Olympiahelden feiern im Erzgebirge – Gold, Silber, Gänsehaut

Großer Applaus an der Freilichtbühne in Kurort Oberwiesenthal: Beim Olympiaempfang am 31. März blickten Athleten, Trainer und Fans gemeinsam auf eine erfolgreiche Wintersaison zurück. Viele Besucher aus dem Erzgebirge waren gekommen, um die Olympiateilnehmer und Nachwuchssportler zu würdigen. Die Saison 2025/2026 brachte erneut internationale Erfolge für den Wintersport aus dem Erzgebirge. Höhepunkte waren die Olympischen Winterspiele in Italien sowie mehrere starke Ergebnisse bei Junioren-Weltmeisterschaften im nordischen Skisport und Rennrodeln.

Erzgebirge prägt Olympia-Bilanz

Fünf Athleten aus dem Olympiastützpunkt Oberwiesenthal vertraten das Erzgebirge bei den Winterspielen: Katharina Hennig-Dotzler, Selina Freitag, Timon Grancagnolo, Florian Müller und Julia Taubitz . Besonders erfolgreich verlief Olympia für Julia Taubitz. Die gebürtige Annaberg-Buchholzerin gewann zwei Goldmedaillen im Rennrodeln.

Selina Freitag weiß, dass sie in jeder sportlichen Situation auf ihre Fans im Erzgebirge zählen kann: „Sport ist schon immer ein großer Teil meines Lebens und ich stecke das ganze Herzblut rein, was ich habe. Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich erhalte. Auch wenn es mal nicht so läuft im Sport, gibt es viele Menschen, die mich aufbauen. Ohne die Zuschauer und ohne die Fans wäre der Sport nur halb so schön.“ Ähnlich glücklich zeigt sich auch Katharina Hennig-Dotzler über den Stellenwert, den Leistungssport in ihrer Heimat innehat: „Es sind ganz viele Leute heute kommen und da sieht man, wie sportverbunden das Erzgebirge ist. Das zeigt, wie groß der Stellenwert des Sports hier im Erzgebirge ist. Das finde ich sehr beeindruckend. Ich kenne auch andere Gegenden, wo das nicht so ist.“

Leistungssportler brauchen perfekte Trainingsbedingungen wie sie am Bundesstützpunkt Fichtelberg zu finden sind. „Sport bedeutet in meinem Leben alles. Das Erzgebirge bietet mir aktuell die besten Trainingsmöglichkeiten, dass ich meinen Sport so ausüben kann“, betont Timon Grancagnolo. Und Florian Müller ergänzt: „Die Bedingungen im Erzgebirge haben mich sehr gut unterstützt. Vor allem im Nachwuchsbereich hatte ich hier viele Möglichkeiten zu trainieren.“

Auch Skeleton-Athletin Susanne Kreher aus Bärenstein und Axel Jungk aus Zschopau wurden beim Empfang geehrt. Beide kehrten als Doppel-Vizeolympiasieger zurück. Weitere starke Ergebnisse kamen aus Bob, Biathlon und Langlauf. Insgesamt holte Deutschland 26 Medaillen. Rund ein Drittel davon hat seinen Ursprung im Erzgebirge – bei Athleten aus der Region oder mit Trainingsbasis im Erzgebirge.

Diese Bilanz zeigt die Bedeutung der Region im deutschen Wintersport. Der Empfang in Oberwiesenthal machte das deutlich sichtbar. Fans nutzten die Gelegenheit für Gespräche, Autogramme und Erinnerungsfotos.

Wintersport als Teil der regionalen Identität

Landrat Rico Anton würdigte die Leistungen der Sportler und hob die Rolle des Wintersports hervor: „Diese Erfolge zeigen, dass Wintersport im Erzgebirge ein Zuhause hat. Er ist tief verwurzelt und Teil unserer Identität.“ Auch die Wirkung nach außen spielte eine zentrale Rolle. Anton erklärte weiter: „Wir sind stolz auf unsere Sportlerinnen und Sportler, die das Erzgebirge auf internationaler Bühne so eindrucksvoll vertreten.“ Die Athleten tragen das Erzgebirge weltweit in die Öffentlichkeit. Podestplätze, Finalteilnahmen und starke Leistungen lenken den Blick auf Trainingsorte wie Oberwiesenthal oder Altenberg. Damit wächst die Aufmerksamkeit für die Region weit über den Wintersport hinaus.

Nachwuchs sorgt für Fortsetzung

Auch der Nachwuchs aus dem Erzgebirge überzeugte. Maria Schneider und Luise Röder gewannen Silber bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Rennrodeln. Liron Reimer, Silas Sartor und Hannes Röder sicherten sich den Gesamtweltcup der Junioren. Beim Empfang wurden außerdem Sportler gewürdigt, die Olympia knapp verpassten. Dazu gehörten Jannis Grimmecke, Melina Fischer, Terence Weber und Tristan Sommerfeldt. Ihre Leistungen zeigen die Breite des Wintersports im Erzgebirge.

Eintrag ins Goldene Buch

Als Höhepunkt trugen sich die Olympiateilnehmer in das Goldene Buch des Erzgebirgskreises ein. Damit bleibt diese Saison dauerhaft mit dem Erzgebirge verbunden. Der Empfang in Kurort Oberwiesenthal bildete den Abschluss einer erfolgreichen Wintersaison. Gleichzeitig setzte er ein klares Signal: Das Erzgebirge bleibt eine feste Größe im Wintersport. Die jüngsten Erfolge stärken das Image der Region – national und international.

Julia Taubitz im hERZschlag-Podcast