Erzgebirgische Unternehmen bringen Fahrzeuge ins Rollen

Die ZPsport 449 kombiniert alte Werte mit moderner Technologie. Das im Erzgebirge entwickelte und handgefertigte Motorrad vereint anschaulich die Zulieferkompetenz der Region. Foto: ZPmoto GmbH.
Die ZPsport 449 kombiniert alte Werte mit moderner Technologie. Das im Erzgebirge entwickelte und handgefertigte Motorrad vereint anschaulich die Zulieferkompetenz der Region. Foto: ZPmoto GmbH.

Zulieferstandort präsentiert Fertigungskompetenzen und Automobil Know-how auf der Sächsischen Industrie- und Technologiemesse

Die Nähe zu Automobil-Hochburgen wie Zwickau, Leipzig oder Dresden, erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten an den Technischen Hochschulen des Freistaates sowie in den Betrieben und Qualität „Made in Germany“ sind wichtige Vorteile der Erzgebirgsregion als Zulieferstandort der deutschen Fahrzeugbau-Industrie. Hintergründe, Kontakte und Informationen zu Karrieremöglichkeiten im Industriestandort Erzgebirge vermittelt deshalb die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH auf der SIT in Chemnitz.

 

Annaberg-Buchholz, 9. Mai 2014. Rollen Fahrzeuge in den Produktionsstandorten deutscher Automobilhersteller vom Band, sind in aller Regel Bauteile aus dem Erzgebirge mit an Bord. Über 160 spezialisierte Zulieferbetriebe stellen wettbewerbsfähige Produkte für die deutsche Automobilindustrie her. Die Bandbreite reicht von Auspuffanlagen, über Airbagsysteme und elektronische Sensoren, bis hin zu Umformwerkzeugen für Karosseriebauteile. So kamen beispielsweise Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten serienmäßig gefertigten Metallkarosserien für PKW aus dem Erzgebirge. Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und das Regionalmanagement Erzgebirge präsentieren, stellvertretend für die erzgebirgischen Industrieunternehmen, vom 14. bis 16. Mai 2014 in Halle 1 Stand E20 regionale Fertigungs- und Zulieferkompetenzen auf der Sächsischen Industrie- und Technologiemesse (SIT) in Chemnitz.

 

Ein Blick in die Wirtschaftszahlen zeigt, im Erzgebirgskreis arbeiten mehr als 30% (Stand 2012) der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Wirtschaftsbereich verarbeitendes Gewerbe. Die wichtigsten Branchen sind dabei mit 51% Betriebe der metallverarbeitenden Industrie, der Maschinenbau und die Elektrotechnik/ Elektronik. In diesen drei Industriebranchen arbeiten fast 60% aller Beschäftigten im Erzgebirgskreis. Die starke Zulieferorientierung der erzgebirgischen Wirtschaft ist an einer unterdurchschnittlichen Exportquote von etwas weniger als 30% dokumentiert, denn der Großteil, der in der Region gefertigten Produkte, wird in deutschen Unternehmen dann zum Endprodukt verbaut. Qualität, Innovation, Erfahrung und das Tüfteln an besonderen Details, welche die Automobil- und Fahrzeugtechnik von heute ausmachen, zeichnet die Unternehmen des Erzgebirges aus. Ein gutes Beispiel für die Zulieferkompetenz der Region ist das Projekt ZPmoto aus Zschopau. Denn in der Zusammenarbeit mit vielen erzgebirgischen Partnern entstehen hier handgefertigte Motorräder.

 

Standort mit Tradition und Netzwerk der Innovation

 

Zschopau im Erzgebirge, ein Ort, der viele Bedingungen für eine exzellente Produktion von Kraftfahrzeugen mit sich bringt. Zum einen verfügt die Erzgebirgsregion über eine Vielzahl hochinnovativer Firmen, die mit langer Tradition im Fahrzeug- und Maschinenbau tätig sind. Unternehmen wie die Klädtke Metallverarbeitung GmbH, spezialisiert auf die Rohr- und Blechverarbeitung, fertigten bereits in Klein- und Mittelserien für die Zweiradindustrie. So steuerten die Mittarbeiter der Metallverarbeitung Klädtke, einschließlich des Geschäftsführers Dirk Klädtke, ihr technologisches Know-how für die Rahmenfertigung von ZPmoto bei. Weitere sechs regionale Lieferanten und über 10 regionale Dienstleister haben sich an der Entwicklung und am Bau der ZPsport 449, dem Vorzeigeprodukt der Zschopauer-Motoradbauer, beteiligt. Zum anderen kann sich Geschäftsführer Vogler auf die Leidenschaft seiner Mitstreiter und Mitarbeiter verlassen. „Die Liebe der Menschen zu den Dingen die sie tun und die Freude andere Menschen mit dem Geschaffenen zu begeistern, ist hier im Erzgebirge besonders fest verwurzelt. Dies zeigt sich in allen traditionellen Branchen und Technologien. Egal ob Holz, Bergbau oder Mobilität.“, beschreibt Norbert Vogler den Erfindergeist und das Handwerksgeschick der Erzgebirger. Die ZPsport 449 ist ein anschauliches Beispiel für die erzgebirgische Zulieferkompetenz. So wird das Motorrad mit Handmustern der regionalen Lieferanten am Parallelstand der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH auf der SIT 2014 präsentiert.

 

Auch wenn im Erzgebirge nur selten solch Image-trächtige Endprodukte wie die ZPsport 449 hergestellt werden. Es sind am Ende doch die Bauteile und Komponenten, die jedem Fahrzeug seine Eigenheiten verleihen. Und mit ziemlicher Sicherheit befindet sich in jedem deutschen Kraftfahrzeug ein Stück Erzgebirge.

 

Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Chemnitz stehen die Kontaktvermittlung zu Partnerunternehmen sowie die Präsentation regionaler Fertigungskompetenzen speziell für die Automobilindustrie. Der Erzgebirgskreis mit einer besonders hohen Industriedichte ist auf regionale Netzwerke aus Forschung und Wirtschaft angewiesen. Dies unterstützen Messen wie die SIT oder auch deren regionales Pendant, die Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge. Am 22. Oktober 2014 findet die 9. Auflage der Kooperationsbörse in der Dreifeldsporthalle in Stollberg statt. Anmeldungen für potentielle Aussteller aus den Schwerpunktbereichen Metall, Kunststoff, Holz, Elektronik und Textil sind ab sofort Mai 2014 unter www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/kooperation möglich.

 

Ansprechpartner für Messeanfragen:

Jan Kammerl

Wirtschaftsservice

Telefon: 03733 / 145 110

kammerl@wfe-erzgebirge.de

www.wfe-erzgebirge.de