Traditionsbetrieb ködert den Nachwuchs

"Schau rein!", die Woche der offenen Unternehmen, lockt auch Schüler nach Freiberg. Bei der GfE Fremat waren alle Plätze ausgebucht.

VON MARIA LOTZE

FREIBERG - Schüler aus ganz Sachsen haben sich gestern in den Räumlichkeiten der GfE Fremat in Freiberg umgeschaut. Anlässlich der Woche der offenen Unternehmen stellte der Betrieb 18 Jugendlichen die Ausbildungsberufe Chemielaborant und Werkstoffprüfer vor.

"Der Umsatz steigt seit über zehn Jahren kontinuierlich."

Dirk Saurenz, Leiter GfE Fremat

Die 150 Mitarbeiter des Freiberger Traditions unternehmens, das bereits 1949 gegründet und unter dem Namen Forschungsinstitut für Nichteisen-Metalle (FNE) Freiberg bekannt wurde, arbeiten in drei Bereichen: "Produktion, Forschung und Entwicklung sowie technische Dienstleistungen", stellte Dirk Saurenz, der Leiter der Abteilung Analytik, gestern den Schülern seinen Arbeitgeber vor. Die Mitarbeiter sind an zwei Standorten aktiv: in Freiberg und Brand-Erbisdorf, wo vor acht Jahren eine neue Produktionshalle eingeweiht werden konnte. In der Lessingstraße in Freiberg widmen sich die Mitarbeiter vor allem der Forschung sowie den Dienstleistungsaufgaben. Und hier sind auch die beiden Ausbildungsberufe angesiedelt, die für die Schüler gestern im Mittelpunkt standen. Der Chemielaborant ist im Bereich der Dienstleistungen für die Analyse vor allem von Metallen und Legierungen zuständig. " Der Kunde reicht uns eine Probe ein, und wir untersuchen sie nach seinen Wünschen", fasste Saurenz zusammen.

Neben generellen Informationen zum Unternehmen und der Lehre bekamen die Acht- bis Zehntklässler die Möglichkeit, einen Blick in die Laborräume zu werfen - dem vielleicht zukünftigen Arbeitsplatz. "Wir bilden für den eigenen Bedarf aus", verdeutlicht Saurenz. Einen Auszubildenden zum Chemielaboranten hat er übernommen, ein weiterer soll folgen. Dass alle Plätze für den Besuch bei der GfE Fremat GmbH gestern ausgebucht waren, zeigt das Interesse der Schüler.

Claudia Breitfeld weiß bereits, wie es bei ihr nach der Schule weitergehen soll. "Ich mache in der Schule sehr gern Chemie. Meine Entscheidung steht schon fest. Ich will Chemielaborantin werden", erzählte die 15-jährige Oberschönaerin. Der Tag der offenen Tür bei dem Freiberger Unternehmen hat ihr einen guten Einblick in die Ausbildung und den Betrieb vermittelt. Der Schwerpunkt des Unternehmens ist die Beschichtung von Werkstoffen, die so genannten Sputtertargets, die beispielsweise bewirken, dass Fensterscheiben mit einer dünnen Schicht zur Wärmeisolierung überzogen werden, ohne dass von der Beschichtung etwas zu sehen ist. Der Hauptabnehmer der Sputtertargets ist zurzeit die Solarbranche. Zudem beschichtet die Firma Bauteile und fertigt Rohmaterial. Und das alles mit Erfolg: " Der Umsatz steigt seit über zehn Jahren kontinuierlich, teilweise sogar im zweistelligen Prozentbereich", gewährte Dirk Saurenz einen kurzen Einblick in die Geschäftszahlen. Seit Dezember 2007 ist die ehemalige FNE eine 100-prozentige Tochter der Nürnberger Gesellschaft für Elektrometallurgie (GfE) mbH und trägt den Namen GfE Fremat GmbH. Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freiberger Zeitung, 16.03.2011