Sachsen "fliegt" mit der PTF Pfüller auf die ILA

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Die ILA Berlin Air Show ist im Anflug: Auf der wichtigsten Luft- und Raumfahrtmesse Deutschlands werden vom 20. bis 25. Mai Spitzentechnologie und High-Tech-Produkte aus allen Geschäftsfeldern der Luft- und Raumfahrtindustrie präsentiert. Auf dem sächsischen Gemeinschaftsstand „Sachsen live“ sind neun Firmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrt vertreten.

 

Zum ersten Mal dabei ist die PTF Pfüller GmbH und Co. KG aus Stollberg, ein international führendes Unternehmen für die Herstellung von mechanisch hochkomplexen Präzisionsteilen und Baugruppen, die z.B. in der Halbleiterindustrie, der Lebensmittelindustrie, als Implantate oder auch in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden. Der Stand wird von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) organisiert. 

 

„In jedem Airbus A 350 wird ein Stück Sachsen stecken“, erklärt Peter Nothnagel, WFS-Geschäftsführer mit Blick auf zwei weitere Aussteller des Gemeinschaftsstandes: die Modellbau Roth GmbH & Co. KG aus Theuma/Vogtland und ADZ Nagano GmbH aus Ottendorf-Okrilla. Als zertifizierter Zulieferer für die Automobilindustrie und die Luftfahrtindustrie fertigt Modellbau Roth unter anderem Bauteile, die sich in den Türen mehrerer Airbus-Modelle (z.B. A 380, A 350 und A 330) wiederfinden. Das Auftragsspektrum der Firma umfasst die Fertigung vom Einzelteil bis zur Serie. Hydrauliksysteme der Firma ADZ Nagano sorgen beispielsweise dafür, dass die Start- und Landeklappen bei Airbus-Flugzeugen gesteuert werden können.

 

Zum Rahmenprogramm der ILA zählt die Konferenz „Kunststoff trifft Luftfahrt“, die den Beitrag der Kunststoff- und Chemieindustrie zu Luft- und Raumfahrt ins Blickfeld rückt. Die Konferenz wird von der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH gemeinsam mit dem Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland organisiert. Im Zentrum stehen innovative Leichtbaumaterialien und Verbundwerkstoffe und der Blick in die Zukunft: wie entwickelt man immer leistungsfähigere, zuverlässigere und leichtere Werksstoffe für die besonders hohen Anforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie.

 

Hintergrund:

Zur sächsischen Luft- und Raumfahrtindustrie zählen 150 Unternehmen mit rund 6.200 Beschäftigten. Die Wachstumsrate der Branche lag in den vergangenen fünf Jahren über dem deutschen Durchschnitt. Hinzu kommen Forschungspotenziale mit regionalen Schwerpunkten in Dresden, Freiberg und Chemnitz.

 

Rund 250.000 Quadratmeter groß ist das Gelände der ILA 2014, mit Hallen, Pavillons und Freiflächen. Rund 1200 Aussteller aus 40 Ländern beteiligen sich. Etwa 200.000 Besucher werden erwartet.