Azubis bauen Roboterzelle: Dieses Projekt aus dem Erzgebirge überzeugt die Jury
Auszeichnung für innovatives Ausbildungsprojekt „Robotimus Prime“
Der Arbeitgeberverband hat das Auszubildendenprojekt „Robotimus Prime“ der Pulsotronic GmbH ausgezeichnet. Hierbei geht es um eine mobile Roboterzelle. Besonders beeindruckt hat die Jury, wie moderne Ausbildung, Eigenverantwortung und innovative Technologien erfolgreich miteinander verbunden wurden. „Dieser Ansatz geht weit über eine sowieso solide fachliche Betreuung von Auszubildenden hinaus“, lobt Hauptgeschäftsführer von Sachsenmetall Matthias Matz bei der Preisverleihung in Leipzig.
Die Roboterzelle entstand aus einer Idee der Ausbildungsverantwortlichen und der Young Talents und wird heute für Schulungen, Messen und die praxisnahe Ausbildung genutzt. Ihren Namen erhielt sie bei einem Tag der offenen Tür. „Robotimus Prime“. Von Beginn an stand dabei nicht die Technologie im Vordergrund, sondern vor allem die aktive Mitgestaltung durch die Auszubildenden und Studierenden. „Mit der ‚Lehrwerkstatt‘ wollte ich einen Ort schaffen, an dem Auszubildende und Studenten nicht nur lernen, sondern echte Verantwortung übernehmen und eigene Ideen verwirklichen können“, erzählt Projektleiter Ronny Buch. „Meine Aufgabe war es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, das Projekt zu begleiten und die notwendige Infrastruktur bereitzustellen.“ Die Konzepte, Lösungen und die Weiterentwicklung der Roboterzelle stammen jedoch maßgeblich von den Young Talents selbst. „Besonders stolz macht mich zu sehen, wie die Teilnehmer durch Eigeninitiative, Teamarbeit und praktische Projektarbeit über sich hinausgewachsen sind“, unterstreicht Ronny Buch.
Geschäftsführer Falk Langer, Personalleiterin Ines Schober, Projektleiter Ronny Buch sowie Ausbildungsverantwortliche Julia Müller nahmen die Auszeichnung in Leipzig stellvertretend entgegen. Falk Langer sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Unternehmens. „Mit dem Aufbau einer Roboterzelle als Prototyp und Ausbildungsobjekt setzen wir auf Automatisierung“, betont der Geschäftsführer am Rand der Veranstaltung. „Für produzierende Unternehmen in Deutschland wird es immer wichtiger, manuelle Tätigkeiten effizienter zu gestalten, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.“ So genannte „Cobots“ bieten hierfür eine Lösung: Sie übernehmen wiederkehrende Aufgaben, entlasten Mitarbeitende und tragen dazu bei, Produktionsprozesse wirtschaftlicher und wettbewerbsfähiger zu gestalten.
Das Konzept geht auf
Personalleiterin Ines Schober freut sich darüber, wie die Ausbildungsphilosophie ankommt. „Die Auszeichnung unseres Projekts bestätigt unseren Weg, junge Menschen frühzeitig an anspruchsvolle Aufgaben heranzuführen und ihnen Verantwortung zu übertragen“, erklärt sie. Investitionen in die Ausbildung seien Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. „Unsere Auszubildenden und Studenten haben mit diesem Projekt eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Darauf sind wir besonders stolz“, so Ines Schober weiter. Die Auszeichnung würdigt somit nicht nur die technische Umsetzung der Roboterzelle, sondern vor allem die erfolgreiche Verbindung von Ausbildung, Praxisnähe und Innovationskraft. Mit „Robotimus Prime“ ist ein Leuchtturmprojekt entstanden, das der Arbeitgeberverband nun gewürdigt hat. Es zeigt, wie moderne Nachwuchsförderung junge Talente befähigt, Ideen in erfolgreiche Lösungen zu verwandeln und aktiv die Zukunft mitzugestalten.