Zahnbürsten fördern nicht nur die Mundhygiene: Denta Bross

Margitta Siegel ist ausgebucht. Sie eilt von Termin zu Termin. Kundengespräche. Treffen mit Geschäftspartnern. Angehende Kunststoff-Fachleute wollen erklärt bekommen, wie sich moderne Spritzgussmaschinen in Produktionsabläufe einbetten lassen. Doch auch diese frohe Botschaft zum Jahresbeginn treibt die Unternehmerin um: 40 Millionen Zahnbürsten werden bei der Denta Bross GmbH & Co. KG in Stützengrün ab 2012 mehr hergestellt. Jedes Jahr. Fünf Jahre lang. Mindestens. Das macht 200 Millionen in den nächsten fünf Jahren. Und -diese Produktion läuft zusätzlich zu den bisherigen 70 Millionen Zahnbürsten, die Denta Bross im Erzgebirge jährlich fertigt.

In der Bürstenfabrik des 21. Jahrhunderts läuft alles vollautomatisch, computergestützt, präzise und es wird dennoch nach den individuellen Ansprüchen der Kunden in ganz Europa gefertigt. Sogar bei der Verpackung können diese aussuchen, in welcher Form und Farbe die gewünschten Artikel sauber und sicher umhüllt werden sollen.

Bei Zahnbürsten ist das nicht anders. Private Labels sind auf dem Vormarsch. Jede Handelsmarke pflegt ihr eigenes Label im Regal. Auch bei Zahnbürsten. 70 Millionen kommen jährlich aus Stützengrün. Für ihre Produktpalette versichert die Denta-Bross-Geschäftsführerin die höchste Qualität, egal ob für Kurzkopf- und Reisezahnbürsten oder 4-Komponenten-Zahnbürsten in drei Borstenstärken, für Interdental-Pflegesets, für Zahnseide und Zungenreiniger.

Dies hat sich rumgesprochen. Kunden, die Zahnbürsten verkaufen, lassen hier in Klein- bis Großserie Kunststoffgriffe spritzen, Borsten einbringen und ihren Markennamen auf die Verpackung drucken. Jetzt hat auch ein großes, international tätiges Gesundheitsunternehmen Stützengrün für sich entdeckt. GlaxoSmithKline beauftragte die Stützengrüner Zahnbürstenmacher damit, in den kommenden Jahren ihr Flaggschiff zu produzieren: Dr.Best®-Zahnbürsten. Doch bevor die Denta Bross GmbH & Co. KG, an der sowohl die Bürstenmann GmbH als auch der marktführende deutsche Zahnbürsten-Hersteller M+C Schiffer GmbH in Neustadt (Wied) beteiligt sind, den Auftrag erhielt, musste das Unternehmen die Fertigung nochmals modernisieren. Für siebeneinhalb Millionen Euro wurden neue Maschinen und Technologien benötigt, um das Premium-Marken-Produkt herstellen zu dürfen. Margitta Siegel erklärt, dass bei der herkömmlichen Zahnbürsten-Produktion zunächst der Bürstengriff im Spritzgießverfahren hergestellt wird. Dann wird dieses Teil im nächsten Fertigungsgang „beborstet“, um dann in einem dritten Schritt verpackt zu werden. Für die Dr.Best®-Zahnbürste müssen die einzelnen Fertigungsschritte so miteinander verquickt werden, dass die Teile zu keiner Zeit die Maschine verlassen. Dafür sorgt nun ein integriertes Übergabesystem, das den Spritzguss, die Beborstung und die Verpackung stufenlos zusammenfügt. 13,5 Millionen Marken-Zahnbürsten wird jede dieser neuen Maschinen jährlich ausspucken. Drei Maschinen haben die Produktion nun aufgenommen.

 

 

Quelle: SAB-Förderbericht 2011