Lebendige Tradition liefert Stoff für den vierten Erzgebirgskrimi

Am 16. Oktober wird der vierte Teil der Erzgebirgskrimis-Reihe im ZDF gesendet. Den Stoff für den Film mit dem Titel „Der letzte Bissen“ liefern die Sagen von über Karl Stülpner.

Millionen Menschen schalteten die bisherigen drei Erzgebirgskrimis ein. Allein der bisher erfolgreichste dritte Teil wurde von fast 8 Millionen Zuschauern gesehen. Einen wesentlichen Anteil daran hat das Erzgebirge, mit seiner facettenreichen Kulisse, den inspirierenden Sagen, Mythen und der lebendigen Tradition: „Die Menschen im Erzgebirge sind sehr traditionsbewusst. Die regelmäßig stattfindenden Feste, Märkte und Umzüge geben da ja ein lebendiges Abbild von. Viele Theater mit entsprechenden Stücken und jetzt sogar die ZDF-Reihe sind ein Beleg dafür, wie lebendig diese Sagen und Bräuche noch heute sind,“ bestätigt auch Hauptdarstellerin und Botschafterin des Erzgebirges Teresa Weißbach.

Und so halten nun auch die Sagen rund um Karl Stülpner Einzug in die Krimireihe: „Wenn immer es möglich ist, bemühen wir uns, die Historie des Erzgebirges, Sagen und Mythen in unsere Krimifälle einzuarbeiten. Da führt an Karl Stülpner, dem Wilderer, Schmuggler und Lebenskünstler aus dem 18 Jahrhundert, kein Weg vorbei,“ erklären die Drehbuchautoren des vierten Erzgebirgskrimis. Und weiter: „Unsere aktuelle Geschichte dreht sich um einen selbstsüchtigen Großbauern, der keine Rücksicht auf Natur, Umwelt und die Gesundheit seiner Arbeiter nimmt.“ Dabei sind sie sich sicher, „wenn er vor 200 Jahren gelebt hätte, hätte er es mit Karl Stülpner zu tun bekommen.“

Selbstverständlich ist auch Teresa Weißbach mit Karl Stülpner vertraut: „Natürlich kannte ich den "Robin Hood des Erzgebirges". Hiesige Theatergruppen spielen oft Stücke über die Lebensgeschichte dieses Volkshelden. Es gibt viele Erzählungen und Legenden über den Stülpner Karl und einen großartigen Film des DDR-Fernsehens mit Manfred Krug zum Beispiel, den ich liebe. Auch das Kinder- und Jugendtheater, dem ich früher angehörte, hat Stülpners Geschichten regelmäßig auf die Bühnenbretter gebracht.“

Die passende Kulisse für die vierte Episode bieten unter anderem die Greifensteine. Diese begeisterten auch die Produzenten des Films, Rainer Jahreis und Clemens Schäffer: „Die Naturbühne Greifenstein war ein tolles und aufregendes Motiv, denn wir durften hier ein Theaterstück auf die Bühne bringen, das es real gar nicht gibt. Unsere Ausstattung war so echt, dass einige Passanten geglaubt haben, es würde tatsächlich "Das Stück vom Stülpner Karl" aufgeführt.“

Und darum geht’s im vierten Erzgebirgskrimi „Der letzte Bissen“

Die Morde an einem Richter und einem Großbauern lassen die Sage des "Robin Hood des Erzgebirges" aufleben und führen Kommissar Winkler auf die Naturbühne Greifenstein.

Richter Drösser wird in seinem Jagdrevier von einer tödlichen Kugel getroffen. Kommissar Winkler und Kollegin Szabo wird schnell klar, dass viele einen Grund hatten, sich an Drösser zu rächen. Der Richter urteilte immer zu Gunsten seines Jagdfreundes, dem Großbauern Arnold Huber.

Da Drösser mit einem historischen Vorderlader erschossen wurde, verbreitet sich das Gerücht, dass der legendäre Karl Stülpner auferstanden sei und wie schon im 18. Jahrhundert gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit kämpft. Und ein solcher Vorderlader wurde in der Naturbühne Greifenstein gestohlen, wo eine Theatergruppe ein Stück über den Volkshelden Karl Stülpner probt. Als auch der Großbauer Arnold Huber einem Anschlag zum Opfer fällt und Försterin Saskia Bergelt in der Nähe des Tatorts Requisiten findet, die auf den "Robin Hood des Erzgebirges" als Täter hinweisen, gerät auch Theaterleiter Jörg Reissmann in den Kreis der Verdächtigen. Die Ermittlungen auf Hubers Hof und die Befragung seiner Frau Agnes und seinem Vorarbeiter Sebastian bringen aber keine neuen Erkenntnisse. Bei Winkler und Szabo wächst hingegen langsam ein Verdacht…

Dann ist der vierte Erzgebirgskrimi „Der letzte Bissen“ zu sehen:

  • ZDF Fernsehen: Samstag, 16. Oktober 2021, 20:15 Uhr
  • ZDF Mediathekt: Samstag, 9. Oktober 2021, für ein Jahr