Spezielle Staubsaugerbürsten halten 100.000 Volt stand

Das Bürstenfest in Stützengrün rückt stets einen borstigen Alltagshelfer in den Mittelpunkt. Die Vielfalt der Reiniger ist enorm.

 

Stützengrün. Eigentlich sind Bürsten Alltagsgegenstände, die irgendwie selbstverständlich sind. Die Frage, wie sie hergestellt werden, interessiert da kaum.

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Der Chef der Firma, Ulrich Hochmuth, selbst demonstrierte die traditionelle Handarbeit und hob deren Bedeutung bis heute hervor. Zum Beispiel bei Sichterbürsten. Sie werden in Getreidemühlen verbaut und dienen dem Freihalten der Mehlsiebe. Einzeln werden mittels Drahtschlingen die Borstenbündel durch ein Loch im Bürstenkörper gezogen und verdrillt. "Dank dieser Herstellungsweise lassen sich verschlissene Borsten immer wieder austauschen," erklärte Hochmuth. "Bei maschineller Fertigung wäre das nicht möglich."

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Im wörtlichen Sinn spannend ist der Einsatz einer besonderen, überdimensionalen Staubsaugerbürste: Sie dient zum Reinigen von Hochspannungsanlagen während des Betriebes, also im stromführenden Zustand. Aus Sicherheitsgründen dürfen diese Bürsten keinerlei Metall enthalten und werden in einstündiger Arbeit manuell mit Nylonfaden "gehäkelt". Erst nach aufwendigem Prüfprozess mit 100.000 Volt kommen diese 500 Euro teuren Spezialbürsten zum Einsatz.

 

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Quelle: Freie Presse vom 10.09.2019, Ulli Richter