Das Erzgebirge ist der Zulieferstandort für das Spezielle

Das Unternehmen TeDaPro aus Stollberg stellt das Serviceportal Digicluster auf der intec 2015 vor. (Foto: Daniela Schleich)
Das Unternehmen TeDaPro aus Stollberg stellt das Serviceportal Digicluster auf der intec 2015 vor. (Foto: Daniela Schleich)

Wirtschaftsstandort Erzgebirge zeigt sich auf Intec und Zuliefermesse vielseitig

Annaberg-Buchholz/ Ehrenfriedersdorf/ Stollberg/ Gornau/ Zschopau, 16. Februar 2015. Bei den wichtigsten Fachmessen für die metallbe- und verarbeitende Industrie sowie der Zulieferbranche darf das Erzgebirge, als Zulieferstandort für das Spezielle, nicht fehlen. Fast 40 Aussteller sind mit einer bemerkenswerten Bandbreite an Produkten vom 24.-27. Februar zum Messedoppel Intec/Z in Leipzig vertreten. Mit 1.400 Ausstellern erreichen die beiden Fachmessen Rekordanmeldezahlen. Das gilt auch für die Region. Allein auf dem 160 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) präsentieren sich 12 Firmen aus den regionalen Schlüsselbranchen Maschinenbau, Metallbearbeitung, Kunststoff- sowie Elektrotechnik. „Zahlreiche erzgebirgische Firmen sind Zulieferer oder Dienstleister für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau. Deshalb verspricht das Messeduo aus Intec und Z gute Kooperationsmöglichkeiten für den Wirtschaftsstandort“, erklärt Jan Kammerl von der WFE die Messeteilnahme.

 

Wirtschaftsstandort präsentiert sich facettenreich

 

Erzgebirgische metallbe- und verarbeitende Unternehmen sind in erster Linie als Teilefertiger bekannt. In welcher Bandbreite Kunden vom tiefgreifenden Produktions-Know-how der hier ansässigen Spezialisten profitieren können, ist jedoch weniger bekannt: Konstruktionsberatung, Erfahrungen in Bezug auf die Machbarkeit und individuelle Kundenlösungen, dafür stehen erzgebirgische Metall- und Anlagenbauer, Zulieferer und Dienstleistungsunternehmen. Die Vielfalt der Einsatzgebiete, in denen Firmen der Region tätig sind, zeigt, dass Messebesucher vom Leistungsspektrum der kleinen und mittelständischen Betriebe überrascht sein werden. So präsentiert Normteile Lindner zur Intec kleine Bauteile mit großer Bedeutung. Das Familienunternehmen ist auf das CNC-Drehen, -Fräsen und -Schleifen sämtlicher Stahlsorten, von NE-Metallen und Kunststoffen spezialisiert. Individuelle Lösungen, von der Konstruktionsberatung über die Fertigung und Montage bis hin zur Oberflächenveredlung, gehören zum Angebotspaket. Es werden u.a. Präzisionsteile für Kameraobjektive und die Medizintechnik hergestellt. Die Hauptanwendungsgebiete liegen in der Elektronikindustrie und dem Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Anschaulich präsentiert werden Kleinteile, die das Unternehmen herstellt, an einem mehrfach ausgezeichneten Rennboliden des Racing Teams der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

 

Durch langjährige Erfahrungen im Bereich der Automatisierung und Informationstechnik entstehen bei der TeDaPro GmbH Lösungen zur intelligenten Kommunikation im industriellen Bereich. Auf der Intec stellt TeDaPro ein neues, modulares „Starterpaket“ eines Energiemonitoringsystems vor. Auf einfache Art und Weise werden Energieverbräuche aufgezeigt und dauerhaft gespeichert (DIN EN 50.0001, 16247). Möglichkeiten zur Einsparung können durch geänderte Steuerungsmechanismen oder Abläufe abgeleitet werden. Ein weiteres Messehighlight ist die Präsentation des Serviceportals Digicluster. Vernetzte Steuerungen und Anlagen, die an Fernwirk- oder Fernwartungslösungen angebunden sind, können damit zentral überwacht und gemanagt werden. Der dritte Schwerpunkt liegt auf der Nachverfolgung von Waren und Material im Logistikprozess. TeDaPro zeigt aktive und passive Trackingtechnologien. Dabei wird auch die neue Generation der selbstentwickelten RFID-Gates vorgestellt.

 

In diesem Jahr ist die Kunststofftechnik Weißbach GmbH erstmals auf dem Messeduo vertreten. Die Gornauer Ideenschmiede stellt ihr Know-how im Bereich Anlagen- und Behälterbau sowie der Verarbeitung von Halbzeugen vor. Das Highlight ist eine innovative Anlage zur Aufbereitung von mit Bohrmilch-Emulsionen verunreinigtem Waschwasser. Mit der Anlage kann das Waschwasser direkt im Unternehmen gereinigt werden, wodurch die Kosten für die spezielle Entsorgung entfallen. Das gesamte Waschwasser wird dabei in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Das spart Wasser und schont die Umwelt. Darüber hinaus wird die in den Prozess eingebrachte Energie thermisch umgesetzt und über ein Wärmetauscher-System zum Beheizen der Waschstraße genutzt. Durch diese nachhaltige Energierückgewinnung bleibt der Energiebedarf nach Installation der Elektrolysezellen fast konstant.

 

Die Klädtke Metallverarbeitung GmbH aus Hohndorf ist der Spezialist für Blech- und Profilbearbeitung und hat erst im Herbst eine neue Rohrlasermaschine in Betrieb genommen. So können Rohre und Profile aus Edelstahl, Aluminium und Baustahl mit einem Durchmesser von bis zu 225 mm und einer maximalen Länge von 8,5 m gelasert werden. Mit dem 3D-Laserkopf werden Rohre mit einer Wanddicke von bis zu 16 mm zuverlässig und prozesssicher bearbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erzeugung von Spezialanfertigungen für verschiedene Industrie- und Wirtschaftszweige. Die Kombination von praxisnahem Engineering, der vollständigen Konstruktion in 3D-CAD-Systemen und modernsten Fertigungsmethoden ermöglichen eine effiziente Projektrealisation.

 

Unternehmen der Erzgebirgsregion aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Zulieferindustrie sowie Metallbe- und Verarbeitung und Industriedienstleistungen, die als Aussteller an intec oder Z teilnehmen, sind im Flyer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH übersichtlich präsentiert.