"Süppchen und Sound" in der neuen ERZscheune
Im September 2023 wurde sie im Rahmen des Kulturhauptstadt-Projekts Chemnitz 2025 dort abgebaut. Sechs Leute aus Jahnsdorf reisten dafür nach Bayern. In nur drei Tagen war die Scheune mithilfe vieler Hände vollständig zerlegt, nummeriert und sicher für den Transport ins Erzgebirge vorbereitet.
Von Bayern ins Erzgebirge – ein Stück gelebter Zusammenhalt
Dank einer Förderung durch die Kampagne „So geht sächsisch“ gelangte die Konstruktion nach Jahnsdorf. Der Wiederaufbau erfolgte eigenverantwortlich auf dem Hof der Familie Ziegs. Die Aufbaukosten erreichten einen sechsstelligen Betrag. Eine Leaderförderung durch das „Tor zum Erzgebirge“ machte das Projekt dennoch möglich. Den Rest finanzierten die Initiatoren selbst.
Kunst, Kultur und Suppen – mitten im Grünen
Die neue ERZscheune steht auf einer Streuobstwiese neben dem Naschgarten des Hofs Ziegs. Ihr markantes, steiles Dach und die für Sachsen ungewöhnliche Bauweise machen sie zu einem Blickfang im Ort. Die ERZscheune soll langfristig als Ort der Begegnung dienen – mit Ausstellungen, Konzerten und Umweltbildung. Vor allem für Jugendliche entsteht damit ein Platz, an dem sie sich einbringen können. Geplant sind auch Kurse über Natur und nachhaltiges Leben für Kinder.
Die Einweihung wird zum Fest der Begegnung. Beim 1. Jahnsdorfer Suppenfest bringen Vereine, Gaststätten, Privatpersonen und Partnergemeinden ihre Lieblingsrezepte mit. Im Mittelpunkt stehen regionale Zutaten. Im Hofladen entstehen daraus Klassiker wie Soljanka, Kesselgulasch und Flecke – alles aus eigener Aufzucht, direkt auf dem Hof geschlachtet und verarbeitet.