Größter Einkommenszuwachs im Erzgebirge

Das Verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen betrug 2020 insgesamt 21 538 Euro und damit 2,1 Prozent bzw. 451 Euro mehr als im Vorjahr. An der Spitze der sächsischen Kreise lagen seit 2011 die Pro-Kopf-Einkommen im Landkreis Leipzig (aktuell 22 987 Euro). Die niedrigsten Einkommen je Person wurden seit 2019 (aktuell 20 051 Euro) in der Stadt Leipzig erzielt.

Im Vergleich zu 2019 konnte in allen sächsischen Kreisen ein Anstieg der Pro-Kopf-Einkommen festgestellt werden. Der Landkreis Görlitz verbuchte mit einem Plus von 2,9 Prozent bzw. 593 Euro pro Kopf gegenüber dem Vorjahr die deutlichste Erhöhung. Im Gegensatz dazu stieg das Verfügbare Einkommen je Einwohnerin bzw. Einwohner in der Stadt Leipzig nur um 1,5 Prozent bzw. 300 Euro. Bei der Betrachtung der Pro-Kopf-Werte muss der Einfluss der Bevölkerungszahl berücksichtigt werden, die in Sachsen im Vergleich zu 2019 um 0,3 Prozent zurückging. Nur in den Kreisfreien Städten Leipzig (+0,8 Prozent) und Dresden sowie im Landkreis Leipzig (jeweils +0,1 Prozent) stieg die Bevölkerungszahl gegenüber 2019 an. Entgegen dieser Entwicklung verringerte sich die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Chemnitz und in allen anderen Landkreisen um bis zu 0,9 Prozent.

Ein Vergleich der Verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen in den letzten zehn Jahren zeigt den größten Zuwachs von fast 35 Prozent im Erzgebirgskreis. Auch hier war die Stadt Leipzig mit einem Plus von knapp 22 Prozent das Schlusslicht.

Insgesamt betrug das Volumen der Verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Sachsen reichlich 87,5 Milliarden Euro. Das waren 1,9 Prozent mehr als 2019. Die Entwicklung in den Kreisen lag relativ nah beieinander. Die Spanne der Zuwächse reichte von 1,5 Prozent im Landkreis Mittelsachsen bis zu 2,3 Prozent in der Kreisfreien Stadt Leipzig. Ein Vergleich der Verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen mit den am jeweiligen Arbeitsort erzielten Bruttolöhnen und -gehältern (siehe Seite 2) zeigt, dass die in den drei Kreisfreien Städten erreichten höheren Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch den Transfer des Einkommens der Pendelnden auch in die Umlandkreise gelangen. Die Ergebnisse werden ab dem Jahr 1995 vergleichbar zum aktuellen Gebietsstand publiziert.