Mit sauberer Wäsche zum Erfolg

Die Steyer Textilservice aus Halsbrücke war 2007 räumlich und technisch an ihre Grenzen gestoßen. Ein Anbau musste her. Der ist nun fertig. Der Preis: 5,5 Millionen Euro.

VON ALEXANDER CHRISTOPH

HALSBRÜCKE - Die Firma Steyer Textilservice GmbH hat ihren Erweiterungsbau im Halsbrücker Gewerbegebiet "Schwarze Kiefern" in Betrieb genommen. Die Investition beläuft sich laut den beiden Geschäftsführern Christiane und Udo Babatz auf rund 5,5 Millionen Euro. Vergangenes Jahr wuchs auf einer Fläche von 30 mal 60 Metern eine Halle von 13 Metern in die Höhe. Anfang 2011 wurde die Technik für eine Sortieranlage eingebaut und das neue Lager eingeräumt. Untergebracht sind dort auch großzügige Sozialräume wie ein Speisesaal und Umkleideräume.

Im Inneren herrscht seit ein paar Wochen geschäftiges Treiben. Unablässig ist das Klick-Klack der Kleiderbügel zu hören, die sich an Metallschienen Hunderte Meter durch die Halle schlängeln. Ohne dieses ausgeklügelte System würde die Sortieranlage, die sich auf drei Ebenen erstreckt, nicht funktionieren. "Bei knapp 14.500 Teilen Berufsbekleidung pro Tag und den 15 Tonnen Wäsche von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Gaststätten und Hotels, die dazukommen, war das per Hand nicht mehr zu schaffen", sagt Christiane Babatz, zumal es jährlich mehr werde. Das Unternehmen sei aufgrund des Wachstums räumlich und technisch an seine Grenzen gestoßen. Das Ehepaar beschloss deshalb 2007, den Betrieb zu erweitern. Im Frühjahr 2009 war Baubeginn. Feierlich eingeweiht werden soll das Objekt am 5. Mai. "Damit haben wir die Voraussetzung für künftiges Wachstum geschaffen", erklärt Udo Babatz. Kommt die Wäsche jetzt aus einem der riesigen Trockner, wird sie von einem Mitarbeiter auf einen Bügel gehängt und auf einen langen Weg geschickt, bis jedes Kleidungsstück in weiteren Maschinen gefaltet und für den Transport verpackt wird. Mittels Strichcode-Erfassung kann der Standort des Kleidungsstücks jederzeit ermittelt werden. "Das spart Zeit", sagt Christiane Babatz - und vermutlich auch Geld. Das Halsbrücker Unternehmen hat in ganz Sachsen und Südbrandenburg zirka 2500 Kunden. Täglich holen 35 Kraftfahrer von diesen schmutzige Wäsche, Fußmatten oder Maschinenputztücher und bringen saubere, gebügelte und, falls nötig, geflickte Stücke zurück. "Die Logistik ist sehr ausgefeilt", sagt Udo Babatz. Überhaupt trete das Unternehmen als Dienstleister auf, der vom Einkauf der Berufsbekleidung, über die Ausstattung mit Logos, das Waschen, Bügeln und Schneiderarbeiten bis zum Transport der Kleidungsstücke den Kunden ein Rundum-Paket anbietet. Laut Udo Babatz belief sich der Jahresumsatz zuletzt auf 13,5 Millionen Euro.

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Freiberger Zeitung, 26.03.2011