Wobek veredelt Kunst des Leipziger Malers Fischer-Art

Landrat Frank Vogel ernennt Anja Oberender zur Botschafterin des Erzgebirges
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Die Stollberger Firma macht nicht nur Alltagsgegenstände attraktiver. Sie hilft auch mit, die deutsche Wiedervereinigung aufzuarbeiten.

 

Stollberg. Leuchtende Farben und comic-hafte Figuren sind das Markenzeichen des Leipziger Pop-artkünstlers Michael Fischer-Art. Er kennt sich aus mit Kunst am Bau, hat bundesweit schon viele Häuserfronten verschönert. Das nächste Gebäude, an dem seine Kunst prangt, ist das neue Therapiezentrum des Reha-Dienstleisters Admedia in Chemnitz. Es wird in Kürze eröffnet. Admedia-Chef Dirk Neumann ist ein Kunstfan, unter anderem mag er auch die Arbeiten von Michael Fischer-Art. Doch Kunst an der Außenfassade ist nicht ganz unproblematisch. Damit beispielsweise ein Gelb dort lange leuchtet, muss das Motiv zuvor haltbar gemacht werden. "Die Firma Wobek hat aus meiner Sicht die beste Technologie dafür", sagte Fischer-Art.

 

Das vom Stollberger Unternehmen entwickelte Verfahren Chamotec schützt die Kunstobjekte vor Umwelteinflüssen wie Luft, Sonne oder Nässe. Während Fotos oder Poster verwittern, bleiben die mit Chamotec behandelten Darstellungen lange im ursprünglichen Zustand und können sogar gereinigt werden. Möglich wird das durch die Verknüpfung zweier Verfahren: Pulverbeschichtung und Direktdruck. "Beide sind traditionelle Verfahren, wir haben sie kombiniert und damit eine neue Technologie entwickelt", so Geschäftsführerin Anja Oberender. Auf diese Weise lassen sich auch große dreidimensionale Metallteile bis zu einer Größe von 2500 mal 600 Millimeter mit Dekoren versehen.

 

 

Quelle: Freie Presse vom 02.07.2016, Ramona Nagel