Ideenlandschaft, Lebensraum, Herzland

Weihnachtsland und Wintersportregion – das Erzgebirge trägt viele schöne Beinamen. Ganz unabhängig von Jahreszeiten und Festtagen ist das Erzgebirge aber vor allem eins: ein hERZland. Die besondere Mischung aus Innovation und Tradition sowie natürlichen Land- und Ortschaften ist der Rahmen, um sich nach Herzenslust zu entfalten und zu leben. Die Erzgebirger sind für ihre Herzlichkeit und den Ideenreichtum bekannt, gestalten die Region mit viel Liebe und tragen sie mit all ihren Facetten im Herzen.

Im Süden des Freistaates Sachsen gelegen, ist das Erzgebirge über das Autobahn- und Bundesstraßennetz oder auch mit der Bahn erreichbar. Seit der EU-Osterweiterung ist das Erzgebirge noch mehr in die Mitte Europas gerückt. Nicht nur zum unmittelbaren Nachbarn Tschechien hat die Region gute wirtschaftliche und soziale Beziehungen aufgebaut.

Der Erzgebirger ist anfangs gegenüber Neuem etwas zurückhaltend, aber wenn er sich erst einmal geöffnet hat, kennt seine Herzlichkeit keine Grenzen. So wurde im Jahr 2008 auch auf Verwaltungsebene  zusammengefügt, was zusammengehört: Vier Altlandkreise bilden heute als Erzgebirgskreis den einwohnerstärksten Landkreis Ostdeutschlands. Die gesamte Erzgebirgsregion erstreckt sich allein auf deutscher Seite darüber hinaus bis in die Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hinein.

Seinen Namen hat das Erzgebirge den reichen Silberfunden zu verdanken, der Bergbautradition seine wirtschaftliche Entwicklung. Nicht umsonst sagt man hier: Alles kommt vom Bergwerk her. Und trotz hochmoderner Industrie schafft es die Region auch heute noch, ganz natürlich zu bleiben. Vor Jahrhunderten war die Region ein einziger Urwald. Heute gehört der größte Teil der Region zum Naturpark Erzgebirge/Vogtland, wo man noch seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken kann.


Städte im Erzgebirge

Nicht nur sehens-, sondern vor allem auch lebenswert sind die kleinen und mittelgroßen Städte und Gemeinden im Erzgebirge. Mit ihren historischen Stadtkernen und zahlreichen Sehenswürdigkeiten werden hier jeden Tag Geschichte und Tradition erlebbar. Ungewöhnliche Kulturangebote, die es nur hier zu finden gibt, und zahlreiche Feste machen den lebendigen Charme der Orte aus.

Freiberg Chemnitz Dresden Zwickau CZ Annaberg-Buchholz Aue Brand-Erbisdorf Marienberg Oelsnitz / Erzgebirge Olbernhau Schneeberg Schwarzenberg Stollberg Zschopau Zwönitz
  • Foto Dirk Rückschloss / © Dirk Rückschloss

    Annaberg-Buchholz

    Im Herzen des „silbernen“ Erzgebirges liegt in traumhafter Lage am Pöhlberg die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz.

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  • Nachtaufnahme von Aue / © Stadtverwaltung Aue

    Aue

    Erstmals im Jahr 1173 als Barbarossa-Gründung urkundlich erwähnt, gilt Aue heute als eine der ältesten Ansiedlungen Sachsens. Aue liegt inmitten bewaldeter Höhenrücken am Zusammenfluss von Mulde und Schwarzwasser in einem von 330 m auf 564 m ansteigendem Tal.

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  • Die Elite-Werke in Brand-Erbisdorf

    Brand-Erbisdorf

    Brand-Erbisdorf hat Wurzeln: Der in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründete Waldhufenort Erbisdorf und die Bergmannssiedlung Brand, die als nachträgliche Gründung 1515 zur Gemeinde erhoben wurde (seit 1834 volles Stadtrecht). Bis Ende des 19. Jahrhunderts war neben der Landwirtschaft der Silberbergbau dominierend.

