Scharfensteiner Betrieb liefert Kälte für Supermarkt und Co.

Damit Lebensmittel auch im Glutsommer 2018 nicht verderben, in Einkaufspassagen oder auf Luxusschiffen immer ein angenehmes Klima herrscht, braucht es leistungsstarke Maschinen. Die werden an einem traditionsreichen Standort gebaut.

 

Scharfenstein. Technikinteressierte dürften auf der Rückseite des heimischen Kühlschrankes schon einmal jenes Aggregat beäugt haben, das für gleichbleibend gut temperierte Lebensmittel sorgt. Über die Dimension der Maschinen, die in Supermärkten, Brauereien und Großküchen Kälte erzeugen, kann sich Otto Normalverbraucher hingegen kaum ein Bild machen. Denn die arbeiten oft im Verborgenen.

Ein Spezialist für den Bau solcher leistungsfähigen Anlagen ist die Compact Kältetechnik GmbH mit Standorten in Dresden und Scharfenstein.

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Während sich die Produktion im Drebacher Ortsteil auf Standardlösungen im Serien- und Kleinseriengeschäft konzentriert, bauen die Dresdner vor allem speziell auf Kundenwunsch zugeschnittene Anlagen in fast jeder gewünschten Form und Leistungsgröße. Zu einem der prestigeträchtigsten Aufträge zählte etwa die Ausrüstung eines Luxuskreuzfahrtschiffes mit Kältemaschinen für Küche, Kühlräume, Klimatisierung und Wasserkühlung.

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Nach zweijähriger Entwicklungszeit verfügt das Unternehmen über ein Bauteil, welches das Kältemittel Kohlendioxid bei geringerem Energieeinsatz zirkulieren lässt. Ein Laie sieht der kleinen Düse - in Fachkreisen CO2-Ejektor genannt - die lange Entwicklungszeit kaum an. Doch in dem Teil steckt viel Physik. "Um die optimale Bauform zu erhalten, waren umfangreiche Messreihen zum Strömungsverhalten aufzunehmen und auszuwerten", erklärt Mitgesellschafterin und Personalleiterin Annett Gregor. 

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An beiden Standorten beschäftigt die Compact Kältetechnik insgesamt 85 Mitarbeiter, davon elf Auszubildende. Hinzu kommt ein Student, der in Anlehnung an das duale Ausbildungssystem ein BA-Studium mit Praxiseinsätzen im Unternehmen absolviert und gerade seine Diplomarbeit schreibt.

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Quelle: Freie Presse vom 11.08.2018, Mike Baldauf