Mit ganzem Herzen zurück

18.05.2021

Überraschung am 10. Hochzeitstag: Pendlerdasein ade, dafür mehr Zeit für Familie.

Ob in Ingolstadt, Spanien, am Nürburgring, am Continental-Testgelände Contidrom in Hannover oder auf dem Prüfgelände von Audi: Überall war Thomas Tost wochentags zu Hause. Nur eben in seiner Heimatstadt Ehrenfriedersdorf nicht. Immer folgte er seinen Arbeitsaufträgen. Als pendelnder Wochenendgast verpasste er zu Hause viel – jahrelang. In dieser Zeit kaufte er zusammen mit seiner Frau Manja sogar noch ein Haus in Ehrenfriedersdorf und baute es aus. Fünf Jahre hat das gedauert. Beide Söhne – heute zehn und fünf Jahre alt – waren damals noch ganz klein. Das Familienleben beschränkte sich auf drei Tage pro Woche: Freitag, Samstag und Sonntag. Eine Herausforderung für die junge Familie.

Überraschung am Hochzeitstag

Der heute 36-Jährige beschloss für sich, daran etwas zu ändern. Er suchte sich in der Heimat heimlich eine neue Arbeitsstelle und fand diese bei der Wesko GmbH in Stollberg. Zum 10. Hochzeitstag – am 7. Juli 2017 – flatterte seiner Frau Manja die Kündigung des alten Arbeitsvertrages ihres Mannes ins Haus. Verdutzte Blicke seitens der Familie damals. Aber die Überraschung war riesengroß, denn der neue Arbeitsvertrag von Thomas Tost wartete bereits im Briefkasten.

Es ist keine alltägliche Stelle.

Seine Frau Manja erzählt heute noch mit vibrierender Stimme von diesem Moment, der das Familienleben komplett änderte: „Sprachlos war ich, weil ich damit absolut nicht gerechnet habe. Es war eine megatolle Überraschung.“ Denn so wurde vor allem der Alltag der sonst quasi alleinerziehenden Mutter und Physiotherapeutin extrem erleichtert: „Ich war vorher immer nur auf mich gestellt. Es ist jetzt wesentlich schöner, alles unter uns beiden aufzuteilen, das Alltagsleben genauso wie die schönen Momente als Familie.“

Von Null auf Hundert in wenigen Monaten

Auch Thomas Tost atmet immer noch tief ein, wenn er an die tief greifenden Veränderungen der letzten Jahre denkt: „Die Bindung zu meinen Söhnen und natürlich zu meiner Frau Manja ist heute anders.“ Und: Er hat die für ihn genau passende Arbeitsstelle gefunden: „Ich wollte Abwechslung im Job, und ich wollte auch immer meinen Kopf anstrengen müssen.“ Beide Aspekte verbinden sich in der Prüfadapterfertigung von Wesko. Innerhalb von nur sechs Monaten wurde er vom Mitarbeiter zum Teamleiter. Zufrieden erzählt er von seinem Alltag und schaut dabei aus den großen Glasfronten seiner Abteilung hinaus ins Grüne: „Ich kann viel selbst entscheiden und koordinieren, den Arbeitsfluss selbst regeln, und ich habe immer den Rückenhalt meiner Firma.“

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Chef mit Familiensinn

Dazu gehört auch ein vertrauensvolles Verhältnis zum Geschäftsführer Michael Wiesehütter. Mit 37 Jahren ist er Leiter des Unternehmens, das in drei Bereichen tätig ist: dem Werkzeug- und Formenbau, der Spritzteilefertigung und Kunststoffteileverarbeitung und der Prüftechnik. Auch er wuchs einst schnell in seine neue Rolle in diesem vielschichtigen Unternehmen hinein. Laut Thomas Tost findet man als Angestellter hier in der Firma alles, was man braucht. „Es ist keine alltägliche Stelle.“

