Wie Sächsinnen mit Power als Unternehmerinnen durchstarten

Mehr als jede zwölfte erwerbstätige Frau in Sachsen ist selbstständig. Oft werden sie nicht ernst genommen. Das kann für die Konkurrenz ein Fehler sein - wie drei Beispiele aus der Region zeigen.

 

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Ohne ihre Familie hätte es auch Caroline Schiller nicht geschafft. Sie ist eine von denen, die bereits alle Höhen und Tiefen des Unternehmerinnendaseins kennen. Mit 21 Jahren machte sie ihre Praxis für Ergotherapie und Logopädie in Marienberg auf. "Damals habe ich über viele Dinge vorher gar nicht nachgedacht, sondern einfach losgelegt", erinnert sie sich. Heute, 14 Jahre später - darunter einige schwere, weil die Patienten ausblieben - , sagt sie: "Es hat sich gelohnt."

 

16 Mitarbeiter, die alle eigenverantwortlich tätig sind, hat Caroline Schiller inzwischen in ihrer "Theralinea" beschäftigt. Eine Sonderstellung räumt sie sich aber nicht ein. "Ich will keine Chefin sein, sondern arbeite wie alle von morgens bis abends am Patienten mit." Zudem ist sie oft an den Wochenenden unterwegs - als Referentin, aber auch als Fußball-Schiedsrichterassistentin. "Man muss die Zeit, die man mit dem Partner gemeinsam hat, deshalb bewusster leben", sagt sie. Existenzgründerinnen rät sie: "Nicht zu viel grübeln, einfach machen, kreativ sein und menschlich bleiben."

 

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Quelle: Freie Presse vom 05.09.2017, ​Jürgen Becker