Gesundheit geht vor

Metalltechnik Annaberg schließt Kooperationsvertrag mit Gesundheitskasse

Skeletterkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle. Für die richtige Haltung an einem Schreibtischarbeitsplatz sorgen ergonomische Tisch- und Stuhlkombinationen. Doch wie werden Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe optimal gestaltet? Auf der Suche nach Lösungen geht die Metalltechnik Annaberg GmbH innovative Wege: Erst kürzlich schloss das Unternehmen einen Kooperationsvertrag mit einer Gesundheitskasse, um sich zusätzliches Know-how bei der Arbeitsplatzgestaltung zu sichern.

 

Königswalde, 12. November 2014. „Unsere Zielstellung ist es, den Krankheitsstand im Unternehmen zu reduzieren. Wir wollen Skelett- und Gelenkserkrankungen durch eine optimale Gestaltung der Arbeitsplätze frühzeitig vorbeugen”, sagt Mario Metzdorf, kaufmännischer Betriebsleiter des Königswalder Unternehmens. Die Metall-verarbeitung macht es erforderlich, dass Mitarbeiter oft längere Zeit an einer Maschine stehend arbeiten. Am Wareneingang bspw. werden täglich Materiallieferungen für das Lager sortiert, da kommen pro Schicht schnell einige Hundert Kilo zusammen, die von einem Mitarbeiter bewegt werden müssen. Solche Anforderungen bedürfen spezieller Lösungen, um mögliche Überbelastungen zu vermeiden.

 

Die Unternehmensleitung der Metalltechnik Annaberg GmbH hat sich deshalb entschlossen, einen Kooperationsvertrag mit der AOK abzuschließen. Durch die Zusammenarbeit sichert sich das Unternehmen, das auf die Produktion von Stanz- und Biegeteilen für die Elektrotechnik spezialisiert ist, die Beratungskompetenz eines Kassenmitarbeiters im Arbeitssicherheitsausschuss der Firma zu. In gesundheitsrelevanten Fragestellungen wirkt der auf Arbeitsplatzsicherheit und Ergonomie spezialisierte Mitarbeiter beratend mit. Denn gerade für einen mittelständischen Betrieb mit derzeit 68 Mitarbeitern ist das betriebliche Gesundheitsmanagement vergleichsweise aufwendig und kostenintensiv. „Die zusätzliche Expertise zahlt sich für uns besonders aus, da man uns bei der individuellen Umsetzung unterstützt“, begründet Mario Metzdorf die Zusammenarbeit.

 

Ausgangspunkt für Maßnahmen zum Wohl der Mitarbeiter bildete das Projekt CSRnetERZ der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, an dem sich die Metalltechnik Annaberg GmbH seit 2013 beteiligt. „Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung, um seiner Arbeit unbeeinträchtigt nachgehen zu können. Deshalb haben wir uns die Gesundheitsförderung als ersten Schwerpunkt angenommen und versuchen die Gegebenheiten im Betrieb möglichst optimal zu gestalten. Natürlich haben wir auch in anderen Bereichen unsere gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmen im Blick. Dem Grundsatz der Nachhaltigkeit folgend, sind wir auf den Schutz der Umwelt ebenso bedacht, wie auf die Förderung des Nachwuchses“, führt der Prokurist Metzdorf weiter aus. In jedem Ausbildungsjahr werden im Unternehmen zwei Lehrlinge, je ein Werkzeugmechaniker und ein Industriemechaniker, eingestellt. Nach dem erfolgreichen Berufsabschluss wurden alle Auszubildenden direkt übernommen. Denn die Gewissheit, dass ein Arbeitsplatz eine sichere Perspektive bietet, ist ein Aspekt, der ebenfalls zur unternehmerischen Verantwortung zählt und bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber eine gewichtige Rolle spielt.

 

Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus

 

Angefangen hat man mit der Optimierung der Büroarbeitsplätze. Stuhl und Schreibtisch, Tastatur und Bildschirm ideal aufeinander abgestimmt – das lässt sich effizient in einer Kurseinheit für Verwaltungsmitarbeiter optimieren. Spezielle Krankgymnastikschulungen, zugeschnitten auf die jeweiligen Arbeitsbereiche des Unternehmens, sollen schon bald zur Gesundheitsvorsorge gehören. Im Team absolviert, erzielen diese eine positive Abwechslung zum Produktionsalltag und motivieren zusätzlich. In Kürze steht außerdem die Ausstattung von Steharbeitsplätzen mit ergonomischen Bodenmatten an. Im Rahmen der Gesundheitsmaßnahmen setzt das Unternehmen weiter auf eine Analyse von Arbeitsabläufen in der Produktion. Diese soll Hinweise liefern, welche Tätigkeiten Fehlbelastungen provozieren. Die betreffenden Arbeitsplätze werden anschließend idealer eingerichtet werden.

 

Weitere Unternehmensbeispiele für nachhaltige, soziale Verantwortung erzgebirgischer Unternehmen, wie das der Metalltechnik Annaberg GmbH, werden am 13. November 2014 ab 13.00 Uhr im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Projektes CSRnetERZ im technologieorientierten Gründer- und Dienstleistungszentrum Annaberg präsentiert.

 

Ansprechpartner:

Mario Metzdorf

Metalltechnik Annaberg GmbH

Telefon: 03733 / 4264 20

mario.metzdorf@mt-annaberg.de