Alle Kinder sind Erfinder – auf der 1. Sächsischen Erfinderstraße

Täschchen, Schmuck und Tischschmuck aus Resten von Norafin und OPEW
Täschchen, Schmuck und Tischschmuck aus Resten von Norafin und OPEW

Das Regionalmanagement Erzgebirge präsentiert sich zum Tag der Sachsen gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen auf der 1. Sächsischen Erfinderstraße. Am Samstag und Sonntag (7. und 8. September) bringt der Dienstleister kindlichen Erfindergeist und unternehmerisches Know-How zusammen.

 

Annaberg-Buchholz/Schwarzenberg, 29.08.2013. Holzklötze, Metallplättchen, Stoff- und Filzreste... In den erzgebirgischen Unternehmen gibt es eine Fülle an Produktresten. Eigentlich Abfall, eine Wiederverwertung ist in vielen Fällen nicht vorgesehen. „An unserem Stand auf der 1. Sächsische Erfinderstraße zum Tag der Sachsen in Schwarzenberg wird sich das zwei Tage lang ändern“, sagt Dr. Peggy Kreller. Für die Umsetzung ihrer Idee hat sich die Projektmanagerin des Regionalmanagements Erzgebirge Hilfe bei Katrin Baumann geholt. Die Designerin aus Elterlein wird vor Ort eine Werkstatt öffnen. Darin sind Kinder ab sechs Jahren herzlich willkommen, die unter Anleitung aus den zur Verfügung gestellten Resten unter anderem Täschchen, Vasen und Schmuck herstellen können. „Es entstehen voll funktionsfähige Gebrauchsgegenstände als Handmuster. In der Industrie ist das auch nicht anders“, sagt Katrin Baumann und weiß, wovon sie spricht. Die vielseitige Künstlerin ist seit 1987 frei beruflich in den Bereichen Malerei, Grafik, Textilkunst, Architektur, Druck sowie Holzgestaltung tätig.

 

Unterstützung durch fleißige Helfer

 

„Am Spektakulärsten in unserer Sachsentag-Werkstatt ist wohl die Kunststoff-Folien-Nummer“, sagt Katrin Baumann und lacht. Dabei werden Reste aus schön bedruckten Folientüten, beispielsweise Einkaufstüten, Bonbon- oder Gummibärchenpackungen, mittels Bügeleisen zu neuen Kunststoffflächen im A4-Format verschmolzen. Diese selbst kreierten Flächen kommen dann auf ein farbiges Vlies, werden zugeschnitten und vernäht. Zum Schluss erhalten die Einzelstücke, die letztlich als Federmäppchen, Besteck, Handytasche oder gar als kleine Umhängetasche verwendet werden können, noch ordentliche Druckknöpfe. Wer den Stand besucht, kann gern eigene Reste aus seinen Lieblingstüten mitbringen, um sie direkt zu verarbeiten. „Um den Ansturm der ‘Jungdesigner’ zu bewältigen,  arbeitet im Hintergrund eine kleine Werkstatt, zu der Maria Süß, deren Tochter Natalie sowie mein Sohn Till-Janosch gehören“, nennt Katrin Baumann ihre Werkstatt-Helfer.

 

Für Wirtschaftsstandort Erzgebirge sensibilisieren

 

Und während sich die Kinder an den Produktkreationen versuchen, steht das Regionalmanagement den Erwachsenen Rede und Antwort. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, das Image des Erzgebirges als attraktiven Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region zu verbessern. Dabei sollen zum Tag der Sachsen Erwachsene darüber informiert werden, was für eine breite Produktpalette häufig direkt vor der eigenen Haustür produziert wird. Kinder als dringend notwendige Fachkräfte von Morgen spielen aber eine ebenso wichtige Rolle. Das Angebot zielt darauf ab, dass sie schon einmal erste Erfahrungen mit ausgewählten Produkten der Region sammeln und sich als kleine Erfinder empfinden können.

 

Produktreste kommen aus folgenden Unternehmen:

 

 

Curt Bauer GmbH, Aue (Stoffe)

Dietel Bauelemente GmbH, Jöhstadt (Holz)

Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau (Vlies)

OPEW Annaberg GmbH, Annaberg-Buchholz (Kordel)

Turck Beierfeld GmbH und Turck duotec GmbH, Grünhain-Beierfeld (Plastikplättchen)

WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH, Olbernhau (Metallplättchen)

 

Fotos: Regionalmanagement Erzgebirge