Metallveredler investiert 8 Millionen Euro

Seit 1945 beschichtet die Familie Kotsch in Schneeberg Metalle. Weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, entsteht derzeit eines der modernsten Beschichtungswerke Europas. Und auch die Belegschaft soll wachsen.

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Die Metallveredlung Kotsch baut im Schneeberger Gewerbegebiet am Gerichtsberg eine neue Fabrikhalle. Mit einer Größe von 66 mal 33 Metern wächst eines der modernsten Beschichtungswerke Europas in den erzgebirgischen Himmel.

Rund acht Millionen Euro werden investiert. "Damit haben wir genug Produktionskapazitäten für die nächsten 10 bis 15 Jahre", hofft Geschäftsführer Hardy Kotsch. Zweieinhalb Jahre lang hat er das vollautomatische Beschichtungswerk geplant, denn so eine Anlage gibt es nicht von der Stange. "Die Anlage wird voll automatisch funktionieren. Und im Gegensatz zu jetzt findet die Beschichtung und die Verpackung der fertigen Metallteile in verschiedenen Räumen statt." Damit werden sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern.

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Im vergangenen Jahr wurden so über 26 Millionen Bauteile mit Metallen und Metalllegierungen wie Zink, Zink-Nickel, Kupfer und Zinn beschichtet. Sie finden sich zum Beispiel in Autos von Audi, Mercedes und Bentley, in Liebherr-Kränen oder in Cessna-Flugzeugmotoren. Und es hätten noch mehr Bauteile sein können, denn die Kapazitäten sind derzeit trotz des Dreischichtbetriebes erschöpft.

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Dann ist geplant, dass die Belegschaft auf 100 Mitarbeiter steigt.

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Doch ohnehin wollte Geschäftsführer Hardy Kotsch in Schneeberg bleiben. "Wir legen sehr viel Wert auf Qualität. Deshalb sind wir froh, dass wir hier so gute Mitarbeiter haben." 

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Quelle: Freie Presse vom 25.05.2019, Thomas Mehlhorn