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  • Luftbild von Marienberg / © AEROBILD

    Marienberg

    Am sanften Nordhang des Erzgebirges unterhalb des bewaldeten Kammes zwischen den tiefgeschnittenen Tälern der Schwarzen Pockau und der Preßnitz liegt in ca. 600 m Höhe die historische Bergstadt Marienberg.

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  • Bergbaumuseum Oelsnitz / © A. Gaube

    Oelsnitz / Erzgebirge

    Am Fuße des Erzgebirges liegt die Stadt Oelsnitz/Erzgeb. mit direkter Anbindung an die Autobahnen A 72 und A 4. Durch seine hervorragende Verkehrsanbindung und die zentrale Lage zum Ballungsraum Chemnitz-Zwickau bietet die Stadt beste Bedingungen für Unternehmensansiedlungen.

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  • Foto geworld pixabay / © geworld pixabay

    Olbernhau

    Olbernhau ist eingebettet in die reizvollen Täler der Flöha und ihrer Nebenflüsschen. Die Stadt ist von schönen Buchen- und Fichtenwäldern sowie zahlreichen Bergen umgeben.

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  • Die Kirche St. Wolfgang in Schneeberg / © Stadt Schneeberg

    Schneeberg

    Kunsthandwerk ist eine der Stärken in Gewerbe und Image der 1471 gegründeten Bergstadt. Schnitzkunst, Spitzenklöppeln und Zinngießen werden professionell und mit Herz betrieben sowie gezielt ausgebildet.

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  • Die Altstadt von Schwarzenberg / © Wolfgang Schmidt

    Schwarzenberg

    Die Bergstadt Schwarzenberg, auch „Perle des Erzgebirges“ genannt, hat ihren Namenszusatz schon vor langer Zeit bekommen und wird ihm heute mehr denn je gerecht.

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  • Die Talsperre Stollberg / © Studio2Media

    Stollberg

    Als Mittelzentrum erfüllt die Stadt administrative und wirtschaftliche Funktionen für den Einzugsbereich von rund 90.000 Menschen.

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  • Schloss Wildeck in Zschopau / © Stadt Zschopau

    Zschopau

    Die Bergstadt Zschopau mit den Ortsteilen Krumhermersdorf, Ganshäuser und Wilischthal liegt im landschaftlich reizvollen Zschopautal am gleichnamigen Fluss. 1286 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Zschopau 1493 das Bergprivileg.

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  • Marktansicht von Zwönitz / © Stadt Zwönitz

    Zwönitz

    Trotz des letzten Buchstaben im Alphabet verbinden wir in Zwönitz das „Z“ eher mit dem ersten Buchstaben des Wortes Zukunft. Dieser Anspruch ist keine Theorie. Dafür wurden in den letzten knapp 30 Jahren Fakten und Tatsachen geschaffen.

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Lebensregion Erzgebirge

Das Naturtalent Erzgebirge

Herrliche Ausblicke und romantische Flusstäler, ausgedehnte Wälder und malerische Ortschaften machen das Erzgebirge zu einer der schönsten Mittelgebirgslandschaften in Deutschland.

1. Greifensteine

Eine ganz besondere Felsformation im Erzgebirge sind die Greifensteine. Sieben Granitfelsen erheben sich auf dem Plateau des Greifensteingebiets, die wie aufeinandergestapelte Steinplatten wirken. Entstanden sind diese, als vor Jahrmillionen Magma in die Erdkruste drang. Heute sind die Felsen und ihre Umgebung beliebtes Ziel für Kletterer, Kulisse für die Naturbühne und Naherholungsgebiet mit Aussichtsfelsen, Erlebnisbad, Kletterwald oder Stausee.

Greifensteine

2. Blauenthaler Wasserfall

Sachsens höchster Wasserfall ist in Blauenthal, einem Ortsteil von Eibenstock, zu finden. Etwa 30 Meter stürzt hier das Wasser aus dem Toelleschen Graben in die Tiefe. Besonders eindrucksvoll ist der Blauenthaler Wasserfall bei entsprechend niederschlagsreicher Witterung. Im Winter bilden sich oftmals imposante Eisblöcke, die zum Eisklettern genutzt werden.

