SME will unter Breitenbrunn nach Metallen suchen

Beim Sächsischen Oberbergamt läuft Antragsverfahren - Anrainerort Schwarzenberg hat nichts gegen Erkundung

SCHWARZENBERG/BREITENBRUNN - Die Firma Saxony Minerals and Exploration (SME) will in einem Gebiet, das sich vorwiegend auf Breitenbrunner Flur erstreckt, nach bergfreien Bodenschätzen suchen. Die Stadt Schwarzenberg, an ihrer südlichen Gemarkungsgrenze in Pöhla von dem Vorhaben betroffen, hat nichts dagegen, dass SME vom Sächsischen Oberbergamt in Freiberg die beantragte Erlaubnis für Aufsuchungsarbeiten erhält. Dieser Stellungnahme stimmten die Stadträte im Technischen Ausschuss am Montagabend einmütig zu.

Das in Halsbrücke bei Freiberg sitzende Unternehmen SME interessiert sich im "Erlaubnisfeld Breitenbrunn" vor allem für die Metalle Wolfram und Zinn. Darüber hinaus sollen aber auch Vorkommen von Zink, Kupfer, Indium, Kadmium, Flussspat sowie Eisen (Magnetit) erkundet werden. Die dazu notwendigen Arbeiten - also noch kein eventueller Abbau - sollen sich auf maximal fünf Jahre erstrecken.

Bei Null muss und wird die Firma dabei nicht beginnen. So will sie zunächst die Daten der SDAG Wismut und die Arbeit des ehemaligen VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg auswerten. Ein Lagerstättenmodell wird erstellt, Proben werden entnommen und unter mineralogischen sowie aufbereitungstechnischen Aspekten untersucht. Je nachdem, wie die Ergebnisse dieser Untersuchungen ausfallen, ist vorgesehen, aus dem Pöhlwassertal eine Strecke untertage aufzufahren, um auf diese Weise Genaueres über mögliche Vorräte zu erfahren. (stl)

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Schwarzenberger Zeitung, 12.10.2011