Bundespreis für Ehrenfriedersdorf: Musik aus dem Erzgebirge überzeugt deutschlandweit
Bundesweiter Spitzenplatz für Ehrenfriedersdorf
Das Erzgebirge setzt ein starkes Zeichen für die Musikkultur. Ehrenfriedersdorf hat den ersten Bundespreis im Wettbewerb „Landmusikort des Jahres 2026“ gewonnen. Damit würdigen der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor & Orchester das musikalische Engagement der Erzgebirgsstadt. Die Fachjury überzeugte vor allem das Zusammenspiel aus erzgebirgischer Musiktradition, moderner Musik, aktiver Nachwuchsarbeit und internationalen Kontakten. Dazu kommen besondere Veranstaltungsorte wie die Naturbühne und das Besucherbergwerk sowie viele Konzerte über das ganze Jahr hinweg.
Preisverleihung zum Musik-Neinerlaa in Ehrenfriedersdorf
Die offizielle Preisverleihung wird in das diesjährige Musik-Neinerlaa eingebettet und durch die Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates und Brandenburgs Landtagspräsidentin Frau Prof. Dr. Ulrike Liedtke übernommen. Bereits ab 14:00 Uhr verwandelt sich das Stadtgebiet in eine große musikalische Bühne. An insgesamt neun Veranstaltungsorten präsentieren sich 30 Bands, Chöre, Ensembles und Solokünstlerinnen und Solokünstler. Die Zahl neun ist dabei kein Zufall: Das Musik-Neinerlaa nimmt Bezug auf das traditionsreiche erzgebirgische Weihnachtsgericht „Neinerlaa“. Passend dazu tragen die neun Bühnen die Namen der einzelnen Bestandteile des Gerichts und schlagen so eine Brücke zwischen regionalem Brauchtum und lebendiger Musikkultur. Gegen 19:30 Uhr beginnt der offizielle Festakt mit der Begrüßung der Gäste und der feierlichen Übergabe des Titels „Landmusikort des Jahres 2026“ auf der „Bratapfelbühne“.
Auch Eibenstock erhält eine Auszeichnung
Neben den drei Bundespreisen vergaben die Veranstalter zehn Förderpreise. Einer davon geht nach Eibenstock. Damit gehören gleich zwei Erzgebirgsorte zu den ausgezeichneten Musikkommunen Deutschlands. Die Preisgelder sollen weitere Musikprojekte fördern und die Zusammenarbeit von Amateur- und Profimusik stärken. Außerdem erhalten alle ausgezeichneten Orte die Plakette „Landmusikort des Jahres“.
Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, betont: „Kulturelles Engagement im ländlichen Raum verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und oftmals ehrenamtlichem Engagement entstehen dort musikalische Projekte, die Gemeinschaft stärken und Kulturelle Vielfalt lebendig halten.“
Auch Derya Türk-Nachbaur, Präsidentin des Bundesmusikverbands Chor & Orchester, würdigt die ausgezeichneten Gemeinden: „Die Landmusikorte 2026 sind ein Beweis dafür, was möglich wird, wenn engagierte Menschen und mutige Kommunen gemeinsam für Kultur eintreten. Musik verbindet, stiftet Gemeinschaft und braucht Orte, die das wollen und aktiv gestalten.“