Zulieferer kommen auf der Börse ins Gespräch

Kontakte sind gestern zur 6. Kooperationsbörse in der Turnhalle des Beruflichen Schulzentrums in Zschopau geknüpft und gepflegt worden.

VON THOMAS FRITZSCH

ZSCHOPAU - 96 Aussteller vom Planer und Entwickler über Blechbearbeiter, Leichtmetallgießer und Werkzeughersteller bis hin zum Verpacker und Werbeprofi haben gestern zur sechsten Auflage der Kooperationsbörse der Zulieferindustrie Erzgebirge die Chance zur Präsentation genutzt. Die Veranstaltung, dieses Jahr in der Turnhalle des Beruflichen Schulzentrums in Zschopau ausgetragen, findet an verschiedenen Standorten im Erzgebirgskreis statt.

Alte Kontakte pflegen und neue knüpfen - das stand bei den meisten Teilnehmern ganz oben auf der Agenda. "Um sich regional zu präsentieren, bietet die Messe eine gute Plattform. Hier können wir zeigen, was wir können und was wir anbieten. Oder sei es auch nur, um einmal miteinander zu reden, was im normalen Tagesablauf so nicht möglich ist", sagte Jana Gladrow, Mitarbeiterin der Firma Ute Schlieder Metallwarenfabrik GmbH aus Zöblitz. Sabine Fiß, Geschäftsführerin der Profil Bildungsgesellschaft mbH aus Chemnitz, suchte gestern nach gut ausgebildeten Fachkräften: "Ich bin sehr viel auf solchen Messen unterwegs, weil ich mich um Fachkräfte kümmere, speziell im Maschinenbau, in der Baubranche und in der Elektrotechnik. Also all das, was hier und heute gebraucht wird." Das Schmieden von Kooperationen stand bei Jörg Viehweger-Skwara, Marketing-Manager bei der Chemnitzer Firma Ixmind GmbH & Co. KG, im Mittelpunkt: "Wir sind ein Unternehmen, das europaweit tätig ist. Wir möchten ein Netzwerk aufbauen, speziell im Maschinenbau. Besonders in der Erzgebirgsregion wollen wir bekannter werden und Unternehmen helfen, effektiver zu produzieren. Die Messe ist sinnvoll, weil die Firmen, die hierherkommen, potenzielle Kooperationsfirmen finden können." Viehweger-Skwara freute sich über eine sehr gute Resonanz: "Es ging eigentlich schon los, als wir unseren Stand aufgebaut haben."

Ein Heimspiel hatte Vertriebsleiter Knut Hertel von der Firma Klädtke Metallverarbeitung aus Zschopau: "Als Zschopauer Firma sollte man hier präsent sein, das ist ganz einfach Pflicht. Wir sind hier, um einen Überblick zu erhalten, welche Firmen in der Umgebung tätig sind. Die meisten kennen wir nicht. Wir hatten regen Zuspruch, auch von überregionalen Betrieben", sagte Hertel. Das Unternehmen sei in der Vergangenheit auch durch schlechte Zeiten gegangen, "momentan läuft es besser, die Auftragsbücher sind voll. Es ist jetzt wichtig, neue Leute kennenzulernen und miteinander zu kooperieren".

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Zschopauer Zeitung, 20.10.2011