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Richard Glöckner

Position: Schauspieler
Organisation: Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH
Ort: Annaberg-Buchholz
Botschafter seit: 21. August 2026

Richard Glöckners Weg führte ihn früh hinaus aus dem Erzgebirge . Nach der Schulzeit in Seiffen und Olbernhau wechselte er mit 16 Jahren an das Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau und danach zum Sächsischen Landesgymnasium für Musik in Dresden. Anschließend studierte er Gesang am renommierten Mozarteum Salzburg und entwickelte sich zu einem vielseitigen Künstler mit einem breiten Repertoire von Oper und Operette über Musical bis hin zum Kunstlied und Chanson.

Aufgewachsen in Seiffen in einer Spielzeugmacherfamilie, wurde ihm die Liebe zum Handwerk , zu Traditionen und zum Geschichtenerzählen in die Wiege gelegt. Schon als Kind faszinierte ihn die Welt des Theaters und des Puppenspiels. Richard Glöckner ist ein Beispiel dafür, dass man manchmal die Heimat verlassen muss, um die eigene Verbindung zu ihr neu zu erfahren. In einem Interview sagte er einmal: „Früher hatte ich das Gefühl: Ich muss weg, ich muss was Anderes sehen.“ Doch trotz aller Möglichkeiten und Erfolge blieb die Verbindung zum Erzgebirge bestehen und wurde zum Thema, mit dem er sich heute bewusst künstlerisch auseinandersetzt. Seit 2021 ist Richard Glöckner am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz tätig. Hier konnte er als Ensemblemitglied ein breites Repertoire erarbeiten und fand zugleich einen Raum, um eigene Ideen zu verwirklichen. Mit großer Spielfreude und außergewöhnlicher Bühnenpräsenz begeistert der Tenor sein Publikum über die Region hinaus.


Erzgebirgische Theater- und Orchester GmbH

Bambergstraße 9

09456 Annaberg-Buchholz

Fon : +49 3733 / 1407-0

Email : intendanzbuero@winterstein-theater.de

www.winterstein-theater.de


Besonders zeigt sich seine Verbundenheit zum Erzgebirge in eigenen Projekten. Mit dem Programm „Mei Harz braucht Lieder“ widmet er sich dem Volksdichter Anton Günther. Mit dem Stück, das bislang bereits fast 5.000 Menschen begeisterte, bringt er mithilfe einer Puppe dessen Gedanken und Lieder auf moderne und zugleich respektvolle Weise auf die Bühne und geht mit ihr in einen Dialog über ein zeitgemäßes Heimatbild. Für diese Arbeit wurde er beim Sächsischen Theatertreffen 2024 ausgezeichnet. Bereits 2014 erhielt er seinen ersten Bundespreis bei „Jugend musiziert“ und 2018 den Lys Symonette Award beim Lotte Lenya Wettbewerb der Kurt Weill Foundation in New York. Aktuell ist er für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert.

Seine erste CD „Heimweh nach Weihnachten“ ist eine Hommage an das Erzgebirge. Der 31jährige setzt sich dabei mit einer Frage auseinander, die gerade für junge Menschen von Bedeutung ist: Was bedeutet Heimat heute? Seine Antworten gibt er in Musik, Geschichten und Begegnungen. Dabei verbindet er auf bemerkenswerte Weise Vergangenheit und Gegenwart. Die Liebe zum Detail, die er aus seiner Handwerkerfamilie kennt, findet sich in seiner künstlerischen Arbeit wieder. Wie das erzgebirgische Kunsthandwerk erzählt auch er Geschichten und will damit Freude schaffen.

Richard Glöckner trägt das Erzgebirge auf Bühnen, in Konzerten und in persönlichen Begegnungen weit über seine Grenzen hinaus. Er setzt sich mit seiner Heimat auseinander und zeigt, dass Heimat kein statischer und verstaubter Ort und Begriff ist, sondern ein lebendiger Raum, den man mitgestalten, hinterfragen und damit weitertragen kann.