Stollbergerin erhält begehrte Auszeichung

Im Rahmen der Messe „KarriereStart 2013“ ist Mitte Januar in Dresden vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz der Sächsische Gründerinnenpreis verliehen worden.

Annaberg-Buchholz, 23.01.2013. Preisträgerin in diesem Jahr ist wieder eine erzgebirgische Unternehmerin. Katrin Seidel, Geschäftsführerin der Hörgeräte & Audiotherapie Stollberg, erhielt die Auszeichnung am vergangenen Freitag aus den Händen von Staatssekretärin Andrea Fischer. Die Stollbergerin betreibt ihr Unternehmen seit 2010. Neben dem Verkauf von Hörgeräten liegt der Schwerpunkt ihrer unternehmerischen Tätigkeit auf der Audiotherapie und der Schulung des Gehörs. Nebenbei betreibt sie ein Hörerlebnis-Cafe für Hörgeschädigte und engagiert sich ehrenamtlich für Projekte mit Bezug zu ihrem Beruf.      

 

Nachahmerinnen gesucht

 

Der Sächsische Gründerinnenpreis steht nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zum wiederholten Mal unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Christine Clauß und wird jedes Jahr innerhalb der Messe „KarriereStart“ vergeben. Der Preis ist eine Auszeichnung für engagierte sächsische Unternehmerinnen und gleichzeitig ein positives Signal an potentielle Nachahmerinnen.

 

Liste erzgebirgischer Preisträgerinnen ist lang

 

Katrin Seidel ist nicht die erste erzgebirgische Unternehmerin, die diese Ehre zu Teil wurde. Nahezu jeder 2. Gründerinnenpreis seit Einführung dieser Würdigung ging an eine Unternehmerin aus dem Erzgebirge. Im vergangenen Jahr kam die Preisträgerin Uta Wolfinger ebenfalls aus dem Erzgebirge. Die Annaberg-Buchholzerin gründete im November 2008 das Bewegungs- und Ernährungszentrum (BEZ) Annaberg-Buchholz und schuf damit zwischenzeitlich elf Arbeitsplätze. Die Gewinnerinnen reihen sich in eine Vielzahl erzgebirgischer Unternehmerinnen ein. 2008 ging die Auszeichnung an Iris Sellke, Gasthof & Pension Brettmühle Königswalde, 2004 an Anja Bormann, Botha Personalmanagement Neukirchen, 2003 an Annette Leistner, Haus und Grund GmbH Niederdorf, sowie 2001 an Monika Langer und Sonja Teucher, ERWOTEX GmbH Jöhstadt.

 

Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft

 

Ziel des Sächsischen Gründerpreises ist es, die Existenzgründung von Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Immerhin werden rund ein Drittel der sächsischen Gewerbeanmeldungen für Einzelunternehmen von Frauen vorgenommen. Das ist im Bundesvergleich schon hoch, das Potenzial ist aber, so das Staatsministerium, noch lange nicht ausgeschöpft. Die Schwerpunkte der Gründungen lagen dabei bisher überwiegend in den Bereichen Handel, Dienstleistungen und Gastgewerbe. Der Preis soll dazu beitragen, ein gründerinnenfreundliches Klima in Sachsen zu verstetigen und den Strukturwandel in Sachsen vor dem Hintergrund der demographischen Herausforderungen insgesamt weiter zu entwickeln. Er soll Frauen ermutigen, in bestimmten Lebenssituationen über eine Existenzgründung nachzudenken und möglicherweise den Weg in die eigene Selbstständigkeit zu gehen. Eine unabhängige Jury berät und entscheidet jährlich über die von Verbänden und Institutionen eingereichten Nominierungsvorschläge.