Einmal von Chemnitz nach Mexiko und zurück ins Erzgebirge

Wie TU-Absolventin Jenny Geuthel an den Internationalen Schulen in Niederwürschnitz im Erzgebirge Schülerinnen und Schüler zu Weltbürgerinnen bzw. Weltbürgern erzieht: Von Chemnitz einmal nach Mexiko, Berlin und wieder zurück gen Heimat: Jenny Geuthel kann man ohne Zweifel als Kosmopolitin bezeichnen. Als Weltbürgerin passt die Chemnitzer TU-Absolventin perfekt in ihre neue Rolle als Leiterin der Internationalen Schulen in Niederwürschnitz im Erzgebirge, wo Werte wie Weltoffenheit und Fertigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse an erster Stelle stehen.

Von Chemnitz einmal nach Mexiko, Berlin und wieder zurück gen Heimat: Jenny Geuthel kann man ohne Zweifel als Kosmopolitin bezeichnen. Als Weltbürgerin passt die Chemnitzer TU-Absolventin perfekt in ihre neue Rolle als Leiterin der Internationalen Schulen in Niederwürschnitz im Erzgebirge, wo Werte wie Weltoffenheit und Fertigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse an erster Stelle stehen.

Von Chemnitz nach Mexiko: Die ersten Schritte hin zur Weltbürgerin

Bereits während des Bachelorstudiums wuchs Jenny Geuthels geschichtliches Interesse über die deutschen und europäischen Grenzen hinaus. In ihrer Abschlussarbeit widmete sie sich dem Mexikanischen Kaiserreich von 1864 bis 1867. 2010 wagte die junge Frau sogar den Schritt und zog für mehrere Jahre ganz nach Mexiko, wo sie vor Ort forschen und recherchieren konnte. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Masterstudium wollte sie eigentlich in Mexiko ihren einstigen beruflichen Plan umsetzen und eine Karriere in der Museumspädagogik anstreben. “Aber als nicht Nicht-Mexikanerin war mir das nicht möglich”, erinnert sich Jenny Geuthel. “Also fing ich an einer Schweizer Sprachschule an zu unterrichten. Die Arbeit dort kann man fast als Liebe auf den ersten Blick bezeichnen. Ich habe mich sofort in dem Beruf Lehrerin wiedergefunden.” Bis 2016 unterrichtete sie in Mexiko-Stadt und in Monterrey, zog dann nach Berlin, um ihr zweites Staatsexamen nachzuholen. Somit wurde Jenny Geuthel Gymnasiallehrerin für Geschichte sowie Gemeinschaftskunde und unterrichtete in Berlin-Zehlendorf an einem bilingualen Gymnasium.

Nächste Station Niederwürschnitz: Wo aus Schülern Kosmopoliten werden

Nach sechs Jahren in Mexiko und vier Jahren in Deutschlands Hauptstadt wuchs in Jenny Geuthel der Wunsch, wieder näher bei ihrer Familie zu leben und zu arbeiten. Die berufliche Veränderung, die mit einem Umzug einhergeht, sollte aber nicht nur eine neue Chance, sondern auch eine neue Herausforderung und Weiterentwicklung darstellen. Die Erfahrungen, die sie im Ausland gesammelt hat, spielten Jenny Geuthel beruflich in die Hände, als sich ihr die Chance bot, ab dem neuen Schuljahr 2021 als Direktorin die Internationalen Schulen in Niederwürschnitz im Erzgebirge zu leiten. “Schon allein, weil ich Englisch, Spanisch und Deutsch fließend spreche”, so Jenny Geuthel. Aber auch, da sie gelernt habe, die Welt aus verschiedenenen Blickwinkeln zu betrachten.

Die internationale Schule in der ländlichen Gemeinde NIederwürschnitz verbindet zwei Schulformen – Gymnasium und Oberschule – unter einem Dach. Der Fokus liegt darauf, die Schülerinnen und Schüler zu Weltbürgern bzw. Weltbürgerinnen zu erziehen. “Unser Unterricht wird mehrsprachig, vorrangig auf Englisch, abgehalten. Wir informieren fächerübergreifend über verschiedene Länder sowie Kulturen und versuchen mit Hilfe moderner Technik, dass sich die Schülerinnen und Schüler global so gut wie möglich vernetzen können.” Das Wichtigste sei jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler zu einem zukunftsorientierten und internationalen Denken angeregt werden. Was Jenny Geuthel damit meint? “Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass sie nicht nur in ihrem Mikrokosmos, sondern in der ganzen Welt zu Hause sind. Die Welt bietet so viele Möglichkeiten, die ergriffen werden sollten. Man kann so viele Chancen im Ausland nutzen und somit seine eigene Heimat bereichern. Denn wenn ich in meiner Zeit im Ausland etwas gelernt habe, dann dass Bildung ein unglaublicher Reichtum ist.” Und wem sollte man diese Botschaft mehr glauben, als Jenny Geuthel?

Quelle: TU Chemnitz, Isabell Möller