Neujahrsempfang der IGA setzt Impulse für das Erzgebirge

Gestern Abend hat die Industrie - und Gewerbevereinigung Westerzgebirge e. V. (IGA) mit ihrem Neujahrsempfang 2026 im Kulturhaus Aue ein starkes Zeichen gesetzt. Der Empfang führte die IGA bewusst an den Ort ihrer Gründung zurück. Aue-Bad Schlema stand damit im Mittelpunkt eines Abends, der den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kurs für das Erzgebirge markierte.

Der Empfang fand im Kleinen Saal statt und brachte Vertreter aus Wirtschaft, Kommunen und Politik zusammen. Die Rückkehr nach Aue-Bad Schlema unterstrich die Entwicklung der IGA von einem städtischen Gewerbeverein hin zu einer regional verankerten Stimme der Wirtschaft im Westerzgebirge.

Wirtschaft und Kommunen im direkten Austausch

Einen klaren Akzent setzte das Talk-Duell „Wirtschaft vs. Kommunen – Handlungsfähigkeit unter Druck“. Sebastian Scheel, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, diskutierte mit Bert Wendsche, Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, über die angespannte Lage der kommunalen Haushalte.

Bert Wendsche forderte ein Reformjahr 2026. Ziel sei es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, um Städte und Gemeinden finanziell handlungsfähig zu halten. Sebastian Scheel stellte die wirtschaftspolitische Sicht dar: „Jetzt geht es darum, Wertschöpfung in der Industrie und im Dienstleistungssektor zu sichern, neue Chancen zu generieren und diese konsequent in den Kommunen vor Ort umzusetzen.“ Die Diskussion machte deutlich, wie eng wirtschaftliche Stärke und kommunale Leistungsfähigkeit im Erzgebirge miteinander verbunden sind.

Gemeinsamer Blick auf den Wandel im Erzgebirge

Daran schloss sich die Podiumsdiskussion „Mehr Schulterschluss für den Wandel“ an. Sebastian Scheel, Rico Anton , Landrat des Erzgebirgskreises, Bert Wendsche, André Lang , Präsident der IHK-Regionalkammer Erzgebirge, sowie Musiker Toni Krahl brachten unterschiedliche Perspektiven zusammen. Im Fokus stand der Strukturwandel im Westerzgebirge. Die Diskussion zeigte, dass nachhaltige Entwicklung nur im Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingt. Gerade das Erzgebirge profitiert dabei von regionalem Zusammenhalt und klaren Zielen.

Ehrenamtliches Engagement im Mittelpunkt

Ein fester Bestandteil des Abends war die Würdigung engagierter Persönlichkeiten. Die IGA verlieh ihre Ehrenmitgliedschaft und zeichnete die sogenannten „Herzmenschen“ aus. Geehrt wurden Menschen, die sich mit persönlichem Einsatz für die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung des Westerzgebirges stark machen. Der Neujahrsempfang in Aue-Bad Schlema setzte damit einen klaren Startpunkt für 2026. Das Erzgebirge präsentierte sich als Region mit Haltung, Dialogbereitschaft und gemeinsamer Verantwortung für die kommenden Aufgaben.