Wesko GmbH

Albert-Schweitzer-Straße 1

09366 Stollberg

Fon : +49 (0) 3 72 96 92 28-0

Email : info@wesko-gmbh.de

www.wesko-gmbh.de

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Was er damit meint? Das Unternehmen – vor allem sein Geschäftsführer – beweise Tag für Tag seinen Familiensinn. Es gibt flexible Arbeitszeiten, einen Kita-Zuschuss. Man könne beispielsweise im Krankheitsfall der Kinder schnell reagieren und für die Familie da sein. Auch jetzt, während der Corona-Krise, hat man Verständnis für familiäre Angelegenheiten. „Während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 konnte ich unseren Großen auch mit in die Firma bringen. Aus all diesen Gründen arbeite ich gern hier. Es ist ein Geben und Nehmen. Beiderseits.“ Zustimmendes Nicken auch bei Geschäftsführer Michael Wiesehütter. Der offiziell ernannte „Botschafter des Erzgebirges“ betont: „Der Familiensinn ist uns in der Firma wichtig. Denn wissen unsere Mitarbeiter ihre Kinder gut betreut, arbeiten sie auch konzentrierter.“

Der Familiensinn ist uns in der Firma wichtig.

Die Rede ist hier von 120 Mitarbeitern – Werkzeugmechaniker, Mechatroniker, Konstrukteure und Verfahrensmechaniker. „Thomas Tost bringt als gelernter Kfz-Mechatroniker alles mit, was wir im Bereich Prüftechnik gesucht haben. Deswegen wurde er auch binnen weniger Monate zum Teamleiter“, so der Geschäftsführer. Denn die Prüftechnik in der Firma ist ein Wachstumsbereich. Auch während der Corona-Krise gab es in dem Bereich keinen Abbruch, vielmehr Tendenz steigend. Gerade in diesem von Corona geplagten Jahr spielt ein gutes Betriebsklima eine noch wichtigere Rolle: „Ganz unbürokratisch haben wir Mitarbeiter mit Kindern ins Homeoffice geschickt. Natürlich nur da, wo das auch funktioniert hat. Wir haben dafür extra Technik angeschafft.“

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behERZt in der Freizeit unterwegs

Geschäftsführer Wiesehütter hält seine Tür immer offen – für jeden und zu jedem Thema. Lächelnd betont er: „Wir haben kaum Fluktuation. Wir genießen in normalen Jahren gemeinsame Betriebsveranstaltungen, Wandertage und Weihnachtsfeiern. Es ist ein guter Zusammenhalt.“ Und das überträgt sich natürlich auch auf das Wesen der Mitarbeiter. Thomas Tost wirkt entspannt und zufrieden. Zu Hause hat er endlich Zeit für seine Kinder und seine Frau. Zusammen mit seinem großen Sohn Aaron übt er sich im Bogenschießen und Fußball. Tost trainiert sogar als Fußball- Co-Trainer die Grundschüler in Ehrenfriedersdorf.

Er liebt seinen Garten, werkelt in der eigenen Werkstatt an einem Audi RS4 aus dem Jahr 2001. Und noch einer Leidenschaft frönt er in seiner Heimat ausgiebig: Tost radelt pro Jahr gut 6.000 Kilometer durch seine malerische Heimat. Den Stoneman hat er bereits in Gold, also die Strecke von 162 Kilometern an einem Tag bezwungen. Genauso hat er schon am Drei-Talsperren-Marathon teilgenommen. „Früher konnte ich als Pendler viel weniger trainieren. Heute ist echtes Training möglich. Und: ganz viel Familienzeit.“ Die genießen die Vier im eigenen Wohnwagen am Greifenbachstauweiher. All das ist möglich dank seines beherzten Schrittes. Thomas Tost wechselte seine Arbeitsstelle und ist zurück in seiner Heimat Erzgebirge. Mit ganzem Herzen.

Text: Manja Kraus-Blechschmidt

Fotos: Georg Ulrich Dostmann