Spezialschule für Fotovoltaik entsteht

Auch wenn die TU Bergakademie Freiberg mit dem Projekt für die länderübergreifende Ausbildung von Solarexperten nicht für die Exzellenzinitiative des Bundes ausgewählt wurde, legt sie ihre Ideen nicht ad acta.

VON CHRISTIAN MÖLS

FREIBERG - Die TU Bergakademie schafft neue Angebote für die wissenschaftliche Ausbildung von Fotovoltaik-Experten. Zusammen mit der Martin-Luther-Universität Halle und der TU Ilmenau wird dazu eine "Solarvalley Graduiertenschule für Fotovoltaik" aufgebaut.

Die Einrichtung bietet neue Masterstudiengänge, die zwischen den drei Partnerhochschulen abgestimmt werden. Auch spezielle Weiterbildungsangebote für Doktoranden auf dem Gebiet der Fotovoltaik stehen auf dem Plan. Zudem sollen Fachhochschüler das neue Angebot nutzen können. Um sie für das Thema Solarenergie zu begeistern, sind Praktika und Betreuung von Abschlussarbeiten durch die Universitäten möglich. Die erste Veranstaltung der Graduiertenschule findet im Herbst in Halle statt.

Im vergangenen Jahr hatten sich die beteiligten Hochschulen um eine Förderung der Graduiertenschule im Rahmen der Exzellenzinitiative bemüht. Mit dieser Initiative wollen der Bund und die Länder Spitzenforschung an deutschen Hochschulen fördern. Der eingereichte Antrag der drei Universitäten schied jedoch Anfang diesen Jahres bereits in der ersten Runde des bundesweiten Wettbewerbes aus.

Trotzdem wollen die Partner das Projekt zur Fotovoltaik-Ausbildung fortsetzen. Zur Finanzierung stehen dafür eingeworbene Drittmittel, unter anderem aus der Solarindustrie, zur Verfügung. Außerdem ist vorgesehen, einen Förderantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu stellen.

Das länderübergreifende Ausbildungsprojekt profitiert von den unterschiedlichen Schwerpunkten der beteiligten Universitäten. So bringt die TU Bergakademie Freiberg ihr Spezialgebiet der Silizium-Fotovoltaik ein.

Die Graduiertenschule ist Teil des Spitzenclusters "Solarvalley Mitteldeutschland", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2009 mit insgesamt rund 40 Millionen Euro gefördert wird. In das Netzwerk sind neben Universitäten aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auch rund 30 Unternehmen der mitteldeutschen Solarbranche eingebunden. Gemeinsames Ziel ist es, Solarstrom billiger zu machen.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freiberger Zeitung, 03.05.2011