#Ready4Wasserstoff – Chemnitz auf dem Weg zur europäischen Wasserstoff-Kompetenzregion

Chemnitz ist #Ready4Wasserstoff. Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Kommune haben mit dem Hydrogen and Mobility Innovation Center (HIC) ein vielversprechendes Konzept erarbeitet, das mit Duisburg und Pfeffenhausen Finalist im Standortwettbewerb um das nationale Wasserstoffzentrum ist – die Entscheidung fällt Ende August 2021. Chemnitz arbeitet indes unter Hochdruck an der Grundlage für seine Entwicklung zum führenden europäischen Wasserstoff-Kompetenzzentrum.

HIC bietet hervorragende Grundlagen für nationales Wasserstoffzentrum

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) ist auf der Suche nach einem nationalen Wasserstoffzentrum, welches die Bundesrepublik im internationalen Wettbewerb im Bereich der Brennstoffzellenantriebe auf ein neues Level heben soll. Für den Aufbau ist laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag aus dem Budget der Nationalen Wasserstoffstrategie vorgesehen. „Das HIC fokussiert sich auf die Entwicklung, Prüfung und Zertifizierung von Brennstoffzellenantrieben für Straßen- und Schienenfahrzeugen sowie auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Sachsen ist bereits Wasserstoffland – hier können wir die gesamte Wertschöpfungskette von der Brennstoffzelle bis zu Gesamtfahrzeugen abdecken. Dazu bündeln wir unter anderem die Kompetenzen der Technischen Universitäten in Chemnitz und Dresden, der Fraunhofer-Institute IWU und ENAS, zahlreiche Akteure aus der Automobilindustrie sowie die Standortvorteile der Stadt Chemnitz. Derzeitig haben bereits über 80 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet ihr Interesse an einer Nutzung des HIC bekundet. Im Ergebnis soll ein hochmoderner Campus mit einem Fahrzeuglabor, Prüfständen sowie ein Fortbildungszentrum entstehen. Das Zentrum wird für sämtliche Unternehmen aus dem Bereich Wasserstoffmobilität im Bundesgebiet die erste Anlaufstelle sein“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Thomas von Unwerth, Vorstandsvorsitzender des Innovationsclusters HZwo e. V., welches das Konsortium leitet und die Bewerbung koordiniert.

Im Wettbewerb um das nationale Wasserstoffzentrum hat sich Chemnitz gemeinsam mit Duisburg und Pfeffenhausen gegen 15 weitere Bewerber durchgesetzt. In der Folge werden alle drei Standorte durch unabhängige Experten evaluiert. „In dieser unabhängigen Prüfung sind die Standortvorteile von Chemnitz noch einmal hervorgehoben und externen Dritten verdeutlicht worden. Das HIC hat in Sachsen das Zeug zum europäischen Wasserstoff-Kompetenzzentrum zu werden.“, sagt Karl Lötsch, Bündnissprecher des HIC. „Chemnitz verfügt über großzügige Flächen für weitere Ansiedlungen auf dem HIC-Gelände. Auf nahegelegenen Teststrecken in Annaberg-Buchholz und in der Lausitz können Fahrzeuge auch gleich im Einsatz mit Wasserstoff getestet werden. Wir haben mit unseren Partnern das richtige Betreibermodell für das Kompetenzzentrum entwickelt. Zusätzlich investiert die Stadt Chemnitz mit ihren kommunalen Unternehmen kräftig in die Infrastruktur und hat bereits die künftige Wasserstoff- und Energieversorgung des HIC garantiert.“

