Verbrechen zwischen Automobiltradition und Wasserstoffinnovation

Wer hat ein Interesse am Tod der Journalistin? Ein Fall für Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve, l.), Kommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki, 2.v.l.), Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach, 2.v.r.) und Alt-Förster Georg Bergelt (Andreas Schmidt-Schaller, r.).
Wer hat ein Interesse am Tod der Journalistin? Ein Fall für Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve, l.), Kommissarin Karina Szabo (Lara Mandoki, 2.v.l.), Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach, 2.v.r.) und Alt-Förster Georg Bergelt (Andreas Schmidt-Schaller, r.). / © ZDF / Uwe Frauendorf

Der Erzgebirgskrimi hat sich innerhalb kürzester Zeit zum Quoten-Garant für das ZDF entwickelt. Allein die vierte Folge „Der letzte Bissen“ schalteten zur Ausstrahlung im Oktober 2021 fast 7 Millionen Menschen ein. Am Samstag (19.02.2022) ist nun der fünfte Film der Krimireihe zur Primetime im ZDF sehen.

„Verhängnisvolle Recherche“, das ist der Titel des fünften Erzgebirgskrimis. Und Recherchen waren es auch, die die Autoren Leo P. Ard und Jörg Lühdorff darauf brachten, die Automobiltradition der Region aufzugreifen: „Vor unseren Recherchen war uns durchaus bekannt, dass mehrere Autobauer Fertigungsstätten in Sachsen betreiben. Aber dass die Entwicklung des Automobils auch im Erzgebirge seine Anfänge hatte, war uns nicht gegenwärtig.“ In der Vorbereitung des Drehbuchs wurde dem Autorenteam zudem deutlich, dass neben der Tradition auch Zukunftsthemen in der Region eine Rolle spielen: „Vor Ort erfuhren wir von der immensen Bedeutung der Wasserstofftechnologie. Es gibt eine intensive Zusammenarbeit von vielen mittelständischen Unternehmen aus dem Erzgebirge mit der Technischen Universität Chemnitz, die zu erfolgsversprechenden Entwicklungen in der Brennstoffzellentechnologie führt.“ So hat u.a. das Elektrofahrzeug Innvelo®Three des ICM - Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. eine Nebenrolle im Film. Das ICM ist, ebenso wie zahlreiche erzgebirgische Akteure und Unternehmen, Teil des sächsischen Innovationscluster für Brennstoffzellen und Wasserstoff „HZwo“.

Innovation erwächst hier aus Tradition. Wir sehen Menschen mit Erfindergeist.

Dies enge Verbindung von Tradition und Innovation, Industrie und Forschung, aber auch ländlich geprägte Region und Stadt setzen einen besonderen Rahmen für den fünften Erzgebirgskrimi. Das findet auch Hauptdarstellerin Teresa Weißbach (Saskia Bergelt): „Diese Folge ist städtischer als alle anderen – und das finde ich spannend.“ Und sie ergänzt: „In den letzten Folgen wurde das Erzgebirge mit seiner wunderschönen Natur, der Handwerks- und Bergmannstradition gezeigt. In dieser Folge bekommt der Zuschauer nun zum ersten Mal auch einen Einblick in eine Region, die voll von Industrie ist. Innovation erwächst hier aus Tradition. „Verhängnisvolle Recherche“ gibt uns einen kleinen Einblick in die Automobilbranche, die eine lange Erfolgsgeschichte im Erzgebirge hat. Wir sehen Menschen mit Erfindergeist, die in diese Region investieren.“

Neben dem thematischen Hintergrund des fünften Krimi-Films verspricht auch die Handlung große Spannung. Denn die „Zukunftstechnologie sollte die Ausgangslage für unsere Geschichte um eine junge Wissenschaftlerin werden, die als Hoffnung in diesem Forschungsbereich gilt und gleichzeitig durch einen Fehler in ihrer Vergangenheit eine fatale Kettenreaktion auslöst, die viel Leid verursacht“, erklären die Autoren Leo P. Ard und Jörg Lühdorff.

Und darum geht’s im fünften Erzgebirgskrimi „Verhängnisvolle Recherche“

Robert Winkler erhält auf seiner Mailbox die Nachricht einer Journalistin; sie habe interessante Informationen für ihn. Doch bei seinem Rückruf muss er anhören, wie ihr Gewalt angetan wird. Winkler und Szabo eilen zum Tatort. Nach aufwendiger Suche wird die Leiche von Kirsten Reichenbach gefunden. Sie war in einer Umweltorganisation aktiv und engagierte für den Erhalt des Waldes, der für einen neuen Standort der Automobilfirma Uhlig gerodet werden soll. Offenbar war Kirsten Reichenbach auf brisantes Material über das Unternehmen von Dr. Lothar Uhlig gestoßen. Doch bevor die Kommissare diese Spur weiter vertiefen können, finden sie heraus, dass die Journalistin an einer weiteren Story schrieb. Die Entwicklungschefin des Unternehmens, Professor Kathrin Rothe, könnte die Person sein, die 27 Jahre zuvor Mitschuld am tödlichen Unfall von Winklers Freundin hatte und Fahrerflucht beging.

Winkler ermittelt auf eigene Faust und findet Beweise. Er stellt sie zur Rede, sie gesteht ihm ihre Schuld. Am nächsten Tag wird sie erschlagen aufgefunden. Robert Winkler gerät ins Visier des aufgrund seiner eigenen Befangenheit hinzugezogenen Kommissars Jens Müller und des Oberstaatsanwalts Osthof. Verzweifelt versucht Robert Winkler, der nun zum Hauptverdächtigen geworden ist, seine Unschuld zu beweisen, auch gegenüber seinem eigenen Team allen voran Karina Szabo und Saskia Bergelt.

Dann ist der fünfte Erzgebirgskrimi „Verhängnisvolle Recherche“ zu sehen:

  • ZDF Fernsehen: Samstag, 19. Februar 2022, 20:15 Uhr
  • ZDF Mediathekt: seit Samstag, 12. Februar 2022, für ein Jahr