Bremsscheibe der Zukunft mit Erzgebirgs-Knowhow
Bis zu 300.000 Kilometer Laufleistung möglich
Im Projekt „Ufo-Brems“ setzten die Entwickler auf nitrierten Edelstahl. Das Material gilt als besonders widerstandsfähig gegen Verschleiß, Hitze und Rost. In Verbindung mit einem anorganischen Bremsbelag reduzierte sich der Verschleiß laut Projektteam um mehr als 85 Prozent gegenüber heutigen Standardlösungen. Die prognostizierte Lebensdauer der Bremsscheiben liegt bei bis zu 300.000 Kilometern. Gleichzeitig sparen Fahrzeuge durch die leichtere Bauweise bis zu fünf Kilogramm Gewicht ein. Das verbessert das Fahrverhalten und senkt den Energieverbrauch.
AWEBA bringt Werkzeugbau-Kompetenz ein
Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Projektkoordination übernahm der Projektträger Jülich. AWEBA brachte dabei seine Erfahrung im Werkzeugbau und in der Umformtechnik ein. Das Unternehmen zählt zu den Komplettanbietern für Umform-, Schneid- und Druckgießwerkzeuge – von der Entwicklung bis zur Serienfertigung. Die TU Chemnitz stellte die Testinfrastruktur bereit und übernahm die Auslegung der Bremsscheibe. Das Fraunhofer IWU führte Simulationen und die praktische Umsetzung der Umformprozesse durch. ElringKlinger steuerte Know-how bei Beschichtungen und der Metallverarbeitung bei.
Erste Prüfstandtests erfolgreich bestanden
Getestet wurde die neue Bremsscheibe bereits erfolgreich am Schwungmassenprüfstand der TU Chemnitz. Dort überzeugte das System mit sehr guten Werten bei Belastung und Verschleiß. Mit dem Projekt zeigt sich erneut, wie stark Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Erzgebirge und der Region an Technologien für die Mobilität von morgen arbeiten.