Der gefrorene Blauenthaler Wasserfall / © Tom Koppe / Lichtblicke 094

3. Krokuswiesen Drebach

Jedes Frühjahr lässt sich in Drebach ein ganz besonderes Naturschauspiel erleben: Unzählige Krokusse erblühen und bringen den gesamten Ort zum Leuchten. Auf 7 Hektar erstrecken sich hier 40 Flächennaturdenkmale, wo sich zwischen März und April Krokus an Krokus reiht. Ein ganz besonderes, wenngleich nur kurzzeitiges Naturerlebnis.

Krokuswiesen Drebach / © Tourismusverband Erzgebirge e.V.

4. Mückentürmchen und Mückenberg

Das Mückentürmchen ist ein Turm auf der Spitze des Komáří hůrka (deutsch Mückenberg) im östlichen Teil des tschechischen Erzgebirges. Zwar kann vom Turm aus die Aussicht nicht genossen werden, aber allein der Weitblick von dem 807 Meter hohen Berg ist beeindruckend und wurde sogar als die schönste Aussicht Europas bezeichnet. So kann bei gutem Wetter bis ins Riesengebirge, ins Böhmische Mittelgebirge oder in die Sächsische Schweiz geschaut werden.

Mückentürmchen auf dem Mückenberg / © Sven Fischer / Schattenbergler

5. Bärenbachtal

Das Bärenbachtal ist ein Naturschutzgebiet bei Olbernhau, das sich durch eine außergewöhnliche Flora und Fauna auszeichnet. Im Kleinod finden sich artenreiche Waldwiesen (sogar mit Ornamentpflanzung), großflächige, naturnahe Waldbestände mit Buchen, Berg-Ahorn oder Eschen und anspruchsvolle Pflanzen wie Milzkraut, Einbeere oder auch Zwiebeltragender Zahnwurz. Das Tal ist mit einem Naturlehrpfad ausgestattet, der auf 31 Tafeln die natürlichen Besonderheiten anschaulich erklärt.

Naturschutzgebiet Bärenbachtal / © Stadt Olbernhau

6. Wolfspinge Plattenberg

Am über 1.000 Meter hohen tschechischen Plattenberg (Blatenský vrch) zeigt die Wolfspinge, wie die Natur Lebensraum zurück erobert. Entstanden ist sie aus Resten eines zum Teil eingestürzten  Bergwerks. Mittlerweile sind in der Vertiefung zahlreiche Tier- und Pflanzenarten heimisch geworden. Unweit davon findet sich zudem ein weiteres Natur-Highlight: In einem eingestürzten Stollen hat sich eine 15 Meter tiefe Schlucht gebildet, in der ganzjährig Eis zu finden ist. Nicht umsonst ist deren Name Ledová jáma – Eisloch, bzw. Eisschlucht.

Die Eisschlucht, unweit der Wolfspinge auf dem Plattenberg.

7. Katzenstein und Schwarzwassertal

Eines der schönsten Täler des Erzgebirges ist das Tal der Schwarzen Pockau, auch Schwarzwassertal genannt. Im Naturschutzgebiet finden sich beeindruckende Felsformationen, ausgedehnte Wälder, der wild-romantische Gebirgsfluss Schwarze Pockau aber auch bergbauhistorische Sehenswürdigkeiten, wie der Grüne Graben. An den Felsen im Tal gedeihen seltene Flechte- und Moosgesellschaften. Besonders im Gebiet des Katzensteins wächst in feinen Gesteinsfugen das seltene Leuchtmoos. Zudem leben hier über 50 Vogelarten, von denen einige auf der Roten Liste stehen, aber auch Reptilien oder seltene Fischarten. Vom Aussichtsfelsen des Katzensteins hat man einen tollen Blick über das Schwarzwassertal.

Schwarzwassertal

8. Wolkensteiner Schweiz

Aus dem Zschopautal bei Wolkenstein erheben sich die Felsen der Wolkensteiner Schweiz. Die Felswände bestehen aus festem Gneis und sind Teil des Natur- und Landschaftsschutzgebiets Zschopautal. Das Felsengebiet ist bei Kletterern vor allem durch seine 5 DAV-Klettersteige sehr beliebt, bietet herrliche Aussichtspunkte und lädt mit den romantischen Seitentälern zum Wandern ein.

