Politik trifft erzgebirgische Wirtschaftskraft

Bürgermeister Ingolf Wappler, Landrat Frank Vogel, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und MdB Günther Baumann wurden von Geschäftsführer Matthias Oertel durch das Unternehmen geführt (v. l.).
Bürgermeister Ingolf Wappler, Landrat Frank Vogel, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und MdB Günther Baumann wurden von Geschäftsführer Matthias Oertel durch das Unternehmen geführt (v. l.).

Der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der Bundestagsabgeordnete Günther Baumann und Landrat Frank Vogel haben sich Ende August von der Wirtschaftskraft im Erzgebirge überzeugt.

Bei der Pockauer Werkzeugbau Oertel GmbH in Lengefeld hatte sich hoher Besuch angekündigt. Am 28. August öffnete das Unternehmen seine Türen für Ministerpräsident Stanislaw Tillich, den Bundestagsabgeordneten Günther Baumann sowie Landrat Frank Vogel. Herzlich wurden sie von Geschäftsführer Matthias Oertel empfangen, der seit 20 Jahren die Geschicke der Firma leitet. Zu den wichtigsten Produkten des Werkzeugbauers gehören Folgeverbund-, Transfer- und Platinenschneidwerkzeuge. Die Besucher zeigten sich besonders von der Leistungsfähigkeit der Folgeverbundwerkzeuge beeindruckt. „Wir haben uns auf die Bearbeitung besonders dicker, schwer verformbarer Bleche spezialisiert – ein Gebiet, an das sich nur wenige trauen. Damit konnten wir uns auf dem internationalen Markt der Automobilzulieferindustrie etablieren“, betonte der Geschäftsführer.

 

Dass die Wahl dieser Marktnische ein Schritt in die richtige Richtung war, zeigt die Entwicklung des gesamten Unternehmens. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der Mitarbeiter mit rund 90 Angestellten mehr als verdoppelt. Einen Teil der neu gewonnen Fachkräfte hat das Unternehmen selbst ausgebildet. Momentan absolvieren acht junge Männer und Frauen eine Ausbildung in dem erzgebirgischen Unternehmen. In den vergangenen Jahren wurden sieben Millionen Euro in neue Hallen und Maschinen investiert. Zudem war der Pockauer Werkzeugbau Oertel beim Wettbewerb „Werkzeugbauer der Jahres“ bereits mehrfach unter den besten 20 von insgesamt 300 bewerteten Firmen. „Mit diesen Erfolgen sind sie ein wahrhafter Vorzeigebetrieb für unsere Region“, sagte Landrat Vogel.

 

Dass aus dem Erzgebirge auch so mancher guter Tropfen kommt, machte die Privatbrauerei Fiedler aus Scheibenberg / OT Oberscheibe deutlich. 200 Jahre ist die Brauerei bereits in Familienhand. Christian Fiedler ist seit 1990 Geschäftsführer und hat das erzgebirgische Traditionsunternehmen wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Seit kurzem vervollständigen, neben verschiedenen Biersorten, Fassbrause und Mineralwasser das Getränkeangebot der Brauerei, in der mittlerweile 16 Personen beschäftigt sind. Nach einer kurzen Führung durch die Räume der Brauerei konnten sich Ministerpräsident Tillich, MdB Baumann und Landrat Vogel persönlich von der Qualität des hausgebrauten Bieres überzeugen.

 

Letzte Station des Einblicks in die Wirtschaftsstruktur des Erzgebirges bildete der Besuch der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG in Neudorf. Walther Mennekes, Geschäftsführender Gesellschafter, war extra aus dem Sauerland angereist, um seine Gäste durch das Unternehmen zu führen. 130 der insgesamt 800 beschäftigten Mitarbeiter weltweit sind mittlerweile in Neudorf beschäftigt. Sie stellen die EU-genormten Industriesteckvorrichtungen her, die in Industrie, Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe Anwendung finden. Weiterhin werden die Steckvorrichtungen in Elektrofahrzeugen, z. B. der Marke Tesla, verbaut. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen immer wieder am Standort Neudorf investiert und ist kontinuierlich gewachsen. Auch von diesem Unternehmen zeigten sich die Gäste beeindruckt.

 

Fotos: Landratsamt Erzgebirgskreis