Zwei Orchester, ein Gänsehaut-Moment im Oktober

Wenn Musiker aus dem Erzgebirge und Chemnitz gemeinsam auf der Bühne stehen, entsteht am 17. Oktober etwas Besonderes. Die Bläserphilharmonie Thum und die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz präsentieren mit „ERZGEBIRGE PHILHARMONISCH“ ein Konzert, das zwei eigenständige Orchester zu einem gemeinsamen Klangkörper verbindet. Zu erleben ist das Projekt im Carlowitz Congresscenter Chemnitz.

Zwei Orchester wachsen zusammen

Schon seit Monaten bereiten sich die Musiker gemeinsam auf den Konzertabend vor. Mitglieder der Robert-Schumann-Philharmonie begleiten die Bläserphilharmonie Thum in Satz- und Registerproben. Gleichzeitig besuchen die Musiker aus dem Erzgebirge Sinfoniekonzerte in Chemnitz und erhalten Einblicke in die Arbeit eines professionellen Orchesters. Aus dem regelmäßigen Austausch ist eine enge musikalische Partnerschaft entstanden. Auch das Konzertprogramm geht neue Wege. Die Werke wurden eigens für die gemeinsame Besetzung bearbeitet. Ziel ist es, die besonderen Klangfarben beider Orchester zu bewahren und zugleich zu einem neuen Gesamtklang zu verbinden.

Seltene Werke und neue Arrangements

Bereits zum Auftakt erklingt Giuseppe Verdis Oper „Aida“. Die berühmte Banda-Musik übernimmt dabei die Bläserphilharmonie Thum – ganz im Sinne der ursprünglichen Idee des Komponisten, zusätzliche Bläserensembles einzusetzen. Zu den Höhepunkten zählt außerdem Hector Berlioz' „Grande Symphonie funèbre et triomphale“. Das Werk wird nur selten aufgeführt, weil dafür eine außergewöhnlich große Besetzung benötigt wird. Erst die gemeinsame Stärke beider Orchester macht eine Aufführung in dieser Form möglich. Für das Projekt entstanden außerdem mehrere neue Arrangements. Robin Kürschner bearbeitete Dmitri Schostakowitschs „Festliche Ouvertüre“ sowie Arturo Márquez' „Danzón No. 2“ eigens für die gemeinsame Besetzung. Auch Guido Rennert richtete seine „Serenade für den Bergmann“ neu für „ERZGEBIRGE PHILHARMONISCH“ ein.

Ein starkes Zeichen für die Kulturregion

Mit dem Konzert setzen die Bläserphilharmonie Thum und die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz ein gemeinsames Zeichen für die Kulturregion Erzgebirge und Chemnitz. Das Projekt verbindet ein professionelles Sinfonieorchester mit einem sinfonischen Blasorchester und eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit beider Klangwelten. Das Konzert beginnt am 17. Oktober 2026 um 19 Uhr im Carlowitz Congresscenter Chemnitz.