Die Wolkensteiner Schweiz / © Tom Koppe / Lichtblicke 094

9. Georgenfelder Hochmoor

In Sachsen gibt es zahlreiche Moorlandschaften, die meisten davon im Erzgebirge. Eines davon ist das Georgenfelder Hochmoor in der Nähe von Altenberg, das zu den ältesten Naturschutzgebieten Sachsens zählt. Es erstreckt sich sowohl auf deutscher als auch auf der tschechischen Seite des Erzgebirges. Hier wachsen die Moorkiefer, Moosbeere, Rausch- oder Trunkelbeere, verschiedene Torfmoosarten, der Sonnentau – eine fleischfressende Pflanze, Heidelbeere und Heidekraut. Auf einem Naturlehrpfad kann durch das Moor gewandert werden.

Wandern im Georgenfelder Hochmoor / © Egbert Kamprath

10. Kalter Muff

Als „Kalter Muff“ bezeichnet der Volksmund die Erhebung „Franzenshöhe“ auf der Strecke zwischen Falkenbach und Geyer. Die Besonderheit der Erhebung ist der herausragende Blick über das Erzgebirges. Von hier aus blickt man direkt auf den Erzgebirgskamm, den Fichtelberg und den Keilberg, man hat den Pöhlberg mit Annaberg-Buchholz vor Augen und wird von einem wunderbaren Erzgebirgspanorama verzaubert.

Blick vom "Kalten Muff" / © Nadine Langer Photography

Wirtschaft im Erzgebirge

Ein starker Industriestandort mit den meisten Handwerks- sowie verarbeitenden Unternehmen in Sachsen, eine flexible klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur, ein wichtiger ländlicher Verdichtungsraum mit fast 200 Einwohnern pro Quadratkilometer und eine zentrale geografische Lage in Mitteleuropa: Für den Wirtschaftsstandort Erzgebirge sprechen viele strategische Faktoren.

Durch Knowhow und außerordentliche Fertigkeiten hat sich die Region auf Nischenprodukte und kundenspezifische Sonderanfertigungen spezialisiert. Damit nimmt das Erzgebirge als Hersteller und Zulieferer mit seinen Hidden Champions deutschland- und weltweit eine besondere Position ein.

Eine wichtige Kernkompetenz ist dabei die Metallerzeugung: Früher hier gefördert, ist das Metall der Werkstoff, der heute tagtäglich be- und verarbeitet wird. Zugleich punktet das Erzgebirge mit erworbenem Spezialwissen in den Bereichen Automotive, Elektronik und Elektrotechnik, Halbleiter- und Umwelttechnik sowie Kunststoff, Holz, Textil und Papier.

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Volkskunst des Erzgebirges

Handwerk und Erzgebirge – das gehört zusammen, nicht zuletzt dank besonderen handwerklichen Fertigkeiten der Region, die es durch die erzgebirgische Volkskunst zu weltweiter Berühmtheit gebracht hat. Seit Jahrhunderten entstehen in der Region in geschickter, kreativer Handarbeit liebevolle Figuren, Spielzeuge, Holz- und Textil-Kunstwerke. Die bekanntesten Vertreter stehen besonders zur Weihnachtszeit im Fokus: Räuchermännchen, Schwibbogen, Weihnachtspyramide, Nussknacker, Engel und Bergmann sowie filigrane Klöppelspitzen.

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Urlaubsregion Erzgebirge

Ganz gleich zu welcher Jahreszeit, das Erzgebirge überrascht immer wieder aufs Neue und lockt mit seiner Vielfalt jedes Jahr über eine Million Touristen in die Region. Egal ob Ferienwohnungen und -häuser, Hotels und Pensionen oder Camping- und Caravan-Plätze, jeder Urlauber findet seinen Lieblingsplatz in der Erlebnisheimat. Und bei der Bandbreite an Aktivitäten, Erlebnissen und Erholungsmöglichkeiten kommt beim Urlaub im Erzgebirge keine Langeweile auf.

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