Warum Schnuppern in die Berufswelt so wichtig ist – Woche der offenen Unternehmen

Je mehr Wahlmöglichkeiten man hat, desto schwieriger ist es, das Richtige zu finden. Dieser Grundtenor trifft auch auf die Vielzahl an Ausbildungsperspektiven für junge Menschen zu. Gestern Nachmittag fiel der Startschuss zur Woche der offenen Unternehmen im Erzgebirgskreis. Die Aktionswoche ist ein Premiumangebot für Jugendliche und ihre Eltern, das die Chance bietet, hinter die sonst verschlossenen Firmentore in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbereichen zu schauen.

Ziel der Aktion ist es, dem Fachkräftenachwuchs der Region frühzeitig Möglichkeiten zum Schnuppern in der Wirtschaft zu geben, um so die Entscheidungsfindung für die berufliche Zukunft zu erleichtern. Die Jugendlichen sollen animiert werden, über folgende Praktika mehr über die Unternehmen zu erfahren. So soll unterstützt werden, den individuell richtigen beruflichen Weg zu finden und so die Abbruchquote von Ausbildungen verringert werden. 170 Berufsbilder und 50 Studiengänge werden innerhalb der Woche im Erzgebirgskreis vorgestellt. Knapp 300 Unternehmen bieten 550 Veranstaltungen an, für die es 12.500 Terminbuchungen gibt. Knapp zwei Drittel der gebuchten Termine fallen auf Jugendliche – knapp ein Drittel der Termine werden von Eltern genutzt. Die Aktionswoche findet zum 18. Mal statt.

Eröffnet wurde die Berufsorientierungswoche im Werk der HOPPE AG in Crottendorf unter anderem im Beisein von Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises, Matthias Damm, Landrat des Kreises Mittelsachsen, Carsten Michaelis, Beigeordneter des Landkreises Zwickau, Sebastian Martin, Bürgermeister Crottendorf, sowie Unternehmer Wolf Hoppe und natürlich mit zahlreichen Jugendlichen und ihren Eltern. Vor sieben Jahren beschlossen die drei Landkreise im südwestsächsischen Raum, das Thema Fachkräftenachwuchs im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen gemeinsam anzugehen und laden seitdem jährlich zu einer gemeinsamen Eröffnung an wechselnden Standorten ein.

Beitrag des MDR Sachsenspiegel

Der zugehörige Beitrag des MDR Sachsenspiegel vom 09.03.2020.