer Heimat verbunden sind.