Botschafter des Erzgebirges und Unternehmen der Region erhalten Umweltpreis

Umweltpreis der HWK Chemnitz 2016

Handwerkskammerpräsident Dietmar Mothes und Raphaele Polak, Abteilungsleiterin im sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, haben am Donnerstagnachmittag (02.06.2016) die Umweltpreise der Handwerkskammer Chemnitz vergeben. Insgesamt wurden sieben Betriebe in drei Kategorien ausgezeichnet. Die Preise sind in der Summe mit 5.000 Euro dotiert.

 

Für die umweltorientierte Unternehmensführung und regionale Netzwerkbildung wurde der Botschafter des Erzgebirges Thomas Rolle aus Grünhainichen mit dem ersten Preis in der Kategorie „Umwelt und Region“ ausgezeichnet. Der Müller hat gemeinsam mit seiner Mühle, ökologisch arbeitenden Landwirten und regionalen Handwerksbetrieben die Marke „Landgemacht“ für ökologisch erzeugte Lebensmittel aus handwerklicher Produktion initiiert.

 

Mit dem zweiten Preis in dieser Kategorie wurde Fleischermeisterin Christin Popella aus Aue ausgezeichnet. Als Initiatorin des Vermarktungsprojekts „Regional – saisonal – nachhaltig – SÄCHSY“ praktiziert sie das Thema Regionalität im Lebensmittelbereich und sensibilisiert ihre Kunden dafür.

 

In der Kategorie „Schutz natürlicher Ressourcen“ wurden u.a. an André Laukner aus Schwarzenberg der Anerkennungspreis vergeben. Der Installateur, Heizungsbauer und Elektrotechniker betreibt seinen Handwerksbetrieb CO2-neutral. Er engagiert sich in der Region seit vielen Jahren für das Thema erneuerbare Energien. In den Bereichen Elektromobilität, Speichertechnik und Optimierung des Energieverbrauchs ist André Laukner innovativer Vorreiter in der Region. Er engagiert sich besonders für die E-Mobilität.

 

 

Die Rolle Mühle, die Fleischerei Popella und Energietechniker André Laukner sind dabei nicht die einzigen Unternehmen im Erzgebirge, die sich für Umwelt, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit einsetzen. Vielfältige Beispiele in der Region zeigen, dass Unternehmer ihre Verantwortung wahrnehmen:

Die sensorischen Produkte der micas AG ermöglichen ein hohes Maß an Ressourceneffizienz beim Wasser- und Energieverbrauch in der Gebäudetechnik. Gleichzeitig wird der ökologische Fußabdruck des Unternehmens so weit wie möglich minimiert.

Um emissionsarm Energie zu erzeugen, nutzt die Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH eine Biomasse Heizung, die mit eigenen Produktionsabfällen gefüttert wird.

Die Kunststofftechnik Weißbach entwickelt umweltgerechte Aufbereitungsanlagen für Trinkwasser in Krisengebieten.

Die Trinkwasserstation der Eisenwerk Wittigsthal GmbH ermöglicht eine energieeffiziente, nachhaltige und hygienisch einwandfreie Trinkwassererwärmung.

Die KSG Leiterplatten GmbH recycelt durch eigens entwickelte Pilotanlagen Produktionsstoffe und schont so die Ressourcen.

Durch intelligente Gebäudetechnik ist der Unternehmenssitz der Elektrotechnik Kunzmann komplett energieautark.

Die WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH erhielt 2016 den renommierten TGA Award für die intelligente Wärmeerzeugung und Nutzung von Abwärmepotentialen in einem denkmalgeschützten Mehrfamilienhaus in Marienberg.

Bei der Orthopädie Schuhtechnik Schwarzenberg kommen nur Materialen zum Einsatz, die hohen Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Zudem erzeugt das Unternehmen seine Energie u.a. durch eine Photovoltaik Anlage und zwei eigene Blockheizkraftwerke.

Norafin stellt seine Produkte aus nachwachsenden Naturfasern her und hat beispielsweise eine Tapete entwickelt, die kompostier- und recycelbar ist.

uvm.