Sohn eines Ofenbauers erwärmt sich fürs Handwerk seines Vaters

Bei Familie Heyne aus Sachsenfeld stehen in den nächsten Monaten gleich mehrere Jubiläen an. Der Goldene Meisterbrief war nur der Anfang.
 

Wer den Goldenen Meisterbrief von der Handwerkskammer erhält, hat vor 50 Jahren seine Meisterprüfung abgelegt. Im Fall von Dietmar Heyne aus Schwarzenberg ist das nicht anders. Doch nicht jeder Meister ist dann auch noch in seinem Beruf tätig. Bei dem Schwarzenberger ist das allerdings so. Dietmar Heyne ist auch heute noch als Ofenbauer aktiv.

Gelernt hat er den Beruf von und bei seinem Vater Kurt. Und der wiederum hatte das Geschäft von seinem Vater, Ernst Heyne, übernommen. Gegründet wurde die Firma bereits 1912.

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Und auch die Auftragsbücher seien nach wie vor gut gefüllt. "Der Trend geht ganz klar wieder hin zum Kachelofen, richtig gemauert aus Ziegel", sagt der 76-jährige Ofenbauer. Für ihn ist dies überhaupt die angenehmste Form der Wärme in einem Raum, wie er betont.

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Heute Nachwuchs für dieses Handwerk zu gewinnen, sei schwer, sehr schwer. "Denn das ist eine Arbeit, bei der man sich wirklich die Hände noch schmutzig machen muss. Aber es ist schön", meint Dietmar Heyne, der das Unternehmen in dritter Generation führt. Ob sein Enkelsohn sich auch noch - so wie er sich einst, für den Beruf erwärmen lässt - sei offen.

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Quelle: Freie Presse vom 03.12.2019, Beate Kindt-Matuschek