Spatenstich in Scheibenberg

Stadt im Erzgebirge bekommt multifunktionalen Schulcampus

In Scheibenberg (Erzgebirgskreis) war heute (19. November 2020) mit dem ersten Spatenstich Start für den Bau des neuen Schulcampus. Das multifunktionale Gebäude wird rund 4,5 Millionen Euro kosten. Bund und Freistaat unterstützen den Bau mit rund 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.

 

»Ich freue mich, dass die Stadt Scheibenberg mit der Hilfe von Bund und Land gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann«, so Staatssekretär Dr. Frank Pfeil. »Zum einen erhalten Grund- und Oberschule endlich Ersatz für ihre denkmalgeschützte, aber nicht mehr zeitgemäße und deshalb nicht mehr dauerhaft nutzbare Schulsporthalle. Darüber hinaus aber wird das Gebäude auch Vereinen und Bürgern als Veranstaltungsort für Sport und Kultur zur Verfügung stehen. Eine solche vielseitige Nutzung ist beispielhaft!«

 

Bürgermeister Michael Staib ergänzt: »Auf diesem Wege wird es einer kleinen, finanzschwachen Kommune im ländlichen Raum ermöglicht, die Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu verbessern, aber gleichzeitig auch für Vereine. Erstmals wird es nach Fertigstellung der Halle möglich sein, größere Veranstaltungen wie Schulabschlussfeiern, städtische Veranstaltungen oder eine Bürgerversammlung stattfinden zu lassen. Dies ist ein großer Schritt für die Entwicklung des ländlichen Raumes«, so der Bürgermeister. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Planung und Eruierung der Finanzierung.

 

Der neue Schulcampus in Scheibenberg soll Ende 2022 fertig gestellt sein. Sein Bau ist die letzte Schwerpunktmaßnahme aus dem städtebaulichen Gesamtpaket »Erhaltungsgebiet«, für das die Stadt Scheibenberg seit dem Jahr 2002 bisher knapp fünf Millionen Euro von Bund und Land erhalten hat. Mit den Mitteln wurden unter anderem die Sanierung des Rathauses, die Instandsetzung des Turmes der St.-Johannis-Kirche sowie mehrerer innerstädtischer Wohngebäude und die Gestaltung des Friedhofsplatzes unterstützt.

 

Hintergrund:

 

Ziel der Städtebauförderung ist die Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der zukunftsfähigen, nachhaltigen und modernen Entwicklung. Dies gilt insbesondere für den Erhalt von lebendigen und identitätsstiftenden Stadt- und Ortskernen, Maßnahmen für den Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel sowie für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur. Mit den Mitteln der Städtebauförderung können Gebäude saniert, städtische Plätze neu gestaltet, Grün- und Freiflächen ausgebaut, Familienzentren, Kindertagesstätten oder Freizeittreffs für Jugendliche geschaffen werden. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel wird jährlich von Bund und Ländern vereinbart. Allein für das Programmjahr 2020 stehen in Sachsen 155 Millionen Euro für die Programme »Lebendige Zentren«, »Sozialer Zusammenhalt« sowie »Wachstum und nachhaltige Erneuerung« der Städtebauförderung zur Verfügung.