Chemnitz ist bestens aufgestellt für Investitionen in Wasserstoffaktivitäten

Das HIC soll auf einer Fläche von 37.000 Quadratmetern auf dem Technologie-Campus in Chemnitz entstehen. In direkter Nachbarschaft befinden sich die TU Chemnitz, Fraunhofer-Institute IWU und ENAS sowie Fahrzeugwerke von VW, BMW und Porsche. Für neue Ansiedlungen schafft die Stadt Chemnitz Planungs- und Baurecht für Erweiterungsflächen von bis zu 10 Hektar. Gleichzeitig stellt der kommunale Energieversorger eins energie die Versorgung des Campus mit Strom, Wärme und dem notwendigen Wasserstoff sicher. Für Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, bietet das HIC ein riesiges Potenzial für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Chemnitz: „Ein wesentliches Thema wird in Zukunft die Frage nach umweltfreundlichen Antrieben und Energiespeichern sein. Chemnitz hat beste Voraussetzungen, Motor für diese zukunftsorientierten Technologien zu werden. Eine hervorragende Universität mit exzellenten Wasserstoff-Kompetenzen, einen aktiven Technologie-Campus, eine große Start-Up-Szene und viel Platz, diese Bereiche auszubauen. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Treiber der Wasserstoff-Technologie in Chemnitz eine große Rolle beim technologischen Wandel und damit auch beim Thema zukunftsfähige Arbeitsplätze spielen werden. Denn nur gemeinsam können wir uns den globalen und lokalen Herausforderungen stellen."

Gemeinsam mit dem HZwo e. V. unterstützt die Stadt Chemnitz die Ansprache internationaler Investoren für eine Ansiedlung am HIC. Auf der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen EXPO REAL, die vom 11. bis 13. Oktober 2021 in München stattfindet, präsentieren die beiden Partner das Konzept des HIC Interessenten, die das Potenzial des Standortes nutzen möchten.

HIC verleiht dem Standort Chemnitz internationale Strahlkraft

Die Voraussetzungen für ein nationales Wasserstoffzentrum könnten kaum besser sein als in Chemnitz. Der Standort verfügt über das personelle Knowhow, die nötige Innovationskultur, Infrastruktur und über klare Wachstumsperspektiven, um sich zu einem führenden europäischen Wasserstoff-Kompetenzzentren zu entwickeln. Eine Entscheidung zugunsten von Chemnitz kommt einer Initialzündung zur weiteren Beschleunigung dieser Entwicklung gleich. Der großen Bedeutung ist sich die sächsische Landesregierung bewusst. Der Freistaat setzt auf Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Zukunft.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: „Sachsen will beim Zukunftsthema Wasserstoff genau wie bei der E-Mobilität oder in der Chipindustrie bundesweit eine Führungsrolle einnehmen. Bis 2030 wollen wir im Freistaat eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbauen. Unser Ziel ist es, bei uns in Sachsen die Voraussetzungen für die Industrialisierung der Wasserstofftechnologien für den globalen Markt zu schaffen und eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen. Aktuelle Studien bestätigen die enormen Potenziale des Wasserstoffs für Sachsens Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Unser Wasserstoff-Innovationscluster und die Vielzahl an Investitionsvorhaben von sächsischen Unternehmen im Rahmen der IPCEI-Wasserstoff-Förderung zeigen, dass sich unsere Beharrlichkeit in den vergangenen Jahren auszahlt. Ein nationales Zentrum für Wasserstoffmobilität im Herzen der wichtigsten sächsischen Industrieregion wäre ein umweltfreundlicher Boom für unsere sächsische Wasserstoffstrategie und den Vorsprung Ost in dieser Zukunftstechnologie. Die Chancen, die sich daraus ergeben gilt es zu nutzen.“

#Ready4Wasserstoff – HIC startet Aktion im Technologie-Park Chemnitz

Der Countdown zur Entscheidung des BMVI läuft. Indes arbeitet der Standort Chemnitz zielstrebig an seiner Profilierung als Wasserstoff-Zentrum und macht mit einer besonderen Aktion auf sich aufmerksam. Das Konsortium um das HIC drückt seine Bereitschaft und sein Selbstbewusstsein mit einer Installation aus. Auf dem Gelände des künftigen HIC ist mit Stoffbahnen ein riesiger Schriftzug ausgerollt, der auf die Fläche aufmerksam macht. Die Botschaft ist klar: Chemnitz ist „#Ready 4 Wasserstoff“.

Über das Innovationscluster HZwo – Antrieb für Sachsen

Das sächsische Innovationscluster HZwo – Antrieb für Sachsen koordiniert die sächsische Standortbewerbung um das nationale Wasserstoffzentrum mit einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Forschung, Stadt und Politik. Das Innovationscluster vereint 69 sächsische und überregionale Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Es ist der Nukleus zum Aufbau eines Wertschöpfungsnetzwerks für Wasserstoff und Brennstoffzellen in der sächsischen Wirtschaft. Getragen wird das Innovationscluster von den Vereinen HZwo e.V. und Energy Saxony e.V.