Heiz-Revolution aus Olbernhau: Dieses Haus denkt selbst mit

Großes Interesse für Technik aus dem Erzgebirge : Die WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH aus Olbernhau zieht eine positive Bilanz der Hannover Messe 2026. In Halle 12 stand ein Thema im Fokus: Das Hauskonzept „Das ideale Haus“. Der Stand war gut besucht, viele Gespräche mit Fachleuten fanden statt. Deutlich wurde dabei, dass der Markt sich verändert. Gefragt sind keine Einzelteile mehr. Gefragt sind komplette Lösungen. Das Unternehmen aus Olbernhau zeigt, wie solche Lösungen aussehen können. Mehrere Systeme greifen ineinander. Das Ziel ist, eine hohe Effizienz bei jeder Wetterlage zu generieren.

Mehrere Wärmequellen im Zusammenspiel

Das Konzept setzt auf eine klare Idee. Es nutzt immer die beste verfügbare Energiequelle. Luft, Erde oder Abwasser kommen zum Einsatz – je nach Situation. Florian Enders erklärt: „Das Hauptproblem normaler Wärmepumpen ist: Bei Minusgraden gehen wir im Winter weit runter mit der Temperatur, und die Wärmepumpe wird sehr ineffizient. Um das zu umgehen, haben wir mit dem idealen Haus verschiedene Wärmequellen, die wir nutzen.“ Das System reagiert flexibel. Bei milden Temperaturen arbeitet es mit Luft. Warmes Abwasser liefert zusätzliche Energie. Bei Frost kommt die Erde ins Spiel. Sogar der Wechsel von Wasser zu Eis wird genutzt. Diese Kombination sorgt für stabile Leistung. Auch bei schwierigen Bedingungen.

Heizkörper zeigt Leistung direkt vor Ort

Ein weiteres Highlight am Stand: ein Niedertemperatur-Heizkörper. Er arbeitet bereits mit 35 Grad Vorlauftemperatur. Besucher konnten die Leistung direkt sehen. Ein Wärmezähler zeigte die Werte in Echtzeit. Das machte den Effekt spürbar.  Torsten Enders sagt: „Wir zeigen über den Wärmezähler, welche Leistung der Heizkörper mit welch niedriger Vorlauftemperatur bringt – das ist sehr überzeugend.“ Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Raum. Das überzeugte viele Fachbesucher.

Klarer Trend im Markt

Die Gespräche auf der Messe zeigen eine klare Richtung. Klassische Heizsysteme verlieren an Bedeutung. Der Wunsch nach neuen Lösungen wächst. Florian Enders beschreibt die Entwicklung: „Früher war es so: Wir hatten immer die Konkurrenz der Gasheizung. Mittlerweile ist der Wunsch und der Wille wirklich da – die Menschen wollen etwas anderes machen.“ Im Erzgebirge entstehen dafür passende Konzepte. WätaS setzt auf Systeme, die Erzeugung, Speicherung und Verteilung verbinden. Das senkt Kosten und verbessert die Effizienz. Der Messeauftritt zeigt: Ideen aus Olbernhau finden Beachtung. Das Erzgebirge bleibt ein wichtiger Ort für technische Lösungen im Energiebereich.