30jähriges Bestehen: Handtmann Leichtmetallgießerei

Vergangene Woche feierte die Handtmann Leichtmetallgießerei in Annaberg-Buchholz 30-jähriges Bestehen. Sie wurde vor 30 Jahren Teil der Handtmann Unternehmensgruppe und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Die Leichtmetallgießerei Annaberg fügt sich entlang der Sehma in das Sehmatal ein und bietet mittlerweile für rund 400 Menschen einen Arbeitsplatz. Eine Entwicklung, an der die Unternehmerfamilie Handtmann und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv teilhaben, die sie mitgeprägt haben und auf die man gemeinsam zu Recht stolz sein kann.

Der Festakt wurde mit einem „Tag der offenen Tür“ und einer Abendveranstaltung gebührend gefeiert. Viele Besucher aus Annaberg-Buchholz, dem Raum Chemnitz und dem gesamten Erzgebirge folgten dieser Einladung. Beim offiziellen Empfang mit geladenen Gästen, Rednern aus Politik, Wirtschaft und der Handtmann Unternehmensgruppe wurde die Entwicklung am Standort Annaberg und die professionelle und intensive Zusammenarbeit mit den anderen Handtmann Standorten gewürdigt.

30 Jahre - ein Blick zurück.

Am 18. Juni 1992 übernahm Arthur Handtmann die 1926 in Annaberg-Buchholz gegründete Gießerei von der Treuhandanstalt. Die Auftragslage des Werkes war zu diesem Zeitpunkt schlecht. Dennoch wurden die Forderungen der Treuhandanstalt – eine Übernahmegarantie für 100 Beschäftigte und ein Investitionsvolumen von 10 Millionen D-Mark innerhalb von fünf Jahren – bei Weitem übertroffen. Die damalige Gießerei wurde zur jetzigen „Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH“ umbenannt.

Die Jahre von 1992 bis 1995 verliefen nicht wie erwünscht. Erst ab 1996 nahm die wirtschaftliche Entwicklung einen besseren Verlauf. Viele, bis heute sehr wichtige Kunden wurden in dieser Zeit gewonnen. Im Frühjahr 1997 endete dann die Kokillenguss-Ära für die Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg und auch der eigene Werkzeugbau wurde im gleichen Jahr am Standort eingestellt. Automatisierung und das Vier-Schicht-System hielten Einzug, die anfangs kleine Gießerei wuchs stetig und wurde laufend modernisiert.

Ab 2009 wurde Flüssigmetall angeliefert. Im selben Jahr erreichte auch die allgemeine Wirtschaftskrise den Standort Annaberg-Buchholz: Handtmann verzeichnete einen starken Rückgang der Aufträge. Doch selbst in dieser Zeit wurde in Technik investiert. 2013 wurde die Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg als „Bester Ausbildungsbetrieb Sachsens“ ausgezeichnet und somit das Engagement des Unternehmens rund um die Ausbildung des Fachkräftenachwuchs gewürdigt. Im gleichen Jahr wurde die Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH außerdem erweitert: Der neue Standort in Königswalde nahm seine Produktion auf.

Im Juni 2018 wurde die Handtmann Leichtmetallgießerei erneut zum besten Ausbildungsbetrieb in Sachsen gekürt. Im gleichen Monat erfolgte der erste Musterabguss eines Querträgers für Volkswagen. Dies war für das Werk der erfolgreiche Einstieg in die Elektromobilität. Im Frühjahr 2019 begann dann der Bau einer neuen Gießereihalle sowie eines neuen Technik- und Sozialgebäudes.

Über die Handtmann Unternehmensgruppe

Die Handtmann Unternehmensgruppe mit Stammsitz im oberschwäbischen Biberach wurde 1873 durch Christoph Albert Handtmann in Biberach an der Riß gegründet und ist heute ein weltweit agierendes Familienunternehmen. Durch die Aktivität in sechs Geschäftsbereichen hält Handtmann mit Innovationskraft und Technologieorientierung weltweit führende Positionen auf den Märkten. Zu den Geschäftsbereichen gehören: Leichtmetallguss, Systemtechnik, Füll- und Portioniersysteme, Anlagentechnik, Kunststofftechnik sowie e-solutions. Mit etwa 4.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde im Jahr 2021 ein Umsatz von 965 Millionen Euro erzielt.