Vier Tage Vollgas: Zwei junge Erzgebirger greifen in Shanghai nach WM-Gold
Deutscher Meistertitel führt nach Shanghai
Zunächst setzten sich Spalek und Weitzmann beim Wettbewerb in Sachsen durch. Danach folgte der bundesweite Landschaftsgärtner-Cup in Berlin. Auch dort holte das Team den ersten Platz. Der deutsche Meistertitel ging damit zum vierten Mal nach Sachsen. Die Aufgabe verlangte den beiden viel ab. „Ziel war es, einen kleinen Garten auf höchstem Niveau zu bauen“, erklärt Lennard Weitzmann. Entscheidend waren Tempo, Teamarbeit und Präzision. Der Erfolg brachte den beiden jungen Männern aus dem Erzgebirge das Ticket für die WorldSkills. Vom 22. bis 27. September 2026 treten sie in Shanghai für Team Germany im „Landscape Gardening“ an. Spitzenfachkräfte aus mehr als 70 Ländern messen sich dort in 64 Disziplinen.
Vier Tage unter hohem Druck
In Shanghai zählt jeder Handgriff. Vier Tage lang müssen Spalek und Weitzmann zeigen, was sie gelernt haben. Fehler können wertvolle Punkte kosten. „Dort geht es knallhart zu, kein Spielraum für Fehler“, sagt Marc-Aurel Spalek. Die Erfahrungen aus den vergangenen Wettbewerben geben dem Team Rückenwind. Seit dem deutschen Meistertitel trainieren beide bei Wirth & Wiener unter Wettkampf-Bedingungen. Zuletzt stellten sie ihr Können bei der Landesmeisterschaft Sachsen in Dresden-Pillnitz auf die Probe. Ende Juni kam die deutsche Berufe-Nationalmannschaft bei einem Treffen in Esslingen zusammen. 36 Fachkräfte aus 31 Disziplinen bereiteten sich dort mit Workshops sowie mentalem und medialem Training auf die WM vor. „Das Vorbereitungstreffen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach Shanghai. Hier wachsen die Teilnehmenden als Team zusammen“, sagt Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany.
Zwei Erzgebirger vertreten Deutschland
Mit Spalek und Weitzmann stehen in Shanghai zwei junge Fachkräfte aus dem Erzgebirge im deutschen Team. Zschopau und Olbernhau gehören beide zum Erzgebirge.Nach dem Sieg in Sachsen und dem deutschen Meistertitel wartet nun der größte Wettbewerb ihrer bisherigen Laufbahn. In Shanghai vertreten sie Deutschland, ihr Unternehmen in Chemnitz – und zugleich ihre Heimat Erzgebirge.