Diese Bäume aus dem Erzgebirge bringen Rekordpreise
Hochwertige Stämme aus dem Erzgebirge stark gefragt
Auf dem Submissionsplatz in Dresden lagen mehrere hundert ausgewählte Stämme. Fachkäufer aus dem In- und Ausland prüften Qualität, Maße und Holzbild. Die Gebote wurden schriftlich abgegeben. Den Zuschlag erhielt jeweils das höchste Angebot. Aus dem Erzgebirge waren 16 Lose aus dem Forstbezirk Eibenstock vertreten. Das Gesamtvolumen lag bei 17,80 Kubikmetern. Fünf Lose stammten aus dem Staatswald, elf aus kommunalem Besitz. Die Bäume sind zwischen 100 und 150 Jahre alt. Sie stehen für langfristige Pflege und nachhaltige Forstarbeit im Erzgebirge.
Deutlich über dem Durchschnitt
Die erzielten Preise belegen die hohe Qualität der regionalen Hölzer. Gemeine Fichte aus dem Erzgebirge erreichte bis zu 361 Euro je Festmeter. Weymouthskiefer lag bei 350 Euro, Gemeine Kiefer bei 121 Euro je Festmeter. Zum Vergleich: Der sächsische Durchschnittspreis für Fichtenholz höchster Qualität lag bei 214 Euro je Kubikmeter. Das Holz findet später Verwendung in Möbeln, Furnieren oder Musikinstrumenten. Käufer von Stämmen aus dem Raum Eibenstock setzen das Material unter anderem für Gitarren, Bässe oder Orgeln ein.
Wertschätzung für jahrzehntelange Pflege
Johannes Riedel, Forstbezirksleiter in Eibenstock, sagt: „Viele unserer Waldbesitzer pflegen ihre Bäume über Generationen hinweg. Die Wertholzsubmission ist die Wertschätzung dieser langjährigen Arbeit. Sie ist die Chance, sehr gutes Holz zu fairen Preisen zu vermarkten und zeigt, wie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz eine ökologische und zugleich wirtschaftliche Wertschöpfung entsteht.“
Auch die Kommunen im Erzgebirge profitieren direkt. Uwe Staab, Bürgermeister der Stadt Eibenstock, erklärt: „Unsere Stadt hat sechs Lose auf der Wertholzsubmission angeboten. Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen direkt in den kommunalen Haushalt und kommen damit der gesamten Gemeinde zugute. Gleichzeitig zeigt die Submission, welchen Wert unsere Wälder über Generationen hinweg haben.“