Spätschicht zwischen Stoff und Stahl

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Auer Betriebe nahmen erstmals an den Tagen der Industriekultur teil. Deshalb durften Besucher ins Werk - ohne Ausweis.

 

Aue. So nahe kommen Außenstehende dem großen Schornstein der Nickelhütte Aue sonst nie. Gestern aber durften Besucher übers Werksgelände laufen und ehrfürchtig die Außenhaut des 180-Meter-Riesen berühren. Auch eine Stippvisite auf dem Leitstand der Rauchgaswäsche war möglich, wo der Qualm gereinigt wird, ehe er durch die Esse übers Auer Tal hinwegzieht. "Der Strom für die Pumpen in der Rauchgaswäsche kostet etwa 300.000 Euro pro Jahr", sagte Ingenieur André Bauer. Eine Zahl, welche die Dimensionen verdeutlicht, in denen in der Nickelhütte heute produziert wird.

 

Das 430-Mann-Unternehmen beteiligte sich erstmals an den Tagen der Industriekultur. Vom Nachmittag bis in die frühen Abendstunden durften Besucher zusammen mit fachkundigen Führern die Anlagen erkunden. Ein Betriebsausweis war nicht nötig, aber festes Schuhwerk vorgeschrieben. Dazu teilte die Firma Helme und Schutzbrillen aus.

 

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Quelle: Freie Presse vom 23.09.2017, Mario Ulbrich