Scherdel bildet vorbildlich aus

IHK ehrt Marienberger Unternehmen mit Urkunde

Von Martina Brandenburg

Marienberg. Die Scherdel Marienberg GmbH ist gestern von der Industrie - und Handelskammer Chemnitz als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden. Eine Urkunde bescheinigt dem Unternehmen ein "hervorragendes Ausbildungsmanagement auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes".

"Die Prüfungsergebnisse bei Scherdel liegen im Durchschnitt über denen des Kammerbezirks", schätzte dazu Torsten Christel, Ausbildungsberater für Metall- und Elektroberufe der IHK, ein. Er betreut 275 der rund 2900 Ausbildungsbetriebe im Kammerbezirk. Nur rund 50 pro Jahr würden als vorbildlich geehrt. Christel lobte insbesondere die "direkte Integration der Lehrlinge, die von der Lehrwerkstatt aus in die Produktion erfolgt": "Nur etwa zehn Prozent der Ausbildungsbetriebe verfügen über eine solche Einrichtung." Gute und vor allem praxisnahe Bedingungen bietet unter anderem ein Kabinett, in dem die Mechatronikerlehrlinge Grundlagen der Elektronik, der Steuerungstechnik und später in der Mechanik vermittelt bekommen. Hier lernen sie beispielsweise, wie Anlagen programmiert und gesteuert sowie Daten übertragen werden.

In der Lehrwerkstatt, die seit rund zehn Jahren in einem eigenen Gebäude ansässig ist, werden Industrie - und Werkzeugmechaniker sowie Mechatroniker ausgebildet. Zusammen mit Bürokaufleuten, Technischen Zeichnern und Studenten der Betriebsakademie für Produktions- beziehungsweise Industrietechnik erhalten derzeit 60 Jugendliche ihr berufliches Rüstzeug vermittelt. 18 von ihnen haben gestern offiziell ihre Lehre beziehungsweise ihr Studium begonnen, darunter vier Mädchen. Eines von ihnen wird den Beruf eines Industriemechanikers erlernen.

Die Ausbildung bei Scherdel ist eine Lehre mit Zukunft, betont Mathias Schönherr, seit 1998 hauptamtlicher Ausbildungsleiter im Betrieb: "Wir orientieren uns am eigenen Bedarf. Ende des dritten Lehrjahres erhält jeder Auszubildende vom Unternehmen ein Angebot für einen Arbeitsvertrag. Auch die 14 Jugendlichen, die ihre Lehre im Februar beendet haben, wurden alle übernommen."

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Marienberger Zeitung, 02.09.2010