Trommelwaschmaschine oder FCKW-freier Kühlschrank haben ihre Wiege im Erzgebirge

Der internationale Tag der Erfinder wird in Europa am 9. November gefeiert. Die Ziele, die die Veranstalter seit Jahren verfolgen, spannen dabei einen weiten Bogen.

Auf der einen Seite soll der Tag zum Mut zu eigenen Ideen und zur Veränderung sowie zur Mitarbeit an der Zukunft aufrufen. Auf der anderen Seite will man mit diesem Tag an vergessene Erfinder erinnern, vor allem an die, die unser Leben nachhaltig verbessert haben. Hier haben die Erzgebirger seit jeher einiges zu bieten und sind auch im Kleinen als erfinderisches Volk bekannt. Getreu dem aktuellen Motto: „Erzgebirge: Gedacht. Gemacht.“

 

Annaberg-Buchholz, 08.11.2012. Zwei der zahlreichen Erfindungen, die im Erzgebirge ihre Wiege haben, liegen fast 90 Jahre auseinander. Die erste Trommelwaschmaschine der Welt entstand beispielsweise 1902 im Unternehmen von Louis Krauß in Schwarzenberg. Aus der Blechklempnerei entstanden, baute sein Nachfolger Friedrich Emil Krauß den Betrieb zu einem äußerst leistungsfähigen Werk aus. Waschmaschinen, Waschwannen, Badewannen und alle Geräte, die ein normaler Hausstand oder ein Landwirt in dieser Zeit brauchte. Aus den Kraußwerken Schwarzenberg entstanden später der VEB Waschmaschinengerätewerk Schwarzenberg, der als einziger Waschmaschinenhersteller der DDR stark ausgebaut wurde.      

 

Eine weitere erzgebirgische Erfindung kam vor knapp 20 Jahren auf den Markt. Im Jahre 1993 wurde der weltweit erste FCKW- und FKW-freie Kühlschrank „Foron KT 1370 RZ“ hergestellt. Er ist eine Entwicklung der Foron Hausgeräte GmbH in Scharfenstein. Idee und Vorarbeiten stammen von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, die als Klimakiller berüchtigten Stoffe Fluorchlorkohlenwasserstoff und Fluorkohlenwasserstoff aus der Produktion von Kühlgeräten zu verbannen. Für diesen Kühlschrank erhielt FORON den Deutschen Umweltpreis 1993. Die Firma setzte sich in den Folgejahrzehnten an die Spitze der deutschen Waschgeräteproduzenten.

 

Kreative und erfinderische Erzgebirger oder potentielle Unternehmensgründer finden bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH für alle Belange einen Ansprechpartner. Das Technologieorientierte Gründer- und Dienstleistungszentrum Annaberg bietet neben regelmäßig stattfindenden Informationsabenden oder einem viertägigen Orientierungsseminar auch durchgängig eine individuelle Beratung als Wirtschaftsservice an.

 

Nächste Termine:

 

Informationsabend mit Tipps zu Geschäftsplan, Gewerberecht und wichtigen Kontakthinweisen: 28. November, 17:00 Uhr im GDZ Annaberg, Adam-Ries-Straße 16

Viertägiges Orientierungsseminar mit Basiswissen für Gründungswillige (mit anerkannter Teilnahmebescheinigung) 10. – 13. Dezember, jeweils 08:30 -14:30 Uhr im GDZ Annaberg

 

 

Rechtzeitige Seminaranmeldungen sind erbeten. Ansprechpartner: Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, Kerstin Hillig, Tel. 03733 145119, E-Mail: hillig@wfe-erzgebirge.de