Nussknackerfirma Steinbach legt erfolgreichen Neustart hin

Das Sortiment ist erhalten geblieben, ebenso der Kundenstamm und ein Teil der Mitarbeiter - dennoch weht in Gebirge ein frischer Wind. Denn der neue Inhaber Rico Paul setzt nicht nur auf den amerikanischen Markt.

 

Marienberg. Es ist eine harte Nuss gewesen, die es beim Nussknackerhersteller Steinbach zu knacken galt. Doch inzwischen ist klar: Die in Gebirge ansässige Firma wird weiter bestehen - mit neuem Besitzer. Der Dresdner Unternehmer Rico Paul will nicht nur schnell den amerikanischen Markt sichern und ausbauen, sondern künftig auch in Deutschland präsenter sein. Genau daran hatte es bis zur Insolvenz im vergangenen Jahr gemangelt.

 

30 Mitarbeiter sind aktuell beschäftigt, einst waren es am Standort Gebirge 45. Hinzu kamen 180 im niedersächsischen Werk Hohenhameln. Dieses wurde geschlossen, die Produktion auf das Erzgebirge konzentriert. "Mir war von Anfang an klar, dass die Nussknacker in die Region gehören", sagt Paul. Maschinen und Muster wurden übernommen. So umfasst das Sortiment mehr als 500 verschiedene Nussknacker und Räuchermänner - vom Förster über Fußballer, Pfadfinder und Indianer bis hin zu Figuren aus der Weltraumsaga "Star Wars". Auch der Markenname ging an den neuen Eigentümer über. So gelang der Neustart.

 

Quelle: Freie Presse vom 22.11.2016, Georg Müller