Journalistenreise durch die Wirtschaftsregion Erzgebirge

Podiumsdiskussion Untertage

Regionale und überregionale Medienvertreter sind der Einladung des Regionalmanagements Erzgebirge und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH gefolgt, die Erzgebirgsregion einmal nicht mit dem Image des „Weihnachtslandes“, sondern als einen strukturstarken Wirtschaftsstandort zu betrachten. Bereits seit gestern bekamen die Teilnehmer auf der zweitägigen Journalistenreise einen tiefen Einblick in die unterschiedlichsten Branchen – von traditionellen Automobilzulieferunternehmen über junge Designmanufakturen bis hin zu innovativen Technologiebetrieben. Diese Reise ist Teil des Projektes „Erzgebirge 2020“. Damit soll das Erzgebirge durch ein aktives Regional- und Standortmarketing als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region in Deutschland bekannt gemacht werden.

 

Den Höhepunkt bildete der heutige Besuch in den größten Zinnkammern Europas. Nach der drei Kilometer langen Einfahrt und einer kurzen Führung im Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla zeigten sich die Journalisten tief beeindruckt, welche körperlichen aber auch mentalen Leistungen den Menschen in Zeiten des Bergbaus abverlangt wurden. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion in einer nicht alltäglichen Kulisse stand die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Erzgebirge im Mittelpunkt. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien tauschten sich dazu unter dem Motto „Untertage gegen Weltspitze getauscht: Der Wirtschaftsstandort Erzgebirge“ aus. Als Gesprächspartner standen u. a. Landrat Frank Vogel, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, Matthias Lißke und die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge e. V., Veronika Hiebl den Journalisten Rede und Antwort. Die Sicht der Wirtschaft haben der Geschäftsführer der Henka Werkzeuge + Werkzeugmaschinen GmbH, Dr. Bernd Hentschel und der Geschäftsführer der Turck Beierfeld GmbH, Eberhard Grünert vertreten. Mit reger Beteiligung aller Teilnehmer war eine konstruktive Konversation möglich. Besonders Themen wie die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Tourismus, der Fachkräftemangel, das Potential der Wirtschaftsregion sowie die Infrastruktur im Erzgebirge sind dabei auf gute Resonanz gestoßen.

 

Der Bergbau legte die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges im Erzgebirge. Die Region steht aber nicht nur für den Bergbau und die Traditionen, sondern vor allem für den Erfindergeist, die Flexibilität und das Spezialwissen der hier lebenden Menschen. Das Erzgebirge schafft es, eine starke Industrie mit Tourismus und den Traditionen zu vereinen. Landrat Vogel: „Die Wurzeln im Erzgebirge liegen im Bergbau. Mit dem Wissen und dem Innovationsgeist der Erzgebirger hat sich unsere Region im Laufe der Zeit zu einem international bedeutenden Wirtschaftsstandort entwickelt. Vor allem im Bereich der Metallverarbeitung und Maschinenbau, Elektronik sowie Halbleiter- und Umwelttechnik sind wir in der Weltspitze vertreten. Wenngleich man dem Problem des Fachkräftemangels in Zukunft verstärkt mit geeigneten Maßnahmen, z. B. in der Berufs- und Studienorientierung, entgegenwirken muss, hat das Erzgebirge als Wirtschaftsstandort noch enormes Entwicklungspotential.“

 

Nun sind vor allem die Vertreter der überregionalen Presse gefragt, das Bild vom Wirtschaftsstandort Erzgebirge in die „weite Welt“ hinauszutragen.

 

 

Quelle: www.erzgebirgskreis.de, Aktuelles aus der Landkreisverwaltung, 19.05.2011